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Vilém Flusser (* 12. Mai 1920 in Prag; † 27. November 1991) war ein tschechisch-brasilianischer Medienphilosoph und Kommunikationswissenschaftler, dessen zentrales Thema der Untergang der Schriftkultur war. Obwohl seine Überlegungen unentwegt um das Thema „Krise“ kreisten, weigerte er sich, ein Pessimist zu sein. Mittelpunkt seiner Welt-, Menschen- und Gesellschaftssicht war stets das Thema Kommunikation.

Flusser entstammte einer jüdischen Akademikerfamilie, sein Vater Gustav war Mathematikprofessor an der Universität in Prag, sein Cousin der Religionswissenschaftler David Flusser. 1938 trat Vilém Flusser ein Philosophiestudium an der Karls-Universität in Prag an, musste jedoch 1939 vor den Nationalsozialisten flüchten. Vilém Flusser verlor seine gesamte Familie in Konzentrationslagern. Sein Vater starb 1940 in Buchenwald; seine Großeltern, seine Mutter und seine Schwester wurden nach Theresienstadt und später nach Auschwitz gebracht und dort ermordet.

Flusser lebte zunächst mit seiner späteren Frau bei deren Eltern in London, wo er sein Studium fortsetzen konnte. 1940 wanderte die gesamte Familie nach Brasilien aus. Bis ca. 1950 war er im Import und Export tätig und erhielt 1950 die brasilianische Staatsbürgerschaft. In den Jahren 1950/51 wirkte er an einem Buchprojekt zur Geistesgeschichte des 18. Jahrhunderts mit. Ab 1960 hatte er Kontakt mit dem Brasilianischen Philosophischen Institut und hielt dort Vorträge. Flusser hatte als seinen Freund und engsten Gesprächspartner den brasilianischen Philosophen Vicente Ferreira da Silva.

Ab 1962 war er Mitglied dieses Institutes und erhielt 1962 einen Lehrstuhl für Kommunikationstheorie in São Paulo. Von 1967 an war er Professor für Kommunikation an der Escola Superior de Cinema in São Paulo und hielt weltweit Vorträge.

Die in diesen Jahren intensiv erlebte Exilsituation wurde für Flusser zu einer Grundkonstante seines späteren Denkens. In seiner Autobiographie „Bodenlos“ (1992) beschreibt er sie als eine Situation, die unsanft aus aller Sicherheit reißt und damit ans Philosophieren heranführt, oder treffender gesagt: einen zum Philosophieren zwingt.

1972 verließ er mit seiner Frau Edith aufgrund von Konflikten mit der Militärregierung Brasilien, um sich dauerhaft in Europa niederzulassen. Ihre ersten Stationen waren Meran in Südtirol und Saumur an der Loire, wo sie zwischen ausgedehnten Reisen jeweils mehrere Monate verbrachten. Meran war für ihn ein provisorischer Ort zum Überwintern, keine neue Heimat. Diese fand er 1980 in Robion, einem kleinen Dorf in der französischen Provence. Dort erwarb er dank Vermittlung seines Freundes Louis Bec ein bäuerliches Anwesen, das bis zu seinem Tod seine „Insel der Meditation und Kreativität im allgemeinen Strom“ bleiben sollte.

1981 begegnete er auf einem Fotosymposium auf Schloss Mickeln bei Düsseldorf dem deutschen Fotografen und Verleger Andreas Müller-Pohle. Auf dessen Anregung hin schrieb Flusser im Jahr darauf den Essay „Für eine Philosophie der Fotografie“, der schließlich in Müller-Pohles Verlag European Photography erschien. Dieser verlegte auch die weiteren Schriften Flussers, die später in der „Edition Flusser“ zusammengefasst wurden, und publizierte in seiner Zeitschrift European Photography unter dem Titel „Reflections“ eine regelmäßige Kolumne Flussers. Müller-Pohle gilt als der „Entdecker Flussers in Europa“. Beide verband eine enge Freundschaft und „grundlegende Seelenverwandschaft“, die Flussers Produktivität und Kreativität nachhaltig beflügelte.

1991 wurde Flusser von Friedrich Kittler als Gastprofessor an die Ruhr-Universität Bochum eingeladen. Nach dem ersten öffentlichen Vortrag in seiner Geburtsstadt Prag am Goethe-Institut starb er auf der Rückfahrt an den Folgen eines Autounfalls kurz vor der deutschen Grenze. Er wurde auf dem neuen jüdischen Friedhof in Prag beigesetzt.

Flussers Biographie erklärt seine bemerkenswerte Vielsprachigkeit. Er schrieb seine Texte in Englisch, Französisch, Portugiesisch und Deutsch – seltener in seiner Muttersprache Tschechisch. Dasselbe Thema in verschiedenen Sprachen zu behandeln, hieß für ihn, dieses von verschiedenen Punkten aus zu betrachten. Flusser ließ sich oft von der Etymologie leiten, und mehrere Sprachen boten ihm auch mehrere Ansätze. Er veröffentlichte hauptsächlich auf Deutsch und Portugiesisch. Sein Nachlass, der neben ca. 2500 Typoskripten auch sämtliche erhaltenen Korrespondenzen und viele Tondokumente beinhaltet, befindet sich im Vilém-Flusser-Archiv, das zunächst von dem Medienarchäologen Siegfried Zielinski betreut wurde. Es befand sich von 1998 bis 2006 an der Kunsthochschule für Medien Köln und ist seit 2007 an der Universität der Künste Berlin öffentlich zugänglich, seit 2016 wird es von der Professorin für Kommunikations- und Mediensoziologie Maren Hartmann betreut.

Die Gesamtheit seiner Denkbemühungen betitelt Flusser mit dem Kunstwort „Kommunikologie“, worunter er die Lehre von der menschlichen Kommunikation versteht. Sein Kommunikationsbegriff ist dabei ausufernd und nicht leicht zu fassen. Dürnberger fasst das Kommunikationsverständnis von Flusser in vier wesentlichen Punkten zusammen: Die menschliche Kommunikation ist (1) als Phänomen der Freiheit zu interpretieren, (2) ein existentielles Unterfangen, (3) in ihrer symbolischen Vermitteltheit dialektischer Natur und schließlich (4) mitentscheidend für unseren Standpunkt in und zur Welt.

