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Es gibt bei Musikdarbietungen verschiedene Verzierungen, Ornamente oder Agréments (französischagrément‚Annehmlichkeit‘), auch Manieren, mit denen Melodien oder Akkorde eines Stückes ausschmückend abgewandelt werden. Bei Musikkompositionen oder -bearbeitungen sind sie meist als spezielle Zeichen in der Notenschrift oder der Tabulatur notiert, doch auch unnotiert gehören Verzierungen oft zur Aufführungspraxis. Beim Ausführen der Verzierungen bleibt dem Interpreten Raum zur Improvisation.

Verzierungen ändern im Gegensatz zum Tonhöhenwechsel wie beim Vorhalt nichts am harmonisch-melodischen Gefüge eines Musikstücks, können jedoch die Stimmführung beleben.

Inhaltsverzeichnis

Verzierungen dienen in der Musik – wie in anderen Künsten auch – als Schmuck, als belebendes oder als spielerisches Element. Musikalische Verzierungen sind demnach in weiterem Sinne überall und immer dort zu finden, wo musiziert wird. Die Entstehung der Verzierungen wird teils mit einer Eigenheit der Zupfinstrumente und frühen Tasteninstrumente erklärt. Die rasch verklingenden Töne dieser Saiteninstrumente wie Laute, Cembalo und Clavichord suchte man demnach u. a. mittels der verschiedenen Arten von Trillern zu verlängern. Als wahrscheinlicher gilt dennoch, dass diese Verzierungen ursprünglich aus der Vokalmusik stammen. Der sogenannte canto fiorito hielt sich noch bis ins 19. Jahrhundert und darüber hinaus im kunstvollen Gesang der Opernsänger. Außerdem war noch bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts die Maßgabe für die geschmackvolle Ausführung von Verzierungen auch im instrumentalmusikalischen Bereich vor allem deren Gesanglichkeit. Erst danach wurden die Verzierungen zunehmend zur Demonstration technischer Brillanz oder als Klangeffekt eingesetzt, hielten sich aber

Eine Blüte der Verzierungskultur und Verzierungskunst ist zwischen dem 16. Jahrhundert und der Mitte des 18. Jahrhunderts in der europäischen Musik zu beobachten. Es entstand eine beinahe unübersehbare Menge von Verzierungen verschiedener regionaler Ausprägungen, die bei jeder Art von Musik angewendet werden konnten, sowie verschiedene Zeichen zur Ausführung in Tabulaturen und Notenschrift. Dabei lässt sich zwischen den sogenannten wesentlichen Verzierungen (Vorschläge, Triller, Mordenten, Doppelschläge usw.) und den durch Improvisation entstehenden willkürlichen Verzierungen unterscheiden. Seit Ende des 17. Jahrhunderts werden die Verzierungen auch als Manieren bezeichnet (zu Manier ‚Eigenart, Handschrift‘ eines Künstlers). Carl Philipp Emanuel Bach widmet diesen in seinem Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen (zwei Teile, 1753 und 1762) ein umfassendes Kapitel.

Frankreich, seit der Zeit Ludwigs XIV. kulturell stilprägende Nation, wartete mit dem größten und am feinsten ausgearbeiteten Fundus an wesentlichen Verzierungen auf: Die größte bis dahin veröffentlichte Verzierungstabelle (mit insgesamt 29 Verzierungsarten) stammt von Jean-Henri d’Anglebert in seinen Pièces de clavecin von 1689. Sehr einflussreich waren auch François Couperins Verzierungen in seinen vier Bänden mit Pièces de Clavecin, von denen der erste 1713 herauskam. In Italien, das der übrigen europäischen Musik schon länger als Vorbild diente, kamen zu diesen wesentlichen Manieren und Trillern noch die improvisierten oder willkürlichen Verzierungen, die sich vor allem durch die Diminution der jeweils gegebenen Melodik ergaben. Seit der Wiener Klassik wurde die improvisatorische Verzierung des Notentextes durch den Interpreten immer bedeutungsloser, da Komponisten ihre Vorstellungen immer exakter notierten.

Im 20. Jahrhundert sind vor allem aus der afroamerikanischen Musik (Jazz, Spiritual, Gospel, Rhythm ’n’ Blues, Blues, Rock) viele neue Varianten und vor allem rhythmische Neuerungen entstanden, die sich bisher kaum in der Notation niedergeschlagen haben.

Spätbarock

Verzierungstabelle nach Johann Sebastian Bach

Eine wichtige Quelle zu Johann Sebastian Bachs Verzierungsrepertoire ist das von ihm am 22. Januar 1720 angelegte Klavierbüchlein für Wilhelm Friedemann Bach. Das Lehr- und Übungsheft für seinen ältesten Sohn enthält bereits zu Beginn eine Tabelle mit den für Bach wichtigsten Verzierungen als Zeichen und in je einem Beispiel in Noten ausgeführt. Die Verzierungen sind mit einer eigenwilligen Mischung aus italienischen (Trillo, Mordant) und französischen Bezeichnungen (Cadenze, Accent) versehen. Dargestellt sind Triller bzw. Pralltriller (Trillo), Mordent (Mordant), Triller mit Nachschlag (Trillo u. Mordant), Doppelschlag (Cadenze), Triller mit vorhergehendem Doppelschlag von unten und von oben (Doppelt-Cadenze), die gleiche Verzierung mit Nachschlag (Doppelt-Cadenze u. Mordant), steigender und fallender Vorhalt (Accent), Mordent mit Vorhalt (Accent u. Mordant), Triller mit Vorhalt von unten und von oben (Accent und Trillo). Der missglückte Versuch des neunjährigen Friedemann, ein 14. Ornament hinzuzufügen, wurde später getilgt. Dieser Tabelle voraus geht die Erklärung der Schlüssel, an die Erklärung der Verzierungen schließt sich ein kurzes Stück (Applicatio, BWV 994) mit eingetragenem Fingersatz an. Dies zeigt, welche Bedeutung Bach der spätbarocken Clavier-Ornamentik im Musikunterricht beimaß.

Übergang zur Klassik

Johann Joachim Quantz beschreibt in seinem 1752 erschienenen Lehrwerk Versuch einer Anweisung die Flöte traversiere zu spielen ausführlich die Verzierungstechnik seiner Zeit. Das VIII. Hauptstück handelt Von den Vorschlägen und den dazugehörigen kleinen Manieren, das IX. Hauptstück Von den Trillern.

Quantz sieht die Funktion der Vorhalte nicht nur als „Zierrath“, sondern auch als Notwendigkeit, um eine Melodie aufzuwerten und sie „galant aussehen“ zu lassen. Er beschreibt als ein Kennzeichen des galanten Stils, der in Deutschland den Musikstil der Barockzeit ablöste, das Übergewicht von Konsonanzen gegenüber den Dissonanzen. Da nun aber nach seiner Meinung der Zuhörer bei einer langen Folge von Konsonanzen „leicht ermüdet“, ist es notwendig, Dissonanzen in die Melodie einzufügen, und dadurch „gleichsam wieder auf[zu]muntern“.

Auch die Triller erachtete er als unentbehrlich, sie „geben dem Spielen einen großen Glanz“. Die Geschwindigkeit, in der sie ausgeführt werden, müsse sich sowohl nach den akustischen Bedingungen des Ortes als auch nach dem Charakter des Stückes richten.

Vorschlag

Kurzer Vorschlag

Siehe auch: Flam

Ein kurzer Vorschlag (Acciaccatura) kann als kleine, am Hals durchgestrichene Note vor der normal großen Hauptnote notiert werden. Genauso findet man aber auch durchgestrichene Noten als lange Vorschläge. Prinzipiell gilt, dass die geschriebene Dauer der Vorschlagsnote nichts über ihre Ausführung aussagt. Die Ausführung ist unterschiedlich je nach Genre, Epoche und Interpret, dabei wird der Vorschlag entweder kurz vor und die Hauptnote bzw. Hauptbetonung auf der Zählzeit (z. B. Klassik), der Vorschlag auf und die Hauptnote kurz nach der Zählzeit (Barock, „slide“ im Jazz) oder auch beide gleichzeitig gespielt.

Notation Ausführung
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Langer Vorschlag

Ein langer Vorschlag (Appoggiatura) bringt als Vorschlagsnote zuerst den Ton des notierten Vorschlags, dann den Hauptton. Die Länge des Vorschlags beträgt die Hälfte der Länge des zweizeitigen Haupttons oder zwei Drittel derselben, wenn es sich um eine punktierte bzw. dreizeitige Hauptnote handelt. Der Hauptton fängt um die Dauer des Vorschlags verzögert an. Es gibt sowohl die aufsteigende Appoggiatura als auch die absteigende.

Notation Ausführung
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Ein langer Vorschlag hat meistens die Funktion eines Vorhalts.

Doppelvorschlag

Der Doppelvorschlag (englisch drag) besteht aus zwei kurzen Vorschlägen vor dem Hauptschlag.

Schleifer

Der Schleifer besteht aus drei oder mehr kurzen Vorschlägen vor dem Hauptschlag.

Tremolo

Eine weitere Möglichkeit der Verzierung ist die rasche Wiederholung eines Tons (Tremolo). Hier existieren zwei Hauptarten: das ausgeschriebene, sowie das nicht-ausgeschriebene Tremolo. Bei der ersten Möglichkeit ist die Notenanzahl, bzw. Tremologeschwindigkeit genau vorgegeben, die zweite bezeichnet ein meist schneller ausgeführtes, nicht rhythmisch ausgezähltes Tremolo. Das unausgeschriebene Tremolo wird üblicherweise in Abkürzungsnotation, mit einem 3-strichigen Notenhals notiert.

