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Der Begriff Zehnt, Zehent, Zehnter, Zehend, der Zehnte (auch Kirchenzehnter;lateinischdecima [pars], „zehnter Teil“, mittelniederdeutsch teghede) oder Dezem (von lateinisch decem „zehn“) bezeichnet eine etwa zehnprozentige Steuer in Form von Geld oder Naturalien an eine geistliche (etwa Domkapitel, Pfarrkirche) oder eine weltliche (König, Grundherr) Institution.

Zehntabgabe von Bauern bei einem Grundherrn

Eine solche Abgabe war bereits im Altertum in verschiedenen Kulturen nicht nur des Orients bekannt und über das Mittelalter bis in die frühe Neuzeit üblich.

Inhaltsverzeichnis

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Als einmaliger Akt

Bereits vor dem mosaischen Gesetz (Gen 14,20 EU) erhält der König und Hohepriester Melchisedek von Abraham den Zehnten der Kriegsbeute als freiwillige und situationsbedingte einmalige Abgabe:

„Er segnete Abram und sagte: Gesegnet sei Abram vom Höchsten Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, und gepriesen sei der Höchste Gott, der deine Feinde an dich ausgeliefert hat. Darauf gab ihm Abram den Zehnten von allem.“

Gen 14,19–20 EU

Nachdem Jakob nachts von der Himmelsleiter geträumt hat, ist er ergriffen von Gottes Zusagen und gibt ihm im Gegenzug ein dreifaches Versprechen, zu dem auch das Verzehnten seiner Erträge gehört:

„Jakob machte das Gelübde: Wenn Gott mit mir ist und mich auf diesem Weg, den ich gehe, behütet, wenn er mir Brot zum Essen und Kleider zum Anziehen gibt, wenn ich wohlbehalten heimkehre in das Haus meines Vaters, dann wird der HERR für mich Gott sein und dieser Stein, den ich als Steinmal aufgestellt habe, soll ein Gotteshaus werden. Von allem, was du mir gibst, will ich dir gewiss den zehnten Teil geben.“

Gen 28,20–22 EU

Im mosaischen Gesetz

Das spätere mosaische Gesetz schreibt dann vor, dass die Israeliten dem Herrn einen Zehnten der Ernte und des Viehs geben sollen. Dieser Zehnte war zum Dank für die Gaben Gottes gedacht und für den Unterhalt des Stammes Levi, dem der Tempeldienst zugewiesen war und der deshalb keinen Landbesitz hatte. Die Naturalabgabe konnte auch durch eine Geldgabe ersetzt werden, nur musste der Betrag um ein Fünftel höher sein. Grundsätzlich war der Betrag zum Heiligtum zu bringen, aber in jedem dritten Jahr wurde der Zehnte vor Ort den Leviten und Armen zur Verfügung gestellt.

„Jeder Zehnt des Landes, der vom Ertrag des Landes oder von den Baumfrüchten abzuziehen ist, gehört dem HERRN; er ist etwas Heiliges für den HERRN. Will ein Mann einen Teil seines Zehnten auslösen, muss er ein Fünftel dazuzahlen. Jeder Zehnt an Rind, Schaf und Ziege ist dem HERRN geweiht, jedes zehnte Stück von allem, was unter dem Hirtenstab hindurchgeht.“

Lev 27,30–32 EU

Die aaronitischen Priester (Tempeldiener) erhielten direkt nichts vom Zehnten des Volkes. Dafür erhielten sie gemäß Num 18,26 EU den Zehnten vom Zehnten aus den Händen der Leviten. Daran knüpft die Kritik in Mal 3,10 EU an. Die Priester hatten es unterlassen, den Folgezehnten in das Haus Gottes zu bringen (wahrscheinlich aufgrund von Korruption), und sie wurden dafür von Gott durch den Propheten Maleachi streng gerügt. Bereits in Neh 13,10 ff. EU wurde die mangelnde Umsetzung der Zehntengelder-Verwendung und die Zehnthof-Verwaltung kritisiert. Damals sind Leviten und Sänger auf ihren ländlichen Besitz zurückgekehrt, weil sie ihre Löhne nicht erhalten hatten.

„Rede zu den Leviten und sag zu ihnen: Wenn ihr von den Israeliten den Zehnten entgegennehmt, den ich euch von ihnen als euren Erbteil zugewiesen habe, dann gebt davon dem HERRN ein Hebeopfer als Zehnten vom Zehnten!“

Num 18,26 EU

Im 5. Buch Mose (Deuteronomium) werden in Dtn 12,6 EU, Dtn 14,22–29 EU und Dtn 26,12–15 EU die Satzungen rund um den Zehnten für das Volk Israel zusammengefasst. In 5. Mose 14,22 ff. wird erwähnt, wovon der Zehnte bezahlt werden sollte: Vom Ertrag von Korn, Wein und Öl sowie von der Erstgeburt der Rinder und Schafe. Empfänger nach 5. Mose 26,12 sind die Leviten, die Ausländer sowie Witwen und Waisen. Der Zehnte hat hier also die Funktion einer geistlichen und weltlichen Abgabe, wobei aus der geistlichen Abgabe auch der Tempelunterhalt sowie das Bildungswesen finanziert wurde. Die Ausgaben für Militär und Sicherheit wurden im alten Israel offenbar nicht aus dem Zehnten des Volkes, sondern vom Staat aus seinen eigenen Zoll- und Markteinnahmen sowie Handelsgewinnen (wie etwa Minen) finanziert.

In 5. Mose 12,6–7 und 5. Mose 14,23 ist ein besonderer Festzehnter erwähnt, der anlässlich einer Pilgerreise nach Jerusalem selbst in Anspruch genommen wurde. Der Festzehnte war keine Abgabe, sondern eine eigene Festtagsrücklage.

„Dorthin sollt ihr eure Brandopfertiere und Schlachtopfertiere bringen, eure Zehnten und das Hebeopfer eurer Hand, was ihr dem HERRN gelobt habt und was ihr freiwillig gebt, und die Erstlinge eurer Rinder, Schafe und Ziegen. Dort sollt ihr vor dem HERRN, eurem Gott, das Mahl halten. Ihr sollt fröhlich sein, ihr und eure Familien, aus Freude über alles, was eure Hände geschafft haben, weil der HERR, dein Gott, dich gesegnet hat.“

Dtn 12,6-7 EU

Werden die Zehnten so interpretiert, dass der normale Zehnte jedes Jahr erhoben wurde, kommt man mit dem jedes dritte Jahr erhobenen weltlichen Zehnten auf 13 ⅓ Prozent der Einkünfte. Mit dem Festzehnten als interne Rücklage ergibt das zusammen 23 ⅓ Prozent aller Einkünfte. Diese in der Literatur immer wieder vorkommende Schlussfolgerung ist jedoch brüchig: Denn basierend auf Dtn 14,28 EU wird argumentiert, dass vom Festzehnten jedes dritte Jahr nichts für eigene Zwecke genommen werden solle, weil davon Ausländer, Witwen und Waisen und die Leviten am eigenen Ort leben sollen. Der weltliche Zehnte wird also aus dem Festzehnten generiert. Die Gesamtabgabenlast durch den Zehnten beträgt also 13 ⅓ Prozent, denn das aus dem Festzehnten selbst konsumierte Gut (zwei Drittel des Festzehnten) kann mit Fug nicht als Abgabe bezeichnet werden, sondern als Rücklage innerhalb des Familienbetriebs.