  1. Die Kommunikation des Menschen ist laut Flusser „unnatürlich“. Ihre Künstlichkeit zeigt sich im Besonderen an ihrer symbolischen Vermitteltheit. Flusser versteht das Anhäufen von Informationen nicht als von Gesetzen ableitbaren Vorgang, sondern führt es auf die menschliche Freiheit, d. h. auf den menschlichen Willen zurück.
  2. Die Menschwerdung muss – im Sinne des Existentialismus – als Entfremdung verstanden werden: Der Mensch wird aus der Welt verstoßen (oder er entspringt ihr), d. h., er ist nicht länger wie das Tier in ihr aufgehoben, sondern tritt ihr als fremd gegenüber. Im Geworfensein liegt damit ein Gefühl der Ohnmacht, der Verlorenheit und der Einsamkeit – und gegen diese Stimmung, so Flusser, kommuniziert der Mensch: „Die menschliche Kommunikation ist ein Kunstgriff, dessen Absicht es ist, uns die brutale Sinnlosigkeit eines zum Tode verurteilten Lebens vergessen zu lassen.“
  3. Symbole sollen die Kluft, wie sie die Reflexion zwischen Welt und Mensch auftut, überbrücken, indem sie die Welt bedeuten. Sie sollen die Welt darstellen, sie strukturieren und Orientierung schaffen. Symbole sind, so Flusser, ihrem Wesen nach dabei jedoch dialektischer Natur, d. h., ein Symbol besitzt nicht nur das Potential, die Welt darzustellen, es trägt auch die Tendenz inne, die Welt zu verdecken. Für Flusser ist mit diesem Befund die Möglichkeit angesprochen, dass ein Code als System von Symbolen die Welt mehr verdeckt als er sie bedeutet.
  4. Kommunikation ist schließlich laut Flusser mitentscheidend für unseren Standpunkt in und zur Welt. Symbole sind nicht als Spiegel der Wirklichkeit zu verstehen, sie bilden die Welt nicht eins zu eins ab, sondern nehmen in ihrem abstrahierenden Abbilden und akzentuierenden Beschreiben stets eine Konstruktion vor. Diese Konstruktion ist dabei, so Flusser, nicht unabhängig von der Art der Symbole, vielmehr gilt, dass jeder Code eine für ihn typische Prägung mit sich bringt.

Vilém Flusser geht von einem fünfstufigen historischen Modell aus. Die erste Stufe wird einem Naturmenschen zugeordnet, der in einer vierdimensionalen Umwelt des unmittelbaren und „konkreten Erlebens“ lebt. Die zweite Stufe bezieht sich auf das Interesse des Menschen an Gegenständen, also an einer dreidimensionalen Umwelt. Mit der dritten Stufe wird die zweidimensionale Umwelt prägend für die Kultur: Traditionelle Bilder, die „anschaulich und imaginär“ sind, schieben sich zwischen den Menschen und seine Lebenswelt. Seit etwa viertausend Jahren sind lineare Texte zunehmend kulturprägend. Diese Art der Vermittlungstechnik von Informationen, bei der ein „Begreifen mittels Begriffen“ ermöglicht wird, lässt eine eindimensionale Umwelt entstehen. Die heutige Gesellschaft befindet sich auf dem Weg in eine nachalphabetische Phase der nulldimensionalen technischen Bilder, bei der die Texte ihre Funktion verlieren. Diesen gegenwärtigen „Umbruch der Codes“ charakterisiert Flusser als eine Situation der Krise. Wobei Flusser nicht nur die Herausforderungen, sondern ebenso die Produktivität eines solchen Umbruchs erkennt: In seinem Aufsatz Wonach? versucht er bruchstückhaft Ausblick auf eine neue Wissenschaftlichkeit und Kultur jenseits der Dominanz der Schriftlichkeit zu geben.

In diesem Stufenmodell verweist das Zeichen der höheren Stufe jeweils auf das Erlebte der nächsttieferen Stufe. Ein Bild bedeutet die dargestellten dreidimensionalen Gegenstände; ein Text bedeutet ein Bild, welches seinerseits die Gegenstände bedeutet. Indem der Text den Bildinhalt auf eine Dimension reduziert, kann dieser Inhalt analysiert und kopiert werden.

Den Unterschied zwischen traditionellen Bildern und technischen bzw. „Technobildern“, wie Fotografien, Filmen, Video, statistischen Kurven, Diagrammen und Verkehrszeichen und -symbolen, sieht Flusser auf der Bedeutungsebene: Während traditionelle Bilder Szenen darstellen, bedeuten Technobilder Texte. Ein traditionelles Frauenporträt stellt eine (reale oder fiktive) Person dar; ein Technobild einer Frau dagegen bedeutet einen Satz (oder einen längeren Text), z. B. bedeutet das Technobild einer Frau auf einer WC-Tür: „Dieses WC dürfen nur Frauen betreten!“

Flusser sagt voraus, dass das Alphabet als dominierender Code von den Technobildern abgelöst werden wird. Dadurch würde sich auch die Auffassung von Raum und Zeit ändern, denn der lineare Zeitverlauf und der geometrische Raum sind nur für die Menschen eine Selbstverständlichkeit, die mit Texten aufgewachsen und von Texten geprägt sind.

Bei seinem Informationsbegriff spielt das Konzept der Entropie aus der Physik eine entscheidende Rolle, wobei er Informieren als eine universell-natürliche Verhaltensweise betrachtet. Informieren heißt bei ihm immer, etwas (amorphes Material) in Form bringen, wobei bei diesem Vorgang Energie genutzt wird. Bei der Nutzung von Energie wird allerdings unweigerlich Energie irreversibel zerstreut. Während die Zerstreuung der Energie wahrscheinlich ist, ist der Zustand der Ordnung, also der Information, unwahrscheinlich. Folglich ist Information das Auftauchen des Unwahrscheinlichen und entspricht der Negentropie, einer negativen Entropie.

Er entwickelte eine positive Utopie der zukünftigen telematischen Gesellschaft (Telematik) als Gegenentwurf zu zeitgenössischen pessimistischen Medientheorien und Medienkritiken. Bei dieser Konstruktion nahm er an, dass jede Gesellschaft vom Zusammenspiel zweier Kommunikationsformen geprägt wird:

Dialoge, die Informationen erzeugen, und Diskurse, durch die Informationen weitergegeben werden.

Grundsätzlich sind drei Formen der Gesellschaft aus dieser Annahme ableitbar:

  1. Die bisherige „ideale Gesellschaft“, bei der Dialoge und Diskurse sich im Gleichgewicht befinden.
  2. Die „autoritäre Gesellschaft“, bei der die Diskurse dominieren. Das Fehlen der Dialoge zieht eine Informationsarmut nach sich. Diskurse werden nicht mehr durch Dialoge mit Informationen gespeist.
  3. Die zukünftige und „revolutionäre Gesellschaft“, bei der Dialoge überwiegen, welche ständig Informationen erzeugen. Bedingt durch die so entstehende Informationsflut zerbrechen die alten Diskurse. Dementsprechend gibt es in der telematischen Gesellschaft keine Autoritäten. Sie ist, aufgrund ihrer vernetzten Struktur, völlig undurchsichtig und lenkt sich selbst kybernetisch. So wird Telematik von ihm auch als „kosmisches Hirn“ bezeichnet.

Flusser war nicht der Meinung, dass das Auftauchen neuer Medien zu Beeinträchtigungen führe. Vielmehr wies er auf die Gefahr hin, die Chancen, die sich durch die neuen Medien ergeben, zu verpassen.

Geprägt durch sein wechselhaftes Leben betrachtete Flusser Wohnen und Heimat als Zeichen der Gebundenheit des Menschen, der von Natur aus eigentlich Nomade ist. In der Überwindung der räumlichen Distanzen durch die neuen Medien schafft sich der Mensch einen Zugang zu einer neuen Freiheit.

