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Verlauf

Beginn der Zeil am Uhrtürmchen (im Hintergrund Friedberger Anlage)

Die Zeil beginnt an der Friedberger Anlage am Uhrtürmchen, einer aus der Gründerzeit stammenden Normaluhr und durchquert in zunächst südwestlicher Richtung die Wallanlagen. An der Abzweigung der Breiten Gasse knickt die Zeil ab und verläuft nun in westlicher Richtung durch das Gerichtsviertel. An der Kreuzung mit dem vierstreifigen Straßenzug Kurt-Schumacher- / Konrad-Adenauer-Straße endet der als Neue Zeil bezeichnete Abschnitt und die Fußgängerzone beginnt.

Die Zeil führt unter Beibehaltung ihrer Richtung nördlich an der Konstablerwache vorbei und erreicht schließlich an der Einmündung der Brönnerstraße, Stiftstraße und Hasengasse den Brockhausbrunnen, um nun in leicht südwestlicher Richtung bis zur Hauptwache zu führen.

Einzelhandel

Die Zeil ist eine der meistbesuchten und umsatzstärksten Einkaufsstraßen Deutschlands. Sie verfügt über zwei Einkaufszentren, zwei große Warenhäuser und zahlreiche Kaufhäuser, Boutiquen, Elektronikgeschäfte und Gastronomiebetriebe. Der jährliche Umsatz liegt nach Schätzungen zwischen 700 und 800 Millionen Euro. Nach der Eröffnung des Einkaufszentrums MyZeil im Februar 2009 wird damit gerechnet, dass der Umsatz deutlich steigt und die Milliardengrenze erreicht wird. Dies äußerte der Präsident des hessischen Einzelhandelsverbandes, Frank Albrecht, in einem Interview.

Im Jahr 2014 waren auf der Zeil pro Stunde etwa 10.335 Menschen unterwegs, damit liegt sie an zehnter Stelle der meistfrequentierten Einkaufsstraßen Deutschlands nach der Schildergasse (14.590) und der Hohe Straße (12.795) in Köln, der Stuttgarter Königstraße (12.655), dem Dortmunder Westenhellweg (12.420), der Flinger Straße in Düsseldorf (12.285), der Spitalerstraße in Hamburg (11.820), der Münchener Kaufingerstraße (11.150), der Wiesbadener Kirchgasse (11.070) sowie der Georgstraße (10.960) in Hannover. Der Bruttomietpreis liegt bei etwa 290 Euro pro Quadratmeter. Damit nimmt die Zeil, nach der Kaufingerstraße in München, den zweiten Platz im bundesweiten Mietpreis-Vergleich ein. Die Spitzenmiete beträgt 485 Euro pro Quadratmeter im MyZeil. Der Filialisierungsgrad liegt bei 85 Prozent.

Das Entstehen der Zeil im Mittelalter

Zeil mit noch einseitiger Bebauung, 1552
(Holzschnitt von Conrad Faber von Creuznach)

Die heutige Zeil verläuft parallel zur ehemaligen staufischen Stadtmauer, die Ende des 12. Jahrhunderts entstand. Für die nächsten hundert Jahre bildete sie mit einem vorgelagerten trockenen Graben die äußerste Stadtgrenze. In ihrem nördlichen Verlauf erlaubten die romanischen Stadttore Katharinenpforte (zwischen Holz- und Hirschgraben) und Bornheimer Pforte (am nördlichsten Punkt der Fahrgasse) den Einlass in die Stadt. Außerhalb der Mauer wurde auf dem Gebiet zwischen den beiden Stadttoren Viehmarkt gehalten, westlich der Katharinenpforte der Pferde- oder Roßmarkt. Letztere Bezeichnung hat sich bis in unsere Zeit erhalten.

Mit Erlaubnis des Kaisers Ludwig IV. kam es 1333 zur Zweiten Stadterweiterung, die die bisherige Fläche der Stadt verdreifachte, welche ab 1343 dann auch sukzessive mit einer neuen Mauer umschlossen wurde. Zwischen der alten Staufenmauer und der neuen Stadtgrenze entwickelte sich eine lose Bebauung, die damals als Neustadt bezeichnet wurde und über Jahrhunderte von ausgedehnten Höfen, Gärten und landwirtschaftlicher Nutzung bestimmt war.

Auch das Gebiet des Vieh- und Roßmarkts war damit zum Stadtgebiet geworden. Zwischen den beiden romanischen Stadttoren entstand ein Straßenzug, der nur an der Nordseite bebaut war, was ihm im Volksmund alsbald die Bezeichnung als Zeil (Häuserzeile) einbrachte. An der Südseite verlief zunächst weiterhin der trockene Graben der staufischen Mauer.

Bedeutungswandel in der frühen Neuzeit

Klaus Bromms Haus, historisierende Ansicht
(Zeichnung von Carl Theodor Reiffenstein nach Matthäus Merian d. Ä.)

Mit der für eine Reichsstadt von Frankfurts Größe vergleichsweise späten Rezeption der Renaissance gegen Mitte des 16. Jahrhunderts entstand auch der Wunsch hochstehender Bürger, sich neue, repräsentative Wohnbauten zu schaffen. Vorbild waren die traufständigen, italienischen Palazzi, deren Errichtung in der von gotischen, giebelständigen Häusern bestimmten Altstadt jedoch ein schwieriges wie kostspieliges Unterfangen war. Aufgrund der Breite eines solchen Neubaus hatte man nicht nur zahlreiche Grundstücke zu erwerben, sondern auch der repräsentative Charakter eines solchen Gebäudes wäre in den engen Gassen kaum zur Geltung gekommen.

Die gleichen Gedanken beschäftigten wohl Klaus Bromm, einen reichen Patrizier, der fast genau in der Mitte der Zeil kurz nach 1541 seinen Wohnsitz errichten ließ. Durch seine Höhe und Breite sowie einen mittigen, spätgotischen Erker mit Spitzhelm, ganz ähnlich dem des nur wenig später erbauten Großen Engels am Römerberg, war das Gebäude seinerzeit wohl nicht nur ein inmitten der ansonsten vorstädtischen, kaum über zwei Stockwerke hinausgehenden Bebauung ungewöhnlicher Anblick, sondern auch ein erstes Zeichen für den beginnenden Wandel des Straßenzuges. Nach Norden besaß das Gebäude einen Treppenturm mit welscher Haube sowie einen bis fast an die Kleine Eschenheimer Straße stoßenden, tiefen Innenhof mit ebenfalls in frühen Renaissanceformen gestalteten Wirtschaftsgebäuden.

Doch nicht nur die Ansprüche der Bürger an ihre Behausung änderten sich. Als zeitweise bedeutendste Messestadt Europas kamen in der Blütezeit der Messe, also dem späten 15. Jahrhundert bis zum Dreißigjährigen Krieg, zweimal jährlich jeweils über 10.000 Menschen für drei Wochen in die Stadt, die noch bis tief ins 19. Jahrhundert hinein kaum mehr als 40.000 Einwohner hatte. Seit 1562 war Frankfurt dann auch Krönungsstätte der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und hatte anlässlich einer jeden solchen Zeremonie den Hochadel des gesamten Reichs unterzubringen, der noch weit höhere Ansprüche stellte als die Messgäste.

Zeil mit zweiseitiger Bebauung, 1628
(Kupferstich von Matthäus Merian d. Ä.)
Valentin Wagner: Katharinentor in Frankfurt, die Zeil, 1631

Auch das Beherbergungswesen sollte dadurch zwangsläufig einen Wandel erfahren. Im Mittelalter war die Unterbringung der Gäste hauptsächlich Privatsache, indem sich die immer wiederkehrenden Personen aus bestimmten Regionen des Reichs über Generationen bei den immer gleichen Familien einmieteten, wovon erhaltene Verträge zeugen. Spätestens seit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts war dies aufgrund des zunehmenden Missverhältnisses zwischen Bevölkerung und Anzahl der zu versorgenden Gäste schon organisatorisch nicht mehr möglich, der Bruch mit dem mittelalterlichen Gemeinwesen infolge der Reformation tat ein Übriges.

Die vorgenannten Gründe lieferten dem Entstehen eines kommerziellen Beherbergungswesens Vorschub, das sich zunächst in der Fahrgasse, ab dem Beginn des 17. Jahrhunderts dann aber auch zunehmend entlang der Zeil etablierte. Ende des 16. Jahrhunderts wurde der Graben vor der Stadtmauer zugeschüttet und allmählich bebaut. Der Vergleich des sogenannten Faberschen Belagerungsplans von 1552 und des Merianplans von 1628 zeigt diese Entwicklung deutlich. Die Maßnahme war wohl auch in der anwachsenden Bevölkerung durch die Aufnahme von reformierten Glaubensflüchtlingen begründet, was die Bevölkerungszahl bis 1600 auf etwa 20.000 Menschen verdoppelt hatte.

Auch nach der beidseitigen Bebauung, mit der auch die erstmalige Anlage eines Straßenpflasters aus Kieselsteinen einherging, blieb die Zeil die mit Abstand breiteste Straße der Stadt. Die aus der Entstehungsgeschichte gewachsene Situation, dass die Grundstücke auf der Nordseite über wesentlich mehr Tiefe verfügen als auf der Südseite hat sich bis in die Gegenwart wenig geändert. Sie bedingte in den folgenden Jahrhunderten und bis heute, dass die prächtigeren und aufwändigeren Gebäude der Zeil tendenziell eher auf der Nord- als auf der Südseite angesiedelt waren und sind.

Die ersten Gasthäuser

Gastkarte des Weidenhofs, um 1770
(Kupferstich)

Das mit Abstand älteste bekannte und zugleich eines der vornehmsten Gasthäuser war der Weidenhof am westlichen Ende der Zeil, der 1610 das erste Mal urkundlich als solcher erwähnt, 1628 neu erbaut und im 18. Jahrhundert mehrfach in den schnell wechselnden Stilabfolgen umgestaltet wurde. Er ist auf besonders enge Weise mit der Frankfurter Stadtgeschichte verbunden, da Johann Wolfgang Goethes Großmutter, Cornelia Walther, mit dem Pächter des Weidenhofs verheiratet war. Als dieser 1705 starb, heiratete Goethes Großvater Friedrich Georg Göthe in zweiter Ehe ein und übernahm das Gasthaus, mit dem er bis zu seinem Tod im Jahr 1730 ein Vermögen erwirtschaftete. Er legte damit den Grundstock für die Wohlhabenheit der Familie Goethe, die noch seinem berühmten Enkel die finanzielle Unabhängigkeit sicherte.

Rotes Haus auf der Zeil, 1699
(Kupferstich)

Der jedoch wichtigste Großbau des 17. Jahrhunderts an der Zeil entstand ungefähr zwischen 1635 und 1640 mit dem Roten Haus etwas westlich von Klaus Bromms Haus. Aufgrund spärlicher Quellenüberlieferung über das Vorhaben muss man sich an den wohl auf Erzählungen von Zeitzeugen fußenden Bericht des 1662 geborenen Stadtchronisten Achilles Augustus von Lersner halten, der schrieb, dass das Gebäude an Stelle von sechs mittelalterlichen Parzellen von einem Johann Porsch für über 32.000 Gulden errichtet wurde.

Es war der von seinen Formen her reinste Renaissancebau, den es im biederen Frankfurt jemals gab: das dreistöckige Gebäude verfügte über 19 Fensterachsen und wurde von drei gewaltigen, nochmals dreigeschossigen Zwerchhäusern mit Pilastergliederung bekrönt. Nach Norden verfügte es über eine ausgedehnte Gartenanlage, die auf die Hinterhäuser der Kleinen Eschenheimer Gasse stieß. Bemerkenswerterweise handelte es sich um kein Privathaus, sondern ein von vornherein als luxuriöser Gasthof und Hotel konzipiertes Gebäude, das dem Beherbergungswesen an der Zeil den endgültigen Durchbruch und Vorzug gegenüber der Altstadt brachte.

Das Ende der Bautätigkeit des 17. Jahrhunderts bildete der Neubau der Katharinenkirche in den Jahren 1678–1681, der den noch aus der Mitte des 14. Jahrhunderts stammenden Vorgängerbau ersetzte. Der auf eigentümliche Weise gotische und barocke Stilelemente vermengende Sakralbau ist nach fast totaler Kriegszerstörung 1944 und äußerlichem Wiederaufbau heute das älteste Gebäude der Zeil.

Prachtstraße des 18. Jahrhunderts

Zeil mit Konstablerwache nach Westen, um 1820
(Fotografie eines Aquarells von Philipp Jakob Bauer)

1729–1730 wurde von Stadtbaumeister Johann Jakob Samhaimer am westlichen Ende der Zeil das barocke Hauptwachengebäude errichtet, das als Quartier der Stadtwache und Gefängnis diente. Das Bauwerk steht nach schwersten Kriegsschäden 1944, äußerlich unverändertem Wiederaufbau und einer geringfügigen Translozierung zugunsten des U-Bahn-Baus 1968 heute am gleichnamigen Platz und dient als Café. Am anderen, östlichen Ende der Zeil errichtete 1753 Stadtbaumeister Lorenz Friedrich Müller neben dem noch aus der Mitte des 16. Jahrhunderts stammenden Zeughaus den Neubau eines Wachpostens der städtischen Konstabler.

Palais Barckhaus, 1711
(Tuschezeichnung von Johan Conrad Unsinger)

1742 wurde gegen den erbitterten Widerstand der Habsburger der Wittelsbacher Karl VII. in Frankfurt zum Kaiser gewählt und gekrönt – und musste gleich in Frankfurt bleiben, da österreichische Truppen seine Hauptstadt München besetzt hatten. Er nahm deshalb Quartier im um 1711 für die Familie Barckhaus erbauten Barckhausenschen Palais auf der Südseite der Zeil, das damit zum provisorischen Kaiserpalast wurde. Karl starb bereits drei Jahre darauf, sein Nachfolger wurde ein Habsburg-Lothringer. Die Zeil entwickelte sich jedoch weiter zu einem der bekanntesten Großstadtboulevards ihrer Zeit.

Schon 1741 hatte Landgraf Ludwig VIII. von Hessen-Darmstadt an der Stelle von Klaus Bromms Haus mit dem Bau des Darmstädter Hofs begonnen, eines repräsentativen Neubaus, den er anlässlich der Krönungsfeier Karls VII. fertiggestellt haben wollte. Da jedoch gegen die Zunftordnungen verstieß, indem er auswärtige Handwerker zum Bau hinzuzog, kam es zu einem Streit und einem damit verbundenen, 12 Jahre währenden Baustopp. Erst nach Klärung zugunsten des städtischen Handwerks wurde ab 1753 weiter gebaut, 1757 war das Gebäude, das knapp über 30.000 Gulden erforderte, fertiggestellt.

Gastkarte des Römischen Kaisers, um 1770
(Kupferstich)

Der später auch Hessisches Palais genannte Stadtpalast war der letzte reine Barockbau an der Zeil, schon zuvor hatte das Rokoko Einzug in der Stadt gehalten. Eines der schönsten Beispiele war das bereits um 1745 errichtete Gasthaus Zum Römischen Kaiser an der Ecke zur Schäfergasse, das den Namen eines schon seit dem 17. Jahrhundert als solcher bekannten Herberge weitertrug. Hier wohnten unter anderem Maria Theresia, Kaiser Joseph II. und noch während des Frankfurter Fürstentages mehrere Staatsoberhäupter.

Fassade des Darmstädter Hofs, 1898

Auch das Rote Haus, nach der Pleite seines letzten Wirtes jahrzehntelang leer stehend, fand 1766 wieder einen Käufer. Um in Konkurrenz zu den nun führenden Gasthäusern treten zu können, wurde der damals über 130 Jahre alte Renaissancebau vollständig beseitigt und bis Ende 1767 durch einen Neubau in sehr reinen spätbarocken Formen ersetzt.

Neben den palaisartigen Großbauten gab es aber auch weiter kleinere Neubauten, mit denen sich einzelne Familien ein Zweit- oder Hauptwohnsitz an der Zeil schufen. Beispiele dafür waren etwa das an das Rote Haus westlich angrenzende Palais der Frankfurter Färber-Dynastie Böhler, in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts durch den für seine Bibliothek berühmten Bibliophilen und Privatgelehrten Zacharias Konrad von Uffenbach erbaut, oder das wiederum daran westlich anstoßende Stadthaus des zu Reichtum gekommenen Tuch- und Seidenhändlers Peter Pasquay, das durch seinen prachtvollen Giebelaufbau hervorstach.

Obwohl die Neustadt Mitte des 18. Jahrhunderts zumindest im Bereich der Zeil schon lange ihren Charakter als Vorstadt verloren hatte, verschwand der Viehmarkt offiziell erst 1784. Auf geradezu symbolhafte Weise entstand der bedeutendste Neubau des späten 18. Jahrhunderts anstelle des ehemaligen Viehhofes, einer großen Stallanlage für das zum Verkauf gedachte Vieh, sowie einer angrenzenden, in früheren Zeiten bei den Viehverkäufern beliebten Gaststätte. Es war die Zeit des frühen Klassizismus bzw. Louis-seize, der bei den in der öffentlichen Zurschaustellung von Pracht ohnehin zurückhaltenden Frankfurtern nach dem Pomp der vergangenen Jahrzehnte auf fruchtbaren Boden fiel.

Östlicher Anbau des Roten Hauses, Russischer Hof und Darmstädter Hof an der Nordseite der Zeil, 1875
(Fotografie von Carl Friedrich Mylius)

Nach Kauf und Abriss der vorgenannten Anlage errichtete 1788–1794 Nicolas de Pigage dann mit dem Schweitzerschen Palais ein Stadtpalais für den aus Verona stammenden Seidenhändler Franz Maria Schweitzer (1722–1812). Der in Frankreich geschulte und in ganz Europa tätige Architekt verarbeitete die seinerzeit neuesten stilistischen Einflüsse in dem Gebäude, das neben dem Louis-seize bereits Elemente des Directoire vorausnahm. Auch im Inneren war das Gebäude mit Fresken des kurtrierischen Hofmalers Januarius Zick prachtvoll ausgestattet.

Nordseite der westlichen Zeil mit dem Roten Haus, dem Palais Böhler, dem Pasquayschen Haus und dem Weidenhof, 1793
(Ölgemälde von Johann Ludwig Ernst Morgenstern)

Der Bauherr starb jedoch bereits 1812. Seine Erben überließen das Palais dem Metzgermeister Stier, dessen Schwiegersohn Sarg hier 1827 das Luxushotel Hotel de Russie eröffnete, das unter dem bekannteren Namen Russischer Hof zu den berühmtesten seiner Zeit gehörte. Noch Kaiser Wilhelm I. übernachtete hier mehrfach. Selbst Goethe lobte das Gebäude – ganz im Gegensatz zur mittelalterlichen Altstadt – in seiner Reise in die Schweiz am 18. August 1797: „Eine Hauptepoche macht denn nun zuletzt das Schweitzerische Haus auf der Zeile, das in einem ächten, soliden und großen italienischen Style gebaut ist und vielleicht lange das einzige bleiben wird.“

Ein weiteres bekanntes Bauwerk der Wende zum 19. Jahrhundert war das 1791–1793 an der Ecke zur Brönnerstraße für den Handelsherren Johann Friedrich Schmidt errichtete Schmidsche Haus, nach seinem späteren Besitzer Daniel Heinrich Mumm von Schwarzenstein besser bekannt als Palais Mumm. Auch hier war laut älterer mündlicher Überlieferung Nicolas de Pigage tätig, doch konnte seine Urheberschaft im Gegensatz zum Russischen Hof nie schriftlich bewiesen werden. Dem Eintrag zu Peter Speeth in Bonaventura Andres' Ausgabe der Neuen fränkischen Chronik aus dem Jahr 1809 ist zu entnehmen, dass de Pigage diesen im Alter von 19 Jahren mit der Ausführung beauftragte.

Östlich grenzte das 1793–1797 vermutlich nach Plänen des späteren Würzburger Bauintendanten Nicolas Alexandre Salins de Montfort für Johann Peter von Leonhardi erbaute, sogenannte Leonhardische Haus an. Leonhardi war ein Schwager Johann Friedrich Schmidts und hatte von diesem den Bauplatz angeboten bekommen. Im 19. Jahrhundert verkaufte die Familie von Leonhardi das Haus an Amschel Mayer von Rothschild. Seitdem ist es besser unter dem Namen Palais Rothschild bekannt. Nach Rothschilds Tod diente es bis 1941, als es von den Nationalsozialisten zwangsgeräumt wurde, als jüdisches Altersheim, 1942 bis zur Zerstörung 1944 als Hauptbefehlsstelle und Wache der Obdachlosenpolizei.

Auch die Fassade des Roten Hauses wurde um 1790, also nur knapp 20 Jahre nach der Neufassung im spätbarocken Geschmack, nochmals frühklassizistisch umgestaltet. Zeitgleich kaufte der damalige Besitzer und Wirt, Johann Adam Dick, die östlich davon gelegenen vier Fachwerkhäuser an, die das Gebäude vom Russischen Hof trennten, und ließ an ihrer Stelle einen eigenständigen Anbau errichten.

Wandel zum klassizistischen Vorzeigeboulevard

Palais Mumm und Palais Rothschild, 1875
(Fotografie von Carl Friedrich Mylius)

Nach der unruhigen, aber für Frankfurt noch glimpflich verlaufenen Zeit der Französischen Revolution unterstand die Stadt ab 1806 dem Kurfürsten und späteren Großherzog Karl Theodor von Dalberg. Er machte den Klassizismus und damit verbundene Vorstellungen zur Chefsache. Die mittelalterliche Befestigung und die frühneuzeitlichen Bastionen der Neustadt wurden geschleift und durch Grünanlagen im Stil englischer Landschaftsgärten ersetzt.

Johann Georg Christian Hess erarbeitete im Auftrage Dalbergs ein Baustatut, das 1809 in Kraft trat und den Klassizismus zur vorgeschriebenen Bauweise für Neubauten machte sowie den Fachwerkbau für Neubauten endgültig verbot. Dennoch wurden viele Bauten, z. B. an der später berühmten Mainfront, aber auch an der Zeil, nur mit klassizistischen Fassaden versehen, ansonsten aber in ihrer Substanz kaum verändert.

Durch das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation hatte Frankfurt die bedeutende Rolle als Wahl- und Krönungsstätte der deutschen Kaiser eingebüßt, und auch das einstige Messgeschäft hatte nicht mehr das Gewicht vorangegangener Jahrhunderte, die Altstadt fiel in einen Dornröschenschlaf. Doch aufgrund des konsequenten Vorgehen Dalbergs, die von ihm eingeläuteten sozialen und wirtschaftlichen Reformen, die auch Niederschlag in der Konstitutionsergänzungsakte fanden, der geänderten Verfassung der ab 1816 Freien Stadt Frankfurt, genoss die Stadt schnell einen selbst international außerordentlich progressiven und liberalen Ruf.

