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Aggregat 4 (A4) war die Typenbezeichnung der im Jahr 1942 weltweit ersten funktionsfähigen Großrakete mit Flüssigkeitstriebwerk. Sie war als ballistische Artillerie-Rakete großer Reichweite konzipiert und das erste von Menschen konstruierte Objekt, das die Grenze zum Weltraum – nach Definition der Fédération Aéronautique Internationale 100 Kilometer Höhe (Kármán-Linie) – durchstieß. Die A4 bildete ab Mitte 1945 die Ausgangsbasis der Raumfahrtentwicklungen der USA und der Sowjetunion.

A4 (National Air & Space Museum, Washington, ca. 2004)

Die Boden-Boden-Rakete A4 wurde im Deutschen Reich in der Heeresversuchsanstalt Peenemünde (HVA) auf Usedom ab 1939 unter der Leitung von Wernher von Braun entwickelt und kam im Zweiten Weltkrieg ab 1944 in großer Zahl zum Einsatz. Neben der flugzeugähnlichen Fieseler Fi 103, genannt V1, bezeichnete die NS-Propaganda auch die Rakete A4 als kriegsentscheidende „Wunderwaffe“. Im August 1944 wurde sie von Propagandaminister Joseph Goebbels erstmals intern und im Oktober 1944 öffentlich zur Vergeltungswaffe 2, kurz V2, erklärt. In der deutschen Presse war spätestens ab Dezember 1944 von der Fernwaffe „V 2“ die Rede. Die Starteinheiten von Wehrmacht und SS nannten sie schlicht „Das Gerät“.

Inhaltsverzeichnis

Walter Dornberger (links) und Wernher von Braun (in Zivil) in Peenemünde, Frühjahr 1941

Für die Raketenentwicklung in der Heeresversuchsanstalt (HVA) bestand ab März 1936 folgendes Anforderungsprofil: Eine Tonne Sprengstoff sollte über 250 Kilometer befördert werden.

Neben dem Technischen Direktor Wernher von Braun war eine große Zahl von Wissenschaftlern und Ingenieuren in der HVA tätig, unter ihnen Walter Thiel, Helmut Hölzer, Klaus Riedel, Helmut Gröttrup, Kurt Debus und Arthur Rudolph. Leiter der HVA bzw. deren Kommandant war Generalmajor Walter Dornberger, Chef der Raketenabteilung im Heereswaffenamt.

Die Vorgängermodelle des Aggregats 4 waren nur teilweise erfolgreich: Aggregat 1 explodierte beim Brennversuch in der Heeresversuchsanstalt Kummersdorf, Aggregat 2 absolvierte 1934 zwei erfolgreiche Starts auf Borkum und im Dezember 1937 hatte Aggregat 3 vier Fehlstarts. Erst der direkte Nachfolger Aggregat 5 war 1938 erfolgreich. Das Aggregat 4 wurde ab 1939 entwickelt und erstmals im März 1942 getestet. Am 3. Oktober 1942 gelang ein erfolgreicher Start, bei dem es mit einer Spitzengeschwindigkeit von 4.824 km/h (etwa Mach 4,5) eine Gipfelhöhe von 84,5 km erreichte und damit erstmals in den Grenzbereich zum Weltraum vordrang. Dies war der erste gelungene Großraketenstart der Menschheitsgeschichte. Aufgrund mehrerer Strukturversagen im Flug begannen im Juni 1944 Teststarts, welche zwecks verbesserter Verfolgbarkeit senkrecht erfolgten. Am 20. Juni 1944 wurde bei einem Senkrechtstart eine Höhe von 174,6 km erzielt; damit übertraf die Rakete die heutige anerkannte Weltraumgrenze von 100 km Höhe (die Kármán-Linie) deutlich und war der erste menschengemachte Gegenstand im Weltraum.:267

Nach den Luftangriffen der Royal Air Force auf Peenemünde (s. Operation Hydra am 17. August 1943) wurde beschlossen, die Ausbildung der Raketentruppen und die Erprobung der A4-Raketen nicht in Peenemünde, sondern in Südostpolen außerhalb der Reichweite der alliierten Bomber durchzuführen: anfangs für die westalliierten Bomber unerreichbar im Karpatenvorland auf dem SS-Truppenübungsplatz Heidelager bei Blizna im Generalgouvernement, wurden die Übungen wegen der anrückenden Roten Armee später auf den SS-Truppenübungsplatz Westpreußen in die Tucheler Heide nördlich von Bromberg verlegt.

Die Bevölkerung um Blizna war dabei rücksichtslos den A4- und Fieseler Fi 103-Einschlägen ausgeliefert. Auf Flugblättern warnte man vor Ort lediglich vor gefährlichen Kraftstoffbehältern, die aber keine Bomben seien.

Am 20. Mai 1944 stellten Mitglieder der polnischen Heimatarmee Teile eines abgestürzten A4 sicher. Die wichtigsten Teile wurden zusammen mit den in Polen vorgenommenen Auswertungen in der Nacht vom 25. zum 26. Juli 1944 mit einer DC-3 der RAF, die in der Nähe von Żabno gelandet war, nach Brindisi ausgeflogen (Operation Most III). Von dort aus kamen die Teile nach London, was der britischen Regierung erstmals die Existenz einer deutschen Rakete bewies.

Von der HVA Peenemünde und der Greifswalder Oie aus erfolgten noch bis einschließlich 20. Februar 1945 Versuchsstarts von A4-Raketen.

Aufbau der Rakete „Aggregat 4“

Die A4-Rakete war 14 Meter hoch und hatte vollgetankt eine Startmasse von 13,5 Tonnen. Die einstufige Rakete bestand aus etwa 20.000 Einzelteilen. Der Rumpf bestand aus Spanten und Stringern, die mit dünnem Stahlblech beplankt waren. Die Technik bestand aus vier Baugruppen:

Sprengstoff

Die etwa 738 kg Sprengstoff (Vergleichsweise mit etwa 600 kg TNT) einer Amatol-Mischung waren in der Raketenspitze untergebracht. Da sich diese während des Flugs durch Kompressionswärme an der Außenhaut der Verkleidung aufheizte, konnten nur Sprengstoffmischungen verwendet werden, deren Zündtemperatur über 200 °C lag.

Steuerung

Für die Stabilisierung und Steuerung sorgte das Leitwerk mit den Luftrudern, welche aber erst bei höherer Geschwindigkeit wirkten. Kurz nach dem Start waren die direkt im Gasstrom liegenden vier Strahlruder aus Graphit für die Stabilisierung zuständig. Alle Ruder wurden von Servomotoren bewegt.

Als einer der ersten Flugkörper war das A4 mit einem für die damalige Zeit sehr fortschrittlichen Trägheitsnavigationssystem ausgestattet, das mit zwei Kreiselinstrumenten (Gyroskopen) selbsttätig den eingestellten Kurs hielt. Die elektrische Energie für Kurssteuerung und Ruderanlage wurde den beiden Bordbatterien entnommen, die aus dem Werk Hagen der Accumulatoren Fabrik AG (AFA) stammten. Die Batterien waren unterhalb des Sprengkopfes im Geräteraum eingebaut, wo sich auch das sogenannte „Mischgerät“ befand, ein elektronischer Analogrechner, der die von den Gyroskopen registrierten Abweichungen von Quer- und Seitenachse auswertete und zur Kurskorrektur die Servomotoren der Strahl- und Luftruder ansteuerte. Um eine bessere Zielgenauigkeit zu erreichen, wurde in mehreren Versuchsraketen auch eine Funksteuerung erprobt, die aber im späteren Einsatz wegen möglicher Störungen von Seiten des Feindes nicht verwendet wurde.

Die beim Start eingestellte Zeitschaltuhr sorgte dafür, dass der Neigungswinkel der Kreiselplattform nach drei Sekunden Brennzeit so verändert wurde, dass die Rakete aus der Senkrechten in eine geneigte Flugbahn überging. Durch ein Integrationsgerät (J-Gerät), das aufgrund der summierten Beschleunigung die aktuelle Geschwindigkeit berechnete, wurde bei der richtigen Geschwindigkeit das Triebwerk abgeschaltet, um damit die Reichweite zu steuern. Dazu wurde am J-Gerät ein Wert eingestellt, der einer Schuss-Tafel entnommen werden konnte. Der Neigungswinkel war bei jedem Schuss gleich. Vor dem Start musste die Rakete auf ihrem Starttisch exakt senkrecht gestellt und so gedreht werden, dass eine besonders markierte Flosse in Zielrichtung zeigte.

  • Die vier Strahlruder am Heck, ausgestellt in Antwerpen

  • Graphit-Strahlruder

  • Eines der beiden Gyroskope zur Kurssteuerung

  • Zeitschaltuhr der A4

  • Einer der vier Servomotoren zur Rudersteuerung

  • Geräteraum einer A4 mit Kreiselsteuerung, HVA Peenemünde, 1942

  • Steuergerät SG-66 in der Wehrtechnischen Studiensammlung Koblenz

Antrieb

Das Aggregat 4 war eine Flüssigkeitsrakete und wurde mit einem Gemisch aus 75-prozentigem Ethanol und Flüssigsauerstoff angetrieben. Unter der Leitung des Ingenieurs Walter Thiel wurden das beste Mischungsverhältnis der Treibstoffe, die Einspritzdüsenanordnung sowie die Form des Raketenofens ermittelt. Eine Pumpenbaugruppe war nötig, welche die großen Mengen an Alkohol und flüssigem Sauerstoff in die Brennkammer fördern konnte. Zum Antrieb dieser Doppelpumpe diente eine integrierte Dampfturbine von 600 PS Leistung. In einem Dampferzeuger wurde durch die katalytische Zersetzung von Wasserstoffperoxid mittels Kaliumpermanganat Dampf erzeugt. Zur Förderung des Wasserstoffperoxids war auf 200 bar komprimierter Stickstoff in mehreren Druckbehältern an Bord; dieser diente auch zur Betätigung diverser Ventile. Die Kreiselsteuerung und das präzise und daher sehr aufwendig zu fertigende Pumpenaggregat waren die beiden teuersten Bauteile des A4.

Die Rakete hatte einen anfänglichen Schub von 270 kN, entsprechend einer Leistung von 650.000 PS, und erreichte nach einer Brenndauer von etwa 65 Sekunden ihre Höchstgeschwindigkeit von etwa 5.500 km/h, etwa Mach 5. Die Verbrennungsgase verließen den Brennofen (Raketenmotor) mit etwa 2.000 m/s. Da der gesamte Flug bei einer Reichweite von 250 bis 300 km nur 5 Minuten dauerte, gab es damals keine Abwehrmöglichkeit gegen diese Waffe.

Triebwerksteil einer A4 im Stollen des Lagers Dora-Mittelbau, 2012
Fertigungshalle in einer Untergrundfabrik (U-Verlagerung) nahe Nordhausen, 1944

Die Fertigungsstätten für Teile des A4 waren über ganz Deutschland und Österreich verstreut: Unter dem Tarnnamen „Rebstock“ bei Ahrweiler an der Ahr wurden in unfertigen Eisenbahntunneln Bodenanlagen und Fahrzeuge für die Rakete unter Tage produziert. Zwischen 1942 und September 1944 wurde unter starker Geheimhaltung auch in Oberraderach gefertigt. Das Gelände wurde im Januar 1945 beim Herannahen französischer Truppen geräumt. Weitere Lieferanten waren die Firmen Gustav Schmale in Lüdenscheid, in der Teile der Brennkammer gefertigt wurden, und die Accumulatoren Fabrik AG (AFA) in Hagen-Wehringhausen, welche die speziellen Akkumulatoren herstellte. Anfang 1944 wurde der Betrieb von Triebwerksprüfständen im "Vorwerk Schlier", KZ-Nebenlager Redl-Zipf auf dem Gemeindegebiet von Neukirchen an der Vöckla, und im "Vorwerk Mitte Lehesten", KZ-Außenlager Laura im Thüringer Schiefergebirge aufgenommen.

1943 lief in insgesamt vier Orten die Serienfertigung des A4, welche, so Dornberger in einem Protokoll zu einer Besprechung mit Gerhard Degenkolb und Kunze, „grundsätzlich mit Sträflingen durchgeführt werde“. Dafür zog man Häftlinge aus folgenden Konzentrationslagern heran: KZ Buchenwald (HVA Peenemünde ab Juni), KZ Dachau (Luftschiffbau Zeppelin „Friedrichshafener Zeppelinwerke“ ab Juni/Juli), KZ Mauthausen (Rax-Werke in Wiener Neustadt ab Juni/Juli) und KZ Sachsenhausen (DEMAG-Panzer in Falkensee bei Berlin ab März). Einzelne wissenschaftliche Mitarbeiter wählte Wernher von Braun persönlich unter den Häftlingen im KZ-Buchenwald aus.

Insgesamt wurden während des Zweiten Weltkrieges 5.975 Raketen von Zwangsarbeitern, KZ-Häftlingen und deutschen Zivilbeschäftigten aus tausenden Einzelteilen zusammengebaut.

Am 29. Oktober 1944 wurde Dornberger nach dem Einsatz der V2 an der Westfront mit dem Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern ausgezeichnet.

Kohnstein, Stollen für die Rumpfproduktion der V2, 1945

Ab 1944 fand die Montage der A4 im unterirdischen Komplex der Mittelwerk GmbH in einer Stollenanlage im Kohnstein nahe Nordhausen durch Häftlinge des KZ Mittelbau-Dora statt. Im Schnitt waren etwa 5.000 Häftlinge des KZ Mittelbau unter Aufsicht von ungefähr 3.000 Zivilangestellten mit dem Zusammenbau beschäftigt. Für das hochtechnologische Projekt wurden auch spezialisierte inhaftierte Facharbeiter und Ingenieure aus dem gesamten Reichsgebiet und den besetzten Staaten gezielt herangezogen. Obwohl viele von ihnen erst nach einer handwerklichen Prüfung in den Kohnstein verschleppt wurden, erwarteten sie dort keine besseren Arbeits- und Haftbedingungen als in anderen Konzentrationslagern. Vielmehr befürchteten sie, dass man sie wegen ihrer Einblicke in dieses Staatsgeheimnis nicht mehr freilassen würde. Wie unmenschlich die Behandlung auch durch zivile Ingenieure zeitweise war, zeigt etwa eine schriftliche Anweisung, die Häftlinge bei Verfehlungen nicht mehr mit spitzen Gegenständen zu stechen. Dennoch kam es immer wieder zu Sabotageakten, die allerdings die Fertigung der Rakete nie ernstlich behinderten. Zwar erwies sich bei der Endabnahme jede zweite Rakete als nicht voll funktionstüchtig und musste nachgebessert werden, dies lag jedoch in erster Linie daran, dass die Ingenieure aus Peenemünde fast täglich bauliche Änderungen vorgaben, die den laufenden Produktionsprozess erheblich beeinträchtigten.

Leichen von KZ-Häftlingen am Boden, Baracke Dora-Mittelbau, 11. April 1945

16.000 bis 20.000 KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter, die meisten zwanzig- bis vierzigjährig, starben nach zurückhaltenden Schätzungen zwischen September 1943 und April 1945 im Lagerkomplex Mittelbau-Dora sowie auf Liquidations- oder sogenannten Evakuierungstransporten. Etwa 8.000 Menschen verloren ihr Leben durch den Einsatz der Waffe, die meisten im Raum London und Antwerpen (s. u. Einsatz).

Laut Jens-Christian Wagner, Leiter der Gedenkstätte KZ Mittelbau-Dora, sind somit „mehr Häftlinge bei der Produktion der Waffe ums Leben gekommen als [andere Opfer] bei ihrem Einsatz. Das ist ein Unikum; ich glaube, es hat keine andere Waffe gegeben, die schon in der Produktion so viele Menschenleben gefordert hat.“ Einziger Ingenieur der V2-Produktion, der je vor Gericht gestellt wurde, war der DEMAG-Geschäftsführer und Generaldirektor der Mittelwerk GmbH Georg Rickhey. 1947 im „Dachauer Dora-Prozess“ angeklagt, wurde er freigesprochen, obwohl im Prozess der mitangeklagte Funktionshäftling Josef Kilian aussagte, dass Rickhey bei einer besonders brutal inszenierten Massenstrangulation von 30 Häftlingen am 21. März 1945 in Mittelbau-Dora anwesend war.

1943 gelang es der österreichischen Widerstandsgruppe rund um Kaplan Heinrich Maier durch die Verbindungen zum Wiener Stadtkommandanten Heinrich Stümpfl, der wahrscheinlich dem Widerstand zugerechnet werden kann, die exakten Zeichnungen der V2-Rakete dem amerikanischen Office of Strategic Services zukommen zu lassen. Auch wurden Lageskizzen von V-Raketen-Fabrikationsanlagen in Peenemünde an alliierte Generalstäbe übermittelt, um damit alliierten Bombern Luftschläge zu ermöglichen. Die Gruppe wurde nach und nach von der Gestapo erkannt und die meisten Mitglieder hingerichtet.

