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Das XIII. (Königlich Württembergische) Armee-Korps wurde 1871 nach Abschluss der Militärkonvention des Königreichs Württemberg mit dem Norddeutschen Bund aus der Württembergischen Armee aufgestellt. Diese blieb in ihrer Zusammensetzung und Struktur mit einigen Ausnahmen weitgehend unverändert. Es war somit ein württembergischer Großverband der Armee des Deutschen Kaiserreiches, der im ganzen Königreich Württemberg stationiert und der VI. Armee-Inspektion unterstellt war.

Inhaltsverzeichnis

1871 bis 1914 und 1919 in Stuttgart

Zur Unterscheidung von Truppenteilen anderer deutscher Staaten erhielten die württembergischen Regimenter am 2. Oktober 1871 den entsprechenden Zusatz: „... württembergisches ... Regiment“. Am 18. Dezember 1871 erhielten alle württembergischen Regimenter zusätzliche Nummern. Diese entsprachen der fortlaufenden Nummerierung aller Regimenter des deutschen Bundesheeres, unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zu einem der Kontingente. Die württembergischen Infanterieregimenter erhielten die Nummern 119 bis 126, die Kavallerieregimenter die Nummern 19 und 20 sowie 25 und 26 und die Artillerieregimenter die Nummern 26 und 27. Sie erhielten am 14. Dezember 1874 die Namen in der endgültigen Schreibweise und Nummerierung: „ ... (x. Württembergisches) Nr. x“. Häufige Schreibweisen waren auch „... (x. Württemb.) Nr. x“ oder „... (x. Württ.) Nr. x“.

Truppenteile des XIII. Armee-Korps

Dem Armeekorps unterstanden im Frieden:

ferner:

Ein Detachement war zum Telegraphen-Bataillon Nr. 1 abkommandiert.

Zusätzlich übte der Kommandierende General des Armeekorps auch die Dienstaufsicht über das Infanterie-Regiment „Großherzog Friedrich von Baden“ (8. Württembergisches) Nr. 126 aus, das der 61. Infanterie-Brigade des XV. Armee-Korps in Straßburg unterstellt war.

Achselklappen des XIII. Armee-Korps

Nach Artikel 10 der Militärkonvention vom 21./25. November 1870 waren zwar die Benennungen, Dienstgradabzeichen und allgemeine Verwaltung in der württembergischen Armee die gleichen wie in der preußischen, die Bestimmung der Uniform war aber dem König von Württemberg vorbehalten, wobei den Verhältnissen der Bundesarmeedie möglichste Rechnung getragen werden“ sollte. So trugen die Württemberger noch bis 1891 statt des preußischen einreihigen einen zweireihigen Waffenrock. Die Kokarde war in den Landesfarben schwarz-rot und auf dem Koppelschloss stand der württembergische Wahlspruch „Furchtlos und trew“. Die Wimpel der Kavallerie waren ebenfalls schwarz-rot, diejenigen der Unteroffiziere führten auf einer Seite das württembergische Wappen. Die Epauletten, Achselstücke und Achselklappen waren – soweit einzelne Regimenter nicht besondere trugen – rot mit Nummer XIII.

Friedrich Franz von Mecklenburg-Schwerin, der Kommandierende General im Krieg von 1870/71

Im Deutsch-Französischen Krieg gab es ein XIII. Armeekorps, bestehend aus der 17. und 22. Division. Dieser Verband diente erst zur Sicherung der Küste gegen eine befürchtete Landung französischer Einheiten, wurde aber schon kurz nach Kriegsbeginn nach Lothringen verlegt. Die Einheit erreichte am 1. September 1870 Metz und kämpfte später als Armeegruppe des Großherzogs gegen die französische Loirearmee unter anderem bei Loigny und Poupry, Orléans, Beaugency und Le Mans. Kommandeur war bis 1871 Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin.

