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Verpelét ist eine ungarische Stadt im Komitat Heves. Mit 3811 Einwohnern (Stand: 2017) ist Verpelét der zweitgrößte Ort im Kreis Eger.

Verpelét
Verpelét
Basisdaten
Staat: Ungarn
Region: Nordungarn
Komitat: Heves
Kleingebiet bis 31.12.2012: Eger
Kreis seit 1.1.2013: Eger
Koordinaten: 47° 51′ N,20° 14′ O47.84820.226131Koordinaten:47° 50′ 53″ N,20° 13′ 34″ O
Höhe: 131 m
Fläche: 53,18 km²
Einwohner: 3.824 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+36) 36
Postleitzahl: 3351
KSH-kód: 24147
Struktur und Verwaltung (Stand: 2020)
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: Sándor Farkas (Fidesz-KDNP)
Postanschrift: Kossuth Lajos utca 73
3351 Verpelét
Website:
(Quelle: A Magyar Köztársaság helységnévkönyve 2011. január 1. bei Központi statisztikai hivatal)

Inhaltsverzeichnis

Verpelét liegt in Nordungarn, etwa 18 Kilometer südwestlich der Stadt Eger. Die Stadt liegt an der Tarna in einer Hügellandschaft, die im Nordwesten des Gemeindegebiets ins Mátra-Gebirge übergeht. Der Ortskern liegt auf etwa 130 Meter Höhe, der höchste Punkt im Gemeindegebiet ist das Remete-tetö mit 610 m.

Das heutige Gemeindegebiet ist seit der Bronzezeit besiedelt, was archäologische Funde der Piliny-Kultur belegen. Unweit des heutigen Ortes befand sich im Mittelalter auf flachem Gelände eine Motte, die vermutlich während der Árpádenzeit nur kurzzeitig Bestand hatte und heute als unausgegrabenes Bodendenkmal erhalten ist.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Verpelét im Jahr 1252, aus dem 14. Jahrhundert ist der Name Welpreth belegt. Zwischen 1389 und 1465 gehörte der Ort zum Besitz der Burg Sirok. Nachdem die türkische Armee 1544 Hatvan eingenommen hatte, drang sie kurz darauf auch ins unbefestigte Verpelét vor. Während der türkischen Herrschaft nahm die Bevölkerung stark ab; 1686 wurden nur noch eineinhalb Steuern zahlende Haushalte gezählt. Im Jahr 1695 wurde Verpelét von einem Feuer zerstört, aber schnell wiederaufgebaut. 1701 zählte der Ort 134 volljährige erwerbstätige Einwohner, für dieses Jahr ist außerdem erstmals das Marktrecht nachgewiesen.

Im ungarischen Unabhängigkeitskrieg war Verpelét am 26. und 27. Februar 1849 einer der Schauplätze der Schlacht bei Kápolna.

Ab Ende des 18. Jahrhunderts bestand in Verpelét eine jüdische Gemeinde, der 1840 mehr als die Hälfte der im Kreis Eger lebenden Juden angehörten. 1870 wurde die Synagoge im Ort eröffnet, daneben existierten eine Schule und eine Jeschiwa. Während des Weißen Terrors 1919–21 wurden auch in Verpelét Juden Opfer von Plünderungen. Nach der Besetzung Ungarns durch deutsche Truppen wurde im Mai 1944 die gesamte jüdische Bevölkerung des Ortes ins Ghetto Bagolyuk und anschließend ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Nur fünf Überlebende des Holocaust kehrten nach Kriegsende nach Verpelét zurück.

Seit 2013 trägt Verpelét das Stadtrecht.

Verpelét ist seit jeher landwirtschaftlich geprägt. So waren im Jahr 1920 etwa 85 % der Einwohner in der Landwirtschaft beschäftigt und der Gewerbeanteil "für einen Ort von dieser Größe sehr niedrig". Eine bedeutende Rolle spielt der Weinbau auf den Löss- und Lehmböden des Tarna-Tals, der vermutlich bis ins 15. Jahrhundert zurückgeht. Früher wurden die Böden auch für den Tabakanbau genutzt.

Heute werden auf einer Rebfläche von 592 ha Weiß- und Rotweine angebaut; mehr als ein Fünftel entfällt auf den Lindenblättrigen (Hárslevelű). Neben dem daraus gewonnenen Debrői Hárslevelű zählen auch Egri Bikavér sowie Verpeléter Welschriesling (Olaszrizling) und Muskateller (Muskotály) zu den Spezialitäten des Ortes.

