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Das Wort Viktualienmarkt leitet sich von Viktualien (Lebensmittel) ab. Ursprünglich hieß der Markt „grüner Markt“, oder einfach Marktplatz. Die Bezeichnung Viktualienmarkt kam im 19. Jahrhundert auf, als es im Bildungsbürgertum modern war, deutsche Begriffe zu latinisieren.

Der Viktualienmarkt am heutigen Ort entstand aus der Verlegung des alten Münchner Stadtmarktes am Schrannenplatz, dem heutigen Marienplatz, der als Handelsort für Getreide und andere Agrarerzeugnisse zu klein geworden war. Daher verfügte König Max I. Joseph am 2. Mai 1807, einen Teil des Marktes in das Gebiet zwischen Heilig-Geist-Kirche und Frauenstraße zu verlegen und trug dem Magistrat auf, die von der Stadt erworbenen Benefizhäuser von Heiliggeist abzubrechen.

Charles Vetter (1858–1936): Viktualienmarkt, Öl auf Leinwand
Reklame der Nordsee-Halle in der Münchener Ratsch-Kathl, 1904.

Bereits in den Jahren 1823 bis 1829 musste dieser zentrale Markt wesentlich erweitert werden. Im Jahre 1885 wurde das alte Heilig-Geist-Spital abgebrochen und die Heilig-Geist-Kirche in westlicher Richtung verlängert. Dadurch erhielten Markt und Stadt ein neues Gesicht. Am Südende an der Blumenstraße war 1852, unmittelbar an der einstigen Stadtmauer, die langgestreckte Schrannenhalle, die Vorläuferin der heutigen Großmarkthalle, entstanden, die 1932 teilweise abbrannte und seit 2005 wieder in Betrieb ist. 1855 wurde der Fischmarkt an die Westenriederstraße verlegt. Seit 1870 gibt es feste Stände – davor wurden die Verkaufsplätze täglich neu vergeben. Im Laufe der Zeit erfuhr der Markt noch viele Ergänzungen, so eine Bankmetzgerhalle, eine Halle für den Verkauf von Kutteln, Brotverkaufsläden, Ladenbauten und Pavillons für den Obstverkauf sowie eine eigene Halle der Nordseefischerei. Die Petersberglmetzger, die Geflügel- und Wildbrethändler und die Blumenfrauen breiteten sich aus. Im Jahr 1890 hatte der Viktualienmarkt seine heutige Größe erreicht.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Platz bei Luftangriffen schwer beschädigt. Man überlegte, den Markt ganz aufzugeben und auf diesem wertvollen Grund in bester Lage Hochhäuser zu errichten, doch die Stadtverwaltung erweckte den Viktualienmarkt unter erheblichem finanziellem Aufwand wieder zu neuem Leben.

Münchner Bürger bereicherten ab 1953 den Platz mit Gedenkbrunnen für die Volkssänger und Komiker Liesl Karlstadt, Karl Valentin und Weiß Ferdl. Später kamen noch Brunnen für Ida Schumacher, Elise Aulinger und den Roider Jackl hinzu. Die aus den 1960er Jahren stammenden Pläne für eine direkt neben dem Markt verlaufende Stadtautobahn wurden nicht Realität. Im Jahre 1969 wurden im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele von 1972 der Markt, die Standl (bayerisch für Marktstände) und das Petersbergl komplett saniert und renoviert. Im Rahmen dieser Aktion wurden die Keller in der Abteilung V errichtet.

Seit den 1950er Jahren entwickelte sich der Viktualienmarkt zu einem Feinschmeckermarkt. Auf einer Fläche von 22.000 Quadratmetern beherbergt er heute 107 Händler inklusive des Standes der Marktaufsicht. An den einzelnen Ständen wird Brot, Blumen, Früchte, Fisch, Fleisch, Molkereiprodukte, Säfte, Kunsthandwerk und vieles mehr angeboten. Heute ist der Markt eine Einkaufsmeile für die Münchner als auch eine Sehenswürdigkeit für Touristen.

  • Viktualienmarkt 1900

  • Viktualienmarkt ca. 1930

  • Viktualienmarkt Mitte oder Ende der 1950er Jahre

  • Viktualienmarkt 2006 von Sankt-Peter aus gesehen

Plan des Viktualienmarkts
Eine der Möglichkeiten, am Viktualienmarkt einzukehren

Der Viktualienmarkt gliedert sich in sieben Abteilungen:

Abteilung I

Dieser Bereich wird geprägt vom „Obstfreimarkt“, in dem vier Händler (immer die gleichen) mit Schirmständen wöchentlich rotieren, den Käse- und Wildhändlern und einem kleinen Brunnen.

Abteilung II

Diese an die Schrannenhalle grenzende Abteilung besteht vor allem aus dem „Café Nymphenburg“, den Obstbauern und dem Karl-Valentin-Brunnen. Der Übergang vom Viktualienmarkt zur Schrannenhalle wurde im Zuge des Neubaus der Schrannenhalle umgestaltet.

Abteilung III

Hier bilden die Stände einen Innenhof mit einem kleinen Brunnen. Zuhause sind hier unter anderem die Kartoffelhändler, die „Suppenküche“, der „Exoten Müller“ und die „Bäckerliesl“. Mit bürgerlichen Namen hieß sie Elisabeth Forstner und war mit 95 Jahren die älteste Händlerin am Markt, bis sie im April 2020 verstarb.

Abteilung IV

Der Maibaum, der Liesl-Karlstadt-Brunnen und der Biergarten mit circa 1000 Plätzen bilden das Zentrum des Marktes. Da die Stadt bei der Vergabe des Biergartens keine der Münchner Brauereien bevorzugen wollte, wurde ein Kompromiss gefunden: abwechselnd beliefert jede der Brauereien den Biergarten und das Bier wird in neutralen Krügen ausgeschenkt, an der Schänke ist angeschlagen, welches Bier gerade im Ausschank ist. Die Lieferungen werden durch den Verein Münchener Brauereien e. V. organisiert, der auch den Maibaum spendet und den Brauertag durchführt. Zur Abteilung IV gehören auch die Fischhalle, betrieben von der „Nordsee“ und der „Waldmarkt“, in dem hauptsächlich Produkte wie Kränze, Palmzweige oder Pilze verkauft werden.

