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Vavilovia formosa ist die einzige Pflanzenart der Gattung Vavilovia, die zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae) gehört. Sie ist in Vorderasien beheimatet.

Vavilovia formosa

Vavilovia formosa

Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Fabeae
Gattung: Vavilovia
Art: Vavilovia formosa
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Vavilovia
Fed.
Wissenschaftlicher Name der Art
Vavilovia formosa
(Steven) Fed.

Inhaltsverzeichnis

Vegetative Merkmale

Vavilovia formosa ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Sie bildet lange unterirdische Rhizome als Überdauerungsorgane und lange Wurzeln. Die sich 5 bis 15 cm über den Grund erhebenden, ausgebreiteten oder kriechenden Stängel sind dünn, nicht kantig und kahl.

Die wechselständigen, gestielten Laubblätter sind paarig gefiedert mit nur einem Fiederblattpaar. Die zwei breiten Fiederblättchen sind keil- bis fast kreisförmig, dick, mit einer kahlen Oberfläche und einem glatten Rand. Bei einigen Populationen besitzen die Fiederblättchen eine kielförmige Basis – dies wurde einige Zeit zum Abgrenzen einer zweiten Art (Vavilovia aucheri(Jaub. & Spach) Fed.) genutzt. Das Laubblatt endet nicht mit einer Ranke, im Gegensatz zu vielen verwandten Arten der Tribus Fabeae. Die kleinen, fast pfeilförmigen Nebenblätter sind nicht mit dem Blattstiel verwachsen.

Generative Merkmale

Die Blüten stehen meist einzeln in den Blattachseln auf einem Blütenstandsschaft. Es sind kleine, unauffällige Tragblätter, aber keine Deckblätter vorhanden.

Die großen, attraktiven, zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind glockenförmig verwachsen mit fast gleichen schmal dreieckigen Kelchzähnen. Die Blütenkrone besitzt den typischen Aufbau einer Schmetterlingsblüte. Die fünf Kronblätter sind rosa- bis purpurfarben. Die kurz und breit genagelte Fahne ist meist länglich. Die Flügel sind sichelförmig oder länglich. Das Schiffchen ist kürzer als die Flügel, nicht kammförmig und manchmal weiß. Die zehn Staubblätter sind alle oder nur neun untereinander verwachsen. Die Staubbeutel sind kahl und glatt. Es wird eine Bestäubung durch Insekten vermutet, dazu fehlen aber Daten.

Die mit einer Länge von 2 bis 3,5 cm lineal-längliche Hülsenfrucht öffnet sich und enthält drei bis fünf Samen. Die kugeligen bis eiförmigen Samen sind glatt, meist mit dunklen Flecken auf der Oberfläche.

Vavilovia formosa besitzt einen diploiden Chromosomensatz mit 2n = 14.

Sie kommt in Vorderasien nördlich bis zum Kaukasus vor. Fundortangaben für Vavilovia formosa gibt es für Iran, Irak, Russland (Checheno-Inguschetien, Dagestan, Severo-Ossetien), Aserbaidschan, Libanon, Armenien und den asiatischen Teil der Türkei. Sie gedeiht als Schuttpflanze in Bergregionen in Höhenlagen zwischen 1500 und 3500 Meter.

Vavilovia formosa ist die einzige Art der Gattung Vavilovia aus der Tribus Fabeae in der Unterfamilie Faboideae innerhalb der Familie der Fabaceae oder Leguminosae. Diese Art wurde unter dem Namen Orobus formosus durch Christian von Steven in Mémoires de la Société Impériale des Naturalistes de Moscou, 4, 1812–13, S. 50 erstbeschrieben. Sie wurde 1939 durch Andrei Alexandrowitsch Fjodorow in Trudy Botanicheskogo Instituta, Akademii Nauk Armyanskoi S.S.R, 1, S. 52 in die Gattung Vavilovia gestellt. Weitere Synonyme für Vavilovia formosa (Steven) Fed. sind: Alophotropis aucheri (Jaub. & Spach) Grossh., Alophotropis formosa (Steven) Grossh., Pisum aucheri Jaub. & Spach, Pisum formosum (Steven) Alef., Vavilovia aucheri (Jaub. & Spach) Fed., Vicia aucheri Boiss. Der Gattungsname Vavilovia ehrt den russischen Botaniker, Genetiker und Forschungsreisenden Nikolai Iwanowitsch Wawilow. Das Artepitheton formosa bedeutet schön.

