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Unter Teletext, in Deutschland auch Videotext genannt, versteht man eine Kommunikationsform zur Verbreitung von Nachrichten, Texten und bildhaften Darstellungen, die bei analoger Übertragung in der Austastlücke des Fernsehsignals eines Fernsehsenders ausgestrahlt werden und aus denen der Benutzer gewünschte Angaben zur Darstellung auf dem Bildschirm eines Fernsehgerätes auswählen kann. Bei heutiger digitaler (DVB) Übertragung wird das digitale Teletextsignal direkt als zusätzlicher Stream in den MPEG-TS-Container eingebettet. DVB-Receiver können diese zur Anzeige auf alten TV-Geräten wieder in die Austastlücke eines analogen Signals aufmodulieren.

Ein analoges Fernsehbild nach mitteleuropäischer Fernsehnorm hat 625 Bildzeilen. Davon werden aber nur 576 Zeilen für die Übertragung eines Bildinhalts benutzt, wobei der Rest die Austastlücke ist, während der sich das Fernsehgerät auf den Empfang des nächsten Bildes vorbereitet. So kamen Anfang der 1970er Jahre englische Fernsehtechniker der BBC auf die Idee, Zusatzinformationen in diesem ungenutzten Bereich zu übertragen. Daraus entstand 1974 die erste Spezifikation des U. K. Teletext Standard. Dessen Textdaten sind seitenweise organisiert und bieten Platz für 25 Zeilen zu je 40 Zeichen Text (23 Zeilen sind frei editierbar, die anderen für Kopf- und Fußzeilen reserviert). Die Seiten können mit 96 verschiedenen Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen sowie 128 Grafikzeichen gestaltet werden. Dies entspricht dem Stand der Technik zur Zeit der Einführung des Teletexts. Der Hintergrund kann üblicherweise zwischen deckend (zur besseren Lesbarkeit) und transparent (zur Verfolgung des Programms) umgeschaltet werden. Jeder Tafel ist eine Sprache zugeordnet, die in 3 Bit kodiert ist und grundsätzlich alle westeuropäischen Sprachen per Zeichenersetzung nach ISO 646 abdeckt. Zusätzlich gab es in der Sowjetunion Videotext mit kyrillischer und in Nahost mit arabischer Schrift.

Ältere Fernseher bauen jede Seite einzeln aus dem Datenstrom auf, was zu langen Wartezeiten führen kann. Da nicht alle Seiten gleichzeitig in der Austastlücke kodiert werden, müssen diese Geräte warten, bis die angeforderte Seite ausgestrahlt wird. Die heute üblichen Seitenspeicher in Fernsehgeräten waren trotz des geringen Umfangs der Daten in der Anfangszeit des Teletextsystems aus Herstellersicht zu teuer. In älteren Geräten konnten einzelne Seiten bestimmt werden, welche im Seitenspeicher gespeichert werden sollten und dadurch schneller verfügbar waren. Bei einfachen Dekodern waren das standardmäßig immer die laufende Folgeseite und oft noch die Magazinseiten 100, 200, 300… Da jedoch heutzutage die Preise für Speicherchips stark gefallen sind, verfügen aktuelle Geräte meist über einen Speicher mit einem Umfang von zehn bis mehr als 2000 Seiten (vermarktet unter Begriffen wie MegaText oder TOP-Text), aus dem die gewünschte Seite abgerufen werden kann.

Obwohl Teletext nur Seitennummern von 100–899 (Kodierung s. u.) haben kann, ist ein Speicher von mehr als 800 Seiten sinnvoll: Diese Speicher können auch noch die Unterseiten einzelner Tafeln (also vollständige „Rollseiten“) speichern.

Obwohl der Teletext immer mit dem aktuellen Fernsehbild übertragen wird, war eine Aufzeichnung des Textes mit dem Programm mit analogen Videorecordern (VHS) normalerweise aufgrund der zu geringen Bandbreite kaum möglich, dazu waren S-VHS- oder professionelle Systeme (z. B. Betacam SP) erforderlich. Mit dem PC unter Windows im Format .wtv aufgezeichnete Sendungen beinhalten die Teletext-Daten des jeweiligen Kanals zum Zeitpunkt der Aufzeichnung vollständig.

Zur Übertragung werden die Zeilen 7–15, 20–21 im 1. Halbbild und 320–328, 333–334 im 2. Halbbild benutzt.

Die in ETSI EN 300 706 definierten Zeichensätze des in Europa verwendeten Teletext-Standards sind auf der Seite Teletext-Zeichensätze (ETSI EN 300 706) beschrieben.

Die einzelnen Seiten oder Tafeln werden über einen dreistelligen Code ausgewählt. Die erste Ziffer der Seitennummer, das so genannte Magazin, ist mit 3 Bit codiert und kann nur die Werte 1–8 annehmen (0 wird als 8 interpretiert), die zweite und dritte Ziffer sind mit 4 Bit codiert, wodurch auch Hexadezimalzahlen möglich sind, die man allerdings mit normalen Fernsehgeräten nicht aufrufen kann. Adressen wie 1F6 oder 8AA werden jedoch teilweise für Testseiten, Steuerseiten für den TOP-Text oder gebührenpflichtige Teletextangebote genutzt.

Die Seiten werden nacheinander in einer Endlosschleife, dem sogenannten Karussell, übertragen; da in jede einzelne Austastlücke nur wenige Daten passen, dauert es nach der Wahl einer Seite eine Zeit lang, bis diese wieder gesendet wird. Die Hauptseite 100 (und oft auch die übrigen Magazinseiten 200, 300, …) werden sehr häufig in das Karussell eingespeist, sodass diese Seite sehr schnell angezeigt wird. Die angewählte Seite wird im Empfänger gespeichert, damit sie in Ruhe betrachtet werden kann. Untertafeln von Rollseiten werden im fest definierten Zeitabstand (d. h. bei umfangreichen Textangeboten damit ebenfalls häufiger) wiederholt. Heutige Fernsehgeräte besitzen genügend Speicher, in dem viele (typischerweise 10 bis 2000) oder alle Seiten, teilweise sogar Unterseiten, gleichzeitig gespeichert werden können. Somit stehen diese dann bei Anwahl sofort zur Verfügung. Nur nach einem Senderwechsel dauert es immer noch einige Zeit (ein bis zwei Minuten), bis die Seiten des neuen Senders gespeichert sind.

Inhalt des Teletextes sind meist programmbezogene Zusatzinformationen, das Fernsehprogramm oder Nachrichten. Viele Privatsender senden außerdem Werbung, überwiegend für gebührenpflichtige Telefon-Hotlines, Gewinnspiele oder Erotik-Angebote. Vereinzelt wurde auch mit interaktiven Teletextseiten experimentiert, bei der ein Anrufer über ein Telefon mit Tonwahl beispielsweise Kleinanzeigen aufgeben konnte, die Bedeutung dieser Angebote ist jedoch durch das Internet zurückgegangen. Dagegen sind bei den deutschen Privatsendern inzwischen SMS-basierte interaktive Angebote (SMS-Chat, auch Kleinanzeigen) recht verbreitet.

Bei den deutschen, österreichischen und schweizerischen Vollprogrammen (Das Erste, ZDF, RTL, Sat.1, ProSieben, VOX, Kabel eins, RTL II, ORF eins, ORF 2, ORF III, ORF SPORT +, SRF 1, SRF zwei und SRF info) ergibt sich folgende Aufteilung der Inhalte:

  • Seite 100 ist die Startseite
  • Seite 101 ff. Nachrichten (Schweizer Radio und Fernsehen: Seite 110 ff.)
  • Seite 111 für die „letzte Meldung“
  • Seite 200 ff. Sport (Schweizer Radio und Fernsehen: Seite 180 ff.)
  • Seite 222 für die „letzte“ Sportmeldung
  • Seite 300 ff. TV-Programm
  • Seite 333 Name der aktuell ausgestrahlten Sendung (transparent)

Daneben werden je nach Sender (besonders in den öffentlich-rechtlichen) weitere Nachrichten zu speziellen Themen auf anderen Seiten angeboten, z. B. Wissenschaft, Gesundheit, Natur, Wirtschaft, Börsenkurse und Prominews. Zudem gibt es programmbegleitende Informationen zum Nachlesen, Tipps, Ankunfts- und Abflugzeiten an Flughäfen, Stauprognosen, Weltzeituhr, in den dritten Programmen auch Verkehrsnachrichten etc.

Seiten können aus mehreren Unterseiten bestehen, die nacheinander übertragen und angezeigt werden. Solche Seiten erkennt man an Markierungen wie1/2 (erste von zwei Unterseiten).

Fast jeder Teletextdienst sendet auf einer Seite ein Testbild mit dem verfügbaren Zeichensatz und einer Darstellung von Buchstaben in doppelter Höhe, blinkendem Text und versteckter Information (Rätseltaste) sowie eine weitere Seite, die Clockcracker-Testseite, aus, die fehlerfrei dargestellt wird, wenn die Taktfrequenz des Decoders synchron zum Fernsehbild ist. Wenn der Clockcracker nicht richtig dargestellt wird, läuft der Decoder zu schnell oder zu langsam und muss nachgeregelt werden.