Bauern geben einem geistlichen Herren den Zehnt ab

Teils wird angenommen, im Neuen Testament werde von den Christen kein Zehnter gefordert, sondern nur eine freiwillige Unterstützung armer Mitchristen und armer Gemeinden. Unterstützer einer Interpretation des Zehnts nach mosaischen Vorbild berufen sich auf die Stellen Mt 23,23 EU und Lk 11,42 EU, in denen Jesus dieser Argumentation zufolge am Zehnten festhält. Befürworter einer freiwilligen Abgabe berufen sich jedoch auf 2 Kor 9,7 EU. Der Apostel Paulus zieht hier die freiwilligen Gaben eindeutig den Zwangsabgaben vor.

In der Frühzeit des Christentums forderten verschiedene Kirchenväter von den Gläubigen die Abgabe eines Zehnten. Erstmals gesichert in der Vita Severini als Christenpflicht erwähnt, wurde er 585 erstmals für das Königreich Burgund im Rahmen der Dritten Synode von Macon eingeführt.

Weiter heißt es in einem Schreiben Papst Gregors II. vom 1. Dezember 722 an den hl. Bonifatius:

„Aus den Einkünften der Kirche und den Opfergaben der Gläubigen soll er [Bonifatius] vier Teile machen: Einen davon soll er für sich behalten, den zweiten unter den Geistlichen verteilen, entsprechend ihrem Eifer in der Erfüllung ihrer Pflichten, den dritten Teil soll er an die Armen und Fremden geben, den vierten soll er aber für den Kirchenbau zurücklegen.“

Bonifatiusbriefe

Papst Zacharias schrieb 748 einen Brief an vornehme Franken, in dem der Zehnt als bereits bestehend genannt wurde:

„Was aber die Zehnten der Gläubigen betrifft, die in den Kirchen dargebracht werden, so soll es nicht im Belieben des Gebers liegen, sie zu verteilen. Denn die Satzungen der heiligen Väter bestimmen, dass daraus vom Bischof vier Teile gemacht werden sollen. […] Daraus müssen nämlich die Almosen bereitgestellt werden, daraus muss der Kirchenbau und die Altarausstattung bezahlt werden.“

Bonifatiusbriefe

Zur Zeit Karls des Großen wurde der Kirchenzehnt im Kapitular von Herstal 779 Reichsgesetz, um die fränkische Kirche mit Mitteln zu versorgen. Dies wurde später vollständig im Decretum Gratiani um 1140 geregelt.

Regional unterschiedlich erhielten meist der Bischof, der Pfarrer, die Armen und das Bistum je ein Viertel des Zehnten; ab dem 10. Jahrhundert bekam ein Drittel der Pfarrer und zwei Drittel der Bischof, der daraus die Armenfürsorge leisten und für den Bedarf des Bistums (Sachaufwand, Fabrica ecclesiae) aufkommen musste. In Schweden galt bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts folgende Zehntaufteilung: Ein Drittel bekam der Priester. Die restlichen zwei Drittel wurden dann abermals gedrittelt für Bischöfe, Fabrica ecclesia und Arme.

Durch das Eigenkirchenwesen (Grundherren, z. B. Adlige, besaßen Kirchen zu Eigen) und die Klöster als weltliche Grundherren wurde der Zehnte jedoch oft de facto zur weltlichen Abgabe – der Eigenkirchenherr erhielt zwei Drittel, der Pfarrer ein Drittel. Oft wurde der Zehnte auch verpachtet, und der Pächter bekam die Differenz zwischen dem Zehnten und den tatsächlichen Abgaben.

Ehemalige Zehntscheune in Jesberg (Hessen)
Ehemalige Zehntscheune in Kronenburg, Eifel

Entwicklung

Der Zehnt im Mittelalter ist eine auf dem Grund liegende Abgabe in Naturalien, die zunächst direkt an den Pfarrer abzuliefern war, sich aber seit etwa dem Jahr 1000 von der Pfarrorganisation weitgehend getrennt hatte. Aufgrund der geringer gewordenen Sesshaftigkeit der Bevölkerung über längere Zeit hinweg wurde der Zehnt aus praktischen Gründen von einer persönlichen Leistung zu einer an das Grundstück gebundenen Abgabe verwandelt. Dadurch war auch eine Begründung für die spätere Grundstücksteuer und Vermögensteuer gegeben.

Die Empfänger des Zehnten verpachteten das Recht der Zehnterhebung oft, um mit festen Einnahmen rechnen zu können. Die Pächter waren Handelsleute und standen nicht unbedingt nah zur Kirche, sodass diese immer weniger davon sah. Die Pfründen wurden von ihrer ursprünglichen Aufgabe oft sogar dann entfremdet, wenn sie von Klerikern verwaltet wurden. Zur Zeit der Reformation waren 93 Prozent der Pfründen nicht bei einer Pfarrei angesiedelt. Die daraus resultierende Verdrossenheit der Bevölkerung war ein Nährboden für die Bauernaufstände und die Reformation im 16. Jahrhundert. Auch der Diözesan- und Ordensklerus war, soweit nicht als exemt anerkannt, zehntpflichtig und besonders über wiederkehrende Papstzehnte empört.

Abgabeformen

Das Decretum Gratiani zeichnet eine Modellvorstellung des Zehnten. In der Rechtswirklichkeit kann er sich in eine Vielzahl von Teilabgaben aufteilen. Der Zehnt ist in den Quellen zumeist als eine unabhängig von der Erntemenge festgelegte Abgabe dokumentiert. Er lag je nach Region und Bodenqualität zwischen 30 Prozent und ca. 10 Prozent der Ernte.

In Europa wurden zur Aufbewahrung in den Dörfern spezielle große Scheunen, die Zehntscheunen (im alemannischen Sprachraum „Zehntscheuern“), gebaut, die vielfach nach der Kirche die größten Bauwerke eines Dorfes darstellten. Der Pfarrer oder ein eigener Zehentner hoben den Zehent ein, wobei dieser meist vom Zehentholden selbst an einem Sammelpunkt wie dem Wirtschaftshof der Pfarre oder dem Zehnthof abzuliefern war. Zehntpflichtige Orte oder Höfe wurden auch als Zehntbesitz bezeichnet. Der Zehntbesitz wurde meist durch Kauf, Stiftung oder Schenkung erworben. Ein einzelnes Kloster, wie Ebstorf in der Lüneburger Heide, konnte über 60 Dörfer im Zehntbesitz haben. Im Mittelalter wurde der aus dem Alten Testament stammende Zehnt erweitert. Man unterschied zwischen Großzehnt und Kleinzehnt:

  • Der Großzehnt war analog der Bibel auf Getreide und meist Großvieh zu entrichten.
  • Der Kleinzehnt war zusätzlich auf andere Feldfrüchte als Fruchtzehnt (Küchenkräuter, Obst, Gemüse) und Kleinvieh zu entrichten. Was genau kleinzehntpflichtig war, war örtlich unterschiedlich.