  • Janna Akopian, Nune Sarukhanyan, Ivan Gabrielyan, Armen Vanyan, Aleksandar Mikic, Petr Smykal, Gregory Kenicer, Margarita Vishnyakova, Andrey Sinjushin, Natalia Demidenko & Mike Ambrose: An ecogeographical study and reports on establishing an ex situ site for 'beautiful' vavilovia (Vavilovia formosa) in Armenia, In Genetic Resources and Crop Evolution 57(8), 2010, S. 1127–1134, doi:10.1007/s10722-010-9606-0, (Manuskriptfassung online). (PDF; 377 kB)
  • Aleksandar Mikic, Petr Smýkal, Gregory Kenicer, Nune Sarukhanyan, Janna Akopian, Ivan Gabrielyan, Armen Vanyan, Andrey Sinjushin, Natalia Demidenko, Branko Cupina, Vojislav Mihajlovic, Margarita Vishnyakova & Mike Ambrose: Achievements in Research on Vavilovia (Vavilovia formosa (Stev.) Fed.), a Legume Crop Wild Relative, In: Ratarstvo i povrtarstvo / Field and vegetable crops research 47, 2010, S. 387–394: PDF-Online.
  • Aleksandar Mikic, Petr Smýkal, Janna Akopian, Nune Sarukhanyan, Ivan Gabrielyan, Armen Vanyan, C. Toker, Branko Cupina, Mike Ambrose, Vojislav Mihajlovic & N. Ellis: A revival of the Research on beautiful Vavilovia Formosa (Vavilovia Formosa syn. Pisum Formosum), In: Pisum Genetics, Volume 41, 2009, S. 34–39: Eingescannt Online. (PDF; 719 kB)

