fbpx
Wikipedia

Bei den Vegetationszonen handelt es sich um das klassische Zonale Modell der Biogeographie, das bereits Anfang des 18. Jahrhunderts ausgearbeitet wurde (Einzelheiten zur Wissenschaftsgeschichte siehe unter Geozone).

Im Gegensatz zu den jüngeren Konzepten der Zonobiome oder der Ökozonen ist es stärker auf die Vegetation als auf das Klima bezogen. In der Literatur werden diese (und weitere) Bezeichnungen allerdings häufig gleichbedeutend verwendet. Man kann jedoch in der Regel an der Zahl der unterschiedenen Zonen und Formationen erkennen, um welches Modell es sich handelt. Werden mehr als 20 verschiedenen Typen unterschieden, sind Vegetationszonen dargestellt, selbst wenn die Begrifflichkeit manchmal etwas anderes suggeriert. Ein gutes Beispiel sind die „Ecozones“ der FAO (siehe Karte im Artikel Landschaftszone), die nicht mit dem deutschen Modell der „Ökozonen“ verwechselt werden sollten.

Vegetation

Ausgangspunkt für die Einteilung der Zonen ist immer die potentielle natürliche oder Klimaxvegetation, die sich ohne den Einfluss des Menschen in einem abgrenzbaren Gebiet entwickeln würde. Kulturräumliche Aspekte, die beim Ökozonen-Modell in Maßen mit einfließen, sind hier nicht relevant. Zur Festlegung der Zonen fasst man benachbarte Pflanzenstandorte mit engen Wechselbeziehungen zu größeren Einheiten, den „Pflanzenformationen“ zusammen. Anschließend werden die Formationen der gleichen Klimazone zu noch größeren „Großformationen“ zusammengefasst. Hier liegen die Gemeinsamkeiten vor allem in ähnlichen Anpassungsstrategien der „Leitvegetation“ an das vorherrschende Klima. Je nach Bedarf erfolgt noch eine weitere Zusammenfassung, um schlussendlich zu einer Vegetationszone zu gelangen. Das Standardwerk Atlas zur Biogeographie von Schmithüsen weist in den Kontinentkarten 154 verschiedene Pflanzenformationen auf, die auf der Weltkarte zu 30 zonalen Biomtypen verschmolzen wurden.

Schritt Komponenten zusammengefasst zu
1 Biotope: Verschiedene Buchenwaldtypen Europas + Bach- und Flussauen + eingestreute Gewässer und Moore usw. Pflanzenformation „Sommergrüne Buchenwälder Europas“
2 + ähnliche Wälder Nordamerikas u. Asiens Pflanzenformation „Sommergrüne Wälder der Nordhalbkugel“
3 + ähnliche Wälder der Südhalbkugel Pflanzenformation „Sommergrüne Laubwälder der gemäßigten Klimazone“
4 + Pflanzenformation „Immergrüne gemäßigte Laubwälder“ Vegetationszone „Laubwälder der gemäßigten Zone“

Das vorgenannte Verfahren führt zwangsläufig bei jedem Schritt der Zusammenfassung und aufgrund des großen Maßstabes zu einer erheblichen (gewollten) Vereinfachung des Kartenbildes (Generalisierung). Hinzu kommt die grundsätzliche Problematik der notwendigen „künstlichen“ Grenzziehung zwischen Pflanzenformationen, die in der Realität natürlich fließend ineinander übergehen (Näheres dazu siehe unter Landschaftszone).

Klima

Die von Norden nach Süden gegliederte Abfolge unterschiedlicher Klimate geht auf die Kugelgestalt der Erde zurück und ist die Grundlage aller geozonaler Modelle. Das Klima nimmt Einfluss auf alle anderen Elemente eines Ökosystems und steht in der Reihe der äußeren Einflussfaktoren an erster Stelle. Moderne Zonenkonzepte verwenden die effektive Klimaklassifikation, die Daten zum Jahresgang der Temperaturen und von der Häufigkeit, der Verteilung und der Menge der Niederschläge bereitstellt. Aus diesen klimatischen Einflussfaktoren lassen sich bereits die wichtigsten Pflanzenformationen und Biom­typen ableiten:

Monate mit
Mitteltemperatur
> 10 °C
Jahresniederschlag (mm)
bis 125 bis 250 bis 500 bis 1000 bis 2000 über 2000
0 Flechtentundra Zwergstrauchtundra Wiesentundra
1 bis 4 Sommergrüner Nadelwald Immergrüner Nadelwald Sommergrüner Laubwald
5 bis 7 Wüste Wüstensteppe Steppe Sommergrüner Laubwald Gemäßigter Regenwald
8 bis 12 Wüste Halbwüste Dornsteppe Hartlaubvegetation Subtropischer Regenwald
12 Wüste Halbwüste Dornsavanne Trockensavanne Feuchtsavanne Tropischer Regenwald

Neben der Abfolge von Nord nach Süd gibt es einen Gradienten vom Rand zur Mitte der Kontinente: In der Nähe der Ozeane ist das Klima ausgeglichener und feuchter (Meeresklima), die Temperaturen werden von der Temperatur des angrenzenden Wassers beeinflusst. Im Innern der Kontinente ist es trockener und die Temperatur schwankt im Jahresverlauf viel stärker (kontinentales Klima).

