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Als Vordere Rhön, auch Vorderrhön oder Östliche Kuppenrhön genannt, wird der am Gebaberg bis751 m hohe nordöstlichste, fast komplett in Thüringen (Landkreis Schmalkalden-Meiningen im Südosten und Wartburgkreis im Nordwesten) gelegene Teil des Mittelgebirges Rhön bezeichnet. Die Vorderrhön ist Teil der Kuppenrhön und der etwas umfangreicheren naturräumlichen Haupteinheit Vorder- und Kuppenrhön (mit Landrücken).

Vordere Rhön, Östliche Kuppenrhön
Höchster Gipfel Gebaberg (751 m)
Lage Thüringen
Teil der Rhön
Koordinaten 50° 39′ N,10° 11′ O50.64547310.184028751Koordinaten:50° 39′ N,10° 11′ O
Geologische Karte der Vorderrhön

Inhaltsverzeichnis

Nach Westen wird die Vorderrhön durch das Tal der Felda begrenzt, nach Süden bildet die Herpf eine ungefähre Grenze, die jedoch von Stellberg und Abtsberg im westlichen sowie Neuberg und Hutsberg im östlichen Süden überschritten wird. Die Ostgrenze liegt, beginnend im Süden, knapp westlich der Linie
BettenhausenStepfershausenUnterkatzOepfershausenRoßdorf.

In den naturräumlichen Ordnungen nach der Bundesanstalt für Landeskunde und der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG Jena) werden einige der Berge in Grenznähe unterschiedlich zugeordnet. So ordnet die Bundesanstalt die Berge Pleß und Stoffelskuppe im Nordosten dem östlich angrenzenden Salzunger Werrabergland zu, die Berge Neuberg und Hutsberg im östlichen Süden der (Vorderen) Rhön und die Berge Stellberg und Abtsberg im westlichen Süden dem Östlichen Rhönvorland. Demgegenüber rechnet TLUG Jena sowohl Pleß/Stoffelskuppe als auch Stellberg/Abtsberg, Neuberg und Hutsberg jedoch nicht mehr der (Vorderen) Rhön zu.

Landläufig werden indes alle sechs Berge, nicht zuletzt ihrer Höhen von deutlich über600 m wegen, der Vorderrhön zugerechnet. Diese einbeziehend, ist die Vorderrhön in Nord-Süd-Richtung maximal 25 km lang (Pleß–Neuberg) bei nur 5 bis maximal 12 Kilometern Breite.

Etwa 6,5 km² im Süden des Naturraums mit dem Abtsberg, dem obersten Streutal und den Hängen des Salkenbergs liegen im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld.

Andere Begriffsverwendungen

Die Verwendung „Vordere Rhön“ für den von Thüringen aus „vorne“ liegenden, östlichen Teil der Kuppenrhön ist historisch. Nicht selten wird in weniger differenziert unterteilenden Quellen der Begriff „Vordere Rhön“ auch im Sinne von „Thüringische Rhön“ verwendet.

Etwas verwirrend in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass die Bundesanstalt für Landeskunde diesen Begriff im Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands 1957 in völlig anderer Bedeutung vage für das Westliche Rhönvorland und die später als Haune-Hochflächen einer anderen Haupteinheit (Fulda-Haune-Tafelland) zugeordnete nordwestliche Abdachung der Rhön verwendet. Diese Verwendung wird auch im Blatt Schweinfurt (1968) der Geographischen Landesaufnahme 1:200.000 des gleichen Instituts und im Online-Angebot des Hessischen Umweltministeriums „Umweltatlas“ praktisch wörtlich zitiert, obgleich die Bezeichnung als naturräumlicher Eigenname nicht aufgeführt wird.

Es ist demnach davon auszugehen, dass der Name der Haupteinheit „Vorder- und Kuppenrhön (mit Hessischem Landrücken)“ nicht etwa zwischen der stets als Östliche Kuppenrhön bezeichneten Vorderen Rhön im landläufigen Sinne, sondern zwischen der eigentlichen Kuppenrhön und seinem zur Haupteinheit gezählten Vorland unterscheiden will.

Die östliche Nahtstelle zum Salzunger Werrabergland von Süden mit Pleß (645 m) und Stoffelskuppe (620 m, links)

Nach Nordosten wird die Vorderrhön durch die Buntsandstein-Rücken des Stadtlengsfelder Hügellandes im Salzunger Werrabergland zur Werra hin abgedacht, zu dem manche Quellen auch Pleß und Stoffelskuppe zählen.

