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Der Verteidigungshaushalt, auch Verteidigungsbudget oder Verteidigungsetat (auch mit dem Präfix „Wehr-“ oder „Militär-“) genannt, umfasst alle Investitionen und Geldausgaben, die ein Staat über einen eingegrenzten Zeitraum hinweg für strategische Aktivposten tätigt. Erweiterte Definitionen erstrecken sich, neben den Verteidigungshaushalten der souveränen Staaten, auf die Militärausgaben derjenigen wenigen nichtstaatlichen politischen Akteure mit einem konstanten Zugriff auf finanzielle Ressourcen, die ihnen einen flexiblen Gewalteinsatz zu politischen Zwecken erlauben. Dazu zählen vor allem paramilitärische Vereinigungen.

Ein Verteidigungsetat wird meist im jährlichen Turnus veranschlagt, auch wenn viele Investitionen für einen wesentlich längeren Zeitraum vorgesehen sind. Über den seit Jahrzehnten größten Verteidigungshaushalt in einer Größenordnung von mehreren hundert Milliarden US-Dollar pro Jahr verfügen die Vereinigten Staaten.

Ein in regelmäßigen Abständen veranschlagter Verteidigungshaushalt ging, historisch betrachtet, aus dem Übergang von zweckgebunden ausgehobenen oder angeworbenen Streitkräften (beispielsweise Bauernheere respektive Landsknechte) zu stehenden Heeren einher.

Die Konfliktforschung befasst sich mit Verteidigungsausgaben als einem Faktor, der gewalttätige politische Konflikte begünstigen kann, während die Internationalen Beziehungen in einem komparativen Rahmen untersuchen, unter welchen Umständen getätigte Verteidigungsausgaben das Sicherheitsdilemma auslösen, beispielsweise im Rahmen eines Rüstungswettlaufes.

Inhaltsverzeichnis

Das Stockholmer Institut für Friedensforschung (SIPRI), ein in den Internationalen Beziehungen anerkanntes Forschungsinstitut, definiert die Finanzierung folgender strategischer Kapazitäten als Verteidigungshaushalt:

Typischerweise umfasst ein Verteidigungshaushalt folgende Aktivposten:

Mangels unmittelbaren Bezuges zum militärischen Zweck eines Verteidigungshaushaltes schließt das SIPRI folgende Posten von seinen Berechnungen aus:

Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut beziffert die weltweiten Verteidigungsausgaben auf 1,531 Billionen US-Dollar für das Jahr 2009, was einen Realanstieg von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr und von 49 Prozent gegenüber dem Jahr 2000 bedeute. Dies entspreche einem Anteil am Weltbruttoinlandsprodukt von 2,7 % und einem Pro-Kopf-Aufwand von 224 US-Dollar. Das größte Wachstum in diesem Bereich verzeichne Osteuropa mit einem Anstieg von 108 Prozent innerhalb von zehn Jahren.

Russland weist geheime oder «geschlossene» Posten bei den Haushaltsausgaben auf, welche sich auf insgesamt 4,6 Prozent des BIP belaufen. „Es ist wahrscheinlich, dass hier nicht Ausgaben für Bildung oder Gesundheit verschleiert werden sollen, sondern weitere Aufwendungen für militärische Zwecke und Geheimdienstoperationen.“ meinte die NZZ im 2015.

2008

Laut SIPRI brachten die Vereinigten Staaten von den weltweiten Verteidigungsausgaben im Jahr 2008 43 % auf, gefolgt von der Volksrepublik China mit 6,6 %, Frankreich mit 4,2 % und dem Vereinigten Königreich mit 3,8 %.

Die untere Tabelle gibt die Schätzung des Stockholmer Friedensforschungsinstituts über den Verteidigungsetat 2008 der 15 Staaten mit den größten Verteidigungsetats der Welt wieder.

Rang Land Ausgaben
(in Milliarden US-Dollar)
Anteil an den
weltweiten Ausgaben
Pro-Kopf-Ausgaben
(in US-Dollar)
Anteil am
BIP (2007)
Veränderung
gegenüber 1999 (in %)
1 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 607 41,5 1.967 4,0 66,5
2 China Volksrepublik Volksrepublik China (84,9) (5,8) (63) (2,0) 194
3 Frankreich Frankreich 65,7 4,5 1.061 2,3 3,5
4 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich 65,3 4,5 1.070 2,4 20,7
5 Russland Russland (58,6) (4,0) (413) (3,5) 173
6 Deutschland Deutschland 46,8 3,2 568 1,3 −11,0
7 Japan Japan 46,3 3,2 361 0,9 −1,7
8 Italien Italien 40,6 2,8 689 1,8 0,4
9 Saudi-Arabien Saudi-Arabien 38,2 2,6 1.511 9,3 81,5
10 Indien Indien 30,0 2,1 25 2,5 44,1
11 Korea Sud Südkorea 24,2 1,7 501 2,7 51,5
12 Brasilien Brasilien 23,3 1,6 120 1,5 29,9
13 Kanada Kanada 19,3 1,3 581 1,2 37,4
14 Spanien Spanien 19,2 1,3 430 1,2 37,7
15 Australien Australien 18,4 1,3 876 1,9 38,6

Anmerkung:

  1. Angaben in Klammern sind Schätzungen, während das saudische Verteidigungsbudget möglicherweise Ausgaben für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung enthält und damit unter Umständen überschätzt wurde.

2011

Platz Land Ausgaben 2011
(in Milliarden US-Dollar)
1 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 739
2 China Volksrepublik Volksrepublik China 89,8
3 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich 62,7
4 Frankreich Frankreich 58,8
5 Japan Japan 58,4
6 Russland Russland 52,7
7 Saudi-Arabien Saudi-Arabien 46,2
8 Deutschland Deutschland 44,2
9 Indien Indien 37,3
10 Brasilien Brasilien 36,6