Feuer

Hauptartikel: Feuerklimax

Sowohl Feucht- und Trockensavannen als auch Hartlaub-Buschland sind sogenannte Feuerlandschaften, da sie auf waldfähigen Standorten wachsen. Sie weisen die gleichen klimatischen Voraussetzungen wie tropische Trockenwälder und subtropische Hartlaubwälder auf; die Sukzession wird jedoch durch regelmäßig häufige Feuer immer wieder unterbrochen, sodass es zu der ungewöhnlichen Koexistenz von feuerresistenten Bäumen und schnellwachsenden, flächendeckenden Gräsern und/oder Sträuchern kommen kann. Viele Pflanzen gehören hier zu den Pyrophyten, die vom Feuer in irgendeiner Weise gefördert werden. Überdies bilden grasreiche, offene Feuerlandschaften mit ihren nährstoffreichen Pflanzen hervorragende Bedingungen für große Herden von Pflanzenfressern oder Weidevieh.

Tatsächlich wurden Teile einiger Zonen seit Jahrtausenden anthropogen verändert (ebenfalls durch Feuer für Jagden oder Beweidung). Ein bekanntes Beispiel sind der Campo in Südamerika und das Highveld-Grasland in Südafrika, die beide potenziell zum Lorbeerwald-Biom gehören, jedoch bereits seit der Vorgeschichte subtropische Grasländer sind. Dennoch werden sie vegetationsgeographisch im Allgemeinen als natürliche Formen angesehen.

Bei den Feuerökosystemen bleibt meistens offen, welchen Anteil Feuer, Tier oder Mensch an der Entstehungsgeschichte haben.

Nicht zonale Pflanzenformationen

Im Vordergrund ein azonales Feuchtbiotop, im Mittelgrund die zonale Taiga und im Hintergrund extrazonale Tundra und Felsregion der Alaska Range

Nicht alle beobachteten Pflanzenvorkommen lassen sich mit dem Konzept der Vegetationszonen in Übereinstimmung bringen: Gelegentlich sind an einem Standort außergewöhnliche äußere Bedingungen wirksam, die eine azonale bzw. extrazonale Vegetation entstehen lassen. Besonders auffällig trifft das auf die extrazonale Vegetation der Gebirge zu.

Hauptartikel: Höhenstufe (Ökologie)

Hinzu kommen weitere nicht zonale Formationen wie Riedflächen in Flussauen, Salzwiesen an den Küsten, Salzseen und einige mehr.

Die heutige räumliche Verteilung der Pflanzen spiegelt auch die geologische Entwicklung der Kontinente wider. Diese unterschiedliche Entwicklungsgeschichte der Pflanzen in voneinander getrennten Gebieten wird durch die Florenreiche – nicht durch Vegetationszonen! – erfasst.

Verschiebung durch Epochen des Klimawandels

Mögliche Verteilung der Vegetationszonen während des letzteiszeitlichen Maximums

Die heute vorliegenden Vegetationszonen waren auf der Nordhalbkugel der Erde (primär beiderseits des Atlantiks) während des Klimawechsels der Eiszeit weit nach Süden verschoben. Der Verlauf der Vegetationsgürtel und deren Rückverlagerung in ihre heutige postglaziale Position hatte entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Menschheit in Richtung Neolithikum.

Die derzeit stattfindende, vom Menschen verursachte globale Erwärmung wird zweifellos im Laufe der kommenden Jahrzehnte zu einer erneuten Verschiebung der Klima- und Vegetationszonen führen. In der Regel wird es sich um eine Nordverschiebung (bzw. Höhenverschiebung der Höhenstufen) handeln.

Die folgende Karte „Vegetationszonen und nicht zonale Pflanzenformationen“ zeigt sehr detailliert 26 abgrenzbare Vegetationszonen und 14 nicht zonale Groß-Pflanzenformationen der Erde.

(weitgehend flächentreue Eckert VI-Kartenprojektion)
Eisschilde u. Gletscher Immergrüner borealer Nadelwald Winterkalte Halbwüsten Trockensavannen
Kältewüste Außerboreale Gebirgsnadelwälder Winterkalte Wüsten Dornstrauch- u. Kakteensavannen
Flechten- u. Moostundra Gemäßigte Küsten-Regenwälder Hartlaubvegetation Tropische Trockenwälder
Zwergstrauch- u. Wiesentundra Laub- u. Nadelmischwälder Heiße Halbwüsten Regengrüne Feuchtsavannen
Bergtundra, alpine Matten u. Heiden Gemäßigte Laub- u. Auenwälder Heiße Wüsten Trop. u.ʅ subtrop. Regengrüne Feuchtwälder
Subpolare Wiesen, Heiden u. Moore Gemischte Waldsteppen Trop. u. subtr. Hochlandsteppen Trop. u.ʅ subtrop. Regenwälder
Laubholz Waldtundra u. boreale Auen Grassteppen u. ä., Salzwiesen Subtropische Bergwälder Tropische Wolken- u. Nebelwälder
Nadelholz Waldtundra Strauch- u. Trockensteppen Subtropische Feuchtwälder Riedsümpfe u. flutende Wasserpflanzen
Sommergrüner borealer Nadelwald ::: = vegetationslose Wüstenregionen :¤: = Oasenvegetation ••• = Mangrovenküsten
= Gebirgszüge
Klicken Sie hier, um eine große, „frei verschiebbare“ Kartenansicht mit gleichzeitig sichtbarer Legende zu erhalten:

Vom Nordpol zum Äquator finden sich heute folgende grundlegende Vegetationszonen in den entsprechenden Klimazonen:

  1. Polarklimate (ca. 16 %) mit den Eisschilden (ca. 9 %), den nahezu vollkommen vegetationslosen polaren Kältewüsten (ca. 1 %) und den Tundren (ca. 5 %), die auf der Karte noch einmal in zwei verschiedene Typen untergliedert sind. Während ca. 80 % der Eisschilde auf die Antarktis der Südhalbkugel entfallen, liegen 99 % der Tundren in der nordischen Arktis. Weitere Eisgebiete (Gletscher, ca. 0,2 %) und vegetationsfreie Kältewüsten (ca. 1 %) liegen außerhalb der Polargebiete (extrazonal) in den Hochgebirgen der Erde. Aufgrund der Ähnlichkeiten der Pflanzendecke fasst die Karte die extrazonalen alpinen Matten und Heiden anderer Klimazonen mit der nordischen Bergtundra (ca. 2 %) zusammen. Die beiden jeweils extrazonalen Typen der insgesamt zonalen Waldtundren und die azonalen subpolaren Wiesen, Heiden und Moore (ca. 3 %) der Subarktis leiten zu den borealen Wäldern über (bis auf die „Magellan-Tundra“ des südlichsten Südamerikas).
  2. Kaltgemäßigte boreale Nadelwaldzone (ca. 9 %) mit den jeweils azonalen immergrünen Nadelwäldern (ca. 6 %) und den sommergrünen (Lärchen)-Nadelwäldern Ostsibiriens (ca. 3 %), die ebenfalls nur auf der Nordhalbkugel vorkommen.
  3. Kühlgemäßigte Klimazone (ca. 19 %): Die Winter sind hier milder und kürzer als weiter polwärts, die Länge der Vegetationsperiode steigt entsprechend. Die Vegetation wird hier entscheidend durch die Verfügbarkeit von Wasser, also der Menge und Häufigkeit der Niederschläge bzw. durch die Entfernung vom Meer geprägt. Man kann daher innerhalb der kühlgemäßigten Zone drei Bereiche unterscheiden:
    1. Zone der winterkahlen und sommergrünen Laub- und Nadelmischwälder (ca. 7 %), in der Wasser nicht zum Mangelfaktor wird, also ganzjährig verfügbar ist. Im Übergang von den borealen Wäldern sind sie häufig als Laub- und Nadelmischwälder (ca. 2 %) ausgeprägt. Die bewaldeten Flussauen der gemäßigten Laub- und Auenwälder (ca. 6 %) reichen mit ihren sommergrünen Gehölzen an den Flüssen noch weit in die Steppenzone hinein. Wälder mit immergrünen Laubbäumen am Südrand der gemäßigten Zone werden in der Regel mit zu den Sommergrünen Laubwäldern gerechnet. Unter hochozeanischen Bedingungen entstehen immergrüne gemäßigte Küstenregenwälder (ca. 0,5 %), wie z. B. an der amerikanischen Westküste (British Columbia und Chile). Ihre Zuordnung zu den Zonen oder extrazonalen Formationen ist uneinheitlich.
    2. Zone der Steppen (und subtropischen Grasländer) (ca. 8 %), die hier in die Gemischten Waldsteppen (ca. 2 %), Grassteppen, subtropische Grasländer und Salzwiesen (ca. 2 %) sowie Strauch- u. Trockensteppen (ca. 4 %) untergliedert sind. (Die mit aufgeführten Salzwiesen stellen eine nicht zonale Pflanzenformation geringer Fläche dar, die nur aufgrund ihres steppenartigen Charakters mit den Grassteppen zusammengefasst wurde. Klimatisch zonal, jedoch anthropogen oder aufgrund besonderer historischer Verhältnisse entstanden sind die Grasländer der immerfeuchten Subtropen, die ebenfalls einen steppenähnlichen Charakter aufweisen).
    3. Zone der winterkalten Halbwüsten und Wüsten (ca. 3 %) im Inneren der Kontinente mit starken Wärme-Kälte-Extremen und sehr wenig Niederschlag. Hier ist – wie in der Tundra – kein Baumwachstum möglich. Der größere Anteil entfällt in der Nordhemisphäre auf die Halbwüsten (ca. 2 %). Von den winterkalten Wüsten (ca. 1 %) ist etwa die Hälfte nahezu vegetationslos. Diese extrem lebensfeindlichen Gebiete liegen zu rund 95 % in Zentralasien.
  4. Subtropische Klimazone (ca. 19 %)
    1. Zone der immergrünen Hartlaubvegetation (ca. 2 %) (vor allem an der Westseite der Kontinente). Diese Zone liegt unter dem Einfluss zyklonaler Westwinde, im Sommer jedoch auch unter dem Einfluss subtropischer Hochdruckzonen. (Das Gebiet der Hartlaubwälder um das Mittelmeer wird manchmal auch als mediterrane Zone bezeichnet).
    2. Zone der (vorwiegend) subtropischen (heißen) Halbwüsten und Wüsten (ca. 14 %) (extrem arides Klima). Im Gegensatz zu den winterkalten Wüsten und Halbwüsten ist hier der Anteil der Halbwüsten abgesehen von Australien überall geringer (ca. 6 %). Von den heißen Wüsten (ca. 9 %) ist etwa ein Viertel nahezu vegetationslos. Rund 60 % dieser unwirtlichen Gebiete liegen in der Sahara, rund 30 % in den sich anschließenden Wüstengebieten Vorderasiens. Von den australischen Wüstengebieten ist nur ca. 1 % vollkommen vegetationslos.
    3. Zone der subtropischen Feuchtwälder oder Lorbeerwälder. (ca. 2 %) Das sind immergrüne Laubwälder warm-feuchter Klimate (häufig an der Ostseite der Kontinente mit kräftigen Monsun­regen im Sommer und hohen Temperaturen; außerdem bei sommertrocken-winterfeuchtem Klima, wenn eine regelmäßige Wolkenbildung die Sommertrockenheit abschwächt.)
    4. Einige wenige Regengrüne Feuchtwälder sowie Regenwälder der tropischen Zone reichen bis in die Subtropen und sind dort nur wenig anders ausgeprägt. Sie werden daher manchmal separat als Subtropischer Regenwald ausgewiesen. (zusammen ca. 0,4 %)
  5. Tropische Klimazone (ca. 30 %)
    1. Zone der trockenkahlen (sommergrünen) sowie der teil-immergrünen Savannen (ca. 13 %), die von den Trockensavannen (ca. 3 %) über die Dornstrauch- und Kakteensavannen (ca. 5 %) bis zu den regengrünen Feuchtsavannen (ca. 5 %) einen großen Teil der Tropen einnehmen.
    2. Zone der regengrünen Feuchtwälder (ca. 3 %), die von den Savannen zu den Tropischen Regenwäldern überleiten und zum Teil aus saisonal laubabwerfenden Bäumen bestehen.
    3. Zone der Tropischen Trockenwälder (ca. 4 %), in denen es zu ausgedehnten Dürreperioden kommt.
    4. Zone der immergrünen tropischen Regenwälder (ca. 9 %).