Nach Südosten in Richtung Herpf und Meiningen schließen sich die Werra-Gäuplatten (Muschelkalk) an, nach Süden das Östliche Rhönvorland, welches in der Hauptsache aus Buntsandstein mit aufgesetzten Basaltkuppen besteht, die indes deutlich unter550 m bleiben.

Die folgenden Flüsse entwässern die Vorderrhön über die aufgeführten Orte (flussabwärts geordnet) und ihre östliche Abdachung, wobei mit einem Stern (*) gekennzeichnete Flüsse nur die Abdachung passieren bzw. analog gekennzeichnete Orte knapp außerhalb liegen:

von rechts zur Felda nach Westen entwässern (von Norden nach Süden):

Von links zur Werra nach Osten entwässern (von Norden nach Süden):

Die Sülze verläuft gänzlich im Gebiet der Werra-Gäuplatten, welches die Herpf nach etwa der Hälfte ihres Laufes betritt, während alle anderen Werra-Zuflüsse spätestens im Mittellauf das Stadtlengsfelder Hügelland passieren und zertalen.

Die Vorderrhön wird durch die Landesstraßen HerpfKaltensundheim im Süden und RoßdorfDermbach im Norden in drei Segmente geteilt.

Der Norden wird vom Pleß dominiert, doch sind auch Stoffelskuppe und Nebelberg sehr markante und eigenständige Berge.

Die Mitte hat zwei fast gleich hohe Hauptberge. Vom Roßberg (mit Hauptgipfel Hohe Rain, nur 500 m südwestlich des eigentlichen Roßberggipfels) zweigt der lange Rücken des Hahnbergs nach Südosten ab, der die Ortschaft Kaltenlengsfeld östlich abriegelt (vgl. geol. Karte), während der Umpfen in der Hauptsache eine Einzelkuppe darstellt.

Der Süden wird vom mächtigen Gebaberg dominiert, dessen Massiv nach Westen nur sehr allmählich abflacht. Doch auch Diesburg, Leichelberg und Alte Mark, die sich westlich von ihm gruppieren, sind sehr eigenständige Berge. Südlich der Alten Mark trifft der Stellberg die Rhein-Weser-Wasserscheide, an der weiter östlich der Neuberg steht, der zusammen mit deinem nördlichen Zwilling Hutsberg eine Doppelkuppe bildet, die nur durch das Tal der Herpf von der Geba getrennt wird.

Berge nach Höhe

Folgende Berge stechen in der Auersberger Kuppenrhön hervor (Scharten aus Höhenlinien, daher nur auf einige Meter genau):

Der Steinbruch auf dem Umpfen
Stoffelskuppe
  • Gebaberg (750,7 m, südlicher Westen; Scharte zum Ellenbogen auf 527 m zwischen Leichelberg und Alter Mark)
    • Neidhardskopf (721,2 m, Südgipfel)
  • Diesburg (711,8 m, westlich des Gebabergs; Scharte auf 604 m)
  • Hoher Rain (702,8 m, nördlich der Mitte; Scharte zur Diesburg auf 529 m)
    • Roßberg (701,6 m, Südgipfel, Scharte auf 696 m)
    • nördlicher Hahnberg (bis687,4 m, Südostausläufer, Scharte auf 658 m)
      • Gotteskopf (576 m, Nordostausläufer des Hahnbergs am Rand der Vorderrhön; Scharte auf 563 m)
    • südlicher Hahnberg (bis671,8 m,durch Scharte auf 624 m von nördlichem getrennt und damit deutlich eigenständiger)
  • Umpfen (700,6 m, Mitte; Scharte zum Hohen Rain auf 612 m)
  • Alte Mark (675,7 m, westlich der Diesburg; Scharte zum Stellberg und damit zum Staufelsberg auf 533 m)
  • Stellberg (662,3 m, südlich der Alten Mark) – Rhein-Weser-Wasserscheide (Bayern; Scharte zum Staufelsberg auf 598 m)
  • Leichelberg (655,9 m), nordwestlich der Diesburg; Scharte zum Hohen Rain auf 533 m
  • Pleß (645,4 m, äußerster Nordosten) – AT; Scharte zum Hohen Rain auf 393 m
  • Hutsberg (639,3 m, östlicher Süden) – Doppelkegel mit dem Neuberg im Süden; Scharte zum Abtsberg und damit zum Stellberg auf 448 m
  • Neuberg (638,8 m), an der Rhein-Weser-Wasserscheide; Scharte zum Hutsberg auf 558 m
  • Abtsberg (621,7 m, südlich des Stellbergs) – Landkreis Rhön-Grabfeld; Scharte zum Stellberg auf 583 m
  • Stoffelskuppe (620,1 m, südwestlich des Pleß; Scharte zu diesem auf 523 m)
  • Horn (577,9 m, westsüdwestlich der Stoffelskuppe; Scharte zur Stoffelskuppe auf 448 m)
  • Nebelberg (532,9 m, zwischen Roßdorf und Wiesenthal; Scharte zum Roßberg auf 483 m)