2013

Daten nach Angaben von SIPRI
Rang Land Ausgaben Anteil am BIP Entwicklung 2004–13
1 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 640 Mrd. US-Dollar 3,8 % 12 %
2 China Volksrepublik Volksrepublik China 188 Mrd. US-Dollar 2,0 % 170 %
3 Russland Russland 87,8 Mrd. US-Dollar 4,1 % 108 %
4 Saudi-Arabien Saudi-Arabien 67,0 Mrd. US-Dollar 9,3 % 118 %
5 Frankreich Frankreich 61,2 Mrd. US-Dollar 2,2 % 6,4 %
6 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich 57,9 Mrd. US-Dollar 2,3 % 2,5 %
7 Deutschland Deutschland 48,8 Mrd. US-Dollar 1,4 % 3,8 %
8 Japan Japan 48,6 Mrd. US-Dollar 1,0 % 0,2 %
9 Indien Indien 47,4 Mrd. US-Dollar 2,5 % 45 %
10 Korea Sud Südkorea 33,9 Mrd. US-Dollar 2,8 % 42 %
11 Italien Italien 32,7 Mrd. US-Dollar 1,6 % 26 %
12 Brasilien Brasilien 31,5 Mrd. US-Dollar 1,4 % 48 %
13 Australien Australien 24,0 Mrd. US-Dollar 1,6 % 19 %
14 Turkei Türkei 19,1 Mrd. US-Dollar 2,3 % 13 %
15 Vereinigte Arabische Emirate Vereinigte Arabische Emirate 19,0 Mrd. US-Dollar 4,7 % 85 %

Kursive Daten sind Schätzungen. Daten der V.A.E. betreffen das Jahr 2012.in konstanten Preisen von 2012

2016

Daten nach Angaben von SIPRI

Rang Land Ausgaben Anteil am BIP
1 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 611,2 Mrd. US-Dollar 3,3 %
2 China Volksrepublik Volksrepublik China 215,7 Mrd. US-Dollar 1,9 %
3 Russland Russland 69,2 Mrd. US-Dollar 5,3 %
4 Saudi-Arabien Saudi-Arabien 63,7 Mrd. US-Dollar 10,0 %
5 Indien Indien 55,9 Mrd. US-Dollar 2,5 %
6 Frankreich Frankreich 55,7 Mrd. US-Dollar 2,3 %
7 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich 48,3 Mrd. US-Dollar 1,9 %
8 Japan Japan 46,1 Mrd. US-Dollar 1,0 %
9 Deutschland Deutschland 41,1 Mrd. US-Dollar 1,2 %
10 Korea Sud Südkorea 36,8 Mrd. US-Dollar 2,7 %
11 Italien Italien 27,9 Mrd. US-Dollar 1,5 %
12 Australien Australien 24,3 Mrd. US-Dollar 2,0 %
13 Brasilien Brasilien 22,8 Mrd. US-Dollar 1,3 %
14 Vereinigte Arabische Emirate Vereinigte Arabische Emirate 22,8 Mrd. US-Dollar 5,7 %
15 Israel Israel 17,8 Mrd. US-Dollar 5,8 %
16 Kanada Kanada 17,8 Mrd. US-Dollar 1,0 %
17 Spanien Spanien 14,9 Mrd. US-Dollar 1,2 %
18 Turkei Türkei 14,9 Mrd. US-Dollar 2,0 %
19 Iran Iran 12,3 Mrd. US-Dollar 3,0 %
20 Algerien Algerien 10,6 Mrd. US-Dollar 6,7 %

2018

Daten nach Angaben von SIPRI

Rang Land Ausgaben Anteil am BIP
1 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 649 Mrd. US-Dollar 3,2 %
2 China Volksrepublik Volksrepublik China 250 Mrd. US-Dollar 1,9 %
3 Saudi-Arabien Saudi-Arabien 67,6 Mrd. US-Dollar 8,8 %
4 Indien Indien 66,5 Mrd. US-Dollar 2,4 %
5 Frankreich Frankreich 63,8 Mrd. US-Dollar 2,3 %
6 Russland Russland 61,4 Mrd. US-Dollar 3,9 %
7 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich 50,0 Mrd. US-Dollar 1,8 %
8 Deutschland Deutschland 49,5 Mrd. US-Dollar 1,2 %
9 Japan Japan 46,6 Mrd. US-Dollar 0,9 %
10 Korea Sud Südkorea 43,1 Mrd. US-Dollar 2,6 %
11 Iran Iran 12,2 Mrd. US-Dollar

Kursive Daten sind Schätzungen.

Anteil der Rüstungsausgaben Deutschlands am Bruttoinlandsprodukt
Jahr Prozent
1953
3,97 %
1954
3,74 %
1955
3,84 %
1956
3,41 %
1957
3,90 %
1958
2,79 %
1959
4,17 %
1960
3,77 %
1961
3,74 %
1962
4,50 %
1963
4,90 %
1964
4,38 %
1965
4,09 %
1966
3,91 %
1967
4,08 %
1968
3,41 %
1969
3,40 %
1970
3,01 %
1971
3,06 %
1972
3,17 %
1973
3,16 %
1974
3,26 %
1975
3,28 %
1976
3,14 %
1977
3,04 %
1978
3,05 %
1979
2,96 %
1980
2,96 %
1981
3,04 %
1982
3,03 %
1983
3,03 %
1984
2,93 %
1985
2,87 %
1986
2,79 %
1987
2,77 %
1988
2,64 %
1989
2,53 %
1990
2,52 %
1991
2,00 %
1992
1,86 %
1993
1,69 %
1994
1,55 %
1995
1,50 %
1996
1,47 %
1997
1,41 %
1998
1,39 %
1999
1,40 %
2000
1,36 %
2001
1,32 %
2002
1,33 %
2003
1,32 %
2004
1,27 %
2005
1,07 %
2006
1,20 %
2007
1,17 %
2008
1,21 %
2009
1,31 %
2010
1,27 %
2011
1,21 %
2012
1,24 %
2013
1,19 %
2014
1,15 %
2015
1,14 %
2016
1,15 %
2017
1,15 %
2018
1,17 %
2019
1,27 %
2020
1,40 %
Datenquelle: SIPRI

Kalter Krieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg verfügte Deutschland zunächst über keine Streitkräfte und damit auch über keinen Verteidigungshaushalt. Der Aufbau von Streitkräften erfolgte in der DDR zunächst nominell in Form von Polizeikräften (ab 1948, „Bereitschaften der Volkspolizei“, ab 1952: Kasernierte Volkspolizei). In der Bundesrepublik entstand 1950 das Amt Blank zur Vorbereitung der Wiederbewaffnung. Die Kosten dieser Organisationen wurden nicht als Verteidigungshaushalt ausgewiesen. Ab 1955/56 bestanden mit Bundeswehr bzw. NVA wieder deutsche Streitkräfte. Bedingt durch die Umstände des Kalten Krieges stiegen die Verteidigungsetats beider deutscher Staaten Ende der 1950er-Jahre stark an. 1960 umfasste der Verteidigungsetat der Bundesrepublik Deutschland 7,45 Milliarden DM und der Anteil am Bundeshaushalt betrug 24,6 Prozent.