Daneben entwickelten sich weitere Zehntarten, die ebenfalls von Ort zu Ort unterschiedlich erhoben wurden:

  • der Weinzehnt (auch „nasser Zehnten“) auf gekelterte Weine
  • der Heuzehnt auf geerntetes Heu
  • der Holzzehnt auf geschlagenes Holz
  • der Fleisch- alias Blutzehnt auf geschlachtete Tiere oder Tierprodukte wie Fleisch, Eier und Milch
  • der Neubruchzehnt oder Novalzehnt (auch Rottzehnt, Rodezehnt oder Reutezehnt, in der Schweiz ebenso „Neugrützehnt“) auf Neubruch, das heißt auf neugewonnenes, durch Rodung für den Ackerbau nutzbar gemachtes Land
  • der Etterzehnt, der auf Erträge von Gärten und Feldern innerhalb des Etters erhoben wurde,
  • der Bergzehnt im Bergbau
  • der Kreuzzugszehnt, eine zeitlich befristete Abgabe zur Finanzierung eines Kreuzzugs
Bauern bei der Ablieferung des Zehnten, Württemberg 1820/25
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Nach der Reformation wurde der Zehnte in protestantischen Gebieten der Schweiz verstaatlicht – im Ausgleich dazu übernahm der Staat die finanzielle Verantwortung für die Kirchen. Das Gleiche gilt für die skandinavischen Länder unter der Herrschaft Christians III. von Dänemark und Norwegen.

In der Schweiz wurde der Zehnt ab 1798 als Folge des Einmarsches der Franzosen unter Napoleon Bonaparte und der von ihm eingerichteten Helvetischen Republik abgeschafft. Um die weggefallenen Feudalabgaben und die Sonderbelastungen des Krieges auszugleichen wurde die bisher einzige zentralistische Steuergesetzgebung der Schweiz eingeführt. Damit wollte man die von den Franzosen geplünderten Staatskassen, die französischen Besatzungskosten und Kriegssteuern sowie den für die Schweiz ungewöhnlich großen Staatsapparat finanzieren. Die an Frankreich entrichteten Gelder wurden größtenteils zur Finanzierung des Ägyptenfeldzugs verwendet. Die zunehmende Finanznot des Staates führte dazu, dass die Zehnten ab 1802 wieder zu entrichten waren, in einzelnen Regionen bereits früher.

Auch in Deutschland hielt sich der Zehnte noch bis ins 19. Jahrhundert. In vielen Fällen war die Abschaffung des Zehnten mit einer Ablösesumme verbunden, die oft zu starker und langer Verschuldung der Bauern führte, wie beispielsweise in der Zehntablösung in Baden. Um das nötige Geld zur Verfügung zu stellen, wurden die Sparkassen gegründet, zum Beispiel die Nassauische Landes-Credit-Casse (als Vorgängerin der Nassauischen Sparkasse) zur Zehntablösung in Nassau.

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Die großen Kirchen in Deutschland ziehen über die Finanzämter Kirchensteuern ihrer Mitglieder ein. Die Kirchensteuer steht aber nicht in rechtlicher Folge des Zehnten, sie beträgt in Baden-Württemberg und Bayern 8 %, in den übrigen Bundesländern 9 % der Einkommensteuer bzw. Lohnsteuer. Bei der Berechnung der maßgebenden Kirchensteuer/Lohnsteuer werden allerdings für Kinder grundsätzlich Kinderfreibeträge abgezogen.

Anders als die Landeskirchen lassen die Freikirchen keine Kirchensteuern vom Staat einziehen. Sie finanzieren sich durch direkte Zuwendungen der Mitglieder. Viele Freikirchen erwarten von ihren Mitgliedern den Zehnt als freiwillige Abgabe. Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob der Zehnt vom Brutto oder vom Nettolohn zu berechnen ist. Meist fordern die liberaleren Freikirchen den Zehnt vom Nettolohn, konservativere Freikirchen den Zehnt vom zu versteuernden Einkommen und radikale Freikirchen verlangen den Zehnt vom Bruttolohn.

Publizistisch nicht aufgearbeitet scheint die Frage zu sein, was die Vorbedingungen einer freikirchlichen Gemeinde sind, um eine Zehntenberechtigung apriori beanspruchen zu dürfen: Braucht eine Kirche ein Parlament? Muss in den Statuten das Verhältnis zwischen innerkirchlicher Demokratie und Aristokratie in Abwehr gegenüber Autokratie und Oligarchie geregelt sein (etwa das Hananias-und-Saphira-Problem)? Benötigt eine Gemeinde eine unabhängige Rechnungsprüfung? Muss die Gemeinde den Vorstand bestellen oder darf das auch ein leitender Ausschuss tun? Welche Rechtsformen sind zulässig? Muss die Dorfgemeinde oder der Quartierverein von der Kirchgemeinde abgegrenzt sein? Braucht es einen Anschluss an ein interkirchliches Frühwarnsystem im Bereich Korruptionsbekämpfung und ab welcher Größe?

In der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wird verlangt, dass jeder gemäß seinem Gewissen festlegt, was er als sein Einkommen, seinen Gewinn oder Ertrag betrachtet. Er ist verpflichtet, davon ein Zehntel für das Werk des Herrn zur Verfügung zu stellen.

Hauptartikel: Zehnt (Mormonentum)

Auch in vielen evangelischen Freikirchen wird die Bereitschaft zur Spende des Zehnten gewissensabhängig gesehen; deren Zahlung ist erwünscht, wird aber nicht explizit eingefordert, sondern es wird hingewiesen, dass die Finanzierung auf Spendenbasis erfolgt und daher jeder selbst entscheiden sollte, wie viel ihm das wert ist (siehe dazu Kirchgeld).

Ein islamisches Gegenstück zum Zehnten ist der sogenannte ʿUschr (arabisch عشر, DMG ʿušr ‚Zehntel‘). Er soll bereits von Mohammed eingeführt worden sein. So wird zum Beispiel überliefert, dass Mohammed nach der Bekehrung des arabischen Stamms der Chathʿam denjenigen Angehörigen des Stammes, die durch Bäche bewässerte Felder besaßen, den zehnten Teil ihrer Ernte als Steuer auferlegte. Diejenigen, die dagegen durch Röhren bewässerte Felder besaßen, mussten nur die Hälfte dieses Betrages zahlen. Allgemein wurde später die Regel festgeschrieben, dass landwirtschaftliche Flächen, die durch Regen oder durchgehend wasserführende Ströme bewässert wurden, mit dem ganzen ʿUschr belegt wurden, bei der Notwendigkeit künstlicher Bewässerung dagegen nur der halbe ʿUschr entrichtet werden musste. Der ʿUschr galt als Teil der Zakāt. Im vorkolonialen Marokko wurde der ʿUschr in den „Ländern des Machzen“ vom Sultan und außerhalb von einem Verbündeten des Sultans mit dessen Erlaubnis erhoben.