Startvorbereitungen einer A4, März 1942
A4 beim Start, Prüfstand VII, 1943
A4-Start, Prüfstand VII, Sommer 1942
Start einer A4 von Prüfstand VII, Sommer 1943
Heeresversuchsanstalt, Rückfaller direkt neben dem FR (E) (Fern-Rakete Eisenbahnzug) auf dem Nebengleis, 1942
Modell des Prüfstands VII
Versuchsstarts in Peenemünde
Nr. Datum Brennzeit (s) Reichweite (km) Bemerkungen
1 16. März 1942 Explosion bei Zündung
2 13. Juni 1942 36 1,3 durchbrach Schallgrenze, stieg etwa 4900 m, bis eine Treibstoffpumpe brach, rollte zudem im Flug, stürzte ab
3 16. Aug. 1942 45 8,7 erreichte zweifache Schallgeschwindigkeit, Ausfall des Triebwerks nach 45 s, dann Spitze abgebrochen, Flugzeit: 194 Sekunden
4 3. Okt. 1942 58 190 erster erfolgreicher Flug, stürzte nach 296 Sekunden Flug ins Meer, Gipfelhöhe 84,5 km
5 21. Okt. 1942 84 147 Probleme mit dem Dampfgenerator, Flugzeit: 256 Sekunden
6 9. Nov. 1942 54 14 vertikaler Aufstieg bis auf 67 km
7 28. Nov. 1942 37 8,6 taumelte, verlor Flossen
9 12. Dez. 1942 4 0,1 Explosion
10 7. Jan. 1943 Explosion bei der Zündung
11 25. Jan. 1943 64,5 105 zu steil, rollte im Flug
12 17. Feb. 1943 61 196 Aufstieg zu flach
13 19. Feb. 1943 18 4,8 Feuer im Heck
16 3. März 1943 33 1,0 vertikaler Aufstieg, Heckexplosion
18 18. März 1943 60 133 zu steil, Rotation im Flug
19 25. März 1943 28 1,2 taumelte, explodierte
20 14. Apr. 1943 66 287 Absturz in Pommern
21 22. Apr. 1943 59 252 Absturz in Pommern
22 14. Mai 1943 62 250 Abschaltung versagt
26 26. Mai 1943 66,5 265 Erfolg, Flugzeit: 349 Sekunden
25 26. Mai 1943 40 27 Brennschluss nach 40 Sekunden
24 27. Mai 1943 55 138
23 1. Juni 1943 62 235 vorzeitiger Brennschluss
29 11. Juni 1943 63,5 238 erfolgreicher Start
31 16. Juni 1943 60,5 221 vorzeitiger Brennschluss
28 22. Juni 1943 62,5 75 nach 70 Sekunden explodiert
30 24. Juni 1943 65,1 287 erster Start vom Prüfstand X, Abschaltung versagt
36 26. Juni 1943 64,9 235 erfolgreicher Start
38 29. Juni 1943 15 3 Absturz auf Flugplatz
40 29. Juni 1943 63,6 236 Einschlag nicht beobachtet
33 1. Juli 1943 Brennschluss nach dem Abheben, Explosion
41 9. Juli 1943 4 0,1 Absturz auf Pumpenhaus des Prüfstands VII
34 9. Juli 1943 Brennschluss nach dem Abheben, Explosion
12. Aug. 1943 64 ? erfolgreicher Start
6. Okt. 1943 68 ? erfolgreicher Start mit 272 Sekunden Dauer, erster Start nach dem Luftangriff am 17. August 1943
21. Okt. 1943 63 ? erfolgreicher Start, Flugzeit: 286 Sekunden
4. Dez. 1943 63 ? erfolgreicher Start, Flugzeit: 286 Sekunden
10. Dez. 1943 69 ? erfolgreicher Start, Flugzeit: 247 Sekunden
21. Dez. 1943 33 ? nur Teilerfolg, vorzeitiger Ausfall des Triebwerks, Flugzeit: 104 Sekunden
7. Jan. 1944 43 ? explodierte 43 Sekunden nach dem Start
27. Jan. 1944 ? ? erster Testflug einer im Mittelwerk gefertigten Rakete, Fehlschlag
2. März 1944 ? ? explodierte
11. März 1944 59 ? erfolgreicher Start, Flugzeit: 282 Sekunden
5. Apr. 1944 ? ? explodierte
13. Juni 1944 ? ? Absturz in Schweden
20. Juni 1944 ? ? Senkrechtschuss; als MW 18014 mit der bisherigen Rekordhöhe 174,6 km und damit die erste Rakete, die die Kármán-Linie, die international festgelegte Grenze des Weltraums, überschritt.

Anmerkung:

  1. Sofern nicht anders angegeben, erfolgte der Start vom Prüfstand VII.

Für den Zeitraum zwischen Juli 1943 und Februar 1945 liegen keine vollständigen Startlisten vor. Bei einem Versuchsstart am 13. Juni 1944 zur Erprobung von Komponenten der Flugabwehrrakete Wasserfall stürzte eine von Peenemünde aus gestartete A4-Rakete in Südschweden ab.

Bereits ab Ende 1939 ging es schon dem Entwurf nach in der Sache um eine Kriegsrakete für den Angriff. Hitler drohte Großbritannien deutlich im September 1940: „Wenn sie erklären, sie werden unsere Städte in großem Maße angreifen – wir werden ihre Städte ausradieren!“ Walter Dornberger warb im Juli 1941 für das neue Waffensystem, indem er auf die „nicht mehr vorhandene Luftüberlegenheit“ und damit auf die verlorene Luftschlacht um England hinwies. Hitler, der die „Fernrakete“ als einzige verbliebene Möglichkeit für den direkten Angriff auf England sah, genehmigte im August 1941 die Entwicklung des A4 bis zur Einsatzreife, allerdings ohne entsprechende Dringlichkeitsstufe. Ende März 1942 präzisierte Dornberger die Planung dahingehend, dass „bei Tag und Nacht in unregelmäßigen Abständen, unabhängig von der Wetterlage, sich lohnende Ziele wie London, Industriegebiete, Hafenstädte, pp. unter Feuer genommen werden“.

Die NS-Führung kündigte ab 1943 den Einsatz neuartiger „Wunderwaffen“ für Angriffe auf England an. Diese sollten die militärische Antwort auf die fortlaufenden Luftangriffe gegen die deutsche Zivilbevölkerung in den Städten sein. Die deutsche Kriegspropaganda förderte die Hoffnung auf die einzigartige Schlagkraft dieser technisch völlig neuartigen Waffe, welche die Wende im Krieg herbeiführen sollte. Es galt Durchhaltewillen und Kampfgeist an der Front zu sichern. Die nach den ersten erfolgreichen Einsätzen ab September 1944 aufkommende Begeisterung für die A4-Rakete verflüchtigte sich jedoch bald wieder, weil die erhoffte militärische Wende nicht eintrat. Noch in seiner letzten Rundfunkrede am 30. Januar 1945 versprach sich Adolf Hitler trotz der katastrophalen Kriegslage immer noch den „Endsieg“ durch den verstärkten Einsatz der „Wunderwaffen“.

Schäden durch V2-Angriff, Camberwell Road, London, ca. 1944

Als am 8. September 1944 das erste A4 den Londoner Stadtteil Chiswick und nicht die Innenstadt selbst traf, räumte Dornberger ein, dass es sich beim A4 um eine „unzureichende“ Waffe handele. Trotzdem taufte Propagandaminister Goebbels das A4 sofort in V2 um und propagierte diese als „Vergeltungswaffe“ V2. Mit Sprengköpfen bestückt und von mobilen Startrampen aus wurden mit ihr vor allem London und später Antwerpen bombardiert; London nach offizieller Verlautbarung als Vergeltung für britische Bombenangriffe. Zwar war die Treffergenauigkeit gering, aber die plötzlichen Einschläge ohne jegliche Vorwarnung übten eine vorher unvorstellbare terrorisierende Wirkung (Demoralisierung) auf die Bevölkerung aus, die völlig anders war als bei der V1, der seit 13. Juni 1944 verschossenen Flugbombe. Während man bei Angriffen der V1 noch Fliegeralarm auslösen konnte, war dies durch die hohe Geschwindigkeit der V2 fast unmöglich, da der Überschallknall erst nach der plötzlichen Explosion zu hören war.

Im Double-Cross System versuchte die britische Abwehr mit Doppelagenten, den vermeintlichen Einschlag weiter nach Nordwesten zu verlegen oder Einschlagszeitpunkte zu vertauschen. Damit wurde der Angreifer dazu veranlasst, die Zielentfernung zu verkürzen und das Londoner Zentrum zu verschonen. Durch entsprechende Reduzierung der Zielentfernung durch die deutschen Abschusskommandos wurde so der Schwerpunkt der V2-Einschläge um ca. 10 km nach Osten in die Vororte Londons verschoben.

Insgesamt wurden etwa 3200 A4-Raketen abgefeuert:

Start einer V2 aus einem Waldstück bei Den Haag

Von Den Haag aus wurden 1.039 Raketen gestartet, die vor allem auf London gerichtet waren. Bei einem alliierten Luftangriff auf die Startrampen am 3. März 1945 kamen 510 Menschen ums Leben.

Rekonstruktion eines A4-Raketenbunkers, Nord-Frankreich, September 1944

In Frankreich waren mehrere große Bunker zum Start des A4 im Bau oder geplant, deren Fertigstellung als Folge von Bombenangriffen und der Invasion der Alliierten nicht gelang. Die bekanntesten sind das Blockhaus von Éperlecques, der Kuppelbau von Helfaut-Wizernes und die Anlagen im Raum Cherbourg.

Rückblickend ist der Einsatz der V2 vorrangig als Terror gegenüber der Zivilbevölkerung des Gegners zu werten, vergleichbar mit den Flächenbombardements der Alliierten auf deutsche Städte. Militärisch-taktischer Absicht geschuldet waren die elf Beschüsse auf die von den Alliierten eroberte Ludendorff-Brücke über den Rhein zwischen Remagen und Erpel zwecks Verhinderung des weiteren Eindringens sowie 1610 Angriffe auf den Seehafen von Antwerpen wegen seiner Bedeutung für die Versorgung des gegnerischen Militärs. Die Einschläge der V2-Raketen konnten hier zumindest für einige Wochen den Truppentransport der Alliierten ganz erheblich behindern. Am meisten hatte aber auch hier die Zivilbevölkerung zu leiden. Die letzte Rakete im Kampfeinsatz wurde am 27. März 1945 von deutscher Seite gegen Antwerpen gestartet.

Danach wurden nach und nach nahezu alle A4-Batterien aufgelöst. Trotzdem wurden noch Vorbereitungen für das VIII. Sonderschießen getroffen. Dazu war die ehemalige „Lehr- und Versuchsbatterie 444“, jetzt umbenannt in „Lehr- und Versuchsabteilung z. V.“, bereits am 28. Januar 1945 aus dem Einsatz in Holland zurückgezogen und zur Ruhe und Auffrischung nach Buddenhagen (Wolgast) befohlen worden. Von hier aus verlegte man diese Abteilung zusammen mit der „Gruppe Erprobung“ bzw. dem „Entwicklungskommando Rethem“ über Rethem (Aller) in den Raum Kirchlinteln (Kreis Verden (Aller)). Ziel des Sonderschießens war die „Schwerpunkterhöhung der Treffgenauigkeit und Einschlagprozente“. Die Zielpunkte lagen im Wattenmeer östlich der Insel Sylt und zwischen den dänischen Inseln Römö und Fanö. Im Zeitraum von Mitte März 1945 bis zum 6. April 1945 wurden aus zwei Startstellungen etwa zehn Versuchsraketen abgefeuert. Dabei kam auch die Steuerung mit Hilfe der Leitstrahllenkung zum Einsatz. Nach dem Abzugsbefehl vom 6. April 1945 durch General Hans Kammler, verlegte man die „Lehr- und Versuchsabteilung z. V.“ aus dem „Stellungsraum Neddenaverbergen“ (heute Gemeinde Kirchlinteln, Kreis Verden/Aller) über den Kreis Herzogtum Lauenburg nach Welmbüttel im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein, etwa 10 km östlich von Heide gelegen. Hier wurden die mitgebrachten Fahrzeuge und Sondergerätschaften und vermutlich auch einige Raketen, die durch eine nicht weiter bekannte Nachschubeinheit angeliefert worden waren, in einem Moor versenkt bzw. gesprengt. Am 1. Mai 1945 wurden noch 20 bis 30 Soldaten zu einem Flakregiment in den Raum Bargteheide/Trittau abgestellt. Ab dem 3. Mai 1945 wurde die letzte noch existierende und voll ausgerüstete A4-Abteilung aufgelöst, indem die noch verbliebenen Soldaten durch die Vorgesetzten offiziell entlassen wurden.

Der Einsatz des A4 als Terrorinstrument führte in London zu Diskussionen, diesen mit chemischen Waffen zu vergelten.

Insgesamt forderte der Einsatz der A4-Raketen mehr als 8000 Menschenleben, hauptsächlich Zivilisten. Die größte Zahl an Opfern auf einen Schlag war am 16. Dezember 1944 in Antwerpen zu beklagen, als eine A4 das vollbesetzte Kino „Rex“ traf und 567 Menschen tötete.

Größenvergleich: A4 (4. v. l.), A9 und A10 (rechts)
A9 / A10, Rekonstruktion

Am 24. Januar 1945 wurde in Peenemünde eine geflügelte Version der A4-Rakete, die A4b, erstmals erfolgreich gestartet. Sie sollte die doppelte Reichweite des A4 erreichen, stürzte allerdings wegen eines Flügelbruchs vorzeitig ab. Zu weiteren Starts dieses Flugkörpers kam es aufgrund der Kriegslage nicht mehr.

Von 1943 bis zum Kriegsende 1945 entwickelte man eine Interkontinentalrakete. Diese war als zweistufige Fernrakete ausgelegt und trug die Bezeichnung A9/10. Sie war in Umfang und Höhe etwa doppelt so groß wie das A4. Das A9/10 bestand aus zwei unabhängigen Raketen, dem A10 und dem A9, die bis zum Abtrennen der ausgebrannten Startrakete A10 unter einer gemeinsamen Hülle miteinander verbunden blieben. Nach dem Ausbrennen des A10 sollte der Weiterflug vom A9 übernommen werden, die in etwa den Plänen des späteren A4b entsprach. Die projektierte Reichweite dieser sogenannten „Amerikarakete“, deren erklärtes Ziel es war, New York anzugreifen, betrug 5.500 km. Jedoch kam das Projekt nicht über das Planungsstadium hinaus. Der Prüfstand VII der HVA Peenemünde war allerdings schon beim Bau 1938 für die A9-/A10-Rakete dimensioniert.

Der ehemalige Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion Albert Speer schrieb später zur Bewertung des V2-Projektes: „Unser aufwendigstes Projekt war zugleich unser sinnlosestes. Unser Stolz und zeitweilig mein favorisiertes Rüstungsziel erwies sich als einzige Fehlinvestition.“

Die Weiterentwicklung der Raketentechnik durch die Supermächte USA und UdSSR nach dem Zweiten Weltkrieg mit einer Verlängerung der Reichweite und Erhöhung der Nutzlast mit Raketen von Land wie auch von Unterseebooten wurde ein wesentlicher Treiber der zunehmenden Bedrohung durch den Kalten Krieg.

Starts in Cuxhaven

A4 auf dem Meillerwagen, einer mobilen Startrampe, bei der Operation Backfire in der Nähe von Cuxhaven (Herbst 1945)

Die Briten ließen im Oktober 1945 mehrere A4-Raketen durch Kriegsgefangene aus ehemaligen deutschen Starteinheiten in der Nähe von Cuxhaven starten, um Vertretern der alliierten Besatzungsmächte die „Wunderwaffe V2“ beim Start zu demonstrieren (Operation Backfire, → Raketenstarts in Cuxhaven). Hierbei entstand auch ein zunächst geheimer Dokumentarfilm, der heute im Museum Peenemünde zu sehen ist.

In den USA

Erbeutung von A4-Raketen durch die Vereinigten Staaten

Den Amerikanern waren am 29. März 1945 auf einem überlangen Militärzug im Bahnhof Bromskirchen in Hessen, durch überraschenden Zugriff einer Vorhut der 3. US-Panzerdivision, der 1. US-Armee, zehn komplette A4-Raketen des Artillerieregimentes, Heeres Art.Abt.(mot)705, 10.Batterie, der Gruppe Süd-Art.Rgt.(mot.)z.V.901 Abt.Ia, mit den mobilen Startrampen, Treibstoff und Bedienungsanleitung in die Hände gefallen. Dies wurde in den alliierten Wochenschauen ausführlich thematisiert. Der Zug sollte die Raketen vom Westerwald kommend am 22. März über die Aar-Salzböde-Bahn in neue Stellungen im Raum Schelderwald bzw. in die Nähe von Marburg bringen. Diese zehn A4 wurden mit der Eisenbahn von den Amerikanern in den Hafen von Antwerpen transportiert und drei Tage später von dort aus in die USA verschifft. Das war eine der Grundlagen für die Weiterentwicklung in den USA.

Wernher von Braun im Dienste der USA

Am 2. Mai 1945 stellte sich Wernher von Braun den Streitkräften der Vereinigten Staaten und wurde zusammen mit anderen Wissenschaftlern aus seinem Mitarbeiterstab ebenfalls in die USA gebracht (Operation Paperclip).

Etwa 100 erbeutete A4 und Teile davon wurden im Mittelwerk Nordhausen noch vor dem Einmarsch der Roten Armee von US-Truppen verladen und ebenfalls in die USA verfrachtet. Sie standen am Anfang einer ganzen Entwicklungslinie der amerikanischen Raketentechnik und damit zu den Raumfahrtentwicklungen der USA. Ein Exemplar steht im National Air and Space Museum in Washington (D.C.), ein weiteres kam anlässlich von Filmarbeiten Ende der 1950er-Jahre wieder nach Deutschland zurück und befindet sich heute im Deutschen Museum in München.

Schon ab 1946 erfolgten Teststarts mit A4-Raketen, bei welchen die Army den Raum, den der Sprengkopf eingenommen hatte, der Wissenschaft zur Verfügung stellte. So brachte eine Rakete im Juni Messinstrumente, darunter ein Geiger-Müller-Zählrohr zur Messung kosmischer Strahlung, Temperatur- und Druckmessgeräte, einen Spektrographen und Funkausrüstung in 107 Kilometer Höhe.