Flusser hat seine eigene Situation als intellektueller Einwanderer in Brasilien in seinem 1994 erschienenen Werk "Brasilien oder die Suche nach dem neuen Menschen. Für eine Phänomenologie der Unterentwicklung" reflektiert. Anders als Stefan Zweig, der ebenso wie Flusser aufgrund der nationalsozialistischen Machtergreifung aus Mitteleuropa emigriert war, sah Flusser sich jedoch nicht als Flüchtling, sondern als Ankömmling, als Immigrant. Seine Lebenslauf berechtigte ihn zu dieser Perspektive, denn er lebte drei Jahrzehnte lang in Brasilien und lernte Land und Leute gründlich kennen. Seine scharfe Beobachtung der brasilianischen Gesellschaft stellt eine der wichtigsten Reflexionen über dieses Land da, nur vergleichbar in ihrem Realismus mit Claude Lévi-Strauss' "Traurige Tropen". Die Grundlage seiner Betrachtungen über Brasilien bildet die Erkenntnis, dass der Fremde, sofern er in der Lage ist, von allen mitgebrachten Klischees abzusehen, nicht etwa eine kulturelle Einheit vorfindet, die durch das Portugiesische begründet und gefördert wird, sondern eine fast amorphe Masse, die sich des Portugiesischen als einer Art Lingua Franca bedient. Aus diesem Grund auch gibt es für den Einwanderer keine andere Barriere als die sprachliche zu überwinden. Für Zweig lag genau darin ein Gegenpol zum Rassismus europäischer Prägung, er postulierte, Brasilien sei "ein Land der Zukunft". Flusser indes ließ sich nicht täuschen. Auch er verglich die brasilianische Gesellschaft mit den Gesellschaften, die er aus Europa kannte, kam aber zu dem entgegengesetzten Schluss, dass Brasilien noch keine Gesellschaft im eigentlich Sinn entwickelt hatte. Er spricht in diesem Zusammenhang von einer "falschen Oberflächenkultur" (S. 224), unter der sich stark divergierende Realitäten verbergen. In diesem Sinne geht er weit über Gilberto Freyres "Herrenhaus und Sklavenhütte" (1936) hinaus, der die Doktrin aufgestellt hatte, Brasilien habe bereits die "Rassendemokratie" verwirklicht, indem es zu einer harmonischen Vermischung von indianischer, afrikanischer und europäischer Bevölkerung und Kultur gelangt sei. Dieser Ansatz entspringt laut Flusser einer "romantischen Ideologie" (S. 35), die durch Einwanderungswellen aus dem mittleren Osten, aus Japan und erneut aus Europa im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts ihre Berechtigung verloren habe.

Flusser hatte eine doppelte Fachorientierung sowohl in die Philosophie als auch in die Kommunikationswissenschaft. Diese Interdisziplinarität kann in der Rolle der menschlichen Kommunikation gesehen werden, welche in Flussers Theorie eine zentrale Bedeutung einnimmt: Der Zweck der Kommunikation liegt darin, den Tod durch Speicherung von Informationen zu negieren. Sie ist ein Akt der Freiheit und hat das Ziel, Codes zu erschaffen, um die Sinnlosigkeit und Einsamkeit des Menschen zu vergessen. Dadurch, dass der Mensch die Bedeutungslosigkeit seines zum Tod verurteilten Lebens vergessen will, wird er ein geselliges Tier, ein zoon politikon. Die Kommunikation ist somit ein intentionaler, dialogischer und intersubjektivischer Akt, da der Mensch nicht einsam und allein leben kann.

Ausgewählte Publikationen

  • Jude sein. Essays, Briefe, Fiktionen. Herausgegeben von Stefan Bollmann und Edith Flusser. CEP Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2014, ISBN 978-3-86393-055-4.
  • Kommunikologie weiter denken. Die „Bochumer Vorlesungen“. Herausgegeben von Silvia Wagnermaier und Siegfried Zielinski. Mit einem Vorwort von Friedrich A. Kittler und einem Nachwort von Silvia Wagnermaier. Fischer, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-596-18145-2.
  • Vogelflüge. Essays zu Natur und Kultur. 2000, ISBN 3-446-19926-8.
  • Ins Universum der technischen Bilder. 2000, ISBN 3-923283-43-1.
  • Briefe an Alex Bloch. hrsg. v. Edith Flusser und Klaus Sander. Göttingen 2000, ISBN 3-923283-53-9.
  • Heimat und Heimatlosigkeit. hrsg. v. Klaus Sander. Audio-CD, 49 Minuten und Booklet, 16 Seiten. Originaltonaufnahmen 1985/1991. supposé Köln 1999, ISBN 3-932513-12-6.
  • Kommunikologie. Frankfurt am Main. 1998, ISBN 3-596-13389-0.
  • Medienkultur. Frankfurt am Main. 1997, ISBN 3-596-13386-6.
  • Die Informationsgesellschaft. Phantom oder Realität? hrsg. v. Klaus Sander. Audio-CD, 44 Minuten und Booklet, 8 Seiten. Originaltonaufnahme 1991. supposé Köln 1996, ISBN 3-932513-10-X. (Neuauflage 1999)
  • Zwiegespräche. Interviews 1967–1991. hrsg. v. Klaus Sander. Göttingen 1996, ISBN 3-923283-34-2.
  • Gesten: Versuch einer Phänomenologie. Frankfurt am Main 1994.
  • Vom Stand der Dinge: eine kleine Philosophie des Design. Göttingen 1993, ISBN 3-88243-249-7.
  • Dinge und Undinge. Phänomenologische Skizzen. Hanser, München 1993, ISBN 3-446-17321-8.
  • Vampyroteuthis infernalis. Göttingen 1993, ISBN 3-923283-23-7.
  • Edition Flusser. Herausgegeben von Andreas Müller-Pohle. Verlag European Photography, Berlin 1994 ff.
  • Schriften in 9 Bänden. Herausgegeben von Edith Flusser und Stefan Bollmann. Bollmann Verlag Bensheim/ Düsseldorf 1993 ff.
    • 1993: Band 1 – Lob der Oberflächlichkeit. Für eine Phänomenologie der Medien
    • 1993: Band 2 – Nachgeschichte. Eine korrigierte Geschichtsschreibung
    • 1994: Band 3 – Vom Subjekt zum Projekt: Menschwerdung
    • 1994: Band 4 – Kommunikologie
    • 1994: Band 5 – Brasilien oder die Suche nach dem neuen Menschen. Phänomenologie der Unterentwicklung.
    • 1997: Band 6 – Telematische Kultur (nie erschienen)
    • 1998: Band 7 – Warten auf Kafka. Philosophieren zwischen den Sprachen (nie erschienen)
    • 1996: Band 8 – Das Märchen von der Wahrheit. Glossen und Philosophiefiktionen (nie erschienen)
    • 1998: Band 9 – Dialogische Existenz (nie erschienen)
  • Nach der Postmoderne. Düsseldorf 1992
  • Vilém Flusser: Virtuelle Räume – Simultane Welten . ARCH+ 111, Aachen, März 1992.
  • Die Schrift. Hat Schreiben Zukunft? Modifizierte Ausgabe auf Diskette. Göttingen 1987, ISBN 3-926199-01-6.
  • Die Schrift. Hat Schreiben Zukunft? Göttingen 1987, ISBN 3-923283-25-3.
  • Ins Universum der technischen Bilder. Göttingen 1985, ISBN 3-923283-10-5.
  • Für eine Philosophie der Fotografie. Göttingen 1983, ISBN 3-923283-01-6.
  • Nachgeschichten. Essays, Vorträge, Glossen. hrsg. von Volker Rapsch. Bollmann Verlag, Düsseldorf 1990, ISBN 3-927901-00-8.
  • Bodenlos. Eine philosophische Autobiographie. Bollmann Verlag, Köln 1992, ISBN 3-927901-19-9.