Das gesellschaftliche und zunehmend auch das wirtschaftliche Leben verlagerte sich nach dem bereits eindeutigem Trend des 18. Jahrhunderts nun endgültig in die Neustadt. Neben der Neuen Mainzer Straße war die Zeil durch die noch aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert stammenden frühklassizistischen Großbauten bedeutender Architekten wie Pigage oder Montfort nun der Vorzeigeboulevard der ehemaligen Reichsstadt, die den schwierigen Spagat zwischen Tradition und damaliger Moderne geschafft hatte, ein Problem, das viele andere ehemalige und ebenso konservative Reichsstädte gar nicht oder erst über wesentlich längere Zeiträume meisterten.

Zahlreiche zeitgenössische Beschreibungen dokumentieren den hervorragenden Ruf, den die Zeil in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte. So schrieb der Historiker und Stadttopograph Johann Georg Battonn schon um 1810: „Die Zeile ist ohne Widerrede die schönste Strasse der ganzen Stadt, sie hat ihre seltene Breite den Viehmärkten zu verdanken, die Raum erforderten und nicht zuließen, dass sie der alte Baugeschmack in engere Gränzen brachte. Ihre prachtvollen Gebäude ziehen die Bewunderung der Fremden an sich, und überzeugen sie von dem Reichthum der hiesigen Bürger.“

Zeil-Panorama, 1840
(Aquarell von Johann Georg Adam Strobel)

In einem Reiseführer des Jahres 1843 wurde geschrieben: „Und nun stehen wir an der berühmten Zeil. Niemand wird dieser Zeile von Palästen seine Bewunderung versagen können. Was der Erfindungsgeist unseres industriellen Jahrhunderts für den Luxus nur immer geschaffen hat, finden wir hier in glänzenden, nicht selten prächtigen Läden zur Schau gestellt. Schlösser, wahre Fürstenwohnungen, sind zur Aufnahme der Fremden bereit. Und welche Menschenmenge flutet früh und spät uns hier entgegen, welch dichtes Gewimmel auf der ganzen Breite dieser Straße!“

Blick von der Zeil auf die Hauptwache, 1846
(Kalotypie von William Henry Fox Talbot)

Der Stadtführer deutete bereits einen neuen Trend an: das Beherbergungswesen verlor langsam seine einstige Bedeutung, dafür zogen zunehmend Geschäfte in die Gebäude ein. 1834 wurde der Hotelbetrieb im traditionsreichen Weidenhof eingestellt, 1843 fiel dann das zuletzt im späten 18. Jahrhundert umgebaute Gebäude einem klassizistischen Neubau zum Opfer.

Ansonsten wurde erstaunlicherweise keines der bedeutenderen Bauwerke für die klassizistische Umgestaltung abgebrochen. Die Neu- und Umbauten spielten sich vor allem auf der schon immer weniger bedeutenderen – da nicht von der Sonne beschienenen – Südseite der Zeil ab. Bereits die älteste bekannte Fotografie der Stadt aus dem Jahr 1846 zeigt diese ohnehin selten gezeigte mittägige Straßenseite mit vielen klassizistischen Neubauten.

Erstürmung der Barrikade an der Konstablerwache am 18. September 1848
(Chromolithographie von Eduard Gustav May nach einer Zeichnung von Jean Nicolas Ventadour)

Auch für das Rote Haus waren die glanzvollen Zeiten als Gasthaus endgültig vorüber. Ende 1831 wurde es von seinem letzten Wirt Herrmann Dick für 200.000 Gulden an das Fürstenhaus Hessen-Kassel verkauft, das es kurz nach dem März 1832 umbauen und mit einer spätklassizistischen Fassade versehen ließ.

Bereits 1837 wechselte das Gebäude erneut den Besitzer und ging für 365.000 Gulden an die Fürsten von Thurn und Taxis, die es alsbald für 125.000 Gulden zum Frankfurter Zentrum der Brief- und Fahrpost ausbauen ließen. 1867 ging es nach der Annexion Frankfurts an Preußen, nach der Reichsgründung 1871 wurde es Reichseigentum, unter dem es 1879 für die nun staatliche betriebene Post seine fünfte und letzte Fassade im Stil der italienischen Renaissance erhielt.

Bei den Septemberunruhen 1848 rückte die Zeil kurz ins Zentrum des europäischen Weltgeschehens. Bewaffnete revolutionäre Arbeiter, Bauern und Handwerker, die von der Arbeit der Nationalversammlung in der Paulskirche enttäuscht waren, errichteten am 18. September Barrikaden im ganzen Stadtgebiet, vor allem aber zwischen Haupt- und Konstablerwache. Zwei Abgeordnete der nationalliberalen Casino-Fraktion, Felix Fürst von Lichnowsky und der angesehene preußische General Hans von Auerswald, wurden bei einem Erkundungsritt vor dem Friedberger Tor von Aufständischen angegriffen und tödlich verwundet.

Aufgrund des spontanen wie planlosen Auftretens der Revolutionäre wurde der Aufstand nun sehr schnell von preußischen und österreichischen Militärs blutig niedergeschlagen, wobei insgesamt 42 Menschen ums Leben kamen, darunter 30 Aufständische und 12 Soldaten. Der Vorfall war trotz seines raschen Endes von großer politischer Strahlkraft und wird heute als Beginn vom Ende der Nationalversammlung gesehen.

Kaufhausarchitektur zwischen Gründerzeit und Erstem Weltkrieg

Blick vom Kaiserplatz in der Kaiserstraße Richtung Rossmarkt, 1898
(Fotografie von Max Junghändel)

Im dritten Viertel des 19. Jahrhunderts verlor der Straßenzug zunächst wieder an Bedeutung. Der Grund lag im Entstehen des Bahnhofsviertels vor den westlichen Toren der Stadt, von wo mittels zahlreichen Straßendurchbrüchen durch die bis dato mittelalterlichen westlichen Stadtteile eine durchgängige Anbindung der Zeil an den 1883–1888 erbauten Hauptbahnhof geschaffen worden war.

Blick vom westlichen Ende der Zeil Richtung Rossmarkt, links im Bild die noch alten Häuser Zeil 63–69 (später Zeilpalast bzw. Robinsohn), 1901
(Albuminabzug einer Fotografie)

Vor allem an der ab 1874 bebauten Kaiserstraße mit ihrer großzügigen und einheitlichen Architektur im prachtvollen, wilhelminisch-historistischen Stil, aber auch am nur wenig später begründeten Opernplatz siedelten sich schnell die besten Hotels und Geschäfte der Stadt an, so dass die Zeil mit ihrem damals klassizistisch-biederen und vielfach noch kleinbürgerlich wirkenden Bauten weder funktional noch ästhetisch Schritt halten konnte.

Nur langsam erfolgte eine stadtplanerische Kompensation. 1881 wurde die Zeil, die bis dahin nur von der ehemaligen Konstablerwache an der Kreuzung mit der Fahrgasse bis zur Hauptwache reichte, um einen halben Kilometer nach Osten bis an die Friedberger Anlage verlängert und somit die Idee einer den gesamten alten Stadtkern in Ost-West-Richtung durchquerenden Achse vollendet.

Die Neue Zeil war noch mehrere Jahrzehnte in ihren Hausnummern eigenständig, erst 1911 erfolgte die Fusion mit der bestehenden Zeil. Da die Straßen in Frankfurt in Flussrichtung des Mains, also von Ost nach West nummeriert werden, war es damit knapp über 60 Jahre nach Einführung der Hausnummern im Jahre 1847 schon wieder nötig, sämtliche Häuser an der Zeil mit neuen Nummern zu versehen – statt 74 waren es nun 131, eine Zahl, die trotz mancher Parzellenzusammenführung bis heute konstant geblieben ist.

Nach nur zögerlichen Bauprojekten in den letzten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts kam es dann erst ab etwa 1895 zu einem nie dagewesenen Bauboom, der das Gesicht der Zeil bis zum Ersten Weltkrieg völlig veränderte. Große Geschäftshäuser, Kaufhäuser und Warenhäuser ersetzten die barocken und klassizistischen Stadtpaläste, und schon um 1900 waren nur noch weniger als 20 der die Zeil um 1850 prägenden Gebäude vorhanden.

Polizeipräsidium an der Neuen Zeil / Ecke Klingerstraße, um 1888

Eines der frühesten Neubauprojekte dieser Periode war das 1882/1883 im damals noch üblichen Neorenaissancestil errichtete Haus Kaiser Karl an der Ecke von Zeil und Großer Eschenheimer Straße, also an der Stelle des heutigen Kaufhof. Am östlichen Ende der Zeil wurde das mittelalterliche Zeughaus, dessen angebautes, erst 70 Jahre altes Wachhäuschen bereits 1822 niedergelegt worden war, abgerissen, und durch einen ganzen Block von gründerzeitlichen Wohn- und Geschäftshäusern ersetzt. Im selben Zeitraum wurden auf dem ehemaligen Klapperfeld an der Neuen Zeil mit dem Polizeipräsidium sowie dem heute noch erhaltenen Justizpalast (heute vom Land- und Amtsgericht genutzt) zwei Großbauten errichtet, die noch lange Zeit wie Fremdkörper inmitten der Reste der gewachsenen Bebauung wirkten.

Zeil mit dem Neubau der Hauptpost, 1898
(Fotografie von Max Junghändel)

Zu den prächtigsten Bauwerken zählte der 1890–1891 errichtete riesige Bau der Frankfurter Hauptpost, für den wiederum das Rote Haus und der Russische Hof weichen mussten. Mit letzterem verlor die Stadt den bedeutendsten Profanbau des frühen Klassizismus, was schon Zeitgenossen teils heftig kritisierten. Der Neubau war von einer stadtbildprägenden Kuppel gekrönt, an beiden Enden der breiten Straßenfront befanden sich Ecktürme mit weiteren Kuppeln. Die posteigene Straßenbahnlinie fuhr durch einen großen Torbogen in den Innenhof, wo die von den Postbahnhöfen am Hauptbahnhof und Ostbahnhof angelieferten Briefe ausgeladen wurden.

Schon seit den 1880er Jahren waren die Gebrüder Hoff in dem spätklassizistischen Eckhaus zur Liebfrauenstraße erfolgreich im Seidenwarengeschäft tätig. Nach und nach erwarben sie die drei an der Zeil angrenzenden barocken Fachwerkhäuser und ließen 1893–1896 durch die Architekten Ritter und Martin auf den vier Parzellen einen monumentalen Neubau errichten. 1898–1899 entstand unter dem Architekten E. Greiß das Haus Minerva an der Stelle des Pasquay’schen Hauses sowie der beiden westlich angrenzenden, ebenso alten Fachwerkhäuser; auf der Parzelle steht heute die Zeilgalerie. Ebenfalls 1899 fiel der barocke Darmstädter Hof der Spitzhacke zum Opfer, um für einen unter Hessischer Hof firmierenden Geschäftsbau Platz zu machen.

Grand Bazar, Palais Rothschild und Warenhaus Schmoller, um 1910
(Ansichtskarte)

Nachdem im Frühjahr 1900 der Römische Kaiser abgebrochen worden war, eröffnete noch im selben Jahr das Warenhaus Schmoller, sowie das von den Architekten Beck & Grünewald an der Stelle des gleichnamigen, klassizistisch veränderten Palais aus dem 18. Jahrhundert erbaute Geschäftshaus Böhler. 1903 verkaufte die Familie Mumm von Schwarzenstein ihr Palais an die belgische Societé anonyme du Grand Bazar de Francfort, dessen Abbruch noch im Dezember desselben Jahres begann. 1904 erwarb die Gesellschaft auch das Schmoller, bis 1905 war an der Stelle des ehemaligen Palais Mumm durch den bedeutenden belgischen Architekten Victor Horta der Grand Bazar fertig gestellt. Das nur aus Glas und Stahl erbaute Gebäude verfügte als einziges Geschäftshaus an der Zeil über eine ausgeprägte Jugendstilfassade.

Haus Minerva am Weidengässchen, um 1905
(Ansichtskarte)

1902 entstand unter dem Architekten Otto Sturm die Buchhandlung Auffahrt an der Stelle des traditionsreichen Café Milani. Direkt östlich daneben errichteten 1904 die Architekten Josef Rindsfüßer und Martin Kühn an der Stelle des nicht weniger stadtbekannten Café Mozart das Geschäftshaus von Frank & Baer, das 1912 durch den östlich angrenzenden ehemaligen Weidenhof erweitert und in seiner Gesamtheit mit einer der Reformarchitektur jener Jahre verpflichteten Fassade versehen wurde. 1904–1905 verschwanden die beiden neben der Katharinenkirche stehenden Häuser, von denen eines noch aus dem 18. Jahrhundert stammte, zugunsten eines neobarocken Prachtbaus für das Modehaus Robinsohn, ausgeführt von dem Architekten Julius Lönholdt.

Das Kaufhaus Michael Schneider war bereits seit 1899 auf der Zeil zunächst im Haus Minerva ansässig und im selben Jahr in den Besitz des Geschäftsmanns Gottlob Beilharz übergegangen. 1906–1907 erhielt sein Unternehmen durch die Architekten Josef Rindsfüßer und Martin Kühn einen Erweiterungsbau an der Ecke zur 1898 verbreiterten Stiftstraße, der sich ab 1911 auch auf den benachbarten Hessischen Hof ausdehnte. Damit war in weniger als zehn Jahren die gesamte Zeilnordseite zwischen Großer Eschenheimer Straße und Schäfergasse vollständig durch Neubauten ersetzt worden.

Zeil mit zahlreichen Neubauten (u. a. Robinsohn, Zeilpalast, Hoff und Auffahrt) nach Osten, 1910
(Ansichtskarte)

1908–1909 errichtete der Architekt Otto Engler aus Düsseldorf an der Südseite der Zeil mit dem Kaufhaus Wronker das größte Warenhaus der Stadt. Die 80 Meter breite Straßenfront nahm ein gutes Drittel des Häuserblocks zwischen Liebfrauenstraße und Hasengasse ein. Die damals in Frankfurt vielbeschäftigten Architekten Josef Rindsfüßer und Martin Kühn waren wiederum für den Zeilpalast verantwortlich, der neben dem Modehaus Robinsohn 1908–1910 an der Stelle zweier klassizistischer Häuser entstand und hier das westliche Entrée zur Liebfrauenstraße bildete.

1912 folgte noch das Kaufhaus Fuhrländer zwischen Schäfergasse und Großer Friedberger Straße. Die Marke war seit 1886 im Besitz des Geschäftsmanns Thomas Beckhardt, der in den Jahren 1909–1911 fünf ältere Häuser erworben hatte, die für den Neubau verschwanden. 1913 folgte noch ein östlich angrenzendes Gebäude für einen Anbau, wodurch die neoklassizistische Fassade eine leichte Asymmetrie aufwies. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 fand nicht nur der Bauboom ein plötzliches und fast ein Jahrzehnt währendes Ende, sondern auch das Grand Bazar wurde aufgrund seines französischen Namens in Kaufhaus Hansa umbenannt.

Der binnen zwei Jahrzehnten erfolgte Wandel der Zeil wird am besten in Zahlen deutlich: die Wohnbevölkerung des Straßenzuges nahm zwischen 1895 und 1914 um 60 % ab, während sich die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte im selben Zeitraum durch den Bau der großen Geschäftshäuser halbierte.

Weimarer Republik und Zeit des Nationalsozialismus

Die Zeit der Inflation in den Nachkriegsjahren und die Weltwirtschaftskrise ab 1929 gingen an der Zeil als Hauptgeschäftsstraße nicht spurlos vorüber. Es kam zu Geschäftsaufgaben und -übernahmen. Beispiele hierfür waren etwa die Gebrüder Hoff, deren Geschäftshaus an der Ecke zur Liebfrauenstraße 1925 von dem Herrenkonfektionär Carsch & Co. übernommen wurde. Wohl nach Vorstellungen des Neuen Bauens ließ die Firma Carsch die neobarocke Fassade aus den 1890er Jahren bis 1926 fast völlig entstucken und umgestalten, die nun wieder dem klassizistischen Vorgängerbau recht nahekam. Eine weitere Firma, die die Krise nicht überstand, war das Modehaus Robinsohn an der Katharinenkirche – das Gebäude wurde 1927 von der Nassauischen Landesbank bezogen.

Eine der wenigen Firmen, die schon seit der Jahrhundertwende und auch über den Krieg hinaus wuchs, war der Textilwarenhandel von Julius Oberzenner, der noch bis 1895 in der Fahrgasse ansässig war. Bis zu seinem Tod 1910 erwarb er zahlreiche Bauten auf der Südseite der Zeil zwischen Reineckstraße und Hasengasse, die ihm nachfolgenden Geschäftsführer in den Kriegsjahren weitere, so dass in den 1920er Jahren die sechs Häuser Zeil 71–81 (an der heutigen Stelle von Peek & Cloppenburg) unter einer einheitlichen Fassade zusammengefasst werden konnten.

Auch die 1897 gegründete und bis heute existente Firma Pletzsch hatte ihr Geschäft zunächst in der Fahrgasse und bereits 1914 mit dem westlichen Eckhaus von Zeil und Hasengasse eines der letzten barocken Fachwerkhäuser des Straßenzuges erworben. Aufgrund des Kriegsgeschehens wurde es dann aber erst 1927–1928 durch ein in Stahlbetonbauweise errichtetes Gebäude ersetzt, das zudem den ersten Neubau in reinen Formen der klassischen Moderne darstellte.

Erst 1928 kam es mit dem Warenhaus Tietz wieder zu einem bedeutenden Neubau, das mit seiner markanten, um die Ecke am westlichen Ende der Zeil geführten Art-déco-Fassade an die Stelle der erst wenige Jahrzehnte alten Häuser Auffahrt sowie Frank & Baer trat. 1929 erfolgte durch den aus der Schweiz stammenden Berliner Architekten Sepp Kaiser noch ein neusachlicher Neubau für das Textilkaufhaus C. & A. Brenninkmeyer im Bereich der Neuen Zeil zwischen Porzellanhof- und Goldstelzenstraße. 1936 richtete sich das Textilkaufhaus Peek & Cloppenburg in den Häusern Böhler und Minerva neben der Hauptpost ein. Die letzte große Baumaßnahme vor dem Zweiten Weltkrieg war in den Jahren 1937 und 1938 der Abriss des ehemaligen Grand Bazars an der Ecke zur Brönnerstraße, wo anschließend ein schmuckloser Neubau für das Kaufhaus Woolworth entstand.

Viele Warenhausbesitzer waren Juden; deshalb blieben einige der größten Häuser samstags (Sabbat) geschlossen, während die von Christen und anderen geführten Ladengeschäfte öffneten. Die jüdischen Besitzer wurden in der Zeit des Nationalsozialismus enteignet, Günstlinge des Systems konnten die Unternehmen zu unrealistisch niedrigen Preisen erwerben. Bekannt ist in diesem Zusammenhang der Fall der Kaufmannsfamilien Tietz, aus deren Warenhäusern durch die sogenannte „Arisierung“ die Konzerne Hertie und Kaufhof hervorgingen. Bereits 1934 war der Textilwarenhandel von Julius Oberzenner in Krämer & Heinrich, der Wronker-Konzern in DEFAKA (Deutsches Familienkaufhaus) umfirmiert worden. 1935 übernahm Peek & Cloppenburg die Unternehmen Bamberger & Hertz sowie Julius Braunenthal in den arisierten Häusern Böhler und Minerva. Weitere Betroffene waren 1936 Carsch, aus denen Ott & Heinemann hervorging, und noch 1938 Fuhrländer, die in Goede umbenannt wurden. Während der Familie Beckhardt, den Inhabern des Fuhrländer, noch die Flucht aus Deutschland gelang, starb Hermann Wronker 1942 im Konzentrationslager.

In den Luftangriffen des 22. März 1944 wurden die Gebäude auf der Zeil und ihre Umgebung fast vollständig zerstört. Die zahlreichen Neubauten der Jahrhundertwende brannten größtenteils aus und wurden zusätzlich durch Sprengbomben teils schwer beschädigt. Schlimmer erging es den wenigen, ganz in Fachwerkbauweise errichteten Resten der Architektur früherer Jahrhunderte, die im Feuersturm restlos untergingen. Neben den bereits genannten Palazzi aus dem 18. Jahrhundert gab es vor allem zwischen Hasen- und Fahrgasse noch einige ältere Bauten, z. B. das stadtbekannte Haus Türkenschuss an der östlichen Ecke von Zeil und Hasengasse.

Wiederaufbau und Nachkriegszeit

Nach Kriegsende bot sich an der Zeil ein Bild der Verwüstung, die dennoch nicht so total war wie im inneren Altstadtkern. Die einzigen nahezu unversehrten Geschäftshäuser waren der moderne Pletzsch- sowie der ebenfalls als reine Stahlbetonkonstruktion konzipierte Woolworth-Bau. Zahlreiche Aufnahmen aus den 1940er Jahren, vor allem von Fred Kochmann aus dem Oktober 1946, aber auch noch vom Anfang der 1950er Jahre zeigen, dass man sich vielfach provisorisch in Gebäuden einrichtete, die „nur“ ausgebrannt waren.

Neue Zeil mit gründerzeitlichen Wohnhäusern, 2009
Zeil mit Blick von der Konstablerwache nach Westen, 1960

So geschah es etwa bei der Nassauischen Landesbank neben der Katharinenkirche, dem anschließenden Zeilpalast sowie Ott & Heinemann an der Ecke zur Liebfrauenstraße – die teils aufwändig dekorierten Fassaden waren hier völlig intakt. Im weiteren Verlauf der Südseite bot sich dagegen bis hin zum nur im Dachbereich beschädigten Neubau von Oberzenner der Anblick fast totaler Zerstörung. Auf der Nordseite ebenfalls nur gering beschädigt und zunächst übergangsmäßig genutzt waren die Häuser Minerva und Böhler, das Kaufhaus Michael Schneider, das Kaufhaus Fuhrländer sowie der Bau von Brenninkmeyer im Bereich der Neuen Zeil. Während hier die Südseite ebenfalls fast völlig zerstört war, hat sich an der Nordseite eine größere Anzahl gründerzeitlicher Wohnbauten bis in die Gegenwart erhalten.