Am 20. Februar 1947 wurden Roggen- und Baumwollsamen sowie Fruchtfliegen auf 109 Kilometer Höhe transportiert und als erste Organismen überhaupt im All bezeichnet. Im Juni 1949 wurde mit einem weiteren A4 erstmals ein Säugetier, der Rhesusaffe Albert II., auf eine Höhe von ca. 130 km transportiert. Bei der Rückkehr öffnete sich der Fallschirm nicht, so dass der Rhesusaffe starb.

Die Modifizierung des A4 mit einer Corporal-Rakete als zweite Stufe nannte man Bumper. Am 24. Februar 1949 erreichte die Oberstufe einer Bumper eine Höhe von 393 Kilometern. Mit Bumper-Raketen wurden 1950 die ersten Raketenstarts von Cape Canaveral in Florida durchgeführt.

In Huntsville (Alabama) wurde mit dem Redstone Arsenal ein erstes Zentrum für die Raketenentwicklung gegründet, wo zusammen mit den deutschen Wissenschaftlern insgesamt 67 A4-Raketen gestartet wurden. Sie bildeten den Ausgangspunkt für die ab 1953 geflogene dreistufige Redstone-Rakete mit einem Schub von 347 kN und Brenndauer von 135 s in der ersten Stufe, welche als militärische ballistische Rakete in Dienst gestellt wurde. Diese wurde unter Leitung von Wernher von Braun weiter entwickelt und zuerst 1956 in der Forschungs-Version Jupiter-C geflogen und später als Juno I für den Start des ersten amerikanischen Satelliten Explorer 1 in den Weltraum verwendet. Daraus entstanden durch diverse Weiterentwicklungen Kriegswaffen, letztlich aber auch die Saturn-V-Raketen für die erste Mondlandung mit Apollo 11 im Juli 1969.

Im Rahmen der Operation Sandy gelang am 6. September 1947 mit dem Start eines A4 vom Flugdeck des amerikanischen Flugzeugträgers Midway erstmals der Start einer Langstreckenrakete von einem Schiff aus.

  • Erstes Foto aus dem Weltraum, aus ca. 105 km Höhe von einem modifizierten White-Sands-A4 aufgenommen, 24. Oktober 1946

  • Start einer V2 vom Flugzeugträger Midway, 6. September 1947

  • Start eines modifizierten A4 von Cape Canaveral, 24. Juli 1950

  • Juno I Rakete (auf Basis der Redstone-Rakete) beim Start des amerikanischen Satelliten Explorer 2 (1958)

In der Sowjetunion

Hauptartikel: Sowjetische Raumfahrt

Bereits im August 1944 fielen der Sowjetunion bei der Eroberung des Testgeländes auf dem SS-Truppenübungsplatz Heidelager bei Dębica im Süden des Generalgouvernements Trümmer zerlegter A4-Raketen und Reste demontierter Abschussanlagen in die Hände und ermöglichten es, erste grundlegende technische Daten des deutschen Raketenprogramms zu sammeln.:33 Bei der Besetzung Peenemündes am 5. Mai 1945 brachte die Rote Armee eine komplette V2 in ihren Besitz.:41 Nachdem die US-amerikanischen Besatzungstruppen Ende Juni 1945 das Gebiet um Nordhausen und damit auch die Anlagen der Mittelwerk GmbH gemäß den Vereinbarungen des Potsdamer Abkommens an die Rote Armee unter der militärischen Führung von Dmitri Ustinow übergeben hatten, gründete die Sowjetunion im Juli 1945 das Institut Rabe (Raketenbau und -entwicklung) in Bleicherode, um unter Leitung von Boris Tschertok die Konstruktionsunterlagen des A4 samt Apparaturen der Bordausrüstung des Lenksystems wiederherzustellen und die komplette Fertigung des A4 in der Sowjetischen Besatzungszone zu ermöglichen. Im September 1945 warben die sowjetischen Stellen Helmut Gröttrup, den für sie wichtigsten Erfahrungsträger aus Peenemünde, als Leiter des Büro Gröttrup an, dem sich bald weitere hochkarätige Forscher anschlossen, die die Komponenten des A4 rekonstruieren konnten, darunter Werner Albring für die Aerodynamik und Kurt Magnus für die Kreiselsteuerung. Im Februar 1946 wurden das Institut Rabe und das Büro Gröttrup zum Institut Nordhausen (auch unter dem Namen Zentralwerke bekannt) unter der Leitung von Generalmajor Lew Gaidukow und dem sowjetischen Raumfahrtpionier Sergei Koroljow als Chefkonstrukteur zusammengeführt. Die deutsche Leitung wurde Helmut Gröttrup als Generaldirektor übertragen. Im September 1946 arbeiteten mehr als 5.000 deutsche Mitarbeiter sowie 700 sowjetische Mitarbeiter daran, die Berechnungen und die Konstruktionsunterlagen des A4 wiederherzustellen und die Produktion des A4 und ihrer Bestandteile inkl. der notwendigen Testverfahren wieder aufzunehmen.:91–102 Walentin Gluschko leitete die Erprobung von A4-Triebwerken in Lehesten im Thüringer Wald und wurde später Chefkonstrukteur der sowjetischen Raketentriebwerke.

Mit der Aktion Ossawakim am 22. Oktober 1946 wurden ca. 160 ausgewählte Wissenschaftler des Institut Nordhausen mit ihren Familien, insgesamt ca. 500 Menschen, zwangsweise in die Sowjetunion zunächst nach Podlipki (ca. 20 km nordwestlich von Moskau) und dann sukzessive auf die Insel Gorodomlija (ca. 380 km nordwestlich von Moskau) gebracht, um mit der neu gegründeten Filiale 1 der Forschungs- und Entwicklungsstätte für Weltraumraketen NII-88 den sowjetischen Nachbau des A4 zu unterstützen und auftretende Probleme zu analysieren. Außerdem wurden alle Fertigungsanlagen in der Sowjetischen Besatzungszone demontiert und in die Sowjetunion verfrachtet.:140–145 Die 5 in Bleicherode komplett zusammengebauten A4 sowie nachgebaute Teile für weitere 6 Raketen wurden zum neu geschaffenen Raketentestgelände Kapustin Jar gebracht und dort getestet. Der erste erfolgreiche Start eines A4 fand am 18. Oktober 1947 statt.

Am 17. Oktober 1948 erfolgte der erste erfolgreiche Start einer komplett in der Sowjetunion gebauten R-1-Rakete als Kopie des A4. Die R-1 musste teilweise geänderte Materialien verwenden, weil nicht alle in der Sowjetunion verfügbar waren, und in Einzelfällen wie Dichtungsmaterialien auf deutsche Originalteile zurückgreifen. Durch andere Verbesserungen, die von den deutschen Wissenschaftlern vorgeschlagen wurden, konnte sie aber eine vergleichbare Reichweite und Nutzlast erzielen.

Das rekonstruierte und verbesserte A4 bildete somit eine wesentliche Grundlage für die Anfänge der sowjetischen Raumfahrttechnologie und Raketenwaffen. Während der Arbeit des deutschen Kollektivs in Gorodomlija wurden bis 1949 weitere entscheidende Verbesserungen zur Erhöhung der Reichweite, der Verbesserung der Treffgenauigkeit und Vereinfachung ausgearbeitet. Dies umfasste u. a. die Verwendung der Tanks als tragender Außenhülle zur Gewichtsreduzierung, die Kegelform der Rakete für eine bessere Flugstabilität in allen Betriebszuständen, die Bündelung von vielen parallelen Triebwerken zu einer Großrakete, die Vektorsteuerung der Triebwerke anstelle der aufwändigen Strahlruder aus Graphit, die Trennung der Nutzlast von der ausgebrannten Trägerrakete sowie Fernlenkverfahren mit Peilstrahlen. Diese Ideen wurden von den sowjetischen Ingenieuren unter Leitung von Sergei Koroljow sukzessive umgesetzt und zur Reife entwickelt. Die westlichen Geheimdienste unterschätzten die sowjetischen Fortschritte trotz eindeutiger Hinweise der Rückkehrer aus Gorodomlija. Es gab Indizien, dass die sowjetischen Wissenschaftler aufgrund „ihrer Liebe zur Raketentechnologie“ und „ihrer Wertschätzung der deutschen Arbeiten“ durchaus in der Lage sein könnten, als erste über Langstreckenraketen zu verfügen.:9

Die am 4. Oktober 1957 verwendete Rakete zum Start des ersten Satelliten Sputnik 1 auf Basis der Interkontinentalrakete R-7 wies deutliche Ähnlichkeiten mit Komponenten des A4 und zu den Ideen des deutschen Kollektivs auf, vor allem zum zuletzt ausgearbeiteten Konzept G-4 bzw. R-14.:7-8 Die R-7 erreichte beim Start einen Schub von 3.900 kN, was ungefähr 4×4=16 gebündelten A4-Triebwerken entsprach. Die heute verwendeten Sojus-Raketen basieren auf der Technologie der R-7 und gelten als sehr zuverlässig.

  • R-1 (Nachbau des A4) auf Vidalwagen in Kapustin Jar

  • R-2 auf Vidalwagen in Kapustin Jar

  • R-2A und R-5A in Kapustin Jar

  • Schematische Darstellung der Sputnik-Rakete R-7 mit kegelförmigen Raketen

  • Trägerrakete Wostok auf Basis der Interkontinentalrakete R-7 in Moskau

  • Rakete Sojus FG auf Basis von gebündelten Triebwerken der R-7 (2004)

In Frankreich

Véronique-Rakete im algerischen Reggane (1962)

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs versuchte auch der französische Geheimdienst, deutsche Wissenschaftler für eigene Entwicklungen der Raketentechnik anzuwerben, war aber gegenüber den lange geplanten Operationen der amerikanischen und britischen Geheimdienste im Nachteil. Dennoch konnten sie in Bad Kissingen, wo deutsche Wissenschaftler zeitweise interniert waren, und nach Abschluss der Operation Backfire einige Spezialisten abwerben, u. a. Otto Müller für den Raketenantrieb und Rolf Jauernik für die Raketensteuerung. Zunächst arbeiteten die deutschen Spezialisten in Emmendingen in der französisch besetzten Zone, später im Laboratoire de recherches balistiques et aérodynamiques (LRBA) in Vernon in der Normandie. Projekte zum Nachbau des A4 und zur Entwicklung eines A9 wurden abgebrochen. Ab März 1949 entwarf das LRBA eine wesentlich kleinere Höhenforschungsrakete, die Véronique (VERnon-électrONIQUE) mit nur 40 kN Schub als der ersten flugfähigen Flüssigkeitsrakete Frankreichs.

In Großbritannien

Das Vereinigte Königreich interessierte sich zunächst für die deutschen Raketen, die London bombardiert hatten, und leitete im Sommer 1945 die Operation Backfire in Cuxhaven für eigene technische Analysen. Ende 1946 wurden Bestrebungen der British Interplanetary Society für eine eigenständige Weiterentwicklung des A4 mit dem Projekt Megaroc für den Start einer bemannten Kapsel durch die Regierung wegen fehlenden militärischen Nutzens zurückgewiesen. Ab 1954 gab es eine Zusammenarbeit mit den USA zur Entwicklung der Mittelstreckenrakete Blue Streak, die 1960 aufgrund von Kostenüberschreitungen beendet wurde.

Sonstige Ereignisse

Die Firma Canadian Arrow projektierte im Rahmen des Ansari X-Prize eine um zwei Meter verlängerte A4-Rakete, die eine Kapsel mit drei Passagieren auf 100 km Höhe bringen und mittels Fallschirmen landen sollte. Sie wurde von der Jury zur schönsten Rakete des Wettbewerbs gewählt.

Ein offizieller Festakt der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie unter der Schirmherrschaft der damaligen Bundesregierung zum 50. Jahrestag des Erstfluges des A4 wurde erst wegen internationaler Proteste kurzfristig abgesagt. Die A4-Großrakete wurde im Ausland stark mit dem KZ Mittelbau-Dora in Bezug gebracht, in dem auch KZ-Häftlinge die Rakete in Serienfertigung bauten.

Originalgetreue Lackierung Frau im Mond der V2-Nachbildung im HIT Peenemünde

Im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden ist eine vollständig erhaltene V2-Rakete in der Dauerausstellung aufgestellt. Auch in der Luft- und Raumfahrtabteilung des Deutschen Museums in München befindet sich eine komplette A4-Rakete. Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien besitzt in der Dauerausstellung „Republik und Diktatur“ (Saal VII) ein Triebwerk einer V2, das kurz nach dem Kriegsende aus dem Toplitzsee, wo zwischen 1943 und 1945 zahlreiche waffentechnische Versuche durchgeführt worden waren, geborgen wurde. Im Deutschen Museum Flugwerft Schleißheim, der Wehrtechnische Studiensammlung Koblenz und im Deutschen Technikmuseum Berlin ist ebenfalls je ein A4-Triebwerk ausgestellt. Zusammenhänge und Hintergründe sind in der ständigen Ausstellung der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora (Nordhausen) dokumentiert; Besichtigungen der Untertageanlage sind möglich.