Berge nach Wasserscheiden

Die Hauptwasserscheide der Vorderrhön ist die der Felda im Westen zur Werra im Osten, die sich zunächst vcm Stadtlengsfelder Hügelland im Norden zur Stoffelskuppe und dann im Zentrum des Naturraums südwärts zieht; die meisten wichtigen Berge liegen allerdings etwas neben ihr. Am Stellberg endet sie und ein kurzer Abschnitt der Rhein-Weser-Wasserscheide verlässt den Naturraum nach Westen, zu Streufelsberg im Ostabfall der Langen Rhön und Ellenbogen in der Langen Rhön.

Im Folgenden werden die Berge und Scharten nach Wasserscheiden strukturiert, Nebenwasserscheiden sind eingerückt, Höhen der Scharten wieder mit einigen Metern Ungenauigkeit (Höhen von Bergen mit Prominenz über 80 m nebst Bezugsscharten fett):

  • (Salzkopf (418,6 m), Stadtlengsfelder Hügelland)
  • (↓ (393 m))
  • (südöstliche Verlängerung (ca. 456 m))
  • (↓ (436 m))
  • (Galgenberg (472,4 m), Ostgipfel)
  • (↓ Landesstraße StadtlengsfeldTiefenort (455 m))
  • (Lindenberg (470,7 m))
  • (↓ (457 m))
  • (Bornkopf (492,7 m))
  • (↓ (453 m))
  • (Maselsbacher Berg (481,3 m))
  • (↓ Bundesstraße 285 SalzungenUmshausen (393 m))
  • (Fronberg (ca. 468 m))
  • (↓ (445 m))
  • (Hammelstein (497,2 m))
  • (↓ (473 m))
  • ↓ Scharte der Stoffelskuppe zum Pleß (523 m)
    • Abzweig nach Nordosten
      • Pleß (645,4 m)
  • Stoffelskuppe (620,1 m)
  • ↓ (448 m)
  • Langer Rain (477,8 m nordwestlich der Wasserscheide)
    • Abzweig nach Westen
      • ↓ (463 m)
      • Horn (577,9 m)
  • ↓ (448 m)
  • Kahlköpfchen (465,8 m)
  • ↓ Scharte des Pleß; nordwestlich von Roßdorf, knapp nördlich der Landesstraße (393 m)
  • Nebelberg (532,9 m)
  • ↓ (483 m m)
  • Roßberg (701,6 m)
  • ↓ (696 m)
  • Hoher Rain (702,8 m)
    • Abzweig nach Süden
      • ↓ (612 m)
      • Umpfen (700,6 m)
    • Abzweig nach Südwesten, dann Norden
      • schmaler Verbindungsgrat; Gemeindegrenze Dermbach/Wiesenthal trifft Kreisgrenze (SM) ↓ (602 m)
      • (ca. 608 m)
  • ↓ (658 m)
  • Hahnberg (687,4 m)
    • Abzweig nach Norden, dann Nordosten
      • ↓ (563 m)
      • Gotteskopf (576 m)
  • ↓ Nähe Kreisstraße aus Kaltenlengsfeld im Westen (624 m)
  • Hahnberg (671,8 m)
  • südwestlicher Gerthwiesenkopf (646 m)
    • Abzweig nach Westen
      • ↓ (548 m)
      • Gretiberg (563,7 m)
  • ↓ Scharte des Hohen Rain; Kreisstraße aus Kaltenlengsfeld, nordwestlich von Oberkatz (514 m)
  • Wunschberg (578,0 m)
  • ↓ Scharte des Leichelbergs (533 m)
    • Herpf-Katza-Wasserscheide (nach Süden, dann nach Osten)
      • ↓ Scharte des Hohen Rain; Kreisstraße in Richtung Oberkatz im Nordwesten von Aschenhausen (529 m)
      • Diesburg (711,8 m)
        • Abzweig nach Südosten
          • ↓ (482 m)
          • Wallenberg (521,0 m)
      • ↓ unmittelbar nordöstlich (604 m)
      • Gebaberg (750,7 m)
        • Südausläufer:
          • ↓ (707 m)
          • Neidhardskopf (721,2 m)
        • Südostausläufer:
          • Träbeser Loch (von ca. 535 m auf ca. 505 m in 50 horizontalen Metern; keine Scharte)
          • ↓ (523 m)
          • Hoher Berg (539,4 m) mit Grat Kleine Geba nach Südosten (Endgipfel: 515,4 m)
      • (↓ nah der Landesstraße nach Herpf südöstlich von Stepfershausen (422 m))
      • (Eichigkopf (469,1 m))
      • (↓ (384 m))
      • (Graukuppe (436,5 m))
  • Leichelberg (655,9 m)
  • ↓ Scharte der Geba zum Ellenbogen (527 m)
  • Alte Mark (675,7 m)
    • Abzweig nach Osten
      • ↓ (531 m)
      • Ohberg (558,0 m)
  • ↓ Scharte der Alten Mark zum Staufelsberg (533 m)
  • (um 545 m)
    • Abzweig nach Osten
      • ↓ (516 m)
      • Gehauener Stein (540,4 m)
  • Stellberg (662,3 m)
    • Streu-Herpf-Wasserscheide (nach Südosten)
    • Felda-Streu-Wasserscheide (nach Westen):
      • ↓ Scharte des Stellbergs, Nähe Bundesstraße 285 ReichenhausenMelpers (598 m)
      • (Streufelsberg (739,8 m), Ostabfall der Langen Rhön)
      • (↓ (687 m))
      • (Ellenbogen (813,0) m, Lange Rhön)

