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Frühgeschichte und Antike

Die erste vorübergehende Besiedlung Veronas kann zwischen dem 11. und dem 8. Jahrhundert v. Chr. angesiedelt werden, wie Grabbeigaben und vereinzelte Keramikfunde belegen. Besiedelt wurde zunächst das linke Etschufer rund um den Colle San Pietro, an dem eine Furt auf die andere Flussseite führte. Erst mit dem 4. Jahrhundert v. Chr. war der Hügel und seine nähere Umgebung erneut Ort einer festen Siedlung. Funde, die den Rätern, Euganeern und Cenomanen zugeordnet werden können, unterstreichen, dass die Siedlung an der Grenze verschiedener Kulturbereiche lag. Bereits römische Quellen hatten sich in dieser Richtung geäußert und Verona mit den genannten Völkern und Stämmen in Verbindung gebracht. Im 2. Jahrhundert v. Chr. tauchten die ersten römischen Siedler auf. Der Bau der Via Postumia 148 v. Chr. förderte die weitere römische Ansiedlung. Mit der Verleihung des latinischen Bürgerrechts an die Bewohner der Gallia cisalpina 89 v. Chr. wurde Verona zum Oppidum ausgebaut.

Mit der Verleihung der römischen Bürgerrechte unter Gaius Iulius Caesar wurde Verona 49 v. Chr. zum Municipium, was als offizieller Gründungsakt der Stadt angesehen wird. Mit der Ernennung erfuhr Verona auch einen radikalen städtebaulichen Schnitt. Lag das Zentrum des Ortes bis dahin am linken Etschufer, wurde Verona nun am rechten Ufer innerhalb der Etschschleife neu angelegt und an der zur Po-Ebene offenen Seite mit Stadtmauern geschützt. Zwischen Etsch und den römischen Stadtmauern entstand bereits unter Kaiser Augustus die römische Stadt Verona, die bald über ihre Mauern hinaus wuchs. So wurde das gut erhaltene Amphitheater – die Arena von Verona – ein knappes Jahrhundert später bereits vor den Stadtmauern angelegt.

Ponte Pietra (100 v. Chr.)

Im Vierkaiserjahr 69 n. Chr. entging Verona im Gegensatz zu Cremona der Verwüstung im Kampf zwischen den Legionen des Vespasian und den Legionen des Vitellius. Danach setzte bis zur Reichskrise des 3. Jahrhunderts eine friedlichere Phase ein. Der Usurpator Decius schlug hier 249 den Kaiser Philippus Arabs, Konstantin 312 den Pompejanus (Schlacht von Verona).

Während der Völkerwanderung wurde Verona 402 von den Westgoten unter Alarich bedroht. Zwar konnte Stilicho in der Schlacht bei Verona noch einen Sieg über Alarich erringen. Aber bereits 452 plünderten die Hunnen unter Attila die Stadt. Nach dem Sieg des Ostgotenkönigs Theoderich über Odoaker bei Verona 489 wurde die Stadt neben Pavia und Ravenna zur Residenz des Ostgotenkönigs, der später im deutschen Hoch- und Spätmittelalter zur Sagenfigur Dietrich von Bern stilisiert wurde. Aus dem Sagenkreis um Dietrich von Bern stammt auch der alte Name der Stadt: „Dietrichsbern“. Weiterhin war in alter Zeit die Bezeichnung „Welsch-Bern“ gebräuchlich (zimbrisch: Bearn). Im 5. und 6. Jahrhundert war Verona nicht nur Residenz der Ostgoten, sondern auch für den Langobardenkönig Alboin, bis es an das fränkische Reich kam.

Antonio Guglielmi, Bürgermeister 1883–1887

Mittelalter und frühe Neuzeit

In der Folge der verheerenden Ungarneinfälle ab 899 in Oberitalien wurde die stark befestigte Stadt nach 900 Sitz einer Münzstätte, die zum Ausgangspunkt des Veroneser Währungsraums wurde. Ab 952 gehörte Verona zur Markgrafschaft Verona und damit zum Herzogtum Bayern und bzw. (ab 976) zu Kärnten. Erst zu Beginn des 12. Jahrhunderts wurde Verona selbständig und besaß eigene Stadtrechte. 1117 wurde die Stadt von einem Erdbeben getroffen, bei dem unter anderem Teile der Arena einstürzten. Die verheerenden Ausmaße, der von späteren Chronisten dargestellten Schäden, wurden in neueren Studien allerdings in Zweifel gestellt. Bei einem Stadtbrand 1172, ausgelöst durch Streitigkeiten zwischen Ghibellinen und Guelfen, brannten große Teile der Stadt ab. 1184 fand das Konzil von Verona statt.

Verona 1866
Obligation über 200 Lira der Stadt Verona vom 1. Juli 1873

Im Kampf gegen Kaiser Friedrich I. stand Verona mit an der Spitze des Lombardischen Städtebundes. Darauf wurde es durch die Parteikämpfe der Adelsparteien, der Montecchi (Ghibellinen) und der San Bonifazios (Guelfen), erschüttert. Zu Anfang des 13. Jahrhunderts bemächtigten sich die Ezzelini, die Beschützer der Montecchi, der Stadt. Nach dem Tod Ezzelinos III. da Romano (1259) wählten die Veroneser 1260 Mastino I. della Scala zum Podestà. Die Scaliger herrschten fortan 127 Jahre lang über Verona und erreichten unter der Signoria von Cangrande I. ihre höchste Blüte und unter seinem Nachfolger Mastino II. die größte territoriale Ausdehnung.

1387 fiel Verona nach der Vertreibung von Antonio della Scala durch Gian Galeazzo Visconti an die Mailänder Viscontis. Nach dem Tod Gian Galeazzos 1402 nutzten die Carrarersi aus Padua das entstandene Machtvakuum und nahmen die Stadt 1404 in ihren Besitz. Aber bereits 1405 beendete die Republik Venedig die Träume eines paduanischen Herrschaftsgebietes auf der Terraferma und Francesco II. da Carrara musste Verona an die Serenissima übergeben. Mit dem von einer Vertretung der Stadt am 24. Juni 1405 geleisteten Treueid gegenüber der Republik Venedig begann die venezianische Herrschaft. Letztere wurde 1509 nach der Niederlage Venedigs in der Schlacht von Agnadello unterbrochen und die Stadt von den kaiserlichen Truppen Maximilian I. besetzt. Nach dem Ende des Krieges der Liga von Cambrai fiel Verona 1517 wieder an Venedig.

1630 wurde die Stadt erneut von der Pest heimgesucht, nachdem die Bevölkerung von Verona bereits im 14. und 15. Jahrhundert von Pestepidemien dezimiert worden war. Der im März 1630 ausgebrochenen Epidemie fielen bis November des gleichen Jahres etwa 30.000 der 50.000 Einwohner zum Opfer. An dem vom Geschichtsschreiber Francesco Pona abgefassten Bericht über die Epidemie inspirierte sich später Alessandro Manzoni für sein Werk I Promessi Sposi.

Moderne

Nach dem von Napoleon Bonaparte bedingten Ende der Republik Venedig fiel Verona im Frieden von Campo Formio 1797 an Österreich; der vorherige, antifranzösische Aufstand der Veroneser zu Ostern wurde blutig niedergeschlagen. Unter österreichischer Herrschaft war die Stadt Teil des oberitalienischen Festungsvierecks (it.: Quadrilatero), das 1815 zur Verteidigung der habsburgerischen Besitztümer in Italien in den Orten Peschiera, Mantua, Legnago und Verona errichtet wurde. Der Ausbau zur Festungsstadt wurde zwischen 1833 und 1866 nach Plänen des Ingenieurgenerals Franz von Scholl vorgenommen. 1866 kam Verona als Ergebnis des Deutschen Kriegs nach dem Dritten Italienischen Unabhängigkeitskrieg zum Königreich Italien.

1882 wurde die Stadt an der Etsch von einer schweren Flutkatastrophe heimgesucht, bei der mehrere Gebäude vollkommen zerstört, fast 200 beschädigt und 3000 Menschen obdachlos wurden. Der nachfolgende Wiederaufbau prägt nach wie vor das Stadtbild entlang des Etschufers. 1913 wurde zum 100. Geburtstags von Giuseppe Verdi in der römischen Arena die Oper Aida aufgeführt. Aus dem überwältigenden Erfolg entstanden nach dem Ersten Weltkrieg die Opernfestspiele in der Arena von Verona.