Online-Publikationen

Sekundärliteratur

  • Oliver Bidlo: Vilém Flusser. Einführung. Oldib Verlag, Essen 2008, ISBN 978-3-939556-07-7.
  • Guido Bröckling: Das handlungsfähige Subjekt zwischen TV-Diskurs und Netz-Dialog. Vilém Flusser und die Frage der sozio- und medienkulturellen Kompetenz. Kopaed, München 2012, ISBN 978-3-86736-280-1.
  • Oliver Fahle, Michael Hanke u. Andreas Ziemann: Technobilder und Kommunikologie. Die Medientheorie Vilém Flussers. Parerga, Berlin 2009, ISBN 978-3-937262-89-5.
  • Detlev von Graeve: Vilém Flusser als Kunsttheoretiker und Kunstkritiker. (Memento vom 1. November 2013 im Internet Archive) In: Flusser Studies. (PDF; 101 kB)
  • Rainer Guldin: Philosophieren zwischen den Sprachen: Vilém Flussers Werk. Wilhelm Fink Verlag, München 2005, ISBN 3-7705-4098-0.
  • Rainer Guldin, Anke Finger, Gustavo Bernardo: Vilém Flusser. UTB, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8252-3045-6.
  • Rainer Guldin, Gustavo Bernardo: Vilém Flusser (1920–1991). Ein Leben in der Bodenlosigkeit. Biographie. transcript, Bielefeld 2017, ISBN 978-3-8376-4064-9.
  • Kai Hochscheid: Vilém Flusser. In: Stephan Moebius, Dirk Quadflieg (Hrsg.): Kultur. Theorien der Gegenwart. VS-Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, ISBN 3-531-14519-3.
  • Susanne Klengel, Holger Siever (Hrsg.): Das Dritte Ufer. Vilém Flusser und Brasilien. Kontexte, Migration, Übersetzungen. Königshausen & Neumann, Würzburg 2009, ISBN 978-3-8260-3687-3.
  • Elizabeth Neswald: Medien-Theologie: das Werk Vilém Flussers. Böhlau-Verlag, Köln 1998, ISBN 3-412-10097-8.
  • Volker Rapsch (Hrsg.): Über Flusser. Die Fest-Schrift zum 70. von Vilém Flusser. Bollmann, Düsseldorf 1990, ISBN 3-927901-04-0.
  • Nils Röller, Silvia Wagnermaier (Hrsg.): Absolute Vilém Flusser. Orange-Press, Freiburg im Breisgau 2003, ISBN 3-936086-10-9.
  • Andreas Ströhl: Vilém Flusser (1920–1991). Phänomenologie der Kommunikation. (= Intellektuelles Prag im 19. und 20. Jahrhundert. 5). Böhlau, Köln/ Weimar/ Wien 2013, ISBN 978-3-412-21033-5.
  1. Diário Oficial da União (DOU) de 23 de Janeiro de 1950, S. 4 (brasilianisches Portugiesisch). Abgerufen am 3. Januar 2022.
  2. FLUSSER, Vilém. Bobenlos: A Philosophical Autobiography. Annablume, 2007. pp. 141-156. Vicente was the Brazilian philosopher who most marked Flusser's work. (editor's note) In the German version: Freund-feind.
  3. Vilém Flusser: Vicente Ferreira da Silva (Typoskript, 7 Seiten, deutsch)
  4. Vilém Flusser: Bodenlos. Eine philosophische Autobiographie. Bollmann, Düsseldorf/Bensheim 1992, S. 11.
  5. Rainer Guldin, Gustavo Bernhard: Vilém Flusser (1920-1991). Ein Leben in der Bodenlosigkeit. Biographie. transcript Verlag, Bielefeld 2017, ISBN 978-3-8376-4064-9,S.231.
  6. Rainer Guldin, Gustavo Bernhard: Vilém Flusser (1920-1991).S.274.
  7. Andreas Ströhl: Die Geste Mensch – Vilém Flussers Kulturtheorie als kommunikationsphilosophischer Zukunftsentwurf. Website der Philipps-Universität Marburg. Abgerufen am 17. Mai 2021.
  8. Rainer Guldin, Gustavo Bernhard: Vilém Flusser (1920-1991).S.276.
  9. Felix Philipp Ingold: Vilém Flusser prophezeite den Niedergang der Schriftkultur und des Fernsehens. Und er sah Figuren wie Trump kommen – eine Würdigung des Denkers. In: nzz.ch. 26. Oktober 2018, abgerufen am 2. Dezember 2018.
  10. Christian Dürnberger: Denken im Umbruch der Symbole. Karl Jaspers’ Begriff der Achsenzeit in einer kommunikationsphilosophischen Interpretation nach Vilém Flusser. Wien 2006, S. 43ff.
  11. Vilém Flusser: Kommunikologie. Fischer, Frankfurt am Main 2000, S. 12ff.
  12. Vilém Flusser: Kommunikologie. Fischer, Frankfurt am Main 2000, S. 10.
  13. Vilém Flusser: Kommunikologie. Fischer, Frankfurt am Main 2000, S. 107.
  14. Vilém Flusser: Kommunikologie. Fischer, Frankfurt am Main 2000, S. 242
  15. Ein Hinweis darauf ist Mythos des ägyptischen Gottes "Theuth" auf den Platon im Dialog Phaidros (274 e1-275b2) referiert.
  16. Vilém Flusser: Kommunikologie. Fischer, Frankfurt am Main 2000, S. 105ff.
  17. Vilém Flusser: Kommunikologie. Fischer, Frankfurt am Main 2000, S. 224
  18. Vilém Flusser: Wonach? In: Andreas Steffens (Hrsg.): Nach der Postmoderne. Bollmann, Düsseldorf 1992, S. 15–30.
  19. Vilém Flusser: Brasilien oder die Suche nach dem neuen Menschen. Für eine Phänomenologie der Unterentwicklung. In: Stefan Bollmann und Edith Flusser (Hrsg.): Schriften. 1. Auflage. Band,Nr.5. Bollmann Verlag, Mannheim 1994, ISBN 3-927901-40-7.
Personendaten
NAME Flusser, Vilém
KURZBESCHREIBUNG tschechoslowakisch-brasilianischer Kommunikations- und Medienphilosoph, Autor und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 12. Mai 1920
GEBURTSORT Prag
STERBEDATUM 27. November 1991