Dominanzen und Prominenzen

Immerhin 8 Berge der Auersberger Kuppenrhön weisen eine Prominenz von mehr als 100 m auf, das sind exakt so viele wie in der westlich benachbarten Auersberger Kuppenrhön.

Das sind der Pleß (645,4 m; 252 m), der Gebaberg (750,7 m; 224 m), der Hutsberg (639,3 m; 191 m), der Hohe Rain (702,8 m; 174 m), die Alte Mark (675,7 m; 143 m), das Horn (577,9 m; 130 m), der Leichelberg (655,9 m; 123 m) und die Diesburg (711,8 m; 108 m). Knapp unter diesem Wert bleiben Stoffelskuppe (620,1 m; 97 m), Umpfen (700,6 m; 89 m) und Neuberg (639,8 m; 81 m), gefolgt vom Stellberg (662,3 m; 64 m) und vom kleinen Nebelberg (532,9 m; 50 m).

In der Dominanz liegen abermals Geba (12,5 km zum Ellenbogen, Lange Rhön) und Pleß (8,8 km zum Hohen Rain) vorne, dicht gefolgt vom Hohem Rain (8,6 km zum Engelsberg, Auersberger). Deutlich darunter bleiben alle anderen Berge wie Diesburg (3,2 km zur Geba), Alte Mark (3,0 km zum Streufelsberg, Ostabfall der Langen Rhön), Umpfen (2,8 km zum Hohen Rain), Horn (2,8 km zur Stoffelskuppe) Hutsberg (2,6 km zur Geba), Leichelberg (2,2 km zur Diesburg), Stoffelskuppe (2,2 km zum Pleß) und Stellberg (2,0 km zum Streufelsberg). Beim Neuberg reicht es aufgrund des minimalen Höhenunterschieds nur für die 1,8 m Entfernung zum Hutsberg.

  1. E. Meynen und J. Schmithüsen: Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands - Bundesanstalt für Landeskunde; 4./5. Lieferung Remagen 1957, 6. Lieferung Remagen 1959, aktualisierte Karte 1:1.000.000 mit Haupteinheiten 1960
  2. Verschiedene Autoren: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten in Einzelblättern (je Karte 1:200.000 und Taschenbuch) - Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1959–1987; geklammerte Einzelblätter haben nur marginalen Anteil an der Rhön, mit einem Stern (*) gekennzeichnete Einzelblätter sind bislang nicht in die Aufstellung eingeflossen.
    • (Blatt 112: Kassel (H.-J. Klink 1969)*)
    • Blatt 126: Fulda (W. Röll 1969)*
    • Blatt 140: Schweinfurt (Brigitte Schwenzer 1968)
    • (Blatt 141: Coburg (H. Späth 1987)*)
  3. Naturraumkarten der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie:
  4. BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise)
  5. Karte und Beschreibung im Umweltatlas Hessen (in neuem Fenster öffnen!)
  6. Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
Normdaten (Geografikum): GND:4063957-5(OGND, AKS)