Bei allen anderen Gebieten der Karte: Gemäßigte und subtropische Bergwälder sowie tropische Wolken und Nebelwälder bis hinauf zur subalpinen Baumgrenze (jeweils ca. 1 %), Hochlandsteppen (ca. 1 % – vorwiegend im Tibetischen Hochland und in den Hochanden), Riedsümpfe und flutende Wasserpflanzen (ca. 0,5 %), Oasen­vegetation (größere Flächen ausschließlich in der Sahara, hier ca. 2 %) und Mangroven­küsten handelt es sich um weitere nicht zonale Pflanzenformationen.

Auf der Südhalbkugel der Erde folgen die Zonen Nr. 7–3 und 1 also in umgekehrter Reihenfolge. Die Zone (2), in der Nordhalbkugel von borealem Nadelwald bedeckt, liegt auf der Südhalbkugel weitestgehend in dem durch die Ozeane bedeckten Streifen und fehlt an Land.

  • Anton Fischer: Forstliche Vegetationskunde. Blackwell, Berlin, Wien u. a. 1995, ISBN 3-8263-3061-7.
  • R. Pott: Allgemeine Geobotanik. Berlin / Heidelberg 2005, ISBN 3-540-23058-0, S. 353–398.
  • M. Richter: Vegetationszonen der Erde. Klett-Perthes-Verlag, Gotha 2001, ISBN 3-623-00859-1.
  • Martin Schaefer: Wörterbuch der Ökologie. 4. Auflage. Spektrum, Berlin 2003, ISBN 3-8274-0167-4.
  • J. Schmithüsen (Hrsg.) Atlas zur Biogeographie. Meyers großer physischer Weltatlas, Band 3. Bibliographisches Institut, Mannheim / Wien / Zürich 1976, ISBN 3-411-00303-0.
Wiktionary: Vegetationszone – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  1. Richard Pott: Allgemeine Geobotanik. Springer, Berlin / Heidelberg 2005, ISBN 3-540-23058-0.
  2. Dieter Heinrich, Manfred Hergt: dtv-Atlas zur Ökologie. 3. Auflage. Dt. Taschenbuch-Verlag, München 1994, ISBN 3-423-03228-6 (dtv 3228).
  3. Jörg S. Pfadenhauer und Frank A. Klötzli: Vegetation der Erde. Springer Spektrum, Berlin/Heidelberg 2014, ISBN 978-3-642-41949-2. S. 73.
  4. Global Ecological Zoning for the global forest resources assessment 2000. Rom 2001
  5. J. Schmithüsen (Hrsg.): Atlas zur Biogeographie. Meyers großer physischer Weltatlas, Band 3, Bibliographisches Institut, Mannheim, Wien, Zürich 1976. ISBN 3-411-00303-0.
  6. Tabelle nach Schultz, 2000, S. 45–46 und Post u. a., 1982 in: Schultz, 2000, S. 35.
  7. Die Bezeichnungen und Anteile wurden bei der Anfertigung der Karte Vegetationszonen ermittelt, tabellarisch aufgelistet und umfangreich verifiziert. Quellen siehe dort
Normdaten (Sachbegriff): GND:4078754-0(OGND, AKS)

