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Unterwasserfotografie ist das Fotografieren unter Wasser beim Tauchen, Schnorcheln oder Schwimmen. Sie wird für wissenschaftliche Zwecke, beispielsweise im Bereich der Unterwasserarchäologie, aber auch im Fotojournalismus, der künstlerischen Fotografie oder der Amateurfotografie angesprochen.

Pioniere

Der norwegische Tauchpionier Odd Henrik Johnsen mit Unterwasser-Kamera (1960)

Im Jahr 1856 nahm der Brite William Thompson die weltweit ersten nachweisbaren Unterwasser-Fotografien auf. Der Franzose Louis Boutan erstellte 1893 zusammen mit dem Mechaniker Joseph David in der Bucht Banyuls-sur-Mer Unterwasser-Fotos, durch die er als eigentlicher Begründer der Unterwasserfotografie gilt. Nach ihm wurde auch der bedeutendste Deutsche UW-Fotowettbewerb „Kamera Louis Boutan“ – vom Verband Deutscher Sporttaucher veranstaltet – benannt. Ab 1908 fotografierte Francis Ward erstmals Unterwassermotive wie Hechte, Fischotter, Frösche, tauchende Wasservögel in Farbe mit Autochromplatten. 1915 drehte John Ernest Williamson den ersten Unterwasser-Film. 1923 entwickelten William Harding Longley und Charles Martin ein Verfahren mit künstlichem Licht über einen Magnesiumblitz, um Fische tropischer Korallenriffe in Farbe aufzunehmen.

Moderne

Der Österreicher Hans Hass, der als Begründer der modernen Unterwasserfotografie gilt, veröffentlichte 1939 das erste Buch über Unterwasserfotografie. Zehn Jahre später entwickelte die deutsche Firma Franke & Heidecke das Rolleimarin, ein Unterwasser-Gehäuse für die zweiäugige Mittelformat-Spiegelreflexkamera Rolleiflex. 1957 konstruierten Jean De Wouters und Jacques-Yves Cousteau die Calypso-Phot, benannt nach dem Forschungsschiff Calypso, eine Kleinbild-Unterwasserkamera, die ab 1963 in Lizenz von Nikon unter der Produktbezeichnung Nikonos vermarktet wurde. Diese Kamera wurde in verschiedenen Ausführungen, teils in Spiegelreflextechnik bis 2001 als Nikonos V (KB-Kamera) bzw. Nikonos RS (SLR) weiterentwickelt. Seit etwa 1990 gab es für verschiedene Spiegelreflex- und Kleinbildkameras Unterwasser-Gehäuse; Spezialanbieter wie Sea & Sea fertigen Komplettsysteme aus Digitalkamera und Unterwassergehäuse. Mit dem Boom der Digitalkameras wurden für viele gängige Modelle Gehäuse für die Unterwasserfotografie verfügbar.

Herausforderungen

Unterwasserfotografie eines Kalifornischen Seelöwen

Die Unterwasserfotografie stellt, verglichen mit der Fotografie über Wasser, besondere Herausforderungen an den Fotografen und seine Ausrüstung:

Die fotografische Aufnahme erfolgt nicht in dem Medium, für das die Fotoausrüstung und der Film – bzw. bei Digitalkameras der CCD- oder CMOS-Sensor – konzipiert ist, sondern im Wasser. Wasser hat gegenüber Luft einen höheren Brechungsindex (1,33) und einen niedrigeren als die Frontscheibe des Unterwassergehäuses aus Glas (1,45–2,14) oder Polycarbonat (1,585). Dies führt dazu, dass alle Objekte hinter planarem Glas oder Kunststoffscheiben etwas größer abgebildet werden und näher erscheinen, als sie es in Wirklichkeit sind. Diese scheinbare Brennweitenverlängerung unter Wasser kann durch speziell für das verwendete Objektiv berechnete „Domeports“ (auch „Domeglas“) verhindert werden. Darüber hinaus filtert Wasser in Abhängigkeit von der Tauchtiefe bestimmte Wellenlängen des Lichts stärker als Luft, was auf Unterwasser-Fotografien zu einem Grün- oder Blaustich führen kann.

Schwebstoffe im Wasser schränken die Transparenz des Wassers im Vergleich zu Luft deutlich ein. Sehr gute Bedingungen unter Wasser erlauben Sichtweiten von 30 bis 40 Meter, nur in extrem seltenen Ausnahmen – wie Quellen – bis zu maximal 100 Meter, gewöhnlich sind in vielen Meeresgewässern 15 bis 30 Meter. Aus fotografischer Sicht schlechte Transparenz des Wassers bedeutet Sichtweiten von weniger als zehn Metern bis hin zu wenigen Zentimetern (Nullsicht).

Einen weiteren, großen Anspruch an den Unterwasser-Fotografen stellen oft auch die Motive dar: Fische oder Meeressäugetiere sind nahezu immer in Bewegung und daher schwer im Bild zu positionieren und zu fokussieren. Doch auch Strömung kann erschweren, die Kamera im erforderlichen Maß still zu halten.

Objekte

Die Objekte und Gestaltungsmöglichkeiten sind äußerst vielschichtig:

  • Fische, Krustentiere, Säugetiere und Pflanzen in unterschiedlichen Wassertiefen, sowie Lichtverhältnissen,
  • maritime Lebewesen in einem Ozeaneum,
  • Korallenriffe,
  • Schiffswracks,
  • künstlerische Interpretation.
Flussbarsche bei Grünstich

Die Absorption des elektromagnetischen Wellenspektrums in Wasser ist im Blauen am geringsten und nimmt in Richtung Infrarotbereich zu, was Rotanteile bereits ab einem Meter Tauchtiefe stark dämpft und auf dem Foto einen Grünstich bewirkt. Ab einer Tiefe von etwa 5 Metern ist bereits das orange Licht weitgehend ausgefiltert. Dieser Vorgang wird in der Fachsprache als „Extinktion“ (dt. ‚Auslöschung‘ oder ‚Abschwächung‘) bezeichnet.

