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Usingen ist eine Stadt mit 14.722 Einwohnern (31. Dezember 2020) im südhessischen Hochtaunuskreis. Die über 1200 Jahre alte „Buchfinkenstadt“ im Taunus war Residenzstadt des Hauses Nassau-Usingen.

Wappen Deutschlandkarte

50.3340277777788.5372222222222288Koordinaten:50° 20′ N,8° 32′ O

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Hochtaunuskreis
Höhe: 288 m ü. NHN
Fläche: 55,81 km2
Einwohner: 14.722 (31. Dez. 2020)
Bevölkerungsdichte: 264 Einwohner je km2
Postleitzahl: 61250
Vorwahl: 06081
Kfz-Kennzeichen: HG, USI
Gemeindeschlüssel: 06 4 34 011
LOCODE: DE USG
Stadtgliederung: 7 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Wilhelmjstraße 1
61250 Usingen
Website: usingen.de
Bürgermeister: Steffen Wernard (CDU)
Lage der Stadt Usingen im Hochtaunuskreis

Inhaltsverzeichnis

Geographische Lage

Blick über Usingen, fotografiert von der Spitze der Laurentiuskirche
Usingen im Winter

Die Stadt Usingen liegt in dem nach ihr benannten Usinger Land. Sie befindet sich an der Usa im Usinger Becken am nordöstlichen Rande des Taunus. Usingen liegt ca. 30 Kilometer nördlich von Frankfurt am Main, 27 Kilometer südlich von Wetzlar und 38 Kilometer nordöstlich von Wiesbaden und an der Grenze des Rhein-Main-Gebietes.

Der Stadtkern liegt etwa auf300 m ü. NN, die höchste Erhebung im Stadtteil Usingen ist der „Hohe Berg“ mit 414 m über NN.

Nachbargemeinden

Usingen grenzt im Norden und Osten an den Wetteraukreis (Stadt Butzbach und Gemeinde Ober-Mörlen), im Südosten an die Gemeinde Wehrheim, im Süden an die Stadt Neu-Anspach und die Gemeinde Schmitten im Taunus, im Westen an die Gemeinden Weilrod und im Nordwesten an die Gemeinde Grävenwiesbach.

Stadtgliederung

Stadtgliederung von Usingen

Die Stadt Usingen umfasst neben der Kernstadt sechs weitere Stadtteile, die im Zuge der Gebietsreform in Hessen in die Stadt eingegliedert wurden:

Stadtteil Wappen Eingemeindung Einwohner
Eschbach 1. August 1972 2.128
Kransberg 31. Dezember 1971 749
Merzhausen 1. August 1972 904
Michelbach 31. Dezember 1971 354
Wernborn 31. Dezember 1971 1.606
Wilhelmsdorf 1. August 1972 415

Für das Gebiet der Kernstadt Usingen und der sechs früheren Gemeinden wurden per Hauptsatzung Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher errichtet. Die Grenzen der Ortsbezirke sind nicht besonders definiert und folgen daher den seitherigen Gemarkungsgrenzen.

Im Zuge der Erforschung und des Wiederaufbaus des Römerkastells Saalburg bei Bad Homburg vor der Höhe seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wurde auch die Besiedlungsgeschichte Usingens intensiver erforscht. Seitdem kam es immer wieder zu Einzelfunden oder den Nachweis von Siedlungsresten, welche die Geschichte des Usinger Landes seit der Frühzeit dokumentieren. Nach Gründung der Archäologie-AG Usingens 1994, die durch das Landesamt für Denkmalpflege Hessen und das Seminar für Vor- und Frühgeschichte der Johann-Wolfgang-Goethe Universität Frankfurt/Main unterstützt wird, konnte die Erforschung der regionalen Siedlungsstruktur verbessert werden. Einige Funde (Kulturgüter) sind im Keller des Usinger Rathauses im Museum für Vor- und Frühgeschichte zu betrachten.

Ur- und Frühgeschichte

Ausgrabung und Dokumentation von Pfostenspuren innerhalb des spätbandkeramischen Erdwerks bei Usingen, Herbst 2000
Dokumentation des Spitzgrabens des Erdwerks durch Anlegen mehrerer Längs- und Querprofile. Usingen, Herbst 2000

Der früheste Nachweis menschlicher Tätigkeit im Usinger Raum ist eine Art Basislager der mittelsteinzeitlichen Jäger und Sammler, das 1997 bei Naunstadt nachgewiesen werden konnte. Solche Lager dienten den damaligen Nomaden als Ausgangs- und Übernachtungspunkt für die notwendige Nahrungsversorgung. Es ist fraglich, ob sich darüber hinaus größere Siedlungen aus dieser Epoche finden lassen werden. Zwar wird das Usinger Land durch einige Flüsse und Bäche durchzogen, diese sind und waren für eine wirtschaftliche Schifffahrt jedoch zu klein. Deutschlandweit wurde jedoch ermittelt, dass in der Zeit von 11.000 bis 5.600 v. Chr. größere Siedlungen zumeist an bedeutenden Flüssen gegründet wurden, die zur Trinkwasserversorgung und für den Handel unabdingbar waren. Erst allmählich breiteten sich die Kulturen dann auch in abgelegene Gebiete aus.

Aus der frühen Jungsteinzeit (ca. 5.000 v. Chr.) konnten zwischen 1993 und 1996 sechs Siedlungsplätze bei Friedrichsthal, Maibach, Wernborn und Usingen nachgewiesen werden. Da sie abseits der Wetterau und des Limburger Beckens und über der üblichen Siedlungshöhe zwischen 260 und 410 m ü. NN liegen, kann das Usinger Becken für diese Zeit als eigene Siedlungskammer betrachtet werden. Bestandteil ist unter anderem ein Graben-/Erdwerk bei Usingen von über zwei Hektar Größe, welches mehrfach ausgebaut wurde.

Solche Funde lassen sich auf die ersten Ackerbauer und Viehzüchter zurückführen und gehören zur Linearbandkeramischen Kultur. Von den nachfolgenden Kulturstufen der Jungsteinzeit (4.900 bis 2.200 v. Chr.) zeugen einige ältere Lesefunde, zumeist Steinbeile und -äxte, die jedoch bislang keine Siedlungsplätze belegen. Funde aus der Umgebung von Anspach, Hasselborn und Wernborn lassen sich der Michelsberger Kultur (4.300 bis 3.500 v. Chr.) zuordnen.

Spuren der frühen Bronzezeit zwischen 2.200 und 1.600 v. Chr. konnten bislang nicht entdeckt werden, jedoch belegen Siedlungs- und Grabfunde der sich anschließenden mittleren Bronzezeit/ Hügelgräberbronzezeit (1.600 bis 1.300 v. Chr.) und der Urnenfelderkultur (1.300 bis 800 v. Chr.) eine wieder auflebende Besiedlung des Usinger Landes. In Wehrheim konnte zum Beispiel ein Friedhof der Urnenfelderkultur nachgewiesen werden.

Im ganzen Usinger Land sind Hügelgräber aus der vorrömischen Eisenzeit, der Hallstattkultur (ca. 800 bis 450 v. Chr.) zu finden, jedoch kaum Siedlungsplätze aus dieser Zeit, ebenso wenige aus der sich anschließenden Zeit der Kelten, der La-Tène-Zeit (450 v. Chr. bis um Christi Geburt). Im 1. bis 2. Jh. n. Chr. siedelten Germanen nahe dem heutigen Usingen, wie Grabungsfunde verdeutlichen.

Mit der Aufgabe des Limes um 260 n. Chr. endete auch der römische Einfluss im Usinger Raum. Hinsichtlich der darauf folgenden Zeit der Völkerwanderungen ist bemerkenswert, dass eine vermutlich alemannische Höhensiedlung bei Kransberg aufgefunden wurde.

Aus der Zeit des Mittelalters (600 bis 15. Jahrhundert n. Chr.) gibt es zahlreiche Wüstungen (aufgelassene Siedlungen), Burgen und noch bestehende Ortschaften aus mittelalterlicher Gründungszeit samt Baudenkmälern und Eisenverhüttungsplätzen.

Der Ursprung Usingens

Der Ort wird einige Male unter verschiedenen, ähnlich lautenden Bezeichnungen im Codex Eberhardi des Klosters Fulda von etwa 1160 genannt, wobei ein Bezug zu den Jahren zwischen 754/5 (dem Todesjahr des Bonifatius) und 802 angenommen wird. Die Einträge sind jedoch nicht mit einer Jahreszahl versehen, sondern einfache Aufzählungen von Übertragungen an das Kloster. Zudem enthält der Codex auch etliche (Ver-)Fälschungen, was insgesamt zu Zweifeln an der Genauigkeit der Angaben geführt hat. Allerdings hat das Ergebnis einer Ausgrabung im Jahre 2002 gezeigt, dass sich im Umfeld des heutigen Usingen unter anderem die Überreste eines karolingischen Gebäudes befinden. Archäologische Nachweise über eine frühmittelalterliche Siedlungstätigkeit an der Stelle der heutigen Stadt gibt es allerdings bisher nicht.

Schließlich könnte auch noch Stockheim, ein wüst gefallener Ort westlich von Usingen, von Gewicht für die Entstehung bzw. Entwicklung Usingens gewesen sein. Der Name der Wüstung lässt auf seine Begründung zur Zeit der fränkischen Landnahme oder gar schon in alemannischer Zeit schließen, jedoch sind bisher keine greifbaren Bezugspunkte zu Usingen erkennbar.

Tauschurkunde Philipps von Schwaben vom 15. Januar 1207 mit anhängendem Siegel

Usingen in der Grafschaft Diez

Bisher existieren keine historischen oder archäologischen Befunde über Usingens Geschichte vom frühen 9. bis zum Ende des 12. Jahrhunderts. Erst zu Beginn des 13. Jahrhunderts, das heißt in einer Tausch-Urkunde vom 15. Januar 1207, wird der Ort wieder erwähnt: Die Brüder Gerhard und Heinrich von Diez erhalten für die Vogtei von Kastel von König Philipp von Schwaben das Patronatsrecht der Kirche und alles Königsgut in Usingen. Ausdrücklich ausgenommen von dieser Besitzübergabe sind jedoch die Hörigen, die nach dem Besitzrecht dem König eigen sind, ebenso wie die Hälfte derjenigen Hörigen, die der Kirche in Usingen zugehören, deren eine Hälfte ebenfalls Königsgut war. Da im Mittelalter Land und Leute eine Einheit bildeten und nicht getrennt übergeben werden konnten, ist die Urkunde dahingehend zu interpretieren, dass König Philipp nur unbesiedeltes Land übertrug, ihm der wertvollere Teil seines Königsguts also erhalten blieb.

Die Grafen von Diez profitierten jedoch von dem Patronatsrecht, denn damit stand ihnen das Recht zu, den Pfarrer einzusetzen. Somit hatten sie auch indirekten Zugriff auf die Einkünfte der Kirche.

Ein Zweig der Familie derer von Diez nannte sich bereits 1208 nach einer in dem ihr zugesprochenen Gebiet neu errichteten Burg in (Alt-)Weilnau „Grafen von Weilnau“. 1302 teilten ihre Nachkommen ihren Besitz und erbauten in Neuweilnau eine neue Burg.

Usingen als nassauische Stadt

Fürst Walrad von Nassau-Usingen
Usingen um 1830
Stadtansicht 1864

Nach 1208 schweigen die Quellen zu Usingen erneut für ein Jahrhundert. Erst 1326 wird es wieder direkt urkundlich erwähnt: Graf Gerlach von Nassau erwarb pfandweise von Heinrich von Neuweilnau, einem Nachfahren der Grafen von Diez, unter anderem das als „Dorf“ bezeichnete Usingen. 1346 übernahmen die Söhne Gerlachs, Adolf und Johann die Herrschaft über die Ansiedlung. Neun Jahre später, 1355, erfolgte eine Teilung zwischen den Brüdern und Usingen fiel als Teil von Nassau-Weilburg-Saarbrücken an Graf Johann, unter dem die Umwandlung vom Dorf zur Stadt begann. Es entstand eine befestigte Burg oder Schloss.

Über 500 Jahre unterstand Usingen der nassauischen Oberhoheit.

Die nassauische Burg an der Stelle der heutigen Christian-Wirth-Schule und eine Mauer mit fünf Toren schützten nun das kleine Städtchen, das wohl in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts befestigt worden war und Stadtrechte erhalten hatte. Dies bedeutet allerdings auch, dass sich der Siedlungsschwerpunkt jetzt endgültig aus dem Tal auf die Anhöhe verlagert hatte. Es ist unbekannt, wann und warum dieser Prozess einsetzte.

Nachfolger von Graf Johann wurde sein Sohn Philipp als Landesherr. 1405 erwarb dieser die Pfandherrschaft über Neuweilnau. Damit ging Usingen endgültig in den Besitz der Nassauer über.

Philipp III. von Nassau-Weilburg führte die Reformation in Usingen ein; sie begann am 9. Juni 1527 mit einer Predigt von Philipps Hofprediger Henricus Romanus in der Usinger Kirche. Im Jahr 1528 endeten die katholischen Gottesdienste in der Stadt.

Das Schloss in Usingen wurde 1560 völlig umgebaut und erweitert. 1635 fiel es (und ein großer Teil der Stadt) einem Brand zum Opfer, den spanische Truppen bei der Plünderung der Stadt während des Dreißigjährigen Krieges gelegt hatten.

Ab 1659 residierten in der zum Schloss mit schönem Garten ausgebauten Burg die Grafen und von 1688 bis 1744 die Fürsten von Nassau-Usingen.

Eine herausragende Persönlichkeit in der Geschichte Usingens war Fürst Walrad, der bei der Teilung der nassau-saarbrückischen Länder am 31. März 1659 das Usinger Land erhielt. Er regierte 43 Jahre und war ein geachteter Feldherr, u. a. Generalfeldmarschall der Niederlande unter Wilhelm III. von Oranien. Das heutige Bild der Stadt hat er entscheidend mitgeprägt, da er nach dem Rückgang der Bevölkerung durch den Dreißigjährigen Krieg und den drei Stadtbränden (vor allem dem Stadtbrand von Usingen 1692) im 17. Jahrhundert Hugenotten ansiedelte und die Neustadt anlegen ließ. 1681 wurde bei Usingen auf Betreiben Walrads eine Eisenhütte als Eigenbetrieb eingerichtet.