In einem ahistorischen Bestreben, vergleichbar mit der neugotischen Idee von der Freistellung der Kirchen im 19. Jahrhundert, stellte man den Chor der Katharinenkirche frei, obwohl dieser seit der Erbauung der Kirche im späten 17. Jahrhundert immer von profaner Bebauung umgeben und auch entsprechend ungestaltet war. Daher tauschte die aus der Nassauischen Landesbank hervorgegangene Nassauische Sparkasse ihre Parzelle gegen das dahinter liegende Grundstück des ehemaligen städtischen Pfandhauses ein und ließ hier 1953–1954 einen ebenfalls bis heute erhaltenen Neubau in nüchternen Formen errichten.

Auch der übrige Wiederaufbau verlief reichlich pragmatisch und in äußerst schlichter Formensprache. Bis auf die neoklassizistische Fassade des Kaufhauses Fuhrländer von 1912 – allerdings durch einen Glasvorhang in ihrer Wirkung erheblich gemindert – sowie die Rückfassade des Kaufhauses Wronker am Holzgraben sind bis in die Gegenwart alle der zuvor genannten, vielfach wiederaufbaufähigen Vorkriegsgebäude dabei sofort oder im Verlauf von Jahrzehnten durch einfache Neubauten ersetzt worden, die bis heute das Bild der Zeil prägen. Vielfach wurden hierbei kleinere Parzellen zusammengezogen, was zahlreiche Großbauten vom Ausmaß ganzer früherer Stadtblöcke nach sich zog.

1950 kam die Idee einer Verbreiterung der Zeil auf, weswegen die Stadt im selben Jahr einen Baustopp für alle Projekte auf der Zeilsüdseite verhängte. Die sich über fünf Jahre ziehende Debatte hemmte den Wiederaufbau erheblich. 1955 beschloss man endlich einen neuen Fluchtlinienplan, nach dem die Straßenflucht bis hin zur Liebfrauenstraße um bis zu acht Meter zurückgenommen wurde. Sämtliche an der Südseite noch stehenden Gebäude bis hin zur Liebfrauenstraße, darunter auch der völlig unbeschädigte Pletzsch-Bau, mussten weichen. Vor allem im besonders stark zerstörten Bereich östlich der Hasengasse kam es in der Folge zu einer radikalen städtebaulichen Neuordnung.

Der Baugraben, einst nördliche Parallelstraße der Reineckstraße an der hier vor dem Krieg befindlichen Kleinmarkthalle wurde aufgegeben und die neue Flucht der Zeil um den hierdurch gewonnenen Raum nach Süden gezogen. Im Osten entstand mit der Konstablerwache ein historisch so nie dagewesener, riesiger freier Platz anstelle zahlloser Parzellen der vor dem Krieg hier beginnenden Börne- und Allerheiligenstraße. Der im Luftbild deutlich sichtbare „Stumpf“ des heute An der Staufenmauer benannten Restes der Börnestraße lässt ihren früheren Verlauf noch heute erkennen. Östlich davon schnitt man die Kurt-Schumacher-Straße als Nord-Süd-Achse einer „autogerechten Stadt“ durch die alte Parzellierung.

Das an der Konstablerwache 1953–1954 errichtete Bienenkorbhaus, das als eines der ersten Hochhäuser in Frankfurt einen markanten Abschluss der „alten“, westlichen Zeil bildete, war somit noch vor Verabschiedung des neuen Fluchtlinienplans an der Südseite entstanden. Dies erklärt, warum es heute sichtbar aus der jetzigen Straßenflucht vorspringt. Ott & Heinemann, die bereits im Mai 1945 an der Ecke zur Liebfrauenstraße zwischen den Resten eines zu 80 Prozent zerstörten Hauses als erstes Geschäft wiedereröffneten, kamen mit ihrem an alter Stelle Anfang 1950 begonnenen Neubau ebenfalls in Konflikt mit den Stadtplanern.

Der Entwurf des fünfstöckigen Kaufhauses basierte auf den ursprünglichen, schmalen Straßenfluchten der Zeil im Vorkriegszustand. Aufgrund des Baustopps durfte daher zunächst nur im rückwärtigen Bereich mit dem Bau begonnen werden. 1955 kam es dann zeitgleich mit dem neuen Fluchtlinienplan auch in den rechtlichen Streitigkeiten zu einer Einigung: das Erdgeschoss wurde auf die neue Straßenflucht zurückgesetzt und die darüberliegenden Stockwerke auf Arkaden am Fahrbahnrand gesetzt, womit sich die ursprünglich geplante Verkaufsfläche nur geringfügig reduzierte. Nachdem der Bau im Mai 1955 wieder aufgenommen werden konnte, wurde das Kaufhaus 1956 fertiggestellt. Der Mitinhaber Erich Heinemann hatte auf dem Dach seines Bekleidungsgeschäfts einen Taubenschlag mit einigen hundert Brieftauben. Im August 1970 wurde das Geschäft von der Firma Dyckhoff übernommen. Der Legende nach erhielt die Kölner Bekleidungskette den Zuschlag, weil sie Heinemann zusagte, die Ausübung seines Hobbys weiterhin zu dulden.

Blick in die Zeil von der Hauptwache aus an Weihnachten 1952. Links vorne der Kaufhof.

Auch die übrigen prominenten Grundstücke der Zeil waren sehr schnell wieder mit provisorischen Kaufhäusern bebaut. Das Warenhaus Kaufhof an der Ecke Zeil und Große Eschenheimer Straße eröffnete noch im gleichen Jahr im wiederhergerichteten Erdgeschoss einer Kaufhausruine. 1950 wurde ein zweigeschossiger Neubau eröffnet, 1954 wurde es auf fünf Geschosse aufgestockt, 1968 besaß das Warenhaus schon sieben Verkaufsetagen einschließlich des sich weit unter den Platz vorstreckenden Untergeschosses, das direkt in den unterirdischen Schnellbahnknoten an der Hauptwache übergeht. Im Kern hat sich an dem Gebäude seitdem wenig verändert, Umbauten Ende der 1980er Jahre sowie 2008 waren reine Fassadenerneuerungen.

Zeil vor dem neuen Hauptpostamt, 1988

Nach knapp fünfjähriger Bauzeit konnte 1956 das Fernmeldezentrum der Deutschen Bundespost fertiggestellt werden, dessen Gesicht zur Zeil das neue Hauptpostamt bildete. Es ersetzte den 1891 errichteten Gründerzeitbau in deutlich nüchternerer Form. Dahinter erhob sich der mit Antennen bestückte Westturm – mit 70 Metern zur damaligen Zeit eines der höchsten Gebäude in Frankfurt.

Von den von Peek & Cloppenburg genutzten Häuser Minerva und Böhler wurden alsbald die beschädigten Dachgeschosse abgetragen und die Fassaden vereinheitlicht. Nach mehrfachen Umbauten und Aufstockungen wichen die im Kern immer noch alten Gebäude erst 1990 der 1991–1992 von Jürgen Schneider im Stil der Postmoderne erbauten Zeilgalerie. Peek & Cloppenburg zogen nach dessen aufwändigen postmodernen Umbau 1985–1988 in das ehemalige Karstadtgebäude neben dem Bienenkorbhochhaus um. Dieses hatte Karstadt erst 1978 von Neckermann übernommen.

Am 2. April 1968 wurden der Kaufhof und das Kaufhaus Michael Schneider Ziel von politisch motivierten Brandanschlägen durch die späteren Begründer der Rote Armee FraktionAndreas Baader und Gudrun Ensslin. Dabei entstand in beiden Häusern ein Schaden von 673.204 DM, (heutiger Geldwert 1.321.583 Euro). Da die Brandsätze um Mitternacht zündeten, kamen keine Menschen zu Schaden.

Die Zeil im 21. Jahrhundert

Die Zeil am frühen Abend, März 2011

Als Initialzündung für eine tiefgreifende Neugestaltung des Straßenzuges kann das PalaisQuartier gesehen werden. Auf dem ausgedehnten Areal zwischen dem Fernmeldehochhaus an der Großen Eschenheimer Straße und dem Hauptpostamt aus den 1950er Jahren auf der Zeil entstanden nach deren Abriss 2004 zahlreiche neue Gebäude, die im Verlaufe des Jahres 2009 eröffneten. Mit der Einweihung des MyZeil im Februar 2009 ist das ehemalige Postareal nun erstmals seit dem Ende des Gasthausbetriebes im Roten Haus – also seit 1831 – wieder mit einem öffentlich zugänglichen Gebäude bebaut.

Am 29. April 2009 wurde bekannt, dass das Hochhaus-Hotel des PalaisQuartier als Fünf-Sterne-Haus von der in Dubai ansässigen Luxushotelgruppe Jumeirah betrieben werden wird. Im Zusammenhang mit der aufwändigen Architektur des Einkaufszentrums und den hier ansässigen gehobenen Geschäften ist nun zusätzlich mit gehobener Klientel in Bezug auf den Hotelbetrieb zu rechnen.

Das PalaisQuartier vom Maintower, März 2011

Im Zusammenhang mit dem optischen Zustand des Straßenzuges, der immer noch von der schlichten Wiederaufbauzeit geprägt ist, wird nun eine Art Domino-Effekt erwartet. Im März 2009 wurde bekannt, dass die Fassade der Zeilgalerie für acht bis zehn Millionen Euro komplett erneuert werden soll. Wie die damalige Oberbürgermeisterin Petra Roth bei der Eröffnung des Einkaufszentrums My Zeil bekanntgab, lagen schon weitere Anträge auf Fassadenerneuerungen bei der Stadt vor, die sich teilweise bereits in der Bauausführung befanden (Zeil 109).

Auch die Straße als solche wurde vollständig überarbeitet: auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung sind die vier fest installierten, an Gastronomiebetriebe verpachteten Buden, die sich in einem baufälligen und optisch wenig ansprechenden Zustand befanden, verschwunden, ebenso der von FES und Ordnungsamt unterhaltene Kubus an der Einmündung zur Stiftstraße. Sie wurden durch zwei querstehende größere und einen kleineren Pavillon ersetzt. Die vier Baumreihen blieben bestehen und wurden lediglich an verschiedenen Stellen unterbrochen bzw. für Plätze gelichtet. Darüber hinaus erhielt die Straße einen neuen Bodenbelag aus wesentlich helleren und rutschfesteren Betonsteinen. Die Umgestaltung der Zeil sollte zeitgleich mit der Fertigstellung von Palaisquartier im Frühjahr 2009 abgeschlossen werden, verzögerte sich aber u. a. wegen des ungewöhnlich kalten Winters und eines vermeintlichen Zahlungsverzuges der Stadt erheblich und konnte erst Ende Oktober 2010 offiziell eingeweiht werden.

Blick in die Zeil aus Richtung der Hauptwache

Die größten Warenhäuser der Zeil liegen an den beiden wichtigen Plätzen Hauptwache und Konstablerwache und verfügen über Direktzugänge zu den Schnellbahnknoten. Dazwischen liegen weitere wichtige Kaufhäuser, Boutiquen und Elektronikgeschäfte. 1992 und 2009 entstanden zwei Einkaufszentren, ersteres wurde 2016 wieder abgerissen.

Gastronomisch ist die Zeil durch Schnellrestaurants geprägt. Neben zwei McDonald’s-Filialen und Nordsee-Restaurants finden sich in der Mitte der Straße zwischen den Bäumen zahlreiche Buden für Pommes frites, Döner und Ähnliches.

Die Neue Zeil östlich der Konstablerwache konnte sich bis heute nicht als Einkaufsstraße etablieren. Dafür gibt es dort einige wichtige Institutionen. Das 1. Revier der Frankfurter Polizei an der Zeil 33 ist zuständig für die komplette Innenstadt. Daneben lag bis zum Herbst 2007 die Zentrale der Frankfurter Stadtbücherei. Das Gebäude Zeil 42 ist Sitz des Oberlandesgerichtes Frankfurt am Main. Weiter östlich liegt das zentrale Bürgeramt für Migration, Statistik und Wahlen.

Im Folgenden werden einige wichtige Gebäude erläutert.

Kaufhalle Konstablerwache

Ehemalige Kaufhalle, März 2009

Die Kaufhalle GmbH eröffnete am 28. November 1963 an der Konstablerwache auf der nordwestlichen Ecke von Zeil und Konrad-Adenauer-Straße ein Niedrigpreis-Warenhaus. Das sechsstöckige Gebäude entstand auf zwei nicht benachbarten Grundstücken der Zeil sowie Grundstücken der rückwärtigen Gelbhirschstraße und trägt deshalb die Hausnummern 58 und 64. Da sich der Konzern nicht mit den Eigentümern eines alten Doppelhauses auf dem Grundstück 60–62 einigen konnte, wurde das Warenhaus um dieses Gebäude herum gebaut und präsentiert sich zum Platz Konstablerwache hin wie scheinbar zwei Gebäude mit der gleichen Fassade. Dem Gebäude in Skelettbauweise wurde eine seinerzeit moderne Fassade aus Leichtmetall und Glas vorgehängt. Das Untergeschoss wurde bereits beim Bau auf eine Anbindung an die B-Ebene des geplanten und in den 1970er Jahren gebauten Schnellbahnknoten Konstablerwache vorbereitet. In den oberen Etagen befinden sich Büroräume.

Im Frühjahr 1993 wurde die Kaufhalle-Filiale geschlossen. Nach einer Renovierung wurde die Ladenfläche in Parzellen unterteilt und einzeln vermietet, darunter die Kaufhof-Tochter „Mauricius Mode und Sport“.

Heute ist im westlichen Teil eine von drei Filialen des Modeunternehmens Hennes & Mauritz auf der Zeil. Im östlichen Teil hat Conrad Electronic nach einem Umzug aus der Höhenstraße im Nordend sein Frankfurter Geschäft auf 2.600 m² Verkaufsfläche in drei Etagen vergrößert. Der Übergang von der B-Ebene zum Untergeschoss war anfangs noch als Eingang geöffnet, wurde jedoch bereits nach kurzer Zeit geschlossen. Im September 2010 eröffnete die Fitnessstudio-Kette McFit im dritten und vierten Stockwerk des Gebäudes ihre dritte Frankfurter Filiale. Diese hat seitdem ganzjährig 24 Stunden täglich geöffnet. Der Eingang des Studios befindet sich im westlichen Teil des Gebäudes neben Hennes und Mauritz und ist ein früherer Personaleingang.

Bienenkorbhaus

Hauptartikel: Bienenkorbhaus
Bienenkorbhaus, August 2004

Das Bienenkorbhaus bildet das Gelenk zwischen der Zeil und dem Anfang der 1950er Jahre neu angelegten Platz „Konstablerwache“, wobei es genau an der Stelle (Ecke Zeil/Fahrgasse) des namensgebenden, 1822 abgerissenen Wachgebäudes steht. Das 43 Meter hohe, zwölfgeschossige Hochhaus entstand 1954 nach Plänen von Johannes Krahn und beherbergt seitdem die Hauptfiliale der Frankfurter Sparkasse, auf deren damaliges Logo, ein Bienenkorb, der Name des Hauses zurückgeht. Es bildet die städtebauliche Dominante des Platzes und ist, da es über die Flucht der südlichen Straßenseite in den Straßenraum hineinragt, auch von der Zeil aus weithin zu sehen. Das Haus wurde 2007 bis 2009 umgebaut und ein zur Zeil hin orientierter Annexbau durch einen Neubau ersetzt. Am 24. April 2009 fand die Wiedereröffnung statt.

P&C Weltstadthaus Frankfurt

Das P&C Weltstadthaus

1988 wurde das Peek&Cloppenburg-Weltstadthaus neben dem Bienenkorbhaus auf der Südseite der Zeil eröffnet. Zuvor befand sich hier ein Neckermann-Kaufhaus, das 1956 eröffnet und nach der Fusion mit Karstadt aufgegeben wurde. Das Gebäude grenzt im Westen direkt an das benachbarte Nobel-Haus. Auf der Rückseite liegt gegenüber der Reineckstraße südlich das Parkhaus Konstabler. Mit dem Neubau wurde diese Straße stillgelegt und überbaut, so dass die beiden Gebäude heute eine Einheit bilden.

Der alte Bau ist nicht komplett abgerissen worden, sondern wurde vollständig entkernt. Auf Basis des alten Stahlbeton-Skeletts entstand nach dem Entwurf des Düsseldorfer Architekturbüros RKW (Rhode, Kellermann, Wawrowsky) ein Neubau im postmodernen Stil. Der siebenstöckige „Kaufhauspalast“ ist in seiner gesamten Gestaltung und Strukturierung symmetrisch auf zwei zentral gelegene Haupteingänge auf der Zeil ausgerichtet. Besonderes Merkmal sind die goldglänzenden Tür- und Fensterrahmen aus poliertem Messing. Auch die Innenarchitektur richtet sich völlig nach diesem Stil, so sind die Säulen und Rolltreppen mit Messingelementen und Spiegelflächen verkleidet. Über dem zentralen und sehr großzügig gestalteten Rolltreppenbereich befindet sich ein großes pyramidenförmiges Oberlicht.

Die Frontseite des Gebäudes ist rund 90 Meter lang und mit dem Verlauf der Zeil leicht konvex geformt. Die Fassadengestaltung der Front- und Ostseite ist in mehrere Bereiche gegliedert. Der zweigeschossige Sockel verfügt über weitläufige Schaufensterflächen. Dabei springt das erste Obergeschoss etwa ein Meter über die Häuserflucht des Erdgeschosses und der benachbarten Gebäude hinaus. Die vier Etagen darüber sind einen weiteren Meter vorgesetzt und haben eine helle Natursteinfassade, die im zweiten bis vierten Geschoss durch schmale, vertikale Lichtschlitze gegliedert ist. Unterbrochen wird dieses Muster durch vier etwas breitere Fensterflächen über drei Etagen, die jeweils über den beiden Eingängen und an den Ecken gelegen sind. Die fünfte Etage verfügt über gewöhnliche Fenster in gleichmäßigen Abständen und die darüberliegende Etage ist als Staffelgeschoss wieder auf die Grundfläche des Erdgeschosses zurückgesetzt.

Das Frankfurter Kaufhaus ist zu einem Meilenstein in der Firmengeschichte von Peek&Cloppenburg geworden, denn es war das erste einer Reihe weiterer sogenannter Weltstadthäuser in deutschen Großstädten, bei denen die Bekleidungshauskette auf eine exklusive und repräsentative Architektur setzte. Das Gebäude der P&C-Gruppe „West“ (P&C Düsseldorf) hat eine Verkaufsfläche von 16.900 Quadratmetern. Seit August 2005 hat der US-amerikanische Sportartikelanbieter Nike im Weltstadthaus als Untermieter nach dem „store in store“-Konzept auf 450 Quadratmetern im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss eine Filiale mit eigenem Eingang.

Nobel-Haus

Das Nobel-Haus an der Ecke Hasengasse

1993 ließ Jürgen Schneider das Nobel-Haus an der östlichen Ecke von Zeil und Hasengasse – anstelle des ehemaligen Modehaus Nobel – auf dem Grundstück 77–79 erbauen. Nach der Milliardenpleite des Immobilienunternehmers wurde das Haus von einem Frankfurter Facilitymanager übernommen. Im Oktober 1993 eröffnete dort der erste deutsche und größte europäische Disney Store. Aufgrund nicht erfüllter Umsatzerwartungen musste das Merchandisinggeschäft nach sechs Jahren Ende 1999 schließen. Seit Herbst 2000 hat die Herrenmodekette Eckerle die Räumlichkeiten bezogen.

Das Haus gliedert sich in vier Geschäfts- und darüberliegend fünf Büro-Etagen. Architektonisches Merkmal des gläsernen, postmodernen Gebäudes ist die halbrunde Form und der außenliegende, komplett verglaste Aufzug. Auf drei Büro-Etagen hat der Softwarehersteller Novell seine Frankfurter Niederlassung.

MyZeil und Palaisquartier

Hauptartikel: MyZeil und Palaisquartier
Spektakuläres Loch in der MyZeil-Fassade, April 2009

Am 28. September 2005 fand der erste Spatenstich für das neue Einkaufszentrum MyZeil am westlichen Teil der Zeil statt. Es entstand neben der Zeilgalerie anstelle des ehemaligen Telekom-Areals und ist Teil des Projektes Palaisquartier, zu dem noch der Neubau zweier Hochhäuser und der Bau einer vereinfachten Rekonstruktion des Palais Thurn und Taxis gehören. Das MyZeil wurde am 26. Februar 2009 eröffnet.

Zeilgalerie

Hauptartikel: Zeilgalerie und UpperZeil
Zeilgalerie, November 2013

1992 entstand auf dem ehemaligen Grundstück von Peek & Cloppenburg die von dem Investor Jürgen Schneider errichtete sogenannte Zeilgalerie, ein Einkaufszentrum, das verschiedene kleinere Geschäfte und Cafés beinhaltete. Auf dem Dach des zehnstöckigen Gebäudes befand sich ein IMAX-Kino, ein Café und eine kostenlose Außenterrasse – ein beliebter Aussichtspunkt mit Blick auf die Frankfurter Innenstadt und Skyline. Das Gebäude war über die Terrasse und im Untergeschoss mit dem benachbarten Kaufhof verbunden. 2010 wurde die Zeilgalerie vollständig renoviert, nachdem das Gebäude zunehmend an Attraktivität verloren hat und viele Ladengeschäfte leer standen. Neben einer farblichen Umgestaltung des Innenbereichs erhielt sie eine mit weißen LEDs bestückte, futuristisch wirkende Außenfassade. Wegen des Leerstandes und der Betriebskosten aufgrund eines ungünstigen Grundrisses wurde die Zeilgalerie im Sommer 2016 abgerissen. Auf dem Grundstück entsteht bis Ende 2018 das Geschäftshaus UpperZeil mit Ladengeschäften. Die oberen Geschosse werden mit dem Nachbargebäude verbunden und von der Galeria Kaufhof genutzt.

Katharinenkirche

David & Goliath

Die im 17. Jahrhundert erbaute, evangelische Katharinenkirche bildet mit der Hausnummer 131 den südwestlichen Abschluss der Einkaufsmeile und ist das älteste Gebäude der Zeil. Mehr noch als das namensgebende Gebäude dominiert sie den Platz An der Hauptwache. Durch ihre Lage als „City-Kirche“ im Mittelpunkt der Stadt ist ihre seelsorgerische Tätigkeit stark auf das großstädtische Publikum ausgerichtet. Dies drückt sich sowohl durch eine aktive Obdachlosenarbeit als auch durch Angebote für Berufstätige und Einkäufer aus. Letztere nutzen die Kirche in Einkaufspausen oder auf dem Weg zur U-Bahn, um einige Minuten zu erholen. In der Adventszeit können Zeil-Kunden an der Katharinenkirche bereits erworbene Einkäufe zwischenlagern und sich unbeladen erneut auf die Geschenkejagd begeben. Montags und donnerstags gibt es zur Feierabendzeit (16.30 Uhr) das Angebot „30 Minuten Orgelmusik“, das sich ebenfalls an „gestresste Großstadtmenschen“ richtet.