Abteilung V

Die fünfte Abteilung beherbergt in Ergänzung zum Petersbergl (siehe Abt. VII) weitere Metzger. Unter dieser Abteilung befinden sich die Kelleranlagen des Viktualienmarktes, bei denen es sich, entgegen anders lautenden Gerüchten, um ganz normale Keller mit Lagerräumen handelt und nicht um alte Kavernen oder Katakomben. In den Abteilungen I, II, III und VI befinden sich keine oder nur sehr kleine Keller, da dort unterirdisch einige der alten Münchner Stadtbäche fließen.

Abteilung VI

Diese Abteilung wurde 2006 komplett renoviert und mit neuen Ständen für die Eigenerzeuger besetzt. Auch die Entsorgungsstation, die wegen des Neubaus der Schrannenhalle von ihrem angestammten Platz weichen musste, fand dort einen Platz und wurde in neuer Form errichtet. In der früheren Kuttlerhalle logieren heute unter anderem zwei Fischhändler. Auch heute steht noch Geflügelhändler in diesem Teil des Marktes, der früher „Ganserlmarkt“ hieß.

Hinweisschild zur Marktordnung vor der Terrasse

Abteilung VII

Dieser 1880 von Arnold Zenetti errichtete Backsteinbau, das Petersbergl, beherbergt die Metzgerzeile, das Café Rischart, Münchens einziges Kammfachgeschäft und zwei Geschäfte, die mit Kunsthandwerk handeln. Schon vor der Gründung des Viktualienmarktes hatten hier die Metzger, die in früheren Zeiten wegen der Abwässer vor die Stadtmauer ziehen mussten, ihren Sitz. Das Petersbergl ist, obwohl räumlich durch eine Straße vom Markt getrennt, noch Teil des Viktualienmarktes. Über den Verkaufsstellen befindet sich eine tagsüber öffentlich zugängliche Terrasse, die einen Blick auf den Viktualienmarkt und das Tal ermöglicht. Bis zum Teilabriss des alten Rathauses befand sich dort teilweise die Stadtschreiberei. Das Petersbergl ist tatsächlich eine Anhöhe. In alten Unterlagen wird manchmal das Gebiet hinter der alten Freibank (heute Schrannenhalle) als Abt. VII bezeichnet.

Heilig-Geist-Kirche vom Viktualienmarkt aus gesehen48.13588211.576693

Der Norden des Marktes wird begrenzt vom „Alten Peter“ und der Heilig-Geist-Kirche. Am westlichen Rand befinden sich Geschäfts- und Bürogebäude aus der Nachkriegszeit. Im Süden liegt die wiedereröffnete Schrannenhalle und gegenüber, auf der anderen Seite der Frauenstraße, eine gemischte Wohn- und Geschäftsbebauung. Diese zieht sich an der östlichen Seite bis zur Heilig-Geist-Kirche entlang. Die südliche und östliche Bebauung wurde trotz starker Beschädigungen durch Luftangriffe während des Zweiten Weltkriegs nach dem Krieg wieder aufgebaut und ist architektonisch wesentlich ansprechender als die westlich gelegenen Nachkriegsbauten. Bis auf den südlichen „Zipfel“ zur Schrannenhalle hin und die nordöstliche Bebauung bei der Heilig-Geist-Kirche ist der Viktualienmarkt durch öffentliche Straßen von der Umgebung getrennt.

Außer einigen Kustermann-Hydranten stehen auf dem Viktualienmarkt sechs Brunnendenkmäler. Das Wasser hat auf diesem Platz schon immer eine Rolle gespielt. Früher flossen, einem weitmaschigen Strickmuster nicht unähnlich, sieben Bäche ungeordnet als Rinnsale über den Markt.

In München existierten früher fast 90 Münchner Stadtbäche und Seitenarme des Isarkanals. Auf dem Viktualienmarkt mündete der Fischerbach in das Münzbachl, das seinerseits unter der Heiliggeistkirche floss. Das Strohhammerbachl vereinigte sich mit dem Katzenbach, der das Tal überquerte. Der östliche Stadtgrabenbach kreuzte sich mit dem Roßschwemmbach, der sich wiederum in den Pfisterbach (beim Geschäft Kustermann) ergoss. Bis 1810 befand sich am Roßschwemmbach die Bäckerschnelle, wo die betrügerischen „Loabeschmiede“ (Bäcker) untergetaucht wurden. Heute sind alle diese Bäche längst verschwunden.

1907 gab es Erwägungen, hier einen gewöhnlichen Brunnen in „ganz einfacher Ausführung“ zu errichten, der zusammen mit neu geplanten Verkaufsständen der Stadt zur „Zierde gereichen“ sollte.

Der Textilkaufmann und Vorsitzende des Freundeskreises Münchner Volkssänger und Volksschauspieler, Gustl Feldmeier, ergriff die Initiative zur Errichtung der ersten drei Brunnen für Karl Valentin (Ernst Andreas Rauch 1953), Weiß Ferdl (Josef Erber 1953), Liesl Karlstadt (Hans Osel 1961), denn, so begründete er: „[…] hier schlägt das Herz Münchens am stärksten! […]“. Später kamen noch die Gedenkbrunnen für die Volkssänger und Komiker Ida Schumacher (Marlene Neubauer-Woerner), Elise Aulinger (Anton Rückel) und den Roider Jackl (Hans Osel 1977) hinzu.

Daneben gibt es auf dem Markt noch zwei kleinere Brunnen ohne berühmte Namensgeber.