Unter Walrads Sohn und Nachfolger als Fürst Wilhelm Heinrich wurde der Ortsteil Wilhelmsdorf gegründet. Dessen Sohn Fürst Karl verlagerte 1744 seine Residenz von Usingen nach Wiesbaden-Biebrich. Damit endete Usingens Zeit als Residenzstadt. Es blieb jedoch bis zur Annexion des Herzogtums Nassau durch das Königreich Preußen im Jahr 1886 Sitz des Amtes Usingen. Aufgrund der neue Kreisordnung für die Provinz Hessen-Nassau vom 1. April 1886 wurde das Amt Usingen aufgelöst und der Landkreis Usingen mit der Kreisstadt Usingen bis zum August 1972 gebildet. Die geringe Industrieentwicklung der Neuzeit konnte auch durch den Eisenbahnanschluss des Jahres 1895 nicht verstärkt werden.

20. Jahrhundert bis heute

Der Erste Weltkrieg hinterließ seine Spuren auch in Usingen, je länger der Krieg dauerte. Das Notgeld vom 1. November 1918 ist ein Zeichen für die Ressourcen-Verknappung in den letzten Tagen des Ersten Weltkriegs, als zum Beispiel nicht mehr genug Papier zur Verfügung stand, um staatlicherseits Geld zu drucken. So schritten lokale Behörden in Eigenverantwortung zu Hilfemaßnahmen.

20 Mark Notgeld Stadt Usingen vom 1. November 1918

Am 9. November 1918 gab Reichskanzler Prinz Max von Baden (1867–1929) eigenmächtig und ohne Einwilligung von Kaiser Wilhelm II. dessen Abdankung bekannt. Daraufhin bildete sich wie überall in Deutschland auch in Usingen ein Arbeiter- und Soldatenrat, der den Übergang vom Kaiserreich zur Republik ohne gewaltsame Maßnahmen vollzog.

In den Folgejahren hatten die Usinger ebenso wie das ganze Deutsche Reich unter den Folgen der Inflation mit ihrem Höhepunkt 1923 und der Weltwirtschaftskrise von 1929 zu leiden. Der Aufstieg der NSDAP vollzog sich auch hier; 1930 war sie bereits drittstärkste Partei im Kreis. Nach der Machtergreifung wurde der Kreisleiter der NSDAP Johannes Lommel am 1. Oktober 1933 Landrat des Kreises Usingen, der zwischenzeitlich für kurze Zeit aufgelöst worden war, nun aber neu entstand.

Den Zweiten Weltkrieg überstand die Stadt weitgehend unbeschadet und wurde am Karsamstag 1945 von den Amerikanern besetzt. In den folgenden Jahren stieg die Zahl der Bewohner durch Flüchtlinge und Heimatvertriebene erheblich an.

Auch nach dem Verlust der Kreisstadtfunktion (aus der Fusion der Kreise Usingen und Obertaunus entstand 1972 der Landkreis Hochtaunus mit der Kreisstadt Bad Homburg) ist Usingen mehr denn je der Mittelpunkt des Usinger Landes.

Ein großer politischer Skandal in der Stadt war die Verhaftung von Bürgermeister Rolf Eggebrecht (CDU) am Buß- und Bettag 1991 wegen Korruptionsverdachts. Im Rahmen der Korruptionsaffäre im Hochtaunuskreis wurden neben dem ersten Kreisbeigeordneten Hans-Joachim Galuschka (CDU) auch die Bürgermeister von Neu-Anspach Heinz Born (SPD) und anderer Taunusorte verurteilt.

Bei der Kommunalwahl 2001 wurde Usingen hessenweit durch eine Panne bekannt. Die Liste der CDU (der bislang stärksten politischen Kraft in Usingen) wurde aufgrund eines formalen Fehlers (die Wahlliste wurde verspätet eingereicht) nicht zur Kommunalwahl zugelassen. In der Folge erhielt die FDP so viele Stimmen, dass deren Liste nicht ausreichte, bis zum Ende der Wahlperiode alle gewonnenen Plätze zu besetzen. Bei der folgenden Kommunalwahl erreichte die CDU eine absolute Mehrheit der Mandate.

Einwohnerentwicklung

Jahr vor 1618 1642 1698 1736 1746 1801 1900 1980 2007 2014
Einwohner knapp 1.000 ca. 200 ca. 540 ca. 860 1.168 1.720 1.890 5.166 (*) 13.332 (*) 13.817 (*)

(*) seit der Gebietsreform mit Ortsteilen

Seit dem Zweiten Weltkrieg ist die Zahl der Einwohner in Usingen stark gestiegen. Waren es direkt nach dem Krieg vor allem Heimatvertriebene aus den deutschen Ostgebieten und politische Flüchtlinge aus der SBZ/DDR, die die Einwohnerzahl erhöhten, so folgten ihnen ab Ende der 1950er Jahre zunehmend Pendler, die im Rhein-Main-Gebiet arbeiteten und in Usingen wohnten. Die Stadt wurde durch mehrere große Neubaugebiete erweitert.

Besonders hervorzuheben ist das Baugebiet Weingarten, für das 1965 der Bebauungsplan aufgestellt wurde. Auf 200.000 m² entstanden hauptsächliche Villen und Einfamilienhäuser mit großen Grundstücken von 500 bis 1000 m², aber auch eine Reihe von Mehrfamilienhäusern. Heute ist der „Kümmel-Hügel“ bevorzugte Wohnlage der Stadt. Er wurde nach der Generalunternehmerin für die Erschließung und Bebauung, der Immobilienmaklerin Elsbeth Kümmel, benannt.

In den 1990er Jahren wurde am Südrand der Stadt das Baugebiet Schleichenbach I ausgewiesen, dem mit Aufstellungsbeschluss vom 29. März 2003 Schleichenbach II folgte. Auf 17,4 ha wurden 203 Bauplätze ausgewiesen.

Stadtverordnetenversammlung

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis, in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2021
Insgesamt 37 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften 2021 2016 2011 2006 2001
% Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 35,8 13 42,0 15 39,2 14 52,9 20
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 19,5 7 11,2 4 18,5 7 8,7 3 11,8 4
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 19,3 7 26,5 10 26,2 10 22,1 8 36,2 13
FWG Freie Wählergemeinschaft 11,1 4 13,2 5 11,0 4 6,1 2
FDP Freie Demokratische Partei 7,6 3 7,1 3 5,1 2 5,0 2 34,6 13
AfD Alternative für Deutschland 6,7 3
BEU Bürger für Ehrliches Usingen 5,1 2 17,4 7
Gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 51,9 52,9 47,1 48,2 47,1

Bürgermeister

Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für sechs Jahre direkt gewählt und ist Vorsitzender des Magistrats, dem in der Stadt Usingen neben dem Bürgermeister neun ehrenamtliche Stadträte angehören. Bürgermeister ist seit 7. Juni 2010 Steffen Wernard (CDU). Er setzte sich bei einer Stichwahl am 2. Mai 2010 gegen die SPD-Kandidatin Birgit Hahn durch und löste Matthias Drexelius (CDU) ab, der seit 1998 amtierte und im Jahr 2010 zum Ersten Beigeordneten des Planungsverbands Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main gewählt wurde. Im Kampf um seine Wiederwahl setzte sich Steffen Wernard am 6. März 2016 mit 59,7 Prozent erneut gegen die SPD-Kandidatin Birgit Hahn durch.

(Unvollständige) Liste Usinger Bürgermeister:

  • Johann Christian Philippi (1802–1858), Amtszeit 1847–1848
  • Heinrich Wilhelm Becker (1812–1884), Amtszeit 1848–1884
  • Adolf Philippi (1840–1923), Amtszeit 1884–1908
  • Karl Schwinn (1873–1938), Amtszeit 1908–1911
  • Gustav Schüring (* 1878), Amtszeit 1911–1916
  • Ernst Ludwig Lißmann (1885–1980), Amtszeit 1916–1933
  • Ernst Becker (1889–1975), Amtszeit 1933–1938
  • Jacob Ziegler (1892–1976), Amtszeit 1938–1945
  • Wilhelm Ludwig Philippi (1881–1964), Amtszeit April – Juli 1945
  • Johannes Christian Meyer (* 1895), Amtszeit Juli 1945 – 1948
  • Robert Mank (* 1934), Amtszeit 1948 bis zum 23. Juni 1973
  • Hermann Krönung (SPD) (1941–1983), Amtszeit 1973–1978
  • Rolf Eggebrecht (CDU) (* 1942), Amtszeit 1979–1992
  • Eva-Maria Tempelhahn (SPD), Amtszeit 1993–1998
  • Matthias Drexelius (CDU) (* 1966), Amtszeit 1998–2010
  • Steffen Wernard (CDU) (* 1969), Amtsantritt: 7. Juni 2010

Wappen

Siegel um 1900

Schon das erste bekannte Usinger Stadtsiegel – es gab ältere, aber ihr Aussehen ist unbekannt – aus dem Jahr 1277 zeigt ein quadratisches Schild mit vier steigenden Löwen (die Goldenen auf Nassau; die Silbernen auf Saarbrücken bezogen), da die Stadt damals von den Grafen von Nassau-Saarbrücken regiert wurde. Spätere Siegel zeigten keine Schindeln und Kreuze in den Feldern, doch sie tauchten 1935 wieder auf, als das derzeitige Wappen verliehen wurde. Ein älteres Stadtsymbol, ein Kleeblatt (Dreipass), wurde ebenfalls dem Wappenschild beigefügt.

Städtepartnerschaften

Es bestehen Städtepartnerschaften mit

Erdfunkstelle

Hochtaunus-Kliniken gGmbH

Die Hochtaunus-Kliniken werden vom Hochtaunuskreis getragen und vereinigen die Krankenhäuser Bad Homburg, Usingen und das St. Josef Krankenhaus Königstein unter einem Dach.

Ansässig in der Weilburger Straße verfügt das Haus in Usingen über 100 Betten und folgende Fachabteilungen:

  • Allgemeine Innere Medizin
  • Chirurgie
  • Anästhesie
  • Geriatrie
  • Nephrologie
  • Pneumologie
  • Rheumatologie

Erdfunkstelle Usingen

Hauptartikel: Erdfunkstelle Usingen
Bahnhof um 1900

Usingen ist Standort einer Erdfunkstelle von Media Broadcast Satellite. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand auf dem Gelände des ehemaligen Feldflugplatzes von Merzhausen, einem Ortsteil von Usingen, eine KW-Station, 1979 folgte die erste große Parabolantenne. Mittlerweile beheimatet die Station mehr als 90 Antennen, darunter drei große, die 19 Meter Durchmesser haben. Die Erdfunkstelle gehört aber nur postalisch zu Usingen: Die Gebäude und Antennen liegen auf Neu-Anspacher Gemarkung, trotzdem hält der Betreiber an der Bezeichnung „Usingen 2“ fest, da sich dieser Name weltweit etabliert hat.

Bahnhofsgebäude heute

Zumtobel

Bis zur Schließung am 31. Dezember 2016 befand sich ein Werk des österreichischen Lichttechnikherstellers Zumtobel mit 156 Mitarbeitern in dem Ort.

Bremthaler Quarzitwerk

Seit 1997 ist das Bremthaler Quarzitwerk ein Teil der Mineralmühle Leun Rau–Gruppe mit Hauptsitz in Leun a.d. Lahn und aktiv in der Gewinnung, Aufbereitung und Veredelung von Rohstoffen. Von dort brachte von 1923 bis 1927 die Industriebahn des Geyseritwerks Usingen den Quarz zum Bahnhof.

Öffentlicher Personennahverkehr

Usingen verfügt über eine gute Anbindung an das öffentliche Bahnnetz. Die Bahnstrecke, die das Usinger Land seit 1895 mit Frankfurt am Main verbindet, gehört bis Friedrichsdorf dem Verkehrsverband Hochtaunus (VHT). Sie wird seit 1993 von der Hessischen Landesbahn GmbH (HLB) durch ihre Tochter Hessenbahn GmbH als „Taunusbahn“ betrieben. Die Züge fahren halbstündlich, sonntags stündlich nach Bad Homburg; dazu kommen während der Verkehrsspitzenzeiten stündlich durchgehende Züge nach Frankfurt Hauptbahnhof.

Zusätzlich verkehren von Usingen aus Buslinien nach Weilrod, Wehrheim und Schmitten. Ein Anrufsammeltaxi (AST) stellt die Verbindung in den Stadtteil Michelbach her und verbindet die Usinger Wohngebiete miteinander. Auch die Hochtaunus-Kliniken werden durch das AST erschlossen.

Bildung

Usingen ist seit der Reformationszeit eine Schulstadt: Lateinschule bis 1817, Lehrerseminar 1851 bis 1926, Gymnasium seit 1926 – heute zusammen mit vielen anderen Schulformen. Etwa 4500 Schüler kommen zum großen Teil mit Bus und Bahn nach Usingen, um den Unterricht zu besuchen.

Grundschulen

  • Astrid-Lindgren-Schule (Grundschule)
  • Buchfinkenschule (Grundschule im Stadtteil Eschbach)

Nach der Reformation gegen 1525 wurde in Usingen die „Deutsche Schule“ eingeführt. Ab 1605 wurden auch Mädchen aufgenommen und gegen 1750 ein eigener Mädchenlehrer bestellt. 1699 bis 1823 waren die Jungenklassen im Haus Groos und die Mädchenklassen im Haus Hessler untergebracht. Mit der Einwanderung der Hugenotten bildeten diese 1720 eine eigene Schule mit Sitz in der Hugenottenkirche. 1817 wurden diese Schulen im Rahmen der nassauischen Schulreform als „Elementarschulen“ zusammengefasst. Sie war als Simultanschule organisiert, d. h. stand allen Schülern unabhängig von deren Religionszugehörigkeit offen.

Neben der regulären Volksschule bestand in Usingen ab 1870 die Seminarübungsschule, an der die angehenden Lehrer der Lehrerbildungsanstalt praktische Erfahrungen im Unterricht sammeln konnten. Dieses Schulangebot wurde als deutlich attraktiver wahrgenommen als die reguläre Schule. 1914 wurde Usingen in zwei Schulbezirke geteilt, um den Konflikt, wer die Seminarübungsschule besuchen durfte, zu beseitigen. Die Seminarübungsschule wurde 1926 geschlossen.

1965 wurde der Neubau der Grundschule in der Pestalozzistraße bezogen.