Nachdem der ʿUschr in den meisten islamischen Ländern im Zuge der Modernisierung abgeschafft wurde, hat man ihn in Pakistan 1980 im Rahmen der Reislamisierungspolitik unter General Mohammed Zia-ul-Haq wieder eingeführt. Die Zakat and 'Ushr Ordinance vom Juli 1980 bestimmt in Art. 5, dass auf alle landwirtschaftlichen Flächen ʿUschr in Höhe von 5 Prozent zu entrichten ist. Es wird also nur die Zahlung des verminderten ʿUschr-Satzes verlangt. Der ʿUschr muss in Bargeld entrichtet werden, bei Weizen und Reis kann die Zahlung aber auch in Naturalien geleistet werden.

  • Constanze Hacke: Der Zehnte – ein Streifzug durch die Steuergeschichte, in: Informationen zur politischen Bildung – Steuern und Finanzen, Heft 288 (2012), S. 12–21 (Volltext).
  • Rudolf Harrer: Der kirchliche Zehnt im Gebiet des Hochstifts Würzburg im späten Mittelalter: systematische Analyse einer kirchlichen Einrichtung im Rahmen der Herrschaftsstrukturen einer Zeit. (Forschungen zur fränkischen Kirchen- und Theologiegeschichte Band 15) Echter, Würzburg 1992, ISBN 3-429-01414-X.
  • Andreas Ineichen: Zehnt. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  • E.O.Kuujo: Das Zehntwesen in der Erzdiözese Hamburg-Bremen bis zu seiner Privatisierung Helsinki 1949. Annales Academiae Scientiarum Fennicae. Bd. 62,1
  • Michael Jursa: Der Tempelzehnt in Babylonien: vom siebenten bis zum dritten Jahrhundert v. Chr. Münster: Ugarit-Verlag, 1998. (Alter Orient und Altes Testament Band 254). ISBN 3-927120-59-6.
  • T. Sato: Art. „ʿUshr“ in The Encyclopaedia of Islam. New Edition Bd. X, S. 917a-919a.
  • Richard Puza, Thomas Riis: Zehnt. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA).Band9. LexMA-Verlag, München 1998, ISBN 3-89659-909-7,Sp.499–502.
  • Jakob Stark: Zehnten statt Steuern: das Scheitern der Ablösung von Zehnten und Grundzinsen in der Helvetik: eine Analyse des Vollzugs der Grundlasten- und Steuergesetze am Beispiel des Kantons Thurgau. Dissertation. Chronos, Zürich 1993, ISBN 3-905311-17-8.
  • Margit Freifrau von Wintzingerode: Das Zehntwesen im Hochstift Bamberg und Amt Pottenstein vom 15. bis 19. Jahrhundert. Burg Pottenstein: Selbstverlag – Freiherr von Wintzingerodesche Burgverwaltung 1990.
  • Elisabeth Wyder-Leemann, Samuel Wyder-Leemann: Der Zehntenplan des Zürichbergs von Hans Rudolf Müller, 1682. In: Cartographica Helvetica, Heft 5 (1992), S. 21–29 (Volltext).
Commons: Zehnt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Zehnt – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  1. Dezem auf wissen.de
  2. Rudolf H. Edenharder: Der Zehnte in der Bibel und in Freikirchen. Dogma, Tabu und die Folgen. Glory World Medien, Bruchsal 2009, ISBN 978-3-936322-41-5, S. 44.
  3. Rudolf H. Edenharder: Der Zehnte in der Bibel und in Freikirchen. Dogma, Tabu und die Folgen. Glory World Medien, Bruchsal 2009, ISBN 978-3-936322-41-5, S. 45.
  4. Volker Pribnow: Die Rechtfertigung obrigkeitlicher Steuer- und kirchlicher Zehnterhebung bei Huldrich Zwingli. (= Zürcher Studien zur Rechtsgeschichte. Band 34). (Zugl.: Zürich, Univ., Diss., s. a.) Schulthess Polygraphischer Verlag, Zürich 1996, ISBN 3-7255-3501-9, S. 36.
  5. Volker Pribnow: Die Rechtfertigung obrigkeitlicher Steuer- und kirchlicher Zehnterhebung bei Huldrich Zwingli. (= Zürcher Studien zur Rechtsgeschichte. Band 34). (Zugl.: Zürich, Univ., Diss., s. a.) Schulthess Polygraphischer Verlag, Zürich 1996, ISBN 3-7255-3501-9, S. 36–38.
  6. Beispiel eines literarischen Protests bei Udo Kindermann, Bruno episcopus, Pater fili spiritus, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte 128 (2011), S. 375–383
  7. Otto Volk: Wirtschaft und Gesellschaft am Mittelrhein. Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1998, ISBN 3-930221-03-9
  8. Herder: Archiv für elsässische Kirchengeschichte, Band 8, 1933, S. 46
  9. Etterzehnt. In: Deutsches Rechtswörterbuch.Band3, Heft 3 (adw.uni-heidelberg.de).
  10. Lucas Chocomeli: Jakobiner und Jakobinismus. Wirken und Ideologie einer radikalrevolutionären Minderheit 1789–1803. Verlag Peter Lang, Bern 2006, ISBN 3-03910-850-6
  11. Ingrid Brühwiler: Finanzierung des Bildungswesens in der Helvetischen Republik. Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2014, ISBN 978-3-7815-1957-2
  12. Verkündet mein Evangelium, S. 92, Intellectual Reserve Inc. (2004), beschreibt, wie der Zehnte bezahlt wird.
  13. Vgl. Sato: Art. „ʿUshr“ in EI² Bd. X, S. 917a-919a.
  14. Vgl. Aloys Sprenger: Das Leben und die Lehre des Moḥammad, nach bisher grösstentheils ungenutzten Quellen. 2. Ausg. Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Berlin, 1869. Bd. III, S. 469 (Digitalisat) und Leone Caetani: Annali dell'Islam Bd. II, S. 330 (ita., Digitalisat)
  15. Vgl. Sato: Art. „ʿUshr“ in EI² Bd. X, S. 917b.
  16. Vgl. Grace Clark: „Pakistan's Zakat und 'Ushr as a Welfare System“ in Anita Weiss: Islamic Reassertion in Pakistan. The Application of Islamic Laws in a Modern State. Syracuse University Press, Syracuse, 1986. S. 79–96.
  17. Vgl. Zakat and 'Ushr Ordinance, 1980 Art. 5.
Normdaten (Sachbegriff): GND:4190572-6(OGND, AKS)