Nachdem Verona bereits im Ersten Weltkrieg zum Ziel der österreichisch-ungarischen Luftstreitkräfte geworden war, wurde die Stadt im Zweiten Weltkrieg mehrmals von den Alliierten bombardiert. Im Herbst 1943 fand im Castelvecchio der erste Parteitag der neugegründeten Republikanischen Faschistischen Partei statt, die nach dem Sturz Mussolinis im Juli 1943 und dem Verbot der Faschistischen Partei im September des gleichen Jahres gegründet worden war. An gleicher Stelle fand im Januar 1944 der sogenannte Prozess von Verona statt. In dem Schauprozess wurden sieben ehemalige Mitglieder des Großen Faschistischen Rats, die in der Sitzung vom 24./25. Juli 1943 im Rom im Palazzo Venezia für die Absetzung von Benito Mussolinis als Oberbefehlshaber der italienischen Streitkräfte gestimmt hatten, wegen Hochverrats zum Tode verurteilt, darunter Galeazzo Ciano, der Schwiegersohn Mussolinis. Am 26. April 1945 wurde Verona im Rahmen der alliierten Frühjahrsoffensive befreit. Zuvor hatten die abziehenden deutschen Truppen noch sämtliche zehn Etschbrücken der Stadt, darunter die Römerbrücke Ponte Pietra sowie die Scaligerbrücke, gesprengt.

Heute ist die Stadt durch die Nähe zum Gardasee und zu Venedig ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und wirtschaftliches Zentrum der Region Venetien. 2000 wurde die Altstadt von Verona in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1871 1881 1901 1911 1921 1931 1936 1951 1961 1971 1981 1991 2001 2011
Einwohner 86.443 89.784 99.579 116.518 131.711 145.863 153.565 178.415 221.001 266.205 265.932 255.824 253.208 252.250

Quelle: ISTAT

Von der Bedeutung Veronas als eines politischen und wirtschaftlichen Zentrums zeugen heute noch etliche Monumente, angefangen von der Arena bis zum Römischen Theater, vom Gavi-Bogen bis zum Stadttor Porta Borsari, von dem Grabungsgebiet der Porta Leoni bis zu den Scavi Scaligeri.

Arena

Hauptartikel: Arena von Verona
Das Innere der Arena während einer Aufführung
Die Arena von Verona beim Aufbau der AIDA-Festspiele
Die Arena in der Dämmerung

Das gut erhaltene und in das heutige Stadtbild mit einbezogene Amphitheater wurde wahrscheinlich unter Kaiser Tiberius um 30 n. Chr. erbaut. Es entstand ein halbes Jahrhundert vor dem Kolosseum in Rom (80 n. Chr.) und ist somit eines der frühesten Beispiele für ein von den Römern fortentwickeltes, in Form eines geschlossenen Ovals angelegtes Amphitheater. Das Bauwerk ist 138 m lang, 109 m breit und ist das nach dem Erhaltungszustand zweitgrößte Amphitheater neben dem Kolosseum in Rom. Die klassisch gegliederte Fassade besteht aus zweigeschossigen Arkadenbögen; man muss sich das Original jedoch mit einer zusätzlichen Außenmauer aus rosafarbenem Marmor vorstellen. Das Innere der Arena besteht aus 45 Sitzreihen, welche 45 cm hoch und 45 cm tief sind, mit heute etwa 22.000 Plätzen. Im Sommer finden in der Arena die berühmten Opernfestspiele statt.

Arco dei Gavi

Umgeben ist die Arena von der Piazza Bra mit dem 1730 angelegten, gepflasterten Listone. Der breite Bürgersteig mit vielen Restaurants verläuft vor den Fassaden der Palazzi auf der Westseite des Platzes.

Porta Borsari

Arco dei Gavi

Hauptartikel: Arco dei Gavi

Auf dem Weg vom Ponte Scaligeri in die Stadt – auf einem der Etsch zugewandten Platz am Ende des Corso Cavour – kommt man als erstes am Arco dei Gavi vorbei. Ursprünglich befand er sich nicht weit entfernt vom Uhrturm des nahegelegenen Castelvecchio und wurde später in den Stadtmauerring einbezogen. Der römische Ehrenbogen stammt aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. 1805 rissen die Franzosen das Monument ab. Die Trümmer wurden erst 1932 wiederentdeckt und nach einer Aufrisszeichnung neu zusammengefügt.

Porta Borsari

Hauptartikel: Porta Borsari

Andere Baudenkmäler aus dem Altertum sind die ehemaligen römischen Stadttore Porta Borsari und Porta Leoni, die beide im 1. Jahrhundert v. Chr. noch zu Zeiten der römischen Republik mit den angrenzenden Stadtmauern errichtet wurden. Die Porta Borsari, von den Römern als Porta Iovia bezeichnet, lag am decumanus maximus über den auch die Via Postumia führte. Von dem ehemaligen Tor ist nur die unter Kaiser Claudius im 1. Jahrhundert n. Chr. errichtete dreigeschossige, monumental gestaltete Außenfassade erhalten, hinter der das eigentliche Tor aus Mauerziegeln lag. Eine Inschrift erinnert an den unter Kaiser Gallienus 265 n. Chr. erfolgten Neubau der Stadtmauern.

Castelvecchio und Ponte Scaligero

Hauptartikel: Castelvecchio
Hauptartikel: Ponte Scaligero

Das von 1354 bis 1356 von Cangrande II. della Scala erbaute Castelvecchio der Herren della Scala an der Etsch und die mit Zinnen bekrönte Festungsbrücke sind architektonische Meisterwerke. Zweck des Kastells und der Ponte Scaligero war es, den Fluchtweg der Scaliger zum anderen Ufer der Etsch zu sichern. Die dreibögige Scaligerbrücke war zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung 1356 mit einer Hauptspannweite von knapp 49 m die größte Segmentbogenbrücke der Welt. Die Burg beherbergt heute ein Museum mit Werken der Veroneser Malerei und Skulpturen aus dem Mittelalter.

Am Corso Cavour, zwischen dem Castelvecchio und der Porta Borsari, der dann bis zur Porta Nuova Corso Castelvecchio heißt, stehen eine Anzahl sehenswerter Paläste. Im Palazzo Scannagatti (1530 bis 1537) ist das Museo Civico di Storia Naturale (Naturhistorisches Museum) untergebracht.

Die Piazza delle Erbe

Piazza delle Erbe

Blick auf die Piazza delle Erbe vom Turm Torre dei Lamberti aus

Historische Fassaden aus verschiedenen Jahrhunderten umgeben die Piazza delle Erbe, Marktplatz und Versammlungsort der mittelalterlichen Stadtrepublik. An der dem Durchgang zur Piazza dei Signori gegenüberliegenden Schmalseite des Platzes stehen der wuchtige, an römische Barockbauten erinnernde Palazzo Maffei von 1668 und der mittelalterliche Uhrturm Torre del Gardello aus dem 14. Jahrhundert. Davor ragt eine Marmorsäule mit dem geflügelten Markuslöwen empor. Die mittelalterlichen Bürgerhäuser der Casa dei Mazzanti mit ihren Fresken begrenzen den Platz nach Osten. Im Zentrum thront über einem antiken Brunnenbecken die schon bald nach der Errichtung im 14. Jahrhundert zum Symbol der Stadt gekürte „Madonna Verona“.

Von der Piazza delle Erbe sind es nur wenige Schritte zum Haus der Julia (Casa di Giulietta) mit dem berühmtesten Balkon der Literaturgeschichte. Für die Figuren in dem Schauspiel Romeo und Julia von Shakespeare gab es keine historischen Vorbilder und auch keinen Balkon der Julia. Der Balkon wurde in den 1930er Jahren nachträglich angebaut und war zuvor Teil eines Sarkophags. Was heute als Haus der Julia zur Besichtigung angeboten wird, ist immerhin der Rest eines großen palastartigen Baues, der im 14. Jahrhundert im Besitz der Familie dal Capello war, die mit den Capulets identifiziert wurde (Montagues und Capulets). Vor dem Umbau war das Haus allerdings als Gasthof und teils als Stall genutzt worden.

Piazza dei Signori, Palazzo del Governo und Loggia

Piazza dei Signori

Mit befestigten Privatpalästen hatten die Scaliger die Piazza dei Signori mit dem Denkmal Dantes (von Zannoni) umbaut. Kommt man von der Piazza delle Erbe, passiert man den Palazzo dei Giudici. In dem Gebäude aus dem 17. Jahrhundert walteten die venezianischen Richter einst ihres Amtes. Rechter Hand stehen der romanische Palazzo del Comune von 1194 mit dem 83 m hohen Torre dei Lamberti sowie der Justizpalast von 1365.