Vegetationszone Grossraum in dem eine naturliche Vegetation vorkommt Sprache Beobachten Bearbeiten Dieser Artikel behandelt grossklimatische Zonen zu Vegetationsstufen der Gebirge siehe Hohenstufe Okologie Vegetationszone auch Florenzone jedoch nicht Florenreich nennt man einen Ausschnitt der irdischen Landflache nach der grosstmoglichen Zusammenfassung ahnlicher naturlich entstandener Pflanzenformationen etwa grossflachig landschaftspragende Wald oder Offenlandtypen die gleichartige klimatische Bedingungen benotigen und aufgrund der geographischen Breite ihres Vorkommens einer bestimmten thermischen Klimazone zugeordnet werden konnen Vegetationszonen der Erde ca 30 Raume mit ahnlichem Pflanzenbewuchs Bei dieser Festlegung ist es unerheblich ob es sich um nah verwandte Arten konkreter Pflanzengesellschaften handelt oder nicht Die verwandtschaftlichen Beziehungen aufgrund einer gemeinsamen Evolution der Pflanzenwelt werden geographisch als Florenreiche bezeichnet Entscheidend fur die Vegetationszonen sind stattdessen ahnliche Anpassungsstrategien unterschiedlicher Arten an das vorherrschende Klima Demnach spiegeln die Vegetationszonen im engeren Sinne die Klimazonen der Erde wider die von den Tropen bis zu den beiden polaren Zonen wie Gurtel um die Erde liegen Im Gegensatz zu den sehr ahnlichen Klimazonenkarten der sogenannten Effektiven Klimaklassifikation basieren Vegetationszonen Modelle jedoch mehr auf Beobachtungsdaten als auf Messwerten 1 2 Ware die gesamte Erde eine vollkommen ebene Landmasse ohne Meere und Gebirge wurden die Klima und Vegetationszonen vollig geradlinig und parallel um die Erde herum verlaufen In der Realitat haben jedoch insbesondere die Meere als Hauptquelle der Niederschlagsverteilung einen grossen Einfluss auf das Klima und sorgen fur einen unregelmassigeren Zonenverlauf Dementsprechend weicht auch die Vegetation von der breitenzonalen Linienfuhrung ab und ist entweder mehr ozeanisch oder mehr kontinental gepragt Jedoch weisen nicht alle Modelle der Vegetationszonen diese Unterschiede auf Innerhalb der Zonen oder zonenubergreifend gibt es eine von der Hohe abhangige Vegetation siehe Hohenstufe sodass die Obergrenze der zonalen Vegetation je nach den lokalen Klimaverhaltnissen zwischen 500 bis 1500 Meter uber dem Meeresspiegel liegt 3 Inhaltsverzeichnis 1 Abgrenzung des Begriffes 2 Grundlagen und Grenzziehungsproblematik 2 1 Vegetation 2 2 Klima 2 3 Feuer 2 4 Nicht zonale Pflanzenformationen 2 5 Verschiebung durch Epochen des Klimawandels 3 Die Vegetationszonen der Erde 4 Siehe auch 5 Literatur 6 Weblinks 7 EinzelnachweiseAbgrenzung des Begriffes BearbeitenBei den Vegetationszonen handelt es sich um das klassische Zonale Modell der Biogeographie das bereits Anfang des 18 Jahrhunderts ausgearbeitet wurde Einzelheiten zur Wissenschaftsgeschichte siehe unter Geozone Im Gegensatz zu den jungeren Konzepten der Zonobiome oder der Okozonen ist es starker auf die Vegetation als auf das Klima bezogen In der Literatur werden diese und weitere Bezeichnungen allerdings haufig gleichbedeutend verwendet Man kann jedoch in der Regel an der Zahl der unterschiedenen Zonen und Formationen erkennen um welches Modell es sich handelt Werden mehr als 20 verschiedenen Typen unterschieden sind Vegetationszonen dargestellt selbst wenn die Begrifflichkeit manchmal etwas anderes suggeriert Ein gutes Beispiel sind die Ecozones der FAO 4 siehe Karte im Artikel Landschaftszone die nicht mit dem deutschen Modell der Okozonen verwechselt werden sollten Grundlagen und Grenzziehungsproblematik BearbeitenVegetation Bearbeiten Ausgangspunkt fur die Einteilung der Zonen ist immer die potentielle naturliche oder Klimaxvegetation die sich ohne den Einfluss des Menschen in einem abgrenzbaren Gebiet entwickeln wurde Kulturraumliche Aspekte die beim Okozonen Modell in Massen mit einfliessen sind hier nicht relevant Zur Festlegung der Zonen fasst man benachbarte Pflanzenstandorte mit engen Wechselbeziehungen zu grosseren Einheiten den Pflanzenformationen zusammen Anschliessend werden die Formationen der gleichen Klimazone zu noch grosseren Grossformationen zusammengefasst Hier liegen die Gemeinsamkeiten vor allem in ahnlichen Anpassungsstrategien der Leitvegetation an das vorherrschende Klima Je nach Bedarf erfolgt noch eine weitere Zusammenfassung um schlussendlich zu einer Vegetationszone zu gelangen Das Standardwerk Atlas zur Biogeographie von Schmithusen 5 weist in den Kontinentkarten 154 verschiedene Pflanzenformationen auf die auf der Weltkarte zu 30 zonalen Biomtypen verschmolzen wurden Schritt Komponenten zusammengefasst zu1 Biotope Verschiedene Buchenwaldtypen Europas Bach und Flussauen eingestreute Gewasser und Moore usw Pflanzenformation Sommergrune Buchenwalder Europas 2 ahnliche Walder Nordamerikas u Asiens Pflanzenformation Sommergrune Walder der Nordhalbkugel 3 ahnliche Walder der Sudhalbkugel Pflanzenformation Sommergrune Laubwalder der gemassigten Klimazone 4 Pflanzenformation Immergrune