Ab etwa 10 Metern Tauchtiefe ist der Gelbanteil, ab etwa 20 Metern auch noch der Grünanteil ausgefiltert. Danach verbleiben nur noch die Blauanteile um 400 nm Wellenlänge, was eine so genannte Verblauung bzw. einen Blaustich des Fotos bewirkt. Ab 30 Meter Tauchtiefe lässt dann auch das blaue Licht sichtbar nach.

Schematische Darstellung der Farbabsorption in Wasser
Mit einer Einwegkamera sind Schnappschüsse wie dieser möglich
Festes Unterwassergehäuse für eine Digitalkamera
Digitalkamera mit flexiblem Unterwasser-Schutzbeutel

Einweg-Unterwasserkameras

Der Einstieg in die Unterwasserfotografie ist für den schnorchelnden Fotoamateur unproblematisch und preiswert. Für Anfänger und zum ersten Experimentieren gibt es unterwassertaugliche Einwegkameras, die teilweise bis etwa 15 Meter Tauchtiefe verwendet werden können.

Unterwasser-Digitalkameras

Es gibt einige Kompaktkamera-Modelle, welche ohne zusätzliche Gehäuse für Unterwasseraufnahmen geeignet sind. Aktuelle Modelle sind meist für eine maximale Tauchtiefe von 10 bis 30 Meter geeignet.

Unterwasser-Gehäuse

Für viele gängige Fotoapparate oder Action-Cams werden von Zubehöranbietern spezielle Unterwassergehäuse angeboten. Die einfachen und preiswerten Modelle kosten um 150 Euro und sind geeignet für Tauchtiefen bis etwa 10 Meter. Aufgrund ihrer Tauchausbildung dürfen viele Sporttaucher in Tiefen von 18 bis 20 m tauchen und sollten darauf achten, dass die einfachen Unterwassergehäuse dann nur noch eingeschränkt geeignet sind. Zudem ist bei größeren Tiefen auch mit Blitzlicht zu arbeiten.

Die einfachen Unterwassergehäuse bestehen aus einer hochfesten und flexiblen Folie – also einer besseren Plastiktüte –, die mit einem einfachen Klemmverschluss abgedichtet wird. Das Prinzip ist simpel und funktioniert so lange zuverlässig, bis der Wasserdruck das Gehäuse so stark komprimiert, dass die Bedienelemente des Fotoapparats blockiert werden.

Für Digitalkameras gibt es Unterwassergehäuse, die für jeweils spezielle Modelle produziert werden. Für höherwertige Fotoausrüstungen (Spiegelreflexkameras mit aufgesetztem Elektronenblitzgerät) gibt es ausgefeiltere Unterwassergehäuse, die allerdings auch deutlich teurer sind und, abhängig vom Modell, zwischen 400 und über 2000 Euro kosten. Mit solchen Ausrüstungen können theoretisch Tauchtiefen zwischen 50 und 80 Metern erreicht werden, allerdings sind diese Produkte nicht mehr im normalen Fotoeinzelhandel erhältlich, sondern müssen meist über Spezialversender oder auf Messen bestellt werden.

Bis zu einer Tiefe von 40 Metern, einer maximalen Tiefengrenze vieler Tauchorganisationen für Sporttaucher, kann praktisch in allen erreichbaren Unterwasser-Regionen fotografiert werden.

Exemplarische Orientierung für maximale Tauchtiefen mit einfachen Unterwassergehäusen (bezogen auf die handelsüblichen Produkte von Ewa-Marine aus Spezialfolie; für die Produkte anderer Hersteller können andere Maximalgrenzen gelten):

  • Video-Gehäuse: bis max. 10 Meter
  • Compact-Gehäuse: bis max. 10 Meter
  • Gehäuse für manuelle Spiegelreflexkameras: max. 15 Meter
  • Gehäuse für AF-Spiegelreflexkameras: max. 20–50 Meter (modellabhängig)

Die Unterwassergehäuse werden bei Überschreitung der maximalen Tiefen nicht unbedingt undicht. Aufgrund des zunehmenden Wasserdrucks bei größerer Tauchtiefe wird jedoch die Bedienung beeinträchtigt, da die Spezialfolie immer enger an den Fotoapparat gepresst wird. Für Tauchtiefen über 15 Meter sollte man starre, d. h. druckdichte Unterwassergehäuse bevorzugen.

Unterwasserkameras mit Sucher erschweren die Bildgestaltung, da der direkte Blick durch den Sucher wegen der Tauchmaske eingeschränkt ist. Das Anbringen eines Sportsuchers oder eines High-Eyepoint-Suchers kann dieses Problem beheben.

Digitalkameras mit LCD-Monitoren erleichtern in der Unterwasser-Fotografie die Gestaltung der Aufnahme und ermöglichen daneben die sofortige Bildkontrolle. Bei Kameras mit Sucher und LCD, die bei einem Objekt vorm Sucher (eigentlich Augen, hier jedoch die Gehäuseinnenseite) automatisch das LCD zugunsten des Suchers ausschalten, muss diese Funktion deaktiviert werden. Im Vergleich zur analogen Aufnahmetechnik erhöht sich durch den Einsatz von Digitalkameras, je nach Kapazität der verwendeten Speicherkarte, die Anzahl der möglichen Aufnahmen. Die digitalen Daten eröffnen die Möglichkeit der späteren Nachbearbeitung. Ähnliches gilt für Digitalcamcorder mit ihren großformatigen Flachbildschirmen als Suchern, die zunehmend auch hochwertige Fotofunktionen besitzen.

Commons: Unterwassergehäuse – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Spezielle Unterwasser-Kameras

Nikon Nikonos IVa

Die Fotowirtschaft bietet eine begrenzte Auswahl an langjährig bewährten, speziellen Allwetter- oder Unterwasserkameras an, die in der Regel bis zu einer Tauchtiefe von 50 Metern genutzt werden können.