  • Das Streichertremolo wurde im 17. Jahrhundert entwickelt.
  • Der bei Schlaginstrumenten wie der Pauke übliche Wirbel kann z. B. auch auf Xylophon und Klavier angewendet werden.

In historischer Literatur werden Paukenwirbel (u. U. auch anderes Schlagwerk) noch meist als Triller (s. U.), ggf. mit Trillerschlange notiert.

  • Bedeutend ist die Tonrepetition auch für die traditionelle Spielweise von Zupfinstrumenten wie Mandoline, Tamburica und Balalaika.
  • Im Gesang des 17. Jahrhunderts (vor allem in Italien) waren ebenfalls Tonrepetitionen zu Verzierungszwecken üblich.
  • Bei Blasinstrumenten heißen Tonrepetitionen auch Flatterzunge, abgekürzt „Flz.“ (häufig v.A. bei Trompete, Posaune, Flöte, und Saxophon)

Aus harmonischer und melodischer Sicht sind Tonrepetitionen keine Verzierung und entsprechen Haltetönen bzw. dem Orgelpunkt.

Triller

Der Triller besteht aus der Note, die mit dem Triller versehen ist (Hauptnote) und deren oberer Nebennote. Beide erklingen in raschem Wechsel. Der Triller ist für die Dauer der Hauptnote auszuführen.

Eine moderne (flexiblere Schreibweise) setzt zusätzlich zum Trillersymbol die Nebennote als eingeklammerten ungehalsten Kleinstich direkt hinter oder vor die Hauptnote. Dadurch kann die Nebennote auch über und unterhalb der Hauptnote gewählt und chromatisch versetzt werden und es kann prinzipiell auch jedes beliebige Intervall getrillert werden.

Chromatische Versetzung der Nebennote wird durch ein Versetzungszeichen im Kleinstich über dem Trillersymbol angezeigt.

Durch eine sogenannte Trillerschlange kann die genaue Dauer des Trillerns – unabhängig von der ungetrillerten Tondauer – angezeigt werden.

Für Akkordtriller werden bei homophoner Schreibweise entsprechend viele Trillersymbole (tr) vertikal über dem System angeordnet, bei polyphoner Schreibweise für untere Stimme(n) auch unterhalb des Systems.

Bis zum Ende des Barock wird der Triller mit der oberen Nebennote begonnen, ab der Klassik mit der Hauptnote. Streitpunkte gibt es in der Frühklassik, in der sich klassischer Satz mit noch aus dem Barock tradierter Verzierungspraxis mischt.

Notation Ausführung vor 1800 Ausführung ab 1800

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In der französischen Barockmusik und den durch sie beeinflussten Stilen sind folgende Erweiterungen des Trillers (tremblement) möglich: Nachschlag (die letzten beiden Töne des Trillers sind untere Nebennote und Hauptnote), gedehnte obere Nebennote zu Beginn (appuyé), Beginn von der unteren Nebennote sowie Beginn mit einem Doppelschlag. Wenn die erste Note des Trillers der vorangegangenen entspricht, wird sie angebunden, sofern dies durch einen Bindebogen angezeigt ist (lié).

beschleunigter Triller auf der Terz zum Grundton im Schlussakkord

Ein Triller auf der Schlussnote eines Stücks wird von heutigen Interpreten gerne beschleunigend ausgeführt. Diese Spielweise ist durch Schallplatten- und CD-Aufnahmen mindestens bis in die 1980er Jahre zurückverfolgbar. Bisher ist nicht geklärt, ob es sich um eine Spielweise aus historischer Zeit handelt. Der Triller beginnt appuyé, die folgenden Noten werden immer schneller und der Triller endet auf der Hauptnote, die eine deutlich wahrnehmbare Länge aufweist. In der französischen Musik des Barock erscheinen Triller häufig auf der Terz im Schlussakkord (z. B. Orgelwerke von Louis-Nicolas Clérambault), in der spanischen bis in die Klassik hinein auch auf dem Grundton (Sonaten von Antonio Soler).

Will man ab 1800 einen Triller mit dem Nebenton beginnen, muss man einen kurzen Vorschlag hinzufügen. Eine chromatische Veränderung der Nebennote notiert man über dem Trillerzeichen mit den Veränderungszeichen {\displaystyle \sharp } oder {\displaystyle \flat } , sonst an der Vorschlagsnote. Über die Dauer der Hauptnote wird ein mehrfacher schneller Wechsel zwischen Hauptton und oberem Nebenton gespielt.

Der wohl früheste Beleg, dass ein Triller wahlweise mit der oberen bzw. unteren Nebennote oder mit der Hauptnote begonnen werden kann, findet sich bei Bernard Viguerie: L’art de toucher le piano-forte (Paris, ca. 1796):

« Le tremblement ou trille qu’on appelle aussi quoiqu’improprement cadence, est un agrément qui se fait en battant alternativement le son de la note qui porte le signe avec celui de la note supérieure. Le principe anciennement établi etoit de commencer le tremblement par la note supérieure à celle qui portoit le signe; maintenant l’usage est de le commencer, soit par la note supérieure, soit par la note même, soit enfin par la note inférieure; cela dépend du goût de l’éxecutant, amoins que l’auteur, par le moyen d’une ou deux petites notes, n’ait expliqué la manière dont il entend qu’on le commence. »

„Der Triller, der unpassenderweise auch Kadenz genannt wird, ist eine Verzierung, die man ausführt, indem man abwechselnd die Note, die das Verzierungszeichen trägt, und die obere Nebennote anschlägt. Das früher übliche Verfahren war, den Triller mit der oberen Nebennote zu der Note, die das Verzierungszeichen trägt, zu beginnen; jetzt ist es üblich, mit der oberen Nebennote oder der Hauptnote oder schließlich mit der unteren Nebennote zu beginnen; das hängt vom Geschmack des Ausführenden ab, wenn nicht der Autor mit einer oder zwei kleinen Noten erklärt hat, wie die Verzierung auszuführen ist.“

Bernard Viguerie: L’art de toucher le piano-forte, S. 29

Die Klavierschule von Bernard Viguerie war allerdings außerhalb von Paris kaum bekannt. Der zeitlich nächste Beleg für eine „moderne“ Ausführung des Trillers findet sich erst wieder bei Johann Nepomuk Hummel in seiner Anweisung zum Pianofortespiele (Wien 1828):

„Man ist hinsichtlich des Trillers bisher beim Alten stehen geblieben, und begann ihn immer mit der obern [sic!] Hülfsnote, was sich wahrscheinlich auf die ersten, für den Gesang entworfenen Grundregeln gründet, die späterhin auch auf Instrumente übergegangen sind. […] Der Triller fängt also (ist es nicht anders bestimmt vorgeschrieben) mit der Hauptnote an, und endigt sich auch stets mit derselben 1.); soll er von oben oder von unten anfangen, so muss dieses durch ein Zusatznötchen von oben, oder von unten bemerkt werden 2.).“

Johann Nepomuk Hummel: Anweisung zum Pianofortespiele. Zitiert nach der 2. Auflage. Wien 1838, S. 394, § 3 ff.

Zu welchem Zeitpunkt sich in der Klaviermusik Hummels „moderne“ Auffassung als allgemeingültig durchgesetzt hat, ist nicht eindeutig zu bestimmen. Zumindest sind in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wahrscheinlich noch beide Ausführungen möglich.

Paukenwirbel (im Sinne eines Tremolos auf nur einer Tonhöhe) werden historisch und teils noch heute als Triller notiert.

Siehe auch: Vibrato

Pralltriller und Mordent

Notation Ausführung vor 1800 Ausführung ab 1800

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  • Pralltriller: einmaliger, kurzer Wechsel mit der nächsthöheren leitereigenen Note
  • Mordent: ein- oder mehrmaliger, kurzer Wechsel mit der nächst unteren leitereigenen Note

Die beiden Verzierungen die man unter „Ausführung ab 1800“ sieht, sind eigentlich das Gleiche, nur einmal nach oben, und das andere Mal nach unten geschlagen. Es handelt sich in Wahrheit um eine sehr alte Verzierung, die schon in spanischer Musik des 16. und 17. Jahrhunderts vorkommt, und dort „quiebro“ oder „quiebro senzillo“ (= einfacher quiebro) heißt, und zwar egal ob als Mordent (französisch martellement oder pincé) oder als Pralltriller. Man vermutet außerdem, dass diese Verzierung auch in der Musik der englischen Virginalisten William Byrd, John Bull, Giles Farnaby u. a. benutzt wurde. Denn im berühmten Fitzwilliam Virginal Book und anderen englischen Tastenmusik-Quellen kommt häufig ein Zeichen vor, das aus zwei parallelen Querstrichen besteht //, und dessen logischste Ausführung wie ein spanischer quiebro lautet. Nach dieser Theorie würde man je nachdem, ob die Melodie gerade auf- oder absteigt, einen Mordent oder einen kurzen Praller machen.
In der französischen Musik des 17. und 18. Jahrhunderts wird der Pralltriller mit der oberen Nebennote begonnen (siehe obere Abbildung: „Ausführung vor 1800“), außer bei schnellen und sehr schnellen Notenwerten (Viertel, Sechzehntel) in absteigenden Linien: Da kann er eventuell „übergebunden“ werden, das heißt die obere Nebennote wird nicht nochmal angestoßen – so wie beim alten spanischen quiebro. Im Frankreich heißt ein übergebundener Triller „tremblement lié“, er wurde nachweislich vor allem ab François Couperin und Jean-François Dandrieu benutzt.