  • Ralf Blank: Energie für die „Vergeltung“. Die Accumulatoren Fabrik AG Berlin-Hagen und das deutsche Raketenprogramm im Zweiten Weltkrieg. In: Militärgeschichtliche Zeitschrift. 66 (2007), S. 101–118.
  • Volkhard Bode, Gerhard Kaiser: Raketenspuren. Peenemünde 1936–2000. Eine historische Reportage. Ch. Links, Berlin 2000, ISBN 978-3-86153-239-2 (212 S.).
  • Stefan Brauburger: Wernher von Braun – Ein deutsches Genie zwischen Untergangswahn und Raketenträumen. Pendo, München 2009, ISBN 978-3-86612-228-4.
  • Franz Josef Burghardt: Spione der Vergeltung. Die deutsche Abwehr in Nordfrankreich und die geheimdienstliche Sicherung der Abschussgebiete für V-Waffen im Zweiten Weltkrieg. Eine sozialbiografische Studie. Schönau 2018. ISBN 978-3-947009-02-2.
  • Walter Dornberger: V2 – der Schuß ins All. Bechtle, Esslingen 1952.; Durchgesehene und erweiterte Neuausgabe:
    • Walter Dornberger: Peenemünde. Die Geschichte der V-Waffen. Bechtle, Esslingen 1981, ISBN 978-3-7628-0404-8.
    • Walter Dornberger: Peenemünde. Die Geschichte der V-Waffen. Moewig, Rastatt 1985, ISBN 978-3-8118-4341-7.
    • Walter Dornberger: Peenemünde. Die Geschichte der V-Waffen. Ullstein, Frankfurt am Main 1989, ISBN 978-3-548-33119-5 (352 S.).
    • Walter Dornberger: Peenemünde. Die Geschichte der V-Waffen. RhinoVerlag, Ilmenau 2018, ISBN 978-3-932081-88-0 (352 S.).
  • T. D. Dungan: V-2. A Combat History of the First Ballistic Missile. (Weapons in History), Westholme Publishing, 2005, ISBN 1-59416-012-0 content (Memento vom 21. Juli 2010 im Internet Archive)
  • Rainer Eisfeld: Mondsüchtig: Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2000, ISBN 3-499-60943-6 (296 S.).
  • Joachim Engelmann: Geheime Waffenschmiede Peenemünde. V2 – „Wasserfall“ – „Schmetterling“. Podzun-Pallas-Verlag, Friedberg, ISBN 3-7909-0118-0.
  • Heinz-Dieter Hölsken: Die V-Waffen: Entstehung, Propaganda, Kriegseinsatz. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1984, ISBN 3-421-06197-1 (271 S.).
  • Dieter Hölsken: V-Waffen. Entwicklung und Einsatz im II. Weltkrieg. Flugbombe Fi 103 und Rakete A4. Motorbuch, Stuttgart 2001, ISBN 978-3-613-02145-7 (350 S.).
  • Uli Jungbluth: Hitlers Geheimwaffen im Westerwald und angrenzenden Gebieten. (= Werkstatt-Beiträge zum Westerwald Nr. 2). Geschichts- und Kulturwerkstatt Westerwald, 1. Januar 1996, DNB 948504145 (144 S.).
  • Ruth Kraft: Insel ohne Leuchtfeuer. Der grosse Roman um Peenemünde, Hitlers V-Waffen und um eine junge Frau. Torgauer Verl.-Ges., Berlin 2004, ISBN 978-3-930199-13-6 (406 S.).
  • Kurt Magnus: Raketensklaven. Deutsche Forscher hinter rotem Stacheldraht. Elbe-Dnjepr-Verlag, Klitzschen 1999, ISBN 978-3-933395-67-2 (360 S.).
  • Georg Metzler: Geheime Kommandosache. Raketenrüstung in Oberschwaben – Das Außenlager Saulgau und die V2 (1943–1945). Wilfried Eppe, Bergatreute 1996, ISBN 3-89089-053-9.
  • Jürgen Michels; Olaf Przybilski: Peenemünde und seine Erben in Ost und West: Entwicklung und Weg deutscher Geheimwaffen. Bernard & Graefe, Bonn 1997, ISBN 978-3-7637-5960-6 (333 S.).
  • Michael J. Neufeld: Die Rakete und das Reich. Wernher von Braun, Peenemünde und der Beginn des Raketenzeitalters. Henschel, Berlin 1999, ISBN 3-89487-325-6 (416 S., amerikanisches Englisch: The Rocket and the Reich: Peenemünde and the Coming of the Ballistic Missile Era New York. Erstausgabe: Free Press, 1995).
  • Karsten Porezag: Geheime Kommandosache. Geschichte der „V-Waffen“ und geheime Militäraktionen des Zweiten Weltkrieges an Lahn, Dill und Westerwald, Dokumentation. 2. überarbeitete Auflage. Verlag Wetzlardruck, Wetzlar 2003, ISBN 3-926617-20-9.
  • Olaf Przybilski: Das Geheimnis der deutschen Raketen und raketengetriebenen Fluggeräte. In: Spurensuche.Band10. Podzun-Pallas, Wölfersheim 2002, ISBN 978-3-7909-0763-6.
  • Thomas Pynchon: Die Enden der Parabel. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1981, ISBN 978-3-499-13514-9 (1200 S., englisch: Gravity's Rainbow. 1973. Übersetzt von Elfriede Jelinek, Thomas Piltz).
  • Niklas Reinke: Geschichte der deutschen Raumfahrtpolitik. Konzepte, Einflussfaktoren und Interdependenzen: 1923–2002. Oldenbourg, München 2004, ISBN 3-486-56842-6.
  • Gerhard Reisig: Raketenforschung in Deutschland. Wie die Menschen das All eroberten. Agentur Klaus Lenser, Münster 1997, ISBN 3-89019-500-8.
  • Herbert Ringlstetter: Aggregat 4/ V 2 Neustart. In: Flugzeug Classic, Dezember 2018, S. 30–35
  • Johannes Weyer: Wernher von Braun. In: Rowohlt Monographie. Rowohlt Taschenbuch, Reinbek bei Hamburg 1999, ISBN 978-3-499-50552-2 (160 S.).
  • Wolfgang Gückelhorn, Detlev Paul: V2 gefrorene Blitze, Helios Verlag, 29. Januar 2007, ISBN 3-938208-43-0.
Commons: Aggregat 4 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: White Sands Missile Range Museum – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  • Peter Hall: Aggregat 4 / V-2. umfangreiche Datensammlung zum A4 (Schemazeichnungen, Daten, Organisation, Weiterentwicklung in USA und UdSSR). Abgerufen am 9. Mai 2019.
  • Thomas Kliebenschedel: A4 (V2) Raketenfertigung in Friedrichshafen 1942 - 1945. Abgerufen am 9. Mai 2019.
  • A-4/V-2 Resource Site. Sammlung detaillierter Unterlagen zum A4 (Bilder, Beschreibungen, Videos, Literaturhinweise). Ed Straton et al., abgerufen am 9. Mai 2019 (englisch).
  • Bernd Leitenberger: Die A-4 (V2)-Rakete (Teil 1). Entwicklung von der A-1 zur A-4 bis zur Bombardierung von Peenemünde am 17/18. August 1943. Abgerufen am 9. Mai 2019.
  • Bernd Leitenberger: Die A-4 (V2)-Rakete (Teil 2). Produktion und Einsatz der A-4 sowie die Ideen für weitere Raketen und den Einsatz der A-4 nach dem Kriegsende. Abgerufen am 9. Mai 2019.
  • Das Gerät A4, Baureihe B (Geheime Kommandosache). Gerätebeschreibung als PDF verfügbar (29,3 MB; 231 Seiten). Oberkommando des Heeres (OKH), 1. Februar 1945, abgerufen am 9. Mai 2019.
  • Die A4-Fibel: Handbuch zum Start des A4. (PDF; 3,3 MB) in verschiedenen Formaten verfügbar (PDF; ePUB; Kindle). 1. Juli 1944, abgerufen am 9. Mai 2019.
  • Raketen aus Peenemünde. Originalpläne der A4-Rakete (ungefähr 20.000 Zeichnungen). In: Deutsches Museum. Abgerufen am 9. Mai 2019.
  • Report on Operation "Backfire". 5 Bände, als PDF oder ePUB verfügbar. War Office, London, 1. Januar 1946, abgerufen am 9. Mai 2019 (englisch).
  • Luftwaffe 1946. (Video; 44:50 min) Videoaufnahmen des A4 inkl. Startvorbereitungen ab ca. 29:15 bis 42:00. In: The History Channel. Abgerufen am 29. Mai 2019 (englisch).
  1. Michael J. Neufeld: Die Rakete und das Reich. Wernher von Braun, Peenemünde und der Beginn des Raketenzeitalters.
  2. Londoner „V 2“-Phantasien. In: Kleine Wiener Kriegszeitung, 10. Dezember 1944, S. 2 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/kwk
  3. Das Gerät A4. Gerätebeschreibung. (PDF; 29,3 MB) 1. Februar 1945, abgerufen am 16. September 2021.
  4. Johannes Weyer: Wernher von Braun. rororo, Hamburg 1999, S. 32 ff.
  5. Rainer Eisfeld: Mondsüchtig. Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei. Paperback, 2012, ISBN 978-3-86674-167-6, S. 142.
  6. K. Gatland: Project Satellite. Allan Wingate Limited, London 1958.
  7. David Irving: Unternehmen Armbrust. (PDF 2,62 MByte) Der Kampf des britischen Geheimdiensts gegen Deutschlands Wunderwaffen. In: Der Spiegel 47/1965. 17. November 1965, abgerufen am 4. Mai 2019.
  8. Karl Heinz Wellmann: Weltraumphantasien (1): Die Rakete V2 –Hitlers Wunderwaffe. hr2 Kultur, 2. Mai 2011, abgerufen am 10. Mai 2019.
  9. Roger Ford: Die deutschen Geheimwaffen des Zweiten Weltkriegs. Eggolsheim 2008, ISBN 978-3-89555-087-4
  10. Helmut Hölzer: Helmut Hoelzer’s Fully Electronic Analog Computer used in the German V2 (A4) rockets. (PDF Word) mit Kommentaren von James E. Tomayko. Annals of the History of Computing, 1. Juli 1985, abgerufen am 10. Mai 2019 (deutsch, englisch, Early 1990 gave Dr. Helmut Hoelzer a talk at the ”Museum für Verkehr und Technik” in Berlin (now known as: Deutsches Technikmuseum Berlin)).
  11. Informationen zum Mischgerät. gesammelt von „Stichting Centrum voor Duitse Verbindingen en aanverwante Technologieën“. Abgerufen am 30. Dezember 2012.
  12. Raúl Rojas, Ulf Hashagen (Hrsg.): The First Computers--History and Architectures. Kapitel: Helmut Hoelzer – Inventor of the Electronic Analog Computer. MIT Press, Cambridge (Massachusetts) 2002, ISBN 0-262-68137-4
  13. Antrieb der Rakete Aggregat 4 („V 2“). Historisch-Technisches Museum Peenemünde, abgerufen am 17. August 2021.
  14. Steffen Kahl: Aggregat 4 - Allgemeine Daten. Abgerufen am 5. Mai 2019.
  15. Combustion Chamber, V-2, Cutaway. Smithsonian Institution, abgerufen am 15. August 2021 (englisch).
  16. Vgl. Christoph Bach: Der Regierungsbunker und seine Geschichte. Eifel-Verlag, Jünkerath 2016, S. 18–25 (Raketenteile im KZ Lager „Rebstock“).
  17. Thomas Kliebenschedel: A4 (V2) Raketenfertigung in Friedrichshafen 1942 - 1945. Abgerufen am 9. Mai 2019.
  18. Lüdenscheider Nachrichten; 25. März 2006.
  19. Ralf Blank: Hagen 1939 - 1945. Accumulatoren Fabrik AG Berlin-Hagen (AFA). Historisches Zentrum Hagen, abgerufen am 9. Mai 2019.
  20. Rainer Eisfeld: Mondsüchtig. Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei. Paperback, 2012, ISBN 978-3-86674-167-6, S. 106 f.
  21. Rainer Eisfeld: Mondsüchtig. Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei. Paperback, 2012, ISBN 978-3-86674-167-6, S. 106.
  22. Konzentrationslager Mittelbau-Dora 1943–1945. Begleitband zur ständigen Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Göttingen 2007, S. 49 f.
  23. Rainer Eisfeld: Mondsüchtig. Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei, zu Klampen, Springe 2012, ISBN 978-3-86674-167-6, S. 26 und 153.
  24. Am Anfang war die V2. Vom Beginn der Weltraumschifffahrt in Deutschland. In: Utz Thimm (Hrsg.): Warum ist es nachts dunkel? Was wir vom Weltall wirklich wissen. Kosmos, 2006, ISBN 3-440-10719-1, S. 158.
  25. Rainer Eisfeld: Mondsüchtig. Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei. zu Klampen, Springe 2012, ISBN 978-3-86674-167-6, S. 164.
  26. Vgl. Hansjakob Stehle: Die Spione aus dem Pfarrhaus. In: Die Zeit vom 5. Januar 1996.
  27. Peter Broucek: Die österreichische Identität im Widerstand 1938–1945. In: Militärischer Widerstand: Studien zur österreichischen Staatsgesinnung und NS-Abwehr. Böhlau Verlag, 2008,S. 163, abgerufen am 3. August 2017.
  28. Andrea Hurton, Hans Schafranek: Im Netz der Verräter. In: derStandard.at. 4. Juni 2010, abgerufen am 3. August 2017.
  29. Rainer Eisfeld: Mondsüchtig. Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei. Paperback, 2012, ISBN 978-3-86674-167-6, S. 76 f.
  30. Hellmuth Vensky: Zweiter Weltkrieg: Adolf Hitler will die britischen Städte "ausradieren". In: Zeit Online. 29. Dezember 2010, abgerufen am 27. März 2016.
  31. Bernd Leitenberger: Die A-4 (V2)-Rakete. Abgerufen am 22. November 2019.
  32. Deutsches Historisches Museum Berlin: Die „Wunderwaffen“ V1 und V2.
  33. John Cecil Masterman: Double-cross System in the War of 1939 to 1945. Australian National University Press, 1972, ISBN 978-0-7081-0459-0 (englisch, 208 S.).
  34. Audio zu Die Rakete V2 – Hitlers Wunderwaffe. (Memento vom 23. März 2016 im Internet Archive)
  35. Peter Schiller, Hans Rahlf: Die Luftwaffe zum Kriegsende in Schleswig-Holstein: Flughäfen, Einheiten der Luftwaffe, V-Waffen in Norddeutschland. Arbeitskreis Geschichte im Amt Trave-Land (Hrsg.), Duderstadt 2008, ISBN 978-3-936318-67-8
  36. Bundesarchiv – Abteilung Militärarchiv, RH 8/1265.
  37. Bundesarchiv – Abteilung Militärarchiv, RH 24 – 30/272.
  38. Bundesarchiv – Abteilung Militärarchiv, RH 8/1307, Nr. 160.
  39. Heimatkalender für den Landkreis Verden 2011 und 2012
  40. Bundesarchiv – Abteilung Militärarchiv, RH 24-30/274 fol 83.
  41. Dithmarscher Landeszeitung vom 14. Mai 2003.
  42. Albert Speer: Erinnerungen. Ullstein-Verlag, 1969.
  43. Jürgen Michels; Olaf Przybilski: Peenemünde und seine Erben in Ost und West: Entwicklung und Weg deutscher Geheimwaffen. Bernard & Graefe, Bonn 1997, ISBN 978-3-7637-5960-6 (333 S.).
  44. V2 rocket Vergeltungswaffe 2. (Video; 21:00 min) Abgerufen am 10. Mai 2019 (englisch).
  45. A Digest Of War News 1945. (Video; 4:23 min) 8. Mai 1945, abgerufen am 10. Mai 2019 (englisch, Wochenschau mit Film zum Abtransport der V2 (von ca. 0:30 bis 1:00)).
  46. Horst W. Müller: Ein geheimnisvoller Zug durchquerte 1945 das Hinterland. Hinterländer Geschichtsblätter, Nr. 1, Biedenkopf März 2005, S. 127.
  47. Karsten Porezag: Geheime Kommandosache. Geschichte der „V-Waffen“ und geheime Militäraktionen des Zweiten Weltkrieges an Lahn, Dill und Westerwald, Dokumentation. 2. überarbeitete Auflage. Wetzlardruck, 2003, ISBN 3-926617-20-9, S. 326–344.
  48. The Upper Atmosphere Rocket Research Panel
  49. Constance McLaughlin Green, Milton Lomask Project Vanguard: The NASA History, Verlag Courier Corporation, 2012, ISBN 978-0-486-14153-4 auf Seite 6
  50. Upper Air Rocket Summary V-2. 20. Februar 1947, abgerufen am 10. Mai 2019 (englisch).
  51. Raumfahrtgeschichte: Die tierischen Helden der Raumfahrt. Zeit Online, 25. März 2011, abgerufen am 10. Mai 2019.
  52. Ulli Kulke: '69: Der dramatische Wettlauf zum Mond. Langen Müller, München 2018, ISBN 978-3-7844-3452-0 (240 S.).
  53. Matthias Uhl: Stalins V-2. Der Technologietransfer der deutschen Fernlenkwaffentechnik in die UdSSR und der Aufbau der sowjetischen Raketenindustrie 1945 bis 1959. Dissertationsschrift mit Reproduktion vieler Originaldokumente. Bernard & Graefe Verlag, Bonn 2001, ISBN 978-3-7637-6214-9 (304 S.).
  54. Peter Hall: Themen für das Institut Rabe. Abgerufen am 13. Mai 2019 (Aufgaben und Organisation des Institut RaBe und der Zentralwerke).
  55. Werner Albring: Entwicklung ballistischer Fernraketen als Waffe, als technisches Gebrauchsgut und als Forschungsmittel. (PDF; 132 kB) Vortrag zum Treffen ehemaliger deutscher Spezialisten in Dresden. 21. Oktober 2006, abgerufen am 18. Mai 2019.
  56. Peter Hall: Biografie Lew Michailowitsch Gaidukow (1911–1999). Abgerufen am 13. August 2019.
  57. Peter Hall: Deutsche Mitarbeiter am Institut Nordhausen. Abgerufen am 13. August 2019.
  58. Anatoly Zak: Tests in Kapustin Yar. Abgerufen am 24. August 2019 (englisch).
  59. Olaf Przybilski: Wie die UdSSR die deutsche Rakete Aggregat 4 assimilierte. (PDF; 129 kB) In: Luft- und Raumfahrt 2/2006, S. 44. 2006, abgerufen am 3. Mai 2019.
  60. Helmut Gröttrup: Aus den Arbeiten des deutschen Raketen-Kollektivs in der Sowjet-Union. In: Deutsche Gesellschaft für Raketentechnik und Raumfahrt (Hrsg.): Raketentechnik und Raumfahrtforschung.Nr.2, April 1958,S.58–62.
  61. Boris E. Tschertok: Raketen und Menschen. Deutsche Raketen in Sowjethand.Band1. Elbe-Dnjepr-Verlag, Mockrehna 1998, ISBN 978-3-933395-00-9 (492 S.).
  62. Paul Maddrell: Einfallstor in die Sowjetunion: Die Besatzung Deutschlands und die Ausspähung der UdSSR durch den britischen Nachrichtendienst. (PDF; 1,92 MB) In: Vierteljahrshefte, Jahrgang 51 Heft 2. Institut für Zeitgeschichte, 2003,S. 35–36, abgerufen am 17. Juni 2019: „Auf Grund der Mitteilungen, die Gröttrup und andere „Dragon Returnees“ machten, kamen die Briten und Amerikaner im September 1954 zu dem Ergebnis, daß es in der Tat ein eigenständiges sowjetisches Programm für ferngelenkte Raketen gebe.“
  63. Paul Maddrell: Spying on Science: Western Intelligence in Divided Germany 1945–1961. Hrsg.: Oxford University Press. 2006, ISBN 978-0-19-926750-7 (englisch, 344 S., Detailed insight of British intelligence and spying during the Cold War, especially the Operation Dragon Return for interrogating returned scientists like Helmut Gröttrup).
  64. Development of guided missiles at Bleicherode and Institut 88. (PDF; 1,1 MB) In: CIA Historical Collection. 22. Januar 1954, abgerufen am 24. August 2019 (englisch, umfangreiche Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse des deutschen Kollektivs im NII-88): „Besides this love for rocket technique, there exists a second mental consideration which affects Soviet decisions, and that is respect for work in the West, especially German work. Data emanating from Germany were regarded as almost sacrosanct.“
  65. Uwe Rätsch; Daniel Maurat: Sputnik. Abgerufen am 5. Mai 2019.
  66. Franz Kurowski: Alliierte Jagd auf deutsche Wissenschaftler – Das Unternehmen Paperclip. Kristall bei Langen-Müller, München 1982, ISBN 3-607-00049-2,S.115–119: „Schließlich wohnten im Wittelsbacher Hof in Bad Kissingen 120 deutsche Spezialisten, zum Teil mit ihren Familien. US-Posten bewachten das Hotel von allen Seiten. Dennoch gelang es zwei französischen Nachrichten-Offizieren, in den Wittelsbacher Hof einzudringen und, von Zimmer zu Zimmer gehend, mit den Forschern zu diskutieren. Sie versprachen ihnen goldene Berge, falls sie nach Frankreich kommen würden. Als die Amerikaner dagegen einschritten, war es bereits zu spät. Einige Wissenschaftler hatten sich überzeugen lassen und waren mit den Franzosen gegangen.“
  67. Otto Müller: Dossier pour Mr Hautefeuille. (PDF; 884 kB) Januar 1987, abgerufen am 28. Oktober 2019 (französisch, Informationen zu den deutschen Wissenschaftlern, die ab 1947 im Kader des Laboratoire de recherches balistiques et aérodynamiques (LRBA) in Vernon gearbeitet haben).
  68. Mark Wade: Megaroc. In: astronautix.com. Abgerufen am 24. Juli 2020 (englisch).
  69. Rainer Eisfeld: Mondsüchtig. Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei. Paperback, 2012, ISBN 978-3-86674-167-6, S. 12.
  70. Manfried Rauchensteiner, Manfred Litscher (Hrsg.): Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien. Graz/Wien 2000, S. 82.
  71. Mittelbau-Dora: Ein Konzentrationslager des "Totalen Krieges". Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau Dora, abgerufen am 10. Mai 2019.
Raketen der Baureihe „Aggregat“

