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Vitali Wladimirowitsch Klitschko (russischВита́лий Влади́мирович Кличко́, deutsche Transkription des Vornamens eigentlich Witali;ukrainischВіталій Володи́мирович Кличко́‚Witalij Wolodymyrowytsch Klytschko‘; * 19. Juli 1971 in Belowodsk, Kirgisische SSR, Sowjetunion) ist ein ukrainischer Politiker und ehemaliger Profiboxer. Er ist Gründer der Partei UDAR und wurde am 25. Mai 2014 zum Bürgermeister von Kiew gewählt. Bei der Parlamentswahl in der Ukraine 2014 am 26. Oktober zog er außerdem über den Listenplatz 1 des Block Petro Poroschenko, mit dem seine Partei ein Wahlbündnis bildete, als Abgeordneter in die Werchowna Rada (das nationale Parlament der Ukraine) ein. Von 2015 bis 2019 war er zudem Vorsitzender des Block Petro Poroschenko, in der seine UDAR nach der Zusammenarbeit aufging.

Vitali Klitschko (2014)
Kyrillisch (Ukrainisch)
Віта́лій Володи́мирович Кличко́
Transl.: Vitalij Volodymyrovyč Klyčko
Transkr.: Witalij Wolodymyrowytsch Klytschko
Kyrillisch (Russisch)
Вита́лий Влади́мирович Кличко́
Transl.: Vitalij Vladimirovič Kličko
Transkr.: Witali Wladimirowitsch Klitschko

Klitschko ist Champion im Ruhestand (Champion Emeritus) des WBC im Schwergewicht sowie ehemaliger Weltmeister nach Version der WBO. Insgesamt gingen 87 % seiner Gegner k. o. Dies ist eine der höchsten K.-o.-Quoten in der Geschichte des Profiboxens.

Sein jüngerer Bruder Wladimir Klitschko ist ebenfalls Profiboxer und war Weltmeister im Schwergewicht.

Inhaltsverzeichnis

Vitali Klitschko wurde als Sohn des ukrainischen Offiziers der sowjetischen und später der ukrainischen Luftstreitkräfte Wladimir Rodionowitsch Klitschko (* 1947; † 13. Juli 2011 in Kiew) und der ukrainischen Grundschullehrerin Nadeschda Uljanowna Klitschko in Belowodsk (Kirgisische SSR) geboren. Der Vater stieg in den Ukrainischen Streitkräften bis zum Generalmajor auf und war zuletzt Militärattaché der ukrainischen Botschaft in Deutschland und bei der NATO. Seine Muttersprache ist Russisch. Der Großvater väterlicherseits, Rodion Klitschko (1910–?), war Mitarbeiter des Volkskommissariats für innere Angelegenheiten (NKWD). Die Großmutter väterlicherseits, Tamara Jefimowna, geborene Etkinson, war Dorfschullehrerin und Holocaustüberlebende. Ihre Eltern, ein Bruder und ihr ältester Sohn wurden ermordet. Sie selbst wurde von ihrem Ehemann bis zur Befreiung versteckt.

Von 1980 bis 1985 war Klitschkos Vater auf dem tschechoslowakischen Truppenübungsplatz Ralsko stationiert; die Familie lebte in Hradčany, Vitali und später auch sein Bruder Wladimir besuchten die Gagarin-Schule in Letná. Klitschko schloss ein Sportlehrerstudium an der Pädagogischen Universität „Hryhorij Skoworoda“ in Perejaslaw-Chmelnyzkyj mit Auszeichnung ab. Im Jahr 2000 erfolgte seine Promotion in Sportwissenschaft an der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität Kiew. Das Thema seiner Dissertation war „Sportbegabung und Talentförderung“.

Im April 1996 heiratete Klitschko Natalia Egorowa, eine Sängerin und ehemaliges Model. Mit ihr hat er drei Kinder (* 16. Mai 2000, * 24. November 2002 und * 1. April 2005). Einer der beiden Söhne wurde nach Max Schmeling benannt.

1985 bis 1992: Kickboxen

Erste Erfahrungen im Boxen machte Vitali Klitschko im Alter von vierzehn Jahren auf einem sowjetischen Militärstützpunkt in Hradčany, Tschechoslowakei, wo die Familie Klitschko seit der Versetzung des Vaters lebte. Dort war eine Boxsektion eingerichtet worden, um den Kindern der Soldaten eine Freizeitbeschäftigung zu bieten. 1985 zog die Familie nach Kiew. Während Klitschko den Boxsport auch weiterhin ausübte, galt seine Aufmerksamkeit nun verstärkt dem Kickboxen, das er unter Andrei Schistow zu trainieren begann. Innerhalb der nächsten drei Jahre gewann er erst die Stadtmeisterschaft, dann die Republikmeisterschaft der Ukraine und anschließend die Spartakiade. Er wurde in die sowjetische Junioren-Nationalmannschaft der Kickboxer aufgenommen. Diese reiste im Frühjahr 1989 auf Einladung nach West Palm Beach, USA, zum Wettkampf gegen die US-amerikanische Jugendnationalmannschaft. Der 17-jährige Klitschko verlor dort seinen Kampf.

Der Antritt des Armeedienstes erzwang vorübergehend eine Unterbrechung seiner sportlichen Karriere. Im ZSKA nahm Klitschko bei Wladimir Solotarew das Training wieder auf. Klitschko betrieb schwerpunktmäßig Kickboxen und parallel dazu Boxen. Als Armeesportler gewann er 1991 die Kickbox-Weltmeisterschaft in Paris. Insgesamt beläuft sich die Zahl seiner Weltmeisterschaftstitel im Kickboxen auf sechs; zwei bei den Amateuren, vier bei den Profis. Während seiner Kickboxkarriere erlitt er den einzigen K. o. seiner sportlichen Laufbahn: Bei den Kickbox-Europameisterschaften 1992 in Warna, Bulgarien, traf er im Finale auf den Briten Pele Reid und ging nach einem Tritt ans Kinn in der zweiten Runde zu Boden. Da es bei dieser Leichtkontaktvariante des Kickboxens kein Anzählen gibt, wurde der Kampf vom Ringrichter sofort abgebrochen.

1992 bis 1996: Amateurboxen

Als Amateur war Klitschko auch im Boxen erfolgreich, er siegte in 195 Kämpfen (80 Siege vorzeitig) bei nur 15 Niederlagen. Unter anderem gewann er drei ukrainische Meisterschaften. Mit Punktsiegen über Willi Fischer, René Monse und einem kampflosen Erfolg über Georgi Kandelaki siegte er beim 23. Chemiepokal in Halle. Außerdem gewann er die Militärweltmeisterschaft 1995 in Rom, dabei schlug er im Finale den Russen Alexei Lesin nach Punkten. Bei der Amateurweltmeisterschaft 1995 in Berlin schlug er Attila Levin vorzeitig sowie Monse erneut nach Punkten und belegte den zweiten Platz, da er im Finale Lesin unterlag.

Doping

Da ihm in einer Dopingprobe die Einnahme des Steroids Nandrolon nachgewiesen wurde, blieb ihm aufgrund der folgenden einjährigen Sperre die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta versagt. Sein Bruder wurde für ihn nachnominiert und errang die Goldmedaille. Wegen des Dopingvergehens konnte er auch nicht wie vorgesehen in der 1. Bundesliga für den BC Sparta Flensburg antreten und wurde auch dort in der Saison 1995/1996 durch seinen Bruder ersetzt.

Profiboxer 1996–2013

Vitali Klitschko
Klitschko mit dem WBC-Titel (2011)
Daten
Geburtsname Vitali Volodymyrovych Klychko
Geburtstag 19. Juli 1971
Geburtsort Belowodskoje
Nationalität Ukraine Ukraine
Kampfname(n) Dr. Eisenfaust
Gewichtsklasse Schwergewicht
Stil Linksauslage
Größe 2,01 m
Reichweite 2,03 m
Kampfstatistik als Profiboxer
Kämpfe 47
Siege 45
K.-o.-Siege 41
Niederlagen 2
Profil in der BoxRec-Datenbank

Nach den Olympischen Spielen wechselten die Klitschko-Brüder gemeinsam in das Profilager und schlossen einen Vertrag mit dem deutschen Boxstall Universum Box-Promotion. Sein Debüt im Profiboxen entschied Vitali Klitschko am 16. November 1996 für sich, als er in der Sporthalle Wandsbek in Hamburg Tony Bradham in der zweiten Runde K. o. schlug.

1998: Europameister im Schwergewicht

Sein erster bedeutender Titelgewinn gelang ihm am 24. Oktober 1998 in seinem 22. Profikampf, als er Mario Schießer im Kampf um die Europameisterschaft vorzeitig besiegte.

1999: erster Weltmeistertitel der WBO

Nach einer Serie von 24 K.-o.-Siegen in Folge gewann Klitschko am 26. Juni 1999 gegen Herbie Hide den Weltmeistertitel der WBO durch K. o. in der zweiten Runde. Jedoch gehörte die WBO damals noch nicht zu den bedeutenden Verbänden. Klitschko wurde damit der erste Schwergewichtsweltmeister aus der ehemaligen Sowjetunion sowie der erste, der promoviert wurde. Den WBO-Gürtel verteidigte er in zwei Kämpfen erfolgreich.

2000: WBO-Niederlage gegen Chris Byrd

Überraschend verlor er am 1. April 2000 gegen den US-Amerikaner Chris Byrd den WBO-Gürtel. Byrd war nur anderthalb Wochen vor dem Kampf als Ersatzgegner für den ursprünglich vorgesehenen, aber kurzfristig erkrankten Donovan Ruddock verpflichtet worden. Nach der neunten Runde gab Klitschko den Kampf wegen eines Sehnenrisses in der linken Schulter auf. Er lag zu diesem Zeitpunkt auf allen drei Punktzetteln vorn (zweimal mit 7:2, einmal mit 8:1 Runden). Besonders in den USA wurde ihm daraufhin mangelnder Kampfgeist vorgeworfen.

Nach der verletzungsbedingten Pause gab Klitschko am 25. November 2000 mit einem Kampf um den vakanten Europameistertitel gegen Timo Hoffmann sein Comeback. Es war der erste Kampf seiner Profikarriere, den Klitschko nach Punkten gewann. In der Folgezeit kämpfte er sich mit mehreren Siegen, unter anderem gegen Orlin Norris, Ross Puritty, Vaughn Bean und Larry Donald an die Spitze der Ranglisten der Boxverbände zurück und stieg dadurch zum Herausforderer des damaligen WBC-Weltmeisters Lennox Lewis auf.

2003: Kampfabbruch gegen WBC-Weltmeister Lennox Lewis

Ursprünglich sollte Klitschko bei einer freiwilligen Titelverteidigung von Lewis gegen den Kanadier Kirk Johnson in einem Vorkampf gegen den ungeschlagenen US-Amerikaner Cedric Boswell boxen. Durch die verletzungsbedingte Absage Johnsons bekam Klitschko allerdings die Chance, selbst gegen Lewis anzutreten. Am 21. Juni 2003 verlor er im Staples Center von Los Angeles gegen Lewis durch technischen K. o. Nach der sechsten Runde wurde der Kampf vom Ringrichter auf Empfehlung des Ringarztes wegen mehrerer stark blutender Platzwunden in Klitschkos Augenbereich abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er auf allen drei Punktzetteln der Punktrichter vier der sechs Runden gewonnen. Die Entscheidung, den Kampf abzubrechen, war umstritten. Der als Experte anwesende George Foreman sah in Klitschko den eigentlichen Sieger des Kampfes. Auch das US-amerikanische Publikum feierte Vitali Klitschko und reagierte verärgert auf den Abbruch.

2004: WBC-Weltmeister durch Sieg über Corrie Sanders

Trotz der unglücklichen Art der Niederlage war Klitschko weiterhin hoch in den Ranglisten platziert. Noch im Dezember desselben Jahres konnte er sich durch einen K.-o.-Sieg über Kirk Johnson für einen weiteren Titelkampf des WBC qualifizieren. Nachdem der erwartete und vom WBC-Verband angesetzte Rückkampf gegen Lewis aufgrund des Rücktritts des amtierenden Weltmeisters nicht zustande kam, boxte Klitschko am 24. April 2004 in Los Angeles gegen den Südafrikaner Corrie Sanders, der im März 2003 Klitschkos Bruder Wladimir im Kampf um den WBO-Titel überraschend geschlagen hatte, um den nunmehr vakanten Titel. Er gewann in einem mit hoher Intensität geführten Kampf durch technischen K. o. in der achten Runde. Vitali Klitschko zeigte sich in diesem Kampf, wie bereits im Kampf gegen Lewis, als kompletter Boxer auf der Höhe seines Könnens. Er verdiente sich durch seine spektakuläre Kampfesführung den Respekt der US-amerikanischen Boxszene sowie den Ruf als zu diesem Zeitpunkt bester Schwergewichtsweltmeister.

Ein anschließend angestrebtes prestigeträchtiges Duell mit Mike Tyson ließ sich nicht realisieren, da der gealterte Tyson in der Zwischenzeit überraschend gegen den Briten Danny Williams verlor. Klitschko verteidigte seinen Titel daraufhin am 11. Dezember 2004 gegen Williams durch technischen K. o. in der achten Runde. Es war der vorerst letzte Kampf in der Karriere des Ukrainers, was zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen war.

Zwangspause bis 2008

Nächster Gegner sollte der US-Amerikaner Hasim Rahman sein. Rahman hatte sich 2001 mit einem sensationellen K.-o.-Sieg über Lennox Lewis einen Namen gemacht, war im direkten Rückkampf allerdings selbst schwer K. o. gegangen und hatte auch anschließend in einigen Folgekämpfen enttäuscht. Klitschko musste diese Pflichtverteidigung mehrmals verletzungsbedingt verschieben. Am 30. April war ein Muskelfaserriss der Grund, am 18. Juni und am 23. Juli eine Rücken-Operation und kurz vor dem 12. November dann ein Meniskusriss im rechten Knie. Neben dem Meniskusschaden wurde bei ihm zusätzlich noch ein Riss des Kreuzbandes im rechten Knie diagnostiziert. Da durch diese Verletzungen der Kampf erneut abgesagt werden musste, kündigte der WBC an, Klitschko den Titel abzuerkennen, falls er seiner Verpflichtung zur Titelverteidigung nicht innerhalb von sechzig Tagen nachkomme. Daraufhin entschloss sich der damals 34-Jährige zum überraschenden Rücktritt. Am 9. November 2005 gab Klitschko offiziell das Ende seiner Profiboxkarriere bekannt. Er wurde daraufhin vom WBC zum so genannten „World Champion Emeritus“ ernannt, ein Status, der es ihm ermöglichte, bei einem Comeback sofort wieder um den WBC-Titel boxen zu dürfen.