Einige Sender senden zu bestimmten Sendungen auch Untertitel für Hörgeschädigte über den Teletext. Diese enthalten dann die Dialoge der Personen und beschreiben wichtige Geräusche. Die Untertitel befindet sich meistens auf den Seiten 777 (ZDF, ORF, SRF), 149 (Privatsender) oder 150 (Das Erste und Dritte).

Gebrauch des Teletextes zur Programminformation

Die meisten Teletextdienste bieten eine Programmvorschau für die nächsten Tage, manche auch für mehrere Sender. Viele Sender bieten eine Tafel, auf der zu sehen ist, was gerade und als Nächstes gesendet wird. Es wird ein kleines Textfeld ins Bild eingeblendet, sodass man weiter dem laufenden Fernsehprogramm folgen kann. Bei deutschsprachigen Sendern wird dafür üblicherweise Tafel 333 verwendet. Weil der Teletext von einer Redaktion ständig aktualisiert wird, erscheinen dort meistens Programmänderungen sofort.

Auch bei Sportereignissen wie z. B. Fußballspielen, werden die aktuellen Ergebnisse in einer Ecke des Bildschirms dargestellt ohne den Rest des Bildes zu verdecken.

Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.

TOP (Table Of Pages)

Um die Bedienung zu erleichtern, wurde in Deutschland das TOP-Text-System (Table Of Pages) eingeführt. Über Daten auf speziellen Steuerseiten werden die einzelnen Tafeln in Rubriken eingeteilt, sog. Blöcke für eine höhere Hierarchieebene (z. B. Nachrichten, Sport, Programm) und Gruppen darunter (z. B. Inland/Ausland, Fußball/Tennis). Den Seiten können Kurzbezeichnungen zugeordnet werden, die in einer 25. Zeile farbig angezeigt und mit vier farbigen Tasten auf der Fernbedienung angewählt werden können. Außerdem werden Informationen übermittelt, welche Seiten existieren und welche über Unterseiten verfügen, mit deren Hilfe der Decoder die Zeile 25 generiert oder z. B. auch anzeigen kann, dass eine angewählte Seite nicht existiert.

FLOF (Full Level One Facilities)

Beim FLOF-System (Full Level One Facilities), auch FasText genannt, kann mit jeder Seite die 25. Zeile mit Bezeichnungen, Darstellung und Nummern der Sprungziele separat übertragen werden. Damit hat die Redaktion die Möglichkeit, diese Verweise auf bis zu vier Seiten selbst zu gestalten und den Leser auf z. B. inhaltlich verwandte Themen (oder auch Werbeseiten etc.) zu leiten. Eine Information, welche Seiten existieren oder Unterseiten haben, gibt es bei FLOF nicht. Auch wird, anders als bei TOP, die zur jeweiligen Seite gehörende Information in der 25. Zeile erst beim Auffinden der angewählten Seite angezeigt, und nicht schon bei der Eingabe der Seitennummer wie bei TOP.

Mittlerweile unterstützen die meisten Decoder beide und nutzen fast alle Teletext-Dienste eines der Systeme – in Deutschland die meisten TOP, in anderen Ländern häufiger FLOF.

Level 1.5

Vergleich zwischen Teletext-Level 1 und 1.5 (ZDF-Teletext); man beachte das 'ö' bzw. 'ø'

Durch Level 1.5 werden Zeichenersetzungen eingeführt. Pro Seite wird dabei eine Art Liste mit Ersetzungen übertragen, wobei jeweils ein Zeichen an bestimmter Stelle der ursprünglichen Seite durch ein anderes Zeichen ersetzt wird. Ein Decoder, der nur Level 1 unterstützt, ignoriert die Ersetzungen und zeigt lediglich den Inhalt der ursprünglichen Seite an.

Als „Ersetzungszeichen“ sind neben den bereits vorhandenen 96 Text- und 128 Grafikzeichen (G0- bzw. G1-Zeichensatz) 80 neue Text- und 92 weitere Grafikzeichen verfügbar (G2- bzw. G3-Zeichensatz). Weiterhin sind auch Zeichenkombinationen möglich, bei denen eines der 96 bisherigen Textzeichen mit einem von 16 diakritischen Zeichen überlagert wird.

Level 2.5 (HiText)

Vergleich zwischen Teletext-Level 1 und 2.5 (BR-Text Seite 100)

Eine weitere abwärtskompatible Erweiterung des Teletext-Standards mit der Bezeichnung Level 2.5 oder HiText erlaubt u. a. die freie Definition von 16 Farben, erweiterte Sonderzeichen und Formatierungen sowie die freie Definition eigener Zeichen, wodurch höher auflösende Grafiken möglich werden. Diese Erweiterung wird allerdings nur von wenigen Teletext-Diensten angeboten und von Dekodern vieler einfacher Geräte nicht unterstützt. Meist wird HiText nur für das eigene Senderlogo verwendet. Nachteilig ist, dass die Abwärtskompatibilität die Übertragung der Grafik in beiden Auflösungen erfordert und damit den Datenbedarf erhöht.

Anbieter

Aktuelle Nutzer von HiText im deutschen Sprachraum sind

  • ZDF
  • BR Fernsehen
  • 3sat
  • phoenix
  • Thüringer Medienbildungszentrum der TLM in Gera (farbige Hintergründe, grafische Erweiterungen mit G3-Zeichen und Testseiten 460 bis 499)
Eine Teletext Level-2.5-Testseite mit frei definierter Grafik (Globus-Symbol), erweiterter Farbpalette und Sidepanels zur Darstellung auf einem 16:9-Bildschirm. Ganz unten ist die farbige TOP-Text-Zeile zu erkennen.

Die ARD, der NDR, der SWR, arte und ProSieben haben nur Tests durchgeführt oder der Zeitraum war befristet. Das BR-Fernsehen hatte ihn 1999 als erste Anstalt innerhalb der ARD eingeführt, nach eigenen Angaben aber 2005 beendet und ihn schließlich 2011 wieder eingeführt.

Außerhalb des deutschen Sprachraums ist Level 2.5 bei France 3 (Senderlogo, Hintergrundfarbe) und NOS-Text in den Niederlanden (Hintergrund, sowie Testseite 389) im Einsatz.

Level 3.5

Die Teletext-Norm ETSI EN 300 706 definiert noch einen darüber hinausgehenden Level 3.5 (mit farbigen hochauflösenden Grafiken, Proportionalschrift etc.), der allerdings kaum von Decodern oder Diensten unterstützt wird.

Weitere Bedienerleichterungen

Im Decoder gibt es eine Vielzahl von Funktionen, welche die Bedienung erleichtern. Sie stehen über die Darstellung am Bildschirm und auf der Fernbedienung zur Verfügung und sind unabhängig von der Übertragungsnorm:

  • veränderte Darstellung der Farbe
  • Größere Schrift durch Verdopplung der Zeilenhöhe („halbe“ Seiten)
  • Sprung zu den im Text dargestellten Seitennummern wie beim Folgen eines Links: Das System erkennt diese an drei aufeinanderfolgenden Ziffern; mit Tasten der Fernbedienung können diese angewählt werden, und mit Drücken der OK-Taste wählt der Decoder diese Seitennummer an. Dies wird in der Regel mit dem sog. Page Caching (dem Vorladen der Seiten) kombiniert
  • gezielte Anwahl einer Unterseite (ebenfalls durch Page Caching unterstützt)

Deutschland

Videotext-Logo

Während der Funkausstellung 1977 in Berlin wurde Teletext/Videotext von ARD und ZDF erstmals mit einem 400-Seiten-Angebot vorgestellt. Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Frank Müller-Römer, Technischer Direktor des Bayerischen Rundfunks, in welcher Vertreter der Juristischen Kommission ARD/ZDF, der Technischen Kommission ARD/ZDF und der Finanzkommission ARD/ZDF mitarbeiteten, beschloss am 25. September 1978, den Intendanten der ARD den Testbetrieb von Teletext/Videotext vorzuschlagen. Dem wurde zugestimmt. Mit der Funkausstellung 1979 begann dann der bundesweite Testbetrieb der in Berlin beim SFB angesiedelten ARD/ZDF-Videotext-Redaktion unter Leitung von Alexander Kulpok, dem die Intendanten der ARD und des ZDF diese Funktion übertragen hatten. 1980 wurde das Videotext-Angebot der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in den Regelbetrieb übergeführt. Unter der Bezeichnung ARD/ZDF-Videotext-Zentrale war diese Gemeinschaftseinrichtung der beiden öffentlich-rechtlichen Systeme weiterhin – bis zur Trennung von ARD und ZDF im Jahr 2000 beim Sender Freies Berlin angesiedelt. Die Bezeichnung „Videotext“, die oftmals zu Verwechslungen mit dem Schweizer Bildschirmtext-Angebot der Post führte, wurde in der Bundesrepublik Deutschland von der Kommission für den Ausbau des technischen Kommunikationssystems (KtK) unter Vorsitz von Eberhard Witte (1928–2016) festgelegt. Bis zum Jahr 2000 gehörte die ARD/ZDF-Videotext-Zentrale zum maßgeblichen Kreis der Teletext-Pioniere in der Europäischen Rundfunk-Union (EBU). Ihr Leiter Alexander Kulpok wurde zum EBU-Teletext-Koordinator in Genf berufen. Unter seinem Vorsitz entwickelte eine EBU-Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Großbritannien, Norwegen, den Niederlanden und der Bundesrepublik u. a. im Jahr 1996 den Electronic Program Guide (EPG) – den Programmführer, der zu einem wichtigen Bestandteil aller Fernsehprogramme wurde. Das Angebot von Untertiteln für Hörgeschädigte begann zunächst bei der 20-Uhr-Tagesschau und wurde in internationaler Kooperation kontinuierlich auf Sportübertragungen und Spielfilme erweitert.