Die gegenüber liegende Schmalseite der Piazza nimmt der Palazzo del Governo mit seinem Zinnenkranz ein. Wo einst die Scaliger residierten, ist heute die Provinzregierung untergebracht. Direkt neben den düsteren gotischen Palästen der gestürzten Scaliger erbauten die neuen Herren aus Venedig nach der Machtübernahme im 15. Jahrhundert ihre schöne Renaissance-Loggia Fra Giocondo.

Sakralbauten

Basilika San Zeno Maggiore

San Zeno Maggiore

Hauptartikel: San Zeno Maggiore

Die Basilika San Zeno Maggiore ist ein romanischer Bau aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Der Turm der Abtei und der Turm der dreischiffigen Basilika bilden einen ansprechenden Rahmen für die Fassade der Kirche, die durch eindrucksvolle Farbgebung, harmonischen Baustil und schlichte Verzierungen besticht. Besonders ansprechend ist die große Fensterrose über dem Bau- und Skulpturenkomplex im Eingangsbereich.

San Lorenzo

Hauptartikel: San Lorenzo (Verona)

Zwischen dem Castelvecchio und der Porta dei Borsari steht zurückgesetzt die Kirche San Lorenzo, die ebenfalls aus dem 11. und 12. Jahrhundert stammt. Es ist eine romanische Emporenbasilika mit fünf Apsiden, die aus einem karolingischen Vorgängerbau hervorging. Im dreischiffigen Innenraum ist nahezu nichts von der ursprünglichen Ausstattung erhalten, da die Kirche im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde.

Dom Santa Maria Matricolare

Hauptartikel: Domkomplex von Verona
Der Dom Santa Maria Matricolare

Der Dom Santa Maria Matricolare wurde im Jahre 1187 geweiht und vereint sowohl romanische als auch gotische Bestandteile. Bekannt ist vor allem das Portal von Nicolò mit seinen zeitgenössischen romanischen Steinmetzarbeiten; im Innenraum sind es die Fresken von 1500, das Altargemälde von Tizian und die 1122 bis 1135 erbaute romanische Taufkapelle. Neben der Chorpartie des Doms führt eine Tür zum Baptisterium San Giovanni in Fonte. In der dreischiffigen Basilika steht das berühmte romanische Taufbecken, gehauen aus einem einzigen rosafarbenen Monolith aus Veroneser Marmor.

San Fermo Maggiore

Hauptartikel: San Fermo Maggiore

San Fermo Maggiore ist eine gotische Kirche mit schöner Holzdecke und romanischer Krypta. Der Bau wurde 1065 von Benediktinermönchen begonnen und im Jahr 1138 vollendet. Im 13. Jahrhundert übernahmen die Franziskaner San Fermo Maggiore und bauten sie nach ihren Maßstäben um. Die Fassade zeigt sowohl romanische als auch gotische Stilelemente.

Sant’Anastasia

Hauptartikel: Sant’Anastasia (Verona)
Sant’Anastasia

Die Chiesa di Sant’Anastasia ist die größte gotische Kirche Veronas. Sie wurde von den Dominikanern um 1290 begonnen und 1481 fertiggestellt. Ihre Fassade blieb unvollendet.

Der von hohen Marmorsäulen dreischiffig aufgeteilte Innenraum ist reich ausgestaltet. Ein farbiger Fußboden und ornamentale Gewölbeausmalungen prägen das Bild. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten gehört neben den Grabdenkmälern, Altären und anderen Skulpturen des 15. bis 17. Jahrhunderts vor allem das berühmte Fresko „Aufbruch des hl. Georg zum Kampf mit dem Drachen“ von Antonio Pisanello (1433–1438). Es gilt in der Kunstgeschichte als der Höhepunkt und Endpunkt der höfischen Gotik in Oberitalien.

Santa Maria Antica

Hauptartikel: Santa Maria Antica

Nahe der Piazza dei Signori befindet sich die kleine Kirche Santa Maria Antica aus dem 8. Jahrhundert. Sie war für die Scaliger eine Art Hauskirche. Daneben erstreckt sich der Privatfriedhof der Familie (arche scaligere) mit prunkvollen gotischen Grabmälern. Nur wenige Meter östlich entfernt das angebliche Haus des Romeo.

Hügel S. Pietro mit dem Teatro Romano di Verona, dem archäologischen Museum im römischen Theater – dem ehemaligen Kloster des Hl. Hieronymus – und dem Castel San Pietro

Madonna del Terraglio

Hauptartikel: Madonna del Terraglio

Das Museo Lapidario Maffeiano ist eines der ältesten archäologischen Museen in Europa. Es wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts von dem Veroneser Literaten Scipione Maffei eingerichtet und es zeigt etruskische, griechische und römische Fundstücke. Das Museo Archeologico im Teatro Romano beherbergt eine sehenswerte Sammlung an etruskischen und unteritalischen Bronzen sowie Funden aus römischer Zeit. Wechselnde Fotoausstellungen finden in den Scavi Scaligeri – einer unterirdischen Ausgrabungsstätte – statt. Im Palazzo Forti sind regelmäßig wechselnde Ausstellungen zu moderner Kunst zu sehen. Das Museum des Castelvecchio ist eines der bedeutendsten Kunstmuseen Veneziens. Es zeigt eine Sammlung mittelalterlicher Skulpturen und Bilder. Der Museo civico di Storia Naturale (Stadtmuseum der Naturgeschichte) im Palazzo Pompei, beherbergt neben Fossilien auch Sammlungen zur Mineralogie, Geologie, Botanik, Zoologie und Volkskunde.

Blick vom Hügel San Pietro über Verona
  • Ponte Pietra: Brücke aus der Römerzeit
  • Santuario della Madonna di Lourdes: ehemalige österreichische Festungsanlage San Leonoardo aus dem 19. Jahrhundert hoch über der Stadt, in den 1950er Jahren zur Wallfahrtskirche umgewandelt
  • Porta dei Leoni: Ausgrabungen aus der Römerzeit
  • Arche Scaligeri: Grab der Scaliger
  • Castel San Pietro: Burg oberhalb Veronas
  • Giardino Giusti: Garten mit Blick auf Verona
  • Sante Teuteria e Tosca: romanische Kirche mit älterer Bausubstanz
  • Synagoge

Das Klima Veronas ist warmgemäßigt, jedoch aufgrund der Lage im Landesinneren der Po-Ebene kontinental ausgeprägt, sodass es im Winter, vor allem in den Monaten Januar und Februar häufiger zu Frösten kommen kann. Die Sommer sind heiß, gelegentlich können über 37 °C erreicht werden.

Durchschnittliche Temperaturen und Niederschläge für Verona, Venetien
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 6,1 8,9 13,4 17,2 22,7 26,3 29,2 28,8 24,4 18,0 11,0 6,7 Ø 17,8
Min. Temperatur (°C) −1,2 0,1 3,4 6,8 11,7 15,4 18,0 17,8 13,7 8,7 3,2 −0,4 Ø 8,1
Niederschlag (mm) 50,9 43,3 48,7 70,4 74,2 87,2 62,6 81,7 76,2 91,0 64,8 52,5 Σ 803,5
Sonnenstunden (h/d) 3 4 5 6 8 9 10 8 7 5 2 3 Ø 5,8
Regentage (d) 6,8 5,1 6,0 8,9 8,6 8,6 5,5 5,8 6,0 7,4 7,1 6,2 Σ 82
T
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6,1
−1,2
8,9
0,1
13,4
3,4
17,2
6,8
22,7
11,7
26,3
15,4
29,2
18,0
28,8
17,8
24,4
13,7
18,0
8,7
11,0
3,2
6,7
−0,4
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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50,9
43,3
48,7
70,4
74,2
87,2
62,6
81,7
76,2
91,0
64,8
52,5
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Der Bahnhof Porta Nuova ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt; die Brennerbahn BolognaInnsbruck kreuzt hier die wichtige Linie von Mailand nach Venedig.

Verona ist ebenfalls ein Knotenpunkt des italienischen Autobahnnetzes. Die Brennerautobahn A22 kreuzt hier die Europastraße 70. Südwestlich der Stadt liegt der Flughafen Verona. Der innerstädtische öffentliche Verkehr wird durch Busse der Azienda Trasporti Verona betrieben. Hauptumstiegspunkte sind der Hauptbahnhof Porta Nuova, Arena und Ospedale Maggiore.

Der Fußballverein Hellas Verona spielte in der ersten (Serie A) und zweiten (Serie B) italienischen Liga und gewann in der Saison 1984/85 die italienische Meisterschaft. In der Saison 2005/06 spielte Verona in der Serie B, stieg aber nach der Relegation ab. Nach Abstieg in der Saison 2015/16, spielt Hellas Verona seit der Saison 2019/20 erneut in der Serie A. Der kleinere Verein Chievo Verona hingegen spielte von 2001 bis 2007 sowie von 2008 bis 2019 in der Serie A. Beide Mannschaften tragen ihre Heimspiele im Stadio Marcantonio Bentegodi aus, welches mitten in einem Wohngebiet unweit des Hauptbahnhofs liegt.