Nachdem er ein derartiges Comeback lange ausgeschlossen hatte, wurde am 24. Januar 2007 seine Absicht zur Rückkehr in den Boxring publik. Er legte dem WBC einen Antrag auf einen Kampf gegen den aktuellen Weltmeister des Verbandes Oleg Maskajew vor. Der Kampf war zunächst für Juni 2007 in Moskau geplant, konnte aber nicht realisiert werden, da die Verhandlungen zwischen Klitschko, Maskajew und dessen Pflichtherausforderer Samuel Peter scheiterten und entschieden wurde, dass zunächst Peter gegen Maskajew antreten sollte. Der Gewinner dieses Duells sollte den WBC-Titel danach gegen Klitschko verteidigen. In der Zwischenzeit plante Vitali Klitschko für den 22. September 2007 einen Kampf in München gegen Jameel McCline, musste dieses Duell allerdings aufgrund eines Bandscheibenvorfalls, den er während der Vorbereitung in Kitzbühel erlitt, zwei Wochen vor dem Kampftermin absagen. Die erneute Trainingsverletzung erforderte eine Notoperation in Innsbruck mit anschließender sechswöchiger Rehabilitation. Er beschloss, danach keinen Aufbaukampf mehr zu bestreiten und gleich gegen den WBC-Weltmeister Samuel Peter anzutreten, der inzwischen Oleg Maskajew entthront hatte.

2008: Rückkehr und erneute WBC-Weltmeisterschaft

Vitali Klitschko trat am 11. Oktober 2008, drei Jahre und zehn Monate (1400 Tage) nach seinem vorläufigen Rücktritt, in der Berliner O2 World gegen den Nigerianer Samuel Peter an. Er beherrschte den Kampf deutlich und nutzte dabei den Vorteil seiner wesentlich größeren Reichweite. Nachdem Peter alle acht vorangegangenen Runden klar verloren hatte und im Gesicht bereits schwer gezeichnet war, kam er zur neunten Runde nicht mehr aus seiner Ecke und gab den Kampf auf. Durch den Gewinn des WBC-Titels durch Vitali Klitschko gelang den Klitschko-Brüdern zudem ein boxhistorisches Novum, da erstmals zwei Brüder gleichzeitig Weltmeistertitel im Schwergewicht hielten.

Gemäß der Vereinbarung mit dem WBC-Verband, die ihm trotz der langen Inaktivität den Weltmeisterschaftskampf ermöglichte, musste Klitschko den Titel gegen den ehemaligen Cruisergewichtsweltmeister Juan Carlos Gómez verteidigen. Gómez, ein früherer Sparringspartner der Klitschkos aus der Zeit, als sie gemeinsam beim Hamburger Universum-Boxstall unter Vertrag standen, erwarb sich das Recht auf den Titelkampf mit einem Sieg über Klitschkos Landsmann Wolodymyr Wirtschis. Im Dezember 2008 wurde zudem vom WBC angeordnet, dass der Gewinner des Kampfes zwischen Klitschko und Gómez seinen Titel innerhalb von 120 Tagen gegen den Ex-Weltmeister Oleg Maskajew verteidigen sollte, wogegen Klitschko allerdings beim internationalen Sportgerichtshof (CAS) Beschwerde einlegte. Die Pflichtverteidigung gegen den Exilkubaner Gómez fand am 21. März 2009 in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle statt. Klitschko gewann den Kampf durch technischen K. o. in der neunten Runde. Im Juni 2009 wurde von der CAS zugunsten Klitschkos geurteilt, so dass er nicht gegen Maskajew antreten musste und stattdessen seinen nächsten Gegner im Rahmen der Verbandsbestimmungen für eine freiwillige Titelverteidigung selbst bestimmen konnte. Kurz nach dem Sieg gegen Gómez erklärte der World Boxing Council WBC den zu diesem Zeitpunkt 37-jährigen Ukrainer zum größten Knockouter aller Zeiten. „Die Quote von 36 K. o. bei 37 Siegen (97,3 Prozent) hat noch nie ein Boxer in der Geschichte des Schwergewichts erreicht.“

Nachdem der ehemalige britische Cruisergewichtsweltmeister David Haye einen Kampf gegen Vitalis Bruder Wladimir Klitschko wegen einer umstrittenen Rückenverletzung abgesagt hatte, einigte er sich kurz darauf mit Vitali Klitschko auf einen Kampf. Der Kampf sollte am 12. September 2009 in der Commerzbank-Arena in Frankfurt stattfinden, kam aber ebenfalls nicht zustande, da Haye ihn wegen Meinungsverschiedenheiten bezüglich des Vertrages absagte. Klitschkos nächster Gegner wurde stattdessen der in 27 Profikämpfen unbesiegte US-Amerikaner Chris Arreola. Der Kampf fand am 26. September 2009 im Staples Center in Los Angeles statt. Klitschko traf seinen Kontrahenten von Beginn an häufig, nutzte seine Reichweitenvorteile optimal und boxte den ganzen Kampf aus der Rückwärtsbewegung heraus. Arreola gelang es nicht, an Klitschkos starker Führhand vorbeizukommen, und wurde oft ausgekontert. Nach insgesamt 301 Treffern, die er bei Arreola platzieren konnte, siegte Klitschko durch Abbruch durch den Ringrichter in der Pause zur elften Runde vorzeitig.

Vitali Klitschko gegen Albert Sosnowski in der Gelsenkirchener Veltins-Arena am 29. Mai 2010

Zur dritten Verteidigung des WBC-Titels innerhalb eines Jahres trat Klitschko weniger als drei Monate nach seinem Sieg gegen Arreola am 12. Dezember 2009 in der Berner PostFinance-Arena gegen den US-Amerikaner Kevin Johnson an. Da sein Bruder Wladimir diesen ursprünglich für ihn geplanten Kampftermin (mit dem Sender RTL waren für das Jahr 2009 vier Kampfabende mit Beteiligung der Klitschkos vereinbart worden) wegen einer Schulterverletzung, die eine Operation erforderte, nicht wahrnehmen konnte, übernahm Vitali Klitschko den Termin und bestritt damit erstmals seit 1999 mehr als zwei Kämpfe in einem Kalenderjahr. Den Kampf gegen Johnson, der in der WBC-Rangliste auf Rang sechs platziert und in 23 Profikämpfen ungeschlagen war, gewann Klitschko einstimmig nach Punkten und dadurch erstmals seit 2000 nicht vorzeitig, da der weitgehend passiv und defensiv agierende Johnson durch Pendel- und Meidbewegungen nur wenige klare Treffer zuließ. Nach Ende der zwölf Runden werteten zwei der drei Punktrichter alle Runden zugunsten Vitali Klitschkos, während der dritte dem Herausforderer eine Runde gutschrieb. In diesem Kampf schlug Klitschko insgesamt 1013 mal, davon 749 Jabs. Nachdem zu Beginn des Jahres 2010 langwierige Verhandlungen für einen Kampf gegen den ehemaligen WBA-Weltmeister Nikolai Walujew insbesondere an den hohen finanziellen Forderungen von Walujews Co-Promoter Don King scheiterten, wurde als nächster Gegner der in Großbritannien lebende, in Deutschland zuvor eher unbekannte Pole Albert Sosnowski verpflichtet. Sosnowski hatte im Dezember 2009 die Europameisterschaft im Schwergewicht gewonnen. Das Duell zwischen Klitschko und Sosnowski, zu diesem Zeitpunkt die Nummer elf der WBC-Rangliste, fand am 29. Mai 2010 in der Gelsenkirchener Veltins-Arena statt, in der im Jahr zuvor Wladimir Klitschko gegen Ruslan Chagayev gekämpft und gewonnen hatte. Klitschko besiegte den Polen durch K. o. in der zehnten Runde.

Anschließend wurden die Verhandlungen mit Haye und Walujew wieder aufgenommen, doch es konnte erneut keine Einigung erzielt werden, so dass schließlich der ehemalige WBO-Weltmeister Shannon Briggs als nächster Gegner verpflichtet wurde. Beim WM-Kampf am 16. Oktober 2010 in der Hamburger O2 World besiegte Klitschko den US-Amerikaner in zwölf Runden einstimmig nach Punkten.

Der kubanische Boxer Odlanier Solís gewann am 17. Dezember 2010 in einem WM-Ausscheidungskampf das Herausforderungsrecht auf einen WBC-Weltmeisterschaftskampf gegen Vitali Klitschko. Dieser WM-Kampf fand am 19. März 2011 in Köln statt. Solís (in 17 Profi-Kämpfen ungeschlagen und Olympiasieger von 2004) verlor den Kampf gegen Klitschko durch Technischen KO in der ersten Runde. Laut Solís waren Risse im vorderen Kreuzband und äußeren Meniskus im rechten Knie für das Ende des Kampfes verantwortlich.

Wladimir (l.) und Vitali Klitschko 2012 mit ihren damaligen Weltmeistergürteln

Bereits im Januar 2011 war eine Vorvereinbarung zwischen dem Management der Klitschko-Brüder und dem des Polen Tomasz Adamek für einen möglichen Kampf im September 2011 getroffen worden, zunächst mit Präferenz für Wladimir Klitschko. Da sich dieser allerdings im März nach langwierigen Verhandlungen zu einem Titelvereinigungskampf gegen den WBA-Titelträger David Haye verpflichtete, sollte Vitali stattdessen gegen Adamek antreten. Als Termin und Veranstaltungsort wurden der 10. September 2011 und das für die Europameisterschaft 2012 errichtete Fußballstadion in Breslau ausgewählt. Nach überlegen geführtem Kampf gewann Klitschko durch technischen K. o. in der zehnten Runde.

Für die folgende freiwillige Titelverteidigung am 18. Februar 2012 in München wurde Dereck Chisora verpflichtet. Chisora hätte bereits 2010 bzw. 2011 gegen Vitalis Bruder Wladimir boxen sollen; dieser Kampf wurde jedoch zweimal verschoben und schließlich gänzlich abgesagt. Im Rahmen des nun stattfindenden Kampfes sorgte Chisora insbesondere außerhalb des Rings für Aufsehen; unter anderem ohrfeigte er Vitali Klitschko beim Wiegen, spuckte Wladimir Wasser ins Gesicht und lieferte sich auf der Pressekonferenz nach dem Kampf mit dem ebenfalls anwesenden David Haye eine intensive verbale und physische Auseinandersetzung. Den Kampf über zwölf Runden gewann Vitali Klitschko letztlich klar nach Punkten trotz einer Schulterverletzung, durch die er ab der fünften Runde seine linke Hand nicht mehr richtig einsetzen konnte. Seinen bisher letzten Kampf bestritt er am 8. September 2012 in Moskau gegen Manuel Charr, den er durch TKO nach der 4. Runde besiegte.

Am 16. Dezember 2013 wurde Vitali Klitschko vom WBC zum „Champion Emeritus“ ernannt, nachdem er seinen WBC-Weltmeistergürtel niedergelegt hatte. Der vakant gewordene Titel wurde anschließend von Bermane Stiverne gegen Chris Arreola gewonnen.

Boxstil

Der schlagstarke Linksausleger Vitali Klitschko zählte neben seinem Bruder Wladimir zu den stärksten Boxern im Schwergewicht. Sein Boxstil zeichnete sich durch einen linken Jab, den er sehr variantenreich einsetzte, und eine starke rechte Schlaghand aus.

Aufgrund seiner Körpergröße von 2,01 m und guter Reflexe konnte er es sich erlauben, in einem Kampf nahezu ohne Deckungsarbeit zu agieren. Seine linke Führhand ließ er auf Hüfthöhe hängen, die rechte Schlaghand behielt er etwa auf Brusthöhe. Aufgrund seiner tiefen Linken, die er variantenreich als Gerade, Kopf- oder Aufwärtshaken von unten schlug, konnte er seine starke Führhand platzieren, ohne dass der Gegner diese sah. Die rechte Hand schlug er oft als Cross von seiner Schulterhöhe nach unten, aber auch als einfache Gerade oder Seitwärtshaken. Ein wichtiger Aspekt war auch die psychische Wirkung: Klitschko stand ohne Deckung vor dem Gegner und traf häufig, ohne selbst getroffen zu werden. Dieser unorthodoxe und für seine Gegner sehr unbequeme Kampfstil ermöglichte es ihm, seine Kontrahenten schnell zu zermürben.

Seine Defensivarbeit bestand lediglich aus kurzen Meidbewegungen mit dem Oberkörper nach hinten, gepaart mit Rollbewegungen der Schulter, um das Kinn zu schützen, sowie einer Beinarbeit, mit der er im Rückwärtsgang zur Seite auswich. Anders als sein Bruder war er nicht immer auf die Distanz zum Gegner angewiesen, sondern konnte auch in der Halbdistanz mit schnellen Händen agieren. Mit diesem Stil schaffte es der zweifache Schwergewichtsweltmeister, 41 seiner 45 gewonnenen Kämpfe vorzeitig zu beenden, meistens durch einen Technischen Knockout. Er war zudem dafür bekannt, in gefährlichen Situationen starke Nerven zu zeigen, und galt als Boxer, der bereit war, in einem Kampf an seine Grenzen zu gehen, auch wenn das die amerikanische Boxöffentlichkeit nach seiner Aufgabe gegen Chris Byrd noch bezweifelt hatte. Es wurden ihm sehr gute Nehmerfähigkeiten zugesprochen, die er vor allem in den Duellen mit Lennox Lewis und Corrie Sanders unter Beweis stellte, aber auch eine sehr hohe Verletzungsanfälligkeit, die dann auch der Grund für seine beiden einzigen Niederlagen war.