David und Goliath

Der Bildhauer Richard Heß schuf 1983 eine Bronzeskulptur im figürlich-realistischen Stil mit der Bezeichnung David und Goliath. Zu sehen ist der aus dem Kampf siegreich hervorgegangene David, der auf dem Haupte Goliats sitzend, seine Stärke zeigt. Die Skulptur steht am Anfang der Zeil zur Hauptwache hin, vor dem Kaufhof-Gebäude in einer quadratischen Vertiefung.

Straßenbahn auf der Zeil, 1960
Fußgänger als „Randerscheinung“, um 1970

Als breiteste Straßenachse der Innenstadt war die Zeil auch für den sich rasant verändernden Stadtverkehr von großer Bedeutung. Zu den zahlreichen Fußgängern und Fuhrwerken kamen 1872 die Pferdebahn, später die Elektrische Straßenbahn und das Automobil. Vor allem letzteres verursachte seit den frühen 1950er Jahren nicht mehr hinnehmbare Konflikte mit dem starken Fußgängerverkehr. Noch im Generalverkehrsplan 1962 war die Zeil – neben der Berliner Straße – zu einer der wichtigsten Ost-West-Durchgangsstraßen der Kernstadt erhoben worden. 1972 wurde die Zeil für den Autoverkehr gesperrt und zur Fußgängerzone erklärt. Die Straßenbahn verkehrte noch bis 1978, durch niedrige Zäune von den Fußgängern abgetrennt, in der Straßenmitte. Im Anschluss an den Bau der S-Bahn Rhein-Main zwischen Hauptwache und Konstablerwache wurde die Zeil 1983 umgestaltet, wobei sie ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt.

Öffentlicher Nahverkehr

Hauptwache: Bahnsteig der Linien U1, U2, U3 und U8

Mit zwei der wichtigsten und größten Schnellbahnknoten der Stadt und vier unterirdischen Strecken ist die Zeil sehr gut durch öffentliche Verkehrsmittel erschlossen. Unter der Zeil selbst verlaufen in einem gemeinsamen Tunnel die S-Bahn-Stammstrecke und die U-Bahn-Strecke C mit den Linien U6 und U7. Am Schnellbahnknoten Hauptwache werden diese von Frankfurts ältester U-Bahn-Strecke, der A-Strecke mit den Linien U1, U2, U3 und U8 gekreuzt. Am Knotenpunkt Konstablerwache kommen außerdem die Linien U4 und U5 der B-Strecke hinzu. Damit ist die Zeil an alle Linien der U-Bahn Frankfurt (Ausnahme: U9 verkehrt nur zwischen Ginnheim und Nieder-Eschbach) und fast alle der S-Bahn Rhein-Main angebunden. Nur von einer S-Bahn-Linie wird der Tunnel bisher noch nicht befahren, deren Verlängerung aber in Planung ist.

An der Konstablerwache verkehren außer der U- und S-Bahn noch die Straßenbahnlinie 12 (SchwanheimFechenheim) und die Straßenbahnlinie 18 (SachsenhausenPreungesheim) sowie die Omnibuslinien 30 und 36 (Bad Vilbel bzw. Westbahnhof nach Sachsenhausen). Täglich zwischen ca. 1.30 Uhr und 4.00 Uhr ist an der Konstablerwache der zentrale Knotenpunkt eines sternförmigen Netzes von 13 aufeinander abgestimmten Nachtbuslinien; in den Nächten von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag sowie den hessischen Vorfeiertagen kommen weitere fünf Nachtbuslinien in die Rhein-Main-Region hinzu, so dass dann insgesamt 18 Nachtbuslinien zur Verfügung stehen.

In unmittelbarer Nähe des östlichen Bereichs der Zeil liegen der U-Bahnhof Zoo, der S-Bahnhof Ostendstraße und einige Straßenbahnhaltestellen der Linien 11 und 14 – unter anderem am Allerheiligentor.

Straßenverkehr

Parkhaus Konstabler in der benachbarten Töngesgasse
Die Zeil mit den in den 1980er-Jahren gepflanzten Platanen-Reihen (2009)

Da die Zeil in ihrer westlichen Hälfte eine Fußgängerzone ist, ist sie nur zwischen Friedberger Anlage und Konstablerwache für den Straßenverkehr befahrbar. Sie ist vom Beginn an der Friedberger Anlage bis zur nächsten Straßenkreuzung an der Seilerstraße und Lange Straße vierstreifig ausgebaut und im weiteren Bereich zweistreifig. Die Straße ist bis zur Kreuzung Klingerstraße in beide Richtungen und auf den letzten 80 Metern bis zur Konstablerwache als Einbahnstraße nur stadtauswärts befahrbar. Die Zeil hat eine durchschnittliche Verkehrsbelastung von rund 11.500 bis 15.000 Fahrzeugen an Werktagen.

Die Parkmöglichkeiten direkt an der Zeil sind äußerst gering. Jedoch gibt es trotz der hervorragenden Schnellbahnanbindung viele große Parkhäuser und Tiefgaragen im näheren Umfeld, welche die Einkaufsstraße für den motorisierten Verkehr erschließen. Südlich der Zeil sind die Parkhäuser Goetheplatz, Hauptwache – das älteste öffentliche Parkhaus Deutschlands – und Konstabler gelegen. Nördlich der Zeil gibt es die Parkhäuser Börse, Schiller-Passage, Konrad-Adenauer-Straße und Am Gericht sowie die privaten Parkhäuser MyZeil, Karstadt und des Hotels Westin Grand. Sie verfügen gemeinsam weit über 6.000 Stellplätze. Die städtischen Parkhäuser sind an ein elektronisches Parkleitsystem angebunden.

Fahrradverkehr

Die Zeil hat keine separaten Radwege, sie ist aber Teil von zwei ausgeschilderten Radrouten im städtischen Radverkehrsnetz. Außerdem sind die Plätze Konstablerwache und Hauptwache Endpunkt zahlreicher weiterer Radrouten, die sternförmig aus allen Himmelsrichtungen auf die Zeil zulaufen.

Die Radroute 1 beginnt in Seckbach, verläuft durch Bornheim und das Nordend und mündet über die Klapperfeldstraße in die Zeil ein. Sie endet an der Konstablerwache. Die Radroute 3 beginnt im Westen bei Eschborn, verläuft durch Rödelheim und Bockenheim und mündet über die Fahrgasse in die Zeil ein. Sie endet 200 Meter östlich der Zeil am Alfred-Brehm-Platz vor dem Frankfurter Zoo. Im Bereich der Fußgängerzone zwischen Konstablerwache und Hauptwache ist das Radfahren nur im Schritttempo gestattet. Dieser Abschnitt soll weitgehend über die Töngesgasse, in der das Radfahren gegen die Einbahnstraße erlaubt ist, umfahren werden.

Commons: Zeil – Sammlung von Bildern
  1. Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main (Hrsg.): Portal GeoInfo Frankfurt, Stadtplan
  2. „My Zeil“: „Riesenchance für die Stadt.“ (Memento vom 2. März 2009 im Webarchiv archive.today) In: hr-online.de, 26. Februar 2009, Interview mit Frank Albrecht.
  3. Magnus Danneck: Deutschlands meistbesuchte Einkaufsmeile 2014: Köln erstmals Double sic!-Sieger / JLL erhebt Passantenfrequenzen in 170 Einkaufsstraßen. In: Jones Lang LaSalle GmbH (JLL), 12. Mai 2014.
  4. ase/dpa: Einkaufsstraßen-Ranking: Köln ist Mekka des Konsums. In: Spiegel Online. 24. Juli 2006, abgerufen am 12. Mai 2014.
  5. Die teuersten Einkaufsstraßen Deutschlands. In: WirtschaftsWoche. 19. September 2012, abgerufen am 20. September 2012.
  6. Kennzahlen zum Einzelhandel in Frankfurt am Main. In: frankfurt-main.ihk.de. 12. Mai 2007, abgerufen am 17. Oktober 2019.
  7. Die genaue Erbauungszeit der Staufenmauer ist bis heute umstritten und schwankt in der Literatur zwischen der Mitte des 12. und dem frühen 13. Jahrhundert, da es keine erhaltenen schriftlichen Belege gibt, die sich direkt auf den Mauerbau beziehen. Tendenziell wird von der Forschung eine Zeit um 1200 als am wahrscheinlichsten angesehen, siehe hierzu z. B. Elsbet Orth: Frankfurt am Main im Früh- und Hochmittelalter, in: Frankfurter Historische Kommission (Hrsg.): Frankfurt am Main – Die Geschichte der Stadt in neun Beiträgen. (= Veröffentlichungen der Frankfurter Historischen Kommission.BandXVII). Jan Thorbecke, Sigmaringen 1991, ISBN 3-7995-4158-6,S.26.
  8. Johann Georg Battonn: Oertliche Beschreibung der Stadt Frankfurt am Main – Band VI. Verein für Geschichte und Alterthumskunde zu Frankfurt am Main, Frankfurt am Main 1871, S. 102; bereits 1332 wird ein Haus an der späteren Zeil urkundlich als „sitae in foro pecorum“ genannt, 1348 ist die Rede von „dem Vehemerkete“.
  9. Battonn VI, S. 268; um 1350 beschreibt der früheste Frankfurter Stadttopograph, Baldemar von Petterweil, die Lage eines Zins an das Bartholomäusstift zahlenden Hauses in der Neustadt: „extra muros, novo opido, foro equorum, contigua ramhof“, 1359 ist urkundlich die Rede vom „rossmerkete“ vor der „Bockenheimer porten“, also vor der Katharinenpforte.
  10. Johann Friedrich Böhmer, Friedrich Lau: Urkundenbuch der Reichsstadt Frankfurt. Bd. II 1314–1340, J. Baer & Co, Frankfurt am Main 1901–1905, S. 352 u. 353, Urkunde Nr. 467.
  11. Rudolf Jung, Carl Wolff: Die Baudenkmäler von Frankfurt am Main – Band 2, Weltliche Bauten. Selbstverlag/Völcker, Frankfurt am Main 1898, S. 7.
  12. Konrad Bund: Frankfurt am Main im Spätmittelalter 1311–1519, in: Frankfurter Historische Kommission (Hrsg.): Frankfurt am Main – Die Geschichte der Stadt in neun Beiträgen. (= Veröffentlichungen der Frankfurter Historischen Kommission.BandXVII). Jan Thorbecke, Sigmaringen 1991, ISBN 3-7995-4158-6,S.113, 116 u. 117.
  13. Johann Georg Battonn: Oertliche Beschreibung der Stadt Frankfurt am Main – Band VI. Verein für Geschichte und Alterthumskunde zu Frankfurt am Main, Frankfurt am Main 1871, S. 103; 1382 findet sich urkundlich erstmals die Bezeichnung „in der Zyle […] gein dem Vehemarkte gelegin“.
  14. Jung, Wolff, S. 455–466; Monographie zum Darmstädter Hof und seinem direkten Vorgängerbau, Klaus Bromms Haus auf Basis der im Zweiten Weltkrieg vernichteten Unterlagen des Stadtarchivs.
  15. Wolfgang Klötzer: Zu Gast im alten Frankfurt. Hugendubel, München 1990, S. 11.
  16. Wolfgang Klötzer: Frankfurt am Main 1789–1866, in: Frankfurter Historische Kommission (Hrsg.): Frankfurt am Main – Die Geschichte der Stadt in neun Beiträgen. (= Veröffentlichungen der Frankfurter Historischen Kommission.BandXVII). Jan Thorbecke, Sigmaringen 1991, ISBN 3-7995-4158-6,S.315.
  17. Klötzer, Zu Gast im alten Frankfurt, S. 10.
  18. Klötzer, Zu Gast im alten Frankfurt, S. 12 u. 13.
  19. Anton Schindling: Wachstum und Wandel vom Konfessionellen Zeitalter bis zum Zeitalter Ludwigs XIV. Frankfurt am Main 1555–1685. In: Frankfurter Historische Kommission (Hrsg.): Frankfurt am Main – Die Geschichte der Stadt in neun Beiträgen. (= Veröffentlichungen der Frankfurter Historischen Kommission.BandXVII). Jan Thorbecke, Sigmaringen 1991, ISBN 3-7995-4158-6,S.206.
  20. Schindling, S. 228.
  21. Helmut Nordmeyer: Die Zeil: Bilder einer Straße vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 1997, S. 11.
  22. Nordmeyer, S. 9.
  23. Klötzer: Zu Gast im alten Frankfurt, S. 13.
  24. Achilles Augustus von Lersner: Der weit-berühmten Freyen Reichs-, Wahl- und Handels-Stadt Franckfurt am Main Chronica, oder Ordentliche Beschreibung der Stadt Franckfurt Herkunfft und Auffnehmen […]. Selbstverlag, Frankfurt am Main 1706, Teil II, S. 41.
  25. Rudolf Jung, Julius Hülsen: Die Baudenkmäler von Frankfurt am Main – Band 3, Privatbauten. Selbstverlag/Keller, Frankfurt am Main 1914, S. 124–126; Monographie zum Roten Haus auf Basis der im Zweiten Weltkrieg vernichteten Unterlagen des Stadtarchivs.
  26. Jung, Wolff, S. 320–325; Monographie zur Hauptwache auf Basis der im Zweiten Weltkrieg vernichteten Unterlagen des Stadtarchivs.
  27. Hartwig Beseler, Niels Gutschow, Frauke Kretschmer: Kriegsschicksale Deutscher Architektur. Verluste – Schäden – Wiederaufbau. Eine Dokumentation für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland – Band II: Süd. Karl Wachholtz Verlag, Neumünster 1988, S. 816.
  28. Jung, Wolff, S. 315–319; Monographie zur Konstablerwache auf Basis der im Zweiten Weltkrieg vernichteten Unterlagen des Stadtarchivs.
  29. Rainer Koch, Patricia Stahl: Wahl und Krönung in Frankfurt am Main. Kaiser Karl VII. 1742–1745 – Band II: Ausstellungskatalog. Historisches Museum Frankfurt am Main, Frankfurt am Main 1986, S. 248; hier ist fälschlich angeführt, dass Barckhausensche Palais (alt: Zeil 35 / neu: Zeil 103) sei erst im Zweiten Weltkrieg zerstört worden. Offenbar verwechseln die Autoren das Barckhausensche Palais mit einem unweit davon ebenfalls für die Familie Barckhaus um 1700 erbauten Barockhaus (alt: Zeil 45 / neu: 113), das tatsächlich bis zum Zweiten Weltkrieg stand. Das eigentliche Barckhausensche Palais, um 1800 klassizistisch verändert und aufgestockt, musste dagegen kurz vor 1908 für den Neubau des Geschäftshauses Wronker weichen.
  30. Klötzer: Zu Gast im alten Frankfurt, S. 13 u. 14.
  31. Battonn VI, S. 112; Battonn verweist auf ein „Publicatum des Rechneiamtes“ vom 9. Februar 1784.
  32. Nordmeyer, S. 13; während der allgemeinen Markttage wurde auf dem Dach des Viehhofs eine auf städtische Kosten gefertigte Fahne aufgezogen.
  33. Jung, Hülsen, S. 206–229; Monographie zum Russischen Hof auf Basis der im Zweiten Weltkrieg vernichteten Unterlagen des Stadtarchivs.
  34. Jung, Hülsen, S. 216; nach Fußnote 1.
  35. Peter Speeth. In: Bonaventura Andres (Hg.): Neue fränkische Chronik. 4. Jahr, Verlag Carl Philipp Bonitas, Würzburg, 1809, S. 466 ff. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  36. Wilhelm Frithjof Dahl: Die Tätigkeit des Baumeisters Salins de Montfort in Frankfurt am Main, in: Direktion des Historischen Museums der Stadt Frankfurt am Main (Hrsg.), Heinrich Bingemer (Schriftleitung): Schriften des Historischen Museums V. Englert und Schlosser, Frankfurt am Main 1929, S. 17–21; das Haus wurde bis 1795 zunächst nach Plänen von Johann Georg Christian Hess gebaut, der dann aufgrund von Auseinandersetzungen mit dem Bauherrn vom Projekt zurücktrat. Nach wenigen Monaten ging der Bau nach Plänen eines anderen, namentlich nicht genannten, Architekten weiter und wurde entsprechend diesen auch fertiggestellt. Dieser Architekt wurde alleine stilkritisch als de Montfort identifiziert.
  37. Nordmeyer, S. 26 u. 27.
  38. Battonn VI, S. 105.
  39. Nordmeyer, S. 7; zitiert nach Siegfried Hänle, Karl von Spruner: Handbuch für Reisende auf dem Maine. Stahel, Würzburg 1843.
  40. Battonn VI, S. 117; nach der Anmerkung Eulers zu Fußnote 121.
  41. Nordmeyer, S. 27.
  42. Nordmeyer, S. 28.
  43. alle folgenden Informationen, soweit nicht explizit anders referenziert nach Nordmeyer, S. 29ff., Architekten und Baudaten stellenweise ergänzt nach Frankfurter Architekten- und Ingenieur-Verein (Hrsg.): Frankfurt am Main 1886–1910. Ein Führer durch seine Bauten. J. Maubach & Co, Frankfurt am Main 1910, S. 174 u. 175.
  44. Jung, Hülsen, S. 207; Zitat Hülsen: „Die folgenden Ausführungen und Abbildungen mögen darthun, welchen unersetzlichen Verlust der Abbruch dieses durch geschichtliche und kulturgeschichtliche Erinnerungen und durch hohe künstlerische Vollendung gleich ausgezeichneten Bauwerkes für Frankfurt zu bedeuten hat.“.
  45. ott & heinemann. In: aufbau-ffm.de. Archiviert vomOriginal am24. Dezember 2008; abgerufen am 19. April 2009.
  46. Hans-Otto Eglau: Wenn Bellinger kommt … In: Die Zeit, 5. März 1971, Nr. 10.
  47. Rainer Schulze: Architektur. Eine „Medienfassade“ für die Zeilgalerie. (Memento vom 1. August 2012 im Webarchiv archive.today) In: FAZ, 20. März 2009.
  48. Rainer Schulze: „My Zeil“ 70.000 Besucher strömen in Zeil-Einkaufszentrum. (Memento vom 1. August 2012 im Webarchiv archive.today) In: FAZ, 26. Februar 2009.
  49. Jan Grossarth: Innenstadt. Eine Teflon-Schicht für die Zeil. (Memento vom 1. August 2012 im Webarchiv archive.today) In: FAZ, 19. August 2008.
  50. Manfred Köhler: Stadtgestaltung. Neugestaltung der Zeil verzögert sich. (Memento vom 2. August 2012 im Webarchiv archive.today) In: FAZ, 7. Juni 2007.
    Matthias Arning: Tiefbauarbeiten eingestellt – Baustopp auf der Zeil. In: Frankfurter Rundschau. 7. Juli 2010, abgerufen am 24. November 2010.
    Claudia Michels: Frankfurter Shoppingmeile Zeil – So schön wie nie zuvor. In: Frankfurter Rundschau. 28. Oktober 2010, abgerufen am 24. November 2010.
  51. zeil und hauptwache. In: aufbau-ffm.de. Archiviert vomOriginal am8. Oktober 2011; abgerufen am 25. April 2009.
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  54. Hans-Otto Schembs: Warum ein Frankfurter Gebäude Bienenkorb heißt. In: Senioren Zeitschrift 4/2008. Dezernat für Soziales, Senioren, Jugend und Sport der Stadt Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit dem Presse- und Informationsamt, abgerufen am 17. Oktober 2019.
  55. Foto vom Logo auf einem Werbeglas beim Vereinsring Sachsenhausen. In: vereinsring-sachsenhausen.de. Abgerufen am 25. April 2009.
  56. Rainer Schulze: Architektur. Das Bienenkorbhaus glänzt wieder. (Memento vom 1. August 2012 im Webarchiv archive.today) In: FAZ, 24. April 2009.
  57. Weltstadthaus Frankfurt a. M. - ein Anziehungspunkt. In: Peek&Cloppenburg, aufgerufen am 7. Mai 2015.
  58. Jelena Juric: Nike: Store im Frankfurter P&C-Haus. In: TextilWirtschaft, 25. Mai 2005.
  59. Hartmut Panskus: Die Disney-Strategien. Der Weihnachtsfilm als Wirtschaftsmärchen. In: Focus, 10. April 1993, Heft Nr. 15, siehe letzten Absatz.
  60. jb: Textilit zieht in den Frankfurter Disney-Store. In: TextilWirtschaft, 27. Oktober 1999.
  61. Das Nobel Haus – Erlebter Wandel. (Memento vom 10. März 2009 im Internet Archive) In: FAJA Immobilien und Facility Management GmbH
  62. David und Goliath. In: kunst-im-oeffentlichen-raum-frankfurt.de, aufgerufen am 7. Mai 2015.
  63. Generalverkehrsplan 2005, Anlage 3
  64. mainziel.de gibt folgende Kapazitäten an: Am Gericht 720, Börse 920, Goetheplatz 592, Hauptwache 430, Karstadt 665, Konrad-Adenauer-Straße 552, Konstabler 750, Palaisquartier 1017, Schiller-Passage 417, Westin Grand 154.
  65. Umweltamt Frankfurt am Main (Hrsg.): Die GrünGürtel Freizeitkarte. 5. Auflage. November 2003 (Maßstab 1:20.000).

