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Der VfB Stuttgart, offiziell Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e.V., ist ein Sportverein aus dem Stuttgarter Stadtbezirk Bad Cannstatt. Er ist (Stand: Juni 2021) mit 72.500 Mitgliedern der zehntgrößte Sportverein Deutschlands und der größte in Baden-Württemberg. Bekannt ist vor allem seine Fußballabteilung, die 2017 in die VfB Stuttgart 1893 AG ausgegliedert wurde, die mehrheitlich dem Verein gehört. Die erste Mannschaft wurde fünfmal Deutscher Meister (1950, 1952, 1984, 1992 und 2007), außerdem gewann sie dreimal den DFB-Pokal (1954, 1958, 1997). In der Ewigen Tabelle der Bundesliga belegt der VfB den fünften Platz. In der Saison 2021/22 spielt der Verein in der Bundesliga.

VfB Stuttgart
Verein
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Name Verein für Bewegungsspiele
Stuttgart 1893 e. V.
Sitz Stuttgart, Baden-Württemberg
Gründung 9. September 1893
Farben Weiß-Rot
Mitglieder 72.500 (Juni 2021)
Präsident Claus Vogt
Vorstand Rainer Adrion (Vizepräsident)
Christian Riethmüller
Fußballunternehmen
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Name VfB Stuttgart 1893 AG
Aktionäre 87,09 %: VfB Stuttgart e. V.
11,75 %: Daimler AG
1,16 %: Jako AG
Vorstand Alexander Wehrle (Vorsitzender)
(Sport, Strategie, Kommunikation)
Thomas Ignatzi
(Finanzen und Verwaltung)
Rouven Kasper
(Marketing und Vertrieb)
Website vfb.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer Pellegrino Matarazzo
Spielstätte Mercedes-Benz Arena
Plätze 60.449
Liga Bundesliga
2020/21 9. Platz
Heim
Auswärts
Tabellenplatzentwicklung VfB Stuttgart von 1963/64 bis 2020/21

Daneben unterhält der VfB Stuttgart Amateursport-Abteilungen. Sportler der Leichtathletik-Abteilung gewannen zahlreiche Titel und Medaillen. Hockey bildet die zweitgrößte Abteilung des Vereins. Im Faustball errang der VfB um das Jahr 2005 mehrfach deutsche Meisterschaften im Seniorenbereich. Zudem existieren die Abteilungen für Fußballschiedsrichter und Tischtennis. Darüber hinaus gibt es mit der VfB-Garde eine nichtsportliche Traditionsabteilung.

Die erste Fußballmannschaft des VfB bestreitet ihre Heimspiele in der Mercedes-Benz Arena im Neckarpark. Direkt neben dem Stadion, hinter der Untertürkheimer Kurve auf der gegenüberliegenden Seite des Fritz-Walter-Wegs, befindet sich das Vereinsgelände mit dem Robert-Schlienz-Stadion, Trainingsplätzen und dem Clubhaus.

Inhaltsverzeichnis

Um das Jahr 1865, als Fußball noch Rugby glich, trafen sich englische Schüler, unter ihnen William Cail, wöchentlich zu einem Spiel in Cannstatt, wo wegen der internationalen Beliebtheit als Heilbad auch Internate entstanden waren. Einheimische Schüler lebten die „englische Krankheit“ in den 1880er Jahren zum Ärger mancher Lehrer und Anwohner auf einer Wiese aus, wo später die Straßenbahnwelt Stuttgart entstand. Es entstanden viele Fußballvereine in Stuttgart, darunter im Jahr 1890 der Nordstern von Anwohnern der Alexanderstraße in Stuttgart-Mitte und der Cannstatter Fußballclub. Im Jahr 1912 entstand aus dem Cannstatter Kronen-Club und dem Fußballverein Stuttgart 1893 der VfB Stuttgart.

1893 bis 1912: Von den Anfängen zur Fusion

Beide Vereine wurden hauptsächlich von Schülern, die zumeist ihre Wurzeln im kaufmännischen Bürgertum hatten, gegründet.

FV Stuttgart

Die erste Rugby-Mannschaft des FV 1894
Wappen des FV Stuttgart

Der Fußballverein Stuttgart wurde am 9. September 1893 im Gasthaus Zum Becher in der Kernerstraße (heute Urbanstraße) gegründet und hatte 20 Gründungsmitglieder.

Der Stuttgarter FV trug regelmäßig Trainingsspiele gegen den Cannstatter Fußball-Club aus. Noch im Jahr 1893 wechselte Philipp Heineken, damals Sportler und Autor von Büchern über den Sport, später auch Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bunds und Funktionär im Reichsausschuss zur Vorbereitung auf Olympische Spiele, vom Cannstatter Fußballclub zum Stuttgarter Fußballverein und wurde dessen Mannschaftskapitän. Der FV hatte seine Heimstätte auf der Stöckach-Eisbahn und zog 1894 auf den Cannstatter Wasen um. Schon im Jahr 1895 spielte der FV Stuttgart in der Schweiz. Die Mannschaft setzte sich hauptsächlich aus Schülern der Stuttgarter Realschulen und Gymnasien zusammen und errang schnell erste Erfolge: 1909 wurde der FV deutscher Vizemeister im Rugby, als die Mannschaft erst im Endspiel Hannover 1897 mit 3:6 Punkten unterlag. Verschiedene Spieler kamen zu internationalen Einsätzen; so gewann Hugo Betting mit der ansonsten ausschließlich aus Frankfurter Spielern bestehenden deutschen Rugby-Auswahl bei den Olympischen Spielen 1900 die Silbermedaille. Dennoch verlor Rugby gegenüber Fußball, damals Rugby Football gegenüber Association Football, zusehends an Boden. Das Spiel war vielen Zuschauern zu kompliziert. Nachdem die Militärverwaltung immer seltener dem FV Benutzungszeiten auf dem Cannstatter Wasen zugestanden hatte, mussten die Spieler immer öfter auf den Stöckachplatz ausweichen, bis dem Verein die Benutzung des Wasens schließlich endgültig untersagt wurde. Der FV warf deshalb dem Militärgouvernement vor, die Turnvereine, deren Sportart damals als disziplinierter bekannt war, zu bevorzugen. Nun konnten die Spieler nur noch auf dem schiefen Stöckachplatz spielen, der nach der Aussage vieler Spieler des FV damals offenbar völlig untauglich war. So pachtete der Verein von der Stadt ein Feld auf dem Adelsberg, welches beim FV als Rugbyfeld bekannt war.

Nach einer Initiative junger Spieler im Jahr 1907 trat der Verein dem Süddeutschen Fußball-Verband bei. Die Mannschaft wurde gleich der süddeutschen B-Klasse zugeteilt, obwohl inzwischen auch eine C-Klasse existierte. Schon im zweiten Jahr wurde der FV ausgerechnet gegen den punktgleichen späteren Fusionspartner, den Kronen-Club Cannstatt, in einem Endspiel Bezirksmeister. Den Aufstieg erreichten die Fußballer nach einer Niederlage im Spiel um die Gaumeisterschaft gegen den FV Zuffenhausen nicht. Erst im folgenden Jahr gelang schließlich nach geltenden Bestimmungen der Aufstieg, da die Mannschaft Gaumeister und B-Südkreismeister wurde. Da der Verbandstag die Bestimmungen änderte und die Gründung einer neuen Südkreisliga als oberste Spielklasse Süddeutschlands beschloss, war der Aufstieg nicht gesichert. Die entscheidenden Spiele entschied der FV nicht mehr allein für sich, denn vor den Aufstiegsrundenspielen gegen den FV Germania Beiertheim und den FC Mühlburg war die Fusion mit dem Kronen-Club Cannstatt bereits vollzogen.

Kronen-Klub Cannstatt

Die erste Fußballmannschaft des Kronen-Clubs 1898
Wappen des Kronen-Club Cannstatt

Im Cannstatter Fußballclub verlor der Fußball nach wenigen Jahren an Bedeutung, und so bildete sich 1897 aus ehemaligen Mitgliedern dieses Vereins der Kronenklub. Dort spezialisierte man sich zunächst auf den Fußball und trieb später auch Leichtathletik. Über den Namen des Vereins ist nichts bekannt.

Nachdem der Süddeutsche Fußballbund den Kronen-Klub 1903 der unteren von zwei bestehenden süddeutschen Spielklassen zugeordnet hatte, spielte die Fußballmannschaft bereits 1904 um den Aufstieg in die erste süddeutsche Spielklasse, wo die Fußballer gegen die zweite Mannschaft der Stuttgarter Kickers antraten. Der vorgesehene Schiedsrichter erschien zu diesem Spiel nicht, so dass sich der Verbandsschriftführer Scivessy bereit erklärte, das Spiel zu leiten. Der Kronen-Club gewann, doch wurde anschließend ein Wiederholungsspiel angeordnet, welches verloren wurde.

In den kommenden Jahren spielte die Mannschaft in der B-Klasse oben mit, ohne je wieder ein Entscheidungsspiel um den Aufstieg zu erreichen. Der Kronen-Klub Cannstatt besaß in Stuttgart-Münster einen eigenen Fußballplatz, der bis heute besteht. Inzwischen spielt dort die TSVgg Stuttgart-Münster 1875/99.

Fusion und Sieg im Entscheidungsspiel

Wappen des fusionierten Vereins
Reklameschild des Hotels Concordia, in dem die Fusion durchgeführt wurde.
Die Aufstiegsmannschaft 1912

Für Ligaspiele war das Rugbyfeld auf dem Adelsberg wenig geeignet, so dass beim FV die Idee einer Fusion mit dem 1897 gegründeten Kronen-Klub Cannstatt aufkam. Da der Kronen-Klub sportlich nur begrenzte Aussichten hatte und der FV Stuttgart, der gerade gute Chancen hatte, den Aufstieg in die süddeutsche A-Klasse zu schaffen, über eine Mannschaft mit guter Perspektive verfügte, kamen sich die Verantwortlichen schließlich näher. Am 2. April 1912 vereinigten sich beide Klubs zum Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e. V. der dank der B-Südkreismeisterschaft des Stuttgarter FV gleich um die Qualifikation für die neue Südkreisliga antrat. Die Fusionsversammlung fand im Cannstatter Hotel Concordia statt. Erster Vorsitzender wurde Wilhelm Hinzmann. Die ersten Pflichtspiele nach der Fusion bestritt der VfB Stuttgart in der Aufstiegsrunde zur Südkreisliga, für die sich der Verein als FV Stuttgart qualifiziert hatte. Am 25. August 1912 besiegte der VfB in seinem ersten Pflichtspiel nach der Fusion den FV Germania Beiertheim mit 4:3 und erreichte somit ein entscheidendes Spiel um den Aufstieg gegen den FC Mühlburg. In diesem Entscheidungsspiel um den Aufstieg am 1. September 1912 in Karlsruhe-Durlach siegte der VfB gegen Mühlburg mit 1:0 durch einen entscheidenden Kopfballtreffer in den letzten Minuten von Copé Wendling. Somit war der VfB von Anfang an erstklassig und spielte in der Südkreisliga, der damals höchsten deutschen Spielklasse.

1912 bis 1933: Erster Weltkrieg und erste Titel

Saison Platz {\displaystyle \varnothing } Zuschauer
1912/13 6/08
1913/14 7/07
1914/15 7/08
1919/20 5/10
1920/21 5/10
1921/22 2/08
1922/23 6/08
1923/24 1/07
2/05
1924/25 5/08
1925/26 2/08 07.400
1926/27 1/10
5/06
10.111
1927/28 3/09
4/08
04.230
1928/29 3/08
5/08
05.142
1929/30 1/08
5/08
11.375
1930/31 4/08 04.833
1931/32 2/10
8/08
07.375
1932/33 3/10 05.688

In den kommenden beiden Jahren spielte der VfB in der Südkreisliga nur um die unteren Plätze und war der Gefahr ausgesetzt wieder abzusteigen. Der Erste Weltkrieg brachte das Vereinsleben fast zum Erliegen. Am 1. August 1914 traf man sich zum letzten Mal zu einem Freundschaftsspiel. Nachdem die meisten Spieler und Verantwortlichen bereits ihre Einberufung erhalten hatten, gab es in der Altdeutschen Bierstube eine Abschiedsfeier. Der Rugby-Platz am Karl-Olga-Krankenhaus wurde dem Roten Kreuz zur Verfügung gestellt, das dort gleich ein Lazarett errichtete. Danach trafen sich vor allem Jugendliche am Münster-Platz. Nachdem der Präsident Wilhelm Hinzmann eingezogen worden war, kümmerten sich vor allem die nun Verantwortlichen Julius Lintz, der Hinzmann als Präsident vertrat und Ernst Grimm um die Jugendspieler. Erst im Oktober 1914 bekam der Verein wieder eine Elf zusammen. Nach einer Woche waren nur noch sieben Spieler verblieben. Der Verband schaffte nun die Pflichtrunde ab und führte Spiele um den Eisernen Fußball ein.

Für diese durfte man sich mit anderen Vereinen zu Kriegsmannschaften zusammenschließen, und so bildete der VfB kurzfristig mit dem FV Die Blauen Elf eine Mannschaft. Ein Jahr später stellte der Verein, nach der Rückkehr von Verwundeten und Genesenden, schon wieder drei eigene Kriegsmannschaften. Am Ende des Jahres 1917 hatte der Klub sogar wieder fünf Mannschaften beisammen. Ernst Grimm stellte einen Kriegsausschuss zusammen, der den Verein am Leben hielt, obwohl drei Viertel der Mitglieder eingezogen waren. So verhinderte der Ausschuss die Umwandlung des Münster-Platzes, des einzigen verbliebenen Fußballplatzes, in ein Kartoffelfeld. Wilhelm Hinzmann übernahm nach seiner Rückkehr einen intakten Verein; wenig später, 1918, übergab er seinen Posten an Gustav Schumm. Noch heute würdigt eine Ehrentafel, die 1925 enthüllt wurde, 90 Gefallene aus den Reihen des VfB.

1923 wurde Karl-Adolf Deubler Präsident des Vereins, er hatte das Amt bis 1931 inne.

In den 1920ern stieg die Mitgliederzahl schnell über 1000 – vor allem Jugendliche waren im Verein aktiv. Allerdings erwies sich der Platz in Münster als ungeeignet für den VfB, da er fernab der Anhängerschaft gelegen war. Da das Rugbyfeld im Ersten Weltkrieg landwirtschaftlich genutzt wurde und ebenfalls als Spielfeld ausfiel, benötigte der Verein dringend einen Platz. Als der Exerzierplatz auf dem Cannstatter Wasen nach dem Krieg nicht mehr benötigt wurde, entstand die Idee einer Rückkehr nach Bad Cannstatt. 1919 wurde der Platz bei den drei Pappeln auf dem Cannstatter Wasen eröffnet. Er blieb bis zur Eröffnung der heutigen Mercedes-Benz Arena 1936 Heimspielstätte des VfB. Nach Kriegsende versuchte der Verband sofort, den Spielverkehr wieder in geregelte Bahnen zu führen. So beschloss der Verbandstag die Gründung einer Württembergischen Liga mit acht Vereinen. Der VfB gehörte dieser Liga an, da er vor dem Krieg in der Südkreisliga ebenfalls erstklassig war. Bis 1922 spielte die Fußballmannschaft in dieser Liga immer oben mit, wurde allerdings nie Meister. 1923 wurde dann vom Verbandstag ein neues Spielsystem eingeführt, welches eine neue Bezirksliga Württemberg/Baden als höchste Spielklasse vorsah. Um sich für die höchste Spielklasse zu qualifizieren, hätte der VfB in der Saison 1922/23 unter den ersten vier Vereinen der Württembergischen Liga landen müssen. Dies gelang nicht, so dass die Mannschaft in der darauffolgenden Saison 1923/24 in der IL Klasse der neugegründeten Kreisliga antreten musste, wo der VfB sofort Kreismeister Cannstatts wurde und sich somit für die Aufstiegsspiele qualifizierte. Dort erreichte man im ersten Anlauf den Aufstieg in die Württemberg-badische Bezirksliga und damit die sofortige Rückkehr in die Erstklassigkeit. Im entscheidenden Spiel besiegten die Fußballer am 1. Juni 1924 den bereits qualifizierten SC Freiburg mit 5:3.

Durch die gute Jugendarbeit gelang dem VfB in der Zwischenkriegszeit der Aufbau einer erfolgreichen ersten Mannschaft, die mit Spielern wie Richard „Molly“ Schauffele (später u. a. Präsident der Stuttgarter Kickers) 1927 württembergisch-badischer Meister wurde. Die Endrunde um die deutsche Meisterschaft erreichte die Mannschaft nicht. Im selben Jahr beschloss der Verbandstag in Mainz eine Aufteilung der jungen Bezirksliga in die Abteilungen Württemberg und Baden. Ernst Blum wurde 1928 der erste deutsche Nationalspieler des VfB, als er unter Reichstrainer Otto Nerz gegen Dänemark debütierte. Sowohl 1928 als auch 1929 erreichte der Verein die Trostrunde der Zweiten und Dritten der Bezirksligen. 1929 kam es zu einem Eklat: Durch Zuwendungen an die Spieler hatte der VfB gegen die Amateurstatuten verstoßen. Den Spielern war schon damals bewusst, dass sie die Zuschauereinnahmen positiv beeinflussen konnten und waren der Meinung, dass ihnen ein Anteil daran zusteht. So war der Verein vorerst bereit, die Forderungen der Spieler zu erfüllen, doch mit der Zeit konnte es sich der Klub nicht mehr leisten, Spieler unter der Hand zusätzlich zu bezahlen. Nach einer Selbstanzeige wurde der Verein vom Verband mit einer hohen Strafe belegt. Die betreffenden Spieler wurden vom VfB nicht mehr berücksichtigt, weshalb der VfB als Abstiegskandidat galt. Dennoch gelang einer tiefgreifend verjüngten Mannschaft unter dem damaligen Trainer Lajos Kovács 1929/30 die Württembergische Meisterschaft, und sie erreichte erstmals die süddeutsche Meisterrunde, an der das Team 1932 allerdings erfolglos teilnahm.

1933 bis 1945: Unterstützung des Nationalsozialismus

Saison Platz {\displaystyle \varnothing } Zuschauer
1933/34 3/09
1/04
5.437
1934/35 1/10
1/04
8.500
1935/36 3/10 5.000
1936/37 1/10
1/04
7.500
1937/38 1/10
3/04
7.090
1938/39 2/10 6.857
1939/40 1/06
2/04
4.220
1940/41 2/12 5.100
1941/42 2/10
1942/43 1/10
1943/44 4/10

Die Zeit des Nationalsozialismus gehört zu den dunklen Kapiteln der Vereinsgeschichte. Auch beim VfB konnten einige der Verantwortlichen die sogenannten „Demütigungen“ durch den Versailler Vertrag nur schwer akzeptieren. Im Jahr 1919 kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs geschriebenen Vereinslied erklang der Wunsch nach einem starken Deutschland; so steht im Text des Liedes in Bezug auf das deutsche Vaterland: … dass es neu und stark ersteh, dafür spielt der VfB! Der ehemalige Präsident Egon Reichsgraf von Beroldingen legte Wert auf die Feststellung: „Der VfB hatte schon von jeher Deutschland auf dem Panier!“ Zudem pflegte der Verein schon immer gute Beziehungen zu militärischen Kreisen.

Vom aufkommenden Nationalsozialismus versprachen sich viele beim VfB einen Neubeginn. Willig stellten die Vereinsoberen 1932 ihren damaligen Platz an den drei Pappeln für NSDAP-Kundgebungen zur Verfügung. Die Stadt kündigte dem VfB daraufhin sofort den Platz. Nach der Machtergreifung der NSDAP in Stuttgart wurde diese Entscheidung wieder rückgängig gemacht. Der neue von der NSDAP eingesetzte Oberbürgermeister lobte den VfB als „schon vor dem Umbruch dem Nationalsozialismus wohlgesonnenen Verein“. Die offiziellen Verlautbarungen der Vereinsführung ließen keinen Dissens zu den Zielen der NSDAP erkennen, diese Ziele wurden offenbar mitgetragen.

Der damalige Vereinspräsident Hans Kiener war schon 1932 der NSDAP beigetreten und erklärte, der VfB sei ein „Hort nationaler Gesinnung“ und eine „Trutzburg gegen alles Undeutsche“. Kiener wurde von nun an Vereinsführer genannt und „von oben“ mit kommissarischen Vollmachten ausgestattet. Auf Drängen des Reichssportführers und des Verbandes Wehrsport gab es im VfB nun auch einen SA-Sturm. Bereits 1933 nahm der VfB als einer der ersten Vereine des Deutschen Reichs die Arisierung vorweg und schloss sämtliche jüdischen Mitglieder aus, selbst diejenigen, die große Verdienste um den Verein vorzuweisen hatten.

„Uns einen nicht nur Spiele, nicht nur die Freud’ am Sport,
Was unsere Freundschaft bindet, das sagt ein ander Wort:
Wir wollen Kameraden sein, erprobt in Freud und Leid,
Es sei verbannt aus unsern Reih’n die Missgunst und der Neid
Die Parole heißt zum Wohl und aus Lieb zum Vaterland,
Ihm zur Ehr, immer mehr, stählen wir uns unverwandt
Und bei jedem frischen, frohen Spiel, denken wir an unser höchstes Ziel
Dass es neu und stark ersteh’, dafür ‚spielt‘ der VfB!
Melodie: O Deutschland hoch in Ehren

Neue Möglichkeiten eröffnete zusätzlich die 1933 zum Deutschen Turnfest errichtete Adolf-Hitler-Kampfbahn. Da die Stadt das alte VfB-Gelände für das Cannstatter Volksfest benötigte, musste der Verein sich wieder eine neue Heimspielstätte suchen. Die weitgehende Identifikation mit den neuen Machthabern ermöglichte dem VfB nun eine kontinuierliche Fortentwicklung auf sportlichem Gebiet. Damals wurden Gauligen eingeführt, in denen die jeweiligen Gaumeister ermittelt wurden.

1933 wurde der Verein Süddeutscher Pokalmeister, 1935 wieder Württembergischer Meister. Somit waren die Fußballer erstmals für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft qualifiziert. Nachdem die Mannschaft die ersten beiden Gruppenspiele verloren hatte, schien die Situation aussichtslos zu sein. Im letzten und entscheidenden Gruppenspiel gegen den direkten Konkurrenten SpVgg Fürth erreichte der VfB noch das Halbfinale, wo der VfL Benrath bezwungen wurde. Und so drang die Mannschaft zum ersten Mal bis ins Endspiel um die deutsche Meisterschaft vor, in dem der Finalist in Köln den überlegenen Schalkern mit 4:6 unterlag. Doch auch als Vizemeister wurden die Spieler bei der Rückkehr nach Stuttgart von tausenden Fans gefeiert.