gemassigte Laubwalder Vegetationszone Laubwalder der gemassigten Zone Das vorgenannte Verfahren fuhrt zwangslaufig bei jedem Schritt der Zusammenfassung und aufgrund des grossen Massstabes zu einer erheblichen gewollten Vereinfachung des Kartenbildes Generalisierung Hinzu kommt die grundsatzliche Problematik der notwendigen kunstlichen Grenzziehung zwischen Pflanzenformationen die in der Realitat naturlich fliessend ineinander ubergehen Naheres dazu siehe unter Landschaftszone Klima Bearbeiten Die von Norden nach Suden gegliederte Abfolge unterschiedlicher Klimate geht auf die Kugelgestalt der Erde zuruck und ist die Grundlage aller geozonaler Modelle Das Klima nimmt Einfluss auf alle anderen Elemente eines Okosystems und steht in der Reihe der ausseren Einflussfaktoren an erster Stelle Moderne Zonenkonzepte verwenden die effektive Klimaklassifikation die Daten zum Jahresgang der Temperaturen und von der Haufigkeit der Verteilung und der Menge der Niederschlage bereitstellt Aus diesen klimatischen Einflussfaktoren lassen sich bereits die wichtigsten Pflanzenformationen und Biom typen ableiten 6 Monate mit Mitteltemperatur gt 10 C Jahresniederschlag mm bis 125 bis 250 bis 500 bis 1000 bis 2000 uber 20000 Flechtentundra Zwergstrauchtundra Wiesentundra1 bis 4 Sommergruner Nadelwald Immergruner Nadelwald Sommergruner Laubwald5 bis 7 Wuste Wustensteppe Steppe Sommergruner Laubwald Gemassigter Regenwald8 bis 12 Wuste Halbwuste Dornsteppe Hartlaubvegetation Subtropischer Regenwald12 Wuste Halbwuste Dornsavanne Trockensavanne Feuchtsavanne Tropischer Regenwald Neben der Abfolge von Nord nach Sud gibt es einen Gradienten vom Rand zur Mitte der Kontinente In der Nahe der Ozeane ist das Klima ausgeglichener und feuchter Meeresklima die Temperaturen werden von der Temperatur des angrenzenden Wassers beeinflusst Im Innern der Kontinente ist es trockener und die Temperatur schwankt im Jahresverlauf viel starker kontinentales Klima Feuer Bearbeiten Hauptartikel Feuerklimax Sowohl Feucht und Trockensavannen als auch Hartlaub Buschland sind sogenannte Feuerlandschaften da sie auf waldfahigen Standorten wachsen Sie weisen die gleichen klimatischen Voraussetzungen wie tropische Trockenwalder und subtropische Hartlaubwalder auf die Sukzession wird jedoch durch regelmassig haufige Feuer immer wieder unterbrochen sodass es zu der ungewohnlichen Koexistenz von feuerresistenten Baumen und schnellwachsenden flachendeckenden Grasern und oder Strauchern kommen kann Viele Pflanzen gehoren hier zu den Pyrophyten die vom Feuer in irgendeiner Weise gefordert werden Uberdies bilden grasreiche offene Feuerlandschaften mit ihren nahrstoffreichen Pflanzen hervorragende Bedingungen fur grosse Herden von Pflanzenfressern oder Weidevieh Tatsachlich wurden Teile einiger Zonen seit Jahrtausenden anthropogen verandert ebenfalls durch Feuer fur Jagden oder Beweidung Ein bekanntes Beispiel sind der Campo in Sudamerika und das Highveld Grasland in Sudafrika die beide potenziell zum Lorbeerwald Biom gehoren jedoch bereits seit der Vorgeschichte subtropische Graslander sind Dennoch werden sie vegetationsgeographisch im Allgemeinen als naturliche Formen angesehen Bei den Feuerokosystemen bleibt meistens offen welchen Anteil Feuer Tier oder Mensch an der Entstehungsgeschichte haben Nicht zonale Pflanzenformationen Bearbeiten Im Vordergrund ein azonales Feuchtbiotop im Mittelgrund die zonale Taiga und im Hintergrund extrazonale Tundra und Felsregion der Alaska Range Nicht alle beobachteten Pflanzenvorkommen lassen sich mit dem Konzept der Vegetationszonen in Ubereinstimmung bringen Gelegentlich sind an einem Standort aussergewohnliche aussere Bedingungen wirksam die eine azonale bzw extrazonale Vegetation entstehen lassen Besonders auffallig trifft das auf die extrazonale Vegetation der Gebirge zu Hauptartikel Hohenstufe Okologie Hinzu kommen weitere nicht zonale Formationen wie Riedflachen in Flussauen Salzwiesen an den Kusten Salzseen und einige mehr Die heutige raumliche Verteilung der Pflanzen spiegelt auch die geologische Entwicklung der Kontinente wider Diese unterschiedliche Entwicklungsgeschichte der Pflanzen in voneinander getrennten Gebieten wird durch die Florenreiche nicht durch Vegetationszonen erfasst Verschiebung durch Epochen des Klimawandels Bearbeiten Mogliche Verteilung der Vegetationszonen wahrend des letzteiszeitlichen Maximums Die heute vorliegenden Vegetationszonen waren auf der Nordhalbkugel der Erde primar beiderseits des Atlantiks wahrend des Klimawechsels der Eiszeit weit nach Suden verschoben Der Verlauf der Vegetationsgurtel und deren Ruckverlagerung in ihre heutige postglaziale Position hatte entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Menschheit in Richtung Neolithikum Die derzeit stattfindende vom Menschen verursachte globale Erwarmung wird zweifellos im Laufe der kommenden Jahrzehnte zu einer erneuten Verschiebung der Klima und Vegetationszonen fuhren In der Regel wird es sich um eine Nordverschiebung