Unterwasserkamera

In der digitalen Unterwasserfotografie verbreiten sich in zunehmendem Maße wasserdichte Geräte, sogenannte Outdoor- oder Amphibienkameras. Bei diesen Geräten sind die Akku- und Speicherkartenfächer mit einer Gummilippe abgedichtet, was einen Einsatz bis zu einer Tiefe von bis zu 30 Metern, je nach Gerät, erlaubt.

Beliebte Vertreter sind hier die Nikon Coolpix W300 oder die Olympus Tough TG-4.

In vielen Fällen können diese Geräte zusätzlich mit einem Gehäuse ausgestattet werden, um die maximale Tauchtiefe zu erhöhen oder optionales Zubehör wie Unterwasserobjektive und Griffe anzubringen.

Künstliche Lichtquelle

Aufgrund der Absorption des Lichts und der langwelligen Anteile des elektromagnetischen Wellenspektrums, d. h. der roten Farbanteile, tritt ab etwa drei Meter Wassertiefe ein zunehmender Blaustich auf – bei gleichzeitiger Verringerung des Kontrastes. Theoretisch könnte man dem mit Filtern entgegenwirken; da die Lichtstärke unter Wasser jedoch auch zurückgeht, wird der zusätzliche Lichtverlust in Höhe etwa einer Blendenstufe durch entsprechend starke Rotfilter wie „KR3“ in der Regel unerwünscht sein.

Abhilfe schafft eine künstliche Lichtquelle. Dies kann ein in die Kamera eingebautes Blitzgerät sein. Im Nahbereich kann es aufgrund der Bauweise einiger Unterwassergehäuse zu Abschattungen unterhalb des Objektivs kommen. Hier helfen Diffusoren, die das Licht streuen und den gesamten Bildbereich vor der Kamera ausleuchten.

Für optimale Ergebnisse werden in der professionellen Unterwasserfotografie externe Blitze eingesetzt, die manuell über das TTL-System angesteuert werden. Doch auch spezielle Unterwasser-Videolampen erfahren zunehmend an Verbreitung. Dank der aktuellen LED-Technik sind hier gleichbleibende Farbtemperaturen und sehr Breite Leuchtwinkel von bis zu 130° möglich.

In einigen Fällen kommen auch akkubetriebene Videoleuchte, notfalls auch Halogenlampen zum Einsatz, die auch unabhängig vom Fotoapparat bewegt werden können. Unterwasserlampen gehören meist ohnehin zur Taucherausrüstung und können notfalls als Ersatz-Lichtquelle herangezogen werden. Allerdings kann bei der Verwendung von Taucherlampen ein mehr oder weniger sichtbarer Lichtkegel in der Aufnahme zu sehen sein. Auch die Lichtfarbe unterschiedlicher Tauchlampen kann sich negativ auf die Optik des späteren Fotos auswirken.

  • Vergleich der Wirkung der Absorption des Wassers als Farbfilter
  • Unkorrigiertes Bild mit einer Farbtemperatur von etwa 6000 K

  • Korrigiertes Bild mit einer Farbtemperatur von etwa 4200 K

Eine Alternative bei Kleinbildkameras ist die Verwendung spezieller Unterwasserfilme, die stärker für die Rotanteile sensibilisiert, also nicht orthochromatisch beziehungsweise panchromatisch eingestellt sind. Bei höherwertigen, individuell konfigurierbaren Digitalkameras kann man auch versuchen, durch Modifizieren des Weißabgleichs eine Verblauung zu verhindern, beispielsweise durch Weißabgleich unter Wasser auf einen weißen Bootskiel. Bei der Kombination eines benutzerdefinierten Weißabgleichs mit einem Elektronenblitzgerät können dann allerdings wieder Farbverschiebungen auftreten.

Digitale Nachbearbeitung eines Rochens (Fotograf: Sam Pullara)

Eine weitere Möglichkeit bei Digitalkameras ist, die Fotos im RAW-Format abzuspeichern und den Weißabgleich später mit Hilfe geeigneter Software durchzuführen. Auf diese Weise kann man – solange die Helligkeit generell zum Fotografieren ausreicht – auf künstliche Beleuchtung verzichten.

Objektiv und Brennweite

Für Anfänger in der Unterwasserfotografie wird meist zu einem mittleren Weitwinkelobjektiv (etwa 35 mm Brennweite bei Kleinbild) geraten, da dies über eine relativ hohe Schärfentiefe bei gleichzeitig noch geringer Verzerrung verfügt. Die Aufnahmeentfernungen zum Motiv sollten zwischen 0,5 und 2 Metern liegen.

Verzeichnungen und vor allem Verzerrungen können jedoch beim Schnorcheln oder Tauchen mit ungewohnten Perspektiven meist vernachlässigt werden. Zu beachten ist aber, dass aufgrund der höheren Dichte Objekte unter Wasser näher erscheinen. Auch deshalb sind kurze Brennweiten mit hoher Lichtstärke empfehlenswert. Bei Gehäusen mit herausstehender Frontscheibe kann deren Rahmen von starken Weitwinkelobjektiven als Vignettierung ins Bild geraten, ebenso besitzen manche dieser Objektive aufgrund ihres gewölbten vorderen Glaselements kein Filtergewinde, welches einige Gehäuse zur Befestigung nutzen.

Als günstigste Tageszeit für die Unterwasserfotografie ohne künstliche Lichtquelle gilt – ganz im Gegensatz zur normalen „Oberflächenfotografie“ – die Mittagszeit zwischen etwa 11 und 14 Uhr, da hier das Licht nahezu senkrecht in das Wasser einfällt.

Durch Temperaturunterschiede zwischen Luft und Wasser kann sich im Unterwassergehäuse Kondenswasser bilden, das sich auf der Objektivlinse niederschlagen oder die Kameraelektronik beschädigen kann. Das Trockenmittel Silicagel (Kieselgel) bindet diese Feuchtigkeit, was an der Verfärbung der Kristalle von blau nach rosa erkennbar ist. Silicagel selbst ist farblos, in der Regel wird jedoch ein entsprechendes Indikatormittel beigesetzt. Silicagel kann durch (behutsame) Trocknung, beispielsweise im Backofen bei etwa 120 bis 150 °C, mehrfach verwendet werden.