1937 folgte die dritte württembergische Meisterschaft und die Mannschaft qualifizierte sich erneut für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Nachdem die Fußballer die Gruppenphase souverän als Gruppensieger überstanden hatten, unterlag der Klub im Halbfinale wieder dem FC Schalke 04 und siegte im Spiel um Platz 3 gegen den Hamburger SV. 1938 verteidigte der VfB den württembergischen Meistertitel, schied jedoch diesmal in der Gruppenphase der Meisterschaftsendrunde als Gruppendritter aus. 1939 wurde die Mannschaft Württembergischer Vizemeister. Der Zweite Weltkrieg hatte gravierende Auswirkungen auf das Vereinsleben. Sehr häufig war Stuttgart Ziel von Bombenangriffen. Auch das Vereinsgelände das VfB wurde schwer getroffen, nachdem viele Sprengladungen militärische Ziele wie die anvisierte Eisenbahnlinie oder das Daimler-Benz-Werk verfehlt hatten. Doch trotz der Kraterlandschaft, in die sich die Heimat des VfB verwandelte, und obwohl Spieler und Vereinsfunktionäre immer öfter durch die Kriegshandlungen starben, konnten die Verantwortlichen das Vereinsleben erhalten. 1939/40 wurde lediglich eine Kriegsmeisterschaft im engsten Rahmen ausgetragen, in der die Fußballer die Qualifikation für die Meisterschaftsendrunde am Ende nicht schafften. In der wieder regelmäßig laufenden Gauliga erreichte der VfB 1941 und 1942 die Vizemeisterschaft, wurde 1943 zum letzten Mal Gaumeister und schied in der Vorrunde der deutschen Meisterschaft im K.-o.-System gegen TSV 1860 München aus, ehe im März 1945 die Gauliga Württemberg durch den Krieg endgültig zum Erliegen kam. Dem VfB verblieben immer genug Spieler, um ohne die Hilfe anderer Vereine Kriegsmannschaften zu stellen. Allerdings nutzte der Verein viele „Gastspieler“ sowohl aus dem Inland, als auch aus dem Ausland. Auch Spieler aus besetzten Ländern kamen freiwillig, da sie als Fußballer leichter Akzeptanz finden konnten. Unter ihnen waren prominente Spieler wie zum Beispiel Rudolf Gellesch.

Als der „Vereinsführer“ Hans Kiener 1944 durch einen Bombenangriff schwer verletzt wurde, übernahm nach dessen Evakuierung der zweite Vorsitzende Fritz Walter die Verantwortung. Am 2. April 1945 bestritt der VfB das letzte Spiel vor Kriegsende, welches zwischenzeitlich wegen Fliegerangriffen unterbrochen werden musste.

Später versuchte Walter die offenkundige Nähe des Vereins zum NS-Regime zu relativieren und die Arisierung zu rechtfertigen, indem er erklärte: „Das hat man halt machen müssen, sonst wäre vielleicht der Verein am Ende gewesen.“ Offenkundig ist jedoch, dass der VfB dem Regime weit mehr als üblich und weit schneller als nötig entgegenkam, wodurch der Verein eine aktive Rolle in der Durchsetzung der nationalsozialistischen Agenda erlangte. So rechnete der Stuttgarter Historiker Nils Havemann, der sich intensiv mit der Rolle der Fußballvereine im Dritten Reich beschäftigte, den VfB neben dem FC Schalke 04, Werder Bremen und dem TSV 1860 München zu den vier nationalsozialistischen Vorzeigevereinen.

1945 bis 1963: Wiederaufbau und Erfolge

Saison Platz {\displaystyle \varnothing } Zuschauer
1945/46 01/16 10.264
1946/47 06/20 11.658
1947/48 05/20 17.895
1948/49 06/16 13.600
1949/50 02/16 18.000
1950/51 04/18 13.353
1951/52 01/16
01/04
19.467
1952/53 02/16
01/04
20.067
1953/54 01/16
02/03
15.133
1954/55 13/16 13.933
1955/56 02/16
03/04
21.266
1956/57 04/16 17.167
1957/58 09/16 16.767
1958/59 05/16 16.100
1959/60 07/16 14.633
1960/61 07/16 11.000
1961/62 05/16 13.833
1962/63 06/16 19.447
Von 1949 bis 1994 und seit Juli 2014 verwendetes Wappen des Vereins
Das erste Silberne Lorbeerblatt, das an eine Mannschaft verliehen wurde

Der Zweite Weltkrieg stellte eine Zäsur für den Verein dar. Die eigenen Sportanlagen waren weitestgehend zerstört, viele Vereinsmitglieder waren im Krieg gefallen. Dem VfB-Torwart Ernst Schnaitmann gelang es, den Stadtkommandanten davon zu überzeugen, dem VfB eine Spielgenehmigung zu erteilen. Gegen eine Cannstatter Auswahl trug der VfB Stuttgart am 15. Juli 1945 sein erstes Spiel nach Kriegsende aus. Bereits am 13. Oktober 1945 wurde im Gasthaus Krone in Fellbach unter entscheidender Mitwirkung von VfB-Präsident Fritz Walter die süddeutsche Oberliga gegründet. Auf dem Kohlenwagen musste der VfB-Verantwortliche Gustav Sackmann reisen, um über vorige Gaugrenzen und damalige Zonengrenzen hinweg für die Gründung der neuen Liga in Süddeutschland zu werben. Es gelang dem VfB, in der am 4. November 1945 unter dem Vorsitz von Walter gestarteten Oberliga gleich die erste süddeutsche Meisterschaft der Nachkriegszeit und damit auch die Amerikanische Zonenmeisterschaft zu gewinnen. Robert Schlienz war mit 42 Treffern zugleich erster Torschützenkönig der neuen Liga. Eine deutsche Meisterschaft wurde damals aufgrund der unterschiedlichen Bestimmungen in den verschiedenen Besatzungszonen nicht ausgetragen.

Die Oberliga wurde bei den Fans schnell populär und so kam Geld in die Kassen des Vereins, der so die zerstörte Infrastruktur wieder aufbaute. Der VfB erlangte nun eine wichtige regionale Bedeutung, und für den VfB spielen zu können, wurde das Ziel von vielen Jugendlichen. Auch nach der Einführung des Vertragsspielerstatuts 1948 konnten die Spieler des VfB von den Bezügen, die ihnen ihre Spielerverträge bescherten, nicht leben, und so förderte der Klub bei den Spielern die Selbständigkeit. So führte Robert Schlienz nebenbei ein Sportartikelgeschäft, Karl Barufka ein Spirituosengeschäft und Erich Retter eine Tankstelle. Beim VfB versuchten die Verantwortlichen immer, den Spielern dabei zu helfen, Fußball und Beruf vereinbaren zu können.

In den folgenden Jahren tummelten sich die Fußballer zunächst nur im Mittelfeld der Oberliga und landete erst 1950 als Zweiter wieder weit oben in der Tabelle. Damals begann die erfolgreichste Ära des Vereins, der nun den Stadtkonkurrenten Stuttgarter Kickers endgültig als Nummer 1 in der Stadt ablöste. Die süddeutsche Vizemeisterschaft berechtigte den VfB, an der K.-o.-Runde zur deutschen Meisterschaft teilzunehmen. Dort zog der VfB zum zweiten Mal in ein Endspiel um die deutsche Meisterschaft ein, das er in Berlin gegen Kickers Offenbach mit 2:1 gewann. Die erste deutsche Meisterschaft des VfB war erreicht. Danach wurde dem VfB als erstem Fußballverein überhaupt von Bundespräsident Theodor Heuss das Silberne Lorbeerblatt verliehen. Bei ihrer Ankunft am Stuttgarter Bahnhof wurde die Mannschaft euphorisch gefeiert und unter anderem von der Endspielelf von 1935 empfangen.

Als der Deutsche Fußball-Bund 1950 wieder Länderspiele austragen durfte, wurden schließlich Spieler vom damaligen deutschen Meister, wie zum Beispiel Karl Barufka, berufen. 1951 verpasste der amtierende Meister die Endrunde der Meisterschaft als Vierter der Oberliga Süd knapp. Doch 1952 wurde der VfB wieder Süddeutscher Meister, nachdem die Mannschaft den 1. FC Nürnberg noch im letzten Spiel durch einen Sieg im direkten Duell abgefangen hatte. Durch den Sieg in der Gruppenphase erreichte der VfB zum dritten Mal das Endspiel um die deutsche Meisterschaft, das der Klub in Ludwigshafen gegen den 1. FC Saarbrücken gewann. Die Mannschaft entsprach in weiten Teilen der Meistermannschaft von 1950. Mercedes-Benz stellte dem VfB damals Wagen zur Verfügung, mit denen die Mannschaft eine Rundfahrt durch die Region machte, wobei sie wieder euphorisch gefeiert wurde.

In der kommenden Saison erreichte der VfB nach einem schwachen Saisonstart doch noch die süddeutsche Vizemeisterschaft und bekam so die Chance, den Meistertitel zu verteidigen. Inzwischen war Erich Retter Nationalspieler geworden. Nachdem die Mannschaft diesmal nur knapp aufgrund des direkten Vergleichs in der Vorrunde nach einem Sieg im letzten Spiel gegen Borussia Dortmund den Gruppensieg geholt hatte, erreichte der Fußballmeister zum zweiten Mal in Folge das Endspiel. Karl Barufka war nach seiner Verletzung aus dem Spiel gegen Dortmund im Finale gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht einsatzfähig. Nach der blutigen Niederschlagung des Arbeiteraufstandes am 17. Juni 1953 in Berlin wurde schon über eine Verschiebung des Spielorts nachgedacht. Der DFB hielt trotzdem am Berliner Olympiastadion als Austragungsort fest. Die Titelverteidigung gelang nicht, die Mannschaft unterlag gegen den mit Stars aus der späteren Weltmeistermannschaft von 1954 gespickten 1. FC Kaiserslautern mit 1:4. Ein Positiverlebnis hatte lediglich Karl Bögelein, der zu Beginn einen Elfmeter gegen die spätere Fußballlegende Fritz Walter hielt. Letzterer führte den FCK trotzdem zum deutlichen Sieg.

In der folgenden Saison wurde der VfB wieder Süddeutscher Meister. Jedoch schied der VfB diesmal in der Vorrunde der deutschen Meisterschaft als Gruppenzweiter nach einer 1:3-Niederlage gegen Hannover 96 aus. Der Saisonhöhepunkt des Jahres 1954 war das Endspiel eines anderen Wettbewerbs. Zum ersten Mal erreichten die Fußballer das Finale des DFB-Pokals und trafen auf den 1. FC Köln. Erwin Waldner erzielte damals nach einer Vorlage von Robert Schlienz das entscheidende Tor an diesem Karsamstag. So wurde der VfB in dem Jahr zum ersten Mal DFB-Pokalsieger, in dem Deutschland zum ersten Mal Fußballweltmeister wurde.

1955 rutschte der amtierende Pokalsieger in der Oberliga auf einen enttäuschenden dreizehnten Platz ab. Doch 1956 wurde der VfB süddeutscher Vizemeister und erreichte wieder die Meisterschaftsendrunde, nachdem die Mannschaft in der Qualifikation zur Endrunde TuS Neuendorf bezwungen hatte. Diesmal schied der VfB als Gruppendritter in der Gruppenphase aus. Es war die letzte Teilnahme an der Meisterschaftsendrunde. 1956/57 begann der VfB die Saison mit guter Frühform, Schweinfurt 05 wurde 7:0, der Wiederaufsteiger Bayern München mit 5:0 besiegt, und Erwin Waldner war bis zu seinem Platzverweis gegen Augsburg der Garant des Erfolges. Danach kam die Tormaschine ins Stottern, und der VfB beendete die Saison auf Platz 4 der Oberliga. 1957 wurde die Einführung der Bundesliga und des Profifußballs beschlossen, und der VfB gehörte zu den Befürwortern. Er hatte nämlich zwei talentierte junge Nationalspieler verpflichtet, Rolf Geiger von den Stuttgarter Kickers und Rudolf Hoffmann von Aschaffenburg, die wegen Verstoßes gegen die Amateurregeln erst einmal gesperrt wurden. Am Ende des Jahres 1958 erreichte der VfB zum zweiten Mal das Endspiel des DFB-Pokal, diesmal gegen Fortuna Düsseldorf. Gegen die Mannschaft um den späteren Bundestrainer Jupp Derwall gewann der Klub mit den beiden Neuzugängen, aber wieder erst in der Verlängerung durch den entscheidenden Treffer von Lothar Weise.

In den kommenden Jahren spielte der VfB keine bedeutende Rolle im süddeutschen Fußball und landete bis zur Gründung der Bundesliga immer zwischen Platz fünf und Platz sieben. 1959/60 sah es zwar bis zum Sieg gegen den amtierenden Meister Eintracht Frankfurt so aus, als ob die Endrunde um die Meisterschaft erreicht werden könnte, aber dann begann der Absturz. Es war das Jahr, in dem Schlienz erstmals nicht mehr zum Einsatz kam. Georg Wurzer wollte die Mannschaft mit Talenten aus der eigenen Jugend verjüngen, mit der Folge von Leistungsschwankungen. 1959/60 gingen dann Trainer Wurzer, Erwin Waldner wechselte nach Zürich, und der neue Trainer Baluses versuchte es mit Kampffußball statt spielerischer Finesse. Als Ergebnis blieben die Fans aus, und es war fraglich, ob der VfB mit diesen Leistungen die Qualifikation zur Bundesliga erreichen würde. Vor der letzten Oberligasaison 1962/63 wechselte auch noch Rolf Geiger nach Italien, dafür besaß man mit Entenmann, Sieloff und Pfisterer eine namenlose, aber talentierte Läuferreihe. Die Saison wurde zur Zitterpartie, in der man zwischenzeitlich bis auf Platz 14 abrutschte und die Bundesligaqualifikation in weite Ferne geriet. Am Ende erreichten die Stuttgarter den sechsten Platz. Wegen der Zwölfjahreswertung war lange ungewiss, ob der VfB der neuen Bundesliga angehören würde. Erst ein Telegramm bestätigte am 6. Mai 1963 endgültig die Zugehörigkeit des VfB zur Bundesliga. Zuvor wurde von der Presse vermeldet: Karlsruhe (419 Qualifikationspunkte), Stuttgart (408) und Offenbach (382) sind als gleichwertig anzusehen, weswegen der diesjährige Tabellenstand ausschlaggebend ist. Somit war es möglicherweise entscheidend, dass der VfB punktgleich aufgrund der besseren Tordifferenz 1962/63 in der Oberliga Süd einen Platz vor den Kickers Offenbach lag.

1963 bis 1976: Vom Gründungsmitglied zum Absteiger

Saison Platz {\displaystyle \varnothing } Zuschauer
1963/64 05/16 40.459
1964/65 12/16 31.167
1965/66 11/18 27.190
1966/67 12/18 30.558
1967/68 08/18 25.948
1968/69 05/18 21.440
1969/70 07/18 20.735
1970/71 12/18 18.654
1971/72 08/18 21.352
1972/73 06/18 15.185
1973/74 09/18 25.533
1974/75 16/18 26.504
1975/76 11/20 11.330

1963 zählte der VfB zu den 16 Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Mit Fritz Walter hatte der Verein damals einen Präsidenten, der keine finanziellen Risiken eingehen wollte und lieber auf ehrenamtliche Arbeitskräfte setzte als auf ein bezahltes professionelles Management und eine Mannschaft, die nur aus Vollprofis besteht. Dennoch konnte sich die Mannschaft, nachdem nun Profifußball erlaubt war, mit den Heimkehrern Rolf Geiger und Erwin Waldner verstärken. Dazu kam noch Hans Arnold aus Mannheim. In der ersten Bundesligasaison konnte so ein fünfter Platz erreicht werden. Doch nachdem die Fußballmannschaft sich bis 1968 nur noch im Mittelfeld befunden hatte, forderten immer mehr ein modernes Management beim VfB, welches sich bei den erfolgreichen Vereinen der Liga bereits bewährt hatte. Walter war dazu nicht bereit und so trat Hans Weitpert, der an der Spitze derer stand, die eine neue Einkaufspolitik forderten, dessen Nachfolge an. Es dauerte nicht mehr lange, bis mit Günter Sawitzki 1971 der letzte Spieler des VfB, der nebenbei einen Beruf ausübte, seine Karriere beendete.

Prominente Trainer in den ersten Bundesligajahren waren Rudi Gutendorf, Albert Sing und Branko Zebec. Nachdem die Fußballer 1969 wieder Fünfter geworden waren, verloren die Stuttgarter in den folgenden Jahren den Anschluss zur Spitze und spielten die kommenden Jahre hauptsächlich im Mittelfeld der Liga. Nur 1973 erreichte die Mannschaft den UEFA-Pokal und konnte 1974 erstmals das Halbfinale erreichen. Dort schied der VfB gegen Feyenoord Rotterdam aus. Im April 1975 räumte Weitpert, der mit seiner offensiven Einkaufspolitik gescheitert war, seinen Präsidentenposten. Gerhard Mayer-Vorfelder wurde zum neuen Präsidenten des Vereins gewählt. Mayer-Vorfelders vorige Aufgabe als Vorsitzender des Verwaltungsrats übernahm das bisherige Vorstandsmitglied Heinz Bandke. Der VfB befand sich zu dieser Zeit auf einem Abstiegsplatz. Am Ende der Saison stieg der VfB aus der Bundesliga ab. Zuvor war der VfB nur 1923/24 für eine einzige Saison zweitklassig gewesen.

Die folgende Saison wurde zu einem der schwächsten sportlichen Kapitel der VfB-Geschichte – der Verein belegte in der 2. Liga lediglich Platz 11. Den Tiefpunkt bildete das Heimspiel gegen den SSV Reutlingen 05 vor 1.200 Zuschauern, das mit 2:3 verloren ging.

1976 bis 1992: Aufstieg und Rückkehr an die Spitze

Saison Platz {\displaystyle \varnothing } Zuschauer
1976/77 01/20 22.689
1977/78 04/18 53.567
1978/79 02/18 41.297
1979/80 03/18 33.405
1980/81 03/18 30.073
1981/82 09/18 26.126
1982/83 03/18 27.526
1983/84 01/18 31.076
1984/85 10/18 22.648
1985/86 05/18 21.638
1986/87 12/18 20.699
1987/88 04/18 26.313
1988/89 05/18 26.895
1989/90 06/18 24.684
1990/91 06/18 28.987
1991/92 01/20 33.553

Zur Saison 1976/77 verpflichteten Gerhard Mayer-Vorfelder und sein neuer Geschäftsführer Ulrich Schäfer Jürgen Sundermann als VfB-Trainer. Aus finanziellen Zwängen musste der VfB vor allem auf junge Spieler setzen. Mit dem damaligen Hundert-Tore-Sturm gelang dem VfB die Rückkehr ins Fußball-Oberhaus. Dabei erzielte Ottmar Hitzfeld im Heimspiel gegen den SSV Jahn Regensburg sechs Treffer (Endstand 8:0). Dieser Rekord hat bis heute Bestand.

In der Saison 1977/78, der ersten Saison nach der Rückkehr in die Bundesliga, erreichte der VfB den vierten Tabellenplatz. Dabei stellte er mit einem Zuschauerschnitt von fast 54.000 einen fast 20 Jahre gültigen Bundesliga-Rekord auf. In den Folgejahren konnte sich der VfB in der Bundesligaspitze etablieren.

Spieler in dieser Zeit waren u. a. Hansi Müller, Karlheinz und Bernd Förster, Karl Allgöwer, Dieter Hoeneß, Hermann Ohlicher und Helmut Roleder. Bis 1980 qualifizierte sich die Mannschaft in jeder Saison nach dem Aufstieg für den UEFA-Pokal. 1979/80 erreichte das Team zum zweiten Mal das Halbfinale des UEFA-Pokals, als der VfB gegen Borussia Mönchengladbach nach einem 2:1-Heimsieg und einer 0:2-Niederlage auswärts knapp ausschied.

Trophäe für den Gewinn des Turniers zur Hundertjahrfeier von Girondins Bordeaux (1983)
Jürgen Klinsmann als Bundestrainer – seinen Durchbruch als Spieler hatte er beim VfB

Die Infrastruktur wurde zu Beginn der 1980er Jahre angepasst: 1981 bezog der VfB nach knapp zweijähriger Bauzeit sein neues Clubzentrum (Kostenaufwand damals: ca. 5,2 Millionen Euro). Nachdem der Verein 1982 auf den neunten Platz abgerutscht war, qualifizierten sich die Fußballer 1983 mit einem dritten Platz für den UEFA-Pokal. Im Sommer desselben Jahres nahm der VfB Stuttgart an dem Turnier der Hundertjahrfeier von Girondins Bordeaux teil und besiegte dort nach einem Halbfinalsieg gegen den FC Nantes den Gastgeber aus Bordeaux, der sich im Halbfinale gegen den FC Barcelona durchgesetzt hatte. 1984 erreichte der Verein unter Trainer Helmut Benthaus seine dritte deutsche Meisterschaft. Als die Mannschaft am 32. Spieltag punktgleich mit dem Hamburger SV an der Spitze lag, drohte ein Endspiel am 34. Spieltag im Neckarstadion gegen den HSV. Doch da der VfB selbst gegen Werder Bremen siegte und der HSV gegen Eintracht Frankfurt gleichzeitig unterlag stand fest, dass der HSV mit 5 Toren Vorsprung im direkten Duell in Stuttgart hätte gewinnen müssen, um deutscher Meister zu werden. Der HSV erzielte lediglich in den letzten Minuten, als die VfB-Fans schon die Meisterschaft feierten, den 1:0-Siegtreffer. Erstmals im Europapokal der Landesmeister vertreten, scheiterte der VfB in der ersten Runde gegen Levski Spartak Sofia.

1985 erreichte der VfB den 10. Platz. 1986 erreichte der Verein unter den Trainern Barić und Entenmann zum dritten Mal ein DFB-Pokal-Finale, das der FC Bayern München mit 5:2 gewann. Trotzdem trat der VfB als Fünfter der Bundesliga-Saison in der folgenden Saison nicht im UEFA-Pokal, sondern im Europapokal der Pokalsieger an, weil der FC Bayern als Meister bereits im Europapokal der Landesmeister spielte.