Der Regelbetrieb ab 1980 brachte für den SFB als Landesrundfunkanstalt im geteilten Berlin eine nützliche internationale Reputation. 2000 trennten sich ARD und ZDF, um zwei unabhängige Angebote zu starten. Seitdem war der SFB für den ARD-Text zuständig. Nach der Fusion der Sender SFB und Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg (ORB) werden die meisten Inhalte vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) aus Potsdam bearbeitet. Die aktuellen politischen Inhalte des ARD-Textes werden von der Redaktion Tagesschau.de beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) in Hamburg bearbeitet.

Mittlerweile verfügen fast alle regionalen und überregionalen Programme über eigene Teletextdienste. In der Bundesrepublik machte der WDR sehr bald nach der Einführung von Videotext als Regeldienst den Anfang.

Im Jahre 2010 hatte in Deutschland der Teletext der ARD, ARD-Text, mit 18,6 % den größten Marktanteil, vor dem des ZDF, ZDF-Text, mit 14,8 % und dem des RTL mit 13,4 % Marktanteil.

Ab dem 16. August 2012 fand im Teletext der ARD ein einmonatiges Internationales Teletext Art Festival statt.

Für den ARD-Text arbeiten 18 Redakteure. Laut Angaben des Senders kostet der Betrieb im Jahr etwa 1,7 Millionen Euro. RTL ist mit 11 Prozent Marktanteil der quotenstärkste Anbieter unter den Privatsendern.

Die ARD liefert zusätzlich zum Teletext seit 2008 den neuen Standard Hybrid Broadcast Broadband TV, kurz HbbTV, aus. Dieses System bietet deutlich mehr Möglichkeiten als der Teletext, unter anderem können Rundfunk- und Internetinhalte damit verknüpft werden.

Für Sendungen wie Tatort, Fußballspiele oder den Eurovision Song Contest wird Teletwitter angeboten. Über dieses neue Format werden Kommentare von Twitter nach redaktioneller Freigabe in den Teletext eingespeist.

Im Jahr 2013 zählte die GfK im ARD-Text knapp 44 Millionen verschiedene Besucher, davon nutzten 12,37 Millionen Zuschauer verschiedene Teletextangebote, 2017 hatte er nach Angaben von ARD Trend noch mehr als 15 Millionen tägliche Besucher, davon 12 Millionen allein bei ARD und ZDF. Besonders beliebt sind Nachrichten, Sport und die Programmseiten, aber auch die Begleitung von Live-Events (z. B. ESC Song Contest) und spezifische Angebote wie das Tatort-Magazin.

Frankreich

In Frankreich hatte man einen grafisch aufwändigen Standard mit der Bezeichnung Antiope entwickelt, der aber nie weit verbreitet war und später durch Teletext abgelöst wurde.

Vereinigtes Königreich

Nach Versuchen ab 1972 startete am 23. September 1974 als erstes Teletext-System der Welt im Vereinigten Königreich Ceefax, anfangs noch schwarz-weiß, bevor man im UK Teletext Standard auch verschiedene Schriftfarben ermöglichte. Der Ceefax-Leiter Colin McIntyre (1924–2012) gilt als Vater der Teletext-Philosophie, die auf Übersichtlichkeit und Aktualität setzt. Ceefax wurde im Rahmen des Wechsels auf digitale Übertragungstechnik im Jahre 2012 stufenweise abgeschaltet. Anders als in Deutschland wird über digitale Kanäle kein klassischer Teletext übertragen, bis auf Teletext-Untertitel auf Tafel 888. Stattdessen wird BBC Red Button angeboten, welches eher an einen interaktiven, multimedialen Program Guide angelehnt ist.

Schweden

Als erster Sender außerhalb des Vereinigten Königreichs begann SVT in Schweden am 12. März 1979 mit Teletext-Versuchssendungen.

Österreich

ORF-Teletext-Logo

Als dritte Rundfunkanstalt in Europa mit Teletext folgte 1980 in Österreich der ORF. Als Geburtstag des ORF-Teletext wird der 21. Jänner 1980 angegeben. Gerhard Weis, damals Leiter der Abteilung „Öffentlichkeitsarbeit, Koordination und Unternehmensplanung“, las an diesem Tag einen Bericht in der Times über erste Versuche der BBC, die schon seit Ende der 1970er Jahre liefen. Deren Gerät konnte 64 gespeicherte Seiten anzeigen und wurde nun durch ein neues Gerät mit 200 möglichen Seiten ersetzt. Die alte Anlage wurde vom ORF gekauft und ab 9. Juli 1980 gab es tagsüber zu jeder halben Stunde „Kostproben“ auf den beiden FS 1 und FS 2 Fernsehprogrammen mit 64 Seiten. Ab 15. Dezember 1980 startete die zweite Phase mit einem auf 200 Seiten erweiterten Angebot. Damals gab es nur rund 500 teletexttaugliche Geräte. 2014 gab es mehr als 1400 Seiten und etwa zwei Drittel der Sendungen von ORF eins und ORF 2 wurden über die Seite 777 untertitelt. Das Angebot nutzten rund 1,9 Millionen Fernsehzuseher pro Woche und im Schnitt wurden rund 18,4 Millionen Seiten pro Tag aufgerufen. 2021 nutzten noch 12 Prozent der Österreicher den Teletext täglich (entspricht 1,07 Mio. Leser), 41 Prozent gehören zum weitesten Nutzerkreis. Von allen Nutzern sehen ihn 93 Prozent im Fernsehen, der Rest digital im Netz inklusive Mobile App. Der Medienpsychologe Peter Vitouch verweist auf die „komprimierte Form“ von maximal 23×40 Zeichen und sieht darin die eigentliche Stärke des Angebots: „Viele fühlen sich von Nachrichten überflutet und dadurch überfordert. Da ist die Reduktion eine Stärke.“ Obwohl offenbar nur noch der ORF Zahlen zur Textnutzung veröffentlicht, gibt es auch bei Servus TV absehbar keine Pläne, das Angebot irgendwann abzuschalten.

Der Teletext verschiedener Privatsender in Österreich musste sich häufig Kritik aussetzen, da dieser nicht jugendtauglich gestaltet wurde, die Information von Werbung verdrängt wird und „lediglich eine Plattform für Anzeigen und Reklamen darstellt“.

Gliederung des ORF-Teletexts

Seit 16. März 2009 hat der ORF-Teletext ein neues Design. Es können nun auch die Regionalnachrichten der Landesstudios abgerufen werden. Der Teletext des ORF ist in diversen Rubriken eingeteilt, dazu zählen „Sport“, „Politik“, „Chronik“ und „Programminformation“ sowie „Kultur und Show“, „Multimedia“, „Gesundheit“, „Reisen“, „Spiel und Sterne“ sowie „Help“. Als weiteren inhaltlichen Schwerpunkt des ORF TELETEXT werden die ebenfalls angebotenen Serviceinformationen angesehen, die seit einigen Jahren von Kooperationspartnern zur Verfügung gestellt werden. Die Services reichen von Wetterinformationen und fortwährend aktualisierten Börsen- und Marktdaten über Abflüge und Ankünfte der Flughäfen sowie Ankünfte und Abfahrten der Bahnhöfe. Es werden auch Verkehrsinfos oder Notdienst-Telefonnummern aufgelistet. Der Teletext des ORF kann auch über das Internet abgefragt werden.

Schweiz

Der Teletext der SRG ist erstmals am 1. Oktober 1981 ausgestrahlt worden. Damals existierte nur DRS, ein gebührenfinanzierter Service Public-Fernsehsender der deutschsprachigen Schweiz. Erste Regional-TV-Sender kamen ab Anfang der 1980er-Jahre, erste (deutsche) Privatsender ab 1984 und der zweite SRG-Sender in mehreren Anläufen ab den 1990er-Jahren auf. Die anfänglich 64 Seiten wurden je zur Hälfte von der SRG und Videopress, einem Verein von zehn Zeitungsverlagen, bereitgestellt: Videopress verantwortete Nachrichten und Wirtschaft, die SRG Sport und Unterhaltung. Gesendet wurde von 10.00 Uhr bis zum Sendeschluss von TV RS. Die Ausstrahlung in der französischsprachigen Schweiz erfolgt seit 1985, in der italienischen seit 1986. Seit 1994 werden im Teletext interaktive Dienste angeboten. NexTView bot der Schweizer Teletext zwischen 1997 und 2013 an. 2001 wurde eine durchschnittliche tägliche Besucherzahl von 1,17 Millionen, 2004 von 1,3 Millionen erreicht, im Jahr 2021 waren es immerhin noch 830.000 Nutzer täglich und 2,4 Mio. nutzen ihn zumindest gelegentlich. Obwohl neue Medien wie das Internet aufkamen, war der Nutzungsrekord während der Olympischen Spiele in Turin 2006.