  • Eduardo Acevedo
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  • J. Lamar Worzel
  • Claudio Zori

Unterwasserfotografie-Bildbände

  • Christopher Newbert, Sarika Cullis-Suzuki: Unbekannte Kaltwasserwelten: In den Tiefen des Nordpazifiks. Frederking & Thaler, 2012, ISBN 978-3-89405-951-4.
  • David Hettich: Abenteuer Ozean. NG Buchverlag GmbH, 2012, ISBN 978-3-86690-284-8.
  • Herbert Frei: Wunderwelt unter Wasser. Heimische Fische vor der Kamera. Jahr Top Spezial Verlag, 1996, ISBN 978-3-86132-170-5.
  • Helmut Corneli, Barbara Corneli: Die schönsten Tauchreviere. Mittelmeer. Delius Klasing Verlag, Bielefeld 1996, ISBN 978-3-7688-0969-6.

Unterwasser-Fototechnik

  • Alex Mustard: Underwater Photography Masterclass. Ae Publications, 2016, ISBN 978-1-78145-222-6 (englisch).
  • Herbert Frei, Gunter Daniel: Unterwasserfotografie: Kameratechnik, Motivwahl, Praxistipps. Edition Nagelschmid, 2016, ISBN 978-3-667-10727-5.
  • Tobias Friedrich: Die Kunst der Unterwasserfotografie. 1. Auflage. dpunkt.verlag GmbH, 2013, ISBN 978-3-86490-103-4.
  • Herbert Frei: Digitale Unterwasserfotografie - Nah und Makro. Kosmos Verlag, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-440-13092-6.
  • Gerhard Alscher, Axel Grambow u. a.: Unterwasserfotografie. Fotokinoverlag, Leipzig 1986.
  • Heinz-Gert de Couet, Andrew Green: Handbuch der Unterwasser-Fotografie. Jahr Top Spezial Verlag, Hamburg 1994, ISBN 978-3-86132-121-7.
  • Jim Church, Günter Richter: Nikonos Unterwasser-Fotografie. Laterna Magica, München 1997, ISBN 978-3-87467-675-5.
  • Kamillo Weiß: Unterwasser-Fotografie. Technik, Optik, Geräte, Praxis. Busse-Seewald Verlag, 1979, ISBN 978-3-87120-751-8.
  • Hans-Ulrich Richter: Unterwasser-Fotografie und -Fernsehen. Fotokinoverlag, 1960.
  • Michael Nagel, Helge Süß u. a.: Extremfotografie. Franzis, Harr 2011, ISBN 978-3-645-60131-3.
Commons: Unterwasserfotografie – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Unterwasserkamera – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  1. VDST.de: Kamera Louis Boutan. (Memento vom 24. Februar 2014 im Internet Archive)
  2. National Geographic Society: First Underwater Color Photos. (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)
  3. Unterwasserwelt.de: Ersatzlos gestrichen: Die legendäre Nikonos. (Memento vom 28. Juni 2011 im Internet Archive)
  4. Herbert Frei: Digitale Unterwasserfotografie von A–Z. 1. Auflage. Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-440-11128-4,S.50.
  5. chip.de: Hardcore: Robuste Unterwasser-Kameras und Outdoor-Kameras im Test

International normierte Ausbildungen: Schnuppertauchen (ISO 11121) | Supervised Diver (ISO 24801-1) | Autonomous Diver (ISO 24801-2) | Dive Leader (ISO 24801-3) | Scuba Instructor Level 1 (ISO 24802-1) | Scuba Instructor Level 2 (ISO 24802-2) | Nitrox-Spezialkurs (ISO 11107)

Bezeichnungen der normierten Ausbildungen gemäß einzelner Tauchorganisationen: Basic Diver | Passport Diver | Scuba Diver | Ein-Stern-Taucher | Open Water Diver | Drei-Stern-Taucher | Dive Master | Divemaster | Dive Guide

Nicht normierte Ausbildungen: Advanced Open Water Diver | Rescue Diver (Zwei-Stern) | Schnorcheltauchabzeichen

Spezialkurse: Apnoetauchen | Behindertentauchen | Bergseetauchen | Eistauchen | Erste Hilfe | Höhlentauchen | Kindertauchen | Nachttauchen | Nitrox | Orientierungstauchen | Rebreather | Solotauchen | Strömungstauchen | Tauchscooter | Technisches Tauchen | Tieftauchen | Trimix | Trockentauchen | Unterwasserfotografie | Wracktauchen