Erster Weltkrieg

Vorstoß des XIII. A.K. in den Argonnen 1914
Lage des XIII. A.K. im Raum Lowicz im Dezember 1914
Lage des XIII. A.K. im September 1916 in Flandern
Der Gegenangriff der Gruppe Caudry (Gen.Kdo. XIII.) südwestlich Cambrai am 30. November 1917

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges war das Korps unter General der Infanterie von Fabeck der 5. Armee an der Westfront unterstellt. Bei der Mobilmachung blieb ein Stellvertretendes Generalkommando in Stuttgart zurück. Als Chef des Generalstabes fungierte zu Kriegsbeginn Oberstleutnant Fritz von Loßberg, dem am 23. Januar 1915 Oberstleutnant Walther Reinhardt nachfolgte.

Das XIII. Armee-Korps stand am 22. August 1914 während der Schlacht bei Longwy im Zentrum der 5. Armee. Zwischen Sougery, Signeux und Musion erreichten die Truppen die Linie Talloncourt–Villancy–Gorcy. Gegenüber verteidigten französische Truppen die Höhen nördlich Bleid–Baranzy. Die 27. Division ging zwischen Tontal und Mussy la Ville auf Reutte vor, rechts rückte die 26. Division auf Ville Houdlemont vor, die Dörfer Bleid und Baranzy wurden erstürmt, die Linie Grandcourt und Tellancourt wurde erreicht. Die 26. Division traf bei Baranzy frühzeitig auf starke Feindkräfte – die 52. Brigade erlitt durch Flankenfeuer schwere Verluste. Das Korps ging zwischen Longwy und Montmédy weiter auf Longuyon vor, die 27. Division rückte von Chatillon über St. Leger auf Bleiol vor. Die 26. Division wurde über Willancourt auf Baranzy angesetzt. Über Charancy auf Marville ging das Korps zum Othainbach vor. Am rechten Flügel des Korps stieß die 27. Division an die Linie Albandrelle–Villancy, mit der 26. Division links über Montigny sur Chiers auf Longuyon vor. Am 23. August wurde der Othain zwischen Villette – Colmy forciert, am 24. August standen die Truppen über Vilette und Comey vorgehend am Chiersabschnitt. Die 26. Division stand zusammen mit der 11. Reserve-Division im Angriff auf Longuyon.

Das XIII. Armee-Korps hatte am 26. August die Linie Dombras-Merles-Mangiennes erreicht. Nach dem Maasübergang Ende August kämpfte das Korps Anfang September in der Schlacht zwischen Varennes-Montfaucon und drang westlich von Verdun in den Argonnen vor. Am 9. September führte das Korps noch einen Nachtangriff südlich Sommaisne, musste aber infolge des deutschen Rückzuges an der Marne zurückgehen.

Im September 1914 wurden das Generalkommando mit der 26. Division (1. Königlich Württembergische) (die 27. Division verblieb in den Argonnen) während des Wettlaufs zum Meer an die nach Norden verlegte 6. Armee überstellt. Zwischen 15. und 28. Oktober stand das Korps im Raum Lille. Ende Oktober bis Mitte November 1914 wurde das Generalkommando in den Raum südlich von Ypern verlegt und als befehlshabende „Gruppe Fabeck“ (XIII., XV. und bayerisches II. Armeekorps) in der Ersten Flandernschlacht zwischen GheluveltWervicqQuesnoy zum Einsatz gebracht.

Ende November erfolgte die Verlegung des Korps an die Ostfront in den Abschnitt der 9. Armee (Mackensen) nach Lowicz im nördlichen Polen. Das Korps Fabeck (26. Division und 25. (hessische) Reserve-Division mit unterstelltem württ. Feldartillerie-Regiment 132) stieß im Dezember 1914 bei Kozlow über die Bzura vor.

Am 9. März 1915 übernahm General von Watter die Führung des Korps, das weiter nach Norden verlegt, der Armeegruppe Gallwitz (ab August 12. Armee) unterstellt worden war. Zwischen 13. und 14. Juli wurde in der zweiten Schlacht von Przasnysz ein Durchbruch der russischen Front erreicht. Zwischen 23. Juli bis Anfang August 1915 rang das Korps mit der 3. und 26. Division sowie der 4. Garde-Division in der Schlacht am Narew, am 24. Juli gelang dabei die Einnahme von Roshan (Festung Różan) und der dortige Übergang über den Narew. Mitte August 1915 folgten Kämpfe bei Bielsk und bis Anfang September das Vorgehen in Richtung Wolkowysk.