Diese Ausführungsarten wurden ganz allgemein auch im übrigen Europa übernommen, besonders in England und Deutschland (u. a. von Bach und Händel), aber auch in Italien, wie die Ausführungen von Pier Francesco Tosi in seinem Gesangstraktat Opinioni de cantori antichi e moderni… von 1723 verraten. Er unterschied zwischen einem „halben Triller“, also dem Pralltriller mit oberer Nebennote, und einem „Mordent“, was bei ihm das gleiche ist, wie der alte spanische quiebro: Also entweder ein kurzer, einfacher Pralltriller ohne obere Nebennote, oder ein wirklicher Mordent.

Der Mordent kann bei langen Noten auch wie ein Triller, aber mit der unteren Nebennote ausgeführt werden.

Der Pianist Paul Badura-Skoda meint, dass der Pralltriller von oben („Ausführung vor 1800“) eine irrige Erfindung der Cembalistin Wanda Landowska sei, die auf einem Druckfehler (einem angeblich fehlenden Bindebogen) in der ersten Ausgabe von C. P. E. Bachs Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen beruhe. Laut Badura-Skoda würde also der korrekte Pralltriller von unten gespielt, und das Konzept einer „Ausführung vor und nach 1800“ deshalb grundlegend irrig. Diese Theorie ist jedoch im Vergleich aller Verzierungstabellen von Chambonnières, d’Anglebert, F. Couperin, Georg Muffat, Johann Sebastian Bach, Carl Philipp Emanuel Bach usw. usf. und den obenerwähnten theoretischen Werken von Tosi 1723 / Agricola 1757, Quantz 1752 u. a. so nicht haltbar. Auf der anderen Seite gab es tatsächlich schon seit dem 16. Jahrhundert einen kurzen Pralltriller von unten, der quiebro senzillo oder tremblement lié hieß, der jedoch in der von Badura-Skoda angeführten Weise im 18. Jahrhundert nur bei schnellen absteigenden Notenwerten zur Ausführung kam.

Doppelschlag (Gruppetto)

Doppelschlag

Notiert wird der vorschlagende bzw. nachschlagende Doppelschlag durch ein gespiegeltes auf dem Rücken liegendes S (Beginn mit der oberen Nebennote – die häufigere Variante) bzw. notiert durch ein auf dem Rücken liegendes S (Beginn mit der unteren Nebennote). In vielen (älteren) Notenausgaben werden diese beiden Varianten jedoch nicht unterschieden.

Notation Ausführung
  • (links:) Längerer Hauptton (vordere Note), kurzer oberer Nebenton, kurzer Hauptton, kurzer unterer Nebenton, längerer Hauptton, hintere Note.
  • (rechts:) Kurzer oberer Nebenton, kurzer Hauptton, kurzer unterer Nebenton, langer Hauptton (im Bild oben wegen des Zusammenhangs kurz, weil eine Viertelnote recht kurz ist).

Vorzeichen werden für den oberen Ton darüber, für den unteren darunter angebracht.

Vorsicht: Aus Ermangelung an Zeichen ist der Doppelschlag nicht immer richtig notiert. Im Sinne einer historischen Aufführungspraxis besteht oft der Wunsch nach einer dezidierten oder ausgeschriebenen Anweisung.

Die Abbildung rechts zeigt drei Beispiele, teils mit Alterationen.

Nachschlag

Notation und Ausführung Einfacher Nachschlag
  • Einfacher Nachschlag

Notation: Eine kurze Note wird mit einem Bindebogen an die vorhergehende Note angebunden. In Frankreich auch "Chute" genannt (Michel Pignolet de Montéclair, Henri-Louis Choquel)

Ausführung: Die vorhergehende Note verkürzt sich um die Dauer der Nachschlagnote, im Gegensatz zum Vorschlag fängt die folgende Note auf der Zählzeit an.

Notation und Ausführung Doppelter Nachschlag
  • Doppelter Nachschlag

Notation: Zwei kleine Vorschlagsnoten werden mit einem Bindebogen an die vorhergehende Note angebunden.

Ausführung: Die vorhergehende Note verkürzt sich um die Dauer der beiden Nachschlagnoten, im Gegensatz zum Vorschlag fängt die folgende Note auf der Zählzeit an.

Roulade

Eine Folge von mehreren schnellen auf- bzw. absteigenden Noten gesungen auf einer Silbe wird, besonders in der Vokalmusik, als Roulade bezeichnet. Das Wort leitet sich vom französischen Verb rouler „rollen“ ab.

Portamento

Zwischen zwei Tönen eines Intervalls wird eine kurze chromatische Verbindung oder ein kurzes Glissando gespielt. Notiert wird es durch einen verbindenden Strich zwischen den beiden Noten.

Arpeggio

Hauptartikel: Arpeggio

Das Arpeggio (italienisch; „nach Harfenart“) ist ebenfalls eine Verzierung. Dabei werden die Töne eines Akkordes nicht gleichzeitig, sondern kurz nacheinander angeschlagen.

Verzierungen im weiteren Sinne

Shake

Shake (englisch; „Schütteln“) war in der englischen Musik des 17. und 18. Jahrhunderts der Name für einen Triller oder Pralltriller. Er wurde mit zwei parallelen Querstrichen bezeichnet, in etwa so: //. Beispiele findet man z. B. in Cembalomusik von Matthew Locke, John Blow oder Henry Purcell.

Der Shake ist eine auch im Bigband-Jazz gebräuchliche Verzierung, die wie ein Triller aus schnell abgewechselten Tönen besteht, diese haben aber einen größeren Intervallabstand. Die Notation ist nicht eindeutig. Es wird wie beim Triller eine Schlange über der Note notiert.

Rip

Es wird eine schnelle aufsteigende, oft dramatisch akzentuierte Figur gespielt, nicht zwangsläufig eine chromatische. Es wird entweder ein nach oben führender Bogen hinter die Note gesetzt, nach der der Rip anfangen soll, oder aber eine Linie zwischen Start- und Endnote gesetzt. Am üblichsten sind Rips in den Waldhörnern, als dramatische, Jagdhorn-artige Geste.

Drop-off

Beim Drop-off wird eine schnell absteigende Figur gespielt. Die Notation besteht aus einem Bogen nach unten hinter der Note, nach der der Drop-off beginnen soll.

Fall

Der Fall (englisch), das Fallenlassen von Tönen, ist in Jazz und Popmusik üblich. Statt den Ton anzustimmen, wird seine Anfangshöhe nur angedeutet, um dann sofort in eine unbestimmte Tiefe zu sacken.

Doit

Ähnlich dem Fall, nur dass die glissando-artige Figur nach oben (und nicht nach unten) gespielt wird.

Growl

Wird bei einigen Blasinstrumenten, wie der Trompete oder der Posaune angewendet und durch eine bestimmte Zungentechnik in Verbindung mit nicht vollständig gedrückten Ventilen und einem Plunger-Dämpfer, der vor dem Schalltrichter des Instruments bewegt wird erzeugt. Dadurch entsteht ein brüllend-gurgelnder, rauer Klang.

Slide

Notation und mögliche Ausführung des Slide

Der Slide (das „Anschleifen“) ähnelt einer Vorschlagsnote, ist aber ein noch kürzerer Rutscher von der Vorschlagsnote zum Hauptton. Teilweise werden beide gleichzeitig (z. B. mit dem Daumen) angeschlagen und nur die Slide-Note dann losgelassen. Der Effekt besteht eher im Loslassen des Vorschlagtons. Diese Spielweise wurde bereits von Hans Buchner (1483–1538) in seinem Fundamentum (ca. 1520) erwähnt: „Noten mit der gekrümmten Cauda heißen ‚Mordentes‘. Dabei müssen die beiden Noten immer zugleich angeschlagen werden; die Note selbst mit dem Mittelfinger, die darunter liegende mit dem Zeigefinger.“

Die Technik eines extrem kurzen Vorschlags wird auch auf Instrumenten, die beim Spiel ständig einen Ton produzieren (z. B. Sackpfeife, Drehleier), angewendet, um zwei aufeinander folgende Töne gleicher Höhe zu trennen. Aus dieser Notwendigkeit haben sich im Laufe der Zeit instrumentenspezifische Verzierungen wie etwa die „grace notes“ auf der Great Highland Bagpipe entwickelt. Siehe auch Kurzer Vorschlag.

Crushed Note

Eine ganze Tonfolge, oft ein Akkord von unten nach oben, wird vor dem Hauptton abgerollt. Wie beim Slide gibt mehr das Loslassen der Töne den Effekt.

Hammering

Das Hammering ist eine im Pop gebräuchliche Verzierung. Es handelt sich um einen kurzen Vorhalt oder slide in einem Dreiklang. Diese Technik wurde von der Gitarre auf das Klavier übertragen.