Heute gibt es zwei Grundschulen in Usingen, die in den 1990er Jahren errichtete Astrid-Lindgren-Schule in der Wilhelm-Martin-Dienstbach-Straße und die Buchfinkenschule im Stadtteil Eschbach.

Weiterführende Schulen

  • Christian-Wirth-Schule (Gymnasium)
  • Helmut-Schmidt-Schule (Kooperative Gesamtschule)
  • Saalburgschule (Berufsschule)

Die erste dokumentierte Schule in Usingen war die Lateinschule. Als Gründungsdatum wird 1551 angegeben. Ein Visitationsbericht aus 1555 weist 155 Schüler aus. Das Schulhaus in der Kirchstraße wurde 1634 im dreißigjährigen Krieg durch spanische Truppen niedergebrannt.

1817 wurde im Großherzogtum eine Schulreform durchgeführt. Die Lateinschule wurde in eine von 11 Realschulen Nassaus umgewandelt. Der Unterricht fand in einem Anbau des Schlosses statt. Ab 1865 wurde der Unterricht im Rathaus und ab 1870 in der Hugenottenkirche statt. Seit 1864 durften auch Mädchen die Schule besuchen. Hierdurch bestanden 2 Realschulklassen.

Im Jahr 1931 wurde die Realschule aufgelöst.

1953 wurde die Realschule neu gegründet. Ihren ehemaligen Namen Konrad-Lorenz-Schule erhielt sie 1991, als die 1976 eingerichtete additive Gesamtschule (gemeinsam mit der Christian-Wirth-Schule) wieder in selbstständige Schulen aufgeteilt wurde. 2016 wurde ein neues Schulgebäude an der Gemarkung Am Lindenberg gebaut. Mit dem Umzug in das neue Gebäude 2017 erfolgte die Umbenennung in Helmut-Schmidt-Schule. Sie wird seitdem nicht mehr als reine Haupt- und Realschule, sondern als kooperative Gesamtschule geführt.

Landwirtschaftliche Schule

Landwirtschaftliche Schule

Bis 1988 bestand in Usingen die Landwirtschaftliche Schule.

Usinger Schloss und Schlosspark

Hauptartikel: Usinger Schloss
Christian-Wirth-Schule im Usinger Schloss

In der Mitte der Innenstadt steht Usingens herrschaftliches Anwesen, das Usinger Schloss. Die genauen Ursprünge sind nicht eindeutig geklärt; als erster Wehrbau an diesem Ort ist ein unter Johann I. von Nassau-Weilburg errichtetes Burghaus aus dem 14. Jahrhundert überliefert. Am 5. Januar 1873 vernichtete ein Großbrand das Schloss und es entstand ein preußischer Klinkerbau. Im Gebäude ist die Christian-Wirth-Schule untergebracht. Der Schlossplatz trennt die Unterstadt im Süden von der Oberstadt im Norden.

Oberhalb befindet sich der Schlosspark, dessen Gelände in Nord-Süd-Richtung in Terrassen angelegt ist. Die erste (südlichste) Terrasse trägt den Neubau der Schulmensa, danach folgt eine weitere Terrasse, die als Sportfeld genutzt wird, und oberhalb dieser befindet sich der eigentliche Schlosspark. Auf der rechten Seite wird er durch Grünflächen bestimmt, die von Baumreihen gesäumt sind. Weithin sichtbar ist das Kriegerdenkmal der Stadt Usingen. Das massive, übermannshohe Werk des Bildhauers Carl Wilhelm Bierbrauer wurde am 1. Juni 1924 eingeweiht. 1922 schrieb der Magistrat von Usingen einen Wettbewerb zu Gestaltung des Mahnmals aus, den Bierbrauer mit seiner martialischen Darstellung gewann. Von unten betrachtet wird das Denkmal von zwei Darstellungen berittener Kämpfer eingerahmt. Die sich aufbäumenden Pferde schweben über geschlagenen Fußsoldaten. Auf der Rückseite ist eine Darstellung eines sterbenden Kriegers angebracht.

Der linke Teil des Parks hat den Charakter eines lichten Waldes. 1716 wurde eine Bepflanzung mit Eiben vorgenommen, die heute noch den Park prägen. Auf der Unterseite dieses Parkteils befindet sich das Denkmal der Fürsten von Nassau-Usingen. Fürst Walrad in der Mitte wird von seinen Nachfahren Karl und Karl Wilhelm eingerahmt. Zentrum dieses Parkteils ist ein ovales Becken mit dem Charlotte-Amalie-Brunnen. Oberhalb des Beckens am Ausgang Richtung Amtsgericht und Friedhof sind Rabatten mit Sitzgelegenheiten eingerichtet.

  • Schlosspark
  • Wiese mit Kriegerdenkmal

  • Kriegerdenkmal

  • Eibenhain mit Blick auf das Becken

  • Denkmal der Fürsten von Nassau-Usingen

  • Rabatte

Evangelische Laurentiuskirche

Laurentiuskirche

Die evangelische Laurentiuskirche befindet sich am Rand der Altstadt Usingens oberhalb eines nach Südwesten steil abfallenden Hangs, der mit mächtigen Stützmauern bewehrt ist. Ihre Entstehungsgeschichte ist ungeklärt; es hat sich gezeigt, dass die angenommene urkundliche Ersterwähnung von 1190 unzutreffend ist und sich auf eine Kirche gleichen Namens in Oechsen, einer Gemeinde im Wartburgkreis in Thüringen, bezieht.

Es bestehen auch keine Erkenntnisse darüber, ob sich direkt unter der Kirche Spuren eines älteren Bauwerks befinden. Ob der Flurname „Alter Kirchhof“ im Tal südwestlich der heutigen Kirche auf einen solchen Vorgängerbau hinweisen könnte, ist ebenfalls offen. Dort wurden angeblich zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Grundmauern einer kleinen Kirche freigelegt, worüber jedoch keine Unterlagen vorhanden sind. Die Angabe ist deshalb zweifelhaft, ebenso wie die Einordnung dieser Kirche ins 11. Jahrhundert.

Ab dem 13. Jahrhundert existieren schriftliche Hinweise auf das Gotteshaus, das am Ende des 15. Jahrhunderts wegen Baufälligkeit umfassend renoviert und mit einem Turm versehen wurde. Davon kündet die im unteren Eckstein eingravierte Jahreszahl 1490, wobei die „4“ als nach unten offene „8“ geschrieben ist. Der Turm selbst war als Wehrturm konzipiert und in die alte Stadtbefestigung einbezogen; dem Türmer oblag offensichtlich das Amt des Glöckners wie des Feuerwächters.

Das Erscheinungsbild der Kirche hat sich seit 1635 nicht mehr wesentlich verändert, als das Bauwerk abbrannte und von 1651 bis 1658 wieder aufgebaut wurde. Dabei erhielt der Turm seine charakteristische barocke Haube. Er wurde zuletzt 2005/6 komplett saniert.

Hugenottenkirche und Alter Marktplatz

Hauptartikel: Hugenottenkirche
Hugenottenkirche

Eine weitere Feuersbrunst im Jahre 1692 zerstörte die so genannte Usinger Oberstadt. Auf Anordnung des Fürsten Walrad (1635–1702) wurde sie umgehend wieder aufgebaut, wobei das rasterförmige Grundmuster der symmetrischen Straßenzüge wohl vom Hofmaler Johann Emmerich Küntzel entworfen wurde. Das Stadtbild ist heute noch durch die damalige Konzeption und die im Zusammenhang damit entstandenen repräsentativen Bürgerhäuser wie das Liefrink-Haus geprägt.

Das Herz der so genannten „Neustadt“ bildet die um 1700 durch den Baumeister Benedikt Burtscher errichtete Hugenottenkirche mit dem Alten Marktplatz. Die Kirche zeigt in ihrem Baustil besondere Gemeinsamkeiten mit dem bekannten Gotteshaus von La Rochelle. Im Jahr 1817 entfiel durch die Vereinigung der lutherischen Protestanten und der reformierten Kirche die religiöse Nutzung des Gebäudes, das daraufhin zu einer Schule umgebaut wurde. Heute ist dort die Usinger Stadtbücherei. In den Obergeschossen befinden sich zahlreiche weitere Räumlichkeiten für kulturelle Veranstaltungen und Versammlungen.

Rathaus

Hauptartikel: Rathaus
Rathaus

Gegenüber dem Schloss liegt das Rathaus aus dem Jahr 1687. Es handelt sich um ein Fachwerkhaus im barocken Stil, das im Jahr 2005 frisch saniert wurde und die Räume des Bürgermeisters sowie das Bürgerbüro der Stadt beinhaltet. Das historisch beeinflusste rote Eichenholzfachwerk prägt die beiden Schauseiten zum Schloss und zur Kirche. Auf dem Dach ist ein Nachbau der alten Wetterfahne mit dem nassauischen Löwen und dem Kleeblatt angebracht, die auch im Stadtwappen erscheinen.

Vom ursprünglichen kleineren gotischen Rathaus an gleicher Stelle ist nur noch der Gewölbekeller erhalten, in dem sich heute die Vor- und Frühgeschichtliche Abteilung des Stadtmuseums befindet.

Prinzenpalais

Hauptartikel: Prinzenpalais
Prinzenpalais

Prinz Friedrich August von Nassau-Usingen, seit 1803 regierender Fürst und nassauischer Herzog von 1806 bis 1816, ließ sich von Baumeister Johann Wilhelm Faber auf dem ehemaligen Hattsteiner Hof dieses Palais errichten. Dieses bewohnte er als Prinz, doch nachdem er Fürst geworden war, wechselte er seinen Wohnsitz in das Biebricher Schloss.

Mit der Bildung des Landkreises Usingen wurde das Prinzenpalais zum Landratsamt umgebaut und es erfolgten einige Anbauten. Mit der Gebietsreform in Hessen wurde der Landkreis Usingen aufgelöst und Teil des Hochtaunuskreises. Im Prinzenpalais verblieben zunächst noch eine Außenstelle der Kreisverwaltung und eine Kfz-Zulassungsstelle.

Inzwischen wurden die heruntergekommenen Anbauten abgerissen und ein Renovierungsprojekt gestartet.

Amtsgericht

Hauptartikel: Amtsgericht

Nördlich vom Schlossgarten an der Weilburger Straße befindet sich das denkmalgeschützte Gebäude des ehemaligen Amtsgerichts. Heute ist dort die Polizeistation untergebracht.

Eschbacher Klippen

Eschbacher Klippen
Hauptartikel: Eschbacher Klippen

Die Eschbacher Klippen im Ortsteil Eschbach sind eine Gruppe bis zu zwölf Meter hoher Felsen aus Quarzgestein. Sie sind der sichtbare Teil eines etwa sechs Kilometer langen Quarzganges, der sich quer durch das Usatal bis zum Wormstein im Usinger Stadtwald fortsetzt.

Hattsteinweiher

Hauptartikel: Hattsteinweiher

Der Hattsteinweiher bei Usingen mit 1,6 ha ist der einzige Badesee im Usinger Land.

Buchfinken in Usingen

Buchfinkenstadt

Usingen ist auch bekannt als Buchfinkenstadt im Buchfinkenland. Das im Jahr 1938 durch Theo Geisel verfasste Buchfinkenlied beschreibt den Heimatbegriff, das Usinger Land im Hintertaunus, das Buchfinkenland. Das Lied vermittelt Geborgenheit, menschliche Nähe und Wärme. Durch den „Buchfinkenfall“, die „Buchfinkenmesse“ und den Buchpreis „Usinger Buchfink“ ist der Begriff in das Bewusstsein der Bürger zurückgekehrt. Seit dem Jubiläumsjahr 2002 der Stadt Usingen verschönern an verschiedenen Stellen in der Stadt bunte Buchfinken das Stadtbild.

Veranstaltungen

Weit über die Grenzen von Usingen bekannt ist der jedes Jahr am zweiten Septemberwochenende stattfindende Laurentiusmarkt mit der Kreistierschau sowie der jährliche Usinger Flohmarkt Ende Juni.

Medien

In Usingen erscheinen die Usinger Neue Presse (die Hintertaunus-Ausgabe der Taunus-Zeitung, die wiederum eine Regionalausgabe der Frankfurter Neuen Presse ist) und der Usinger Anzeiger als tägliche Lokalzeitungen.

Vereine

Schützenverein 1422 e. V.

Der Usinger Schützenverein ist einer der ältesten Schützenvereine Deutschlands. Die erste schriftliche Erwähnung der „Usinger Schützengilde“ ist eine Einladung der „Frankfurter Schützengesellen“ zu einem Wettschießen im Jahr 1422. Heute verfügt der Verein über ein 1961 erbautes Schützenhaus und viele aktive Mitglieder. Der Schützenverein 1422 Usingen und seine rund 400 Mitglieder richten seit vielen Jahren die, auch weit über die Grenzen der Region bekannte, Laurentiuskerb aus.

Religionen

Katholische Gemeinde

Katholische Kirche

Im evangelischen Usingen bestand erst seit dem 19. Jahrhundert wieder eine kleine katholische Gemeinde. Diese errichtete eine kleine Backsteinkirche am Standort der heutigen katholischen Kirche. Zwischen 1900 und 1965 existierte das sog. St. Josefskloster im Schlagweg 12 als eine Filiale der Arme Dienstmägde Jesu Christi, vulgo Dernbacher Schwestern. Die dortigen Schwestern arbeiteten in der ambulanten Krankenpflege und unterhielten ein (überkonfessionell genutztes) Altersheim. Durch die Zuwanderung von katholischen Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die katholische Gemeinde stark an. Der Pfarrer Adolf Möller betrieb daher in den 1950er-Jahren einen Neubau. Dieser wurde Ende der fünfziger Jahre nach den Plänen von Architekt Paul Johannbroer gebaut und im September 1960 auf den Namen des heiligen Laurentius geweiht. Das bestehende Pfarrhaus wurde im Jahre 1968 umgebaut und erweitert.

Wie bei vielen Kirchen der 1950er- und 1960er-Jahre steht der Turm frei. Die Außenwände und die Altarwand sind mit rotem Main-Sandstein verkleidet.

Neben der Kirche befand sich bis Ende der 1980er-Jahre das Kino. Das Gebäude, in dem später eine Tanzschule untergebracht war, ist inzwischen abgerissen.