1986/87 schied der VfB bei der ersten Teilnahme im Europapokal der Pokalsieger im Achtelfinale gegen Torpedo Moskau aus. Ende der 80er Jahre qualifizierte sich der VfB mit Spielern wie Buchwald, Jürgen Klinsmann, Sigurvinsson oder Immel und Trainer Arie Haan 1988 und 1989 wieder für den UEFA-Pokal. In die Chronik des Vereins eingegangen ist dabei vor allem das UEFA-Pokal-Finale von 1989 gegen den SSC Neapel. Auf Klinsmann musste die Mannschaft wegen einer Gelbsperre aus dem Halbfinale im Hinspiel verzichten. Nach einer fragwürdigen Schiedsrichterleistung hatte der VfB das Hinspiel in Neapel mit 1:2 gegen Napoli verloren. Beim 1:1 nahm Diego Maradona den Ball mit der Hand mit und der Handelfmeter zum 1:2 war ebenfalls nach einstimmiger Meinung der Fußballexperten nicht berechtigt. Zudem wurde Kapitän Guido Buchwald durch eine gelbe Karte für das Rückspiel in Stuttgart gesperrt. Der griechische Schiedsrichter Gerassimos Germanakos aus dem Hinspiel wurde danach von der UEFA gesperrt, was keine Auswirkungen hatte, da der Schiedsrichter ohnehin zurückgetreten war. Stefano Bizzotto und Roberto Beccantini berichteten, dass sie den Schiedsrichter und die Linienrichter in der Nacht nach dem Spiel in Neapel mit weiblichen Begleitungen auf dem Weg zum Hotel Excelsior gesehen hätten. Dadurch kam es in Italien zu Spekulationen darüber, ob ein Zusammenhang mit Methoden des damaligen Neapel-Managers Luciano Moggi bestehen könnte. Ein 3:3 im Rückspiel reichte dann nicht mehr zum Titelgewinn.

Meistertrainer Christoph Daum
Saison Platz {\displaystyle \varnothing } Zuschauer
1992/93 07/18 26.872
1993/94 07/18 27.434
1994/95 12/18 30.547
1995/96 10/18 29.087
1996/97 04/18 38.661
1997/98 04/18 36.700
1998/99 11/18 29.034
1999/00 08/18 28.971
2000/01 15/18 24.124

1990 kamen Christoph Daum als Trainer und Dieter Hoeneß, der von Ulrich Schäfer die Aufgaben des Sportmanagers übernahm, zum VfB. 1992 wurde der VfB unter Daum unter anderem mit Guido Buchwald, Fritz Walter und Matthias Sammer zum vierten Mal Deutscher Meister. In einem Herzschlag-Finale setzten sich die Stuttgarter durch einen Treffer in der 86. Minute des letzten Spieltags (2:1-Sieg in Leverkusen) im Fernduell gegen Eintracht Frankfurt (1:2 bei Hansa Rostock) und Borussia Dortmund (1:0 beim MSV Duisburg) durch; Fritz Walter wurde Torschützenkönig. Der VfB war damals vor dem letzten Spieltag lediglich zweimal Tabellenführer gewesen.

1992 bis 2001: Von der Spitze in den Abstiegskampf

In der Folgesaison unterlief Trainer Daum in der ersten Runde des Europacups gegen Leeds United am 30. September 1992 ein folgenschwerer Fehler: Er wechselte mit Jovica Simanić einen damals nicht gestatteten vierten Ausländer ein. Das Spiel wurde gegen den VfB gewertet und der Verein schied, nach einem Entscheidungsspiel in Barcelona vor gerade einmal 15.000 Fans, bereits zum zweiten Mal in seiner Geschichte in der ersten Runde des Europacups der Landesmeister aus. Damit verpasste der VfB die Teilnahme an der Champions League. In den kommenden drei Jahren qualifizierte sich die Mannschaft nicht mehr für den Europacup und schaffte es wie schon 1984 zunächst nicht, sich als Meister an der Spitze zu halten. Nachdem der Verein sich im Dezember 1993 vom Meistertrainer Daum getrennt hatte, entließ Gerhard Mayer-Vorfelder zusammen mit dem Daum-Nachfolger Jürgen Röber im April 1995 auch den Manager Dieter Hoeneß.

Unter Rolf Fringer spielte in der Saison 1995/96 erstmals das so genannte Magische Dreieck zusammen, das aus den Spielern Krassimir Balakow, Giovane Élber und Fredi Bobic bestand. Dennoch wurde der VfB nur Zehnter, und so legte der VfB Fringer keine Steine in den Weg, Schweizer Nationaltrainer zu werden. Erst unter Joachim Löw, der von Fringers Co-Trainer zum Interimstrainer und schließlich zum Cheftrainer wurde, knüpfte der VfB wieder an frühere Erfolge an. Das Magische Dreieck sorgte in der Bundesliga für Furore und gewann 1997 durch einen 2:0-Sieg im Finale in Berlin gegen den damaligen Regionalligisten Energie Cottbus den DFB-Pokal. Dabei hatte die Mannschaft im Viertelfinale nur durch ein Elfmeterschießen gegen den SC Freiburg das Halbfinale erreicht, in dem die Mannschaft den Hamburger SV mit 2:1 bezwang. Von den 78 Bundesliga-Saisontoren 1996/97 schossen Bobic, Élber und Balakow alleine 49, nur 10 weniger als die gesamte Mannschaft in der Vorsaison erzielte. Doch so schnell das Magische Dreieck sich einspielte, so schnell trennten sich die Wege der drei auch wieder: Die zwei entscheidenden Tore von Giovane Élber im Pokalfinale waren seine beiden letzten für den VfB, dann wechselte er zum FC Bayern München.

Ein Jahr später stand der VfB im Finale des Europapokals der Pokalsieger, das er in Stockholm unglücklich mit 0:1 gegen Chelsea London verlor, nachdem der eingewechselte Gianfranco Zola mit seinem ersten Ballkontakt das entscheidende Tor erzielt hatte. Danach ging mit Fredi Bobic der zweite Spieler des magischen Dreiecks, er wechselte zu Borussia Dortmund. Nur Krassimir Balakow blieb bis zu seinem Karriereende beim VfB.

Doch trotz der Erfolge verlängerte der Verein unter der Leitung von Gerhard Mayer-Vorfelder, der im März 1998 Karlheinz Förster als neuen Sportdirektor eingestellt hatte, den am Saisonende 1998 auslaufenden Vertrag mit Löw nicht. Stattdessen wurde nun Winfried Schäfer verpflichtet. Vor allem bei den Fans war diese Entscheidung sehr unpopulär, da Schäfer vom Erzrivalen Karlsruher SC kam, wo er sich einen Namen gemacht hatte. Der Trainerwechsel erwies sich schnell als Fehler, und so wurde Schäfer noch im selben Jahr wieder entlassen. Innerhalb eines Kalenderjahres wurden fünf Trainer beschäftigt (Joachim Löw, Winfried Schäfer, Wolfgang Rolff, Rainer Adrion und Ralf Rangnick).

Die folgenden Jahre brachten mehr sportlichen Misserfolg als Erfolg. Finanzielle Probleme, die vor allem auf die riskante Transferstrategie unter Gerhard Mayer-Vorfelder und seinem geschäftsführenden Vorstandsmitglied Ulrich Schäfer zurückzuführen waren, wurden gegen Ende des 20. Jahrhunderts auch vereinsintern kritisch gesehen. Schon allein der von Mayer-Vorfelder mit Dušan Bukovac ausgehandelte Rentenvertrag von Krassimir Balakow belastete den VfB. Dieser hoch dotierte Vertrag (geschätzte 3 Mio. Euro Jahresgehalt) konnte durch das Ziehen einer Option von Balakow fristlos verlängert werden und wurde nach harten Verhandlungsrunden zwischen Mayer-Vorfelders Nachfolger Manfred Haas und Bukovac erst 2003 beendet. Zudem litt der Verein unter einigen teuren Einkäufen von Spielern, die gar nicht oder kaum für den Verein aufliefen. Beispiele sind Didi, Srgjan Zaharievski, Mitko Stojkovski oder Saša Marković. Im Juni 1999 sprach der Aufsichtsrat des VfB Gerhard Mayer-Vorfelder das Misstrauen aus und kündigte an, eine Wiederwahl des Präsidenten im folgenden Jahr nicht mitzutragen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Heinz Bandke, der seit Beginn der Präsidentschaft Mayer-Vorfelders dessen Entscheidungen meist mitgetragen hatte, etablierte im September 1999 mit Hansi Müller im Vorstand ein Gegengewicht zum Vereinspräsidenten. Als Mayer-Vorfelder, kurz bevor er den Verein im Oktober 2000 wegen seiner anstehenden Aufgabe als Präsident des DFB freiwillig verließ, den Verein weiter finanziell ins Risiko stürzen wollte, setzten sich Hansi Müller und sein Vorstandskollege Karlheinz Förster, die stattdessen auf junge Spieler setzen wollten, gegen den scheidenden Präsidenten durch. Manfred Haas wurde im Oktober 2000 zum Nachfolger von Gerhard Mayer-Vorfelder gewählt.

Unter Trainer Ralf Rangnick wurde ein sportlicher Konsolidierungsprozess eingeleitet. Wegen Kompetenzstreitigkeiten untereinander traten der Sportdirektor Karlheinz Förster und sein Vorstandskollege Hansi Müller im Januar 2001 innerhalb von einer Woche zurück. Das Erreichen des UEFA-Pokals durch den erstmaligen Gewinn des UI-Cups 2000 war nun eher ein Hindernis im Abstiegskampf. Nachdem der Verein im Februar 2001 auf den 17. Tabellenplatz abgestürzt war, überzeugte Försters Nachfolger Rolf Rüssmann Trainer Ralf Rangnick davon, das Traineramt zur Verfügung zu stellen. Rangnicks Nachfolger wurde Felix Magath. Unter Magath schaffte der VfB am vorletzten Spieltag gegen Schalke 04 durch ein Tor von Balakow kurz vor dem Spielende den Klassenerhalt.

2001 bis 2009: „Junge Wilde“, Meisterschaft 2007 und mehrere Champions-League-Teilnahmen

Saison Platz {\displaystyle \varnothing } Zuschauer
2001/02 8/18 26.097
2002/03 2/18 31.251
2003/04 4/18 41.728
2004/05 5/18 38.350
2005/06 9/18 36.266
2006/07 1/18 45.439
2007/08 6/18 50.899
2008/09 3/18 51.979

Aufgrund der finanziellen Engpässe musste der VfB wie Mitte der 1970er Jahre auf die eigene Jugend setzen – Spieler wie Andreas Hinkel, Kevin Kurányi, Timo Hildebrand oder Aljaksandr Hleb bildeten ein Team, das sich hervorragend entwickelte und in den Medien den Beinamen „die jungen Wilden“ erhielt. Der VfB qualifizierte sich 2002 über den UI-Cup für den UEFA-Pokal 2002/03. Im Oktober 2002 wurde der Aufsichtsratsvorsitzende Heinz Bandke nach 27 Jahren in diesem Amt von Dieter Hundt abgelöst. Am Ende der Saison 2002/03 war die Mannschaft überraschend Vizemeister hinter Bayern München und qualifizierte sich damit erstmals für die Champions League. Der Verein wurde wegen seiner für die Region wichtigen Bedeutung mit dem Hans-Peter-Stihl-Preis ausgezeichnet. In der Champions League Saison 2003/04 zeigte die Mannschaft ihre Klasse u. a. durch einen 2:1-Sieg gegen Manchester United sowie durch das Erreichen des Achtelfinals. Dort war erneut der FC Chelsea Endstation, nachdem sich der VfB durch ein Eigentor von Fernando Meira im Hinspiel selbst um die Chance auf den Einzug ins Viertelfinale gebracht hatte (0:1 zuhause, 0:0 auswärts).

2003 wurde Erwin Staudt neuer Präsident. Er wurde der erste hauptamtliche Präsident des VfB Stuttgart und trug mit seiner Mitglieder-Kampagne mit dem Titel „Wir packen Schalke“ entscheidend dazu bei, die Mitgliederzahl innerhalb von zwei Jahren mehr als zu verdreifachen. Zudem überzeugte er Rudi Häussler, direkt neben dem Gottlieb-Daimler-Stadion mit dem Carl Benz Center einen Multifunktionskomplex zu errichten. Vom Bau des Gebäudes profitiert der VfB als Hauptmieter am meisten. Im Sommer 2004 wechselte Trainer Magath zum FC Bayern München, sein Nachfolger in Stuttgart wurde Matthias Sammer. Magaths Aufgaben in der sportlichen Leitung übernahmen Jochen Schneider und Herbert Briem. Zwar erreichte der VfB in der Saison 2004/05 einen UEFA-Cup-Platz, allerdings verspielten die Fußballer mit einem schwachen Saisonfinale eine bessere Platzierung. Daher trennte sich der Verein nach Saisonende von Sammer. Sein Nachfolger wurde im Sommer 2005 Giovanni Trapattoni.

Vor der Saison 2005/06 kam es zu großen personellen Wechseln beim VfB; Leistungsträger wie Kevin Kurányi (für etwa 7 Mio. zu Schalke 04), Philipp Lahm (war ausgeliehen von Bayern München) und Aljaksandr Hleb (wechselte für geschätzte 15 Millionen zum FC Arsenal) verließen den VfB, neu verpflichtet wurden u. a. Thomas Hitzlsperger (Aston Villa) und Jon Dahl Tomasson (AC Mailand). Durch die hohen Transfererlöse konnte der Verein zwar seine Verbindlichkeiten (die vor der Saison noch 8,21 Millionen Euro betrugen) deutlich reduzieren, doch hinkte die Mannschaft ihren eigenen sportlichen Ansprüchen hinterher. Anfang Februar 2006 trennte sich der VfB von Giovanni Trapattoni, dessen Taktik und Spielweise bei Fans und Spielern immer mehr in die Kritik geraten war.

Zvonimir Soldo – Der Kapitän der „jungen Wilden“ beendet seine Karriere
Meistertrainer 2007: Armin Veh

Die Schwaben verpflichteten daraufhin Armin Veh als neuen Cheftrainer, der zu Beginn vom Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Hundt als Übergangslösung bis zur Sommerpause bezeichnet wurde. Der Wunschkandidat des zur Winterpause als Manager verpflichteten Ex-Spielers Horst Heldt konnte sich dennoch als Trainer für die kommende Saison durchsetzen. Nach der sportlich enttäuschenden Saison 2005/06 gab es vor der Saison 2006/07 wieder einige tiefgreifende personelle Änderungen. Nach zehn Jahren beim VfB beendete Kapitän Zvonimir Soldo seine Karriere und nach 14 Jahren verließ Andreas Hinkel den Verein.

Wie schon in früheren Jahren macht der VfB teils aus der Not eine Tugend und setzte zur Saison 2006/07 wieder auf junge Spieler. Der Verein hat mit Mario Gómez, Serdar Tasci und Sami Khedira einige Talente aus der eigenen Jugend in der Mannschaft. Da der VfB inzwischen zu den reicheren Vereinen der Liga gehört, konnte der Klub sich mit neuen Spielern wie z. B. Pável Pardo, Ricardo Osorio oder Antônio da Silva verstärken. Nach einem eher schwachen Saisonstart 2006/07 wurde Armin Veh vom Aufsichtsratsvorsitzenden Hundt erneut kritisiert, worauf in den Medien Veh zunächst als Favorit auf die nächste Trainerentlassung gehandelt wurde. Jedoch gelang es dem VfB, mit einer sehr jungen Mannschaft wieder an die Erfolge der Jahre 2002 bis 2004 anzuschließen. Am 12. November 2006 übernahm der VfB mit einem 2:1-Sieg bei Hannover 96 erstmals seit fast zwei Jahren wieder die Tabellenspitze. Über den kompletten weiteren Verlauf der Saison hielt sich der Verein unter den ersten vier Vereinen der Bundesliga. Von den Medien bekam die Mannschaft aufgrund ihrer offensiven und erfolgreichen Spielweise den Beinamen „die jungen Wilden II“. Am vorletzten Spieltag der Saison übernahm der VfB zum zweiten Mal die Tabellenspitze und ging als Tabellenführer mit zwei Punkten Vorsprung vor FC Schalke 04 in den letzten Spieltag. Der VfB gewann das letzte Heimspiel gegen Energie Cottbus mit 2:1 und wurde damit Deutscher Meister 2007.

Nach Siegen gegen Alemannia Aachen II, den SV Babelsberg 03, den VfL Bochum, Hertha BSC und den VfL Wolfsburg stand die Mannschaft um Armin Veh nach genau zehn Jahren wieder im Endspiel um den DFB-Pokal im Berliner Olympiastadion. Dort verlor man am 26. Mai 2007 gegen den 1. FC Nürnberg mit 3:2 nach Verlängerung.

In der Champions League 2007/08 spielte der VfB gegen die Glasgow Rangers, gegen den FC Barcelona und gegen Olympique Lyon. Von den sechs Spielen in der Champions-League-Vorrunde gewann der VfB eines (3:2 im Heimspiel gegen die Glasgow Rangers). Aufgrund der weiteren fünf Niederlagen schied die Mannschaft als Gruppenletzter aus dem Europapokal aus. Parallel dazu durchschritt der VfB in der Bundesliga-Saison 2007/08 eine Talsohle. Als amtierender Deutscher Meister rutschte man nach einigen Niederlagen zu Saisonbeginn tief in die untere Tabellenhälfte und rangierte nach zehn Spieltagen mit lediglich 10 Punkten auf Platz 14 der Tabelle. Ab dem elften Spieltag arbeitete der VfB sich in der Tabelle weiter nach oben. Die Saison schloss der VfB als Sechster ab und konnte sich über den UI-Pokal für den UEFA-Pokal 2008/09 qualifizieren. Im DFB-Pokal schied der VfB im Viertelfinale zu Hause gegen den Vorletzten der 2. Bundesliga Carl Zeiss Jena durch ein 6:7 nach Elfmeterschießen aus.

Nachdem der VfB in der Saison 2008/09 nach dem vierzehnten Spieltag mit 18 Punkten auf dem elften Tabellenplatz gestanden war, wurde der Trainer Armin Veh entlassen und durch Markus Babbel ersetzt. Unter Babbels Leitung belegte die Mannschaft in der Abschlusstabelle den 3. Platz, der zur Teilnahme an der Qualifikation für die Champions League 2009/10 berechtigte. Im DFB-Pokal schied man im Achtelfinale durch eine deutliche 1:5-Heimniederlage gegen Bayern München aus. Im UEFA-Cup kam nach überstandener Gruppenphase das Aus gegen den Titelverteidiger Zenit St. Petersburg.

2009 bis 2019: Niedergang, Ausgliederung und zwei Abstiege

Saison Platz {\displaystyle \varnothing } Zuschauer
2009/10 06/18 41.065
2010/11 12/18 39.041
2011/12 06/18 55.089
2012/13 12/18 50.054
2013/14 15/18 50.498
2014/15 14/18 50.801
2015/16 17/18 50.693
2016/17 01/18 50.423
2017/18 07/18 56.278
2018/19 16/18 54.625

Der Abgang von Mario Gomez im Juni 2009 bedeutete den Verlust des besten Stuttgarter Torjägers der letzten Jahre. Um ihn zu ersetzen, wurde der russische Nationalstürmer Pawel Pogrebnjak verpflichtet. Zudem gelang es dem VfB, Aliaksandr Hleb nach vier Jahren, die er bei Arsenal London und dem FC Barcelona verbracht hatte, auf Leihbasis nach Stuttgart zurückzuholen. In der Europapokal-Saison 2009/10 setzte sich der VfB zunächst im August 2009 in der Playoff-Runde der Champions-League-Qualifikation gegen den rumänischen Vertreter FC Timișoara durch und zog dadurch zum dritten Mal innerhalb von sechs Jahren in die Gruppenphase der Königsklasse ein. Dort bekam man den FC Sevilla, die Glasgow Rangers und Unirea Urziceni als Gruppengegner zugelost. Der VfB Stuttgart wurde Gruppenzweiter und erreichte das Achtelfinale, in dem er Titelverteidiger FC Barcelona mit 1:1 und 0:4 unterlag. Der Pokalwettbewerb 2009/10 war für den VfB bereits im Achtelfinale beendet, als man gegen die SpVgg Greuther Fürth ausschied. Die Bundesliga-Saison 2009/10 verlief ähnlich wie die vorangegangene Saison 2008/09: Die Hinrunde war weitestgehend von enttäuschenden Leistungen geprägt. Nach dem 15. Spieltag, als der VfB fast auf einem Abstiegsrang stand, wurde Markus Babbel entlassen; sein Nachfolger wurde der erfahrenere Schweizer Christian Gross. In der Winterpause verließen Thomas Hitzlsperger, Ludovic Magnin und Jan Šimák den Verein, Cristian Molinaro wurde von Juventus Turin ausgeliehen. Als beste Rückrundenmannschaft konnte der VfB noch das obere Tabellendrittel erreichen und sich für die Teilnahme an der Europa League 2010/11 qualifizieren.

Zum Beginn der Bundesliga-Saison 2010/11 wechselte der Vorstand Sport Horst Heldt zum FC Schalke 04. Als Ersatz wurde der frühere VfB-Stürmer Fredi Bobic als Sportdirektor verpflichtet. Auch auf dem Platz kam es zu einem größeren personellen Umbruch: Den Abgängen Jens Lehmann, Sami Khedira, Aljaksandr Hleb, Ricardo Osorio und Roberto Hilbert standen als Neuverpflichtungen Christian Gentner, Mauro Camoranesi, Philipp Degen, Martin Harnik und Johan Audel gegenüber. Nach Angaben der Vereinsführung konnten die laufenden Personalkosten so um 15 Mio. Euro gesenkt werden. Nachdem der VfB nach den ersten 7 Spieltagen nur 3 Punkte hatte einfahren können und somit den 18. Tabellenplatz belegt hatte, wurde der Cheftrainer Christian Gross am 13. Oktober 2010 von seinen Aufgaben entbunden. Der bisherige Co-Trainer Jens Keller wurde danach neuer Cheftrainer. Auch unter Jens Keller blieb der Erfolg aus, so dass er im Dezember 2010 ebenfalls von seinen Aufgaben entbunden wurde. Neuer Cheftrainer wurde am 12. Dezember 2010 Bruno Labbadia, der die Mannschaft auf Platz 17 übernahm und mit ihr die Saison auf Platz 12 beendete.

Am 20. Mai 2011 gab Erwin Staudt bekannt, er stünde für eine weitere Amtszeit als Vereinspräsident nicht zur Verfügung. Darauf schlug der Aufsichtsrat Gerd E. Mäuser als einzigen Kandidaten für die Nachfolge Staudts vor. Zwei Tage später kündigte Helmut Roleder seine Gegenkandidatur an. Ohne eine Satzungsänderung mit einer Mehrheit von 75 Prozent war es jedoch nicht möglich, gegen den Kandidaten des Aufsichtsrats anzutreten. Nachdem die entsprechenden Satzungsänderungsanträge abgelehnt worden waren, wurde Gerd E. Mäuser auf der Mitgliederversammlung am 17. Juli 2011 mit einer Mehrheit von 58,7 Prozent zum neuen Vereinspräsidenten gewählt. Auf derselben Mitgliederversammlung wurde ein Antrag auf die Abberufung des Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Hundt durch eine Mehrheit von 65,3 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder auf die Tagesordnung gesetzt und scheiterte bei einer Befürwortung durch 50,7 Prozent an der erforderlichen Mehrheit von 75 Prozent.