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Aggregat 4 Erste ballistische Boden Boden Rakete Sprache Beobachten Bearbeiten Weitergeleitet von Vergeltungswaffe 2 Aggregat 4 A4 war die Typenbezeichnung der im Jahr 1942 weltweit ersten funktionsfahigen Grossrakete mit Flussigkeitstriebwerk Sie war als ballistische Artillerie Rakete grosser Reichweite konzipiert und das erste von Menschen konstruierte Objekt das die Grenze zum Weltraum nach Definition der Federation Aeronautique Internationale 100 Kilometer Hohe Karman Linie durchstiess Die A4 bildete ab Mitte 1945 die Ausgangsbasis der Raumfahrtentwicklungen der USA und der Sowjetunion A4 National Air amp Space Museum Washington ca 2004 Die Boden Boden Rakete A4 wurde im Deutschen Reich in der Heeresversuchsanstalt Peenemunde HVA auf Usedom ab 1939 unter der Leitung von Wernher von Braun entwickelt und kam im Zweiten Weltkrieg ab 1944 in grosser Zahl zum Einsatz Neben der flugzeugahnlichen Fieseler Fi 103 genannt V1 bezeichnete die NS Propaganda auch die Rakete A4 als kriegsentscheidende Wunderwaffe Im August 1944 wurde sie von Propagandaminister Joseph Goebbels erstmals intern und im Oktober 1944 offentlich zur Vergeltungswaffe 2 kurz V2 erklart 1 In der deutschen Presse war spatestens ab Dezember 1944 von der Fernwaffe V 2 die Rede 2 Die Starteinheiten von Wehrmacht und SS nannten sie schlicht Das Gerat 3 Inhaltsverzeichnis 1 Entwicklung 2 Aufbau 2 1 Sprengstoff 2 2 Steuerung 2 3 Antrieb 3 Fertigung 4 Opfer 5 Startliste der Versuchsstarts in Peenemunde 6 Einsatz 7 Deutsche Weiterentwicklungen 8 Nach dem Krieg 8 1 Starts in Cuxhaven 8 2 In den USA 8 2 1 Erbeutung von A4 Raketen durch die Vereinigten Staaten 8 2 2 Wernher von Braun im Dienste der USA 8 3 In der Sowjetunion 8 4 In Frankreich 8 5 In Grossbritannien 8 6 Sonstige Ereignisse 9 Museale Rezeption 10 Siehe auch 11 Literatur 12 Weblinks 13 EinzelnachweiseEntwicklung Bearbeiten Walter Dornberger links und Wernher von Braun in Zivil in Peenemunde Fruhjahr 1941 Fur die Raketenentwicklung in der Heeresversuchsanstalt HVA bestand ab Marz 1936 folgendes Anforderungsprofil Eine Tonne Sprengstoff sollte uber 250 Kilometer befordert werden 4 Neben dem Technischen Direktor Wernher von Braun war eine grosse Zahl von Wissenschaftlern und Ingenieuren in der HVA tatig unter ihnen Walter Thiel Helmut Holzer Klaus Riedel Helmut Grottrup Kurt Debus und Arthur Rudolph Leiter der HVA bzw deren Kommandant war Generalmajor Walter Dornberger Chef der Raketenabteilung im Heereswaffenamt Die Vorgangermodelle des Aggregats 4 waren nur teilweise erfolgreich Aggregat 1 explodierte beim Brennversuch in der Heeresversuchsanstalt Kummersdorf Aggregat 2 absolvierte 1934 zwei erfolgreiche Starts auf Borkum und im Dezember 1937 hatte Aggregat 3 vier Fehlstarts Erst der direkte Nachfolger Aggregat 5 war 1938 erfolgreich Das Aggregat 4 wurde ab 1939 entwickelt und erstmals im Marz 1942 getestet Am 3 Oktober 1942 gelang ein erfolgreicher Start bei dem es mit einer Spitzengeschwindigkeit von 4 824 km h etwa Mach 4 5 eine Gipfelhohe von 84 5 km erreichte und damit erstmals in den Grenzbereich zum Weltraum vordrang Dies war der erste gelungene Grossraketenstart der Menschheitsgeschichte Aufgrund mehrerer Strukturversagen im Flug begannen im Juni 1944 Teststarts welche zwecks verbesserter Verfolgbarkeit senkrecht erfolgten Am 20 Juni 1944 wurde bei einem Senkrechtstart eine Hohe von 174 6 km erzielt damit ubertraf die Rakete die heutige anerkannte Weltraumgrenze von 100 km Hohe die Karman Linie deutlich und war der erste menschengemachte Gegenstand im Weltraum 1 267 Nach den Luftangriffen der Royal Air Force auf Peenemunde s Operation Hydra am 17 August 1943 wurde beschlossen die Ausbildung der Raketentruppen und die Erprobung der A4 Raketen nicht in Peenemunde sondern in Sudostpolen ausserhalb der Reichweite der alliierten Bomber durchzufuhren anfangs fur die westalliierten Bomber unerreichbar im Karpatenvorland auf dem SS Truppenubungsplatz Heidelager bei Blizna im Generalgouvernement wurden die Ubungen wegen der anruckenden Roten Armee spater auf den SS Truppenubungsplatz Westpreussen in die Tucheler Heide nordlich von Bromberg verlegt 5 Die Bevolkerung um Blizna war dabei rucksichtslos den A4 und Fieseler Fi 103 Einschlagen ausgeliefert Auf Flugblattern warnte man vor Ort lediglich vor gefahrlichen Kraftstoffbehaltern die aber keine Bomben seien 6 Am 20 Mai 1944 stellten Mitglieder der polnischen Heimatarmee Teile eines abgesturzten A4 sicher Die wichtigsten Teile wurden zusammen mit den in Polen vorgenommenen Auswertungen in der Nacht vom 25 zum 26 Juli 1944 mit einer DC 3 der RAF die in der Nahe von Zabno gelandet war nach Brindisi ausgeflogen Operation Most III Von dort aus kamen die Teile nach London was der britischen Regierung erstmals die Existenz einer deutschen Rakete bewies 7 Von der HVA Peenemunde und der Greifswalder Oie aus erfolgten noch bis einschliesslich 20 Februar 1945 Versuchsstarts von A4 Raketen Aufbau Bearbeiten Aufbau der Rakete Aggregat 4 Die A4 Rakete war 14 Meter hoch und hatte vollgetankt eine Startmasse von 13 5 Tonnen Die einstufige Rakete bestand aus etwa 20 000 Einzelteilen 8 Der Rumpf bestand aus Spanten und Stringern die mit dunnem Stahlblech beplankt waren Die Technik bestand aus vier Baugruppen Spitze mit Gefechtskopf und Aufschlagzunder Gerateteil mit Batterien und Kreiselsteuerung Mittelteil mit Tanks fur Ethanol und Flussigsauerstoff Heckteil mit Schubgerust Druckflaschen mit Stickstoff Dampferzeuger Turbopumpe Brennkammer Ofen Schubduse Strahlruder und Luftruder Sprengstoff Bearbeiten Die etwa 738 kg Sprengstoff Vergleichsweise mit etwa 600 kg TNT einer Amatol Mischung waren in der Raketenspitze untergebracht Da sich diese wahrend des Flugs durch Kompressionswarme an der Aussenhaut der Verkleidung aufheizte konnten nur Sprengstoffmischungen verwendet werden deren Zundtemperatur uber 200 C lag 9 Steuerung Bearbeiten Fur die Stabilisierung und Steuerung sorgte das Leitwerk mit den Luftrudern welche aber erst bei hoherer Geschwindigkeit wirkten Kurz nach dem Start waren die direkt im Gasstrom liegenden vier Strahlruder aus Graphit fur die Stabilisierung zustandig Alle Ruder wurden von Servomotoren bewegt Als einer der ersten Flugkorper war das A4 mit einem fur die damalige Zeit sehr fortschrittlichen Tragheitsnavigationssystem ausgestattet das mit zwei Kreiselinstrumenten Gyroskopen selbsttatig den eingestellten Kurs hielt Die elektrische Energie fur Kurssteuerung und Ruderanlage wurde den beiden Bordbatterien entnommen die aus dem Werk Hagen der Accumulatoren Fabrik AG AFA stammten Die Batterien waren unterhalb des Sprengkopfes im Gerateraum eingebaut wo sich auch das sogenannte Mischgerat befand ein elektronischer Analogrechner der die von den Gyroskopen registrierten Abweichungen von Quer und Seitenachse auswertete und zur Kurskorrektur die Servomotoren der Strahl und Luftruder ansteuerte 10 11 12 Um eine bessere Zielgenauigkeit zu erreichen wurde in mehreren Versuchsraketen auch eine Funksteuerung erprobt die aber im spateren Einsatz wegen moglicher Storungen von Seiten des Feindes nicht verwendet wurde Die beim Start eingestellte Zeitschaltuhr sorgte dafur dass der Neigungswinkel der Kreiselplattform nach drei Sekunden Brennzeit so verandert wurde dass die Rakete aus der Senkrechten in eine geneigte Flugbahn uberging Durch ein Integrationsgerat J Gerat das aufgrund der summierten Beschleunigung die aktuelle Geschwindigkeit berechnete wurde bei der richtigen Geschwindigkeit das Triebwerk abgeschaltet um damit die Reichweite zu steuern Dazu wurde am J Gerat ein Wert eingestellt der einer Schuss Tafel entnommen werden konnte Der Neigungswinkel war bei jedem Schuss gleich Vor dem Start musste die Rakete auf ihrem Starttisch exakt senkrecht gestellt und so gedreht werden dass eine besonders markierte Flosse in Zielrichtung zeigte Die vier Strahlruder am Heck ausgestellt in Antwerpen Graphit Strahlruder Eines der beiden Gyroskope zur Kurssteuerung Zeitschaltuhr der A4 Einer der vier Servomotoren zur Rudersteuerung Gerateraum einer A4 mit Kreiselsteuerung HVA Peenemunde 1942 Steuergerat SG 66 in der Wehrtechnischen Studiensammlung KoblenzAntrieb Bearbeiten Das Aggregat 4 war eine Flussigkeitsrakete und wurde mit einem Gemisch aus 75 prozentigem Ethanol und Flussigsauerstoff angetrieben Unter der Leitung des Ingenieurs Walter Thiel wurden das beste Mischungsverhaltnis der Treibstoffe die Einspritzdusenanordnung sowie die Form des Raketenofens ermittelt 13 Eine Pumpenbaugruppe war notig welche die grossen Mengen an Alkohol und flussigem Sauerstoff in die Brennkammer fordern konnte Zum Antrieb dieser Doppelpumpe diente eine integrierte Dampfturbine von 600 PS Leistung In einem Dampferzeuger wurde durch die katalytische Zersetzung von Wasserstoffperoxid mittels Kaliumpermanganat Dampf erzeugt Zur Forderung des Wasserstoffperoxids war auf 200 bar komprimierter Stickstoff in mehreren Druckbehaltern an Bord dieser diente auch zur Betatigung diverser Ventile Die Kreiselsteuerung und das prazise und daher sehr aufwendig zu fertigende Pumpenaggregat waren die beiden teuersten Bauteile des A4 Die Rakete hatte einen anfanglichen Schub von 270 kN entsprechend einer Leistung von 650 000 PS 14 und erreichte nach einer Brenndauer von etwa 65 Sekunden ihre Hochstgeschwindigkeit von etwa 5 500 km h etwa Mach 5 Die Verbrennungsgase verliessen den Brennofen Raketenmotor mit etwa 2 000 m s Da der gesamte Flug bei einer Reichweite von 250 bis 300 km nur 5 Minuten dauerte gab es damals keine Abwehrmoglichkeit gegen diese Waffe A4 Raketenmotor ausgestellt in der Flugwerft Schleissheim Schnittmodell der Treibstoffpumpe Dampf rot Alkohol Sauerstoff blau Demonstrationsaufbau der Triebwerkanlage im Deutschen Museum Demonstrationsaufbau der Triebwerkanlage im Deutschen Museum Einer von 18 Triebwerkstopfen mit Zerstauberdusen entwickelt von Konrad Dannenberg A4 Triebwerk Schnittmodell Steven F Udvar Hazy Center 15 Fertigung Bearbeiten Triebwerksteil einer A4 im Stollen des Lagers Dora Mittelbau 2012 Fertigungshalle in einer Untergrundfabrik U Verlagerung nahe Nordhausen 1944 Die Fertigungsstatten fur Teile des A4 waren uber ganz Deutschland und Osterreich verstreut Unter dem Tarnnamen Rebstock bei Ahrweiler an der Ahr wurden in unfertigen Eisenbahntunneln Bodenanlagen und Fahrzeuge fur die Rakete unter Tage produziert 16 Zwischen 1942 und September 1944 wurde unter starker Geheimhaltung auch in Oberraderach gefertigt Das Gelande wurde im Januar 1945 beim Herannahen franzosischer Truppen geraumt 17 Weitere Lieferanten waren die Firmen Gustav Schmale in Ludenscheid in der Teile der Brennkammer gefertigt wurden 18 und die Accumulatoren Fabrik AG AFA in Hagen Wehringhausen 19 welche die speziellen Akkumulatoren herstellte Anfang 1944 wurde der Betrieb von Triebwerksprufstanden im Vorwerk Schlier KZ Nebenlager Redl Zipf auf dem Gemeindegebiet von Neukirchen an der Vockla und im Vorwerk Mitte Lehesten KZ Aussenlager Laura im Thuringer Schiefergebirge aufgenommen 1943 lief in insgesamt vier Orten die Serienfertigung des A4 welche so Dornberger in einem Protokoll zu einer Besprechung mit Gerhard Degenkolb und Kunze grundsatzlich mit Straflingen durchgefuhrt werde 20 Dafur zog man Haftlinge aus folgenden Konzentrationslagern heran KZ Buchenwald HVA Peenemunde ab Juni KZ Dachau Luftschiffbau Zeppelin Friedrichshafener Zeppelinwerke ab Juni Juli KZ Mauthausen Rax Werke in Wiener Neustadt ab Juni Juli und KZ Sachsenhausen DEMAG Panzer in Falkensee bei Berlin ab Marz 21 Einzelne wissenschaftliche Mitarbeiter wahlte Wernher von Braun personlich unter den Haftlingen im KZ Buchenwald aus Insgesamt wurden wahrend des Zweiten Weltkrieges 5 975 Raketen von Zwangsarbeitern KZ Haftlingen und deutschen Zivilbeschaftigten aus tausenden Einzelteilen zusammengebaut Am 29 Oktober 1944 wurde Dornberger nach dem Einsatz der V2 an der Westfront mit dem Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern ausgezeichnet Kohnstein Stollen fur die Rumpfproduktion der V2 1945 Ab 1944 fand die Montage der A4 im unterirdischen Komplex der Mittelwerk GmbH in einer Stollenanlage im Kohnstein nahe Nordhausen durch Haftlinge des KZ Mittelbau Dora statt Im Schnitt waren etwa 5 000 Haftlinge des KZ Mittelbau unter Aufsicht von ungefahr 3 000 Zivilangestellten mit dem Zusammenbau beschaftigt 22 Fur das hochtechnologische Projekt wurden auch spezialisierte inhaftierte Facharbeiter und Ingenieure aus dem gesamten Reichsgebiet und den besetzten Staaten gezielt herangezogen Obwohl viele von ihnen erst nach einer handwerklichen Prufung in den Kohnstein verschleppt wurden erwarteten sie dort keine besseren Arbeits und Haftbedingungen als in anderen Konzentrationslagern Vielmehr befurchteten sie dass man sie wegen ihrer Einblicke in dieses Staatsgeheimnis nicht mehr freilassen wurde Wie unmenschlich die Behandlung auch durch zivile Ingenieure zeitweise war zeigt etwa eine schriftliche Anweisung die Haftlinge bei Verfehlungen nicht mehr mit spitzen Gegenstanden zu stechen Dennoch kam es immer wieder zu Sabotageakten die allerdings die Fertigung der Rakete nie ernstlich behinderten Zwar erwies sich bei der Endabnahme jede zweite Rakete als nicht voll funktionstuchtig und musste nachgebessert werden dies lag jedoch in erster Linie daran dass die Ingenieure aus Peenemunde fast taglich bauliche Anderungen vorgaben die den laufenden Produktionsprozess erheblich beeintrachtigten Opfer Bearbeiten Leichen von KZ Haftlingen am Boden Baracke Dora Mittelbau 11 April 1945 16 000 bis 20 000 KZ Haftlinge und Zwangsarbeiter die meisten zwanzig bis vierzigjahrig starben nach zuruckhaltenden Schatzungen zwischen September 1943 und April 1945 im Lagerkomplex Mittelbau Dora sowie auf Liquidations oder sogenannten Evakuierungstransporten 23 Etwa 8 000 Menschen verloren ihr Leben durch den Einsatz der Waffe die meisten im Raum London und Antwerpen s u Einsatz Laut Jens Christian Wagner Leiter der Gedenkstatte KZ Mittelbau Dora sind somit mehr Haftlinge bei der Produktion der Waffe ums Leben gekommen als andere Opfer bei ihrem Einsatz Das ist ein Unikum ich glaube es hat keine andere Waffe gegeben die schon in der Produktion so viele Menschenleben gefordert hat 24 Einziger Ingenieur der V2 Produktion der je vor Gericht gestellt wurde war der DEMAG Geschaftsfuhrer und Generaldirektor der Mittelwerk GmbH Georg Rickhey 1947 im Dachauer Dora Prozess angeklagt wurde er freigesprochen obwohl im Prozess der mitangeklagte Funktionshaftling Josef Kilian aussagte dass Rickhey bei einer besonders