Der Teletext des Schweizer Fernsehens (seit 2011 Schweizer Radio und Fernsehen) kann auch über das Internet abgefragt werden.

USA

In den Vereinigten Staaten wurde bereits ab Ende der 1970er Jahre verschiedentlich mit Teletext experimentiert. Als aber dort 1990 ein spezieller Untertitel-Decoder für Hörgeschädigte in jedem neuen Fernsehgerät gesetzlich vorgeschrieben wurde, verzichteten die Hersteller darauf, zusätzlich einen allgemeinen Teletext-Decoder einzubauen. Daher wird dort heute praktisch kein Teletext mehr ausgestrahlt.

Russland

In der Sowjetunion wurde der Teletext ab Mitte der 1980er Jahre verwendet. Allerdings nicht für den privaten Gebrauch, sondern für den internen Austausch von Meldungen innerhalb der staatlichen Nachrichtenagentur TASS, da die in der Sowjetunion hergestellten Fernseher für den Heimgebrauch keinen Decoder für den Teletext besaßen.

Erst nach dem Zerfall der Sowjetunion fasste der Teletext in Russland Fuß, war aber bei weitem nicht so stark verbreitet wie in westeuropäischen Ländern. 1994 führte der damalige Moskauer Lokalsender „31 kanal“ als erster Sender den Teletext ein. Aktuell verfügen die Sender Perwy kanal, TWZ und REN TV über Teletext. Auf den Sendern Rossija 1, Rossija K und NTW wird der Teletext ausschließlich zur Generierung von Untertiteln bei einigen Sendungen verwendet. Einige Sender, wie zum Beispiel MTV Rossija, haben den Teletext zwischenzeitlich wieder abgeschafft.

Viele Anbieter unterhalten kein vollständiges Archiv gesendeter Teletext-Inhalte. So gaben etwa die britischen Anbieter BBC und Teletext Ltd. an, nicht jede produzierte Seite routinemäßig zu speichern. Oft wurden Seiten auch einfach im jeweiligen System direkt mit neuen Inhalten überschrieben, ohne dabei die alten Inhalte zu sichern. So finden sich im Archiv der BBC etwa nur eine begrenzte Zahl von Bildschirmfotos und anderen Materialien, hauptsächlich aus den Anfangstagen von Ceefax und den späten 1990ern. Weitere Inhalte blieben etwa durch Aufnahmen der Sendung “Pages from Ceefax” erhalten, in deren Rahmen BBC One und BBC Two während der nächtlichen Sendepause Aufnahmen von Seiten des eigenen Teletextes ausstrahlten.

Viele Fragmente alter Teletext-Inhalte bleiben jedoch bis heute erhalten, da etwa bei VHS-Aufnahmen auch Teile des ausgestrahlten Teletextes mit aufgezeichnet wurden. Da die VHS-Technik jedoch Sendungen nur in einer verringerten Qualität speicherte, wurden jeweils nur Teile der mitgesendeten Teletext-Inhalte gespeichert. Andere Formate, die besser zur Speicherung von Teletext-Inhalten geeignet waren, wie etwa S-VHS, fanden nicht dieselbe Verbreitung.

Britischen Programmierern gelang es jedoch, alte Teletext-Inhalte anhand von VHS-Aufnahmen zu rekonstruieren. Hierzu wurden die Aufnahmen digitalisiert, die Teletext-Signale extrahiert und mittels hierzu entwickelter Algorithmen mehrere fragmentierte Versionen derselben Seite verglichen, um daraus möglichst fehlerfrei die ursprünglichen Inhalte wiederherzustellen.

Ausgehend von den oft sehr kreativ gestalteten Teletext-Werbeanzeigen entwickelte sich eine eigene Kunstform, die sich häufig der Stilmittel der Pixel-Art oder ASCII-Art bedient. Es gab bereits mehrere offizielle Kooperationen von Teletext-Künstlern mit Fernsehsendern, bei denen künstlerisch gestaltete Teletext-Seiten gesendet wurden. Seit 2022 wird auch Blockchain-Technologie genutzt, um Teletext-Seiten langfristig zu speichern und als NFT handelbar zu machen.

In der Austastlücke können auch verschiedene andere Daten übertragen werden, wie VPS-Signal, Daten (z. B. Channel Videodat), Musik oder Videos.

Beim digitalen Fernsehen sind, insbesondere ermöglicht durch den DVB-Standard MHP, grafisch und inhaltlich anspruchsvollere Inhalte als beim technisch in die Jahre gekommenen Teletext möglich. Zurzeit übernehmen allerdings die meisten Sender noch die Inhalte des Teletext auch für ihre digitalen Programme, um die Redaktionen zu entlasten. Die Programminformationen sind beim digitalen Fernsehen auch über den elektronischen Programmführer (EPG) abrufbar.

Zuweilen wird der Teletext wegen des Namens verwechselt mit dem Bildschirmtext (Btx), wozu auch beitrug, dass Btx in der Schweiz Videotex (ohne t am Ende) hieß. Teletex dagegen ist eine weiterentwickelte Form des Fernschreibens.

  • Jae-Hyeon An: Fernlesen im Vormarsch. Formen, Inhalte und Funktionen des Videotextes. (= Medien & Kommunikation; Bd. 26). Lit, Münster 1997, ISBN 3-8258-3602-9 (zugl. Dissertation, Universität Münster 1997).
  • Michael Faatz: Zur Spezifik des Fernsehtextes. Eine Untersuchung zu Inhalten, Präsentationsformen und Perspektiven; dargestellt anhand des MDR-Textes und des Sat.1-Textes. Teiresias, Köln 2001, ISBN 3-934305-32-6. (= Fernsehwissenschaft; Bd. 4)
  • Eberhard König: Die Teletexte. Versuch einer verfassungsrechtlichen Einordnung. Beck Verlag, München 1980, ISBN 3-406-07630-0. (Schriftenreihe des Instituts für Rundfunkrecht an der Universität Köln, Bd. 30)
  • Maximilian v. Münch: Die Einbeziehung von AGB im Fernsehmarketing. In: MMR 2006. S. 202–206.
  • Ferdinand Schmatz: Der ferne Text und die Sucht. In: Thomas Keul (Hrsg.): Unwürdige Lektüren. Was Autoren heimlich lesen. SchirmerGraf, München 2008, ISBN 978-3-86555-053-8, S. 78–86. (zuerst veröffentlicht in: Volltext, Heft Oktober 2004).
  • Wieland Bosman: Private Arbeitsvermittlung durch Teletexte? In: NZA 1986. S. 14–16.
  • Walter Fischer: Digitale Fernseh- und Hörfunktechnik in Theorie und Praxis. MPEG-Basisbandcodierung, DVB-, DAB-, ATSC-, ISDB-T-Übertragungstechnik, Messtechnik. 2. Auflage, Springer 2009, ISBN 978-3-540-88187-2.
  • Boris Fuchs: Das kurze Leben des Hoffnungsträgers Btx. In: Deutscher Drucker. Nr. 20/2007, S. 41–43.
  • Reiner Hochstein: Teledienste, Mediendienste und Rundfunkbegriff – Anmerkungen zur praktischen Abgrenzung multimedialer Erscheinungsformen. In: NJW 1997. S. 2977–2981.
  • Guido Schneider: Teletext bleibt in der Nische. In: Horizont. 37/2005, S. 121.
  • Karsten Zunke: Auf der kurzen Welle. In: acquisa. Heft 02/2010, S. 30–31.
Commons: Teletext – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Teletext – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  1. Bosman, NZA 1986, 14, 15.
  2. Fischer, S. 172.
  3. Professionelle Videotechnik: Grundlagen, Filmtechnik, Fernsehtechnik, Geräte… von Ulrich Schmidt, S. 231, ISBN 978-3-642-02506-8
  4. Zunke, acquisa Heft 02/2010, S. 31.
  5. Schneider, HORIZONT 37/2005, S. 121.
  6. Chronik der ARD, Jahr 1999 http://web.ard.de/ard-chronik/index/4364?year=1999
  7. Teletext des BR-Fernsehens (Bayerntext), Tafel 198, abgerufen am 25. August 2010
  8. http://www.br-online.de/content/cms/Universalseite/2010/09/03/cumulus/BR-online-Publikation-ab-01-2010--203259-20100903154358.pdf
  9. Teletext-Nutzung nimmt zu. bei: heise.de 11. Januar 2011, abgerufen am 11. Januar 2011
  10. Meldung bei Digitalfernsehen.de, abgerufen am 13. August 2012
  11. Was ist eigentlich Teletwitter? In: ARD.DE, abgerufen am 12. Februar 2018.
  12. Warum der Videotext nicht totzukriegen ist. In: Wiwo online. 23. August 2014, abgerufen am 12. Februar 2018 (im Webarchiv).
  13. Robert Tusch: Phänomen Teletext: Warum die Pixel nicht totzukriegen sind und wie die ARD ihr Angebot zukunftsfest machen will. meedia.de, 25. Juli 2018
  14. Henry Steinbock: 35 Jahre ORF Teletext. In: ooe.ORF.at. 16. Januar 2015, abgerufen am 17. Januar 2015.
  15. Ralf Hillebrand: Und täglich grüßt der Teletext. Salzburger Nachrichten, 20. Mai 2021
  16. ORF Kundendienst - Technik (Memento vom 27. März 2014 im Internet Archive)
  17. Gabriela Dettwiler: Instagram überholt den Teletext – und fünf weitere überraschende Erkenntnisse zum Medienkonsum der Schweizer. Neue Zürcher Zeitung, 1. September 2021
  18. James O Malley: The Teletext Salvagers: How VHS is bringing teletext back from the dead. In: Alphr. 7. März 2016, abgerufen am 11. April 2016 (englisch).
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  21. Fischer, S. 171.
Normdaten (Sachbegriff): GND:4188231-3(OGND, AKS)