45 Siege (41 K.-o.-Siege), 2 Niederlagen, 0 Unentschieden
Jahr Tag Ort Gegner Ergebnis für Klitschko
1996 16. November Deutschland Sporthalle Wandsbek, Hamburg, Deutschland Vereinigte Staaten Tony Bradham Sieg / KO 2. Runde
30. November Osterreich Arena Nova, Wiener Neustadt, Österreich Slowakei František Sumina Sieg / TKO 1. Runde
21. Dezember Deutschland Zoo-Gesellschaftshaus, Frankfurt am Main, Deutschland Vereinigte Staaten Brian Sargent Sieg / TKO 2. Runde
1997 25. Januar Deutschland Maritim Hotel, Stuttgart, Deutschland Vereinigte Staaten Mike Acklie Sieg / KO 1. Runde
22. Februar Deutschland Sporthalle Hamburg, Hamburg, Deutschland Kanada Troy Roberts Sieg / KO 2. Runde
8. März Deutschland Sartory-Säle, Köln, Deutschland Vereinigte Staaten Calvin Jones Sieg / KO 1. Runde
12. April Deutschland Eurogress, Aachen, Deutschland Vereinigte Staaten Derrick Roddy Sieg / TKO 2. Runde
10. Mai Deutschland Ballsporthalle, Frankfurt am Main, Deutschland Vereinigte Staaten Cleveland Woods Sieg / KO 2. Runde
14. Juni Deutschland Saaltheater Geulen, Aachen, Deutschland Vereinigte Staaten Jimmy Haynes Sieg / KO 2. Runde
4. Oktober Deutschland Stadionsporthalle, Hannover, Deutschland Vereinigte Staaten Will Hinton Sieg / KO 2. Runde
8. November Deutschland Ballsporthalle, Frankfurt am Main, Deutschland Vereinigte Staaten Gilberto Williamson Sieg / KO 6. Runde
29. November Deutschland Rheinstrandhalle, Karlsruhe, Deutschland Vereinigte Staaten Herman Delgado Sieg / TKO 3. Runde
20. Dezember Deutschland Oberrheinhalle, Offenburg, Deutschland Vereinigte Staaten Anthony Willis Sieg / KO 5. Runde
1998 17. Januar Deutschland Sport- und Erholungszentrum, Berlin, Deutschland Vereinigte Staaten Marcus Rhode Sieg / TKO 2. Runde
30. Januar Deutschland Berdux Filmstudios, München, Deutschland Bulgarien Alben Belinski Sieg / KO 2. Runde
7. März Deutschland Sartory-Säle, Köln, Deutschland Vereinigte Staaten Louis Monaco Sieg / KO 3. Runde
20. März Deutschland Ballsporthalle, Frankfurt am Main, Deutschland Vereinigte Staaten Levi Billups Sieg / KO 2. Runde
18. April Deutschland Eurogress, Aachen, Deutschland Vereinigtes Konigreich Julius Francis Sieg / TKO 2. Runde
2. Mai Deutschland Hansehalle, Lübeck, Deutschland Vereinigte Staaten Dicky Ryan Sieg / TKO 5. Runde
5. Juni Deutschland Sporthalle Hamburg, Hamburg, Deutschland Kuba José Ribalta Sieg / TKO 2. Runde
11. August Vereinigte Staaten Miccosukee Indian Gaming, Miami, USA Jamaika Ricardo Kennedy Sieg / TKO 1. Runde
24. Oktober Deutschland Sporthalle Hamburg, Hamburg, Deutschland Deutschland Mario Schießer
EBU-Schwergewicht-Europameisterschaft
Sieg / TKO 2. Runde
5. Dezember Ukraine Sportpalast, Kiew, Ukraine Italien Francesco Spinelli
EBU-Schwergewicht-Titelverteidigung
Sieg / TKO 1. Runde
1999 20. Februar Deutschland Sporthalle Hamburg, Hamburg, Deutschland Frankreich Ismael Youla
EBU-Schwergewicht-Titelverteidigung
Sieg / TKO 2. Runde
26. Juni Vereinigtes Konigreich London Arena, London, Großbritannien Nigeria Herbie Hide
WBO-Schwergewicht-Weltmeisterschaft
Sieg / KO 2. Runde
9. Oktober Deutschland Arena Oberhausen, Oberhausen, Deutschland Vereinigte Staaten Ed Mahone
WBO-Schwergewicht-Titelverteidigung
Sieg / TKO 3. Runde
11. Dezember Deutschland Sporthalle Hamburg, Hamburg, Deutschland Vereinigte Staaten Obed Sullivan
WBO-Schwergewicht-Titelverteidigung
Sieg / Aufgabe 9. Runde
2000 1. April Deutschland Estrel Convention Center, Berlin, Deutschland Vereinigte Staaten Chris Byrd
WBO-Schwergewicht-Titelverteidigung
Niederlage / Aufgabe 9. Runde
25. November Deutschland Preussag-Arena, Hannover, Deutschland Deutschland Timo Hoffmann
EBU-Schwergewicht-Europameisterschaft
Punktsieg (einstimmig) / 12 Runden
2001 27. Januar Deutschland Rudi-Sedlmayer-Halle, München, Deutschland Vereinigte Staaten Orlin Norris
WBA-Intercontinental Schwergewicht-Meisterschaft
Sieg / KO 1. Runde
8. Dezember Deutschland Arena Oberhausen, Oberhausen, Deutschland Vereinigte Staaten Ross Puritty
WBA-Intercontinental Schwergewicht-Titelverteidigung
Sieg / TKO 11. Runde
2002 8. Februar Deutschland Volkswagen Halle, Braunschweig, Deutschland Vereinigte Staaten Vaughn Bean
WBA-Intercontinental Schwergewicht-Titelverteidigung
Sieg / TKO 11. Runde
23. November Deutschland Westfalenhalle, Dortmund, Deutschland Vereinigte Staaten Larry Donald
WBA-Intercontinental Schwergewicht-Titelverteidigung
Sieg / TKO 10. Runde
2003 21. Juni Vereinigte Staaten Staples Center, Los Angeles, USA Vereinigtes Konigreich Lennox Lewis
IBO/WBC-Schwergewicht-Weltmeisterschaft
Niederlage / TKO 6. Runde
6. Dezember Vereinigte Staaten Madison Square Garden, New York, USA Kanada Kirk Johnson Sieg / TKO 2. Runde
2004 24. April Vereinigte Staaten Staples Center, Los Angeles, USA Sudafrika Corrie Sanders
vakante WBC-Schwergewicht-Weltmeisterschaft
Sieg / TKO 8. Runde
11. Dezember Vereinigte Staaten Mandalay Bay Hotel, Las Vegas, USA Vereinigtes Konigreich Danny Williams
WBC-Schwergewicht-Titelverteidigung
Sieg / TKO 8. Runde
2008 11. Oktober Deutschland O2 World, Berlin, Deutschland Nigeria Samuel Peter
WBC-Schwergewicht-Weltmeisterschaft
Sieg / Aufgabe 8. Runde
2009 21. März Deutschland Hanns-Martin-Schleyer-Halle, Stuttgart, Deutschland Kuba Juan Carlos Gómez
WBC-Schwergewicht-Titelverteidigung
Sieg / TKO 9. Runde
26. September Vereinigte Staaten Staples Center, Los Angeles, USA Vereinigte Staaten Chris Arreola
WBC-Schwergewicht-Titelverteidigung
Sieg / TKO 10. Runde
12. Dezember Schweiz PostFinance-Arena, Bern, Schweiz Vereinigte Staaten Kevin Johnson
WBC-Schwergewicht-Titelverteidigung
Punktsieg (einstimmig) / 12 Runden
2010 29. Mai Deutschland Veltins-Arena, Gelsenkirchen, Deutschland Polen Albert Sosnowski
WBC-Schwergewicht-Titelverteidigung
Sieg / KO 10. Runde
16. Oktober Deutschland O2 World, Hamburg, Deutschland Vereinigte Staaten Shannon Briggs
WBC-Schwergewicht-Titelverteidigung
Punktsieg (einstimmig) / 12 Runden
2011 19. März Deutschland Lanxess-Arena, Köln, Deutschland Kuba Odlanier Solís
WBC-Schwergewicht-Titelverteidigung
Sieg / TKO 1. Runde
10. September Polen Stadion Miejski, Breslau, Polen Polen Tomasz Adamek
WBC-Schwergewicht-Titelverteidigung
Sieg / TKO 10. Runde
2012 18. Februar Deutschland Olympiahalle, München, Deutschland Vereinigtes Konigreich Dereck Chisora
WBC-Schwergewicht-Titelverteidigung
Punktsieg (einstimmig) / 12 Runden
8. September Russland Olimpijski-Halle, Moskau, Russland Syrien Manuel Charr
WBC-Schwergewicht-Titelverteidigung
Sieg / TKO 4. Runde
Quelle: Vitali Klitschko in der BoxRec-Datenbank

Daten und Erfolge

Aktive Zeit (Profi): 1996–2005, 2008–2013
Trainer: Fritz Sdunek
Manager: Bernd Bönte
Alias: Dr. Eisenfaust
Gewicht (Ø): 112 kg
Größe: 2,01 Meter
Brustkorbumfang: 1,19 Meter
Oberarmumfang: 43,5 cm
Unterarm: 43 cm
Faust: 30 cm

Erfolge als Amateur

  • 195 Siege – 15 Niederlagen
  • 1995: Vize-Weltmeister im Superschwergewicht (Berlin, Deutschland)
  • 1995: Militär-Weltmeister im Superschwergewicht (Ariccia, Italien)

Erfolge als Profi

  • 45 Siege – 2 Niederlagen
  • 26. Juni 1999: WBO-Weltmeister im Schwergewicht (2 Titelverteidigungen)
  • 24. April 2004: WBC-Weltmeister im Schwergewicht (11 Titelverteidigungen)

Regionale Titel

  • 2. Mai 1998: WBO Interkontinentaler Meister im Schwergewicht
  • 24. Oktober 1998: EBU-Europameister im Schwergewicht (2 Titelverteidigungen)
  • 25. November 2000: EBU-Europameister im Schwergewicht
  • 27. Januar 2001: WBA Interkontinentaler Meister im Schwergewicht (3 Titelverteidigungen)
Wladimir (links) und Vitali Klitschko 2004 als Unterstützer der Orangen Revolution

Die Klitschko-Brüder engagierten sich für die Farbrevolution Orange Revolution in der Ukraine.

Erste Kandidaturen zum Amt des Kiewer Bürgermeisters 2006 und 2008

Am 26. März 2006 trat Vitali Klitschko erstmals bei der Wahl zum Bürgermeister der Stadt Kiew an und kandidierte für das ukrainische Parlament. Bei der Bürgermeisterwahl erzielte er 29 % der Stimmen und verlor damit gegen Leonid Tschernowezkyj, für den 34 % stimmten. Der Amtsinhaber Oleksandr Omeltschenko erreichte nur 20 %. Klitschko errang dadurch ein Abgeordnetenmandat für den Stadtrat der ukrainischen Hauptstadt.

Im März 2008 wurden vorzeitige Neuwahlen zum Bürgermeisteramt und dem Stadtparlament angesetzt, bei denen Vitali Klitschko erneut u. a. gegen den damaligen Amtsinhaber Tschernowezkyj und Oleksandr Turtschynow antrat. Der Urnengang fand am 25. Mai statt. Wie bereits bei den vorherigen Bürgermeisterwahlen war Klitschko dabei Spitzenkandidat des nach ihm benannten Wahlbündnisses Blok Witalij Klytschko. Bei der Wahl wurde Amtsinhaber Tschernowezkyj bestätigt, Klitschko kam nach Oleksandr Turtschynow auf den dritten Platz. Er erklärte, bei den nächsten Bürgermeisterwahlen in Kiew wieder kandidieren zu wollen.

UDAR-Gründung

Klitschko 2012 mit dem damaligen EVP-Vorsitzenden Wilfried Martens

Im April 2010 wurde Vitali Klitschko zum Vorsitzenden der neu gegründeten, pro-westlichen Partei Ukrainische demokratische Allianz für Reformen (Ukrajinskij demokratitschnij aljans sa reformy) UDAR (ukr./rus. für Schlag bzw. Fausthieb) gewählt. Er war der Spitzenkandidat der Partei für die Parlamentswahlen 2012. Klitschko erklärte vor diesen Wahlen, sein Ziel sei es, mit UDAR 15 Prozent der Stimmen zu erhalten. Bei den Wahlen am 28. Oktober 2012 erreichte UDAR 13,9 % der Wählerstimmen und wurde mit einer Fraktionsstärke von 42 Abgeordneten drittstärkste Parlamentsfraktion. Klitschko wurde im Dezember 2012 zum Fraktionsvorsitzenden von UDAR gewählt. Im August 2013 kündigte er an, 2015 für das Präsidentenamt kandidieren zu wollen.

Unterstützung durch die deutsche Regierung

Klitschko und seine Partei erhielten Unterstützung von Angela Merkel, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der EVP. Zielsetzung war nach Spiegel-Informationen, Klitschko „gezielt zum neuen starken Mann in Kiew auf(zu)bauen – und so den gewachsenen Einfluss des Kreml (zu) kontern“.

Euromaidan-Proteste

Klitschko auf dem Chreschtschatyk in Kiew am 27. November 2013
Vitali Klitschko mit Oleh Tjahnybok und Arsenij Jazenjuk (v. l. n. r., Dezember 2013)

Bei den Euromaidan-Protesten spielte Klitschko eine wichtige Rolle. Er bildete gemeinsam mit Oleh Tjahnybok von der rechtsextremen Swoboda-Partei sowie Arsenij Jazenjuk von der Allukrainischen Vereinigung „Vaterland“ der ehemaligen Ministerpräsidentin Julija Tymoschenko ein oppositionelles Dreierbündnis, das den Rücktritt von Präsident Wiktor Janukowytsch erreichen wollte. Klitschko und seine Partei erhielten u. a. Unterstützung von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Nach schweren Ausschreitungen in Kiew am 19. Januar 2014 verabredete Klitschko mit Janukowytsch ein Zusammentreffen von Regierungsmitgliedern und Oppositionsvertretern. Klitschko selbst war während der Ausschreitungen beim Versuch, die eskalierte Lage zu beruhigen, von einzelnen Demonstranten angegriffen worden. Unter Mithilfe der Vermittler Radosław Sikorski und Frank-Walter Steinmeier handelten Klitschko und die führenden Funktionäre der anderen Oppositionsparteien einen Kompromiss mit Janukowytsch aus, der vorgezogene Neuwahlen und die Wiedereinsetzung der Verfassung von 2004 vorsah. Bei der Unterzeichnung des Kompromisses am 21. Februar 2014 vertauschte Klitschko zuvor sein Namensschild mit dem des deutschen Außenministers Steinmeier, um nicht neben Janukowytsch sitzen zu müssen. Nur einen Tag später setzte die Opposition um Klitschko zusammen mit Überläufern aus Janukowytschs Partei den Präsidenten durch einen Parlamentsbeschluss ab und ordnete Neuwahlen für den 25. Mai 2014 an.

Kritik am Bündnis mit Swoboda

Klitschko wurde dafür kritisiert, dass er sich während der Euromaidan-Proteste mit der rechtsextremen Swoboda-Partei unter der Führung von Oleh Tjahnybok verbündet hatte. Er verteidigt die Allianz mit den Rechten allen Bedenken zum Trotz. „Wir haben verschiedene Ideologien, zwei Dinge aber einen uns: Wir kämpfen gegen die heutigen Machthaber, und wir wollen europäische Werte in unserem Land“, sagt er. Die Friedrich-Ebert-Stiftung verurteilt das Verhalten der Opposition um Klitschko: Sie distanziere sich nicht eindeutig von Swobodas antisemitischer, fremdenfeindlicher und rassistischer Rhetorik und habe damit „Swoboda in den Augen der Öffentlichkeit vom Stigma befreit, sie legitimiert“ und ihr den Anschein gegeben, „als sei sie als Partner mit anderen Parteien gleichwertig“. Oleh Tjahnybok stand stets neben Klitschko, Arsenij Jazenjuk und Julija Tymoschenko während der Euromaidan-Proteste und der Annexion der Krim 2014.

Aufgegebene Präsidentschaftskandidatur

Petro Poroschenko, Vitali Klitschko, John Kerry und Arsenij Jazenjuk (von links nach rechts, 2014 bei der Sicherheitskonferenz in München)

Drei Tage nach dem Sturz von Janukowytsch kündigte Klitschko seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl in der Ukraine 2014 an. Er zog sie jedoch am 29. März 2014 zurück, um die Kandidatur Petro Poroschenkos zu unterstützen.