In den Jahren 1999 und 2004 richtete Verona die UCI-Straßen-Weltmeisterschaften aus.

Bürgermeister von Verona ist Federico Sboarina.

Bekannte Persönlichkeiten der Stadt sind in der Liste von Persönlichkeiten der Stadt Verona aufgeführt.

Verona listet acht Partnerstädte und 17 Städtefreundschaften auf:

Stadt Land Typ seit
Albany Vereinigte Staaten New York, USA Partnerstadt
Ayacucho Peru Peru Städtefreundschaft
Bethlehem Palastina Autonomiegebiete Palästina Städtefreundschaft
Detmold Deutschland Deutschland Städtefreundschaft 2006
Fresno Vereinigte Staaten Kalifornien, USA Städtefreundschaft 2000
Johannesburg Sudafrika Südafrika Partnerstadt
Kasan Tatarstan Republik Republik Tatarstan Städtefreundschaft
Korça Albanien Albanien Städtefreundschaft
Korfu Griechenland Griechenland Städtefreundschaft
Košice Slowakei Slowakei Städtefreundschaft 1992
Kragujevac Serbien Serbien Städtefreundschaft
München Deutschland Deutschland Partnerstadt 1960
Nagahama Japan Japan Partnerstadt 1992
Namwon Korea Sud Südkorea Städtefreundschaft 2008
Nîmes Frankreich Frankreich Partnerstadt 1960
Ningbo China Volksrepublik Volksrepublik China Städtefreundschaft 2005
Prilep Nordmazedonien Nordmazedonien Städtefreundschaft
Pula Kroatien Kroatien Partnerstadt 1980
Ra’anana Israel Israel Städtefreundschaft 1998
Saint-Josse-ten-Noode Belgien Belgien Partnerstadt
Salzburg Osterreich Österreich Partnerstadt 1973
Tirana Albanien Albanien Städtefreundschaft
Zhuji China Volksrepublik Volksrepublik China Städtefreundschaft
Zintan Libyen Libyen Städtefreundschaft
Hangzhou China Volksrepublik Volksrepublik China Städtefreundschaft

Außerdem bestehen Städtefreundschaften mit

Geschichte

  • Edoardo Demo: Dalla dedizione a Venezia alla fine del Cinquecento. In: Giovanni Zalin (Hrsg.): Storia di Verona. Caratteri, aspetti, momenti. Vicenza: Neri Pozza, 2001.
  • Maureen Catherine Miller: The Formation of a Medieval Church. Ecclesiastical Change in Verona, 950–1150. Cornell University Press, 1993.
  • Stefania Salti, Renata Venturini: La vita di Teodorico. Ravenna 2001.
  • Luigi Simeoni: Studi su Verona nel medioevo. 3 Bände, Verona 1962.
  • Andreas Stinsky: Die 30 bekanntesten archäologischen Stätten am Gardasee und in seinem Umland. Mit Ausflügen nach Verona, Brescia, Bergamo und Trient. Nünnerich-Asmus-Verlag, Mainz 2018, ISBN 978-3-96176-016-9.
  • Giovanni Zalin (Hrsg.): Storia di Verona. Caratteri, aspetti, momenti. Vicenza: Neri Pozza, 2001.

Kunst, Architektur

  • Andreas Bigelmair: Zeno von Verona. Münster 1904.
  • Giorgio Borelli: Chiese e monasteri di Verona. Verona 1980.
  • Federico Dal Forno: Case e palazzi di Verona. Verona 1973.
  • Delia Fringesi: Cesare Lombroso. Einaudi, Turin 2003, ISBN 88-06-13866-9.
  • Hans Dieter Huber: Paolo Veronese. Kunst als soziales System. Fink, München 2005, ISBN 3-7705-3842-0.
  • Arturo Sandrini, Pierpaolo Brugnoli: L’architettura a Verona nell’età della Serenissima (sec. XV – sec. XVIII). Verona 1988.
  • Arturo Sandrini, Pierpaolo Brugnoli: L’architettura a Verona dal periodo napoleonico all’età contemporanea. Verona 1994.

Stadtmauern

  • Guido Barbetta: Le mura e le fortificazioni di Verona. Verona 1978.

Archivalien

Commons: Verona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Verona – Reiseführer
  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.
  2. Zeno: Lexikoneintrag zu »Welsch-Bern«. Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte ... Abgerufen am 26. Januar 2022.
  3. Brockhaus Enzyklopädie. 19. Auflage.Band23. F. A. Brockhaus, Mannheim 1984, ISBN 3-7653-1123-5,S.248.
  4. Giuliana Cavalieri Manasse: Verona. In: Europa. (=Enciclopedia archeologica Band 4). Istituto della Enciclopedia italiana, Rom 2004, S. 722–723. (Digitalisat)
  5. Verona Romana – la Fondazione. In: veronissima.com. Abgerufen am 1. April 2021 (italienisch).
  6. Gian Paolo Marchini: Verona romana e paleocristiana. In: Lionello Puppi (Hrsg.): Ritratto di Verona: lineamenti di una storia urbanistica. Banca Popolare di Verona, Verona 1978, S. 32.
  7. Margherita Bolla: Verona romana. (= Quaderni delle regaste. Band 8). Cierre, Sommacampagna 2014, ISBN 978-88-8314-771-5, S. 42–44.
  8. Dietrichsbern. In: Herders Conversations-Lexikon.Band5. Freiburg im Breisgau 1857,S.613 (zeno.org).
  9. Welsch-Bern. In: Brockhaus’ Kleines Konversations-Lexikon. Fünfte Auflage.Band2. Leipzig 1911,S.969 (zeno.org).
  10. Fabio Coden:“Terremotus maximus fuit”: il sisma del 1117 e l’architettura medioevale dell’area veronese. In: Arte Veneta. 67, 2011,ISSN 0392-5234 S. 6–25 Digitalisat
  11. Franco Benucci: Incendi e altre catastrofi urbane. Padova e Verona nelle fonti annalistiche, epigrafiche e letterarie di età presignorile. In: Franco Benucci et al. (Hrsg.): Il fuoco e la città: storia, memoria, architettura. (= Studi di storia urbana Band 5). Roma Tre, Università degli studi: CROMA, Rom 2016, ISBN 978-88-8368-123-3, S. 34–35.
  12. Edoardo Demo: Dalla dedizione a Venezia alla fine del Cinquecento. S. 149–151.
  13. Giovanni Zalin (Hrsg.): Storia di Verona. Caratteri, aspetti, momenti. S. 445.
  14. Marta Morbioli: La peste e il Gran contagio di Verona, correva l’anno 1630. In: verona-in.it. 12. März 2020, abgerufen am 11. März 2021 (italienisch).
  15. Giorgio Massignan: L’Adige e i veronesi, un amore difficile rimasto ormai senza parole. In: verona-in.it. 29. Oktober 2018, abgerufen am 9. März 2021 (italienisch).
  16. Storia del Festival lirico. In: arena.it. Abgerufen am 9. März 2021 (italienisch).
  17. Betrug vorm Balkon
  18. Im Hof der Julia – Die Legende um Romeo und Julia
  19. Museo di Storia Naturale
  20. Comune di Verona – Grandi Eventi – Gemellaggi e Patti d’Amicizia. Abgerufen am 24. April 2018.
  21. Partnerstädte auf Detmold.de Abgerufen am 29. August 2020
  22. Chunhyangol Introduction to Namwon: Friendly Ties. Abgerufen am 24. April 2018.
  23. Jumelages. Abgerufen am 24. Februar 2017.
  24. Partnerstadt Verona – Stadt Salzburg. Abgerufen am 4. April 2017.
  25. Verona (Italien) – Amt für Internationale Beziehungen. Abgerufen am 11. Februar 2015.
Gemeinden in der Provinz Verona in der Region Venetien

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Normdaten (Geografikum): GND:4063110-2(OGND, AKS) | LCCN:n79021787 | VIAF:140704516