Durch den Mauerbau stabilisierten sich die Rüstungsausgaben im Westen. Die Rüstungsausgaben in der DDR stiegen jedoch weiter an. 1968 wurde der Verteidigungsetat um 60 % erhöht. Die offizielle Entspannungspolitik der 1970er-Jahre hinterließ im Verteidigungsetat keine Spuren. Die größten Steigerungsraten des Verteidigungshaushaltes fallen in diese Zeit. Erst mit dem Antritt der Regierung Helmut Kohl sanken die prozentualen Steigerungsraten im Haushalt des Verteidigungsministers wieder. 1990 betrug der Verteidigungsetat einschließlich des NVA-Haushaltes für das 2. Halbjahr rund 57,54 Milliarden DM. Der Anteil am Bundeshaushalt lag bei 15,1 Prozent.

Friedensdividende bis 1999

Nach der Wende kam es zu einer massiven Kürzung des Verteidigungsetats. Wegen des Wegfalls der Bedrohung durch den Warschauer Pakt konnte die NVA in die Bundeswehr integriert und der Personalbestand der Bundeswehr massiv gekürzt werden. Man spricht von der „Friedensdividende“. In den Jahren bis 1997 kam es jährlich zu deutlichen Kürzungen. Auch in den Folgejahren sank der Verteidigungshaushalt inflationsbereinigt nahezu jedes Jahr.

1999

Der Verteidigungshaushalt 1999 betrug 47,52 Milliarden DM (24,30 Milliarden Euro), davon entfielen:

  • 50,24 Prozent bzw. 23,84 Milliarden DM (12,19 Milliarden Euro) auf die Personalausgaben
  • 15,61 Prozent bzw. 7,42 Milliarden DM (3,79 Milliarden Euro) auf die militärischen Beschaffungen
  • 15,19 Prozent bzw. 7,22 Milliarden DM (3,69 Milliarden Euro) auf die sonstigen Betriebsausgaben
  • 8,79 Prozent bzw. 4,18 Milliarden DM (2,14 Milliarden Euro) auf Materialerhaltung und -betrieb
  • 5,30 Prozent bzw. 2,52 Milliarden DM (1,29 Milliarden Euro) auf Forschung, Entwicklung und Erprobung
  • 3,94 Prozent bzw. 1,87 Milliarden DM (0,96 Milliarden Euro) auf die militärischen Anlagen
  • 0,93 Prozent bzw. 0,44 Milliarden DM (0,23 Milliarden Euro) auf sonstige Investitionen.

Das entsprach einem Anteil von 74,22 Prozent bzw. 35,27 Milliarden DM (18,03 Milliarden Euro) für die Betriebskosten und 25,78 Prozent bzw. 12,25 Milliarden DM (6,26 Milliarden Euro) für verteidigungsinvestive Ausgaben (Entwicklung und Beschaffung neuer Ausrüstung).

Schuldenregel

Wie der gesamte Bundeshaushalt unterliegt auch der Verteidigungsetat seit 2009 grundsätzlich der sog. Schuldenbremse.

Der Haushalt für 2019 umfasste rund 43,2 Milliarden Euro.

Der Haushalt für 2020 umfasst rund 45,2 Milliarden Euro.

Der Haushalt für 2021 umfasst rund 46,9 Milliarden Euro.

Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine sieht ein Gesetzentwurf der Bundesregierung für 2022 die Errichtung eines Sondervermögens mit eigener Kreditermächtigung in Höhe von bis zu 100 Milliarden Euro zur Stärkung der Bündnis- und Verteidigungsfähigkeit und Ertüchtigung der Streitkräfte vor. Diese Kreditermächtigung entspricht einem Neukredit im Maßstab des doppelten Verteidigungsetats und wird von den Kreditobergrenzen der Schuldenregel ausgenommen.

In seiner Rede am 27. Februar 2022 vor dem Deutschen Bundestag sprach Bundeskanzler Scholz davon, das Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für die Rüstung und zusätzlich die Erhöhung des Wehretats auf über 2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes anzustreben. Später war dann allerdings nur noch die Rede davon, mit den 100 Milliarden Euro Sondervermögen über vier Jahre verteilt den Wehretat auf über 2 Prozent des BIPs zu steigern.

  • März 2004 bis März 2005: 245 Mrd. Yuan (26,7 Mrd. Euro)
  • März 2005 bis März 2006: 281 Mrd. Yuan (30,7 Mrd. Euro)
  • März 2006 bis März 2007: 283,8 Mrd. Yuan (31 Mrd. Euro)
  • März 2007 bis März 2008: 350,9 Mrd. Yuan (38,3 Mrd. Euro)
  • März 2008 bis März 2009: 375,75 Mrd. Yuan (41 Mrd. Euro)
  • März 2009 bis März 2010: 472,87 Mrd. Yuan (51,6 Mrd. Euro)
  • März 2010 bis März 2011: 532 Mrd. Yuan (58 Mrd. Euro)
  • März 2011 bis März 2012: 601 Mrd. Yuan (65,6 Mrd. Euro)

Viele Militärausgaben werden in China allerdings durch andere Haushaltsposten abgedeckt. Die genauen Ausgaben für das Militär werden nicht bekannt gegeben. Der tatsächliche Verteidigungsetat wird auf das zwei- bis dreifache geschätzt.

Im französischen Staatshaushalt verteilen sich die Mittel des Ministeriums der Streitkräfte auf drei Bereiche, den Bereich „Verteidigung“, die den Großteil der Mittel zusammenfasst, den interministeriellen Bereich „Veteranen, Gedenken und Verbindungen mit der Nation“ und der interministerielle Bereich „Forschung und Hochschulbildung“.
Schema zum Verteidigungsetat Frankreichs zwischen 1988 und 2003
Der französische Verteidigungshaushalt ist einer der höchsten Europas. Der allgemeine Trend zu mehr Verteidigungsbudgets in Frankreich im Jahr 2019 setzt sich wie in den meisten europäischen Ländern fort. Der Verteidigungshaushalt einschließlich Pensionen, ist von 38,99 Mrd. € im Jahr 2014 auf 46,1 Milliarden Euro im Jahr 2020 gestiegen, was einer aktuellen Steigerung von 18,2 Prozent entspricht. Diese Zahlen sind nicht direkt mit denen anderer NATO-Staaten vergleichbar, aber spiegeln dennoch einen erheblichen Investitionsaufwand für die Neuanschaffung von Ausrüstung wider.