Vordere Rhon Gebirgszug Sprache Beobachten Bearbeiten Als Vordere Rhon auch Vorderrhon oder Ostliche Kuppenrhon genannt wird der am Gebaberg bis 751 m hohe nordostlichste fast komplett in Thuringen Landkreis Schmalkalden Meiningen im Sudosten und Wartburgkreis im Nordwesten gelegene Teil des Mittelgebirges Rhon bezeichnet Die Vorderrhon ist Teil der Kuppenrhon und der etwas umfangreicheren naturraumlichen Haupteinheit Vorder und Kuppenrhon mit Landrucken Vordere Rhon Ostliche KuppenrhonHochster Gipfel Gebaberg 751 m Lage ThuringenTeil der RhonKoordinaten 50 39 N 10 11 O 50 645473 10 184028 751 Koordinaten 50 39 N 10 11 Of1p1 Geologische Karte der Vorderrhon Inhaltsverzeichnis 1 Lage und Grenzen 1 1 Andere Begriffsverwendungen 2 Abdachung 3 Flusse und Orte 4 Berge 4 1 Berge nach Hohe 4 2 Berge nach Wasserscheiden 4 3 Dominanzen und Prominenzen 5 EinzelnachweiseLage und Grenzen BearbeitenNach Westen wird die Vorderrhon durch das Tal der Felda begrenzt nach Suden bildet die Herpf eine ungefahre Grenze die jedoch von Stellberg und Abtsberg im westlichen sowie Neuberg und Hutsberg im ostlichen Suden uberschritten wird Die Ostgrenze liegt beginnend im Suden knapp westlich der Linie Bettenhausen Stepfershausen Unterkatz Oepfershausen Rossdorf In den naturraumlichen Ordnungen nach der Bundesanstalt fur Landeskunde 1 2 und der Thuringer Landesanstalt fur Umwelt und Geologie TLUG Jena 3 werden einige der Berge in Grenznahe unterschiedlich zugeordnet So ordnet die Bundesanstalt die Berge Pless und Stoffelskuppe im Nordosten dem ostlich angrenzenden Salzunger Werrabergland zu die Berge Neuberg und Hutsberg im ostlichen Suden der Vorderen Rhon und die Berge Stellberg und Abtsberg im westlichen Suden dem Ostlichen Rhonvorland Demgegenuber rechnet TLUG Jena sowohl Pless Stoffelskuppe als auch Stellberg Abtsberg Neuberg und Hutsberg jedoch nicht mehr der Vorderen Rhon zu Landlaufig werden indes alle sechs Berge nicht zuletzt ihrer Hohen von deutlich uber 600 m wegen der Vorderrhon zugerechnet Diese einbeziehend ist die Vorderrhon in Nord Sud Richtung maximal 25 km lang Pless Neuberg bei nur 5 bis maximal 12 Kilometern Breite Etwa 6 5 km im Suden des Naturraums mit dem Abtsberg dem obersten Streutal und den Hangen des Salkenbergs liegen im unterfrankischen Landkreis Rhon Grabfeld 4 Andere Begriffsverwendungen Bearbeiten Die Verwendung Vordere Rhon fur den von Thuringen aus vorne liegenden ostlichen Teil der Kuppenrhon ist historisch Nicht selten wird in weniger differenziert unterteilenden Quellen der Begriff Vordere Rhon auch im Sinne von Thuringische Rhon verwendet Etwas verwirrend in diesem Zusammenhang ist die Tatsache dass die Bundesanstalt fur Landeskunde diesen Begriff im Handbuch der naturraumlichen Gliederung Deutschlands 1957 in vollig anderer Bedeutung vage fur das Westliche Rhonvorland und die spater als Haune Hochflachen einer anderen Haupteinheit Fulda Haune Tafelland zugeordnete nordwestliche Abdachung der Rhon verwendet 1 Diese Verwendung wird auch im Blatt Schweinfurt 1968 der Geographischen Landesaufnahme 1 200 000 2 des gleichen Instituts und im Online Angebot des Hessischen Umweltministeriums Umweltatlas 5 praktisch wortlich zitiert obgleich die Bezeichnung als naturraumlicher Eigenname nicht aufgefuhrt wird Es ist demnach davon auszugehen dass der Name der Haupteinheit Vorder und Kuppenrhon mit Hessischem Landrucken nicht etwa zwischen der stets als Ostliche Kuppenrhon bezeichneten Vorderen Rhon im landlaufigen Sinne sondern zwischen