brutal inszenierten Massenstrangulation von 30 Haftlingen am 21 Marz 1945 in Mittelbau Dora anwesend war 25 1943 gelang es der osterreichischen Widerstandsgruppe rund um Kaplan Heinrich Maier durch die Verbindungen zum Wiener Stadtkommandanten Heinrich Stumpfl der wahrscheinlich dem Widerstand zugerechnet werden kann die exakten Zeichnungen der V2 Rakete dem amerikanischen Office of Strategic Services zukommen zu lassen Auch wurden Lageskizzen von V Raketen Fabrikationsanlagen in Peenemunde an alliierte Generalstabe ubermittelt um damit alliierten Bombern Luftschlage zu ermoglichen 26 Die Gruppe wurde nach und nach von der Gestapo erkannt und die meisten Mitglieder hingerichtet 27 28 Startliste der Versuchsstarts in Peenemunde Bearbeiten Startvorbereitungen einer A4 Marz 1942 A4 beim Start Prufstand VII 1943 A4 Start Prufstand VII Sommer 1942 Start einer A4 von Prufstand VII Sommer 1943 Heeresversuchsanstalt Ruckfaller direkt neben dem FR E Fern Rakete Eisenbahnzug auf dem Nebengleis 1942 Modell des Prufstands VII Versuchsstarts in Peenemunde T 1 Nr Datum Brennzeit s Reichweite km Bemerkungen1 16 Marz 1942 Explosion bei Zundung2 13 Juni 1942 36 1 3 durchbrach Schallgrenze stieg etwa 4900 m bis eine Treibstoffpumpe brach rollte zudem im Flug sturzte ab3 16 Aug 1942 45 8 7 erreichte zweifache Schallgeschwindigkeit Ausfall des Triebwerks nach 45 s dann Spitze abgebrochen Flugzeit 194 Sekunden4 3 Okt 1942 58 190 erster erfolgreicher Flug sturzte nach 296 Sekunden Flug ins Meer Gipfelhohe 84 5 km5 21 Okt 1942 84 147 Probleme mit dem Dampfgenerator Flugzeit 256 Sekunden6 9 Nov 1942 54 14 vertikaler Aufstieg bis auf 67 km7 28 Nov 1942 37 8 6 taumelte verlor Flossen9 12 Dez 1942 4 0 1 Explosion10 7 Jan 1943 Explosion bei der Zundung11 25 Jan 1943 64 5 105 zu steil rollte im Flug12 17 Feb 1943 61 196 Aufstieg zu flach13 19 Feb 1943 18 4 8 Feuer im Heck16 3 Marz 1943 33 1 0 vertikaler Aufstieg Heckexplosion18 18 Marz 1943 60 133 zu steil Rotation im Flug19 25 Marz 1943 28 1 2 taumelte explodierte20 14 Apr 1943 66 287 Absturz in Pommern21 22 Apr 1943 59 252 Absturz in Pommern22 14 Mai 1943 62 250 Abschaltung versagt26 26 Mai 1943 66 5 265 Erfolg Flugzeit 349 Sekunden25 26 Mai 1943 40 27 Brennschluss nach 40 Sekunden24 27 Mai 1943 55 138 23 1 Juni 1943 62 235 vorzeitiger Brennschluss29 11 Juni 1943 63 5 238 erfolgreicher Start31 16 Juni 1943 60 5 221 vorzeitiger Brennschluss28 22 Juni 1943 62 5 75 nach 70 Sekunden explodiert30 24 Juni 1943 65 1 287 erster Start vom Prufstand X Abschaltung versagt36 26 Juni 1943 64 9 235 erfolgreicher Start38 29 Juni 1943 15 3 Absturz auf Flugplatz40 29 Juni 1943 63 6 236 Einschlag nicht beobachtet33 1 Juli 1943 Brennschluss nach dem Abheben Explosion41 9 Juli 1943 4 0 1 Absturz auf Pumpenhaus des Prufstands VII34 9 Juli 1943 Brennschluss nach dem Abheben Explosion 12 Aug 1943 64 erfolgreicher Start 6 Okt 1943 68 erfolgreicher Start mit 272 Sekunden Dauer erster Start nach dem Luftangriff am 17 August 1943 21 Okt 1943 63 erfolgreicher Start Flugzeit 286 Sekunden 4 Dez 1943 63 erfolgreicher Start Flugzeit 286 Sekunden 10 Dez 1943 69 erfolgreicher Start Flugzeit 247 Sekunden 21 Dez 1943 33 nur Teilerfolg vorzeitiger Ausfall des Triebwerks Flugzeit 104 Sekunden 7 Jan 1944 43 explodierte 43 Sekunden nach dem Start 27 Jan 1944 erster Testflug einer im Mittelwerk gefertigten Rakete Fehlschlag 2 Marz 1944 explodierte 11 Marz 1944 59 erfolgreicher Start Flugzeit 282 Sekunden 5 Apr 1944 explodierte 13 Juni 1944 Absturz in Schweden 20 Juni 1944 Senkrechtschuss als MW 18014 mit der bisherigen Rekordhohe 174 6 km und damit die erste Rakete die die Karman Linie die international festgelegte Grenze des Weltraums uberschritt Anmerkung Sofern nicht anders angegeben erfolgte der Start vom Prufstand VII Fur den Zeitraum zwischen Juli 1943 und Februar 1945 liegen keine vollstandigen Startlisten vor Bei einem Versuchsstart am 13 Juni 1944 zur Erprobung von Komponenten der Flugabwehrrakete Wasserfall sturzte eine von Peenemunde aus gestartete A4 Rakete in Sudschweden ab Siehe auch Liste der Versuchsstarts der A4 RaketeEinsatz BearbeitenBereits ab Ende 1939 ging es schon dem Entwurf nach in der Sache um eine Kriegsrakete fur den Angriff Hitler drohte Grossbritannien deutlich im September 1940 Wenn sie erklaren sie werden unsere Stadte in grossem Masse angreifen wir werden ihre Stadte ausradieren 29 30 Walter Dornberger warb im Juli 1941 fur das neue Waffensystem indem er auf die nicht mehr vorhandene Luftuberlegenheit und damit auf die verlorene Luftschlacht um England hinwies Hitler der die Fernrakete als einzige verbliebene Moglichkeit fur den direkten Angriff auf England sah genehmigte im August 1941 die Entwicklung des A4 bis zur Einsatzreife allerdings ohne entsprechende Dringlichkeitsstufe Ende Marz 1942 prazisierte Dornberger die Planung dahingehend dass bei Tag und Nacht in unregelmassigen Abstanden unabhangig von der Wetterlage sich lohnende Ziele wie London Industriegebiete Hafenstadte pp unter Feuer genommen werden 31 Die NS Fuhrung kundigte ab 1943 den Einsatz neuartiger Wunderwaffen fur Angriffe auf England an Diese sollten die militarische Antwort auf die fortlaufenden Luftangriffe gegen die deutsche Zivilbevolkerung in den Stadten sein Die deutsche Kriegspropaganda forderte die Hoffnung auf die einzigartige Schlagkraft dieser technisch vollig neuartigen Waffe welche die Wende im Krieg herbeifuhren sollte Es galt Durchhaltewillen und Kampfgeist an der Front zu sichern Die nach den ersten erfolgreichen Einsatzen ab September 1944 aufkommende Begeisterung fur die A4 Rakete verfluchtigte sich jedoch bald wieder weil die erhoffte militarische Wende nicht eintrat Noch in seiner letzten Rundfunkrede am 30 Januar 1945 versprach sich Adolf Hitler trotz der katastrophalen Kriegslage immer noch den Endsieg durch den verstarkten Einsatz der Wunderwaffen 32 Schaden durch V2 Angriff Camberwell Road London ca 1944 Als am 8 September 1944 das erste A4 den Londoner Stadtteil Chiswick und nicht die Innenstadt selbst traf raumte Dornberger ein dass es sich beim A4 um eine unzureichende Waffe handele Trotzdem taufte Propagandaminister Goebbels das A4 sofort in V2 um und propagierte diese als Vergeltungswaffe V2 5 Mit Sprengkopfen bestuckt und von mobilen Startrampen aus wurden mit ihr vor allem London und spater Antwerpen bombardiert London nach offizieller Verlautbarung als Vergeltung fur britische Bombenangriffe Zwar war die Treffergenauigkeit gering aber die plotzlichen Einschlage ohne jegliche Vorwarnung ubten eine vorher unvorstellbare terrorisierende Wirkung Demoralisierung auf die Bevolkerung aus die vollig anders war als bei der V1 der seit 13 Juni 1944 verschossenen Flugbombe Wahrend man bei Angriffen der V1 noch Fliegeralarm auslosen konnte war dies durch die hohe Geschwindigkeit der V2 fast unmoglich da der Uberschallknall erst nach der plotzlichen Explosion zu horen war Im Double Cross System versuchte die britische Abwehr mit Doppelagenten den vermeintlichen Einschlag weiter nach Nordwesten zu verlegen oder Einschlagszeitpunkte zu vertauschen Damit wurde der Angreifer dazu veranlasst die Zielentfernung zu verkurzen und das Londoner Zentrum zu verschonen Durch entsprechende Reduzierung der Zielentfernung durch die deutschen Abschusskommandos wurde so der Schwerpunkt der V2 Einschlage um ca 10 km nach Osten in die Vororte Londons verschoben 33 Insgesamt wurden etwa 3200 A4 Raketen abgefeuert V2 Angriffe auf England London 1358 Norwich Ipswich 44 V2 Angriffe auf Frankreich Lille 25 Paris 22 Tourcoing 19 Arras 6 Cambrai 4V2 Angriffe auf Belgien Antwerpen 1610 Luttich 27 Hasselt 13 Tournai 9 Mons 3 Diest 2 V2 Angriffe auf die Niederlande Maastricht 19 V2 Angriffe auf Ziele in Deutschland Remagen 11 Start einer V2 aus einem Waldstuck bei Den Haag Von Den Haag aus wurden 1 039 Raketen gestartet die vor allem auf London gerichtet waren Bei einem alliierten Luftangriff auf die Startrampen am 3 Marz 1945 kamen 510 Menschen ums Leben Rekonstruktion eines A4 Raketenbunkers Nord Frankreich September 1944 In Frankreich waren mehrere grosse Bunker zum Start des A4 im Bau oder geplant deren Fertigstellung als Folge von Bombenangriffen und der Invasion der Alliierten nicht gelang Die bekanntesten sind das Blockhaus von Eperlecques der Kuppelbau von Helfaut Wizernes und die Anlagen im Raum Cherbourg Ruckblickend ist der Einsatz der V2 vorrangig als Terror gegenuber der Zivilbevolkerung des Gegners zu werten vergleichbar mit den Flachenbombardements der Alliierten auf deutsche Stadte Militarisch taktischer Absicht geschuldet waren die elf Beschusse auf die von den Alliierten eroberte Ludendorff Brucke uber den Rhein zwischen Remagen und Erpel zwecks Verhinderung des weiteren Eindringens sowie 1610 Angriffe auf den Seehafen von Antwerpen wegen seiner Bedeutung fur die Versorgung des gegnerischen Militars Die Einschlage der V2 Raketen konnten hier zumindest fur einige Wochen den Truppentransport der Alliierten ganz erheblich behindern Am meisten hatte aber auch hier die Zivilbevolkerung zu leiden 34 Die letzte Rakete im Kampfeinsatz wurde am 27 Marz 1945 von deutscher Seite gegen Antwerpen gestartet Danach wurden nach und nach nahezu alle A4 Batterien aufgelost Trotzdem wurden noch Vorbereitungen fur das VIII Sonderschiessen getroffen Dazu war die ehemalige Lehr und Versuchsbatterie 444 jetzt umbenannt in Lehr und Versuchsabteilung z V bereits am 28 Januar 1945 aus dem Einsatz in Holland zuruckgezogen und zur Ruhe und Auffrischung nach Buddenhagen Wolgast befohlen worden 35 Von hier aus verlegte man diese Abteilung zusammen mit der Gruppe Erprobung bzw dem Entwicklungskommando Rethem uber Rethem Aller in den Raum Kirchlinteln Kreis Verden Aller 36 Ziel des Sonderschiessens war die Schwerpunkterhohung der Treffgenauigkeit und Einschlagprozente 37 Die Zielpunkte lagen im Wattenmeer ostlich der Insel Sylt und zwischen den danischen Inseln Romo und Fano 38 Im Zeitraum von Mitte Marz 1945 bis zum 6 April 1945 wurden aus zwei Startstellungen etwa zehn Versuchsraketen abgefeuert 39 Dabei kam auch die Steuerung mit Hilfe der Leitstrahllenkung zum Einsatz 35 Nach dem Abzugsbefehl vom 6 April 1945 durch General Hans Kammler verlegte man die Lehr und Versuchsabteilung z V aus dem Stellungsraum Neddenaverbergen heute Gemeinde Kirchlinteln Kreis Verden Aller uber den Kreis Herzogtum Lauenburg nach Welmbuttel im Kreis Dithmarschen in Schleswig Holstein etwa 10 km ostlich von Heide gelegen 40 Hier wurden die mitgebrachten Fahrzeuge und Sondergeratschaften und vermutlich auch einige Raketen die durch eine nicht weiter bekannte Nachschubeinheit angeliefert worden waren in einem Moor versenkt bzw gesprengt 41 Am 1 Mai 1945 wurden noch 20 bis 30 Soldaten zu einem Flakregiment in den Raum Bargteheide Trittau abgestellt Ab dem 3 Mai 1945 wurde die letzte noch existierende und voll ausgerustete A4 Abteilung aufgelost indem die noch verbliebenen Soldaten durch die Vorgesetzten offiziell entlassen wurden 35 Der Einsatz des A4 als Terrorinstrument fuhrte in London zu Diskussionen diesen mit chemischen Waffen zu vergelten Insgesamt forderte der Einsatz der A4 Raketen mehr als 8000 Menschenleben hauptsachlich Zivilisten Die grosste Zahl an Opfern auf einen Schlag war am 16 Dezember 1944 in Antwerpen zu beklagen als eine A4 das vollbesetzte Kino Rex traf und 567 Menschen totete Deutsche Weiterentwicklungen Bearbeiten Grossenvergleich A4 4 v l A9 und A10 rechts A9 A10 Rekonstruktion Am 24 Januar 1945 wurde in Peenemunde eine geflugelte Version der A4 Rakete die A4b erstmals erfolgreich gestartet Sie sollte die doppelte Reichweite des A4 erreichen sturzte allerdings wegen eines Flugelbruchs vorzeitig ab Zu weiteren Starts dieses Flugkorpers kam es aufgrund der Kriegslage nicht mehr Von 1943 bis zum Kriegsende 1945 entwickelte man eine Interkontinentalrakete Diese war als zweistufige Fernrakete ausgelegt und trug die Bezeichnung A9 10 Sie war in Umfang und Hohe etwa doppelt so gross wie das A4 Das A9 10 bestand aus zwei unabhangigen Raketen dem A10 und dem A9 die bis zum Abtrennen der ausgebrannten Startrakete A10 unter einer gemeinsamen Hulle miteinander verbunden blieben Nach dem Ausbrennen des A10 sollte der Weiterflug vom A9 ubernommen werden die in etwa den Planen des spateren A4b entsprach Die projektierte Reichweite dieser sogenannten Amerikarakete deren erklartes Ziel es war New York anzugreifen betrug 5 500 km Jedoch kam das Projekt nicht uber das Planungsstadium hinaus Der Prufstand VII der HVA Peenemunde war allerdings schon beim Bau 1938 fur die A9 A10 Rakete dimensioniert Der ehemalige Reichsminister fur Rustung und Kriegsproduktion Albert Speer schrieb spater zur Bewertung des V2 Projektes Unser aufwendigstes Projekt war zugleich unser sinnlosestes Unser Stolz und zeitweilig mein favorisiertes Rustungsziel erwies sich als einzige Fehlinvestition 42 Nach dem Krieg BearbeitenDie Weiterentwicklung der Raketentechnik durch die Supermachte USA und UdSSR nach dem Zweiten Weltkrieg mit einer Verlangerung der Reichweite und Erhohung der Nutzlast mit Raketen von Land wie auch von Unterseebooten wurde ein wesentlicher Treiber der zunehmenden Bedrohung durch den Kalten Krieg 43 Starts in Cuxhaven Bearbeiten A4 auf dem Meillerwagen einer mobilen Startrampe bei der Operation Backfire in der Nahe von Cuxhaven Herbst 1945 Die Briten liessen im Oktober 1945 mehrere A4 Raketen durch Kriegsgefangene aus ehemaligen deutschen Starteinheiten in der Nahe von Cuxhaven starten um Vertretern der alliierten Besatzungsmachte die Wunderwaffe V2 beim Start zu demonstrieren Operation Backfire Raketenstarts in Cuxhaven Hierbei entstand auch ein zunachst geheimer Dokumentarfilm der heute im Museum Peenemunde zu sehen ist 44 In den USA Bearbeiten Erbeutung von A4 Raketen durch die Vereinigten Staaten Bearbeiten Den Amerikanern waren am 29 Marz 1945 auf einem uberlangen Militarzug im Bahnhof Bromskirchen in Hessen durch uberraschenden Zugriff einer Vorhut der 3 US Panzerdivision der 1 US Armee zehn komplette A4 Raketen des Artillerieregimentes Heeres Art Abt mot 705 10 Batterie der Gruppe Sud Art Rgt mot z V 901 Abt Ia mit den mobilen Startrampen Treibstoff und Bedienungsanleitung in die Hande gefallen Dies wurde in den alliierten Wochenschauen ausfuhrlich thematisiert 45 Der Zug sollte die Raketen vom Westerwald kommend am 22 Marz uber die Aar Salzbode Bahn in neue Stellungen im Raum Schelderwald bzw in die Nahe von Marburg bringen 46 Diese zehn A4 wurden mit der Eisenbahn von den Amerikanern in den Hafen von Antwerpen transportiert und drei Tage spater von