Wahl zum Kiewer Bürgermeister 2014 und Wiederwahl 2015

Am 29. März 2014 gab Klitschko seine Kandidatur zum Kiewer Bürgermeister bei der Wahl am 25. Mai 2014 bekannt. Die Wahl gewann er im ersten Wahlgang mit 57,4 % der Stimmen.

Zur Wiederwahl im Herbst 2015 erhielt er am 25. Oktober im ersten Wahlgang 38,4 % der Stimmen und damit am meisten Stimmen aller Kandidaten. Er wurde im zweiten Wahlgang mit 66,5 % wiedergewählt.

Ernennung zum Vorsitzenden des Block Poroschenko

Am 28. August 2015 wurde Vitali Klitschko auf Grund der Vereinigung von UDAR mit Block Petro Poroschenko zu deren neuen Parteivorsitzenden ernannt. Er blieb in dieser Funktion bis 2019, bis Poroschenko selbst wieder die Parteiführung übernahm.

Mitgliedschaft beim International Advisory Council

Vitali Klitschko ist Mitglied des International Advisory Councils, einer, vom amerikanischen Think-Tank International Republican Institute ausgewählten, internationalen Gruppe politischer Führungspersönlichkeiten.

Machtkampf in Kiew

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte Ende Juli 2019 die Regierung auf, Klitschko als Leiter der Kiewer Stadtverwaltung zu entlassen. Hintergrund war, dass der Kiewer Bürgermeister direkt gewählt, der Chef der Stadtverwaltung jedoch vom ukrainischen Präsidenten in Abstimmung mit der Regierung ernannt wird. Andrerseits ist vorgeschrieben, dass auch der Chef der Stadtverwaltung eine gewählte Person und somit de facto identisch mit dem Bürgermeister sein muss. Der Leiter der Präsidialverwaltung Andrij Bohdan behauptete in einer Pressekonferenz am 30. Juli 2019, dass ihm ein Anteil an Korruptionsgeldern in Höhe von 20 Millionen Dollar jährlich angeboten worden sei, wenn im Gegenzug Klitschko nach einer etwaigen Wahlniederlage Verwaltungschef bleiben dürfe. Außerdem warf er Klitschko vor, korrupt zu sein, woraufhin dieser Bohdan beim Nationalen Antikorruptionsbüro anzeigte.

Wiederwahl als Bürgermeister

Im November 2020 wurde er als Bürgermeister von Kiew wiedergewählt. Am Tag vor der Wahl gab er bekannt, dass er positiv auf COVID-19 getestet wurde. Am gleichen Tag wurden 7.014 Neuinfektionen in der Ukraine registriert.

Russland-Ukraine-Krieg

Im Januar 2022, während der Zuspitzung des Ukraine-Konflikts, kritisierte Klitschko die von Olaf Scholz geführte Bundesregierung in einem Beitrag der Bild, wegen ihrer Entscheidungen zum Ukraine-Konflikt. Klitschko nannte die Weigerung Deutschlands, der Ukraine Waffen zu liefern, sowie die Entscheidung, an der deutsch-russischen Pipeline Nord Stream 2 festzuhalten, „unterlassene Hilfeleistung“ sowie „Verrat an Freunden“. Mit Verweis auf Gerhard Schröder und Kay-Achim Schönbach behauptete Klitschko, dass manche Verantwortliche in Deutschland „in Sachen Russland unter völligem Realitätsverlust“ leiden würden. Außerdem habe Russland deutsche Konzerne, Ex-Politiker und Lobbyisten gekauft. Für Altkanzler Schröder forderte Klitschko ein Lobbyismus-Verbot bezüglich Russland.

Zusammen mit seinem Bruder sprach Klitschko inmitten des Krieges am 5. März eine Einladung an Papst Franziskus, Ahmad al-Tayyeb, Kyrill I., den Dalai Lama und David Lau aus, „nach Kiew zu kommen, um ihre Solidarität und ihr Mitgefühl mit dem ukrainischen Volk zu zeigen“. „Machen wir Kiew zu einer Hauptstadt der Menschlichkeit, der Spiritualität und des Friedens“.

2012, wenige Wochen vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine, kritisierte Klitschko in einem Interview die Menschenrechtssituation in der Ukraine.

Seit 1996 engagieren sich Vitali Klitschko und sein Bruder Wladimir neben dem Sport für mehr soziale Gerechtigkeit. Sie haben einen Fonds für sozial benachteiligte Kinder gegründet und starteten in Marokko und Brasilien Hilfsprojekte. Sie unterstützen Schulungs- und Bildungsaktivitäten für Kinder in Afrika, Asien und Südamerika. Für ihren Einsatz wurden sie von der UNESCO als „Heroes for Kids“ ausgezeichnet, als Vorbilder für Fairness, sportlichen Erfolg und Bildung.

Zusammen mit seiner Frau Natalia und wie bereits zuvor sein Bruder Wladimir unterstützt er die Felix Burda Stiftung bei einer Kampagne zur Darmkrebsvorsorge unter dem Titel „Wer seinen Partner LIEBT, schickt ihn zur Vorsorge“.

Vitali Klitschko und Wladimir Kramnik, Dortmund 2002

Bei den Dortmunder Schachtagen spielte er am 20. Juli 2002 eine Blitzpartie gegen Schachweltmeister Wladimir Kramnik, die remis endete (bei einer Zeitvorgabe von einer Minute für Kramnik zu fünf Minuten für Klitschko).

Die Klitschko-Brüder betreiben seit Oktober 2007 eine eigene Vermarktungsagentur „Klitschko Management Group GmbH“ (KMG) mit Sitz in Hamburg-Ottensen. Geschäftsführer der Agentur ist der langjährige Klitschko-Manager Bernd Bönte.

Im Disney-Film Die Kühe sind los liehen er und sein Bruder Wladimir 2004 den Jungbullen Boris und Noris ihre Stimmen.

Das Lied Hells Bells von AC/DC wurde vom Boxer als Einlaufmusik genutzt.

Ihm und seinem Bruder Wladimir zu Ehren wurde der am 14. September 2007 vom Astronomischen Observatorium Andruschiwka entdeckte Asteroid (212723) Klitschko benannt.

Vitali Klitschko ist zusammen mit seinem Bruder Wladimir Protagonist des Kinofilms Klitschko, der am 16. Juni 2011 im Majestic Filmverleih in die deutschen Kinos kam. Regisseur Sebastian Dehnhardt begleitete in seinem Kinodebüt die Klitschkos über einen Zeitraum von zwei Jahren in Deutschland, in der Ukraine, in den USA, in Kasachstan, in Kanada, in Österreich und in der Schweiz. Seine Weltpremiere feierte der Film auf dem Tribeca Film Festival.

Commons: Vitali Klitschko – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. Central Election Commission, Electoral list of PARTY "BLOK PETRA POROSHENKA", Official Website, cvk.gov.ua (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive), abgerufen am 8. März 2015
  2. Klitschko wird Chef der Präsidentenpartei. In: Der Standard. 28. August 2015, abgerufen am 31. August 2015.
  3. Он был хорошим генералом и умным дипломатом... Er war ein guter General und kluger Diplomat ... (russ.) In: box.sport.ua
  4. Klitschko und der Aufstand in Kiew, SPON vom 10. Dezember 2013
  5. instinkt.tyden.cz (Memento vom 2. Februar 2014 im Internet Archive)
  6. sport.segodnya.ua
  7. In dieser Kabine in Wandsbek begann Klitschkos Traum Abendblatt.de vom 5. Juni 2013. Abgerufen am 8. Februar 2016.
  8. Joshuas Landsmann besaß die Gürtel von WBA, IBF und WBC, damals zählte die WBO noch nicht zu dem erlauchten Kreis. Sie ist erst seit 2007 dabei. Seither muss der unumstrittene Champion vier Titel besitzen.
  9. spiegel.de
  10. rp-online.de
  11. Haye bittet um Verlegung von Kampftermin (Memento vom 5. September 2009 im Internet Archive)
  12. Hintergründe zur Kampfabsage Vitali Klitschko gegen David Haye (Memento vom 25. Juli 2009 im Internet Archive)
  13. Klitschko zermürbt Arreola und bleibt WBC-Weltmeister sport.rtl.de, 27. September 2009
  14. sport.orf.at
  15. Klitschko bleibt Weltmeister, stern.de vom 19. Februar 2012.
  16. Klitschko und Haye schlagen Chisora: Morddrohung und Keilerei nach dem Kampf vom 19. Februar 2012.
  17. NEWSru.ua: Кличко заявил, что выборы выиграет либо он, либо Черновецкий – третьего не дано (Memento vom 21. April 2008 im Internet Archive), 24. März 2008, (russisch)
  18. NEWSru.ua: По данным экзит-пола, на выборах побеждает Леонид Черновецкий с 32 % и блок его имени – 25,7 % (Memento vom 27. Mai 2008 im Internet Archive), 25. Mai 2008 (russisch)
  19. Ex-Boxweltmeister Klitschko scheitert bei Bürgermeisterwahl in Kiew. dpa (Deutsche Presse-Agentur), 25. Mai 2008
  20. Björn Jensen: Vitali Klitschko: "Meine Aufgabe ist es, der Beste zu sein". In: Hamburger Abendblatt. 23. August 2012, abgerufen am 22. Dezember 2013.
  21. Ukraine: Witalij Klitschko zum Parteichef gewählt. Spiegel Online, 25. April 2010
  22. Klitschko will Politik für Menschen machen, DIE WELT vom 12. September 2012
  23. UDAR elects faction’s leadership in parliament, Kyiv Post vom 12. Dezember 2012
  24. Vitali Klitschko is planning to run for President, Webseite des World Boxing Council abgerufen am 17. August 2013
  25. Ulrich Krökel: Klitschko betritt den Ring. In: Frankfurter Rundschau. 17. August 2013, abgerufen am 22. Dezember 2013.
  26. Merkel kämpft für Klitschko. Spiegel Online, 8. Dezember 2013
  27. Nikolaus Blome, Matthias Gebauer, Ralf Neukirch: Ein Profi für Runde zwei. In: Der Spiegel.Nr.50, 2013 (online). Zitat: „‚Regime Change‘ wäre als Begriff wohl zu hoch gegriffen, aber ein bisschen geht es doch darum: Merkels CDU und die europäische konservative Parteienfamilie EVP haben Klitschko auserkoren, das ukrainische Nein von innen aufzuweichen. Er soll die Opposition einen und anführen, auf der Straße, im Parlament und schließlich bei der Präsidentenwahl 2015. ‚Klitschko ist unser Mann‘, heißt es in hohen EVP-Kreisen. ‚Der hat eine klar europäische Agenda‘ – und Merkel noch eine Rechnung offen mit Putin.“
  28. Ukraine: Klitschko scheitert mit Misstrauensantrag gegen Regierung. In: Spiegel Online. 3. Dezember 2013, abgerufen am 3. Dezember 2013.
  29. Ukraine: Erster Erfolg für die Opposition. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 2. Dezember 2013, abgerufen am 22. Dezember 2013.
  30. Proteste gegen die Regierung in der Ukraine. Vitali Klitschko ruft Demonstranten zum Durchhalten auf. In: RP Online. 2. Dezember 2013, abgerufen am 22. Dezember 2013.
  31. Ukraine: Merkel unterstützt Klitschko. In: Zeit Online. 8. Dezember 2013, abgerufen am 22. Dezember 2013.
  32. Klitschko und Janukowitsch verhandeln nach Straßenschlachten, FAZ vom 20. Januar 2014
  33. morgenpost.de
  34. Klitschkos rechte Hand. Süddeutsche Zeitung
  35. zeit.de
  36. nzz.ch
  37. ukrinform.ua
  38. Klitschko wird Bürgermeister von Kiew n-tv.de, 25. Mai 2014
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  42. Klitschko reagiert mit Anzeige gegen Vorwürfe von Andrij Bohdan auf ukrinform.de; abgerufen am 15. September 2019
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  44. Meldung von 19:11 Uhr
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  46. Klitschko enttäuscht über deutsches Waffenlieferverbot. 24. Januar 2022, abgerufen am 17. März 2022.
  47. »Das wäre Verrat«: Vitali und Wladimir Klitschko wollen Kiew nicht verlassen. In: Der Spiegel. 5. März 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 5. März 2022]).
  48. EM-Gastgeber Ukraine: Klitschko greift Janukowitsch an. In: Spiegel Online. 28. April 2012, abgerufen am 22. Dezember 2013.
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  50. Dortmunder Sparkassen Chess-Meeting 2002, 20. Juli 2002
  51. Website der Klitschko Management Group GmbH (Memento vom 14. November 2007 im Internet Archive)
  52. Vitali Klitschko in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).
  53. Pressemeldung vom 3. April 2012 (Memento vom 3. September 2013 im Internet Archive) bei brückepreis.de
  54. Gregor Timmer: Konrad-Adenauer-Preis 2015 geht an Vitali Klitschko. Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 9. Dezember 2014, abgerufen am 9. Dezember 2014.
VorgängerTitelNachfolger
Herbie HideBoxweltmeister im Schwergewicht (WBO)
26. Juni 1999 bis 1. April 2000
Chris Byrd
Lennox Lewis
vakant
Boxweltmeister im Schwergewicht (WBC)
24. April 2004 bis 9. November 2005
vakant
Hasim Rahman
Samuel PeterBoxweltmeister im Schwergewicht (WBC)
11. Oktober 2008 bis 16. Dezember 2013
vakant
Bermane Stiverne
Personendaten
NAME Klitschko, Vitali
ALTERNATIVNAMEN Klytschko, Witalij Wolodymyrowytsch; Klitschko, Witali Wladimirowitsch; Кличко, Віталій Володи́мирович (ukrainisch); Кличко́, Вита́лий Влади́мирович (russisch)
KURZBESCHREIBUNG ukrainischer Boxer und Politiker
GEBURTSDATUM 19. Juli 1971
GEBURTSORT Belowodsk, Kirgisische SSR, Sowjetunion

