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Zenitalniederschlag – zumeist Zenitalregen – bezeichnet meist kurze, intensive (konvektive) Niederschläge in der innertropischen Tiefdruckrinne (ITC). Er tritt in den wechselfeuchten Tropen in der Regenzeit nahezu täglich auf, überwiegend am Nachmittag (bei kontinentaler Prägung) bis frühen Abend (bei maritimer Beeinflussung). Dabei folgen die Regenmaxima den mittäglichen Höchstständen der Sonne (Zenit). Die durch Zenitalregen verursachten Regenzeiten beginnen allerdings etwa drei Wochen nach dem kalendarischen Zenitstand der Sonne oder später, denn die Verlagerung der ITC folgt dem Zenitstand mit einer zeitlichen Verzögerung.

Der Zenitstand der Sonne wandert im Verlauf eines Jahres vom südlichen zum nördlichen Wendekreis und wieder zurück. Am 21. März und 23. September ist der Zenitstand über dem Äquator.
Mit der dem Zenitstand folgenden zeitlich etwas verzögerten Verlagerung der ITC fallen die Zenitalniederschläge.

Inhaltsverzeichnis

Der Zenitalregen ist zu unterscheiden von den beim Tageszeitenklima der immerfeuchten Tropen das ganze Jahr hindurch fast täglich am frühen Nachmittag fallenden Niederschlägen, die durch eine sekundäre ITC unabhängig vom Zenitstand der Sonne verursacht werden.

Der senkrechte Einstrahlungswinkel der Sonne erwämt den Boden und die Pflanzendecke besonders stark. Boden und Pflanzen geben die innere Energie an die bodennahe Luft ab.

Der senkrechte Einfallswinkel der Sonneneinstrahlung führt zu einer vergleichsweise hohen Bestrahlungsstärke und Erwärmung des Untergrunds. Dies hat Auswirkungen auf die thermische Zirkulation der Luftmassen.

Normalerweise bewegen sich Luftmassen dem Gradienten des Luftdrucks folgend von Gebieten höheren Luftdrucks zu Gebieten geringeren Luftdrucks. Eine Ausnahme bildet jedoch die Aufwärtsbewegung der Luftmassen in und oberhalb der ITC (und in der sekundären ITC), die vom Hitzetief am Boden bzw. über den Wasseroberflächen in Richtung des Höhenhochs am oberen Rand der Troposphäre aufsteigen. Ursache ist die starke Erwärmung der bodennahen Luftmassen durch den hoch verlaufenden Tagesbogen der Sonne mit dem mittäglichen Zenitstand der Sonne, da diese Luftmassen sich durch die Erwärmung ausdehnen, dadurch leichter werden und aufsteigen. Wenn die Luftmassen beim raschen Aufsteigen abkühlen, kondensiert der darin enthaltene gasförmige Wasserdampf zu nebelförmigem Wasserdampf, was zu einer starken Wolkenbildung führt. Die dabei freigesetzte Kondensationswärme verstärkt diese Aufwärtsbewegung (siehe feuchtadiabatischer Temperaturgradient). Es entstehen hochreichende Kumuluswolken. Dennoch kühlen die Luftmassen aufgrund des atmosphärischen Temperaturgradienten in großer Höhe stark ab, so dass durch verstärkte Kondensation die Nebeltröpfchen in den Wolken zu Regentropfen werden. Im oberen Bereich der Troposphäre bildet sich ein Eisschirm. Deshalb können die Nebeltröpfchen der Wolken auch zu Schnee oder Hagelkörnern werden, die beim Herabfallen durch die Erwärmung schmelzen und unten als große schwere Regentropfen niederprasseln.

Das Niederschlagsereignis tritt im Tagesverlauf mit einer Verzögerung gegenüber dem mittäglichen Höchststand der Sonne ein. Die Verzögerung liegt zum einen an der noch nach dem Mittag steigenden Temperatur des Bodens (wo die Bodenfeuchte hoch ist) bzw. der bodennahen Luftmassen (wo die Verdunstung durch Pflanzen dominiert), zum anderen an der mit der Temperatur der freien Troposphäre noch stark ansteigenden "Aufnahmefähigkeit der Luft für Feuchtigkeit" (siehe auch Taupunkt). Quellwolken bilden sich zwar schon oft am Vormittag, aber solange die Höhe der Thermik zunimmt, wird relativ trockene Höhenluft zugemischt. Daher fallen die Zenitalregen meist am frühen Nachmittag oder auch erst am späteren Nachmittag. Zenitalregen fallen als kräftige Schauer oder Starkregen und sind häufig von Gewittern begleitet.

Bei subtropischem Ostseitenklima herrscht im Sommer konvektiver Zenitalniederschlag vor, im "Winter" advektiver Passatregen.

  1. GEO7: The Tropics: Gif.image Verlagerung der ITC
  2. Wolfgang Latz (Hrsg.), Fred Scholz et al.: Diercke Geographie. Westermann Verlag 2007, Seite 112 und 121
  3. Wilhelm Lauer: Klimatologie. Westermann Verlag Braunschweig 1993. Seite 88 und 133
  4. Wärmedehnung - Ausdehnung von Gasen
  5. Hermann Dichtl: Geographie Basiswissen. Klett Verlag, Stuttgart 2002. Seite 77
  6. Wolfgang Latz (Hrsg.), Fred Scholz et al.: Diercke Geographie. Westermann Verlag 2007, Seite 34, 37, 112.
  7. Wilhelm Lauer: Klimatologie. Westermann Verlag Braunschweig 1993. Seite 88 und 133