bzw Hohenverschiebung der Hohenstufen handeln Siehe auch Verschiebung der biogeographischen Zonen durch den Klimawandel im Artikel LandschaftszoneDie Vegetationszonen der Erde BearbeitenDie folgende Karte Vegetationszonen und nicht zonale Pflanzenformationen zeigt sehr detailliert 26 abgrenzbare Vegetationszonen und 14 nicht zonale Gross Pflanzenformationen der Erde weitgehend flachentreue Eckert VI Kartenprojektion Eisschilde u Gletscher Immergruner borealer Nadelwald Winterkalte Halbwusten Trockensavannen Kaltewuste Ausserboreale Gebirgsnadelwalder Winterkalte Wusten Dornstrauch u Kakteensavannen Flechten u Moostundra Gemassigte Kusten Regenwalder Hartlaubvegetation Tropische Trockenwalder Zwergstrauch u Wiesentundra Laub u Nadelmischwalder Heisse Halbwusten Regengrune Feuchtsavannen Bergtundra alpine Matten u Heiden Gemassigte Laub u Auenwalder Heisse Wusten Trop u ʅ subtrop Regengrune Feuchtwalder Subpolare Wiesen Heiden u Moore Gemischte Waldsteppen Trop u subtr Hochlandsteppen Trop u ʅ subtrop Regenwalder Laubholz Waldtundra u boreale Auen Grassteppen u a Salzwiesen Subtropische Bergwalder Tropische Wolken u Nebelwalder Nadelholz Waldtundra Strauch u Trockensteppen Subtropische Feuchtwalder Riedsumpfe u flutende Wasserpflanzen Sommergruner borealer Nadelwald vegetationslose Wustenregionen Oasenvegetation Mangrovenkusten Gebirgszuge Klicken Sie hier um eine grosse frei verschiebbare Kartenansicht mit gleichzeitig sichtbarer Legende zu erhalten Vom Nordpol zum Aquator finden sich heute folgende grundlegende Vegetationszonen in den entsprechenden Klimazonen 7 Polarklimate ca 16 mit den Eisschilden ca 9 den nahezu vollkommen vegetationslosen polaren Kaltewusten ca 1 und den Tundren ca 5 die auf der Karte noch einmal in zwei verschiedene Typen untergliedert sind Wahrend ca 80 der Eisschilde auf die Antarktis der Sudhalbkugel entfallen liegen 99 der Tundren in der nordischen Arktis Weitere Eisgebiete Gletscher ca 0 2 und vegetationsfreie Kaltewusten ca 1 liegen ausserhalb der Polargebiete extrazonal in den Hochgebirgen der Erde Aufgrund der Ahnlichkeiten der Pflanzendecke fasst die Karte die extrazonalen alpinen Matten und Heiden anderer Klimazonen mit der nordischen Bergtundra ca 2 zusammen Die beiden jeweils extrazonalen Typen der insgesamt zonalen Waldtundren und die azonalen subpolaren Wiesen Heiden und Moore ca 3 der Subarktis leiten zu den borealen Waldern uber bis auf die Magellan Tundra des sudlichsten Sudamerikas Kaltgemassigte boreale Nadelwaldzone ca 9 mit den jeweils azonalen immergrunen Nadelwaldern ca 6 und den sommergrunen Larchen Nadelwaldern Ostsibiriens ca 3 die ebenfalls nur auf der Nordhalbkugel vorkommen Kuhlgemassigte Klimazone ca 19 Die Winter sind hier milder und kurzer als weiter polwarts die Lange der Vegetationsperiode steigt entsprechend Die Vegetation wird hier entscheidend durch die Verfugbarkeit von Wasser also der Menge und Haufigkeit der Niederschlage bzw durch die Entfernung vom Meer gepragt Man kann daher innerhalb der kuhlgemassigten Zone drei Bereiche unterscheiden Zone der winterkahlen und sommergrunen Laub und Nadelmischwalder ca 7 in der Wasser nicht zum Mangelfaktor wird also ganzjahrig verfugbar ist Im Ubergang von den borealen Waldern sind sie haufig als Laub und Nadelmischwalder ca 2 ausgepragt Die bewaldeten Flussauen der gemassigten Laub und Auenwalder ca 6 reichen mit ihren sommergrunen Geholzen an den Flussen noch weit in die Steppenzone hinein Walder mit immergrunen Laubbaumen am Sudrand der gemassigten Zone werden in der Regel mit zu den Sommergrunen Laubwaldern gerechnet Unter hochozeanischen Bedingungen entstehen immergrune gemassigte Kustenregenwalder ca 0 5 wie z B an der amerikanischen Westkuste British Columbia und Chile Ihre Zuordnung zu den Zonen oder extrazonalen Formationen ist uneinheitlich Zone der Steppen und subtropischen Graslander ca 8 die hier in die Gemischten Waldsteppen ca 2 Grassteppen subtropische Graslander und Salzwiesen ca 2 sowie Strauch u Trockensteppen ca 4 untergliedert sind Die mit aufgefuhrten Salzwiesen stellen eine nicht zonale Pflanzenformation geringer Flache dar die nur aufgrund ihres steppenartigen Charakters mit den Grassteppen zusammengefasst wurde Klimatisch zonal jedoch anthropogen oder aufgrund besonderer historischer Verhaltnisse entstanden sind die Graslander der immerfeuchten Subtropen die ebenfalls einen steppenahnlichen Charakter aufweisen Zone der winterkalten Halbwusten und Wusten ca 3 im Inneren der Kontinente mit starken Warme Kalte Extremen und sehr wenig Niederschlag Hier ist wie in der Tundra kein Baumwachstum moglich Der grossere Anteil entfallt in der Nordhemisphare auf die Halbwusten ca 2 Von den winterkalten Wusten ca 1 ist etwa die Halfte nahezu vegetationslos Diese extrem lebensfeindlichen Gebiete liegen zu rund 95 in Zentralasien Subtropische Klimazone ca 19 Zone der immergrunen Hartlaubvegetation ca 2 vor allem an der Westseite der Kontinente Diese Zone liegt unter dem Einfluss