In der zum reinen Fußballstadion umgebauten Mercedes-Benz-Arena, deren Betrieb der Verein zum Beginn der Saison 2011/12 gegen eine Pacht von über 5 Millionen Euro jährlich komplett übernahm, und mit Neuzugängen wie William Kvist, Maza und Ibrahima Traoré erreichte der VfB zur Winterpause im Dezember 2011 22 Punkte. Nachdem der Verein im Januar 2012 Vedad Ibišević und Gōtoku Sakai verpflichtet hatte, qualifizierte sich der VfB Stuttgart am Saisonende mit insgesamt 53 Punkten als Tabellensechster für die Playoffs der UEFA Europa League 2012/13.

Durch Siege gegen den SV Falkensee-Finkenkrug, den FC St. Pauli, den 1. FC Köln, den VfL Bochum und den SC Freiburg qualifizierte sich der VfB für das Endspiel des DFB-Pokals 2013, in dem man dem FC Bayern München mit 2:3 unterlag. Durch die Meisterschaft und damit verbundene Qualifikation für die UEFA Champions League des Finalgegners FC Bayern München stand dadurch auch die Teilnahme an der UEFA Europa League 2013/14 fest. In der Bundesliga belegten die Stuttgarter am Ende Platz zwölf. In der Europa League überstand man die Gruppenphase, schaltete dann den KRC Genk aus und schied im Achtelfinale gegen Lazio Rom aus.

Am 10. April 2013 erklärte der Präsident Gerd E. Mäuser nach weniger als zwei Jahren im Amt seinen Rücktritt zum 3. Juni 2013. Zugleich wurde Fredi Bobic als Vorstand Sport in den Vereinsvorstand berufen. Am 17. Juni 2013 legte der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Dieter Hundt sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats mit sofortiger Wirkung nieder. Am folgenden Tag wurde Hundts bisheriger Stellvertreter Joachim Schmidt von den verbliebenen Aufsichtsratsmitgliedern zum neuen Vorsitzenden des Gremiums gewählt.

Am 2. Juli 2013 schlug der Aufsichtsrat des VfB Stuttgart Bernd Wahler den Mitgliedern zur Wahl zum Vereinspräsidenten bei der Mitgliederversammlung am 22. Juli 2013 vor. Dort wurde dieser mit 97,4 % der Stimmen zum neuen Vereinspräsidenten gewählt. Außerdem wurde beschlossen, dass das sogenannte Traditionswappen, das bereits von 1949 bis 1994 offizielles Vereinswappen war, zur Saison 2014/15 erneut zum offiziellen Vereinsemblem wird. Darüber hinaus wurde entschieden, dass dies auch in der Vereinssatzung verankert wird. Nach einem Fehlstart mit drei Niederlagen an den ersten drei Spieltagen der Bundesligasaison 2013/14 trennte sich der VfB am 26. August 2013 von seinem Cheftrainer Bruno Labbadia und ernannte noch am selben Tag Thomas Schneider, den bisherigen U-17-Trainer, zu seinem Nachfolger. Im DFB-Pokal schied der VfB in der zweiten Runde mit einem 1:2 gegen den SC Freiburg aus, nachdem man in der ersten Runde den BFC Dynamo ausgeschaltet hatte. Auch in der Europa League lief es nicht besser. Nach dem Überstehen der dritten Qualifikationsrunde gegen Botev Plovdiv, kam das Aus in den Playoffs gegen den HNK Rijeka. Am 9. März 2014 wurde Trainer Thomas Schneider einen Tag nach dem 2:2-Unentschieden gegen den Tabellenletzten Eintracht Braunschweig entlassen und durch Huub Stevens ersetzt. Zuvor war der VfB durch eine Serie von acht Niederlagen in Folge in Abstiegsgefahr geraten. Unter Stevens setzte sich der VfB von den Konkurrenten um den Abstieg ab, wodurch der Klassenerhalt und der 15. Tabellenplatz am vorletzten Spieltag feststand.

Für Stevens, der nur einen Vertrag bis Saisonende besaß und diesen nicht verlängern wollte, wurde zur neuen Saison Armin Veh verpflichtet, der den Verein bereits von Februar 2006 bis November 2008 trainiert hatte und mit ihm 2007 Deutscher Meister geworden war. Nach vier Spieltagen stand die Mannschaft mit einem Punkt auf dem letzten Tabellenplatz, woraufhin sich der Verein von Sportvorstand Fredi Bobic trennte. Zwei Monate später zog Armin Veh nach neun Punkten aus zwölf Spielen persönliche Konsequenzen und trat als Cheftrainer des VfB zurück. Am 25. November 2014 kehrte Vehs Vorgänger Huub Stevens zu den Schwaben zurück. Robin Dutt wurde am 6. Januar 2015 als neuer Vorstand Sport des Vereins vorgestellt. Nachdem die Mannschaft sich die gesamte Rückrunde auf Abstiegsplätzen befunden hatte, konnte sie sich mit dem dritten Sieg in Folge beim Mitkonkurrenten SC Paderborn am letzten Spieltag noch auf Rang 14 retten.

Zur Saison 2015/16 verpflichtete der VfB Alexander Zorniger als neuen Cheftrainer. Am 13. Spieltag stand man nach einer 0:4-Heimniederlage gegen den Abstiegskonkurrenten FC Augsburg mit 10 Punkten auf Platz 16 der Tabelle. Daraufhin wurden Alexander Zorniger und sein gesamter Trainerstab beurlaubt, und der bisherige U-23-Trainer Jürgen Kramny zum Interims- und später zum Cheftrainer ernannt. Obwohl der VfB nach einer Siegesserie zwischenzeitlich den 10. Platz erreicht hatte, stürzte die Mannschaft auf den 17. Platz ab und stieg somit zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte ab. Gleichzeitig konnte auch die zweite Mannschaft des VfB in der 3. Liga die Klasse nicht halten.

Mit dem Abstieg endete der Cheftrainervertrag von Kramny automatisch. Präsident Bernd Wahler trat zurück, zudem trennte sich der Verein von Sportvorstand Robin Dutt. Am 17. Mai 2016 nahm der VfB Stuttgart Jos Luhukay als Cheftrainer zur Saison 2016/17 unter Vertrag. Am 8. Juli wurde mit Jan Schindelmeiser ein neuer Sportvorstand verpflichtet. Nach Meinungsverschiedenheiten mit Schindelmeiser bezüglich Spielerverpflichtungen trat Luhukay am 15. September 2016 zurück. Sein Nachfolger wurde Hannes Wolf, nachdem zuvor Olaf Janßen die Mannschaft als Interimstrainer für zwei Spiele betreut hatte.

Nach Ende der Hinrunde befand sich der VfB Stuttgart auf dem dritten Rang, der zu den Relegationsspielen für den Aufstieg berechtigt. Die Saison beendete der VfB schließlich auf dem ersten Tabellenplatz und stieg am 21. Mai 2017 nach einem 4:1-Erfolg über die Würzburger Kickers wieder direkt in die Bundesliga auf.

Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 1. Juni 2017 in der Mercedes-Benz-Arena stimmten die Mitglieder mit 84,2 % für eine Ausgliederung der Fußballsparte vom Hauptverein in eine Aktiengesellschaft. Erforderlich war eine Dreiviertel-Mehrheit. Bereits im Vorfeld hatte die Daimler AG zugesagt, 11,75 Prozent der Anteile für den Preis von 41,5 Millionen Euro zu übernehmen.

Nach dem Aufstieg spielte der VfB in der Saison 2017/18 wieder in der Bundesliga. Am 4. August 2017 wurde Sportvorstand Jan Schindelmeiser von seinen Aufgaben entbunden. Nachfolger wurde Michael Reschke, der zuvor Technischer Direktor beim FC Bayern München gewesen war. Am 28. Januar 2018, nach zuvor acht Niederlagen in neun Pflichtspielen, wurde Trainer Hannes Wolf entlassen. Einen Tag später verpflichtete der Verein Tayfun Korkut als Cheftrainer mit einem Vertrag bis 2019. Auf Grund der mäßigen Erfolge von Tayfun Korkut bei seinen früheren Trainerstationen, wurde er bei seinem Amtsantritt von den Anhängern des VfB Stuttgart überwiegend kritisch betrachtet. Am 31. Spieltag gelang der vorzeitige Klassenerhalt. Mit einem 4:1-Auswärtssieg beim FC Bayern München im letzten Saisonspiel beendete der VfB Stuttgart die Saison nach dem Wiederaufstieg mit 51 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz und verfehlte damit die Qualifikation für die Europa League wegen der anschließenden Niederlage des FC Bayern im DFB-Pokalfinale nur knapp.

Im ersten Pflichtspiel der Saison 2018/19 schied der VfB in der 1. Runde des DFB-Pokals 2018/19 gegen den Drittligisten Hansa Rostock nach einem 0:2 aus. Nach dem siebten Spieltag, als die Mannschaft mit fünf Punkten auf dem letzten Tabellenplatz stand, trennte sich der Verein von Trainer Tayfun Korkut. Nachfolger wurde Markus Weinzierl. Am 12. Februar 2019 wurde Michael Reschke als Sportvorstand abberufen und durch Thomas Hitzlsperger ersetzt. Im Mai 2019 wurde Sven Mislintat als Sportdirektor verpflichtet. Nach der 0:6-Niederlage beim FC Augsburg wurden Weinzierl sowie die Co-Trainer am 20. April 2019 freigestellt. Bis zum Saisonende übernahm der seitherige Jugendtrainer Nico Willig die Mannschaft. Die Punkterunde beendete der VfB auf dem 16. und damit dem Relegationsplatz, den man seit dem 16. Spieltag ununterbrochen belegt hatte. In der Relegation stieg der VfB Stuttgart gegen den 1. FC Union Berlin nach einem 2:2 im Heimspiel und einem 0:0 im Auswärtsspiel wegen der Auswärtstorregel zum dritten Mal nach 1975 und 2016 aus der Bundesliga ab. Neuer Trainer wurde Tim Walter.

Seit 2019: Erneuter Wiederaufstieg und Gegenwart in der Bundesliga

Saison Liga Platz {\displaystyle \varnothing } Zuschauer BL-Kader
2019/20 2. Bundesliga 02/18 51.657 BL-Kader
2020/21 Bundesliga 09/18 08.750 BL-Kader

Auf der Mitgliederversammlung am 14. Juli 2019 stand ein Antrag zur Abwahl von Präsident Wolfgang Dietrich auf der Tagesordnung. Nach der Aussprache konnte die Abstimmung wegen technischer Probleme nicht stattfinden, woraufhin die Versammlung abgebrochen wurde. Am folgenden Tag trat Dietrich zurück. Am 15. Dezember 2019 wurde Claus Vogt zum neuen Präsidenten des VfB Stuttgart gewählt. Nachdem die Vorrunde mit dem höchsten Etat aller Zweitligisten auf dem dritten Platz abgeschlossen worden war, trennte sich der Verein von Trainer Walter. Neuer Cheftrainer wurde ab Dezember 2019 Pellegrino Matarazzo.

Nach einem 6:0-Auswärtssieg gegen den 1. FC Nürnberg am vorletzten Spieltag der Zweitligasaison 2019/20 war der VfB Stuttgart mit drei Punkten Vorsprung vor dem 1. FC Heidenheim und einer deutlich besseren Tordifferenz nur noch theoretisch einholbar. Daher erreichte die Mannschaft auf dem zweiten Platz trotz einer Niederlage zum Saisonabschluss gegen den SV Darmstadt 98 den direkten Wiederaufstieg.

Die Bundesligasaison 2020/21 verlief für den VfB Stuttgart sportlich ruhig. Die Mannschaft erreichte in der ersten Saison nach dem Wiederaufstieg den neunten Rang.

Am 15. September 2021 gab der VfB ohne Nennung von Gründen bekannt, dass Hitzlsperger seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender und Sportvorstand nicht verlängern wird. Am 21. März 2022 übernahm Alexander Wehrle diese Ämter von Hitzlsperger.

Datenaffäre

Im September 2020 veröffentlichte das Sportmagazin kicker einen Artikel unter dem Titel VfB: E-Mails mit Mitgliederdaten an Dritte. Demnach sollen VfB-Kommunikationschef Oliver Schraft und weitere leitende Mitarbeiter dem PR-Unternehmer Andreas K. Schlittenhardt bzw. dessen Agentur Mitgliederdaten zur Verfügung gestellt haben, um mit Hilfe dieser und ohne Wissen der Mitglieder „Guerilla-Marketing“ zu betreiben und die Bemühungen der Club-Führung um eine erfolgreiche Ausgliederung der Lizenzspieler-Abteilung in eine AG zu unterstützen. Begonnen hätten diese Aktivitäten im Frühjahr 2016 unter dem damaligen VfB-Präsidenten Bernd Wahler und dessen Projektleiter für die Ausgliederung Rainer Mutschler. Sowohl der Verein unter Präsident Claus Vogt als auch die AG unter dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger beauftragten in separaten Mandaten die Berliner Kanzlei esecon mit der Aufklärung der Affäre. Im Zuge dieser kam es zu massiven Differenzen zwischen Vogt und Hitzlsperger. Diese mündeten in einer Kandidatur von Hitzlsperger für das Amt des Präsidenten. Zur Begründung für seine Kandidatur warf Hitzlsperger dem amtierenden Präsidenten in einem offenen Brief zahlreiche Versäumnisse vor, denen dieser, ebenfalls in einem offenen Brief, widersprach. Hitzlsperger entschuldigte sich später für den Ton seiner Vorwürfe und zog seine Kandidatur in der Folge zurück. Der Vereinsbeirat, der zwei Kandidaten für die Präsidentenwahl vorschlagen muss, informierte Mitte Januar die Mitglieder darüber, dass er selbst nach weiteren Kandidaten für das Amt suche. Die Stuttgarter Zeitung veröffentlichte Teile des Zwischenberichts von esecon, aus denen hervorgeht, dass die Führung der AG um Hitzlsperger, Marketingvorstand Jochen Röttgerman und Finanzvorstand Stefan Heim die Ermittlungen behindert und verzögert hätten. Die Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart e. V. wurde zunächst für den 28. März 2021 terminiert, nachdem Vogt versucht hatte, den ursprünglichen Termin vom 18. März auf einen deutlich späteren Zeitpunkt zu verschieben. Am 13. Februar 2021 wurden Heim und Röttgermann von ihren Vorstandsämtern abberufen. Einen Tag später wurde Vogt vom Vereinsbeirat als Präsidentschaftskandidat für die Mitgliederversammlung nominiert. Nach dieser Entscheidung legten die beiden weiteren Präsidiumsmitglieder Rainer Mutschler und Bernd Gaiser ihre Mandate nieder. Zur Sicherung der rechtlichen Handlungsfähigkeit des Vereins wurde daraufhin das Aufsichtsratsmitglied Rainer Adrion vom Vereinsbeirat in das Präsidium entsandt. Um eine Mitgliederversammlung als Präsenzveranstaltung zu ermöglichen, verschob das Präsidium schließlich die Mitgliederversammlung auf den 18. Juli 2021. Bei dieser Mitgliederversammlung wurde Vogt schließlich für weitere vier Jahre wiedergewählt. Hitzlsperger hingegen verließ den VfB im März 2022.

Vereinswappenhistorie

  • Stuttgarter FV 93A

  • Kronenclub CannstattB

  • Württembergische Hirschstangen,
    1909 bis 1949C

  • Vereinswappen von 1949 bis 1994D sowie seit Juli 2014G

  • Von 1994 bis 1998E

  • Von 1998 bis Juni 2014F

A Der gelbe sechszackige und umrahmte Stern als Vereinswappen des FV Stuttgart wurde von 1893 bis 1909 verwendet.
B Die Vereinsfarben des 1897 gegründeten Kronenclub Cannstatt sind schwarz-weiß-grün und nicht, wie dargestellt, rot-weiß-grün.
C Die württembergischen Hirschstangen auf gelbem Grund wurden erstmals 1909 durch die Leichtathleten des FV 93 verwendet und diente fortan als Vereinswappen. Es wurde vom VfB Stuttgart, zu dem sich der FV und der Kronenclub am 2. April 1912 zusammenschlossen, übernommen und bis 1949 verwendet. Die Vereinsfarben wurden auf Rot und Weiß festgelegt.
D Das Vereinswappen mit der traditionellen VfB-Frakturschrift und der Jahreszahl 1893 wurde von 1949 bis 1994 verwendet. Die VfB-Frakturschrift selbst, die vom Kunstmaler und VfB-Spieler Hermann Stammler kreiert wurde, fand bereits ab 1924 Verwendung. Erstmals wurde diese 1924 auf dem Titelblatt der VfB-Vereinszeitung Nachrichten aus dem Leben und später auch auf Briefbögen verwendet.
E 1994 wurde das Wappen durch eine Vereinfachung der Frakturschrift, Begradigung der Umrandung der Hirschstangen sowie durch einen schwarzen Rahmen geändert.
F 1998 wurde das Vereinswappen weiter verändert. Dabei wurde die Frakturschrift erneut vereinfacht, darunter das „V“ geöffnet, die Hirschstangen stark vereinfacht und die Gründungsjahreszahl 1893 durch den Stadtnamen ersetzt. Als Begründung für die erneute Veränderung wurde genannt, dass die Herkunft aus Stuttgart ausgedrückt werden soll, um die internationale und mediale Präsenz zu erhöhen.
G Nachdem die 2010 gestartete Initiative mit dem Namen „Pro altes VfB-Wappen“, die von Ultragruppierungen federführend getragen wurde, 25.000 Unterschriften für die Wiedereinführung des Wappens, das von 1949 bis 1994 verwendet wurde, sammelte und Gespräche mit den Vereinsverantwortlichen führte, kündigte der Verein an, die Vereinsmitglieder über eine mögliche Änderung des Wappens abstimmen zu lassen. Auf der Mitgliederversammlung im Juli 2013 wurde mit einer Mehrheit von fast 80 Prozent die Wiedereinführung des alten, historischen Wappens zur Saison 2014/15 als das offizielle Wappen des VfB Stuttgart beschlossen und in der Satzung festgeschrieben.

Geschichte der Spielbekleidung bis 2013

Heim

1894
1911
1925/26
1950er
1953
1975/76
1976/77
1978/79
1979/80
1982/83
1983/84
1986/87
1989/90
1992–1994
1994–1996
1996–1998
Finale Europapokal der Pokalsieger
1998–2000
2000–2002
2002/03
2003/04
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
2011/12
2012/13

1894 trug die Rugbymannschaft des Vorgängervereins FV Stuttgart 1893 ein weißes Trikot mit schwarzem Stern und schwarzer Hose.

1911: Im Jahr vor der Fusion trug die Mannschaft des FV das württembergische Hirschgeweih auf der Brust.

1925/26: Nach der Idee einiger Jugendspieler zierte ab 1925 an der rote Brustring das weiße Trikot. Der rote Brustring war ursprünglich durchgehend und ist bis heute das Symbol, das für den VfB Stuttgart steht und auch von den Fans auf den sogenannten Brustringfahnen verwendet wird.

1950er Jahre: In den 1950er Jahren war das neu eingeführte Wappen mit VfB-Schriftzug und Jahreszahl 1893 auf dem Trikot zu sehen. Dieses Trikot trug die Mannschaft während der gewonnenen deutschen Meisterschaften 1950 und 1952 sowie in den Pokalfinals 1954 und 1958

1953: Im verlorenen Meisterschaftsfinale trug die Mannschaft schwarze Hosen.

1975/76: In der Zweitligasaison 1975/76 wurde auf den traditionellen Brustring auf dem Trikot verzichtet.

Finale Europapokal der Pokalsieger 1998: Im Finale des Europapokal der Pokalsieger 1998 gegen den FC Chelsea wurden rote Stutzen getragen.

