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Zell im Wiesental ist eine Stadt im Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg (Deutschland). Sie wurde wahrscheinlich zu Beginn des 11. Jahrhunderts im Oberen Wiesental als Mönchszelle/Klause des Säckinger Fridolinsklosters gegründet und im Jahr 1275 erstmals urkundlich erwähnt. Zell war Mittelpunkt eines stiftsäckingschen Dinghofes, für den ab dem 14. Jahrhundert die Herren von Schönau das Meieramt hatten. Der Hauptort und die umgebenden Dörfer gehörten zu Vorderösterreich und später zum Großherzogtum Baden, von dessen Großherzog Karl Friedrich Zell im Jahr 1810 das Stadtrecht erhielt. Wie auch im restlichen Wiesental setzte die Industrialisierung in Zell recht früh ein, und im 19. und 20. Jahrhundert war die Stadt ein wichtiger Produktionsort der Badischen Textilindustrie.

Wappen Deutschlandkarte

47.7069444444447.8513888888889443Koordinaten:47° 42′ N,7° 51′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Lörrach
Höhe: 443 m ü. NHN
Fläche: 36,12 km2
Einwohner: 6296 (31. Dez. 2020)
Bevölkerungsdichte: 174 Einwohner je km2
Postleitzahl: 79669
Vorwahl: 07625
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 08 3 36 103
LOCODE: DE ZEW
Adresse der
Stadtverwaltung:
Constanze-Weber-Gasse 4
79669 Zell im Wiesental
Website: zell-im-wiesental.de
Bürgermeister: Peter Palme
Lage der Stadt Zell im Wiesental im Landkreis Lörrach
Schopfheimer Straße mit katholischer Stadtpfarrkirche im Hintergrund

Inhaltsverzeichnis

Das Zeller Bergland mit dem dominierenden Zeller Blauen

Geographische Lage

Zell im Wiesental bildet das Zentrum des Zeller Berglandes, das sich im südlichsten Teil des Schwarzwaldes auf einer Höhe von 415 bis 1300 m über NN zwischen Basel und dem Feldberg im großen Wiesental erstreckt. Dominierende Berge sind zum einen der Zeller Blauen (1077 m) nördlich von Zell und die auf Schopfheimer Gemarkung liegende Hohe Möhr (989 m) im Südosten. Auf dem Blauen liegt auch der höchste Punkt der Zeller Gemarkung, am tiefsten ist es im Südwesten an der Grenze zu Hausen auf415 m. Neben der Stadt selbst zählen ihre Ortschaften Adelsberg, Atzenbach, Gresgen, Mambach, Pfaffenberg und Riedichen sowie die Gemeinde Häg-Ehrsberg zu dieser Region. Die Ortsteile Zell, Atzenbach und Mambach liegen im Tal der Wiese, während Adelsberg, Gresgen, Pfaffenberg und Riedichen mit660 m,708 m,730 m und650 m710 m deutlich höher gelegen sind.

Nachbargemeinden von Zell sind, im Uhrzeigersinn (von Norden beginnend): Kleines Wiesental, Fröhnd, Häg-Ehrsberg, Schopfheim und Hausen im Wiesental. Aufgrund einer Waldexklave nordwestlich der eigentlichen Gemarkung zwischen den Häg-Ehrsberger Ortsteilen Happach und Altenstein grenzt Zell außerdem an Todtmoos und damit an den Landkreis Waldshut.

Stadtgliederung

Ortschaften und Wohnplätze

Zur Stadt Zell im Wiesental mit den früher selbstständigen Gemeinden Adelsberg, Atzenbach, Gresgen, Mambach, Pfaffenberg und Riedichen gehören die Stadt Zell im Wiesental und 20 weitere Dörfer, Weiler, Zinken und Höfe oder Häuser.

Zur ehemaligen Gemeinde Adelsberg gehören die Dörfer Adelsberg (mit Ober- und Unterdorf) und Blauen. Die ehemaligen Gemeinden Atzenbach und Gresgen bestehen nur aus den gleichnamigen Dörfern. Zur ehemaligen Gemeinde Mambach gehören das Dorf Mambach, die Zinken Saufert und Silbersau, der Hof Mühlschau, das Haus Baumwollspinnerei und die Bergklause Maria Frieden. Zur ehemaligen Gemeinde Pfaffenberg gehören das Dorf Pfaffenberg, der Weiler Käsern und die Zinken Helblingsmatt und Hollbühl (Biegematthof). Zur ehemaligen Gemeinde Riedichen gehören das Dorf Riedichen, der Weiler Gaisbühl und die Zinken Grüneck und Hütten. Zur Stadt Zell im Wiesental in den Grenzen vom 29. Februar 1972 gehören die Stadt Zell im Wiesental und die Höfe Oberer Henschenberg und Unterer Henschenberg.

Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Atzenbach liegen die Wüstungen Itzingen, Schowingen und Zizingen.

Im Zuge der Säkularisation des Klosters St. Blasien erhielten Zell im Wiesental und einige Teilorte Waldgebiete nordwestlich der eigentlichen Gemarkung geschenkt, die zu den noch heute bestehenden, von Häg-Ehrsberg und Todtmoos umschlossenen Exklaven führten. Von den Gebieten entfallen 156 Hektar zwischen Happach, dem Weiler Forsthof und der Hohe-Muttlen auf Zell. Zu Adelsberg gehören 43 Hektar auf der Sägenhalde bei Schürberg-Säge, zu Atzenbach 25 Hektar beim Kupferbühl westlich von Forsthof und dem St.-Antoni-Pass und auf Riedichen entfallen 24 Hektar beim Dietenschwander Kopf.

Die früher selbstständigen und in den 1970er Jahren eingemeindeten Gemeinden bilden Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit eigenen Ortschaftsräten und Ortsvorstehern als dessen Vorsitzende.

Geologie

Das Zeller Bergland bildet einen südlichen Ausläufer des Schwarzwaldes, in dem zwei Gesteinstypen vorherrschen: Im Südwesten, an der Grenze zu Hausen, findet sich „Malsburger Granit“, nordöstlich hiervon, um Hohe Möhr und Zeller Blauen, dominiert „Mambacher Syntexit“. Bei letzterem handelt sich um Magmatisches Gestein, das durch eine Durchmischung von Magma mit metamorphen Sedimenten entstand. In beiden Gesteinsregionen finden sich außerdem zahlreiche in Nordwest-Südost-Richtung verlaufende Granit- und Porphyrgänge. In der Riß-Kaltzeit war Zell vollständig von Eis bedeckt, in der Würm-Kaltzeit reichte der Wiesegletscher bis vor Atzenbach; allfällige Moränen wurden allerdings wahrscheinlich von den Schmelzwässern und der Erosion weggewaschen.

Klima

Aufgrund der großen Höhendifferenzen in der Zeller Gemarkung bestehen auch deutliche Klimaunterschiede zwischen den verschiedenen Ortsteilen, wobei die höher gelegenen Ortsteile in der Regel niedrigere Temperaturen und höhere Niederschlagsmengen aufweisen, die sich auch darin manifestieren, dass die Apfelblüte dort etwa 10 Tage später als im Tal erfolgt. Eine Wetterstation besteht im Schopfheimer Ortsteil Eichen auf ähnlicher Höhe wie die Stadt Zell. Die dort gemessenen Temperatur- und Niederschlagswerte sind in der folgenden Tabelle wiedergegeben:

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Schopfheim-Eichen
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) −0,7 1,0 4,0 8,1 12,4 15,8 17,9 16,9 13,7 8,8 3,6 0,2 Ø 8,5
Niederschlag (mm) 105,2 88,1 92,2 93,4 110,4 110,9 92,9 110,1 83,3 86,8 100,5 111,2 Σ 1185
T
e
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t
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N
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d
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r
s
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l
a
g
105,2
88,1
92,2
93,4
110,4
110,9
92,9
110,1
83,3
86,8
100,5
111,2
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle:

Seit 1987 besteht darüber hinaus eine Station im Zeller Ortsteil Pfaffenberg auf730 m. 1988 registrierte diese Station ein gegenüber Eichen um rund 550 mm höheres Niederschlagsniveau.

Naturlandschaft

Das gesamte Gemeindegebiet Zells ist Teil des Naturparks Südschwarzwald und des Biosphärengebiet Schwarzwald. Daneben hat Zell noch Anteil an zwei Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebieten: 111,87 Hektar der Gemarkung gehören zum FFH-Gebiet „Weidfelder im Oberen Wiesental“. Die für den Hochschwarzwald typische Kulturlandschaft aus Weidfeldern, Buchenwäldern und Wiesenbächen hat eine Gesamtfläche von mehr als 1700 Hektar und bietet unter anderem Lebensraum für Groppe, Bachneunauge, Grünes Gabelzahnmoos, Spanische Fahne und Großes Mausohr. 3,53 Hektar der Gemarkung gehören außerdem zum FFH-Gebiet „Röttler Wald“. Es handelt sich dabei um ein über mehrere Gemeinden verteiltes, mehr als 2500 Hektar großes, strukturreiches Wald- und Wiesengebiet mit Buchenaltbeständen. Zu den darin heimischen Arten gehören die Gelbbauchunke, der Hirschkäfer, die Helm-Azurjungfer, das Grüne Gabelzahnmoos, die Bechstein- und die Wimperfledermaus sowie das Große Mausohr. Ein kleines Gemarkungsstück von 1,71 Hektar ist darüber hinaus Teil der SPA „Südschwarzwald“ (Gesamtfläche 33.515,91 Hektar), zu dessen Arteninventar unter anderem der Uhu, Wanderfalke, Schwarzmilan, Wespenbussard und der Zitronengirlitz gehören.

Außerdem befinden sich auf Zeller Gemarkung sieben Naturdenkmäler. Dabei handelt es sich um die Bergkuppe des „Rümmelesbühl“ bei Gresgen, die Atzenbacher Wasserfälle, die Höllwasserfälle bei Pfaffenberg, die Fischbach-Wasserfälle bei Zell sowie um drei Bäume: Eine einzelstehende Weide-Linde im „Moosrain“ bei Pfaffenberg, die Fichte „Einsame Tanne“ in der Nähe der Hohen Möhr sowie eine Weidbuche im „Erlenboden“ bei Gresgen.

Erste Besiedlung und Erwähnung

Zell wurde vermutlich um das Jahr 1000 als Mönchskolonie oder Einsiedelei (cella) des Säckinger Fridolinsklosters Säckingen gegründet. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Zell im Jahr 1275 im Zehntbuch der Diözese Konstanz. Darin werden von Pfarrer Waltherus in Celle zwei Raten zu 34 und 33 Pfund Basler Währung als Kreuzzugszehnt verlangt. Von den heutigen Ortsteilen wurden Atzenbach und Gresgen noch vor Zell urkundlich genannt. Beide tauchen als Atzo und Greszkon in einer Schenkungsurkunde von Walcho von Waldeck aus dem Jahr 1113 auf. Der Ortsname Gresgen beruht dabei wohl auf Grasinchoven, ein Name, der auf eine Entstehung im 9. oder 10. Jahrhundert hindeutet. Die anderen Ortsteile wurden allesamt erst später erwähnt: Mambach im Jahre 1377, Pfaffenberg und Riedichen (gemeinsam mit dem Gaisbühl, aber ohne das bereits 1396 erwähnte Käsern) im Säckinger Zinsrodel des Jahres 1439. Dasselbe gilt auch für den Adelsberg, in dem allerdings ein vermutlich aus dem 13. Jahrhundert stammender Wohnturm besteht.

Dinghof und Vogtei des Stifts Säckingen

Die Besitzverhältnisse auf der heutigen Zeller Gemarkung waren geprägt von zahlreichen Herrschaften, Ansprüchen und Rechten (siehe hierzu auch den Artikel zur Geschichte des Wiesentals). Zu erwähnen sind hierbei vor allem die Klöster St. Blasien und Säckingen sowie die Herren von Stein und die Röttelsche Seitenlinie derer von Rotenberg, die vor allem in Gresgen begütert war. Nach mehrmaligen Schenkungen kam es aber dann zu einer gewissen Konsolidierung, wobei das gesamte heutige Gemeindegebiet mit Ausnahme Gresgens an das Stift Säckingen und dadurch an die Habsburger (Vorderösterreich), Gresgen unter markgräflich-badische Oberherrschaft gelangte. Zell bildete dabei den Hauptort eines Dinghofes bzw. einer Vogtei. Diese umfasste mit Ausnahme Gresgens die gesamte Fläche der heutigen politischen Gemeinden Zell und Häg-Ehrsberg, eine Fläche von rund 5200 Hektar. Das Meieramt über den Hof war im 14. Jahrhundert von der Familie derer von Stein/Altenstein auf die mit ihnen verwandten Schönauer übergegangen, die dadurch eine bis 1831 andauernde Grundherrschaft über die Vogtei begründen konnten. Die Lokalisation der Burg Altenstein ist umstritten; die den Herren vom Stein gehörende Burg wird entweder beim gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Häg-Ehrsberg oder auf dem „Henschenberg“ bei Zell vermutet.

Grundherrschaft der Herren von Schönau

Constanze Weber wurde am 5. Januar 1762 als Tochter des Amtmanns Fridolin Weber in Zell geboren

Die Verwaltung der Vogtei oblag zum einen dem von der Bürgerschaft auf zwei Jahre gewählten Vogt, zum andern dem vom herrschaftlichen Haus bestimmten Amtmann. Bekanntester Amtmann war dabei sicherlich Franz Fridolin Weber, der Onkel von Carl Maria von Weber und Schwiegervater Mozarts, der das Amt von 1754 bis 1763 bekleidete. Zwischen den verschiedenen Instanzen – Stift Säckingen, herrschaftliche Familie Schönau und der Vogtei – kam es vor allem ab dem 16. Jahrhundert, als die Schönauer immer mehr Befugnisse und Rechte erlangten und auf eine Grundherrschaft anstatt eines stiftschen Lehens drangen, zu Streitigkeiten und Prozessen. Zwar musste die adlige Grundherrschaft einige Rückschläge erleiden, ab 1601 sprach der Säckingsche Lehensbrief für die Herren von Schönau aber nicht mehr vom Meieramt, sondern von der hohen und niederen Gerichtsbarkeit über die Dörfer der Vogtei Zell. Neben diesen Streitigkeiten wurde die Bevölkerung von Kriegen und den damit verbundenen Fronen und Abgaben geplagt. Im Zuge des Krieges zwischen Österreich und der Eidgenossenschaft (siehe auch Schlacht bei St. Jakob an der Birs) zogen Ende des 15. Jahrhunderts plündernde Armagnaken durch die Gegend, wobei es angeblich nördlich von Zell bei Schönenbuchen zu einem Gefecht zwischen zwei Armagnakengruppen kam. 1446 erfolgte außerdem ein Feldzug der Basler gegen die vorderösterreichischen Besitzungen der Habsburger, in dessen Verlauf auch Zell am Ostermontag geplündert wurde. Zum Schutz gegen umherziehende Plünderer errichtete die Bevölkerung vielerorten sogenannte Landhage (alemannisch Hag für einen Zaun). Von einem solchen Hag könnte sich auch die Unterteilung der Vogtei Zell in Vorderhag (die heutige Gemeinde Zell ohne Gresgen) und Hinterhag (die heutige Gemeinde Häg-Ehrsberg) ableiten. Eine alternative Deutung sieht in dem namensgebenden Hag einen Schutzwall gegen die Ausbreitung einer Seuche. Weiteres Ungemach folgte während des Dreißigjährigen Krieges. Aufgrund der durch das Wiesental verlaufenden konfessionellen Grenze zwischen dem katholischen Vorderösterreich und dem protestantischen Baden-Durlach kam es insbesondere in der zweiten Kriegshälfte zu mehreren Kriegshandlungen im badischen Oberland. Schwedische und kaiserliche Truppen lieferten sich Gefechte und besetzten im oftmaligen Wechsel Gebiete, plünderten und brandschatzten. Zell wurde von schwedischen Truppen besetzt, wobei der Turm der Pfarrkirche in Brand gesetzt wurde. Weitere Kriegslasten und -schäden entstanden im Zuge der Kriege Ludwigs XIV., wobei Zell aber offenbar im Vergleich zu anderen Ortschaften wie Schönau oder Schopfheim recht glücklich davonkam und „nur“ unter Besatzungskosten und Frondiensten zur Errichtung des von Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden konzipierten Verteidigungssystems im Schwarzwald zu leiden hatte. Ähnlich erging es den Zellern im Spanischen Erbfolgekrieg. Im Polnischen und Österreichischen Erbfolgekrieg dagegen wurde die Stadt neben Einquartierungen und Frondiensten auch mehrmals von den Franzosen besetzt und mit hohen Kontributionen belegt. 1735 nahmen die Franzosen dabei den Amtmann, den Vogt und acht weitere Bürger und Geschworene als Geiseln mit nach Hüningen. Ebenfalls besetzt wurde Zell im Jahr 1796 im Zuge des Ersten Koalitionskrieges. Am 22. Oktober kam es dabei auf der Schwarznau zum Gefecht zwischen den Franzosen auf der einen Seite und 400 kaiserlichen Soldaten sowie Wiesentäler Miliz auf der anderen Seite. Die Franzosen wurden zum Rückzug aus dem Wiesental gezwungen, allerdings waren sechs Bürger der Zeller Vogtei gefallen, acht weitere waren verwundet worden. Zu einem weiteren Gefecht kam es 1799, als ein Angriff der Franzosen von einer österreichischen Scharfschützenkompanie abgeschlagen wurde.

Frühe Industrialisierung

Untrennbar mit der Industrialisierung in Zell verbunden ist der Name des Vogtes Meinrad Montfort und seines Bruders Peter. 1776 beantragte der Vogt die Genehmigung für den Bau einer Hammerschmiede. Die vorderösterreichische Regierung genehmigte und unterstützte das Vorhaben gegen den Widerstand der Gemeinde und der Bevölkerung, die eine größere Brandgefahr befürchtete. In der Folge kam es zu Beschädigungen der im Bau befindlichen Schmiede, was darin mündete, dass eine Militärabteilung nach Zell beordert wurde und mehrere Bürger ins Zuchthaus kamen. Nach weiterem administrativem Hin und Her erwarben die Gebrüder Montfort schließlich ein Gelände auf der Schwarznau im Süden der Stadt und errichteten dort ihre Hammerschmiede. Neben der Hammerschmiede betätigte sich Montfort auch auf dem Gebiet der Textilherstellung im Verlagswesen: Er ließ in Zell Baumwolle spinnen und ließ Weber aus Augsburg kommen, um die Einheimischen auch in dieser Tätigkeit auszubilden. Daneben betrieben er und sein Bruder auch eine Mühle, eine Brauerei und eine Bleicherei. Im Zuge der Französischen Revolution und der später von Napoleon Bonaparte verhängten Kontinentalsperre kamen die Montfortschen Unternehmungen allerdings in Schwierigkeiten; die Baumwollfabrik ging ein, einzig eine kleine Baumwollweberei überlebte, bis sie 1837 verkauft wurde. Die Hammerschmiede wurde 1856 an den Hausener Jakob Bernauer verkauft und zu einer Gießerei umgebaut.

Badische Stadt

Großherzog Karl Friedrich von Baden verlieh Zell 1810 die Stadtrechte

Durch den Frieden von Pressburg fiel Vorderösterreich und mit ihm die Vogtei Zell an Baden, das 1806 zum Großherzogtum avancierte. Dem neuen Großherzogtum fiel auch der Besitz der Abtei St. Blasien zu, zu dem unter anderem auch Wald zwischen Todtmoos und dem Hinterhag gehörte; Dieser „Superioriatswald“ wurde Zell und den umliegenden Dörfern vom neuen Großherzog geschenkt. Diese Schenkung bildete die Grundlage für die später entstandene Waldexklave der Gemeinde Zell zwischen Häg-Ehrsberg und Todtmoos.

Im Jahr 1810 erhielt Zell außerdem durch Großherzog Karl Friedrich das Stadtrecht verliehen. Darüber hinaus wurde die ehemalige Vogtei Zell aufgelöst. Der Hinterhag hatte bereits seit 1779 eine eigene Pfarrei Häg, darauf folgende Gesuche um politische Unabhängigkeit waren allerdings abgelehnt worden. Am 1. Juni 1811 wurde dann jedoch beschlossen, die Vogtei Hinterhag auf die neuen Gemeinden Häg und Ehrsberg aufzuteilen und von Zell abzutrennen. Im gleichen Jahr wurden außerdem die Gemeinden Adelsberg, Atzenbach, Mambach, Pfaffenberg und Riedichen gegründet und ebenfalls von Zell getrennt, wodurch die Stadt Zell auf die eigentliche Kernstadt beschränkt war. Die übergeordnete Verwaltungsbehörde für die neuen Gemeinden wurde das Amt Schönau, für die bereits bestehende Gemeinde Gresgen wurde 1809 das Amt Schopfheim zuständig.

Am 23. Juli 1818 wurde die Stadt durch einen Großbrand fast vollständig zerstört. Innerhalb einer halben Stunde brannten 64 Häuser nieder, insgesamt wurden 72 zerstört, zwei Frauen starben infolge des Brandes. Der Wiederaufbau erfolgte nach grundlegend neuen Plänen und gab der Stadt ihren heutigen Kern.