Der 10. Maibaum auf dem Viktualienmarkt (2005).

Seit 1962 stiften die sechs größten Brauereien in München über den Verein Münchener Brauereien e. V. den Maibaum, der über den Viktualienmarkt ragt. Dieser wird in regelmäßigen Abständen erneuert und von einem Burschenverein aus der Münchner Umgebung gefertigt.

1976 spendete die Landeshauptstadt München der Stadt Sapporo im Norden Japans ein Ebenbild des Maibaums auf dem Viktualienmarkt zur Anerkennung der seit 1972 bestehenden Städtepartnerschaft.

Auf dem Viktualienmarkt finden regelmäßig verschiedene traditionelle Veranstaltungen statt, unter anderem:

  • 11.11. 11:11 Uhr Faschingsstart der Narrhalla mit Vorstellung des offiziellen Münchner Faschingsprinzenpaares
  • Unsinniger Donnerstag mit Fasching hat Herz und unterschiedlichen Darbietungen der Münchner Faschingsgesellschaften
  • Faschingsdienstag der Tanz der Marktfrauen, ein Höhepunkt des Münchner Faschings
  • Eröffnung der Spargelsaison (Mitte April)
  • Gärtnertag (immer am 1. Dienstag im August)
  • Winterzauber auf dem Viktualienmarkt

Der vollständige Veranstaltungskalender ist auf der offiziellen Website zu finden.

Der Viktualienmarkt wird von den Markthallen München verwaltet, einem Eigenbetrieb der Stadtverwaltung München.

Die Nutzung des Marktes für Händler, Käufer und Passanten regelt sich über die Lebensmittelmarktsatzung. Diese Satzung gilt daneben für den Elisabethmarkt, den Pasinger Viktualienmarkt und den Markt am Wiener Platz.

Stand auf dem Viktualienmarkt
Stand auf dem Viktualienmarkt

Die Händler des Marktes haben keinen Mietvertrag, sondern eine so genannte Zuweisung. Dies hat zum einen historische Gründe, da der Markt Teil der Stadtverwaltung ist. Zum anderen ist es in der Lebensmittelmarktsatzung so festgelegt. Die Gebühren setzen sich zusammen aus einer Grundgebühr und einer Umsatzgebühr und richten sich nach der Gebührensatzung für die Lebensmittelmärkte. Eine pauschale Aussage über die Gebühren für einen Stand ist nicht möglich, da durch viele Faktoren (fester Stand, Schirmstand, Freistand, Keller, Abteilung, Sortiment) für jeden Stand praktisch eine eigene Gebühr zustande kommt. Freie Stände werden durch ein öffentliches Ausschreibungsverfahren vergeben. Die Stände werden nach verschiedenen Kriterien vergeben, unter anderem wie Konzept, Erfahrung, wirtschaftlicher Hintergrund.

In früheren Zeiten hatte der Viktualienmarkt jeden Tag (einschließlich Sonntag) von 7 Uhr früh bis zum Einbruch der Dämmerung geöffnet. Nur an hohen kirchlichen Feiertagen blieb der Markt geschlossen. Da der Viktualienmarkt der zentrale Ort für die Lebensmittelversorgung der Münchner Bürger war und es noch keine Kühleinrichtungen gab, war die tägliche Öffnung sehr wichtig.

Heute haben die Viktualienmarkthändler im Rahmen der gesetzlichen Öffnungszeiten Montag bis Samstag bis spätestens 20:00 Uhr geöffnet, wobei Ausnahmen für Blumenhändler, Bäcker und Gastronomie gelten. Viele Marktstände reizen die gesetzlich erlaubten Öffnungszeiten nicht aus, sondern haben jeweils eigene, reduzierte Öffnungszeiten.