Vilem Flusser tschechisch brasilianischer Kommunikations und Medienphilosoph Autor und Hochschullehrer Sprache Beobachten Bearbeiten Vilem Flusser 12 Mai 1920 in Prag 27 November 1991 war ein tschechisch brasilianischer Medienphilosoph und Kommunikationswissenschaftler dessen zentrales Thema der Untergang der Schriftkultur war Obwohl seine Uberlegungen unentwegt um das Thema Krise kreisten weigerte er sich ein Pessimist zu sein Mittelpunkt seiner Welt Menschen und Gesellschaftssicht war stets das Thema Kommunikation Vilem Flusser 1940 Vilem Flusser im Horsaal der FH Bielefeld Fotosymposium 1984 Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Der Kommunikationsbegriff von Vilem Flusser 3 Hauptaussagen seiner Philosophie 4 Flusser als Philosoph und Kommunikationswissenschaftler 5 Literatur 5 1 Ausgewahlte Publikationen 5 2 Online Publikationen 5 3 Sekundarliteratur 6 Siehe auch 7 Weblinks 8 EinzelnachweiseLeben BearbeitenFlusser entstammte einer judischen Akademikerfamilie sein Vater Gustav war Mathematikprofessor an der Universitat in Prag sein Cousin der Religionswissenschaftler David Flusser 1938 trat Vilem Flusser ein Philosophiestudium an der Karls Universitat in Prag an musste jedoch 1939 vor den Nationalsozialisten fluchten Vilem Flusser verlor seine gesamte Familie in Konzentrationslagern Sein Vater starb 1940 in Buchenwald seine Grosseltern seine Mutter und seine Schwester wurden nach Theresienstadt und spater nach Auschwitz gebracht und dort ermordet Flusser lebte zunachst mit seiner spateren Frau bei deren Eltern in London wo er sein Studium fortsetzen konnte 1940 wanderte die gesamte Familie nach Brasilien aus Bis ca 1950 war er im Import und Export tatig und erhielt 1950 die brasilianische Staatsburgerschaft 1 In den Jahren 1950 51 wirkte er an einem Buchprojekt zur Geistesgeschichte des 18 Jahrhunderts mit Ab 1960 hatte er Kontakt mit dem Brasilianischen Philosophischen Institut und hielt dort Vortrage Flusser hatte als seinen Freund und engsten Gesprachspartner den brasilianischen Philosophen Vicente Ferreira da Silva 2 3 Ab 1962 war er Mitglied dieses Institutes und erhielt 1962 einen Lehrstuhl fur Kommunikationstheorie in Sao Paulo Von 1967 an war er Professor fur Kommunikation an der Escola Superior de Cinema in Sao Paulo und hielt weltweit Vortrage Die in diesen Jahren intensiv erlebte Exilsituation wurde fur Flusser zu einer Grundkonstante seines spateren Denkens In seiner Autobiographie Bodenlos 1992 beschreibt er sie als eine Situation die unsanft aus aller Sicherheit reisst und damit ans Philosophieren heranfuhrt oder treffender gesagt einen zum Philosophieren zwingt 4 1972 verliess er mit seiner Frau Edith aufgrund von Konflikten mit der Militarregierung Brasilien um sich dauerhaft in Europa niederzulassen Ihre ersten Stationen waren Meran in Sudtirol und Saumur an der Loire wo sie zwischen ausgedehnten Reisen jeweils mehrere Monate verbrachten Meran war fur ihn ein provisorischer Ort zum Uberwintern keine neue Heimat Diese fand er 1980 in Robion einem kleinen Dorf in der franzosischen Provence Dort erwarb er dank Vermittlung seines Freundes Louis Bec ein bauerliches Anwesen das bis zu seinem Tod seine Insel der Meditation und Kreativitat im allgemeinen Strom bleiben sollte 5 1981 begegnete er auf einem Fotosymposium auf Schloss Mickeln bei Dusseldorf dem deutschen Fotografen und Verleger Andreas Muller Pohle 6 Auf dessen Anregung hin schrieb Flusser im Jahr darauf den Essay Fur eine Philosophie der Fotografie der schliesslich in Muller Pohles Verlag European Photography erschien Dieser verlegte auch die weiteren Schriften Flussers die spater in der Edition Flusser zusammengefasst wurden und publizierte in seiner Zeitschrift European Photography unter dem Titel Reflections eine regelmassige Kolumne Flussers Muller Pohle gilt als der Entdecker Flussers in Europa 7 Beide verband eine enge Freundschaft und grundlegende Seelenverwandschaft die Flussers Produktivitat und Kreativitat nachhaltig beflugelte 8 1991 wurde Flusser von Friedrich Kittler als Gastprofessor an die Ruhr Universitat Bochum eingeladen Nach dem ersten offentlichen Vortrag in seiner Geburtsstadt Prag am Goethe Institut starb er auf der Ruckfahrt 9 an den Folgen eines Autounfalls kurz vor der deutschen Grenze Er wurde auf dem neuen judischen Friedhof in Prag beigesetzt Flussers Biographie erklart seine bemerkenswerte Vielsprachigkeit Er schrieb seine Texte in Englisch Franzosisch Portugiesisch und Deutsch seltener in seiner Muttersprache Tschechisch Dasselbe Thema in verschiedenen Sprachen zu behandeln hiess fur ihn dieses von verschiedenen Punkten aus zu betrachten Flusser liess sich oft von der Etymologie leiten und mehrere Sprachen boten ihm auch mehrere Ansatze Er veroffentlichte hauptsachlich auf Deutsch und Portugiesisch Sein Nachlass der neben ca 2500 Typoskripten auch samtliche erhaltenen Korrespondenzen und viele Tondokumente beinhaltet befindet sich im Vilem Flusser Archiv das zunachst von dem Medienarchaologen Siegfried Zielinski betreut wurde Es befand sich von 1998 bis 2006 an der Kunsthochschule fur Medien Koln und ist seit 2007 an der Universitat der Kunste Berlin offentlich zuganglich seit 2016 wird es von der Professorin fur Kommunikations und Mediensoziologie Maren Hartmann betreut Der Kommunikationsbegriff von Vilem Flusser BearbeitenDie Gesamtheit seiner Denkbemuhungen betitelt Flusser mit dem Kunstwort Kommunikologie worunter er die Lehre von der menschlichen Kommunikation versteht Sein Kommunikationsbegriff ist dabei ausufernd und nicht leicht zu fassen Durnberger fasst das Kommunikationsverstandnis von Flusser in vier wesentlichen Punkten zusammen Die menschliche Kommunikation ist 1 als Phanomen der Freiheit zu interpretieren 2 ein existentielles Unterfangen 3 in ihrer symbolischen Vermitteltheit dialektischer Natur und schliesslich 4 mitentscheidend fur unseren Standpunkt in und zur Welt 10 Die Kommunikation des Menschen ist laut Flusser unnaturlich Ihre Kunstlichkeit zeigt sich im Besonderen an ihrer symbolischen Vermitteltheit Flusser versteht das Anhaufen von Informationen nicht als von Gesetzen ableitbaren Vorgang sondern fuhrt es auf die menschliche Freiheit d h auf den menschlichen Willen zuruck 11 Die Menschwerdung muss im Sinne des Existentialismus als