50.1145833333338.6836111111111Koordinaten:50° 6′ 52,5″ N,8° 41′ 1″ O

Zeil Strasse in Frankfurt am Main Sprache Beobachten Bearbeiten Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig Weitere Bedeutungen sind unter Zeil Begriffsklarung aufgefuhrt Die Zeil ist eine Strasse in der nordlichen Innenstadt von Frankfurt am Main Seit dem Ende des 19 Jahrhunderts gilt sie als eine der bekanntesten und umsatzstarksten Einkaufsstrassen in Deutschland Zuvor war sie vor allem fur ihre prachtigen Gasthofe und Palais aus der Zeit des Barock und Klassizismus beruhmt Der westliche rund 500 Meter lange Teil der Strasse ist seit den 1970er Jahren eine Fussgangerzone Im Westen wo am Platz An der Hauptwache die Katharinenpforte abzweigt beginnt der Rossmarkt im Osten ist der Platz Konstablerwache noch Teil der Fussgangerzone Der ostliche Teil der Zeil ist eine innerstadtische Verbindungsstrasse zwischen Konstablerwache und Friedberger Anlage ZeilStrasse in Frankfurt am MainDie Zeil vom Main Tower gesehen vorne Hauptwache mit Katharinenkirche Juli 2014 BasisdatenOrt Frankfurt am MainOrtsteil InnenstadtAngelegt 12 JahrhundertAnschluss strassen Pfingstweidstrasse Osten Biebergasse Westen Querstrassen Seilerstrasse Lange Strasse Friedberger Anlage Breite Gasse Konstablerwache Stiftstrasse Liebfrauenstrasse An der HauptwacheBauwerke Zentrales Burgeramt Oberlandesgericht Bienenkorbhaus Karstadt Zeil Kaufhof Hauptwache KatharinenkircheTechnische DatenStrassenlange 1 2 Kilometer 1 Inhaltsverzeichnis 1 Allgemeines 1 1 Verlauf 1 2 Einzelhandel 2 Geschichte 2 1 Das Entstehen der Zeil im Mittelalter 2 2 Bedeutungswandel in der fruhen Neuzeit 2 3 Die ersten Gasthauser 2 4 Prachtstrasse des 18 Jahrhunderts 2 5 Wandel zum klassizistischen Vorzeigeboulevard 2 6 Kaufhausarchitektur zwischen Grunderzeit und Erstem Weltkrieg 2 7 Weimarer Republik und Zeit des Nationalsozialismus 2 8 Wiederaufbau und Nachkriegszeit 2 9 Die Zeil im 21 Jahrhundert 3 Strassenbild Gebaude Skulpturen und Geschafte 3 1 Kaufhalle Konstablerwache 3 2 Bienenkorbhaus 3 3 P amp C Weltstadthaus Frankfurt 3 4 Nobel Haus 3 5 MyZeil und Palaisquartier 3 6 Zeilgalerie 3 7 Katharinenkirche 3 8 David und Goliath 4 Verkehr auf der Zeil 4 1 Offentlicher Nahverkehr 4 2 Strassenverkehr 4 3 Fahrradverkehr 5 Siehe auch 6 Weblinks 7 Einzelnachweise und AnmerkungenAllgemeines BearbeitenVerlauf Bearbeiten Beginn der Zeil am Uhrturmchen im Hintergrund Friedberger Anlage Die Zeil beginnt an der Friedberger Anlage am Uhrturmchen einer aus der Grunderzeit stammenden Normaluhr und durchquert in zunachst sudwestlicher Richtung die Wallanlagen An der Abzweigung der Breiten Gasse knickt die Zeil ab und verlauft nun in westlicher Richtung durch das Gerichtsviertel An der Kreuzung mit dem vierstreifigen Strassenzug Kurt Schumacher Konrad Adenauer Strasse endet der als Neue Zeil bezeichnete Abschnitt und die Fussgangerzone beginnt Die Zeil fuhrt unter Beibehaltung ihrer Richtung nordlich an der Konstablerwache vorbei und erreicht schliesslich an der Einmundung der Bronnerstrasse Stiftstrasse und Hasengasse den Brockhausbrunnen um nun in leicht sudwestlicher Richtung bis zur Hauptwache zu fuhren Einzelhandel Bearbeiten Die Zeil ist eine der meistbesuchten und umsatzstarksten Einkaufsstrassen Deutschlands Sie verfugt uber zwei Einkaufszentren zwei grosse Warenhauser und zahlreiche Kaufhauser Boutiquen Elektronikgeschafte und Gastronomiebetriebe Der jahrliche Umsatz liegt nach Schatzungen zwischen 700 und 800 Millionen Euro Nach der Eroffnung des Einkaufszentrums MyZeil im Februar 2009 wird damit gerechnet dass der Umsatz deutlich steigt und die Milliardengrenze erreicht wird Dies ausserte der Prasident des hessischen Einzelhandelsverbandes Frank Albrecht in einem Interview 2 Im Jahr 2014 waren auf der Zeil pro Stunde etwa 10 335 Menschen unterwegs damit liegt sie an zehnter Stelle der meistfrequentierten Einkaufsstrassen Deutschlands nach der Schildergasse 14 590 und der Hohe Strasse 12 795 in Koln der Stuttgarter Konigstrasse 12 655 dem Dortmunder Westenhellweg 12 420 der Flinger Strasse in Dusseldorf 12 285 der Spitalerstrasse in Hamburg 11 820 der Munchener Kaufingerstrasse 11 150 der Wiesbadener Kirchgasse 11 070 sowie der Georgstrasse 10 960 in Hannover 3 4 Der Bruttomietpreis liegt bei etwa 290 Euro pro Quadratmeter Damit nimmt die Zeil nach der Kaufingerstrasse in Munchen den zweiten Platz im bundesweiten Mietpreis Vergleich ein 5 Die Spitzenmiete betragt 485 Euro pro Quadratmeter im MyZeil Der Filialisierungsgrad liegt bei 85 Prozent 6 Geschichte BearbeitenDas Entstehen der Zeil im Mittelalter Bearbeiten Zeil mit noch einseitiger Bebauung 1552 Holzschnitt von Conrad Faber von Creuznach Die heutige Zeil verlauft parallel zur ehemaligen staufischen Stadtmauer die Ende des 12 Jahrhunderts entstand 7 Fur die nachsten hundert Jahre bildete sie mit einem vorgelagerten trockenen Graben die ausserste Stadtgrenze In ihrem nordlichen Verlauf erlaubten die romanischen Stadttore Katharinenpforte zwischen Holz und Hirschgraben und Bornheimer Pforte am nordlichsten Punkt der Fahrgasse den Einlass in die Stadt Ausserhalb der Mauer wurde auf dem Gebiet zwischen den beiden Stadttoren Viehmarkt gehalten 8 westlich der Katharinenpforte der Pferde oder Rossmarkt 9 Letztere Bezeichnung hat sich bis in unsere Zeit erhalten Mit Erlaubnis des Kaisers Ludwig IV kam es 1333 zur Zweiten Stadterweiterung 10 die die bisherige Flache der Stadt verdreifachte welche ab 1343 dann auch sukzessive mit einer neuen Mauer umschlossen wurde 11 Zwischen der alten Staufenmauer und der neuen Stadtgrenze entwickelte sich eine lose Bebauung die damals als Neustadt bezeichnet wurde und uber Jahrhunderte von ausgedehnten Hofen Garten und landwirtschaftlicher Nutzung bestimmt war 12 Auch das Gebiet des Vieh und Rossmarkts war damit zum Stadtgebiet geworden Zwischen den beiden romanischen Stadttoren entstand ein Strassenzug der nur an der Nordseite bebaut war was ihm im Volksmund alsbald die Bezeichnung als Zeil Hauserzeile einbrachte 13 An der Sudseite verlief zunachst weiterhin der trockene Graben der staufischen Mauer Bedeutungswandel in der fruhen Neuzeit Bearbeiten Klaus Bromms Haus historisierende Ansicht Zeichnung von Carl Theodor Reiffenstein nach Matthaus Merian d A Mit der fur eine Reichsstadt von Frankfurts Grosse vergleichsweise spaten Rezeption der Renaissance gegen Mitte des 16 Jahrhunderts entstand auch der Wunsch hochstehender Burger sich neue reprasentative Wohnbauten zu schaffen Vorbild waren die traufstandigen italienischen Palazzi deren Errichtung in der von gotischen giebelstandigen Hausern bestimmten Altstadt jedoch ein schwieriges wie kostspieliges Unterfangen war Aufgrund der Breite eines solchen Neubaus hatte man nicht nur zahlreiche Grundstucke zu erwerben sondern auch der reprasentative Charakter eines solchen Gebaudes ware in den engen Gassen kaum zur Geltung gekommen Die gleichen Gedanken beschaftigten wohl Klaus Bromm einen reichen Patrizier der fast genau in der Mitte der Zeil kurz nach 1541 seinen Wohnsitz errichten liess Durch seine Hohe und Breite sowie einen mittigen spatgotischen Erker mit Spitzhelm ganz ahnlich dem des nur wenig spater erbauten Grossen Engels am Romerberg war das Gebaude seinerzeit wohl nicht nur ein inmitten der ansonsten vorstadtischen kaum uber zwei Stockwerke hinausgehenden Bebauung ungewohnlicher Anblick sondern auch ein erstes Zeichen fur den beginnenden Wandel des Strassenzuges Nach Norden besass das Gebaude einen Treppenturm mit welscher Haube sowie einen bis fast an die Kleine Eschenheimer Strasse stossenden tiefen Innenhof mit ebenfalls in fruhen Renaissanceformen gestalteten Wirtschaftsgebauden 14 Doch nicht nur die Anspruche der Burger an ihre Behausung anderten sich Als zeitweise bedeutendste Messestadt Europas kamen in der Blutezeit der Messe also dem spaten 15 Jahrhundert bis zum Dreissigjahrigen Krieg zweimal jahrlich jeweils uber 10 000 Menschen fur drei Wochen in die Stadt 15 die noch bis tief ins 19 Jahrhundert hinein kaum mehr als 40 000 Einwohner hatte 16 Seit 1562 war Frankfurt dann auch Kronungsstatte der Kaiser des Heiligen Romischen Reiches Deutscher Nation und hatte anlasslich einer jeden solchen Zeremonie den Hochadel des gesamten Reichs unterzubringen der noch weit hohere Anspruche stellte als die Messgaste 17 Zeil mit zweiseitiger Bebauung 1628 Kupferstich von Matthaus Merian d A Valentin Wagner Katharinentor in Frankfurt die Zeil 1631 Auch das Beherbergungswesen sollte dadurch zwangslaufig einen Wandel erfahren Im Mittelalter war die Unterbringung der Gaste hauptsachlich Privatsache indem sich die immer wiederkehrenden Personen aus bestimmten Regionen des Reichs uber Generationen bei den immer gleichen Familien einmieteten wovon erhaltene Vertrage zeugen 15 Spatestens seit der zweiten Halfte des 15 Jahrhunderts war dies aufgrund des zunehmenden Missverhaltnisses zwischen Bevolkerung und Anzahl der zu versorgenden Gaste schon organisatorisch nicht mehr moglich der Bruch mit dem mittelalterlichen Gemeinwesen infolge der Reformation tat ein Ubriges Die vorgenannten Grunde lieferten dem Entstehen eines kommerziellen Beherbergungswesens Vorschub das sich zunachst in der Fahrgasse ab dem Beginn des 17 Jahrhunderts dann aber auch zunehmend entlang der Zeil etablierte 18 Ende des 16 Jahrhunderts wurde der Graben vor der Stadtmauer zugeschuttet und allmahlich bebaut 19 Der Vergleich des sogenannten Faberschen Belagerungsplans von 1552 und des Merianplans von 1628 zeigt diese Entwicklung deutlich Die Massnahme war wohl auch in der anwachsenden Bevolkerung durch die Aufnahme von reformierten Glaubensfluchtlingen begrundet was die Bevolkerungszahl bis 1600 auf etwa 20 000 Menschen verdoppelt hatte 20 Auch nach der beidseitigen Bebauung mit der auch die erstmalige Anlage eines Strassenpflasters aus Kieselsteinen einherging 21 blieb die Zeil die mit Abstand breiteste Strasse der Stadt 22 Die aus der Entstehungsgeschichte gewachsene Situation dass die Grundstucke auf der Nordseite uber wesentlich mehr Tiefe verfugen als auf der Sudseite hat sich bis in die Gegenwart wenig geandert Sie bedingte in den folgenden Jahrhunderten und bis heute dass die prachtigeren und aufwandigeren Gebaude der Zeil tendenziell eher auf der Nord als auf der Sudseite angesiedelt waren und sind Die ersten Gasthauser Bearbeiten Gastkarte des Weidenhofs um 1770 Kupferstich Das mit Abstand alteste bekannte und zugleich eines der vornehmsten Gasthauser war der Weidenhof am westlichen Ende der Zeil der 1610 das erste Mal urkundlich als solcher erwahnt 1628 neu erbaut und im 18 Jahrhundert mehrfach in den schnell wechselnden Stilabfolgen umgestaltet wurde Er ist auf besonders enge Weise mit der Frankfurter Stadtgeschichte verbunden da Johann Wolfgang Goethes Grossmutter Cornelia Walther mit dem Pachter des Weidenhofs verheiratet war Als dieser 1705 starb heiratete Goethes Grossvater Friedrich Georg Gothe in zweiter Ehe ein und ubernahm das Gasthaus mit dem er bis zu seinem Tod im Jahr 1730 ein Vermogen erwirtschaftete Er legte damit den Grundstock fur die Wohlhabenheit der Familie Goethe die noch seinem beruhmten Enkel die finanzielle Unabhangigkeit sicherte 23 Rotes Haus auf der Zeil 1699 Kupferstich Der jedoch wichtigste Grossbau des 17 Jahrhunderts an der Zeil entstand ungefahr zwischen 1635 und 1640 mit dem Roten Haus etwas westlich von Klaus Bromms Haus Aufgrund sparlicher Quellenuberlieferung uber das Vorhaben muss man sich an den wohl auf Erzahlungen von Zeitzeugen fussenden Bericht des 1662 geborenen Stadtchronisten Achilles Augustus von Lersner halten der schrieb dass das Gebaude an Stelle von sechs mittelalterlichen Parzellen von einem Johann Porsch fur uber 32 000 Gulden errichtet wurde 24 Es war der von seinen Formen her reinste Renaissancebau den es im biederen Frankfurt jemals gab das dreistockige Gebaude verfugte uber 19 Fensterachsen und wurde von drei gewaltigen nochmals dreigeschossigen Zwerchhausern mit Pilastergliederung bekront Nach Norden verfugte es uber eine ausgedehnte Gartenanlage die auf die Hinterhauser der Kleinen Eschenheimer Gasse stiess 25 Bemerkenswerterweise handelte es sich um kein Privathaus sondern ein von vornherein als luxurioser Gasthof und Hotel konzipiertes Gebaude das dem Beherbergungswesen an der Zeil den endgultigen Durchbruch und Vorzug gegenuber der Altstadt brachte Das Ende der Bautatigkeit des 17 Jahrhunderts bildete der Neubau der Katharinenkirche in den Jahren 1678 1681 der den noch aus der Mitte des 14 Jahrhunderts stammenden Vorgangerbau ersetzte Der auf eigentumliche Weise gotische und barocke Stilelemente vermengende Sakralbau ist nach fast totaler Kriegszerstorung 1944 und ausserlichem Wiederaufbau heute das alteste Gebaude der Zeil Prachtstrasse des 18 Jahrhunderts Bearbeiten Zeil mit Konstablerwache nach Westen um 1820 Fotografie eines Aquarells von Philipp Jakob Bauer 1729 1730 wurde von Stadtbaumeister Johann Jakob Samhaimer am westlichen Ende der Zeil das barocke Hauptwachengebaude errichtet das als Quartier der Stadtwache und Gefangnis diente 26 Das Bauwerk steht nach schwersten Kriegsschaden 1944 ausserlich unverandertem Wiederaufbau und einer geringfugigen Translozierung zugunsten des U Bahn Baus 1968 heute am gleichnamigen Platz und dient als Cafe 27 Am anderen ostlichen Ende der Zeil errichtete 1753 Stadtbaumeister Lorenz Friedrich Muller neben dem noch aus der Mitte des 16 Jahrhunderts stammenden Zeughaus den Neubau eines Wachpostens der stadtischen Konstabler 28 Palais Barckhaus 1711 Tuschezeichnung von Johan Conrad Unsinger 1742 wurde gegen den erbitterten Widerstand der Habsburger der Wittelsbacher Karl VII in Frankfurt zum Kaiser gewahlt und gekront und musste gleich in Frankfurt bleiben da osterreichische Truppen seine Hauptstadt Munchen besetzt hatten Er nahm deshalb Quartier im um 1711 fur die Familie Barckhaus erbauten Barckhausenschen Palais auf der Sudseite der Zeil das damit zum provisorischen Kaiserpalast wurde 29 Karl starb bereits drei Jahre darauf sein Nachfolger wurde ein Habsburg Lothringer Die Zeil entwickelte sich jedoch weiter zu einem der bekanntesten Grossstadtboulevards ihrer Zeit Schon 1741 hatte Landgraf Ludwig VIII von Hessen Darmstadt an der Stelle von Klaus Bromms Haus mit dem Bau des Darmstadter Hofs begonnen eines reprasentativen Neubaus den er anlasslich der Kronungsfeier Karls VII fertiggestellt haben wollte Da jedoch gegen die Zunftordnungen verstiess indem er auswartige Handwerker zum Bau hinzuzog kam es zu einem Streit und einem damit verbundenen 12 Jahre wahrenden Baustopp Erst nach Klarung zugunsten des stadtischen Handwerks wurde ab 1753 weiter gebaut 1757 war das Gebaude das knapp uber 30 000 Gulden erforderte fertiggestellt 14 Gastkarte des Romischen Kaisers um 1770 Kupferstich Der spater auch Hessisches Palais genannte Stadtpalast war der letzte reine Barockbau an der Zeil schon zuvor hatte das Rokoko Einzug in der Stadt gehalten Eines der schonsten Beispiele war das bereits um 1745 errichtete Gasthaus Zum Romischen Kaiser an der Ecke zur Schafergasse das den Namen eines schon seit dem 17 Jahrhundert als solcher bekannten Herberge weitertrug Hier wohnten unter anderem Maria Theresia Kaiser Joseph II und noch wahrend des Frankfurter Furstentages mehrere Staatsoberhaupter 30 Fassade des Darmstadter Hofs 1898 Auch das Rote Haus nach der Pleite seines letzten Wirtes jahrzehntelang leer stehend fand 1766 wieder einen Kaufer Um in Konkurrenz zu den nun fuhrenden Gasthausern treten zu konnen wurde der damals uber 130 Jahre alte Renaissancebau vollstandig beseitigt und bis Ende 1767 durch einen Neubau in sehr reinen spatbarocken Formen ersetzt 25 Neben den palaisartigen Grossbauten gab es aber auch weiter kleinere Neubauten mit denen sich einzelne Familien ein Zweit oder Hauptwohnsitz an der Zeil schufen Beispiele dafur waren etwa das an das Rote Haus westlich angrenzende Palais der Frankfurter Farber Dynastie Bohler in der ersten Halfte des 18 Jahrhunderts durch den fur seine Bibliothek beruhmten Bibliophilen und Privatgelehrten Zacharias Konrad von Uffenbach erbaut oder das wiederum daran westlich anstossende Stadthaus des zu Reichtum gekommenen Tuch und Seidenhandlers Peter Pasquay das durch seinen prachtvollen Giebelaufbau hervorstach Obwohl die Neustadt Mitte des 18 Jahrhunderts zumindest im Bereich der Zeil schon lange ihren Charakter als Vorstadt verloren hatte verschwand der Viehmarkt offiziell erst 1784 31 Auf geradezu symbolhafte Weise entstand der bedeutendste Neubau des spaten 18 Jahrhunderts anstelle des ehemaligen Viehhofes einer grossen Stallanlage fur das zum Verkauf gedachte Vieh sowie einer angrenzenden in fruheren Zeiten bei den Viehverkaufern beliebten Gaststatte 32 Es war die Zeit des fruhen Klassizismus bzw Louis seize der bei den in der offentlichen Zurschaustellung von Pracht ohnehin zuruckhaltenden Frankfurtern nach dem Pomp der vergangenen Jahrzehnte auf fruchtbaren Boden fiel Ostlicher Anbau des Roten Hauses Russischer Hof und Darmstadter Hof an der Nordseite der Zeil 1875 Fotografie von Carl Friedrich Mylius Nach Kauf und Abriss der vorgenannten Anlage errichtete 1788 1794 Nicolas de Pigage dann mit dem Schweitzerschen Palais ein Stadtpalais fur den aus Verona stammenden Seidenhandler Franz Maria Schweitzer 1722 1812 Der in Frankreich geschulte und in ganz Europa tatige Architekt verarbeitete die seinerzeit neuesten stilistischen Einflusse in dem Gebaude das neben dem Louis seize bereits Elemente des Directoire vorausnahm Auch im Inneren war das Gebaude mit Fresken des kurtrierischen Hofmalers Januarius Zick prachtvoll ausgestattet Nordseite der westlichen Zeil mit dem Roten Haus dem Palais Bohler dem Pasquayschen Haus und dem Weidenhof 1793 Olgemalde von Johann Ludwig Ernst Morgenstern Der Bauherr starb jedoch bereits 1812 Seine Erben uberliessen das Palais dem Metzgermeister Stier dessen Schwiegersohn Sarg hier 1827 das Luxushotel Hotel de Russie eroffnete das unter dem bekannteren Namen Russischer Hof zu den beruhmtesten seiner Zeit gehorte Noch Kaiser Wilhelm I ubernachtete hier mehrfach 33 Selbst Goethe lobte das Gebaude ganz im Gegensatz zur mittelalterlichen Altstadt in seiner Reise in die Schweiz am 18 August 1797 Eine Hauptepoche macht denn nun zuletzt das Schweitzerische Haus auf der Zeile das in einem achten soliden und grossen italienischen Style gebaut ist und vielleicht lange das einzige bleiben wird Ein weiteres bekanntes Bauwerk der Wende zum 19 Jahrhundert war das 1791 1793 an der Ecke zur Bronnerstrasse fur den Handelsherren Johann Friedrich Schmidt errichtete Schmidsche Haus nach seinem spateren Besitzer Daniel Heinrich Mumm von Schwarzenstein besser bekannt als Palais Mumm Auch hier war laut alterer mundlicher Uberlieferung Nicolas de Pigage tatig doch konnte seine Urheberschaft im Gegensatz zum Russischen Hof nie schriftlich bewiesen werden 34 Dem Eintrag zu Peter Speeth in Bonaventura Andres Ausgabe der Neuen frankischen Chronik aus dem Jahr 1809 ist zu entnehmen dass de Pigage diesen im Alter von 19 Jahren mit der Ausfuhrung beauftragte 35 Ostlich grenzte das 1793 1797 vermutlich nach Planen des spateren Wurzburger Bauintendanten Nicolas Alexandre Salins de Montfort fur Johann Peter von Leonhardi erbaute sogenannte Leonhardische Haus