Hinweisschild Immaterielles Kulturerbe Bayern
Logo des Viktualienmarkts
  • Der Viktualienmarkt ist auf der bayerischen Landesliste als immaterielles Kulturerbe eingetragen.
  • 2016 erhielt der Viktualienmarkt den Eckart Witzigmann Preis für Lebenskultur.
  • Der Markt wird im Volksmund „die gute Stube von München“ genannt. Aufgrund seiner Prominenz ist das Preisniveau eher überdurchschnittlich.
  • Das Gebiet ist straßenverkehrsrechtlich entweder Fußgängerzone (mit Lieferzeiten; Taxi und Linienverkehr frei) oder Gehweg.
  • Ab 1896 verkehrte auf dem Viktualienmarkt die Pferde-, ein Jahr später die elektrische Trambahn. Zuletzt hatte bis 1960 die Linie 5 (Viktualienmarkt – Candidplatz) ihre Wendeschleife am Markt.
  • Der Viktualienmarkt wird unter anderem als Kulisse für Film-Dreharbeiten genutzt, beispielsweise in dem gleichnamigen Tatort und in der Polizei-Fernsehserie München 7.
  • 2003/2004 wurde von Steffi Kammermeier ein abendfüllender Dokumentarfilm über den Viktualienmarkt gedreht.
  • 2003 gab die Bundesrepublik Deutschland eine Briefmarke (45 Cent) zum Viktualienmarkt heraus, die den Valentinbrunnen zeigt.
  • Von Ida Schumacher (der ein Brunnen auf dem Viktualienmarkt gewidmet ist) gibt es ein sehr bekanntes Stück: Die Ratschkathl vom Viktualienmarkt.
  • Als Motiv diente der Markt unter anderem den Münchner Malern Rupert Maria Stöckl und Josef Wahl.
  • Der Liedermacher Konstantin Wecker hat 1977 die erste Version seiner Ballade Willy auf Platte veröffentlicht. Darin verortet das lyrische Ich "die echten Leit, de wo ned dauernd 'Ja, Herr Lehrer!' sagn", am Viktualienmarkt (sowie am Bahnhofseck). Allerdings müsse man bei diesen echten Leuten "aufpassen ..., weil des san Gschlagene".
  • Die Händler sind zum Teil in der Interessengemeinschaft Viktualienmarkt (IGV) organisiert. Diese vertritt die Händler gegenüber dem Kommunalreferat und den Markthallen München nach außen.
  • Am 4. Februar 2017 gründete der Münchner Bundestagsabgeordnete Dr. Wolfgang Stefinger mit engagierten Bürgern den Verein Freunde des Viktualienmarkts, der sich für eine sanfte Sanierung des Marktes einsetzt.
  • Für den Bereich des Viktualienmarktes, einschließlich der Metzgerzeile, gilt die Satzung der Markthallen München. Auf dem Satzungsgebiet ist das Musizieren, Radfahren, Betteln verboten. Die Mitarbeiter der Markthallen München kontrollieren die Einhaltung der Regelungen der Satzung und ahnden Verstöße.
  • Am Viktualienmarkt gibt es kostenloses WLAN der Stadtwerke München.
  • Neben dem bekannten Markt im Münchner Zentrum gibt es im Stadtteil Pasing den kleineren Pasinger Viktualienmarkt. Da Pasing 1905, bei der Gründung des Marktes, noch eine eigene Stadt war, gibt es somit in München zwei Viktualienmärkte.
  • Petra Moll, Siegfried Sommer: Der Viktualienmarkt. 1986, Süddeutscher Verlag, München 1986, ISBN 3-7991-6329-8.
  • Alfons Schweiggert (Hrsg.): Das große Buch vom Viktualienmarkt. Geschichte und Geschichten rund um Münchens „grüne Insel“. VA Bayerland, Dachau 1987, ISBN 3-89251-007-5.
  • Karl Wanninger: Ein Münchner Paradies. Der Viktualienmarkt (Reihe Bavarica; 32). Verlag Ludwig, Pfaffenhofen/Ilm 1997, ISBN 3-7787-3292-7.
  • Susanne Lücke: Viktualienmarkt. Ein Gourmet- und Einkaufsführer. Verlag Ludwig, München 1991, ISBN 3-7787-2118-6.
  • Freimut Scholz: Vom Heiliggeistspital zum Viktualienmarkt (Stadtgeschichte in Einzelbeispielen; Bd. 3). Museums-Pädagogisches Zentrum, München 1993, ISBN 3-929862-20-4.
  • Martin Schäfer, Anita Höhne: Der Viktualienmarkt. Geschichte, Geschichten und Rezepte. Mary Hahn Verlag, München 2000, ISBN 3-87287-487-X.
  • Lieblingsrezepte vom Viktualienmarkt. Was die Standbesitzer am liebsten kochen. Komet Verlag, Köln 2004, ISBN 3-89836-264-7.
  • Axel Winterstein, Alexander Winterstein: 200 Jahre Viktualienmarkt. Tradition und Frische. 2007, München-Verlag, München 2007, ISBN 3-937090-16-9.
  • Im Bauch von München – Der Viktualienmarkt. Dokumentarfilm, Deutschland, 2017, 43:14 Min., Buch und Regie: Stefano Tealdi und Ignacio Lantero, Produktion: Stefilm, Ma.ja.de Filmproduktion, ZDF, arte, Reihe: Im Bauch von ..., Erstsendung: 25. Januar 2018 bei arte, Inhaltsangabe von ARD.
Commons: Viktualienmarkt – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  1. Das offizielle Münchner Stadtportal: Der Pasinger Viktualienmarkt
  2. Carl Albert Regnet: München in guter alter Zeit. 1879, S. 35 (babel.hathitrust.org).
  3. Der Münchner Maibaum auf dem Viktualienmarkt. Verein Münchener Brauereien e.V., abgerufen am 14. April 2020.
  4. Christian Fietzeck: 40 Jahre Städtepartnerschaft München-Sapporo. (PDF) August 2013, abgerufen am 14. April 2020.
  5. KulturErben. Das Bayerische Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes. bavarikon, abgerufen am 25. Januar 2022.
  6. Viktualienmarkt in München ist nun immaterielles Kulturerbe. Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, 10. August 2017, abgerufen am 25. Januar 2022.
  7. Bayerisches Kulturerbe. In: Die Welt. 18. Dezember 2014, abgerufen am 31. Januar 2018.
  8. Preisträger 2016. In: Internationaler Eckart Witzigmann Preis. Abgerufen am 31. Januar 2018 (deutsch).
  9. Freunde des Viktualienmarkts
  10. M-WLAN Viktualienmarkt. In: Stadt München, aufgerufen am 31. Januar 2018.

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48.13527777777811.576111111111Koordinaten:48° 8′ 7″ N,11° 34′ 34″ O