Im Jahr 2019 beträgt der Verteidigungsetat etwa 44,4 Milliarden Euro (inkl. Pensionen) bzw. 35,8 Milliarden Euro ohne Berücksichtigung von Pensionsverpflichtungen. Das Effektiv zur Verfügung stehende Budget für die französischen Streitkräfte beträgt im Jahr 2020 ca. 37,60 Milliarden Euro. Der französische Militärhaushalt ist damit nach Deutschland mit 45,2 Mrd. € (2020) und Großbritannien, der dritthöchste Verteidigungshaushalt in Europa.

Entwicklung des Verteidigungshaushalts in Mrd. € und %-Anteil am französischen BIP
Programme 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
BIP Frankreich [Mrd. €] 2147,6 2198,4 2234,1 2295,1 2353,1 2416,9 2479,4
Verteidigungshaushalt (inkl. Pensionen) [Mrd. €] 38,99 38,89 39,69 40,59 42,63 44,40 46,10
Verteidigungshaushalt (ohne Pensionen) [Mrd. €] 31,15 31,73 32,44 34,20 35,80 37,50
% Militärhaushalt (inkl. Pensionen) / BIP 1,82 % 1,78 % 1,77 % 1,77 % 1,81 % 1,83 % 1,86 %
Quellen

Zirka 10 % des französischen Wehretats fließen allein in die Atomstreitkräfte.

Unter der Regierung von George W. Bush wurde der Verteidigungsetat der Vereinigten Staaten nach 2001 stark angehoben. Die Anhebung wird als maßgebliche Ursache für die Haushaltsdefizite der letzten Jahre gesehen. Der noch positive Haushaltssaldo im Jahr 2001 von 127 Mrd. Dollar kippte bereits 2002 ins Negative. 2002 lag das Haushaltsdefizit der Vereinigten Staaten bereits bei 158 Mrd. Dollar und 2005 bei 427 Mrd. Dollar. Laut aktuellen Schätzungen kostete z. B. der Irak-Krieg bis heute über 5 Billionen Dollar.

Historische Entwicklung des US-Verteidigungsetats 2001–2012
Jahr Verteidigungsetat
2000 375,9 Mrd. USD
2001 378,9 Mrd. USD
2002 425,5 Mrd. USD
2003 484,3 Mrd. USD
2004 527,8 Mrd. USD
2005 553 Mrd. USD
2006 561,6 Mrd. USD
2007 576,3 Mrd. USD
2008 618,9 Mrd. USD
2009 668,6 Mrd. USD
2010 687,1 Mrd. USD
2011 698,3 Mrd. USD
2012 662 Mrd. USD (geplant)
2015 577 Mrd. USD (gebilligt)
2016 611 Mrd. USD (gem. SIPRI)
2019 716 Mrd. USD
2020 738 Mrd. USD reuters.com

Finnland, 2010: 2,7 Mrd. Euro
Österreich, 2010: 2,5 Mrd. Euro
Schweden, 2010: 40,664 Mrd. Kronen (ca. 4,4 Mrd. Euro)
Schweiz, 2010: 4,813 Mrd. Franken (ca. 4,8 Mrd. Euro)

Die Militärausgaben zwischen 2003 und 2012 in US-Dollar:

Militärbudget
Turkei Türkei Griechenland Griechenland
Jahr in Mio. USD in %/BIP in Mio. USD in %/BIP
2012 18.184 2,3 % 6.972 2,5 %
2011 17.906 2,3 % 6.709 2,2 %
2010 17.690 2,4 % 8.869 2,7 %
2009 17.275 2,6 % 11.455 3,3 %
2008 16.119 2,3 % 10.995 3,1 %
2007 15.924 2,3 % 9.891 2,8 %
2006 16.511 2,5 % 9.898 2,9 %
2005 15.799 2,5 % 9.520 2,9 %
2004 16.689 2,8 % 8.804 2,7 %
2003 18.287 3,4 % 8.008 2,6 %
  1. The SIPRI definition of military expenditure. (Memento desOriginals vom 15. Juli 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sipri.org In: Stockholm International Peace Research Institute: Stockholm International Peace Research Institute: Military Spending and Armament; abgerufen am 12. Juli 2009.
  2. Recent trends in military expenditure. (Memento desOriginals vom 2. September 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sipri.org Stockholm International Peace Research Institute; abgerufen am 9. März 2011.
  3. Russlands imperialer Irrweg. In: NZZ, 19. Juni 2015
  4. The 15 major spender countries in 2008 (table). In: Stockholm International Peace Research Institute. Military Spending and Armament. Stockholm International Peace Research Institute; abgerufen am 14. Juli 2009.
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  15. Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (Artikel 87a). BR-Drs. 123/22 vom 17. März 2022.
  16. Entwurf eines Gesetzes zur Errichtung eines „Sondervermögens Bundeswehr“ (Bundeswehrsondervermögensgesetz - BwSVermG) BR-Drs. 124/22 vom 17. März 2022.
  17. Dorothee Frank: Schuldenbremse trifft Verteidigung. Behörden Spiegel, 8. Februar 2022.
  18. Christoph von Marschall: Scholz hat seine Zusagen schon wieder einkassiert. In: Der Tagesspiegel. 8. April 2022, abgerufen am 21. April 2022.
  19. China rüstet auf und droht Taiwan. wiwo.de, 4. März 2006, abgerufen am 4. März 2011.
  20. Chinas Verteiligunsbudget für 2007 auf gleichem Niveau der vergangenen Jahre. CRIonline, 4. März 2007, abgerufen am 4. März 2011.
  21. China verschreckt Pentagon. Tagesspiegel, 4. März 2008, abgerufen am 4. März 2011.
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Verteidigungsetat Verteidigungshaushalt eines Landes Sprache Beobachten Bearbeiten Der Verteidigungshaushalt auch Verteidigungsbudget oder Verteidigungsetat auch mit dem Prafix Wehr oder Militar genannt umfasst alle Investitionen und Geldausgaben die ein Staat uber einen eingegrenzten Zeitraum hinweg fur strategische Aktivposten tatigt Erweiterte Definitionen erstrecken sich neben den Verteidigungshaushalten der souveranen Staaten auf die Militarausgaben derjenigen wenigen nichtstaatlichen politischen Akteure mit einem konstanten Zugriff auf finanzielle Ressourcen die ihnen einen flexiblen Gewalteinsatz zu politischen Zwecken erlauben Dazu zahlen vor allem paramilitarische Vereinigungen Ein Verteidigungsetat wird meist im jahrlichen Turnus veranschlagt auch wenn viele Investitionen fur einen wesentlich langeren Zeitraum vorgesehen sind Uber den seit Jahrzehnten grossten Verteidigungshaushalt in einer Grossenordnung von mehreren hundert Milliarden US Dollar pro Jahr verfugen die Vereinigten Staaten Ein in regelmassigen Abstanden veranschlagter Verteidigungshaushalt ging historisch betrachtet aus dem Ubergang von zweckgebunden ausgehobenen oder angeworbenen Streitkraften beispielsweise Bauernheere respektive Landsknechte zu stehenden Heeren einher Die Konfliktforschung befasst sich mit Verteidigungsausgaben als einem Faktor der gewalttatige politische Konflikte begunstigen kann wahrend die Internationalen Beziehungen in einem komparativen Rahmen untersuchen unter welchen Umstanden getatigte Verteidigungsausgaben das Sicherheitsdilemma auslosen beispielsweise im Rahmen eines Rustungswettlaufes Inhaltsverzeichnis 1 Definitionsansatze 2 Weltweite Entwicklung 2 1 2008 2 2 2011 2 3 2013 2 4 2016 2 5 2018 3 Deutschland 3 1 Kalter Krieg 3 2 Friedensdividende bis 1999 3 3 Schuldenregel 4 China 5 Frankreich 6 Vereinigte Staaten 7 Neutrale Staaten 8 Griechenland und die Turkei 9 Siehe auch 10 Weblinks 11 EinzelnachweiseDefinitionsansatze BearbeitenDas Stockholmer Institut fur Friedensforschung SIPRI ein in den Internationalen Beziehungen anerkanntes Forschungsinstitut definiert die Finanzierung folgender strategischer Kapazitaten als Verteidigungshaushalt 1 Streitkrafte darunter alle Kontingente die ein Staat fur Friedensmissionen bereitgestellt hat Verteidigungsministerien sowie alle Behorden die an der Ausarbeitung und Durchfuhrung militarisch relevanter Projekte beteiligt sind paramilitarische Krafte die fur militarische Operationen ausgebildet ausgerustet und bereitgestellt werden die militarische Nutzung des Weltraums Typischerweise umfasst ein Verteidigungshaushalt folgende Aktivposten Personalausgaben darunter alle laufenden Ausgaben fur militarisches und ziviles Personal regulare Pensionen des militarischen Personals Sozialtransfers fur das Personal sowie ihre Familien Operations und Betriebskosten militarische Forschung und Entwicklung Research amp Development R amp D militarische Baukosten militarische Entwicklungshilfe Mangels unmittelbaren Bezuges zum militarischen Zweck eines Verteidigungshaushaltes schliesst das SIPRI folgende Posten von seinen Berechnungen aus Zivilschutz Folgekosten bereits getatigter Investitionen wie Sozialleistungen fur Veteranen Demobilisierungskosten Ausgaben fur die zivile Nutzung militarischer Liegenschaften und Rustungsguter sowie Entwaffnungs und EntscharfungskostenWeltweite Entwicklung BearbeitenDas Stockholmer Friedensforschungsinstitut beziffert die weltweiten Verteidigungsausgaben auf 1 531 Billionen US Dollar fur das Jahr 2009 was einen Realanstieg von sechs Prozent gegenuber dem Vorjahr und von 49 Prozent gegenuber dem Jahr 2000 bedeute Dies entspreche einem Anteil am Weltbruttoinlandsprodukt von 2 7 