Jüdische Gemeinde Usingen

Bereits um 1600 lebten einzelne jüdische Familien in Usingen. Im Jahre 1602 wird Isak Nehem aus Usingen genannt. 1651 und 1742 wird auf Judenordnungen in Usingen Bezug genommen. Fürst Karl erließ 1732 eine Nassau-Usingische Judenordnung.

1801 wurden 31 jüdische Einwohner gezählt, 1905 waren es 89 (was einem Anteil an der Bevölkerung von 4,7 % entsprach). Neben den Usinger Juden gehörten auch die in Eschbach und Grävenwiesbach, später (nach 1920) auch die in Anspach mit Rod am Berg und Schmitten lebenden jüdischen Personen zur jüdischen Gemeinde Usingen. Die Gemeinde gehörte zum Rabbinatsbezirk Weilburg und später zum Rabbinatsbezirk Bad Ems-Weilburg. Eine Reihe von Gewerbetrieben und Handelsgeschäften in Usingen wurden durch Juden betrieben.

Die jüdische Gemeinde betrieb eine Synagoge, eine jüdische Schule, eine Mikwe sowie den jüdischen Friedhof. Aufgrund der Judenverfolgung und -ermordung in der Zeit des Nationalsozialismus endete die jüdische Gemeinde Usingens 1938/1940.

Synagoge
Koordinaten:50° 20′ 5,7″ N,8° 32′ 5,8″ O50.334928.53494

Seit Anfang des 19. Jahrhunderts diente ein Betraum in einem der jüdischen Wohnhäuser als Synagoge. 1877 war die Synagoge baufällig. In den Jahren 1885/86 baute die jüdische Gemeinde eine ehemalige Scheune in eine Synagoge um. Das Gotteshaus in der Klaubergasse 8 verfügte über 40 Plätze für Männer und 18 für Frauen. Daneben bestanden in Anspach und Rod am Berg jeweils eigene Beträume.

Im September 1938 wurden die Fenster der Synagoge eingeschlagen und die Inneneinrichtung verwüstet. Das Gebäude wurde am 5. November 1938 durch den letzten Gemeindevorsteher Julius Hirsch an einen Privatmann verkauft, der das Gebäude in ein Wohnhaus umbaute. Seit September 1991 erinnert eine Gedenktafel mit der Inschrift: „In diesem Gebäude befand sich vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis 1938 die Synagoge der Usinger Juden“ an die ehemalige Synagoge.

Jüdischer Friedhof
Koordinaten:50° 20′ 16,1″ N,8° 30′ 54,5″ O50.3377988.515139

Bis 1885 wurden die Verstorbenen der jüdischen Gemeinde auf dem jüdischen Friedhof in Grävenwiesbach bestattet. 1884/85 wurde ein jüdischer Friedhof in Usingen angelegt. Das Grundstück, das die Zivilgemeinde der jüdischen Gemeinde kostenlos zur Verfügung stellte, liegt nahe dem heutigen Schützenhaus und nahe dem Hattsteinweiher. Der Friedhof wurde am 23. Januar 1885 eingeweiht. Am gleichen Tag wurde mit David Simon aus Eschbach der erste Tote bestattet. Insgesamt sind 59 Personen hier beerdigt. Die letzte Beisetzung erfolgte am 16. Dezember 1937. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden die meisten Grabsteine beschädigt oder zerstört. Die verbliebenen stehen auf dem Friedhof, auf dem ein Gedenkstein aufgestellt wurde, der die Inschrift trägt: „Friede dieser Ruhestätte und Ehre dem Gedächtnis der Toten“. Die Friedhofsfläche umfasst 24,81 ar. Die Pflege des Friedhofs wird durch die Zivilgemeinde vorgenommen.

Ahmadiyya Muslim Jamaat

Bait ul-Huda
Hauptartikel: Bait ul-Huda (Usingen)

Das Bait ul-Huda ist eine Moschee der Ahmadiyya Muslim Jamaat, die über eine Kuppel und ein 14 m hohes Minarett verfügt. Sie wurde 2004 eingeweiht und wird seitdem für religiöse und gemeinschaftliche Zwecke verwendet.

Grafen, ab 1688 Fürsten, von Nassau-Usingen (1659–1806)

Gedenkplakette für August Hergenhahn

Söhne und Töchter der Stadt

In Usingen haben gewirkt

Ehrenbürger

  • August Beckmann (1852–1914), Landrat des Kreises Usingen
  • Robert Manck, langjähriger Bürgermeister, Ernennung am 23. Juni 1973
  • Joachim Bierwirth et al.: 1200 Jahre Usingen, Beiträge zur Geschichte der ehemaligen Residenz- und Kreisstadt. Magistrat der Stadt Usingen, Usingen 2001, ISBN 3-924103-21-6.
  • Fritz Dienstbach: Usingen im Taunus in früherer Zeit. Ein Heimatbuch (= Usinger Geschichtshefte. Bd. 5,ZDB-ID 2123060-2). Geschichtsverein Usingen, Usingen 1999.
  • Rudi H. Kaethner, Martha Kaethner: Usingen. Menschen und Ereignisse aus der Geschichte einer kleinen deutschen Stadt. Wagner, Usingen 1981, ISBN 3-922600-01-8.
  • Frank-Michael Saltenberger: Usingen … ein „historischer“ Stadtrundgang. (PDF) 2. Auflage. Magistrat der Stadt Usingen, Usingen 2006.
  • Ernst Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Usingen. (Anhang: Kurze Chronik der Landgemeinden des Kreises Usingen). Druck und Verlag von L. Wagner’s Buchdruckerei, Usingen 1903.
  • Waren „Osungen“ und „Otsingen“ wirklich Usingen? In: Usinger Anzeiger. 11. Mai 2002,ZDB-ID 529821-0.
  • K. Weidemann: Ausgewählte Beispiele zur Siedlungsgeschichte des Frühen und Hohen Mittelalters im Hochtaunus und seinem Vorland. In: Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern. Band 21: Hochtaunus, Bad Homburg, Usingen, Königstein, Hofheim. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1972, S. 60–120 (Unveränderter Nachdruck. ebenda 1980, ISBN 3-8053-0136-7).
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  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2020 nach Gemeinden (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gesetz zur Neugliederung des Obertaunuskreises und des Landkreises Usingen (GVBl. II330-18) vom 11. Juli 1972. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972Nr.17,S.227,§ 2 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF;1,2MB]).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1,S.379.
  4. Archäologie im Usinger Land / Geschichtsverein Usingen e.V. Abgerufen am 6. April 2021 (deutsch).
  5. Ein spätbandkeramisches Erdwerk bei Usingen im Taunus, abgerufen am 17. September 2012
  6. Vergl. dazu den unter „Literatur“ angegebenen Artikel im Usinger Anzeiger vom 11. Mai 2002
  7. Die von Lokalhistorikern geäußerte Vermutung, Usingens Bedeutung habe darin bestanden, dass es eine Etappenstation auf einer karolingischen Königsstraße zwischen Frankfurt und Wetzlar gewesen sei, hat sich als nicht haltbar herausgestellt: Weder konnte bisher die Königsstraße nachgewiesen werden noch wird Wetzlar vor dem Ende des 9. Jahrhunderts urkundlich besonders hervorgehoben; erst im Jahre 897 wurde dort eine Salvatorkirche geweiht, die der Stadt größeres Ansehen verlieh.
  8. Vergleiche dazu: Rüdiger Kurth: König Philipp von Schwaben, die Grafen von Diez und Usingen. Ein neuer Blick auf eine alte Quelle. In: Jahrbuch Hochtaunuskreis 2011. Frankfurt 2010, S. 309–314. Die bei Kaethner (siehe Literatur) S. 16/17 abgedruckte und übersetzte Urkunde hat sich als fehlerbehaftete, unvollständige Wiedergabe erwiesen
  9. Vergleiche dazu Bierwirth et al., S. 7 f. – siehe Literatur
  10. Kreisordnung für die Provinz Hessen-Nassau 1886 (Digitalisat)
  11. Die folgenden Angaben folgen großenteils den Angaben bei Käthner (siehe Literatur), S. 151 ff
  12. REINER SCHOLZ: Die Zeit: Unter der öffentlichen Hand (30. August 1996)
  13. Kommunalwahlen 2006 in Hessen. In: www.statistik-hessen.de. Archiviert vomOriginal; abgerufen am 4. September 2016.
  14. Eldrid Kallenbach: Die Dorfschulen in Nassau-Usingen 1659–1806, 1999, S. 21 (PDF; 1,4 MB)
  15. Ergebnis der Gemeindewahl am 14. März 2021. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2021.
  16. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
  17. Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vomOriginal; abgerufen im April 2011.
  18. Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vomOriginal; abgerufen im April 2006.
  19. Auf Grund eines formalen Fehlers (die Wahlliste wurde verspätet eingereicht) wurde die CDU nicht zur Kommunalwahl 2001 zugelassen.
  20. Direktwahlen in Usingen. (Memento vom 24. März 2016 im Internet Archive) In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt.
  21. Rudi H. und Martha Kaethner: Usingen - Menschen und Ereignisse aus der Geschichte einer kleinen deutschen Stadt. Wagner Verlag, Usingen 1981,S.313 -317.
  22. Usingen – Wappen von Usingen (coat of arms). In: www.ngw.nl. Abgerufen am 3. September 2016.
  23. Zumtobel schließt Werk in Usingen Ende 2016. In: vorarlberg.orf.at. 28. Oktober 2016, abgerufen am 22. Oktober 2017.
  24. Heinrich Nitschke: Von der Lateinschule in Usingen zur CWS (bis 1922). In: Ingrid Berg (Hrsg.): Heimat Hochtaunus. Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-7829-0375-7, S. 355–358
  25. Pauken in der Usinger Hugenottenkirche. In: Frankfurter Neue Presse. 18. April 2017, abgerufen am 26. Dezember 2019.
  26. Schulzentrum Usingen wird mit einer großen Feier eröffnet. In: kultusministerium.hessen.de. 8. September 2017, abgerufen am 26. Dezember 2019.
  27. Neue "KLS" in Usingen bekommt Gymnasialzweig - ohne Oberstufe. In: Frankfurter Neue Presse. 29. März 2017, abgerufen am 26. Dezember 2019.
  28. Frank-Michael Saltenberger: Patriotische Glorifizierung. In: Jahrbuch des Hochtaunuskreises 2006. ISBN 3-7973-0947-3. S. 188–195
  29. E.F.J. Dronke, Codex Diplomaticus Fuldensis (Cassel 1850), Nr. 834a
  30. Weidemann S. 117 – siehe Literatur
  31. Geschichte der Synagoge und der jüdischen Gemeinde
  32. Der jüdische Friedhof in Usingen (Hochtaunuskreis). In: alemannia-judaica.de. Abgerufen am 6. April 2021.
  33. Angelika Baeumerth: Chronik 1972–2000 Hochtaunuskreis. 2001, S. 14
Normdaten (Geografikum): GND:4062202-2(OGND, AKS) | LCCN:n79112520 | VIAF:132513620