Entfremdung verstanden werden Der Mensch wird aus der Welt verstossen oder er entspringt ihr d h er ist nicht langer wie das Tier in ihr aufgehoben sondern tritt ihr als fremd gegenuber Im Geworfensein liegt damit ein Gefuhl der Ohnmacht der Verlorenheit und der Einsamkeit und gegen diese Stimmung so Flusser kommuniziert der Mensch Die menschliche Kommunikation ist ein Kunstgriff dessen Absicht es ist uns die brutale Sinnlosigkeit eines zum Tode verurteilten Lebens vergessen zu lassen 12 Symbole sollen die Kluft wie sie die Reflexion zwischen Welt und Mensch auftut uberbrucken indem sie die Welt bedeuten Sie sollen die Welt darstellen sie strukturieren und Orientierung schaffen Symbole sind so Flusser ihrem Wesen nach dabei jedoch dialektischer Natur d h ein Symbol besitzt nicht nur das Potential die Welt darzustellen es tragt auch die Tendenz inne die Welt zu verdecken Fur Flusser ist mit diesem Befund die Moglichkeit angesprochen dass ein Code als System von Symbolen die Welt mehr verdeckt als er sie bedeutet 13 Kommunikation ist schliesslich laut Flusser mitentscheidend fur unseren Standpunkt in und zur Welt Symbole sind nicht als Spiegel der Wirklichkeit zu verstehen sie bilden die Welt nicht eins zu eins ab sondern nehmen in ihrem abstrahierenden Abbilden und akzentuierenden Beschreiben stets eine Konstruktion vor Diese Konstruktion ist dabei so Flusser nicht unabhangig von der Art der Symbole vielmehr gilt dass jeder Code eine fur ihn typische Pragung mit sich bringt 14 Hauptaussagen seiner Philosophie BearbeitenVilem Flusser geht von einem funfstufigen historischen Modell aus Die erste Stufe wird einem Naturmenschen zugeordnet der in einer vierdimensionalen Umwelt des unmittelbaren und konkreten Erlebens lebt Die zweite Stufe bezieht sich auf das Interesse des Menschen an Gegenstanden also an einer dreidimensionalen Umwelt Mit der dritten Stufe wird die zweidimensionale Umwelt pragend fur die Kultur Traditionelle Bilder die anschaulich und imaginar sind schieben sich zwischen den Menschen und seine Lebenswelt Seit etwa viertausend Jahren sind lineare Texte zunehmend kulturpragend 15 Diese Art der Vermittlungstechnik von Informationen bei der ein Begreifen mittels Begriffen ermoglicht wird lasst eine eindimensionale Umwelt entstehen Die heutige Gesellschaft befindet sich auf dem Weg in eine nachalphabetische Phase der nulldimensionalen technischen Bilder bei der die Texte ihre Funktion verlieren 16 Diesen gegenwartigen Umbruch der Codes charakterisiert Flusser als eine Situation der Krise 17 Wobei Flusser nicht nur die Herausforderungen sondern ebenso die Produktivitat eines solchen Umbruchs erkennt In seinem Aufsatz Wonach versucht er bruchstuckhaft Ausblick auf eine neue Wissenschaftlichkeit und Kultur jenseits der Dominanz der Schriftlichkeit zu geben 18 In diesem Stufenmodell verweist das Zeichen der hoheren Stufe jeweils auf das Erlebte der nachsttieferen Stufe Ein Bild bedeutet die dargestellten dreidimensionalen Gegenstande ein Text bedeutet ein Bild welches seinerseits die Gegenstande bedeutet Indem der Text den Bildinhalt auf eine Dimension reduziert kann dieser Inhalt analysiert und kopiert werden Den Unterschied zwischen traditionellen Bildern und technischen bzw Technobildern wie Fotografien Filmen Video statistischen Kurven Diagrammen und Verkehrszeichen und symbolen sieht Flusser auf der Bedeutungsebene Wahrend traditionelle Bilder Szenen darstellen bedeuten Technobilder Texte Ein traditionelles Frauenportrat stellt eine reale oder fiktive Person dar ein Technobild einer Frau dagegen bedeutet einen Satz oder einen langeren Text z B bedeutet das Technobild einer Frau auf einer WC Tur Dieses WC durfen nur Frauen betreten Flusser sagt voraus dass das Alphabet als dominierender Code von den Technobildern abgelost werden wird Dadurch wurde sich auch die Auffassung von Raum und Zeit andern denn der lineare Zeitverlauf und der geometrische Raum sind nur fur die Menschen eine Selbstverstandlichkeit die mit Texten aufgewachsen und von Texten gepragt sind Bei seinem Informationsbegriff spielt das Konzept der Entropie aus der Physik eine entscheidende Rolle wobei er Informieren als eine universell naturliche Verhaltensweise betrachtet Informieren heisst bei ihm immer etwas amorphes Material in Form bringen wobei bei diesem Vorgang Energie genutzt wird Bei der Nutzung von Energie wird allerdings unweigerlich Energie irreversibel zerstreut Wahrend die Zerstreuung der Energie wahrscheinlich ist ist der Zustand der Ordnung also der Information unwahrscheinlich Folglich ist Information das Auftauchen des Unwahrscheinlichen und entspricht der Negentropie einer negativen Entropie Er entwickelte eine positive Utopie der zukunftigen telematischen Gesellschaft Telematik als Gegenentwurf zu zeitgenossischen pessimistischen Medientheorien und Medienkritiken Bei dieser Konstruktion nahm er an dass jede Gesellschaft vom Zusammenspiel zweier Kommunikationsformen gepragt wird Dialoge die Informationen erzeugen und Diskurse durch die Informationen weitergegeben werden Grundsatzlich sind drei Formen der Gesellschaft aus dieser Annahme ableitbar Die bisherige ideale Gesellschaft bei der Dialoge und Diskurse sich im Gleichgewicht befinden Die autoritare Gesellschaft bei der die Diskurse dominieren Das Fehlen der Dialoge zieht eine Informationsarmut nach sich Diskurse werden nicht mehr durch Dialoge mit Informationen gespeist Die zukunftige und revolutionare Gesellschaft bei der Dialoge uberwiegen welche standig Informationen erzeugen Bedingt durch die so entstehende Informationsflut zerbrechen die alten Diskurse Dementsprechend gibt es in der telematischen Gesellschaft keine Autoritaten Sie ist aufgrund ihrer vernetzten Struktur vollig undurchsichtig und lenkt sich selbst kybernetisch So wird Telematik von ihm auch als kosmisches Hirn bezeichnet Flusser war nicht der Meinung dass das Auftauchen neuer Medien zu Beeintrachtigungen fuhre Vielmehr wies er auf die Gefahr hin die Chancen die sich durch die neuen Medien ergeben zu verpassen Gepragt durch sein wechselhaftes Leben betrachtete Flusser Wohnen und Heimat als Zeichen der Gebundenheit des Menschen der von Natur aus eigentlich Nomade ist In der Uberwindung der raumlichen Distanzen durch die neuen Medien schafft sich der Mensch einen