Vitali Klitschko ukrainischer Politiker Burgermeister von Kiew und ehemaliger Profiboxer Sprache Beobachten Bearbeiten Vitali Wladimirowitsch Klitschko russisch Vita lij Vladi mirovich Klichko deutsche Transkription des Vornamens eigentlich Witali ukrainisch Vitalij Volodi mirovich Klichko Witalij Wolodymyrowytsch Klytschko 19 Juli 1971 in Belowodsk Kirgisische SSR Sowjetunion ist ein ukrainischer Politiker und ehemaliger Profiboxer Er ist Grunder der Partei UDAR und wurde am 25 Mai 2014 zum Burgermeister von Kiew gewahlt Bei der Parlamentswahl in der Ukraine 2014 am 26 Oktober zog er ausserdem uber den Listenplatz 1 des Block Petro Poroschenko mit dem seine Partei ein Wahlbundnis bildete als Abgeordneter in die Werchowna Rada das nationale Parlament der Ukraine ein 1 Von 2015 bis 2019 war er zudem Vorsitzender des Block Petro Poroschenko in der seine UDAR nach der Zusammenarbeit aufging 2 Vitali Klitschko 2014 Kyrillisch Ukrainisch Vita lij Volodi mirovich Klichko Transl Vitalij Volodymyrovyc KlyckoTranskr Witalij Wolodymyrowytsch KlytschkoKyrillisch Russisch Vita lij Vladi mirovich Klichko Transl Vitalij Vladimirovic KlickoTranskr Witali Wladimirowitsch Klitschko Klitschko ist Champion im Ruhestand Champion Emeritus des WBC im Schwergewicht sowie ehemaliger Weltmeister nach Version der WBO Insgesamt gingen 87 seiner Gegner k o Dies ist eine der hochsten K o Quoten in der Geschichte des Profiboxens Sein jungerer Bruder Wladimir Klitschko ist ebenfalls Profiboxer und war Weltmeister im Schwergewicht Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Boxen 2 1 1985 bis 1992 Kickboxen 2 2 1992 bis 1996 Amateurboxen 2 3 Profiboxer 1996 2013 2 3 1 1998 Europameister im Schwergewicht 2 3 2 1999 erster Weltmeistertitel der WBO 2 3 3 2000 WBO Niederlage gegen Chris Byrd 2 3 4 2003 Kampfabbruch gegen WBC Weltmeister Lennox Lewis 2 3 5 2004 WBC Weltmeister durch Sieg uber Corrie Sanders 2 3 6 Zwangspause bis 2008 2 3 7 2008 Ruckkehr und erneute WBC Weltmeisterschaft 2 4 Boxstil 3 Liste der Profikampfe 3 1 Daten und Erfolge 4 Politik 4 1 Erste Kandidaturen zum Amt des Kiewer Burgermeisters 2006 und 2008 4 2 UDAR Grundung 4 3 Unterstutzung durch die deutsche Regierung 4 4 Euromaidan Proteste 4 4 1 Kritik am Bundnis mit Swoboda 4 5 Aufgegebene Prasidentschaftskandidatur 4 6 Wahl zum Kiewer Burgermeister 2014 und Wiederwahl 2015 4 7 Ernennung zum Vorsitzenden des Block Poroschenko 4 8 Mitgliedschaft beim International Advisory Council 4 9 Machtkampf in Kiew 4 10 Wiederwahl als Burgermeister 4 11 Russland Ukraine Krieg 5 Sonstiges 6 Film 7 Auszeichnungen 8 Literatur 9 Weblinks 10 EinzelnachweiseLebenVitali Klitschko wurde als Sohn des ukrainischen Offiziers der sowjetischen und spater der ukrainischen Luftstreitkrafte Wladimir Rodionowitsch Klitschko 1947 13 Juli 2011 in Kiew und der ukrainischen Grundschullehrerin Nadeschda Uljanowna Klitschko in Belowodsk Kirgisische SSR geboren Der Vater stieg in den Ukrainischen Streitkraften bis zum Generalmajor auf und war zuletzt Militarattache der ukrainischen Botschaft in Deutschland und bei der NATO 3 Seine Muttersprache ist Russisch 4 Der Grossvater vaterlicherseits Rodion Klitschko 1910 war Mitarbeiter des Volkskommissariats fur innere Angelegenheiten NKWD Die Grossmutter vaterlicherseits Tamara Jefimowna geborene Etkinson war Dorfschullehrerin und Holocaustuberlebende Ihre Eltern ein Bruder und ihr altester Sohn wurden ermordet Sie selbst wurde von ihrem Ehemann bis zur Befreiung versteckt Von 1980 bis 1985 war Klitschkos Vater auf dem tschechoslowakischen Truppenubungsplatz Ralsko stationiert die Familie lebte in Hradcany Vitali und spater auch sein Bruder Wladimir besuchten die Gagarin Schule in Letna 5 Klitschko schloss ein Sportlehrerstudium an der Padagogischen Universitat Hryhorij Skoworoda in Perejaslaw Chmelnyzkyj mit Auszeichnung ab Im Jahr 2000 erfolgte seine Promotion in Sportwissenschaft an der Nationalen Taras Schewtschenko Universitat Kiew Das Thema seiner Dissertation war Sportbegabung und Talentforderung Im April 1996 heiratete Klitschko Natalia Egorowa eine Sangerin und ehemaliges Model Mit ihr hat er drei Kinder 16 Mai 2000 24 November 2002 und 1 April 2005 Einer der beiden Sohne wurde nach Max Schmeling benannt 6 Boxen1985 bis 1992 Kickboxen Erste Erfahrungen im Boxen machte Vitali Klitschko im Alter von vierzehn Jahren auf einem sowjetischen Militarstutzpunkt in Hradcany Tschechoslowakei wo die Familie Klitschko seit der Versetzung des Vaters lebte Dort war eine Boxsektion eingerichtet worden um den Kindern der Soldaten eine Freizeitbeschaftigung zu bieten 1985 zog die Familie nach Kiew Wahrend Klitschko den Boxsport auch weiterhin ausubte galt seine Aufmerksamkeit nun verstarkt dem Kickboxen das er unter Andrei Schistow zu trainieren begann Innerhalb der nachsten drei Jahre gewann er erst die Stadtmeisterschaft dann die Republikmeisterschaft der Ukraine und anschliessend die Spartakiade Er wurde in die sowjetische Junioren Nationalmannschaft der Kickboxer aufgenommen Diese reiste im Fruhjahr 1989 auf Einladung nach West Palm Beach USA zum Wettkampf gegen die US amerikanische Jugendnationalmannschaft Der 17 jahrige Klitschko verlor dort seinen Kampf Der Antritt des Armeedienstes erzwang vorubergehend eine Unterbrechung seiner sportlichen Karriere Im ZSKA nahm Klitschko bei Wladimir Solotarew das Training wieder auf Klitschko betrieb schwerpunktmassig Kickboxen und parallel dazu Boxen Als Armeesportler gewann er 1991 die Kickbox Weltmeisterschaft in Paris Insgesamt belauft sich die Zahl seiner Weltmeisterschaftstitel im Kickboxen auf sechs zwei bei den Amateuren vier bei den Profis Wahrend seiner Kickboxkarriere erlitt er den einzigen K o seiner sportlichen Laufbahn Bei den Kickbox Europameisterschaften 1992 in Warna Bulgarien traf er im Finale auf den Briten Pele Reid und ging nach einem Tritt ans Kinn in der zweiten Runde zu Boden Da es bei dieser Leichtkontaktvariante des Kickboxens kein Anzahlen gibt wurde der Kampf vom Ringrichter sofort abgebrochen 1992 bis 1996 Amateurboxen Als Amateur war Klitschko auch im Boxen erfolgreich er siegte in 195 Kampfen 80 Siege vorzeitig bei nur 15 Niederlagen Unter anderem gewann er drei ukrainische Meisterschaften Mit Punktsiegen uber Willi Fischer Rene Monse und einem kampflosen Erfolg uber Georgi Kandelaki siegte er beim 23 Chemiepokal in Halle Ausserdem gewann er die Militarweltmeisterschaft 1995 in Rom dabei schlug er im Finale den Russen Alexei Lesin nach Punkten Bei der Amateurweltmeisterschaft 1995 in Berlin schlug er Attila Levin vorzeitig sowie Monse erneut nach Punkten und belegte den zweiten Platz da er im Finale Lesin unterlag Doping Da ihm in einer Dopingprobe die Einnahme des Steroids Nandrolon nachgewiesen wurde blieb ihm aufgrund der folgenden einjahrigen Sperre die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta versagt Sein Bruder wurde fur ihn nachnominiert und errang die Goldmedaille Wegen des Dopingvergehens konnte er auch nicht wie vorgesehen in der 1 Bundesliga fur den BC Sparta Flensburg antreten und wurde auch dort in der Saison 1995 1996 durch seinen Bruder ersetzt Profiboxer 1996 2013 Vitali Klitschko Klitschko mit dem WBC Titel 2011 DatenGeburtsname Vitali Volodymyrovych KlychkoGeburtstag 19 Juli 1971Geburtsort BelowodskojeNationalitat Ukraine UkraineKampfname n Dr EisenfaustGewichtsklasse SchwergewichtStil LinksauslageGrosse 2 01 mReichweite 2 03 mKampfstatistik als ProfiboxerKampfe 47Siege 45K o Siege 41Niederlagen 2Profil in der BoxRec Datenbank Nach den Olympischen Spielen wechselten die Klitschko Bruder gemeinsam in das Profilager und schlossen einen Vertrag mit dem deutschen Boxstall Universum Box Promotion Sein Debut im Profiboxen entschied Vitali Klitschko am 16 November 1996 fur sich als er in der Sporthalle Wandsbek in Hamburg 7 Tony Bradham in der zweiten Runde K o schlug 1998 Europameister im Schwergewicht Sein erster bedeutender Titelgewinn gelang ihm am 24 Oktober 1998 in seinem 22 Profikampf als er Mario Schiesser im Kampf um die Europameisterschaft vorzeitig besiegte 1999 erster Weltmeistertitel der WBO Nach einer Serie von 24 K o Siegen in Folge gewann Klitschko am 26 Juni 1999 gegen Herbie Hide den Weltmeistertitel der WBO durch K o in der zweiten Runde Jedoch gehorte die WBO damals noch nicht zu den bedeutenden Verbanden 8 Klitschko wurde damit der erste Schwergewichtsweltmeister aus der ehemaligen Sowjetunion sowie der erste der promoviert wurde Den WBO Gurtel verteidigte er in zwei Kampfen erfolgreich 2000 WBO Niederlage gegen Chris Byrd Uberraschend verlor er am 1 April 2000 gegen den US Amerikaner Chris Byrd den WBO Gurtel Byrd war nur anderthalb Wochen vor dem Kampf als Ersatzgegner fur den ursprunglich vorgesehenen aber kurzfristig erkrankten Donovan Ruddock verpflichtet worden Nach der neunten Runde gab Klitschko den Kampf wegen eines Sehnenrisses in der linken Schulter auf Er lag zu diesem Zeitpunkt auf allen drei Punktzetteln vorn zweimal mit 7 2 einmal mit 8 1 Runden Besonders in den USA wurde ihm daraufhin mangelnder Kampfgeist vorgeworfen Nach der verletzungsbedingten Pause gab Klitschko am 25 November 2000 mit einem Kampf um den vakanten Europameistertitel gegen Timo Hoffmann sein Comeback Es war der erste Kampf seiner Profikarriere den Klitschko nach Punkten gewann In der Folgezeit kampfte er sich mit mehreren Siegen unter anderem gegen Orlin Norris Ross Puritty Vaughn Bean und Larry Donald an die Spitze der Ranglisten der Boxverbande zuruck und stieg dadurch zum Herausforderer des damaligen WBC Weltmeisters Lennox Lewis auf 2003 Kampfabbruch gegen WBC Weltmeister Lennox Lewis Ursprunglich sollte Klitschko bei einer freiwilligen Titelverteidigung von Lewis gegen den Kanadier Kirk Johnson in einem Vorkampf gegen den ungeschlagenen US Amerikaner Cedric Boswell boxen Durch die verletzungsbedingte Absage Johnsons bekam Klitschko allerdings die Chance selbst gegen Lewis anzutreten Am 21 Juni 2003 verlor er im Staples Center von Los Angeles gegen Lewis durch technischen K o Nach der sechsten Runde wurde der Kampf vom Ringrichter auf Empfehlung des Ringarztes wegen mehrerer stark blutender Platzwunden in Klitschkos Augenbereich abgebrochen Zu diesem Zeitpunkt hatte er auf allen drei Punktzetteln der Punktrichter vier der sechs Runden gewonnen Die Entscheidung den Kampf abzubrechen war umstritten Der als Experte anwesende George Foreman sah in Klitschko den eigentlichen Sieger des Kampfes 9 Auch das US amerikanische Publikum feierte Vitali Klitschko und reagierte verargert auf den Abbruch 10 2004 WBC Weltmeister durch Sieg uber Corrie Sanders Trotz der unglucklichen Art der Niederlage war Klitschko weiterhin hoch in den Ranglisten platziert Noch im Dezember desselben Jahres konnte er sich durch einen K o Sieg uber Kirk Johnson fur einen weiteren Titelkampf des WBC qualifizieren Nachdem der erwartete und vom WBC Verband angesetzte Ruckkampf gegen Lewis aufgrund des Rucktritts des amtierenden Weltmeisters nicht zustande kam boxte Klitschko am 24 April 2004 in Los Angeles gegen den Sudafrikaner Corrie Sanders der im Marz 2003 Klitschkos Bruder Wladimir im Kampf um den WBO Titel uberraschend geschlagen hatte um den nunmehr vakanten Titel Er gewann in einem mit hoher Intensitat gefuhrten Kampf durch technischen K o in der achten Runde Vitali Klitschko zeigte sich in diesem Kampf wie bereits im Kampf gegen Lewis als kompletter Boxer auf der Hohe seines Konnens Er verdiente sich durch seine spektakulare Kampfesfuhrung den Respekt der US amerikanischen Boxszene sowie den Ruf als zu diesem Zeitpunkt bester Schwergewichtsweltmeister Ein anschliessend angestrebtes prestigetrachtiges Duell mit Mike Tyson liess sich nicht realisieren da der gealterte Tyson in der Zwischenzeit uberraschend gegen den Briten Danny Williams verlor Klitschko verteidigte seinen Titel daraufhin am 11 Dezember 2004 gegen Williams durch technischen K o in der achten Runde Es war der vorerst letzte Kampf in der Karriere des Ukrainers was zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen war Zwangspause bis 2008 Nachster Gegner sollte der US Amerikaner Hasim Rahman sein Rahman hatte sich 2001 mit einem sensationellen K o Sieg uber Lennox Lewis einen Namen gemacht war im direkten Ruckkampf allerdings selbst schwer K o gegangen und hatte auch anschliessend in einigen Folgekampfen enttauscht Klitschko musste diese Pflichtverteidigung mehrmals verletzungsbedingt verschieben Am 30 April war ein Muskelfaserriss der Grund am 18 Juni