Im September 1915 verlegte das Korps zurück an die Westfront und kam noch kurzfristig in der Herbstschlacht in der Champagne zum Einsatz. Im Dezember 1915 wurde das XIII. Armee-Korps mit der 26. Infanterie-Division und dem Feldartillerie-Regiment 13 in den Raum westlich Ypern nach Flandern verlegt, die 27. I.D. folgte nach. Nach einem sechs Wochen lang vorbereiteten Angriffsplan zur Eroberung des Mount Sorrel (Hill 62) und Tor Top (Hill 61) wurde diese Doppelhöhe östlich von Zillebeke nach wirksamen Beschuss am 2. Juni 1916 im Kampf mit der kanadischen 3. Division gestürmt, ging aber bereits am 13. Juni wieder verloren. Während der Schlacht an der Somme stand das XIII. A.K. im August an der Frontlinie vor dem Delville-Wald und vor Ginchy im Großkampf. Die 26. Division kämpfte bei Longueval, die 27. Division verteidigte das Dorf Guillemont. Schon Ende August 1916 wurde das abgekämpfte Korps vom bayerischen 2. Korps abgelöst, das Generalkommando ging wieder nach Flandern ab, kehrte aber bald darauf an die Somme zurück. Ende November 1916 übernahm das Generalkommando auch die Führung der 185. und der 222. Infanterie-Division, es führte die Abwehr zwischen Le Transloy, Sailly und Sailly-Sallisel.

Nach den deutschen Rückzug auf die Siegfriedstellung wurden die Generalkommandos der Armee-Korps im März 1917 in sogenannte Gruppenkommandos umgewandelt. Diesen waren keine Truppenteile mehr fest unterstellt, sondern sie wurden ihnen wechselnd zeitweise durch die Oberste Heeresleitung zugeteilt. Zwischen 12. April 1917 und März 1918 lag das Generalkommando XIII. Armee-Korps als Gruppe „Caudry“ im Abschnitt der 2. Armee. Beim britischen Tankangriff in der Schlacht von Cambrai musste das westliche Vorfeld von Cambrai bei Ribecourt und Masnieres aufgegeben werden. Beim Gegenangriff vom 30. November gelang der Gruppe „Caudry“ zwischen Crevecouer und Banteux mit der neu zugeführten 28., 30. und 220. Infanterie-Division, sowie der 9. Reserve-Division bis zum 7. Dezember 1917 die Rückeroberung der verlorenen Stellungen zwischen Marcoing und Gonnelieu.

Während der Michael-Offensive ab 21. März 1918 führte General von Staabs das Korps „Watter“, das im Zentrum der 2. Armee angesetzt wurde. Die unterstellte 107. Infanterie-Division erreichte den Durchbruch bei Gouzecourt und stieß mit der 183. Infanterie-Division auf Épehy vor. Im Mai 1918 kämpfte das Korps während der Dritten Aisneschlacht im Raum Soissons. Anfang Juli übernahm das neu am westlichen Marnebogen eingeführte AOK 9 die Befefehlsführung in diesem Abschnitt und bekam auch das Gruppenkommando Watters unterstellt. Während der Schlacht an der Marne befand sich das Generalkommando ab 18. Juli zusammen mit dem nördlichen Nachbarn, dem XXXIX. Reserve-Korps (von Staabs) im Hauptangriffsfeld der französischen 10. Armee. Die Front zwischen dem Sosieresbach und den Ourcq konnte von der unterstellten 10. bayerischen, der 40. und 115. Infanterie-Division und der 14. Reserve-Division nicht gehalten werden und brach zusammen. Bis Ende Juli 1918 stand das Korps in der Abwehrschlacht zwischen Soissons und Reims und befand sich danach bis Kriegsende in permanenten Abwehrkämpfen. Die letzten Monate bis zum Kriegsende rang das Korps bei der Armeeabteilung C (General Georg Fuchs) in der Woëvre-Ebene und beiderseits der Mosel.

