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Ute Brinckmann-Schmolling (* 8. Mai 1924 in Insterburg; † 24. Februar 2014 in Darmstadt) war eine deutsche Grafikerin und Malerin.

Inhaltsverzeichnis

Ute Brinckmann-Schmolling war die Tochter des Kunsterziehers Paul Schmolling und dessen Ehefrau Hulda (geb. Eckloff; † 1. Mai 1954 in Mühlen), einer Kunstgewerblerin.

Nach Beendigung des Abiturs absolvierte sie verschiedene Dienste beim Reichsarbeitsdienst, bevor sie 1942, dank der Vermittlung von Norbert Dolezich, ein Studium an der Kunstakademie Königsberg begann; sie wurde dort in der Klasse Porträt und figurale Komposition von Eduard Bischoff unterrichtet; weiteren Unterricht hatte sie bei Wilhelm Heise.

Die Flucht aus Ostpreußen im Herbst 1944 führte sie zuerst nach Brandenburg, von da nach Lüneburg und weiter ins Emsland. In ihrem Fluchttagebuch erfasste sie zeitnah die Ereignisse ihrer Flucht in belebten, aquarellierten Federzeichnungen, die mit Texten versehen, einen exklusiven Einblick in die Ereignisse ihrer Fluchtetappen über Brandenburg nach Ostfriesland geben.

1948 ließ sie sich als freischaffende Künstlerin in Elmshorn nieder und in den folgenden Jahren fanden verschiedene Einzelausstellungen in Elmshorn, Pinneberg und Uetersen statt.

Nach ihrer Übersiedlung nach Frankfurt am Main, 1950, begegnete sie dem Grafiker Wilhelm Heise wieder, der ihr wichtige technische Anregungen für ihr druckgrafisches Schaffen gab. Sie setzte sich nun intensiver mit unterschiedlichen druckgrafischen Techniken (Linol- und Holzschnitt, Lithografie, Siebdruck sowie Weben, Batiken und Applizieren von Bildteppichen) auseinander. Seit 1956 erhielt sie erste Aufträge der Stadt Frankfurt für Kunst am Bau, dem folgten 1961 Aufträge des Landes Hessen. 1959 unternahm sie mehrere Reisen nach Paris sowie Holland und hatte einen längeren Aufenthalt in Italien; im gleichen Jahr erfolgte der Umzug nach Darmstadt.

Seit 1970 arbeitete sie an großformatigen Linolschnitten und entwickelt hierbei eigene Drucktechniken. Ab 1974 erarbeitete sie kleinere Collagen, die sie aus Linoldrucken entwickelte, ab 1980 waren es dann großformatige Collagen.

Ab 1995 zeichnete sie neue Bilder in Acrylfarben auf Papier, die zum Teil collagiert waren.

Neben der Beteiligung an zahlreichen Gruppenausstellungen im In- und Ausland fanden seit 1957 Einzelausstellungen in Frankfurt am Main (1957), in Bremen (1957), Karlsruhe (1957), Krefeld (1969), Darmstadt (1987) und Dieburg (1990) statt.

Ute Brinckmann-Schmolling war mit dem Bildhauer Helmut Brinckmann verheiratet, gemeinsam hatten sie zwei Söhne, die 1963 und 1964 geboren wurden.

Künstlerisches Wirken

Im Laufe ihres langen Künstlerlebens legte sie sich ungern fest und so entstanden die vielfältigsten Arbeiten, gegenständliche und abstrakte, Bildteppiche, Mosaiken, Sgraffiti und Resopalmalereien, Linol- und Holzschnitte, Siebdrucke und Lithografien und in jüngster Zeit immer wieder Acrylmalerei auf Papier; so sagte sie einmal: „Ein Bild hat in der Welt ein vollkommen eigenständiges Dasein. Es ist ein Gefüge von Farben und Formen, die es in Spannung zueinander zu setzen gilt, damit es ein unverwechselbares Ganzes wird“.

  • 1956 bekam sie den 3. Preis für Malerei im Wettbewerb Deutsches Olympia in München.
  • 1991 erhielt sie in Mapello im Premio-Agazzi-Wettbewerb die Silbermedaille.

Sie war Mitglied in verschiedenen Künstlergemeinschaften:

  • Ute Brinckmann-Schmolling. In: Ulrike Wolff-Thomsen: Lexikon Schleswig-Holsteinischer Künstlerinnen. Heide Westholsteinische Verlagsanstalt Boyens & Co. 1994, ISBN 3-8042-0664-6, S. 78 f.
  • Ute Brinckmann-Schmolling. In: Jörn Barfod: Das Ostpreußenblatt v. 21. März 1998, S. 7.
  1. Ute Brinckmann-Schmolling | Die Darmstädter Sezession - 1919 – 2019. Abgerufen am 21. Oktober 2019.
Normdaten (Person):Wikipedia-Personensuche | Kein GND-Personendatensatz. Letzte Überprüfung: 21. Oktober 2019.
Personendaten
NAME Brinckmann-Schmolling, Ute
ALTERNATIVNAMEN Schmolling, Ute
KURZBESCHREIBUNG deutsche Grafikerin und Malerin
GEBURTSDATUM 8. Mai 1924
GEBURTSORT Insterburg
STERBEDATUM 24. Februar 2014
STERBEORT Darmstadt