  • Römisch-katholische Kirche Krisztus Király és Mindenszentek im Barockstil
  • Schmiede, erbaut 1880, sarniert 1964
  • Burgberg (Várhegy), ein Hügel vulkanischen Ursprungs (Flankenvulkan) nördlich des Ortskerns mit Aussicht über das Tarna-Tal
  • Ehemaliges Herrenhaus Sztáray-kastély (wird heute als Grundschule genutzt)
  • Skulptur der Weinbauern (Szőlőművelők szobra), erschaffen 1992 von Károly Radó
  • Fischteich (Halastó) 3 km nordöstlich des Ortes
  • Römisch-katholische Kirche

  • Schmiede

  • Rathaus

  • Fischteich

Bahnhof Verpelét

Verpelét liegt an der Landstraße Nr. 2416, einer Nebenstraße von Eger nach Gyöngyös. Der Ort ist außerdem über die Landstraße Nr. 2417 mit Kápolna und die Landstraße Nr. 2415 mit Sirok verbunden. Verpelét besitzt einen Bahnhof an der Bahnstrecke KisterenyeKál-Kápolna, auf der allerdings seit 2007 keine Personenzüge mehr verkehren.

Commons: Verpelét – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. Geschichte auf der Website der Stadt Verpelét, abgerufen am 24. März 2020 (ungarisch).
  2. Shmuel Spector, Geoffrey Wigoder (Hrsg.): The Encyclopedia of Jewish Life Before and During the Holocaust.Band3. NYU Press, New York 2001, ISBN 978-0-8147-9378-7,S.1388 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Verpelét. The Museum of the Jewish People at Beit Hatfutsot, abgerufen am 25. März 2020.
  4. Helmut Klocke: Der gesellschaftliche Aufbau eines magyarischen Dorfes. Verpelét im Komitat Heves. In: Ungarische Jahrbücher.Band14, 1934,S.353–384 (mtak.hu [PDF]).
  5. Tivadar Barnát: An economic geography of Hungary. 2. Auflage. Akadémiai Kiadó, Budapest 1989, ISBN 978-963-05-4990-5,S.370.
  6. Verpeléti hegyközség auf der Website des Weinbaugebiets Eger, abgerufen am 24. März 2020 (ungarisch).