und einem Pro Kopf Aufwand von 224 US Dollar Das grosste Wachstum in diesem Bereich verzeichne Osteuropa mit einem Anstieg von 108 Prozent innerhalb von zehn Jahren 2 Russland weist geheime oder geschlossene Posten bei den Haushaltsausgaben auf welche sich auf insgesamt 4 6 Prozent des BIP belaufen Es ist wahrscheinlich dass hier nicht Ausgaben fur Bildung oder Gesundheit verschleiert werden sollen sondern weitere Aufwendungen fur militarische Zwecke und Geheimdienstoperationen meinte die NZZ im 2015 3 2008 Bearbeiten Laut SIPRI brachten die Vereinigten Staaten von den weltweiten Verteidigungsausgaben im Jahr 2008 43 auf gefolgt von der Volksrepublik China mit 6 6 Frankreich mit 4 2 und dem Vereinigten Konigreich mit 3 8 2 Die untere Tabelle gibt die Schatzung des Stockholmer Friedensforschungsinstituts uber den Verteidigungsetat 2008 der 15 Staaten mit den grossten Verteidigungsetats der Welt wieder 4 Rang Land Ausgaben in Milliarden US Dollar A 1 Anteil an den weltweiten Ausgaben A 1 Pro Kopf Ausgaben in US Dollar A 1 Anteil am BIP 2007 A 1 Veranderung gegenuber 1999 in 1 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 607 41 5 1 967 4 0 66 52 China Volksrepublik Volksrepublik China 84 9 5 8 63 2 0 1943 Frankreich Frankreich 65 7 4 5 1 061 2 3 3 54 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Konigreich 65 3 4 5 1 070 2 4 20 75 Russland Russland 58 6 4 0 413 3 5 1736 Deutschland Deutschland 46 8 3 2 568 1 3 11 07 Japan Japan 46 3 3 2 361 0 9 1 78 Italien Italien 40 6 2 8 689 1 8 0 49 Saudi Arabien Saudi Arabien 38 2 2 6 1 511 9 3 81 510 Indien Indien 30 0 2 1 25 2 5 44 111 Korea Sud Sudkorea 24 2 1 7 501 2 7 51 512 Brasilien Brasilien 23 3 1 6 120 1 5 29 913 Kanada Kanada 19 3 1 3 581 1 2 37 414 Spanien Spanien 19 2 1 3 430 1 2 37 715 Australien Australien 18 4 1 3 876 1 9 38 6 Anmerkung A 1 a b c d e Angaben in Klammern sind Schatzungen wahrend das saudische Verteidigungsbudget moglicherweise Ausgaben fur die Aufrechterhaltung der offentlichen Ordnung enthalt und damit unter Umstanden uberschatzt wurde 2011 Bearbeiten Platz Land Ausgaben 2011 in Milliarden US Dollar 1 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 7392 China Volksrepublik Volksrepublik China 89 83 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Konigreich 62 74 Frankreich Frankreich 58 85 Japan Japan 58 46 Russland Russland 52 77 Saudi Arabien Saudi Arabien 46 28 Deutschland Deutschland 44 29 Indien Indien 37 310 Brasilien Brasilien 36 62013 Bearbeiten Daten nach Angaben von SIPRI 5 6 Rang Land Ausgaben Anteil am BIP Entwicklung 2004 13 1 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 640 Mrd US Dollar 3 8 12 2 China Volksrepublik Volksrepublik China 188 Mrd US Dollar 2 0 170 3 Russland Russland 87 8 Mrd US Dollar 4 1 108 4 Saudi Arabien Saudi Arabien 67 0 Mrd US Dollar 9 3 118 5 Frankreich Frankreich 61 2 Mrd US Dollar 2 2 6 4 6 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Konigreich 57 9 Mrd US Dollar 2 3 2 5 7 Deutschland Deutschland 48 8 Mrd US Dollar 1 4 3 8 8 Japan Japan 48 6 Mrd US Dollar 1 0 0 2 9 Indien Indien 47 4 Mrd US Dollar 2 5 45 10 Korea Sud Sudkorea 33 9 Mrd US Dollar 2 8 42 11 Italien Italien 32 7 Mrd US Dollar 1 6 26 12 Brasilien Brasilien 31 5 Mrd US Dollar 1 4 48 13 Australien Australien 24 0 Mrd US Dollar 1 6 19 14 Turkei Turkei 19 1 Mrd US Dollar 2 3 13 15 Vereinigte Arabische Emirate Vereinigte Arabische Emirate 19 0 Mrd US Dollar 4 7 85 Kursive Daten sind Schatzungen Daten der V A E betreffen das Jahr 2012 in konstanten Preisen von 2012 2016 Bearbeiten Daten nach Angaben von SIPRI 7 Rang Land Ausgaben Anteil am BIP1 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 611 2 Mrd US Dollar 3 3 2 China Volksrepublik Volksrepublik China 215 7 Mrd US Dollar 1 9 3 Russland Russland 69 2 Mrd US Dollar 5 3 4 Saudi Arabien Saudi Arabien 63 7 Mrd US Dollar 10 0 5 Indien Indien 55 9 Mrd US Dollar 2 5 6 Frankreich Frankreich 55 7 Mrd US Dollar 2 3 7 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Konigreich 48 3 Mrd US Dollar 1 9 8 Japan Japan 46 1 Mrd US Dollar 1 0 9 Deutschland Deutschland 41 1 Mrd US Dollar 1 2 10 Korea Sud Sudkorea 36 8 Mrd US Dollar 2 7 11 Italien Italien 27 9 Mrd US Dollar 1 5 12 Australien Australien 24 3 Mrd US Dollar 2 0 13 Brasilien Brasilien 22 8 Mrd US Dollar 1 3 14 Vereinigte Arabische Emirate Vereinigte Arabische Emirate 22 8 Mrd US Dollar 5 7 15 Israel Israel 17 8 Mrd US Dollar 5 8 16 Kanada Kanada 17 8 Mrd US Dollar 1 0 17 Spanien Spanien 14 9 Mrd US Dollar 1 2 18 Turkei Turkei 14 9 Mrd US Dollar 2 0 19 Iran Iran 12 3 Mrd US Dollar 3 0 20 Algerien Algerien 10 6 Mrd US Dollar 6 7 2018 Bearbeiten Daten nach Angaben von SIPRI 8 Rang Land Ausgaben Anteil am BIP1 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 649 Mrd US Dollar 3 2 2 China Volksrepublik Volksrepublik China 250 Mrd US Dollar 1 9 3 Saudi Arabien Saudi Arabien 67 6 Mrd US Dollar 8 8 4 Indien Indien 66 5 Mrd US Dollar 2 4 5 Frankreich Frankreich 63 8 Mrd US Dollar 2 3 6 Russland Russland 61 4 Mrd US Dollar 3 9 7 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Konigreich 50 0 Mrd US Dollar 1 8 8 Deutschland Deutschland 49 5 Mrd US Dollar 1 2 9 Japan Japan 46 6 Mrd US Dollar 0 9 10 Korea Sud Sudkorea 43 1 Mrd US Dollar 2 6 11 Iran Iran 12 2 Mrd US Dollar Kursive Daten sind Schatzungen Deutschland BearbeitenAnteil der Rustungsausgaben Deutschlands am BruttoinlandsproduktJahr Prozent1953 3 97 1954 3 74 1955 3 84 1956 3 41 1957 3 90 1958 2 79 1959 4 17 1960 3 77 1961 3 74 1962 4 50 1963 4 90 1964 4 38 1965 4 09 1966 3 91 1967 4 08 1968 3 41 1969 3 40 1970 3 01 1971 3 06 1972 3 17 1973 3 16 1974 3 26 1975 3 28 1976 3 14 1977 3 04 1978 3 05 1979 2 96 1980 2 96 1981 3 04 1982 3 03 1983 3 03 1984 2 93 1985 2 87 1986 2 79 1987 2 77 1988 2 64 1989 2 53 1990 2 52 1991 2 00 1992 1 86 1993 1 69 1994 1 55 1995 1 50 1996 1 