Ute Brinckmann Schmolling deutsche Grafikerin und Malerin Sprache Beobachten Bearbeiten Ute Brinckmann Schmolling 8 Mai 1924 in Insterburg 24 Februar 2014 in Darmstadt war eine deutsche Grafikerin und Malerin Inhaltsverzeichnis 1 Leben 1 1 Kunstlerisches Wirken 2 Preise und Auszeichnungen 3 Mitgliedschaften 4 Werke Auswahl 5 Literatur 6 EinzelnachweiseLeben BearbeitenUte Brinckmann Schmolling war die Tochter des Kunsterziehers Paul Schmolling und dessen Ehefrau Hulda geb Eckloff 1 Mai 1954 in Muhlen einer Kunstgewerblerin Nach Beendigung des Abiturs absolvierte sie verschiedene Dienste beim Reichsarbeitsdienst bevor sie 1942 dank der Vermittlung von Norbert Dolezich ein Studium an der Kunstakademie Konigsberg begann sie wurde dort in der Klasse Portrat und figurale Komposition von Eduard Bischoff unterrichtet weiteren Unterricht hatte sie bei Wilhelm Heise Die Flucht aus Ostpreussen im Herbst 1944 fuhrte sie zuerst nach Brandenburg von da nach Luneburg und weiter ins Emsland In ihrem Fluchttagebuch erfasste sie zeitnah die Ereignisse ihrer Flucht in belebten aquarellierten Federzeichnungen die mit Texten versehen einen exklusiven Einblick in die Ereignisse ihrer Fluchtetappen uber Brandenburg nach Ostfriesland geben 1948 liess sie sich als freischaffende Kunstlerin in Elmshorn nieder und in den folgenden Jahren fanden verschiedene Einzelausstellungen in Elmshorn Pinneberg und Uetersen statt Nach ihrer Ubersiedlung nach Frankfurt am Main 1950 begegnete sie dem Grafiker Wilhelm Heise wieder der ihr wichtige technische Anregungen fur ihr druckgrafisches Schaffen gab Sie setzte sich nun intensiver mit unterschiedlichen druckgrafischen Techniken Linol und Holzschnitt Lithografie Siebdruck sowie Weben Batiken und Applizieren von Bildteppichen auseinander Seit 1956 erhielt sie erste Auftrage der Stadt Frankfurt fur Kunst am Bau dem folgten 1961 Auftrage des Landes Hessen 1959 unternahm sie mehrere Reisen nach Paris sowie Holland und hatte einen langeren Aufenthalt in Italien im gleichen Jahr erfolgte der Umzug nach Darmstadt Seit 1970 arbeitete sie an grossformatigen Linolschnitten und entwickelt hierbei eigene Drucktechniken Ab 1974 erarbeitete sie kleinere Collagen die sie aus Linoldrucken entwickelte ab 1980 waren es dann grossformatige Collagen Ab 1995 zeichnete sie neue Bilder in Acrylfarben auf Papier die zum Teil collagiert waren Neben der Beteiligung an zahlreichen Gruppenausstellungen im In und Ausland fanden seit 1957 Einzelausstellungen in Frankfurt am Main 1957 in Bremen 1957 Karlsruhe 1957 Krefeld 1969 Darmstadt 1987 und Dieburg 1990 statt Ute Brinckmann Schmolling war mit dem Bildhauer Helmut Brinckmann verheiratet gemeinsam hatten sie zwei Sohne die 1963 und 1964 geboren wurden Kunstlerisches Wirken Bearbeiten Im Laufe ihres langen Kunstlerlebens legte sie sich ungern fest und so entstanden die vielfaltigsten Arbeiten gegenstandliche und abstrakte Bildteppiche Mosaiken Sgraffiti und Resopalmalereien Linol und Holzschnitte Siebdrucke und Lithografien und in jungster Zeit immer wieder Acrylmalerei auf Papier so sagte sie einmal Ein Bild hat in der Welt ein vollkommen eigenstandiges Dasein Es ist ein Gefuge von Farben und Formen die es in Spannung zueinander zu setzen gilt damit es ein unverwechselbares Ganzes wird Preise und Auszeichnungen Bearbeiten1956 bekam sie den 3 Preis fur Malerei im Wettbewerb Deutsches Olympia in Munchen 1991 erhielt sie in Mapello im Premio Agazzi Wettbewerb die Silbermedaille Mitgliedschaften BearbeitenSie war Mitglied in verschiedenen Kunstlergemeinschaften seit 1950 im Grafikring Frankfurt seit 1974 in der Darmstadter Sezession 1 seit 1959 in der Kunstlergilde Esslingen seit 1970 im Verein zur Kunstforderung Darmstadt Werke Auswahl BearbeitenBildteppich Batik im Historischen Museum in Frankfurt am Main Ostdeutsche Galerie in Regensburg 1950 Vogelbaum Kunst am Bau in Frankfurt am Main 1958 Wandbild in der HNO Universitatskinderklinik in Frankfurt am Main 1957 1958 Wandbild im Alten und Kinderheim Huhnerweg Wendelsweg in Frankfurt Sachsenhausen Literatur BearbeitenUte Brinckmann Schmolling In Ulrike Wolff Thomsen Lexikon Schleswig Holsteinischer Kunstlerinnen Heide Westholsteinische Verlagsanstalt Boyens amp Co 1994 ISBN 3 8042 0664 6 S 78 f Ute Brinckmann Schmolling In Jorn Barfod Das Ostpreussenblatt v 21 Marz 1998 S 7 Einzelnachweise Bearbeiten Ute Brinckmann Schmolling Die Darmstadter Sezession 1919 2019 Abgerufen am 21 Oktober 2019 Normdaten Person Wikipedia Personensuche Kein GND Personendatensatz Letzte Uberprufung 21 Oktober 2019 PersonendatenNAME Brinckmann Schmolling UteALTERNATIVNAMEN Schmolling UteKURZBESCHREIBUNG deutsche Grafikerin und MalerinGEBURTSDATUM 8 Mai 1924GEBURTSORT InsterburgSTERBEDATUM 24 Februar 2014STERBEORT Darmstadt Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Ute Brinckmann Schmolling amp oldid 206807236, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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