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Unterwasserfotografie Fotografieren unter Wasser Sprache Beobachten Bearbeiten Weitergeleitet von Unterwassergehause Unterwasserfotografie ist das Fotografieren unter Wasser beim Tauchen Schnorcheln oder Schwimmen Sie wird fur wissenschaftliche Zwecke beispielsweise im Bereich der Unterwasserarchaologie aber auch im Fotojournalismus der kunstlerischen Fotografie oder der Amateurfotografie angesprochen Kunstlerische Unterwasserfotografie Weeki Wachee Springs Florida Fotografie von Toni Frissell fur Harper s Bazaar 1947 Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte und Technik 1 1 Pioniere 1 2 Moderne 2 Anliegen 2 1 Herausforderungen 2 2 Objekte 3 Absorption des Farbspektrums 4 Ausrustung 4 1 Einweg Unterwasserkameras 4 2 Unterwasser Digitalkameras 4 3 Unterwasser Gehause 4 4 Spezielle Unterwasser Kameras 4 5 Kunstliche Lichtquelle 4 6 Objektiv und Brennweite 5 Umgang mit Lichtverhaltnissen und Kondenswasser 6 Beispielaufnahmen 7 Bekannte Fotografen 8 Wettbewerbe 9 Siehe auch 10 Literatur 10 1 Unterwasserfotografie Bildbande 10 2 Unterwasser Fototechnik 11 Weblinks 12 EinzelnachweiseGeschichte und Technik BearbeitenPioniere Bearbeiten Der norwegische Tauchpionier Odd Henrik Johnsen mit Unterwasser Kamera 1960 Im Jahr 1856 nahm der Brite William Thompson die weltweit ersten nachweisbaren Unterwasser Fotografien auf Der Franzose Louis Boutan erstellte 1893 zusammen mit dem Mechaniker Joseph David in der Bucht Banyuls sur Mer Unterwasser Fotos durch die er als eigentlicher Begrunder der Unterwasserfotografie gilt Nach ihm wurde auch der bedeutendste Deutsche UW Fotowettbewerb Kamera Louis Boutan vom Verband Deutscher Sporttaucher veranstaltet benannt 1 Ab 1908 fotografierte Francis Ward erstmals Unterwassermotive wie Hechte Fischotter Frosche tauchende Wasservogel in Farbe mit Autochromplatten 1915 drehte John Ernest Williamson den ersten Unterwasser Film 1923 entwickelten William Harding Longley und Charles Martin ein Verfahren mit kunstlichem Licht uber einen Magnesiumblitz um Fische tropischer Korallenriffe in Farbe aufzunehmen 2 Moderne Bearbeiten Der Osterreicher Hans Hass der als Begrunder der modernen Unterwasserfotografie gilt veroffentlichte 1939 das erste Buch uber Unterwasserfotografie Zehn Jahre spater entwickelte die deutsche Firma Franke amp Heidecke das Rolleimarin ein Unterwasser Gehause fur die zweiaugige Mittelformat Spiegelreflexkamera Rolleiflex 1957 konstruierten Jean De Wouters und Jacques Yves Cousteau die Calypso Phot benannt nach dem Forschungsschiff Calypso eine Kleinbild Unterwasserkamera die ab 1963 in Lizenz von Nikon unter der Produktbezeichnung Nikonos vermarktet wurde Diese Kamera wurde in verschiedenen Ausfuhrungen teils in Spiegelreflextechnik bis 2001 als Nikonos V KB Kamera bzw Nikonos RS SLR weiterentwickelt 3 Seit etwa 1990 gab es fur verschiedene Spiegelreflex und Kleinbildkameras Unterwasser Gehause Spezialanbieter wie Sea amp Sea fertigen Komplettsysteme aus Digitalkamera und Unterwassergehause Mit dem Boom der Digitalkameras wurden fur viele gangige Modelle Gehause fur die Unterwasserfotografie verfugbar Anliegen BearbeitenHerausforderungen Bearbeiten Unterwasserfotografie eines Kalifornischen Seelowen Die Unterwasserfotografie stellt verglichen mit der Fotografie uber Wasser besondere Herausforderungen an den Fotografen und seine Ausrustung Die fotografische Aufnahme erfolgt nicht in dem Medium fur das die Fotoausrustung und der Film bzw bei Digitalkameras der CCD oder CMOS Sensor konzipiert ist sondern im Wasser Wasser hat gegenuber Luft einen hoheren Brechungsindex 1 33 und einen niedrigeren als die Frontscheibe des Unterwassergehauses aus Glas 1 45 2 14 oder Polycarbonat 1 585 Dies fuhrt dazu dass alle Objekte hinter planarem Glas oder Kunststoffscheiben etwas grosser abgebildet werden und naher erscheinen als sie es in Wirklichkeit sind Diese scheinbare Brennweitenverlangerung unter Wasser kann durch speziell fur das verwendete Objektiv berechnete Domeports auch Domeglas verhindert werden 4 Daruber hinaus filtert Wasser in Abhangigkeit von der Tauchtiefe bestimmte Wellenlangen des Lichts starker als Luft was auf Unterwasser Fotografien zu einem Grun oder Blaustich fuhren kann Schwebstoffe im Wasser schranken die Transparenz des Wassers im Vergleich zu Luft deutlich ein Sehr gute Bedingungen unter Wasser erlauben Sichtweiten von 30 bis 40 Meter nur in extrem seltenen Ausnahmen wie Quellen bis zu maximal 100 Meter gewohnlich sind in vielen Meeresgewassern 15 bis 30 Meter Aus fotografischer Sicht schlechte Transparenz des Wassers bedeutet Sichtweiten von weniger als zehn Metern bis hin zu wenigen Zentimetern Nullsicht Einen weiteren grossen Anspruch an den Unterwasser Fotografen stellen oft auch die Motive dar Fische oder Meeressaugetiere sind nahezu immer in Bewegung und daher schwer im Bild zu positionieren und zu fokussieren Doch auch Stromung kann erschweren die Kamera im erforderlichen Mass still zu halten Objekte Bearbeiten Die Objekte und Gestaltungsmoglichkeiten sind ausserst vielschichtig Fische Krustentiere Saugetiere und Pflanzen in unterschiedlichen Wassertiefen sowie Lichtverhaltnissen maritime Lebewesen in einem Ozeaneum Korallenriffe Schiffswracks kunstlerische Interpretation