47 1997 1 41 1998 1 39 1999 1 40 2000 1 36 2001 1 32 2002 1 33 2003 1 32 2004 1 27 2005 1 07 2006 1 20 2007 1 17 2008 1 21 2009 1 31 2010 1 27 2011 1 21 2012 1 24 2013 1 19 2014 1 15 2015 1 14 2016 1 15 2017 1 15 2018 1 17 2019 1 27 2020 1 40 Datenquelle SIPRI 9 Kalter Krieg Bearbeiten Nach dem Zweiten Weltkrieg verfugte Deutschland zunachst uber keine Streitkrafte und damit auch uber keinen Verteidigungshaushalt Der Aufbau von Streitkraften erfolgte in der DDR zunachst nominell in Form von Polizeikraften ab 1948 Bereitschaften der Volkspolizei ab 1952 Kasernierte Volkspolizei In der Bundesrepublik entstand 1950 das Amt Blank zur Vorbereitung der Wiederbewaffnung Die Kosten dieser Organisationen wurden nicht als Verteidigungshaushalt ausgewiesen Ab 1955 56 bestanden mit Bundeswehr bzw NVA wieder deutsche Streitkrafte Bedingt durch die Umstande des Kalten Krieges stiegen die Verteidigungsetats beider deutscher Staaten Ende der 1950er Jahre stark an 1960 umfasste der Verteidigungsetat der Bundesrepublik Deutschland 7 45 Milliarden DM und der Anteil am Bundeshaushalt betrug 24 6 Prozent Durch den Mauerbau stabilisierten sich die Rustungsausgaben im Westen Die Rustungsausgaben in der DDR stiegen jedoch weiter an 1968 wurde der Verteidigungsetat um 60 erhoht 10 Die offizielle Entspannungspolitik der 1970er Jahre hinterliess im Verteidigungsetat keine Spuren Die grossten Steigerungsraten des Verteidigungshaushaltes fallen in diese Zeit Erst mit dem Antritt der Regierung Helmut Kohl sanken die prozentualen Steigerungsraten im Haushalt des Verteidigungsministers wieder 1990 betrug der Verteidigungsetat einschliesslich des NVA Haushaltes fur das 2 Halbjahr rund 57 54 Milliarden DM Der Anteil am Bundeshaushalt lag bei 15 1 Prozent Friedensdividende bis 1999 Bearbeiten Nach der Wende kam es zu einer massiven Kurzung des Verteidigungsetats Wegen des Wegfalls der Bedrohung durch den Warschauer Pakt konnte die NVA in die Bundeswehr integriert und der Personalbestand der Bundeswehr massiv gekurzt werden Man spricht von der Friedensdividende In den Jahren bis 1997 kam es jahrlich zu deutlichen Kurzungen Auch in den Folgejahren sank der Verteidigungshaushalt inflationsbereinigt nahezu jedes Jahr 1999 Der Verteidigungshaushalt 1999 betrug 47 52 Milliarden DM 24 30 Milliarden Euro davon entfielen 50 24 Prozent bzw 23 84 Milliarden DM 12 19 Milliarden Euro auf die Personalausgaben 15 61 Prozent bzw 7 42 Milliarden DM 3 79 Milliarden Euro auf die militarischen Beschaffungen 15 19 Prozent bzw 7 22 Milliarden DM 3 69 Milliarden Euro auf die sonstigen Betriebsausgaben 8 79 Prozent bzw 4 18 Milliarden DM 2 14 Milliarden Euro auf Materialerhaltung und betrieb 5 30 Prozent bzw 2 52 Milliarden DM 1 29 Milliarden Euro auf Forschung Entwicklung und Erprobung 3 94 Prozent bzw 1 87 Milliarden DM 0 96 Milliarden Euro auf die militarischen Anlagen 0 93 Prozent bzw 0 44 Milliarden DM 0 23 Milliarden Euro auf sonstige Investitionen Das entsprach einem Anteil von 74 22 Prozent bzw 35 27 Milliarden DM 18 03 Milliarden Euro fur die Betriebskosten und 25 78 Prozent bzw 12 25 Milliarden DM 6 26 Milliarden Euro fur verteidigungsinvestive Ausgaben Entwicklung und Beschaffung neuer Ausrustung Schuldenregel Bearbeiten Wie der gesamte Bundeshaushalt unterliegt auch der Verteidigungsetat seit 2009 grundsatzlich der sog Schuldenbremse Der Haushalt fur 2019 umfasste rund 43 2 Milliarden Euro 11 12 Der Haushalt fur 2020 umfasst rund 45 2 Milliarden Euro 13 Der Haushalt fur 2021 umfasst rund 46 9 Milliarden Euro 14 Nach dem russischen Uberfall auf die Ukraine sieht ein Gesetzentwurf der Bundesregierung fur 2022 die Errichtung eines Sondervermogens mit eigener Kreditermachtigung in Hohe von bis zu 100 Milliarden Euro zur Starkung der Bundnis und Verteidigungsfahigkeit und Ertuchtigung der Streitkrafte vor Diese Kreditermachtigung entspricht einem Neukredit im Massstab des doppelten Verteidigungsetats und wird von den Kreditobergrenzen der Schuldenregel ausgenommen 15 16 17 In seiner Rede am 27 Februar 2022 vor dem Deutschen Bundestag sprach Bundeskanzler Scholz davon das Sondervermogen von 100 Milliarden Euro fur die Rustung und zusatzlich die Erhohung des Wehretats auf uber 2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes anzustreben Spater war dann allerdings nur noch die Rede davon mit den 100 Milliarden Euro Sondervermogen uber vier Jahre verteilt den Wehretat auf uber 2 Prozent des BIPs zu steigern 18 China BearbeitenMarz 2004 bis Marz 2005 245 Mrd Yuan 26 7 Mrd Euro Marz 2005 bis Marz 2006 281 Mrd Yuan 30 7 Mrd Euro Marz 2006 bis Marz 2007 283 8 Mrd Yuan 31 Mrd Euro 19 Marz 2007 bis Marz 2008 350 9 Mrd Yuan 38 3 Mrd Euro 20 Marz 2008 bis Marz 2009 375 75 Mrd Yuan 41 Mrd Euro 21 Marz 2009 bis Marz 2010 472 87 Mrd Yuan 51 6 Mrd Euro 22 Marz 2010 bis Marz 2011 532 Mrd Yuan 58 Mrd Euro 23 Marz 2011 bis Marz 2012 601 Mrd Yuan 65 6 Mrd Euro 24 Viele Militarausgaben werden in China allerdings durch andere Haushaltsposten abgedeckt Die genauen Ausgaben fur das Militar werden nicht bekannt gegeben Der tatsachliche Verteidigungsetat wird auf das zwei bis dreifache geschatzt Frankreich BearbeitenIm franzosischen Staatshaushalt verteilen sich die Mittel des Ministeriums der Streitkrafte auf drei Bereiche den Bereich Verteidigung die den Grossteil der Mittel zusammenfasst den interministeriellen Bereich Veteranen Gedenken und Verbindungen mit der Nation und der interministerielle Bereich Forschung und Hochschulbildung Schema zum Verteidigungsetat Frankreichs zwischen 1988 und 2003Der franzosische Verteidigungshaushalt ist einer der hochsten Europas Der allgemeine Trend zu mehr Verteidigungsbudgets in Frankreich im Jahr 2019 setzt sich wie in den meisten europaischen Landern fort Der Verteidigungshaushalt einschliesslich Pensionen ist von 38 99 Mrd im Jahr 2014 auf 46 1 Milliarden Euro im