Dienstgrad Name Datum
General der Infanterie Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin bis zum 18. Oktober 1871
preuß. General der Infanterie Ferdinand von Stülpnagel 19. Oktober 1871 bis 23. Dezember 1873
preuß. General der Infanterie Emil von Schwartzkoppen 24. Dezember 1873 bis 5. Januar 1878
preuß. General der Infanterie Hans von Schachtmeyer 26. Januar 1878 bis 14. Mai 1886
preuß. General der Kavallerie Gustav Hermann von Alvensleben 15. Mai 1886 bis 25. Oktober 1890
Generalleutnant Wilhelm von Woelckern 26. Oktober 1890 bis 28. Juni 1891 (mit der Führung beauftragt)
Generalleutnant/General der Infanterie Wilhelm von Woelckern 29. Juni 1891 bis 21. März 1895
preuß. General der Infanterie Oskar von Lindequist 22. April 1895 bis 24. März 1899
preuß. General der Infanterie Ludwig von Falkenhausen 25. März 1899 bis 21. März 1902
preuß. Generalleutnant Conrad von Hugo 26. März bis 17. Oktober 1902 (mit der Führung beauftragt)
preuß. Generalleutnant/General der Infanterie Conrad von Hugo 18. Oktober 1902 bis 3. April 1907
preuß. General der Infanterie Joseph von Fallois 04. April 1907 bis 24. Februar 1908
General der Kavallerie Albrecht von Württemberg 25. Februar 1908 bis 28. Februar 1913
preuß. General der Infanterie Max von Fabeck 01. März 1913 bis 8. März 1915
Generalleutnant Theodor von Watter 09. März 1915 bis 17. August 1916 (mit der Führung beauftragt)
General der Infanterie Theodor von Watter 18. August 1916 bis 17. März 1918
preuß. Generalleutnant Hermann von Staabs 17. März bis 22. Mai 1918 (mit der Führung beauftragt)
General der Infanterie Theodor von Watter 22. Mai bis 20. Dezember 1918

Literatur

  • Generalkommando XIII. (k.w.) A.K.: Taschen-Rangliste des XIII. Armee-Korps. Stand 1. November 1912. Druckerei des Generalkommandos XIII. (K.W.) A.K., Stuttgart 1912.
  • Hein: Das kleine Buch vom deutschen Heere. Verlag Lipsius & Tischer, Kiel und Leipzig 1901. als Reprint Weltbildverlag, Augsburg, 1998, ISBN 3-8289-0271-5.
  • Otto von Moser: Die Württemberger im Weltkrieg. Stuttgart 1928.

Weblinks

Commons: XIII. Armee-Korps im I. Weltkrieg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939 Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 73.

Anmerkungen

  1. Die Stellvertretenden Kommandierenden Generale waren während des Krieges an Stelle der mobilen aktiven Generalkommandos für die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung im zivilen Bereich ihrer Korpsbezirke verantwortlich und übten die vollziehende Gewalt aus. Ihr militärischer Auftrag war die Beschaffung und Ausbildung des personellen Ersatzes sowie seine Zuteilung an das Feldheer.
Armeekorps des Deutschen Heeres im Kaiserreich

Gardekorps | I. | II. | III. | IV. | V. | VI. | VII. | VIII. | IX. | X. | XI. | XII. | XIII. | XIV. | XV. | XVI. | XVII. | XVIII. | XIX. | XX. | XXI.

Bayerische Korps: I. | II. | III.

Zusätzliche Verbände im Ersten Weltkrieg

Reservekorps: Garde | I. | III. | IV. | V. | VI. | VII. | VIII. | IX. | X. | XII. | XIV. | XV. | XVII. | XVIII. | XXII. | XXIII. | XXIV. | XXV. | XXVI. | XXVII. | XXXVIII. | XXXIX. | XXXX. | XXXXI.

Bayerische Reservekorps: I. | II. | XV.

Generalkommandos: 51 | 52 | 53 | 54 | 55 | 56 | 57 | 58 | 59 | 60 | 61 | 62 | 63 | 64 | 65 | 66 | 67 | 68