an Leonhardi war ein Schwager Johann Friedrich Schmidts und hatte von diesem den Bauplatz angeboten bekommen Im 19 Jahrhundert verkaufte die Familie von Leonhardi das Haus an Amschel Mayer von Rothschild Seitdem ist es besser unter dem Namen Palais Rothschild bekannt 36 Nach Rothschilds Tod diente es bis 1941 als es von den Nationalsozialisten zwangsgeraumt wurde als judisches Altersheim 1942 bis zur Zerstorung 1944 als Hauptbefehlsstelle und Wache der Obdachlosenpolizei 37 Auch die Fassade des Roten Hauses wurde um 1790 also nur knapp 20 Jahre nach der Neufassung im spatbarocken Geschmack nochmals fruhklassizistisch umgestaltet Zeitgleich kaufte der damalige Besitzer und Wirt Johann Adam Dick die ostlich davon gelegenen vier Fachwerkhauser an die das Gebaude vom Russischen Hof trennten und liess an ihrer Stelle einen eigenstandigen Anbau errichten 25 Wandel zum klassizistischen Vorzeigeboulevard Bearbeiten Palais Mumm und Palais Rothschild 1875 Fotografie von Carl Friedrich Mylius Nach der unruhigen aber fur Frankfurt noch glimpflich verlaufenen Zeit der Franzosischen Revolution unterstand die Stadt ab 1806 dem Kurfursten und spateren Grossherzog Karl Theodor von Dalberg Er machte den Klassizismus und damit verbundene Vorstellungen zur Chefsache Die mittelalterliche Befestigung und die fruhneuzeitlichen Bastionen der Neustadt wurden geschleift und durch Grunanlagen im Stil englischer Landschaftsgarten ersetzt Johann Georg Christian Hess erarbeitete im Auftrage Dalbergs ein Baustatut das 1809 in Kraft trat und den Klassizismus zur vorgeschriebenen Bauweise fur Neubauten machte sowie den Fachwerkbau fur Neubauten endgultig verbot Dennoch wurden viele Bauten z B an der spater beruhmten Mainfront aber auch an der Zeil nur mit klassizistischen Fassaden versehen ansonsten aber in ihrer Substanz kaum verandert Durch das Ende des Heiligen Romischen Reiches Deutscher Nation hatte Frankfurt die bedeutende Rolle als Wahl und Kronungsstatte der deutschen Kaiser eingebusst und auch das einstige Messgeschaft hatte nicht mehr das Gewicht vorangegangener Jahrhunderte die Altstadt fiel in einen Dornroschenschlaf Doch aufgrund des konsequenten Vorgehen Dalbergs die von ihm eingelauteten sozialen und wirtschaftlichen Reformen die auch Niederschlag in der Konstitutionserganzungsakte fanden der geanderten Verfassung der ab 1816 Freien Stadt Frankfurt genoss die Stadt schnell einen selbst international ausserordentlich progressiven und liberalen Ruf Das gesellschaftliche und zunehmend auch das wirtschaftliche Leben verlagerte sich nach dem bereits eindeutigem Trend des 18 Jahrhunderts nun endgultig in die Neustadt Neben der Neuen Mainzer Strasse war die Zeil durch die noch aus dem ausgehenden 18 Jahrhundert stammenden fruhklassizistischen Grossbauten bedeutender Architekten wie Pigage oder Montfort nun der Vorzeigeboulevard der ehemaligen Reichsstadt die den schwierigen Spagat zwischen Tradition und damaliger Moderne geschafft hatte ein Problem das viele andere ehemalige und ebenso konservative Reichsstadte gar nicht oder erst uber wesentlich langere Zeitraume meisterten Zahlreiche zeitgenossische Beschreibungen dokumentieren den hervorragenden Ruf den die Zeil in der ersten Halfte des 19 Jahrhunderts hatte So schrieb der Historiker und Stadttopograph Johann Georg Battonn schon um 1810 Die Zeile ist ohne Widerrede die schonste Strasse der ganzen Stadt sie hat ihre seltene Breite den Viehmarkten zu verdanken die Raum erforderten und nicht zuliessen dass sie der alte Baugeschmack in engere Granzen brachte Ihre prachtvollen Gebaude ziehen die Bewunderung der Fremden an sich und uberzeugen sie von dem Reichthum der hiesigen Burger 38 vergrossern und Informationen zum Bild anzeigen Zeil Panorama 1840 Aquarell von Johann Georg Adam Strobel In einem Reisefuhrer des Jahres 1843 wurde geschrieben Und nun stehen wir an der beruhmten Zeil Niemand wird dieser Zeile von Palasten seine Bewunderung versagen konnen Was der Erfindungsgeist unseres industriellen Jahrhunderts fur den Luxus nur immer geschaffen hat finden wir hier in glanzenden nicht selten prachtigen Laden zur Schau gestellt Schlosser wahre Furstenwohnungen sind zur Aufnahme der Fremden bereit Und welche Menschenmenge flutet fruh und spat uns hier entgegen welch dichtes Gewimmel auf der ganzen Breite dieser Strasse 39 Blick von der Zeil auf die Hauptwache 1846 Kalotypie von William Henry Fox Talbot Der Stadtfuhrer deutete bereits einen neuen Trend an das Beherbergungswesen verlor langsam seine einstige Bedeutung dafur zogen zunehmend Geschafte in die Gebaude ein 1834 wurde der Hotelbetrieb im traditionsreichen Weidenhof eingestellt 1843 fiel dann das zuletzt im spaten 18 Jahrhundert umgebaute Gebaude einem klassizistischen Neubau zum Opfer 40 Ansonsten wurde erstaunlicherweise keines der bedeutenderen Bauwerke fur die klassizistische Umgestaltung abgebrochen Die Neu und Umbauten spielten sich vor allem auf der schon immer weniger bedeutenderen da nicht von der Sonne beschienenen Sudseite der Zeil ab Bereits die alteste bekannte Fotografie der Stadt aus dem Jahr 1846 zeigt diese ohnehin selten gezeigte mittagige Strassenseite mit vielen klassizistischen Neubauten Ersturmung der Barrikade an der Konstablerwache am 18 September 1848 Chromolithographie von Eduard Gustav May nach einer Zeichnung von Jean Nicolas Ventadour Auch fur das Rote Haus waren die glanzvollen Zeiten als Gasthaus endgultig voruber Ende 1831 wurde es von seinem letzten Wirt Herrmann Dick fur 200 000 Gulden an das Furstenhaus Hessen Kassel verkauft das es kurz nach dem Marz 1832 umbauen und mit einer spatklassizistischen Fassade versehen liess Bereits 1837 wechselte das Gebaude erneut den Besitzer und ging fur 365 000 Gulden an die Fursten von Thurn und Taxis die es alsbald fur 125 000 Gulden zum Frankfurter Zentrum der Brief und Fahrpost ausbauen liessen 1867 ging es nach der Annexion Frankfurts an Preussen nach der Reichsgrundung 1871 wurde es Reichseigentum unter dem es 1879 fur die nun staatliche betriebene Post seine funfte und letzte Fassade im Stil der italienischen Renaissance erhielt 25 Bei den Septemberunruhen 1848 ruckte die Zeil kurz ins Zentrum des europaischen Weltgeschehens Bewaffnete revolutionare Arbeiter Bauern und Handwerker die von der Arbeit der Nationalversammlung in der Paulskirche enttauscht waren errichteten am 18 September Barrikaden im ganzen Stadtgebiet vor allem aber zwischen Haupt und Konstablerwache Zwei Abgeordnete der nationalliberalen Casino Fraktion Felix Furst von Lichnowsky und der angesehene preussische General Hans von Auerswald wurden bei einem Erkundungsritt vor dem Friedberger Tor von Aufstandischen angegriffen und todlich verwundet Aufgrund des spontanen wie planlosen Auftretens der Revolutionare wurde der Aufstand nun sehr schnell von preussischen und osterreichischen Militars blutig niedergeschlagen wobei insgesamt 42 Menschen ums Leben kamen darunter 30 Aufstandische und 12 Soldaten Der Vorfall war trotz seines raschen Endes von grosser politischer Strahlkraft und wird heute als Beginn vom Ende der Nationalversammlung gesehen Kaufhausarchitektur zwischen Grunderzeit und Erstem Weltkrieg Bearbeiten Blick vom Kaiserplatz in der Kaiserstrasse Richtung Rossmarkt 1898 Fotografie von Max Junghandel Im dritten Viertel des 19 Jahrhunderts verlor der Strassenzug zunachst wieder an Bedeutung Der Grund lag im Entstehen des Bahnhofsviertels vor den westlichen Toren der Stadt von wo mittels zahlreichen Strassendurchbruchen durch die bis dato mittelalterlichen westlichen Stadtteile eine durchgangige Anbindung der Zeil an den 1883 1888 erbauten Hauptbahnhof geschaffen worden war Blick vom westlichen Ende der Zeil Richtung Rossmarkt links im Bild die noch alten Hauser Zeil 63 69 spater Zeilpalast bzw Robinsohn 1901 Albuminabzug einer Fotografie Vor allem an der ab 1874 bebauten Kaiserstrasse mit ihrer grosszugigen und einheitlichen Architektur im prachtvollen wilhelminisch historistischen Stil aber auch am nur wenig spater begrundeten Opernplatz siedelten sich schnell die besten Hotels und Geschafte der Stadt an so dass die Zeil mit ihrem damals klassizistisch biederen und vielfach noch kleinburgerlich wirkenden Bauten weder funktional noch asthetisch Schritt halten konnte 41 Nur langsam erfolgte eine stadtplanerische Kompensation 1881 wurde die Zeil die bis dahin nur von der ehemaligen Konstablerwache an der Kreuzung mit der Fahrgasse bis zur Hauptwache reichte um einen halben Kilometer nach Osten bis an die Friedberger Anlage verlangert und somit die Idee einer den gesamten alten Stadtkern in Ost West Richtung durchquerenden Achse vollendet Die Neue Zeil war noch mehrere Jahrzehnte in ihren Hausnummern eigenstandig erst 1911 erfolgte die Fusion mit der bestehenden Zeil Da die Strassen in Frankfurt in Flussrichtung des Mains also von Ost nach West nummeriert werden war es damit knapp uber 60 Jahre nach Einfuhrung der Hausnummern im Jahre 1847 schon wieder notig samtliche Hauser an der Zeil mit neuen Nummern zu versehen statt 74 waren es nun 131 eine Zahl die trotz mancher Parzellenzusammenfuhrung bis heute konstant geblieben ist 42 Nach nur zogerlichen Bauprojekten in den letzten beiden Jahrzehnten des 19 Jahrhunderts kam es dann erst ab etwa 1895 zu einem nie dagewesenen Bauboom der das Gesicht der Zeil bis zum Ersten Weltkrieg vollig veranderte Grosse Geschaftshauser Kaufhauser und Warenhauser ersetzten die barocken und klassizistischen Stadtpalaste und schon um 1900 waren nur noch weniger als 20 der die Zeil um 1850 pragenden Gebaude vorhanden 43 Polizeiprasidium an der Neuen Zeil Ecke Klingerstrasse um 1888 Eines der fruhesten Neubauprojekte dieser Periode war das 1882 1883 im damals noch ublichen Neorenaissancestil errichtete Haus Kaiser Karl an der Ecke von Zeil und Grosser Eschenheimer Strasse also an der Stelle des heutigen Kaufhof Am ostlichen Ende der Zeil wurde das mittelalterliche Zeughaus dessen angebautes erst 70 Jahre altes Wachhauschen bereits 1822 niedergelegt worden war abgerissen und durch einen ganzen Block von grunderzeitlichen Wohn und Geschaftshausern ersetzt Im selben Zeitraum wurden auf dem ehemaligen Klapperfeld an der Neuen Zeil mit dem Polizeiprasidium sowie dem heute noch erhaltenen Justizpalast heute vom Land und Amtsgericht genutzt zwei Grossbauten errichtet die noch lange Zeit wie Fremdkorper inmitten der Reste der gewachsenen Bebauung wirkten Zeil mit dem Neubau der Hauptpost 1898 Fotografie von Max Junghandel Zu den prachtigsten Bauwerken zahlte der 1890 1891 errichtete riesige Bau der Frankfurter Hauptpost fur den wiederum das Rote Haus und der Russische Hof weichen mussten Mit letzterem verlor die Stadt den bedeutendsten Profanbau des fruhen Klassizismus was schon Zeitgenossen teils heftig kritisierten 44 Der Neubau war von einer stadtbildpragenden Kuppel gekront an beiden Enden der breiten Strassenfront befanden sich Eckturme mit weiteren Kuppeln Die posteigene Strassenbahnlinie fuhr durch einen grossen Torbogen in den Innenhof wo die von den Postbahnhofen am Hauptbahnhof und Ostbahnhof angelieferten Briefe ausgeladen wurden Schon seit den 1880er Jahren waren die Gebruder Hoff in dem spatklassizistischen Eckhaus zur Liebfrauenstrasse erfolgreich im Seidenwarengeschaft tatig Nach und nach erwarben sie die drei an der Zeil angrenzenden barocken Fachwerkhauser und liessen 1893 1896 durch die Architekten Ritter und Martin auf den vier Parzellen einen monumentalen Neubau errichten 1898 1899 entstand unter dem Architekten E Greiss das Haus Minerva an der Stelle des Pasquay schen Hauses sowie der beiden westlich angrenzenden ebenso alten Fachwerkhauser auf der Parzelle steht heute die Zeilgalerie Ebenfalls 1899 fiel der barocke Darmstadter Hof der Spitzhacke zum Opfer um fur einen unter Hessischer Hof firmierenden Geschaftsbau Platz zu machen Grand Bazar Palais Rothschild und Warenhaus Schmoller um 1910 Ansichtskarte Nachdem im Fruhjahr 1900 der Romische Kaiser abgebrochen worden war eroffnete noch im selben Jahr das Warenhaus Schmoller sowie das von den Architekten Beck amp Grunewald an der Stelle des gleichnamigen klassizistisch veranderten Palais aus dem 18 Jahrhundert erbaute Geschaftshaus Bohler 1903 verkaufte die Familie Mumm von Schwarzenstein ihr Palais an die belgische Societe anonyme du Grand Bazar de Francfort dessen Abbruch noch im Dezember desselben Jahres begann 1904 erwarb die Gesellschaft auch das Schmoller bis 1905 war an der Stelle des ehemaligen Palais Mumm durch den bedeutenden belgischen Architekten Victor Horta der Grand Bazar fertig gestellt Das nur aus Glas und Stahl erbaute Gebaude verfugte als einziges Geschaftshaus an der Zeil uber eine ausgepragte Jugendstilfassade Haus Minerva am Weidengasschen um 1905 Ansichtskarte 1902 entstand unter dem Architekten Otto Sturm die Buchhandlung Auffahrt an der Stelle des traditionsreichen Cafe Milani Direkt ostlich daneben errichteten 1904 die Architekten Josef Rindsfusser und Martin Kuhn an der Stelle des nicht weniger stadtbekannten Cafe Mozart das Geschaftshaus von Frank amp Baer das 1912 durch den ostlich angrenzenden ehemaligen Weidenhof erweitert und in seiner Gesamtheit mit einer der Reformarchitektur jener Jahre verpflichteten Fassade versehen wurde 1904 1905 verschwanden die beiden neben der Katharinenkirche stehenden Hauser von denen eines noch aus dem 18 Jahrhundert stammte zugunsten eines neobarocken Prachtbaus fur das Modehaus Robinsohn ausgefuhrt von dem Architekten Julius Lonholdt Das Kaufhaus Michael Schneider war bereits seit 1899 auf der Zeil zunachst im Haus Minerva ansassig und im selben Jahr in den Besitz des Geschaftsmanns Gottlob Beilharz ubergegangen 1906 1907 erhielt sein Unternehmen durch die Architekten Josef Rindsfusser und Martin Kuhn einen Erweiterungsbau an der Ecke zur 1898 verbreiterten Stiftstrasse der sich ab 1911 auch auf den benachbarten Hessischen Hof ausdehnte Damit war in weniger als zehn Jahren die gesamte Zeilnordseite zwischen Grosser Eschenheimer Strasse und Schafergasse vollstandig durch Neubauten ersetzt worden Zeil mit zahlreichen Neubauten u a Robinsohn Zeilpalast Hoff und Auffahrt nach Osten 1910 Ansichtskarte 1908 1909 errichtete der Architekt Otto Engler aus Dusseldorf an der Sudseite der Zeil mit dem Kaufhaus Wronker das grosste Warenhaus der Stadt Die 80 Meter breite Strassenfront nahm ein gutes Drittel des Hauserblocks zwischen Liebfrauenstrasse und Hasengasse ein Die damals in Frankfurt vielbeschaftigten Architekten Josef Rindsfusser und Martin Kuhn waren wiederum fur den Zeilpalast verantwortlich der neben dem Modehaus Robinsohn 1908 1910 an der Stelle zweier klassizistischer Hauser entstand und hier das westliche Entree zur Liebfrauenstrasse bildete 1912 folgte noch das Kaufhaus Fuhrlander zwischen Schafergasse und Grosser Friedberger Strasse Die Marke war seit 1886 im Besitz des Geschaftsmanns Thomas Beckhardt der in den Jahren 1909 1911 funf altere Hauser erworben hatte die fur den Neubau verschwanden 1913 folgte noch ein ostlich angrenzendes Gebaude fur einen Anbau wodurch die neoklassizistische Fassade eine leichte Asymmetrie aufwies Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 fand nicht nur der Bauboom ein plotzliches und fast ein Jahrzehnt wahrendes Ende sondern auch das Grand Bazar wurde aufgrund seines franzosischen Namens in Kaufhaus Hansa umbenannt Der binnen zwei Jahrzehnten erfolgte Wandel der Zeil wird am besten in Zahlen deutlich die Wohnbevolkerung des Strassenzuges nahm zwischen 1895 und 1914 um 60 ab wahrend sich die Zahl der Einzelhandelsgeschafte im selben Zeitraum durch den Bau der grossen Geschaftshauser halbierte Weimarer Republik und Zeit des Nationalsozialismus Bearbeiten Die Zeit der Inflation in den Nachkriegsjahren und die Weltwirtschaftskrise ab 1929 gingen an der Zeil als Hauptgeschaftsstrasse nicht spurlos voruber Es kam zu Geschaftsaufgaben und ubernahmen Beispiele hierfur waren etwa die Gebruder Hoff deren Geschaftshaus an der Ecke zur Liebfrauenstrasse 1925 von dem Herrenkonfektionar Carsch amp Co ubernommen wurde Wohl nach Vorstellungen des Neuen Bauens liess die Firma Carsch die neobarocke Fassade aus den 1890er Jahren bis 1926 fast vollig entstucken und umgestalten die nun wieder dem klassizistischen Vorgangerbau recht nahekam Eine weitere Firma die die Krise nicht uberstand war das Modehaus Robinsohn an der Katharinenkirche das Gebaude wurde 1927 von der Nassauischen Landesbank bezogen Eine der wenigen Firmen die schon seit der Jahrhundertwende und auch uber den Krieg hinaus wuchs war der Textilwarenhandel von Julius Oberzenner der noch bis 1895 in der Fahrgasse ansassig war Bis zu seinem Tod 1910 erwarb er zahlreiche Bauten auf der Sudseite der Zeil zwischen Reineckstrasse und Hasengasse die ihm nachfolgenden Geschaftsfuhrer in den Kriegsjahren weitere so dass in den 1920er Jahren die sechs Hauser Zeil 71 81 an der heutigen Stelle von Peek amp Cloppenburg unter einer einheitlichen Fassade zusammengefasst werden konnten Auch die 1897 gegrundete und bis heute existente Firma Pletzsch hatte ihr Geschaft zunachst in der Fahrgasse und bereits 1914 mit dem westlichen Eckhaus von Zeil und Hasengasse eines der letzten barocken Fachwerkhauser des Strassenzuges erworben Aufgrund des Kriegsgeschehens wurde es dann aber erst 1927 1928 durch ein in Stahlbetonbauweise errichtetes Gebaude ersetzt das zudem den ersten Neubau in reinen Formen der klassischen Moderne darstellte Erst 1928 kam es mit dem Warenhaus Tietz wieder zu einem bedeutenden Neubau das mit seiner markanten um die Ecke am westlichen Ende der Zeil gefuhrten Art deco Fassade an die Stelle der erst wenige Jahrzehnte alten Hauser Auffahrt sowie Frank amp Baer trat 1929 erfolgte durch den aus der Schweiz stammenden Berliner Architekten Sepp Kaiser noch ein neusachlicher Neubau fur das Textilkaufhaus C amp A Brenninkmeyer im Bereich der Neuen Zeil zwischen Porzellanhof und Goldstelzenstrasse 1936 richtete sich das Textilkaufhaus Peek amp Cloppenburg in den Hausern Bohler und Minerva neben der Hauptpost ein Die letzte grosse Baumassnahme vor dem Zweiten Weltkrieg war in den Jahren 1937 und 1938 der Abriss des ehemaligen Grand Bazars an der Ecke zur Bronnerstrasse wo anschliessend ein schmuckloser Neubau fur das Kaufhaus Woolworth entstand Viele Warenhausbesitzer waren Juden deshalb blieben einige der grossten Hauser samstags Sabbat geschlossen wahrend die von Christen und anderen gefuhrten Ladengeschafte offneten Die judischen Besitzer wurden in der Zeit des Nationalsozialismus enteignet Gunstlinge des Systems konnten die Unternehmen zu unrealistisch niedrigen Preisen erwerben Bekannt ist in diesem Zusammenhang der Fall der Kaufmannsfamilien Tietz aus deren Warenhausern durch die sogenannte Arisierung die Konzerne Hertie und Kaufhof hervorgingen Bereits 1934 war der Textilwarenhandel von Julius Oberzenner in Kramer amp Heinrich der Wronker Konzern in DEFAKA Deutsches Familienkaufhaus umfirmiert worden 1935 ubernahm Peek amp Cloppenburg die Unternehmen Bamberger amp Hertz sowie Julius Braunenthal in den arisierten Hausern Bohler und Minerva Weitere Betroffene waren 1936 Carsch aus denen Ott amp Heinemann hervorging und noch 1938 Fuhrlander die in Goede umbenannt wurden Wahrend der Familie Beckhardt den Inhabern des Fuhrlander