Teletext zusatzlicher Dienst bei Fernsehsendern zur Ubertragung von zusatzlichen Informationen Sprache Beobachten Bearbeiten Weitergeleitet von Videotext Unter Teletext in Deutschland auch Videotext genannt versteht man eine Kommunikationsform zur Verbreitung von Nachrichten Texten und bildhaften Darstellungen die bei analoger Ubertragung in der Austastlucke des Fernsehsignals eines Fernsehsenders ausgestrahlt werden und aus denen der Benutzer gewunschte Angaben zur Darstellung auf dem Bildschirm eines Fernsehgerates auswahlen kann 1 Bei heutiger digitaler DVB Ubertragung wird das digitale Teletextsignal direkt als zusatzlicher Stream in den MPEG TS Container eingebettet DVB Receiver konnen diese zur Anzeige auf alten TV Geraten wieder in die Austastlucke eines analogen Signals aufmodulieren Teletext Symbol auf Fernbedienungen Der ARD Text 2020 Der ORF eins Teletext 2017 Teletext SRF 1 2017 Inhaltsverzeichnis 1 Ubertragung und Praxis 2 Zeichensatze 3 Adressierung 4 Seitenbelegung 5 Verbesserungen fur die erleichterte Bedienung 5 1 TOP Table Of Pages 5 2 FLOF Full Level One Facilities 5 3 Level 1 5 5 4 Level 2 5 HiText 5 4 1 Anbieter 5 5 Level 3 5 5 6 Weitere Bedienerleichterungen 6 Einzelne Lander 6 1 Deutschland 6 2 Frankreich 6 3 Vereinigtes Konigreich 6 4 Schweden 6 5 Osterreich 6 6 Schweiz 6 7 USA 6 8 Russland 7 Archivierung 8 Teletext Kunst 9 Verwandte Dienste 10 Literatur 11 Weblinks 12 EinzelnachweiseUbertragung und Praxis BearbeitenEin analoges Fernsehbild nach mitteleuropaischer Fernsehnorm hat 625 Bildzeilen Davon werden aber nur 576 Zeilen fur die Ubertragung eines Bildinhalts benutzt wobei der Rest die Austastlucke ist wahrend der sich das Fernsehgerat auf den Empfang des nachsten Bildes vorbereitet So kamen Anfang der 1970er Jahre englische Fernsehtechniker der BBC auf die Idee Zusatzinformationen in diesem ungenutzten Bereich zu ubertragen Daraus entstand 1974 die erste Spezifikation des U K Teletext Standard Dessen Textdaten sind seitenweise organisiert und bieten Platz fur 25 Zeilen zu je 40 Zeichen Text 23 Zeilen sind frei editierbar die anderen fur Kopf und Fusszeilen reserviert 2 Die Seiten konnen mit 96 verschiedenen Buchstaben Ziffern und Sonderzeichen sowie 128 Grafikzeichen gestaltet werden Dies entspricht dem Stand der Technik zur Zeit der Einfuhrung des Teletexts Der Hintergrund kann ublicherweise zwischen deckend zur besseren Lesbarkeit und transparent zur Verfolgung des Programms umgeschaltet werden Jeder Tafel ist eine Sprache zugeordnet die in 3 Bit kodiert ist und grundsatzlich alle westeuropaischen Sprachen per Zeichenersetzung nach ISO 646 abdeckt Zusatzlich gab es in der Sowjetunion Videotext mit kyrillischer und in Nahost mit arabischer Schrift Altere Fernseher bauen jede Seite einzeln aus dem Datenstrom auf was zu langen Wartezeiten fuhren kann Da nicht alle Seiten gleichzeitig in der Austastlucke kodiert werden mussen diese Gerate warten bis die angeforderte Seite ausgestrahlt wird Die heute ublichen Seitenspeicher in Fernsehgeraten waren trotz des geringen Umfangs der Daten in der Anfangszeit des Teletextsystems aus Herstellersicht zu teuer In alteren Geraten konnten einzelne Seiten bestimmt werden welche im Seitenspeicher gespeichert werden sollten und dadurch schneller verfugbar waren Bei einfachen Dekodern waren das standardmassig immer die laufende Folgeseite und oft noch die Magazinseiten 100 200 300 Da jedoch heutzutage die Preise fur Speicherchips stark gefallen sind verfugen aktuelle Gerate meist uber einen Speicher mit einem Umfang von zehn bis mehr als 2000 Seiten vermarktet unter Begriffen wie MegaText oder TOP Text aus dem die gewunschte Seite abgerufen werden kann Obwohl Teletext nur Seitennummern von 100 899 Kodierung s u haben kann ist ein Speicher von mehr als 800 Seiten sinnvoll Diese Speicher konnen auch noch die Unterseiten einzelner Tafeln also vollstandige Rollseiten speichern Obwohl der Teletext immer mit dem aktuellen Fernsehbild ubertragen wird war eine Aufzeichnung des Textes mit dem Programm mit analogen Videorecordern VHS normalerweise aufgrund der zu geringen Bandbreite kaum moglich dazu waren S VHS oder professionelle Systeme z B Betacam SP erforderlich Mit dem PC unter Windows im Format wtv aufgezeichnete Sendungen beinhalten die Teletext Daten des jeweiligen Kanals zum Zeitpunkt der Aufzeichnung vollstandig Zur Ubertragung werden die Zeilen 7 15 20 21 im 1 Halbbild und 320 328 333 334 im 2 Halbbild benutzt 3 Zeichensatze BearbeitenDie in ETSI EN 300 706 definierten Zeichensatze des in Europa verwendeten Teletext Standards sind auf der Seite Teletext Zeichensatze ETSI EN 300 706 beschrieben Adressierung BearbeitenDie einzelnen Seiten oder Tafeln werden uber einen dreistelligen Code ausgewahlt Die erste Ziffer der Seitennummer das so genannte Magazin ist mit 3 Bit codiert und kann nur die Werte 1 8 annehmen 0 wird als 8 interpretiert die zweite und dritte Ziffer sind mit 4 Bit codiert wodurch auch Hexadezimalzahlen moglich sind die man allerdings mit normalen Fernsehgeraten nicht aufrufen kann Adressen wie 1F6 oder 8AA werden jedoch teilweise fur Testseiten Steuerseiten fur den TOP Text oder gebuhrenpflichtige Teletextangebote genutzt Die Seiten werden nacheinander in einer Endlosschleife dem sogenannten Karussell ubertragen da in jede einzelne Austastlucke nur wenige Daten passen dauert es nach der Wahl einer Seite eine Zeit lang bis diese wieder gesendet wird Die Hauptseite 100 und oft auch die ubrigen Magazinseiten 200 300 werden sehr haufig in das Karussell eingespeist sodass diese Seite sehr schnell angezeigt wird Die angewahlte Seite wird im Empfanger gespeichert damit sie in Ruhe betrachtet werden kann Untertafeln von Rollseiten werden im fest definierten Zeitabstand d h bei umfangreichen Textangeboten damit ebenfalls haufiger wiederholt Heutige Fernsehgerate besitzen genugend Speicher in dem viele typischerweise 10 bis 2000 oder alle Seiten teilweise sogar Unterseiten gleichzeitig gespeichert werden konnen Somit stehen diese dann bei Anwahl sofort zur Verfugung Nur nach einem Senderwechsel dauert es immer noch einige Zeit ein bis zwei Minuten bis die Seiten des neuen Senders gespeichert sind Seitenbelegung BearbeitenInhalt des Teletextes sind meist programmbezogene Zusatzinformationen das Fernsehprogramm oder Nachrichten Viele Privatsender senden ausserdem Werbung 4 uberwiegend fur gebuhrenpflichtige Telefon Hotlines Gewinnspiele oder Erotik Angebote 5 Vereinzelt wurde auch mit interaktiven Teletextseiten experimentiert bei der ein Anrufer uber ein Telefon mit Tonwahl beispielsweise Kleinanzeigen aufgeben konnte die Bedeutung dieser Angebote ist jedoch durch das Internet zuruckgegangen Dagegen sind bei den deutschen Privatsendern inzwischen SMS basierte interaktive Angebote SMS Chat auch Kleinanzeigen recht verbreitet Bei den deutschen osterreichischen und schweizerischen Vollprogrammen Das Erste ZDF RTL Sat 1 ProSieben VOX Kabel eins RTL II ORF eins ORF 2 ORF III ORF SPORT SRF 1 SRF zwei und SRF info ergibt sich folgende Aufteilung der Inhalte Seite 100 ist die Startseite Seite 101 ff Nachrichten Schweizer Radio und Fernsehen Seite 110 ff Seite 111 fur die letzte Meldung Seite 200 ff Sport Schweizer Radio und Fernsehen Seite 180 ff Seite 222 fur die letzte Sportmeldung Seite 300 ff TV Programm Seite 333 Name der aktuell ausgestrahlten Sendung transparent Daneben werden je nach Sender besonders in den offentlich rechtlichen weitere Nachrichten zu speziellen Themen auf anderen Seiten angeboten z B Wissenschaft Gesundheit Natur Wirtschaft Borsenkurse und Prominews Zudem gibt es programmbegleitende Informationen zum Nachlesen Tipps Ankunfts und Abflugzeiten an Flughafen Stauprognosen Weltzeituhr in den dritten Programmen auch Verkehrsnachrichten