Sonstige Korps: Ersatzkorps | Landwehrkorps | Marinekorps

XIII Koniglich Wurttembergisches Armee Korps wurttembergischer Grossverband der Armee des Deutschen Kaiserreiches Sprache Beobachten Bearbeiten Das XIII Koniglich Wurttembergische Armee Korps wurde 1871 nach Abschluss der Militarkonvention des Konigreichs Wurttemberg mit dem Norddeutschen Bund aus der Wurttembergischen Armee aufgestellt Diese blieb in ihrer Zusammensetzung und Struktur mit einigen Ausnahmen weitgehend unverandert Es war somit ein wurttembergischer Grossverband der Armee des Deutschen Kaiserreiches der im ganzen Konigreich Wurttemberg stationiert und der VI Armee Inspektion unterstellt war Inhaltsverzeichnis 1 Standort des Generalkommandos 2 Gliederung 3 Uniform 4 Geschichte 4 1 Erster Weltkrieg 5 Kommandierende Generale 6 Verweise 6 1 Literatur 6 2 Weblinks 6 3 Einzelnachweise 6 4 AnmerkungenStandort des Generalkommandos Bearbeiten1871 bis 1914 und 1919 in Stuttgart Zur Unterscheidung von Truppenteilen anderer deutscher Staaten erhielten die wurttembergischen Regimenter am 2 Oktober 1871 den entsprechenden Zusatz wurttembergisches Regiment Am 18 Dezember 1871 erhielten alle wurttembergischen Regimenter zusatzliche Nummern Diese entsprachen der fortlaufenden Nummerierung aller Regimenter des deutschen Bundesheeres unabhangig von ihrer Zugehorigkeit zu einem der Kontingente Die wurttembergischen Infanterieregimenter erhielten die Nummern 119 bis 126 die Kavallerieregimenter die Nummern 19 und 20 sowie 25 und 26 und die Artillerieregimenter die Nummern 26 und 27 Sie erhielten am 14 Dezember 1874 die Namen in der endgultigen Schreibweise und Nummerierung x Wurttembergisches Nr x Haufige Schreibweisen waren auch x Wurttemb Nr x oder x Wurtt Nr x Gliederung Bearbeiten Truppenteile des XIII Armee Korps Dem Armeekorps unterstanden im Frieden 26 Division 1 Koniglich Wurttembergische in Stuttgart 27 Division 2 Koniglich Wurttembergische in Ulm ferner Wurttembergisches Pionier Bataillon Nr 13 in Ulm Wurttembergisches Train Bataillon Nr 13 in Ludwigsburg Ein Detachement war zum Telegraphen Bataillon Nr 1 abkommandiert Zusatzlich ubte der Kommandierende General des Armeekorps auch die Dienstaufsicht uber das Infanterie Regiment Grossherzog Friedrich von Baden 8 Wurttembergisches Nr 126 aus das der 61 Infanterie Brigade des XV Armee Korps in Strassburg unterstellt war Uniform Bearbeiten Achselklappen des XIII Armee Korps Nach Artikel 10 der Militarkonvention vom 21 25 November 1870 waren zwar die Benennungen Dienstgradabzeichen und allgemeine Verwaltung in der wurttembergischen Armee die gleichen wie in der preussischen die Bestimmung der Uniform war aber dem Konig von Wurttemberg vorbehalten wobei den Verhaltnissen der Bundesarmee die moglichste Rechnung getragen werden sollte So trugen die Wurttemberger noch bis 1891 statt des preussischen einreihigen einen zweireihigen Waffenrock Die Kokarde war in den Landesfarben schwarz rot und auf dem Koppelschloss stand der wurttembergische Wahlspruch Furchtlos und trew Die Wimpel der Kavallerie waren ebenfalls schwarz rot diejenigen der Unteroffiziere fuhrten auf einer Seite das wurttembergische Wappen Die Epauletten Achselstucke und Achselklappen waren soweit einzelne Regimenter nicht besondere trugen rot mit Nummer XIII Geschichte Bearbeiten Friedrich Franz von Mecklenburg Schwerin der Kommandierende General im Krieg von 1870 71 Im Deutsch Franzosischen Krieg gab es ein XIII Armeekorps bestehend aus der 17 und 22 Division Dieser Verband diente erst zur Sicherung der Kuste gegen eine befurchtete Landung franzosischer Einheiten wurde aber schon kurz nach