Verpelet Gemeinde in Ungarn Sprache Beobachten Bearbeiten Verpelet ist eine ungarische Stadt im Komitat Heves Mit 3811 Einwohnern Stand 2017 ist Verpelet der zweitgrosste Ort im Kreis Eger VerpeletVerpeletBasisdatenStaat UngarnRegion NordungarnKomitat HevesKleingebiet bis 31 12 2012 EgerKreis seit 1 1 2013 EgerKoordinaten 47 51 N 20 14 O 47 848 20 226 131 Koordinaten 47 50 53 N 20 13 34 OHohe 131 mFlache 53 18 km Einwohner 3 824 1 Jan 2011 Bevolkerungsdichte 72 Einwohner je km Telefonvorwahl 36 36Postleitzahl 3351KSH kod 24147Struktur und Verwaltung Stand 2020 Gemeindeart StadtBurgermeister Sandor Farkas Fidesz KDNP Postanschrift Kossuth Lajos utca 73 3351 VerpeletWebsite www verpelet hu Quelle A Magyar Koztarsasag helysegnevkonyve 2011 januar 1 bei Kozponti statisztikai hivatal Inhaltsverzeichnis 1 Geographie 2 Geschichte 3 Wirtschaft 4 Sehenswurdigkeiten 5 Verkehr 6 Personlichkeiten 7 Weblinks 8 EinzelnachweiseGeographie BearbeitenVerpelet liegt in Nordungarn etwa 18 Kilometer sudwestlich der Stadt Eger Die Stadt liegt an der Tarna in einer Hugellandschaft die im Nordwesten des Gemeindegebiets ins Matra Gebirge ubergeht Der Ortskern liegt auf etwa 130 Meter Hohe der hochste Punkt im Gemeindegebiet ist das Remete teto mit 610 m Geschichte BearbeitenDas heutige Gemeindegebiet ist seit der Bronzezeit besiedelt was archaologische Funde der Piliny Kultur belegen Unweit des heutigen Ortes befand sich im Mittelalter auf flachem Gelande eine Motte die vermutlich wahrend der Arpadenzeit nur kurzzeitig Bestand hatte und heute als unausgegrabenes Bodendenkmal erhalten ist Erstmals urkundlich erwahnt wurde Verpelet im Jahr 1252 aus dem 14 Jahrhundert ist der Name Welpreth belegt Zwischen 1389 und 1465 gehorte der Ort zum Besitz der Burg Sirok Nachdem die turkische Armee 1544 Hatvan eingenommen hatte drang sie kurz darauf auch ins unbefestigte Verpelet vor Wahrend der turkischen Herrschaft nahm die Bevolkerung stark ab 1686 wurden nur noch eineinhalb Steuern zahlende Haushalte gezahlt Im Jahr 1695 wurde Verpelet von einem Feuer zerstort aber schnell wiederaufgebaut 1701 zahlte der Ort 134 volljahrige erwerbstatige Einwohner fur dieses Jahr ist ausserdem erstmals das Marktrecht nachgewiesen 1 Im ungarischen Unabhangigkeitskrieg war Verpelet am 26 und 27 Februar 1849 einer der Schauplatze der Schlacht bei Kapolna Ab Ende des 18 Jahrhunderts bestand in Verpelet eine judische Gemeinde der 1840 mehr als die Halfte der im Kreis Eger lebenden Juden angehorten 1 1870 wurde die Synagoge im Ort eroffnet daneben existierten eine Schule und eine Jeschiwa 2 Wahrend des Weissen Terrors 1919 21 wurden auch in Verpelet Juden Opfer von Plunderungen Nach der Besetzung Ungarns durch deutsche Truppen wurde im Mai 1944 die gesamte judische Bevolkerung des Ortes ins Ghetto Bagolyuk und anschliessend ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert Nur funf Uberlebende des Holocaust kehrten nach Kriegsende nach Verpelet zuruck 3 Seit 2013 tragt Verpelet das Stadtrecht Wirtschaft BearbeitenVerpelet ist seit jeher landwirtschaftlich gepragt So waren im Jahr 1920 etwa 85 der Einwohner in der Landwirtschaft beschaftigt und der Gewerbeanteil fur einen Ort von dieser Grosse sehr niedrig 4 Eine bedeutende Rolle spielt der Weinbau auf den Loss und Lehmboden des Tarna Tals der vermutlich bis ins 15 Jahrhundert zuruckgeht Fruher wurden die Boden auch fur den Tabakanbau genutzt 5 Heute werden auf einer Rebflache von 592 ha Weiss und Rotweine angebaut mehr als ein Funftel entfallt auf den Lindenblattrigen Harslevelu Neben dem daraus gewonnenen Debroi Harslevelu zahlen auch Egri Bikaver sowie Verpeleter Welschriesling Olaszrizling und Muskateller Muskotaly zu den Spezialitaten des Ortes 6 Sehenswurdigkeiten BearbeitenRomisch katholische Kirche Krisztus Kiraly es Mindenszentek im Barockstil Schmiede erbaut 1880 sarniert 1964 Burgberg Varhegy ein Hugel vulkanischen Ursprungs Flankenvulkan nordlich des Ortskerns mit Aussicht uber das Tarna Tal Ehemaliges Herrenhaus Sztaray kastely wird heute als Grundschule genutzt Skulptur der Weinbauern Szolomuvelok szobra erschaffen 1992 von Karoly Rado Fischteich Halasto 3 km nordostlich des Ortes Romisch katholische Kirche Schmiede Rathaus FischteichVerkehr Bearbeiten Bahnhof Verpelet Verpelet liegt an der Landstrasse Nr 2416 einer Nebenstrasse von Eger nach Gyongyos Der Ort ist ausserdem uber die Landstrasse Nr 2417 mit Kapolna und die Landstrasse Nr 2415 mit Sirok verbunden Verpelet besitzt einen Bahnhof an der Bahnstrecke Kisterenye Kal Kapolna auf der allerdings seit 2007 keine Personenzuge mehr verkehren Personlichkeiten BearbeitenKati Kovacs 1944 Sangerin und SchauspielerinWeblinks Bearbeiten Commons Verpelet Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Offizielle Website ungarisch Verpelet bei tourinform hu ungarisch Einzelnachweise Bearbeiten a b Geschichte auf der Website der Stadt Verpelet abgerufen am 24 Marz 2020 ungarisch Shmuel Spector Geoffrey Wigoder Hrsg The Encyclopedia of Jewish Life Before and During the Holocaust Band 3 NYU Press New York 2001 ISBN 978 0 8147 9378 7 S 1388 eingeschrankte Vorschau in der Google Buchsuche Verpelet The Museum of the Jewish People at Beit Hatfutsot abgerufen am 25 Marz 2020 Helmut Klocke Der gesellschaftliche Aufbau eines magyarischen Dorfes Verpelet im Komitat Heves In Ungarische Jahrbucher Band 14 1934 S 353 384 mtak hu PDF Tivadar Barnat An economic geography of Hungary 2 Auflage Akademiai Kiado Budapest 1989 ISBN 978 963 05 4990 5 S 370 Verpeleti hegykozseg auf der Website des Weinbaugebiets Eger abgerufen am 24 Marz 2020 ungarisch Gemeinden im Kreis Eger Andornaktalya Bator Demjen Eger Egerbakta Egerbocs Egercsehi Egerszalok Egerszolat Feldebro Felsotarkany Hevesaranyos Kerecsend Maklar Nagytalya Noszvaj Novaj Ostoros Szarvasko Szucs Tarnaszentmaria Verpelet Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Verpelet amp oldid 198114227, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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