etc Seiten konnen aus mehreren Unterseiten bestehen die nacheinander ubertragen und angezeigt werden Solche Seiten erkennt man an Markierungen wie 1 2 erste von zwei Unterseiten Fast jeder Teletextdienst sendet auf einer Seite ein Testbild mit dem verfugbaren Zeichensatz und einer Darstellung von Buchstaben in doppelter Hohe blinkendem Text und versteckter Information Ratseltaste sowie eine weitere Seite die Clockcracker Testseite aus die fehlerfrei dargestellt wird wenn die Taktfrequenz des Decoders synchron zum Fernsehbild ist Wenn der Clockcracker nicht richtig dargestellt wird lauft der Decoder zu schnell oder zu langsam und muss nachgeregelt werden Einige Sender senden zu bestimmten Sendungen auch Untertitel fur Horgeschadigte uber den Teletext Diese enthalten dann die Dialoge der Personen und beschreiben wichtige Gerausche Die Untertitel befindet sich meistens auf den Seiten 777 ZDF ORF SRF 149 Privatsender oder 150 Das Erste und Dritte Gebrauch des Teletextes zur Programminformation Die meisten Teletextdienste bieten eine Programmvorschau fur die nachsten Tage manche auch fur mehrere Sender Viele Sender bieten eine Tafel auf der zu sehen ist was gerade und als Nachstes gesendet wird Es wird ein kleines Textfeld ins Bild eingeblendet sodass man weiter dem laufenden Fernsehprogramm folgen kann Bei deutschsprachigen Sendern wird dafur ublicherweise Tafel 333 verwendet Weil der Teletext von einer Redaktion standig aktualisiert wird erscheinen dort meistens Programmanderungen sofort Auch bei Sportereignissen wie z B Fussballspielen werden die aktuellen Ergebnisse in einer Ecke des Bildschirms dargestellt ohne den Rest des Bildes zu verdecken Verbesserungen fur die erleichterte Bedienung Bearbeiten Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar Hilf mit die Situation in anderen Staaten zu schildern TOP Table Of Pages Bearbeiten Um die Bedienung zu erleichtern wurde in Deutschland das TOP Text System Table Of Pages eingefuhrt Uber Daten auf speziellen Steuerseiten werden die einzelnen Tafeln in Rubriken eingeteilt sog Blocke fur eine hohere Hierarchieebene z B Nachrichten Sport Programm und Gruppen darunter z B Inland Ausland Fussball Tennis Den Seiten konnen Kurzbezeichnungen zugeordnet werden die in einer 25 Zeile farbig angezeigt und mit vier farbigen Tasten auf der Fernbedienung angewahlt werden konnen Ausserdem werden Informationen ubermittelt welche Seiten existieren und welche uber Unterseiten verfugen mit deren Hilfe der Decoder die Zeile 25 generiert oder z B auch anzeigen kann dass eine angewahlte Seite nicht existiert FLOF Full Level One Facilities Bearbeiten Beim FLOF System Full Level One Facilities auch FasText genannt kann mit jeder Seite die 25 Zeile mit Bezeichnungen Darstellung und Nummern der Sprungziele separat ubertragen werden Damit hat die Redaktion die Moglichkeit diese Verweise auf bis zu vier Seiten selbst zu gestalten und den Leser auf z B inhaltlich verwandte Themen oder auch Werbeseiten etc zu leiten Eine Information welche Seiten existieren oder Unterseiten haben gibt es bei FLOF nicht Auch wird anders als bei TOP die zur jeweiligen Seite gehorende Information in der 25 Zeile erst beim Auffinden der angewahlten Seite angezeigt und nicht schon bei der Eingabe der Seitennummer wie bei TOP Mittlerweile unterstutzen die meisten Decoder beide und nutzen fast alle Teletext Dienste eines der Systeme in Deutschland die meisten TOP in anderen Landern haufiger FLOF Level 1 5 Bearbeiten Vergleich zwischen Teletext Level 1 und 1 5 ZDF Teletext man beachte das o bzw o Durch Level 1 5 werden Zeichenersetzungen eingefuhrt Pro Seite wird dabei eine Art Liste mit Ersetzungen ubertragen wobei jeweils ein Zeichen an bestimmter Stelle der ursprunglichen Seite durch ein anderes Zeichen ersetzt wird Ein Decoder der nur Level 1 unterstutzt ignoriert die Ersetzungen und zeigt lediglich den Inhalt der ursprunglichen Seite an Als Ersetzungszeichen sind neben den bereits vorhandenen 96 Text und 128 Grafikzeichen G0 bzw G1 Zeichensatz 80 neue Text und 92 weitere Grafikzeichen verfugbar G2 bzw G3 Zeichensatz Weiterhin sind auch Zeichenkombinationen moglich bei denen eines der 96 bisherigen Textzeichen mit einem von 16 diakritischen Zeichen uberlagert wird Level 2 5 HiText Bearbeiten Vergleich zwischen Teletext Level 1 und 2 5 BR Text Seite 100 Eine weitere abwartskompatible Erweiterung des Teletext Standards mit der Bezeichnung Level 2 5 oder HiText erlaubt u a die freie Definition von 16 Farben erweiterte Sonderzeichen und Formatierungen sowie die freie Definition eigener Zeichen wodurch hoher auflosende Grafiken moglich werden Diese Erweiterung wird allerdings nur von wenigen Teletext Diensten angeboten und von Dekodern vieler einfacher Gerate nicht unterstutzt Meist wird HiText nur fur das eigene Senderlogo verwendet Nachteilig ist dass die Abwartskompatibilitat die Ubertragung der Grafik in beiden Auflosungen erfordert und damit den Datenbedarf erhoht Anbieter Bearbeiten Aktuelle Nutzer von HiText im deutschen Sprachraum sind ZDF BR Fernsehen 3sat phoenix Thuringer Medienbildungszentrum der TLM in Gera farbige Hintergrunde grafische Erweiterungen mit G3 Zeichen und Testseiten 460 bis 499 Eine Teletext Level 2 5 Testseite mit frei definierter Grafik Globus Symbol erweiterter Farbpalette und Sidepanels zur Darstellung auf einem 16 9 Bildschirm Ganz unten ist die farbige TOP Text Zeile zu erkennen Die ARD der NDR der SWR arte und ProSieben haben nur Tests durchgefuhrt oder der Zeitraum war befristet Das BR Fernsehen hatte ihn 1999 als erste Anstalt innerhalb der ARD eingefuhrt 6 nach eigenen Angaben aber 2005 beendet 7 8 und ihn schliesslich 2011 wieder eingefuhrt Ausserhalb des deutschen Sprachraums ist Level 2 5 bei France 3 Senderlogo Hintergrundfarbe und NOS Text in den Niederlanden Hintergrund sowie Testseite 389 im Einsatz Level 3 5 Bearbeiten Die Teletext Norm ETSI EN 300 706 definiert noch einen daruber hinausgehenden Level 3 5 mit farbigen hochauflosenden Grafiken Proportionalschrift etc der allerdings kaum von Decodern oder Diensten unterstutzt wird Weitere Bedienerleichterungen Bearbeiten Im Decoder gibt es eine Vielzahl von Funktionen welche die Bedienung erleichtern Sie stehen uber die Darstellung am Bildschirm und auf der Fernbedienung zur Verfugung und sind unabhangig von der Ubertragungsnorm veranderte Darstellung der Farbe Grossere Schrift durch Verdopplung der Zeilenhohe halbe Seiten Sprung zu den im Text dargestellten Seitennummern wie beim Folgen eines Links Das System erkennt diese an drei aufeinanderfolgenden Ziffern mit Tasten der Fernbedienung konnen diese angewahlt werden und mit Drucken der OK Taste wahlt der Decoder diese Seitennummer an Dies wird in der Regel mit dem sog Page Caching dem Vorladen der Seiten kombiniert gezielte Anwahl einer Unterseite ebenfalls durch Page Caching unterstutzt Einzelne Lander BearbeitenDeutschland Bearbeiten Videotext Logo Wahrend der Funkausstellung 1977 in Berlin wurde Teletext Videotext von ARD und ZDF erstmals mit einem 400 Seiten Angebot vorgestellt Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Frank Muller Romer Technischer Direktor des Bayerischen Rundfunks in welcher Vertreter der Juristischen Kommission ARD ZDF der Technischen Kommission ARD ZDF und der Finanzkommission ARD ZDF mitarbeiteten beschloss am 25 September 1978 den Intendanten der ARD den Testbetrieb von Teletext Videotext vorzuschlagen Dem wurde zugestimmt Mit der Funkausstellung 1979 begann dann der bundesweite Testbetrieb der in Berlin beim SFB angesiedelten ARD ZDF Videotext Redaktion unter Leitung von Alexander Kulpok dem die Intendanten der ARD und des ZDF diese Funktion ubertragen hatten 1980 wurde das Videotext Angebot der offentlich rechtlichen