Einer der ehemaligen Textilbetriebe in Zell

Die 48er Revolutionen und das Erstarken der Textilindustrie

Die Montfortschen Unternehmungen hatten Ende des 18. Jahrhunderts zwar keinen langfristigen Erfolg gehabt, legten aber den Grundstein für die endgültige Industrialisierung der Stadt, die dann in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts einsetzte, als Schweizer Fabrikanten vermehrt im Wiesental investierten. Im Jahr 1819 errichtete Peter Köchlin eine Handweberei mit 250 Webstühlen, die 1840 in eine Spinnerei umgewandelt wurde. 1837 übernahm Köchlin außerdem eine insolvente Mühle und richtete auf dem Gelände eine mechanische Baumwollschlichterei ein, ein Zuliefererbetrieb für seine Handweberei. Köchlins Sohn Johann Albert erbaute 1853 eine Weberei, in der die Webstühle von Wasserkraft angetrieben wurden. Im selben Jahr wurde außerdem auf dem Gelände der ehemaligen Montfortschen Cotton-Weberei eine Florettspinnerei Bölger und Ringwald eingerichtet. Vier Jahre zuvor, im Jahr 1849, war außerdem in Atzenbach eine Spinnerei gegründet worden. In die Zeit der zunehmenden Industrialisierung Zells fiel auch die Badische Revolution von 1848/49. In Zell bestand unter Leitung mehrerer Wirte (darunter auch Peter Montfort) und des Bürgermeisters Alois Thoma ein demokratischer Volksverein. So kann nicht verwundern, dass sich 80 Zeller dem Heckerzug anschlossen, als dieser am 18. April 1848 rund 1000 Mann stark durch die Stadt zog. Zwei Tage später marschierten auch Franz Sigels Revolutionäre durch Zell Richtung Schopfheim, kamen allerdings schon tags darauf wieder zurück, nachdem sie von der Niederlage Heckers im Gefecht auf der Scheideck erfahren hatten. Als dritte Gruppe zog schließlich am 26. April Georg Herweghs „Deutsche Legion“ in der Stadt ein, um zu rasten. Da Regierungstruppen jedoch bereits in Schönau und Schopfheim waren, brachen die Legionäre nach Rast und Diskussion wieder auf und wurden schließlich bei Niederdossenbach besiegt. Auch Gustav Struve zog durch Zell. Nach Niederschlagung der Mairevolution 1849 wurden Teile eines preußischen Infanterieregiments in der Stadt stationiert. Im Vergleich zu nahen Gemeinden hatte Zell recht hohe Kriegskosten von fast 2500 Gulden zu tragen.

Zell wird Industriestadt

Nach dem Ende der Badischen Revolution trat eine gewisse Stabilität ein, kurz unterbrochen von den Reichseinigungskriegen, in denen auch mehrere Zeller dienen mussten. Im Rahmen des Deutsch-Französischen Krieges war dabei ein Todesfall zu beklagen. Die Industrie in Zell wuchs in dieser Zeit weiter an, und es kam sowohl zu einer Verschiebung der Bevölkerung, als immer mehr Menschen aus den Bergdörfern Adelsberg, Pfaffenberg und Riedichen nach Atzenbach und Zell zogen, als auch zu einem generellen Bevölkerungswachstum. Die Bevölkerung des heutigen Stadtgebietes wuchs zwischen 1852 und 1910 um 58,6 % auf 6046 Bewohner. Die Bevölkerung der Kernstadt Zell wuchs im selben Zeitraum um 158,7 %, was die Ungleichmäßigkeit dieses Wachstums und die Anziehungskraft der im Tal angesiedelten Fabriken zeigt.

Eröffnungszug des Todtnauerli am 7. Juli 1889 in Todtnau

Am 5. Juni 1876 erhielt Zell außerdem Anschluss an die Wiesentalbahn; rund 13 Jahre später, am 7. Juli 1889, wurde außerdem die Bahnstrecke Zell im Wiesental–Todtnau, im Volksmund als Todtnauerli bekannt, eröffnet.

In derselben Zeit ergaben sich für die Zeller Textilindustrie wichtige und prägende Besitzveränderungen. 1883 erwarben Gottfried Feßmann und Theodor Hecker aus Kirchheim-Teck die Köchlinsche Spinnerei, die in der Folgezeit unter dem Namen „Feßmann und Hecker“ stark anwuchs und zu einem der wichtigsten Zeller Betriebe wurde. Ein weiterer wichtiger Betrieb entstand 1880, als der Freiburger Bankier Christian Mez die ehemals von Albert Köchlin betriebene Weberei erwarb und sie als „Mechanische Weberei Zell“ weiter ausbaute und schließlich in eine Aktiengesellschaft überführte. 1889 betrieb die „Webi“ 550 Webstühle, und in der Zeit danach wuchs das Unternehmen durch Errichtung einer Fabrik in Hottingen und des Zukaufs der Weberei im Häger Ortsteil Rohmatt noch weiter. Die Florettspinnerei Bögler und Ringwald hatte ebenfalls mehrmals den Besitzer gewechselt; ab 1893 firmierte sie als Zimerlin-Forcart & Cie. Die Spinnerei Atzenbach übernahm 1894 eine Kammgarnspinnerei in Mambach und fusionierte 1910 mit der Spinnerei in Schopfheim. Das zunehmende Wachstum der Textilindustrie und ihr Bedarf an Maschinen sorgte auch für das Entstehen von Maschinenbauunternehmen. 1885 gründete Karl Wittig eine Maschinenfabrik in der Innenstadt, und 1898 erwarb Josef Krückels auf der äußeren Schwarznau im Süden der Gemarkung das Gelände einer in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Firma und errichtete eine auf die Herstellung von Textilmaschinen spezialisierte Fabrik. Hauptprodukt war eine von Krückels entworfene Schlichtmaschine.

Historische Karte von Adelsberg, Atzenbach, Blauen, Riedichen und Zell im Wiesental

Neben den bereits genannten Unternehmen entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Zell noch weitere Betriebe, so zum Beispiel Fabriken zur Herstellung von Zellulose, Leder und Papierhülsen. Das Wachstum der Zeller Industrie lief dabei nicht ohne Rückschläge ab; mehrmals kam es zu Bränden (1903 in der Spinnerei Feßmann & Hecker, 1909 in der Weberei), und 1902 ging eine seit 1850 bestehende Maschinenbaufabrik Konkurs. Ein weiterer Einschnitt kam mit dem Ersten Weltkrieg; zahlreiche Fabriken mussten auf Kriegsproduktion umstellen, sodass in Zell nun Granaten gedreht und Holzschuhböden sowie nitrierte Zellulose hergestellt wurden. Die leistungsfähige Spinnerei Feßmann & Hecker war eine der wenigen badischen Fabriken, denen die Fortsetzung der Garnproduktion erlaubt wurde. Von einer direkten Einwirkung des Krieges blieb die Stadt Zell (vom gelegentlichen Abwerfen französischer Flugblätter abgesehen) verschont. Allerdings wurden im städtischen Krankenhaus und im Gebäude der Gewerbeschule Lazarette eingerichtet, und allein aus der Stadt Zell mussten 657 junge Männer in der Armee dienen, wovon 124 verstarben. Bezogen auf das heutige Gemeindegebiet betrugen die Verluste 204 Gefallene und 9 Vermisste.

Die Wiesentäler Textilunruhen

Nach dem Weltkrieg kehrte die Zeller Textilindustrie wieder zu ihrer alten Produktion zurück; 1920 beschäftigte die Zeller Weberei 570 Personen, die Spinnerei Feßmann und Hecker hatte ein Jahr später 330 Arbeitskräfte. Im selben Jahr fusionierten die Mechanische Weberei Zell mit der Spinnerei und Weberei Schönau zur Spinnereien und Webereien Zell-Schönau AG, die nunmehr über 1200 Beschäftigte hatte. Weitere 412 Menschen waren in der Zimerlin-Forcart & Cie-Spinnerei beschäftigt, die inzwischen nach dem Schappe-Verfahren spann. Die dem Ersten Weltkrieg folgende Hyperinflation traf Zell ab Sommer 1923 mit voller Wucht; die Banken konnten nicht mehr genügend Bargeld heranschaffen, weshalb die Arbeiter ihre Löhne oft nur mit Verzögerungen und den damit verbundenen Kaufkraftverlusten erhielten. Unter den Arbeitern wuchs die Unzufriedenheit, und insbesondere in Zell hatten die Kommunisten Zulauf. Am 14. September 1923 begann in Lörrach ein Generalstreik, woraufhin die Stadt von 300 Schutzpolizisten besetzt wurde. Drei Tage darauf, am 17. September, begann auch in Zell ein Streik. Noch am selben Tag kam es allerdings zu einer Einigung mit den Arbeitgebern, die den Arbeitern eine wirtschaftliche Beihilfe von 50 Schweizer Franken zusagten. Tags darauf kam es zu einer weiteren, an die Landesregierung gerichteten Protestaktion, die in Zell aber, im Gegensatz zu Schopfheim, friedlich verlief. Am gleichen Tag wurde über die Amtsbezirke Schopfheim, Lörrach, Schönau und Säckingen der Ausnahmezustand verhängt. Zell kam dennoch nicht zur Ruhe; im November wurde ein Umsturzplan aufgedeckt, der das Ziel hatte, eine kommunistische „Süddeutsche Republik“ zu errichten; eine aus Waldshut herbeibeordnete Polizeihundertschaft fand Munitions- und Sprengstoffvorräte. 32 Zuchthausstrafen wurden verhängt, 17 davon gegen Zeller Bürger. 1925 stellte die Zeller Zellulosefabrik mit bis dato 150 Beschäftigten ihre Produktion ein, zehn Jahre später wanderte die Maschinenbaufabrik Wittig nach Schopfheim ab.

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

Gleich nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten kam es zu Verhaftungen von Kommunisten. Vereine und Parteien wurden bald aufgelöst oder gleichgeschaltet. Durch die 1935 beschlossene Gemeindeordnung verlor Zell das Stadtrecht und wurde „mittlere Gemeinde“. Mehrere Straßen in Zell wurden zu Ehren von prominenten Nationalsozialisten wie Adolf Hitler oder Robert Wagner umbenannt.

In Zell entstand ein Lager des weiblichen Reichsarbeitsdienstes und als „Kurstadt der 100 Spazierwege“ wurde die Stadt ein Ziel von KdF-Reisen. Als katholisch geprägte Stadt waren Zell und die umliegenden Gemeinden schon zu Zeiten der Weimarer Republik keine Hochburgen der NSDAP gewesen (siehe Abschnitt Politik). Dies bestätigte sich auch 1938, als im Zuge des „Anschlusses“ Österreichs 118 von 2500 Zeller Wählern mit „Nein“ stimmten. In der Folge wurden die Häuser mutmaßlicher Neinstimmer mit dem Schriftzug „118er“ beschmiert, der Geistliche Rat Augustin Scher wurde ebenfalls als „118er“ und obendrein als „Volksverräter“ bezeichnet. Eine jüdische ehemalige Lehrerin wurde 1938 verhaftet, konnte aber später offenbar nach Frankreich fliehen und kehrte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nach Zell zurück. Im Zuge der Wagner-Bürckel-Aktion 1940 wurde eine jüdische Person nach Gurs deportiert.

Im Zweiten Weltkrieg musste die Zeller Industrie wieder ihre Produktion umstellen; es wurden nun Fliegerbomben bearbeitet, Kartuschen und Zünder für Granaten hergestellt; In der Vistra- und Schappe (ehemals Zimmerlin-Forcart & Cie) Spinnerei wurden außerdem Schaltschränke für V2-Raketen gefertigt. 1944 wurde Zell von Jagdbombern angegriffen, wobei es zu einem Todesfall kam. Ein Jahr später wurde am Grendel Richtung Hausen eine Verteidigungslinie gegen die anrückenden Franzosen errichtet und die Wiesebrücke zur Sprengung vorbereitet; ihre Zerstörung wurde allerdings durch einen Pionierfeldwebel namens Willi Gräßlin verhindert. Zum Kampf um Zell kam es nicht; als die Franzosen am 25. April nicht wie erwartet von Hausen aus, sondern über Gresgen kommend einmarschierten, war die Stadt weiß beflaggt. Auf die heutige Gemeinde bezogen verlor Zell im Zweiten Weltkrieg 429 Menschen, davon 117 Vermisste.

Niedergang der Textilindustrie

Die ehemalige Spinnerei Atzenbach zwischen Zell und Atzenbach. Im Hintergrund das Zeller Viertel „Grönland“

Die Zeller Textilindustrie hatte die erneute Kriegsproduktion und die französischen Demontagen zunächst gut überstanden. Die Zell-Schönau AG investierte in neue Maschinen und etablierte mit ihrer „Irisette“-Bettwäsche eine erfolgreiche Marke in Nachkriegsdeutschland. Bereits in den 1960er Jahren begann es allerdings zu kriseln. Die Spinnerei Feßmann und Hecker gründete unter den Namen „Zellaerosol“ und „Zellplastik“ Tochterunternehmen, die sich auf die Abfüllung von Spraydosen konzentrierten und verlagerte nach und nach ihr Geschäft in diesen Zweig. Die rund 400 Menschen beschäftigende Spinnerei wurde Ende der 1960er Jahre aufgegeben, eine kleine Textilproduktion blieb bis 1985 aufrechterhalten. Die 1962 erneut umbenannte Schappe GmbH und die Zell-Schönau AG produzierten vorerst weiter; die Zell-Schönau AG übernahm dabei 1965 die Spinnerei Atzenbach. 1970 bestanden in Zell noch 1515 Textilarbeitsplätze, eine Zahl, die aber in der Folgezeit aufgrund von Rationalisierungsmaßnahmen weiter sank. Auch das Todtnauerli blieb von Problemen nicht verschont; im September 1966 wurde auf der Oberen Wiesentalbahn der Personenverkehr, ein Jahr später auch der Güterverkehr eingestellt. Die Gleisanlagen wurden restlos abgebaut, und die ehemalige Strecke ist inzwischen zu einem Bahntrassenradweg umgewandelt worden.

Ab Ende der 1960er Jahre kam es bei den beiden verbleibenden Textilfirmen auch zu mehreren Besitzwechseln, wobei die Schappe GmbH an den amerikanischen Hersteller Burlington, die Zell-Schönau AG zunächst an die Backnanger Firma Adolff, später an die Firma Drews in Schrozberg kam. Schon in den 70er Jahren war die Zeller Industrie aber wieder in der Krise: 1974 schloss die Schappe GmbH ihre Tore, die Zell-Schönau AG schloss 1977 Fabrikationsstandorte im Elsass und in Rohmatt. Durch diese und andere Maßnahmen halbierte das Unternehmen in den sechs Jahren zwischen 1972 und 1978 seinen Personalbestand von 4000 auf 2000 Beschäftigte, konnte aber den Niedergang nicht aufhalten: 1987 gab es in Zell nur noch 574 Textilarbeitsplätze, und vier Jahre später waren alle der Zell-Schönau gehörenden Betriebe geschlossen.

Eingemeindungen

In den Jahren von 1972 bis 1975 wurden im Rahmen der Gebietsreform in Baden-Württemberg die Gemeinden Adelsberg (1. Januar 1974), Atzenbach (1. Januar 1975), Gresgen (1. Oktober 1974), Mambach (1. Januar 1975), Pfaffenberg (1. Januar 1975) und Riedichen (1. März 1972) eingemeindet. Damit wurde der einstige Vorderhag der Vogtei Zell wieder vereinigt und um die vormals badische Gemeinde Gresgen erweitert. Mit dem Hinterhag, der als Gemeinde Häg-Ehrsberg ebenfalls wieder vereinigt wurde, wurde außerdem eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft begründet.

  • Wappen der ehemaligen Gemeinden
  • Adelsberg

  • Atzenbach

  • Gresgen

  • Mambach

  • Pfaffenberg

  • Riedichen

Am 31. Dezember 2009 hatte Zell 5987 Einwohner, davon rund 15 Prozent Ausländer. Das Durchschnittsalter liegt bei 42,9 Jahren (Frauen) beziehungsweise 40,3 Jahren (Männer), die durchschnittliche Haushaltsgröße lag 2006 mit 2,4 Personen leicht über dem Landesschnitt von 2,2. Im Dezember 2016 betrug die Einwohnerzahl in Zell 6226.

Religion

Das heutige Stadtgebiet war ab der Reformationszeit geteilt: Die vorderösterreichischen Ortsteile Zell, Atzenbach, Mambach, Adelsberg, Riedichen und Pfaffenberg blieben katholisch, während das badische Gresgen protestantisch wurde. Die zunehmende Industrialisierung führte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Zuzug von Protestanten in die Talorte Mambach, Atzenbach und Zell, wo sie im Jahr 1895 schon rund 27,3 % der Bevölkerung ausmachten. Die Bergorte Gresgen, Adelsberg, Riedichen und Pfaffenberg dagegen behielten ihre konfessionelle Homogenität bei. Bemerkenswert ist außerdem, dass sich in Zell Anfang des 20. Jahrhunderts auch eine relativ starke altkatholische Gemeinde bildete. Das Verhältnis zwischen Katholiken und Protestanten blieb in der Gesamtgemeinde seither relativ konstant; 1987 bekannten sich 26,8 % der Bevölkerung zum Protestantismus, 61,7 % zum Katholizismus.

Während vieler Jahrhunderte bildete die gesamte Vogtei Zell zugleich eine Pfarrei; 1779 kam es allerdings zur Loslösung des Hinterhages, für den eine eigene Pfarrei Häg geschaffen wurde. Eine weitere Loslösung erfolgte im Februar 1942, als die Kuratie Atzenbach geschaffen wurde, die später zur Pfarrei Atzenbach wurde und die damals selbstständigen Gemeinden Atzenbach, Mambach, Riedichen und Pfaffenberg betreute. Die drei katholischen Pfarreien St. Michael in Häg, Mariä Himmelfahrt in Atzenbach und St. Fridolin in Zell bestehen heute noch, bilden allerdings gemeinsam die Seelsorgeeinheit Zell im Wiesental des Dekanats Wiesental im Erzbistum Freiburg.

Die evangelische Gemeinde in Zell wurde zunächst von Hausen aus betreut. 1879 begannen Bemühungen, eine eigene Gemeinde zu errichten, und zu Weihnachten desselben Jahres wurde im Gasthaussaal des Löwen der erste evangelische Gottesdienst in Zell abgehalten. 1886 wurde erstmals ein Pastorationsgeistlicher nach Zell berufen, und 1892 wurde schließlich die evangelische Pfarrei in Zell eingerichtet. Eine Sonderrolle nimmt hierbei wiederum Gresgen ein, in dem bereits im Jahr 1267 eine eigene Kirche belegt ist. Gresgen gehörte zunächst offenbar ebenfalls zur Zeller Pfarrei, mit Einführung der Reformation in Baden-Durlach im Jahr 1556 wurde der Ort allerdings der Pfarrei Tegernau zugeteilt. Die Bevölkerung wehrte sich zunächst gegen den angeordneten Glaubenswechsel, markgräfliche Strafandrohungen setzen die Reformation schließlich aber durch, und Gresgen kam zur evangelischen Pfarrei Tegernau, zu der es noch heute gehört. Sowohl die Pfarrei Zell als auch die Pfarrei Tegernau und damit das gesamte Zeller Stadtgebiet gehören heute zur Region Schopfheim im Evangelischen Kirchenbezirk Markgräflerland der Evangelischen Landeskirche in Baden.

1874 wurde in Zell ein altkatholischer Verein gegründet, aus dem sich in der Folgezeit eine Kirchengemeinde entwickelte; die zur Gemeinde gehörige Christuskirche wurde im Jahr 1891 begonnen und 1892 vollendet. Zeitweise war die altkatholische Gemeinde in Zell für die Seelsorge von 381 Altkatholiken im gesamten Landkreis Lörrach zuständig; die Anzahl der Mitglieder nahm im Laufe des 20. Jahrhunderts allerdings stetig ab, sodass das Kirchspiel Zell 1978 aufgelöst wurde; für die Zeller Altkatholiken ist seither die Kirchengemeinde Säckingen zuständig. Seit 1950 besteht in Zell außerdem eine Gemeinde der Neuapostolischen Kirche.

Mundart

Zell im Wiesental gehört, wie das restliche Wiesental, zum Hochalemannischen Sprachraum. Charakteristisch für den Dialekt ist die Lautverschiebung von k im Anlaut zu ch: Chind, Chopf, Chuchichäschtli. Das Wiesentäler Alemannisch ist jedoch nicht homogen, sondern unterscheidet sich von Ort zu Ort. Als Beispiel für die lokale Mundart können die Gedichte des Zeller Hebelpreisträgers Gerhard Jung angesehen werden.

