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Die Verlehmung ist ein wesentlicher Prozess der Bodenbildung (Pedogenese), bei dem es durch Silikatverwitterung und Neubildung von Tonmineralen zu einer Korngrößenverminderung kommt. Dadurch wird die Textur eines Bodens immer feiner.

Im Boden liegen zahlreiche bodenbildende Silikate vor (z. B. Glimmer, Olivin, Biotit, Amphibol oder Pyroxen). Durch die chemische Verwitterung (Oxidation, Hydrolyse und Hydratation) werden deren Gerüste in Fragmente aufgespalten, so dass Eisenverbindungen, leichtlösliche Ionen sowie Kieselsäure und Aluminiumhydroxide freigesetzt werden. Die Kieselsäure und die Aluminiumhydroxide reagieren in Situ miteinander und fügen sich zu neuen Gerüsten zusammen. Dadurch bilden sich im Boden neue Tonminerale wie Illit, Vermiculit und Smectit. Diese neu entstandenen Minerale besitzen eine deutlich geringere Korngröße als die verwitterten, aus deren Fragmenten sie bestehen. Mit fortschreitender Verwitterung wird der Boden damit immer feiner. Die meisten leicht löslichen Ionen werden ausgewaschen (Entkalkung und Auswaschung); ein Teil wird in die Gerüste der neuen Minerale eingebaut.

Die Verlehmung ist untrennbar mit dem Prozess der Verbraunung verbunden. Hierbei bildet das freigesetzte Eisen intensiv gefärbte Verbindungen, die die Bodenfarbe beeinflussen. Im gemäßigten Klima Mitteleuropas nimmt der Boden hierdurch seine typischen braunen Farbtöne an.

  • Fritz Scheffer: Lehrbuch der Bodenkunde / Scheffer/Schachtschabel. neubearb. und erw. von Hans-Peter Blume u. a.,. 15. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg – Berlin 2002, ISBN 3-8274-1324-9,S.448f.

Verlehmung Prozess der Bodenbildung Sprache Beobachten Bearbeiten Die Verlehmung ist ein wesentlicher Prozess der Bodenbildung Pedogenese bei dem es durch Silikatverwitterung und Neubildung von Tonmineralen zu einer Korngrossenverminderung kommt Dadurch wird die Textur eines Bodens immer feiner Im Boden liegen zahlreiche bodenbildende Silikate vor z B Glimmer Olivin Biotit Amphibol oder Pyroxen Durch die chemische Verwitterung Oxidation Hydrolyse und Hydratation werden deren Geruste in Fragmente aufgespalten so dass Eisenverbindungen leichtlosliche Ionen sowie Kieselsaure und Aluminiumhydroxide freigesetzt werden Die Kieselsaure und die Aluminiumhydroxide reagieren in Situ miteinander und fugen sich zu neuen Gerusten zusammen Dadurch bilden sich im Boden neue Tonminerale wie Illit Vermiculit und Smectit Diese neu entstandenen Minerale besitzen eine deutlich geringere Korngrosse als die verwitterten aus deren Fragmenten sie bestehen Mit fortschreitender Verwitterung wird der Boden damit immer feiner Die meisten leicht loslichen Ionen werden ausgewaschen Entkalkung und Auswaschung ein Teil wird in die Geruste der neuen Minerale eingebaut Die Verlehmung ist untrennbar mit dem Prozess der Verbraunung verbunden Hierbei bildet das freigesetzte Eisen intensiv gefarbte Verbindungen die die Bodenfarbe beeinflussen Im gemassigten Klima Mitteleuropas nimmt der Boden hierdurch seine typischen braunen Farbtone an Literatur BearbeitenFritz Scheffer Lehrbuch der Bodenkunde Scheffer Schachtschabel neubearb und erw von Hans Peter Blume u a 15 Auflage Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg Berlin 2002 ISBN 3 8274 1324 9 S 448 f Weblinks Bearbeiten Wikiversity Institut fur Bodenkunde Kursmaterialien Verbraunung und Verlehmung Memento vom 4 Dezember 2008 im Internet Archive Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Verlehmung amp oldid 211273918, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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