Auswärts und Alternativ

Auswärts
1989/90
Auswärts
1992–1994
Alternativ
1993–1995
Auswärts
1994–1996
Auswärts
1996/97
Alternativ
1996–1998
Auswärts
1997–1999
Alternativ
1998/99
Auswärts
1999–2001
Auswärts
2001/02
Auswärts
2002/03
Europapokal
2002/03
Auswärts
2003/04
Alternativ
2003/04
Alternativ
2004–2006
Auswärts
2006/07
Alternativ
2006/07
Auswärts
2007/08
Alternativ 1
2007/08
Alternativ 2
2007/08
Auswärts
2008–2010
Alternativ
2008–2010
Auswärts
2010–2012
Alternativ
2010–2012
VfB Stuttgart Sportverein aus Stuttgart Baden Wurttemberg Sprache Beobachten Bearbeiten Der VfB Stuttgart offiziell Verein fur Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e V ist ein Sportverein aus dem Stuttgarter Stadtbezirk Bad Cannstatt Er ist Stand Juni 2021 mit 72 500 Mitgliedern 1 der zehntgrosste Sportverein Deutschlands und der grosste in Baden Wurttemberg Bekannt ist vor allem seine Fussballabteilung die 2017 in die VfB Stuttgart 1893 AG ausgegliedert wurde die mehrheitlich dem Verein gehort Die erste Mannschaft wurde funfmal Deutscher Meister 1950 1952 1984 1992 und 2007 ausserdem gewann sie dreimal den DFB Pokal 1954 1958 1997 In der Ewigen Tabelle der Bundesliga belegt der VfB den funften Platz In der Saison 2021 22 spielt der Verein in der Bundesliga VfB StuttgartVereinVorlage Infobox Fussballunternehmen Wartung Kein BildName Verein fur Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e V Sitz Stuttgart Baden WurttembergGrundung 9 September 1893Farben Weiss RotMitglieder 72 500 Juni 2021 1 Prasident Claus VogtVorstand Rainer Adrion Vizeprasident Christian RiethmullerFussballunternehmenVorlage Infobox Fussballunternehmen Wartung Kein BildName VfB Stuttgart 1893 AGAktionare 87 09 VfB Stuttgart e V 11 75 Daimler AG 1 16 Jako AGVorstand Alexander Wehrle Vorsitzender Sport Strategie Kommunikation Thomas Ignatzi Finanzen und Verwaltung Rouven Kasper Marketing und Vertrieb Website vfb deErste MannschaftCheftrainer Pellegrino MatarazzoSpielstatte Mercedes Benz ArenaPlatze 60 449Liga Bundesliga2020 21 9 PlatzHeim AuswartsTabellenplatzentwicklung VfB Stuttgart von 1963 64 bis 2020 21 Daneben unterhalt der VfB Stuttgart Amateursport Abteilungen Sportler der Leichtathletik Abteilung gewannen zahlreiche Titel und Medaillen 2 Hockey bildet die zweitgrosste Abteilung des Vereins 3 Im Faustball errang der VfB um das Jahr 2005 mehrfach deutsche Meisterschaften im Seniorenbereich 4 Zudem existieren die Abteilungen fur Fussballschiedsrichter und Tischtennis Daruber hinaus gibt es mit der VfB Garde eine nichtsportliche Traditionsabteilung Die erste Fussballmannschaft des VfB bestreitet ihre Heimspiele in der Mercedes Benz Arena im Neckarpark Direkt neben dem Stadion hinter der Unterturkheimer Kurve auf der gegenuberliegenden Seite des Fritz Walter Wegs befindet sich das Vereinsgelande mit dem Robert Schlienz Stadion Trainingsplatzen und dem Clubhaus Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 1 1 1893 bis 1912 Von den Anfangen zur Fusion 1 1 1 FV Stuttgart 1 1 2 Kronen Klub Cannstatt 1 1 3 Fusion und Sieg im Entscheidungsspiel 1 2 1912 bis 1933 Erster Weltkrieg und erste Titel 1 3 1933 bis 1945 Unterstutzung des Nationalsozialismus 1 4 1945 bis 1963 Wiederaufbau und Erfolge 1 5 1963 bis 1976 Vom Grundungsmitglied zum Absteiger 1 6 1976 bis 1992 Aufstieg und Ruckkehr an die Spitze 1 7 1992 bis 2001 Von der Spitze in den Abstiegskampf 1 8 2001 bis 2009 Junge Wilde Meisterschaft 2007 und mehrere Champions League Teilnahmen 1 9 2009 bis 2019 Niedergang Ausgliederung und zwei Abstiege 1 10 Seit 2019 Erneuter Wiederaufstieg und Gegenwart in der Bundesliga 1 10 1 Datenaffare 1 11 Vereinswappenhistorie 1 12 Geschichte der Spielbekleidung bis 2013 1 12 1 Heim 1 12 2 Auswarts und Alternativ 2 VfB Stuttgart 1893 e V 2 1 Organe des e V 2 1 1 Prasidium 2 1 2 Vereinsbeirat 2 2 Abteilungen des Vereins 2 2 1 Frauenfussballabteilung 2 2 2 Junge Wilde U11 U16 2 2 3 Faustballabteilung 2 2 4 Fussballschiedsrichterabteilung 2 2 5 Hockeyabteilung 2 2 6 Leichtathletikabteilung 2 2 7 Tischtennisabteilung 2 2 8 VfB Garde 2 3 Ehemalige Abteilungen des Vereins 2 3 1 E Sport 2 3 2 Handballabteilung 3 VfB Stuttgart 1893 AG 3 1 Organe Profifussball AG 3 1 1 Vorstand 3 1 2 Aufsichtsrat 3 2 Profimannschaft 3 2 1 Profikader 2021 22 3 2 2 Transfers der Saison 2021 22 3 2 3 Trainer und Betreuerstab 2021 22 3 2 4 Erfolge 3 2 4 1 Meisterschaftserfolge 3 2 4 2 Pokalerfolge 3 2 4 3 Internationale Erfolge 3 2 5 Die Jahrhundert Elf 3 3 Zweite Mannschaft 3 3 1 Geschichte 3 3 2 Kader in der Saison 2021 22 3 3 3 Trainerstab 3 3 4 Erfolge 4 Jugendarbeit der Fussballabteilung 4 1 Geschichte 4 2 Strategie 4 3 Grosste Erfolge 4 4 Bekannte ehemalige Jugendspieler 5 Organisationsstruktur 6 Stadion und Infrastruktur 7 Zuschauer und Fans des VfB 8 Derbys Rivalitaten und Freundschaften 8 1 Das Stuttgarter Stadtderby 8 2 Das Baden Wurttemberg Derby 8 3 Andere Rivalitaten 8 4 Ultras Freundschaften mit dem SSV Reutlingen AC Cesena und AS Saint Etienne 8 5 Ehemalige Ultras Freundschaft mit Energie Cottbus 8 6 Kooperationen 9 Sponsoren und Freundeskreis 9 1 Sponsoren 9 2 Freundeskreis 10 Literatur 11 Weblinks 12 Anmerkungen 13 EinzelnachweiseGeschichte BearbeitenUm das Jahr 1865 als Fussball noch Rugby glich trafen sich englische Schuler unter ihnen William Cail 5 wochentlich zu einem Spiel in Cannstatt wo wegen der internationalen Beliebtheit als Heilbad auch Internate entstanden waren 6 Einheimische Schuler lebten die englische Krankheit in den 1880er Jahren zum Arger mancher Lehrer und Anwohner auf einer Wiese aus wo spater die Strassenbahnwelt Stuttgart entstand Es entstanden viele Fussballvereine in Stuttgart darunter im Jahr 1890 der Nordstern von Anwohnern der Alexanderstrasse in Stuttgart Mitte und der Cannstatter Fussballclub Im Jahr 1912 entstand aus dem Cannstatter Kronen Club und dem Fussballverein Stuttgart 1893 der VfB Stuttgart 7 1893 bis 1912 Von den Anfangen zur Fusion Bearbeiten Beide Vereine wurden hauptsachlich von Schulern die zumeist ihre Wurzeln im kaufmannischen Burgertum hatten gegrundet 8 FV Stuttgart Bearbeiten Die erste Rugby Mannschaft des FV 1894 Wappen des FV Stuttgart Der Fussballverein Stuttgart wurde am 9 September 1893 im Gasthaus Zum Becher in der Kernerstrasse heute Urbanstrasse gegrundet und hatte 20 Grundungsmitglieder 9 Der Stuttgarter FV trug regelmassig Trainingsspiele gegen den Cannstatter Fussball Club aus 10 Noch im Jahr 1893 wechselte Philipp Heineken damals Sportler und Autor von Buchern uber den Sport spater auch Vizeprasident des Deutschen Fussball Bunds und Funktionar im Reichsausschuss zur Vorbereitung auf Olympische Spiele vom Cannstatter Fussballclub zum Stuttgarter Fussballverein und wurde dessen Mannschaftskapitan 11 Der FV hatte seine Heimstatte auf der Stockach Eisbahn und zog 1894 auf den Cannstatter Wasen um Schon im Jahr 1895 spielte der FV Stuttgart in der Schweiz 12 Die Mannschaft setzte sich hauptsachlich aus Schulern der Stuttgarter Realschulen und Gymnasien zusammen und errang schnell erste Erfolge 1909 wurde der FV deutscher Vizemeister im Rugby als die Mannschaft erst im Endspiel Hannover 1897 mit 3 6 Punkten unterlag 13 Verschiedene Spieler kamen zu internationalen Einsatzen so gewann Hugo Betting mit der ansonsten ausschliesslich aus Frankfurter Spielern bestehenden deutschen Rugby Auswahl bei den Olympischen Spielen 1900 die Silbermedaille 14 Dennoch verlor Rugby gegenuber Fussball damals Rugby Football gegenuber Association Football zusehends an Boden Das Spiel war vielen Zuschauern zu kompliziert Nachdem die Militarverwaltung immer seltener dem FV Benutzungszeiten auf dem Cannstatter Wasen zugestanden hatte mussten die Spieler immer ofter auf den Stockachplatz ausweichen bis dem Verein die Benutzung des Wasens schliesslich endgultig untersagt wurde Der FV warf deshalb dem Militargouvernement vor die Turnvereine deren Sportart damals als disziplinierter bekannt war zu bevorzugen Nun konnten die Spieler nur noch auf dem schiefen Stockachplatz spielen der nach der Aussage vieler Spieler des FV damals offenbar vollig untauglich war So pachtete der Verein von der Stadt ein Feld auf dem Adelsberg welches beim FV als Rugbyfeld bekannt war 15 Nach einer Initiative junger Spieler im Jahr 1907 trat der Verein dem Suddeutschen Fussball Verband bei 16 Die Mannschaft wurde gleich der suddeutschen B Klasse zugeteilt obwohl inzwischen auch eine C Klasse existierte Schon im zweiten Jahr wurde der FV ausgerechnet gegen den punktgleichen spateren Fusionspartner den Kronen Club Cannstatt in einem Endspiel Bezirksmeister Den Aufstieg erreichten die Fussballer nach einer Niederlage im Spiel um die Gaumeisterschaft gegen den FV Zuffenhausen nicht Erst im folgenden Jahr gelang schliesslich nach geltenden Bestimmungen der Aufstieg da die Mannschaft Gaumeister und B Sudkreismeister wurde Da der Verbandstag die Bestimmungen anderte und die Grundung einer neuen Sudkreisliga als oberste Spielklasse Suddeutschlands beschloss 17 war der Aufstieg nicht gesichert Die entscheidenden Spiele entschied der FV nicht mehr allein fur sich denn vor den Aufstiegsrundenspielen gegen den FV Germania Beiertheim und den FC Muhlburg war die Fusion mit dem Kronen Club Cannstatt bereits vollzogen 18 Kronen Klub Cannstatt Bearbeiten Die erste Fussballmannschaft des Kronen Clubs 1898 Wappen des Kronen Club Cannstatt Im Cannstatter Fussballclub verlor der Fussball nach wenigen Jahren an Bedeutung 10 und so bildete sich 1897 aus ehemaligen Mitgliedern dieses Vereins der Kronenklub 19 Dort spezialisierte man sich zunachst auf den Fussball und trieb spater auch Leichtathletik Uber den Namen des Vereins ist nichts bekannt 20 Nachdem der Suddeutsche Fussballbund den Kronen Klub 1903 der unteren von zwei bestehenden suddeutschen Spielklassen zugeordnet hatte spielte die Fussballmannschaft bereits 1904 um den Aufstieg in die erste suddeutsche Spielklasse wo die Fussballer gegen die zweite Mannschaft der Stuttgarter Kickers antraten Der vorgesehene Schiedsrichter erschien zu diesem Spiel nicht so dass sich der Verbandsschriftfuhrer Scivessy bereit erklarte das Spiel zu leiten Der Kronen Club gewann doch wurde anschliessend ein Wiederholungsspiel angeordnet welches verloren wurde 21 In den kommenden Jahren spielte die Mannschaft in der B Klasse oben mit ohne je wieder ein Entscheidungsspiel um den Aufstieg zu erreichen Der Kronen Klub Cannstatt besass in Stuttgart Munster einen eigenen Fussballplatz der bis heute besteht Inzwischen spielt dort die TSVgg Stuttgart Munster 1875 99 Fusion und Sieg im Entscheidungsspiel Bearbeiten Wappen des fusionierten Vereins Reklameschild des Hotels Concordia in dem die Fusion durchgefuhrt wurde Die Aufstiegsmannschaft 1912 Fur Ligaspiele war das Rugbyfeld auf dem Adelsberg wenig geeignet so dass beim FV die Idee einer Fusion mit dem 1897 gegrundeten Kronen Klub Cannstatt aufkam Da der Kronen Klub sportlich nur begrenzte Aussichten hatte und der FV Stuttgart der gerade gute Chancen hatte den Aufstieg in die suddeutsche A Klasse zu schaffen uber eine Mannschaft mit guter Perspektive verfugte kamen sich die Verantwortlichen schliesslich naher Am 2 April 1912 vereinigten sich beide Klubs zum Verein fur Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e V der dank der B Sudkreismeisterschaft des Stuttgarter FV gleich um die Qualifikation fur die neue Sudkreisliga antrat Die Fusionsversammlung fand im Cannstatter Hotel Concordia statt 22 Erster Vorsitzender wurde Wilhelm Hinzmann Die ersten Pflichtspiele nach der Fusion bestritt der VfB Stuttgart in der Aufstiegsrunde zur Sudkreisliga fur die sich der Verein als FV Stuttgart qualifiziert hatte Am 25 August 1912 besiegte der VfB in seinem ersten Pflichtspiel nach der Fusion den FV Germania Beiertheim mit 4 3 und erreichte somit ein entscheidendes Spiel um den Aufstieg gegen den FC Muhlburg 18 In diesem Entscheidungsspiel um den Aufstieg am 1 September 1912 in Karlsruhe Durlach siegte der VfB gegen Muhlburg mit 1 0 durch einen entscheidenden Kopfballtreffer in den letzten Minuten von Cope Wendling 18 Somit war der VfB von Anfang an erstklassig und spielte in der Sudkreisliga der damals hochsten deutschen Spielklasse 1912 bis 1933 Erster Weltkrieg und erste Titel Bearbeiten Saison 23 Platz displaystyle varnothing Zuschauer1912 13 6 0 81913 14 7 0 71914 15 7 0 81919 20 5 101920 21 5 101921 22 2 0 81922 23 6 0 81923 24 1 0 7 2 0 51924 25 5 0 81925 26 2 0 8 0 7 400 24 1926 27 1 10 5 0 6 10 111 24 25 1927 28 3 0 9 4 0 8 0 4 230 24 25 1928 29 3 0 8 5 0 8 0 5 142 24 25 1929 30 1 0 8 5 0 8 11 375 24 25 1930 31 4 0 8 0 4 833 24 1931 32 2 10 8 0 8 0 7 375 25 1932 33 3 10 0 5 688 24 In den kommenden beiden Jahren spielte der VfB in der Sudkreisliga nur um die unteren Platze und war der Gefahr ausgesetzt wieder abzusteigen Der Erste Weltkrieg brachte das Vereinsleben fast zum Erliegen Am 1 August 1914 traf man sich zum letzten Mal zu einem Freundschaftsspiel Nachdem die meisten Spieler und Verantwortlichen bereits ihre Einberufung erhalten hatten gab es in der Altdeutschen Bierstube eine Abschiedsfeier Der Rugby Platz am Karl Olga Krankenhaus wurde dem Roten Kreuz zur Verfugung gestellt das dort gleich ein Lazarett errichtete Danach trafen sich vor allem Jugendliche am Munster Platz Nachdem der Prasident Wilhelm Hinzmann eingezogen worden war kummerten sich vor allem die nun Verantwortlichen Julius Lintz der Hinzmann als Prasident vertrat und Ernst Grimm um die Jugendspieler Erst im Oktober 1914 bekam der Verein wieder eine Elf zusammen Nach einer Woche waren nur noch sieben Spieler verblieben Der Verband schaffte nun die Pflichtrunde ab und fuhrte Spiele um den Eisernen Fussball ein Fur diese durfte man sich mit anderen Vereinen zu Kriegsmannschaften zusammenschliessen und so bildete der VfB kurzfristig mit dem FV Die Blauen Elf eine Mannschaft 26 Ein Jahr spater stellte der Verein nach der Ruckkehr von Verwundeten und Genesenden schon wieder drei eigene Kriegsmannschaften Am Ende des Jahres 1917 hatte der Klub sogar wieder funf Mannschaften beisammen Ernst Grimm stellte einen Kriegsausschuss zusammen der den Verein am Leben hielt obwohl drei Viertel der Mitglieder eingezogen waren So verhinderte der Ausschuss die Umwandlung des Munster Platzes des einzigen verbliebenen Fussballplatzes in ein Kartoffelfeld 27 Wilhelm Hinzmann ubernahm nach seiner Ruckkehr einen intakten Verein wenig spater 1918 ubergab er seinen Posten an Gustav Schumm Noch heute wurdigt eine Ehrentafel die 1925 enthullt wurde 90 Gefallene aus den Reihen des VfB 1923 wurde Karl Adolf Deubler Prasident des Vereins er hatte das Amt bis 1931 inne In den 1920ern stieg die Mitgliederzahl schnell uber 1000 vor allem Jugendliche waren im Verein aktiv Allerdings erwies sich der Platz in Munster als ungeeignet fur den VfB da er fernab der Anhangerschaft gelegen war Da das Rugbyfeld im Ersten Weltkrieg landwirtschaftlich genutzt wurde und ebenfalls als Spielfeld ausfiel benotigte der Verein dringend einen Platz Als der Exerzierplatz auf dem Cannstatter Wasen nach dem Krieg nicht mehr benotigt wurde entstand die Idee einer Ruckkehr nach Bad Cannstatt 1919 wurde der Platz bei den drei Pappeln auf dem Cannstatter Wasen eroffnet 27 Er blieb bis zur Eroffnung der heutigen Mercedes Benz Arena 1936 Heimspielstatte des VfB Nach Kriegsende versuchte der Verband sofort den Spielverkehr wieder in geregelte Bahnen zu fuhren So beschloss der Verbandstag die Grundung einer Wurttembergischen Liga mit acht Vereinen Der VfB gehorte dieser Liga an da er vor dem Krieg in der Sudkreisliga ebenfalls erstklassig war Bis 1922 spielte die Fussballmannschaft in dieser Liga immer oben mit wurde allerdings nie Meister 1923 wurde dann vom Verbandstag ein neues Spielsystem eingefuhrt welches eine neue Bezirksliga Wurttemberg Baden als hochste Spielklasse vorsah 28 Um sich fur die hochste Spielklasse zu qualifizieren hatte der VfB in der Saison 1922 23 unter den ersten vier Vereinen der Wurttembergischen Liga landen mussen Dies gelang nicht so dass die Mannschaft in der darauffolgenden Saison 1923 24 in der IL Klasse der neugegrundeten Kreisliga antreten musste wo der VfB sofort Kreismeister Cannstatts wurde und sich somit fur die Aufstiegsspiele qualifizierte Dort erreichte man im ersten Anlauf den Aufstieg in die Wurttemberg badische Bezirksliga und damit die sofortige Ruckkehr in die Erstklassigkeit Im entscheidenden Spiel besiegten die Fussballer am 1 Juni 1924 den bereits qualifizierten SC Freiburg mit 5 3 Durch die gute Jugendarbeit gelang dem VfB in der Zwischenkriegszeit der Aufbau einer erfolgreichen ersten Mannschaft die mit Spielern wie Richard Molly Schauffele spater u a Prasident der Stuttgarter Kickers 1927 wurttembergisch badischer Meister wurde Die Endrunde um die deutsche Meisterschaft erreichte die Mannschaft nicht Im selben Jahr beschloss der Verbandstag in Mainz eine Aufteilung der jungen Bezirksliga in die Abteilungen Wurttemberg und Baden Ernst Blum wurde 1928 der erste deutsche Nationalspieler des VfB als er unter Reichstrainer Otto Nerz gegen Danemark debutierte 29 Sowohl 1928 als auch 1929 erreichte der Verein die Trostrunde der Zweiten und Dritten der Bezirksligen 1929 kam es zu einem Eklat Durch Zuwendungen an die Spieler hatte der VfB gegen die Amateurstatuten verstossen 30 Den Spielern war schon damals bewusst dass sie die Zuschauereinnahmen positiv beeinflussen konnten und waren der Meinung dass ihnen ein Anteil daran zusteht So war der Verein vorerst bereit die Forderungen der Spieler zu erfullen doch mit der Zeit konnte es sich der Klub nicht mehr leisten Spieler unter der Hand zusatzlich zu bezahlen Nach einer Selbstanzeige wurde der Verein vom Verband mit einer hohen Strafe belegt Die betreffenden Spieler wurden vom VfB nicht mehr berucksichtigt weshalb der VfB als Abstiegskandidat galt Dennoch gelang einer tiefgreifend verjungten Mannschaft unter dem damaligen Trainer Lajos Kovacs 1929 30 die Wurttembergische Meisterschaft und sie erreichte erstmals die suddeutsche Meisterrunde an der das Team 1932 allerdings erfolglos teilnahm 1933 bis 1945 Unterstutzung des Nationalsozialismus Bearbeiten Saison Platz displaystyle varnothing Zuschauer1933 34 3 0 9 1 0 4 5 437 25 1934 35 1 10 1 0 4 8 500 25 1935 36 3 10 5 0001936 37 1 10 1 0 4 7 500 25 1937 38 1 10 3 0 4 7 090 25 1938 39 2 10 6 8571939 40 1 0 6 2 0 4 4 220 24 25 1940 41 2 12 5 100 24 1941 42 2 101942 43 1 101943 44 4 10 Die Zeit des Nationalsozialismus gehort zu den dunklen Kapiteln der Vereinsgeschichte Auch beim VfB konnten einige der Verantwortlichen die sogenannten Demutigungen durch den Versailler Vertrag nur schwer akzeptieren 15 Im Jahr 1919 kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs geschriebenen Vereinslied erklang der Wunsch nach einem starken Deutschland so steht im Text des Liedes in Bezug auf das deutsche Vaterland dass es neu und stark ersteh dafur spielt der VfB Der ehemalige Prasident Egon Reichsgraf von Beroldingen legte Wert auf die Feststellung Der VfB hatte schon von jeher Deutschland auf dem Panier 15 Zudem pflegte der Verein schon immer gute Beziehungen zu militarischen Kreisen 8 Vom aufkommenden Nationalsozialismus versprachen sich viele beim VfB einen Neubeginn Willig stellten die Vereinsoberen 1932 ihren damaligen Platz an den drei Pappeln fur NSDAP Kundgebungen zur Verfugung Die Stadt kundigte dem VfB daraufhin sofort den Platz Nach der Machtergreifung der NSDAP in Stuttgart wurde