Kommunalwahl 2019
Wahlbeteiligung: 56,6 % (2014: 50,7 %)
%
40
30
20
10
0
32,3 %
23,3 %
13,3 %
23,3 %
7,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
%p
25
20
15
10
5
0
-5
-10
-15
−10,6 %p
−11,0 %p
−9,6 %p
+23,3 %p
+7,3 %p

Gemeinderat

Die letzte Wahl zum Gemeinderat fand am 26. Mai 2019 statt. Sie führte bei einer Wahlbeteiligung von 56,6 % (+ 5,9*) zu folgendem Ergebnis:

Das Bürgerbüro des Zeller Rathauses
Partei Stimmenanteil +/− %p* Sitze +/−*
SPD 32,3 % − 10,5 6 − 2
CDU 23,3 % − 10,5 4 − 2
FWV 13,3 % 09,6 3 − 1
Bürgerforum (BF) 23,3 % + 23,3 4 + 4
Grüne 07,3 % +07,3 1 + 1

* Veränderung zur Kommunalwahl 2014

Bürgermeister

Die letzte Bürgermeisterwahl fand am 22. Oktober 2017 statt. Peter Palme wurde neu als Bürgermeister in das Amt gewählt.

Wahlen

Zell gehört zum Bundestagswahlkreis 282 Lörrach-Müllheim und zum Landtagswahlkreis 58 Lörrach. In Bezug auf die historischen Wahlergebnisse ist eine Dreiteilung des heutigen Gemeindegebietes ersichtlich: In den konfessionell homogenen Dörfern Adelsberg, Pfaffenberg, Riedichen und Mambach dominierte vor dem Ersten Weltkrieg (Deutsches Kaiserreich) die katholische Zentrumspartei, den Nationalliberalen gelangen höchstens punktuelle Erfolge. Im ebenfalls recht homogenen, aber protestantischen, Gresgen dagegen errangen die Nationalliberalen zwischen 1877 und 1887 sämtliche Stimmen, mit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden außerdem die Sozialdemokraten zu einer wichtigen politischen Kraft. Den dritten Block bildeten die konfessionell eher gemischten und mehr von der Industrie geprägten Talgemeinden Zell und Atzenbach, wo sich wechselnde Mehrheiten ergaben und wo die Sozialdemokraten ebenfalls an Boden gewannen.

In der Weimarer Republik konnten die Sozialdemokraten insbesondere in Zell und Gresgen (wo sie zur stimmenstärksten Partei wurden) weiter dazugewinnen, in Zell gewannen außerdem die Kommunisten an Bedeutung. Fasst man die Einzelergebnisse der damaligen Gemeinden zum heutigen Stadtgebiet zusammen, so zeigt sich allerdings nach wie vor die bestimmende Rolle des Zentrums, das 1932 45,6 % der Stimmen erhielt. Die Sozialdemokraten erreichten 13,4, die Kommunisten 15,7 und die Nationalsozialisten 16,2 % der abgegebenen Stimmen. Die Aggregation verschleiert allerdings einiges an Variation zwischen den Gemeinden; so stimmte z. B. bei den Wahlen im März 1933 keiner der 202 Gresger Wähler für das Zentrum, 114 dagegen für die Nationalsozialisten. In Pfaffenberg dagegen erhielt die NSDAP nur 14 von 83 Stimmen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die CDU als Nachfolgerin des Zentrums die bestimmende Partei, die auch in Gresgen Wähler gewinnen konnte (dort kehrte allerdings wieder die SPD in ihre vormals bestimmende Rolle zurück). Relativ hohe Stimmenanteile für NPD und KPD in den 50er und 60er Jahren verschwanden im Laufe der Zeit wieder, während sich FDP und Grüne etablieren konnten.

Bundestagswahlen, Zweitstimmen
Partei Stimmenanteil 2017 Stimmenanteil 2013
CDU 35,6 % 43,2 %
SPD 22,1 % 24,6 %
FDP 9,5 % 5,5 %
Grüne 11,6 % 10,6 %
Die Linke 5,5 % 5,9 %
AfD 10,7 % 5,2 %
Sonstige 5 % 5 %
Landtagswahlen
Partei Stimmenanteil 2021 Stimmenanteil 2016
CDU 27,5 % 29,3 %
SPD 15,3 % 19,4 %
Grüne 27,8 % 26,5 %
FDP 8,3 % 6,2 %
AfD 10,0 % 11,3 %
Sonstige 11,1 % 7,3 %
Stammwappen derer von Schönau

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Rot ein silberner Balken mit vier blauen Wellenlinien.“ Die Farbgebung des Wappens erinnert an die historische Zugehörigkeit zu Vorderösterreich, die vier blauen Wellen symbolisieren die Wiese. Das Wappen wird in dieser Form seit 1975 verwendet, davor war das Zeller Wappen enger an das derer von Schönau angelehnt.

Städtepartnerschaften

Partnerstadt von Zell ist die französische Stadt Embrun im Département Hautes-Alpes.

Südwestlicher Teil der Zeller Innenstadt mit der Altkatholischen Kirche links, der Evangelischen Kirche rechts im Bild

Ortsbild und Bauwerke

Kernstadt und Atzenbach

Im Süden des Stadtgebietes erstreckt sich Zell auf beiden Seiten der Wiese. An ihrem rechten Ufer befindet sich das Wohngebiet Liebeck, am linken Ufer die Schwarznau, wo sich ein größeres Industriegebiet mit Werken der Firmen Mahle und Benninger befindet. Am linken Wieseufer entlang führt auch die Bundesstraße 317, die von Hausen herkommend hier durch die Stadt führt. Kurz nach dem ehemaligen Krankenhaus wird über die Wiesebrücke die eigentliche Kernstadt am rechten Wiesenufer und den dahinterliegenden Hängen erreicht. Hier kreuzen sich die beiden Zeller Hauptstraßen, die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Schopfheimer Straße und die von Osten kommende Schönauer Straße. In nächster Umgebung zu der Kreuzung befinden sich das Rathaus, das Bürogebäude der Sparkasse Wiesental und die Constanze-Mozart-Gasse (vormals Rathausgasse) mit dem Zeller Fastnachtsbrunnen. Nördlich an diese schließt sich das katholische Pfarrheim und die Kirche St. Fridolin an, weiter westlich befindet sich ein kleiner Park mit dem Schwanenweiher.

Der Schwanenweiher

Etwas westlich der Kernstadt wurde am Hans-Fräulin-Platz in der Nähe der Altkatholischen Kirche ein Pflege- und Altenheim errichtet; südwestlich hiervon erstreckt sich der Zeller Stadtpark mit der evangelischen Kirche an seinem westlichen Ende. Etwas oberhalb von dieser liegt das Zeller Schulgelände mit der Gerhard-Jung-Schule, der Montfort-Realschule, der Johann-Faller-Förderschule und der Sporthalle. Noch weiter südwestlich der Schulen befindet sich der Zeller Bahnhof; um ihn herum ist ein weiteres Gewerbegebiet mit einem Mahle-Werk nördlich und der Zellaerosol GmbH südlich der Gleisanlage. Südöstlich der Kernstadt, zwischen Wiese und Stadtkern, befindet sich das Webi-Areal, auf dem die frühere Weberei der Zell-Schönau AG stand. Inzwischen sind hier unter anderem mehrere Supermärkte, das Textil-Museum (s. u.) und einige kleinere Betriebe angesiedelt. Weiter in Richtung Osten verengt sich die Stadt zwischen Wiese und Berghang recht stark, bevor sie sich für das Wohngebiet Grönland im Nordosten des Stadtgebietes wieder deutlich verbreitert. Am Grönland schließt das Zeller Straßennetz auch wieder an die B317 (die von nun an auf dem rechten Ufer entlangführt) an, und östlich davon erstreckt sich Atzenbach, wobei aufgrund des langgezogenen Gebäudes der ehemaligen Spinnerei Atzenbach für den Beobachter nur schwer eine bauliche Grenze zwischen der Stadt und dem Ortsteil wahrgenommen werden kann. Atzenbach liegt in einer Kehre der Wiese und wird vollständig von der B317 durchzogen; der Großteil des Dorfes befindet sich am rechten Ufer zwischen Bundesstraße und Fluss, die katholische Kirche im Süden und ein Gewerbegebiet am nördlichen Ortsausgang erstrecken sich allerdings am linken Ufer. Nahe dem Ortsausgang im Norden befindet sich die Atzenbacher Sporthalle.

Weitere Ortsteile

Westlich und oberhalb von Zell liegt das Dorf Adelsberg. Zu der früheren Gemeinde Adelsberg gehörte neben dem Dorf auch der Zinken Blauen, etwas nördlich von Adelsberg am Hang des gleichnamigen Berges gelegen. Westlich von Adelsberg und noch etwas höher liegt Gresgen. Der westlichste Ortsteil von Zell erstreckt sich auf einer Hochebene und grenzt an Tegernau, Enkenstein und Hausen. Wichtige Bauwerke sind zum einen die leicht erhöhte evangelische Kirche, zum anderen das im Süden des Dorfes liegende, 1999 erbaute „Bürgerzentrum“, das als Sport- und Festhalle sowie als Sitz der Ortsverwaltung dient. Vom Regierungspräsidium erhielt Gresgen das Prädikat eines Erholungsortes. Zwischen Zell und Adelsberg liegen der Henschenberg; Neben den Höfen Unterer und Oberer Henschenberg befindet sich dort auch die Ruine einer mittelalterlichen Burg, von der heute noch ein Halbsgraben, Mauerreste und Ziegel- und Keramikschutt zu sehen sind.

  • Adelsberg

  • Der zu Adelsberg gehörende Zinken Blauen mit dem gleichnamigen Berg

  • Gresgen

Neben Zell und Atzenbach ist Mambach der einzige Ortsteil, der sich nicht auf den Höhenzügen um die Stadt herum, sondern im Tal der Wiese befindet. Es liegt rund 2 Kilometer nördlich von Atzenbach und erstreckt sich auf beiden Seiten des Flusses. Wie auch Atzenbach und Zell wird Mambach von der Bundesstraße 317 durchquert, die sich am linken Ufer entlang zieht. Weithin sichtbar ist die westlich des Dorfes auf dem „Scheibenackerköpfle“ errichtete Kapelle Maria Frieden; im Dorf selbst befindet sich außerdem die ältere Antoniuskapelle. Aus Sandstein errichtet, ragt sie ebenfalls deutlich aus dem sonstigen Ortsbild hervor. Nordwestlich und deutlich oberhalb von Mambach liegt das Dorf Pfaffenberg, das am besten von Atzenbach aus erreicht werden kann. Zur ehemaligen Gemeinde Pfaffenberg gehörte auch der Zinken Käsern, weiter im Nordwesten. Riedichen schließlich ist der einzige Zeller Teilort, der im Bergland östlich der Stadt liegt. Zur Gemeinde Riedichen gehörte außerdem der Zinken Gaisbühl.

  • Mambach

  • Pfaffenberg

  • Riedichen

Kirchen

In der Stadt Zell selbst befinden sich 4 Kirchen und Kapellen. Die Katholische Stadtpfarrkirche St. Fridolin mit eingemeißelter Jahreszahl 1545 im Torbogen befindet sich im Kern der Zeller Innenstadt. Der Kirchturm wurde 1699 neu gebaut. Nach dem Stadtbrand von 1818 wurde die Kirche von 1820 bis 1823 von Grund auf neu errichtet. Weitere Umbauten erfolgten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts (Spitzdach), 1883 (neuer Hauptaltar), 1884 (Eindeckung mit grünen glasierten Ziegeln). 1994 wurde die endgültige Umgestaltung des Altarraumes und des Kirchenschiffes abgeschlossen. Die Evangelische Stadtkirche St. Peter am Rande des Stadtparkes weist einen 35,8 Meter hohen Turm mit Spitzhelm und Kupferdeckung auf. Auf halber Turmhöhe befindet sich ein umlaufender Balkon, von dem aus früher an hohen Festtagen Posaunenklänge erschallten. Die Kirchturmuhr existiert seit 1893, in den Jahren zwischen 1956 und 1960 kam eine neue Sakristei hinzu. Die „Christuskirche“ ist die zu besonderen Anlässen (unter anderem Hochzeiten) genutzte ehemalige alt-katholische Pfarrkirche. Die Innenraumhöhe des Langhauses beträgt 7,20 Meter, der Turm ist 32 Meter hoch. Zum 100-jährigen Kirchenjubiläum im Jahr 1992 wurde der Altar in der Ausstattung von 1892 wiederhergestellt. An den seitlichen Stirnwänden vor dem Chor stellen große Gemälde die Himmelfahrt Christi und Maria mit dem Kinde dar. Am linken Wieseufer wurde außerdem 1889 die Kalvarienbergkapelle auf einem Felsvorsprung auf dem Weg zum Möhrenberg an Stelle eines abgetragenen Vorgängerbaus errichtet.

Weitere Kirchen befinden sich in den Ortsteilen: In Atzenbach wurde 1928 die katholische Pfarrkirchen Mariä Himmelfahrt errichtet. Sie besitzt ein breites Querschiff und eher kurzes Langhaus, die Mitte ist kuppelüberwölbt. Ebenfalls zur Pfarrei Atzenbach gehören die Kirchen in Mambach: Die Antoniuskapelle wurde 1871 aus Buntsandstein im Stil des Historizismus gebaut und befindet sich auf einer kleinen Anhöhe inmitten des Ortes. 1946 wurde außerdem auf dem Scheibenacherköpfle zwischen Mambach und Pfaffenberg die Kapelle Maria Frieden erbaut, als Dank für das Ende des Zweiten Weltkrieges und für die Verschonung von schweren Kriegsschäden. In Gresgen bestand Urkunden zufolge bereits 1267 eine Kirche, die wohl dem Heiligen Nikolaus geweiht war. 1763 wurde ein Neubau nötig, der nach einer Renovierung 1980/81 noch heute besteht.

Textilmuseum und Wildgehege

Das auf dem Gelände der ehemaligen Webi eingerichtete Wiesentäler Textilmuseum

Das 1996 eröffnete Wiesentäler Textilmuseum informiert über die Entwicklung der Textilindustrie, die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts den wichtigsten Wirtschaftssektor der Region darstellte. Zu den betriebsbereiten Ausstellungsstücken aus der Geschichte der Textilproduktion gehören mechanische Webstühle, Spinnmaschinen, Schuss-Spulmaschinen und Färbereimaschinen. In einer Bilddokumentation werden die Entwicklungsetappen von der Heimarbeit über die Manufakturen zur industriellen Produktion dargestellt.

Etwas oberhalb des Wohngebietes Schwarznau wurde 1971 auf private Initiative hin ein Wildgehege eingerichtet, in dem heute Dam- und Rothirsche sowie Wildschweine zu sehen sind. Die Fläche des Geheges beträgt 3,6 Hektar.

Regelmäßige Veranstaltungen

Zeller Fasnacht

Detail des Fasnachtsbrunnens vor dem Zeller Rathaus

Die Zeller Fasnacht ist das größte Volksfest in Zell im Wiesental. Sie wurde 1627 erstmals urkundlich erwähnt und hat somit nachweislich eine sehr lange Tradition. Bis ins 19. Jahrhundert wurde die Fasnacht ohne irgendwelche organisatorischen Strukturen durchgeführt. Erst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden durch die örtlichen Vereine einzelne Veranstaltungen wie „Schauzüge“, „Bunte Abende“ oder „Fasnachtstänze“ organisiert. Seit mindestens 1927 obliegt die Organisation der Zeller Fasnacht der Fasnachtsgesellschaft Zell. Getragen wird die Zeller Fasnacht allerdings nicht von der Fasnachtsgesellschaft, sondern von den einzelnen Ortsteilen, die sich in sogenannten Vogteien fasnächtlich organisieren. Die älteste dieser Vogteien ist die im Jahr 1897 gegründete Talvogtei Grönland. Die Vogteien halten jährlich, vor der eigentlichen Straßenfasnacht, ihre Vogteiabende oder „Chappeobe“ ab. Dabei wird das Publikum in Wirtshaussälen oder in der Stadthalle närrisch unterhalten. Das Oberhaupt der Zeller Fasnacht ist der „Hürus“. Seine Amtszeit beginnt jeweils am „Ölfte Ölfte“, dem 11. November, an dem die Zeller Fasnacht beginnt. Die Amtszeit des Hürusses endet am Fasnachtsdienstag, Punkt 24 Uhr. Die Figur des Hürusses hat einen Bezug zur Zeller Geschichte: Die Herren von Schönau, die das Meieramt über Zell ausübten, trugen über Jahrhunderte meist den Beinamen Hürus, was so viel wie „stolzer, mächtiger Mann“ bedeutet. Eine weitere Besonderheit der Zeller Fasnacht ist das „Altwiiberrenne“, das seit annähernd hundert Jahren am Abend des Fasnachtsdienstages in der Kirchstraße stattfindet. Die teilnehmenden „Alten Weiber“ sind üblicherweise verkleidete junge Männer, die einen Hindernisparcours meistern.

Zeller Freilichtspiele

Zwischen 1996 und 2010 veranstaltet die Zeller Trachtengruppe die Zeller Freilichtspiele, die jeweils in Abständen von einigen Jahren stattfinden. Initiator dieser Theatervorstellungen war der Zeller Heimatdichter Gerhard Jung, der anlässlich seines 70. Geburtstages seiner Heimatstadt 1996 das Revolutionsstück „Ein Tag im April“ widmete. Im gleichen Jahr wurde das Stück auf dem Areal der ehemaligen Weberei aufgeführt. Über 7.000 Besucher sahen das Jungsche Stück, das den Einzug der Revolutionsgruppen um Georg Herwegh im April 1848 in Zell als Vorlage hatte. Nach dieser großen Resonanz wurde „Ein Tag im April“ 1998, 150 Jahre nach der Badischen Revolution, nochmals aufgeführt. In den Jahren 2004 und 2007 fanden die Freilichtspiele im Ortsteil Grönland vor der "Seilerburg" statt. Das vorerst letzte Stück war der Der fröhliche Weinberg von Carl Zuckmayer. Es kam im Jahr 2010 auf dem Rathausplatz zur Aufführung.

Bisher kamen bei den Zeller Freilichtspielen zur Aufführung:

Sport und Vereine

Zahlreiche Vereine in Zell stehen im Zusammenhang mit der Zeller Fasnacht. Neben den „Vogteien“ Mittelstadt, Obertal, Sunneland, Grönland, Innegmei, Paradies, Schwyz, Adelsberg, Gresgen, Riedichen, Mambach und der Atzenbacher Narrenzunft bestehen die Musikformationen des „Fanfarenzuges“ und die Guggenmusik „Zeller Noteknacker“. Neben diesen beiden Vereinen widmen sich noch zahlreiche weitere Vereine der Musik: In Zell („Stadtmusik“), Mambach („Feuerwehrmusik“) Gresgen und Atzenbach gibt es Blasmusikkapellen. Die Kirchengemeinden Zell und Atzenbach haben ihre eigenen Kirchenchöre, die seit 2012 als Chorgemeinschaft firmieren, und in Atzenbach, Zell, Gresgen, Riedichen und Pfaffenberg bestehen Männerchöre bzw. -gesangsvereine.

In der Stadt Zell bestehen mehrere Sportanlagen. Ein Fußballplatz mit Leichtathletikanlage wurde auf dem „Grendel“ zwischen Hausen und Zell errichtet, Sporthallen gibt es in der Stadt Zell selbst im Schulviertel und in der Nähe des Bahnhofs sowie in den Teilorten Atzenbach und Gresgen. Im Nordosten des Stadtgebietes, im „Grönland“, sind außerdem ein Freibad und nicht weit davon entfernt eine Tennisanlage. Diese Sportanlagen werden von verschiedenen Vereinen genutzt: In der Kernstadt gibt es den Fußballclub FC Zell, den Tennisclub TC Zell, die Sportvereine SC und TV Zell sowie die aus einer Fusion zweier Vereine hervorgegangene Ringgemeinschaft Hausen-Zell. Einen weiteren Sportverein (der sich stark dem Ringsport widmet) gibt es in Gresgen. In der Schützengesellschaft 1862 e.V. wird neben Schieß- auch Bogensport betrieben, wobei die Zeller Bogenschützen schon Deutsche Vizemeister stellen konnten. Weitere Vereine widmen sich dem Angel- und Hundesport sowie der Kleintierzucht, außerdem bestehen Ortsgruppen des Deutschen Roten Kreuzes, der DLRG und des Schwarzwaldvereins. Weitere Vereine mit sozialen und fürsorglichen Zwecken sind die Zeller Kolpingfamilie, die Arbeiterwohlfahrt, der Verein „Cabanja“ für Frieden und Entwicklung, der VdK und der türkisch-islamische Kulturverein „Diyanet“.

Flächennutzung

290 Hektar der Zeller Gemarkung sind als Siedlungs- und Verkehrsfläche ausgewiesen, was rund 8 % der Gemarkungsfläche entspricht. Die weiträumige Verteilung der Zeller Teilorte über das Zeller Bergland spiegelt sich in einer großen Waldfläche wider, die fast zwei Drittel der gesamten Gemarkung ausmacht (2347 Hektar). Als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen sind 950 Hektar bzw. 26,3 % der Gemarkung.