Normdaten (Geografikum): GND:4126072-7(OGND, AKS) | VIAF:249018759

Viktualienmarkt Platz und standiger Markt fur Lebensmittel in Munchen Sprache Beobachten Bearbeiten Weitergeleitet von Viktualienmarkt Munchen Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig Weitere Bedeutungen sind unter Viktualienmarkt Begriffsklarung aufgefuhrt Der Viktualienmarkt ist ein standiger Markt fur Lebensmittel veraltet auch Viktualien in der Altstadt von Munchen Er findet seit 1807 taglich ausser an Sonn und Feiertagen statt Das Erscheinungsbild des uber zwei Hektar grossen Gelandes wird durch fest errichtete Buden mit zum Teil grossen Auslagen gepragt Dazu kommen einige saisonal unterschiedliche fliegende Stande Die Marktstande sind in mehreren Abteilungen um einen Biergarten angeordnet Das Gelande wird ausserdem durch Munchens zentralen Maibaum und mehrere Brunnen gepragt Daneben findet im Munchner Stadtteil Pasing seit 1907 der kleinere Pasinger Viktualienmarkt mit 400 m Verkaufsflache statt 1 Der Viktualienmarkt im Jahr 2016 Ubersichtsplan Inhaltsverzeichnis 1 Name 2 Geschichte 3 Abteilungen 3 1 Abteilung I 3 2 Abteilung II 3 3 Abteilung III 3 4 Abteilung IV 3 5 Abteilung V 3 6 Abteilung VI 3 7 Abteilung VII 4 Rund um den Viktualienmarkt 5 Brunnen und Bache 6 Maibaum 7 Veranstaltungen 8 Verwaltung 9 Offnungszeiten 10 Sonstiges 11 Literatur 12 Film 13 Siehe auch 14 Weblinks 15 EinzelnachweiseName BearbeitenDas Wort Viktualienmarkt leitet sich von Viktualien Lebensmittel ab Ursprunglich hiess der Markt gruner Markt oder einfach Marktplatz Die Bezeichnung Viktualienmarkt kam im 19 Jahrhundert auf als es im Bildungsburgertum modern war deutsche Begriffe zu latinisieren Geschichte BearbeitenDer Viktualienmarkt am heutigen Ort entstand aus der Verlegung des alten Munchner Stadtmarktes am Schrannenplatz dem heutigen Marienplatz der als Handelsort fur Getreide und andere Agrarerzeugnisse zu klein geworden war Daher verfugte Konig Max I Joseph am 2 Mai 1807 einen Teil des Marktes in das Gebiet zwischen Heilig Geist Kirche und Frauenstrasse zu verlegen und trug dem Magistrat auf die von der Stadt erworbenen Benefizhauser von Heiliggeist abzubrechen Charles Vetter 1858 1936 Viktualienmarkt Ol auf Leinwand Reklame der Nordsee Halle in der Munchener Ratsch Kathl 1904 Bereits in den Jahren 1823 bis 1829 musste dieser zentrale Markt wesentlich erweitert werden Im Jahre 1885 wurde das alte Heilig Geist Spital abgebrochen und die Heilig Geist Kirche in westlicher Richtung verlangert Dadurch erhielten Markt und Stadt ein neues Gesicht Am Sudende an der Blumenstrasse war 1852 unmittelbar an der einstigen Stadtmauer die langgestreckte Schrannenhalle die Vorlauferin der heutigen Grossmarkthalle entstanden die 1932 teilweise abbrannte und seit 2005 wieder in Betrieb ist 1855 wurde der Fischmarkt an die Westenriederstrasse verlegt Seit 1870 gibt es feste Stande davor wurden die Verkaufsplatze taglich neu vergeben Im Laufe der Zeit erfuhr der Markt noch viele Erganzungen so eine Bankmetzgerhalle eine Halle fur den Verkauf von Kutteln Brotverkaufsladen Ladenbauten und Pavillons fur den Obstverkauf sowie eine eigene Halle der Nordseefischerei Die Petersberglmetzger die Geflugel und Wildbrethandler und die Blumenfrauen breiteten sich aus Im Jahr 1890 hatte der Viktualienmarkt seine heutige Grosse erreicht Im Zweiten Weltkrieg wurde der Platz bei Luftangriffen schwer beschadigt Man uberlegte den Markt ganz aufzugeben und auf diesem wertvollen Grund in bester Lage Hochhauser zu errichten doch die Stadtverwaltung erweckte den Viktualienmarkt unter erheblichem finanziellem Aufwand wieder zu neuem Leben Munchner Burger bereicherten ab 1953 den Platz mit Gedenkbrunnen fur die Volkssanger und Komiker Liesl Karlstadt Karl Valentin und Weiss Ferdl Spater kamen noch Brunnen fur Ida Schumacher Elise Aulinger und den Roider Jackl hinzu Die aus den 1960er Jahren stammenden Plane fur eine direkt neben dem Markt verlaufende Stadtautobahn wurden nicht Realitat Im Jahre 1969 wurden im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele von 1972 der Markt die Standl bayerisch fur Marktstande und das Petersbergl komplett saniert und renoviert Im Rahmen dieser Aktion wurden die Keller in der Abteilung V errichtet Seit den 1950er Jahren entwickelte sich der Viktualienmarkt zu einem Feinschmeckermarkt Auf einer Flache von 22 000 Quadratmetern beherbergt er heute 107 Handler inklusive des Standes der Marktaufsicht An den einzelnen Standen wird Brot Blumen Fruchte Fisch Fleisch Molkereiprodukte Safte Kunsthandwerk und vieles mehr angeboten Heute ist der Markt eine Einkaufsmeile fur die Munchner als auch eine Sehenswurdigkeit fur Touristen Viktualienmarkt 1900 Viktualienmarkt ca 1930 Viktualienmarkt Mitte oder Ende der 1950er Jahre Viktualienmarkt 2006 von Sankt Peter aus gesehenAbteilungen Bearbeiten Plan des Viktualienmarkts Eine der Moglichkeiten am Viktualienmarkt einzukehren Der Viktualienmarkt gliedert sich in sieben Abteilungen Abteilung I Bearbeiten Dieser Bereich wird gepragt vom Obstfreimarkt in dem vier Handler immer die gleichen mit