diese Entscheidung wieder ruckgangig gemacht Der neue von der NSDAP eingesetzte Oberburgermeister lobte den VfB als schon vor dem Umbruch dem Nationalsozialismus wohlgesonnenen Verein 31 Die offiziellen Verlautbarungen der Vereinsfuhrung liessen keinen Dissens zu den Zielen der NSDAP erkennen diese Ziele wurden offenbar mitgetragen 15 Der damalige Vereinsprasident Hans Kiener war schon 1932 der NSDAP beigetreten und erklarte der VfB sei ein Hort nationaler Gesinnung und eine Trutzburg gegen alles Undeutsche 18 Kiener wurde von nun an Vereinsfuhrer genannt und von oben mit kommissarischen Vollmachten ausgestattet Auf Drangen des Reichssportfuhrers und des Verbandes Wehrsport gab es im VfB nun auch einen SA Sturm Bereits 1933 nahm der VfB als einer der ersten Vereine des Deutschen Reichs die Arisierung vorweg und schloss samtliche judischen Mitglieder aus 32 selbst diejenigen die grosse Verdienste um den Verein vorzuweisen hatten 18 Uns einen nicht nur Spiele nicht nur die Freud am Sport Was unsere Freundschaft bindet das sagt ein ander Wort Wir wollen Kameraden sein erprobt in Freud und Leid Es sei verbannt aus unsern Reih n die Missgunst und der Neid Die Parole heisst zum Wohl und aus Lieb zum Vaterland Ihm zur Ehr immer mehr stahlen wir uns unverwandt Und bei jedem frischen frohen Spiel denken wir an unser hochstes Ziel Dass es neu und stark ersteh dafur spielt der VfB Melodie O Deutschland hoch in Ehren 33 Neue Moglichkeiten eroffnete zusatzlich die 1933 zum Deutschen Turnfest errichtete Adolf Hitler Kampfbahn Da die Stadt das alte VfB Gelande fur das Cannstatter Volksfest benotigte musste der Verein sich wieder eine neue Heimspielstatte suchen Die weitgehende Identifikation mit den neuen Machthabern ermoglichte dem VfB nun eine kontinuierliche Fortentwicklung auf sportlichem Gebiet Damals wurden Gauligen eingefuhrt in denen die jeweiligen Gaumeister ermittelt wurden 1933 wurde der Verein Suddeutscher Pokalmeister 1935 wieder Wurttembergischer Meister Somit waren die Fussballer erstmals fur die Endrunde um die deutsche Meisterschaft qualifiziert Nachdem die Mannschaft die ersten beiden Gruppenspiele verloren hatte schien die Situation aussichtslos zu sein Im letzten und entscheidenden Gruppenspiel gegen den direkten Konkurrenten SpVgg Furth erreichte der VfB noch das Halbfinale wo der VfL Benrath bezwungen wurde Und so drang die Mannschaft zum ersten Mal bis ins Endspiel um die deutsche Meisterschaft vor in dem der Finalist in Koln den uberlegenen Schalkern mit 4 6 unterlag Doch auch als Vizemeister wurden die Spieler bei der Ruckkehr nach Stuttgart von tausenden Fans gefeiert Spieldaten des Endspiels um die deutsche Meisterschaft 1935 1937 folgte die dritte wurttembergische Meisterschaft und die Mannschaft qualifizierte sich erneut fur die Endrunde um die deutsche Meisterschaft Nachdem die Fussballer die Gruppenphase souveran als Gruppensieger uberstanden hatten unterlag der Klub im Halbfinale wieder dem FC Schalke 04 und siegte im Spiel um Platz 3 gegen den Hamburger SV 1938 verteidigte der VfB den wurttembergischen Meistertitel schied jedoch diesmal in der Gruppenphase der Meisterschaftsendrunde als Gruppendritter aus 1939 wurde die Mannschaft Wurttembergischer Vizemeister Der Zweite Weltkrieg hatte gravierende Auswirkungen auf das Vereinsleben Sehr haufig war Stuttgart Ziel von Bombenangriffen Auch das Vereinsgelande das VfB wurde schwer getroffen nachdem viele Sprengladungen militarische Ziele wie die anvisierte Eisenbahnlinie oder das Daimler Benz Werk verfehlt hatten Doch trotz der Kraterlandschaft in die sich die Heimat des VfB verwandelte und obwohl Spieler und Vereinsfunktionare immer ofter durch die Kriegshandlungen starben konnten die Verantwortlichen das Vereinsleben erhalten 34 1939 40 wurde lediglich eine Kriegsmeisterschaft im engsten Rahmen ausgetragen in der die Fussballer die Qualifikation fur die Meisterschaftsendrunde am Ende nicht schafften In der wieder regelmassig laufenden Gauliga erreichte der VfB 1941 und 1942 die Vizemeisterschaft wurde 1943 zum letzten Mal Gaumeister und schied in der Vorrunde der deutschen Meisterschaft im K o System gegen TSV 1860 Munchen aus ehe im Marz 1945 die Gauliga Wurttemberg durch den Krieg endgultig zum Erliegen kam Dem VfB verblieben immer genug Spieler um ohne die Hilfe anderer Vereine Kriegsmannschaften zu stellen Allerdings nutzte der Verein viele Gastspieler sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland Auch Spieler aus besetzten Landern kamen freiwillig da sie als Fussballer leichter Akzeptanz finden konnten Unter ihnen waren prominente Spieler wie zum Beispiel Rudolf Gellesch Als der Vereinsfuhrer Hans Kiener 1944 durch einen Bombenangriff schwer verletzt wurde ubernahm nach dessen Evakuierung der zweite Vorsitzende Fritz Walter die Verantwortung 34 Am 2 April 1945 bestritt der VfB das letzte Spiel vor Kriegsende welches zwischenzeitlich wegen Fliegerangriffen unterbrochen werden musste Spater versuchte Walter die offenkundige Nahe des Vereins zum NS Regime zu relativieren und die Arisierung zu rechtfertigen indem er erklarte Das hat man halt machen mussen sonst ware vielleicht der Verein am Ende gewesen 35 Offenkundig ist jedoch dass der VfB dem Regime weit mehr als ublich und weit schneller als notig entgegenkam wodurch der Verein eine aktive Rolle in der Durchsetzung der nationalsozialistischen Agenda erlangte So rechnete der Stuttgarter Historiker Nils Havemann der sich intensiv mit der Rolle der Fussballvereine im Dritten Reich beschaftigte den VfB neben dem FC Schalke 04 Werder Bremen und dem TSV 1860 Munchen zu den vier nationalsozialistischen Vorzeigevereinen 32 36 1945 bis 1963 Wiederaufbau und Erfolge Bearbeiten Saison Platz displaystyle varnothing Zuschauer1945 46 0 1 16 10 2641946 47 0 6 20 11 6581947 48 0 5 20 17 8951948 49 0 6 16 13 6001949 50 0 2 16 18 0001950 51 0 4 18 13 3531951 52 0 1 16 0 1 0 4 19 4671952 53 0 2 16 0 1 0 4 20 0671953 54 0 1 16 0 2 0 3 15 1331954 55 13 16 13 9331955 56 0 2 16 0 3 0 4 21 2661956 57 0 4 16 17 1671957 58 0 9 16 16 7671958 59 0 5 16 16 1001959 60 0 7 16 14 6331960 61 0 7 16 11 0001961 62 0 5 16 13 8331962 63 0 6 16 19 447 Von 1949 bis 1994 und seit Juli 2014 verwendetes Wappen des Vereins Das erste Silberne Lorbeerblatt das an eine Mannschaft verliehen wurde Der Zweite Weltkrieg stellte eine Zasur fur den Verein dar Die eigenen Sportanlagen waren weitestgehend zerstort viele Vereinsmitglieder waren im Krieg gefallen Dem VfB Torwart Ernst Schnaitmann gelang es den Stadtkommandanten davon zu uberzeugen dem VfB eine Spielgenehmigung zu erteilen Gegen eine Cannstatter Auswahl trug der VfB Stuttgart am 15 Juli 1945 sein erstes Spiel nach Kriegsende aus 37 Bereits am 13 Oktober 1945 wurde im Gasthaus Krone in Fellbach unter entscheidender Mitwirkung von VfB Prasident Fritz Walter die suddeutsche Oberliga gegrundet Auf dem Kohlenwagen musste der VfB Verantwortliche Gustav Sackmann reisen um uber vorige Gaugrenzen und damalige Zonengrenzen hinweg fur die Grundung der neuen Liga in Suddeutschland zu werben 15 Es gelang dem VfB in der am 4 November 1945 unter dem Vorsitz von Walter gestarteten Oberliga gleich die erste suddeutsche Meisterschaft der Nachkriegszeit und damit auch die Amerikanische Zonenmeisterschaft zu gewinnen Robert Schlienz war mit 42 Treffern zugleich erster Torschutzenkonig der neuen Liga Eine deutsche Meisterschaft wurde damals aufgrund der unterschiedlichen Bestimmungen in den verschiedenen Besatzungszonen nicht ausgetragen Die Oberliga wurde bei den Fans schnell popular und so kam Geld in die Kassen des Vereins der so die zerstorte Infrastruktur wieder aufbaute Der VfB erlangte nun eine wichtige regionale Bedeutung und fur den VfB spielen zu konnen wurde das Ziel von vielen Jugendlichen Auch nach der Einfuhrung des Vertragsspielerstatuts 1948 konnten die Spieler des VfB von den Bezugen die ihnen ihre Spielervertrage bescherten nicht leben und so forderte der Klub bei den Spielern die Selbstandigkeit So fuhrte Robert Schlienz nebenbei ein Sportartikelgeschaft Karl Barufka ein Spirituosengeschaft und Erich Retter eine Tankstelle 15 Beim VfB versuchten die Verantwortlichen immer den Spielern dabei zu helfen Fussball und Beruf vereinbaren zu konnen In den folgenden Jahren tummelten sich die Fussballer zunachst nur im Mittelfeld der Oberliga und landete erst 1950 als Zweiter wieder weit oben in der Tabelle Damals begann die erfolgreichste Ara des Vereins der nun den Stadtkonkurrenten Stuttgarter Kickers endgultig als Nummer 1 in der Stadt abloste Die suddeutsche Vizemeisterschaft berechtigte den VfB an der K o Runde zur deutschen Meisterschaft teilzunehmen Dort zog der VfB zum zweiten Mal in ein Endspiel um die deutsche Meisterschaft ein das er in Berlin gegen Kickers Offenbach mit 2 1 gewann Die erste deutsche Meisterschaft des VfB war erreicht Danach wurde dem VfB als erstem Fussballverein uberhaupt von Bundesprasident Theodor Heuss das Silberne Lorbeerblatt verliehen 38 Bei ihrer Ankunft am Stuttgarter Bahnhof wurde die Mannschaft euphorisch gefeiert und unter anderem von der Endspielelf von 1935 empfangen Spieldaten des Endspiels um die deutsche Meisterschaft 1950 Als der Deutsche Fussball Bund 1950 wieder Landerspiele austragen durfte wurden schliesslich Spieler vom damaligen deutschen Meister wie zum Beispiel Karl Barufka berufen 1951 verpasste der amtierende Meister die Endrunde der Meisterschaft als Vierter der Oberliga Sud knapp Doch 1952 wurde der VfB wieder Suddeutscher Meister nachdem die Mannschaft den 1 FC Nurnberg noch im letzten Spiel durch einen Sieg im direkten Duell abgefangen hatte Durch den Sieg in der Gruppenphase erreichte der VfB zum dritten Mal das Endspiel um die deutsche Meisterschaft das der Klub in Ludwigshafen gegen den 1 FC Saarbrucken gewann Die Mannschaft entsprach in weiten Teilen der Meistermannschaft von 1950 Mercedes Benz stellte dem VfB damals Wagen zur Verfugung mit denen die Mannschaft eine Rundfahrt durch die Region machte wobei sie wieder euphorisch gefeiert wurde Spieldaten des Endspiels um die deutsche Meisterschaft 1952 In der kommenden Saison erreichte der VfB nach einem schwachen Saisonstart doch noch die suddeutsche Vizemeisterschaft und bekam so die Chance den Meistertitel zu verteidigen Inzwischen war Erich Retter Nationalspieler geworden Nachdem die Mannschaft diesmal nur knapp aufgrund des direkten Vergleichs in der Vorrunde nach einem Sieg im letzten Spiel gegen Borussia Dortmund den Gruppensieg geholt hatte erreichte der Fussballmeister zum zweiten Mal in Folge das Endspiel Karl Barufka war nach seiner Verletzung aus dem Spiel gegen Dortmund im Finale gegen den 1 FC Kaiserslautern nicht einsatzfahig Nach der blutigen Niederschlagung des Arbeiteraufstandes am 17 Juni 1953 in Berlin wurde schon uber eine Verschiebung des Spielorts nachgedacht Der DFB hielt trotzdem am Berliner Olympiastadion als Austragungsort fest Die Titelverteidigung gelang nicht die Mannschaft unterlag gegen den mit Stars aus der spateren Weltmeistermannschaft von 1954 gespickten 1 FC Kaiserslautern mit 1 4 Ein Positiverlebnis hatte lediglich Karl Bogelein der zu Beginn einen Elfmeter gegen die spatere Fussballlegende Fritz Walter hielt Letzterer fuhrte den FCK trotzdem zum deutlichen Sieg Spieldaten des Endspiels um die deutsche Meisterschaft 1953 In der folgenden Saison wurde der VfB wieder Suddeutscher Meister Jedoch schied der VfB diesmal in der Vorrunde der deutschen Meisterschaft als Gruppenzweiter nach einer 1 3 Niederlage gegen Hannover 96 aus Der Saisonhohepunkt des Jahres 1954 war das Endspiel eines anderen Wettbewerbs Zum ersten Mal erreichten die Fussballer das Finale des DFB Pokals und trafen auf den 1 FC Koln Erwin Waldner erzielte damals nach einer Vorlage von Robert Schlienz das entscheidende Tor an diesem Karsamstag So wurde der VfB in dem Jahr zum ersten Mal DFB Pokalsieger in dem Deutschland zum ersten Mal Fussballweltmeister wurde Spieldaten des Endspiels um den DFB Pokal 1954 1955 rutschte der amtierende Pokalsieger in der Oberliga auf einen enttauschenden dreizehnten Platz ab Doch 1956 wurde der VfB suddeutscher Vizemeister und erreichte wieder die Meisterschaftsendrunde nachdem die Mannschaft in der Qualifikation zur Endrunde TuS Neuendorf bezwungen hatte Diesmal schied der VfB als Gruppendritter in der Gruppenphase aus Es war die letzte Teilnahme an der Meisterschaftsendrunde 1956 57 begann der VfB die Saison mit guter Fruhform Schweinfurt 05 wurde 7 0 der Wiederaufsteiger Bayern Munchen mit 5 0 besiegt und Erwin Waldner war bis zu seinem Platzverweis gegen Augsburg der Garant des Erfolges Danach kam die Tormaschine ins Stottern und der VfB beendete die Saison auf Platz 4 der Oberliga 1957 wurde die Einfuhrung der Bundesliga und des Profifussballs beschlossen und der VfB gehorte zu den Befurwortern Er hatte namlich zwei talentierte junge Nationalspieler verpflichtet Rolf Geiger von den Stuttgarter Kickers und Rudolf Hoffmann von Aschaffenburg die wegen Verstosses gegen die Amateurregeln erst einmal gesperrt wurden Am Ende des Jahres 1958 erreichte der VfB zum zweiten Mal das Endspiel des DFB Pokal diesmal gegen Fortuna Dusseldorf Gegen die Mannschaft um den spateren Bundestrainer Jupp Derwall gewann der Klub mit den beiden Neuzugangen aber wieder erst in der Verlangerung durch den entscheidenden Treffer von Lothar Weise Spieldaten des Endspiels um den DFB Pokal 1958 In den kommenden Jahren spielte der VfB keine bedeutende Rolle im suddeutschen Fussball und landete bis zur Grundung der Bundesliga immer zwischen Platz funf und Platz sieben 1959 60 sah es zwar bis zum Sieg gegen den amtierenden Meister Eintracht Frankfurt so aus als ob die Endrunde um die Meisterschaft erreicht werden konnte aber dann begann der Absturz Es war das Jahr in dem Schlienz erstmals nicht mehr zum Einsatz kam Georg Wurzer wollte die Mannschaft mit Talenten aus der eigenen Jugend verjungen mit der Folge von Leistungsschwankungen 1959 60 gingen dann Trainer Wurzer Erwin Waldner wechselte nach Zurich und der neue Trainer Baluses versuchte es mit Kampffussball statt spielerischer Finesse Als Ergebnis blieben die Fans aus und es war fraglich ob der VfB mit diesen Leistungen die Qualifikation zur Bundesliga erreichen wurde Vor der letzten Oberligasaison 1962 63 wechselte auch noch Rolf Geiger nach Italien dafur besass man mit Entenmann Sieloff und Pfisterer eine namenlose aber talentierte Lauferreihe Die Saison wurde zur Zitterpartie in der man zwischenzeitlich bis auf Platz 14 abrutschte und die Bundesligaqualifikation in weite Ferne geriet Am Ende erreichten die Stuttgarter den sechsten Platz Wegen der Zwolfjahreswertung war lange ungewiss ob der VfB der neuen Bundesliga angehoren wurde Erst ein Telegramm bestatigte am 6 Mai 1963 endgultig die Zugehorigkeit des VfB zur Bundesliga Zuvor wurde von der Presse vermeldet Karlsruhe 419 Qualifikationspunkte Stuttgart 408 und Offenbach 382 sind als gleichwertig anzusehen weswegen der diesjahrige Tabellenstand ausschlaggebend ist 18 Somit war es moglicherweise entscheidend dass der VfB punktgleich aufgrund der besseren Tordifferenz 1962 63 in der Oberliga Sud einen Platz vor den Kickers Offenbach lag 1963 bis 1976 Vom Grundungsmitglied zum Absteiger Bearbeiten Saison Platz displaystyle varnothing Zuschauer1963 64 0 5 16 40 4591964 65 12 16 31 1671965 66 11 18 27 1901966 67 12 18 30 5581967 68 0 8 18 25 9481968 69 0 5 18 21 4401969 70 0 7 18 20 7351970 71 12 18 18 6541971 72 0 8 18 21 3521972 73 0 6 18 15 1851973 74 0 9 18 25 5331974 75 16 18 26 5041975 76 11 20 11 330 1963 zahlte der VfB zu den 16 Grundungsmitgliedern der Bundesliga Mit Fritz Walter hatte der Verein damals einen Prasidenten der keine finanziellen Risiken eingehen wollte und lieber auf ehrenamtliche Arbeitskrafte setzte als auf ein bezahltes professionelles Management und eine Mannschaft die nur aus Vollprofis besteht Dennoch konnte sich die Mannschaft nachdem nun Profifussball erlaubt war mit den Heimkehrern Rolf Geiger und Erwin Waldner verstarken Dazu kam noch Hans Arnold aus Mannheim In der ersten Bundesligasaison konnte so ein funfter Platz erreicht werden Doch nachdem die Fussballmannschaft sich bis 1968 nur noch im Mittelfeld befunden hatte forderten immer mehr ein modernes Management beim VfB welches sich bei den erfolgreichen Vereinen der Liga bereits bewahrt hatte Walter war dazu nicht bereit und so trat Hans Weitpert der an der Spitze derer stand die eine neue Einkaufspolitik forderten dessen Nachfolge an Es dauerte nicht mehr lange bis mit Gunter Sawitzki 1971 der letzte Spieler des VfB der nebenbei einen Beruf ausubte seine Karriere beendete 15 Prominente Trainer in den ersten Bundesligajahren waren Rudi Gutendorf Albert Sing und Branko Zebec Nachdem die Fussballer 1969 wieder Funfter geworden waren verloren die Stuttgarter in den folgenden Jahren den Anschluss zur Spitze und spielten die kommenden Jahre hauptsachlich im Mittelfeld der Liga Nur 1973 erreichte die Mannschaft den UEFA Pokal und konnte 1974 erstmals das Halbfinale erreichen Dort schied der VfB gegen Feyenoord Rotterdam aus Im April 1975 raumte Weitpert der mit seiner offensiven Einkaufspolitik gescheitert war seinen Prasidentenposten Gerhard Mayer Vorfelder wurde zum neuen Prasidenten des Vereins gewahlt Mayer Vorfelders vorige Aufgabe als Vorsitzender des Verwaltungsrats ubernahm das bisherige Vorstandsmitglied Heinz Bandke Der VfB befand sich zu dieser Zeit auf einem Abstiegsplatz Am Ende der Saison stieg der VfB aus der Bundesliga ab Zuvor war der VfB nur 1923 24 fur eine einzige Saison zweitklassig gewesen Die folgende Saison wurde zu einem der schwachsten sportlichen Kapitel der VfB Geschichte der Verein belegte in der 2 Liga lediglich Platz 11 Den Tiefpunkt bildete das Heimspiel gegen den SSV Reutlingen 05 vor 1 200 Zuschauern das mit 2 3 verloren ging 1976 bis 1992 Aufstieg und Ruckkehr an die Spitze Bearbeiten Saison Platz displaystyle varnothing Zuschauer1976 77 0 1 20 22 6891977 78 0 4 18 53 5671978 79 0 2 18 41 2971979 80 0 3 18 33 4051980 81 0 3 18 30 0731981 82 0 9 18 26 1261982 83 0 3 18 27 5261983 84 0 1 18 31 0761984 85 10 18 22 6481985 86 0 5 18 21 6381986 87 12 18 20 6991987 88 0 4 18 26 3131988 89 0 5 18 26 8951989 90 0 6 18 24 6841990 91 0 6 18 28 9871991 92 0 1 20 33 553 Zur Saison 1976 77 verpflichteten Gerhard Mayer Vorfelder und sein neuer Geschaftsfuhrer Ulrich Schafer Jurgen Sundermann als VfB Trainer Aus finanziellen Zwangen musste der VfB vor allem auf junge Spieler setzen Mit dem damaligen Hundert Tore Sturm gelang dem VfB die Ruckkehr ins Fussball Oberhaus Dabei erzielte Ottmar Hitzfeld im Heimspiel gegen den SSV Jahn Regensburg sechs Treffer Endstand 8 0 Dieser Rekord hat bis heute Bestand In der Saison 1977 78 der ersten Saison nach der Ruckkehr in die Bundesliga erreichte der VfB den vierten Tabellenplatz Dabei stellte er mit einem Zuschauerschnitt von fast 54 000 einen fast 20 Jahre gultigen Bundesliga Rekord auf In den Folgejahren konnte sich der VfB in der Bundesligaspitze etablieren Spieler in dieser Zeit waren u a Hansi Muller Karlheinz und Bernd Forster Karl Allgower Dieter Hoeness Hermann Ohlicher und Helmut Roleder Bis 1980 qualifizierte sich die Mannschaft in jeder Saison nach dem Aufstieg fur den UEFA Pokal 1979 80 erreichte das Team zum zweiten Mal das Halbfinale des UEFA Pokals als der VfB gegen Borussia Monchengladbach nach einem 2 1 Heimsieg und einer 0 2 