Ansässige Unternehmen

Blick auf den südwestlichen Teil von Zell von Westen aus. Zu erkennen ist das Gewerbegebiet um den Bahnhof (Mitte rechts), das Gewerbegebiet auf der Schwarznau im rechten Hintergrund und die Verengung des Wiesentales in Richtung Grendel

2009 bestanden in Zell vier Betriebe des verarbeitenden Gewerbes, die zusammen 769 Menschen beschäftigten. Bedeutendster Arbeitgeber am Ort ist der Automobilzulieferer Mahle GmbH. Ursprung des Zeller Mahle-Standortes ist die Firma Carl Pleus, die 1919 in Krefeld gegründet und im Zuge des Zweiten Weltkrieges nach Zell verlegt wurde. Weiter von Bedeutung sind die Geschichtsabschnitt erwähnte, durch Diversifikation eines Textilbetriebes entstandene Zellaerosol und der Standort der Benninger AG, der 1991 durch den Aufkauf der Maschinenfabrik Krückels entstand. Seit 1855 bestand in Zell eine Nebenstelle der Bezirkssparkasse Schönau, 1898 wurde die Sparkasse Zell i.W. gegründet, die 1913 mit der Sparkasse Atzenbach fusionierte und 2018. Weitere Gewährträgergemeinden waren Adelsberg, Atzenbach, Mambach, Pfaffenberg und Riedichen, ab 1928 auch Gresgen und Hausen und ab den 1970er Jahren auch Häg; Nach den Gemeindefusionen im Zuge der Verwaltungsreform reduzierte sich diese Zahl auf Zell, Hausen und Häg-Ehrsberg. 2003 fusionierte die Sparkasse Zell i.W. mit der Sparkasse Schopfheim zur Sparkasse Schopfheim-Zell; vor ihrer Fusion war die Zeller Sparkasse die kleinste Sparkasse in Baden-Württemberg, galt jedoch als ertragsstark. 2017 fusionierte die Sparkasse Schopfheim-Zell mit der Sparkasse Schönau-Todtnau zur Sparkasse Wiesental. Ein weiteres Bankgeschäft in Zell wurde 1953 mit der Filiale der Volksbank Schopfheim (heute VR Bank Schopfheim-Maulburg) eröffnet. Weiter von Bedeutung sind das Handwerk (1995: 50 Betriebe mit 347 Beschäftigten) und Handel und Gastgewerben (1993: 69 Betriebe mit 421 Beschäftigten). Die Anzahl Übernachtungen belief sich auf 16000 im Jahr 2010. Darüber hinaus gibt es noch 74 landwirtschaftliche Betriebe, der Großteil davon im Nebenerwerb. Die durchschnittliche Betriebsgröße dieser Betriebe liegt bei 13 Hektar, der Fokus liegt auf der Viehwirtschaft, insbesondere Rinder, Hühner und Schafe. Folglich ist auch fast die gesamte landwirtschaftliche Fläche Dauergrünland, lediglich 1 Prozent wird als Ackerland genutzt. Alles in allem arbeitet dennoch ein großer Teil der Zeller Bevölkerung außerhalb der Gemeindegrenze: 2010 standen 828 Berufseinpendlern 1638 Auspendler gegenüber.

Verkehr

Zeller Haltestelle der S-Bahn Basel

Die Stadt ist vom Bahnhof Zell (Wiesental) aus mit der Wiesentalbahn (Linie S6 der S-Bahn Basel) mit Lörrach und Basel verbunden; darüber hinaus verfügt sie über einige lokale und regionale Busverbindungen. Sie gehört dem Regio Verkehrsverbund Lörrach an. Von 1889 bis 1967 verkehrte zudem von Zell aus eine Schmalspurbahn bis nach Todtnau, die zusätzlich in den Stadtteilen Atzenbach und Mambach Haltepunkte bediente.

Die Bundesstraße 317 (Weil am RheinTitisee-Neustadt) entlang der Talachse des Wiesentals verbindet Zell mit dem überregionalen Straßennetz. Über zahlreiche Kreis- und Landesstraßen werden die Seitentäler des gebirgigen Gemarkungsgebietes erschlossen. Von Mambach aus führt einer der höchstgelegenen Pässe im Landkreis, der St.-Antoni-Pass, von Zell nach Todtmoos in den benachbarten Landkreis Waldshut.

Bildung

Neben der Montfort-Realschule und einer Grundschule (Gerhard-Jung-Schule) – Werkrealschule bis 2018 - in der Kernstadt gibt es in Atzenbach und Gresgen Grundschulen. Die Johann-Faller-Förderschule und eine Sprachheilschule runden das Bildungsangebot ab. Die nächstgelegenen Gymnasien sind das Gymnasium Schönau und das Theodor-Heuss-Gymnasium Schopfheim. Für die jüngsten Einwohner gibt es drei kommunale und einen evangelischen Kindergarten. 1998 eröffnete die SRH Fernhochschule ein Studienzentrum in der Constanze-Weber-Gasse, wo Studierende der Fernhochschule die Möglichkeit haben, Begleitveranstaltungen zu besuchen und Klausuren abzulegen sowie sich vor Ort zu informieren.

Aloisia Weber als Zémire in Grétrys Oper Zémire et Azor, etwa 1784

Franz Fridolin Weber wurde 1733 als Sohn des Amtmannes in Zell geboren. 1754, mit erst 21 Jahren, wurde er von Freiherr Ignaz Ludwig von Schönau ebenfalls zum Amtmann ernannt, und 1756 heiratete er die aus Mannheim stammende Cäcilia Stamm. Zu Beginn der 1760er Jahre kam es zu Streitigkeiten zwischen dem Amtmann und dem Freiherrn, in dessen Folge Weber 1764 nach Mannheim zog. Rund eineinhalb Jahre zuvor, am 5. Januar 1762, war Webers Tochter Constanze in Zell geboren worden, die später Wolfgang Amadeus Mozart heiratete. Eine weitere in Zell geborene Tochter Webers war die Sängerin und Gesangspädagogin Aloisia Lange, die zwischen 1759 und 1761 in der Stadt zur Welt kam. Johann Faller wurde zwar in Todtnau geboren, arbeitete jedoch in verantwortlicher Position in der Zeller Textilindustrie und setzte sich für die sozialen Belange in Zell ein, unter anderem mit der Gründung einer Lesegesellschaft und der Zeller Feuerwehr, mit finanzieller Unterstützung für Vereine und mit günstigen Krediten für den Wohnungsbau. Als Abgeordneter der II. Kammer der Badischen Ständeversammlung bewirkte er außerdem den Bau mehrerer Straßen im Oberen Wiesental.

Severin Kern (1900–1986) war von 1950 bis 1972 Oberbürgermeister von Villingen.

1903 wurde Karl Müller als Sohn eines Textilarbeiters in Zell geboren. Während des Nationalsozialismus als Gewerkschafter und Kommunist verfolgt, inhaftiert und zum Dienst im Strafbataillon 999 gezwungen, wurde er nach der Entlassung aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft Mitglied der SED und Redakteur der Sächsischen Zeitung.

Erzbischof Karl Fritz, Erinnerungsbildchen von der Inthronisation, 1920

Gerhard Jung (1926–1998) wurde am 10. August 1926 in Zell geboren. Er wurde als Mundartdichter und Schriftsteller im Wiesental und darüber hinaus bekannt und erhielt 1973 die Johann-Peter-Hebel-Plakette der Gemeinde Hausen, 1974 den Johann-Peter-Hebel-Preis des Landes Baden-Württemberg. 1997 wurde Jung darüber hinaus mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, seit 1986 war er Ehrenbürger seiner Heimatstadt. Auch Jungs Sohn Markus Manfred wurde in Zell geboren. Wie sein Vater ist auch er als Mundartdichter und Schriftsteller bekannt.

Ebenfalls aus Zell stammt der Bankmanager und Kunstsammler Manfred Meier-Preschany, der hier am 21. Januar 1929 geboren wurde.

Neben Gerhard Jung hat die Stadt Zell fünf weiteren Männern das Ehrenbürgerrecht verliehen: Karl Fritz wurde zwar in Adelhausen geboren, stammte aber aus einer Pfaffenberger Familie und verbrachte dort auch Teile seiner Jugendzeit. Nach abgeschlossenem Theologiestudium feierte er am 12. Juli 1888 in Zell seine Primiz, nach weiteren Stationen wurde er 1920 Erzbischof von Freiburg. Sein vierzigjähriges Priesterjubiläum feierte er 1928 in Zell und erhielt aus diesem Anlass die Ehrenbürgerschaft. Karl Bernhard Wittig hatte zunächst in der Spinnerei Zimmerlin-Forcart gearbeitet, machte sich aber 1885 selbstständig und gründete eine Textilmaschinenfabrik. Für seine sowohl industriellen als auch sozialen Verdienste wurde ihm 1935 das Ehrenbürgerrecht zugesprochen. Dritter Ehrenbürger wurde Bernhard Lederer, der von 1957 bis 1985 das Amt des Zeller Bürgermeisters versah. Hans Fräulin wurde im Oktober 1995 zum Ehrenbürger ernannt. Fräulin war lange Jahre als Kommunalpolitiker aktiv gewesen und hatte sich sehr für den Bau des Zeller Bürgerheims eingesetzt. Nach ihm wurde auch der Platz benannt, an dem das Bürgerheim liegt. Daneben hatte er sich in der Heimatpflege und Heimatforschung engagiert und war der Verfasser des 1999 erschienenen Ortsgeschichtsbuches. Franz Wolfgang Leppert wurde beim Neujahrsempfang 2006 wegen 30 Jahre Stadtpfarrer Katholische Pfarrerei St.Fridolin in Zell zum Ehrenbürger ernannt.

Weitere Söhne und Töchter der Stadt

  • Guido Fackler: D’Webi stirbt – Zur gegenwärtigen Krise in der Textilindustrie im Wiesental, am Hoch- und Oberrhein. In: Brigitte Heck, Heidi Müller, Friederike Lindner, Guido Fackler: Zwischen Schule und Fabrik. Textile Frauenarbeit in Baden im 19. und 20. Jahrhundert (= Volkskundliche Veröffentlichungen des Badischen Landesmuseums Karlsruhe. Band 1). Thorbecke, Sigmaringen 1993, ISBN 3-7995-0300-5, S. 163–174.
  • Hans Fräulin: Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental. Selbstverlag der Stadt Zell im Wiesental, Zell im Wiesental 1999, ISBN 3-932738-13-6.
  • Hans Fräulin: Zell im Wiesental von einst bis heute. In: Das Markgräflerland, Heft 1/1992, S. 5–17 (Digitalisat der UB Freiburg).
  • Theodor Humpert: Heimatkunde des Amtsbezirk Schönau i. W. Allgemeine Ausgabe. Müller, Schönau im Wiesental 1920.
  • Abteilung Landesbeschreibung des Staatsarchivs Freiburg im Breisgau: Der Landkreis Lörrach. Band 2: B. Gemeindebeschreibungen Kandern bis Zell im Wiesental. Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg in Verbindung mit dem Landkreis Lörrach. Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1994, ISBN 3-7995-1354-X.
  • Uli Merkle: So sin mir – die Zeller Fasnacht. Selbstverlag Uli Merkle, Zell 2006.
  • Werner von Schönau-Wehr, Katharina Frings (Hrsg.): Adel an Ober- und Hochrhein. Beiträge zur Geschichte der Freiherren von Schönau. Rombach, Freiburg (Breisgau) 2001, ISBN 3-7930-9282-8.
  • Uli Merkle: Zum Himmel geht’s über Gresgen – Wanderbuch für die schönsten Wanderungen nach Gresgen und das Bergland drum herum. Selbstverlag Uli Merkle, Zell 2014, ISBN 978-3-00-044760-0.
  • Pirmin Rottler: Zell im Wiesental – Grenzort zwischen Vorderösterreich und Markgrafschaft. In: Das Markgräflerland. Heft 2/1967, S. 48–53 (Digitalisat der UB Freiburg).
  • Heidi Knoblich: Die hochmusikalische Amtmannfamilie Weber in Zell. Constanze Mozart und Carl Maria von Webers Vater kamen im einstigen Zeller Amtshaus zur Welt. In: Das Markgräferland. Hrsg. vom Geschichtsverein-Markgräflerland e. V. Heft 1/2015, S. 94–109.
Commons: Zell im Wiesental – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2020 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Landkreis Lörrach, S. 925.
  3. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 28.
  4. Landkreis Lörrach, S. 886.
  5. Landkreis Lörrach, S. 893ff.
  6. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg. Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2, S. 910–913.
  7. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell, S. 16.
  8. Internetauftritt der Stadt Zell: Adelsberg.
  9. Internetauftritt der Stadt Zell: Atzenbach.
  10. Internetauftritt der Stadt Zell: Riedichen
  11. Landkreis Lörrach, S. 885 ff.
  12. Landkreis Lörrach, S. 887.
  13. Deutscher Wetterdienst: Mittelwerte der Normalperiode 1961 bis 1990.
  14. Datenauswertebogen NP 6 – Südschwarzwald, abgerufen am 16. Juni 2012 vom Daten- und Kartendienst (Memento vom 19. April 2013 im Internet Archive) der Landesumweltbehörde Baden-Württemberg (Karte nicht mehr verfügbar).
  15. Datenauswertebogen FFH 8213341 – Weidfelder im Oberen Wiesetal, abgerufen am 16. Juni 2012 vom Daten- und Kartendienst (Memento vom 19. April 2013 im Internet Archive) der Landesumweltbehörde Baden-Württemberg (Daten nicht mehr verfügbar).
  16. Datenauswertebogen FFH 8312341 – Röttler Wald, abgerufen am 16. Juni 2012 vom Daten- und Kartendienst (Memento vom 19. April 2013 im Internet Archive) der Landesumweltbehörde Baden-Württemberg (Daten nicht mehr verfügbar).
  17. Datenauswertebogen SPA 8114441 – Südschwarzwald, abgerufen am 16. Juni 2012 vom Daten- und Kartendienst (Memento vom 19. April 2013 im Internet Archive) der Landesumweltbehörde Baden-Württemberg (Daten nicht mehr verfügbar).
  18. Datenauswertebögen zu END 83361030003, END 83361030002 END 83361030001, FND 83361030007, FND 83361030006, FND 83361030005 und FND 83361030006, abgerufen am 16. Juni 2012 vom Daten- und Kartendienst (Memento vom 19. April 2013 im Internet Archive) der Landesumweltbehörde Baden-Württemberg (Daten nicht mehr verfügbar).
  19. Landkreis Lörrach, S. 925.
  20. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 28.
  21. Landkreis Lörrach, S. 920 ff.
  22. Landkreis Lörrach, S. 922.
  23. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 65.
  24. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 34 ff.
  25. Klaus Schubring: Wo lag die Burg Altenstein? In: Das Markgräflerland. Band 1/2012, S. 106–117. Für die Zuordnung zum Henschenberg: Andre Gutmann: Unter dem Wappen der Fidel. Die Herren von Wieladingen und die Herren vom Stein zwischen Ministerialität und adliger Herrschaft Unter Mitarbeit von Christopher Schmidberger (= Forschungen zur oberrheinischen Landesgeschichte. Band 55), Freiburg i. Br./München 2011, S. 320 f. (Volltext als PDF).
  26. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 67 und 74.
  27. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 53–56.
  28. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 139.
  29. Der Hinterhag im schönen Angenbachtal auf hinterhag.de.
  30. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 141 f.
  31. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 147–150.
  32. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 338 ff.
  33. Landkreis Lörrach, S. 905 und 931.
  34. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 385f. und 339.
  35. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 42.
  36. Ernst Rümmele, Der Hinterhag, S. 136 f.
  37. Ernst Rümmele, Der Hinterhag, S. 69.
  38. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 263.
  39. Landkreis Lörrach, S. 922 und S. 927.
  40. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 150–157.
  41. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 368–380.
  42. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 158–163.
  43. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 163.
  44. Landkreis Lörrach, S. 897 f.
  45. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 368–372.
  46. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 377 und 382.
  47. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 388 und 394.
  48. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 368, 372 und 395.
  49. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 166.
  50. Landkreis Lörrach, S. 908.
  51. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 165 ff.
  52. Landkreis Lörrach, S. 898.
  53. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 373.
  54. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 373 und 377.
  55. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 169–173.
  56. Landkreis Lörrach, S. 901.
  57. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 178.
  58. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 175–179.
  59. Deportationsorte. In: mahnmal.kja-freiburg.de, Fachstelle christlich-jüdische Gedenkarbeit der Christlichen Jugendarbeit der Erzdiözese Freiburg, abgerufen am 22. Juli 2019.
  60. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 180.
  61. Landkreis Lörrach, S. 90.
  62. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 370, 373 f.
  63. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 370.
  64. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 374.
  65. Fackler, D’Webi stirbt, S. 167.
  66. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 374 und 379.
  67. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 379.
  68. Fackler, D’Webi stirbt, S. 166.
  69. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1,S.498 und 521.
  70. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Struktur- und Regionaldatenbank.
  71. Landkreis Lörrach, S. 898 f.
  72. Rümmele, S. 136 ff.
  73. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 266.
  74. Seelsorgeeinheit Zell im Wiesental.
  75. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 304–308.
  76. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 270.
  77. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 318–322.
  78. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 324.
  79. Statistik BW: Kommunalwahl 2019
  80. Landkreis Lörrach, S. 901.
  81. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 413.
  82. Landkreis Lörrach, S. 902.
  83. Landkreis Lörrach, S. 884.
  84. Website von Zell – Partnerstadt
  85. Internetauftritt der Stadt Zell: Gresgen. Abgerufen am 22. Juli 2019.
  86. Landkreis Lörrach, S. 895.
  87. Internetauftritt der Stadt Zell i.W.: Kirchen-Dorfkirchen-Kapellen.
  88. Landkreis Lörrach, S. 896.
  89. Landkreis Lörrach, S. 897.
  90. Internetauftritt der Stadt Zell i.W.: Sehenswürdigkeiten.
  91. Uli Merkle: Die Geschichte der Zeller Fasnacht. In: Das Markgräflerland. Band 1/2015, S. 110–123.
  92. Internetauftritt der Fastnachtsgesellschaft Zell: Vogteien. In: zeller-fasnacht.de, abgerufen am 22. Juli 2019 (mit Karte).
  93. Paul Berger: Kirchenchöre Zell und Atzenbach fusionieren. In: Badische Zeitung. 9. Mai 2012, abgerufen am 22. Mai 2019.
  94. Internetauftritt der Stadt Zell i.W.: Vereinsleben.
  95. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 385 ff.
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  99. Inside-B Magazin, Mai 2006, S. 48 (PDF; 791 kB).@1@2Vorlage:Toter Link/www.inside-b.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) (keine Mementos).
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  101. Studienzentrum Zell im Wiesental | SRH Fernhochschule. Abgerufen am 9. Januar 2020.
  102. Meilensteine | SRH Fernhochschule. Abgerufen am 9. Januar 2020.
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  105. Andreas Herbst: Müller, Karl. In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Band 2. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.
  106. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 421.
  107. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 421 f.
  108. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 422.
  109. Fräulin, Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental, S. 422 f.
Normdaten (Geografikum): GND:4067532-4(OGND, AKS) | LCCN:n82144485 | VIAF:126696161