noch die Flucht aus Deutschland gelang starb Hermann Wronker 1942 im Konzentrationslager In den Luftangriffen des 22 Marz 1944 wurden die Gebaude auf der Zeil und ihre Umgebung fast vollstandig zerstort Die zahlreichen Neubauten der Jahrhundertwende brannten grosstenteils aus und wurden zusatzlich durch Sprengbomben teils schwer beschadigt Schlimmer erging es den wenigen ganz in Fachwerkbauweise errichteten Resten der Architektur fruherer Jahrhunderte die im Feuersturm restlos untergingen Neben den bereits genannten Palazzi aus dem 18 Jahrhundert gab es vor allem zwischen Hasen und Fahrgasse noch einige altere Bauten z B das stadtbekannte Haus Turkenschuss an der ostlichen Ecke von Zeil und Hasengasse Wiederaufbau und Nachkriegszeit Bearbeiten Nach Kriegsende bot sich an der Zeil ein Bild der Verwustung die dennoch nicht so total war wie im inneren Altstadtkern Die einzigen nahezu unversehrten Geschaftshauser waren der moderne Pletzsch sowie der ebenfalls als reine Stahlbetonkonstruktion konzipierte Woolworth Bau Zahlreiche Aufnahmen aus den 1940er Jahren vor allem von Fred Kochmann aus dem Oktober 1946 aber auch noch vom Anfang der 1950er Jahre zeigen dass man sich vielfach provisorisch in Gebauden einrichtete die nur ausgebrannt waren Neue Zeil mit grunderzeitlichen Wohnhausern 2009 Zeil mit Blick von der Konstablerwache nach Westen 1960 So geschah es etwa bei der Nassauischen Landesbank neben der Katharinenkirche dem anschliessenden Zeilpalast sowie Ott amp Heinemann an der Ecke zur Liebfrauenstrasse die teils aufwandig dekorierten Fassaden waren hier vollig intakt Im weiteren Verlauf der Sudseite bot sich dagegen bis hin zum nur im Dachbereich beschadigten Neubau von Oberzenner der Anblick fast totaler Zerstorung Auf der Nordseite ebenfalls nur gering beschadigt und zunachst ubergangsmassig genutzt waren die Hauser Minerva und Bohler das Kaufhaus Michael Schneider das Kaufhaus Fuhrlander sowie der Bau von Brenninkmeyer im Bereich der Neuen Zeil Wahrend hier die Sudseite ebenfalls fast vollig zerstort war hat sich an der Nordseite eine grossere Anzahl grunderzeitlicher Wohnbauten bis in die Gegenwart erhalten In einem ahistorischen Bestreben vergleichbar mit der neugotischen Idee von der Freistellung der Kirchen im 19 Jahrhundert stellte man den Chor der Katharinenkirche frei obwohl dieser seit der Erbauung der Kirche im spaten 17 Jahrhundert immer von profaner Bebauung umgeben und auch entsprechend ungestaltet war Daher tauschte die aus der Nassauischen Landesbank hervorgegangene Nassauische Sparkasse ihre Parzelle gegen das dahinter liegende Grundstuck des ehemaligen stadtischen Pfandhauses ein und liess hier 1953 1954 einen ebenfalls bis heute erhaltenen Neubau in nuchternen Formen errichten Auch der ubrige Wiederaufbau verlief reichlich pragmatisch und in ausserst schlichter Formensprache Bis auf die neoklassizistische Fassade des Kaufhauses Fuhrlander von 1912 allerdings durch einen Glasvorhang in ihrer Wirkung erheblich gemindert sowie die Ruckfassade des Kaufhauses Wronker am Holzgraben sind bis in die Gegenwart alle der zuvor genannten vielfach wiederaufbaufahigen Vorkriegsgebaude dabei sofort oder im Verlauf von Jahrzehnten durch einfache Neubauten ersetzt worden die bis heute das Bild der Zeil pragen Vielfach wurden hierbei kleinere Parzellen zusammengezogen was zahlreiche Grossbauten vom Ausmass ganzer fruherer Stadtblocke nach sich zog 1950 kam die Idee einer Verbreiterung der Zeil auf weswegen die Stadt im selben Jahr einen Baustopp fur alle Projekte auf der Zeilsudseite verhangte Die sich uber funf Jahre ziehende Debatte hemmte den Wiederaufbau erheblich 1955 beschloss man endlich einen neuen Fluchtlinienplan nach dem die Strassenflucht bis hin zur Liebfrauenstrasse um bis zu acht Meter zuruckgenommen wurde Samtliche an der Sudseite noch stehenden Gebaude bis hin zur Liebfrauenstrasse darunter auch der vollig unbeschadigte Pletzsch Bau mussten weichen Vor allem im besonders stark zerstorten Bereich ostlich der Hasengasse kam es in der Folge zu einer radikalen stadtebaulichen Neuordnung Der Baugraben einst nordliche Parallelstrasse der Reineckstrasse an der hier vor dem Krieg befindlichen Kleinmarkthalle wurde aufgegeben und die neue Flucht der Zeil um den hierdurch gewonnenen Raum nach Suden gezogen Im Osten entstand mit der Konstablerwache ein historisch so nie dagewesener riesiger freier Platz anstelle zahlloser Parzellen der vor dem Krieg hier beginnenden Borne und Allerheiligenstrasse Der im Luftbild deutlich sichtbare Stumpf des heute An der Staufenmauer benannten Restes der Bornestrasse lasst ihren fruheren Verlauf noch heute erkennen Ostlich davon schnitt man die Kurt Schumacher Strasse als Nord Sud Achse einer autogerechten Stadt durch die alte Parzellierung Das an der Konstablerwache 1953 1954 errichtete Bienenkorbhaus das als eines der ersten Hochhauser in Frankfurt einen markanten Abschluss der alten westlichen Zeil bildete war somit noch vor Verabschiedung des neuen Fluchtlinienplans an der Sudseite entstanden Dies erklart warum es heute sichtbar aus der jetzigen Strassenflucht vorspringt Ott amp Heinemann die bereits im Mai 1945 an der Ecke zur Liebfrauenstrasse zwischen den Resten eines zu 80 Prozent zerstorten Hauses als erstes Geschaft wiedereroffneten kamen mit ihrem an alter Stelle Anfang 1950 begonnenen Neubau ebenfalls in Konflikt mit den Stadtplanern 45 Der Entwurf des funfstockigen Kaufhauses basierte auf den ursprunglichen schmalen Strassenfluchten der Zeil im Vorkriegszustand Aufgrund des Baustopps durfte daher zunachst nur im ruckwartigen Bereich mit dem Bau begonnen werden 1955 kam es dann zeitgleich mit dem neuen Fluchtlinienplan auch in den rechtlichen Streitigkeiten zu einer Einigung das Erdgeschoss wurde auf die neue Strassenflucht zuruckgesetzt und die daruberliegenden Stockwerke auf Arkaden am Fahrbahnrand gesetzt womit sich die ursprunglich geplante Verkaufsflache nur geringfugig reduzierte Nachdem der Bau im Mai 1955 wieder aufgenommen werden konnte wurde das Kaufhaus 1956 fertiggestellt 45 Der Mitinhaber Erich Heinemann hatte auf dem Dach seines Bekleidungsgeschafts einen Taubenschlag mit einigen hundert Brieftauben Im August 1970 wurde das Geschaft von der Firma Dyckhoff ubernommen Der Legende nach erhielt die Kolner Bekleidungskette den Zuschlag weil sie Heinemann zusagte die Ausubung seines Hobbys weiterhin zu dulden 46 Blick in die Zeil von der Hauptwache aus an Weihnachten 1952 Links vorne der Kaufhof Auch die ubrigen prominenten Grundstucke der Zeil waren sehr schnell wieder mit provisorischen Kaufhausern bebaut Das Warenhaus Kaufhof an der Ecke Zeil und Grosse Eschenheimer Strasse eroffnete noch im gleichen Jahr im wiederhergerichteten Erdgeschoss einer Kaufhausruine 1950 wurde ein zweigeschossiger Neubau eroffnet 1954 wurde es auf funf Geschosse aufgestockt 1968 besass das Warenhaus schon sieben Verkaufsetagen einschliesslich des sich weit unter den Platz vorstreckenden Untergeschosses das direkt in den unterirdischen Schnellbahnknoten an der Hauptwache ubergeht Im Kern hat sich an dem Gebaude seitdem wenig verandert Umbauten Ende der 1980er Jahre sowie 2008 waren reine Fassadenerneuerungen Zeil vor dem neuen Hauptpostamt 1988 Nach knapp funfjahriger Bauzeit konnte 1956 das Fernmeldezentrum der Deutschen Bundespost fertiggestellt werden dessen Gesicht zur Zeil das neue Hauptpostamt bildete Es ersetzte den 1891 errichteten Grunderzeitbau in deutlich nuchternerer Form Dahinter erhob sich der mit Antennen bestuckte Westturm mit 70 Metern zur damaligen Zeit eines der hochsten Gebaude in Frankfurt Von den von Peek amp Cloppenburg genutzten Hauser Minerva und Bohler wurden alsbald die beschadigten Dachgeschosse abgetragen und die Fassaden vereinheitlicht Nach mehrfachen Umbauten und Aufstockungen wichen die im Kern immer noch alten Gebaude erst 1990 der 1991 1992 von Jurgen Schneider im Stil der Postmoderne erbauten Zeilgalerie Peek amp Cloppenburg zogen nach dessen aufwandigen postmodernen Umbau 1985 1988 in das ehemalige Karstadtgebaude neben dem Bienenkorbhochhaus um Dieses hatte Karstadt erst 1978 von Neckermann ubernommen Am 2 April 1968 wurden der Kaufhof und das Kaufhaus Michael Schneider Ziel von politisch motivierten Brandanschlagen durch die spateren Begrunder der Rote Armee Fraktion Andreas Baader und Gudrun Ensslin Dabei entstand in beiden Hausern ein Schaden von 673 204 DM heutiger Geldwert 1 321 583 Euro Da die Brandsatze um Mitternacht zundeten kamen keine Menschen zu Schaden Die Zeil im 21 Jahrhundert Bearbeiten Die Zeil am fruhen Abend Marz 2011 Als Initialzundung fur eine tiefgreifende Neugestaltung des Strassenzuges kann das PalaisQuartier gesehen werden Auf dem ausgedehnten Areal zwischen dem Fernmeldehochhaus an der Grossen Eschenheimer Strasse und dem Hauptpostamt aus den 1950er Jahren auf der Zeil entstanden nach deren Abriss 2004 zahlreiche neue Gebaude die im Verlaufe des Jahres 2009 eroffneten Mit der Einweihung des MyZeil im Februar 2009 ist das ehemalige Postareal nun erstmals seit dem Ende des Gasthausbetriebes im Roten Haus also seit 1831 wieder mit einem offentlich zuganglichen Gebaude bebaut Am 29 April 2009 wurde bekannt dass das Hochhaus Hotel des PalaisQuartier als Funf Sterne Haus von der in Dubai ansassigen Luxushotelgruppe Jumeirah betrieben werden wird Im Zusammenhang mit der aufwandigen Architektur des Einkaufszentrums und den hier ansassigen gehobenen Geschaften ist nun zusatzlich mit gehobener Klientel in Bezug auf den Hotelbetrieb zu rechnen Das PalaisQuartier vom Maintower Marz 2011 Im Zusammenhang mit dem optischen Zustand des Strassenzuges der immer noch von der schlichten Wiederaufbauzeit gepragt ist wird nun eine Art Domino Effekt erwartet Im Marz 2009 wurde bekannt dass die Fassade der Zeilgalerie fur acht bis zehn Millionen Euro komplett erneuert werden soll 47 Wie die damalige Oberburgermeisterin Petra Roth bei der Eroffnung des Einkaufszentrums My Zeil bekanntgab lagen schon weitere Antrage auf Fassadenerneuerungen bei der Stadt vor 48 die sich teilweise bereits in der Bauausfuhrung befanden Zeil 109 Auch die Strasse als solche wurde vollstandig uberarbeitet auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung sind die vier fest installierten an Gastronomiebetriebe verpachteten Buden die sich in einem baufalligen und optisch wenig ansprechenden Zustand befanden verschwunden ebenso der von FES und Ordnungsamt unterhaltene Kubus an der Einmundung zur Stiftstrasse Sie wurden durch zwei querstehende grossere und einen kleineren Pavillon ersetzt Die vier Baumreihen blieben bestehen und wurden lediglich an verschiedenen Stellen unterbrochen bzw fur Platze gelichtet Daruber hinaus erhielt die Strasse einen neuen Bodenbelag aus wesentlich helleren und rutschfesteren Betonsteinen 49 Die Umgestaltung der Zeil sollte zeitgleich mit der Fertigstellung von Palaisquartier im Fruhjahr 2009 abgeschlossen werden verzogerte sich aber u a wegen des ungewohnlich kalten Winters und eines vermeintlichen Zahlungsverzuges der Stadt erheblich und konnte erst Ende Oktober 2010 offiziell eingeweiht werden 50 Strassenbild Gebaude Skulpturen und Geschafte Bearbeiten Blick in die Zeil aus Richtung der Hauptwache Die grossten Warenhauser der Zeil liegen an den beiden wichtigen Platzen Hauptwache und Konstablerwache und verfugen uber Direktzugange zu den Schnellbahnknoten Dazwischen liegen weitere wichtige Kaufhauser Boutiquen und Elektronikgeschafte 1992 und 2009 entstanden zwei Einkaufszentren ersteres wurde 2016 wieder abgerissen Gastronomisch ist die Zeil durch Schnellrestaurants gepragt Neben zwei McDonald s Filialen und Nordsee Restaurants finden sich in der Mitte der Strasse zwischen den Baumen zahlreiche Buden fur Pommes frites Doner und Ahnliches Die Neue Zeil ostlich der Konstablerwache konnte sich bis heute nicht als Einkaufsstrasse etablieren Dafur gibt es dort einige wichtige Institutionen Das 1 Revier der Frankfurter Polizei an der Zeil 33 ist zustandig fur die komplette Innenstadt Daneben lag bis zum Herbst 2007 die Zentrale der Frankfurter Stadtbucherei Das Gebaude Zeil 42 ist Sitz des Oberlandesgerichtes Frankfurt am Main Weiter ostlich liegt das zentrale Burgeramt fur Migration Statistik und Wahlen Im Folgenden werden einige wichtige Gebaude erlautert Kaufhalle Konstablerwache Bearbeiten Ehemalige Kaufhalle Marz 2009 Die Kaufhalle GmbH eroffnete am 28 November 1963 an der Konstablerwache auf der nordwestlichen Ecke von Zeil und Konrad Adenauer Strasse ein Niedrigpreis Warenhaus Das sechsstockige Gebaude entstand auf zwei nicht benachbarten Grundstucken der Zeil sowie Grundstucken der ruckwartigen Gelbhirschstrasse und tragt deshalb die Hausnummern 58 und 64 Da sich der Konzern nicht mit den Eigentumern eines alten Doppelhauses auf dem Grundstuck 60 62 einigen konnte wurde das Warenhaus um dieses Gebaude herum gebaut und prasentiert sich zum Platz Konstablerwache hin wie scheinbar zwei Gebaude mit der gleichen Fassade Dem Gebaude in Skelettbauweise wurde eine seinerzeit moderne Fassade aus Leichtmetall und Glas vorgehangt Das Untergeschoss wurde bereits beim Bau auf eine Anbindung an die B Ebene des geplanten und in den 1970er Jahren gebauten Schnellbahnknoten Konstablerwache vorbereitet In den oberen Etagen befinden sich Buroraume 51 Im Fruhjahr 1993 wurde die Kaufhalle Filiale geschlossen Nach einer Renovierung wurde die Ladenflache in Parzellen unterteilt und einzeln vermietet darunter die Kaufhof Tochter Mauricius Mode und Sport Heute ist im westlichen Teil eine von drei Filialen des Modeunternehmens Hennes amp Mauritz auf der Zeil Im ostlichen Teil hat Conrad Electronic nach einem Umzug aus der Hohenstrasse im Nordend sein Frankfurter Geschaft auf 2 600 m Verkaufsflache in drei Etagen vergrossert 52 Der Ubergang von der B Ebene zum Untergeschoss war anfangs noch als Eingang geoffnet wurde jedoch bereits nach kurzer Zeit geschlossen Im September 2010 eroffnete die Fitnessstudio Kette McFit im dritten und vierten Stockwerk des Gebaudes ihre dritte Frankfurter Filiale Diese hat seitdem ganzjahrig 24 Stunden taglich geoffnet Der Eingang des Studios befindet sich im westlichen Teil des Gebaudes neben Hennes und Mauritz und ist ein fruherer Personaleingang Bienenkorbhaus Bearbeiten Hauptartikel Bienenkorbhaus Bienenkorbhaus August 2004 Das Bienenkorbhaus bildet das Gelenk zwischen der Zeil und dem Anfang der 1950er Jahre neu angelegten Platz Konstablerwache wobei es genau an der Stelle Ecke Zeil Fahrgasse des namensgebenden 1822 abgerissenen Wachgebaudes steht Das 43 Meter hohe zwolfgeschossige Hochhaus entstand 1954 nach Planen von Johannes Krahn 53 und beherbergt seitdem die Hauptfiliale der Frankfurter Sparkasse auf deren damaliges Logo ein Bienenkorb der Name des Hauses zuruckgeht 54 55 Es bildet die stadtebauliche Dominante des Platzes und ist da es uber die Flucht der sudlichen Strassenseite in den Strassenraum hineinragt auch von der Zeil aus weithin zu sehen Das Haus wurde 2007 bis 2009 umgebaut und ein zur Zeil hin orientierter Annexbau durch einen Neubau ersetzt Am 24 April 2009 fand die Wiedereroffnung statt 56 P amp C Weltstadthaus Frankfurt Bearbeiten Das P amp C Weltstadthaus 1988 wurde das Peek amp Cloppenburg Weltstadthaus neben dem Bienenkorbhaus auf der Sudseite der Zeil eroffnet Zuvor befand sich hier ein Neckermann Kaufhaus das 1956 eroffnet und nach der Fusion mit Karstadt aufgegeben wurde Das Gebaude grenzt im Westen direkt an das benachbarte Nobel Haus Auf der Ruckseite liegt gegenuber der Reineckstrasse sudlich das Parkhaus Konstabler Mit dem Neubau wurde diese Strasse stillgelegt und uberbaut so dass die beiden Gebaude heute eine Einheit bilden Der alte Bau ist nicht komplett abgerissen worden sondern wurde vollstandig entkernt Auf Basis des alten Stahlbeton Skeletts entstand nach dem Entwurf des Dusseldorfer Architekturburos RKW Rhode Kellermann Wawrowsky ein Neubau im postmodernen Stil Der siebenstockige Kaufhauspalast ist in seiner gesamten Gestaltung und Strukturierung symmetrisch auf zwei zentral gelegene Haupteingange auf der Zeil ausgerichtet Besonderes Merkmal sind die goldglanzenden Tur und Fensterrahmen aus poliertem Messing Auch die Innenarchitektur richtet sich vollig nach diesem Stil so sind die Saulen und Rolltreppen mit Messingelementen und Spiegelflachen verkleidet Uber dem zentralen und sehr grosszugig gestalteten Rolltreppenbereich befindet sich ein grosses pyramidenformiges Oberlicht Die Frontseite des Gebaudes ist rund 90 Meter lang und mit dem Verlauf der Zeil leicht konvex geformt Die Fassadengestaltung der Front und Ostseite ist in mehrere Bereiche gegliedert Der zweigeschossige Sockel verfugt uber weitlaufige Schaufensterflachen Dabei springt das erste Obergeschoss etwa ein Meter uber die Hauserflucht des Erdgeschosses und der benachbarten Gebaude hinaus Die vier Etagen daruber sind einen weiteren Meter vorgesetzt und haben eine helle Natursteinfassade die im zweiten bis vierten Geschoss durch schmale vertikale Lichtschlitze gegliedert ist 57 Unterbrochen wird dieses Muster durch vier etwas breitere Fensterflachen uber drei Etagen die jeweils uber den beiden Eingangen und an den Ecken gelegen sind Die funfte Etage verfugt uber gewohnliche Fenster in gleichmassigen Abstanden und die daruberliegende Etage ist als Staffelgeschoss wieder auf die Grundflache des Erdgeschosses zuruckgesetzt Das Frankfurter Kaufhaus ist zu einem Meilenstein in der Firmengeschichte von Peek amp Cloppenburg geworden denn es war das erste einer Reihe weiterer sogenannter Weltstadthauser in deutschen Grossstadten bei denen die Bekleidungshauskette auf eine exklusive und reprasentative Architektur setzte Das Gebaude der P amp C Gruppe West P amp C Dusseldorf hat eine Verkaufsflache von 16 900 Quadratmetern 57 Seit August 2005 hat der US amerikanische Sportartikelanbieter Nike im Weltstadthaus als Untermieter nach dem store in store Konzept auf 450 Quadratmetern im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss eine Filiale mit eigenem Eingang 58 Nobel Haus Bearbeiten Das Nobel Haus an der Ecke Hasengasse 1993 liess Jurgen Schneider das Nobel Haus an der ostlichen Ecke von Zeil und Hasengasse anstelle des ehemaligen Modehaus Nobel auf dem Grundstuck 77 79 erbauen Nach der Milliardenpleite des Immobilienunternehmers wurde das Haus von einem Frankfurter Facilitymanager ubernommen Im Oktober 1993 eroffnete dort der erste deutsche und grosste europaische Disney Store 59 Aufgrund nicht erfullter Umsatzerwartungen musste das Merchandisinggeschaft nach sechs Jahren Ende 1999 schliessen 60 Seit Herbst 2000 hat die Herrenmodekette Eckerle die Raumlichkeiten bezogen Das Haus gliedert sich in vier Geschafts und daruberliegend funf Buro Etagen Architektonisches Merkmal des glasernen postmodernen Gebaudes ist die halbrunde Form und der aussenliegende komplett verglaste Aufzug Auf drei Buro Etagen hat der Softwarehersteller Novell seine Frankfurter Niederlassung 61 MyZeil und Palaisquartier Bearbeiten Hauptartikel MyZeil und Palaisquartier Spektakulares Loch in der MyZeil Fassade April 2009 Am 28 September 2005 fand der erste Spatenstich fur das neue Einkaufszentrum MyZeil am westlichen Teil der Zeil statt Es entstand neben der Zeilgalerie anstelle des ehemaligen Telekom Areals und ist