Hauptsächlich in Dur gespielt, hört man oft folgende Hammerings, auch in arpeggierter Form:

  • G-Dur Sextakkord: Kurzer Vorschlag von der Sekunde a aufwärts zur Terz h. Der Tonabstand ist eine große Sekunde.
  • G-Dur Sextakkord: Kurzer Vorschlag von der Sexte e abwärts zur Quinte d. Der Tonabstand ist eine große Sekunde.
  • G-Dur Sextakkord: Kurzer Vorschlag von der None a abwärts zur Oktave g. Hier None a und Oktave g, nicht Sekunde a und Prim g, weil der Akkord in der ersten Umkehrung auftritt. Der Tonabstand ist eine große Sekunde.
  • G-Dur Quartsextakkord: Kurzer Vorschlag von der Sekunde a zur Terz h aufwärts. Der Tonabstand ist eine große Sekunde.
  • G-Dur Quartsextakkord: Kurzer Vorschlag von der Quarte c abwärts zur Terz h. Der Tonabstand ist eine kleine Sekunde.
  • G-Dur Grundstellung: Kurzer Vorschlag von der Sekunde a zur Terz h aufwärts. Der Tonabstand ist eine große Sekunde.
?/i Alle obigen Hammerings in zweifacher Schreibweise: Ausgeschrieben und mit Verzierungsnote

Der G-Dur-Akkord hat hier Beispielfunktion. Auffällig ist das Überwiegen großer Sekunden. Der interessanteste und typischste Klang ist daher jedoch der Quart-Terzvorschlag mit der kleinen Sekunde.

Hammering wird vor allem auch in melodiösem Akkordbrechungsspiel angewendet. Beispiele sind eine I-V-IV-I Akkordfolge in Dur mit entsprechend Sekund-Terz-Vorschlag (I), Sekund-Terz-Vorschlag (V), Sekund-Terz-Vorschlag (IV), alle drei in Grundstellung und None-Oktave-Vorschlag (I-Sextakkord). Als Arpeggioverbindungen der Akkorde bieten sich beispielsweise der Sekundvorschlag als Hammering, dann Terz und Sekunde als Achtel und der Grundton des vorhergehenden Akkordes als Viertel an. Rhythmische Varianten und Abfolgewechsel sind möglich.

Roll

Im Folk häufig verwendete Wendung auf eine Dreiviertelnote, die auf dem Zielton beginnt und nach je einem Viertel die obere und untere Hilfsnote kurz anschlägt, wie es bei der grace note üblich ist. Die Hilfsnoten dieser Fünfergruppe werden so kurz gespielt, dass es mehr auf den rhythmischen Effekt ankommt als auf den eigentlich gespielten Notenwert. Daher wird auf Saiteninstrumenten manchmal auch statt der unteren Hilfsnote die Quart gespielt, wenn der Grundton auf der leeren Saite liegt.

Fällt ein Roll auf eine Viertelnote, spricht man von einem Short Roll, der zwar aus derselben Fünfergruppe von Noten besteht, diese jedoch anders betont. Die Betonung und das Spiel von Rolls lässt dem Musiker hohe Freiheiten in Bezug auf eigenen Stil, so dass Betonungen von Triolenrhythmen, synkopische Betonungen bis hin zu klassisch anmutenden möglich sind und keine verbindliche Regel dafür existiert, außer dass sich der Roll in die gespielte Melodie rhythmisch einzufügen hat.

  • Isolde Ahlgrimm: Die Ornamentik der Musik für Tasteninstrumente. Graz 2005, ISBN 978-3-201-01820-3.
  • David Baker: Jazz Improvisation. Advance Music, Rottenburg 1983 (zu alten und neuen Verzierungen und anderen Stilmitteln).
  • Hermann J. Busch: Zur Interpretation der französischen Orgelmusik. Merseburger, Kassel 1986. ISBN 3-87537-214-X (zu Verzierungen in der französischen Orgelmusik [S. 65–77]).
  • Robert Donington: A Performer’s Guide to Baroque Music. Faber & Faber, London, 1975.
  • Jacky Dreksler, Quirin Härle: 1000 Tips für Keyboards. Voggenreiter (zum Hammering und zu im Pop gebräuchlichen Verzierungen).
  • Dagmar Glüxam: Verzierung. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 5, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2006, ISBN 3-7001-3067-8.
  • Frederick Neumann: Ornamentation in Baroque and Post-Baroque Music, with Special Emphasis on J. S. Bach. Princeton University Press, Princeton 1978, ISBN 0-691-09123-4 (Leinen), ISBN 0-691-02707-2 (Paperback).
  • Eugen und Karin Ott: Handbuch der Verzierungskunst in der Musik. Ricordi, Mailand 1997 ff., ISBN 3-931788-01-6 (bislang 10 Bände).
  • Riemann Musiklexikon. Sachteil. Schott, Mainz.
  • James Tyler: A guide to playing the baroque guitar. Indiana University Press, Bloomington und Indianapolis 2011, ISBN 978-0-253-22289-3, S. 18–20 (Ornament signs).
  • Wieland Ziegenrücker: Allgemeine Musiklehre mit Fragen und Aufgaben zur Selbstkontrolle. Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1977; Taschenbuchausgabe: Wilhelm Goldmann Verlag / Musikverlag B. Schott’s Söhne, Mainz 1979, ISBN 3-442-33003-3, S. 161–164.
Commons: Verzierungen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. Jean-Henry d’Anglebert: Pièces de Clavecin. Édition de 1689, Faksimile, hrsg. von J. Saint-Arroman, Édition J. M. Fuzeau, Courlay 1999.
  2. François Couperin: Pièces de Clavecin. Premier Livre (1713), Faksimile, hrsg. von J. Saint-Arroman, Édition J. M. Fuzeau, Courlay 1988, S. 74 f. („Explication des agréments, et des signes“ = Erklärung der Verzierungen und Zeichen).
  3. Beispiel: Corelli Op. 5/1: Noten und Audiodateien im International Music Score Library Project
  4. Die genaue Länge des Trillers lässt sich nicht in einer Tabelle darstellen und hängt vom jeweiligen musikalischen Kontext ab, daher kann die gleiche Wellenlinie sowohl einen kurzen Pralltriller als einen längeren Triller angeben.
  5. Bachs Begriff Cadenze für den Doppelschlag ist ganz merkwürdig, da im französischen die cadence ein Triller (Chambonnières 1670) oder ein Triller mit Nachschlag ist (d’Anglebert 1689).
  6. Man könnte dies auch als einen durch einen Triller verlängerten Doppelschlag von unten und von oben ansehen. Diese Verzierung (wie auch einige andere) stammt ursprünglich aus den Pièces de clavecin (1689) von d’Anglebert. Die gleiche Verzierung heißt im Gesangstraktat von Tosi (1723) bzw. Agricola (1757) „verdoppelter Triller“. Johann Agricola, Anleitung zur Singkunst (Übersetzung von Tosis Opinioni de cantori antichi e moderni…, 1723), Reprint der Ausgabe 1757, hrsg. v. Thomas Seedorf, Bärenreiter, Kassel et al. 2002, S. 101 f.
  7. Auch diese Verzierung stammt ursprünglich aus der Tabelle von d’Anglebert, 1689.
  8. Gerhard Herz: Bachquellen in Amerika. Bärenreiter, Kassel 1984, ISBN 3-7618-0724-4, S. 90.
  9. Johann Joachim Quantz: Versuch einer Anweisung die Flöte traversiere zu spielen. Faksimile-Nachdruck der 3. Auflage, Breslau 1789, herausgegeben von Hans-Peter Schmitz. 4. Auflage. Bärenreiter, Kassel 1968, S. 77 ff. und 83 ff.
  10. Der „quiebro“ wurde 1565 von Tomás de Santa María beschrieben, und auch von Correa de Arauxo 1626; nennt ihn „quiebro senzillo“ (einfachen „quiebro“). Siehe:
    Tomás de Santa María: Libro llamado Arte de tañer Fantasía, assi para Tecla como para Vihuela, y todo instrumento en que se pudire tañer a tres, y a quarto vozes a mas. In zwei Büchern, Valladolid 1565, Kap. 13–20.
    Francisco Correa de Arauxo: Facultad Orgánica (Alcalà 1626). 2 Bände, hrg. v. Macario Santiago Kastner (in: Monumentos de la Música española VI), Barcelona: Consejo Superior de Investigaciones cientificas (C.S.I.C.), 1948 & 1952 (Neuausgabe 1974 & 1981), Band 1, S. 54 („Capitulo quinto…“).
  11. Diese Verzierung wurde zum ersten Mal in einer Verzierungstabelle von 1665 im ersten Livre d’orgue (Orgelbuch) von Guilaume-Gabriel Nivers erklärt, und später in allen Publikationen der französischen Cembalisten. Siehe u. a.: Jean-Henry d’Anglebert: Pièces de Clavecin – Édition de 1689, Facsimile, publ. sous la dir. de J. Saint-Arroman, Courlay: Édition J. M. Fuzeau, 1999.
    Jacques Champion de Chambonnières: Les Pièces de Clavessin, Vol. I & II, 1670. Facsimile, Broude Brothers, New York 1967.
    François Couperin: Pièces de Clavecin, Premier Livre (1713), Facsimile, publ. sous la dir. de J. Saint-Arroman, Courlay: Édition J. M. Fuzeau, 1988.
  12. Von Couperin in seinen vier Büchern Pièces de clavecin von 1713, 1716, 1722, und 1730; und von Dandrieu in drei Büchern von 1724, 1728 und 1734.
  13. Johann Agricola, Anleitung zur Singkunst (Übersetzung von Tosis Opinioni de cantori antichi e moderni…, 1723), Reprint der Ausgabe 1757, hrg. v. Thomas Seedorf, Kassel et al.: Bärenreiter, 2002, S. 99–100 („halber Triller“), und S. 102–104 (Mordent).
  14. Paul Badura-Skoda: Let’s get rid of the wrong pralltriller! In: Early Music 41 (Februar 2013), S. 113–118.
  15. Brockhaus Riemann Musiklexikon. Mainz 1995, Band 4, S. 72
Normdaten (Sachbegriff): GND:4063391-3(OGND, AKS)