Zenitalniederschlag Sprache Beobachten Bearbeiten Weitergeleitet von Zenitalregen Zenitalniederschlag zumeist Zenitalregen bezeichnet meist kurze intensive konvektive Niederschlage in der innertropischen Tiefdruckrinne ITC Er tritt in den wechselfeuchten Tropen in der Regenzeit nahezu taglich auf uberwiegend am Nachmittag bei kontinentaler Pragung bis fruhen Abend bei maritimer Beeinflussung Dabei folgen die Regenmaxima den mittaglichen Hochststanden der Sonne Zenit 2 Die durch Zenitalregen verursachten Regenzeiten beginnen allerdings etwa drei Wochen nach dem kalendarischen Zenitstand der Sonne oder spater denn die Verlagerung der ITC folgt dem Zenitstand mit einer zeitlichen Verzogerung 3 Der Zenitstand der Sonne wandert im Verlauf eines Jahres vom sudlichen zum nordlichen Wendekreis und wieder zuruck Am 21 Marz und 23 September ist der Zenitstand uber dem Aquator Mit der dem Zenitstand folgenden 1 zeitlich etwas verzogerten Verlagerung der ITC fallen die Zenitalniederschlage Inhaltsverzeichnis 1 Begriffsabgrenzung 2 Ursachen der Zenitalregen 3 Zeitablauf 4 Subtropen 5 EinzelnachweiseBegriffsabgrenzung BearbeitenDer Zenitalregen ist zu unterscheiden von den beim Tageszeitenklima der immerfeuchten Tropen das ganze Jahr hindurch fast taglich am fruhen Nachmittag fallenden Niederschlagen die durch eine sekundare ITC unabhangig vom Zenitstand der Sonne verursacht werden Ursachen der Zenitalregen Bearbeiten Der senkrechte Einstrahlungswinkel der Sonne erwamt den Boden und die Pflanzendecke besonders stark Boden und Pflanzen geben die innere Energie an die bodennahe Luft ab Der senkrechte Einfallswinkel der Sonneneinstrahlung fuhrt zu einer vergleichsweise hohen Bestrahlungsstarke und Erwarmung des Untergrunds Dies hat Auswirkungen auf die thermische Zirkulation der Luftmassen Normalerweise bewegen sich Luftmassen dem Gradienten des Luftdrucks folgend von Gebieten hoheren Luftdrucks zu Gebieten geringeren Luftdrucks Eine Ausnahme bildet jedoch die Aufwartsbewegung der Luftmassen in und oberhalb der ITC und in der sekundaren ITC die vom Hitzetief am Boden bzw uber den Wasseroberflachen in Richtung des Hohenhochs am oberen Rand der Troposphare aufsteigen Ursache ist die starke Erwarmung der bodennahen Luftmassen durch den hoch verlaufenden Tagesbogen der Sonne mit dem mittaglichen Zenitstand der Sonne da diese Luftmassen sich durch die Erwarmung ausdehnen 4 dadurch leichter werden und aufsteigen 5 Wenn die Luftmassen beim raschen Aufsteigen abkuhlen kondensiert der darin enthaltene gasformige Wasserdampf zu nebelformigem Wasserdampf was zu einer starken Wolkenbildung fuhrt Die dabei freigesetzte Kondensationswarme verstarkt diese Aufwartsbewegung siehe feuchtadiabatischer Temperaturgradient Es entstehen hochreichende Kumuluswolken 6 Dennoch kuhlen die Luftmassen aufgrund des atmospharischen Temperaturgradienten in grosser Hohe stark ab so dass durch verstarkte Kondensation die Nebeltropfchen in den Wolken zu Regentropfen werden Im oberen Bereich der Troposphare bildet sich ein Eisschirm 7 Deshalb konnen die Nebeltropfchen der Wolken auch zu Schnee oder Hagelkornern werden die beim Herabfallen durch die Erwarmung schmelzen und unten als grosse schwere Regentropfen niederprasseln Zeitablauf BearbeitenDas Niederschlagsereignis tritt im Tagesverlauf mit einer Verzogerung gegenuber dem mittaglichen Hochststand der Sonne ein Die Verzogerung liegt zum einen an der noch nach dem Mittag steigenden Temperatur des Bodens wo die Bodenfeuchte hoch ist bzw der bodennahen Luftmassen wo die Verdunstung durch Pflanzen dominiert zum anderen an der mit der Temperatur der freien Troposphare noch stark ansteigenden Aufnahmefahigkeit der Luft fur Feuchtigkeit siehe auch Taupunkt Quellwolken bilden sich zwar schon oft am Vormittag aber solange die Hohe der Thermik zunimmt wird relativ trockene Hohenluft zugemischt Daher fallen die Zenitalregen meist am fruhen Nachmittag oder auch erst am spateren Nachmittag Zenitalregen fallen als kraftige Schauer oder Starkregen und sind haufig von Gewittern begleitet Subtropen BearbeitenBei subtropischem Ostseitenklima herrscht im Sommer konvektiver Zenitalniederschlag vor im Winter advektiver Passatregen Einzelnachweise Bearbeiten GEO7 The Tropics Gif image Verlagerung der ITC Wolfgang Latz Hrsg Fred Scholz et al Diercke Geographie Westermann Verlag 2007 Seite 112 und 121 Wilhelm Lauer Klimatologie Westermann Verlag Braunschweig 1993 Seite 88 und 133 Warmedehnung Ausdehnung von Gasen Hermann Dichtl Geographie Basiswissen Klett Verlag Stuttgart 2002 Seite 77 Wolfgang Latz Hrsg Fred Scholz et al Diercke Geographie Westermann Verlag 2007 Seite 34 37 112 Wilhelm Lauer Klimatologie Westermann Verlag Braunschweig 1993 Seite 88 und 133 Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Zenitalniederschlag amp oldid 221244224, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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