zyklonaler Westwinde im Sommer jedoch auch unter dem Einfluss subtropischer Hochdruckzonen Das Gebiet der Hartlaubwalder um das Mittelmeer wird manchmal auch als mediterrane Zone bezeichnet Zone der vorwiegend subtropischen heissen Halbwusten und Wusten ca 14 extrem arides Klima Im Gegensatz zu den winterkalten Wusten und Halbwusten ist hier der Anteil der Halbwusten abgesehen von Australien uberall geringer ca 6 Von den heissen Wusten ca 9 ist etwa ein Viertel nahezu vegetationslos Rund 60 dieser unwirtlichen Gebiete liegen in der Sahara rund 30 in den sich anschliessenden Wustengebieten Vorderasiens Von den australischen Wustengebieten ist nur ca 1 vollkommen vegetationslos Zone der subtropischen Feuchtwalder oder Lorbeerwalder ca 2 Das sind immergrune Laubwalder warm feuchter Klimate haufig an der Ostseite der Kontinente mit kraftigen Monsun regen im Sommer und hohen Temperaturen ausserdem bei sommertrocken winterfeuchtem Klima wenn eine regelmassige Wolkenbildung die Sommertrockenheit abschwacht Einige wenige Regengrune Feuchtwalder sowie Regenwalder der tropischen Zone reichen bis in die Subtropen und sind dort nur wenig anders ausgepragt Sie werden daher manchmal separat als Subtropischer Regenwald ausgewiesen zusammen ca 0 4 Tropische Klimazone ca 30 Zone der trockenkahlen sommergrunen sowie der teil immergrunen Savannen ca 13 die von den Trockensavannen ca 3 uber die Dornstrauch und Kakteensavannen ca 5 bis zu den regengrunen Feuchtsavannen ca 5 einen grossen Teil der Tropen einnehmen Zone der regengrunen Feuchtwalder ca 3 die von den Savannen zu den Tropischen Regenwaldern uberleiten und zum Teil aus saisonal laubabwerfenden Baumen bestehen Zone der Tropischen Trockenwalder ca 4 in denen es zu ausgedehnten Durreperioden kommt Zone der immergrunen tropischen Regenwalder ca 9 Bei allen anderen Gebieten der Karte Gemassigte und subtropische Bergwalder sowie tropische Wolken und Nebelwalder bis hinauf zur subalpinen Baumgrenze jeweils ca 1 Hochlandsteppen ca 1 vorwiegend im Tibetischen Hochland und in den Hochanden Riedsumpfe und flutende Wasserpflanzen ca 0 5 Oasen vegetation grossere Flachen ausschliesslich in der Sahara hier ca 2 und Mangroven kusten handelt es sich um weitere nicht zonale Pflanzenformationen Auf der Sudhalbkugel der Erde folgen die Zonen Nr 7 3 und 1 also in umgekehrter Reihenfolge Die Zone 2 in der Nordhalbkugel von borealem Nadelwald bedeckt liegt auf der Sudhalbkugel weitestgehend in dem durch die Ozeane bedeckten Streifen und fehlt an Land Siehe auch BearbeitenGeographischer Formenwandel Wildnis Anthropogene Landschaft LandnutzungLiteratur BearbeitenAnton Fischer Forstliche Vegetationskunde Blackwell Berlin Wien u a 1995 ISBN 3 8263 3061 7 R Pott Allgemeine Geobotanik Berlin Heidelberg 2005 ISBN 3 540 23058 0 S 353 398 M Richter Vegetationszonen der Erde Klett Perthes Verlag Gotha 2001 ISBN 3 623 00859 1 Martin Schaefer Worterbuch der Okologie 4 Auflage Spektrum Berlin 2003 ISBN 3 8274 0167 4 J Schmithusen Hrsg Atlas zur Biogeographie Meyers grosser physischer Weltatlas Band 3 Bibliographisches Institut Mannheim Wien Zurich 1976 ISBN 3 411 00303 0 Weblinks Bearbeiten Wiktionary Vegetationszone Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme UbersetzungenEinzelnachweise Bearbeiten Richard Pott Allgemeine Geobotanik Springer Berlin Heidelberg 2005 ISBN 3 540 23058 0 Dieter Heinrich Manfred Hergt dtv Atlas zur Okologie 3 Auflage Dt Taschenbuch Verlag Munchen 1994 ISBN 3 423 03228 6 dtv 3228 Jorg S Pfadenhauer und Frank A Klotzli Vegetation der Erde Springer Spektrum Berlin Heidelberg 2014 ISBN 978 3 642 41949 2 S 73 Global Ecological Zoning for the global forest resources assessment 2000 Rom 2001 J Schmithusen Hrsg Atlas zur Biogeographie Meyers grosser physischer Weltatlas Band 3 Bibliographisches Institut Mannheim Wien Zurich 1976 ISBN 3 411 00303 0 Tabelle nach Schultz 2000 S 45 46 und Post u a 1982 in Schultz 2000 S 35 Die Bezeichnungen und Anteile wurden bei der Anfertigung der Karte Vegetationszonen ermittelt tabellarisch aufgelistet und umfangreich verifiziert Quellen siehe dortVegetationszonen und nicht zonale Biome Walder Tropischer Regenwald Subtropischer Regenwald Wolken und Nebelwald Mangrovenwald Monsunwald Lorbeerwald Gemassigter Regenwald Sommergruner Laubwald Laub und Nadelmischwald Bergwald Borealer Nadelwald Ubergangsbiome Tropisch Subtropischer Trockenwald Feuchtsavanne Oase Hartlaubvegetation Waldsteppe Waldtundra Offenland Trockensavanne Dornstrauchsavanne Heisse Halbwuste und Wuste Winterkalte Halbwuste und Wuste Steppe Hochland Wustensteppe Salzwiese Tundra Kaltewuste Normdaten Sachbegriff GND 4078754 0 OGND AKS Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Vegetationszone amp oldid 222690895, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

buch

, bücher, bibliothek,

artikel

, lesen, herunterladen, kostenlos, kostenloser herunterladen, MP3, Video, MP4, 3GP, JPG, JPEG, GIF, PNG, Bild, Musik, Lied, Film, Buch, Spiel, Spiele