Rundfunkanstalten in den Regelbetrieb ubergefuhrt Unter der Bezeichnung ARD ZDF Videotext Zentrale war diese Gemeinschaftseinrichtung der beiden offentlich rechtlichen Systeme weiterhin bis zur Trennung von ARD und ZDF im Jahr 2000 beim Sender Freies Berlin angesiedelt Die Bezeichnung Videotext die oftmals zu Verwechslungen mit dem Schweizer Bildschirmtext Angebot der Post fuhrte wurde in der Bundesrepublik Deutschland von der Kommission fur den Ausbau des technischen Kommunikationssystems KtK unter Vorsitz von Eberhard Witte 1928 2016 festgelegt Bis zum Jahr 2000 gehorte die ARD ZDF Videotext Zentrale zum massgeblichen Kreis der Teletext Pioniere in der Europaischen Rundfunk Union EBU Ihr Leiter Alexander Kulpok wurde zum EBU Teletext Koordinator in Genf berufen Unter seinem Vorsitz entwickelte eine EBU Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Grossbritannien Norwegen den Niederlanden und der Bundesrepublik u a im Jahr 1996 den Electronic Program Guide EPG den Programmfuhrer der zu einem wichtigen Bestandteil aller Fernsehprogramme wurde Das Angebot von Untertiteln fur Horgeschadigte begann zunachst bei der 20 Uhr Tagesschau und wurde in internationaler Kooperation kontinuierlich auf Sportubertragungen und Spielfilme erweitert Der Regelbetrieb ab 1980 brachte fur den SFB als Landesrundfunkanstalt im geteilten Berlin eine nutzliche internationale Reputation 2000 trennten sich ARD und ZDF um zwei unabhangige Angebote zu starten Seitdem war der SFB fur den ARD Text zustandig Nach der Fusion der Sender SFB und Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg ORB werden die meisten Inhalte vom Rundfunk Berlin Brandenburg RBB aus Potsdam bearbeitet Die aktuellen politischen Inhalte des ARD Textes werden von der Redaktion Tagesschau de beim Norddeutschen Rundfunk NDR in Hamburg bearbeitet Mittlerweile verfugen fast alle regionalen und uberregionalen Programme uber eigene Teletextdienste In der Bundesrepublik machte der WDR sehr bald nach der Einfuhrung von Videotext als Regeldienst den Anfang Im Jahre 2010 hatte in Deutschland der Teletext der ARD ARD Text mit 18 6 den grossten Marktanteil vor dem des ZDF ZDF Text mit 14 8 und dem des RTL mit 13 4 Marktanteil 9 Ab dem 16 August 2012 fand im Teletext der ARD ein einmonatiges Internationales Teletext Art Festival statt 10 Fur den ARD Text arbeiten 18 Redakteure Laut Angaben des Senders kostet der Betrieb im Jahr etwa 1 7 Millionen Euro RTL ist mit 11 Prozent Marktanteil der quotenstarkste Anbieter unter den Privatsendern Die ARD liefert zusatzlich zum Teletext seit 2008 den neuen Standard Hybrid Broadcast Broadband TV kurz HbbTV aus Dieses System bietet deutlich mehr Moglichkeiten als der Teletext unter anderem konnen Rundfunk und Internetinhalte damit verknupft werden Fur Sendungen wie Tatort Fussballspiele oder den Eurovision Song Contest wird Teletwitter angeboten Uber dieses neue Format werden Kommentare von Twitter nach redaktioneller Freigabe in den Teletext eingespeist 11 Im Jahr 2013 zahlte die GfK im ARD Text knapp 44 Millionen verschiedene Besucher davon nutzten 12 37 Millionen Zuschauer verschiedene Teletextangebote 12 2017 hatte er nach Angaben von ARD Trend noch mehr als 15 Millionen tagliche Besucher davon 12 Millionen allein bei ARD und ZDF Besonders beliebt sind Nachrichten Sport und die Programmseiten aber auch die Begleitung von Live Events z B ESC Song Contest und spezifische Angebote wie das Tatort Magazin 13 Frankreich Bearbeiten In Frankreich hatte man einen grafisch aufwandigen Standard mit der Bezeichnung Antiope entwickelt der aber nie weit verbreitet war und spater durch Teletext abgelost wurde Vereinigtes Konigreich Bearbeiten Nach Versuchen ab 1972 startete am 23 September 1974 als erstes Teletext System der Welt im Vereinigten Konigreich Ceefax anfangs noch schwarz weiss bevor man im UK Teletext Standard auch verschiedene Schriftfarben ermoglichte Der Ceefax Leiter Colin McIntyre 1924 2012 gilt als Vater der Teletext Philosophie die auf Ubersichtlichkeit und Aktualitat setzt Ceefax wurde im Rahmen des Wechsels auf digitale Ubertragungstechnik im Jahre 2012 stufenweise abgeschaltet Anders als in Deutschland wird uber digitale Kanale kein klassischer Teletext ubertragen bis auf Teletext Untertitel auf Tafel 888 Stattdessen wird BBC Red Button angeboten welches eher an einen interaktiven multimedialen Program Guide angelehnt ist Schweden Bearbeiten Als erster Sender ausserhalb des Vereinigten Konigreichs begann SVT in Schweden am 12 Marz 1979 mit Teletext Versuchssendungen Osterreich Bearbeiten ORF Teletext Logo Als dritte Rundfunkanstalt in Europa mit Teletext folgte 1980 in Osterreich der ORF Als Geburtstag des ORF Teletext wird der 21 Janner 1980 angegeben Gerhard Weis damals Leiter der Abteilung Offentlichkeitsarbeit Koordination und Unternehmensplanung las an diesem Tag einen Bericht in der Times uber erste Versuche der BBC die schon seit Ende der 1970er Jahre liefen Deren Gerat konnte 64 gespeicherte Seiten anzeigen und wurde nun durch ein neues Gerat mit 200 moglichen Seiten ersetzt Die alte Anlage wurde vom ORF gekauft und ab 9 Juli 1980 gab es tagsuber zu jeder halben Stunde Kostproben auf den beiden FS 1 und FS 2 Fernsehprogrammen mit 64 Seiten Ab 15 Dezember 1980 startete die zweite Phase mit einem auf 200 Seiten erweiterten Angebot Damals gab es nur rund 500 teletexttaugliche Gerate 2014 gab es mehr als 1400 Seiten und etwa zwei Drittel der Sendungen von ORF eins und ORF 2 wurden uber die Seite 777 untertitelt Das Angebot nutzten rund 1 9 Millionen Fernsehzuseher pro Woche und im Schnitt wurden rund 18 4 Millionen Seiten pro Tag aufgerufen 14 2021 nutzten noch 12 Prozent der Osterreicher den Teletext taglich entspricht 1 07 Mio Leser 41 Prozent gehoren zum weitesten Nutzerkreis Von allen Nutzern sehen ihn 93 Prozent im Fernsehen der Rest digital im Netz inklusive Mobile App Der Medienpsychologe Peter Vitouch verweist auf die komprimierte Form von maximal 23 40 Zeichen und sieht darin die eigentliche Starke des Angebots Viele fuhlen sich von Nachrichten uberflutet und dadurch uberfordert Da ist die Reduktion eine Starke 15 Obwohl offenbar nur noch der ORF Zahlen zur Textnutzung veroffentlicht gibt es auch bei Servus TV absehbar keine Plane das Angebot irgendwann abzuschalten Der Teletext verschiedener Privatsender in Osterreich musste sich haufig Kritik aussetzen da dieser nicht jugendtauglich gestaltet wurde die Information von Werbung verdrangt wird und lediglich eine Plattform fur Anzeigen und Reklamen darstellt Gliederung des ORF Teletexts Seit 16 Marz 2009 hat der ORF Teletext ein neues Design Es konnen nun auch die Regionalnachrichten der Landesstudios abgerufen werden Der Teletext des ORF ist in diversen Rubriken eingeteilt dazu zahlen Sport Politik Chronik und Programminformation sowie Kultur und Show Multimedia Gesundheit Reisen Spiel und Sterne sowie Help Als weiteren inhaltlichen Schwerpunkt des ORF TELETEXT werden die ebenfalls angebotenen Serviceinformationen angesehen die seit einigen Jahren von Kooperationspartnern zur Verfugung gestellt werden Die Services reichen von Wetterinformationen und fortwahrend aktualisierten Borsen und Marktdaten uber Abfluge und Ankunfte der Flughafen sowie Ankunfte und Abfahrten der Bahnhofe Es werden auch Verkehrsinfos oder Notdienst Telefonnummern aufgelistet 16 Der Teletext des ORF kann auch uber das Internet abgefragt werden Schweiz Bearbeiten Der Teletext der SRG ist erstmals am 1 Oktober 1981 ausgestrahlt worden Damals existierte nur DRS ein gebuhrenfinanzierter Service Public Fernsehsender der deutschsprachigen Schweiz Erste Regional TV Sender kamen ab Anfang der 1980er Jahre erste deutsche Privatsender ab 1984 und der zweite SRG Sender in mehreren Anlaufen ab den 