Kriegsbeginn nach Lothringen verlegt Die Einheit erreichte am 1 September 1870 Metz und kampfte spater als Armeegruppe des Grossherzogs gegen die franzosische Loirearmee unter anderem bei Loigny und Poupry Orleans Beaugency und Le Mans Kommandeur war bis 1871 Grossherzog Friedrich Franz II von Mecklenburg Schwerin Erster Weltkrieg Bearbeiten Vorstoss des XIII A K in den Argonnen 1914 Lage des XIII A K im Raum Lowicz im Dezember 1914 Lage des XIII A K im September 1916 in Flandern Der Gegenangriff der Gruppe Caudry Gen Kdo XIII sudwestlich Cambrai am 30 November 1917 Zu Beginn des Ersten Weltkrieges war das Korps unter General der Infanterie von Fabeck der 5 Armee an der Westfront unterstellt Bei der Mobilmachung blieb ein Stellvertretendes Generalkommando in Stuttgart zuruck A 1 Als Chef des Generalstabes fungierte zu Kriegsbeginn Oberstleutnant Fritz von Lossberg dem am 23 Januar 1915 Oberstleutnant Walther Reinhardt nachfolgte Das XIII Armee Korps stand am 22 August 1914 wahrend der Schlacht bei Longwy im Zentrum der 5 Armee Zwischen Sougery Signeux und Musion erreichten die Truppen die Linie Talloncourt Villancy Gorcy Gegenuber verteidigten franzosische Truppen die Hohen nordlich Bleid Baranzy Die 27 Division ging zwischen Tontal und Mussy la Ville auf Reutte vor rechts ruckte die 26 Division auf Ville Houdlemont vor die Dorfer Bleid und Baranzy wurden ersturmt die Linie Grandcourt und Tellancourt wurde erreicht Die 26 Division traf bei Baranzy fruhzeitig auf starke Feindkrafte die 52 Brigade erlitt durch Flankenfeuer schwere Verluste Das Korps ging zwischen Longwy und Montmedy weiter auf Longuyon vor die 27 Division ruckte von Chatillon uber St Leger auf Bleiol vor Die 26 Division wurde uber Willancourt auf Baranzy angesetzt Uber Charancy auf Marville ging das Korps zum Othainbach vor Am rechten Flugel des Korps stiess die 27 Division an die Linie Albandrelle Villancy mit der 26 Division links uber Montigny sur Chiers auf Longuyon vor Am 23 August wurde der Othain zwischen Villette Colmy forciert am 24 August standen die Truppen uber Vilette und Comey vorgehend am Chiersabschnitt Die 26 Division stand zusammen mit der 11 Reserve Division im Angriff auf Longuyon Das XIII Armee Korps hatte am 26 August die Linie Dombras Merles Mangiennes erreicht Nach dem Maasubergang Ende August kampfte das Korps Anfang September in der Schlacht zwischen Varennes Montfaucon und drang westlich von Verdun in den Argonnen vor Am 9 September fuhrte das Korps noch einen Nachtangriff sudlich Sommaisne musste aber infolge des deutschen Ruckzuges an der Marne zuruckgehen Im September 1914 wurden das Generalkommando mit der 26 Division 1 Koniglich Wurttembergische die 27 Division verblieb in den Argonnen wahrend des Wettlaufs zum Meer an die nach Norden verlegte 6 Armee uberstellt Zwischen 15 und 28 Oktober stand das Korps im Raum Lille Ende Oktober bis Mitte November 1914 wurde das Generalkommando in den Raum sudlich von Ypern verlegt und als befehlshabende Gruppe Fabeck XIII XV und bayerisches II Armeekorps in der Ersten Flandernschlacht zwischen Gheluvelt Wervicq Quesnoy zum Einsatz gebracht Ende November erfolgte die Verlegung des Korps an die Ostfront in den Abschnitt der 9 Armee Mackensen nach Lowicz im nordlichen Polen Das Korps Fabeck 26 Division und 25 hessische Reserve Division mit unterstelltem wurtt Feldartillerie Regiment 132 stiess im Dezember 1914 bei Kozlow uber die Bzura vor Am 9 Marz 1915 ubernahm General von Watter die Fuhrung des Korps das weiter nach Norden verlegt der Armeegruppe Gallwitz ab August 12 Armee unterstellt worden war Zwischen 13 und 14 Juli wurde