und am 23 Juli eine Rucken Operation und kurz vor dem 12 November dann ein Meniskusriss im rechten Knie Neben dem Meniskusschaden wurde bei ihm zusatzlich noch ein Riss des Kreuzbandes im rechten Knie diagnostiziert Da durch diese Verletzungen der Kampf erneut abgesagt werden musste kundigte der WBC an Klitschko den Titel abzuerkennen falls er seiner Verpflichtung zur Titelverteidigung nicht innerhalb von sechzig Tagen nachkomme Daraufhin entschloss sich der damals 34 Jahrige zum uberraschenden Rucktritt Am 9 November 2005 gab Klitschko offiziell das Ende seiner Profiboxkarriere bekannt Er wurde daraufhin vom WBC zum so genannten World Champion Emeritus ernannt ein Status der es ihm ermoglichte bei einem Comeback sofort wieder um den WBC Titel boxen zu durfen Nachdem er ein derartiges Comeback lange ausgeschlossen hatte wurde am 24 Januar 2007 seine Absicht zur Ruckkehr in den Boxring publik Er legte dem WBC einen Antrag auf einen Kampf gegen den aktuellen Weltmeister des Verbandes Oleg Maskajew vor Der Kampf war zunachst fur Juni 2007 in Moskau geplant konnte aber nicht realisiert werden da die Verhandlungen zwischen Klitschko Maskajew und dessen Pflichtherausforderer Samuel Peter scheiterten und entschieden wurde dass zunachst Peter gegen Maskajew antreten sollte Der Gewinner dieses Duells sollte den WBC Titel danach gegen Klitschko verteidigen In der Zwischenzeit plante Vitali Klitschko fur den 22 September 2007 einen Kampf in Munchen gegen Jameel McCline musste dieses Duell allerdings aufgrund eines Bandscheibenvorfalls den er wahrend der Vorbereitung in Kitzbuhel erlitt zwei Wochen vor dem Kampftermin absagen Die erneute Trainingsverletzung erforderte eine Notoperation in Innsbruck mit anschliessender sechswochiger Rehabilitation Er beschloss danach keinen Aufbaukampf mehr zu bestreiten und gleich gegen den WBC Weltmeister Samuel Peter anzutreten der inzwischen Oleg Maskajew entthront hatte 2008 Ruckkehr und erneute WBC Weltmeisterschaft Vitali Klitschko trat am 11 Oktober 2008 drei Jahre und zehn Monate 1400 Tage nach seinem vorlaufigen Rucktritt in der Berliner O2 World gegen den Nigerianer Samuel Peter an Er beherrschte den Kampf deutlich und nutzte dabei den Vorteil seiner wesentlich grosseren Reichweite Nachdem Peter alle acht vorangegangenen Runden klar verloren hatte und im Gesicht bereits schwer gezeichnet war kam er zur neunten Runde nicht mehr aus seiner Ecke und gab den Kampf auf Durch den Gewinn des WBC Titels durch Vitali Klitschko gelang den Klitschko Brudern zudem ein boxhistorisches Novum da erstmals zwei Bruder gleichzeitig Weltmeistertitel im Schwergewicht hielten Gemass der Vereinbarung mit dem WBC Verband die ihm trotz der langen Inaktivitat den Weltmeisterschaftskampf ermoglichte musste Klitschko den Titel gegen den ehemaligen Cruisergewichtsweltmeister Juan Carlos Gomez verteidigen Gomez ein fruherer Sparringspartner der Klitschkos aus der Zeit als sie gemeinsam beim Hamburger Universum Boxstall unter Vertrag standen erwarb sich das Recht auf den Titelkampf mit einem Sieg uber Klitschkos Landsmann Wolodymyr Wirtschis Im Dezember 2008 wurde zudem vom WBC angeordnet dass der Gewinner des Kampfes zwischen Klitschko und Gomez seinen Titel innerhalb von 120 Tagen gegen den Ex Weltmeister Oleg Maskajew verteidigen sollte wogegen Klitschko allerdings beim internationalen Sportgerichtshof CAS Beschwerde einlegte Die Pflichtverteidigung gegen den Exilkubaner Gomez fand am 21 Marz 2009 in der Stuttgarter Hanns Martin Schleyer Halle statt Klitschko gewann den Kampf durch technischen K o in der neunten Runde Im Juni 2009 wurde von der CAS zugunsten Klitschkos geurteilt so dass er nicht gegen Maskajew antreten musste und stattdessen seinen nachsten Gegner im Rahmen der Verbandsbestimmungen fur eine freiwillige Titelverteidigung selbst bestimmen konnte Kurz nach dem Sieg gegen Gomez erklarte der World Boxing Council WBC den zu diesem Zeitpunkt 37 jahrigen Ukrainer zum grossten Knockouter aller Zeiten Die Quote von 36 K o bei 37 Siegen 97 3 Prozent hat noch nie ein Boxer in der Geschichte des Schwergewichts erreicht Nachdem der ehemalige britische Cruisergewichtsweltmeister David Haye einen Kampf gegen Vitalis Bruder Wladimir Klitschko wegen einer umstrittenen Ruckenverletzung abgesagt hatte einigte er sich kurz darauf mit Vitali Klitschko auf einen Kampf 11 Der Kampf sollte am 12 September 2009 in der Commerzbank Arena in Frankfurt stattfinden kam aber ebenfalls nicht zustande da Haye ihn wegen Meinungsverschiedenheiten bezuglich des Vertrages absagte 12 Klitschkos nachster Gegner wurde stattdessen der in 27 Profikampfen unbesiegte US Amerikaner Chris Arreola Der Kampf fand am 26 September 2009 im Staples Center in Los Angeles statt Klitschko traf seinen Kontrahenten von Beginn an haufig nutzte seine Reichweitenvorteile optimal und boxte den ganzen Kampf aus der Ruckwartsbewegung heraus Arreola gelang es nicht an Klitschkos starker Fuhrhand vorbeizukommen und wurde oft ausgekontert Nach insgesamt 301 Treffern die er bei Arreola platzieren konnte siegte Klitschko durch Abbruch durch den Ringrichter in der Pause zur elften Runde vorzeitig 13 Vitali Klitschko gegen Albert Sosnowski in der Gelsenkirchener Veltins Arena am 29 Mai 2010 Zur dritten Verteidigung des WBC Titels innerhalb eines Jahres trat Klitschko weniger als drei Monate nach seinem Sieg gegen Arreola am 12 Dezember 2009 in der Berner PostFinance Arena gegen den US Amerikaner Kevin Johnson an Da sein Bruder Wladimir diesen ursprunglich fur ihn geplanten Kampftermin mit dem Sender RTL waren fur das Jahr 2009 vier Kampfabende mit Beteiligung der Klitschkos vereinbart worden wegen einer Schulterverletzung die eine Operation erforderte nicht wahrnehmen konnte ubernahm Vitali Klitschko den Termin und bestritt damit erstmals seit 1999 mehr als zwei Kampfe in einem Kalenderjahr Den Kampf gegen Johnson der in der WBC Rangliste auf Rang sechs platziert und in 23 Profikampfen ungeschlagen war gewann Klitschko einstimmig nach Punkten und dadurch erstmals seit 2000 nicht vorzeitig da der weitgehend passiv und defensiv agierende Johnson durch Pendel und Meidbewegungen nur wenige klare Treffer zuliess Nach Ende der zwolf Runden werteten zwei der drei Punktrichter alle Runden zugunsten Vitali Klitschkos wahrend der dritte dem Herausforderer eine Runde gutschrieb In diesem Kampf schlug Klitschko insgesamt 1013 mal davon 749 Jabs Nachdem zu Beginn des Jahres 2010 langwierige Verhandlungen fur einen Kampf gegen den ehemaligen WBA Weltmeister Nikolai Walujew insbesondere an den hohen finanziellen Forderungen von Walujews Co Promoter Don King scheiterten wurde als nachster Gegner der in Grossbritannien lebende in Deutschland zuvor eher unbekannte Pole Albert Sosnowski verpflichtet Sosnowski hatte im Dezember 2009 die Europameisterschaft im Schwergewicht gewonnen Das Duell zwischen Klitschko und Sosnowski zu diesem Zeitpunkt die Nummer elf der WBC Rangliste fand am 29 Mai 2010 in der Gelsenkirchener Veltins Arena statt in der im Jahr zuvor Wladimir Klitschko gegen Ruslan Chagayev gekampft und gewonnen hatte Klitschko besiegte den Polen durch K o in der zehnten Runde Anschliessend wurden die Verhandlungen mit Haye und Walujew wieder aufgenommen doch es konnte erneut keine Einigung erzielt werden so dass schliesslich der ehemalige WBO Weltmeister Shannon Briggs als nachster Gegner verpflichtet wurde Beim WM Kampf am 16 Oktober 2010 in der Hamburger O2 World besiegte Klitschko den US Amerikaner in zwolf Runden einstimmig nach Punkten Der kubanische Boxer Odlanier Solis gewann am 17 Dezember 2010 in einem WM Ausscheidungskampf das Herausforderungsrecht auf einen WBC Weltmeisterschaftskampf gegen Vitali Klitschko Dieser WM Kampf fand am 19 Marz 2011 in Koln statt Solis in 17 Profi Kampfen ungeschlagen und Olympiasieger von 2004 verlor den Kampf gegen Klitschko durch Technischen KO in der ersten Runde Laut Solis waren Risse im vorderen Kreuzband und ausseren Meniskus im rechten Knie fur das Ende des Kampfes verantwortlich 14 Wladimir l und Vitali Klitschko 2012 mit ihren damaligen Weltmeistergurteln Bereits im Januar 2011 war eine Vorvereinbarung zwischen dem Management der Klitschko Bruder und dem des Polen Tomasz Adamek fur einen moglichen Kampf im September 2011 getroffen worden zunachst mit Praferenz fur Wladimir Klitschko Da sich dieser allerdings im Marz nach langwierigen Verhandlungen zu einem Titelvereinigungskampf gegen den WBA Titeltrager David Haye verpflichtete sollte Vitali stattdessen gegen Adamek antreten Als Termin und Veranstaltungsort wurden der 10 September 2011 und das fur die Europameisterschaft 2012 errichtete Fussballstadion in Breslau ausgewahlt Nach uberlegen gefuhrtem Kampf gewann Klitschko durch technischen K o in der zehnten Runde Fur die folgende freiwillige Titelverteidigung am 18 Februar 2012 in Munchen wurde Dereck Chisora verpflichtet Chisora hatte bereits 2010 bzw 2011 gegen Vitalis Bruder Wladimir boxen sollen dieser Kampf wurde jedoch zweimal verschoben und schliesslich ganzlich abgesagt Im Rahmen des nun stattfindenden Kampfes sorgte Chisora insbesondere ausserhalb des Rings fur Aufsehen unter anderem ohrfeigte er Vitali Klitschko beim Wiegen spuckte Wladimir Wasser ins Gesicht und lieferte sich auf der Pressekonferenz nach dem Kampf mit dem ebenfalls anwesenden David Haye eine intensive verbale und physische Auseinandersetzung Den Kampf uber zwolf Runden gewann Vitali Klitschko letztlich klar nach Punkten trotz einer Schulterverletzung durch die er ab der funften Runde seine linke Hand nicht mehr richtig einsetzen konnte 15 16 Seinen bisher letzten Kampf bestritt er am 8 September 2012 in Moskau gegen Manuel Charr den er durch TKO nach der 4 Runde besiegte Am 16 Dezember 2013 wurde Vitali Klitschko vom WBC zum Champion Emeritus ernannt nachdem er seinen WBC Weltmeistergurtel niedergelegt hatte Der vakant gewordene Titel wurde anschliessend von Bermane Stiverne gegen Chris Arreola gewonnen Boxstil Der schlagstarke Linksausleger Vitali Klitschko zahlte neben seinem Bruder Wladimir zu den starksten Boxern im Schwergewicht Sein Boxstil zeichnete sich durch einen linken Jab den er sehr variantenreich einsetzte und eine starke rechte Schlaghand aus Aufgrund seiner Korpergrosse von 2 01 m und guter Reflexe konnte er es sich erlauben in einem Kampf nahezu ohne Deckungsarbeit zu agieren Seine linke Fuhrhand liess er auf Hufthohe hangen die rechte Schlaghand behielt er etwa auf Brusthohe Aufgrund seiner tiefen Linken die er variantenreich als Gerade Kopf oder Aufwartshaken von unten schlug konnte er seine starke Fuhrhand platzieren ohne dass der Gegner diese sah Die rechte Hand schlug er oft als Cross von seiner Schulterhohe nach unten aber auch als einfache Gerade oder Seitwartshaken Ein wichtiger Aspekt war auch die psychische Wirkung Klitschko stand ohne Deckung vor dem Gegner und traf haufig ohne selbst getroffen zu werden Dieser unorthodoxe und fur seine Gegner sehr unbequeme Kampfstil ermoglichte es ihm seine Kontrahenten schnell zu zermurben Seine Defensivarbeit bestand lediglich aus kurzen Meidbewegungen mit dem Oberkorper nach hinten gepaart mit Rollbewegungen der Schulter um das Kinn zu schutzen sowie einer Beinarbeit mit der er im Ruckwartsgang zur Seite auswich Anders als sein Bruder war er nicht immer auf die Distanz zum Gegner angewiesen sondern konnte auch in der Halbdistanz mit schnellen Handen agieren Mit diesem Stil schaffte es der zweifache Schwergewichtsweltmeister 41 seiner 45 gewonnenen Kampfe vorzeitig zu beenden meistens durch einen Technischen Knockout Er war zudem dafur bekannt in gefahrlichen Situationen starke Nerven zu zeigen und galt als Boxer der bereit war in einem Kampf an seine Grenzen zu gehen auch wenn das die amerikanische Boxoffentlichkeit nach seiner Aufgabe gegen Chris Byrd noch bezweifelt hatte Es wurden ihm sehr gute Nehmerfahigkeiten zugesprochen die er vor allem in den Duellen mit Lennox Lewis und Corrie Sanders unter Beweis stellte aber auch eine sehr hohe Verletzungsanfalligkeit die dann auch der Grund fur seine beiden einzigen Niederlagen war Liste der Profikampfe45 Siege 41 K o Siege 2 Niederlagen 0 UnentschiedenJahr Tag Ort Gegner Ergebnis fur Klitschko1996 16 November Deutschland Sporthalle Wandsbek Hamburg Deutschland Vereinigte Staaten Tony Bradham Sieg KO 2 Runde30 November Osterreich Arena Nova Wiener Neustadt Osterreich Slowakei Frantisek Sumina Sieg TKO 1 Runde21 Dezember Deutschland Zoo Gesellschaftshaus Frankfurt