Schirmstanden wochentlich rotieren den Kase und Wildhandlern und einem kleinen Brunnen Abteilung II Bearbeiten Diese an die Schrannenhalle grenzende Abteilung besteht vor allem aus dem Cafe Nymphenburg den Obstbauern und dem Karl Valentin Brunnen Der Ubergang vom Viktualienmarkt zur Schrannenhalle wurde im Zuge des Neubaus der Schrannenhalle umgestaltet Abteilung III Bearbeiten Hier bilden die Stande einen Innenhof mit einem kleinen Brunnen Zuhause sind hier unter anderem die Kartoffelhandler die Suppenkuche der Exoten Muller und die Backerliesl Mit burgerlichen Namen hiess sie Elisabeth Forstner und war mit 95 Jahren die alteste Handlerin am Markt bis sie im April 2020 verstarb Abteilung IV Bearbeiten Der Maibaum der Liesl Karlstadt Brunnen und der Biergarten mit circa 1000 Platzen bilden das Zentrum des Marktes Da die Stadt bei der Vergabe des Biergartens keine der Munchner Brauereien bevorzugen wollte wurde ein Kompromiss gefunden abwechselnd beliefert jede der Brauereien den Biergarten und das Bier wird in neutralen Krugen ausgeschenkt an der Schanke ist angeschlagen welches Bier gerade im Ausschank ist Die Lieferungen werden durch den Verein Munchener Brauereien e V organisiert der auch den Maibaum spendet und den Brauertag durchfuhrt Zur Abteilung IV gehoren auch die Fischhalle betrieben von der Nordsee und der Waldmarkt in dem hauptsachlich Produkte wie Kranze Palmzweige oder Pilze verkauft werden Abteilung V Bearbeiten Die funfte Abteilung beherbergt in Erganzung zum Petersbergl siehe Abt VII weitere Metzger Unter dieser Abteilung befinden sich die Kelleranlagen des Viktualienmarktes bei denen es sich entgegen anders lautenden Geruchten um ganz normale Keller mit Lagerraumen handelt und nicht um alte Kavernen oder Katakomben In den Abteilungen I II III und VI befinden sich keine oder nur sehr kleine Keller da dort unterirdisch einige der alten Munchner Stadtbache fliessen Abteilung VI Bearbeiten Diese Abteilung wurde 2006 komplett renoviert und mit neuen Standen fur die Eigenerzeuger besetzt Auch die Entsorgungsstation die wegen des Neubaus der Schrannenhalle von ihrem angestammten Platz weichen musste fand dort einen Platz und wurde in neuer Form errichtet In der fruheren Kuttlerhalle logieren heute unter anderem zwei Fischhandler Auch heute steht noch Geflugelhandler in diesem Teil des Marktes der fruher Ganserlmarkt hiess Hinweisschild zur Marktordnung vor der Terrasse Abteilung VII Bearbeiten Dieser 1880 von Arnold Zenetti errichtete Backsteinbau das Petersbergl beherbergt die Metzgerzeile das Cafe Rischart Munchens einziges Kammfachgeschaft und zwei Geschafte die mit Kunsthandwerk handeln Schon vor der Grundung des Viktualienmarktes hatten hier die Metzger die in fruheren Zeiten wegen der Abwasser vor die Stadtmauer ziehen mussten ihren Sitz Das Petersbergl ist obwohl raumlich durch eine Strasse vom Markt getrennt noch Teil des Viktualienmarktes Uber den Verkaufsstellen befindet sich eine tagsuber offentlich zugangliche Terrasse die einen Blick auf den Viktualienmarkt und das Tal ermoglicht Bis zum Teilabriss des alten Rathauses befand sich dort teilweise die Stadtschreiberei Das Petersbergl ist tatsachlich eine Anhohe In alten Unterlagen wird manchmal das Gebiet hinter der alten Freibank heute Schrannenhalle als Abt VII bezeichnet Rund um den Viktualienmarkt Bearbeiten Heilig Geist Kirche vom Viktualienmarkt aus gesehen 48 135882 11 576693 Der Norden des Marktes wird begrenzt vom Alten Peter und der Heilig Geist Kirche Am westlichen Rand befinden sich Geschafts und Burogebaude aus der Nachkriegszeit Im Suden liegt die wiedereroffnete Schrannenhalle und gegenuber auf der anderen Seite der Frauenstrasse eine gemischte Wohn und Geschaftsbebauung Diese zieht sich an der ostlichen Seite bis zur Heilig Geist Kirche entlang Die sudliche und ostliche Bebauung wurde trotz starker Beschadigungen durch Luftangriffe wahrend des Zweiten Weltkriegs nach dem Krieg wieder aufgebaut und ist architektonisch wesentlich ansprechender als die westlich gelegenen Nachkriegsbauten Bis auf den sudlichen Zipfel zur Schrannenhalle hin und die nordostliche Bebauung bei der Heilig Geist Kirche ist der Viktualienmarkt durch offentliche Strassen von der Umgebung getrennt Brunnen und Bache BearbeitenAusser einigen Kustermann Hydranten stehen auf dem Viktualienmarkt sechs Brunnendenkmaler Das Wasser hat auf diesem Platz schon immer eine Rolle gespielt Fruher flossen einem weitmaschigen Strickmuster nicht unahnlich sieben Bache ungeordnet als Rinnsale uber den Markt In Munchen existierten fruher fast 90 Munchner Stadtbache und Seitenarme des Isarkanals Auf dem Viktualienmarkt mundete der Fischerbach in das Munzbachl das seinerseits unter der Heiliggeistkirche floss Das Strohhammerbachl vereinigte sich mit dem Katzenbach der das Tal uberquerte Der ostliche Stadtgrabenbach kreuzte sich mit dem Rossschwemmbach der sich wiederum in den Pfisterbach beim Geschaft Kustermann ergoss Bis 1810 2 befand sich am Rossschwemmbach die Backerschnelle wo die betrugerischen Loabeschmiede Backer untergetaucht wurden Heute sind alle diese