Zugang zu einer neuen Freiheit Flusser hat seine eigene Situation als intellektueller Einwanderer in Brasilien in seinem 1994 erschienenen Werk Brasilien oder die Suche nach dem neuen Menschen Fur eine Phanomenologie der Unterentwicklung 19 reflektiert Anders als Stefan Zweig der ebenso wie Flusser aufgrund der nationalsozialistischen Machtergreifung aus Mitteleuropa emigriert war sah Flusser sich jedoch nicht als Fluchtling sondern als Ankommling als Immigrant Seine Lebenslauf berechtigte ihn zu dieser Perspektive denn er lebte drei Jahrzehnte lang in Brasilien und lernte Land und Leute grundlich kennen Seine scharfe Beobachtung der brasilianischen Gesellschaft stellt eine der wichtigsten Reflexionen uber dieses Land da nur vergleichbar in ihrem Realismus mit Claude Levi Strauss Traurige Tropen Die Grundlage seiner Betrachtungen uber Brasilien bildet die Erkenntnis dass der Fremde sofern er in der Lage ist von allen mitgebrachten Klischees abzusehen nicht etwa eine kulturelle Einheit vorfindet die durch das Portugiesische begrundet und gefordert wird sondern eine fast amorphe Masse die sich des Portugiesischen als einer Art Lingua Franca bedient Aus diesem Grund auch gibt es fur den Einwanderer keine andere Barriere als die sprachliche zu uberwinden Fur Zweig lag genau darin ein Gegenpol zum Rassismus europaischer Pragung er postulierte Brasilien sei ein Land der Zukunft Flusser indes liess sich nicht tauschen Auch er verglich die brasilianische Gesellschaft mit den Gesellschaften die er aus Europa kannte kam aber zu dem entgegengesetzten Schluss dass Brasilien noch keine Gesellschaft im eigentlich Sinn entwickelt hatte Er spricht in diesem Zusammenhang von einer falschen Oberflachenkultur S 224 unter der sich stark divergierende Realitaten verbergen In diesem Sinne geht er weit uber Gilberto Freyres Herrenhaus und Sklavenhutte 1936 hinaus der die Doktrin aufgestellt hatte Brasilien habe bereits die Rassendemokratie verwirklicht indem es zu einer harmonischen Vermischung von indianischer afrikanischer und europaischer Bevolkerung und Kultur gelangt sei Dieser Ansatz entspringt laut Flusser einer romantischen Ideologie S 35 die durch Einwanderungswellen aus dem mittleren Osten aus Japan und erneut aus Europa im Laufe des 19 und 20 Jahrhunderts ihre Berechtigung verloren habe Flusser als Philosoph und Kommunikationswissenschaftler BearbeitenFlusser hatte eine doppelte Fachorientierung sowohl in die Philosophie als auch in die Kommunikationswissenschaft Diese Interdisziplinaritat kann in der Rolle der menschlichen Kommunikation gesehen werden welche in Flussers Theorie eine zentrale Bedeutung einnimmt Der Zweck der Kommunikation liegt darin den Tod durch Speicherung von Informationen zu negieren Sie ist ein Akt der Freiheit und hat das Ziel Codes zu erschaffen um die Sinnlosigkeit und Einsamkeit des Menschen zu vergessen Dadurch dass der Mensch die Bedeutungslosigkeit seines zum Tod verurteilten Lebens vergessen will wird er ein geselliges Tier ein zoon politikon Die Kommunikation ist somit ein intentionaler dialogischer und intersubjektivischer Akt da der Mensch nicht einsam und allein leben kann Literatur BearbeitenAusgewahlte Publikationen Bearbeiten Jude sein Essays Briefe Fiktionen Herausgegeben von Stefan Bollmann und Edith Flusser CEP Europaische Verlagsanstalt Hamburg 2014 ISBN 978 3 86393 055 4 Kommunikologie weiter denken Die Bochumer Vorlesungen Herausgegeben von Silvia Wagnermaier und Siegfried Zielinski Mit einem Vorwort von Friedrich A Kittler und einem Nachwort von Silvia Wagnermaier Fischer Frankfurt am Main 2009 ISBN 978 3 596 18145 2 Vogelfluge Essays zu Natur und Kultur 2000 ISBN 3 446 19926 8 Ins Universum der technischen Bilder 2000 ISBN 3 923283 43 1 Briefe an Alex Bloch hrsg v Edith Flusser und Klaus Sander Gottingen 2000 ISBN 3 923283 53 9 Heimat und Heimatlosigkeit hrsg v Klaus Sander Audio CD 49 Minuten und Booklet 16 Seiten Originaltonaufnahmen 1985 1991 suppose Koln 1999 ISBN 3 932513 12 6 Kommunikologie Frankfurt am Main 1998 ISBN 3 596 13389 0 Medienkultur Frankfurt am Main 1997 ISBN 3 596 13386 6 Die Informationsgesellschaft Phantom oder Realitat hrsg v Klaus Sander Audio CD 44 Minuten und Booklet 8 Seiten Originaltonaufnahme 1991 suppose Koln 1996 ISBN 3 932513 10 X Neuauflage 1999 Zwiegesprache Interviews 1967 1991 hrsg v Klaus Sander Gottingen 1996 ISBN 3 923283 34 2 Gesten Versuch einer Phanomenologie Frankfurt am Main 1994 Vom Stand der Dinge eine kleine Philosophie des Design Gottingen 1993 ISBN 3 88243 249 7 Dinge und Undinge Phanomenologische Skizzen Hanser Munchen 1993 ISBN 3 446 17321 8 Vampyroteuthis infernalis Gottingen 1993 ISBN 3 923283 23 7 Edition Flusser Herausgegeben von Andreas Muller Pohle Verlag European Photography Berlin 1994 ff 2006 Band 01 Vom Zweifel ISBN 978 3 923283 64 4 1993 Band 02 Die Geschichte des Teufels 3 Aufl 2006 ISBN 978 3 923283 40 8 1983 Band 03 Fur eine Philosophie der Fotografie 12 Aufl 2018 ISBN 978 3 923283 48 4 1985 Band 04 Ins Universum der technischen Bilder 7 Aufl 2018 ISBN 978 3 923283 68 2 1987 Band 05 Die Schrift Hat Schreiben Zukunft 5 Aufl 2002 ISBN 978 3 923283 59 0 1987 Band 06 Vampyroteuthis infernalis 4 Aufl 2018 ISBN 978 3 923283 61 3 1989 Band 07 Angenommen Eine Szenenfolge 2 Aufl 2000 ISBN 978 3 923283 55 2 1998 Band 08 Standpunkte Texte zur Fotografie ISBN 978 3 923283 49 1 1996 Band 09 Zwiegesprache Interviews 1967 1991 ISBN 978 3 923283 34 7 2000 Band 10 Briefe an Alex Bloch ISBN 978 3 923283 52 1 Schriften in 9 Banden Herausgegeben von Edith Flusser und Stefan Bollmann Bollmann Verlag Bensheim Dusseldorf 1993 ff 1993 Band 1 Lob der Oberflachlichkeit Fur eine Phanomenologie der Medien 1993 Band 2 Nachgeschichte Eine korrigierte Geschichtsschreibung 1994 Band 3 Vom Subjekt zum Projekt Menschwerdung 1994 Band 4 Kommunikologie 1994 Band 5 Brasilien oder die Suche nach dem neuen Menschen Phanomenologie der Unterentwicklung 1997 Band 6 Telematische Kultur nie erschienen 1998 Band 7 Warten auf Kafka Philosophieren zwischen den Sprachen nie erschienen 1996 Band 8 Das Marchen von der Wahrheit Glossen und Philosophiefiktionen nie erschienen 1998 Band 9 Dialogische Existenz nie erschienen Nach der Postmoderne Dusseldorf 1992 Vilem Flusser Virtuelle Raume Simultane Welten ARCH 111 Aachen Marz 