Absorption des Farbspektrums Bearbeiten Flussbarsche bei Grunstich Die Absorption des elektromagnetischen Wellenspektrums in Wasser ist im Blauen am geringsten und nimmt in Richtung Infrarotbereich zu was Rotanteile bereits ab einem Meter Tauchtiefe stark dampft und auf dem Foto einen Grunstich bewirkt Ab einer Tiefe von etwa 5 Metern ist bereits das orange Licht weitgehend ausgefiltert Dieser Vorgang wird in der Fachsprache als Extinktion dt Ausloschung oder Abschwachung bezeichnet Ab etwa 10 Metern Tauchtiefe ist der Gelbanteil ab etwa 20 Metern auch noch der Grunanteil ausgefiltert Danach verbleiben nur noch die Blauanteile um 400 nm Wellenlange was eine so genannte Verblauung bzw einen Blaustich des Fotos bewirkt Ab 30 Meter Tauchtiefe lasst dann auch das blaue Licht sichtbar nach Schematische Darstellung der Farbabsorption in WasserAusrustung Bearbeiten Mit einer Einwegkamera sind Schnappschusse wie dieser moglich Festes Unterwassergehause fur eine Digitalkamera Digitalkamera mit flexiblem Unterwasser Schutzbeutel Einweg Unterwasserkameras Bearbeiten Der Einstieg in die Unterwasserfotografie ist fur den schnorchelnden Fotoamateur unproblematisch und preiswert Fur Anfanger und zum ersten Experimentieren gibt es unterwassertaugliche Einwegkameras die teilweise bis etwa 15 Meter Tauchtiefe verwendet werden konnen Unterwasser Digitalkameras Bearbeiten Es gibt einige Kompaktkamera Modelle welche ohne zusatzliche Gehause fur Unterwasseraufnahmen geeignet sind Aktuelle Modelle sind meist fur eine maximale Tauchtiefe von 10 bis 30 Meter geeignet 5 Unterwasser Gehause Bearbeiten Fur viele gangige Fotoapparate oder Action Cams werden von Zubehoranbietern spezielle Unterwassergehause angeboten Die einfachen und preiswerten Modelle kosten um 150 Euro und sind geeignet fur Tauchtiefen bis etwa 10 Meter Aufgrund ihrer Tauchausbildung durfen viele Sporttaucher in Tiefen von 18 bis 20 m tauchen und sollten darauf achten dass die einfachen Unterwassergehause dann nur noch eingeschrankt geeignet sind Zudem ist bei grosseren Tiefen auch mit Blitzlicht zu arbeiten Die einfachen Unterwassergehause bestehen aus einer hochfesten und flexiblen Folie also einer besseren Plastiktute die mit einem einfachen Klemmverschluss abgedichtet wird Das Prinzip ist simpel und funktioniert so lange zuverlassig bis der Wasserdruck das Gehause so stark komprimiert dass die Bedienelemente des Fotoapparats blockiert werden Fur Digitalkameras gibt es Unterwassergehause die fur jeweils spezielle Modelle produziert werden Fur hoherwertige Fotoausrustungen Spiegelreflexkameras mit aufgesetztem Elektronenblitzgerat gibt es ausgefeiltere Unterwassergehause die allerdings auch deutlich teurer sind und abhangig vom Modell zwischen 400 und uber 2000 Euro kosten Mit solchen Ausrustungen konnen theoretisch Tauchtiefen zwischen 50 und 80 Metern erreicht werden allerdings sind diese Produkte nicht mehr im normalen Fotoeinzelhandel erhaltlich sondern mussen meist uber Spezialversender oder auf Messen bestellt werden Bis zu einer Tiefe von 40 Metern einer maximalen Tiefengrenze vieler Tauchorganisationen fur Sporttaucher kann praktisch in allen erreichbaren Unterwasser Regionen fotografiert werden Exemplarische Orientierung fur maximale Tauchtiefen mit einfachen Unterwassergehausen bezogen auf die handelsublichen Produkte von Ewa Marine aus Spezialfolie fur die Produkte anderer Hersteller konnen andere Maximalgrenzen gelten Video Gehause bis max 10 Meter Compact Gehause bis max 10 Meter Gehause fur manuelle Spiegelreflexkameras max 15 Meter Gehause fur AF Spiegelreflexkameras max 20 50 Meter modellabhangig Die Unterwassergehause werden bei Uberschreitung der maximalen Tiefen nicht unbedingt undicht Aufgrund des zunehmenden Wasserdrucks bei grosserer Tauchtiefe wird jedoch die Bedienung beeintrachtigt da die Spezialfolie immer enger an den Fotoapparat gepresst wird Fur Tauchtiefen uber 15 Meter sollte man starre d h druckdichte Unterwassergehause bevorzugen Unterwasserkameras mit Sucher erschweren die Bildgestaltung da der direkte Blick durch den Sucher wegen der Tauchmaske eingeschrankt ist Das Anbringen eines Sportsuchers oder eines High Eyepoint Suchers kann dieses Problem beheben Digitalkameras mit LCD Monitoren erleichtern in der Unterwasser Fotografie die Gestaltung der Aufnahme und ermoglichen daneben die sofortige Bildkontrolle Bei Kameras mit Sucher und LCD die bei einem Objekt vorm Sucher eigentlich Augen hier jedoch die Gehauseinnenseite automatisch das LCD zugunsten des Suchers ausschalten muss diese Funktion deaktiviert werden Im Vergleich zur analogen Aufnahmetechnik erhoht sich durch den Einsatz von Digitalkameras je nach Kapazitat der verwendeten Speicherkarte die Anzahl der moglichen Aufnahmen Die digitalen Daten eroffnen die Moglichkeit der spateren Nachbearbeitung Ahnliches gilt fur Digitalcamcorder mit ihren grossformatigen Flachbildschirmen als Suchern die zunehmend auch hochwertige Fotofunktionen besitzen Commons Unterwassergehause Album mit Bildern Videos und Audiodateien Spezielle Unterwasser Kameras Bearbeiten Nikon Nikonos IVa Die Fotowirtschaft bietet eine begrenzte Auswahl an langjahrig bewahrten speziellen Allwetter oder Unterwasserkameras an die in der Regel bis zu einer Tauchtiefe von 50 Metern genutzt werden konnen