Usingen hessische Stadt im Hochtaunuskreis Sprache Beobachten Bearbeiten Usingen ist eine Stadt mit 14 722 Einwohnern 31 Dezember 2020 im sudhessischen Hochtaunuskreis Die uber 1200 Jahre alte Buchfinkenstadt im Taunus war Residenzstadt des Hauses Nassau Usingen Wappen Deutschlandkarte50 334027777778 8 5372222222222 288 Koordinaten 50 20 N 8 32 OBasisdatenBundesland HessenRegierungsbezirk DarmstadtLandkreis HochtaunuskreisHohe 288 m u NHNFlache 55 81 km2Einwohner 14 722 31 Dez 2020 1 Bevolkerungsdichte 264 Einwohner je km2Postleitzahl 61250Vorwahl 06081Kfz Kennzeichen HG USIGemeindeschlussel 06 4 34 011LOCODE DE USGStadtgliederung 7 StadtteileAdresse der Stadtverwaltung Wilhelmjstrasse 1 61250 UsingenWebsite usingen deBurgermeister Steffen Wernard CDU Lage der Stadt Usingen im Hochtaunuskreis Inhaltsverzeichnis 1 Geographie 1 1 Geographische Lage 1 2 Nachbargemeinden 1 3 Stadtgliederung 2 Geschichte 2 1 Ur und Fruhgeschichte 2 2 Der Ursprung Usingens 2 3 Usingen in der Grafschaft Diez 2 4 Usingen als nassauische Stadt 2 5 20 Jahrhundert bis heute 2 6 Einwohnerentwicklung 3 Politik und Verwaltung 3 1 Stadtverordnetenversammlung 3 2 Burgermeister 3 3 Wappen 3 4 Stadtepartnerschaften 4 Wirtschaft und Infrastruktur 4 1 Hochtaunus Kliniken gGmbH 4 2 Erdfunkstelle Usingen 4 3 Zumtobel 4 4 Bremthaler Quarzitwerk 4 5 Offentlicher Personennahverkehr 4 6 Bildung 4 6 1 Grundschulen 4 6 2 Weiterfuhrende Schulen 4 6 3 Landwirtschaftliche Schule 5 Sehenswurdigkeiten 5 1 Usinger Schloss und Schlosspark 5 2 Evangelische Laurentiuskirche 5 3 Hugenottenkirche und Alter Marktplatz 5 4 Rathaus 5 5 Prinzenpalais 5 6 Amtsgericht 5 7 Eschbacher Klippen 5 8 Hattsteinweiher 6 Kultur 6 1 Buchfinkenstadt 6 2 Veranstaltungen 6 3 Medien 6 4 Vereine 6 4 1 Schutzenverein 1422 e V 6 5 Religionen 6 5 1 Katholische Gemeinde 6 5 2 Judische Gemeinde Usingen 6 5 2 1 Synagoge 6 5 2 2 Judischer Friedhof 6 5 3 Ahmadiyya Muslim Jamaat 6 5 3 1 Bait ul Huda 7 Personlichkeiten 7 1 Grafen ab 1688 Fursten von Nassau Usingen 1659 1806 7 2 Sohne und Tochter der Stadt 7 3 In Usingen haben gewirkt 7 4 Ehrenburger 8 Literatur 9 Weblinks 10 EinzelnachweiseGeographie BearbeitenGeographische Lage Bearbeiten Blick uber Usingen fotografiert von der Spitze der Laurentiuskirche Usingen im Winter Die Stadt Usingen liegt in dem nach ihr benannten Usinger Land Sie befindet sich an der Usa im Usinger Becken am nordostlichen Rande des Taunus Usingen liegt ca 30 Kilometer nordlich von Frankfurt am Main 27 Kilometer sudlich von Wetzlar und 38 Kilometer nordostlich von Wiesbaden und an der Grenze des Rhein Main Gebietes Der Stadtkern liegt etwa auf 300 m u NN die hochste Erhebung im Stadtteil Usingen ist der Hohe Berg mit 414 m uber NN Nachbargemeinden Bearbeiten Usingen grenzt im Norden und Osten an den Wetteraukreis Stadt Butzbach und Gemeinde Ober Morlen im Sudosten an die Gemeinde Wehrheim im Suden an die Stadt Neu Anspach und die Gemeinde Schmitten im Taunus im Westen an die Gemeinden Weilrod und im Nordwesten an die Gemeinde Gravenwiesbach Stadtgliederung Bearbeiten Stadtgliederung von Usingen Die Stadt Usingen umfasst neben der Kernstadt sechs weitere Stadtteile die im Zuge der Gebietsreform in Hessen in die Stadt eingegliedert wurden Stadtteil Wappen Eingemeindung 2 3 EinwohnerEschbach 1 August 1972 2 2 128Kransberg 31 Dezember 1971 749Merzhausen 1 August 1972 2 904Michelbach 31 Dezember 1971 354Wernborn 31 Dezember 1971 1 606Wilhelmsdorf 1 August 1972 2 415 Fur das Gebiet der Kernstadt Usingen und der sechs fruheren Gemeinden wurden per Hauptsatzung Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher errichtet Die Grenzen der Ortsbezirke sind nicht besonders definiert und folgen daher den seitherigen Gemarkungsgrenzen Geschichte BearbeitenIm Zuge der Erforschung und des Wiederaufbaus des Romerkastells Saalburg bei Bad Homburg vor der Hohe seit dem Ende des 19 Jahrhunderts wurde auch die Besiedlungsgeschichte Usingens intensiver erforscht Seitdem kam es immer wieder zu Einzelfunden oder den Nachweis von Siedlungsresten welche die Geschichte des Usinger Landes seit der Fruhzeit dokumentieren Nach Grundung der Archaologie AG Usingens 4 1994 die durch das Landesamt fur Denkmalpflege Hessen und das Seminar fur Vor und Fruhgeschichte der Johann Wolfgang Goethe Universitat Frankfurt Main unterstutzt wird konnte die Erforschung der regionalen Siedlungsstruktur verbessert werden Einige Funde Kulturguter sind im Keller des Usinger Rathauses im Museum fur Vor und Fruhgeschichte zu betrachten Ur und Fruhgeschichte Bearbeiten Ausgrabung und Dokumentation von Pfostenspuren innerhalb des spatbandkeramischen Erdwerks bei Usingen Herbst 2000 Dokumentation des Spitzgrabens des Erdwerks durch Anlegen mehrerer Langs und Querprofile Usingen Herbst 2000 Der fruheste Nachweis menschlicher Tatigkeit im Usinger Raum ist eine Art Basislager der mittelsteinzeitlichen Jager und Sammler das 1997 bei Naunstadt nachgewiesen werden konnte Solche Lager dienten den damaligen Nomaden als Ausgangs und Ubernachtungspunkt fur die notwendige Nahrungsversorgung Es ist fraglich ob sich daruber hinaus grossere Siedlungen aus dieser Epoche finden lassen werden Zwar wird das Usinger Land durch einige Flusse und Bache durchzogen diese sind und waren fur eine wirtschaftliche Schifffahrt jedoch zu klein Deutschlandweit wurde jedoch ermittelt dass in der Zeit von 11 000 bis 5 600 v Chr grossere Siedlungen zumeist an bedeutenden Flussen gegrundet wurden die zur Trinkwasserversorgung und fur den Handel unabdingbar waren Erst allmahlich breiteten sich die Kulturen dann auch in abgelegene Gebiete aus Aus der fruhen Jungsteinzeit ca 5 000 v Chr konnten zwischen 1993 und 1996 sechs Siedlungsplatze bei Friedrichsthal Maibach Wernborn und Usingen nachgewiesen werden Da sie abseits der Wetterau und des Limburger Beckens und uber der ublichen Siedlungshohe zwischen 260 und 410 m u NN liegen kann das Usinger Becken fur diese Zeit als eigene Siedlungskammer betrachtet werden Bestandteil ist unter anderem ein Graben Erdwerk bei Usingen von uber zwei Hektar Grosse welches mehrfach ausgebaut wurde 5 Solche Funde lassen sich auf die ersten Ackerbauer und Viehzuchter zuruckfuhren und gehoren zur Linearbandkeramischen Kultur Von den nachfolgenden Kulturstufen der Jungsteinzeit 4 900 bis 2 200 v Chr zeugen einige altere Lesefunde zumeist Steinbeile und axte die jedoch bislang keine Siedlungsplatze belegen Funde aus der Umgebung von Anspach Hasselborn und Wernborn lassen sich der Michelsberger Kultur 4 300 bis 3 500 v Chr zuordnen Spuren der fruhen Bronzezeit zwischen 2 200 und 1 600 v Chr konnten bislang nicht entdeckt werden jedoch belegen Siedlungs und Grabfunde der sich anschliessenden mittleren Bronzezeit Hugelgraberbronzezeit 1 600 bis 1 300 v Chr und der Urnenfelderkultur 1 300 bis 800 v Chr eine wieder auflebende Besiedlung des Usinger Landes In Wehrheim konnte zum Beispiel ein Friedhof der Urnenfelderkultur nachgewiesen werden Im ganzen Usinger Land sind Hugelgraber aus der vorromischen Eisenzeit der Hallstattkultur ca 800 bis 450 v Chr zu finden jedoch kaum Siedlungsplatze aus dieser Zeit ebenso wenige aus der sich anschliessenden Zeit der Kelten der La Tene Zeit 450 v Chr bis um Christi Geburt Im 1 bis 2 Jh n Chr siedelten Germanen nahe dem heutigen Usingen wie Grabungsfunde verdeutlichen Mit der Aufgabe des Limes um 260 n Chr endete auch der romische Einfluss im Usinger Raum Hinsichtlich der darauf folgenden Zeit der Volkerwanderungen ist bemerkenswert dass eine vermutlich alemannische Hohensiedlung bei Kransberg aufgefunden wurde Aus der Zeit des Mittelalters 600 bis 15 Jahrhundert n Chr gibt es zahlreiche Wustungen aufgelassene Siedlungen Burgen und noch bestehende Ortschaften aus mittelalterlicher Grundungszeit samt Baudenkmalern und Eisenverhuttungsplatzen Der Ursprung Usingens Bearbeiten Der Ort wird einige Male unter verschiedenen ahnlich lautenden Bezeichnungen im Codex Eberhardi des Klosters Fulda von etwa 1160 genannt wobei ein Bezug zu den Jahren zwischen 754 5 dem Todesjahr des Bonifatius und 802 angenommen wird Die Eintrage sind jedoch nicht mit einer Jahreszahl versehen sondern einfache Aufzahlungen von Ubertragungen an das Kloster Zudem enthalt der Codex auch etliche Ver Falschungen was insgesamt zu Zweifeln an der Genauigkeit der Angaben gefuhrt hat 6 Allerdings hat das Ergebnis einer Ausgrabung im Jahre 2002 gezeigt dass sich im Umfeld des heutigen Usingen unter anderem die Uberreste eines karolingischen Gebaudes befinden Archaologische Nachweise uber eine fruhmittelalterliche Siedlungstatigkeit an der Stelle der heutigen Stadt gibt es allerdings bisher nicht 7 Schliesslich konnte auch noch Stockheim ein wust gefallener Ort westlich von Usingen von Gewicht fur die Entstehung bzw Entwicklung Usingens gewesen sein Der Name der Wustung lasst auf seine Begrundung zur Zeit der frankischen Landnahme oder gar schon in alemannischer Zeit schliessen jedoch sind bisher keine greifbaren Bezugspunkte zu Usingen erkennbar Tauschurkunde Philipps von Schwaben vom 15 Januar 1207 mit anhangendem Siegel Usingen in der Grafschaft Diez Bearbeiten Bisher existieren keine historischen oder archaologischen Befunde uber Usingens Geschichte vom fruhen 9 bis zum Ende des 12 Jahrhunderts Erst zu Beginn des 13 Jahrhunderts das heisst in einer Tausch Urkunde vom 15 Januar 1207 wird der Ort wieder erwahnt Die Bruder Gerhard und Heinrich von Diez erhalten fur die Vogtei von Kastel von Konig Philipp von Schwaben das Patronatsrecht der Kirche und alles Konigsgut in Usingen Ausdrucklich ausgenommen von dieser Besitzubergabe sind jedoch die Horigen die nach dem Besitzrecht dem Konig eigen sind ebenso wie die Halfte derjenigen Horigen die der Kirche in Usingen zugehoren deren eine Halfte ebenfalls Konigsgut war Da im Mittelalter Land und Leute eine Einheit bildeten und nicht getrennt ubergeben werden konnten ist die Urkunde dahingehend zu interpretieren dass Konig Philipp nur unbesiedeltes Land ubertrug ihm der wertvollere Teil seines Konigsguts also erhalten blieb Die Grafen von Diez profitierten jedoch von dem Patronatsrecht denn damit stand ihnen das Recht zu den Pfarrer einzusetzen Somit hatten sie auch indirekten Zugriff auf die Einkunfte der Kirche 8 Ein Zweig der Familie derer von Diez nannte sich bereits 1208 nach einer in dem ihr zugesprochenen Gebiet neu errichteten Burg in Alt Weilnau Grafen von Weilnau 1302 teilten ihre Nachkommen ihren Besitz und erbauten in Neuweilnau eine neue Burg 9 Usingen als nassauische Stadt Bearbeiten Furst Walrad von Nassau Usingen Usingen um 1830 Stadtansicht 1864 Nach 1208 schweigen die Quellen zu Usingen erneut fur ein Jahrhundert Erst 1326 wird es wieder direkt urkundlich erwahnt Graf Gerlach von Nassau erwarb pfandweise von Heinrich von Neuweilnau einem Nachfahren der Grafen von Diez unter anderem das als Dorf bezeichnete Usingen 1346 ubernahmen die Sohne Gerlachs Adolf und Johann die Herrschaft uber die Ansiedlung Neun Jahre spater 1355 erfolgte eine Teilung zwischen den Brudern und Usingen fiel als Teil von Nassau Weilburg Saarbrucken an Graf Johann unter dem die Umwandlung vom Dorf zur Stadt begann Es entstand eine befestigte Burg oder Schloss Uber 500 Jahre unterstand Usingen der nassauischen Oberhoheit Die nassauische Burg an der Stelle der heutigen Christian Wirth Schule und eine Mauer mit funf Toren schutzten nun das kleine Stadtchen das wohl in der zweiten Halfte des 14 Jahrhunderts befestigt worden war und Stadtrechte erhalten hatte Dies bedeutet allerdings auch dass sich der Siedlungsschwerpunkt jetzt endgultig aus dem Tal auf die Anhohe verlagert hatte Es ist unbekannt wann und warum dieser Prozess einsetzte Nachfolger von Graf Johann wurde sein Sohn Philipp als Landesherr 1405 erwarb dieser die Pfandherrschaft uber Neuweilnau Damit ging Usingen endgultig in den Besitz der Nassauer uber Philipp III von Nassau Weilburg fuhrte die Reformation in Usingen ein sie begann am 9 Juni 1527 mit einer Predigt von Philipps Hofprediger Henricus Romanus in der Usinger Kirche Im Jahr 1528 endeten die katholischen Gottesdienste in der Stadt Das Schloss in Usingen wurde 1560 vollig umgebaut und erweitert 1635 fiel es und ein grosser Teil der Stadt einem Brand zum Opfer den spanische Truppen bei der Plunderung der Stadt wahrend des Dreissigjahrigen Krieges gelegt hatten Ab 1659 residierten in der zum Schloss mit schonem Garten ausgebauten