Niederlage auswarts knapp ausschied Trophae fur den Gewinn des Turniers zur Hundertjahrfeier von Girondins Bordeaux 1983 Jurgen Klinsmann als Bundestrainer seinen Durchbruch als Spieler hatte er beim VfB Die Infrastruktur wurde zu Beginn der 1980er Jahre angepasst 1981 bezog der VfB nach knapp zweijahriger Bauzeit sein neues Clubzentrum Kostenaufwand damals ca 5 2 Millionen Euro Nachdem der Verein 1982 auf den neunten Platz abgerutscht war qualifizierten sich die Fussballer 1983 mit einem dritten Platz fur den UEFA Pokal Im Sommer desselben Jahres nahm der VfB Stuttgart an dem Turnier der Hundertjahrfeier von Girondins Bordeaux teil und besiegte dort nach einem Halbfinalsieg gegen den FC Nantes den Gastgeber aus Bordeaux der sich im Halbfinale gegen den FC Barcelona durchgesetzt hatte 39 1984 erreichte der Verein unter Trainer Helmut Benthaus seine dritte deutsche Meisterschaft Als die Mannschaft am 32 Spieltag punktgleich mit dem Hamburger SV an der Spitze lag drohte ein Endspiel am 34 Spieltag im Neckarstadion gegen den HSV Doch da der VfB selbst gegen Werder Bremen siegte und der HSV gegen Eintracht Frankfurt gleichzeitig unterlag stand fest dass der HSV mit 5 Toren Vorsprung im direkten Duell in Stuttgart hatte gewinnen mussen um deutscher Meister zu werden Der HSV erzielte lediglich in den letzten Minuten als die VfB Fans schon die Meisterschaft feierten den 1 0 Siegtreffer Erstmals im Europapokal der Landesmeister vertreten scheiterte der VfB in der ersten Runde gegen Levski Spartak Sofia 1985 erreichte der VfB den 10 Platz 1986 erreichte der Verein unter den Trainern Baric und Entenmann zum dritten Mal ein DFB Pokal Finale das der FC Bayern Munchen mit 5 2 gewann Trotzdem trat der VfB als Funfter der Bundesliga Saison in der folgenden Saison nicht im UEFA Pokal sondern im Europapokal der Pokalsieger an weil der FC Bayern als Meister bereits im Europapokal der Landesmeister spielte Spieldaten des Endspiels um den DFB Pokal 1986 1986 87 schied der VfB bei der ersten Teilnahme im Europapokal der Pokalsieger im Achtelfinale gegen Torpedo Moskau aus Ende der 80er Jahre qualifizierte sich der VfB mit Spielern wie Buchwald Jurgen Klinsmann Sigurvinsson oder Immel und Trainer Arie Haan 1988 und 1989 wieder fur den UEFA Pokal In die Chronik des Vereins eingegangen ist dabei vor allem das UEFA Pokal Finale von 1989 gegen den SSC Neapel Auf Klinsmann musste die Mannschaft wegen einer Gelbsperre aus dem Halbfinale im Hinspiel verzichten Nach einer fragwurdigen Schiedsrichterleistung hatte der VfB das Hinspiel in Neapel mit 1 2 gegen Napoli verloren Beim 1 1 nahm Diego Maradona den Ball mit der Hand mit und der Handelfmeter zum 1 2 war ebenfalls nach einstimmiger Meinung der Fussballexperten nicht berechtigt Zudem wurde Kapitan Guido Buchwald durch eine gelbe Karte fur das Ruckspiel in Stuttgart gesperrt Der griechische Schiedsrichter Gerassimos Germanakos aus dem Hinspiel wurde danach von der UEFA gesperrt was keine Auswirkungen hatte da der Schiedsrichter ohnehin zuruckgetreten war 40 Stefano Bizzotto und Roberto Beccantini berichteten dass sie den Schiedsrichter und die Linienrichter in der Nacht nach dem Spiel in Neapel mit weiblichen Begleitungen auf dem Weg zum Hotel Excelsior gesehen hatten Dadurch kam es in Italien zu Spekulationen daruber ob ein Zusammenhang mit Methoden des damaligen Neapel Managers Luciano Moggi bestehen konnte 41 Ein 3 3 im Ruckspiel reichte dann nicht mehr zum Titelgewinn Spieldaten der Endspiele um den UEFA Cup 1989 Meistertrainer Christoph Daum Saison Platz displaystyle varnothing Zuschauer1992 93 0 7 18 26 8721993 94 0 7 18 27 4341994 95 12 18 30 5471995 96 10 18 29 0871996 97 0 4 18 38 6611997 98 0 4 18 36 7001998 99 11 18 29 0341999 00 0 8 18 28 9712000 01 15 18 24 124 1990 kamen Christoph Daum als Trainer und Dieter Hoeness der von Ulrich Schafer die Aufgaben des Sportmanagers ubernahm zum VfB 1992 wurde der VfB unter Daum unter anderem mit Guido Buchwald Fritz Walter und Matthias Sammer zum vierten Mal Deutscher Meister In einem Herzschlag Finale setzten sich die Stuttgarter durch einen Treffer in der 86 Minute des letzten Spieltags 2 1 Sieg in Leverkusen im Fernduell gegen Eintracht Frankfurt 1 2 bei Hansa Rostock und Borussia Dortmund 1 0 beim MSV Duisburg durch Fritz Walter wurde Torschutzenkonig Der VfB war damals vor dem letzten Spieltag lediglich zweimal Tabellenfuhrer gewesen 1992 bis 2001 Von der Spitze in den Abstiegskampf Bearbeiten In der Folgesaison unterlief Trainer Daum in der ersten Runde des Europacups gegen Leeds United am 30 September 1992 ein folgenschwerer Fehler Er wechselte mit Jovica Simanic einen damals nicht gestatteten vierten Auslander ein Das Spiel wurde gegen den VfB gewertet und der Verein schied nach einem Entscheidungsspiel in Barcelona vor gerade einmal 15 000 Fans bereits zum zweiten Mal in seiner Geschichte in der ersten Runde des Europacups der Landesmeister aus Damit verpasste der VfB die Teilnahme an der Champions League In den kommenden drei Jahren qualifizierte sich die Mannschaft nicht mehr fur den Europacup und schaffte es wie schon 1984 zunachst nicht sich als Meister an der Spitze zu halten Nachdem der Verein sich im Dezember 1993 vom Meistertrainer Daum getrennt hatte entliess Gerhard Mayer Vorfelder zusammen mit dem Daum Nachfolger Jurgen Rober im April 1995 auch den Manager Dieter Hoeness Unter Rolf Fringer spielte in der Saison 1995 96 erstmals das so genannte Magische Dreieck zusammen das aus den Spielern Krassimir Balakow Giovane Elber und Fredi Bobic bestand Dennoch wurde der VfB nur Zehnter und so legte der VfB Fringer keine Steine in den Weg Schweizer Nationaltrainer zu werden Erst unter Joachim Low der von Fringers Co Trainer zum Interimstrainer und schliesslich zum Cheftrainer wurde knupfte der VfB wieder an fruhere Erfolge an Das Magische Dreieck sorgte in der Bundesliga fur Furore und gewann 1997 durch einen 2 0 Sieg im Finale in Berlin gegen den damaligen Regionalligisten Energie Cottbus den DFB Pokal Dabei hatte die Mannschaft im Viertelfinale nur durch ein Elfmeterschiessen gegen den SC Freiburg das Halbfinale erreicht in dem die Mannschaft den Hamburger SV mit 2 1 bezwang Von den 78 Bundesliga Saisontoren 1996 97 schossen Bobic Elber und Balakow alleine 49 nur 10 weniger als die gesamte Mannschaft in der Vorsaison erzielte Doch so schnell das Magische Dreieck sich einspielte so schnell trennten sich die Wege der drei auch wieder Die zwei entscheidenden Tore von Giovane Elber im Pokalfinale waren seine beiden letzten fur den VfB dann wechselte er zum FC Bayern Munchen Spieldaten des Endspiels um den DFB Pokal 1997 Ein Jahr spater stand der VfB im Finale des Europapokals der Pokalsieger das er in Stockholm unglucklich mit 0 1 gegen Chelsea London verlor nachdem der eingewechselte Gianfranco Zola mit seinem ersten Ballkontakt das entscheidende Tor erzielt hatte Danach ging mit Fredi Bobic der zweite Spieler des magischen Dreiecks er wechselte zu Borussia Dortmund Nur Krassimir Balakow blieb bis zu seinem Karriereende beim VfB Spieldaten des Endspiels um den Europapokal der Pokalsieger 1998 Doch trotz der Erfolge verlangerte der Verein unter der Leitung von Gerhard Mayer Vorfelder der im Marz 1998 Karlheinz Forster als neuen Sportdirektor eingestellt hatte den am Saisonende 1998 auslaufenden Vertrag mit Low nicht Stattdessen wurde nun Winfried Schafer verpflichtet Vor allem bei den Fans war diese Entscheidung sehr unpopular da Schafer vom Erzrivalen Karlsruher SC kam wo er sich einen Namen gemacht hatte Der Trainerwechsel erwies sich schnell als Fehler und so wurde Schafer noch im selben Jahr wieder entlassen Innerhalb eines Kalenderjahres wurden funf Trainer beschaftigt Joachim Low Winfried Schafer Wolfgang Rolff Rainer Adrion und Ralf Rangnick Die folgenden Jahre brachten mehr sportlichen Misserfolg als Erfolg Finanzielle Probleme die vor allem auf die riskante Transferstrategie unter Gerhard Mayer Vorfelder und seinem geschaftsfuhrenden Vorstandsmitglied Ulrich Schafer zuruckzufuhren waren wurden gegen Ende des 20 Jahrhunderts auch vereinsintern kritisch gesehen 42 43 Schon allein der von Mayer Vorfelder mit Dusan Bukovac ausgehandelte Rentenvertrag von Krassimir Balakow belastete den VfB Dieser hoch dotierte Vertrag geschatzte 3 Mio Euro Jahresgehalt konnte durch das Ziehen einer Option von Balakow fristlos verlangert werden und wurde nach harten Verhandlungsrunden zwischen Mayer Vorfelders Nachfolger Manfred Haas und Bukovac erst 2003 beendet Zudem litt der Verein unter einigen teuren Einkaufen von Spielern die gar nicht oder kaum fur den Verein aufliefen Beispiele sind Didi Srgjan Zaharievski Mitko Stojkovski oder Sasa Markovic Im Juni 1999 sprach der Aufsichtsrat des VfB Gerhard Mayer Vorfelder das Misstrauen aus und kundigte an eine Wiederwahl des Prasidenten im folgenden Jahr nicht mitzutragen 44 Der Aufsichtsratsvorsitzende Heinz Bandke der seit Beginn der Prasidentschaft Mayer Vorfelders dessen Entscheidungen meist mitgetragen hatte etablierte im September 1999 mit Hansi Muller im Vorstand ein Gegengewicht zum Vereinsprasidenten 45 Als Mayer Vorfelder kurz bevor er den Verein im Oktober 2000 wegen seiner anstehenden Aufgabe als Prasident des DFB freiwillig verliess den Verein weiter finanziell ins Risiko sturzen wollte 46 setzten sich Hansi Muller und sein Vorstandskollege Karlheinz Forster die stattdessen auf junge Spieler setzen wollten gegen den scheidenden Prasidenten durch Manfred Haas wurde im Oktober 2000 zum Nachfolger von Gerhard Mayer Vorfelder gewahlt Unter Trainer Ralf Rangnick wurde ein sportlicher Konsolidierungsprozess eingeleitet Wegen Kompetenzstreitigkeiten untereinander traten der Sportdirektor Karlheinz Forster und sein Vorstandskollege Hansi Muller im Januar 2001 innerhalb von einer Woche zuruck 47 Das Erreichen des UEFA Pokals durch den erstmaligen Gewinn des UI Cups 2000 war nun eher ein Hindernis im Abstiegskampf Nachdem der Verein im Februar 2001 auf den 17 Tabellenplatz abgesturzt war uberzeugte Forsters Nachfolger Rolf Russmann Trainer Ralf Rangnick davon das Traineramt zur Verfugung zu stellen 48 Rangnicks Nachfolger wurde Felix Magath Unter Magath schaffte der VfB am vorletzten Spieltag gegen Schalke 04 durch ein Tor von Balakow kurz vor dem Spielende den Klassenerhalt 2001 bis 2009 Junge Wilde Meisterschaft 2007 und mehrere Champions League Teilnahmen Bearbeiten Saison Platz displaystyle varnothing Zuschauer2001 02 8 18 26 0972002 03 2 18 31 2512003 04 4 18 41 7282004 05 5 18 38 3502005 06 9 18 36 2662006 07 1 18 45 4392007 08 6 18 50 8992008 09 3 18 51 979 Aufgrund der finanziellen Engpasse musste der VfB wie Mitte der 1970er Jahre auf die eigene Jugend setzen Spieler wie Andreas Hinkel Kevin Kuranyi Timo Hildebrand oder Aljaksandr Hleb bildeten ein Team das sich hervorragend entwickelte und in den Medien den Beinamen die jungen Wilden erhielt Der VfB qualifizierte sich 2002 uber den UI Cup fur den UEFA Pokal 2002 03 Im Oktober 2002 wurde der Aufsichtsratsvorsitzende Heinz Bandke nach 27 Jahren in diesem Amt von Dieter Hundt abgelost 49 Am Ende der Saison 2002 03 war die Mannschaft uberraschend Vizemeister hinter Bayern Munchen und qualifizierte sich damit erstmals fur die Champions League Der Verein wurde wegen seiner fur die Region wichtigen Bedeutung mit dem Hans Peter Stihl Preis ausgezeichnet In der Champions League Saison 2003 04 zeigte die Mannschaft ihre Klasse u a durch einen 2 1 Sieg gegen Manchester United sowie durch das Erreichen des Achtelfinals Dort war erneut der FC Chelsea Endstation nachdem sich der VfB durch ein Eigentor von Fernando Meira im Hinspiel selbst um die Chance auf den Einzug ins Viertelfinale gebracht hatte 0 1 zuhause 0 0 auswarts 2003 wurde Erwin Staudt neuer Prasident Er wurde der erste hauptamtliche Prasident des VfB Stuttgart und trug mit seiner Mitglieder Kampagne mit dem Titel Wir packen Schalke entscheidend dazu bei die Mitgliederzahl innerhalb von zwei Jahren mehr als zu verdreifachen Zudem uberzeugte er Rudi Haussler direkt neben dem Gottlieb Daimler Stadion mit dem Carl Benz Center einen Multifunktionskomplex zu errichten Vom Bau des Gebaudes profitiert der VfB als Hauptmieter am meisten Im Sommer 2004 wechselte Trainer Magath zum FC Bayern Munchen sein Nachfolger in Stuttgart wurde Matthias Sammer Magaths Aufgaben in der sportlichen Leitung ubernahmen Jochen Schneider und Herbert Briem Zwar erreichte der VfB in der Saison 2004 05 einen UEFA Cup Platz allerdings verspielten die Fussballer mit einem schwachen Saisonfinale eine bessere Platzierung Daher trennte sich der Verein nach Saisonende von Sammer Sein Nachfolger wurde im Sommer 2005 Giovanni Trapattoni Vor der Saison 2005 06 kam es zu grossen personellen Wechseln beim VfB Leistungstrager wie Kevin Kuranyi fur etwa 7 Mio zu Schalke 04 Philipp Lahm war ausgeliehen von Bayern Munchen und Aljaksandr Hleb wechselte fur geschatzte 15 Millionen zum FC Arsenal verliessen den VfB neu verpflichtet wurden u a Thomas Hitzlsperger Aston Villa und Jon Dahl Tomasson AC Mailand Durch die hohen Transfererlose konnte der Verein zwar seine Verbindlichkeiten die vor der Saison noch 8 21 Millionen Euro betrugen deutlich reduzieren doch hinkte die Mannschaft ihren eigenen sportlichen Anspruchen hinterher Anfang Februar 2006 trennte sich der VfB von Giovanni Trapattoni dessen Taktik und Spielweise bei Fans und Spielern immer mehr in die Kritik geraten war Zvonimir Soldo Der Kapitan der jungen Wilden beendet seine Karriere Meistertrainer 2007 Armin Veh Die Schwaben verpflichteten daraufhin Armin Veh als neuen Cheftrainer der zu Beginn vom Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Hundt als Ubergangslosung bis zur Sommerpause bezeichnet wurde Der Wunschkandidat des zur Winterpause als Manager verpflichteten Ex Spielers Horst Heldt konnte sich dennoch als Trainer fur die kommende Saison durchsetzen Nach der sportlich enttauschenden Saison 2005 06 gab es vor der Saison 2006 07 wieder einige tiefgreifende personelle Anderungen Nach zehn Jahren beim VfB beendete Kapitan Zvonimir Soldo seine Karriere und nach 14 Jahren verliess Andreas Hinkel den Verein Wie schon in fruheren Jahren macht der VfB teils aus der Not eine Tugend und setzte zur Saison 2006 07 wieder auf junge Spieler Der Verein hat mit Mario Gomez Serdar Tasci und Sami Khedira einige Talente aus der eigenen Jugend in der Mannschaft Da der VfB inzwischen zu den reicheren Vereinen der Liga gehort konnte der Klub sich mit neuen Spielern wie z B Pavel Pardo Ricardo Osorio oder Antonio da Silva verstarken Nach einem eher schwachen Saisonstart 2006 07 wurde Armin Veh vom Aufsichtsratsvorsitzenden Hundt erneut kritisiert worauf in den Medien Veh zunachst als Favorit auf die nachste Trainerentlassung gehandelt wurde Jedoch gelang es dem VfB mit einer sehr jungen Mannschaft wieder an die Erfolge der Jahre 2002 bis 2004 anzuschliessen Am 12 November 2006 ubernahm der VfB mit einem 2 1 Sieg bei Hannover 96 erstmals seit fast zwei Jahren wieder die Tabellenspitze Uber den kompletten weiteren Verlauf der Saison hielt sich der Verein unter den ersten vier Vereinen der Bundesliga Von den Medien bekam die Mannschaft aufgrund ihrer offensiven und erfolgreichen Spielweise den Beinamen die jungen Wilden II Am vorletzten Spieltag der Saison ubernahm der VfB zum zweiten Mal die Tabellenspitze und ging als Tabellenfuhrer mit zwei Punkten Vorsprung vor FC Schalke 04 in den letzten Spieltag Der VfB gewann das letzte Heimspiel gegen Energie Cottbus mit 2 1 und wurde damit Deutscher Meister 2007 Nach Siegen gegen Alemannia Aachen II den SV Babelsberg 03 den VfL Bochum Hertha BSC und den VfL Wolfsburg stand die Mannschaft um Armin Veh nach genau zehn Jahren wieder im Endspiel um den DFB Pokal im Berliner Olympiastadion Dort verlor man am 26 Mai 2007 gegen den 1 FC Nurnberg mit 3 2 nach Verlangerung Spieldaten des Endspiels um den DFB Pokal 2007 In der Champions League 2007 08 spielte der VfB gegen die Glasgow Rangers gegen den FC Barcelona und gegen Olympique Lyon Von den sechs Spielen in der Champions League Vorrunde gewann der VfB eines 3 2 im Heimspiel gegen die Glasgow Rangers Aufgrund der weiteren funf Niederlagen schied die Mannschaft als Gruppenletzter aus dem Europapokal aus Parallel dazu durchschritt der VfB in der Bundesliga Saison 2007 08 eine Talsohle Als amtierender Deutscher Meister rutschte man nach einigen Niederlagen zu Saisonbeginn tief in die untere Tabellenhalfte und rangierte nach zehn Spieltagen mit lediglich 10 Punkten auf Platz 14 der Tabelle Ab dem elften Spieltag arbeitete der VfB sich in der Tabelle weiter nach oben Die Saison schloss der VfB als Sechster ab und konnte sich uber den UI Pokal fur den UEFA Pokal 2008 09 qualifizieren Im DFB Pokal schied der VfB im Viertelfinale zu Hause gegen den Vorletzten der 2 Bundesliga Carl Zeiss Jena durch ein 6 7 nach Elfmeterschiessen aus Nachdem der VfB in der Saison 2008 09 nach dem vierzehnten Spieltag mit 18 Punkten auf dem elften Tabellenplatz gestanden war wurde der Trainer Armin Veh entlassen und durch Markus Babbel ersetzt Unter Babbels Leitung belegte die Mannschaft in der Abschlusstabelle den 3 Platz der zur Teilnahme an der Qualifikation fur die Champions League 2009 10 berechtigte Im DFB Pokal schied man im Achtelfinale durch eine deutliche 1 5 Heimniederlage gegen Bayern Munchen aus Im UEFA Cup kam nach uberstandener Gruppenphase das Aus gegen den Titelverteidiger Zenit St Petersburg 2009 bis 2019 Niedergang Ausgliederung und zwei Abstiege Bearbeiten Saison Platz displaystyle varnothing Zuschauer2009 10 0 6 18 41 0652010 11 12 18 39 0412011 12 0 6 18 55 0892012 13 12 18 50 0542013 14 15 18 50 4982014 15 14 18 50 8012015 16 17 18 50 6932016 17 0 1 18 50 4232017 18 0 7 18 56 2782018 19 16 18 54 625 Der Abgang von Mario Gomez im Juni 2009 bedeutete den Verlust des besten Stuttgarter Torjagers der letzten Jahre Um ihn zu ersetzen wurde der russische Nationalsturmer Pawel Pogrebnjak verpflichtet Zudem gelang es dem VfB Aliaksandr Hleb nach vier Jahren die er bei Arsenal London und dem FC Barcelona verbracht hatte auf Leihbasis nach Stuttgart zuruckzuholen In der Europapokal Saison 2009 10 setzte sich der VfB zunachst im August 2009 in der Playoff Runde der Champions League Qualifikation gegen den rumanischen Vertreter FC Timișoara durch und zog dadurch zum dritten Mal innerhalb von sechs Jahren in die Gruppenphase der Konigsklasse ein Dort bekam man den FC Sevilla die Glasgow Rangers und Unirea Urziceni als Gruppengegner zugelost Der VfB Stuttgart wurde Gruppenzweiter und erreichte das Achtelfinale in dem er Titelverteidiger FC Barcelona mit 1 1 und 0 4 unterlag Der Pokalwettbewerb 2009 10 war fur den VfB bereits im Achtelfinale beendet als man gegen die SpVgg Greuther Furth ausschied Die Bundesliga Saison 2009 10 verlief ahnlich wie die vorangegangene Saison 2008 09 Die Hinrunde war weitestgehend von enttauschenden Leistungen gepragt Nach dem 15 Spieltag als der VfB fast auf einem Abstiegsrang stand wurde Markus Babbel entlassen sein Nachfolger wurde der erfahrenere Schweizer Christian Gross In der Winterpause verliessen Thomas Hitzlsperger Ludovic Magnin und Jan Simak den Verein Cristian Molinaro wurde von Juventus Turin ausgeliehen Als beste Ruckrundenmannschaft konnte der VfB noch das obere Tabellendrittel erreichen und sich fur die Teilnahme an der Europa League 2010 11 qualifizieren Zum Beginn der Bundesliga Saison 2010 11 