Zehnt etwa zehnprozentige Steuer in Form von Geld oder Naturalien Sprache Beobachten Bearbeiten Die Artikel Zehntherrschaft und Zehnt uberschneiden sich thematisch Informationen die du hier suchst konnen sich also auch im anderen Artikel befinden Gerne kannst du dich an der betreffenden Redundanzdiskussion beteiligen oder direkt dabei helfen die Artikel zusammenzufuhren oder besser voneinander abzugrenzen Anleitung Der Begriff Zehnt Zehent Zehnter Zehend der Zehnte auch Kirchenzehnter lateinisch decima pars zehnter Teil mittelniederdeutsch teghede oder Dezem von lateinisch decem zehn 1 bezeichnet eine etwa zehnprozentige Steuer in Form von Geld oder Naturalien an eine geistliche etwa Domkapitel Pfarrkirche oder eine weltliche Konig Grundherr Institution Zehntabgabe von Bauern bei einem Grundherrn Eine solche Abgabe war bereits im Altertum in verschiedenen Kulturen nicht nur des Orients bekannt und uber das Mittelalter bis in die fruhe Neuzeit ublich Inhaltsverzeichnis 1 Der Zehnte im Alten Testament 1 1 Als einmaliger Akt 1 2 Im mosaischen Gesetz 2 Der Zehnte im Christentum 3 Der Zehnte im Mittelalter 3 1 Entwicklung 3 2 Abgabeformen 4 Abschaffung des Zehnten 5 Der Zehnte heute 6 Der Zehnte im Islam 7 Siehe auch 8 Literatur 9 Weblinks 10 EinzelnachweiseDer Zehnte im Alten Testament BearbeitenDieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Uberarbeitung Naheres sollte auf der Diskussionsseite angegeben sein Bitte hilf mit ihn zu verbessern und entferne anschliessend diese Markierung Als einmaliger Akt Bearbeiten Bereits vor dem mosaischen Gesetz Gen 14 20 EU erhalt der Konig und Hohepriester Melchisedek von Abraham den Zehnten der Kriegsbeute als freiwillige und situationsbedingte einmalige Abgabe Er segnete Abram und sagte Gesegnet sei Abram vom Hochsten Gott dem Schopfer des Himmels und der Erde und gepriesen sei der Hochste Gott der deine Feinde an dich ausgeliefert hat Darauf gab ihm Abram den Zehnten von allem Gen 14 19 20 EU Nachdem Jakob nachts von der Himmelsleiter getraumt hat ist er ergriffen von Gottes Zusagen und gibt ihm im Gegenzug ein dreifaches Versprechen zu dem auch das Verzehnten seiner Ertrage gehort Jakob machte das Gelubde Wenn Gott mit mir ist und mich auf diesem Weg den ich gehe behutet wenn er mir Brot zum Essen und Kleider zum Anziehen gibt wenn ich wohlbehalten heimkehre in das Haus meines Vaters dann wird der HERR fur mich Gott sein und dieser Stein den ich als Steinmal aufgestellt habe soll ein Gotteshaus werden Von allem was du mir gibst will ich dir gewiss den zehnten Teil geben Gen 28 20 22 EU Im mosaischen Gesetz Bearbeiten Das spatere mosaische Gesetz schreibt dann vor dass die Israeliten dem Herrn einen Zehnten der Ernte und des Viehs geben sollen Dieser Zehnte war zum Dank fur die Gaben Gottes gedacht und fur den Unterhalt des Stammes Levi dem der Tempeldienst zugewiesen war und der deshalb keinen Landbesitz hatte Die Naturalabgabe konnte auch durch eine Geldgabe ersetzt werden nur musste der Betrag um ein Funftel hoher sein Grundsatzlich war der Betrag zum Heiligtum zu bringen aber in jedem dritten Jahr wurde der Zehnte vor Ort den Leviten und Armen zur Verfugung gestellt Jeder Zehnt des Landes der vom Ertrag des Landes oder von den Baumfruchten abzuziehen ist gehort dem HERRN er ist etwas Heiliges fur den HERRN Will ein Mann einen Teil seines Zehnten auslosen muss er ein Funftel dazuzahlen Jeder Zehnt an Rind Schaf und Ziege ist dem HERRN geweiht jedes zehnte Stuck von allem was unter dem Hirtenstab hindurchgeht Lev 27 30 32 EU Die aaronitischen Priester Tempeldiener erhielten direkt nichts vom Zehnten des Volkes Dafur erhielten sie gemass Num 18 26 EU den Zehnten vom Zehnten aus den Handen der Leviten Daran knupft die Kritik in Mal 3 10 EU an Die Priester hatten es unterlassen den Folgezehnten in das Haus Gottes zu bringen wahrscheinlich aufgrund von Korruption und sie wurden dafur von Gott durch den Propheten Maleachi streng gerugt Bereits in Neh 13 10 ff EU wurde die mangelnde Umsetzung der Zehntengelder Verwendung und die Zehnthof Verwaltung kritisiert Damals sind Leviten und Sanger auf ihren landlichen Besitz zuruckgekehrt weil sie ihre Lohne nicht erhalten hatten Rede zu den Leviten und sag zu ihnen Wenn ihr von den Israeliten den Zehnten entgegennehmt den ich euch von ihnen als euren Erbteil zugewiesen habe dann gebt davon dem HERRN ein Hebeopfer als Zehnten vom Zehnten Num 18 26 EU Im 5 Buch Mose Deuteronomium werden in Dtn 12 6 EU Dtn 14 22 29 EU und Dtn 26 12 15 EU die Satzungen rund um den Zehnten fur das Volk Israel zusammengefasst In 5 Mose 14 22 ff wird erwahnt wovon der Zehnte bezahlt werden sollte Vom Ertrag von Korn Wein und Ol sowie von der Erstgeburt der Rinder und Schafe Empfanger nach 5 Mose 26 12 sind die Leviten die Auslander sowie Witwen und Waisen Der Zehnte hat hier also die Funktion einer geistlichen und weltlichen Abgabe wobei aus der geistlichen Abgabe auch der Tempelunterhalt sowie das Bildungswesen finanziert wurde Die Ausgaben fur Militar und Sicherheit wurden im alten Israel offenbar nicht aus dem Zehnten des Volkes sondern vom Staat aus seinen eigenen Zoll und Markteinnahmen sowie Handelsgewinnen wie etwa Minen finanziert In 5 Mose 12 6 7 und 5 Mose 14 23 ist ein besonderer Festzehnter erwahnt der anlasslich einer Pilgerreise nach Jerusalem selbst in Anspruch genommen wurde Der Festzehnte war keine Abgabe sondern eine eigene Festtagsrucklage 2 Dorthin sollt ihr eure Brandopfertiere und Schlachtopfertiere bringen eure Zehnten und das Hebeopfer eurer Hand was ihr dem HERRN gelobt habt und was ihr freiwillig gebt und die Erstlinge eurer Rinder Schafe und Ziegen Dort sollt ihr vor dem HERRN eurem Gott das Mahl halten Ihr sollt frohlich sein ihr und eure Familien aus Freude uber alles was eure Hande geschafft haben weil der HERR dein Gott dich gesegnet hat Dtn 12 6 7 EU Werden die Zehnten so interpretiert dass der normale Zehnte jedes Jahr erhoben wurde kommt man mit dem jedes dritte Jahr