dort aus in die USA verschifft 47 Das war eine der Grundlagen fur die Weiterentwicklung in den USA Wernher von Braun im Dienste der USA Bearbeiten Am 2 Mai 1945 stellte sich Wernher von Braun den Streitkraften der Vereinigten Staaten und wurde zusammen mit anderen Wissenschaftlern aus seinem Mitarbeiterstab ebenfalls in die USA gebracht Operation Paperclip Etwa 100 erbeutete A4 und Teile davon wurden im Mittelwerk Nordhausen noch vor dem Einmarsch der Roten Armee von US Truppen verladen und ebenfalls in die USA verfrachtet Sie standen am Anfang einer ganzen Entwicklungslinie der amerikanischen Raketentechnik und damit zu den Raumfahrtentwicklungen der USA Ein Exemplar steht im National Air and Space Museum in Washington D C ein weiteres kam anlasslich von Filmarbeiten Ende der 1950er Jahre wieder nach Deutschland zuruck und befindet sich heute im Deutschen Museum in Munchen Schon ab 1946 erfolgten Teststarts mit A4 Raketen bei welchen die Army den Raum den der Sprengkopf eingenommen hatte der Wissenschaft zur Verfugung stellte 48 So brachte eine Rakete im Juni Messinstrumente darunter ein Geiger Muller Zahlrohr zur Messung kosmischer Strahlung Temperatur und Druckmessgerate einen Spektrographen und Funkausrustung in 107 Kilometer Hohe 49 Am 20 Februar 1947 wurden Roggen und Baumwollsamen sowie Fruchtfliegen 50 auf 109 Kilometer Hohe transportiert und als erste Organismen uberhaupt im All bezeichnet 51 Im Juni 1949 wurde mit einem weiteren A4 erstmals ein Saugetier der Rhesusaffe Albert II auf eine Hohe von ca 130 km transportiert Bei der Ruckkehr offnete sich der Fallschirm nicht so dass der Rhesusaffe starb 51 Die Modifizierung des A4 mit einer Corporal Rakete als zweite Stufe nannte man Bumper Am 24 Februar 1949 erreichte die Oberstufe einer Bumper eine Hohe von 393 Kilometern Mit Bumper Raketen wurden 1950 die ersten Raketenstarts von Cape Canaveral in Florida durchgefuhrt In Huntsville Alabama wurde mit dem Redstone Arsenal ein erstes Zentrum fur die Raketenentwicklung gegrundet wo zusammen mit den deutschen Wissenschaftlern insgesamt 67 A4 Raketen gestartet wurden Sie bildeten den Ausgangspunkt fur die ab 1953 geflogene dreistufige Redstone Rakete mit einem Schub von 347 kN und Brenndauer von 135 s in der ersten Stufe welche als militarische ballistische Rakete in Dienst gestellt wurde Diese wurde unter Leitung von Wernher von Braun weiter entwickelt und zuerst 1956 in der Forschungs Version Jupiter C geflogen und spater als Juno I fur den Start des ersten amerikanischen Satelliten Explorer 1 in den Weltraum verwendet Daraus entstanden durch diverse Weiterentwicklungen Kriegswaffen letztlich aber auch die Saturn V Raketen fur die erste Mondlandung mit Apollo 11 im Juli 1969 52 Im Rahmen der Operation Sandy gelang am 6 September 1947 mit dem Start eines A4 vom Flugdeck des amerikanischen Flugzeugtragers Midway erstmals der Start einer Langstreckenrakete von einem Schiff aus Erstes Foto aus dem Weltraum aus ca 105 km Hohe von einem modifizierten White Sands A4 aufgenommen 24 Oktober 1946 Start einer V2 vom Flugzeugtrager Midway 6 September 1947 Start eines modifizierten A4 von Cape Canaveral 24 Juli 1950 Juno I Rakete auf Basis der Redstone Rakete beim Start des amerikanischen Satelliten Explorer 2 1958 In der Sowjetunion Bearbeiten Hauptartikel Sowjetische Raumfahrt Bereits im August 1944 fielen der Sowjetunion bei der Eroberung des Testgelandes auf dem SS Truppenubungsplatz Heidelager bei Debica im Suden des Generalgouvernements Trummer zerlegter A4 Raketen und Reste demontierter Abschussanlagen in die Hande und ermoglichten es erste grundlegende technische Daten des deutschen Raketenprogramms zu sammeln 53 33 Bei der Besetzung Peenemundes am 5 Mai 1945 brachte die Rote Armee eine komplette V2 in ihren Besitz 53 41 Nachdem die US amerikanischen Besatzungstruppen Ende Juni 1945 das Gebiet um Nordhausen und damit auch die Anlagen der Mittelwerk GmbH gemass den Vereinbarungen des Potsdamer Abkommens an die Rote Armee unter der militarischen Fuhrung von Dmitri Ustinow ubergeben hatten grundete die Sowjetunion im Juli 1945 das Institut Rabe Raketenbau und entwicklung in Bleicherode um unter Leitung von Boris Tschertok die Konstruktionsunterlagen des A4 samt Apparaturen der Bordausrustung des Lenksystems wiederherzustellen und die komplette Fertigung des A4 in der Sowjetischen Besatzungszone zu ermoglichen 54 55 Im September 1945 warben die sowjetischen Stellen Helmut Grottrup den fur sie wichtigsten Erfahrungstrager aus Peenemunde als Leiter des Buro Grottrup an dem sich bald weitere hochkaratige Forscher anschlossen die die Komponenten des A4 rekonstruieren konnten darunter Werner Albring fur die Aerodynamik und Kurt Magnus fur die Kreiselsteuerung Im Februar 1946 wurden das Institut Rabe und das Buro Grottrup zum Institut Nordhausen auch unter dem Namen Zentralwerke bekannt unter der Leitung von Generalmajor Lew Gaidukow 56 und dem sowjetischen Raumfahrtpionier Sergei Koroljow als Chefkonstrukteur zusammengefuhrt Die deutsche Leitung wurde Helmut Grottrup als Generaldirektor ubertragen Im September 1946 arbeiteten mehr als 5 000 deutsche Mitarbeiter 57 sowie 700 sowjetische Mitarbeiter daran die Berechnungen und die Konstruktionsunterlagen des A4 wiederherzustellen und die Produktion des A4 und ihrer Bestandteile inkl der notwendigen Testverfahren wieder aufzunehmen 53 91 102 Walentin Gluschko leitete die Erprobung von A4 Triebwerken in Lehesten im Thuringer Wald und wurde spater Chefkonstrukteur der sowjetischen Raketentriebwerke Mit der Aktion Ossawakim am 22 Oktober 1946 wurden ca 160 ausgewahlte Wissenschaftler des Institut Nordhausen mit ihren Familien insgesamt ca 500 Menschen zwangsweise in die Sowjetunion zunachst nach Podlipki ca 20 km nordwestlich von Moskau und dann sukzessive auf die Insel Gorodomlija ca 380 km nordwestlich von Moskau gebracht um mit der neu gegrundeten Filiale 1 der Forschungs und Entwicklungsstatte fur Weltraumraketen NII 88 den sowjetischen Nachbau des A4 zu unterstutzen und auftretende Probleme zu analysieren Ausserdem wurden alle Fertigungsanlagen in der Sowjetischen Besatzungszone demontiert und in die Sowjetunion verfrachtet 53 140 145 Die 5 in Bleicherode komplett zusammengebauten A4 sowie nachgebaute Teile fur weitere 6 Raketen wurden zum neu geschaffenen Raketentestgelande Kapustin Jar gebracht und dort getestet Der erste erfolgreiche Start eines A4 fand am 18 Oktober 1947 statt 58 Am 17 Oktober 1948 erfolgte der erste erfolgreiche Start einer komplett in der Sowjetunion gebauten R 1 Rakete als Kopie des A4 Die R 1 musste teilweise geanderte Materialien verwenden weil nicht alle in der Sowjetunion verfugbar waren und in Einzelfallen wie Dichtungsmaterialien auf deutsche Originalteile zuruckgreifen 53 Durch andere Verbesserungen die von den deutschen Wissenschaftlern vorgeschlagen wurden konnte sie aber eine vergleichbare Reichweite und Nutzlast erzielen Das rekonstruierte und verbesserte A4 bildete somit eine wesentliche Grundlage fur die Anfange der sowjetischen Raumfahrttechnologie und Raketenwaffen 59 Wahrend der Arbeit des deutschen Kollektivs in Gorodomlija wurden bis 1949 weitere entscheidende Verbesserungen zur Erhohung der Reichweite der Verbesserung der Treffgenauigkeit und Vereinfachung ausgearbeitet Dies umfasste u a die Verwendung der Tanks als tragender Aussenhulle zur Gewichtsreduzierung die Kegelform der Rakete fur eine bessere Flugstabilitat in allen Betriebszustanden die Bundelung von vielen parallelen Triebwerken zu einer Grossrakete die Vektorsteuerung der Triebwerke anstelle der aufwandigen Strahlruder aus Graphit die Trennung der Nutzlast von der ausgebrannten Tragerrakete sowie Fernlenkverfahren mit Peilstrahlen 60 Diese Ideen wurden von den sowjetischen Ingenieuren unter Leitung von Sergei Koroljow sukzessive umgesetzt und zur Reife entwickelt 61 Die westlichen Geheimdienste unterschatzten die sowjetischen Fortschritte trotz eindeutiger Hinweise der Ruckkehrer aus Gorodomlija 62 63 Es gab Indizien dass die sowjetischen Wissenschaftler aufgrund ihrer Liebe zur Raketentechnologie und ihrer Wertschatzung der deutschen Arbeiten durchaus in der Lage sein konnten als erste uber Langstreckenraketen zu verfugen 64 9 Die am 4 Oktober 1957 verwendete Rakete zum Start des ersten Satelliten Sputnik 1 auf Basis der Interkontinentalrakete R 7 wies deutliche Ahnlichkeiten mit Komponenten des A4 und zu den Ideen des deutschen Kollektivs auf vor allem zum zuletzt ausgearbeiteten Konzept G 4 bzw R 14 64 7 8 Die R 7 erreichte beim Start einen Schub von 3 900 kN was ungefahr 4 4 16 gebundelten A4 Triebwerken entsprach 65 Die heute verwendeten Sojus Raketen basieren auf der Technologie der R 7 und gelten als sehr zuverlassig R 1 Nachbau des A4 auf Vidalwagen in Kapustin Jar R 2 auf Vidalwagen in Kapustin Jar R 2A und R 5A in Kapustin Jar Schematische Darstellung der Sputnik Rakete R 7 mit kegelformigen Raketen Tragerrakete Wostok auf Basis der Interkontinentalrakete R 7 in Moskau Rakete Sojus FG auf Basis von gebundelten Triebwerken der R 7 2004 In Frankreich Bearbeiten Veronique Rakete im algerischen Reggane 1962 Hauptartikel Laboratoire de recherches balistiques et aerodynamiques Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs versuchte auch der franzosische Geheimdienst deutsche Wissenschaftler fur eigene Entwicklungen der Raketentechnik anzuwerben war aber gegenuber den lange geplanten Operationen der amerikanischen und britischen Geheimdienste im Nachteil Dennoch konnten sie in Bad Kissingen wo deutsche Wissenschaftler zeitweise interniert waren 66 und nach Abschluss der Operation Backfire einige Spezialisten abwerben u a Otto Muller fur den Raketenantrieb und Rolf Jauernik fur die Raketensteuerung 67 Zunachst arbeiteten die deutschen Spezialisten in Emmendingen in der franzosisch besetzten Zone spater im Laboratoire de recherches balistiques et aerodynamiques LRBA in Vernon in der Normandie Projekte zum Nachbau des A4 und zur Entwicklung eines A9 wurden abgebrochen Ab Marz 1949 entwarf das LRBA eine wesentlich kleinere Hohenforschungsrakete die Veronique VERnon electrONIQUE mit nur 40 kN Schub als der ersten flugfahigen Flussigkeitsrakete Frankreichs In Grossbritannien Bearbeiten Das Vereinigte Konigreich interessierte sich zunachst fur die deutschen Raketen die London bombardiert hatten und leitete im Sommer 1945 die Operation Backfire in Cuxhaven fur eigene technische Analysen Ende 1946 wurden Bestrebungen der British Interplanetary Society fur eine eigenstandige Weiterentwicklung des A4 mit dem Projekt Megaroc 68 fur den Start einer bemannten Kapsel durch die Regierung wegen fehlenden militarischen Nutzens zuruckgewiesen Ab 1954 gab es eine Zusammenarbeit mit den USA zur Entwicklung der Mittelstreckenrakete Blue Streak die 1960 aufgrund von Kostenuberschreitungen beendet wurde Sonstige Ereignisse Bearbeiten Die Firma Canadian Arrow projektierte im Rahmen des Ansari X Prize eine um zwei Meter verlangerte A4 Rakete die eine Kapsel mit drei Passagieren auf 100 km Hohe bringen und mittels Fallschirmen landen sollte Sie wurde von der Jury zur schonsten Rakete des Wettbewerbs gewahlt Ein offizieller Festakt der deutschen Luft und Raumfahrtindustrie unter der Schirmherrschaft der damaligen Bundesregierung zum 50 Jahrestag des Erstfluges des A4 wurde erst wegen internationaler Proteste kurzfristig abgesagt Die A4 Grossrakete wurde im Ausland stark mit dem KZ Mittelbau Dora in Bezug gebracht in dem auch KZ Haftlinge die Rakete in Serienfertigung bauten 69 Museale Rezeption Bearbeiten Originalgetreue Lackierung Frau im Mond der V2 Nachbildung im HIT Peenemunde Im Militarhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden ist eine vollstandig erhaltene V2 Rakete in der Dauerausstellung aufgestellt Auch in der Luft und Raumfahrtabteilung des Deutschen Museums in Munchen befindet sich eine komplette A4 Rakete Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien besitzt in der Dauerausstellung Republik und Diktatur Saal VII ein Triebwerk einer V2 das kurz nach dem Kriegsende aus dem Toplitzsee wo zwischen 1943 und 1945 zahlreiche waffentechnische Versuche durchgefuhrt worden waren geborgen wurde 70 Im Deutschen Museum Flugwerft Schleissheim der Wehrtechnische Studiensammlung Koblenz und im Deutschen Technikmuseum Berlin ist ebenfalls je ein A4 Triebwerk ausgestellt Zusammenhange und Hintergrunde sind in der standigen Ausstellung der KZ Gedenkstatte Mittelbau Dora Nordhausen dokumentiert Besichtigungen der Untertageanlage sind moglich 71 Siehe auch BearbeitenKZ Mittelbau Dora Regener Tonne Wernher von Braun Geschichte der Raumfahrt Operation Crossbow KZ Nebenlager Redl Zipf KZ EbenseeLiteratur BearbeitenRalf Blank Energie fur die Vergeltung Die Accumulatoren Fabrik AG Berlin Hagen und das deutsche Raketenprogramm im Zweiten Weltkrieg In Militargeschichtliche Zeitschrift 66 2007 S 101 118 Volkhard Bode Gerhard Kaiser Raketenspuren Peenemunde 1936 2000 Eine historische Reportage Ch Links Berlin 2000 ISBN 978 3 86153 239 2 212 S Stefan Brauburger Wernher von Braun Ein deutsches Genie zwischen Untergangswahn und Raketentraumen Pendo Munchen 2009 ISBN 978 3 86612 228 4 Franz Josef Burghardt Spione der Vergeltung Die deutsche Abwehr in Nordfrankreich und die geheimdienstliche Sicherung der Abschussgebiete fur V Waffen im Zweiten Weltkrieg Eine sozialbiografische Studie Schonau 2018 ISBN 978 3 947009 02 2 Walter Dornberger V2 der Schuss ins All Bechtle Esslingen 1952 Durchgesehene und erweiterte Neuausgabe Walter Dornberger Peenemunde Die Geschichte der V Waffen Bechtle Esslingen 1981 ISBN 978 3 7628 0404 8 Walter Dornberger Peenemunde Die Geschichte der V Waffen Moewig Rastatt 1985 ISBN 978 3 8118 4341 7 Walter Dornberger Peenemunde Die Geschichte der V Waffen Ullstein Frankfurt am Main 1989 ISBN 978 3 548 33119 5 352 S Walter Dornberger Peenemunde Die Geschichte der V Waffen RhinoVerlag Ilmenau 2018 ISBN 978 3 932081 88 0 352 S T D Dungan V 2 A Combat History of the First Ballistic Missile Weapons in History Westholme Publishing 2005 ISBN 1 59416 012 0 content Memento vom 21 Juli 2010 im Internet Archive Rainer Eisfeld Mondsuchtig Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei Rowohlt Reinbek bei Hamburg 2000 ISBN 3 499 60943 6 296 S Joachim Engelmann Geheime Waffenschmiede Peenemunde V2 Wasserfall Schmetterling Podzun Pallas Verlag Friedberg ISBN 3 7909 0118 0 Heinz Dieter Holsken Die V Waffen Entstehung Propaganda Kriegseinsatz Deutsche Verlags Anstalt Stuttgart 1984 ISBN 3 421 06197 1 271 S Dieter Holsken V Waffen Entwicklung und Einsatz im II