der eigentlichen Kuppenrhon und seinem zur Haupteinheit gezahlten Vorland unterscheiden will Abdachung Bearbeiten Die ostliche Nahtstelle zum Salzunger Werrabergland von Suden mit Pless 645 m und Stoffelskuppe 620 m links Nach Nordosten wird die Vorderrhon durch die Buntsandstein Rucken des Stadtlengsfelder Hugellandes im Salzunger Werrabergland zur Werra hin abgedacht zu dem manche Quellen auch Pless und Stoffelskuppe zahlen Nach Sudosten in Richtung Herpf und Meiningen schliessen sich die Werra Gauplatten Muschelkalk an nach Suden das Ostliche Rhonvorland welches in der Hauptsache aus Buntsandstein mit aufgesetzten Basaltkuppen besteht die indes deutlich unter 550 m bleiben Flusse und Orte BearbeitenDie folgenden Flusse entwassern die Vorderrhon uber die aufgefuhrten Orte flussabwarts geordnet und ihre ostliche Abdachung wobei mit einem Stern gekennzeichnete Flusse nur die Abdachung passieren bzw analog gekennzeichnete Orte knapp ausserhalb liegen von rechts zur Felda nach Westen entwassern von Norden nach Suden Wiesenthalbach 9 4 km 34 4 km Wiesenthal Urnshausen Bach von Kaltenlengsfeld Goldbach 7 1 km 12 7 km Kaltenlengsfeld Rechter Quellbach der Felda Erbenhausen Von links zur Werra nach Osten entwassern von Norden nach Suden Pfitzbach 12 3 km 34 4 km Rosabach 13 0 km 39 7 km Rossdorf Zillbach 4 6 km 12 6 km Schwarzbach 11 1 km 39 5 km Eckardts an rechten Nebenbachen Humpfershausen Friedelshausen Katza 15 1 km 61 3 km Oberkatz Unterkatz Herpf 21 7 km 95 3 km an linken Nebenbachen Aschenhausen Geba Stepfershausen Schafhausen Gerthausen Wohlmuthausen Helmershausen Bettenhausen Sulze 12 4 km 52 1 km Die Sulze verlauft ganzlich im Gebiet der Werra Gauplatten welches die Herpf nach etwa der Halfte ihres Laufes betritt wahrend alle anderen Werra Zuflusse spatestens im Mittellauf das Stadtlengsfelder Hugelland passieren und zertalen Berge BearbeitenDie Vorderrhon wird durch die Landesstrassen Herpf Kaltensundheim im Suden und Rossdorf Dermbach im Norden in drei Segmente geteilt Der Norden wird vom Pless dominiert doch sind auch Stoffelskuppe und Nebelberg sehr markante und eigenstandige Berge Die Mitte hat zwei fast gleich hohe Hauptberge Vom Rossberg mit Hauptgipfel Hohe Rain nur 500 m sudwestlich des eigentlichen Rossberggipfels zweigt der lange Rucken des Hahnbergs nach Sudosten ab der die Ortschaft Kaltenlengsfeld ostlich abriegelt vgl geol Karte wahrend der Umpfen in der Hauptsache eine Einzelkuppe darstellt Der Suden wird vom machtigen Gebaberg dominiert dessen Massiv nach Westen nur sehr allmahlich abflacht Doch auch Diesburg Leichelberg und Alte Mark die sich westlich von ihm gruppieren sind sehr eigenstandige Berge Sudlich der Alten Mark trifft der Stellberg die Rhein Weser Wasserscheide an der weiter ostlich der Neuberg steht der zusammen mit deinem nordlichen Zwilling Hutsberg eine Doppelkuppe bildet die nur durch das Tal der Herpf von der Geba getrennt wird Berge nach Hohe Bearbeiten Folgende Berge stechen in der Auersberger Kuppenrhon hervor Scharten aus Hohenlinien daher nur auf einige Meter genau 6 Der Steinbruch auf dem Umpfen Stoffelskuppe Gebaberg 750 7 m sudlicher Westen Scharte zum Ellenbogen auf 527 m zwischen Leichelberg und Alter Mark Neidhardskopf 721 2 m Sudgipfel Diesburg 711 8 m westlich des Gebabergs Scharte auf 604 m Hoher Rain 702 8 m nordlich der Mitte Scharte zur Diesburg auf 529 m Rossberg 701 6 m Sudgipfel Scharte auf 696 m nordlicher Hahnberg bis 687 4 m Sudostauslaufer Scharte auf 658 m Gotteskopf 576 m