erhobenen weltlichen Zehnten auf 13 Prozent der Einkunfte Mit dem Festzehnten als interne Rucklage ergibt das zusammen 23 Prozent aller Einkunfte Diese in der Literatur immer wieder vorkommende Schlussfolgerung ist jedoch bruchig Denn basierend auf Dtn 14 28 EU wird argumentiert dass vom Festzehnten jedes dritte Jahr nichts fur eigene Zwecke genommen werden solle weil davon Auslander Witwen und Waisen und die Leviten am eigenen Ort leben sollen Der weltliche Zehnte wird also aus dem Festzehnten generiert 3 Die Gesamtabgabenlast durch den Zehnten betragt also 13 Prozent denn das aus dem Festzehnten selbst konsumierte Gut zwei Drittel des Festzehnten kann mit Fug nicht als Abgabe bezeichnet werden sondern als Rucklage innerhalb des Familienbetriebs Der Zehnte im Christentum Bearbeiten Bauern geben einem geistlichen Herren den Zehnt ab Teils wird angenommen im Neuen Testament werde von den Christen kein Zehnter gefordert sondern nur eine freiwillige Unterstutzung armer Mitchristen und armer Gemeinden Unterstutzer einer Interpretation des Zehnts nach mosaischen Vorbild berufen sich auf die Stellen Mt 23 23 EU und Lk 11 42 EU in denen Jesus dieser Argumentation zufolge am Zehnten festhalt Befurworter einer freiwilligen Abgabe berufen sich jedoch auf 2 Kor 9 7 EU Der Apostel Paulus zieht hier die freiwilligen Gaben eindeutig den Zwangsabgaben vor In der Fruhzeit des Christentums forderten verschiedene Kirchenvater von den Glaubigen die Abgabe eines Zehnten Erstmals gesichert in der Vita Severini als Christenpflicht erwahnt wurde er 585 erstmals fur das Konigreich Burgund im Rahmen der Dritten Synode von Macon eingefuhrt Weiter heisst es in einem Schreiben Papst Gregors II vom 1 Dezember 722 an den hl Bonifatius Aus den Einkunften der Kirche und den Opfergaben der Glaubigen soll er Bonifatius vier Teile machen Einen davon soll er fur sich behalten den zweiten unter den Geistlichen verteilen entsprechend ihrem Eifer in der Erfullung ihrer Pflichten den dritten Teil soll er an die Armen und Fremden geben den vierten soll er aber fur den Kirchenbau zurucklegen Bonifatiusbriefe Papst Zacharias schrieb 748 einen Brief an vornehme Franken in dem der Zehnt als bereits bestehend genannt wurde Was aber die Zehnten der Glaubigen betrifft die in den Kirchen dargebracht werden so soll es nicht im Belieben des Gebers liegen sie zu verteilen Denn die Satzungen der heiligen Vater bestimmen dass daraus vom Bischof vier Teile gemacht werden sollen Daraus mussen namlich die Almosen bereitgestellt werden daraus muss der Kirchenbau und die Altarausstattung bezahlt werden Bonifatiusbriefe Zur Zeit Karls des Grossen wurde der Kirchenzehnt im Kapitular von Herstal 779 Reichsgesetz um die frankische Kirche mit Mitteln zu versorgen 4 Dies wurde spater vollstandig im Decretum Gratiani um 1140 geregelt Regional unterschiedlich erhielten meist der Bischof der Pfarrer die Armen und das Bistum je ein Viertel des Zehnten ab dem 10 Jahrhundert bekam ein Drittel der Pfarrer und zwei Drittel der Bischof der daraus die Armenfursorge leisten und fur den Bedarf des Bistums Sachaufwand Fabrica ecclesiae aufkommen musste In Schweden galt bis zur Mitte des 13 Jahrhunderts folgende Zehntaufteilung Ein Drittel bekam der Priester Die restlichen zwei Drittel wurden dann abermals gedrittelt fur Bischofe Fabrica ecclesia und Arme Durch das Eigenkirchenwesen Grundherren z B Adlige besassen Kirchen zu Eigen und die Kloster als weltliche Grundherren wurde der Zehnte jedoch oft de facto zur weltlichen Abgabe der Eigenkirchenherr erhielt zwei Drittel der Pfarrer ein Drittel Oft wurde der Zehnte auch verpachtet und der Pachter bekam die Differenz zwischen dem Zehnten und den tatsachlichen Abgaben Der Zehnte im Mittelalter Bearbeiten Ehemalige Zehntscheune in Jesberg Hessen Ehemalige Zehntscheune in Kronenburg Eifel Entwicklung Bearbeiten Der Zehnt im Mittelalter ist eine auf dem Grund liegende Abgabe in Naturalien die zunachst direkt an den Pfarrer abzuliefern war sich aber seit etwa dem Jahr 1000 von der Pfarrorganisation weitgehend getrennt hatte Aufgrund der geringer gewordenen Sesshaftigkeit der Bevolkerung uber langere Zeit hinweg wurde der Zehnt aus praktischen Grunden von einer personlichen Leistung zu einer an das Grundstuck gebundenen Abgabe verwandelt Dadurch war auch eine Begrundung fur die spatere Grundstucksteuer und Vermogensteuer gegeben Die Empfanger des Zehnten verpachteten das Recht der Zehnterhebung oft um mit festen Einnahmen rechnen zu konnen Die Pachter waren Handelsleute und standen nicht unbedingt nah zur Kirche sodass diese immer weniger davon sah Die Pfrunden wurden von ihrer ursprunglichen Aufgabe oft sogar dann entfremdet wenn sie von Klerikern verwaltet wurden Zur Zeit der Reformation waren 93 Prozent der Pfrunden nicht bei einer Pfarrei angesiedelt Die daraus resultierende Verdrossenheit der Bevolkerung war ein Nahrboden fur die Bauernaufstande und die Reformation im 16 Jahrhundert 5 Auch der Diozesan und Ordensklerus war soweit nicht als exemt anerkannt zehntpflichtig und besonders uber wiederkehrende Papstzehnte emport 6 Abgabeformen Bearbeiten Das Decretum Gratiani zeichnet eine Modellvorstellung des Zehnten In der Rechtswirklichkeit kann er sich in eine Vielzahl von Teilabgaben aufteilen Der Zehnt ist in den Quellen zumeist als eine unabhangig von der Erntemenge festgelegte Abgabe dokumentiert 7 Er lag je nach Region und Bodenqualitat zwischen 30 Prozent und ca 10 Prozent der Ernte In Europa wurden zur Aufbewahrung in den Dorfern spezielle grosse Scheunen die Zehntscheunen im alemannischen Sprachraum Zehntscheuern gebaut die vielfach nach der Kirche die grossten Bauwerke eines Dorfes darstellten Der Pfarrer oder ein eigener Zehentner hoben den Zehent ein wobei dieser meist vom Zehentholden selbst an einem Sammelpunkt wie dem Wirtschaftshof der Pfarre oder dem Zehnthof abzuliefern war Zehntpflichtige Orte oder Hofe wurden auch als Zehntbesitz bezeichnet Der Zehntbesitz wurde meist durch Kauf