Bache langst verschwunden 1907 gab es Erwagungen hier einen gewohnlichen Brunnen in ganz einfacher Ausfuhrung zu errichten der zusammen mit neu geplanten Verkaufsstanden der Stadt zur Zierde gereichen sollte Elise Aulinger Ida Schumacher Karl Valentin Liesl Karlstadt Roider Jackl Weiss Ferdl Der Textilkaufmann und Vorsitzende des Freundeskreises Munchner Volkssanger und Volksschauspieler Gustl Feldmeier ergriff die Initiative zur Errichtung der ersten drei Brunnen fur Karl Valentin Ernst Andreas Rauch 1953 Weiss Ferdl Josef Erber 1953 Liesl Karlstadt Hans Osel 1961 denn so begrundete er hier schlagt das Herz Munchens am starksten Spater kamen noch die Gedenkbrunnen fur die Volkssanger und Komiker Ida Schumacher Marlene Neubauer Woerner Elise Aulinger Anton Ruckel und den Roider Jackl Hans Osel 1977 hinzu Daneben gibt es auf dem Markt noch zwei kleinere Brunnen ohne beruhmte Namensgeber Maibaum Bearbeiten Der 10 Maibaum auf dem Viktualienmarkt 2005 Seit 1962 stiften die sechs grossten Brauereien in Munchen uber den Verein Munchener Brauereien e V den Maibaum der uber den Viktualienmarkt ragt Dieser wird in regelmassigen Abstanden erneuert und von einem Burschenverein aus der Munchner Umgebung gefertigt 3 1976 spendete die Landeshauptstadt Munchen der Stadt Sapporo im Norden Japans ein Ebenbild des Maibaums auf dem Viktualienmarkt zur Anerkennung der seit 1972 bestehenden Stadtepartnerschaft 4 Veranstaltungen Bearbeiten Unsinniger Donnerstag 2005 mit Schafflertanz Auf dem Viktualienmarkt finden regelmassig verschiedene traditionelle Veranstaltungen statt unter anderem 11 11 11 11 Uhr Faschingsstart der Narrhalla mit Vorstellung des offiziellen Munchner Faschingsprinzenpaares Unsinniger Donnerstag mit Fasching hat Herz und unterschiedlichen Darbietungen der Munchner Faschingsgesellschaften Faschingsdienstag der Tanz der Marktfrauen ein Hohepunkt des Munchner Faschings Eroffnung der Spargelsaison Mitte April Gartnertag immer am 1 Dienstag im August Winterzauber auf dem Viktualienmarkt Der vollstandige Veranstaltungskalender ist auf der offiziellen Website zu finden Verwaltung BearbeitenDer Viktualienmarkt wird von den Markthallen Munchen verwaltet einem Eigenbetrieb der Stadtverwaltung Munchen Die Nutzung des Marktes fur Handler Kaufer und Passanten regelt sich uber die Lebensmittelmarktsatzung Diese Satzung gilt daneben fur den Elisabethmarkt den Pasinger Viktualienmarkt und den Markt am Wiener Platz Stand auf dem Viktualienmarkt Stand auf dem Viktualienmarkt Die Handler des Marktes haben keinen Mietvertrag sondern eine so genannte Zuweisung Dies hat zum einen historische Grunde da der Markt Teil der Stadtverwaltung ist Zum anderen ist es in der Lebensmittelmarktsatzung so festgelegt Die Gebuhren setzen sich zusammen aus einer Grundgebuhr und einer Umsatzgebuhr und richten sich nach der Gebuhrensatzung fur die Lebensmittelmarkte Eine pauschale Aussage uber die Gebuhren fur einen Stand ist nicht moglich da durch viele Faktoren fester Stand Schirmstand Freistand Keller Abteilung Sortiment fur jeden Stand praktisch eine eigene Gebuhr zustande kommt Freie Stande werden durch ein offentliches Ausschreibungsverfahren vergeben Die Stande werden nach verschiedenen Kriterien vergeben unter anderem wie Konzept Erfahrung wirtschaftlicher Hintergrund Offnungszeiten BearbeitenIn fruheren Zeiten hatte der Viktualienmarkt jeden Tag einschliesslich Sonntag von 7 Uhr fruh bis zum Einbruch der Dammerung geoffnet Nur an hohen kirchlichen Feiertagen blieb der Markt geschlossen Da der Viktualienmarkt der zentrale Ort fur die Lebensmittelversorgung der Munchner Burger war und es noch keine Kuhleinrichtungen gab war die tagliche Offnung sehr wichtig Heute haben die Viktualienmarkthandler im Rahmen der gesetzlichen Offnungszeiten Montag bis Samstag bis spatestens 20 00 Uhr geoffnet wobei Ausnahmen fur Blumenhandler Backer und Gastronomie gelten Viele Marktstande reizen die gesetzlich erlaubten Offnungszeiten nicht aus sondern haben jeweils eigene reduzierte Offnungszeiten Sonstiges Bearbeiten Hinweisschild Immaterielles Kulturerbe Bayern Logo des Viktualienmarkts Der Viktualienmarkt ist auf der bayerischen Landesliste als immaterielles Kulturerbe eingetragen 5 6 7 2016 erhielt der Viktualienmarkt den Eckart Witzigmann Preis fur Lebenskultur 8 Der Markt wird im Volksmund die gute Stube von Munchen genannt Aufgrund seiner Prominenz ist das Preisniveau eher uberdurchschnittlich Das Gebiet ist strassenverkehrsrechtlich entweder Fussgangerzone mit Lieferzeiten Taxi und Linienverkehr frei oder Gehweg Ab 1896 verkehrte auf dem Viktualienmarkt die Pferde ein Jahr spater die elektrische Trambahn Zuletzt hatte bis 1960 die Linie 5 Viktualienmarkt Candidplatz ihre Wendeschleife am Markt Der Viktualienmarkt wird unter anderem als Kulisse fur Film Dreharbeiten genutzt beispielsweise in dem gleichnamigen Tatort und in der Polizei Fernsehserie Munchen 7 2003 2004 wurde von Steffi Kammermeier ein abendfullender Dokumentarfilm uber den Viktualienmarkt gedreht 2003 gab die Bundesrepublik Deutschland eine Briefmarke 45 Cent zum Viktualienmarkt