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Die Villa Kollmann befindet sich im zusammenhanglos verbauten Teil der Elisabethstraße im Grazer Stadtteil Geidorf und hat die Hausnummer 61. Sie wurde unter Baumeister Eduard Ertl und dem Maurermeister Josef Hönigmann in den Jahren 1886–1887 erbaut.

Villa Kollmann 1996
Villa Kollmann 1950

Inhaltsverzeichnis

Die Villa ist eine repräsentative, zweigeschossige, freistehende, fünfachsige, späthistoristische Villa mit Mansardendach, Seitenrisaliten, Balkon, Terrasse und reich strukturierter, neobarocker Fassadierung, welche zwei Wohnungen beinhaltet. Die Fassade weist eine Nutung über beide Geschosse auf. Die zur Elisabethstraße orientierte Hausfront wird von, durch Lisenen eingefassten, Seitenrisaliten gegliedert. Das erste Obergeschoss wird durch die Fensterrahmung mit gesprengten Segmentgiebeln, Stuckvasen und Blendbalustraden an den Risaliten und dem Balkon auf stuckierten Konsolen als Piano Nobile betont.

Die ringsum befindliche Parkanlage wird u. a. von einer Springbrunnen- und Schwimmbadstatue des Bildhauers Wilhelm Gösser geschmückt.

Bernhard Kollmann, Gründer u. Eigentümer der Grazer Pferdetramway
Grabstein von Bernhard Kollmann auf dem Wiener Zentralfriedhof
Springbrunnen
Initialen auf dem Haustor

Auf beiden Flügeln der Eingangstüre befinden sich die Initialen „K/K“. Diese Initialen bedeuten „Kollmann“, da die Erbauerin Katharina Markbreiter mit Geburtsnamen Kollmann hieß und die Halbschwester von Bernhard Kollmann, dem ersten Pferde-Tramway-Betreiber von Graz, war.

Bernhard Kollmann (geb. 10. Oktober 1833 Temesvár, gest. 26. Jänner 1885 Wien), Direktor der Prager Tramway und Eigentümer der Brünner Tramway, schloss am 25. Februar 1878 einen Vertrag mit der Stadtgemeinde Graz über die Errichtung und den Betrieb einer Pferdetramway, welche er bis zu seinem Tode betrieb. Der unverheiratete und kinderlose Bernhard Kollmann hinterließ ohne Testament als Erben seine damals 71-jährige verwitwete, wegen Altersschwachsinn entmündigte Mutter Regina Kollmann und seine damals 58-jährige Halbschwester Katharina Markbreiter, die mit dem Direktor der Grazer Tramway, Jakob Markbreiter, verheiratet war.

Katharina Markbreiter verfügte, dass diese Villa im Gedenken an ihren Bruder, Bernhard Kollmann, auf ewige Zeiten „Villa Kollmann“ heißen soll.

Nach dem Ableben der Erbauerin wurde die Villa 1909 zunächst an Armin Kollmann vererbt, 1916 durch eine Zwangsversteigerung von Alfred Pick erworben, 1930 an Hans Stolzer verkauft, 1931 von Alfred Pick wegen Vertragsbruch zurückgekauft, 1939 durch das NS-Regime enteignet und von der Reichsforstverwaltung für Steiermark als Kanzlei verwendet, 1949 durch die Rückstellungskommission an die Erben von Alfred Pick zurückgegeben, 1951 an Stefan Greif verkauft und 1982 schließlich an dessen Tochter verschenkt.

  • Hans Sternhart: Strassenbahn in Graz. Slezak, Wien 1979, ISBN 3-900134-54-5.
  • Herbert Wöber: Die Grazer Pferdetramway 1878–1899. Selbstverlag, Wien 1978.
  • Karl Albrecht Kubinzky: Grazer Straßennamen – Herkunft und Bedeutung. Leykam, Graz 1998, ISBN 3-7011-7382-6.
  • Walter Brunner: Geschichte der Stadt Graz. Eigenverlag Stadt Graz, Graz 2003, ISBN 3-902234-02-4 (4 Bände).
  • Horst Schweigert: Dehio – Graz. Schroll, Wien 1979, ISBN 3-7031-0475-9.
  • Adreßbücher der Stadt Graz – Jahrgänge: 1882; 1890; 1901; 1910; 1915; 1920; 1930; 1942; 1949/50; 1960; 1971.
  • Karl A. Kubinzky; Rudolf Watzinger; Herbert Wöber: 130 Jahre Straßenbahn in Graz. Grazer Stadtwerke AG/Verkehrsbetriebe, Graz 2008.
  • Bundesdenkmalamt Wien: Österreichische Kunsttopographie. Band LX Die Kunstdenkmäler der Stadt Graz – Die Profanbautendes II., III. und VI. Bezirkes. Berger, Wien 2013, ISBN 978-3-85028-603-9.