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Zell im Wiesental Stadt in Deutschland Sprache Beobachten Bearbeiten Zell im Wiesental ist eine Stadt im Landkreis Lorrach in Baden Wurttemberg Deutschland Sie wurde wahrscheinlich zu Beginn des 11 Jahrhunderts im Oberen Wiesental als Monchszelle Klause des Sackinger Fridolinsklosters gegrundet 2 und im Jahr 1275 erstmals urkundlich erwahnt 3 Zell war Mittelpunkt eines stiftsackingschen Dinghofes fur den ab dem 14 Jahrhundert die Herren von Schonau das Meieramt hatten Der Hauptort und die umgebenden Dorfer gehorten zu Vorderosterreich und spater zum Grossherzogtum Baden von dessen Grossherzog Karl Friedrich Zell im Jahr 1810 das Stadtrecht erhielt Wie auch im restlichen Wiesental setzte die Industrialisierung in Zell recht fruh ein und im 19 und 20 Jahrhundert war die Stadt ein wichtiger Produktionsort der Badischen Textilindustrie Wappen Deutschlandkarte47 706944444444 7 8513888888889 443 Koordinaten 47 42 N 7 51 OBasisdatenBundesland Baden WurttembergRegierungsbezirk FreiburgLandkreis LorrachHohe 443 m u NHNFlache 36 12 km2Einwohner 6296 31 Dez 2020 1 Bevolkerungsdichte 174 Einwohner je km2Postleitzahl 79669Vorwahl 07625Kfz Kennzeichen LOGemeindeschlussel 08 3 36 103LOCODE DE ZEWAdresse der Stadtverwaltung Constanze Weber Gasse 4 79669 Zell im WiesentalWebsite zell im wiesental deBurgermeister Peter PalmeLage der Stadt Zell im Wiesental im Landkreis LorrachSchopfheimer Strasse mit katholischer Stadtpfarrkirche im Hintergrund Inhaltsverzeichnis 1 Geographie 1 1 Geographische Lage 1 2 Stadtgliederung 1 3 Geologie 1 4 Klima 1 5 Naturlandschaft 2 Geschichte 2 1 Erste Besiedlung und Erwahnung 2 2 Dinghof und Vogtei des Stifts Sackingen 2 3 Grundherrschaft der Herren von Schonau 2 4 Fruhe Industrialisierung 2 5 Badische Stadt 2 6 Die 48er Revolutionen und das Erstarken der Textilindustrie 2 7 Zell wird Industriestadt 2 8 Die Wiesentaler Textilunruhen 2 9 Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg 2 10 Niedergang der Textilindustrie 2 11 Eingemeindungen 3 Bevolkerung 3 1 Religion 3 2 Mundart 4 Politik 4 1 Gemeinderat 4 2 Burgermeister 4 3 Wahlen 4 4 Wappen 4 5 Stadtepartnerschaften 5 Kultur und Sehenswurdigkeiten 5 1 Ortsbild und Bauwerke 5 1 1 Kernstadt und Atzenbach 5 1 2 Weitere Ortsteile 5 1 3 Kirchen 5 1 4 Textilmuseum und Wildgehege 5 2 Regelmassige Veranstaltungen 5 2 1 Zeller Fasnacht 5 2 2 Zeller Freilichtspiele 5 3 Sport und Vereine 6 Wirtschaft und Infrastruktur 6 1 Flachennutzung 6 2 Ansassige Unternehmen 6 3 Verkehr 6 4 Bildung 7 Personlichkeiten 7 1 Weitere Sohne und Tochter der Stadt 8 Literatur 9 Weblinks 10 AnmerkungenGeographie Bearbeiten Das Zeller Bergland mit dem dominierenden Zeller Blauen Geographische Lage Bearbeiten Zell im Wiesental bildet das Zentrum des Zeller Berglandes das sich im sudlichsten Teil des Schwarzwaldes auf einer Hohe von 415 bis 1300 m uber NN zwischen Basel und dem Feldberg im grossen Wiesental erstreckt Dominierende Berge sind zum einen der Zeller Blauen 1077 m nordlich von Zell und die auf Schopfheimer Gemarkung liegende Hohe Mohr 989 m im Sudosten Auf dem Blauen liegt auch der hochste Punkt der Zeller Gemarkung am tiefsten ist es im Sudwesten an der Grenze zu Hausen auf 415 m 4 Neben der Stadt selbst zahlen ihre Ortschaften Adelsberg Atzenbach Gresgen Mambach Pfaffenberg und Riedichen sowie die Gemeinde Hag Ehrsberg zu dieser Region Die Ortsteile Zell Atzenbach und Mambach liegen im Tal der Wiese wahrend Adelsberg Gresgen Pfaffenberg und Riedichen mit 660 m 708 m 730 m und 650 m 710 m 5 deutlich hoher gelegen sind Nachbargemeinden von Zell sind im Uhrzeigersinn von Norden beginnend Kleines Wiesental Frohnd Hag Ehrsberg Schopfheim und Hausen im Wiesental Aufgrund einer Waldexklave nordwestlich der eigentlichen Gemarkung zwischen den Hag Ehrsberger Ortsteilen Happach und Altenstein grenzt Zell ausserdem an Todtmoos und damit an den Landkreis Waldshut Stadtgliederung Bearbeiten Ortschaften und Wohnplatze Zur Stadt Zell im Wiesental mit den fruher selbststandigen Gemeinden Adelsberg Atzenbach Gresgen Mambach Pfaffenberg und Riedichen gehoren die Stadt Zell im Wiesental und 20 weitere Dorfer Weiler Zinken und Hofe oder Hauser Zur ehemaligen Gemeinde Adelsberg gehoren die Dorfer Adelsberg mit Ober und Unterdorf und Blauen Die ehemaligen Gemeinden Atzenbach und Gresgen bestehen nur aus den gleichnamigen Dorfern Zur ehemaligen Gemeinde Mambach gehoren das Dorf Mambach die Zinken Saufert und Silbersau der Hof Muhlschau das Haus Baumwollspinnerei und die Bergklause Maria Frieden Zur ehemaligen Gemeinde Pfaffenberg gehoren das Dorf Pfaffenberg der Weiler Kasern und die Zinken Helblingsmatt und Hollbuhl Biegematthof Zur ehemaligen Gemeinde Riedichen gehoren das Dorf Riedichen der Weiler Gaisbuhl und die Zinken Gruneck und Hutten Zur Stadt Zell im Wiesental in den Grenzen vom 29 Februar 1972 gehoren die Stadt Zell im Wiesental und die Hofe Oberer Henschenberg und Unterer Henschenberg Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Atzenbach liegen die Wustungen Itzingen Schowingen und Zizingen 6 Im Zuge der Sakularisation des Klosters St Blasien erhielten Zell im Wiesental und einige Teilorte Waldgebiete nordwestlich der eigentlichen Gemarkung geschenkt die zu den noch heute bestehenden von Hag Ehrsberg und Todtmoos umschlossenen Exklaven fuhrten Von den Gebieten entfallen 156 Hektar zwischen Happach dem Weiler Forsthof und der Hohe Muttlen auf Zell 7 Zu Adelsberg gehoren 43 Hektar auf der Sagenhalde bei Schurberg Sage 8 zu Atzenbach 25 Hektar beim Kupferbuhl westlich von Forsthof und dem St Antoni Pass 9 und auf Riedichen entfallen 24 Hektar beim Dietenschwander Kopf 10 Die fruher selbststandigen und in den 1970er Jahren eingemeindeten Gemeinden bilden Ortschaften im Sinne der baden wurttembergischen Gemeindeordnung mit eigenen Ortschaftsraten und Ortsvorstehern als dessen Vorsitzende Geologie Bearbeiten Das Zeller Bergland bildet einen sudlichen Auslaufer des Schwarzwaldes in dem zwei Gesteinstypen vorherrschen Im Sudwesten an der Grenze zu Hausen findet sich Malsburger Granit nordostlich hiervon um Hohe Mohr und Zeller Blauen dominiert Mambacher Syntexit Bei letzterem handelt sich um Magmatisches Gestein das durch eine Durchmischung von Magma mit metamorphen Sedimenten entstand In beiden Gesteinsregionen finden sich ausserdem zahlreiche in Nordwest Sudost Richtung verlaufende Granit und Porphyrgange In der Riss Kaltzeit war Zell vollstandig von Eis bedeckt in der Wurm Kaltzeit reichte der Wiesegletscher bis vor Atzenbach allfallige Moranen wurden allerdings wahrscheinlich von den Schmelzwassern und der Erosion weggewaschen 11 Klima Bearbeiten Aufgrund der grossen Hohendifferenzen in der Zeller Gemarkung bestehen auch deutliche Klimaunterschiede zwischen den verschiedenen Ortsteilen wobei die hoher gelegenen Ortsteile in der Regel niedrigere Temperaturen und hohere Niederschlagsmengen aufweisen die sich auch darin manifestieren dass die Apfelblute dort etwa 10 Tage spater als im Tal erfolgt 12 Eine Wetterstation besteht im Schopfheimer Ortsteil Eichen auf ahnlicher Hohe wie die Stadt Zell Die dort gemessenen Temperatur und Niederschlagswerte sind in der folgenden Tabelle wiedergegeben Monatliche Durchschnittstemperaturen und niederschlage fur Schopfheim Eichen Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov DezTemperatur C 0 7 1 0 4 0 8 1 12 4 15 8 17 9 16 9 13 7 8 8 3 6 0 2 O 8 5Niederschlag mm 105 2 88 1 92 2 93 4 110 4 110 9 92 9 110 1 83 3 86 8 100 5 111 2 S 1185T e m p e r a t u rJan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov DezN i e d e r s c h l a g 105 2 88 1 92 2 93 4 110 4 110 9 92 9 110 1 83 3 86 8 100 5 111 2 Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov DezQuelle 13 Seit 1987 besteht daruber hinaus eine Station im Zeller Ortsteil Pfaffenberg auf 730 m 1988 registrierte diese Station ein gegenuber Eichen um rund 550 mm hoheres Niederschlagsniveau 12 Naturlandschaft Bearbeiten Das gesamte Gemeindegebiet Zells ist Teil des Naturparks Sudschwarzwald und des Biospharengebiet Schwarzwald 14 Daneben hat Zell noch Anteil an zwei Fauna Flora Habitat FFH Gebieten 111 87 Hektar der Gemarkung gehoren zum FFH Gebiet Weidfelder im Oberen Wiesental Die fur den Hochschwarzwald typische Kulturlandschaft aus Weidfeldern Buchenwaldern und Wiesenbachen hat eine Gesamtflache von mehr als 1700 Hektar und bietet unter anderem Lebensraum fur Groppe Bachneunauge Grunes Gabelzahnmoos Spanische Fahne und Grosses Mausohr 15 3 53 Hektar der Gemarkung gehoren ausserdem zum FFH Gebiet Rottler Wald Es handelt sich dabei um ein uber mehrere Gemeinden verteiltes mehr als 2500 Hektar grosses strukturreiches Wald und Wiesengebiet mit Buchenaltbestanden Zu den darin heimischen Arten gehoren die Gelbbauchunke der Hirschkafer die Helm Azurjungfer das Grune Gabelzahnmoos die Bechstein und die Wimperfledermaus sowie das Grosse Mausohr 16 Ein kleines Gemarkungsstuck von 1 71 Hektar ist daruber hinaus Teil der SPA Sudschwarzwald Gesamtflache 33 515 91 Hektar zu dessen Arteninventar unter anderem der Uhu Wanderfalke Schwarzmilan Wespenbussard und der Zitronengirlitz gehoren 17 Ausserdem befinden sich auf Zeller Gemarkung sieben Naturdenkmaler Dabei handelt es sich um die Bergkuppe des Rummelesbuhl bei Gresgen die Atzenbacher Wasserfalle die Hollwasserfalle bei Pfaffenberg die Fischbach Wasserfalle bei Zell sowie um drei Baume Eine einzelstehende Weide Linde im Moosrain bei Pfaffenberg die Fichte Einsame Tanne in der Nahe der Hohen Mohr sowie eine Weidbuche im Erlenboden bei Gresgen 18 Geschichte BearbeitenErste Besiedlung und Erwahnung Bearbeiten Zell wurde vermutlich um das Jahr 1000 als Monchskolonie oder Einsiedelei cella des Sackinger Fridolinsklosters Sackingen gegrundet 19 Erstmals urkundlich erwahnt wurde Zell im Jahr 1275 im Zehntbuch der Diozese Konstanz Darin werden von Pfarrer Waltherus in Celle zwei Raten zu 34 und 33 Pfund Basler Wahrung als Kreuzzugszehnt verlangt 20 Von den heutigen Ortsteilen wurden Atzenbach und Gresgen noch vor Zell urkundlich genannt Beide tauchen als Atzo und Greszkon in einer Schenkungsurkunde von Walcho von Waldeck aus dem Jahr 1113 auf Der Ortsname Gresgen beruht dabei wohl auf Grasinchoven ein Name der auf eine Entstehung im 9 oder 10 Jahrhundert hindeutet Die anderen Ortsteile wurden allesamt erst spater erwahnt Mambach im Jahre 1377 Pfaffenberg und Riedichen gemeinsam mit dem Gaisbuhl aber ohne das bereits 1396 erwahnte Kasern im Sackinger Zinsrodel des Jahres 1439 Dasselbe gilt auch fur den Adelsberg in dem allerdings ein vermutlich aus dem 13 Jahrhundert stammender Wohnturm besteht 21 Dinghof und Vogtei des Stifts Sackingen Bearbeiten Die Besitzverhaltnisse auf der heutigen Zeller Gemarkung waren gepragt von zahlreichen Herrschaften Anspruchen und Rechten siehe hierzu auch den Artikel zur Geschichte des Wiesentals Zu erwahnen sind hierbei vor allem die Kloster St Blasien und Sackingen sowie die Herren von Stein und die Rottelsche Seitenlinie derer von Rotenberg die vor allem in Gresgen begutert war 22 Nach mehrmaligen Schenkungen kam es aber dann zu einer gewissen Konsolidierung wobei das gesamte heutige Gemeindegebiet mit Ausnahme Gresgens an das Stift Sackingen und dadurch an die Habsburger Vorderosterreich Gresgen unter markgraflich badische Oberherrschaft gelangte Zell bildete dabei den Hauptort eines Dinghofes bzw einer Vogtei Diese umfasste mit Ausnahme Gresgens die gesamte Flache der heutigen politischen Gemeinden Zell und Hag Ehrsberg eine Flache von rund 5200 Hektar 23 Das Meieramt uber den Hof war im 14 Jahrhundert von der Familie derer von Stein Altenstein auf die mit ihnen verwandten Schonauer ubergegangen die dadurch eine bis 1831 andauernde Grundherrschaft uber die Vogtei begrunden konnten 24 Die Lokalisation der Burg Altenstein ist umstritten die den Herren vom Stein gehorende Burg wird entweder beim gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Hag Ehrsberg oder auf dem Henschenberg bei Zell vermutet 25 Grundherrschaft der Herren von Schonau Bearbeiten Constanze Weber wurde am 5 Januar 1762 als Tochter des Amtmanns Fridolin Weber in Zell geboren Die Verwaltung der Vogtei oblag zum einen dem von der Burgerschaft auf zwei Jahre gewahlten Vogt zum andern dem vom herrschaftlichen Haus bestimmten Amtmann 26 Bekanntester Amtmann war dabei sicherlich Franz Fridolin Weber der Onkel von Carl Maria von Weber und Schwiegervater Mozarts der das Amt von 1754 bis 1763 bekleidete Zwischen den verschiedenen Instanzen Stift Sackingen herrschaftliche Familie Schonau und der Vogtei kam es vor allem ab dem 16 Jahrhundert als die Schonauer immer mehr Befugnisse und Rechte erlangten und auf eine Grundherrschaft anstatt eines stiftschen Lehens drangen zu Streitigkeiten und Prozessen Zwar musste die adlige Grundherrschaft einige Ruckschlage erleiden ab 1601 sprach der Sackingsche Lehensbrief fur die Herren von Schonau aber nicht mehr vom Meieramt sondern von der hohen und niederen Gerichtsbarkeit uber die Dorfer der Vogtei Zell 27 Neben diesen Streitigkeiten wurde die Bevolkerung von Kriegen und den damit verbundenen Fronen und Abgaben geplagt Im Zuge des Krieges zwischen Osterreich und der Eidgenossenschaft siehe auch Schlacht bei St Jakob an der Birs zogen Ende des 15 Jahrhunderts plundernde Armagnaken durch die Gegend wobei es angeblich nordlich von Zell bei Schonenbuchen zu einem Gefecht zwischen zwei Armagnakengruppen kam 1446 erfolgte ausserdem ein Feldzug der Basler gegen die vorderosterreichischen Besitzungen der Habsburger in dessen Verlauf auch Zell am Ostermontag geplundert wurde Zum Schutz gegen umherziehende Plunderer errichtete die Bevolkerung vielerorten sogenannte Landhage alemannisch Hag fur einen Zaun Von einem solchen Hag konnte sich auch die Unterteilung der Vogtei Zell in Vorderhag die heutige Gemeinde Zell ohne Gresgen und Hinterhag die heutige Gemeinde Hag Ehrsberg ableiten 28 Eine alternative Deutung sieht in dem namensgebenden Hag einen Schutzwall gegen die Ausbreitung einer Seuche 29 Weiteres Ungemach folgte wahrend des Dreissigjahrigen Krieges Aufgrund der durch das Wiesental verlaufenden konfessionellen Grenze zwischen dem katholischen Vorderosterreich und dem protestantischen Baden Durlach kam es insbesondere in der zweiten Kriegshalfte zu mehreren Kriegshandlungen im badischen Oberland Schwedische und kaiserliche Truppen lieferten sich Gefechte und besetzten im oftmaligen Wechsel Gebiete plunderten und brandschatzten Zell wurde von schwedischen Truppen besetzt wobei der Turm der Pfarrkirche in Brand gesetzt wurde 30 Weitere Kriegslasten und schaden entstanden im Zuge der Kriege Ludwigs XIV wobei Zell aber offenbar im Vergleich zu anderen Ortschaften wie Schonau oder Schopfheim recht glucklich davonkam und nur unter Besatzungskosten und Frondiensten zur Errichtung des von Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden Baden konzipierten Verteidigungssystems im Schwarzwald zu leiden hatte Ahnlich erging es den Zellern im Spanischen Erbfolgekrieg Im Polnischen und Osterreichischen Erbfolgekrieg dagegen wurde die Stadt neben Einquartierungen und Frondiensten auch mehrmals von den Franzosen besetzt und mit hohen Kontributionen belegt 1735 nahmen die Franzosen dabei den Amtmann den Vogt und acht weitere Burger und Geschworene als Geiseln mit nach Huningen Ebenfalls besetzt wurde Zell im Jahr 1796 im Zuge des Ersten Koalitionskrieges Am 22 Oktober kam es dabei auf der Schwarznau zum Gefecht zwischen den Franzosen auf der einen Seite und 400 kaiserlichen Soldaten sowie Wiesentaler Miliz auf der anderen Seite Die Franzosen wurden zum Ruckzug aus dem Wiesental gezwungen allerdings waren sechs Burger der Zeller Vogtei gefallen acht weitere waren verwundet worden Zu einem weiteren Gefecht kam es 1799 als ein Angriff der Franzosen von einer osterreichischen Scharfschutzenkompanie abgeschlagen wurde 31 Fruhe Industrialisierung Bearbeiten Untrennbar mit der Industrialisierung in Zell verbunden ist der Name des Vogtes Meinrad Montfort und seines Bruders Peter 1776 beantragte der Vogt die Genehmigung fur den Bau einer Hammerschmiede Die vorderosterreichische Regierung genehmigte und unterstutzte das Vorhaben gegen den Widerstand der Gemeinde und der Bevolkerung die eine grossere Brandgefahr befurchtete In der Folge kam es zu Beschadigungen der im Bau befindlichen Schmiede was darin mundete dass eine Militarabteilung nach Zell beordert wurde und mehrere Burger ins Zuchthaus kamen Nach weiterem administrativem Hin und Her erwarben die Gebruder Montfort schliesslich ein Gelande auf der Schwarznau im Suden der Stadt und errichteten dort ihre Hammerschmiede 32 Neben der Hammerschmiede betatigte sich Montfort auch auf dem Gebiet der Textilherstellung im Verlagswesen Er liess in Zell Baumwolle spinnen und liess Weber aus Augsburg kommen um die Einheimischen auch in dieser Tatigkeit auszubilden Daneben betrieben er und sein Bruder auch eine Muhle eine Brauerei und eine Bleicherei 33 Im Zuge der Franzosischen Revolution und der spater von Napoleon Bonaparte verhangten Kontinentalsperre kamen die Montfortschen Unternehmungen allerdings in Schwierigkeiten die Baumwollfabrik ging ein einzig eine kleine Baumwollweberei uberlebte bis sie 1837 verkauft wurde Die Hammerschmiede wurde 1856 an den Hausener Jakob Bernauer verkauft und zu einer Giesserei umgebaut 34 Badische Stadt Bearbeiten Grossherzog Karl Friedrich von Baden verlieh Zell 1810 die Stadtrechte Durch den Frieden von Pressburg fiel Vorderosterreich und mit ihm die Vogtei Zell an Baden das 1806 zum Grossherzogtum avancierte Dem neuen Grossherzogtum fiel auch der Besitz der Abtei St Blasien zu zu dem unter anderem auch Wald zwischen Todtmoos und dem Hinterhag gehorte Dieser Superioriatswald wurde Zell und den umliegenden Dorfern vom neuen Grossherzog geschenkt 35 Diese Schenkung bildete die Grundlage fur die spater entstandene Waldexklave der Gemeinde Zell zwischen Hag Ehrsberg und Todtmoos Im Jahr 1810 erhielt Zell ausserdem durch Grossherzog Karl Friedrich das Stadtrecht verliehen Daruber hinaus wurde die ehemalige Vogtei Zell aufgelost Der Hinterhag hatte bereits seit 1779 eine eigene Pfarrei Hag 36 darauf folgende Gesuche um politische Unabhangigkeit waren allerdings abgelehnt worden Am 1 Juni 1811 wurde dann jedoch beschlossen die Vogtei Hinterhag auf die neuen Gemeinden Hag und Ehrsberg aufzuteilen und von Zell abzutrennen 37 Im gleichen Jahr wurden ausserdem die Gemeinden Adelsberg Atzenbach Mambach Pfaffenberg und Riedichen gegrundet und ebenfalls