Weltkrieg Flugbombe Fi 103 und Rakete A4 Motorbuch Stuttgart 2001 ISBN 978 3 613 02145 7 350 S Uli Jungbluth Hitlers Geheimwaffen im Westerwald und angrenzenden Gebieten Werkstatt Beitrage zum Westerwald Nr 2 Geschichts und Kulturwerkstatt Westerwald 1 Januar 1996 DNB 948504145 144 S Ruth Kraft Insel ohne Leuchtfeuer Der grosse Roman um Peenemunde Hitlers V Waffen und um eine junge Frau Torgauer Verl Ges Berlin 2004 ISBN 978 3 930199 13 6 406 S Kurt Magnus Raketensklaven Deutsche Forscher hinter rotem Stacheldraht Elbe Dnjepr Verlag Klitzschen 1999 ISBN 978 3 933395 67 2 360 S Georg Metzler Geheime Kommandosache Raketenrustung in Oberschwaben Das Aussenlager Saulgau und die V2 1943 1945 Wilfried Eppe Bergatreute 1996 ISBN 3 89089 053 9 Jurgen Michels Olaf Przybilski Peenemunde und seine Erben in Ost und West Entwicklung und Weg deutscher Geheimwaffen Bernard amp Graefe Bonn 1997 ISBN 978 3 7637 5960 6 333 S Michael J Neufeld Die Rakete und das Reich Wernher von Braun Peenemunde und der Beginn des Raketenzeitalters Henschel Berlin 1999 ISBN 3 89487 325 6 416 S amerikanisches Englisch The Rocket and the Reich Peenemunde and the Coming of the Ballistic Missile Era New York Erstausgabe Free Press 1995 Karsten Porezag Geheime Kommandosache Geschichte der V Waffen und geheime Militaraktionen des Zweiten Weltkrieges an Lahn Dill und Westerwald Dokumentation 2 uberarbeitete Auflage Verlag Wetzlardruck Wetzlar 2003 ISBN 3 926617 20 9 Olaf Przybilski Das Geheimnis der deutschen Raketen und raketengetriebenen Fluggerate In Spurensuche Band 10 Podzun Pallas Wolfersheim 2002 ISBN 978 3 7909 0763 6 Thomas Pynchon Die Enden der Parabel Rowohlt Reinbek bei Hamburg 1981 ISBN 978 3 499 13514 9 1200 S englisch Gravity s Rainbow 1973 Ubersetzt von Elfriede Jelinek Thomas Piltz Niklas Reinke Geschichte der deutschen Raumfahrtpolitik Konzepte Einflussfaktoren und Interdependenzen 1923 2002 Oldenbourg Munchen 2004 ISBN 3 486 56842 6 Gerhard Reisig Raketenforschung in Deutschland Wie die Menschen das All eroberten Agentur Klaus Lenser Munster 1997 ISBN 3 89019 500 8 Herbert Ringlstetter Aggregat 4 V 2 Neustart In Flugzeug Classic Dezember 2018 S 30 35 Johannes Weyer Wernher von Braun In Rowohlt Monographie Rowohlt Taschenbuch Reinbek bei Hamburg 1999 ISBN 978 3 499 50552 2 160 S Wolfgang Guckelhorn Detlev Paul V2 gefrorene Blitze Helios Verlag 29 Januar 2007 ISBN 3 938208 43 0 Weblinks Bearbeiten Commons Aggregat 4 Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Commons White Sands Missile Range Museum Album mit Bildern Videos und Audiodateien Peter Hall Aggregat 4 V 2 umfangreiche Datensammlung zum A4 Schemazeichnungen Daten Organisation Weiterentwicklung in USA und UdSSR Abgerufen am 9 Mai 2019 Thomas Kliebenschedel A4 V2 Raketenfertigung in Friedrichshafen 1942 1945 Abgerufen am 9 Mai 2019 A 4 V 2 Resource Site Sammlung detaillierter Unterlagen zum A4 Bilder Beschreibungen Videos Literaturhinweise Ed Straton et al abgerufen am 9 Mai 2019 englisch Bernd Leitenberger Die A 4 V2 Rakete Teil 1 Entwicklung von der A 1 zur A 4 bis zur Bombardierung von Peenemunde am 17 18 August 1943 Abgerufen am 9 Mai 2019 Bernd Leitenberger Die A 4 V2 Rakete Teil 2 Produktion und Einsatz der A 4 sowie die Ideen fur weitere Raketen und den Einsatz der A 4 nach dem Kriegsende Abgerufen am 9 Mai 2019 Das Gerat A4 Baureihe B Geheime Kommandosache Geratebeschreibung als PDF verfugbar 29 3 MB 231 Seiten Oberkommando des Heeres OKH 1 Februar 1945 abgerufen am 9 Mai 2019 Die A4 Fibel Handbuch zum Start des A4 PDF 3 3 MB in verschiedenen Formaten verfugbar PDF ePUB Kindle 1 Juli 1944 abgerufen am 9 Mai 2019 Raketen aus Peenemunde Originalplane der A4 Rakete ungefahr 20 000 Zeichnungen In Deutsches Museum Abgerufen am 9 Mai 2019 Report on Operation Backfire 5 Bande als PDF oder ePUB verfugbar War Office London 1 Januar 1946 abgerufen am 9 Mai 2019 englisch Luftwaffe 1946 Video 44 50 min Videoaufnahmen des A4 inkl Startvorbereitungen ab ca 29 15 bis 42 00 In The History Channel Abgerufen am 29 Mai 2019 englisch Einzelnachweise Bearbeiten a b Michael J Neufeld Die Rakete und das Reich Wernher von Braun Peenemunde und der Beginn des Raketenzeitalters Londoner V 2 Phantasien In Kleine Wiener Kriegszeitung 10 Dezember 1944 S 2 Online bei ANNO Vorlage ANNO Wartung kwk Das Gerat A4 Geratebeschreibung PDF 29 3 MB 1 Februar 1945 abgerufen am 16 September 2021 Johannes Weyer Wernher von Braun rororo Hamburg 1999 S 32 ff a b Rainer Eisfeld Mondsuchtig Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei Paperback 2012 ISBN 978 3 86674 167 6 S 142 K Gatland Project Satellite Allan Wingate Limited London 1958 David Irving Unternehmen Armbrust PDF 2 62 MByte Der Kampf des britischen Geheimdiensts gegen Deutschlands Wunderwaffen In Der Spiegel 47 1965 17 November 1965 abgerufen am 4 Mai 2019 Karl Heinz Wellmann Weltraumphantasien 1 Die Rakete V2 Hitlers Wunderwaffe hr2 Kultur 2 Mai 2011 abgerufen am 10 Mai 2019 Roger Ford Die deutschen Geheimwaffen des Zweiten Weltkriegs Eggolsheim 2008 ISBN 978 3 89555 087 4 Helmut Holzer Helmut Hoelzer s Fully Electronic Analog Computer used in the German V2 A4 rockets PDF Word mit Kommentaren von James E Tomayko Annals of the History of Computing 1 Juli 1985 abgerufen am 10 Mai 2019 deutsch englisch Early 1990 gave Dr Helmut Hoelzer a talk at the Museum fur Verkehr und Technik in Berlin now known as Deutsches Technikmuseum Berlin Informationen zum Mischgerat gesammelt von Stichting Centrum voor Duitse Verbindingen en aanverwante Technologieen Abgerufen am 30 Dezember 2012 Raul Rojas Ulf Hashagen Hrsg The First Computers History and Architectures Kapitel Helmut Hoelzer Inventor of the Electronic Analog Computer MIT Press Cambridge Massachusetts 2002 ISBN 0 262 68137 4 Antrieb der Rakete Aggregat 4 V 2 Historisch Technisches Museum Peenemunde abgerufen am 17 August 2021 Steffen Kahl Aggregat 4 Allgemeine Daten Abgerufen am 5 Mai 2019 Combustion Chamber V 2 Cutaway Smithsonian Institution abgerufen am 15 August 2021 englisch Vgl Christoph Bach Der Regierungsbunker und seine Geschichte Eifel Verlag Junkerath 2016 S 18 25 Raketenteile im KZ Lager Rebstock Thomas Kliebenschedel A4 V2 Raketenfertigung in Friedrichshafen 1942 1945 Abgerufen am 9 Mai 2019 Ludenscheider Nachrichten 25 Marz 2006 Ralf Blank Hagen 1939 1945 Accumulatoren Fabrik AG Berlin Hagen AFA Historisches Zentrum Hagen abgerufen am 9 Mai 2019 Rainer Eisfeld Mondsuchtig Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei Paperback 2012 ISBN 978 3 86674 167 6 S 106 f Rainer Eisfeld Mondsuchtig Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei Paperback 2012 ISBN 978 3 86674 167 6 S 106 Konzentrationslager Mittelbau Dora 1943 1945 Begleitband zur standigen Ausstellung in der KZ Gedenkstatte Mittelbau Dora Gottingen 2007 S 49 f Rainer Eisfeld Mondsuchtig Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei zu Klampen Springe 2012 ISBN 978 3 86674 167 6 S 26 und 153 Am Anfang war die V2 Vom Beginn der Weltraumschifffahrt in Deutschland In Utz Thimm Hrsg Warum ist es nachts dunkel Was wir vom Weltall wirklich wissen Kosmos 2006 ISBN 3 440 10719 1 S 158 Rainer Eisfeld Mondsuchtig Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei zu Klampen Springe 2012 ISBN 978 3 86674 167 6 S 164 Vgl Hansjakob Stehle Die Spione aus dem Pfarrhaus In Die Zeit vom 5 Januar 1996 Peter Broucek Die osterreichische Identitat im Widerstand 1938 1945 In Militarischer Widerstand Studien zur osterreichischen Staatsgesinnung und NS Abwehr Bohlau Verlag 2008 S 163 abgerufen am 3 August 2017 Andrea Hurton Hans Schafranek Im Netz der Verrater In derStandard at 4 Juni 2010 abgerufen am 3 August 2017 Rainer Eisfeld Mondsuchtig Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei Paperback 2012 ISBN 978 3 86674 167 6 S 76 f Hellmuth Vensky Zweiter Weltkrieg Adolf Hitler will die britischen Stadte ausradieren In Zeit Online 29 Dezember 2010 abgerufen am 27 Marz 2016 Bernd Leitenberger Die A 4 V2 Rakete Abgerufen am 22 November 2019 Deutsches Historisches Museum Berlin Die Wunderwaffen V1 und V2 John Cecil Masterman Double cross System in the War of 1939 to 1945 Australian National University Press 1972 ISBN 978 0 7081 0459 0 englisch 208 S Audio zu Die Rakete V2 Hitlers Wunderwaffe Memento vom 23 Marz 2016 im Internet Archive a b c Peter Schiller Hans Rahlf Die Luftwaffe zum Kriegsende in Schleswig Holstein Flughafen Einheiten der Luftwaffe V Waffen in Norddeutschland Arbeitskreis Geschichte im Amt Trave Land Hrsg Duderstadt 2008 ISBN 978 3 936318 67 8 Bundesarchiv Abteilung Militararchiv RH 8 1265 Bundesarchiv Abteilung Militararchiv RH 24 30 272 Bundesarchiv Abteilung Militararchiv RH 8 1307 Nr 160 Heimatkalender fur den Landkreis Verden 2011 und 2012 Bundesarchiv Abteilung Militararchiv RH 24 30 274 fol 83 Dithmarscher Landeszeitung vom 14 Mai 2003 Albert Speer Erinnerungen Ullstein Verlag 1969 Jurgen Michels Olaf Przybilski Peenemunde und seine Erben in Ost und West Entwicklung und Weg deutscher Geheimwaffen Bernard amp Graefe Bonn 1997 ISBN 978 3 7637 5960 6 333 S V2 rocket Vergeltungswaffe 2 Video 21 00 min Abgerufen am 10 Mai 2019 englisch A Digest Of War News 1945 Video 4 23 min 8 Mai 1945 abgerufen am 10 Mai 2019 englisch Wochenschau mit Film zum Abtransport der V2 von ca 0 30 bis 1 00 Horst W Muller Ein geheimnisvoller Zug durchquerte 1945 das Hinterland Hinterlander Geschichtsblatter Nr 1 Biedenkopf Marz 2005 S 127 Karsten Porezag Geheime Kommandosache Geschichte der V Waffen und geheime Militaraktionen des Zweiten Weltkrieges an Lahn Dill und Westerwald Dokumentation 2 uberarbeitete Auflage Wetzlardruck 2003 ISBN 3 926617 20 9 S 326 344 The Upper Atmosphere Rocket Research Panel Constance McLaughlin Green Milton Lomask Project Vanguard The NASA History Verlag Courier Corporation 2012 ISBN 978 0 486 14153 4 auf Seite 6 Upper Air Rocket Summary V 2 20 Februar 1947 abgerufen am 10 Mai 2019 englisch a b Raumfahrtgeschichte Die tierischen Helden der Raumfahrt Zeit Online 25 Marz 2011 abgerufen am 10 Mai 2019 Ulli Kulke 69 Der dramatische Wettlauf zum Mond Langen Muller Munchen 2018 ISBN 978 3 7844 3452 0 240 S a b c d e Matthias Uhl Stalins V 2 Der Technologietransfer der deutschen Fernlenkwaffentechnik in die UdSSR und der Aufbau der sowjetischen Raketenindustrie 1945 bis 1959 Dissertationsschrift mit Reproduktion vieler Originaldokumente Bernard amp Graefe Verlag Bonn 2001 ISBN 978 3 7637 6214 9 304 S Peter Hall Themen fur das Institut Rabe Abgerufen am 13 Mai 2019 Aufgaben und Organisation des Institut RaBe und der Zentralwerke Werner Albring Entwicklung ballistischer Fernraketen als Waffe als technisches Gebrauchsgut und als Forschungsmittel PDF 132 kB Vortrag zum Treffen ehemaliger deutscher Spezialisten in Dresden 21 Oktober 2006 abgerufen am 18 Mai 2019 Peter Hall Biografie Lew Michailowitsch Gaidukow 1911 1999 Abgerufen am 13 August 2019 Peter Hall Deutsche Mitarbeiter am Institut Nordhausen Abgerufen am 13 August 2019 Anatoly Zak Tests in Kapustin Yar Abgerufen am 24 August 2019 englisch Olaf Przybilski Wie die UdSSR die deutsche Rakete Aggregat 4 assimilierte PDF 129 kB In Luft und Raumfahrt 2 2006 S 44 2006 abgerufen am 3 Mai 2019 Helmut Grottrup Aus den Arbeiten des deutschen Raketen Kollektivs in der Sowjet Union In Deutsche Gesellschaft fur Raketentechnik und Raumfahrt Hrsg Raketentechnik und Raumfahrtforschung Nr 2 April 1958 S 58 62 Boris E Tschertok Raketen und Menschen Deutsche Raketen in Sowjethand Band 1 Elbe Dnjepr Verlag Mockrehna 1998 ISBN 978 3 933395 00 9 492 S Paul Maddrell Einfallstor in die Sowjetunion Die Besatzung Deutschlands und die Ausspahung der UdSSR durch den britischen Nachrichtendienst PDF 1 92 MB In Vierteljahrshefte Jahrgang 51 Heft 2 Institut fur Zeitgeschichte 2003 S 35 36 abgerufen am 17 Juni 2019 Auf Grund der Mitteilungen die Grottrup und andere Dragon Returnees machten kamen die Briten und Amerikaner im September 1954 zu dem Ergebnis dass es in der Tat ein eigenstandiges sowjetisches Programm fur ferngelenkte Raketen gebe Paul Maddrell Spying on Science Western Intelligence in Divided Germany 1945 1961 Hrsg Oxford University Press 2006 ISBN 978 0 19 926750 7 englisch 344 S Detailed insight of British intelligence and spying during the Cold War especially the Operation Dragon Return for interrogating returned scientists like Helmut Grottrup a b Development of guided missiles at Bleicherode and Institut 88 PDF 1 1 MB In CIA Historical Collection 22 Januar 1954 abgerufen am 24 August 2019 englisch umfangreiche Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse des deutschen Kollektivs im NII 88 Besides this love for rocket technique there exists a second mental consideration which affects Soviet decisions and that is respect for work in the West especially German work Data emanating from Germany were regarded as almost sacrosanct Uwe Ratsch Daniel Maurat Sputnik Abgerufen am 5 Mai 2019 Franz Kurowski Alliierte Jagd auf deutsche Wissenschaftler Das Unternehmen Paperclip Kristall bei Langen Muller Munchen 1982 ISBN 3 607 00049 2 S 115 119 Schliesslich wohnten im Wittelsbacher Hof in Bad Kissingen 120 deutsche Spezialisten zum Teil mit ihren Familien US Posten bewachten das Hotel von allen Seiten Dennoch gelang es zwei franzosischen Nachrichten Offizieren in den Wittelsbacher Hof einzudringen und von Zimmer zu Zimmer gehend mit den Forschern zu diskutieren Sie versprachen ihnen goldene Berge falls sie nach Frankreich kommen wurden Als die Amerikaner dagegen einschritten war es bereits zu spat Einige Wissenschaftler hatten sich uberzeugen lassen und waren mit den Franzosen gegangen Otto Muller Dossier pour Mr Hautefeuille PDF 884 kB Januar 1987 abgerufen am 28 Oktober 2019 franzosisch Informationen zu den deutschen Wissenschaftlern die ab 1947 im Kader des Laboratoire de recherches balistiques et aerodynamiques LRBA in Vernon gearbeitet haben Mark Wade Megaroc In astronautix com Abgerufen am 24 Juli 2020 englisch Rainer Eisfeld Mondsuchtig Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei Paperback 2012 ISBN 978 3 86674 167 6 S 12 Manfried Rauchensteiner Manfred Litscher Hrsg Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien Graz Wien 2000 S 82 Mittelbau Dora Ein Konzentrationslager des Totalen Krieges Gedenkstatte Buchenwald und Mittelbau Dora abgerufen am 10 Mai 2019 Raketen der Baureihe Aggregat A1 A2 A3 A4 A4b A5 A6 A7 A8 A9 A10 A11 A12 Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Aggregat 4 amp oldid 221006118, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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