1990er Jahren auf Die anfanglich 64 Seiten wurden je zur Halfte von der SRG und Videopress einem Verein von zehn Zeitungsverlagen bereitgestellt Videopress verantwortete Nachrichten und Wirtschaft die SRG Sport und Unterhaltung Gesendet wurde von 10 00 Uhr bis zum Sendeschluss von TV RS Die Ausstrahlung in der franzosischsprachigen Schweiz erfolgt seit 1985 in der italienischen seit 1986 Seit 1994 werden im Teletext interaktive Dienste angeboten NexTView bot der Schweizer Teletext zwischen 1997 und 2013 an 2001 wurde eine durchschnittliche tagliche Besucherzahl von 1 17 Millionen 2004 von 1 3 Millionen erreicht im Jahr 2021 waren es immerhin noch 830 000 Nutzer taglich und 2 4 Mio nutzen ihn zumindest gelegentlich 17 Obwohl neue Medien wie das Internet aufkamen war der Nutzungsrekord wahrend der Olympischen Spiele in Turin 2006 Der Teletext des Schweizer Fernsehens seit 2011 Schweizer Radio und Fernsehen kann auch uber das Internet abgefragt werden USA Bearbeiten In den Vereinigten Staaten wurde bereits ab Ende der 1970er Jahre verschiedentlich mit Teletext experimentiert Als aber dort 1990 ein spezieller Untertitel Decoder fur Horgeschadigte in jedem neuen Fernsehgerat gesetzlich vorgeschrieben wurde verzichteten die Hersteller darauf zusatzlich einen allgemeinen Teletext Decoder einzubauen Daher wird dort heute praktisch kein Teletext mehr ausgestrahlt Russland Bearbeiten In der Sowjetunion wurde der Teletext ab Mitte der 1980er Jahre verwendet Allerdings nicht fur den privaten Gebrauch sondern fur den internen Austausch von Meldungen innerhalb der staatlichen Nachrichtenagentur TASS da die in der Sowjetunion hergestellten Fernseher fur den Heimgebrauch keinen Decoder fur den Teletext besassen Erst nach dem Zerfall der Sowjetunion fasste der Teletext in Russland Fuss war aber bei weitem nicht so stark verbreitet wie in westeuropaischen Landern 1994 fuhrte der damalige Moskauer Lokalsender 31 kanal als erster Sender den Teletext ein Aktuell verfugen die Sender Perwy kanal TWZ und REN TV uber Teletext Auf den Sendern Rossija 1 Rossija K und NTW wird der Teletext ausschliesslich zur Generierung von Untertiteln bei einigen Sendungen verwendet Einige Sender wie zum Beispiel MTV Rossija haben den Teletext zwischenzeitlich wieder abgeschafft Archivierung BearbeitenViele Anbieter unterhalten kein vollstandiges Archiv gesendeter Teletext Inhalte So gaben etwa die britischen Anbieter BBC und Teletext Ltd an nicht jede produzierte Seite routinemassig zu speichern Oft wurden Seiten auch einfach im jeweiligen System direkt mit neuen Inhalten uberschrieben ohne dabei die alten Inhalte zu sichern So finden sich im Archiv der BBC etwa nur eine begrenzte Zahl von Bildschirmfotos und anderen Materialien hauptsachlich aus den Anfangstagen von Ceefax und den spaten 1990ern Weitere Inhalte blieben etwa durch Aufnahmen der Sendung Pages from Ceefax erhalten in deren Rahmen BBC One und BBC Two wahrend der nachtlichen Sendepause Aufnahmen von Seiten des eigenen Teletextes ausstrahlten 18 Viele Fragmente alter Teletext Inhalte bleiben jedoch bis heute erhalten da etwa bei VHS Aufnahmen auch Teile des ausgestrahlten Teletextes mit aufgezeichnet wurden Da die VHS Technik jedoch Sendungen nur in einer verringerten Qualitat speicherte wurden jeweils nur Teile der mitgesendeten Teletext Inhalte gespeichert Andere Formate die besser zur Speicherung von Teletext Inhalten geeignet waren wie etwa S VHS fanden nicht dieselbe Verbreitung 18 Britischen Programmierern gelang es jedoch alte Teletext Inhalte anhand von VHS Aufnahmen zu rekonstruieren Hierzu wurden die Aufnahmen digitalisiert die Teletext Signale extrahiert und mittels hierzu entwickelter Algorithmen mehrere fragmentierte Versionen derselben Seite verglichen um daraus moglichst fehlerfrei die ursprunglichen Inhalte wiederherzustellen 18 Teletext Kunst BearbeitenAusgehend von den oft sehr kreativ gestalteten Teletext Werbeanzeigen entwickelte sich eine eigene Kunstform die sich haufig der Stilmittel der Pixel Art oder ASCII Art bedient Es gab bereits mehrere offizielle Kooperationen von Teletext Kunstlern mit Fernsehsendern bei denen kunstlerisch gestaltete Teletext Seiten gesendet wurden 19 Seit 2022 wird auch Blockchain Technologie genutzt um Teletext Seiten langfristig zu speichern und als NFT handelbar zu machen 20 Verwandte Dienste BearbeitenIn der Austastlucke konnen auch verschiedene andere Daten ubertragen werden wie VPS Signal Daten z B Channel Videodat Musik oder Videos 21 Beim digitalen Fernsehen sind insbesondere ermoglicht durch den DVB Standard MHP grafisch und inhaltlich anspruchsvollere Inhalte als beim technisch in die Jahre gekommenen Teletext moglich Zurzeit ubernehmen allerdings die meisten Sender noch die Inhalte des Teletext auch fur ihre digitalen Programme um die Redaktionen zu entlasten Die Programminformationen sind beim digitalen Fernsehen auch uber den elektronischen Programmfuhrer EPG abrufbar Zuweilen wird der Teletext wegen des Namens verwechselt mit dem Bildschirmtext Btx wozu auch beitrug dass Btx in der Schweiz Videotex ohne t am Ende hiess Teletex dagegen ist eine weiterentwickelte Form des Fernschreibens Literatur BearbeitenJae Hyeon An Fernlesen im Vormarsch Formen Inhalte und Funktionen des Videotextes Medien amp Kommunikation Bd 26 Lit Munster 1997 ISBN 3 8258 3602 9 zugl Dissertation Universitat Munster 1997 Michael Faatz Zur Spezifik des Fernsehtextes Eine Untersuchung zu Inhalten Prasentationsformen und Perspektiven dargestellt anhand des MDR Textes und des Sat 1 Textes Teiresias Koln 2001 ISBN 3 934305 32 6 Fernsehwissenschaft Bd 4 Eberhard Konig Die Teletexte Versuch einer verfassungsrechtlichen Einordnung Beck Verlag Munchen 1980 ISBN 3 406 07630 0 Schriftenreihe des Instituts fur Rundfunkrecht an der Universitat Koln Bd 30 Maximilian v Munch Die Einbeziehung von AGB im Fernsehmarketing In MMR 2006 S 202 206 Ferdinand Schmatz Der ferne Text und die Sucht In Thomas Keul Hrsg Unwurdige Lekturen Was Autoren heimlich lesen SchirmerGraf Munchen 2008 ISBN 978 3 86555 053 8 S 78 86 zuerst veroffentlicht in Volltext Heft Oktober 2004 Wieland Bosman Private Arbeitsvermittlung durch Teletexte In NZA 1986 S 14 16 Walter Fischer Digitale Fernseh und Horfunktechnik in Theorie und Praxis MPEG Basisbandcodierung DVB DAB ATSC ISDB T Ubertragungstechnik Messtechnik 2 Auflage Springer 2009 ISBN 978 3 540 88187 2 Boris Fuchs Das kurze Leben des Hoffnungstragers Btx In Deutscher Drucker Nr 20 2007 S 41 43 Reiner Hochstein Teledienste Mediendienste und Rundfunkbegriff Anmerkungen zur praktischen Abgrenzung multimedialer Erscheinungsformen In NJW 1997 S 2977 2981 Guido Schneider Teletext bleibt in der Nische In Horizont 37 2005 S 121 Karsten Zunke Auf der kurzen Welle In acquisa Heft 02 2010 S 30 31 Weblinks Bearbeiten Commons Teletext Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Wiktionary Teletext Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme Ubersetzungen 40 Jahre Teletext ARD 2020 Beschreibung des Formats bei BBC2 und Channel 4 pdc ro nu englisch EN 300 706 Enhanced Teletext specification 2003 ETSI PDF Datei 1 0 MB Einzelnachweise Bearbeiten Bosman NZA 1986 14 15 Fischer S 172 Professionelle Videotechnik Grundlagen Filmtechnik Fernsehtechnik Gerate von Ulrich Schmidt S 231 ISBN 978 3 642 02506 8 Zunke acquisa Heft 02 2010 S 31 Schneider HORIZONT 37 2005 S 121 Chronik der ARD Jahr 1999 http web ard de ard chronik index 4364 year 1999 Teletext des BR Fernsehens Bayerntext Tafel 198 abgerufen am 25 August 2010 http www br online de content cms Universalseite 2010 09 03 cumulus BR online Publikation ab 01 2010 203259 20100903154358 pdf Teletext Nutzung nimmt zu bei heise de 11 Januar 2011 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