Stiftung oder Schenkung erworben Ein einzelnes Kloster wie Ebstorf in der Luneburger Heide konnte uber 60 Dorfer im Zehntbesitz haben Im Mittelalter wurde der aus dem Alten Testament stammende Zehnt erweitert Man unterschied zwischen Grosszehnt und Kleinzehnt Der Grosszehnt war analog der Bibel auf Getreide und meist Grossvieh zu entrichten Der Kleinzehnt war zusatzlich auf andere Feldfruchte als Fruchtzehnt Kuchenkrauter Obst Gemuse und Kleinvieh zu entrichten Was genau kleinzehntpflichtig war war ortlich unterschiedlich Daneben entwickelten sich weitere Zehntarten die ebenfalls von Ort zu Ort unterschiedlich erhoben wurden der Weinzehnt auch nasser Zehnten auf gekelterte Weine der Heuzehnt auf geerntetes Heu der Holzzehnt auf geschlagenes Holz der Fleisch alias Blutzehnt auf geschlachtete Tiere oder Tierprodukte wie Fleisch Eier und Milch der Neubruchzehnt oder Novalzehnt auch Rottzehnt Rodezehnt oder Reutezehnt in der Schweiz ebenso Neugrutzehnt auf Neubruch das heisst auf neugewonnenes durch Rodung fur den Ackerbau nutzbar gemachtes Land der Etterzehnt der auf Ertrage von Garten und Feldern innerhalb des Etters erhoben wurde 8 9 der Bergzehnt im Bergbau der Kreuzzugszehnt eine zeitlich befristete Abgabe zur Finanzierung eines KreuzzugsAbschaffung des Zehnten Bearbeiten Bauern bei der Ablieferung des Zehnten Wurttemberg 1820 25 Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen beispielsweise Einzelnachweisen ausgestattet Angaben ohne ausreichenden Beleg konnten demnachst entfernt werden Bitte hilf Wikipedia indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfugst Nach der Reformation wurde der Zehnte in protestantischen Gebieten der Schweiz verstaatlicht im Ausgleich dazu ubernahm der Staat die finanzielle Verantwortung fur die Kirchen Das Gleiche gilt fur die skandinavischen Lander unter der Herrschaft Christians III von Danemark und Norwegen In der Schweiz wurde der Zehnt ab 1798 als Folge des Einmarsches der Franzosen unter Napoleon Bonaparte und der von ihm eingerichteten Helvetischen Republik abgeschafft Um die weggefallenen Feudalabgaben und die Sonderbelastungen des Krieges auszugleichen wurde die bisher einzige zentralistische Steuergesetzgebung der Schweiz eingefuhrt Damit wollte man die von den Franzosen geplunderten Staatskassen die franzosischen Besatzungskosten und Kriegssteuern sowie den fur die Schweiz ungewohnlich grossen Staatsapparat finanzieren Die an Frankreich entrichteten Gelder wurden grosstenteils zur Finanzierung des Agyptenfeldzugs verwendet Die zunehmende Finanznot des Staates fuhrte dazu dass die Zehnten ab 1802 wieder zu entrichten waren in einzelnen Regionen bereits fruher 10 11 Auch in Deutschland hielt sich der Zehnte noch bis ins 19 Jahrhundert In vielen Fallen war die Abschaffung des Zehnten mit einer Ablosesumme verbunden die oft zu starker und langer Verschuldung der Bauern fuhrte wie beispielsweise in der Zehntablosung in Baden Um das notige Geld zur Verfugung zu stellen wurden die Sparkassen gegrundet zum Beispiel die Nassauische Landes Credit Casse als Vorgangerin der Nassauischen Sparkasse zur Zehntablosung in Nassau Der Zehnte heute BearbeitenDieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Uberarbeitung Naheres sollte auf der Diskussionsseite angegeben sein Bitte hilf mit ihn zu verbessern und entferne anschliessend diese Markierung Die grossen Kirchen in Deutschland ziehen uber die Finanzamter Kirchensteuern ihrer Mitglieder ein Die Kirchensteuer steht aber nicht in rechtlicher Folge des Zehnten sie betragt in Baden Wurttemberg und Bayern 8 in den ubrigen Bundeslandern 9 der Einkommensteuer bzw Lohnsteuer Bei der Berechnung der massgebenden Kirchensteuer Lohnsteuer werden allerdings fur Kinder grundsatzlich Kinderfreibetrage abgezogen Anders als die Landeskirchen lassen die Freikirchen keine Kirchensteuern vom Staat einziehen Sie finanzieren sich durch direkte Zuwendungen der Mitglieder Viele Freikirchen erwarten von ihren Mitgliedern den Zehnt als freiwillige Abgabe Es gibt unterschiedliche Meinungen daruber ob der Zehnt vom Brutto oder vom Nettolohn zu berechnen ist Meist fordern die liberaleren Freikirchen den Zehnt vom Nettolohn konservativere Freikirchen den Zehnt vom zu versteuernden Einkommen und radikale Freikirchen verlangen den Zehnt vom Bruttolohn Publizistisch nicht aufgearbeitet scheint die Frage zu sein was die Vorbedingungen einer freikirchlichen Gemeinde sind um eine Zehntenberechtigung apriori beanspruchen zu durfen Braucht eine Kirche ein Parlament Muss in den Statuten das Verhaltnis zwischen innerkirchlicher Demokratie und Aristokratie in Abwehr gegenuber Autokratie und Oligarchie geregelt sein etwa das Hananias und Saphira Problem Benotigt eine Gemeinde eine unabhangige Rechnungsprufung Muss die Gemeinde den Vorstand bestellen oder darf das auch ein leitender Ausschuss tun Welche Rechtsformen sind zulassig Muss die Dorfgemeinde oder der Quartierverein von der Kirchgemeinde abgegrenzt sein Braucht es einen Anschluss an ein interkirchliches Fruhwarnsystem im Bereich Korruptionsbekampfung und ab welcher Grosse In der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Mormonen wird verlangt dass jeder gemass seinem Gewissen festlegt was er als sein Einkommen seinen Gewinn oder Ertrag betrachtet Er ist verpflichtet davon ein Zehntel fur das Werk des Herrn zur Verfugung zu stellen 12 Hauptartikel Zehnt Mormonentum Auch in vielen evangelischen Freikirchen wird die Bereitschaft zur Spende des Zehnten gewissensabhangig gesehen deren Zahlung ist erwunscht wird aber nicht explizit eingefordert sondern es wird hingewiesen dass die Finanzierung auf Spendenbasis erfolgt und daher jeder selbst entscheiden sollte wie viel ihm das wert ist siehe dazu Kirchgeld Der Zehnte im Islam BearbeitenEin islamisches Gegenstuck zum Zehnten ist der sogenannte ʿUschr arabisch عشر DMG ʿusr Zehntel 13 Er soll bereits von Mohammed eingefuhrt worden sein So wird zum Beispiel uberliefert dass Mohammed nach der Bekehrung