von Zell getrennt 38 wodurch die Stadt Zell auf die eigentliche Kernstadt beschrankt war Die ubergeordnete Verwaltungsbehorde fur die neuen Gemeinden wurde das Amt Schonau fur die bereits bestehende Gemeinde Gresgen wurde 1809 das Amt Schopfheim zustandig 39 Am 23 Juli 1818 wurde die Stadt durch einen Grossbrand fast vollstandig zerstort Innerhalb einer halben Stunde brannten 64 Hauser nieder insgesamt wurden 72 zerstort zwei Frauen starben infolge des Brandes 40 Der Wiederaufbau erfolgte nach grundlegend neuen Planen und gab der Stadt ihren heutigen Kern Einer der ehemaligen Textilbetriebe in Zell Die 48er Revolutionen und das Erstarken der Textilindustrie Bearbeiten Die Montfortschen Unternehmungen hatten Ende des 18 Jahrhunderts zwar keinen langfristigen Erfolg gehabt legten aber den Grundstein fur die endgultige Industrialisierung der Stadt die dann in der ersten Halfte des 19 Jahrhunderts einsetzte als Schweizer Fabrikanten vermehrt im Wiesental investierten Im Jahr 1819 errichtete Peter Kochlin eine Handweberei mit 250 Webstuhlen die 1840 in eine Spinnerei umgewandelt wurde 1837 ubernahm Kochlin ausserdem eine insolvente Muhle und richtete auf dem Gelande eine mechanische Baumwollschlichterei ein ein Zuliefererbetrieb fur seine Handweberei Kochlins Sohn Johann Albert erbaute 1853 eine Weberei in der die Webstuhle von Wasserkraft angetrieben wurden Im selben Jahr wurde ausserdem auf dem Gelande der ehemaligen Montfortschen Cotton Weberei eine Florettspinnerei Bolger und Ringwald eingerichtet Vier Jahre zuvor im Jahr 1849 war ausserdem in Atzenbach eine Spinnerei gegrundet worden 41 In die Zeit der zunehmenden Industrialisierung Zells fiel auch die Badische Revolution von 1848 49 In Zell bestand unter Leitung mehrerer Wirte darunter auch Peter Montfort und des Burgermeisters Alois Thoma ein demokratischer Volksverein So kann nicht verwundern dass sich 80 Zeller dem Heckerzug anschlossen als dieser am 18 April 1848 rund 1000 Mann stark durch die Stadt zog Zwei Tage spater marschierten auch Franz Sigels Revolutionare durch Zell Richtung Schopfheim kamen allerdings schon tags darauf wieder zuruck nachdem sie von der Niederlage Heckers im Gefecht auf der Scheideck erfahren hatten Als dritte Gruppe zog schliesslich am 26 April Georg Herweghs Deutsche Legion in der Stadt ein um zu rasten Da Regierungstruppen jedoch bereits in Schonau und Schopfheim waren brachen die Legionare nach Rast und Diskussion wieder auf und wurden schliesslich bei Niederdossenbach besiegt Auch Gustav Struve zog durch Zell Nach Niederschlagung der Mairevolution 1849 wurden Teile eines preussischen Infanterieregiments in der Stadt stationiert Im Vergleich zu nahen Gemeinden hatte Zell recht hohe Kriegskosten von fast 2500 Gulden zu tragen 42 Zell wird Industriestadt Bearbeiten Nach dem Ende der Badischen Revolution trat eine gewisse Stabilitat ein kurz unterbrochen von den Reichseinigungskriegen in denen auch mehrere Zeller dienen mussten Im Rahmen des Deutsch Franzosischen Krieges war dabei ein Todesfall zu beklagen 43 Die Industrie in Zell wuchs in dieser Zeit weiter an und es kam sowohl zu einer Verschiebung der Bevolkerung als immer mehr Menschen aus den Bergdorfern Adelsberg Pfaffenberg und Riedichen nach Atzenbach und Zell zogen als auch zu einem generellen Bevolkerungswachstum Die Bevolkerung des heutigen Stadtgebietes wuchs zwischen 1852 und 1910 um 58 6 auf 6046 Bewohner Die Bevolkerung der Kernstadt Zell wuchs im selben Zeitraum um 158 7 was die Ungleichmassigkeit dieses Wachstums und die Anziehungskraft der im Tal angesiedelten Fabriken zeigt 44 Eroffnungszug des Todtnauerli am 7 Juli 1889 in Todtnau Am 5 Juni 1876 erhielt Zell ausserdem Anschluss an die Wiesentalbahn rund 13 Jahre spater am 7 Juli 1889 wurde ausserdem die Bahnstrecke Zell im Wiesental Todtnau im Volksmund als Todtnauerli bekannt eroffnet In derselben Zeit ergaben sich fur die Zeller Textilindustrie wichtige und pragende Besitzveranderungen 1883 erwarben Gottfried Fessmann und Theodor Hecker aus Kirchheim Teck die Kochlinsche Spinnerei die in der Folgezeit unter dem Namen Fessmann und Hecker stark anwuchs und zu einem der wichtigsten Zeller Betriebe wurde Ein weiterer wichtiger Betrieb entstand 1880 als der Freiburger Bankier Christian Mez die ehemals von Albert Kochlin betriebene Weberei erwarb und sie als Mechanische Weberei Zell weiter ausbaute und schliesslich in eine Aktiengesellschaft uberfuhrte 1889 betrieb die Webi 550 Webstuhle und in der Zeit danach wuchs das Unternehmen durch Errichtung einer Fabrik in Hottingen und des Zukaufs der Weberei im Hager Ortsteil Rohmatt noch weiter 45 Die Florettspinnerei Bogler und Ringwald hatte ebenfalls mehrmals den Besitzer gewechselt ab 1893 firmierte sie als Zimerlin Forcart amp Cie Die Spinnerei Atzenbach ubernahm 1894 eine Kammgarnspinnerei in Mambach und fusionierte 1910 mit der Spinnerei in Schopfheim 46 Das zunehmende Wachstum der Textilindustrie und ihr Bedarf an Maschinen sorgte auch fur das Entstehen von Maschinenbauunternehmen 1885 grundete Karl Wittig eine Maschinenfabrik in der Innenstadt und 1898 erwarb Josef Kruckels auf der ausseren Schwarznau im Suden der Gemarkung das Gelande einer in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Firma und errichtete eine auf die Herstellung von Textilmaschinen spezialisierte Fabrik Hauptprodukt war eine von Kruckels entworfene Schlichtmaschine 47 Historische Karte von Adelsberg Atzenbach Blauen Riedichen und Zell im Wiesental Neben den bereits genannten Unternehmen entstanden in der zweiten Halfte des 19 Jahrhunderts in Zell noch weitere Betriebe so zum Beispiel Fabriken zur Herstellung von Zellulose Leder und Papierhulsen Das Wachstum der Zeller Industrie lief dabei nicht ohne Ruckschlage ab mehrmals kam es zu Branden 1903 in der Spinnerei Fessmann amp Hecker 1909 in der Weberei und 1902 ging eine seit 1850 bestehende Maschinenbaufabrik Konkurs 48 Ein weiterer Einschnitt kam mit dem Ersten Weltkrieg zahlreiche Fabriken mussten auf Kriegsproduktion umstellen sodass in Zell nun Granaten gedreht und Holzschuhboden sowie nitrierte Zellulose hergestellt wurden 49 Die leistungsfahige Spinnerei Fessmann amp Hecker war eine der wenigen badischen Fabriken denen die Fortsetzung der Garnproduktion erlaubt wurde 50 Von einer direkten Einwirkung des Krieges blieb die Stadt Zell vom gelegentlichen Abwerfen franzosischer Flugblatter abgesehen verschont Allerdings wurden im stadtischen Krankenhaus und im Gebaude der Gewerbeschule Lazarette eingerichtet und allein aus der Stadt Zell mussten 657 junge Manner in der Armee dienen wovon 124 verstarben 51 Bezogen auf das heutige Gemeindegebiet betrugen die Verluste 204 Gefallene und 9 Vermisste 52 Die Wiesentaler Textilunruhen Bearbeiten Nach dem Weltkrieg kehrte die Zeller Textilindustrie wieder zu ihrer alten Produktion zuruck 1920 beschaftigte die Zeller Weberei 570 Personen 53 die Spinnerei Fessmann und Hecker hatte ein Jahr spater 330 Arbeitskrafte 50 Im selben Jahr fusionierten die Mechanische Weberei Zell mit der Spinnerei und Weberei Schonau zur Spinnereien und Webereien Zell Schonau AG die nunmehr uber 1200 Beschaftigte hatte Weitere 412 Menschen waren in der Zimerlin Forcart amp Cie Spinnerei beschaftigt die inzwischen nach dem Schappe Verfahren spann 54 Die dem Ersten Weltkrieg folgende Hyperinflation traf Zell ab Sommer 1923 mit voller Wucht die Banken konnten nicht mehr genugend Bargeld heranschaffen weshalb die Arbeiter ihre Lohne oft nur mit Verzogerungen und den damit verbundenen Kaufkraftverlusten erhielten Unter den Arbeitern wuchs die Unzufriedenheit und insbesondere in Zell hatten die Kommunisten Zulauf Am 14 September 1923 begann in Lorrach ein Generalstreik woraufhin die Stadt von 300 Schutzpolizisten besetzt wurde Drei Tage darauf am 17 September begann auch in Zell ein Streik Noch am selben Tag kam es allerdings zu einer Einigung mit den Arbeitgebern die den Arbeitern eine wirtschaftliche Beihilfe von 50 Schweizer Franken zusagten Tags darauf kam es zu einer weiteren an die Landesregierung gerichteten Protestaktion die in Zell aber im Gegensatz zu Schopfheim friedlich verlief Am gleichen Tag wurde uber die Amtsbezirke Schopfheim Lorrach Schonau und Sackingen der Ausnahmezustand verhangt 55 Zell kam dennoch nicht zur Ruhe im November wurde ein Umsturzplan aufgedeckt der das Ziel hatte eine kommunistische Suddeutsche Republik zu errichten eine aus Waldshut herbeibeordnete Polizeihundertschaft fand Munitions und Sprengstoffvorrate 32 Zuchthausstrafen wurden verhangt 17 davon gegen Zeller Burger 56 1925 stellte die Zeller Zellulosefabrik mit bis dato 150 Beschaftigten ihre Produktion ein zehn Jahre spater wanderte die Maschinenbaufabrik Wittig nach Schopfheim ab 57 Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg Bearbeiten Gleich nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten kam es zu Verhaftungen von Kommunisten 58 Vereine und Parteien wurden bald aufgelost oder gleichgeschaltet Durch die 1935 beschlossene Gemeindeordnung verlor Zell das Stadtrecht und wurde mittlere Gemeinde Mehrere Strassen in Zell wurden zu Ehren von prominenten Nationalsozialisten wie Adolf Hitler oder Robert Wagner umbenannt In Zell entstand ein Lager des weiblichen Reichsarbeitsdienstes und als Kurstadt der 100 Spazierwege wurde die Stadt ein Ziel von KdF Reisen Als katholisch gepragte Stadt waren Zell und die umliegenden Gemeinden schon zu Zeiten der Weimarer Republik keine Hochburgen der NSDAP gewesen siehe Abschnitt Politik Dies bestatigte sich auch 1938 als im Zuge des Anschlusses Osterreichs 118 von 2500 Zeller Wahlern mit Nein stimmten In der Folge wurden die Hauser mutmasslicher Neinstimmer mit dem Schriftzug 118er beschmiert der Geistliche Rat Augustin Scher wurde ebenfalls als 118er und obendrein als Volksverrater bezeichnet Eine judische ehemalige Lehrerin wurde 1938 verhaftet konnte aber spater offenbar nach Frankreich fliehen und kehrte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nach Zell zuruck Im Zuge der Wagner Burckel Aktion 1940 wurde eine judische Person nach Gurs deportiert 59 Im Zweiten Weltkrieg musste die Zeller Industrie wieder ihre Produktion umstellen es wurden nun Fliegerbomben bearbeitet Kartuschen und Zunder fur Granaten hergestellt In der Vistra und Schappe ehemals Zimmerlin Forcart amp Cie Spinnerei wurden ausserdem Schaltschranke fur V2 Raketen gefertigt 1944 wurde Zell von Jagdbombern angegriffen wobei es zu einem Todesfall kam Ein Jahr spater wurde am Grendel Richtung Hausen eine Verteidigungslinie gegen die anruckenden Franzosen errichtet und die Wiesebrucke zur Sprengung vorbereitet ihre Zerstorung wurde allerdings durch einen Pionierfeldwebel namens Willi Grasslin verhindert Zum Kampf um Zell kam es nicht als die Franzosen am 25 April nicht wie erwartet von Hausen aus sondern uber Gresgen kommend einmarschierten war die Stadt weiss beflaggt 60 Auf die heutige Gemeinde bezogen verlor Zell im Zweiten Weltkrieg 429 Menschen davon 117 Vermisste 61 Niedergang der Textilindustrie Bearbeiten Die ehemalige Spinnerei Atzenbach zwischen Zell und Atzenbach Im Hintergrund das Zeller Viertel Gronland Die Zeller Textilindustrie hatte die erneute Kriegsproduktion und die franzosischen Demontagen zunachst gut uberstanden Die Zell Schonau AG investierte in neue Maschinen und etablierte mit ihrer Irisette Bettwasche eine erfolgreiche Marke in Nachkriegsdeutschland Bereits in den 1960er Jahren begann es allerdings zu kriseln Die Spinnerei Fessmann und Hecker grundete unter den Namen Zellaerosol und Zellplastik Tochterunternehmen die sich auf die Abfullung von Spraydosen konzentrierten und verlagerte nach und nach ihr Geschaft in diesen Zweig 62 Die rund 400 Menschen beschaftigende Spinnerei wurde Ende der 1960er Jahre aufgegeben 50 eine kleine Textilproduktion blieb bis 1985 aufrechterhalten 63 Die 1962 erneut umbenannte Schappe GmbH und die Zell Schonau AG produzierten vorerst weiter die Zell Schonau AG ubernahm dabei 1965 die Spinnerei Atzenbach 64 1970 bestanden in Zell noch 1515 Textilarbeitsplatze eine Zahl die aber in der Folgezeit aufgrund von Rationalisierungsmassnahmen weiter sank 65 Auch das Todtnauerli blieb von Problemen nicht verschont im September 1966 wurde auf der Oberen Wiesentalbahn der Personenverkehr ein Jahr spater auch der Guterverkehr eingestellt Die Gleisanlagen wurden restlos abgebaut und die ehemalige Strecke ist inzwischen zu einem Bahntrassenradweg umgewandelt worden Ab Ende der 1960er Jahre kam es bei den beiden verbleibenden Textilfirmen auch zu mehreren Besitzwechseln wobei die Schappe GmbH an den amerikanischen Hersteller Burlington die Zell Schonau AG zunachst an die Backnanger Firma Adolff spater an die Firma Drews in Schrozberg kam 66 Schon in den 70er Jahren war die Zeller Industrie aber wieder in der Krise 1974 schloss die Schappe GmbH ihre Tore 67 die Zell Schonau AG schloss 1977 Fabrikationsstandorte im Elsass und in Rohmatt 68 Durch diese und andere Massnahmen halbierte das Unternehmen in den sechs Jahren zwischen 1972 und 1978 seinen Personalbestand von 4000 auf 2000 Beschaftigte 68 konnte aber den Niedergang nicht aufhalten 1987 gab es in Zell nur noch 574 Textilarbeitsplatze und vier Jahre spater waren alle der Zell Schonau gehorenden Betriebe geschlossen 68 Eingemeindungen Bearbeiten In den Jahren von 1972 bis 1975 wurden im Rahmen der Gebietsreform in Baden Wurttemberg die Gemeinden Adelsberg 1 Januar 1974 Atzenbach 1 Januar 1975 Gresgen 1 Oktober 1974 Mambach 1 Januar 1975 Pfaffenberg 1 Januar 1975 und Riedichen 1 Marz 1972 eingemeindet 69 Damit wurde der einstige Vorderhag der Vogtei Zell wieder vereinigt und um die vormals badische Gemeinde Gresgen erweitert Mit dem Hinterhag der als Gemeinde Hag Ehrsberg ebenfalls wieder vereinigt wurde wurde ausserdem eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft begrundet Wappen der ehemaligen Gemeinden Adelsberg Atzenbach Gresgen Mambach Pfaffenberg RiedichenBevolkerung BearbeitenAm 31 Dezember 2009 hatte Zell 5987 Einwohner davon rund 15 Prozent Auslander Das Durchschnittsalter liegt bei 42 9 Jahren Frauen beziehungsweise 40 3 Jahren Manner die durchschnittliche Haushaltsgrosse lag 2006 mit 2 4 Personen leicht uber dem Landesschnitt von 2 2 70 Im Dezember 2016 betrug die Einwohnerzahl in Zell 6226 Religion Bearbeiten Das heutige Stadtgebiet war ab der Reformationszeit geteilt Die vorderosterreichischen Ortsteile Zell Atzenbach Mambach Adelsberg Riedichen und Pfaffenberg blieben katholisch wahrend das badische Gresgen protestantisch wurde Die zunehmende Industrialisierung fuhrte in der zweiten Halfte des 19 Jahrhunderts zum Zuzug von Protestanten in die Talorte Mambach Atzenbach und Zell wo sie im Jahr 1895 schon rund 27 3 der Bevolkerung ausmachten Die Bergorte Gresgen Adelsberg Riedichen und Pfaffenberg dagegen behielten ihre konfessionelle Homogenitat bei Bemerkenswert ist ausserdem dass sich in Zell Anfang des 20 Jahrhunderts auch eine relativ starke altkatholische Gemeinde bildete Das Verhaltnis zwischen Katholiken und Protestanten blieb in der Gesamtgemeinde seither relativ konstant 1987 bekannten sich 26 8 der Bevolkerung zum Protestantismus 61 7 zum Katholizismus 71 Wahrend vieler Jahrhunderte bildete die gesamte Vogtei Zell zugleich eine Pfarrei 1779 kam es allerdings zur Loslosung des Hinterhages fur den eine eigene Pfarrei Hag geschaffen wurde 72 Eine weitere Loslosung erfolgte im Februar 1942 als die Kuratie Atzenbach geschaffen wurde die spater zur Pfarrei Atzenbach wurde und die damals selbststandigen Gemeinden Atzenbach Mambach Riedichen und Pfaffenberg betreute 73 Die drei katholischen Pfarreien St Michael in Hag Maria Himmelfahrt in Atzenbach und St Fridolin in Zell bestehen heute noch bilden allerdings gemeinsam die Seelsorgeeinheit Zell im Wiesental 74 des Dekanats Wiesental im Erzbistum Freiburg Die evangelische Gemeinde in Zell wurde zunachst von Hausen aus betreut 1879 begannen Bemuhungen eine eigene Gemeinde zu errichten und zu Weihnachten desselben Jahres wurde im Gasthaussaal des Lowen der erste evangelische Gottesdienst in Zell abgehalten 1886 wurde erstmals ein Pastorationsgeistlicher nach Zell berufen und 1892 wurde schliesslich die evangelische Pfarrei in Zell eingerichtet 75 Eine Sonderrolle nimmt hierbei wiederum Gresgen ein in dem bereits im Jahr 1267 eine eigene Kirche belegt ist Gresgen gehorte zunachst offenbar ebenfalls zur Zeller Pfarrei mit Einfuhrung der Reformation in Baden Durlach im Jahr 1556 wurde der Ort allerdings der Pfarrei Tegernau zugeteilt Die Bevolkerung wehrte sich zunachst gegen den angeordneten Glaubenswechsel markgrafliche Strafandrohungen setzen die Reformation schliesslich aber durch und Gresgen kam zur evangelischen Pfarrei Tegernau zu der es noch heute gehort 76 Sowohl die Pfarrei Zell als auch die Pfarrei Tegernau und damit das gesamte Zeller Stadtgebiet gehoren heute zur Region Schopfheim im Evangelischen Kirchenbezirk Markgraflerland der Evangelischen Landeskirche in Baden 1874 wurde in Zell ein altkatholischer Verein gegrundet aus dem sich in der Folgezeit eine Kirchengemeinde entwickelte die zur Gemeinde gehorige Christuskirche wurde im Jahr 1891 begonnen und 1892 vollendet Zeitweise war die altkatholische Gemeinde in Zell fur die Seelsorge von 381 Altkatholiken im gesamten Landkreis Lorrach zustandig die Anzahl der Mitglieder nahm im Laufe des 20 Jahrhunderts allerdings stetig ab sodass das Kirchspiel Zell 1978 aufgelost wurde fur die Zeller Altkatholiken ist seither die Kirchengemeinde Sackingen zustandig 77 Seit 1950 besteht in Zell ausserdem eine Gemeinde der Neuapostolischen Kirche 78 Mundart Bearbeiten Zell im Wiesental gehort wie das restliche Wiesental zum Hochalemannischen Sprachraum Charakteristisch fur den Dialekt ist die Lautverschiebung von k im Anlaut zu ch Chind Chopf Chuchichaschtli Das Wiesentaler Alemannisch ist jedoch nicht homogen sondern unterscheidet sich von Ort zu Ort Als Beispiel fur die lokale Mundart konnen die Gedichte des Zeller Hebelpreistragers Gerhard Jung angesehen werden Politik BearbeitenKommunalwahl 2019 Wahlbeteiligung 56 6 2014 50 7 403020100 32 3 23 3 13 3 23 3 7 3 SPDCDUFWBFGrune Gewinne und Verluste im Vergleich zu 2014 p 25 20 15 10 5 0 5 10 15 10 6 p 11 0 p 9 6 p 23 3 p 7 3 pSPDCDUFWBFGruneVorlage Wahldiagramm Wartung Neues Ergebnis nicht 100 Gemeinderat Bearbeiten Die letzte Wahl zum Gemeinderat fand am 26 Mai 2019 statt Sie fuhrte bei einer Wahlbeteiligung von 56 6 5 9 zu folgendem Ergebnis 79 Das Burgerburo des Zeller RathausesPartei