Verzierung Musik Abwandlung der Hauptnoten eines Musikstuckes Sprache Beobachten Bearbeiten Es gibt bei Musikdarbietungen verschiedene Verzierungen Ornamente oder Agrements franzosisch agrement Annehmlichkeit auch Manieren mit denen Melodien oder Akkorde eines Stuckes ausschmuckend abgewandelt werden Bei Musikkompositionen oder bearbeitungen sind sie meist als spezielle Zeichen in der Notenschrift oder der Tabulatur notiert doch auch unnotiert gehoren Verzierungen oft zur Auffuhrungspraxis Beim Ausfuhren der Verzierungen bleibt dem Interpreten Raum zur Improvisation Verzierungen andern im Gegensatz zum Tonhohenwechsel wie beim Vorhalt nichts am harmonisch melodischen Gefuge eines Musikstucks konnen jedoch die Stimmfuhrung beleben Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 1 1 Spatbarock 1 2 Ubergang zur Klassik 2 Arten von Verzierungen 2 1 Vorschlag 2 1 1 Kurzer Vorschlag 2 1 2 Langer Vorschlag 2 1 3 Doppelvorschlag 2 1 4 Schleifer 2 2 Tremolo 2 3 Triller 2 4 Pralltriller und Mordent 2 5 Doppelschlag Gruppetto 2 6 Nachschlag 2 7 Roulade 2 8 Portamento 2 9 Arpeggio 2 10 Verzierungen im weiteren Sinne 2 10 1 Shake 2 10 2 Rip 2 10 3 Drop off 2 10 4 Fall 2 10 5 Doit 2 10 6 Growl 2 10 7 Slide 2 10 8 Crushed Note 2 10 9 Hammering 2 10 10 Roll 3 Siehe auch 4 Literatur 5 Weblinks 6 AnmerkungenGeschichte BearbeitenVerzierungen dienen in der Musik wie in anderen Kunsten auch als Schmuck als belebendes oder als spielerisches Element Musikalische Verzierungen sind demnach in weiterem Sinne uberall und immer dort zu finden wo musiziert wird Die Entstehung der Verzierungen wird teils mit einer Eigenheit der Zupfinstrumente und fruhen Tasteninstrumente erklart Die rasch verklingenden Tone dieser Saiteninstrumente wie Laute Cembalo und Clavichord suchte man demnach u a mittels der verschiedenen Arten von Trillern zu verlangern Als wahrscheinlicher gilt dennoch dass diese Verzierungen ursprunglich aus der Vokalmusik stammen Der sogenannte canto fiorito hielt sich noch bis ins 19 Jahrhundert und daruber hinaus im kunstvollen Gesang der Opernsanger Ausserdem war noch bis zur Mitte des 18 Jahrhunderts die Massgabe fur die geschmackvolle Ausfuhrung von Verzierungen auch im instrumentalmusikalischen Bereich vor allem deren Gesanglichkeit Erst danach wurden die Verzierungen zunehmend zur Demonstration technischer Brillanz oder als Klangeffekt eingesetzt hielten sich aber Eine Blute der Verzierungskultur und Verzierungskunst ist zwischen dem 16 Jahrhundert und der Mitte des 18 Jahrhunderts in der europaischen Musik zu beobachten Es entstand eine beinahe unubersehbare Menge von Verzierungen verschiedener regionaler Auspragungen die bei jeder Art von Musik angewendet werden konnten sowie verschiedene Zeichen zur Ausfuhrung in Tabulaturen und Notenschrift Dabei lasst sich zwischen den sogenannten wesentlichen Verzierungen Vorschlage Triller Mordenten Doppelschlage usw und den durch Improvisation entstehenden willkurlichen Verzierungen unterscheiden Seit Ende des 17 Jahrhunderts werden die Verzierungen auch als Manieren bezeichnet zu Manier Eigenart Handschrift eines Kunstlers Carl Philipp Emanuel Bach widmet diesen in seinem Versuch uber die wahre Art das Clavier zu spielen zwei Teile 1753 und 1762 ein umfassendes Kapitel Frankreich seit der Zeit Ludwigs XIV kulturell stilpragende Nation wartete mit dem grossten und am feinsten ausgearbeiteten Fundus an wesentlichen Verzierungen auf Die grosste bis dahin veroffentlichte Verzierungstabelle mit insgesamt 29 Verzierungsarten stammt von Jean Henri d Anglebert in seinen Pieces de clavecin von 1689 1 Sehr einflussreich waren auch Francois Couperins Verzierungen in seinen vier Banden mit Pieces de Clavecin von denen der erste 1713 herauskam 2 In Italien das der ubrigen europaischen Musik schon langer als Vorbild diente kamen zu diesen wesentlichen Manieren und Trillern noch die improvisierten oder willkurlichen Verzierungen die sich vor allem durch die Diminution der jeweils gegebenen Melodik ergaben 3 Seit der Wiener Klassik wurde die improvisatorische Verzierung des Notentextes durch den Interpreten immer bedeutungsloser da Komponisten ihre Vorstellungen immer exakter notierten Im 20 Jahrhundert sind vor allem aus der afroamerikanischen Musik Jazz Spiritual Gospel Rhythm n Blues Blues Rock viele neue Varianten und vor allem rhythmische Neuerungen entstanden die sich bisher kaum in der Notation niedergeschlagen haben Spatbarock Bearbeiten Verzierungstabelle nach Johann Sebastian Bach Eine wichtige Quelle zu Johann Sebastian Bachs Verzierungsrepertoire ist das von ihm am 22 Januar 1720 angelegte Klavierbuchlein fur Wilhelm Friedemann Bach Das Lehr und Ubungsheft fur seinen altesten Sohn enthalt bereits zu Beginn eine Tabelle mit den fur Bach wichtigsten Verzierungen als Zeichen und in je einem Beispiel in Noten ausgefuhrt Die Verzierungen sind mit einer eigenwilligen Mischung aus italienischen Trillo Mordant und franzosischen Bezeichnungen Cadenze Accent versehen Dargestellt sind Triller bzw Pralltriller Trillo 4 Mordent Mordant Triller mit Nachschlag Trillo u Mordant Doppelschlag Cadenze 5 Triller mit vorhergehendem Doppelschlag von unten und von oben Doppelt Cadenze 6 die gleiche Verzierung mit Nachschlag Doppelt Cadenze u Mordant 7 steigender und fallender Vorhalt Accent Mordent mit Vorhalt Accent u Mordant Triller mit Vorhalt von unten und von oben Accent und Trillo Der missgluckte Versuch des neunjahrigen Friedemann ein 14 Ornament hinzuzufugen wurde spater getilgt Dieser Tabelle voraus geht die Erklarung der Schlussel an die Erklarung der Verzierungen schliesst sich ein kurzes Stuck Applicatio BWV 994 mit eingetragenem Fingersatz an Dies zeigt welche Bedeutung Bach der spatbarocken Clavier Ornamentik im Musikunterricht beimass 8 Ubergang zur Klassik Bearbeiten Johann Joachim Quantz beschreibt in seinem 1752 erschienenen Lehrwerk Versuch einer Anweisung die Flote traversiere zu spielen ausfuhrlich die Verzierungstechnik seiner Zeit Das VIII Hauptstuck handelt Von den Vorschlagen und den dazugehorigen kleinen Manieren das IX Hauptstuck Von den Trillern 9 Quantz sieht die Funktion der Vorhalte nicht nur als Zierrath sondern auch als Notwendigkeit um eine Melodie aufzuwerten und sie galant aussehen zu lassen Er beschreibt als ein Kennzeichen des galanten Stils der in Deutschland den Musikstil der Barockzeit abloste das Ubergewicht von Konsonanzen gegenuber den Dissonanzen Da nun aber nach seiner Meinung der Zuhorer bei einer langen Folge von Konsonanzen leicht ermudet ist es notwendig Dissonanzen in die Melodie einzufugen und dadurch gleichsam wieder auf zu muntern Auch die Triller erachtete er als unentbehrlich sie geben dem Spielen einen grossen Glanz Die Geschwindigkeit in der sie ausgefuhrt werden musse sich sowohl nach den akustischen Bedingungen des Ortes als auch nach dem Charakter des Stuckes richten Arten von Verzierungen BearbeitenVorschlag Bearbeiten Kurzer Vorschlag Bearbeiten Siehe auch Flam Ein kurzer Vorschlag Acciaccatura kann als kleine am Hals durchgestrichene Note vor der normal grossen Hauptnote notiert werden Genauso findet man aber auch durchgestrichene Noten als lange Vorschlage Prinzipiell gilt dass die geschriebene Dauer der Vorschlagsnote nichts uber ihre Ausfuhrung aussagt Die Ausfuhrung ist unterschiedlich je nach Genre Epoche und Interpret dabei wird der Vorschlag entweder kurz vor und die Hauptnote bzw Hauptbetonung auf der Zahlzeit z B Klassik der Vorschlag auf und die Hauptnote kurz nach der Zahlzeit Barock slide im Jazz oder auch beide gleichzeitig gespielt Notation Ausfuhrung Horbeispiel iLanger Vorschlag Bearbeiten Ein langer Vorschlag Appoggiatura bringt als Vorschlagsnote zuerst den Ton des notierten Vorschlags dann den Hauptton Die Lange des Vorschlags betragt die Halfte der Lange des zweizeitigen Haupttons oder zwei Drittel derselben wenn es sich um eine punktierte bzw dreizeitige Hauptnote handelt Der Hauptton fangt um die Dauer des Vorschlags verzogert an Es gibt sowohl die aufsteigende Appoggiatura als auch die absteigende Notation Ausfuhrung Horbeispiel i Ein langer Vorschlag hat meistens die Funktion eines Vorhalts Doppelvorschlag Bearbeiten