Nordostauslaufer des Hahnbergs am Rand der Vorderrhon Scharte auf 563 m sudlicher Hahnberg bis 671 8 m durch Scharte auf 624 m von nordlichem getrennt und damit deutlich eigenstandiger Umpfen 700 6 m Mitte Scharte zum Hohen Rain auf 612 m Alte Mark 675 7 m westlich der Diesburg Scharte zum Stellberg und damit zum Staufelsberg auf 533 m Stellberg 662 3 m sudlich der Alten Mark Rhein Weser Wasserscheide Bayern Scharte zum Staufelsberg auf 598 m Leichelberg 655 9 m nordwestlich der Diesburg Scharte zum Hohen Rain auf 533 m Pless 645 4 m ausserster Nordosten AT Scharte zum Hohen Rain auf 393 m Hutsberg 639 3 m ostlicher Suden Doppelkegel mit dem Neuberg im Suden Scharte zum Abtsberg und damit zum Stellberg auf 448 m Neuberg 638 8 m an der Rhein Weser Wasserscheide Scharte zum Hutsberg auf 558 m Abtsberg 621 7 m sudlich des Stellbergs Landkreis Rhon Grabfeld Scharte zum Stellberg auf 583 m Stoffelskuppe 620 1 m sudwestlich des Pless Scharte zu diesem auf 523 m Horn 577 9 m westsudwestlich der Stoffelskuppe Scharte zur Stoffelskuppe auf 448 m Nebelberg 532 9 m zwischen Rossdorf und Wiesenthal Scharte zum Rossberg auf 483 m Berge nach Wasserscheiden Bearbeiten Die Hauptwasserscheide der Vorderrhon ist die der Felda im Westen zur Werra im Osten die sich zunachst vcm Stadtlengsfelder Hugelland im Norden zur Stoffelskuppe und dann im Zentrum des Naturraums sudwarts zieht die meisten wichtigen Berge liegen allerdings etwas neben ihr Am Stellberg endet sie und ein kurzer Abschnitt der Rhein Weser Wasserscheide verlasst den Naturraum nach Westen zu Streufelsberg im Ostabfall der Langen Rhon und Ellenbogen in der Langen Rhon Im Folgenden werden die Berge und Scharten nach Wasserscheiden strukturiert Nebenwasserscheiden sind eingeruckt Hohen der Scharten wieder mit einigen Metern Ungenauigkeit Hohen von Bergen mit Prominenz uber 80 m nebst Bezugsscharten fett 6 Salzkopf 418 6 m Stadtlengsfelder Hugelland 393 m sudostliche Verlangerung ca 456 m 436 m Galgenberg 472 4 m Ostgipfel Landesstrasse Stadtlengsfeld Tiefenort 455 m Lindenberg 470 7 m 457 m Bornkopf 492 7 m 453 m Maselsbacher Berg 481 3 m Bundesstrasse 285 Salzungen Umshausen 393 m Fronberg ca 468 m 445 m Hammelstein 497 2 m 473 m Scharte der Stoffelskuppe zum Pless 523 m Abzweig nach Nordosten Pless 645 4 m Stoffelskuppe 620 1 m 448 m Langer Rain 477 8 m nordwestlich der Wasserscheide Abzweig nach Westen 463 m Horn 577 9 m 448 m Kahlkopfchen 465 8 m Scharte des Pless nordwestlich von Rossdorf knapp nordlich der Landesstrasse 393 m Nebelberg 532 9 m 483 m m Rossberg 701 6 m 696 m Hoher Rain 702 8 m Abzweig nach Suden 612 m Umpfen 700 6 m Abzweig nach Sudwesten dann Norden schmaler Verbindungsgrat Gemeindegrenze Dermbach Wiesenthal trifft Kreisgrenze SM 602 m ca 608 m 658 m Hahnberg 687 4 m Abzweig nach Norden dann Nordosten 563 m Gotteskopf 576 m Nahe Kreisstrasse aus Kaltenlengsfeld im Westen 624 m Hahnberg 671 8 m sudwestlicher Gerthwiesenkopf 646 m Abzweig nach Westen 548 m Gretiberg 563 7 m Scharte des Hohen Rain Kreisstrasse aus Kaltenlengsfeld nordwestlich von Oberkatz 514 m Wunschberg 578 0 m Scharte des Leichelbergs 533 m Herpf Katza Wasserscheide nach Suden dann nach Osten Scharte des Hohen Rain Kreisstrasse in Richtung Oberkatz im Nordwesten von Aschenhausen 529 m Diesburg 711 8 m Abzweig nach Sudosten 482 m Wallenberg 521 0 m unmittelbar nordostlich 604 m Gebaberg 750 7 m Sudauslaufer 707 m Neidhardskopf 721 2 m Sudostauslaufer Trabeser Loch von ca 535 m auf ca 505 m in 50 horizontalen Metern