in der zweiten Schlacht von Przasnysz ein Durchbruch der russischen Front erreicht Zwischen 23 Juli bis Anfang August 1915 rang das Korps mit der 3 und 26 Division sowie der 4 Garde Division in der Schlacht am Narew am 24 Juli gelang dabei die Einnahme von Roshan Festung Rozan und der dortige Ubergang uber den Narew Mitte August 1915 folgten Kampfe bei Bielsk und bis Anfang September das Vorgehen in Richtung Wolkowysk Im September 1915 verlegte das Korps zuruck an die Westfront und kam noch kurzfristig in der Herbstschlacht in der Champagne zum Einsatz Im Dezember 1915 wurde das XIII Armee Korps mit der 26 Infanterie Division und dem Feldartillerie Regiment 13 in den Raum westlich Ypern nach Flandern verlegt die 27 I D folgte nach Nach einem sechs Wochen lang vorbereiteten Angriffsplan zur Eroberung des Mount Sorrel Hill 62 und Tor Top Hill 61 wurde diese Doppelhohe ostlich von Zillebeke nach wirksamen Beschuss am 2 Juni 1916 im Kampf mit der kanadischen 3 Division gesturmt ging aber bereits am 13 Juni wieder verloren Wahrend der Schlacht an der Somme stand das XIII A K im August an der Frontlinie vor dem Delville Wald und vor Ginchy im Grosskampf Die 26 Division kampfte bei Longueval die 27 Division verteidigte das Dorf Guillemont Schon Ende August 1916 wurde das abgekampfte Korps vom bayerischen 2 Korps abgelost das Generalkommando ging wieder nach Flandern ab kehrte aber bald darauf an die Somme zuruck Ende November 1916 ubernahm das Generalkommando auch die Fuhrung der 185 und der 222 Infanterie Division es fuhrte die Abwehr zwischen Le Transloy Sailly und Sailly Sallisel Nach den deutschen Ruckzug auf die Siegfriedstellung wurden die Generalkommandos der Armee Korps im Marz 1917 in sogenannte Gruppenkommandos umgewandelt Diesen waren keine Truppenteile mehr fest unterstellt sondern sie wurden ihnen wechselnd zeitweise durch die Oberste Heeresleitung zugeteilt Zwischen 12 April 1917 und Marz 1918 lag das Generalkommando XIII Armee Korps als Gruppe Caudry im Abschnitt der 2 Armee Beim britischen Tankangriff in der Schlacht von Cambrai musste das westliche Vorfeld von Cambrai bei Ribecourt und Masnieres aufgegeben werden Beim Gegenangriff vom 30 November gelang der Gruppe Caudry zwischen Crevecouer und Banteux mit der neu zugefuhrten 28 30 und 220 Infanterie Division sowie der 9 Reserve Division bis zum 7 Dezember 1917 die Ruckeroberung der verlorenen Stellungen zwischen Marcoing und Gonnelieu Wahrend der Michael Offensive ab 21 Marz 1918 fuhrte General von Staabs das Korps Watter das im Zentrum der 2 Armee angesetzt wurde Die unterstellte 107 Infanterie Division erreichte den Durchbruch bei Gouzecourt und stiess mit der 183 Infanterie Division auf Epehy vor Im Mai 1918 kampfte das Korps wahrend der Dritten Aisneschlacht im Raum Soissons Anfang Juli ubernahm das neu am westlichen Marnebogen eingefuhrte AOK 9 die Befefehlsfuhrung in diesem Abschnitt und bekam auch das Gruppenkommando Watters unterstellt Wahrend der Schlacht an der Marne befand sich das Generalkommando ab 18 Juli zusammen mit dem nordlichen Nachbarn dem XXXIX Reserve Korps von Staabs im Hauptangriffsfeld der franzosischen 10 Armee Die Front zwischen dem Sosieresbach und den Ourcq konnte von der unterstellten 10 bayerischen der 40 und 115 Infanterie Division und der 14 Reserve Division nicht gehalten werden und brach zusammen Bis Ende Juli 1918 stand das Korps in der Abwehrschlacht zwischen Soissons und Reims und befand sich danach bis Kriegsende in permanenten Abwehrkampfen Die letzten Monate bis zum Kriegsende rang das Korps bei der Armeeabteilung C General Georg Fuchs in der Woevre Ebene