heraus die den Valentinbrunnen zeigt Von Ida Schumacher der ein Brunnen auf dem Viktualienmarkt gewidmet ist gibt es ein sehr bekanntes Stuck Die Ratschkathl vom Viktualienmarkt Als Motiv diente der Markt unter anderem den Munchner Malern Rupert Maria Stockl und Josef Wahl Der Liedermacher Konstantin Wecker hat 1977 die erste Version seiner Ballade Willy auf Platte veroffentlicht Darin verortet das lyrische Ich die echten Leit de wo ned dauernd Ja Herr Lehrer sagn am Viktualienmarkt sowie am Bahnhofseck Allerdings musse man bei diesen echten Leuten aufpassen weil des san Gschlagene Die Handler sind zum Teil in der Interessengemeinschaft Viktualienmarkt IGV organisiert Diese vertritt die Handler gegenuber dem Kommunalreferat und den Markthallen Munchen nach aussen Am 4 Februar 2017 grundete der Munchner Bundestagsabgeordnete Dr Wolfgang Stefinger mit engagierten Burgern den Verein Freunde des Viktualienmarkts der sich fur eine sanfte Sanierung des Marktes einsetzt 9 Fur den Bereich des Viktualienmarktes einschliesslich der Metzgerzeile gilt die Satzung der Markthallen Munchen Auf dem Satzungsgebiet ist das Musizieren Radfahren Betteln verboten Die Mitarbeiter der Markthallen Munchen kontrollieren die Einhaltung der Regelungen der Satzung und ahnden Verstosse Am Viktualienmarkt gibt es kostenloses WLAN der Stadtwerke Munchen 10 Neben dem bekannten Markt im Munchner Zentrum gibt es im Stadtteil Pasing den kleineren Pasinger Viktualienmarkt Da Pasing 1905 bei der Grundung des Marktes noch eine eigene Stadt war gibt es somit in Munchen zwei Viktualienmarkte Literatur BearbeitenPetra Moll Siegfried Sommer Der Viktualienmarkt 1986 Suddeutscher Verlag Munchen 1986 ISBN 3 7991 6329 8 Alfons Schweiggert Hrsg Das grosse Buch vom Viktualienmarkt Geschichte und Geschichten rund um Munchens grune Insel VA Bayerland Dachau 1987 ISBN 3 89251 007 5 Karl Wanninger Ein Munchner Paradies Der Viktualienmarkt Reihe Bavarica 32 Verlag Ludwig Pfaffenhofen Ilm 1997 ISBN 3 7787 3292 7 Susanne Lucke Viktualienmarkt Ein Gourmet und Einkaufsfuhrer Verlag Ludwig Munchen 1991 ISBN 3 7787 2118 6 Freimut Scholz Vom Heiliggeistspital zum Viktualienmarkt Stadtgeschichte in Einzelbeispielen Bd 3 Museums Padagogisches Zentrum Munchen 1993 ISBN 3 929862 20 4 Martin Schafer Anita Hohne Der Viktualienmarkt Geschichte Geschichten und Rezepte Mary Hahn Verlag Munchen 2000 ISBN 3 87287 487 X Lieblingsrezepte vom Viktualienmarkt Was die Standbesitzer am liebsten kochen Komet Verlag Koln 2004 ISBN 3 89836 264 7 Axel Winterstein Alexander Winterstein 200 Jahre Viktualienmarkt Tradition und Frische 2007 Munchen Verlag Munchen 2007 ISBN 3 937090 16 9 Film BearbeitenIm Bauch von Munchen Der Viktualienmarkt Dokumentarfilm Deutschland 2017 43 14 Min Buch und Regie Stefano Tealdi und Ignacio Lantero Produktion Stefilm Ma ja de Filmproduktion ZDF arte Reihe Im Bauch von Erstsendung 25 Januar 2018 bei arte Inhaltsangabe von ARD Siehe auch BearbeitenListe der Platze in MunchenWeblinks Bearbeiten Commons Viktualienmarkt Album mit Bildern Videos und Audiodateien Offizielle Seite der Stadt Munchen zum Viktualienmarkt Ernst Eisenbichler Viktualienmarkt Wo Munchen grun isst Nicht mehr online verfugbar Bayerischer Rundfunk 1 Juni 2008 archiviert vom Original am 23 August 2010 abgerufen am 23 Dezember 2012 Dossier uber den Viktualienmarkt bei BR online Markthallen Gebuhrensatzung PDF 500 kB Satzung uber die Gebuhren fur die Benutzung der Markthallen Munchen der Landeshauptstadt Munchen Landeshauptstadt Munchen 14 Dezember 2011 S 7 11 abgerufen am 19 Februar 2015 Einzelnachweise Bearbeiten Das offizielle Munchner Stadtportal Der Pasinger Viktualienmarkt Carl Albert Regnet Munchen in guter alter Zeit 1879 S 35 babel hathitrust org Der Munchner Maibaum auf dem Viktualienmarkt Verein Munchener Brauereien e V abgerufen am 14 April 2020 Christian Fietzeck 40 Jahre Stadtepartnerschaft Munchen Sapporo PDF August 2013 abgerufen am 14 April 2020 KulturErben Das Bayerische Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes bavarikon abgerufen am 25 Januar 2022 Viktualienmarkt in Munchen ist nun immaterielles Kulturerbe Bayerisches Staatsministerium fur Unterricht und Kultus 10 August 2017 abgerufen am 25 Januar 2022 Bayerisches Kulturerbe In Die Welt 18 Dezember 2014 abgerufen am 31 Januar 2018 Preistrager 2016 In Internationaler Eckart Witzigmann Preis Abgerufen am 31 Januar 2018 deutsch Freunde des Viktualienmarkts M WLAN Viktualienmarkt In Stadt Munchen aufgerufen am 31 Januar 2018 Dieser Artikel ist als Audiodatei verfugbar source source Speichern 23 04 min 10 5 MB Text der gesprochenen Version 1 Januar 2015 Mehr Informationen zur gesprochenen Wikipedia Dieser Artikel wurde am 12 Juni 2006 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen 48 135277777778 11 576111111111 Koordinaten 48 8 7 N 11 34 34 O Normdaten Geografikum GND 4126072 7 OGND AKS VIAF 249018759 Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Viktualienmarkt amp oldid 222098817, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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