Teil des Projektes Palaisquartier zu dem noch der Neubau zweier Hochhauser und der Bau einer vereinfachten Rekonstruktion des Palais Thurn und Taxis gehoren Das MyZeil wurde am 26 Februar 2009 eroffnet Zeilgalerie Bearbeiten Hauptartikel Zeilgalerie und UpperZeil Zeilgalerie November 2013 1992 entstand auf dem ehemaligen Grundstuck von Peek amp Cloppenburg die von dem Investor Jurgen Schneider errichtete sogenannte Zeilgalerie ein Einkaufszentrum das verschiedene kleinere Geschafte und Cafes beinhaltete Auf dem Dach des zehnstockigen Gebaudes befand sich ein IMAX Kino ein Cafe und eine kostenlose Aussenterrasse ein beliebter Aussichtspunkt mit Blick auf die Frankfurter Innenstadt und Skyline Das Gebaude war uber die Terrasse und im Untergeschoss mit dem benachbarten Kaufhof verbunden 2010 wurde die Zeilgalerie vollstandig renoviert nachdem das Gebaude zunehmend an Attraktivitat verloren hat und viele Ladengeschafte leer standen Neben einer farblichen Umgestaltung des Innenbereichs erhielt sie eine mit weissen LEDs bestuckte futuristisch wirkende Aussenfassade Wegen des Leerstandes und der Betriebskosten aufgrund eines ungunstigen Grundrisses wurde die Zeilgalerie im Sommer 2016 abgerissen Auf dem Grundstuck entsteht bis Ende 2018 das Geschaftshaus UpperZeil mit Ladengeschaften Die oberen Geschosse werden mit dem Nachbargebaude verbunden und von der Galeria Kaufhof genutzt Katharinenkirche Bearbeiten David amp Goliath Hauptartikel Katharinenkirche Frankfurt am Main Die im 17 Jahrhundert erbaute evangelische Katharinenkirche bildet mit der Hausnummer 131 den sudwestlichen Abschluss der Einkaufsmeile und ist das alteste Gebaude der Zeil Mehr noch als das namensgebende Gebaude dominiert sie den Platz An der Hauptwache Durch ihre Lage als City Kirche im Mittelpunkt der Stadt ist ihre seelsorgerische Tatigkeit stark auf das grossstadtische Publikum ausgerichtet Dies druckt sich sowohl durch eine aktive Obdachlosenarbeit als auch durch Angebote fur Berufstatige und Einkaufer aus Letztere nutzen die Kirche in Einkaufspausen oder auf dem Weg zur U Bahn um einige Minuten zu erholen In der Adventszeit konnen Zeil Kunden an der Katharinenkirche bereits erworbene Einkaufe zwischenlagern und sich unbeladen erneut auf die Geschenkejagd begeben Montags und donnerstags gibt es zur Feierabendzeit 16 30 Uhr das Angebot 30 Minuten Orgelmusik das sich ebenfalls an gestresste Grossstadtmenschen richtet David und Goliath Bearbeiten Der Bildhauer Richard Hess schuf 1983 eine Bronzeskulptur im figurlich realistischen Stil mit der Bezeichnung David und Goliath Zu sehen ist der aus dem Kampf siegreich hervorgegangene David der auf dem Haupte Goliats sitzend seine Starke zeigt Die Skulptur steht am Anfang der Zeil zur Hauptwache hin vor dem Kaufhof Gebaude in einer quadratischen Vertiefung 62 Verkehr auf der Zeil Bearbeiten Strassenbahn auf der Zeil 1960 Fussganger als Randerscheinung um 1970 Als breiteste Strassenachse der Innenstadt war die Zeil auch fur den sich rasant verandernden Stadtverkehr von grosser Bedeutung Zu den zahlreichen Fussgangern und Fuhrwerken kamen 1872 die Pferdebahn spater die Elektrische Strassenbahn und das Automobil Vor allem letzteres verursachte seit den fruhen 1950er Jahren nicht mehr hinnehmbare Konflikte mit dem starken Fussgangerverkehr Noch im Generalverkehrsplan 1962 war die Zeil neben der Berliner Strasse zu einer der wichtigsten Ost West Durchgangsstrassen der Kernstadt erhoben worden 1972 wurde die Zeil fur den Autoverkehr gesperrt und zur Fussgangerzone erklart Die Strassenbahn verkehrte noch bis 1978 durch niedrige Zaune von den Fussgangern abgetrennt in der Strassenmitte Im Anschluss an den Bau der S Bahn Rhein Main zwischen Hauptwache und Konstablerwache wurde die Zeil 1983 umgestaltet wobei sie ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt Offentlicher Nahverkehr Bearbeiten Hauptwache Bahnsteig der Linien U1 U2 U3 und U8 Mit zwei der wichtigsten und grossten Schnellbahnknoten der Stadt und vier unterirdischen Strecken ist die Zeil sehr gut durch offentliche Verkehrsmittel erschlossen Unter der Zeil selbst verlaufen in einem gemeinsamen Tunnel die S Bahn Stammstrecke und die U Bahn Strecke C mit den Linien U6 und U7 Am Schnellbahnknoten Hauptwache werden diese von Frankfurts altester U Bahn Strecke der A Strecke mit den Linien U1 U2 U3 und U8 gekreuzt Am Knotenpunkt Konstablerwache kommen ausserdem die Linien U4 und U5 der B Strecke hinzu Damit ist die Zeil an alle Linien der U Bahn Frankfurt Ausnahme U9 verkehrt nur zwischen Ginnheim und Nieder Eschbach und fast alle der S Bahn Rhein Main angebunden Nur von einer S Bahn Linie wird der Tunnel bisher noch nicht befahren deren Verlangerung aber in Planung ist An der Konstablerwache verkehren ausser der U und S Bahn noch die Strassenbahnlinie 12 Schwanheim Fechenheim und die Strassenbahnlinie 18 Sachsenhausen Preungesheim sowie die Omnibuslinien 30 und 36 Bad Vilbel bzw Westbahnhof nach Sachsenhausen Taglich zwischen ca 1 30 Uhr und 4 00 Uhr ist an der Konstablerwache der zentrale Knotenpunkt eines sternformigen Netzes von 13 aufeinander abgestimmten Nachtbuslinien in den Nachten von Freitag auf Samstag Samstag auf Sonntag sowie den hessischen Vorfeiertagen kommen weitere funf Nachtbuslinien in die Rhein Main Region hinzu so dass dann insgesamt 18 Nachtbuslinien zur Verfugung stehen In unmittelbarer Nahe des ostlichen Bereichs der Zeil liegen der U Bahnhof Zoo der S Bahnhof Ostendstrasse und einige Strassenbahnhaltestellen der Linien 11 und 14 unter anderem am Allerheiligentor Strassenverkehr Bearbeiten Parkhaus Konstabler in der benachbarten Tongesgasse Die Zeil mit den in den 1980er Jahren gepflanzten Platanen Reihen 2009 Da die Zeil in ihrer westlichen Halfte eine Fussgangerzone ist ist sie nur zwischen Friedberger Anlage und Konstablerwache fur den Strassenverkehr befahrbar Sie ist vom Beginn an der Friedberger Anlage bis zur nachsten Strassenkreuzung an der Seilerstrasse und Lange Strasse vierstreifig ausgebaut und im weiteren Bereich zweistreifig Die Strasse ist bis zur Kreuzung Klingerstrasse in beide Richtungen und auf den letzten 80 Metern bis zur Konstablerwache als Einbahnstrasse nur stadtauswarts befahrbar Die Zeil hat eine durchschnittliche Verkehrsbelastung von rund 11 500 bis 15 000 Fahrzeugen an Werktagen 63 Die Parkmoglichkeiten direkt an der Zeil sind ausserst gering Jedoch gibt es trotz der hervorragenden Schnellbahnanbindung viele grosse Parkhauser und Tiefgaragen im naheren Umfeld welche die Einkaufsstrasse fur den motorisierten Verkehr erschliessen Sudlich der Zeil sind die Parkhauser Goetheplatz Hauptwache das alteste offentliche Parkhaus Deutschlands und Konstabler gelegen Nordlich der Zeil gibt es die Parkhauser Borse Schiller Passage Konrad Adenauer Strasse und Am Gericht sowie die privaten Parkhauser MyZeil Karstadt und des Hotels Westin Grand Sie verfugen gemeinsam weit uber 6 000 Stellplatze 64 Die stadtischen Parkhauser sind an ein elektronisches Parkleitsystem angebunden Fahrradverkehr Bearbeiten Die Zeil hat keine separaten Radwege sie ist aber Teil von zwei ausgeschilderten Radrouten im stadtischen Radverkehrsnetz Ausserdem sind die Platze Konstablerwache und Hauptwache Endpunkt zahlreicher weiterer Radrouten die sternformig aus allen Himmelsrichtungen auf die Zeil zulaufen Die Radroute 1 beginnt in Seckbach verlauft durch Bornheim und das Nordend und mundet uber die Klapperfeldstrasse in die Zeil ein Sie endet an der Konstablerwache Die Radroute 3 beginnt im Westen bei Eschborn verlauft durch Rodelheim und Bockenheim und mundet uber die Fahrgasse in die Zeil ein Sie endet 200 Meter ostlich der Zeil am Alfred Brehm Platz vor dem Frankfurter Zoo Im Bereich der Fussgangerzone zwischen Konstablerwache und Hauptwache ist das Radfahren nur im Schritttempo gestattet Dieser Abschnitt soll weitgehend uber die Tongesgasse in der das Radfahren gegen die Einbahnstrasse erlaubt ist umfahren werden 65 Siehe auch BearbeitenListe von Strassen und Platzen in Frankfurt am Main Hauptwache Konstablerwache Kaufhaus Brandstiftungen am 2 April 1968Weblinks Bearbeiten Commons Zeil Sammlung von Bildern Zeil Aktiv e V Das Verkehrschaos blieb aus In moderneRegional 2015 Interview mit dem fruheren Baudezernenten H E Haverkampf Einzelnachweise und Anmerkungen Bearbeiten Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main Hrsg Portal GeoInfo Frankfurt Stadtplan My Zeil Riesenchance fur die Stadt Memento vom 2 Marz 2009 im Webarchiv archive today In hr online de 26 Februar 2009 Interview mit Frank Albrecht Magnus Danneck Deutschlands meistbesuchte Einkaufsmeile 2014 Koln erstmals Double sic Sieger JLL erhebt Passantenfrequenzen in 170 Einkaufsstrassen In Jones Lang LaSalle GmbH JLL 12 Mai 2014 ase dpa Einkaufsstrassen Ranking Koln ist Mekka des Konsums In Spiegel Online 24 Juli 2006 abgerufen am 12 Mai 2014 Die teuersten Einkaufsstrassen Deutschlands In WirtschaftsWoche 19 September 2012 abgerufen am 20 September 2012 Kennzahlen zum Einzelhandel in Frankfurt am Main In frankfurt main ihk de 12 Mai 2007 abgerufen am 17 Oktober 2019 Die genaue Erbauungszeit der Staufenmauer ist bis heute umstritten und schwankt in der Literatur zwischen der Mitte des 12 und dem fruhen 13 Jahrhundert da es keine erhaltenen schriftlichen Belege gibt die sich direkt auf den Mauerbau beziehen Tendenziell wird von der Forschung eine Zeit um 1200 als am wahrscheinlichsten angesehen siehe hierzu z B Elsbet Orth Frankfurt am Main im Fruh und Hochmittelalter in Frankfurter Historische Kommission Hrsg Frankfurt am Main Die Geschichte der Stadt in neun Beitragen Veroffentlichungen der Frankfurter Historischen Kommission Band XVII Jan Thorbecke Sigmaringen 1991 ISBN 3 7995 4158 6 S 26 Johann Georg Battonn Oertliche Beschreibung der Stadt Frankfurt am Main Band VI Verein fur Geschichte und Alterthumskunde zu Frankfurt am Main Frankfurt am Main 1871 S 102 bereits 1332 wird ein Haus an der spateren Zeil urkundlich als sitae in foro pecorum genannt 1348 ist die Rede von dem Vehemerkete Battonn VI S 268 um 1350 beschreibt der fruheste Frankfurter Stadttopograph Baldemar von Petterweil die Lage eines Zins an das Bartholomausstift zahlenden Hauses in der Neustadt extra muros novo opido foro equorum contigua ramhof 1359 ist urkundlich die Rede vom rossmerkete vor der Bockenheimer porten also vor der Katharinenpforte Johann Friedrich Bohmer Friedrich Lau Urkundenbuch der Reichsstadt Frankfurt Bd II 1314 1340 J Baer amp Co Frankfurt am Main 1901 1905 S 352 u 353 Urkunde Nr 467 Rudolf Jung Carl Wolff Die Baudenkmaler von Frankfurt am Main Band 2 Weltliche Bauten Selbstverlag Volcker Frankfurt am Main 1898 S 7 Konrad Bund Frankfurt am Main im Spatmittelalter 1311 1519 in Frankfurter Historische Kommission Hrsg Frankfurt am Main Die Geschichte der Stadt in neun Beitragen Veroffentlichungen der Frankfurter Historischen Kommission Band XVII Jan Thorbecke Sigmaringen 1991 ISBN 3 7995 4158 6 S 113 116 u 117 Johann Georg Battonn Oertliche Beschreibung der Stadt Frankfurt am Main Band VI Verein fur Geschichte und Alterthumskunde zu Frankfurt am Main Frankfurt am Main 1871 S 103 1382 findet sich urkundlich erstmals die Bezeichnung in der Zyle gein dem Vehemarkte gelegin a b Jung Wolff S 455 466 Monographie zum Darmstadter Hof und seinem direkten Vorgangerbau Klaus Bromms Haus auf Basis der im Zweiten Weltkrieg vernichteten Unterlagen des Stadtarchivs a b Wolfgang Klotzer Zu Gast im alten Frankfurt Hugendubel Munchen 1990 S 11 Wolfgang Klotzer Frankfurt am Main 1789 1866 in Frankfurter Historische Kommission Hrsg Frankfurt am Main Die Geschichte der Stadt in neun Beitragen Veroffentlichungen der Frankfurter Historischen Kommission Band XVII Jan Thorbecke Sigmaringen 1991 ISBN 3 7995 4158 6 S 315 Klotzer Zu Gast im alten Frankfurt S 10 Klotzer Zu Gast im alten Frankfurt S 12 u 13 Anton Schindling Wachstum und Wandel vom Konfessionellen Zeitalter bis zum Zeitalter Ludwigs XIV Frankfurt am Main 1555 1685 In Frankfurter Historische Kommission Hrsg Frankfurt am Main Die Geschichte der Stadt in neun Beitragen Veroffentlichungen der Frankfurter Historischen Kommission Band XVII Jan Thorbecke Sigmaringen 1991 ISBN 3 7995 4158 6 S 206 Schindling S 228 Helmut Nordmeyer Die Zeil Bilder einer Strasse vom 17 Jahrhundert bis zur Gegenwart Societats Verlag Frankfurt am Main 1997 S 11 Nordmeyer S 9 Klotzer Zu Gast im alten Frankfurt S 13 Achilles Augustus von Lersner Der weit beruhmten Freyen Reichs Wahl und Handels Stadt Franckfurt am Main Chronica oder Ordentliche Beschreibung der Stadt Franckfurt Herkunfft und Auffnehmen Selbstverlag Frankfurt am Main 1706 Teil II S 41 a b c d Rudolf Jung Julius Hulsen Die Baudenkmaler von Frankfurt am Main Band 3 Privatbauten Selbstverlag Keller Frankfurt am Main 1914 S 124 126 Monographie zum Roten Haus auf Basis der im Zweiten Weltkrieg vernichteten Unterlagen des Stadtarchivs Jung Wolff S 320 325 Monographie zur Hauptwache auf Basis der im Zweiten Weltkrieg vernichteten Unterlagen des Stadtarchivs Hartwig Beseler Niels Gutschow Frauke Kretschmer Kriegsschicksale Deutscher Architektur Verluste Schaden Wiederaufbau Eine Dokumentation fur das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Band II Sud Karl Wachholtz Verlag Neumunster 1988 S 816 Jung Wolff S 315 319 Monographie zur Konstablerwache auf Basis der im Zweiten Weltkrieg vernichteten Unterlagen des Stadtarchivs Rainer Koch Patricia Stahl Wahl und Kronung in Frankfurt am Main Kaiser Karl VII 1742 1745 Band II Ausstellungskatalog Historisches Museum Frankfurt am Main Frankfurt am Main 1986 S 248 hier ist falschlich angefuhrt dass Barckhausensche Palais alt Zeil 35 neu Zeil 103 sei erst im Zweiten Weltkrieg zerstort worden Offenbar verwechseln die Autoren das Barckhausensche Palais mit einem unweit davon ebenfalls fur die Familie Barckhaus um 1700 erbauten Barockhaus alt Zeil 45 neu 113 das tatsachlich bis zum Zweiten Weltkrieg stand Das eigentliche Barckhausensche Palais um 1800 klassizistisch verandert und aufgestockt musste dagegen kurz vor 1908 fur den Neubau des Geschaftshauses Wronker weichen Klotzer Zu Gast im alten Frankfurt S 13 u 14 Battonn VI S 112 Battonn verweist auf ein Publicatum des Rechneiamtes vom 9 Februar 1784 Nordmeyer S 13 wahrend der allgemeinen Markttage wurde auf dem Dach des Viehhofs eine auf stadtische Kosten gefertigte Fahne aufgezogen Jung Hulsen S 206 229 Monographie zum Russischen Hof auf Basis der im Zweiten Weltkrieg vernichteten Unterlagen des Stadtarchivs Jung Hulsen S 216 nach Fussnote 1 Peter Speeth In Bonaventura Andres Hg Neue frankische Chronik 4 Jahr Verlag Carl Philipp Bonitas Wurzburg 1809 S 466 ff eingeschrankte Vorschau in der Google Buchsuche Wilhelm Frithjof Dahl Die Tatigkeit des Baumeisters Salins de Montfort in Frankfurt am Main in Direktion des Historischen Museums der Stadt Frankfurt am Main Hrsg Heinrich Bingemer Schriftleitung Schriften des Historischen Museums V Englert und Schlosser Frankfurt am Main 1929 S 17 21 das Haus wurde bis 1795 zunachst nach Planen von Johann Georg Christian Hess gebaut der dann aufgrund von Auseinandersetzungen mit dem Bauherrn vom Projekt zurucktrat Nach wenigen Monaten ging der Bau nach Planen eines anderen namentlich nicht genannten Architekten weiter und wurde entsprechend diesen auch fertiggestellt Dieser Architekt wurde alleine stilkritisch als de Montfort identifiziert Nordmeyer S 26 u 27 Battonn VI S 105 Nordmeyer S 7 zitiert nach Siegfried Hanle Karl von Spruner Handbuch fur Reisende auf dem Maine Stahel Wurzburg 1843 Battonn VI S 117 nach der Anmerkung Eulers zu Fussnote 121 Nordmeyer S 27 Nordmeyer S 28 alle folgenden Informationen soweit nicht explizit anders referenziert nach Nordmeyer S 29ff Architekten und Baudaten stellenweise erganzt nach Frankfurter Architekten und Ingenieur Verein Hrsg Frankfurt am Main 1886 1910 Ein Fuhrer durch seine Bauten J Maubach amp Co Frankfurt am Main 1910 S 174 u 175 Jung Hulsen S 207 Zitat Hulsen Die folgenden Ausfuhrungen und Abbildungen mogen darthun welchen unersetzlichen Verlust der Abbruch dieses durch geschichtliche und kulturgeschichtliche Erinnerungen und durch hohe kunstlerische Vollendung gleich ausgezeichneten Bauwerkes fur Frankfurt zu bedeuten hat a b ott amp heinemann In aufbau ffm de Archiviert vom Original am 24 Dezember 2008 abgerufen am 19 April 2009 Hans Otto Eglau Wenn Bellinger kommt In Die Zeit 5 Marz 1971 Nr 10 Rainer Schulze Architektur Eine Medienfassade fur die Zeilgalerie Memento vom 1 August 2012 im Webarchiv archive today In FAZ 20 Marz 2009 Rainer Schulze My Zeil 70 000 Besucher stromen in Zeil Einkaufszentrum Memento vom 1 August 2012 im Webarchiv archive today In FAZ 26 Februar 2009 Jan Grossarth Innenstadt Eine Teflon Schicht fur die Zeil Memento vom 1 August 2012 im Webarchiv archive today In FAZ 19 August 2008 Manfred Kohler Stadtgestaltung Neugestaltung der Zeil verzogert sich Memento vom 2 August 2012 im Webarchiv archive today In FAZ 7 Juni 2007 Matthias Arning Tiefbauarbeiten eingestellt Baustopp auf der Zeil In Frankfurter Rundschau 7 Juli 2010 abgerufen am 24 November 2010 Claudia Michels Frankfurter Shoppingmeile Zeil So schon wie nie zuvor In Frankfurter Rundschau 28 Oktober 2010 abgerufen am 24 November 2010 zeil und hauptwache In aufbau ffm de Archiviert vom Original am 8 Oktober 2011 abgerufen am 25 April 2009 Conrad Electronic Frankfurt a Main Abgerufen am 17 Oktober 2019 Hochhaus Passage zum Bienenkorb Zeil 65 69 In aufbau ffm de Archiviert vom Original am 29 Oktober 2013 abgerufen am 25 April 2009 Hans Otto Schembs Warum ein Frankfurter Gebaude Bienenkorb heisst In Senioren Zeitschrift 4 2008 Dezernat fur Soziales Senioren Jugend und Sport der Stadt Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit dem Presse und Informationsamt abgerufen am 17 Oktober 2019 Foto vom Logo auf einem Werbeglas beim Vereinsring Sachsenhausen In vereinsring sachsenhausen de Abgerufen am 25 April 2009 Rainer Schulze Architektur Das Bienenkorbhaus glanzt wieder Memento vom 1 August 2012 im Webarchiv archive today In FAZ 24 April 2009 a b Weltstadthaus Frankfurt a M ein Anziehungspunkt In Peek amp Cloppenburg aufgerufen am 7 Mai 2015 Jelena Juric Nike Store im Frankfurter P amp C Haus In TextilWirtschaft 25 Mai 2005 Hartmut Panskus Die Disney Strategien Der Weihnachtsfilm als Wirtschaftsmarchen In Focus 10 April 1993 Heft Nr 15 siehe letzten Absatz jb Textilit zieht in den Frankfurter Disney Store In TextilWirtschaft 27 Oktober 1999 Das Nobel Haus Erlebter Wandel Memento vom 10 Marz 2009 im Internet Archive In FAJA Immobilien und Facility Management GmbH David und Goliath In kunst im oeffentlichen raum frankfurt de aufgerufen am 7 Mai 2015 Generalverkehrsplan 2005 Anlage 3 mainziel de gibt folgende Kapazitaten an Am Gericht 720 Borse 920 Goetheplatz 592 Hauptwache 430 Karstadt 665 Konrad Adenauer Strasse 552 Konstabler 750 Palaisquartier 1017 Schiller Passage 417 Westin Grand 154 Umweltamt Frankfurt am Main Hrsg Die GrunGurtel Freizeitkarte 5 Auflage November 2003 Massstab 1 20 000 50 114583333333 8 6836111111111 Koordinaten 50 6 52 5 N 8 41 1 O Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Zeil amp oldid 222398352, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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