Einzelnachweise

  1. Vavilovia formosa bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis.
  2. Vavilovia im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  3. Eintrag bei ILDIS = International Legume Database & Information Service.
  4. Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5 doi:10.3372/epolist2018.
Commons: Vavilovia formosa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vavilovia formosa Art der Gattung Vavilovia Sprache Beobachten Bearbeiten Vavilovia formosa ist die einzige Pflanzenart der Gattung Vavilovia die zur Unterfamilie der Schmetterlingsblutler Faboideae innerhalb der Familie der Hulsenfruchtler Fabaceae oder Leguminosae gehort Sie ist in Vorderasien beheimatet Vavilovia formosaVavilovia formosaSystematikOrdnung Schmetterlingsblutenartige Fabales Familie Hulsenfruchtler Fabaceae Unterfamilie Schmetterlingsblutler Faboideae Tribus FabeaeGattung VaviloviaArt Vavilovia formosaWissenschaftlicher Name der GattungVaviloviaFed Wissenschaftlicher Name der ArtVavilovia formosa Steven Fed Inhaltsverzeichnis 1 Beschreibung 1 1 Vegetative Merkmale 1 2 Generative Merkmale 2 Vorkommen 3 Systematik 4 Quellen 4 1 Einzelnachweise 5 WeblinksBeschreibung BearbeitenVegetative Merkmale Bearbeiten Vavilovia formosa ist eine ausdauernde krautige Pflanze Sie bildet lange unterirdische Rhizome als Uberdauerungsorgane und lange Wurzeln Die sich 5 bis 15 cm uber den Grund erhebenden ausgebreiteten oder kriechenden Stangel sind dunn nicht kantig und kahl Die wechselstandigen gestielten Laubblatter sind paarig gefiedert mit nur einem Fiederblattpaar Die zwei breiten Fiederblattchen sind keil bis fast kreisformig dick mit einer kahlen Oberflache und einem glatten Rand Bei einigen Populationen besitzen die Fiederblattchen eine kielformige Basis dies wurde einige Zeit zum Abgrenzen einer zweiten Art Vavilovia aucheri Jaub amp Spach Fed genutzt Das Laubblatt endet nicht mit einer Ranke im Gegensatz zu vielen verwandten Arten der Tribus Fabeae Die kleinen fast pfeilformigen Nebenblatter sind nicht mit dem Blattstiel verwachsen Generative Merkmale Bearbeiten Die Bluten stehen meist einzeln in den Blattachseln auf einem Blutenstandsschaft Es sind kleine unauffallige Tragblatter aber keine Deckblatter vorhanden Die grossen attraktiven zwittrigen Bluten sind zygomorph und funfzahlig mit doppelter Blutenhulle Die funf Kelchblatter sind glockenformig verwachsen mit fast gleichen schmal dreieckigen Kelchzahnen Die Blutenkrone besitzt den typischen Aufbau einer Schmetterlingsblute Die funf Kronblatter sind rosa bis purpurfarben Die kurz und breit genagelte Fahne ist meist langlich Die Flugel sind sichelformig oder langlich Das Schiffchen ist kurzer als die Flugel nicht kammformig und manchmal weiss Die zehn Staubblatter sind alle oder nur neun untereinander verwachsen Die Staubbeutel sind kahl und glatt Es wird eine Bestaubung durch Insekten vermutet dazu fehlen aber Daten Die mit einer Lange von 2 bis 3 5 cm lineal langliche Hulsenfrucht offnet sich und enthalt drei bis funf Samen Die kugeligen bis eiformigen Samen sind glatt meist mit dunklen Flecken auf der Oberflache Vavilovia formosa besitzt einen diploiden Chromosomensatz mit 2n 14 1 Vorkommen BearbeitenSie kommt in Vorderasien nordlich bis zum Kaukasus vor Fundortangaben fur Vavilovia formosa gibt es fur Iran Irak Russland Checheno Inguschetien Dagestan Severo Ossetien Aserbaidschan Libanon Armenien und den asiatischen Teil der Turkei Sie gedeiht als Schuttpflanze in Bergregionen in Hohenlagen zwischen 1500 und 3500 Meter Systematik BearbeitenVavilovia formosa ist die einzige Art der Gattung Vavilovia aus der Tribus Fabeae in der Unterfamilie Faboideae innerhalb der Familie der Fabaceae oder Leguminosae Diese Art wurde unter dem Namen Orobus formosus durch Christian von Steven in Memoires de la Societe Imperiale des Naturalistes de Moscou 4 1812 13 S 50 erstbeschrieben Sie wurde 1939 durch Andrei Alexandrowitsch Fjodorow in Trudy Botanicheskogo Instituta Akademii Nauk Armyanskoi S S R 1 S 52 in die Gattung Vavilovia gestellt 2 Weitere Synonyme fur Vavilovia formosa Steven Fed sind Alophotropis aucheri Jaub amp Spach Grossh Alophotropis formosa Steven Grossh Pisum aucheri Jaub amp Spach Pisum formosum Steven Alef Vavilovia aucheri Jaub amp Spach Fed Vicia aucheri Boiss 3 Der Gattungsname Vavilovia ehrt den russischen Botaniker Genetiker und Forschungsreisenden Nikolai Iwanowitsch Wawilow 4 Das Artepitheton formosa bedeutet schon Quellen BearbeitenJanna Akopian Nune Sarukhanyan Ivan Gabrielyan Armen Vanyan Aleksandar Mikic Petr Smykal Gregory Kenicer Margarita Vishnyakova Andrey Sinjushin Natalia Demidenko amp Mike Ambrose An ecogeographical study and reports on establishing an ex situ site for beautiful vavilovia Vavilovia formosa in Armenia In Genetic Resources and Crop Evolution 57 8 2010 S 1127 1134 doi 10 1007 s10722 010 9606 0 Manuskriptfassung online PDF 377 kB Aleksandar Mikic Petr Smykal Gregory Kenicer Nune Sarukhanyan Janna Akopian Ivan Gabrielyan Armen Vanyan Andrey Sinjushin Natalia Demidenko Branko Cupina Vojislav Mihajlovic Margarita Vishnyakova amp Mike Ambrose Achievements in Research on Vavilovia Vavilovia formosa Stev Fed a Legume Crop Wild Relative In Ratarstvo i povrtarstvo Field and vegetable crops research 47 2010 S 387 394 PDF Online Aleksandar Mikic Petr Smykal Janna Akopian Nune Sarukhanyan Ivan Gabrielyan Armen Vanyan C Toker Branko Cupina Mike Ambrose Vojislav Mihajlovic amp N Ellis A revival of the Research on beautiful Vavilovia Formosa Vavilovia Formosa syn Pisum Formosum In Pisum Genetics Volume 41 2009 S 34 39 Eingescannt Online PDF 719 kB Einzelnachweise Bearbeiten Vavilovia formosa bei Tropicos org In IPCN Chromosome Reports Missouri Botanical Garden St Louis Vavilovia im Germplasm Resources Information Network GRIN USDA ARS National Genetic Resources Program National Germplasm Resources Laboratory Beltsville Maryland Eintrag bei ILDIS International Legume Database amp Information Service Lotte Burkhardt Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen Erweiterte Edition Teil I und II Botanic Garden and Botanical Museum Berlin Freie Universitat Berlin Berlin 2018 ISBN 978 3 946292 26 5 doi 10 3372 epolist2018 Weblinks Bearbeiten Commons Vavilovia formosa Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Vavilovia formosa amp 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