Burg die Grafen und von 1688 bis 1744 die Fursten von Nassau Usingen Eine herausragende Personlichkeit in der Geschichte Usingens war Furst Walrad der bei der Teilung der nassau saarbruckischen Lander am 31 Marz 1659 das Usinger Land erhielt Er regierte 43 Jahre und war ein geachteter Feldherr u a Generalfeldmarschall der Niederlande unter Wilhelm III von Oranien Das heutige Bild der Stadt hat er entscheidend mitgepragt da er nach dem Ruckgang der Bevolkerung durch den Dreissigjahrigen Krieg und den drei Stadtbranden vor allem dem Stadtbrand von Usingen 1692 im 17 Jahrhundert Hugenotten ansiedelte und die Neustadt anlegen liess 1681 wurde bei Usingen auf Betreiben Walrads eine Eisenhutte als Eigenbetrieb eingerichtet Unter Walrads Sohn und Nachfolger als Furst Wilhelm Heinrich wurde der Ortsteil Wilhelmsdorf gegrundet Dessen Sohn Furst Karl verlagerte 1744 seine Residenz von Usingen nach Wiesbaden Biebrich Damit endete Usingens Zeit als Residenzstadt Es blieb jedoch bis zur Annexion des Herzogtums Nassau durch das Konigreich Preussen im Jahr 1886 Sitz des Amtes Usingen Aufgrund der neue Kreisordnung fur die Provinz Hessen Nassau vom 1 April 1886 wurde das Amt Usingen aufgelost und der Landkreis Usingen mit der Kreisstadt Usingen bis zum August 1972 gebildet 10 Die geringe Industrieentwicklung der Neuzeit konnte auch durch den Eisenbahnanschluss des Jahres 1895 nicht verstarkt werden 20 Jahrhundert bis heute Bearbeiten Der Erste Weltkrieg hinterliess seine Spuren auch in Usingen je langer der Krieg dauerte Das Notgeld vom 1 November 1918 ist ein Zeichen fur die Ressourcen Verknappung in den letzten Tagen des Ersten Weltkriegs als zum Beispiel nicht mehr genug Papier zur Verfugung stand um staatlicherseits Geld zu drucken So schritten lokale Behorden in Eigenverantwortung zu Hilfemassnahmen 20 Mark Notgeld Stadt Usingen vom 1 November 1918 Am 9 November 1918 gab Reichskanzler Prinz Max von Baden 1867 1929 eigenmachtig und ohne Einwilligung von Kaiser Wilhelm II dessen Abdankung bekannt Daraufhin bildete sich wie uberall in Deutschland auch in Usingen ein Arbeiter und Soldatenrat der den Ubergang vom Kaiserreich zur Republik ohne gewaltsame Massnahmen vollzog In den Folgejahren hatten die Usinger ebenso wie das ganze Deutsche Reich unter den Folgen der Inflation mit ihrem Hohepunkt 1923 und der Weltwirtschaftskrise von 1929 zu leiden 11 Der Aufstieg der NSDAP vollzog sich auch hier 1930 war sie bereits drittstarkste Partei im Kreis Nach der Machtergreifung wurde der Kreisleiter der NSDAP Johannes Lommel am 1 Oktober 1933 Landrat des Kreises Usingen der zwischenzeitlich fur kurze Zeit aufgelost worden war nun aber neu entstand Den Zweiten Weltkrieg uberstand die Stadt weitgehend unbeschadet und wurde am Karsamstag 1945 von den Amerikanern besetzt In den folgenden Jahren stieg die Zahl der Bewohner durch Fluchtlinge und Heimatvertriebene erheblich an Auch nach dem Verlust der Kreisstadtfunktion aus der Fusion der Kreise Usingen und Obertaunus entstand 1972 der Landkreis Hochtaunus mit der Kreisstadt Bad Homburg ist Usingen mehr denn je der Mittelpunkt des Usinger Landes Ein grosser politischer Skandal in der Stadt war die Verhaftung von Burgermeister Rolf Eggebrecht CDU am Buss und Bettag 1991 wegen Korruptionsverdachts 12 Im Rahmen der Korruptionsaffare im Hochtaunuskreis wurden neben dem ersten Kreisbeigeordneten Hans Joachim Galuschka CDU auch die Burgermeister von Neu Anspach Heinz Born SPD und anderer Taunusorte verurteilt Bei der Kommunalwahl 2001 wurde Usingen hessenweit durch eine Panne bekannt Die Liste der CDU der bislang starksten politischen Kraft in Usingen wurde aufgrund eines formalen Fehlers die Wahlliste wurde verspatet eingereicht nicht zur Kommunalwahl zugelassen In der Folge erhielt die FDP so viele Stimmen dass deren Liste nicht ausreichte bis zum Ende der Wahlperiode alle gewonnenen Platze zu besetzen Bei der folgenden Kommunalwahl erreichte die CDU eine absolute Mehrheit der Mandate 13 Einwohnerentwicklung Bearbeiten Jahr vor 1618 1642 1698 1736 1746 1801 1900 1980 2007 2014Einwohner knapp 1 000 ca 200 ca 540 ca 860 1 168 1 720 1 890 5 166 14 13 332 13 817 seit der Gebietsreform mit Ortsteilen Seit dem Zweiten Weltkrieg ist die Zahl der Einwohner in Usingen stark gestiegen Waren es direkt nach dem Krieg vor allem Heimatvertriebene aus den deutschen Ostgebieten und politische Fluchtlinge aus der SBZ DDR die die Einwohnerzahl erhohten so folgten ihnen ab Ende der 1950er Jahre zunehmend Pendler die im Rhein Main Gebiet arbeiteten und in Usingen wohnten Die Stadt wurde durch mehrere grosse Neubaugebiete erweitert Besonders hervorzuheben ist das Baugebiet Weingarten fur das 1965 der Bebauungsplan aufgestellt wurde Auf 200 000 m entstanden hauptsachliche Villen und Einfamilienhauser mit grossen Grundstucken von 500 bis 1000 m aber auch eine Reihe von Mehrfamilienhausern Heute ist der Kummel Hugel bevorzugte Wohnlage der Stadt Er wurde nach der Generalunternehmerin fur die Erschliessung und Bebauung der Immobilienmaklerin Elsbeth Kummel benannt In den 1990er Jahren wurde am Sudrand der Stadt das Baugebiet Schleichenbach I ausgewiesen dem mit Aufstellungsbeschluss vom 29 Marz 2003 Schleichenbach II folgte Auf 17 4 ha wurden 203 Bauplatze ausgewiesen Politik und Verwaltung BearbeitenStadtverordnetenversammlung Bearbeiten Die Kommunalwahl am 14 Marz 2021 lieferte folgendes Ergebnis 15 in Vergleich gesetzt zu fruheren Kommunalwahlen 16 17 18 Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2021 Insgesamt 37 Sitze SPD 7Grune 7FDP 3FWG 4CDU 13AfD 3 Parteien und Wahlergemeinschaften 2021 2016 2011 2006 2001 Sitze Sitze Sitze Sitze SitzeCDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 35 8 13 42 0 15 39 2 14 52 9 20 19 Grune Bundnis 90 Die Grunen 19 5 7 11 2 4 18 5 7 8 7 3 11 8 4SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 19 3 7 26 5 10 26 2 10 22 1 8 36 2 13FWG Freie Wahlergemeinschaft 11 1 4 13 2 5 11 0 4 6 1 2 FDP Freie Demokratische Partei 7 6 3 7 1 3 5 1 2 5 0 2 34 6 13AfD Alternative fur Deutschland 6 7 3 BEU Burger fur Ehrliches Usingen 5 1 2 17 4 7Gesamt 100 0 37 100 0 37 100 0 37 100 0 37 100 0 37Wahlbeteiligung in 51 9 52 9 47 1 48 2 47 1Burgermeister Bearbeiten Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Burgermeister fur sechs Jahre direkt gewahlt und ist Vorsitzender des Magistrats dem in der Stadt Usingen neben dem Burgermeister neun ehrenamtliche Stadtrate angehoren Burgermeister ist seit 7 Juni 2010 Steffen Wernard CDU Er setzte sich bei einer Stichwahl am 2 Mai 2010 gegen die SPD Kandidatin Birgit Hahn durch und loste Matthias Drexelius CDU ab der seit 1998 amtierte und im Jahr 2010 zum Ersten Beigeordneten des Planungsverbands Ballungsraum Frankfurt Rhein Main gewahlt wurde Im Kampf um seine Wiederwahl setzte sich Steffen Wernard am 6 Marz 2016 mit 59 7 Prozent erneut gegen die SPD Kandidatin Birgit Hahn durch 20 Unvollstandige Liste Usinger Burgermeister 21 Johann Christian Philippi 1802 1858 Amtszeit 1847 1848 Heinrich Wilhelm Becker 1812 1884 Amtszeit 1848 1884 Adolf Philippi 1840 1923 Amtszeit 1884 1908 Karl Schwinn 1873 1938 Amtszeit 1908 1911 Gustav Schuring 1878 Amtszeit 1911 1916 Ernst Ludwig Lissmann 1885 1980 Amtszeit 1916 1933 Ernst Becker 1889 1975 Amtszeit 1933 1938 Jacob Ziegler 1892 1976 Amtszeit 1938 1945 Wilhelm Ludwig Philippi 1881 1964 Amtszeit April Juli 1945 Johannes Christian Meyer 1895 Amtszeit Juli 1945 1948 Robert Mank 1934 Amtszeit 1948 bis zum 23 Juni 1973 Hermann Kronung SPD 1941 1983 Amtszeit 1973 1978 Rolf Eggebrecht CDU 1942 Amtszeit 1979 1992 Eva Maria Tempelhahn SPD Amtszeit 1993 1998 Matthias Drexelius CDU 1966 Amtszeit 1998 2010 Steffen Wernard CDU 1969 Amtsantritt 7 Juni 2010Wappen Bearbeiten Siegel um 1900 Schon das erste bekannte Usinger Stadtsiegel es gab altere aber ihr Aussehen ist unbekannt aus dem Jahr 1277 zeigt ein quadratisches Schild mit vier steigenden Lowen die Goldenen auf Nassau die Silbernen auf Saarbrucken bezogen da die Stadt damals von den Grafen von Nassau Saarbrucken regiert wurde Spatere Siegel zeigten keine Schindeln und Kreuze in den Feldern doch sie tauchten 1935 wieder auf als das derzeitige Wappen verliehen wurde Ein alteres Stadtsymbol ein Kleeblatt Dreipass wurde ebenfalls dem Wappenschild beigefugt 22 Stadtepartnerschaften Bearbeiten Es bestehen Stadtepartnerschaften mit Niederlande Overbetuwe Provinz Gelderland seit 1975 Frankreich Chassieu Departement Rhone seit 1990Wirtschaft und Infrastruktur Bearbeiten Erdfunkstelle Hochtaunus Kliniken gGmbH Bearbeiten Die Hochtaunus Kliniken werden vom Hochtaunuskreis getragen und vereinigen die Krankenhauser Bad Homburg Usingen und das St Josef Krankenhaus Konigstein unter einem Dach Ansassig in der Weilburger Strasse verfugt das Haus in Usingen uber 100 Betten und folgende Fachabteilungen Allgemeine Innere Medizin Chirurgie Anasthesie Geriatrie Nephrologie Pneumologie RheumatologieErdfunkstelle Usingen Bearbeiten Hauptartikel Erdfunkstelle Usingen Bahnhof um 1900 Usingen ist Standort einer Erdfunkstelle von Media Broadcast Satellite Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand auf dem Gelande des ehemaligen Feldflugplatzes von Merzhausen einem Ortsteil von Usingen eine KW Station 1979 folgte die erste grosse Parabolantenne Mittlerweile beheimatet die Station mehr als 90 Antennen darunter drei grosse die 19 Meter Durchmesser haben Die Erdfunkstelle gehort aber nur postalisch zu Usingen Die Gebaude und Antennen liegen auf Neu Anspacher Gemarkung trotzdem halt der Betreiber an der Bezeichnung Usingen 2 fest da sich dieser Name weltweit etabliert hat Bahnhofsgebaude heute Zumtobel Bearbeiten Bis zur Schliessung am 31 Dezember 2016 befand sich ein Werk des osterreichischen Lichttechnikherstellers Zumtobel mit 156 Mitarbeitern in dem Ort 23 Bremthaler Quarzitwerk Bearbeiten Seit 1997 ist das Bremthaler Quarzitwerk ein Teil der Mineralmuhle Leun Rau Gruppe mit Hauptsitz in Leun a d Lahn und aktiv in der Gewinnung Aufbereitung und Veredelung von Rohstoffen Von dort brachte von 1923 bis 1927 die Industriebahn des Geyseritwerks Usingen den Quarz zum Bahnhof Offentlicher Personennahverkehr Bearbeiten Usingen verfugt uber eine gute Anbindung an das offentliche Bahnnetz Die Bahnstrecke die das Usinger Land seit 1895 mit Frankfurt am Main verbindet gehort bis Friedrichsdorf dem Verkehrsverband Hochtaunus VHT Sie wird seit 1993 von der Hessischen Landesbahn GmbH HLB durch ihre Tochter Hessenbahn GmbH als Taunusbahn betrieben Die Zuge fahren halbstundlich sonntags stundlich nach Bad Homburg dazu kommen wahrend der Verkehrsspitzenzeiten stundlich durchgehende Zuge nach Frankfurt Hauptbahnhof Zusatzlich verkehren von Usingen aus Buslinien nach Weilrod Wehrheim und Schmitten Ein Anrufsammeltaxi AST stellt die Verbindung in den Stadtteil Michelbach her und verbindet die Usinger Wohngebiete miteinander Auch die Hochtaunus Kliniken werden durch das AST erschlossen Bildung Bearbeiten Usingen ist seit der Reformationszeit eine Schulstadt Lateinschule bis 1817 Lehrerseminar 1851 bis 1926 Gymnasium seit 1926 heute zusammen mit vielen anderen Schulformen Etwa 4500 Schuler kommen zum grossen Teil mit Bus und Bahn nach Usingen um den Unterricht zu besuchen Grundschulen Bearbeiten Astrid Lindgren Schule Grundschule Buchfinkenschule Grundschule im Stadtteil Eschbach Nach der Reformation gegen 1525 wurde in Usingen die Deutsche Schule eingefuhrt Ab 1605 wurden auch Madchen aufgenommen und gegen 1750 ein eigener Madchenlehrer bestellt 1699 bis 1823 waren die Jungenklassen im Haus Groos und die Madchenklassen im Haus Hessler untergebracht Mit der Einwanderung der Hugenotten bildeten diese 1720 eine eigene Schule mit Sitz in der Hugenottenkirche 1817 wurden diese Schulen im Rahmen der nassauischen Schulreform als Elementarschulen zusammengefasst Sie war als Simultanschule organisiert d h stand allen Schulern unabhangig von deren Religionszugehorigkeit offen Neben der regularen Volksschule bestand in Usingen ab 1870 die Seminarubungsschule an der die angehenden Lehrer der Lehrerbildungsanstalt praktische Erfahrungen im Unterricht sammeln konnten Dieses Schulangebot wurde als deutlich attraktiver wahrgenommen als die regulare Schule 1914 wurde Usingen in zwei Schulbezirke geteilt um den Konflikt wer die Seminarubungsschule besuchen durfte zu beseitigen Die Seminarubungsschule wurde 1926 geschlossen 1965 wurde