Verona italienische Grossstadt Sprache Beobachten Bearbeiten Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig Weitere Bedeutungen sind unter Verona Begriffsklarung aufgefuhrt Verona veraltet Welsch Bern 2 Dietrichsbern oder Bern 3 ist eine Grossstadt in der Region Venetien im Nordosten Italiens Sie hat 259 608 Einwohner Stand 31 Dezember 2019 und ist Hauptstadt der Provinz Verona Verona liegt an der Etsch etwa 59 m uber dem Meeresspiegel am Austritt des Etschtals und der Brenner Transitroute in die Po Ebene Seit 2000 gehort die Altstadt von Verona zum UNESCO Welterbe VeronaStaat ItalienRegion VenetienProvinz Verona VR Lokale Bezeichnung VeronaKoordinaten 45 26 N 11 0 O 45 43869 10 99338 59 Koordinaten 45 26 19 N 10 59 36 OHohe 59 m s l m Flache 206 63 km Einwohner 259 608 31 Dez 2019 1 Postleitzahl 37000 37999Vorwahl 045ISTAT Nummer 023091Bezeichnung der Bewohner VeronesiSchutzpatron San ZenoWebsite www comune verona it Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 1 1 Fruhgeschichte und Antike 1 2 Mittelalter und fruhe Neuzeit 1 3 Moderne 1 4 Bevolkerungsentwicklung 2 Romisches Verona 2 1 Arena 2 2 Arco dei Gavi 2 3 Porta Borsari 3 Mittelalterliches Zentrum 3 1 Castelvecchio und Ponte Scaligero 3 2 Piazza delle Erbe 3 3 Piazza dei Signori 3 4 Sakralbauten 3 4 1 San Zeno Maggiore 3 4 2 San Lorenzo 3 4 3 Dom Santa Maria Matricolare 3 4 4 San Fermo Maggiore 3 4 5 Sant Anastasia 3 4 6 Santa Maria Antica 3 4 7 Madonna del Terraglio 4 Museen 5 Weitere Sehenswurdigkeiten 6 Klima 7 Verkehr 8 Sport 9 Personlichkeiten 10 Stadtepartnerschaften 11 Literatur 12 Weblinks 13 EinzelnachweiseGeschichte BearbeitenFruhgeschichte und Antike Bearbeiten Die erste vorubergehende Besiedlung Veronas kann zwischen dem 11 und dem 8 Jahrhundert v Chr angesiedelt werden wie Grabbeigaben und vereinzelte Keramikfunde belegen Besiedelt wurde zunachst das linke Etschufer rund um den Colle San Pietro an dem eine Furt auf die andere Flussseite fuhrte Erst mit dem 4 Jahrhundert v Chr war der Hugel und seine nahere Umgebung erneut Ort einer festen Siedlung Funde die den Ratern Euganeern und Cenomanen zugeordnet werden konnen unterstreichen dass die Siedlung an der Grenze verschiedener Kulturbereiche lag Bereits romische Quellen hatten sich in dieser Richtung geaussert und Verona mit den genannten Volkern und Stammen in Verbindung gebracht Im 2 Jahrhundert v Chr tauchten die ersten romischen Siedler auf Der Bau der Via Postumia 148 v Chr forderte die weitere romische Ansiedlung Mit der Verleihung des latinischen Burgerrechts an die Bewohner der Gallia cisalpina 89 v Chr wurde Verona zum Oppidum ausgebaut 4 Mit der Verleihung der romischen Burgerrechte unter Gaius Iulius Caesar wurde Verona 49 v Chr zum Municipium was als offizieller Grundungsakt der Stadt angesehen wird 5 Mit der Ernennung erfuhr Verona auch einen radikalen stadtebaulichen Schnitt Lag das Zentrum des Ortes bis dahin am linken Etschufer wurde Verona nun am rechten Ufer innerhalb der Etschschleife neu angelegt und an der zur Po Ebene offenen Seite mit Stadtmauern geschutzt Zwischen Etsch und den romischen Stadtmauern entstand bereits unter Kaiser Augustus die romische Stadt Verona die bald uber ihre Mauern hinaus wuchs So wurde das gut erhaltene Amphitheater die Arena von Verona ein knappes Jahrhundert spater bereits vor den Stadtmauern angelegt 6 Ponte Pietra 100 v Chr Im Vierkaiserjahr 69 n Chr entging Verona im Gegensatz zu Cremona der Verwustung im Kampf zwischen den Legionen des Vespasian und den Legionen des Vitellius Danach setzte bis zur Reichskrise des 3 Jahrhunderts eine friedlichere Phase ein Der Usurpator Decius schlug hier 249 den Kaiser Philippus Arabs Konstantin 312 den Pompejanus Schlacht von Verona 7 Wahrend der Volkerwanderung wurde Verona 402 von den Westgoten unter Alarich bedroht Zwar konnte Stilicho in der Schlacht bei Verona noch einen Sieg uber Alarich erringen Aber bereits 452 plunderten die Hunnen unter Attila die Stadt Nach dem Sieg des Ostgotenkonigs Theoderich uber Odoaker bei Verona 489 wurde die Stadt neben Pavia und Ravenna zur Residenz des Ostgotenkonigs der spater im deutschen Hoch und Spatmittelalter zur Sagenfigur Dietrich von Bern stilisiert wurde Aus dem Sagenkreis um Dietrich von Bern stammt auch der alte Name der Stadt Dietrichsbern 8 Weiterhin war in alter Zeit die Bezeichnung Welsch Bern gebrauchlich zimbrisch Bearn 9 Im 5 und 6 Jahrhundert war Verona nicht nur Residenz der Ostgoten sondern auch fur den Langobardenkonig Alboin bis es an das frankische Reich kam Antonio Guglielmi Burgermeister 1883 1887 Mittelalter und fruhe Neuzeit Bearbeiten In der Folge der verheerenden Ungarneinfalle ab 899 in Oberitalien wurde die stark befestigte Stadt nach 900 Sitz einer Munzstatte die zum Ausgangspunkt des Veroneser Wahrungsraums wurde Ab 952 gehorte Verona zur Markgrafschaft Verona und damit zum Herzogtum Bayern und bzw ab 976 zu Karnten Erst zu Beginn des 12 Jahrhunderts wurde Verona selbstandig und besass eigene Stadtrechte 1117 wurde die Stadt von einem Erdbeben getroffen bei dem unter anderem Teile der Arena einsturzten Die verheerenden Ausmasse der von spateren Chronisten dargestellten Schaden wurden in neueren Studien allerdings in Zweifel gestellt 10 Bei einem Stadtbrand 1172 ausgelost durch Streitigkeiten zwischen Ghibellinen und Guelfen brannten grosse Teile der Stadt ab 11 1184 fand das Konzil von Verona statt Verona 1866 Obligation uber 200 Lira der Stadt Verona vom 1 Juli 1873 Im Kampf gegen Kaiser Friedrich I stand Verona mit an der Spitze des Lombardischen Stadtebundes Darauf wurde es durch die Parteikampfe der Adelsparteien der Montecchi Ghibellinen und der San Bonifazios Guelfen erschuttert Zu Anfang des 13 Jahrhunderts bemachtigten sich die Ezzelini die Beschutzer der Montecchi der Stadt Nach dem Tod Ezzelinos III da Romano 1259 wahlten die Veroneser 1260 Mastino I della Scala zum Podesta Die Scaliger herrschten fortan 127 Jahre lang uber Verona und erreichten unter der Signoria von Cangrande I ihre hochste Blute und unter seinem Nachfolger Mastino II die grosste territoriale Ausdehnung 1387 fiel Verona nach der Vertreibung von Antonio della Scala durch Gian Galeazzo Visconti an die Mailander Viscontis Nach dem Tod Gian Galeazzos 1402 nutzten die Carrarersi aus Padua das entstandene Machtvakuum und nahmen die Stadt 1404 in ihren Besitz Aber bereits 1405 beendete die Republik Venedig die Traume eines paduanischen Herrschaftsgebietes auf der Terraferma und Francesco II da Carrara musste Verona an die Serenissima ubergeben Mit dem von einer Vertretung der Stadt am 24 Juni 1405 geleisteten Treueid gegenuber der Republik Venedig begann die venezianische Herrschaft 12 Letztere wurde 1509 nach der Niederlage Venedigs in der Schlacht von Agnadello unterbrochen und die Stadt von den kaiserlichen Truppen Maximilian I besetzt Nach dem Ende des Krieges der Liga von Cambrai fiel Verona 1517 wieder an Venedig 13 1630 wurde die Stadt erneut von der Pest heimgesucht nachdem die Bevolkerung von Verona bereits im 14 und 15 Jahrhundert von Pestepidemien dezimiert worden war Der im Marz 1630 ausgebrochenen Epidemie fielen bis November des gleichen Jahres etwa 30 000 der 50 000 Einwohner zum Opfer An dem vom Geschichtsschreiber Francesco Pona abgefassten Bericht uber die