47.07666666666715.456944444444Koordinaten:47° 4′ 36″ N,15° 27′ 25″ O

Villa Kollmann reprasentative im spaten 19 Jahrhundert erbaute Villa in Graz Sprache Beobachten Bearbeiten Die Villa Kollmann befindet sich im zusammenhanglos verbauten Teil der Elisabethstrasse im Grazer Stadtteil Geidorf und hat die Hausnummer 61 Sie wurde unter Baumeister Eduard Ertl und dem Maurermeister Josef Honigmann in den Jahren 1886 1887 erbaut Villa Kollmann 1996 Villa Kollmann 1950 Inhaltsverzeichnis 1 Beschreibung 2 Bedeutung 3 Chronik 4 Literatur 5 WeblinksBeschreibung BearbeitenDie Villa ist eine reprasentative zweigeschossige freistehende funfachsige spathistoristische Villa mit Mansardendach Seitenrisaliten Balkon Terrasse und reich strukturierter neobarocker Fassadierung welche zwei Wohnungen beinhaltet Die Fassade weist eine Nutung uber beide Geschosse auf Die zur Elisabethstrasse orientierte Hausfront wird von durch Lisenen eingefassten Seitenrisaliten gegliedert Das erste Obergeschoss wird durch die Fensterrahmung mit gesprengten Segmentgiebeln Stuckvasen und Blendbalustraden an den Risaliten und dem Balkon auf stuckierten Konsolen als Piano Nobile betont Die ringsum befindliche Parkanlage wird u a von einer Springbrunnen und Schwimmbadstatue des Bildhauers Wilhelm Gosser geschmuckt Bedeutung Bearbeiten Bernhard Kollmann Grunder u Eigentumer der Grazer Pferdetramway Grabstein von Bernhard Kollmann auf dem Wiener Zentralfriedhof Springbrunnen Initialen auf dem Haustor Auf beiden Flugeln der Eingangsture befinden sich die Initialen K K Diese Initialen bedeuten Kollmann da die Erbauerin Katharina Markbreiter mit Geburtsnamen Kollmann hiess und die Halbschwester von Bernhard Kollmann dem ersten Pferde Tramway Betreiber von Graz war Bernhard Kollmann geb 10 Oktober 1833 Temesvar gest 26 Janner 1885 Wien Direktor der Prager Tramway und Eigentumer der Brunner Tramway schloss am 25 Februar 1878 einen Vertrag mit der Stadtgemeinde Graz uber die Errichtung und den Betrieb einer Pferdetramway welche er bis zu seinem Tode betrieb Der unverheiratete und kinderlose Bernhard Kollmann hinterliess ohne Testament als Erben seine damals 71 jahrige verwitwete wegen Altersschwachsinn entmundigte Mutter Regina Kollmann und seine damals 58 jahrige Halbschwester Katharina Markbreiter die mit dem Direktor der Grazer Tramway Jakob Markbreiter verheiratet war Katharina Markbreiter verfugte dass diese Villa im Gedenken an ihren Bruder Bernhard Kollmann auf ewige Zeiten Villa Kollmann heissen soll Chronik BearbeitenNach dem Ableben der Erbauerin wurde die Villa 1909 zunachst an Armin Kollmann vererbt 1916 durch eine Zwangsversteigerung von Alfred Pick erworben 1930 an Hans Stolzer verkauft 1931 von Alfred Pick wegen Vertragsbruch zuruckgekauft 1939 durch das NS Regime enteignet und von der Reichsforstverwaltung fur Steiermark als Kanzlei verwendet 1949 durch die Ruckstellungskommission an die Erben von Alfred Pick zuruckgegeben 1951 an Stefan Greif verkauft und 1982 schliesslich an dessen Tochter verschenkt Literatur BearbeitenHans Sternhart Strassenbahn in Graz Slezak Wien 1979 ISBN 3 900134 54 5 Herbert Wober Die Grazer Pferdetramway 1878 1899 Selbstverlag Wien 1978 Karl Albrecht Kubinzky Grazer Strassennamen Herkunft und Bedeutung Leykam Graz 1998 ISBN 3 7011 7382 6 Walter Brunner Geschichte der Stadt Graz Eigenverlag Stadt Graz Graz 2003 ISBN 3 902234 02 4 4 Bande Horst Schweigert Dehio Graz Schroll Wien 1979 ISBN 3 7031 0475 9 Adressbucher der Stadt Graz Jahrgange 1882 1890 1901 1910 1915 1920 1930 1942 1949 50 1960 1971 Karl A Kubinzky Rudolf Watzinger Herbert Wober 130 Jahre Strassenbahn in Graz Grazer Stadtwerke AG Verkehrsbetriebe Graz 2008 Bundesdenkmalamt Wien Osterreichische Kunsttopographie Band LX Die Kunstdenkmaler der Stadt Graz Die Profanbautendes II III und VI Bezirkes Berger Wien 2013 ISBN 978 3 85028 603 9 Weblinks BearbeitenElisabethstrasse 61 AGIS Altstadt Graz Informationssystem Artikel uber die Villa Kollmann PDF 10 7 MB Journal des Grazer Tramway Museum Ausgabe 63 S 24 29 47 076666666667 15 456944444444 Koordinaten 47 4 36 N 15 27 25 O Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Villa Kollmann amp oldid 223079950, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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