der Neubau der Grundschule in der Pestalozzistrasse bezogen Heute gibt es zwei Grundschulen in Usingen die in den 1990er Jahren errichtete Astrid Lindgren Schule in der Wilhelm Martin Dienstbach Strasse und die Buchfinkenschule im Stadtteil Eschbach Weiterfuhrende Schulen Bearbeiten Christian Wirth Schule Gymnasium Helmut Schmidt Schule Kooperative Gesamtschule Saalburgschule Berufsschule Die erste dokumentierte Schule in Usingen war die Lateinschule Als Grundungsdatum wird 1551 angegeben Ein Visitationsbericht aus 1555 weist 155 Schuler aus Das Schulhaus in der Kirchstrasse wurde 1634 im dreissigjahrigen Krieg durch spanische Truppen niedergebrannt 1817 wurde im Grossherzogtum eine Schulreform durchgefuhrt Die Lateinschule wurde in eine von 11 Realschulen Nassaus umgewandelt Der Unterricht fand in einem Anbau des Schlosses statt Ab 1865 wurde der Unterricht im Rathaus und ab 1870 in der Hugenottenkirche statt Seit 1864 durften auch Madchen die Schule besuchen Hierdurch bestanden 2 Realschulklassen Im Jahr 1931 wurde die Realschule aufgelost 24 1953 wurde die Realschule neu gegrundet Ihren ehemaligen Namen Konrad Lorenz Schule erhielt sie 1991 als die 1976 eingerichtete additive Gesamtschule gemeinsam mit der Christian Wirth Schule wieder in selbststandige Schulen aufgeteilt wurde 25 2016 wurde ein neues Schulgebaude an der Gemarkung Am Lindenberg gebaut Mit dem Umzug in das neue Gebaude 2017 erfolgte die Umbenennung in Helmut Schmidt Schule 26 Sie wird seitdem nicht mehr als reine Haupt und Realschule sondern als kooperative Gesamtschule gefuhrt 27 Landwirtschaftliche Schule Landwirtschaftliche Schule Bearbeiten Bis 1988 bestand in Usingen die Landwirtschaftliche Schule Sehenswurdigkeiten BearbeitenSiehe auch Kulturdenkmaler in Usingen Siehe auch Naturdenkmaler in Usingen Usinger Schloss und Schlosspark Bearbeiten Hauptartikel Usinger Schloss Christian Wirth Schule im Usinger Schloss In der Mitte der Innenstadt steht Usingens herrschaftliches Anwesen das Usinger Schloss Die genauen Ursprunge sind nicht eindeutig geklart als erster Wehrbau an diesem Ort ist ein unter Johann I von Nassau Weilburg errichtetes Burghaus aus dem 14 Jahrhundert uberliefert Am 5 Januar 1873 vernichtete ein Grossbrand das Schloss und es entstand ein preussischer Klinkerbau Im Gebaude ist die Christian Wirth Schule untergebracht Der Schlossplatz trennt die Unterstadt im Suden von der Oberstadt im Norden Oberhalb befindet sich der Schlosspark dessen Gelande in Nord Sud Richtung in Terrassen angelegt ist Die erste sudlichste Terrasse tragt den Neubau der Schulmensa danach folgt eine weitere Terrasse die als Sportfeld genutzt wird und oberhalb dieser befindet sich der eigentliche Schlosspark Auf der rechten Seite wird er durch Grunflachen bestimmt die von Baumreihen gesaumt sind Weithin sichtbar ist das Kriegerdenkmal der Stadt Usingen Das massive ubermannshohe Werk des Bildhauers Carl Wilhelm Bierbrauer wurde am 1 Juni 1924 eingeweiht 28 1922 schrieb der Magistrat von Usingen einen Wettbewerb zu Gestaltung des Mahnmals aus den Bierbrauer mit seiner martialischen Darstellung gewann Von unten betrachtet wird das Denkmal von zwei Darstellungen berittener Kampfer eingerahmt Die sich aufbaumenden Pferde schweben uber geschlagenen Fusssoldaten Auf der Ruckseite ist eine Darstellung eines sterbenden Kriegers angebracht Der linke Teil des Parks hat den Charakter eines lichten Waldes 1716 wurde eine Bepflanzung mit Eiben vorgenommen die heute noch den Park pragen Auf der Unterseite dieses Parkteils befindet sich das Denkmal der Fursten von Nassau Usingen Furst Walrad in der Mitte wird von seinen Nachfahren Karl und Karl Wilhelm eingerahmt Zentrum dieses Parkteils ist ein ovales Becken mit dem Charlotte Amalie Brunnen Oberhalb des Beckens am Ausgang Richtung Amtsgericht und Friedhof sind Rabatten mit Sitzgelegenheiten eingerichtet Schlosspark Wiese mit Kriegerdenkmal Kriegerdenkmal Eibenhain mit Blick auf das Becken Denkmal der Fursten von Nassau Usingen RabatteEvangelische Laurentiuskirche Bearbeiten Hauptartikel Evangelische Laurentiuskirche Laurentiuskirche Die evangelische Laurentiuskirche befindet sich am Rand der Altstadt Usingens oberhalb eines nach Sudwesten steil abfallenden Hangs der mit machtigen Stutzmauern bewehrt ist Ihre Entstehungsgeschichte ist ungeklart es hat sich gezeigt dass die angenommene urkundliche Ersterwahnung von 1190 unzutreffend ist und sich auf eine Kirche gleichen Namens in Oechsen einer Gemeinde im Wartburgkreis in Thuringen bezieht 29 Es bestehen auch keine Erkenntnisse daruber ob sich direkt unter der Kirche Spuren eines alteren Bauwerks befinden Ob der Flurname Alter Kirchhof im Tal sudwestlich der heutigen Kirche auf einen solchen Vorgangerbau hinweisen konnte ist ebenfalls offen Dort wurden angeblich zu Beginn des 20 Jahrhunderts die Grundmauern einer kleinen Kirche freigelegt 30 woruber jedoch keine Unterlagen vorhanden sind Die Angabe ist deshalb zweifelhaft ebenso wie die Einordnung dieser Kirche ins 11 Jahrhundert Ab dem 13 Jahrhundert existieren schriftliche Hinweise auf das Gotteshaus das am Ende des 15 Jahrhunderts wegen Baufalligkeit umfassend renoviert und mit einem Turm versehen wurde Davon kundet die im unteren Eckstein eingravierte Jahreszahl 1490 wobei die 4 als nach unten offene 8 geschrieben ist Der Turm selbst war als Wehrturm konzipiert und in die alte Stadtbefestigung einbezogen dem Turmer oblag offensichtlich das Amt des Glockners wie des Feuerwachters Das Erscheinungsbild der Kirche hat sich seit 1635 nicht mehr wesentlich verandert als das Bauwerk abbrannte und von 1651 bis 1658 wieder aufgebaut wurde Dabei erhielt der Turm seine charakteristische barocke Haube Er wurde zuletzt 2005 6 komplett saniert Hugenottenkirche und Alter Marktplatz Bearbeiten Hauptartikel Hugenottenkirche Hugenottenkirche Eine weitere Feuersbrunst im Jahre 1692 zerstorte die so genannte Usinger Oberstadt Auf Anordnung des Fursten Walrad 1635 1702 wurde sie umgehend wieder aufgebaut wobei das rasterformige Grundmuster der symmetrischen Strassenzuge wohl vom Hofmaler Johann Emmerich Kuntzel entworfen wurde Das Stadtbild ist heute noch durch die damalige Konzeption und die im Zusammenhang damit entstandenen reprasentativen Burgerhauser wie das Liefrink Haus gepragt Das Herz der so genannten Neustadt bildet die um 1700 durch den Baumeister Benedikt Burtscher errichtete Hugenottenkirche mit dem Alten Marktplatz Die Kirche zeigt in ihrem Baustil besondere Gemeinsamkeiten mit dem bekannten Gotteshaus von La Rochelle Im Jahr 1817 entfiel durch die Vereinigung der lutherischen Protestanten und der reformierten Kirche die religiose Nutzung des Gebaudes das daraufhin zu einer Schule umgebaut wurde Heute ist dort die Usinger Stadtbucherei In den Obergeschossen befinden sich zahlreiche weitere Raumlichkeiten fur kulturelle Veranstaltungen und Versammlungen Rathaus Bearbeiten Hauptartikel Rathaus Rathaus Gegenuber dem Schloss liegt das Rathaus aus dem Jahr 1687 Es handelt sich um ein Fachwerkhaus im barocken Stil das im Jahr 2005 frisch saniert wurde und die Raume des Burgermeisters sowie das Burgerburo der Stadt beinhaltet Das historisch beeinflusste rote Eichenholzfachwerk pragt die beiden Schauseiten zum Schloss und zur Kirche Auf dem Dach ist ein Nachbau der alten Wetterfahne mit dem nassauischen Lowen und dem Kleeblatt angebracht die auch im Stadtwappen erscheinen Vom ursprunglichen kleineren gotischen Rathaus an gleicher Stelle ist nur noch der Gewolbekeller erhalten in dem sich heute die Vor und Fruhgeschichtliche Abteilung des Stadtmuseums befindet Prinzenpalais Bearbeiten Hauptartikel Prinzenpalais Prinzenpalais Prinz Friedrich August von Nassau Usingen seit 1803 regierender Furst und nassauischer Herzog von 1806 bis 1816 liess sich von Baumeister Johann Wilhelm Faber auf dem ehemaligen Hattsteiner Hof dieses Palais errichten Dieses bewohnte er als Prinz doch nachdem er Furst geworden war wechselte er seinen Wohnsitz in das Biebricher Schloss Mit der Bildung des Landkreises Usingen wurde das Prinzenpalais zum Landratsamt umgebaut und es erfolgten einige Anbauten Mit der Gebietsreform in Hessen wurde der Landkreis Usingen aufgelost und Teil des Hochtaunuskreises Im Prinzenpalais verblieben zunachst noch eine Aussenstelle der Kreisverwaltung und eine Kfz Zulassungsstelle Inzwischen wurden die heruntergekommenen Anbauten abgerissen und ein Renovierungsprojekt gestartet Amtsgericht Bearbeiten Hauptartikel Amtsgericht Nordlich vom Schlossgarten an der Weilburger Strasse befindet sich das denkmalgeschutzte Gebaude des ehemaligen Amtsgerichts Heute ist dort die Polizeistation untergebracht Eschbacher Klippen Bearbeiten Eschbacher Klippen Hauptartikel Eschbacher Klippen Die Eschbacher Klippen im Ortsteil Eschbach sind eine Gruppe bis zu zwolf Meter hoher Felsen aus Quarzgestein Sie sind der sichtbare Teil eines etwa sechs Kilometer langen Quarzganges der sich quer durch das Usatal bis zum Wormstein im Usinger Stadtwald fortsetzt Hattsteinweiher Bearbeiten Hauptartikel Hattsteinweiher Der Hattsteinweiher bei Usingen mit 1 6 ha ist der einzige Badesee im Usinger Land Kultur Bearbeiten Buchfinken in Usingen Buchfinkenstadt Bearbeiten Usingen ist auch bekannt als Buchfinkenstadt im Buchfinkenland Das im Jahr 1938 durch Theo Geisel verfasste Buchfinkenlied beschreibt den Heimatbegriff das Usinger Land im Hintertaunus das Buchfinkenland Das Lied vermittelt Geborgenheit menschliche Nahe und Warme Durch den Buchfinkenfall die Buchfinkenmesse und den Buchpreis Usinger Buchfink ist der Begriff in das Bewusstsein der Burger zuruckgekehrt Seit dem Jubilaumsjahr 2002 der Stadt Usingen verschonern an verschiedenen Stellen in der Stadt bunte Buchfinken das Stadtbild Veranstaltungen Bearbeiten Weit uber die Grenzen von Usingen bekannt ist der jedes Jahr am zweiten Septemberwochenende stattfindende Laurentiusmarkt mit der Kreistierschau sowie der jahrliche Usinger Flohmarkt Ende Juni Medien Bearbeiten In Usingen erscheinen die Usinger Neue Presse die Hintertaunus Ausgabe der Taunus Zeitung die wiederum eine Regionalausgabe der Frankfurter Neuen Presse ist und der Usinger Anzeiger als tagliche Lokalzeitungen Vereine Bearbeiten Schutzenverein 1422 e V Bearbeiten Der Usinger Schutzenverein ist einer der altesten Schutzenvereine Deutschlands Die erste schriftliche Erwahnung der Usinger Schutzengilde ist eine Einladung der Frankfurter Schutzengesellen zu einem Wettschiessen im Jahr 1422 Heute verfugt der Verein uber ein 1961 erbautes Schutzenhaus und viele aktive Mitglieder Der Schutzenverein 1422 Usingen und seine rund 400 Mitglieder richten seit vielen Jahren die auch weit uber die Grenzen der Region bekannte Laurentiuskerb aus Religionen Bearbeiten Katholische Gemeinde Bearbeiten Katholische Kirche Im evangelischen Usingen bestand erst seit dem 19 Jahrhundert wieder eine kleine katholische Gemeinde Diese errichtete eine kleine Backsteinkirche am Standort der heutigen katholischen Kirche Zwischen 1900 und 1965 existierte das sog St Josefskloster im Schlagweg 12 als eine Filiale der Arme Dienstmagde Jesu Christi vulgo Dernbacher Schwestern Die dortigen Schwestern arbeiteten in der ambulanten Krankenpflege und unterhielten ein uberkonfessionell genutztes Altersheim Durch die Zuwanderung von katholischen Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die katholische Gemeinde stark an Der Pfarrer Adolf Moller betrieb daher in den 1950er Jahren einen Neubau Dieser wurde Ende der funfziger Jahre nach den Planen von Architekt Paul Johannbroer gebaut und im September 1960 auf den Namen des heiligen Laurentius geweiht Das bestehende Pfarrhaus wurde im Jahre 1968 umgebaut und erweitert Wie bei vielen Kirchen der 1950er und 1960er Jahre steht der Turm frei Die Aussenwande und die Altarwand sind mit rotem Main Sandstein verkleidet Neben der Kirche befand sich bis Ende der 1980er Jahre das Kino Das Gebaude in dem spater eine Tanzschule untergebracht war ist inzwischen abgerissen Judische Gemeinde Usingen Bearbeiten Bereits um 1600 lebten einzelne judische Familien in Usingen Im Jahre 1602 wird Isak Nehem aus Usingen genannt 1651 und 1742 wird auf Judenordnungen in Usingen Bezug genommen Furst Karl erliess 1732 eine Nassau Usingische Judenordnung 1801 wurden 31 judische Einwohner gezahlt 1905 waren es 89 was einem Anteil an der Bevolkerung von 4 7 entsprach Neben den Usinger Juden gehorten