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Ein Zugdeckungssignal (Zd) ist ein Eisenbahnsignal, das dazu dient, ein Gleis in mehrere Abschnitte zu unterteilen und Zugfahrten in teilweise besetzte Gleise auf Hauptsignalbegriff einfahren zu lassen.

Zugdeckungssignale für Einfahrten aus beiden Richtungen auf demselben Gleis, Nürnberg Hbf, 2014

Ein Zugdeckungssignal ähnelt einem Sperrsignal, kann allerdings im Gegensatz dazu nicht den Begriff Sh 1/Ra 12 anzeigen, sondern nur die Signalbegriffe Hp 0 („Halt“) und Kennlicht. Es steht in Grundstellung auf Kennlicht. Soll eine Zugfahrt an dem Signal enden, muss es zuvor vom Bediener auf Halt gestellt werden. Der dahinter liegende Gleisabschnitt muss dabei nicht zwingend belegt sein. Wo durch Zugdeckungssignale unterteilte Bahnhofsgleise jedoch dazu genutzt werden, um nacheinander eintreffende Flügelzüge zu kuppeln, ist für das Aufdrücken des zweiten Zuges die Anzeige des Begriffes Ra 12 bzw. Sh 1 und damit die Ausrüstung mit einem zweiten weißen Lichtpunkt doch erforderlich. Beispiele dafür sind die Fernverkehrsgleise in den Bahnhöfen Erfurt Hbf und Leipzig Hbf.

Nach Planungsrichtlinie muss es bei Einfahrten nur in einer Richtung 6 Meter von der Gleisfreimeldegrenze entfernt stehen, bei Einfahrten aus beiden Richtungen 3 Meter, wobei gleichzeitige Einfahrten aus beiden Richtungen zu unterbinden sind. Zugdeckungssignale können nicht mit Lichtsperrsignalen für Rangierfahrstraßen vereint (kombiniert) werden.

Einfahrten, deren Ziel ein Zugdeckungssignal ist, werden wegen des fehlenden Durchrutschweges (die 3 bzw. 6 Meter werden vernachlässigt) im Gebiet der ehemaligen Deutschen Bundesbahn mit Signal Zs 3 Kennziffer 3 für 30 km/h signalisiert. Dieses steht entweder bereits am vorgelegenen Hauptsignal oder einzeln kurz vor dem Zugdeckungssignal. Im Bereich der ehemaligen Deutschen Reichsbahn erfolgt die Signalisierung mit Signal Zs 13 und zusätzlich Signal Zs 3 Kennziffer 4 für 40 km/h. Die Einfahrt ist also bei gleichen technischen und gesetzlichen Voraussetzungen abhängig von der geographischen Lage in Deutschland entweder mit 30 oder 40 km/h erlaubt. Eine Harmonisierung dieser historisch gewachsenen Regelung fand bisher nicht statt.

  • Zugdeckungs­sig­nal in Kas­sel Hbf mit Kenn­licht

  • Zugdeckungs­sig­nal mit ETCS-Halt­ta­fel

  • Zugdeckungs­sig­nal mit zwei wei­ßen Licht­punk­ten (Bf Leip­zig Hbf)

  • Ulrich Maschek. Sicherung des Schienenverkehrs. 2. Auflage. Wiesbaden 2013, Kapitel 4.3.9.3
  • Richtlinie 819, Modul 819.0202A02 Abschnitt 1
Commons: Zugdeckungssignal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. Deutsche Bahn AG: Richtlinie 819 (Ril 819), Modul 819.0202A02
  2. Maschek, Ulrich: Sicherung des Schienenverkehrs. 3. Auflage. Springer Vieweg, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-658-10758-1, Abschnitt 10.4.5.4 (Signalisierung regulärer Fahrten mit besonderer Vorsicht),S.292.