Der Doppelvorschlag englisch drag besteht aus zwei kurzen Vorschlagen vor dem Hauptschlag Schleifer Bearbeiten Der Schleifer besteht aus drei oder mehr kurzen Vorschlagen vor dem Hauptschlag Tremolo Bearbeiten Eine weitere Moglichkeit der Verzierung ist die rasche Wiederholung eines Tons Tremolo Hier existieren zwei Hauptarten das ausgeschriebene sowie das nicht ausgeschriebene Tremolo Bei der ersten Moglichkeit ist die Notenanzahl bzw Tremologeschwindigkeit genau vorgegeben die zweite bezeichnet ein meist schneller ausgefuhrtes nicht rhythmisch ausgezahltes Tremolo Das unausgeschriebene Tremolo wird ublicherweise in Abkurzungsnotation mit einem 3 strichigen Notenhals notiert Das Streichertremolo wurde im 17 Jahrhundert entwickelt Der bei Schlaginstrumenten wie der Pauke ubliche Wirbel kann z B auch auf Xylophon und Klavier angewendet werden In historischer Literatur werden Paukenwirbel u U auch anderes Schlagwerk noch meist als Triller s U ggf mit Trillerschlange notiert Bedeutend ist die Tonrepetition auch fur die traditionelle Spielweise von Zupfinstrumenten wie Mandoline Tamburica und Balalaika Im Gesang des 17 Jahrhunderts vor allem in Italien waren ebenfalls Tonrepetitionen zu Verzierungszwecken ublich Bei Blasinstrumenten heissen Tonrepetitionen auch Flatterzunge abgekurzt Flz haufig v A bei Trompete Posaune Flote und Saxophon Aus harmonischer und melodischer Sicht sind Tonrepetitionen keine Verzierung und entsprechen Haltetonen bzw dem Orgelpunkt Triller Bearbeiten Der Triller besteht aus der Note die mit dem Triller versehen ist Hauptnote und deren oberer Nebennote Beide erklingen in raschem Wechsel Der Triller ist fur die Dauer der Hauptnote auszufuhren Eine moderne flexiblere Schreibweise setzt zusatzlich zum Trillersymbol die Nebennote als eingeklammerten ungehalsten Kleinstich direkt hinter oder vor die Hauptnote Dadurch kann die Nebennote auch uber und unterhalb der Hauptnote gewahlt und chromatisch versetzt werden und es kann prinzipiell auch jedes beliebige Intervall getrillert werden Chromatische Versetzung der Nebennote wird durch ein Versetzungszeichen im Kleinstich uber dem Trillersymbol angezeigt Durch eine sogenannte Trillerschlange kann die genaue Dauer des Trillerns unabhangig von der ungetrillerten Tondauer angezeigt werden Fur Akkordtriller werden bei homophoner Schreibweise entsprechend viele Trillersymbole tr vertikal uber dem System angeordnet bei polyphoner Schreibweise fur untere Stimme n auch unterhalb des Systems Bis zum Ende des Barock wird der Triller mit der oberen Nebennote begonnen ab der Klassik mit der Hauptnote Streitpunkte gibt es in der Fruhklassik in der sich klassischer Satz mit noch aus dem Barock tradierter Verzierungspraxis mischt Notation Ausfuhrung vor 1800 Ausfuhrung ab 1800 Horbeispiel i Horbeispiel i In der franzosischen Barockmusik und den durch sie beeinflussten Stilen sind folgende Erweiterungen des Trillers tremblement moglich Nachschlag die letzten beiden Tone des Trillers sind untere Nebennote und Hauptnote gedehnte obere Nebennote zu Beginn appuye Beginn von der unteren Nebennote sowie Beginn mit einem Doppelschlag Wenn die erste Note des Trillers der vorangegangenen entspricht wird sie angebunden sofern dies durch einen Bindebogen angezeigt ist lie source source beschleunigter Triller auf der Terz zum Grundton im Schlussakkord Ein Triller auf der Schlussnote eines Stucks wird von heutigen Interpreten gerne beschleunigend ausgefuhrt Diese Spielweise ist durch Schallplatten und CD Aufnahmen mindestens bis in die 1980er Jahre zuruckverfolgbar Bisher ist nicht geklart ob es sich um eine Spielweise aus historischer Zeit handelt Der Triller beginnt appuye die folgenden Noten werden immer schneller und der Triller endet auf der Hauptnote die eine deutlich wahrnehmbare Lange aufweist In der franzosischen Musik des Barock erscheinen Triller haufig auf der Terz im Schlussakkord z B Orgelwerke von Louis Nicolas Clerambault in der spanischen bis in die Klassik hinein auch auf dem Grundton Sonaten von Antonio Soler Will man ab 1800 einen Triller mit dem Nebenton beginnen muss man einen kurzen Vorschlag hinzufugen Eine chromatische Veranderung der Nebennote notiert man uber dem Trillerzeichen mit den Veranderungszeichen displaystyle sharp oder displaystyle flat sonst an der Vorschlagsnote Uber die Dauer der Hauptnote wird ein mehrfacher schneller Wechsel zwischen Hauptton und oberem Nebenton gespielt Der wohl fruheste Beleg dass ein Triller wahlweise mit der oberen bzw unteren Nebennote oder mit der Hauptnote begonnen werden kann findet sich bei Bernard Viguerie L art de toucher le piano forte Paris ca 1796 Le tremblement ou trille qu on appelle aussi quoiqu improprement cadence est un agrement qui se fait en battant alternativement le son de la note qui porte le signe avec celui de la note superieure Le principe anciennement etabli etoit de commencer le tremblement par la note superieure a celle qui portoit le signe maintenant l usage est de le commencer soit par la note superieure soit par la note meme soit enfin par la note inferieure cela depend du gout de l executant amoins que l auteur par le moyen d une ou deux petites notes n ait explique la maniere dont il entend qu on le commence Der Triller der unpassenderweise auch Kadenz genannt wird ist eine Verzierung die man ausfuhrt indem man abwechselnd die Note die das Verzierungszeichen tragt und die obere Nebennote anschlagt Das fruher ubliche Verfahren war den Triller mit der oberen Nebennote zu der Note die das Verzierungszeichen tragt zu beginnen jetzt ist es ublich mit der oberen Nebennote oder der Hauptnote oder schliesslich mit der unteren Nebennote zu beginnen das hangt vom Geschmack des Ausfuhrenden ab wenn nicht der Autor mit einer oder zwei kleinen Noten erklart hat wie die Verzierung auszufuhren ist Bernard Viguerie L art de toucher le piano forte S 29 Die Klavierschule von Bernard Viguerie war allerdings ausserhalb von Paris kaum bekannt Der zeitlich nachste Beleg fur eine moderne Ausfuhrung des Trillers findet sich erst wieder bei Johann Nepomuk Hummel in seiner Anweisung zum Pianofortespiele Wien 1828 Man ist hinsichtlich des Trillers bisher beim Alten stehen geblieben und begann ihn immer mit der obern sic Hulfsnote was sich wahrscheinlich auf die ersten fur den Gesang entworfenen Grundregeln grundet die spaterhin auch auf Instrumente ubergegangen sind Der Triller fangt also ist es nicht anders bestimmt vorgeschrieben mit der Hauptnote an und endigt sich auch stets mit derselben 1 soll er von oben oder von unten anfangen so muss dieses durch ein Zusatznotchen von oben oder von unten bemerkt werden 2 Johann Nepomuk Hummel Anweisung zum Pianofortespiele Zitiert nach der 2 Auflage Wien 1838 S 394 3 ff Zu welchem Zeitpunkt sich in der Klaviermusik Hummels moderne Auffassung als allgemeingultig durchgesetzt hat ist nicht eindeutig zu bestimmen Zumindest sind in der ersten Halfte des 19 Jahrhunderts wahrscheinlich noch beide Ausfuhrungen moglich Paukenwirbel im Sinne eines Tremolos auf nur einer Tonhohe werden historisch und teils noch heute als Triller notiert Siehe auch Vibrato Pralltriller und Mordent Bearbeiten Notation Ausfuhrung vor 1800 Ausfuhrung ab 1800 Pralltriller i Mordent i Pralltriller iPralltriller einmaliger kurzer Wechsel mit der nachsthoheren leitereigenen Note Mordent ein oder mehrmaliger kurzer Wechsel mit der nachst unteren leitereigenen Note Die beiden Verzierungen die man unter Ausfuhrung ab 1800 sieht sind eigentlich das Gleiche nur einmal nach oben und das andere Mal nach unten geschlagen Es handelt sich in Wahrheit um eine sehr alte Verzierung die schon in spanischer Musik des 16 und 17 Jahrhunderts vorkommt und dort quiebro oder quiebro senzillo einfacher quiebro heisst und zwar egal ob als Mordent franzosisch martellement oder pince oder als Pralltriller 10 Man vermutet ausserdem dass diese Verzierung auch in der Musik der englischen Virginalisten William Byrd John Bull Giles Farnaby u a benutzt wurde Denn im beruhmten Fitzwilliam Virginal Book und anderen englischen Tastenmusik Quellen kommt haufig ein Zeichen vor das aus zwei parallelen Querstrichen besteht und dessen