auch die in Eschbach und Gravenwiesbach spater nach 1920 auch die in Anspach mit Rod am Berg und Schmitten lebenden judischen Personen zur judischen Gemeinde Usingen Die Gemeinde gehorte zum Rabbinatsbezirk Weilburg und spater zum Rabbinatsbezirk Bad Ems Weilburg Eine Reihe von Gewerbetrieben und Handelsgeschaften in Usingen wurden durch Juden betrieben Die judische Gemeinde betrieb eine Synagoge eine judische Schule eine Mikwe sowie den judischen Friedhof Aufgrund der Judenverfolgung und ermordung in der Zeit des Nationalsozialismus endete die judische Gemeinde Usingens 1938 1940 Synagoge Bearbeiten Koordinaten 50 20 5 7 N 8 32 5 8 O 50 33492 8 53494 Seit Anfang des 19 Jahrhunderts diente ein Betraum in einem der judischen Wohnhauser als Synagoge 1877 war die Synagoge baufallig In den Jahren 1885 86 baute die judische Gemeinde eine ehemalige Scheune in eine Synagoge um Das Gotteshaus in der Klaubergasse 8 verfugte uber 40 Platze fur Manner und 18 fur Frauen Daneben bestanden in Anspach und Rod am Berg jeweils eigene Betraume Im September 1938 wurden die Fenster der Synagoge eingeschlagen und die Inneneinrichtung verwustet Das Gebaude wurde am 5 November 1938 durch den letzten Gemeindevorsteher Julius Hirsch an einen Privatmann verkauft der das Gebaude in ein Wohnhaus umbaute Seit September 1991 erinnert eine Gedenktafel mit der Inschrift In diesem Gebaude befand sich vom Beginn des 19 Jahrhunderts bis 1938 die Synagoge der Usinger Juden an die ehemalige Synagoge 31 Judischer Friedhof Bearbeiten Koordinaten 50 20 16 1 N 8 30 54 5 O 50 337798 8 515139 Judischer Friedhof Bis 1885 wurden die Verstorbenen der judischen Gemeinde auf dem judischen Friedhof in Gravenwiesbach bestattet 1884 85 wurde ein judischer Friedhof in Usingen angelegt Das Grundstuck das die Zivilgemeinde der judischen Gemeinde kostenlos zur Verfugung stellte liegt nahe dem heutigen Schutzenhaus und nahe dem Hattsteinweiher Der Friedhof wurde am 23 Januar 1885 eingeweiht Am gleichen Tag wurde mit David Simon aus Eschbach der erste Tote bestattet Insgesamt sind 59 Personen hier beerdigt Die letzte Beisetzung erfolgte am 16 Dezember 1937 In der Zeit des Nationalsozialismus wurden die meisten Grabsteine beschadigt oder zerstort Die verbliebenen stehen auf dem Friedhof auf dem ein Gedenkstein aufgestellt wurde der die Inschrift tragt Friede dieser Ruhestatte und Ehre dem Gedachtnis der Toten Die Friedhofsflache umfasst 24 81 ar Die Pflege des Friedhofs wird durch die Zivilgemeinde vorgenommen 32 Judische Friedhofe im Hochtaunuskreis Anspach Bad Homburg vor der Hohe Burgholzhausen Falkenstein Gravenwiesbach Hasselbach Kronberg im Taunus Oberursel Schmitten im Taunus Seulberg Usingen Wehrheim Ahmadiyya Muslim Jamaat Bearbeiten Bait ul Huda Bearbeiten Hauptartikel Bait ul Huda Usingen Das Bait ul Huda ist eine Moschee der Ahmadiyya Muslim Jamaat die uber eine Kuppel und ein 14 m hohes Minarett verfugt Sie wurde 2004 eingeweiht und wird seitdem fur religiose und gemeinschaftliche Zwecke verwendet Personlichkeiten BearbeitenGrafen ab 1688 Fursten von Nassau Usingen 1659 1806 Bearbeiten Gedenkplakette fur August Hergenhahn Walrad 1659 1702 gefurstet 1688 Wilhelm Heinrich 1702 1718 Karl 1718 1775 Karl Wilhelm 1775 1803 Friedrich August 1803 1806 wird 1806 Herzog zu NassauSohne und Tochter der Stadt Bearbeiten Bartholomaus Arnoldi 1465 1532 Professor der Philosophie und Theologie und zunachst ein Lehrer und Freund spater ein Gegner Luthers Marquard von Hattstein 1529 1581 Bischof von Speyer Mathias Muller 1770 1844 deutsch osterreichischer Klavierbauer Ludwig Schellenberg 1772 1834 Buchhandler Buchdrucker und Verleger in Wiesbaden Ludwig von Pfnorr 1781 1853 badischer General Carl Willibald Bruno Bose 1784 Major Hofmarschall Kammerherr Heinrich Wilhelm Preiss 1789 1866 Schultheiss von Usingen und nassauischer Landtagsabgeordneter Johann Georg Martin Reinhardt 1794 1872 Landrat im Kreis Meisenheim August Hergenhahn 1804 1874 liberaler nassauischer Politiker Carl Ludwig Kirschbaum 1812 1880 Biologe und Museumsdirektor Carl Theodor Wagner 1826 1907 Uhrmachermeister und Unternehmer Friedrich Born Nassau 1828 1881 Abgeordneter der zweiten Kammer der Landstande des Herzogtums Nassau Theodor Langhans 1839 1915 Mediziner Entdecker der Langhans Riesenzellen Heinrich Theodor Schmidt 1843 1904 Architekt August Wilhelmj 1845 1908 Violinist Alfred Schellenberg 1850 1932 Architekt Richard Wick 1872 1955 preussischer Landtagsabgeordneter Wilhelm Martin Dienstbach 1873 1957 Lehrer und Heimatforscher Oskar Dienstbach 1910 1945 Lager und Standortarzt in mehreren Konzentrationslagern Malte Rauch 1937 Publizist und Filmemacher Barbara Patzek 1948 Althistorikerin Rainer Rudolph 1949 2009 Biochemiker Ulla Meinecke 1953 Sangerin Yvonne Ott 1963 Richterin am Bundesverfassungsgericht bis 2016 Richterin am Bundesgerichtshof Kai Klose 1973 Politiker Bundnis 90 Die Grunen Jan Ulrich Schmidt 1976 Kunstler und HochschullehrerIn Usingen haben gewirkt Bearbeiten Friedrich Muller 1803 1876 Amtmann in Usingen und Landtagsabgeordneter Victor von Eck 1813 1893 liberaler nassauischer Politiker und Landtagsabgeordneter im Wahlkreis IX Usingen Reichelsheim Advokat in Usingen Friedrich Christian Wirth 1826 1895 Preussischer Landesdirektor und Abgeordneter Klaus F Wagner 1921 2004 Verleger des Usinger Anzeigers Gunter Drexelius 1939 2015 Stadtverordnetenvorsteher CDU Eheleute Norbert Braun 1950 und Dagmar Braun 1956 Unternehmer und Trager des Bundesverdienstkreuzes am Bande Ellen Enslin 1960 Landtagsabgeordnete Grune Ehrenburger Bearbeiten August Beckmann 1852 1914 Landrat des Kreises Usingen Robert Manck langjahriger Burgermeister Ernennung am 23 Juni 1973 33 Literatur BearbeitenJoachim Bierwirth et al 1200 Jahre Usingen Beitrage zur Geschichte der ehemaligen Residenz und Kreisstadt Magistrat der Stadt Usingen Usingen 2001 ISBN 3 924103 21 6 Fritz Dienstbach Usingen im Taunus in fruherer Zeit Ein Heimatbuch Usinger Geschichtshefte Bd 5 ZDB ID 2123060 2 Geschichtsverein Usingen Usingen 1999 Rudi H Kaethner Martha Kaethner Usingen Menschen und Ereignisse aus der Geschichte einer kleinen deutschen Stadt Wagner Usingen 1981 ISBN 3 922600 01 8 Frank Michael Saltenberger Usingen ein historischer Stadtrundgang PDF 2 Auflage Magistrat der Stadt Usingen Usingen 2006 Ernst Wagner Hrsg Geschichte der Stadt Usingen Anhang Kurze Chronik der Landgemeinden des Kreises Usingen Druck und Verlag von L Wagner s Buchdruckerei Usingen 1903 Waren Osungen und Otsingen wirklich Usingen In Usinger Anzeiger 11 Mai 2002 ZDB ID 529821 0 K Weidemann Ausgewahlte Beispiele zur Siedlungsgeschichte des Fruhen und Hohen Mittelalters im Hochtaunus und seinem Vorland In Fuhrer zu vor und fruhgeschichtlichen Denkmalern Band 21 Hochtaunus Bad Homburg Usingen Konigstein Hofheim Verlag Philipp von Zabern Mainz 1972 S 60 120 Unveranderter Nachdruck ebenda 1980 ISBN 3 8053 0136 7 Weblinks BearbeitenWeitere Inhalte in den Schwesterprojekten der Wikipedia Commons Medieninhalte Kategorie Wiktionary Worterbucheintrage Wikivoyage ReisefuhrerWebprasenz der Stadt Usingen Usingen Hochtaunuskreis Historisches Ortslexikon fur Hessen In Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen LAGIS Website des Stadtteils Merzhausen Website des Stadtteils Wilhelmsdorf Linkkatalog zum Thema Usingen bei curlie org ehemals DMOZ Literatur von und uber Usingen im Katalog der Deutschen NationalbibliothekEinzelnachweise Bearbeiten Hessisches Statistisches Landesamt Bevolkerung in Hessen am 31 12 2020 nach Gemeinden Landkreise und kreisfreie Stadte sowie Gemeinden Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011 Hilfe dazu a b c d Gesetz zur Neugliederung des Obertaunuskreises und des Landkreises Usingen GVBl II330 18 vom 11 Juli 1972 In Der Hessische Minister des Innern Hrsg Gesetz und Verordnungsblatt fur das Land Hessen 1972 Nr 17 S 227 2 Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags PDF 1 2 MB Statistisches Bundesamt Hrsg Historisches Gemeindeverzeichnis fur die Bundesrepublik Deutschland Namens Grenz und Schlusselnummernanderungen bei Gemeinden Kreisen und Regierungsbezirken vom 27 5 1970 bis 31 12 1982 W Kohlhammer Stuttgart Mainz 1983 ISBN 3 17 003263 1 S 379 Archaologie im Usinger Land Geschichtsverein Usingen e V Abgerufen am 6 April 2021 deutsch Ein spatbandkeramisches Erdwerk bei Usingen im Taunus abgerufen am 17 September 2012 Vergl dazu den unter Literatur angegebenen Artikel im Usinger Anzeiger vom 11 Mai 2002 Die von Lokalhistorikern geausserte Vermutung Usingens Bedeutung habe darin bestanden dass es eine Etappenstation auf einer karolingischen Konigsstrasse zwischen Frankfurt und Wetzlar gewesen sei hat sich als nicht haltbar herausgestellt Weder konnte bisher die Konigsstrasse nachgewiesen werden noch wird Wetzlar vor dem Ende des 9 Jahrhunderts urkundlich besonders hervorgehoben erst im Jahre 897 wurde dort eine Salvatorkirche geweiht die der Stadt grosseres Ansehen verlieh Vergleiche dazu Rudiger Kurth Konig Philipp von Schwaben die Grafen von Diez und Usingen Ein neuer Blick auf eine alte Quelle In Jahrbuch Hochtaunuskreis 2011 Frankfurt 2010 S 309 314 Die bei Kaethner siehe Literatur S 16 17 abgedruckte und ubersetzte Urkunde hat sich als fehlerbehaftete unvollstandige Wiedergabe erwiesen Vergleiche dazu Bierwirth et al S 7 f siehe Literatur Kreisordnung fur die Provinz Hessen Nassau 1886 Digitalisat Die folgenden Angaben folgen grossenteils den Angaben bei Kathner siehe Literatur S 151 ff REINER SCHOLZ Die Zeit Unter der offentlichen Hand 30 August 1996 Kommunalwahlen 2006 in Hessen In www statistik hessen de Archiviert vom Original abgerufen am 4 September 2016 Eldrid Kallenbach Die Dorfschulen in Nassau Usingen 1659 1806 1999 S 21 PDF 1 4 MB Ergebnis der Gemeindewahl am 14 Marz 2021 In Webauftritt Hessisches Statistisches Landesamt abgerufen im April 2021 Ergebnis der Gemeindewahl am 6 Marz 2016 In Webauftritt Hessisches Statistisches Landesamt abgerufen im April 2016 Ergebnis der Gemeindewahl am 27 Marz 2011 In Webauftritt Hessisches Statistisches Landesamt archiviert vom Original abgerufen im April 2011 Ergebnis der Gemeindewahl am 26 Marz 2006 Nicht mehr online verfugbar In Webauftritt Hessisches Statistisches Landesamt archiviert vom Original abgerufen im April 2006 Auf Grund eines formalen Fehlers die Wahlliste wurde verspatet eingereicht wurde die CDU nicht zur Kommunalwahl 2001 zugelassen Direktwahlen in Usingen Memento vom 24 Marz 2016 im Internet Archive In Webauftritt Hessisches Statistisches Landesamt Rudi H und Martha Kaethner Usingen Menschen und Ereignisse aus der Geschichte einer kleinen deutschen Stadt Wagner Verlag Usingen 1981 S 313 317 Usingen Wappen von Usingen coat of arms In www ngw nl Abgerufen am 3 September 2016 Zumtobel schliesst Werk in Usingen Ende 2016 In vorarlberg orf at 28 Oktober 2016 abgerufen am 22 Oktober 2017 Heinrich Nitschke Von der Lateinschule in Usingen zur CWS bis 1922 In Ingrid Berg Hrsg Heimat Hochtaunus Frankfurt am Main 1988 ISBN 3 7829 0375 7 S 355 358 Pauken in der Usinger Hugenottenkirche In Frankfurter Neue Presse 18 April 2017 abgerufen am 26 Dezember 2019 Schulzentrum Usingen wird mit einer grossen Feier eroffnet In kultusministerium hessen de 8 September 2017 abgerufen am 26 Dezember 2019 Neue KLS in Usingen bekommt Gymnasialzweig ohne Oberstufe In Frankfurter Neue Presse 29 Marz 2017 abgerufen am 26 Dezember 2019 Frank Michael Saltenberger Patriotische Glorifizierung In Jahrbuch des Hochtaunuskreises 2006 ISBN 3 7973 0947 3 S 188 195 E F J Dronke Codex Diplomaticus Fuldensis Cassel 1850 Nr 834a Weidemann S 117 siehe Literatur Geschichte der Synagoge und der judischen Gemeinde Der judische Friedhof in Usingen Hochtaunuskreis In alemannia judaica de Abgerufen am 6 April 2021 Angelika Baeumerth Chronik 1972 2000 Hochtaunuskreis 2001 S 14Gemeinden im Hochtaunuskreis Bad Homburg v d Hohe Friedrichsdorf Glashutten Gravenwiesbach Konigstein im Taunus Kronberg im Taunus Neu Anspach Oberursel Taunus Schmitten im Taunus Steinbach Taunus Usingen Wehrheim WeilrodOrtsteile von Usingen Eschbach Kransberg Merzhausen Michelbach Usingen Wernborn Wilhelmsdorf Normdaten Geografikum GND 4062202 2 OGND AKS LCCN n79112520 VIAF 132513620 Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Usingen amp oldid 220875781, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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