Zugdeckungssignal Signal fur zwei Zugeinfahrten hintereinander auf demselben Gleis Sprache Beobachten Bearbeiten Ein Zugdeckungssignal Zd ist ein Eisenbahnsignal das dazu dient ein Gleis in mehrere Abschnitte zu unterteilen und Zugfahrten in teilweise besetzte Gleise auf Hauptsignalbegriff einfahren zu lassen Zugdeckungssignale fur Einfahrten aus beiden Richtungen auf demselben Gleis Nurnberg Hbf 2014 Ein Zugdeckungssignal ahnelt einem Sperrsignal kann allerdings im Gegensatz dazu nicht den Begriff Sh 1 Ra 12 anzeigen sondern nur die Signalbegriffe Hp 0 Halt und Kennlicht Es steht in Grundstellung auf Kennlicht Soll eine Zugfahrt an dem Signal enden muss es zuvor vom Bediener auf Halt gestellt werden Der dahinter liegende Gleisabschnitt muss dabei nicht zwingend belegt sein Wo durch Zugdeckungssignale unterteilte Bahnhofsgleise jedoch dazu genutzt werden um nacheinander eintreffende Flugelzuge zu kuppeln ist fur das Aufdrucken des zweiten Zuges die Anzeige des Begriffes Ra 12 bzw Sh 1 und damit die Ausrustung mit einem zweiten weissen Lichtpunkt doch erforderlich Beispiele dafur sind die Fernverkehrsgleise in den Bahnhofen Erfurt Hbf und Leipzig Hbf Nach Planungsrichtlinie muss es bei Einfahrten nur in einer Richtung 6 Meter von der Gleisfreimeldegrenze entfernt stehen bei Einfahrten aus beiden Richtungen 3 Meter wobei gleichzeitige Einfahrten aus beiden Richtungen zu unterbinden sind Zugdeckungssignale konnen nicht mit Lichtsperrsignalen fur Rangierfahrstrassen vereint kombiniert werden 1 Einfahrten deren Ziel ein Zugdeckungssignal ist werden wegen des fehlenden Durchrutschweges die 3 bzw 6 Meter werden vernachlassigt im Gebiet der ehemaligen Deutschen Bundesbahn mit Signal Zs 3 Kennziffer 3 fur 30 km h signalisiert Dieses steht entweder bereits am vorgelegenen Hauptsignal oder einzeln kurz vor dem Zugdeckungssignal Im Bereich der ehemaligen Deutschen Reichsbahn erfolgt die Signalisierung mit Signal Zs 13 und zusatzlich Signal Zs 3 Kennziffer 4 fur 40 km h Die Einfahrt ist also bei gleichen technischen und gesetzlichen Voraussetzungen abhangig von der geographischen Lage in Deutschland entweder mit 30 oder 40 km h erlaubt Eine Harmonisierung dieser historisch gewachsenen Regelung fand bisher nicht statt 2 Zugdeckungs sig nal in Kas sel Hbf mit Kenn licht Zugdeckungs sig nal mit ETCS Halt ta fel Zugdeckungs sig nal mit zwei wei ssen Licht punk ten Bf Leip zig Hbf Literatur BearbeitenUlrich Maschek Sicherung des Schienenverkehrs 2 Auflage Wiesbaden 2013 Kapitel 4 3 9 3 Richtlinie 819 Modul 819 0202A02 Abschnitt 1Weblinks Bearbeiten Commons Zugdeckungssignal Sammlung von Bildern Videos und AudiodateienEinzelnachweise Bearbeiten Deutsche Bahn AG Richtlinie 819 Ril 819 Modul 819 0202A02 Maschek Ulrich Sicherung des Schienenverkehrs 3 Auflage Springer Vieweg Wiesbaden 2015 ISBN 978 3 658 10758 1 Abschnitt 10 4 5 4 Signalisierung regularer Fahrten mit besonderer Vorsicht S 292 Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Zugdeckungssignal amp oldid 218580769, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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