des arabischen Stamms der Chathʿam denjenigen Angehorigen des Stammes die durch Bache bewasserte Felder besassen den zehnten Teil ihrer Ernte als Steuer auferlegte Diejenigen die dagegen durch Rohren bewasserte Felder besassen mussten nur die Halfte dieses Betrages zahlen 14 Allgemein wurde spater die Regel festgeschrieben dass landwirtschaftliche Flachen die durch Regen oder durchgehend wasserfuhrende Strome bewassert wurden mit dem ganzen ʿUschr belegt wurden bei der Notwendigkeit kunstlicher Bewasserung dagegen nur der halbe ʿUschr entrichtet werden musste 15 Der ʿUschr galt als Teil der Zakat Im vorkolonialen Marokko wurde der ʿUschr in den Landern des Machzen vom Sultan und ausserhalb von einem Verbundeten des Sultans mit dessen Erlaubnis erhoben Nachdem der ʿUschr in den meisten islamischen Landern im Zuge der Modernisierung abgeschafft wurde hat man ihn in Pakistan 1980 im Rahmen der Reislamisierungspolitik unter General Mohammed Zia ul Haq wieder eingefuhrt 16 Die Zakat and Ushr Ordinance vom Juli 1980 bestimmt in Art 5 dass auf alle landwirtschaftlichen Flachen ʿUschr in Hohe von 5 Prozent zu entrichten ist Es wird also nur die Zahlung des verminderten ʿUschr Satzes verlangt Der ʿUschr muss in Bargeld entrichtet werden bei Weizen und Reis kann die Zahlung aber auch in Naturalien geleistet werden 17 Siehe auch BearbeitenAllmende Allodifikation Cathedraticum Frondienst Fronhof Kommende Ratzeburger Zehntregister Rente Wirtschaft Rittergut Schultheiss Vogt ZehntherrschaftLiteratur BearbeitenConstanze Hacke Der Zehnte ein Streifzug durch die Steuergeschichte in Informationen zur politischen Bildung Steuern und Finanzen Heft 288 2012 S 12 21 Volltext Rudolf Harrer Der kirchliche Zehnt im Gebiet des Hochstifts Wurzburg im spaten Mittelalter systematische Analyse einer kirchlichen Einrichtung im Rahmen der Herrschaftsstrukturen einer Zeit Forschungen zur frankischen Kirchen und Theologiegeschichte Band 15 Echter Wurzburg 1992 ISBN 3 429 01414 X Andreas Ineichen Zehnt In Historisches Lexikon der Schweiz E O Kuujo Das Zehntwesen in der Erzdiozese Hamburg Bremen bis zu seiner Privatisierung Helsinki 1949 Annales Academiae Scientiarum Fennicae Bd 62 1 Michael Jursa Der Tempelzehnt in Babylonien vom siebenten bis zum dritten Jahrhundert v Chr Munster Ugarit Verlag 1998 Alter Orient und Altes Testament Band 254 ISBN 3 927120 59 6 T Sato Art ʿUshr in The Encyclopaedia of Islam New Edition Bd X S 917a 919a Richard Puza Thomas Riis Zehnt In Lexikon des Mittelalters LexMA Band 9 LexMA Verlag Munchen 1998 ISBN 3 89659 909 7 Sp 499 502 Jakob Stark Zehnten statt Steuern das Scheitern der Ablosung von Zehnten und Grundzinsen in der Helvetik eine Analyse des Vollzugs der Grundlasten und Steuergesetze am Beispiel des Kantons Thurgau Dissertation Chronos Zurich 1993 ISBN 3 905311 17 8 Margit Freifrau von Wintzingerode Das Zehntwesen im Hochstift Bamberg und Amt Pottenstein vom 15 bis 19 Jahrhundert Burg Pottenstein Selbstverlag Freiherr von Wintzingerodesche Burgverwaltung 1990 Elisabeth Wyder Leemann Samuel Wyder Leemann Der Zehntenplan des Zurichbergs von Hans Rudolf Muller 1682 In Cartographica Helvetica Heft 5 1992 S 21 29 Volltext Weblinks Bearbeiten Commons Zehnt Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Wiktionary Zehnt Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme Ubersetzungen Rainer Kessler Zehnter In Michaela Bauks Klaus Koenen Stefan Alkier Hrsg Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet WiBiLex Stuttgart 2006 ff Einzelnachweise Bearbeiten Dezem auf wissen de Rudolf H Edenharder Der Zehnte in der Bibel und in Freikirchen Dogma Tabu und die Folgen Glory World Medien Bruchsal 2009 ISBN 978 3 936322 41 5 S 44 Rudolf H Edenharder Der Zehnte in der Bibel und in Freikirchen Dogma Tabu und die Folgen Glory World Medien Bruchsal 2009 ISBN 978 3 936322 41 5 S 45 Volker Pribnow Die Rechtfertigung obrigkeitlicher Steuer und kirchlicher Zehnterhebung bei Huldrich Zwingli Zurcher Studien zur Rechtsgeschichte Band 34 Zugl Zurich Univ Diss s a Schulthess Polygraphischer Verlag Zurich 1996 ISBN 3 7255 3501 9 S 36 Volker Pribnow Die Rechtfertigung obrigkeitlicher Steuer und kirchlicher Zehnterhebung bei Huldrich Zwingli Zurcher Studien zur Rechtsgeschichte Band 34 Zugl Zurich Univ Diss s a Schulthess Polygraphischer Verlag Zurich 1996 ISBN 3 7255 3501 9 S 36 38 Beispiel eines literarischen Protests bei Udo Kindermann Bruno episcopus Pater fili spiritus in Zeitschrift der Savigny Stiftung fur Rechtsgeschichte 128 2011 S 375 383 Otto Volk Wirtschaft und Gesellschaft am Mittelrhein Historische Kommission fur Nassau Wiesbaden 1998 ISBN 3 930221 03 9 Herder Archiv fur elsassische Kirchengeschichte Band 8 1933 S 46 Etterzehnt In Deutsches Rechtsworterbuch Band 3 Heft 3 adw uni heidelberg de Lucas Chocomeli Jakobiner und Jakobinismus Wirken und Ideologie einer radikalrevolutionaren Minderheit 1789 1803 Verlag Peter Lang Bern 2006 ISBN 3 03910 850 6 Ingrid Bruhwiler Finanzierung des Bildungswesens in der Helvetischen Republik Julius Klinkhardt Bad Heilbrunn 2014 ISBN 978 3 7815 1957 2 Verkundet mein Evangelium S 92 Intellectual Reserve Inc 2004 beschreibt wie der Zehnte bezahlt wird Vgl Sato Art ʿUshr in EI Bd X S 917a 919a Vgl Aloys Sprenger Das Leben und die Lehre des Moḥammad nach bisher grosstentheils ungenutzten Quellen 2 Ausg Nicolaische Verlagsbuchhandlung Berlin 1869 Bd III S 469 Digitalisat und Leone Caetani Annali dell Islam Bd II S 330 ita Digitalisat Vgl Sato Art ʿUshr in EI Bd X S 917b Vgl Grace Clark Pakistan s Zakat und Ushr as a Welfare System in Anita Weiss Islamic Reassertion in Pakistan The Application of Islamic Laws in a Modern State Syracuse University Press Syracuse 1986 S 79 96 Vgl Zakat and Ushr Ordinance 1980 Art 5 Normdaten Sachbegriff GND 4190572 6 OGND AKS Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Zehnt amp oldid 218015295, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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