Unterwasserkamera In der digitalen Unterwasserfotografie verbreiten sich in zunehmendem Masse wasserdichte Gerate sogenannte Outdoor oder Amphibienkameras Bei diesen Geraten sind die Akku und Speicherkartenfacher mit einer Gummilippe abgedichtet was einen Einsatz bis zu einer Tiefe von bis zu 30 Metern je nach Gerat erlaubt Beliebte Vertreter sind hier die Nikon Coolpix W300 oder die Olympus Tough TG 4 In vielen Fallen konnen diese Gerate zusatzlich mit einem Gehause ausgestattet werden um die maximale Tauchtiefe zu erhohen oder optionales Zubehor wie Unterwasserobjektive und Griffe anzubringen Kunstliche Lichtquelle Bearbeiten Aufgrund der Absorption des Lichts und der langwelligen Anteile des elektromagnetischen Wellenspektrums d h der roten Farbanteile tritt ab etwa drei Meter Wassertiefe ein zunehmender Blaustich auf bei gleichzeitiger Verringerung des Kontrastes Theoretisch konnte man dem mit Filtern entgegenwirken da die Lichtstarke unter Wasser jedoch auch zuruckgeht wird der zusatzliche Lichtverlust in Hohe etwa einer Blendenstufe durch entsprechend starke Rotfilter wie KR3 in der Regel unerwunscht sein Abhilfe schafft eine kunstliche Lichtquelle Dies kann ein in die Kamera eingebautes Blitzgerat sein Im Nahbereich kann es aufgrund der Bauweise einiger Unterwassergehause zu Abschattungen unterhalb des Objektivs kommen Hier helfen Diffusoren die das Licht streuen und den gesamten Bildbereich vor der Kamera ausleuchten Fur optimale Ergebnisse werden in der professionellen Unterwasserfotografie externe Blitze eingesetzt die manuell uber das TTL System angesteuert werden Doch auch spezielle Unterwasser Videolampen erfahren zunehmend an Verbreitung Dank der aktuellen LED Technik sind hier gleichbleibende Farbtemperaturen und sehr Breite Leuchtwinkel von bis zu 130 moglich In einigen Fallen kommen auch akkubetriebene Videoleuchte notfalls auch Halogenlampen zum Einsatz die auch unabhangig vom Fotoapparat bewegt werden konnen Unterwasserlampen gehoren meist ohnehin zur Taucherausrustung und konnen notfalls als Ersatz Lichtquelle herangezogen werden Allerdings kann bei der Verwendung von Taucherlampen ein mehr oder weniger sichtbarer Lichtkegel in der Aufnahme zu sehen sein Auch die Lichtfarbe unterschiedlicher Tauchlampen kann sich negativ auf die Optik des spateren Fotos auswirken Vergleich der Wirkung der Absorption des Wassers als Farbfilter Unkorrigiertes Bild mit einer Farbtemperatur von etwa 6000 K Korrigiertes Bild mit einer Farbtemperatur von etwa 4200 K Eine Alternative bei Kleinbildkameras ist die Verwendung spezieller Unterwasserfilme die starker fur die Rotanteile sensibilisiert also nicht orthochromatisch beziehungsweise panchromatisch eingestellt sind Bei hoherwertigen individuell konfigurierbaren Digitalkameras kann man auch versuchen durch Modifizieren des Weissabgleichs eine Verblauung zu verhindern beispielsweise durch Weissabgleich unter Wasser auf einen weissen Bootskiel Bei der Kombination eines benutzerdefinierten Weissabgleichs mit einem Elektronenblitzgerat konnen dann allerdings wieder Farbverschiebungen auftreten Digitale Nachbearbeitung eines Rochens Fotograf Sam Pullara Eine weitere Moglichkeit bei Digitalkameras ist die Fotos im RAW Format abzuspeichern und den Weissabgleich spater mit Hilfe geeigneter Software durchzufuhren Auf diese Weise kann man solange die Helligkeit generell zum Fotografieren ausreicht auf kunstliche Beleuchtung verzichten Objektiv und Brennweite Bearbeiten Fur Anfanger in der Unterwasserfotografie wird meist zu einem mittleren Weitwinkelobjektiv etwa 35 mm Brennweite bei Kleinbild geraten da dies uber eine relativ hohe Scharfentiefe bei gleichzeitig noch geringer Verzerrung verfugt Die Aufnahmeentfernungen zum Motiv sollten zwischen 0 5 und 2 Metern liegen Verzeichnungen und vor allem Verzerrungen konnen jedoch beim Schnorcheln oder Tauchen mit ungewohnten Perspektiven meist vernachlassigt werden Zu beachten ist aber dass aufgrund der hoheren Dichte Objekte unter Wasser naher erscheinen Auch deshalb sind kurze Brennweiten mit hoher Lichtstarke empfehlenswert Bei Gehausen mit herausstehender Frontscheibe kann deren Rahmen von starken Weitwinkelobjektiven als Vignettierung ins Bild geraten ebenso besitzen manche dieser Objektive aufgrund ihres gewolbten vorderen Glaselements kein Filtergewinde welches einige Gehause zur Befestigung nutzen Umgang mit Lichtverhaltnissen und Kondenswasser BearbeitenAls gunstigste Tageszeit fur die Unterwasserfotografie ohne kunstliche Lichtquelle gilt ganz im Gegensatz zur normalen Oberflachenfotografie die Mittagszeit zwischen etwa 11 und 14 Uhr da hier das Licht nahezu senkrecht in das Wasser einfallt Durch Temperaturunterschiede zwischen Luft und Wasser kann sich im Unterwassergehause Kondenswasser bilden das sich auf der Objektivlinse niederschlagen oder die Kameraelektronik beschadigen kann Das Trockenmittel Silicagel Kieselgel bindet diese Feuchtigkeit was an der Verfarbung der Kristalle von blau nach rosa erkennbar ist Silicagel selbst ist farblos in der Regel wird jedoch ein entsprechendes Indikatormittel beigesetzt Silicagel kann durch behutsame Trocknung beispielsweise im Backofen bei etwa 120 bis 150 C mehrfach verwendet werden Beispielaufnahmen BearbeitenEinige Beispiele fur Unterwasserfotografien Rotmeer