Epidemie inspirierte sich spater Alessandro Manzoni fur sein Werk I Promessi Sposi 14 Moderne Bearbeiten Nach dem von Napoleon Bonaparte bedingten Ende der Republik Venedig fiel Verona im Frieden von Campo Formio 1797 an Osterreich der vorherige antifranzosische Aufstand der Veroneser zu Ostern wurde blutig niedergeschlagen Unter osterreichischer Herrschaft war die Stadt Teil des oberitalienischen Festungsvierecks it Quadrilatero das 1815 zur Verteidigung der habsburgerischen Besitztumer in Italien in den Orten Peschiera Mantua Legnago und Verona errichtet wurde Der Ausbau zur Festungsstadt wurde zwischen 1833 und 1866 nach Planen des Ingenieurgenerals Franz von Scholl vorgenommen 1866 kam Verona als Ergebnis des Deutschen Kriegs nach dem Dritten Italienischen Unabhangigkeitskrieg zum Konigreich Italien 1882 wurde die Stadt an der Etsch von einer schweren Flutkatastrophe heimgesucht bei der mehrere Gebaude vollkommen zerstort fast 200 beschadigt und 3000 Menschen obdachlos wurden Der nachfolgende Wiederaufbau pragt nach wie vor das Stadtbild entlang des Etschufers 15 1913 wurde zum 100 Geburtstags von Giuseppe Verdi in der romischen Arena die Oper Aida aufgefuhrt Aus dem uberwaltigenden Erfolg entstanden nach dem Ersten Weltkrieg die Opernfestspiele in der Arena von Verona 16 Nachdem Verona bereits im Ersten Weltkrieg zum Ziel der osterreichisch ungarischen Luftstreitkrafte geworden war wurde die Stadt im Zweiten Weltkrieg mehrmals von den Alliierten bombardiert Im Herbst 1943 fand im Castelvecchio der erste Parteitag der neugegrundeten Republikanischen Faschistischen Partei statt die nach dem Sturz Mussolinis im Juli 1943 und dem Verbot der Faschistischen Partei im September des gleichen Jahres gegrundet worden war An gleicher Stelle fand im Januar 1944 der sogenannte Prozess von Verona statt In dem Schauprozess wurden sieben ehemalige Mitglieder des Grossen Faschistischen Rats die in der Sitzung vom 24 25 Juli 1943 im Rom im Palazzo Venezia fur die Absetzung von Benito Mussolinis als Oberbefehlshaber der italienischen Streitkrafte gestimmt hatten wegen Hochverrats zum Tode verurteilt darunter Galeazzo Ciano der Schwiegersohn Mussolinis Am 26 April 1945 wurde Verona im Rahmen der alliierten Fruhjahrsoffensive befreit Zuvor hatten die abziehenden deutschen Truppen noch samtliche zehn Etschbrucken der Stadt darunter die Romerbrucke Ponte Pietra sowie die Scaligerbrucke gesprengt Heute ist die Stadt durch die Nahe zum Gardasee und zu Venedig ein beliebtes Ausflugsziel fur Touristen und wirtschaftliches Zentrum der Region Venetien 2000 wurde die Altstadt von Verona in die Liste des UNESCO Welterbes aufgenommen Bevolkerungsentwicklung Bearbeiten Jahr 1871 1881 1901 1911 1921 1931 1936 1951 1961 1971 1981 1991 2001 2011Einwohner 86 443 89 784 99 579 116 518 131 711 145 863 153 565 178 415 221 001 266 205 265 932 255 824 253 208 252 250 Quelle ISTATRomisches Verona Bearbeiten vergrossern und Informationen zum Bild anzeigen Panorama des Amphitheaters Von der Bedeutung Veronas als eines politischen und wirtschaftlichen Zentrums zeugen heute noch etliche Monumente angefangen von der Arena bis zum Romischen Theater vom Gavi Bogen bis zum Stadttor Porta Borsari von dem Grabungsgebiet der Porta Leoni bis zu den Scavi Scaligeri Arena Bearbeiten Hauptartikel Arena von Verona Das Innere der Arena wahrend einer Auffuhrung Die Arena von Verona beim Aufbau der AIDA Festspiele Die Arena in der Dammerung Das gut erhaltene und in das heutige Stadtbild mit einbezogene Amphitheater wurde wahrscheinlich unter Kaiser Tiberius um 30 n Chr erbaut Es entstand ein halbes Jahrhundert vor dem Kolosseum in Rom 80 n Chr und ist somit eines der fruhesten Beispiele fur ein von den Romern fortentwickeltes in Form eines geschlossenen Ovals angelegtes Amphitheater Das Bauwerk ist 138 m lang 109 m breit und ist das nach dem Erhaltungszustand zweitgrosste Amphitheater neben dem Kolosseum in Rom Die klassisch gegliederte Fassade besteht aus zweigeschossigen Arkadenbogen man muss sich das Original jedoch mit einer zusatzlichen Aussenmauer aus rosafarbenem Marmor vorstellen Das Innere der Arena besteht aus 45 Sitzreihen welche 45 cm hoch und 45 cm tief sind mit heute etwa 22 000 Platzen Im Sommer finden in der Arena die beruhmten Opernfestspiele statt Arco dei Gavi Umgeben ist die Arena von der Piazza Bra mit dem 1730 angelegten gepflasterten Listone Der breite Burgersteig mit vielen Restaurants verlauft vor den Fassaden der Palazzi auf der Westseite des Platzes Porta Borsari Arco dei Gavi Bearbeiten Hauptartikel Arco dei Gavi Auf dem Weg vom Ponte Scaligeri in die Stadt auf einem der Etsch zugewandten Platz am Ende des Corso Cavour kommt man als erstes am Arco dei Gavi vorbei Ursprunglich befand er sich nicht weit entfernt vom Uhrturm des nahegelegenen Castelvecchio und wurde spater in den Stadtmauerring einbezogen Der romische Ehrenbogen stammt aus dem 1 Jahrhundert n Chr 1805 rissen die Franzosen das Monument ab Die Trummer wurden erst 1932 wiederentdeckt und nach einer Aufrisszeichnung neu zusammengefugt Porta Borsari Bearbeiten Hauptartikel Porta Borsari Andere Baudenkmaler aus dem Altertum sind die ehemaligen romischen Stadttore Porta Borsari und Porta Leoni die beide im 1 Jahrhundert v Chr noch zu Zeiten der romischen Republik mit den angrenzenden Stadtmauern errichtet wurden Die Porta Borsari von den Romern als Porta Iovia bezeichnet lag am decumanus maximus uber den auch die Via Postumia fuhrte Von dem ehemaligen Tor ist nur die unter Kaiser Claudius im 1 Jahrhundert n Chr errichtete dreigeschossige monumental gestaltete Aussenfassade erhalten hinter der das eigentliche Tor aus Mauerziegeln lag Eine Inschrift erinnert an den unter Kaiser Gallienus 265 n Chr erfolgten Neubau der Stadtmauern Mittelalterliches Zentrum Bearbeiten Castelvecchio und Ponte Scaligero Castelvecchio und Ponte Scaligero Bearbeiten Hauptartikel Castelvecchio Hauptartikel Ponte Scaligero Das von 1354 bis 1356 von Cangrande II della Scala erbaute Castelvecchio der Herren della Scala an der Etsch und die mit Zinnen bekronte Festungsbrucke sind architektonische Meisterwerke Zweck des Kastells und der Ponte Scaligero war es den Fluchtweg der Scaliger zum anderen Ufer der Etsch zu sichern Die dreibogige Scaligerbrucke war zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung 1356 mit einer Hauptspannweite von knapp 49 m die grosste Segmentbogenbrucke der Welt Die Burg beherbergt heute ein Museum mit Werken der Veroneser Malerei und Skulpturen aus dem Mittelalter Am Corso Cavour zwischen dem Castelvecchio und der Porta Borsari der dann bis zur Porta Nuova Corso Castelvecchio heisst stehen eine Anzahl sehenswerter Palaste Im Palazzo Scannagatti 1530 bis 1537 ist das Museo Civico di Storia Naturale Naturhistorisches Museum untergebracht Die Piazza delle Erbe Piazza delle Erbe Bearbeiten Haus der Julia Casa di Giulietta Blick auf die Piazza delle Erbe vom Turm Torre dei Lamberti aus Historische Fassaden aus verschiedenen Jahrhunderten umgeben die Piazza delle Erbe Marktplatz und Versammlungsort der mittelalterlichen Stadtrepublik An der dem Durchgang zur Piazza dei Signori gegenuberliegenden Schmalseite des Platzes stehen der wuchtige an romische Barockbauten erinnernde Palazzo Maffei von 1668 und der