Jahr 2020 gestiegen was einer aktuellen Steigerung von 18 2 Prozent entspricht Diese Zahlen sind nicht direkt mit denen anderer NATO Staaten vergleichbar aber spiegeln dennoch einen erheblichen Investitionsaufwand fur die Neuanschaffung von Ausrustung wider Im Jahr 2019 betragt der Verteidigungsetat etwa 44 4 Milliarden Euro inkl Pensionen bzw 35 8 Milliarden Euro ohne Berucksichtigung von Pensionsverpflichtungen Das Effektiv zur Verfugung stehende Budget fur die franzosischen Streitkrafte betragt im Jahr 2020 ca 37 60 Milliarden Euro Der franzosische Militarhaushalt ist damit nach Deutschland mit 45 2 Mrd 2020 und Grossbritannien der dritthochste Verteidigungshaushalt in Europa 25 Entwicklung des Verteidigungshaushalts in Mrd und Anteil am franzosischen BIP Programme 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020BIP Frankreich Mrd 26 2147 6 2198 4 2234 1 2295 1 2353 1 2416 9 2479 4Verteidigungshaushalt inkl Pensionen Mrd 38 99 38 89 39 69 40 59 42 63 44 40 46 10Verteidigungshaushalt ohne Pensionen Mrd 31 15 31 73 32 44 34 20 35 80 37 50 Militarhaushalt inkl Pensionen BIP 1 82 1 78 1 77 1 77 1 81 1 83 1 86 Quellen 27 28 29 30 31 Zirka 10 des franzosischen Wehretats fliessen allein in die Atomstreitkrafte Vereinigte Staaten BearbeitenUnter der Regierung von George W Bush wurde der Verteidigungsetat der Vereinigten Staaten nach 2001 stark angehoben Die Anhebung wird als massgebliche Ursache fur die Haushaltsdefizite der letzten Jahre gesehen Der noch positive Haushaltssaldo im Jahr 2001 von 127 Mrd Dollar kippte bereits 2002 ins Negative 2002 lag das Haushaltsdefizit der Vereinigten Staaten bereits bei 158 Mrd Dollar und 2005 bei 427 Mrd Dollar Laut aktuellen Schatzungen kostete z B der Irak Krieg bis heute uber 5 Billionen Dollar 32 Historische Entwicklung des US Verteidigungsetats 2001 2012 Jahr Verteidigungsetat2000 375 9 Mrd USD2001 378 9 Mrd USD2002 425 5 Mrd USD2003 484 3 Mrd USD2004 527 8 Mrd USD2005 553 Mrd USD2006 561 6 Mrd USD2007 576 3 Mrd USD2008 618 9 Mrd USD2009 668 6 Mrd USD2010 687 1 Mrd USD2011 698 3 Mrd USD2012 662 Mrd USD geplant 33 2015 577 Mrd USD gebilligt 2016 611 Mrd USD gem SIPRI 34 2019 716 Mrd USD 35 2020 738 Mrd USD reuters comNeutrale Staaten BearbeitenFinnland 2010 2 7 Mrd Euro Osterreich 2010 2 5 Mrd Euro Schweden 2010 40 664 Mrd Kronen ca 4 4 Mrd Euro Schweiz 2010 4 813 Mrd Franken ca 4 8 Mrd Euro Griechenland und die Turkei BearbeitenDie Militarausgaben 36 zwischen 2003 und 2012 in US Dollar Militarbudget Turkei Turkei Griechenland GriechenlandJahr in Mio USD in BIP in Mio USD in BIP2012 18 184 2 3 6 972 2 5 2011 17 906 2 3 6 709 2 2 2010 17 690 2 4 8 869 2 7 2009 17 275 2 6 11 455 3 3 2008 16 119 2 3 10 995 3 1 2007 15 924 2 3 9 891 2 8 2006 16 511 2 5 9 898 2 9 2005 15 799 2 5 9 520 2 9 2004 16 689 2 8 8 804 2 7 2003 18 287 3 4 8 008 2 6 Siehe auch BearbeitenListe der StreitkrafteWeblinks BearbeitenDatenbank des Stockholmer Friedensforschungsinstituts zu nationalen Verteidigungsausgaben englisch Datenbank der NATO zu den Verteidigungsausgaben ihrer Mitglieder englisch franzosisch Rangliste der Lander mit den hochsten Verteidigungsausgaben gemessen am BIP im CIA World Factbook englisch zeitlicher Verlauf der Militarausgaben 1830 2019 Youtubevideo Einzelnachweise Bearbeiten The SIPRI definition of military expenditure Memento des Originals vom 15 Juli 2009 im Internet Archive Info Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht gepruft Bitte prufe Original und Archivlink gemass Anleitung und entferne dann diesen Hinweis 1 2 Vorlage Webachiv IABot www sipri org In Stockholm International Peace Research Institute Stockholm International Peace Research Institute Military Spending and Armament abgerufen am 12 Juli 2009 a b Recent trends 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Carina Solmirano Trends In World Military Expenditure 2013 PDF Sipri Fact Sheet April 2014 abgerufen am 23 Dezember 2017 englisch Archivversion World Military Spending 2017 PDF SIPRI abgerufen am 9 Juli 2017 Trends in world military expenditure 2018 PDF In SIPRI Abgerufen am 1 September 2019 SIPRI Military Expenditure Database Abgerufen am 19 April 2022 englisch Von ZEIT zu ZEIT In Die Zeit Nr 51 1967 Bundeshaushaltsplan 2019 Einzelplan 14 Bundesministerium der Verteidigung PDF In bmvg de Bundesministerium der Verteidigung abgerufen am 6 Juni 2019 Verteidigungshaushalt Verteidigungshaushalt 2019 In bmvg de Bundesministerium der Verteidigung abgerufen am 6 Juni 2019 Kabinett beschliesst Etatentwurf 2020 Verteidigungsausgaben steigen bmvg de 27 Juni 2019 Abgerufen am 23 Marz 2020 Verteidigungshaushalt Abgerufen am 27 Januar 2021 Entwurf eines Gesetzes zur Anderung des Grundgesetzes Artikel 87a BR Drs 123 22 vom 17 Marz 2022 Entwurf eines Gesetzes zur Errichtung eines Sondervermogens Bundeswehr Bundeswehrsondervermogensgesetz BwSVermG BR Drs 124 22 vom 17 Marz 2022 Dorothee Frank Schuldenbremse trifft Verteidigung Behorden Spiegel 8 Februar 2022 Christoph von Marschall Scholz hat seine Zusagen schon wieder einkassiert In Der Tagesspiegel 8 April 2022 abgerufen am 21 April 2022 China rustet auf und droht Taiwan wiwo de 4 Marz 2006 abgerufen am 4 Marz 2011 Chinas Verteiligunsbudget fur 2007 auf gleichem Niveau der vergangenen Jahre CRIonline 4 Marz 2007 abgerufen am 4 Marz 2011 China verschreckt Pentagon Tagesspiegel 4 Marz 2008 abgerufen am 4 Marz 2011 Chinas Verteiligungsetat steigt 2009 leicht China Botschaft 5 Marz 2009 abgerufen am 4 Marz 2011 Chinesisches Militars Wollen Amerika nicht herausfordern faz net 4 Marz 2010 abgerufen am 4 Marz 2011 China erhoht Militarausgaben Zeit Online 4 Marz 2011 abgerufen am 4 Marz 2011 Nicolas Gros Verheyde Le Royaume Uni premier budget de defense en Europe Vrai ou Faux In B2 Le blog de l Europe politique 23 November 2018 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