logischste Ausfuhrung wie ein spanischer quiebro lautet Nach dieser Theorie wurde man je nachdem ob die Melodie gerade auf oder absteigt einen Mordent oder einen kurzen Praller machen In der franzosischen Musik des 17 und 18 Jahrhunderts wird der Pralltriller mit der oberen Nebennote begonnen 11 siehe obere Abbildung Ausfuhrung vor 1800 ausser bei schnellen und sehr schnellen Notenwerten Viertel Sechzehntel in absteigenden Linien Da kann er eventuell ubergebunden werden das heisst die obere Nebennote wird nicht nochmal angestossen so wie beim alten spanischen quiebro Im Frankreich heisst ein ubergebundener Triller tremblement lie er wurde nachweislich vor allem ab Francois Couperin und Jean Francois Dandrieu benutzt 12 Diese Ausfuhrungsarten wurden ganz allgemein auch im ubrigen Europa ubernommen besonders in England und Deutschland u a von Bach und Handel aber auch in Italien wie die Ausfuhrungen von Pier Francesco Tosi in seinem Gesangstraktat Opinioni de cantori antichi e moderni von 1723 verraten Er unterschied zwischen einem halben Triller also dem Pralltriller mit oberer Nebennote und einem Mordent was bei ihm das gleiche ist wie der alte spanische quiebro Also entweder ein kurzer einfacher Pralltriller ohne obere Nebennote oder ein wirklicher Mordent 13 Der Mordent kann bei langen Noten auch wie ein Triller aber mit der unteren Nebennote ausgefuhrt werden Der Pianist Paul Badura Skoda meint dass der Pralltriller von oben Ausfuhrung vor 1800 eine irrige Erfindung der Cembalistin Wanda Landowska sei die auf einem Druckfehler einem angeblich fehlenden Bindebogen in der ersten Ausgabe von C P E Bachs Versuch uber die wahre Art das Clavier zu spielen beruhe Laut Badura Skoda wurde also der korrekte Pralltriller von unten gespielt und das Konzept einer Ausfuhrung vor und nach 1800 deshalb grundlegend irrig 14 Diese Theorie ist jedoch im Vergleich aller Verzierungstabellen von Chambonnieres d Anglebert F Couperin Georg Muffat Johann Sebastian Bach Carl Philipp Emanuel Bach usw usf und den obenerwahnten theoretischen Werken von Tosi 1723 Agricola 1757 Quantz 1752 u a so nicht haltbar Auf der anderen Seite gab es tatsachlich schon seit dem 16 Jahrhundert einen kurzen Pralltriller von unten der quiebro senzillo oder tremblement lie hiess der jedoch in der von Badura Skoda angefuhrten Weise im 18 Jahrhundert nur bei schnellen absteigenden Notenwerten zur Ausfuhrung kam Doppelschlag Gruppetto Bearbeiten Doppelschlag Notiert wird der vorschlagende bzw nachschlagende Doppelschlag durch ein gespiegeltes auf dem Rucken liegendes S Beginn mit der oberen Nebennote die haufigere Variante bzw notiert durch ein auf dem Rucken liegendes S Beginn mit der unteren Nebennote In vielen alteren Notenausgaben werden diese beiden Varianten jedoch nicht unterschieden Notation Ausfuhrung links Langerer Hauptton vordere Note kurzer oberer Nebenton kurzer Hauptton kurzer unterer Nebenton langerer Hauptton hintere Note rechts Kurzer oberer Nebenton kurzer Hauptton kurzer unterer Nebenton langer Hauptton im Bild oben wegen des Zusammenhangs kurz weil eine Viertelnote recht kurz ist Vorzeichen werden fur den oberen Ton daruber fur den unteren darunter angebracht Vorsicht Aus Ermangelung an Zeichen ist der Doppelschlag nicht immer richtig notiert Im Sinne einer historischen Auffuhrungspraxis besteht oft der Wunsch nach einer dezidierten oder ausgeschriebenen Anweisung Die Abbildung rechts zeigt drei Beispiele teils mit Alterationen Nachschlag Bearbeiten Notation und Ausfuhrung Einfacher Nachschlag Einfacher Nachschlag Notation Eine kurze Note wird mit einem Bindebogen an die vorhergehende Note angebunden In Frankreich auch Chute genannt Michel Pignolet de Monteclair Henri Louis Choquel Ausfuhrung Die vorhergehende Note verkurzt sich um die Dauer der Nachschlagnote im Gegensatz zum Vorschlag fangt die folgende Note auf der Zahlzeit an Notation und Ausfuhrung Doppelter Nachschlag Doppelter Nachschlag Notation Zwei kleine Vorschlagsnoten werden mit einem Bindebogen an die vorhergehende Note angebunden Ausfuhrung Die vorhergehende Note verkurzt sich um die Dauer der beiden Nachschlagnoten im Gegensatz zum Vorschlag fangt die folgende Note auf der Zahlzeit an Roulade Bearbeiten Eine Folge von mehreren schnellen auf bzw absteigenden Noten gesungen auf einer Silbe wird besonders in der Vokalmusik als Roulade 15 bezeichnet Das Wort leitet sich vom franzosischen Verb rouler rollen ab Portamento Bearbeiten Zwischen zwei Tonen eines Intervalls wird eine kurze chromatische Verbindung oder ein kurzes Glissando gespielt Notiert wird es durch einen verbindenden Strich zwischen den beiden Noten Arpeggio Bearbeiten Hauptartikel Arpeggio Das Arpeggio italienisch nach Harfenart ist ebenfalls eine Verzierung Dabei werden die Tone eines Akkordes nicht gleichzeitig sondern kurz nacheinander angeschlagen Verzierungen im weiteren Sinne Bearbeiten Shake Bearbeiten Shake englisch Schutteln war in der englischen Musik des 17 und 18 Jahrhunderts der Name fur einen Triller oder Pralltriller Er wurde mit zwei parallelen Querstrichen bezeichnet in etwa so Beispiele findet man z B in Cembalomusik von Matthew Locke John Blow oder Henry Purcell Der Shake ist eine auch im Bigband Jazz gebrauchliche Verzierung die wie ein Triller aus schnell abgewechselten Tonen besteht diese haben aber einen grosseren Intervallabstand Die Notation ist nicht eindeutig Es wird wie beim Triller eine Schlange uber der Note notiert Rip Bearbeiten Es wird eine schnelle aufsteigende oft dramatisch akzentuierte Figur gespielt nicht zwangslaufig eine chromatische Es wird entweder ein nach oben fuhrender Bogen hinter die Note gesetzt nach der der Rip anfangen soll oder aber eine Linie zwischen Start und Endnote gesetzt Am ublichsten sind Rips in den Waldhornern als dramatische Jagdhorn artige Geste Drop off Bearbeiten Beim Drop off wird eine schnell absteigende Figur gespielt Die Notation besteht aus einem Bogen nach unten hinter der Note nach der der Drop off beginnen soll Fall Bearbeiten Der Fall englisch das Fallenlassen von Tonen ist in Jazz und Popmusik ublich Statt den Ton anzustimmen wird seine Anfangshohe nur angedeutet um dann sofort in eine unbestimmte Tiefe zu sacken Doit Bearbeiten Ahnlich dem Fall nur dass die glissando artige Figur nach oben und nicht nach unten gespielt wird Growl Bearbeiten Wird bei einigen Blasinstrumenten wie der Trompete oder der Posaune angewendet und durch eine bestimmte Zungentechnik in Verbindung mit nicht vollstandig gedruckten Ventilen und einem Plunger Dampfer der vor dem Schalltrichter des Instruments bewegt wird erzeugt Dadurch entsteht ein brullend gurgelnder rauer Klang Slide Bearbeiten Notation und mogliche Ausfuhrung des Slide Der Slide das Anschleifen ahnelt einer Vorschlagsnote ist aber ein noch kurzerer Rutscher von der Vorschlagsnote zum Hauptton Teilweise werden beide gleichzeitig z B mit dem Daumen angeschlagen und nur die Slide Note dann losgelassen Der Effekt besteht eher im Loslassen des Vorschlagtons Diese Spielweise wurde bereits von Hans Buchner 1483 1538 in seinem Fundamentum ca 1520 erwahnt Noten mit der gekrummten Cauda heissen Mordentes Dabei mussen die beiden Noten immer zugleich angeschlagen werden die Note selbst mit dem Mittelfinger die darunter liegende mit dem Zeigefinger Die Technik eines extrem kurzen Vorschlags wird auch auf Instrumenten die beim Spiel standig einen Ton produzieren z B Sackpfeife Drehleier angewendet um zwei aufeinander folgende Tone gleicher Hohe zu trennen Aus dieser Notwendigkeit haben sich im Laufe der Zeit instrumentenspezifische Verzierungen wie etwa die grace notes auf der Great Highland Bagpipe entwickelt Siehe auch Kurzer Vorschlag Crushed Note Bearbeiten Eine ganze Tonfolge oft ein Akkord von unten nach oben wird vor dem Hauptton abgerollt Wie beim Slide gibt mehr das Loslassen der Tone den Effekt Hammering Bearbeiten Das Hammering ist eine im Pop gebrauchliche Verzierung Es handelt sich um einen kurzen Vorhalt oder slide in einem Dreiklang Diese Technik wurde von der Gitarre auf das Klavier ubertragen Hauptsachlich in Dur gespielt hort man oft folgende Hammerings auch in arpeggierter Form G Dur