am Main Deutschland Vereinigte Staaten Brian Sargent Sieg TKO 2 Runde1997 25 Januar Deutschland Maritim Hotel Stuttgart Deutschland Vereinigte Staaten Mike Acklie Sieg KO 1 Runde22 Februar Deutschland Sporthalle Hamburg Hamburg Deutschland Kanada Troy Roberts Sieg KO 2 Runde8 Marz Deutschland Sartory Sale Koln Deutschland Vereinigte Staaten Calvin Jones Sieg KO 1 Runde12 April Deutschland Eurogress Aachen Deutschland Vereinigte Staaten Derrick Roddy Sieg TKO 2 Runde10 Mai Deutschland Ballsporthalle Frankfurt am Main Deutschland Vereinigte Staaten Cleveland Woods Sieg KO 2 Runde14 Juni Deutschland Saaltheater Geulen Aachen Deutschland Vereinigte Staaten Jimmy Haynes Sieg KO 2 Runde4 Oktober Deutschland Stadionsporthalle Hannover Deutschland Vereinigte Staaten Will Hinton Sieg KO 2 Runde8 November Deutschland Ballsporthalle Frankfurt am Main Deutschland Vereinigte Staaten Gilberto Williamson Sieg KO 6 Runde29 November Deutschland Rheinstrandhalle Karlsruhe Deutschland Vereinigte Staaten Herman Delgado Sieg TKO 3 Runde20 Dezember Deutschland Oberrheinhalle Offenburg Deutschland Vereinigte Staaten Anthony Willis Sieg KO 5 Runde1998 17 Januar Deutschland Sport und Erholungszentrum Berlin Deutschland Vereinigte Staaten Marcus Rhode Sieg TKO 2 Runde30 Januar Deutschland Berdux Filmstudios Munchen Deutschland Bulgarien Alben Belinski Sieg KO 2 Runde7 Marz Deutschland Sartory Sale Koln Deutschland Vereinigte Staaten Louis Monaco Sieg KO 3 Runde20 Marz Deutschland Ballsporthalle Frankfurt am Main Deutschland Vereinigte Staaten Levi Billups Sieg KO 2 Runde18 April Deutschland Eurogress Aachen Deutschland Vereinigtes Konigreich Julius Francis Sieg TKO 2 Runde2 Mai Deutschland Hansehalle Lubeck Deutschland Vereinigte Staaten Dicky Ryan Sieg TKO 5 Runde5 Juni Deutschland Sporthalle Hamburg Hamburg Deutschland Kuba Jose Ribalta Sieg TKO 2 Runde11 August Vereinigte Staaten Miccosukee Indian Gaming Miami USA Jamaika Ricardo Kennedy Sieg TKO 1 Runde24 Oktober Deutschland Sporthalle Hamburg Hamburg Deutschland Deutschland Mario Schiesser EBU Schwergewicht Europameisterschaft Sieg TKO 2 Runde5 Dezember Ukraine Sportpalast Kiew Ukraine Italien Francesco Spinelli EBU Schwergewicht Titelverteidigung Sieg TKO 1 Runde1999 20 Februar Deutschland Sporthalle Hamburg Hamburg Deutschland Frankreich Ismael Youla EBU Schwergewicht Titelverteidigung Sieg TKO 2 Runde26 Juni Vereinigtes Konigreich London Arena London Grossbritannien Nigeria Herbie Hide WBO Schwergewicht Weltmeisterschaft Sieg KO 2 Runde9 Oktober Deutschland Arena Oberhausen Oberhausen Deutschland Vereinigte Staaten Ed Mahone WBO Schwergewicht Titelverteidigung Sieg TKO 3 Runde11 Dezember Deutschland Sporthalle Hamburg Hamburg Deutschland Vereinigte Staaten Obed Sullivan WBO Schwergewicht Titelverteidigung Sieg Aufgabe 9 Runde2000 1 April Deutschland Estrel Convention Center Berlin Deutschland Vereinigte Staaten Chris Byrd WBO Schwergewicht Titelverteidigung Niederlage Aufgabe 9 Runde25 November Deutschland Preussag Arena Hannover Deutschland Deutschland Timo Hoffmann EBU Schwergewicht Europameisterschaft Punktsieg einstimmig 12 Runden2001 27 Januar Deutschland Rudi Sedlmayer Halle Munchen Deutschland Vereinigte Staaten Orlin Norris WBA Intercontinental Schwergewicht Meisterschaft Sieg KO 1 Runde8 Dezember Deutschland Arena Oberhausen Oberhausen Deutschland Vereinigte Staaten Ross Puritty WBA Intercontinental Schwergewicht Titelverteidigung Sieg TKO 11 Runde2002 8 Februar Deutschland Volkswagen Halle Braunschweig Deutschland Vereinigte Staaten Vaughn Bean WBA Intercontinental Schwergewicht Titelverteidigung Sieg TKO 11 Runde23 November Deutschland Westfalenhalle Dortmund Deutschland Vereinigte Staaten Larry Donald WBA Intercontinental Schwergewicht Titelverteidigung Sieg TKO 10 Runde2003 21 Juni Vereinigte Staaten Staples Center Los Angeles USA Vereinigtes Konigreich Lennox Lewis IBO WBC Schwergewicht Weltmeisterschaft Niederlage TKO 6 Runde6 Dezember Vereinigte Staaten Madison Square Garden New York USA Kanada Kirk Johnson Sieg TKO 2 Runde2004 24 April Vereinigte Staaten Staples Center Los Angeles USA Sudafrika Corrie Sanders vakante WBC Schwergewicht Weltmeisterschaft Sieg TKO 8 Runde11 Dezember Vereinigte Staaten Mandalay Bay Hotel Las Vegas USA Vereinigtes Konigreich Danny Williams WBC Schwergewicht Titelverteidigung Sieg TKO 8 Runde2008 11 Oktober Deutschland O2 World Berlin Deutschland Nigeria Samuel Peter WBC Schwergewicht Weltmeisterschaft Sieg Aufgabe 8 Runde2009 21 Marz Deutschland Hanns Martin Schleyer Halle Stuttgart Deutschland Kuba Juan Carlos Gomez WBC Schwergewicht Titelverteidigung Sieg TKO 9 Runde26 September Vereinigte Staaten Staples Center Los Angeles USA Vereinigte Staaten Chris Arreola WBC Schwergewicht Titelverteidigung Sieg TKO 10 Runde12 Dezember Schweiz PostFinance Arena Bern Schweiz Vereinigte Staaten Kevin Johnson WBC Schwergewicht Titelverteidigung Punktsieg einstimmig 12 Runden2010 29 Mai Deutschland Veltins Arena Gelsenkirchen Deutschland Polen Albert Sosnowski WBC Schwergewicht Titelverteidigung Sieg KO 10 Runde16 Oktober Deutschland O2 World Hamburg Deutschland Vereinigte Staaten Shannon Briggs WBC Schwergewicht Titelverteidigung Punktsieg einstimmig 12 Runden2011 19 Marz Deutschland Lanxess Arena Koln Deutschland Kuba Odlanier Solis WBC Schwergewicht Titelverteidigung Sieg TKO 1 Runde10 September Polen Stadion Miejski Breslau Polen Polen Tomasz Adamek WBC Schwergewicht Titelverteidigung Sieg TKO 10 Runde2012 18 Februar Deutschland Olympiahalle Munchen Deutschland Vereinigtes Konigreich Dereck Chisora WBC Schwergewicht Titelverteidigung Punktsieg einstimmig 12 Runden8 September Russland Olimpijski Halle Moskau Russland Syrien Manuel Charr WBC Schwergewicht Titelverteidigung Sieg TKO 4 RundeQuelle Vitali Klitschko in der BoxRec DatenbankDaten und Erfolge Aktive Zeit Profi 1996 2005 2008 2013Trainer Fritz SdunekManager Bernd BonteAlias Dr EisenfaustGewicht O 112 kgGrosse 2 01 MeterBrustkorbumfang 1 19 MeterOberarmumfang 43 5 cmUnterarm 43 cmFaust 30 cm Erfolge als Amateur 195 Siege 15 Niederlagen 1995 Vize Weltmeister im Superschwergewicht Berlin Deutschland 1995 Militar Weltmeister im Superschwergewicht Ariccia Italien Erfolge als Profi 45 Siege 2 Niederlagen 26 Juni 1999 WBO Weltmeister im Schwergewicht 2 Titelverteidigungen 24 April 2004 WBC Weltmeister im Schwergewicht 11 Titelverteidigungen Regionale Titel 2 Mai 1998 WBO Interkontinentaler Meister im Schwergewicht 24 Oktober 1998 EBU Europameister im Schwergewicht 2 Titelverteidigungen 25 November 2000 EBU Europameister im Schwergewicht 27 Januar 2001 WBA Interkontinentaler Meister im Schwergewicht 3 Titelverteidigungen Politik Wladimir links und Vitali Klitschko 2004 als Unterstutzer der Orangen Revolution Die Klitschko Bruder engagierten sich fur die Farbrevolution Orange Revolution in der Ukraine Erste Kandidaturen zum Amt des Kiewer Burgermeisters 2006 und 2008 Am 26 Marz 2006 trat Vitali Klitschko erstmals bei der Wahl zum Burgermeister der Stadt Kiew an und kandidierte fur das ukrainische Parlament Bei der Burgermeisterwahl erzielte er 29 der Stimmen und verlor damit gegen Leonid Tschernowezkyj fur den 34 stimmten Der Amtsinhaber Oleksandr Omeltschenko erreichte nur 20 Klitschko errang dadurch ein Abgeordnetenmandat fur den Stadtrat der ukrainischen Hauptstadt Im Marz 2008 wurden vorzeitige Neuwahlen zum Burgermeisteramt und dem Stadtparlament angesetzt bei denen Vitali Klitschko erneut u a gegen den damaligen Amtsinhaber Tschernowezkyj und Oleksandr Turtschynow antrat Der Urnengang fand am 25 Mai statt Wie bereits bei den vorherigen Burgermeisterwahlen war Klitschko dabei Spitzenkandidat des nach ihm benannten Wahlbundnisses Blok Witalij Klytschko 17 Bei der Wahl wurde Amtsinhaber Tschernowezkyj bestatigt Klitschko kam nach Oleksandr Turtschynow auf den dritten Platz 18 19 Er erklarte bei den nachsten Burgermeisterwahlen in Kiew wieder kandidieren zu wollen 20 UDAR Grundung Klitschko 2012 mit dem damaligen EVP Vorsitzenden Wilfried Martens Im April 2010 wurde Vitali Klitschko zum Vorsitzenden der neu gegrundeten pro westlichen Partei Ukrainische demokratische Allianz fur Reformen Ukrajinskij demokratitschnij aljans sa reformy UDAR ukr rus fur Schlag bzw Fausthieb gewahlt 21 Er war der Spitzenkandidat der Partei fur die Parlamentswahlen 2012 Klitschko erklarte vor diesen Wahlen sein Ziel sei es mit UDAR 15 Prozent der Stimmen zu erhalten 22 Bei den Wahlen am 28 Oktober 2012 erreichte UDAR 13 9 der Wahlerstimmen und wurde mit einer Fraktionsstarke von 42 Abgeordneten drittstarkste Parlamentsfraktion Klitschko wurde im Dezember 2012 zum Fraktionsvorsitzenden von UDAR gewahlt 23 Im August 2013 kundigte er an 2015 fur das Prasidentenamt kandidieren zu wollen 24 25 Unterstutzung durch die deutsche Regierung Klitschko und seine Partei erhielten Unterstutzung von Angela Merkel der Konrad Adenauer Stiftung und der EVP Zielsetzung war nach Spiegel Informationen Klitschko gezielt zum neuen starken Mann in Kiew auf zu bauen und so den gewachsenen Einfluss des Kreml zu kontern 26 27 Euromaidan Proteste Klitschko auf dem Chreschtschatyk in Kiew am 27 November 2013 Vitali Klitschko mit Oleh Tjahnybok und Arsenij Jazenjuk v l n r Dezember 2013 Bei den Euromaidan Protesten spielte Klitschko eine wichtige Rolle 28 Er bildete gemeinsam mit Oleh Tjahnybok von der rechtsextremen Swoboda Partei sowie Arsenij Jazenjuk von der Allukrainischen Vereinigung Vaterland der ehemaligen Ministerprasidentin Julija Tymoschenko ein oppositionelles Dreierbundnis das den Rucktritt von Prasident Wiktor Janukowytsch erreichen wollte 29 30 Klitschko und seine Partei erhielten u a Unterstutzung von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel 31 Nach schweren Ausschreitungen in Kiew am 19 Januar 2014 verabredete Klitschko mit Janukowytsch ein Zusammentreffen von Regierungsmitgliedern und Oppositionsvertretern Klitschko selbst war wahrend der Ausschreitungen beim Versuch die eskalierte Lage zu beruhigen von einzelnen Demonstranten angegriffen worden 32 Unter Mithilfe der Vermittler Radoslaw Sikorski und Frank Walter Steinmeier handelten Klitschko und die fuhrenden Funktionare der anderen Oppositionsparteien einen Kompromiss mit Janukowytsch aus der vorgezogene Neuwahlen und die Wiedereinsetzung der Verfassung von 2004 vorsah Bei der Unterzeichnung des Kompromisses am 21 Februar 2014 vertauschte Klitschko zuvor sein Namensschild mit dem des deutschen Aussenministers Steinmeier um nicht neben Janukowytsch sitzen zu mussen 33 Nur einen Tag spater setzte die Opposition um Klitschko zusammen mit Uberlaufern aus Janukowytschs Partei den Prasidenten durch einen Parlamentsbeschluss ab und ordnete Neuwahlen fur den 25 Mai 2014 an Kritik am Bundnis mit Swoboda Klitschko wurde dafur kritisiert dass er sich wahrend der Euromaidan Proteste mit der rechtsextremen Swoboda Partei unter der Fuhrung von Oleh Tjahnybok verbundet hatte Er verteidigt die Allianz mit den Rechten allen Bedenken zum Trotz Wir haben verschiedene Ideologien zwei Dinge aber einen uns Wir kampfen gegen die heutigen Machthaber und wir wollen europaische Werte in unserem Land sagt er Die Friedrich Ebert Stiftung verurteilt das Verhalten der Opposition um Klitschko Sie distanziere sich nicht eindeutig von Swobodas antisemitischer fremdenfeindlicher und rassistischer Rhetorik und habe damit Swoboda in den Augen der Offentlichkeit vom Stigma befreit sie legitimiert und ihr den Anschein gegeben als sei sie als Partner mit anderen Parteien gleichwertig Oleh Tjahnybok stand stets neben Klitschko Arsenij Jazenjuk und Julija Tymoschenko wahrend der Euromaidan Proteste und der Annexion der Krim 2014 34 Aufgegebene Prasidentschaftskandidatur Petro Poroschenko Vitali Klitschko John Kerry und Arsenij Jazenjuk von links nach rechts 2014 bei der Sicherheitskonferenz in Munchen Drei Tage nach dem Sturz von Janukowytsch kundigte Klitschko seine Kandidatur fur die Prasidentschaftswahl in der Ukraine 2014 an 35 Er zog sie jedoch am 29 Marz 2014 zuruck um die Kandidatur Petro Poroschenkos zu unterstutzen 36 Wahl zum Kiewer Burgermeister 2014 und Wiederwahl 2015 Am 29 Marz 2014 gab Klitschko seine Kandidatur zum Kiewer Burgermeister bei der Wahl am 25 Mai 2014 bekannt 37 Die Wahl gewann er im ersten Wahlgang mit 57 4 der Stimmen 38 Zur Wiederwahl im Herbst 2015 erhielt er am 25 Oktober im ersten Wahlgang 38 4 der Stimmen und damit am meisten Stimmen aller Kandidaten Er wurde im zweiten Wahlgang mit 66 5 wiedergewahlt 