Stimmenanteil p Sitze SPD 32 3 10 5 6 2CDU 23 3 10 5 4 2FWV 13 3 0 9 6 3 1Burgerforum BF 23 3 23 3 4 4Grune 0 7 3 0 7 3 1 1 Veranderung zur Kommunalwahl 2014 Burgermeister Bearbeiten Die letzte Burgermeisterwahl fand am 22 Oktober 2017 statt Peter Palme wurde neu als Burgermeister in das Amt gewahlt Wahlen Bearbeiten Zell gehort zum Bundestagswahlkreis 282 Lorrach Mullheim und zum Landtagswahlkreis 58 Lorrach In Bezug auf die historischen Wahlergebnisse ist eine Dreiteilung des heutigen Gemeindegebietes ersichtlich In den konfessionell homogenen Dorfern Adelsberg Pfaffenberg Riedichen und Mambach dominierte vor dem Ersten Weltkrieg Deutsches Kaiserreich die katholische Zentrumspartei den Nationalliberalen gelangen hochstens punktuelle Erfolge Im ebenfalls recht homogenen aber protestantischen Gresgen dagegen errangen die Nationalliberalen zwischen 1877 und 1887 samtliche Stimmen mit Beginn des 20 Jahrhunderts wurden ausserdem die Sozialdemokraten zu einer wichtigen politischen Kraft Den dritten Block bildeten die konfessionell eher gemischten und mehr von der Industrie gepragten Talgemeinden Zell und Atzenbach wo sich wechselnde Mehrheiten ergaben und wo die Sozialdemokraten ebenfalls an Boden gewannen In der Weimarer Republik konnten die Sozialdemokraten insbesondere in Zell und Gresgen wo sie zur stimmenstarksten Partei wurden weiter dazugewinnen in Zell gewannen ausserdem die Kommunisten an Bedeutung Fasst man die Einzelergebnisse der damaligen Gemeinden zum heutigen Stadtgebiet zusammen so zeigt sich allerdings nach wie vor die bestimmende Rolle des Zentrums das 1932 45 6 der Stimmen erhielt Die Sozialdemokraten erreichten 13 4 die Kommunisten 15 7 und die Nationalsozialisten 16 2 der abgegebenen Stimmen 80 Die Aggregation verschleiert allerdings einiges an Variation zwischen den Gemeinden so stimmte z B bei den Wahlen im Marz 1933 keiner der 202 Gresger Wahler fur das Zentrum 114 dagegen fur die Nationalsozialisten In Pfaffenberg dagegen erhielt die NSDAP nur 14 von 83 Stimmen 81 Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die CDU als Nachfolgerin des Zentrums die bestimmende Partei die auch in Gresgen Wahler gewinnen konnte dort kehrte allerdings wieder die SPD in ihre vormals bestimmende Rolle zuruck Relativ hohe Stimmenanteile fur NPD und KPD in den 50er und 60er Jahren verschwanden im Laufe der Zeit wieder wahrend sich FDP und Grune etablieren konnten 82 Bundestagswahlen Zweitstimmen 70 Partei Stimmenanteil 2017 Stimmenanteil 2013CDU 35 6 43 2 SPD 22 1 24 6 FDP 9 5 5 5 Grune 11 6 10 6 Die Linke 5 5 5 9 AfD 10 7 5 2 Sonstige 5 5 Landtagswahlen 70 Partei Stimmenanteil 2021 Stimmenanteil 2016CDU 27 5 29 3 SPD 15 3 19 4 Grune 27 8 26 5 FDP 8 3 6 2 AfD 10 0 11 3 Sonstige 11 1 7 3 Stammwappen derer von Schonau Wappen Bearbeiten Die Blasonierung des Wappens lautet In Rot ein silberner Balken mit vier blauen Wellenlinien Die Farbgebung des Wappens erinnert an die historische Zugehorigkeit zu Vorderosterreich die vier blauen Wellen symbolisieren die Wiese Das Wappen wird in dieser Form seit 1975 verwendet davor war das Zeller Wappen enger an das derer von Schonau angelehnt 83 Stadtepartnerschaften Bearbeiten Partnerstadt von Zell ist die franzosische Stadt Embrun im Departement Hautes Alpes 84 Kultur und Sehenswurdigkeiten Bearbeiten Sudwestlicher Teil der Zeller Innenstadt mit der Altkatholischen Kirche links der Evangelischen Kirche rechts im Bild Ortsbild und Bauwerke Bearbeiten Kernstadt und Atzenbach Bearbeiten Im Suden des Stadtgebietes erstreckt sich Zell auf beiden Seiten der Wiese An ihrem rechten Ufer befindet sich das Wohngebiet Liebeck am linken Ufer die Schwarznau wo sich ein grosseres Industriegebiet mit Werken der Firmen Mahle und Benninger befindet Am linken Wieseufer entlang fuhrt auch die Bundesstrasse 317 die von Hausen herkommend hier durch die Stadt fuhrt Kurz nach dem ehemaligen Krankenhaus wird uber die Wiesebrucke die eigentliche Kernstadt am rechten Wiesenufer und den dahinterliegenden Hangen erreicht Hier kreuzen sich die beiden Zeller Hauptstrassen die in Nord Sud Richtung verlaufende Schopfheimer Strasse und die von Osten kommende Schonauer Strasse In nachster Umgebung zu der Kreuzung befinden sich das Rathaus das Burogebaude der Sparkasse Wiesental und die Constanze Mozart Gasse vormals Rathausgasse mit dem Zeller Fastnachtsbrunnen Nordlich an diese schliesst sich das katholische Pfarrheim und die Kirche St Fridolin an weiter westlich befindet sich ein kleiner Park mit dem Schwanenweiher Der Schwanenweiher Etwas westlich der Kernstadt wurde am Hans Fraulin Platz in der Nahe der Altkatholischen Kirche ein Pflege und Altenheim errichtet sudwestlich hiervon erstreckt sich der Zeller Stadtpark mit der evangelischen Kirche an seinem westlichen Ende Etwas oberhalb von dieser liegt das Zeller Schulgelande mit der Gerhard Jung Schule der Montfort Realschule der Johann Faller Forderschule und der Sporthalle Noch weiter sudwestlich der Schulen befindet sich der Zeller Bahnhof um ihn herum ist ein weiteres Gewerbegebiet mit einem Mahle Werk nordlich und der Zellaerosol GmbH sudlich der Gleisanlage Sudostlich der Kernstadt zwischen Wiese und Stadtkern befindet sich das Webi Areal auf dem die fruhere Weberei der Zell Schonau AG stand Inzwischen sind hier unter anderem mehrere Supermarkte das Textil Museum s u und einige kleinere Betriebe angesiedelt Weiter in Richtung Osten verengt sich die Stadt zwischen Wiese und Berghang recht stark bevor sie sich fur das Wohngebiet Gronland im Nordosten des Stadtgebietes wieder deutlich verbreitert Am Gronland schliesst das Zeller Strassennetz auch wieder an die B317 die von nun an auf dem rechten Ufer entlangfuhrt an und ostlich davon erstreckt sich Atzenbach wobei aufgrund des langgezogenen Gebaudes der ehemaligen Spinnerei Atzenbach fur den Beobachter nur schwer eine bauliche Grenze zwischen der Stadt und dem Ortsteil wahrgenommen werden kann Atzenbach liegt in einer Kehre der Wiese und wird vollstandig von der B317 durchzogen der Grossteil des Dorfes befindet sich am rechten Ufer zwischen Bundesstrasse und Fluss die katholische Kirche im Suden und ein Gewerbegebiet am nordlichen Ortsausgang erstrecken sich allerdings am linken Ufer Nahe dem Ortsausgang im Norden befindet sich die Atzenbacher Sporthalle Weitere Ortsteile Bearbeiten Westlich und oberhalb von Zell liegt das Dorf Adelsberg Zu der fruheren Gemeinde Adelsberg gehorte neben dem Dorf auch der Zinken Blauen etwas nordlich von Adelsberg am Hang des gleichnamigen Berges gelegen Westlich von Adelsberg und noch etwas hoher liegt Gresgen Der westlichste Ortsteil von Zell erstreckt sich auf einer Hochebene und grenzt an Tegernau Enkenstein und Hausen Wichtige Bauwerke sind zum einen die leicht erhohte evangelische Kirche zum anderen das im Suden des Dorfes liegende 1999 85 erbaute Burgerzentrum das als Sport und Festhalle sowie als Sitz der Ortsverwaltung dient Vom Regierungsprasidium erhielt Gresgen das Pradikat eines Erholungsortes 85 Zwischen Zell und Adelsberg liegen der Henschenberg Neben den Hofen Unterer und Oberer Henschenberg befindet sich dort auch die Ruine einer mittelalterlichen Burg von der heute noch ein Halbsgraben Mauerreste und Ziegel und Keramikschutt zu sehen sind Adelsberg Der zu Adelsberg gehorende Zinken Blauen mit dem gleichnamigen Berg Gresgen Neben Zell und Atzenbach ist Mambach der einzige Ortsteil der sich nicht auf den Hohenzugen um die Stadt herum sondern im Tal der Wiese befindet Es liegt rund 2 Kilometer nordlich von Atzenbach und erstreckt sich auf beiden Seiten des Flusses Wie auch Atzenbach und Zell wird Mambach von der Bundesstrasse 317 durchquert die sich am linken Ufer entlang zieht Weithin sichtbar ist die westlich des Dorfes auf dem Scheibenackerkopfle 86 errichtete Kapelle Maria Frieden im Dorf selbst befindet sich ausserdem die altere Antoniuskapelle Aus Sandstein errichtet ragt sie ebenfalls deutlich aus dem sonstigen Ortsbild hervor Nordwestlich und deutlich oberhalb von Mambach liegt das Dorf Pfaffenberg das am besten von Atzenbach aus erreicht werden kann Zur ehemaligen Gemeinde Pfaffenberg gehorte auch der Zinken Kasern weiter im Nordwesten Riedichen schliesslich ist der einzige Zeller Teilort der im Bergland ostlich der Stadt liegt Zur Gemeinde Riedichen gehorte ausserdem der Zinken Gaisbuhl Mambach Pfaffenberg RiedichenKirchen Bearbeiten In der Stadt Zell selbst befinden sich 4 Kirchen und Kapellen Die Katholische Stadtpfarrkirche St Fridolin mit eingemeisselter Jahreszahl 1545 im Torbogen befindet sich im Kern der Zeller Innenstadt Der Kirchturm wurde 1699 neu gebaut Nach dem Stadtbrand von 1818 wurde die Kirche von 1820 bis 1823 von Grund auf neu errichtet Weitere Umbauten erfolgten in der zweiten Halfte des 19 Jahrhunderts Spitzdach 1883 neuer Hauptaltar 1884 Eindeckung mit grunen glasierten Ziegeln 1994 wurde die endgultige Umgestaltung des Altarraumes und des Kirchenschiffes abgeschlossen 87 Die Evangelische Stadtkirche St Peter am Rande des Stadtparkes weist einen 35 8 Meter hohen Turm mit Spitzhelm und Kupferdeckung auf Auf halber Turmhohe befindet sich ein umlaufender Balkon von dem aus fruher an hohen Festtagen Posaunenklange erschallten Die Kirchturmuhr existiert seit 1893 in den Jahren zwischen 1956 und 1960 kam eine neue Sakristei hinzu 87 Die Christuskirche ist die zu besonderen Anlassen unter anderem Hochzeiten genutzte ehemalige alt katholische Pfarrkirche Die Innenraumhohe des Langhauses betragt 7 20 Meter der Turm ist 32 Meter hoch Zum 100 jahrigen Kirchenjubilaum im Jahr 1992 wurde der Altar in der Ausstattung von 1892 wiederhergestellt An den seitlichen Stirnwanden vor dem Chor stellen grosse Gemalde die Himmelfahrt Christi und Maria mit dem Kinde dar 87 Am linken Wieseufer wurde ausserdem 1889 die Kalvarienbergkapelle auf einem Felsvorsprung auf dem Weg zum Mohrenberg an Stelle eines abgetragenen Vorgangerbaus errichtet 87 Katholische Stadtpfarrkirche Evangelische Kirche Altkatholische Kirche Kalvarienbergkapelle Weitere Kirchen befinden sich in den Ortsteilen In Atzenbach wurde 1928 die katholische Pfarrkirchen Maria Himmelfahrt errichtet Sie besitzt ein breites Querschiff und eher kurzes Langhaus die Mitte ist kuppeluberwolbt 88 Ebenfalls zur Pfarrei Atzenbach gehoren die Kirchen in Mambach Die Antoniuskapelle wurde 1871 aus Buntsandstein im Stil des Historizismus gebaut 89 und befindet sich auf einer kleinen Anhohe inmitten des Ortes 1946 wurde ausserdem auf dem Scheibenacherkopfle zwischen Mambach und Pfaffenberg die Kapelle Maria Frieden erbaut als Dank fur das Ende des Zweiten Weltkrieges und fur die Verschonung von schweren Kriegsschaden 89 In Gresgen bestand Urkunden zufolge bereits 1267 eine Kirche die wohl dem Heiligen Nikolaus geweiht war 1763 wurde ein Neubau notig der nach einer Renovierung 1980 81 noch heute besteht 87 Antoniuskapelle Mambach Evangelische Kirche Gresgen Maria Himmelfahrt in Atzenbach Kapelle Maria Frieden oberhalb von MambachTextilmuseum und Wildgehege Bearbeiten Das auf dem Gelande der ehemaligen Webi eingerichtete Wiesentaler Textilmuseum Das 1996 eroffnete Wiesentaler Textilmuseum informiert uber die Entwicklung der Textilindustrie die seit der Mitte des 19 Jahrhunderts den wichtigsten Wirtschaftssektor der Region darstellte Zu den betriebsbereiten Ausstellungsstucken aus der Geschichte der Textilproduktion gehoren mechanische Webstuhle Spinnmaschinen Schuss Spulmaschinen und Farbereimaschinen In einer Bilddokumentation werden die Entwicklungsetappen von der Heimarbeit uber die Manufakturen zur industriellen Produktion dargestellt Etwas oberhalb des Wohngebietes Schwarznau wurde 1971 auf private Initiative hin ein Wildgehege eingerichtet in dem heute Dam und Rothirsche sowie Wildschweine zu sehen sind Die Flache des Geheges betragt 3 6 Hektar 90 Regelmassige Veranstaltungen Bearbeiten Zeller Fasnacht Bearbeiten Detail des Fasnachtsbrunnens vor dem Zeller Rathaus Die Zeller Fasnacht ist das grosste Volksfest in Zell im Wiesental Sie wurde 1627 erstmals urkundlich erwahnt und hat somit nachweislich eine sehr lange Tradition 91 Bis ins 19 Jahrhundert wurde die Fasnacht ohne irgendwelche organisatorischen Strukturen durchgefuhrt Erst ab der Mitte des 19 Jahrhunderts wurden durch die ortlichen Vereine einzelne Veranstaltungen wie Schauzuge Bunte Abende oder Fasnachtstanze organisiert Seit mindestens 1927 obliegt die Organisation der Zeller Fasnacht der Fasnachtsgesellschaft Zell Getragen wird die Zeller Fasnacht allerdings nicht von der Fasnachtsgesellschaft sondern von den einzelnen Ortsteilen die sich in sogenannten Vogteien fasnachtlich organisieren Die alteste dieser Vogteien ist die im Jahr 1897 gegrundete Talvogtei Gronland Die Vogteien halten jahrlich vor der eigentlichen Strassenfasnacht ihre Vogteiabende oder Chappeobe ab Dabei wird das Publikum in Wirtshaussalen oder in der Stadthalle narrisch unterhalten Das Oberhaupt der Zeller Fasnacht ist der Hurus Seine Amtszeit beginnt jeweils am Olfte Olfte dem 11 November an dem die Zeller Fasnacht beginnt Die Amtszeit des Hurusses endet am Fasnachtsdienstag Punkt 24 Uhr Die Figur des Hurusses hat einen Bezug zur Zeller Geschichte Die Herren von Schonau die das Meieramt uber Zell ausubten trugen uber Jahrhunderte meist den Beinamen Hurus was so viel wie stolzer machtiger Mann bedeutet Eine weitere Besonderheit der Zeller Fasnacht ist das Altwiiberrenne das seit annahernd hundert Jahren am Abend des Fasnachtsdienstages in der Kirchstrasse stattfindet Die teilnehmenden Alten Weiber sind ublicherweise verkleidete junge Manner die einen Hindernisparcours meistern Zeller Freilichtspiele Bearbeiten Zwischen 1996 und 2010 veranstaltet die Zeller Trachtengruppe die Zeller Freilichtspiele die jeweils in Abstanden von einigen Jahren stattfinden Initiator dieser Theatervorstellungen war der Zeller Heimatdichter Gerhard Jung der anlasslich seines 70 Geburtstages seiner Heimatstadt 1996 das Revolutionsstuck Ein Tag im April widmete Im gleichen Jahr wurde das Stuck auf dem Areal der ehemaligen Weberei aufgefuhrt Uber 7 000 Besucher sahen das Jungsche Stuck das den Einzug der Revolutionsgruppen um Georg Herwegh im April 1848 in Zell als Vorlage hatte Nach dieser grossen Resonanz wurde Ein Tag im April 1998 150 Jahre nach der Badischen Revolution nochmals aufgefuhrt In den Jahren 2004 und 2007 fanden die Freilichtspiele im Ortsteil Gronland vor der Seilerburg statt Das vorerst letzte Stuck war der Der frohliche Weinberg von Carl Zuckmayer Es kam im Jahr 2010 auf dem Rathausplatz zur Auffuhrung Bisher kamen bei den Zeller Freilichtspielen zur Auffuhrung Ein Tag im April Gerhard Jung 1996 und 1998 Montfort oder die erste Zeller Fabrik Gerhard Jung 2004 Ein Sommernachtstraum William Shakespeare 2007 Der frohliche Weinberg Carl Zuckmayer 2010 Sport und Vereine Bearbeiten Zahlreiche Vereine in Zell stehen im Zusammenhang mit der Zeller Fasnacht Neben den Vogteien Mittelstadt Obertal Sunneland Gronland Innegmei Paradies Schwyz Adelsberg Gresgen Riedichen Mambach und der Atzenbacher Narrenzunft 92 bestehen die Musikformationen des Fanfarenzuges und die Guggenmusik Zeller Noteknacker Neben diesen beiden Vereinen widmen sich noch zahlreiche weitere Vereine der Musik In Zell Stadtmusik Mambach Feuerwehrmusik Gresgen und Atzenbach gibt es Blasmusikkapellen Die Kirchengemeinden Zell und Atzenbach haben ihre eigenen Kirchenchore die seit 2012 als Chorgemeinschaft firmieren 93 und in Atzenbach Zell Gresgen Riedichen und Pfaffenberg bestehen Mannerchore bzw gesangsvereine 94 In der Stadt Zell bestehen mehrere Sportanlagen Ein Fussballplatz mit Leichtathletikanlage wurde auf dem Grendel zwischen Hausen und Zell errichtet Sporthallen gibt es in der Stadt Zell selbst im Schulviertel und in der Nahe des Bahnhofs sowie in den Teilorten Atzenbach und Gresgen Im Nordosten des Stadtgebietes im Gronland sind ausserdem ein Freibad und nicht weit davon entfernt eine Tennisanlage Diese Sportanlagen werden von verschiedenen Vereinen genutzt In der Kernstadt gibt es den Fussballclub FC Zell den Tennisclub TC Zell die Sportvereine SC und TV Zell sowie die aus einer Fusion zweier Vereine hervorgegangene Ringgemeinschaft Hausen Zell Einen weiteren Sportverein der sich stark dem Ringsport widmet gibt es in Gresgen 94 In der Schutzengesellschaft 1862 e V wird neben Schiess auch Bogensport betrieben wobei die Zeller Bogenschutzen schon Deutsche Vizemeister stellen konnten Weitere Vereine widmen sich dem Angel und Hundesport sowie der Kleintierzucht ausserdem bestehen Ortsgruppen des Deutschen Roten Kreuzes der DLRG und des Schwarzwaldvereins Weitere Vereine mit sozialen und fursorglichen Zwecken sind die Zeller Kolpingfamilie die Arbeiterwohlfahrt der Verein Cabanja fur Frieden und Entwicklung der VdK und der turkisch islamische Kulturverein Diyanet 94 Wirtschaft und Infrastruktur BearbeitenFlachennutzung Bearbeiten 290 Hektar der Zeller Gemarkung sind als Siedlungs und Verkehrsflache ausgewiesen was rund 8 der Gemarkungsflache entspricht Die weitraumige Verteilung der Zeller Teilorte uber das Zeller Bergland spiegelt sich in einer grossen Waldflache wider die fast zwei Drittel der gesamten Gemarkung ausmacht 2347 Hektar Als landwirtschaftliche Flache ausgewiesen sind 950 Hektar bzw 26 3 der Gemarkung 70 Ansassige Unternehmen Bearbeiten Blick auf den sudwestlichen Teil von Zell von Westen aus Zu erkennen ist das Gewerbegebiet um den Bahnhof Mitte rechts das Gewerbegebiet auf der Schwarznau im rechten Hintergrund und die Verengung des Wiesentales in Richtung Grendel 2009 bestanden in Zell vier Betriebe des verarbeitenden Gewerbes die zusammen 769 Menschen beschaftigten 70 Bedeutendster Arbeitgeber am Ort ist der Automobilzulieferer Mahle GmbH Ursprung des Zeller Mahle Standortes ist die Firma Carl Pleus die 1919 in Krefeld gegrundet und im Zuge des Zweiten Weltkrieges nach Zell verlegt wurde 95 Weiter von Bedeutung sind die Geschichtsabschnitt erwahnte durch Diversifikation eines Textilbetriebes entstandene Zellaerosol und der Standort der Benninger AG der 1991 durch den Aufkauf der Maschinenfabrik Kruckels entstand 96 Seit 1855 bestand in Zell eine Nebenstelle der Bezirkssparkasse Schonau 1898 wurde die Sparkasse Zell i W gegrundet die 1913 mit der Sparkasse Atzenbach fusionierte und 2018 Weitere Gewahrtragergemeinden waren Adelsberg Atzenbach Mambach Pfaffenberg und Riedichen ab 1928 auch Gresgen und Hausen und ab den 1970er Jahren auch Hag Nach den Gemeindefusionen im Zuge der Verwaltungsreform reduzierte sich diese Zahl auf Zell Hausen und