keine Scharte 523 m Hoher Berg 539 4 m mit Grat Kleine Geba nach Sudosten Endgipfel 515 4 m nah der Landesstrasse nach Herpf sudostlich von Stepfershausen 422 m Eichigkopf 469 1 m 384 m Graukuppe 436 5 m Leichelberg 655 9 m Scharte der Geba zum Ellenbogen 527 m Alte Mark 675 7 m Abzweig nach Osten 531 m Ohberg 558 0 m Scharte der Alten Mark zum Staufelsberg 533 m um 545 m Abzweig nach Osten 516 m Gehauener Stein 540 4 m Stellberg 662 3 m Streu Herpf Wasserscheide nach Sudosten Gemeindegrenze Kaltennordheim Erbenhausen trifft Landesgrenze 583 m Abtsberg 622 m Abzweig nach Nordosten 488 m Klausberg 524 7 m Nahe Landesgrenze nordostlich Weimarschmiedens jedoch noch in Rhonblick TH 448 m Steinkopf 522 6 m 476 m Neuberg 638 8 m Abzweig nach Norden 558 m Hutsberg 639 3 m Sulze Herpf Wasserscheide nach Osten Landesstrasse Bettenhausen Stedtlingen 427 m Leite 540 3 m Kreisstrasse nordwestlich von Gleimershausen 438 m Dreissigackerer Plateau bis 523 1 m Werra Gauplatten Felda Streu Wasserscheide nach Westen Scharte des Stellbergs Nahe Bundesstrasse 285 Reichenhausen Melpers 598 m Streufelsberg 739 8 m Ostabfall der Langen Rhon 687 m Ellenbogen 813 0 m Lange Rhon Dominanzen und Prominenzen Bearbeiten Immerhin 8 Berge der Auersberger Kuppenrhon weisen eine Prominenz von mehr als 100 m auf das sind exakt so viele wie in der westlich benachbarten Auersberger Kuppenrhon Das sind der Pless 645 4 m 252 m der Gebaberg 750 7 m 224 m der Hutsberg 639 3 m 191 m der Hohe Rain 702 8 m 174 m die Alte Mark 675 7 m 143 m das Horn 577 9 m 130 m der Leichelberg 655 9 m 123 m und die Diesburg 711 8 m 108 m Knapp unter diesem Wert bleiben Stoffelskuppe 620 1 m 97 m Umpfen 700 6 m 89 m und Neuberg 639 8 m 81 m gefolgt vom Stellberg 662 3 m 64 m und vom kleinen Nebelberg 532 9 m 50 m In der Dominanz liegen abermals Geba 12 5 km zum Ellenbogen Lange Rhon und Pless 8 8 km zum Hohen Rain vorne dicht gefolgt vom Hohem Rain 8 6 km zum Engelsberg Auersberger Deutlich darunter bleiben alle anderen Berge wie Diesburg 3 2 km zur Geba Alte Mark 3 0 km zum Streufelsberg Ostabfall der Langen Rhon Umpfen 2 8 km zum Hohen Rain Horn 2 8 km zur Stoffelskuppe Hutsberg 2 6 km zur Geba Leichelberg 2 2 km zur Diesburg Stoffelskuppe 2 2 km zum Pless und Stellberg 2 0 km zum Streufelsberg Beim Neuberg reicht es aufgrund des minimalen Hohenunterschieds nur fur die 1 8 m Entfernung zum Hutsberg Einzelnachweise Bearbeiten a b E Meynen und J Schmithusen Handbuch der naturraumlichen Gliederung Deutschlands Bundesanstalt fur Landeskunde 4 5 Lieferung Remagen 1957 6 Lieferung Remagen 1959 aktualisierte Karte 1 1 000 000 mit Haupteinheiten 1960 a b Verschiedene Autoren Geographische Landesaufnahme Die naturraumlichen Einheiten in Einzelblattern je Karte 1 200 000 und Taschenbuch Bundesanstalt fur Landeskunde Bad Godesberg 1959 1987 geklammerte Einzelblatter haben nur marginalen Anteil an der Rhon mit einem Stern gekennzeichnete Einzelblatter sind bislang nicht in die Aufstellung eingeflossen Blatt 112 Kassel H J Klink 1969 Blatt 126 Fulda W Roll 1969 Blatt 140 Schweinfurt Brigitte Schwenzer 1968 Blatt 141 Coburg H Spath 1987 Naturraumkarten der Thuringer Landesanstalt fur Umwelt und Geologie Ubersicht Memento des Originals vom 26 Oktober 2010 im Internet Archive Info Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht gepruft Bitte prufe Original und Archivlink gemass Anleitung und entferne dann diesen Hinweis 1 2 Vorlage Webachiv IABot www 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