mittelalterliche Uhrturm Torre del Gardello aus dem 14 Jahrhundert Davor ragt eine Marmorsaule mit dem geflugelten Markuslowen empor Die mittelalterlichen Burgerhauser der Casa dei Mazzanti mit ihren Fresken begrenzen den Platz nach Osten Im Zentrum thront uber einem antiken Brunnenbecken die schon bald nach der Errichtung im 14 Jahrhundert zum Symbol der Stadt gekurte Madonna Verona Von der Piazza delle Erbe sind es nur wenige Schritte zum Haus der Julia Casa di Giulietta mit dem beruhmtesten Balkon der Literaturgeschichte Fur die Figuren in dem Schauspiel Romeo und Julia von Shakespeare gab es keine historischen Vorbilder und auch keinen Balkon der Julia Der Balkon wurde in den 1930er Jahren nachtraglich angebaut und war zuvor Teil eines Sarkophags Was heute als Haus der Julia zur Besichtigung angeboten wird ist immerhin der Rest eines grossen palastartigen Baues der im 14 Jahrhundert im Besitz der Familie dal Capello war die mit den Capulets identifiziert wurde Montagues und Capulets Vor dem Umbau war das Haus allerdings als Gasthof und teils als Stall genutzt worden 17 18 Piazza dei Signori Palazzo del Governo und Loggia Piazza dei Signori Bearbeiten Mit befestigten Privatpalasten hatten die Scaliger die Piazza dei Signori mit dem Denkmal Dantes von Zannoni umbaut Kommt man von der Piazza delle Erbe passiert man den Palazzo dei Giudici In dem Gebaude aus dem 17 Jahrhundert walteten die venezianischen Richter einst ihres Amtes Rechter Hand stehen der romanische Palazzo del Comune von 1194 mit dem 83 m hohen Torre dei Lamberti sowie der Justizpalast von 1365 Die gegenuber liegende Schmalseite der Piazza nimmt der Palazzo del Governo mit seinem Zinnenkranz ein Wo einst die Scaliger residierten ist heute die Provinzregierung untergebracht Direkt neben den dusteren gotischen Palasten der gesturzten Scaliger erbauten die neuen Herren aus Venedig nach der Machtubernahme im 15 Jahrhundert ihre schone Renaissance Loggia Fra Giocondo Sakralbauten Bearbeiten Basilika San Zeno Maggiore San Zeno Maggiore Bearbeiten Hauptartikel San Zeno Maggiore Die Basilika San Zeno Maggiore ist ein romanischer Bau aus dem 11 und 12 Jahrhundert Der Turm der Abtei und der Turm der dreischiffigen Basilika bilden einen ansprechenden Rahmen fur die Fassade der Kirche die durch eindrucksvolle Farbgebung harmonischen Baustil und schlichte Verzierungen besticht Besonders ansprechend ist die grosse Fensterrose uber dem Bau und Skulpturenkomplex im Eingangsbereich San Lorenzo Bearbeiten Hauptartikel San Lorenzo Verona Zwischen dem Castelvecchio und der Porta dei Borsari steht zuruckgesetzt die Kirche San Lorenzo die ebenfalls aus dem 11 und 12 Jahrhundert stammt Es ist eine romanische Emporenbasilika mit funf Apsiden die aus einem karolingischen Vorgangerbau hervorging Im dreischiffigen Innenraum ist nahezu nichts von der ursprunglichen Ausstattung erhalten da die Kirche im Zweiten Weltkrieg schwer beschadigt wurde Dom Santa Maria Matricolare Bearbeiten Hauptartikel Domkomplex von Verona Der Dom Santa Maria Matricolare Der Dom Santa Maria Matricolare wurde im Jahre 1187 geweiht und vereint sowohl romanische als auch gotische Bestandteile Bekannt ist vor allem das Portal von Nicolo mit seinen zeitgenossischen romanischen Steinmetzarbeiten im Innenraum sind es die Fresken von 1500 das Altargemalde von Tizian und die 1122 bis 1135 erbaute romanische Taufkapelle Neben der Chorpartie des Doms fuhrt eine Tur zum Baptisterium San Giovanni in Fonte In der dreischiffigen Basilika steht das beruhmte romanische Taufbecken gehauen aus einem einzigen rosafarbenen Monolith aus Veroneser Marmor San Fermo Maggiore Bearbeiten Hauptartikel San Fermo Maggiore San Fermo Maggiore ist eine gotische Kirche mit schoner Holzdecke und romanischer Krypta Der Bau wurde 1065 von Benediktinermonchen begonnen und im Jahr 1138 vollendet Im 13 Jahrhundert ubernahmen die Franziskaner San Fermo Maggiore und bauten sie nach ihren Massstaben um Die Fassade zeigt sowohl romanische als auch gotische Stilelemente Sant Anastasia Bearbeiten Hauptartikel Sant Anastasia Verona Sant Anastasia Die Chiesa di Sant Anastasia ist die grosste gotische Kirche Veronas Sie wurde von den Dominikanern um 1290 begonnen und 1481 fertiggestellt Ihre Fassade blieb unvollendet Der von hohen Marmorsaulen dreischiffig aufgeteilte Innenraum ist reich ausgestaltet Ein farbiger Fussboden und ornamentale Gewolbeausmalungen pragen das Bild Zu den besonderen Sehenswurdigkeiten gehort neben den Grabdenkmalern Altaren und anderen Skulpturen des 15 bis 17 Jahrhunderts vor allem das beruhmte Fresko Aufbruch des hl Georg zum Kampf mit dem Drachen von Antonio Pisanello 1433 1438 Es gilt in der Kunstgeschichte als der Hohepunkt und Endpunkt der hofischen Gotik in Oberitalien Santa Maria Antica Bearbeiten Hauptartikel Santa Maria Antica Nahe der Piazza dei Signori befindet sich die kleine Kirche Santa Maria Antica aus dem 8 Jahrhundert Sie war fur die Scaliger eine Art Hauskirche Daneben erstreckt sich der Privatfriedhof der Familie arche scaligere mit prunkvollen gotischen Grabmalern Nur wenige Meter ostlich entfernt das angebliche Haus des Romeo Hugel S Pietro mit dem Teatro Romano di Verona dem archaologischen Museum im romischen Theater dem ehemaligen Kloster des Hl Hieronymus und dem Castel San Pietro Madonna del Terraglio Bearbeiten Hauptartikel Madonna del TerraglioMuseen BearbeitenDas Museo Lapidario Maffeiano ist eines der altesten archaologischen Museen in Europa Es wurde in der ersten Halfte des 18 Jahrhunderts von dem Veroneser Literaten Scipione Maffei eingerichtet und es zeigt etruskische griechische und romische Fundstucke Das Museo Archeologico im Teatro Romano beherbergt eine sehenswerte Sammlung an etruskischen und unteritalischen Bronzen sowie Funden aus romischer Zeit Wechselnde Fotoausstellungen finden in den Scavi Scaligeri einer unterirdischen Ausgrabungsstatte statt Im Palazzo Forti sind regelmassig wechselnde Ausstellungen zu moderner Kunst zu sehen Das Museum des Castelvecchio ist eines der bedeutendsten Kunstmuseen Veneziens Es zeigt eine Sammlung mittelalterlicher Skulpturen und Bilder Der Museo civico di Storia Naturale Stadtmuseum der Naturgeschichte im Palazzo Pompei beherbergt neben Fossilien auch Sammlungen zur Mineralogie Geologie Botanik Zoologie und Volkskunde 19 Blick vom Hugel San Pietro uber VeronaWeitere Sehenswurdigkeiten BearbeitenPonte Pietra Brucke aus der Romerzeit Santuario della Madonna di Lourdes ehemalige osterreichische Festungsanlage San Leonoardo aus dem 19 Jahrhundert hoch uber der Stadt in den 1950er Jahren zur Wallfahrtskirche umgewandelt Porta dei Leoni Ausgrabungen aus der Romerzeit Arche Scaligeri Grab der Scaliger Castel San Pietro Burg oberhalb Veronas Giardino Giusti Garten mit Blick auf Verona Sante Teuteria e Tosca romanische Kirche mit alterer Bausubstanz SynagogeKlima BearbeitenDas Klima Veronas ist warmgemassigt jedoch aufgrund der Lage im Landesinneren der Po Ebene kontinental ausgepragt sodass es im Winter vor allem in den Monaten Januar und Februar haufiger zu Frosten kommen kann Die Sommer sind heiss gelegentlich konnen uber 37 C erreicht werden Durchschnittliche Temperaturen und Niederschlage fur Verona Venetien Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov DezMax Temperatur C 