1992 Die Schrift Hat Schreiben Zukunft Modifizierte Ausgabe auf Diskette Gottingen 1987 ISBN 3 926199 01 6 Die Schrift Hat Schreiben Zukunft Gottingen 1987 ISBN 3 923283 25 3 Ins Universum der technischen Bilder Gottingen 1985 ISBN 3 923283 10 5 Fur eine Philosophie der Fotografie Gottingen 1983 ISBN 3 923283 01 6 Nachgeschichten Essays Vortrage Glossen hrsg von Volker Rapsch Bollmann Verlag Dusseldorf 1990 ISBN 3 927901 00 8 Bodenlos Eine philosophische Autobiographie Bollmann Verlag Koln 1992 ISBN 3 927901 19 9 Online Publikationen Bearbeiten 2005 Bochumer Vorlesungen 1991 hg von Silvia Wagnermaier und Siegfried Zielinski 2008 Tropen Seite des Goethe Instituts Sekundarliteratur Bearbeiten Oliver Bidlo Vilem Flusser Einfuhrung Oldib Verlag Essen 2008 ISBN 978 3 939556 07 7 Guido Brockling Das handlungsfahige Subjekt zwischen TV Diskurs und Netz Dialog Vilem Flusser und die Frage der sozio und medienkulturellen Kompetenz Kopaed Munchen 2012 ISBN 978 3 86736 280 1 Oliver Fahle Michael Hanke u Andreas Ziemann Technobilder und Kommunikologie Die Medientheorie Vilem Flussers Parerga Berlin 2009 ISBN 978 3 937262 89 5 Detlev von Graeve Vilem Flusser als Kunsttheoretiker und Kunstkritiker Memento vom 1 November 2013 im Internet Archive In Flusser Studies PDF 101 kB Rainer Guldin Philosophieren zwischen den Sprachen Vilem Flussers Werk Wilhelm Fink Verlag Munchen 2005 ISBN 3 7705 4098 0 Rainer Guldin Anke Finger Gustavo Bernardo Vilem Flusser UTB Stuttgart 2009 ISBN 978 3 8252 3045 6 Rainer Guldin Gustavo Bernardo Vilem Flusser 1920 1991 Ein Leben in der Bodenlosigkeit Biographie transcript Bielefeld 2017 ISBN 978 3 8376 4064 9 Kai Hochscheid Vilem Flusser In Stephan Moebius Dirk Quadflieg Hrsg Kultur Theorien der Gegenwart VS Verlag fur Sozialwissenschaften Wiesbaden 2006 ISBN 3 531 14519 3 Susanne Klengel Holger Siever Hrsg Das Dritte Ufer Vilem Flusser und Brasilien Kontexte Migration Ubersetzungen Konigshausen amp Neumann Wurzburg 2009 ISBN 978 3 8260 3687 3 Elizabeth Neswald Medien Theologie das Werk Vilem Flussers Bohlau Verlag Koln 1998 ISBN 3 412 10097 8 Volker Rapsch Hrsg Uber Flusser Die Fest Schrift zum 70 von Vilem Flusser Bollmann Dusseldorf 1990 ISBN 3 927901 04 0 Nils Roller Silvia Wagnermaier Hrsg Absolute Vilem Flusser Orange Press Freiburg im Breisgau 2003 ISBN 3 936086 10 9 Andreas Strohl Vilem Flusser 1920 1991 Phanomenologie der Kommunikation Intellektuelles Prag im 19 und 20 Jahrhundert 5 Bohlau Koln Weimar Wien 2013 ISBN 978 3 412 21033 5 Siehe auch BearbeitenMassenmedien Medientheorie Mediengenealogie Entropie Informationstheorie Informationstheorie Redundanz Telematische Gesellschaft Technisches BildWeblinks Bearbeiten Wikiquote Vilem Flusser Zitate Literatur von und uber Vilem Flusser im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Werke von und uber Vilem Flusser in der Deutschen Digitalen Bibliothek Utz Maas Flusser Vilem In Verfolgung und Auswanderung deutschsprachiger Sprachforscher 1933 1945 Leibniz Zentrum fur Literatur und Kulturforschung Berlin abgerufen am 9 Dezember 2018 Vilem Flusser Archiv an der Universitat der Kunste Berlin FlusserStudies net an der Universita della Svizzera italiana Kurze Biographie auf equivalence com englisch Vilem Flusser Auf der Suche nach Bedeutung In equivalence com Abgerufen am 9 Dezember 2018 kurze Autobiographie verfasst 1969 Die Flusser Files Das Kulturmodell nach Vilem Flusser Vilem Flussers Designtheorie Vortrag von Vilem Flusser in Dusseldorf Ende der 90er Jahre Video Dokumentation Wissenschaftliche Literatur Open Access zu Vilem Flusser auf https mediarep org Einzelnachweise Bearbeiten Diario Oficial da Uniao DOU de 23 de Janeiro de 1950 S 4 brasilianisches Portugiesisch Abgerufen am 3 Januar 2022 FLUSSER Vilem Bobenlos A Philosophical Autobiography Annablume 2007 pp 141 156 Vicente was the Brazilian philosopher who most marked Flusser s work editor s note In the German version Freund feind Vilem Flusser Vicente Ferreira da Silva Typoskript 7 Seiten deutsch Vilem Flusser Bodenlos Eine philosophische Autobiographie Bollmann Dusseldorf Bensheim 1992 S 11 Rainer Guldin Gustavo Bernhard Vilem Flusser 1920 1991 Ein Leben in der Bodenlosigkeit Biographie transcript Verlag Bielefeld 2017 ISBN 978 3 8376 4064 9 S 231 Rainer Guldin Gustavo Bernhard Vilem Flusser 1920 1991 S 274 Andreas Strohl Die Geste Mensch Vilem Flussers Kulturtheorie als kommunikationsphilosophischer Zukunftsentwurf Website der Philipps Universitat Marburg Abgerufen am 17 Mai 2021 Rainer Guldin Gustavo Bernhard Vilem Flusser 1920 1991 S 276 Felix Philipp Ingold Vilem Flusser prophezeite den Niedergang der Schriftkultur und des Fernsehens Und er sah Figuren wie Trump kommen eine Wurdigung des Denkers In nzz ch 26 Oktober 2018 abgerufen am 2 Dezember 2018 Christian Durnberger Denken im Umbruch der Symbole Karl Jaspers Begriff der Achsenzeit in einer kommunikationsphilosophischen Interpretation nach Vilem Flusser Wien 2006 S 43ff Vilem Flusser Kommunikologie Fischer Frankfurt am Main 2000 S 12ff Vilem Flusser Kommunikologie Fischer Frankfurt am Main 2000 S 10 Vilem Flusser Kommunikologie Fischer Frankfurt am Main 2000 S 107 Vilem Flusser Kommunikologie Fischer Frankfurt am Main 2000 S 242 Ein Hinweis darauf ist Mythos des agyptischen Gottes Theuth auf den Platon im Dialog Phaidros 274 e1 275b2 referiert Vilem Flusser Kommunikologie Fischer Frankfurt am Main 2000 S 105ff Vilem Flusser Kommunikologie Fischer Frankfurt am Main 2000 S 224 Vilem Flusser Wonach In Andreas Steffens Hrsg Nach der Postmoderne Bollmann Dusseldorf 1992 S 15 30 Vilem Flusser Brasilien oder die Suche nach dem neuen Menschen Fur eine Phanomenologie der Unterentwicklung In Stefan Bollmann und Edith Flusser Hrsg Schriften 1 Auflage Band Nr 5 Bollmann Verlag Mannheim 1994 ISBN 3 927901 40 7 Normdaten Person GND 119200716 OGND AKS LCCN n83172658 VIAF 49267689 Wikipedia Personensuche PersonendatenNAME Flusser VilemKURZBESCHREIBUNG tschechoslowakisch brasilianischer Kommunikations und Medienphilosoph Autor und HochschullehrerGEBURTSDATUM 12 Mai 1920GEBURTSORT PragSTERBEDATUM 27 November 1991 Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Vilem Flusser amp oldid 218745121, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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