39 Ernennung zum Vorsitzenden des Block Poroschenko Am 28 August 2015 wurde Vitali Klitschko auf Grund der Vereinigung von UDAR mit Block Petro Poroschenko zu deren neuen Parteivorsitzenden ernannt 2 Er blieb in dieser Funktion bis 2019 bis Poroschenko selbst wieder die Parteifuhrung ubernahm Mitgliedschaft beim International Advisory Council Vitali Klitschko ist Mitglied des International Advisory Councils einer vom amerikanischen Think Tank International Republican Institute ausgewahlten internationalen Gruppe politischer Fuhrungspersonlichkeiten 40 Machtkampf in Kiew Der ukrainische Prasident Wolodymyr Selenskyj forderte Ende Juli 2019 die Regierung auf Klitschko als Leiter der Kiewer Stadtverwaltung zu entlassen Hintergrund war dass der Kiewer Burgermeister direkt gewahlt der Chef der Stadtverwaltung jedoch vom ukrainischen Prasidenten in Abstimmung mit der Regierung ernannt wird Andrerseits ist vorgeschrieben dass auch der Chef der Stadtverwaltung eine gewahlte Person und somit de facto identisch mit dem Burgermeister sein muss Der Leiter der Prasidialverwaltung Andrij Bohdan behauptete in einer Pressekonferenz am 30 Juli 2019 dass ihm ein Anteil an Korruptionsgeldern in Hohe von 20 Millionen Dollar jahrlich angeboten worden sei wenn im Gegenzug Klitschko nach einer etwaigen Wahlniederlage Verwaltungschef bleiben durfe Ausserdem warf er Klitschko vor korrupt zu sein 41 woraufhin dieser Bohdan beim Nationalen Antikorruptionsburo anzeigte 42 Wiederwahl als Burgermeister Im November 2020 wurde er als Burgermeister von Kiew wiedergewahlt 43 Am Tag vor der Wahl gab er bekannt dass er positiv auf COVID 19 getestet wurde 44 Am gleichen Tag wurden 7 014 Neuinfektionen in der Ukraine registriert 45 Russland Ukraine Krieg Im Januar 2022 wahrend der Zuspitzung des Ukraine Konflikts kritisierte Klitschko die von Olaf Scholz gefuhrte Bundesregierung in einem Beitrag der Bild wegen ihrer Entscheidungen zum Ukraine Konflikt Klitschko nannte die Weigerung Deutschlands der Ukraine Waffen zu liefern sowie die Entscheidung an der deutsch russischen Pipeline Nord Stream 2 festzuhalten unterlassene Hilfeleistung sowie Verrat an Freunden Mit Verweis auf Gerhard Schroder und Kay Achim Schonbach behauptete Klitschko dass manche Verantwortliche in Deutschland in Sachen Russland unter volligem Realitatsverlust leiden wurden Ausserdem habe Russland deutsche Konzerne Ex Politiker und Lobbyisten gekauft Fur Altkanzler Schroder forderte Klitschko ein Lobbyismus Verbot bezuglich Russland 46 Zusammen mit seinem Bruder sprach Klitschko inmitten des Krieges am 5 Marz eine Einladung an Papst Franziskus Ahmad al Tayyeb Kyrill I den Dalai Lama und David Lau aus nach Kiew zu kommen um ihre Solidaritat und ihr Mitgefuhl mit dem ukrainischen Volk zu zeigen Machen wir Kiew zu einer Hauptstadt der Menschlichkeit der Spiritualitat und des Friedens 47 Sonstiges2012 wenige Wochen vor Beginn der Fussball Europameisterschaft in der Ukraine kritisierte Klitschko in einem Interview die Menschenrechtssituation in der Ukraine 48 Seit 1996 engagieren sich Vitali Klitschko und sein Bruder Wladimir neben dem Sport fur mehr soziale Gerechtigkeit Sie haben einen Fonds fur sozial benachteiligte Kinder gegrundet und starteten in Marokko und Brasilien Hilfsprojekte Sie unterstutzen Schulungs und Bildungsaktivitaten fur Kinder in Afrika Asien und Sudamerika Fur ihren Einsatz wurden sie von der UNESCO als Heroes for Kids ausgezeichnet als Vorbilder fur Fairness sportlichen Erfolg und Bildung Zusammen mit seiner Frau Natalia und wie bereits zuvor sein Bruder Wladimir unterstutzt er die Felix Burda Stiftung bei einer Kampagne zur Darmkrebsvorsorge unter dem Titel Wer seinen Partner LIEBT schickt ihn zur Vorsorge 49 Vitali Klitschko und Wladimir Kramnik Dortmund 2002 Bei den Dortmunder Schachtagen spielte er am 20 Juli 2002 eine Blitzpartie gegen Schachweltmeister Wladimir Kramnik die remis endete bei einer Zeitvorgabe von einer Minute fur Kramnik zu funf Minuten fur Klitschko 50 Die Klitschko Bruder betreiben seit Oktober 2007 eine eigene Vermarktungsagentur Klitschko Management Group GmbH KMG mit Sitz in Hamburg Ottensen Geschaftsfuhrer der Agentur ist der langjahrige Klitschko Manager Bernd Bonte 51 Im Disney Film Die Kuhe sind los liehen er und sein Bruder Wladimir 2004 den Jungbullen Boris und Noris ihre Stimmen Das Lied Hells Bells von AC DC wurde vom Boxer als Einlaufmusik genutzt Ihm und seinem Bruder Wladimir zu Ehren wurde der am 14 September 2007 vom Astronomischen Observatorium Andruschiwka entdeckte Asteroid 212723 Klitschko benannt 52 FilmVitali Klitschko ist zusammen mit seinem Bruder Wladimir Protagonist des Kinofilms Klitschko der am 16 Juni 2011 im Majestic Filmverleih in die deutschen Kinos kam Regisseur Sebastian Dehnhardt begleitete in seinem Kinodebut die Klitschkos uber einen Zeitraum von zwei Jahren in Deutschland in der Ukraine in den USA in Kasachstan in Kanada in Osterreich und in der Schweiz Seine Weltpremiere feierte der Film auf dem Tribeca Film Festival AuszeichnungenBambi in der Kategorie Sport 2005 2009 2017 Laureus World Sports Award in der Kategorie Comeback des Jahres 2009 Bundesverdienstkreuz am Bande fur seine Verdienste um die deutsch ukrainischen Beziehungen 2010 Vitali Klitschko wurde vom Fachmagazin BoxSport zum Boxer des Jahres 2010 gewahlt Steiger Award 2011 DVD Champion 2011 World Award fur Klitschko gemeinsam mit seinem Bruder Wladimir Internationaler Bruckepreis 53 M100 Media Award der internationalen Chefredakteurskonferenz M100 Sanssouci Colloquium in Potsdam am 12 September 2014 Konrad Adenauer Preis 2015 von der Stadt Koln fur sein Engagement fur Frieden und Demokratie in der Ukraine 54 LiteraturLeo G Linder Die Klitschkos Biografie neues leben Berlin 2013 ISBN 978 3 355 01817 3 Weblinks Commons Vitali Klitschko Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Literatur von und uber Vitali Klitschko im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Vitali Klitschko in der Internet Movie Database englisch Klitschko Website des Kinofilms Vitali Klitschko in der Arte Mediathek Video 117 Min abrufbar bis 3 Juni 2022 Offizieller Internetauftritt der Klitschko Bruder Vitali Klitschko in der BoxRec Datenbank Klitschko kam 1995 nach Deutschland Wie es begannEinzelnachweise Central Election Commission Electoral list of PARTY BLOK PETRA POROSHENKA Official Website cvk gov ua Memento vom 2 April 2015 im Internet Archive abgerufen am 8 Marz 2015 a b Klitschko wird Chef der Prasidentenpartei In Der Standard 28 August 2015 abgerufen am 31 August 2015 On byl horoshim generalom i umnym diplomatom Er war ein guter General und kluger Diplomat russ In box sport ua Klitschko und der Aufstand in Kiew SPON vom 10 Dezember 2013 instinkt tyden cz Memento vom 2 Februar 2014 im Internet Archive sport segodnya ua In dieser Kabine in Wandsbek begann Klitschkos Traum Abendblatt de vom 5 Juni 2013 Abgerufen am 8 Februar 2016 Joshuas Landsmann besass die Gurtel von WBA IBF und WBC damals zahlte die WBO noch nicht zu dem erlauchten Kreis Sie ist erst seit 2007 dabei Seither muss der unumstrittene Champion vier Titel besitzen spiegel de rp online de Haye bittet um Verlegung von Kampftermin Memento vom 5 September 2009 im Internet Archive Hintergrunde zur Kampfabsage Vitali Klitschko gegen David Haye Memento vom 25 Juli 2009 im Internet Archive Klitschko zermurbt Arreola und bleibt WBC Weltmeister sport rtl de 27 September 2009 sport orf at Klitschko bleibt Weltmeister stern de vom 19 Februar 2012 Klitschko und Haye schlagen Chisora Morddrohung und Keilerei nach dem Kampf vom 19 Februar 2012 NEWSru ua Klichko zayavil chto vybory vyigraet libo on libo Chernoveckij tretego ne dano Memento vom 21 April 2008 im Internet Archive 24 Marz 2008 russisch NEWSru ua Po dannym ekzit pola na vyborah pobezhdaet Leonid Chernoveckij s 32 i blok ego imeni 25 7 Memento vom 27 Mai 2008 im Internet Archive 25 Mai 2008 russisch Ex Boxweltmeister Klitschko scheitert bei Burgermeisterwahl in Kiew dpa Deutsche Presse Agentur 25 Mai 2008 Bjorn Jensen Vitali Klitschko Meine Aufgabe ist es der Beste zu sein In Hamburger Abendblatt 23 August 2012 abgerufen am 22 Dezember 2013 Ukraine Witalij Klitschko zum Parteichef gewahlt Spiegel Online 25 April 2010 Klitschko will Politik fur Menschen machen DIE WELT vom 12 September 2012 UDAR elects faction s leadership in parliament Kyiv Post vom 12 Dezember 2012 Vitali Klitschko is planning to run for President Webseite des World Boxing Council abgerufen am 17 August 2013 Ulrich Krokel Klitschko betritt den Ring In Frankfurter Rundschau 17 August 2013 abgerufen am 22 Dezember 2013 Merkel kampft fur Klitschko Spiegel Online 8 Dezember 2013 Nikolaus Blome Matthias Gebauer Ralf Neukirch Ein Profi fur Runde zwei In Der Spiegel Nr 50 2013 online Zitat Regime Change ware als Begriff wohl zu hoch gegriffen aber ein bisschen geht es doch darum Merkels CDU und die europaische konservative Parteienfamilie EVP haben Klitschko auserkoren das ukrainische Nein von innen aufzuweichen Er soll die Opposition einen und anfuhren auf der Strasse im Parlament und schliesslich bei der Prasidentenwahl 2015 Klitschko ist unser Mann heisst es in hohen EVP Kreisen Der hat eine klar europaische Agenda und Merkel noch eine Rechnung offen mit Putin Ukraine Klitschko scheitert mit Misstrauensantrag gegen Regierung In Spiegel Online 3 Dezember 2013 abgerufen am 3 Dezember 2013 Ukraine Erster Erfolg fur die Opposition In Frankfurter Allgemeine Zeitung 2 Dezember 2013 abgerufen am 22 Dezember 2013 Proteste gegen die Regierung in der Ukraine Vitali Klitschko ruft Demonstranten zum Durchhalten auf In RP Online 2 Dezember 2013 abgerufen am 22 Dezember 2013 Ukraine Merkel unterstutzt Klitschko In Zeit Online 8 Dezember 2013 abgerufen am 22 Dezember 2013 Klitschko und Janukowitsch verhandeln nach Strassenschlachten FAZ vom 20 Januar 2014 morgenpost de Klitschkos rechte Hand Suddeutsche Zeitung zeit de nzz ch ukrinform ua Klitschko wird Burgermeister von Kiew n tv de 25 Mai 2014 Klitschko reelected Kyiv mayor in run off ballot DW 16 November 2015 International Advisory Council IRI Abgerufen am 3 Mai 2017 Klitschkos Kampf um die Macht in Kiew in Deutsche Welle vom 2 August 2019 abgerufen am 15 September 2019 Klitschko reagiert mit Anzeige gegen Vorwurfe von Andrij Bohdan auf ukrinform de abgerufen am 15 September 2019 Kiew Vitali Klitschko gewinnt Wiederwahl zum Burgermeister In DER SPIEGEL Abgerufen am 6 November 2020 Meldung von 19 11 Uhr COVID 19 pandemic in Ukraine abgerufen am 25 Oktober 2020 siehe auch COVID 19 Pandemie in der Ukraine Klitschko enttauscht uber deutsches Waffenlieferverbot 24 Januar 2022 abgerufen am 17 Marz 2022 Das ware Verrat Vitali und Wladimir Klitschko wollen Kiew nicht verlassen In Der Spiegel 5 Marz 2022 ISSN 2195 1349 spiegel de abgerufen am 5 Marz 2022 EM Gastgeber Ukraine Klitschko greift Janukowitsch an In Spiegel Online 28 April 2012 abgerufen am 22 Dezember 2013 Vitali Klitschko ist Testimonial fur die Felix Burda Stiftung 9 Februar 2012 abgerufen am 17 Februar 2012 Dortmunder Sparkassen Chess Meeting 2002 20 Juli 2002 Website der Klitschko Management Group GmbH Memento vom 14 November 2007 im Internet Archive Vitali Klitschko in der Small Body Database des Jet Propulsion Laboratory englisch Pressemeldung vom 3 April 2012 Memento vom 3 September 2013 im Internet Archive bei bruckepreis de Gregor Timmer Konrad Adenauer Preis 2015 geht an Vitali Klitschko Stadt Koln Amt fur Presse und Offentlichkeitsarbeit 9 Dezember 2014 abgerufen am 9 Dezember 2014 VorgangerTitelNachfolgerHerbie HideBoxweltmeister im Schwergewicht WBO 26 Juni 1999 bis 1 April 2000Chris ByrdLennox Lewis vakantBoxweltmeister im Schwergewicht WBC 24 April 2004 bis 9 November 2005vakant Hasim RahmanSamuel PeterBoxweltmeister im Schwergewicht WBC 11 Oktober 2008 bis 16 Dezember 2013vakant Bermane StiverneNormdaten Person GND 123965381 OGND AKS LCCN n2006068982 VIAF 43730672 Wikipedia Personensuche PersonendatenNAME Klitschko VitaliALTERNATIVNAMEN Klytschko Witalij Wolodymyrowytsch Klitschko Witali Wladimirowitsch Klichko Vitalij Volodi mirovich ukrainisch Klichko Vita lij Vladi mirovich russisch KURZBESCHREIBUNG ukrainischer Boxer und PolitikerGEBURTSDATUM 19 Juli 1971GEBURTSORT Belowodsk Kirgisische SSR Sowjetunion Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Vitali Klitschko amp oldid 221234316, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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