wechselte der Vorstand Sport Horst Heldt zum FC Schalke 04 Als Ersatz wurde der fruhere VfB Sturmer Fredi Bobic als Sportdirektor verpflichtet Auch auf dem Platz kam es zu einem grosseren personellen Umbruch Den Abgangen Jens Lehmann Sami Khedira Aljaksandr Hleb Ricardo Osorio und Roberto Hilbert standen als Neuverpflichtungen Christian Gentner Mauro Camoranesi Philipp Degen Martin Harnik und Johan Audel gegenuber Nach Angaben der Vereinsfuhrung konnten die laufenden Personalkosten so um 15 Mio Euro gesenkt werden Nachdem der VfB nach den ersten 7 Spieltagen nur 3 Punkte hatte einfahren konnen und somit den 18 Tabellenplatz belegt hatte wurde der Cheftrainer Christian Gross am 13 Oktober 2010 von seinen Aufgaben entbunden Der bisherige Co Trainer Jens Keller wurde danach neuer Cheftrainer 50 Auch unter Jens Keller blieb der Erfolg aus so dass er im Dezember 2010 ebenfalls von seinen Aufgaben entbunden wurde Neuer Cheftrainer wurde am 12 Dezember 2010 Bruno Labbadia der die Mannschaft auf Platz 17 ubernahm und mit ihr die Saison auf Platz 12 beendete Am 20 Mai 2011 gab Erwin Staudt bekannt er stunde fur eine weitere Amtszeit als Vereinsprasident nicht zur Verfugung Darauf schlug der Aufsichtsrat Gerd E Mauser als einzigen Kandidaten fur die Nachfolge Staudts vor Zwei Tage spater kundigte Helmut Roleder seine Gegenkandidatur an 51 Ohne eine Satzungsanderung mit einer Mehrheit von 75 Prozent war es jedoch nicht moglich gegen den Kandidaten des Aufsichtsrats anzutreten Nachdem die entsprechenden Satzungsanderungsantrage abgelehnt worden waren wurde Gerd E Mauser auf der Mitgliederversammlung am 17 Juli 2011 mit einer Mehrheit von 58 7 Prozent zum neuen Vereinsprasidenten gewahlt Auf derselben Mitgliederversammlung wurde ein Antrag auf die Abberufung des Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Hundt durch eine Mehrheit von 65 3 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder auf die Tagesordnung gesetzt und scheiterte bei einer Befurwortung durch 50 7 Prozent an der erforderlichen Mehrheit von 75 Prozent 52 In der zum reinen Fussballstadion umgebauten Mercedes Benz Arena deren Betrieb der Verein zum Beginn der Saison 2011 12 gegen eine Pacht von uber 5 Millionen Euro jahrlich komplett ubernahm 53 54 und mit Neuzugangen wie William Kvist Maza und Ibrahima Traore erreichte der VfB zur Winterpause im Dezember 2011 22 Punkte Nachdem der Verein im Januar 2012 Vedad Ibisevic und Gōtoku Sakai verpflichtet hatte qualifizierte sich der VfB Stuttgart am Saisonende mit insgesamt 53 Punkten als Tabellensechster fur die Playoffs der UEFA Europa League 2012 13 Durch Siege gegen den SV Falkensee Finkenkrug den FC St Pauli den 1 FC Koln den VfL Bochum und den SC Freiburg qualifizierte sich der VfB fur das Endspiel des DFB Pokals 2013 in dem man dem FC Bayern Munchen mit 2 3 unterlag Durch die Meisterschaft und damit verbundene Qualifikation fur die UEFA Champions League des Finalgegners FC Bayern Munchen stand dadurch auch die Teilnahme an der UEFA Europa League 2013 14 fest In der Bundesliga belegten die Stuttgarter am Ende Platz zwolf In der Europa League uberstand man die Gruppenphase schaltete dann den KRC Genk aus und schied im Achtelfinale gegen Lazio Rom aus Am 10 April 2013 erklarte der Prasident Gerd E Mauser nach weniger als zwei Jahren im Amt seinen Rucktritt zum 3 Juni 2013 Zugleich wurde Fredi Bobic als Vorstand Sport in den Vereinsvorstand berufen 55 Am 17 Juni 2013 legte der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Dieter Hundt sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats mit sofortiger Wirkung nieder 56 Am folgenden Tag wurde Hundts bisheriger Stellvertreter Joachim Schmidt von den verbliebenen Aufsichtsratsmitgliedern zum neuen Vorsitzenden des Gremiums gewahlt 57 Spieldaten des Endspiels um den DFB Pokal 2013 Am 2 Juli 2013 schlug der Aufsichtsrat des VfB Stuttgart Bernd Wahler den Mitgliedern zur Wahl zum Vereinsprasidenten bei der Mitgliederversammlung am 22 Juli 2013 vor 58 Dort wurde dieser mit 97 4 der Stimmen zum neuen Vereinsprasidenten gewahlt Ausserdem wurde beschlossen dass das sogenannte Traditionswappen das bereits von 1949 bis 1994 offizielles Vereinswappen war zur Saison 2014 15 erneut zum offiziellen Vereinsemblem wird Daruber hinaus wurde entschieden dass dies auch in der Vereinssatzung verankert wird 59 Nach einem Fehlstart mit drei Niederlagen an den ersten drei Spieltagen der Bundesligasaison 2013 14 trennte sich der VfB am 26 August 2013 von seinem Cheftrainer Bruno Labbadia 60 und ernannte noch am selben Tag Thomas Schneider den bisherigen U 17 Trainer zu seinem Nachfolger 61 Im DFB Pokal schied der VfB in der zweiten Runde mit einem 1 2 gegen den SC Freiburg aus nachdem man in der ersten Runde den BFC Dynamo ausgeschaltet hatte 62 Auch in der Europa League lief es nicht besser Nach dem Uberstehen der dritten Qualifikationsrunde gegen Botev Plovdiv kam das Aus in den Playoffs gegen den HNK Rijeka 63 Am 9 Marz 2014 wurde Trainer Thomas Schneider einen Tag nach dem 2 2 Unentschieden gegen den Tabellenletzten Eintracht Braunschweig entlassen und durch Huub Stevens ersetzt Zuvor war der VfB durch eine Serie von acht Niederlagen in Folge in Abstiegsgefahr geraten Unter Stevens setzte sich der VfB von den Konkurrenten um den Abstieg ab wodurch der Klassenerhalt und der 15 Tabellenplatz am vorletzten Spieltag feststand Fur Stevens der nur einen Vertrag bis Saisonende besass und diesen nicht verlangern wollte wurde zur neuen Saison Armin Veh verpflichtet der den Verein bereits von Februar 2006 bis November 2008 trainiert hatte und mit ihm 2007 Deutscher Meister geworden war Nach vier Spieltagen stand die Mannschaft mit einem Punkt auf dem letzten Tabellenplatz woraufhin sich der Verein von Sportvorstand Fredi Bobic trennte 64 Zwei Monate spater zog Armin Veh nach neun Punkten aus zwolf Spielen personliche Konsequenzen und trat als Cheftrainer des VfB zuruck 65 Am 25 November 2014 kehrte Vehs Vorganger Huub Stevens zu den Schwaben zuruck Robin Dutt wurde am 6 Januar 2015 als neuer Vorstand Sport des Vereins vorgestellt Nachdem die Mannschaft sich die gesamte Ruckrunde auf Abstiegsplatzen befunden hatte konnte sie sich mit dem dritten Sieg in Folge beim Mitkonkurrenten SC Paderborn am letzten Spieltag noch auf Rang 14 retten Zur Saison 2015 16 verpflichtete der VfB Alexander Zorniger als neuen Cheftrainer Am 13 Spieltag stand man nach einer 0 4 Heimniederlage gegen den Abstiegskonkurrenten FC Augsburg mit 10 Punkten auf Platz 16 der Tabelle Daraufhin wurden Alexander Zorniger und sein gesamter Trainerstab beurlaubt und der bisherige U 23 Trainer Jurgen Kramny zum Interims und spater zum Cheftrainer ernannt 66 Obwohl der VfB nach einer Siegesserie zwischenzeitlich den 10 Platz erreicht hatte sturzte die Mannschaft auf den 17 Platz ab und stieg somit zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte ab Gleichzeitig konnte auch die zweite Mannschaft des VfB in der 3 Liga die Klasse nicht halten Mit dem Abstieg endete der Cheftrainervertrag von Kramny automatisch Prasident Bernd Wahler trat zuruck zudem trennte sich der Verein von Sportvorstand Robin Dutt 67 Am 17 Mai 2016 nahm der VfB Stuttgart Jos Luhukay als Cheftrainer zur Saison 2016 17 unter Vertrag Am 8 Juli wurde mit Jan Schindelmeiser ein neuer Sportvorstand verpflichtet 68 Nach Meinungsverschiedenheiten mit Schindelmeiser bezuglich Spielerverpflichtungen trat Luhukay am 15 September 2016 zuruck 69 Sein Nachfolger wurde Hannes Wolf nachdem zuvor Olaf Janssen die Mannschaft als Interimstrainer fur zwei Spiele betreut hatte 70 Nach Ende der Hinrunde befand sich der VfB Stuttgart auf dem dritten Rang der zu den Relegationsspielen fur den Aufstieg berechtigt Die Saison beendete der VfB schliesslich auf dem ersten Tabellenplatz und stieg am 21 Mai 2017 nach einem 4 1 Erfolg uber die Wurzburger Kickers wieder direkt in die Bundesliga auf Bei einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung am 1 Juni 2017 in der Mercedes Benz Arena stimmten die Mitglieder mit 84 2 fur eine Ausgliederung der Fussballsparte vom Hauptverein in eine Aktiengesellschaft Erforderlich war eine Dreiviertel Mehrheit Bereits im Vorfeld hatte die Daimler AG zugesagt 11 75 Prozent der Anteile fur den Preis von 41 5 Millionen Euro zu ubernehmen 71 72 Nach dem Aufstieg spielte der VfB in der Saison 2017 18 wieder in der Bundesliga Am 4 August 2017 wurde Sportvorstand Jan Schindelmeiser von seinen Aufgaben entbunden 73 Nachfolger wurde Michael Reschke der zuvor Technischer Direktor beim FC Bayern Munchen gewesen war 74 Am 28 Januar 2018 nach zuvor acht Niederlagen in neun Pflichtspielen wurde Trainer Hannes Wolf entlassen 75 Einen Tag spater verpflichtete der Verein Tayfun Korkut als Cheftrainer mit einem Vertrag bis 2019 76 Auf Grund der massigen Erfolge von Tayfun Korkut bei seinen fruheren Trainerstationen wurde er bei seinem Amtsantritt von den Anhangern des VfB Stuttgart uberwiegend kritisch betrachtet 77 Am 31 Spieltag gelang der vorzeitige Klassenerhalt Mit einem 4 1 Auswartssieg beim FC Bayern Munchen im letzten Saisonspiel beendete der VfB Stuttgart die Saison nach dem Wiederaufstieg mit 51 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz und verfehlte damit die Qualifikation fur die Europa League wegen der anschliessenden Niederlage des FC Bayern im DFB Pokalfinale nur knapp Im ersten Pflichtspiel der Saison 2018 19 schied der VfB in der 1 Runde des DFB Pokals 2018 19 gegen den Drittligisten Hansa Rostock nach einem 0 2 aus Nach dem siebten Spieltag als die Mannschaft mit funf Punkten auf dem letzten Tabellenplatz stand trennte sich der Verein von Trainer Tayfun Korkut 78 Nachfolger wurde Markus Weinzierl Am 12 Februar 2019 wurde Michael Reschke als Sportvorstand abberufen und durch Thomas Hitzlsperger ersetzt 79 Im Mai 2019 wurde Sven Mislintat als Sportdirektor verpflichtet 80 Nach der 0 6 Niederlage beim FC Augsburg wurden Weinzierl sowie die Co Trainer am 20 April 2019 freigestellt Bis zum Saisonende ubernahm der seitherige Jugendtrainer Nico Willig die Mannschaft 81 82 Die Punkterunde beendete der VfB auf dem 16 und damit dem Relegationsplatz den man seit dem 16 Spieltag ununterbrochen belegt hatte In der Relegation stieg der VfB Stuttgart gegen den 1 FC Union Berlin nach einem 2 2 im Heimspiel und einem 0 0 im Auswartsspiel wegen der Auswartstorregel zum dritten Mal nach 1975 und 2016 aus der Bundesliga ab Neuer Trainer wurde Tim Walter Seit 2019 Erneuter Wiederaufstieg und Gegenwart in der Bundesliga Bearbeiten Saison Liga Platz displaystyle varnothing Zuschauer BL Kader2019 20 2 Bundesliga 0 2 18 51 657 Anm 1 BL Kader2020 21 Bundesliga 0 9 18 0 8 750 Anm 2 BL Kader Auf der Mitgliederversammlung am 14 Juli 2019 stand ein Antrag zur Abwahl von Prasident Wolfgang Dietrich auf der Tagesordnung Nach der Aussprache konnte die Abstimmung wegen technischer Probleme nicht stattfinden woraufhin die Versammlung abgebrochen wurde Am folgenden Tag trat Dietrich zuruck 83 Am 15 Dezember 2019 wurde Claus Vogt zum neuen Prasidenten des VfB Stuttgart gewahlt Nachdem die Vorrunde mit dem hochsten Etat aller Zweitligisten auf dem dritten Platz abgeschlossen worden war trennte sich der Verein von Trainer Walter Neuer Cheftrainer wurde ab Dezember 2019 Pellegrino Matarazzo Nach einem 6 0 Auswartssieg gegen den 1 FC Nurnberg am vorletzten Spieltag der Zweitligasaison 2019 20 war der VfB Stuttgart mit drei Punkten Vorsprung vor dem 1 FC Heidenheim und einer deutlich besseren Tordifferenz nur noch theoretisch einholbar Daher erreichte die Mannschaft auf dem zweiten Platz trotz einer Niederlage zum Saisonabschluss gegen den SV Darmstadt 98 den direkten Wiederaufstieg Die Bundesligasaison 2020 21 verlief fur den VfB Stuttgart sportlich ruhig Die Mannschaft erreichte in der ersten Saison nach dem Wiederaufstieg den neunten Rang Am 15 September 2021 gab der VfB ohne Nennung von Grunden bekannt dass Hitzlsperger seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender und Sportvorstand nicht verlangern wird 84 Am 21 Marz 2022 ubernahm Alexander Wehrle diese Amter von Hitzlsperger 85 Datenaffare Bearbeiten Im September 2020 veroffentlichte das Sportmagazin kicker einen Artikel unter dem Titel VfB E Mails mit Mitgliederdaten an Dritte 86 Demnach sollen VfB Kommunikationschef Oliver Schraft und weitere leitende Mitarbeiter dem PR Unternehmer Andreas K Schlittenhardt bzw dessen Agentur Mitgliederdaten zur Verfugung gestellt haben um mit Hilfe dieser und ohne Wissen der Mitglieder Guerilla Marketing zu betreiben und die Bemuhungen der Club Fuhrung um eine erfolgreiche Ausgliederung der Lizenzspieler Abteilung in eine AG zu unterstutzen Begonnen hatten diese Aktivitaten im Fruhjahr 2016 unter dem damaligen VfB Prasidenten Bernd Wahler und dessen Projektleiter fur die Ausgliederung Rainer Mutschler Sowohl der Verein unter Prasident Claus Vogt als auch die AG unter dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger beauftragten in separaten Mandaten die Berliner Kanzlei esecon mit der Aufklarung der Affare Im Zuge dieser kam es zu massiven Differenzen zwischen Vogt und Hitzlsperger Diese mundeten in einer Kandidatur von Hitzlsperger fur das Amt des Prasidenten 87 Zur Begrundung fur seine Kandidatur warf Hitzlsperger dem amtierenden Prasidenten in einem offenen Brief zahlreiche Versaumnisse vor denen dieser ebenfalls in einem offenen Brief widersprach 88 Hitzlsperger entschuldigte sich spater fur den Ton seiner Vorwurfe und zog seine Kandidatur in der Folge zuruck Der Vereinsbeirat der zwei Kandidaten fur die Prasidentenwahl vorschlagen muss informierte Mitte Januar die Mitglieder daruber dass er selbst nach weiteren Kandidaten fur das Amt suche Die Stuttgarter Zeitung veroffentlichte Teile des Zwischenberichts von esecon aus denen hervorgeht dass die Fuhrung der AG um Hitzlsperger Marketingvorstand Jochen Rottgerman und Finanzvorstand Stefan Heim die Ermittlungen behindert und verzogert hatten 89 Die Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart e V wurde zunachst fur den 28 Marz 2021 terminiert nachdem Vogt versucht hatte den ursprunglichen Termin vom 18 Marz auf einen deutlich spateren Zeitpunkt zu verschieben Am 13 Februar 2021 wurden Heim und Rottgermann von ihren Vorstandsamtern abberufen 90 Einen Tag spater wurde Vogt vom Vereinsbeirat als Prasidentschaftskandidat fur die Mitgliederversammlung nominiert 91 Nach dieser Entscheidung legten die beiden weiteren Prasidiumsmitglieder Rainer Mutschler und Bernd Gaiser ihre Mandate nieder 92 93 Zur Sicherung der rechtlichen Handlungsfahigkeit des Vereins wurde daraufhin das Aufsichtsratsmitglied Rainer Adrion vom Vereinsbeirat in das Prasidium entsandt 94 Um eine Mitgliederversammlung als Prasenzveranstaltung zu ermoglichen verschob das Prasidium schliesslich die Mitgliederversammlung auf den 18 Juli 2021 95 Bei dieser Mitgliederversammlung wurde Vogt schliesslich fur weitere vier Jahre wiedergewahlt 96 Hitzlsperger hingegen verliess den VfB im Marz 2022 85 Vereinswappenhistorie Bearbeiten Stuttgarter FV 93A Kronenclub CannstattB Wurttembergische Hirschstangen 1909 bis 1949C Vereinswappen von 1949 bis 1994D sowie seit Juli 2014G Von 1994 bis 1998E Von 1998 bis Juni 2014FA Der gelbe sechszackige und umrahmte Stern als Vereinswappen des FV Stuttgart wurde von 1893 bis 1909 verwendet 97 98 B Die Vereinsfarben des 1897 gegrundeten Kronenclub Cannstatt sind schwarz weiss grun und nicht wie dargestellt rot weiss grun 99 98 C Die wurttembergischen Hirschstangen auf gelbem Grund wurden erstmals 1909 durch die Leichtathleten des FV 93 verwendet und diente fortan als Vereinswappen Es wurde vom VfB Stuttgart zu dem sich der FV und der Kronenclub am 2 April 1912 zusammenschlossen ubernommen und bis 1949 verwendet Die Vereinsfarben wurden auf Rot und Weiss festgelegt 98 D Das Vereinswappen mit der traditionellen VfB Frakturschrift und der Jahreszahl 1893 wurde von 1949 bis 1994 verwendet Die VfB Frakturschrift selbst die vom Kunstmaler und VfB Spieler Hermann Stammler kreiert wurde fand bereits ab 1924 Verwendung Erstmals wurde diese 1924 auf dem Titelblatt der VfB Vereinszeitung Nachrichten aus dem Leben und spater auch auf Briefbogen verwendet 98 E 1994 wurde das Wappen durch eine Vereinfachung der Frakturschrift Begradigung der Umrandung der Hirschstangen sowie durch einen schwarzen Rahmen geandert 98 F 1998 wurde das Vereinswappen weiter verandert Dabei wurde die Frakturschrift erneut vereinfacht darunter das V geoffnet die Hirschstangen stark vereinfacht und die Grundungsjahreszahl 1893 durch den Stadtnamen ersetzt Als Begrundung fur die erneute Veranderung wurde genannt dass die Herkunft aus Stuttgart ausgedruckt werden soll um die internationale und mediale Prasenz zu erhohen 98 G Nachdem die 2010 gestartete Initiative mit dem Namen Pro altes VfB Wappen die von Ultragruppierungen federfuhrend getragen wurde 25 000 Unterschriften fur die Wiedereinfuhrung des Wappens das von 1949 bis 1994 verwendet wurde sammelte und Gesprache mit den Vereinsverantwortlichen fuhrte 100 101 kundigte der Verein an die Vereinsmitglieder uber eine mogliche Anderung des Wappens abstimmen zu lassen Auf der Mitgliederversammlung im Juli 2013 wurde mit einer Mehrheit von fast 80 Prozent die Wiedereinfuhrung des alten historischen Wappens zur Saison 2014 15 als das offizielle Wappen des VfB Stuttgart beschlossen und in der Satzung festgeschrieben 59 Geschichte der Spielbekleidung bis 2013 Bearbeiten Heim Bearbeiten 1894 1911 1925 26 1950er 1953 1975 76 1976 77 1978 79 1979 80 1982 83 1983 84 1986 87 1989 90 1992 1994 1994 1996 1996 1998 Finale Europapokal der Pokalsieger 1998 2000 2000 2002 2002 03 2003 04 2006 07 2007 08 2008 09 2009 10 2010 11 2011 12 2012 13 1894 trug die Rugbymannschaft des Vorgangervereins FV Stuttgart 1893 ein weisses Trikot mit schwarzem Stern und schwarzer Hose 102 1911 Im Jahr vor der Fusion trug die Mannschaft des FV das wurttembergische Hirschgeweih auf der Brust 103 1925 26 Nach der Idee einiger Jugendspieler zierte ab 1925 an der rote Brustring das weisse Trikot Der rote Brustring war ursprunglich durchgehend und ist bis heute das Symbol das fur den VfB Stuttgart steht und auch von den Fans auf den sogenannten Brustringfahnen verwendet wird 104 1950er Jahre In den 1950er Jahren war das neu eingefuhrte Wappen mit VfB Schriftzug und Jahreszahl 1893 auf dem Trikot zu sehen Dieses Trikot trug die Mannschaft wahrend der gewonnenen deutschen Meisterschaften 1950 105 und 1952 106 sowie in den Pokalfinals 1954 107 und 1958 108 1953 Im verlorenen Meisterschaftsfinale trug die Mannschaft schwarze Hosen 109 1975 76 In der Zweitligasaison 1975 76 wurde auf den traditionellen Brustring auf dem Trikot verzichtet 110 Finale Europapokal der Pokalsieger 1998 Im Finale des Europapokal der Pokalsieger 1998 gegen den FC Chelsea wurden rote Stutzen getragen 111 Auswarts und Alternativ Bearbeiten Auswarts 1989 90 Auswarts 1992 1994 Alternativ 1993 1995 Auswarts 1994 1996 Auswarts 1996 97 Alternativ 1996 1998 Auswarts 1997 1999 Alternativ 1998 99 Auswarts 1999 2001 Auswarts 2001 02 Auswarts 2002 03 Europapokal 2002 03 Auswarts 2003 04 Alternativ 2003 04 Alternativ 2004 2006 Auswarts 2006 07 Alternativ 2006 07 Auswarts 2007 08 Alternativ 1 2007 08 Alternativ 2 2007 08 Auswarts 2008 2010 Alternativ 2008 2010 Auswarts 2010 2012 Alternativ 2010 2012 a, wikipedia, wiki, deutsches, 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