6 1 8 9 13 4 17 2 22 7 26 3 29 2 28 8 24 4 18 0 11 0 6 7 O 17 8Min Temperatur C 1 2 0 1 3 4 6 8 11 7 15 4 18 0 17 8 13 7 8 7 3 2 0 4 O 8 1Niederschlag mm 50 9 43 3 48 7 70 4 74 2 87 2 62 6 81 7 76 2 91 0 64 8 52 5 S 803 5Sonnenstunden h d 3 4 5 6 8 9 10 8 7 5 2 3 O 5 8Regentage d 6 8 5 1 6 0 8 9 8 6 8 6 5 5 5 8 6 0 7 4 7 1 6 2 S 82T e m p e r a t u r 6 1 1 2 8 9 0 1 13 4 3 4 17 2 6 8 22 7 11 7 26 3 15 4 29 2 18 0 28 8 17 8 24 4 13 7 18 0 8 7 11 0 3 2 6 7 0 4Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov DezN i e d e r s c h l a g 50 9 43 3 48 7 70 4 74 2 87 2 62 6 81 7 76 2 91 0 64 8 52 5 Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov DezQuelle worldweather wmo int wetterkontor deVerkehr BearbeitenDer Bahnhof Porta Nuova ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt die Brennerbahn Bologna Innsbruck kreuzt hier die wichtige Linie von Mailand nach Venedig Verona ist ebenfalls ein Knotenpunkt des italienischen Autobahnnetzes Die Brennerautobahn A22 kreuzt hier die Europastrasse 70 Sudwestlich der Stadt liegt der Flughafen Verona Der innerstadtische offentliche Verkehr wird durch Busse der Azienda Trasporti Verona betrieben Hauptumstiegspunkte sind der Hauptbahnhof Porta Nuova Arena und Ospedale Maggiore Sport BearbeitenDer Fussballverein Hellas Verona spielte in der ersten Serie A und zweiten Serie B italienischen Liga und gewann in der Saison 1984 85 die italienische Meisterschaft In der Saison 2005 06 spielte Verona in der Serie B stieg aber nach der Relegation ab Nach Abstieg in der Saison 2015 16 spielt Hellas Verona seit der Saison 2019 20 erneut in der Serie A Der kleinere Verein Chievo Verona hingegen spielte von 2001 bis 2007 sowie von 2008 bis 2019 in der Serie A Beide Mannschaften tragen ihre Heimspiele im Stadio Marcantonio Bentegodi aus welches mitten in einem Wohngebiet unweit des Hauptbahnhofs liegt In den Jahren 1999 und 2004 richtete Verona die UCI Strassen Weltmeisterschaften aus Personlichkeiten BearbeitenBurgermeister von Verona ist Federico Sboarina Bekannte Personlichkeiten der Stadt sind in der Liste von Personlichkeiten der Stadt Verona aufgefuhrt Stadtepartnerschaften BearbeitenVerona listet acht Partnerstadte und 17 Stadtefreundschaften auf 20 Stadt Land Typ seitAlbany Vereinigte Staaten New York USA PartnerstadtAyacucho Peru Peru StadtefreundschaftBethlehem Palastina Autonomiegebiete Palastina StadtefreundschaftDetmold Deutschland Deutschland Stadtefreundschaft 2006 21 Fresno Vereinigte Staaten Kalifornien USA Stadtefreundschaft 2000Johannesburg Sudafrika Sudafrika PartnerstadtKasan Tatarstan Republik Republik Tatarstan StadtefreundschaftKorca Albanien Albanien StadtefreundschaftKorfu Griechenland Griechenland StadtefreundschaftKosice Slowakei Slowakei Stadtefreundschaft 1992Kragujevac Serbien Serbien StadtefreundschaftMunchen Deutschland Deutschland Partnerstadt 1960Nagahama Japan Japan Partnerstadt 1992Namwon Korea Sud Sudkorea Stadtefreundschaft 2008 22 Nimes Frankreich Frankreich Partnerstadt 1960 23 Ningbo China Volksrepublik Volksrepublik China Stadtefreundschaft 2005Prilep Nordmazedonien Nordmazedonien StadtefreundschaftPula Kroatien Kroatien Partnerstadt 1980Ra anana Israel Israel Stadtefreundschaft 1998Saint Josse ten Noode Belgien Belgien PartnerstadtSalzburg Osterreich Osterreich Partnerstadt 1973 24 Tirana Albanien Albanien StadtefreundschaftZhuji China Volksrepublik Volksrepublik China StadtefreundschaftZintan Libyen Libyen StadtefreundschaftHangzhou China Volksrepublik Volksrepublik China Stadtefreundschaft Ausserdem bestehen Stadtefreundschaften mit Serbien Jagodina Serbien Iran Maschhad Iran Deutschland Nurnberg Deutschland seit 2006 25 Literatur BearbeitenGeschichte Edoardo Demo Dalla dedizione a Venezia alla fine del Cinquecento In Giovanni Zalin Hrsg Storia di Verona Caratteri aspetti momenti Vicenza Neri Pozza 2001 Maureen Catherine Miller The Formation of a Medieval Church Ecclesiastical Change in Verona 950 1150 Cornell University Press 1993 Stefania Salti Renata Venturini La vita di Teodorico Ravenna 2001 Luigi Simeoni Studi su Verona nel medioevo 3 Bande Verona 1962 Andreas Stinsky Die 30 bekanntesten archaologischen Statten am Gardasee und in seinem Umland Mit Ausflugen nach Verona Brescia Bergamo und Trient Nunnerich Asmus Verlag Mainz 2018 ISBN 978 3 96176 016 9 Giovanni Zalin Hrsg Storia di Verona Caratteri aspetti momenti Vicenza Neri Pozza 2001 Kunst Architektur Andreas Bigelmair Zeno von Verona Munster 1904 Giorgio Borelli Chiese e monasteri di Verona Verona 1980 Federico Dal Forno Case e palazzi di Verona Verona 1973 Delia Fringesi Cesare Lombroso Einaudi Turin 2003 ISBN 88 06 13866 9 Hans Dieter Huber Paolo Veronese Kunst als soziales System Fink Munchen 2005 ISBN 3 7705 3842 0 Arturo Sandrini Pierpaolo Brugnoli L architettura a Verona nell eta della Serenissima sec XV sec XVIII Verona 1988 Arturo Sandrini Pierpaolo Brugnoli L architettura a Verona dal periodo napoleonico all eta contemporanea Verona 1994 Stadtmauern Guido Barbetta Le mura e le fortificazioni di Verona Verona 1978 Archivalien Jurgen Klockler Verhinderter Archivalienraub in Italien Theodor Mayer und die Abteilung Archivschutz bei der Militarverwaltung in Verona 1943 1945 In Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 86 2006 S 491 537 online Weblinks Bearbeiten Commons Verona Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Wikivoyage Verona Reisefuhrer Offizielle Webseite der Stadt Verona Verona Reisefuhrer Eintrag auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO englisch und franzosisch Verona auf der Plattform ETHoramaEinzelnachweise Bearbeiten Statistiche demografiche ISTAT Monatliche Bevolkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica Stand 31 Dezember 2019 Zeno Lexikoneintrag zu Welsch Bern Brockhaus Kleines Konversations Lexikon funfte Abgerufen am 26 Januar 2022 Brockhaus Enzyklopadie 19 Auflage Band 23 F A Brockhaus Mannheim 1984 ISBN 3 7653 1123 5 S 248 Giuliana Cavalieri Manasse Verona In Europa Enciclopedia archeologica Band 4 Istituto della Enciclopedia italiana Rom 2004 S 722 723 Digitalisat Verona Romana la Fondazione In veronissima com Abgerufen am 1 April 2021 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dedizione a Venezia alla fine del Cinquecento S 149 151 Giovanni Zalin Hrsg Storia di Verona Caratteri aspetti momenti S 445 Marta Morbioli La peste e il Gran contagio di Verona correva l anno 1630 In verona in it 12 Marz 2020 abgerufen am 11 Marz 2021 italienisch Giorgio Massignan L Adige e i veronesi un amore difficile rimasto ormai senza parole In verona in it 29 Oktober 2018 abgerufen am 9 Marz 2021 italienisch Storia del Festival lirico In arena it Abgerufen am 9 Marz 2021 italienisch Betrug vorm Balkon Im Hof der Julia Die Legende um Romeo und Julia Museo di Storia Naturale Comune di Verona Grandi Eventi Gemellaggi e Patti d Amicizia Abgerufen am 24 April 2018 Partnerstadte auf Detmold de Abgerufen am 29 August 2020 Chunhyangol Introduction to Namwon Friendly Ties Abgerufen am 24 April 2018 Jumelages Abgerufen am 24 Februar 2017 Partnerstadt Verona Stadt Salzburg Abgerufen am 4 April 2017 Verona Italien Amt fur Internationale Beziehungen Abgerufen am 11 Februar 2015 Gemeinden in 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