und beiderseits der Mosel Kommandierende Generale BearbeitenDienstgrad Name Datum 1 General der Infanterie Friedrich Franz II von Mecklenburg Schwerin bis zum 18 Oktober 1871preuss General der Infanterie Ferdinand von Stulpnagel 19 Oktober 1871 bis 23 Dezember 1873preuss General der Infanterie Emil von Schwartzkoppen 24 Dezember 1873 bis 5 Januar 1878preuss General der Infanterie Hans von Schachtmeyer 26 Januar 1878 bis 14 Mai 1886preuss General der Kavallerie Gustav Hermann von Alvensleben 15 Mai 1886 bis 25 Oktober 1890Generalleutnant Wilhelm von Woelckern 26 Oktober 1890 bis 28 Juni 1891 mit der Fuhrung beauftragt Generalleutnant General der Infanterie Wilhelm von Woelckern 29 Juni 1891 bis 21 Marz 1895preuss General der Infanterie Oskar von Lindequist 22 April 1895 bis 24 Marz 1899preuss General der Infanterie Ludwig von Falkenhausen 25 Marz 1899 bis 21 Marz 1902preuss Generalleutnant Conrad von Hugo 26 Marz bis 17 Oktober 1902 mit der Fuhrung beauftragt preuss Generalleutnant General der Infanterie Conrad von Hugo 18 Oktober 1902 bis 3 April 1907preuss General der Infanterie Joseph von Fallois 0 4 April 1907 bis 24 Februar 1908General der Kavallerie Albrecht von Wurttemberg 25 Februar 1908 bis 28 Februar 1913preuss General der Infanterie Max von Fabeck 0 1 Marz 1913 bis 8 Marz 1915Generalleutnant Theodor von Watter 0 9 Marz 1915 bis 17 August 1916 mit der Fuhrung beauftragt General der Infanterie Theodor von Watter 18 August 1916 bis 17 Marz 1918preuss Generalleutnant Hermann von Staabs 17 Marz bis 22 Mai 1918 mit der Fuhrung beauftragt General der Infanterie Theodor von Watter 22 Mai bis 20 Dezember 1918Verweise BearbeitenLiteratur Bearbeiten Generalkommando XIII k w A K Taschen Rangliste des XIII Armee Korps Stand 1 November 1912 Druckerei des Generalkommandos XIII K W A K Stuttgart 1912 Hein Das kleine Buch vom deutschen Heere Verlag Lipsius amp Tischer Kiel und Leipzig 1901 als Reprint Weltbildverlag Augsburg 1998 ISBN 3 8289 0271 5 Otto von Moser Die Wurttemberger im Weltkrieg Stuttgart 1928 Weblinks Bearbeiten Commons XIII Armee Korps im I Weltkrieg Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Wortlaut der Militarkonvention mit Wurttemberg Otto von Moser Die Wurttemberger im WeltkriegEinzelnachweise Bearbeiten Dermot Bradley Hrsg Gunter Wegner Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815 1939 Band 1 Die Hoheren Kommandostellen 1815 1939 Biblio Verlag Osnabruck 1990 ISBN 3 7648 1780 1 S 73 Anmerkungen Bearbeiten Die Stellvertretenden Kommandierenden Generale waren wahrend des Krieges an Stelle der mobilen aktiven Generalkommandos fur die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung im zivilen Bereich ihrer Korpsbezirke verantwortlich und ubten die vollziehende Gewalt aus Ihr militarischer Auftrag war die Beschaffung und Ausbildung des personellen Ersatzes sowie seine Zuteilung an das Feldheer Armeekorps des Deutschen Heeres im Kaiserreich Gardekorps I II III IV V VI VII VIII IX X XI XII XIII XIV XV XVI XVII XVIII XIX XX XXI Bayerische Korps I II III Zusatzliche Verbande im Ersten Weltkrieg Reservekorps Garde I III IV V VI VII VIII IX X XII XIV XV XVII XVIII XXII XXIII XXIV XXV XXVI XXVII XXXVIII XXXIX XXXX XXXXI Bayerische Reservekorps I II XV Generalkommandos 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 Sonstige Korps Ersatzkorps Landwehrkorps Marinekorps Abgerufen von https de wikipedia org w index php title XIII Koniglich Wurttembergisches Armee Korps amp oldid 212991863, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

buch

, bücher, bibliothek,

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