Hag Ehrsberg 97 2003 fusionierte die Sparkasse Zell i W mit der Sparkasse Schopfheim zur Sparkasse Schopfheim Zell vor ihrer Fusion war die Zeller Sparkasse die kleinste Sparkasse in Baden Wurttemberg 98 galt jedoch als ertragsstark 2017 fusionierte die Sparkasse Schopfheim Zell mit der Sparkasse Schonau Todtnau zur Sparkasse Wiesental 99 Ein weiteres Bankgeschaft in Zell wurde 1953 mit der Filiale der Volksbank Schopfheim heute VR Bank Schopfheim Maulburg eroffnet 100 Weiter von Bedeutung sind das Handwerk 1995 50 Betriebe mit 347 Beschaftigten und Handel und Gastgewerben 1993 69 Betriebe mit 421 Beschaftigten Die Anzahl Ubernachtungen belief sich auf 16000 im Jahr 2010 Daruber hinaus gibt es noch 74 landwirtschaftliche Betriebe der Grossteil davon im Nebenerwerb Die durchschnittliche Betriebsgrosse dieser Betriebe liegt bei 13 Hektar der Fokus liegt auf der Viehwirtschaft insbesondere Rinder Huhner und Schafe Folglich ist auch fast die gesamte landwirtschaftliche Flache Dauergrunland lediglich 1 Prozent wird als Ackerland genutzt Alles in allem arbeitet dennoch ein grosser Teil der Zeller Bevolkerung ausserhalb der Gemeindegrenze 2010 standen 828 Berufseinpendlern 1638 Auspendler gegenuber 70 Verkehr Bearbeiten Zeller Haltestelle der S Bahn Basel Die Stadt ist vom Bahnhof Zell Wiesental aus mit der Wiesentalbahn Linie S6 der S Bahn Basel mit Lorrach und Basel verbunden daruber hinaus verfugt sie uber einige lokale und regionale Busverbindungen Sie gehort dem Regio Verkehrsverbund Lorrach an Von 1889 bis 1967 verkehrte zudem von Zell aus eine Schmalspurbahn bis nach Todtnau die zusatzlich in den Stadtteilen Atzenbach und Mambach Haltepunkte bediente Die Bundesstrasse 317 Weil am Rhein Titisee Neustadt entlang der Talachse des Wiesentals verbindet Zell mit dem uberregionalen Strassennetz Uber zahlreiche Kreis und Landesstrassen werden die Seitentaler des gebirgigen Gemarkungsgebietes erschlossen Von Mambach aus fuhrt einer der hochstgelegenen Passe im Landkreis der St Antoni Pass von Zell nach Todtmoos in den benachbarten Landkreis Waldshut Bildung Bearbeiten Neben der Montfort Realschule und einer Grundschule Gerhard Jung Schule Werkrealschule bis 2018 in der Kernstadt gibt es in Atzenbach und Gresgen Grundschulen Die Johann Faller Forderschule und eine Sprachheilschule runden das Bildungsangebot ab Die nachstgelegenen Gymnasien sind das Gymnasium Schonau und das Theodor Heuss Gymnasium Schopfheim Fur die jungsten Einwohner gibt es drei kommunale und einen evangelischen Kindergarten 1998 eroffnete die SRH Fernhochschule ein Studienzentrum in der Constanze Weber Gasse wo Studierende der Fernhochschule die Moglichkeit haben Begleitveranstaltungen zu besuchen und Klausuren abzulegen sowie sich vor Ort zu informieren 101 102 Personlichkeiten Bearbeiten Aloisia Weber als Zemire in Gretrys Oper Zemire et Azor etwa 1784 Franz Fridolin Weber wurde 1733 als Sohn des Amtmannes in Zell geboren 1754 mit erst 21 Jahren wurde er von Freiherr Ignaz Ludwig von Schonau ebenfalls zum Amtmann ernannt und 1756 heiratete er die aus Mannheim stammende Cacilia Stamm Zu Beginn der 1760er Jahre kam es zu Streitigkeiten zwischen dem Amtmann und dem Freiherrn in dessen Folge Weber 1764 nach Mannheim zog Rund eineinhalb Jahre zuvor am 5 Januar 1762 war Webers Tochter Constanze in Zell geboren worden die spater Wolfgang Amadeus Mozart heiratete 103 Eine weitere in Zell geborene Tochter Webers war die Sangerin und Gesangspadagogin Aloisia Lange die zwischen 1759 und 1761 in der Stadt zur Welt kam Johann Faller wurde zwar in Todtnau geboren arbeitete jedoch in verantwortlicher Position in der Zeller Textilindustrie und setzte sich fur die sozialen Belange in Zell ein unter anderem mit der Grundung einer Lesegesellschaft und der Zeller Feuerwehr mit finanzieller Unterstutzung fur Vereine und mit gunstigen Krediten fur den Wohnungsbau Als Abgeordneter der II Kammer der Badischen Standeversammlung bewirkte er ausserdem den Bau mehrerer Strassen im Oberen Wiesental 104 Severin Kern 1900 1986 war von 1950 bis 1972 Oberburgermeister von Villingen 1903 wurde Karl Muller als Sohn eines Textilarbeiters in Zell geboren Wahrend des Nationalsozialismus als Gewerkschafter und Kommunist verfolgt inhaftiert und zum Dienst im Strafbataillon 999 gezwungen wurde er nach der Entlassung aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft Mitglied der SED und Redakteur der Sachsischen Zeitung 105 Erzbischof Karl Fritz Erinnerungsbildchen von der Inthronisation 1920 Gerhard Jung 1926 1998 wurde am 10 August 1926 in Zell geboren Er wurde als Mundartdichter und Schriftsteller im Wiesental und daruber hinaus bekannt und erhielt 1973 die Johann Peter Hebel Plakette der Gemeinde Hausen 1974 den Johann Peter Hebel Preis des Landes Baden Wurttemberg 1997 wurde Jung daruber hinaus mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet seit 1986 war er Ehrenburger seiner Heimatstadt Auch Jungs Sohn Markus Manfred wurde in Zell geboren Wie sein Vater ist auch er als Mundartdichter und Schriftsteller bekannt Ebenfalls aus Zell stammt der Bankmanager und Kunstsammler Manfred Meier Preschany der hier am 21 Januar 1929 geboren wurde Neben Gerhard Jung hat die Stadt Zell funf weiteren Mannern das Ehrenburgerrecht verliehen Karl Fritz wurde zwar in Adelhausen geboren stammte aber aus einer Pfaffenberger Familie und verbrachte dort auch Teile seiner Jugendzeit Nach abgeschlossenem Theologiestudium feierte er am 12 Juli 1888 in Zell seine Primiz nach weiteren Stationen wurde er 1920 Erzbischof von Freiburg Sein vierzigjahriges Priesterjubilaum feierte er 1928 in Zell und erhielt aus diesem Anlass die Ehrenburgerschaft 106 Karl Bernhard Wittig hatte zunachst in der Spinnerei Zimmerlin Forcart gearbeitet machte sich aber 1885 selbststandig und grundete eine Textilmaschinenfabrik Fur seine sowohl industriellen als auch sozialen Verdienste wurde ihm 1935 das Ehrenburgerrecht zugesprochen 107 Dritter Ehrenburger wurde Bernhard Lederer der von 1957 bis 1985 das Amt des Zeller Burgermeisters versah 108 Hans Fraulin wurde im Oktober 1995 zum Ehrenburger ernannt 109 Fraulin war lange Jahre als Kommunalpolitiker aktiv gewesen und hatte sich sehr fur den Bau des Zeller Burgerheims eingesetzt Nach ihm wurde auch der Platz benannt an dem das Burgerheim liegt Daneben hatte er sich in der Heimatpflege und Heimatforschung engagiert und war der Verfasser des 1999 erschienenen Ortsgeschichtsbuches Franz Wolfgang Leppert wurde beim Neujahrsempfang 2006 wegen 30 Jahre Stadtpfarrer Katholische Pfarrerei St Fridolin in Zell zum Ehrenburger ernannt Weitere Sohne und Tochter der Stadt Bearbeiten Franz Fridolin Weber 1733 1779 Amtmann Bassist Souffleur und Notenkopist Franz Anton von Weber 1734 1812 Kapellmeister Aloisia Lange zwischen 1759 und 1761 1839 Sopranistin und Gesangspadagogin Josepha Hofer 1761 1819 Sopranistin Sophie Haibel 1763 1846 Sangerin Schwagerin und Krankenpflegerin Mozarts Franz Joseph Dietschy 1770 1842 Brauereiunternehmer aus Pfaffenberg Johann Nepomuk Berolla 1777 1849 badischer Oberamtmann Rudolf Vogel 1882 1970 Materialforscher und Metallograph Camill Montfort 1890 1956 Botaniker und Hochschullehrer Hermann Specht 1892 1968 Landrat in Heidelberg Landtagsabgeordneter Fritz Eiche 1902 1967 Politiker KPD Karlheinz Weber 1934 Fernschachspieler Carola Horstmann 1948 Mundartautorin und Heimatdichterin Michaela Fuchs 1949 Klassische Archaologin Heidi Knoblich 1954 Roman Kinderbuch und Buhnenautorin Sprecherin Arnulf Krause 1955 Mediavist Stefan Gorissen 1960 HistorikerLiteratur BearbeitenGuido Fackler D Webi stirbt Zur gegenwartigen Krise in der Textilindustrie im Wiesental am Hoch und Oberrhein In Brigitte Heck Heidi Muller Friederike Lindner Guido Fackler Zwischen Schule und Fabrik Textile Frauenarbeit in Baden im 19 und 20 Jahrhundert Volkskundliche Veroffentlichungen des Badischen Landesmuseums Karlsruhe Band 1 Thorbecke Sigmaringen 1993 ISBN 3 7995 0300 5 S 163 174 Hans Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental Selbstverlag der Stadt Zell im Wiesental Zell im Wiesental 1999 ISBN 3 932738 13 6 Hans Fraulin Zell im Wiesental von einst bis heute In Das Markgraflerland Heft 1 1992 S 5 17 Digitalisat der UB Freiburg Theodor Humpert Heimatkunde des Amtsbezirk Schonau i W Allgemeine Ausgabe Muller Schonau im Wiesental 1920 Abteilung Landesbeschreibung des Staatsarchivs Freiburg im Breisgau Der Landkreis Lorrach Band 2 B Gemeindebeschreibungen Kandern bis Zell im Wiesental Hrsg von der Landesarchivdirektion Baden Wurttemberg in Verbindung mit dem Landkreis Lorrach Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1994 ISBN 3 7995 1354 X Uli Merkle So sin mir die Zeller Fasnacht Selbstverlag Uli Merkle Zell 2006 Werner von Schonau Wehr Katharina Frings Hrsg Adel an Ober und Hochrhein Beitrage zur Geschichte der Freiherren von Schonau Rombach Freiburg Breisgau 2001 ISBN 3 7930 9282 8 Uli Merkle Zum Himmel geht s uber Gresgen Wanderbuch fur die schonsten Wanderungen nach Gresgen und das Bergland drum herum Selbstverlag Uli Merkle Zell 2014 ISBN 978 3 00 044760 0 Pirmin Rottler Zell im Wiesental Grenzort zwischen Vorderosterreich und Markgrafschaft In Das Markgraflerland Heft 2 1967 S 48 53 Digitalisat der UB Freiburg Heidi Knoblich Die hochmusikalische Amtmannfamilie Weber in Zell Constanze Mozart und Carl Maria von Webers Vater kamen im einstigen Zeller Amtshaus zur Welt In Das Markgraferland Hrsg vom Geschichtsverein Markgraflerland e V Heft 1 2015 S 94 109 Weblinks Bearbeiten Commons Zell im Wiesental Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Wikivoyage Zell im Wiesental Reisefuhrer Offizielle Website der Stadt Zell Zell im Wiesental Archivmaterial In LEO BW Landesarchiv Baden Wurttemberg Website Zeller Bergland Tourismus e V Wiesentaler Textilmuseum Website Ortsteil Atzenbach derzeit nicht erreichbar Website Ortsteil Pfaffenberg Website uber das Todtnauerli Nicht mehr online verfugbar In todtnauerli de Benno Dorflinger archiviert vom Original am 8 Oktober 2016 abgerufen am 22 Juli 2019 private Webseite Anmerkungen Bearbeiten Statistisches Landesamt Baden Wurttemberg Bevolkerung nach Nationalitat und Geschlecht am 31 Dezember 2020 CSV Datei Hilfe dazu Landkreis Lorrach S 925 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 28 Landkreis Lorrach S 886 Landkreis Lorrach S 893ff Das Land Baden Wurttemberg Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden Band VI Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer Stuttgart 1982 ISBN 3 17 007174 2 S 910 913 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell S 16 Internetauftritt der Stadt Zell Adelsberg Internetauftritt der Stadt Zell Atzenbach Internetauftritt der Stadt Zell Riedichen Landkreis Lorrach S 885 ff a b Landkreis Lorrach S 887 Deutscher Wetterdienst Mittelwerte der Normalperiode 1961 bis 1990 Datenauswertebogen NP 6 Sudschwarzwald abgerufen am 16 Juni 2012 vom Daten und Kartendienst Memento vom 19 April 2013 im Internet Archive der Landesumweltbehorde Baden Wurttemberg Karte nicht mehr verfugbar Datenauswertebogen FFH 8213341 Weidfelder im Oberen Wiesetal abgerufen am 16 Juni 2012 vom Daten und Kartendienst Memento vom 19 April 2013 im Internet Archive der Landesumweltbehorde Baden Wurttemberg Daten nicht mehr verfugbar Datenauswertebogen FFH 8312341 Rottler Wald abgerufen am 16 Juni 2012 vom Daten und Kartendienst Memento vom 19 April 2013 im Internet Archive der Landesumweltbehorde Baden Wurttemberg Daten nicht mehr verfugbar Datenauswertebogen SPA 8114441 Sudschwarzwald abgerufen am 16 Juni 2012 vom Daten und Kartendienst Memento vom 19 April 2013 im Internet Archive der Landesumweltbehorde Baden Wurttemberg Daten nicht mehr verfugbar Datenauswertebogen zu END 83361030003 END 83361030002 END 83361030001 FND 83361030007 FND 83361030006 FND 83361030005 und FND 83361030006 abgerufen am 16 Juni 2012 vom Daten und Kartendienst Memento vom 19 April 2013 im Internet Archive der Landesumweltbehorde Baden Wurttemberg Daten nicht mehr verfugbar Landkreis Lorrach S 925 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 28 Landkreis Lorrach S 920 ff Landkreis Lorrach S 922 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 65 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 34 ff Klaus Schubring Wo lag die Burg Altenstein In Das Markgraflerland Band 1 2012 S 106 117 Fur die Zuordnung zum Henschenberg Andre Gutmann Unter dem Wappen der Fidel Die Herren von Wieladingen und die Herren vom Stein zwischen Ministerialitat und adliger Herrschaft Unter Mitarbeit von Christopher Schmidberger Forschungen zur oberrheinischen Landesgeschichte Band 55 Freiburg i Br Munchen 2011 S 320 f Volltext als PDF Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 67 und 74 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 53 56 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 139 Der Hinterhag im schonen Angenbachtal auf hinterhag de Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 141 f Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 147 150 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 338 ff Landkreis Lorrach S 905 und 931 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 385f und 339 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 42 Ernst Rummele Der Hinterhag S 136 f Ernst Rummele Der Hinterhag S 69 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 263 Landkreis Lorrach S 922 und S 927 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 150 157 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 368 380 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 158 163 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 163 Landkreis Lorrach S 897 f Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 368 372 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 377 und 382 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 388 und 394 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 368 372 und 395 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 166 a b c Landkreis Lorrach S 908 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 165 ff Landkreis Lorrach S 898 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 373 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 373 und 377 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 169 173 Landkreis Lorrach S 901 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 178 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 175 179 Deportationsorte In mahnmal kja freiburg de Fachstelle christlich judische Gedenkarbeit der Christlichen Jugendarbeit der Erzdiozese Freiburg abgerufen am 22 Juli 2019 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 180 Landkreis Lorrach S 90 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 370 373 f Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 370 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 374 Fackler D Webi stirbt S 167 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 374 und 379 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 379 a b c Fackler D Webi stirbt S 166 Statistisches Bundesamt Hrsg Historisches Gemeindeverzeichnis fur die Bundesrepublik Deutschland Namens Grenz und Schlusselnummernanderungen bei Gemeinden Kreisen und Regierungsbezirken vom 27 5 1970 bis 31 12 1982 W Kohlhammer Stuttgart Mainz 1983 ISBN 3 17 003263 1 S 498 und 521 a b c d e f Statistisches Landesamt Baden Wurttemberg Struktur und Regionaldatenbank Landkreis Lorrach S 898 f Rummele S 136 ff Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 266 Seelsorgeeinheit Zell im Wiesental Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 304 308 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 270 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 318 322 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 324 Statistik BW Kommunalwahl 2019 Landkreis Lorrach S 901 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 413 Landkreis Lorrach S 902 Landkreis Lorrach S 884 Website von Zell Partnerstadt a b Internetauftritt der Stadt Zell Gresgen Abgerufen am 22 Juli 2019 Landkreis Lorrach S 895 a b c d e Internetauftritt der Stadt Zell i W Kirchen Dorfkirchen Kapellen Landkreis Lorrach S 896 a b Landkreis Lorrach S 897 Internetauftritt der Stadt Zell i W Sehenswurdigkeiten Uli Merkle Die Geschichte der Zeller Fasnacht In Das Markgraflerland Band 1 2015 S 110 123 Internetauftritt der Fastnachtsgesellschaft Zell Vogteien In zeller fasnacht de abgerufen am 22 Juli 2019 mit Karte Paul Berger Kirchenchore Zell und Atzenbach fusionieren In Badische Zeitung 9 Mai 2012 abgerufen am 22 Mai 2019 a b c Internetauftritt der Stadt Zell i W Vereinsleben Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 385 ff Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 390 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 356 360 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 360 Inside B Magazin Mai 2006 S 48 PDF 791 kB 1 2 Vorlage Toter Link www inside b de Seite nicht mehr abrufbar Suche in Webarchiven keine Mementos Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 361 Studienzentrum Zell im Wiesental SRH Fernhochschule Abgerufen am 9 Januar 2020 Meilensteine SRH Fernhochschule Abgerufen am 9 Januar 2020 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 58 63 Internetauftritt der Stadt Zell Johann Faller Andreas Herbst Muller Karl In Wer war wer in der DDR 5 Ausgabe Band 2 Ch Links Berlin 2010 ISBN 978 3 86153 561 4 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 421 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 421 f Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 422 Fraulin Neue Geschichte der Stadt Zell im Wiesental S 422 f Ortsteile der Stadt Zell im Wiesental Adelsberg Atzenbach Gresgen Mambach Pfaffenberg RiedichenStadte und Gemeinden im Landkreis Lorrach Aitern Bad Bellingen Binzen Bollen Efringen Kirchen Eimeldingen Fischingen Frohnd Grenzach Wyhlen Hag Ehrsberg Hasel Hausen im Wiesental Inzlingen Kandern Kleines Wiesental Lorrach Malsburg Marzell Maulburg Rheinfelden Rummingen Schallbach Schliengen Schonau im Schwarzwald Schonenberg Schopfheim Schworstadt Steinen Todtnau Tunau Utzenfeld Weil am Rhein Wembach Wieden Wittlingen Zell im Wiesental Normdaten Geografikum GND 4067532 4 OGND AKS LCCN n82144485 VIAF 126696161 Dieser Artikel wurde am 24 September 2011 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Zell im Wiesental amp oldid 221850663, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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