Wimpelfisch Heniochus intermedius Maskenfalterfisch Chaetodon semilarvatus Korallenriff im Roten Meer Flughahn Dactylopterus volitans AmateuraufnahmeBekannte Fotografen BearbeitenEduardo Acevedo Rene B Andersen Francois Baelen Robert Bailey Richard Barnden Paolo Bausani Tamara Benitez Matej Bergoc Georges Beuchat Adrian Biddle Jonathan Bird Pedro Carrillo Stephano Cerbai Stan Chen Eric Cheng Neville Coleman Jacques Cousteau John D Craig Ben Cropp Bernard Delemotte David Doubilet Jessica Farrer John Christopher Fine Dermot FitzGerald Rodney Fox Ric Frazier Tobias Friedrich Stephen Frink Toni Frissell Liang Fu Peter Gimbel Shane Gross Monty Halls Hans Hass Fabio Iardino Paolo Isgro Dave Johnson Henry Way Kendall Ken Kiefer Taeyup Kim Daniel Knop Noam Kortler Rudie Kuiter Greg Lecoeur Ferenc Lorincz Joseph B MacInnis Luis Marden Adam Martin Fabien Michenet Larval Agnes Milowka Noel Monkman Nicholas More Steve Parish Zale Parry Pierre Petit Scott Portelli Leni Riefenstahl Nicholas Samaras Peter Scoones Brian Skerry Wesley C Skiles Enrico Somogyi Henley Spiers Jenny Stock Bruce Sudweeks Johan Sundelin Philippe Tailliez Ron and Valerie Taylor Albert Tillman Flavio Vailati John Veltri Paula Vianna Stan Waterman J Lamar Worzel Claudio ZoriWettbewerbe BearbeitenPreis des Online Magazins Underwater Photography Guide Underwater Photographer of the Year Wide Angle Ocean ArtSiehe auch BearbeitenKategorie UnterwasserfotografLiteratur BearbeitenUnterwasserfotografie Bildbande Bearbeiten Christopher Newbert Sarika Cullis Suzuki Unbekannte Kaltwasserwelten In den Tiefen des Nordpazifiks Frederking amp Thaler 2012 ISBN 978 3 89405 951 4 David Hettich Abenteuer Ozean NG Buchverlag GmbH 2012 ISBN 978 3 86690 284 8 Herbert Frei Wunderwelt unter Wasser Heimische Fische vor der Kamera Jahr Top Spezial Verlag 1996 ISBN 978 3 86132 170 5 Helmut Corneli Barbara Corneli Die schonsten Tauchreviere Mittelmeer Delius Klasing Verlag Bielefeld 1996 ISBN 978 3 7688 0969 6 Unterwasser Fototechnik Bearbeiten Alex Mustard Underwater Photography Masterclass Ae Publications 2016 ISBN 978 1 78145 222 6 englisch Herbert Frei Gunter Daniel Unterwasserfotografie Kameratechnik Motivwahl Praxistipps Edition Nagelschmid 2016 ISBN 978 3 667 10727 5 Tobias Friedrich Die Kunst der Unterwasserfotografie 1 Auflage dpunkt verlag GmbH 2013 ISBN 978 3 86490 103 4 Herbert Frei Digitale Unterwasserfotografie Nah und Makro Kosmos Verlag Stuttgart 2012 ISBN 978 3 440 13092 6 Gerhard Alscher Axel Grambow u a Unterwasserfotografie Fotokinoverlag Leipzig 1986 Heinz Gert de Couet Andrew Green Handbuch der Unterwasser Fotografie Jahr Top Spezial Verlag Hamburg 1994 ISBN 978 3 86132 121 7 Jim Church Gunter Richter Nikonos Unterwasser Fotografie Laterna Magica Munchen 1997 ISBN 978 3 87467 675 5 Kamillo Weiss Unterwasser Fotografie Technik Optik Gerate Praxis Busse Seewald Verlag 1979 ISBN 978 3 87120 751 8 Hans Ulrich Richter Unterwasser Fotografie und Fernsehen Fotokinoverlag 1960 Michael Nagel Helge Suss u a Extremfotografie Franzis Harr 2011 ISBN 978 3 645 60131 3 Weblinks Bearbeiten Commons Unterwasserfotografie Album mit Bildern Videos und Audiodateien Wiktionary Unterwasserkamera Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme Ubersetzungen Linkkatalog zum Thema Unterwasserfotografie bei curlie org ehemals DMOZ Linkkatalog zum Thema Tauch Zeitschriften und Online Magazine bei curlie org ehemals DMOZ Grundlagen der Unterwasserfotografie unterwasser fotografieren de deutsch Scott Gietler Introduction to Underwater Photography englisch Einzelnachweise Bearbeiten VDST de Kamera Louis Boutan Memento vom 24 Februar 2014 im Internet Archive National Geographic Society First Underwater Color Photos Memento vom 4 Marz 2016 im Internet Archive Unterwasserwelt de Ersatzlos gestrichen Die legendare Nikonos Memento vom 28 Juni 2011 im Internet Archive Herbert Frei Digitale Unterwasserfotografie von A Z 1 Auflage Franckh Kosmos Verlag Stuttgart 2007 ISBN 978 3 440 11128 4 S 50 chip de Hardcore Robuste Unterwasser Kameras und Outdoor Kameras im TestTauchausbildungen International normierte Ausbildungen Schnuppertauchen ISO 11121 Supervised Diver ISO 24801 1 Autonomous Diver ISO 24801 2 Dive Leader ISO 24801 3 Scuba Instructor Level 1 ISO 24802 1 Scuba Instructor Level 2 ISO 24802 2 Nitrox Spezialkurs ISO 11107 Bezeichnungen der normierten Ausbildungen gemass einzelner Tauchorganisationen Basic Diver Passport Diver Scuba Diver Ein Stern Taucher Open Water Diver Drei Stern Taucher Dive Master Divemaster Dive Guide Nicht normierte Ausbildungen Advanced Open Water Diver Rescue Diver Zwei Stern Schnorcheltauchabzeichen Spezialkurse Apnoetauchen Behindertentauchen Bergseetauchen Eistauchen Erste Hilfe Hohlentauchen Kindertauchen Nachttauchen Nitrox Orientierungstauchen Rebreather Solotauchen Stromungstauchen Tauchscooter Technisches Tauchen Tieftauchen Trimix Trockentauchen Unterwasserfotografie Wracktauchen Dieser Artikel wurde am 18 August 2005 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen Normdaten Sachbegriff GND 4062045 1 OGND AKS Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Unterwasserfotografie amp oldid 218217567 Unterwasser Gehause, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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