Sextakkord Kurzer Vorschlag von der Sekunde a aufwarts zur Terz h Der Tonabstand ist eine grosse Sekunde G Dur Sextakkord Kurzer Vorschlag von der Sexte e abwarts zur Quinte d Der Tonabstand ist eine grosse Sekunde G Dur Sextakkord Kurzer Vorschlag von der None a abwarts zur Oktave g Hier None a und Oktave g nicht Sekunde a und Prim g weil der Akkord in der ersten Umkehrung auftritt Der Tonabstand ist eine grosse Sekunde G Dur Quartsextakkord Kurzer Vorschlag von der Sekunde a zur Terz h aufwarts Der Tonabstand ist eine grosse Sekunde G Dur Quartsextakkord Kurzer Vorschlag von der Quarte c abwarts zur Terz h Der Tonabstand ist eine kleine Sekunde G Dur Grundstellung Kurzer Vorschlag von der Sekunde a zur Terz h aufwarts Der Tonabstand ist eine grosse Sekunde Horbeispiel i Alle obigen Hammerings in zweifacher Schreibweise Ausgeschrieben und mit Verzierungsnote Der G Dur Akkord hat hier Beispielfunktion Auffallig ist das Uberwiegen grosser Sekunden Der interessanteste und typischste Klang ist daher jedoch der Quart Terzvorschlag mit der kleinen Sekunde Hammering wird vor allem auch in melodiosem Akkordbrechungsspiel angewendet Beispiele sind eine I V IV I Akkordfolge in Dur mit entsprechend Sekund Terz Vorschlag I Sekund Terz Vorschlag V Sekund Terz Vorschlag IV alle drei in Grundstellung und None Oktave Vorschlag I Sextakkord Als Arpeggioverbindungen der Akkorde bieten sich beispielsweise der Sekundvorschlag als Hammering dann Terz und Sekunde als Achtel und der Grundton des vorhergehenden Akkordes als Viertel an Rhythmische Varianten und Abfolgewechsel sind moglich Roll Bearbeiten Im Folk haufig verwendete Wendung auf eine Dreiviertelnote die auf dem Zielton beginnt und nach je einem Viertel die obere und untere Hilfsnote kurz anschlagt wie es bei der grace note ublich ist Die Hilfsnoten dieser Funfergruppe werden so kurz gespielt dass es mehr auf den rhythmischen Effekt ankommt als auf den eigentlich gespielten Notenwert Daher wird auf Saiteninstrumenten manchmal auch statt der unteren Hilfsnote die Quart gespielt wenn der Grundton auf der leeren Saite liegt Fallt ein Roll auf eine Viertelnote spricht man von einem Short Roll der zwar aus derselben Funfergruppe von Noten besteht diese jedoch anders betont Die Betonung und das Spiel von Rolls lasst dem Musiker hohe Freiheiten in Bezug auf eigenen Stil so dass Betonungen von Triolenrhythmen synkopische Betonungen bis hin zu klassisch anmutenden moglich sind und keine verbindliche Regel dafur existiert ausser dass sich der Roll in die gespielte Melodie rhythmisch einzufugen hat Siehe auch BearbeitenDiminution Koloratur LegatoLiteratur BearbeitenIsolde Ahlgrimm Die Ornamentik der Musik fur Tasteninstrumente Graz 2005 ISBN 978 3 201 01820 3 David Baker Jazz Improvisation Advance Music Rottenburg 1983 zu alten und neuen Verzierungen und anderen Stilmitteln Hermann J Busch Zur Interpretation der franzosischen Orgelmusik Merseburger Kassel 1986 ISBN 3 87537 214 X zu Verzierungen in der franzosischen Orgelmusik S 65 77 Robert Donington A Performer s Guide to Baroque Music Faber amp Faber London 1975 Jacky Dreksler Quirin Harle 1000 Tips fur Keyboards Voggenreiter zum Hammering und zu im Pop gebrauchlichen Verzierungen Dagmar Gluxam Verzierung In Oesterreichisches Musiklexikon Online Ausgabe Wien 2002 ff ISBN 3 7001 3077 5 Druckausgabe Band 5 Verlag der Osterreichischen Akademie der Wissenschaften Wien 2006 ISBN 3 7001 3067 8 Frederick Neumann Ornamentation in Baroque and Post Baroque Music with Special Emphasis on J S Bach Princeton University Press Princeton 1978 ISBN 0 691 09123 4 Leinen ISBN 0 691 02707 2 Paperback Eugen und Karin Ott Handbuch der Verzierungskunst in der Musik Ricordi Mailand 1997 ff ISBN 3 931788 01 6 bislang 10 Bande Riemann Musiklexikon Sachteil Schott Mainz James Tyler A guide to playing the baroque guitar Indiana University Press Bloomington und Indianapolis 2011 ISBN 978 0 253 22289 3 S 18 20 Ornament signs Wieland Ziegenrucker Allgemeine Musiklehre mit Fragen und Aufgaben zur Selbstkontrolle Deutscher Verlag fur Musik Leipzig 1977 Taschenbuchausgabe Wilhelm Goldmann Verlag Musikverlag B Schott s Sohne Mainz 1979 ISBN 3 442 33003 3 S 161 164 Weblinks Bearbeiten Commons Verzierungen Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Baroque Ornamentation An Introduction Memento vom 10 Januar 2010 im Internet Archive idrs org englisch Verzierungen PDF 357 kB Pian E Forte Erklarungen musikzeit deAnmerkungen Bearbeiten Jean Henry d Anglebert Pieces de Clavecin Edition de 1689 Faksimile hrsg von J Saint Arroman Edition J M Fuzeau Courlay 1999 Francois Couperin Pieces de Clavecin Premier Livre 1713 Faksimile hrsg von J Saint Arroman Edition J M Fuzeau Courlay 1988 S 74 f Explication des agrements et des signes Erklarung der Verzierungen und Zeichen Beispiel Corelli Op 5 1 Noten und Audiodateien im International Music Score Library Project Die genaue Lange des Trillers lasst sich nicht in einer Tabelle darstellen und hangt vom jeweiligen musikalischen Kontext ab daher kann die gleiche Wellenlinie sowohl einen kurzen Pralltriller als einen langeren Triller angeben Bachs Begriff Cadenze fur den Doppelschlag ist ganz merkwurdig da im franzosischen die cadence ein Triller Chambonnieres 1670 oder ein Triller mit Nachschlag ist d Anglebert 1689 Man konnte dies auch als einen durch einen Triller verlangerten Doppelschlag von unten und von oben ansehen Diese Verzierung wie auch einige andere stammt ursprunglich aus den Pieces de clavecin 1689 von d Anglebert Die gleiche Verzierung heisst im Gesangstraktat von Tosi 1723 bzw Agricola 1757 verdoppelter Triller Johann Agricola Anleitung zur Singkunst Ubersetzung von Tosis Opinioni de cantori antichi e moderni 1723 Reprint der Ausgabe 1757 hrsg v Thomas Seedorf Barenreiter Kassel et al 2002 S 101 f Auch diese Verzierung stammt ursprunglich aus der Tabelle von d Anglebert 1689 Gerhard Herz Bachquellen in Amerika Barenreiter Kassel 1984 ISBN 3 7618 0724 4 S 90 Johann Joachim Quantz Versuch einer Anweisung die Flote traversiere zu spielen Faksimile Nachdruck der 3 Auflage Breslau 1789 herausgegeben von Hans Peter Schmitz 4 Auflage Barenreiter Kassel 1968 S 77 ff und 83 ff Der quiebro wurde 1565 von Tomas de Santa Maria beschrieben und auch von Correa de Arauxo 1626 nennt ihn quiebro senzillo einfachen quiebro Siehe Tomas de Santa Maria Libro llamado Arte de taner Fantasia assi para Tecla como para Vihuela y todo instrumento en que se pudire taner a tres y a quarto vozes a mas In zwei Buchern Valladolid 1565 Kap 13 20 Francisco Correa de Arauxo Facultad Organica Alcala 1626 2 Bande hrg v Macario Santiago Kastner in Monumentos de la Musica espanola VI Barcelona Consejo Superior de Investigaciones cientificas C S I C 1948 amp 1952 Neuausgabe 1974 amp 1981 Band 1 S 54 Capitulo quinto Diese Verzierung wurde zum ersten Mal in einer Verzierungstabelle von 1665 im ersten Livre d orgue Orgelbuch von Guilaume Gabriel Nivers erklart und spater in allen Publikationen der franzosischen Cembalisten Siehe u a Jean Henry d Anglebert Pieces de Clavecin Edition de 1689 Facsimile publ sous la dir de J Saint Arroman Courlay Edition J M Fuzeau 1999 Jacques Champion de Chambonnieres Les Pieces de Clavessin Vol I amp II 1670 Facsimile Broude Brothers New York 1967 Francois Couperin Pieces de Clavecin Premier Livre 1713 Facsimile publ sous la dir de J Saint Arroman Courlay Edition J M Fuzeau 1988 Von Couperin in seinen vier Buchern Pieces de clavecin von 1713 1716 1722 und 1730 und von Dandrieu in drei Buchern von 1724 1728 und 1734 Johann Agricola Anleitung zur Singkunst Ubersetzung von Tosis Opinioni de cantori antichi e moderni 1723 Reprint der Ausgabe 1757 hrg v Thomas Seedorf Kassel et al Barenreiter 2002 S 99 100 halber Triller und S 102 104 Mordent Paul Badura Skoda Let s get rid of the wrong pralltriller In Early Music 41 Februar 2013 S 113 118 Brockhaus Riemann Musiklexikon Mainz 1995 Band 4 S 72Normdaten Sachbegriff GND 4063391 3 OGND AKS Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Verzierung Musik amp oldid 216031918, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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