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Unternehmenssoftware ist ein aus dem Englischen übernommener, insbesondere für Marketingzwecke verwendeter Begriff (Enterprise Application Software, Enterprise Software, selten auch Business Software) mit wechselnder, unscharfer Bedeutung. Allgemein ist Unternehmenssoftware jede Art von Anwendungssoftware, die in Unternehmen oder anderen Organisationen im Einsatz ist. Das Gegenteil von Unternehmenssoftware ist Software für den Privatbereich. Eine scharfe Trennung ist nicht möglich, weil z. B. die Büroanwendungen und Datenbanken sowohl privat als auch geschäftlich genutzt werden. Im engeren Sinne dient die Unternehmenssoftware dem Unternehmen zur Erreichung seiner Ziele, in Abgrenzung zur Anwendungssoftware allgemein, die zum Beispiel in der Form von Büroanwendungen, Textverarbeitung und Tabellenkalkulation auch als Arbeitsmittel einzelner Personen oder kleinen Teams dient. Dabei werden häuftig unterschiedliche große Standardsoftware-Pakete (ERP, CXM, CRM u. a.) für die Nutzung im Unternehmen kombiniert (Integration) und angepasst (Customization). Hierbei entsteht ein unternehmensindivduelles Enterprise System oder eine Unternehmenssoftwarearchitektur. Die Balance aus unternehmenskritischer Anpassung und Verwendung von Standardsoftware ermöglicht Unternehmen den notwendigen Mix aus Wettbewerbsvorteilen und Skalierbarkeit von immer komplexerer Software. Was traditionell stark als Investition in Anlagevermögen angesehen wurde, hat seit dem Jahrtausendwechsel durch SaaS, PaaS und Cloud-Dienste zunehmend den Charakter von Outsourcing bekommen.

Inhaltsverzeichnis

Betriebswirtschaftliche Anwendungen

Die folgende Unterteilung zeigt nur die Schwerpunkte, nicht eine scharfe Abgrenzung, weil die Sachgebiete ineinander übergreifen und es in unterschiedlichen Softwarepaketen eine mehr oder weniger starke Integration und Überlappung gibt.

Materialwirtschaft

Materialwirtschaftssysteme – im Handel auch Warenwirtschaftssysteme genannt – werden eingesetzt für verbrauchsgesteuerte Disposition, Einkauf bzw. Beschaffung allgemein, Materialbestandsführung der Lagerzu- und Abgänge und Inventur, Rechnungsprüfung und Lagerverwaltung. In Produktionsbetrieben ist sie Bestandteil der Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme (PPS). Materialmengen haben einen Materialwert, entsprechend werden in der Regel Menge und Wert parallel behandelt. Über die Preise ist die Materialwirtschaft verzahnt mit der Betriebswirtschaft, über die Werte mit der Finanzwirtschaft.

Eine Teilfunktion der Materialwirtschaft decken System für die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen über das Internet ab. Sie heißen neudeutsch E-Procurement oder Elektronische Beschaffung. Die Materialwirtschaft ist Bestandteil von PPS-Systemen, ERP- und Logistiksystemen. Teilfunktionen der Materialwirtschaft decken Einkaufssysteme, Lagerverwaltungs- und Kommissioniersysteme ab.

Personalwirtschaft

Die Themen, die Systeme für die Personalwirtschaft abdecken, sind die Aufgaben der Personalverwaltung, die Personalzeiterfassung und -auswertung, die Lohn- und Gehaltsabrechnung, Bearbeitung von steuer-, sozial- oder arbeitsrechtlichen Aufgaben, Reisekostenabrechnung, Personalplanung und Personalentwicklung. Auskunftsmöglichkeiten aus den Personaldaten bieten sog. Personalinformationssysteme. Personalwirtschaft ist auch unter dem gleichbedeutenden Begriff Human Resource Management (HR) bekannt.

Finanz- und Betriebswirtschaft

Das Rechnungswesen mit Finanzbuchhaltung und Betriebsbuchhaltung waren sehr frühe Beispiele von Computeranwendungen, mit denen Tabelliermaschinen und Buchungsautomaten in den 1960er und 1970er Jahren abgelöst wurden. Heute gehören zu diesem Anwendungskreis unter dem Sammelbegriff Controlling: Finanzbuchhaltung, Bilanz und GuV, Kreditoren-, Debitoren-, Anlagenbuchhaltung, Erlös- und Kostenartenrechnung, Gemeinkostenrechnung, Kostenträger- und Ergebnisrechnung.

Absatzwirtschaft

Zur Absatzwirtschaft zählen Vertrieb und Marketing. Vertriebssoftware unterstützt den Verkauf bei der Erfassung der Aufträge, der Preisfindung und Rabattierung. Nach Prüfung der buchmäßigen Verfügbarkeit der bestellten Artikel und Prüfung der Kreditwürdigkeit des Kunden erfolgt die Lieferung, der Versand und die Fakturierung. Speziell in diesem Bereich gibt es vielerlei Sonderformen, die zu vielerlei branchenspezifischen Lösungen führten: unterschiedliche Vertriebswege, unterschiedliche Produkte (Kaugummi vs. Werkzeugmaschine) usw.

Als Instrument für Vertrieb und Marketing dient Customer-Relationship-Management-Software für die Pflege der Kundenbeziehungen. Dazu gehören z. B.: Verwaltung der Kundenkontakte, Kampagnenverwaltung, Verkaufschancensteuerung, Vertriebsprozesssteuerung, Auftragsmanagement, Serienbriefe und E-Mails.

Produktionsplanung und -steuerung

Zu Softwarepaketen für die Produktionsplanung und -steuerung gehören Teile der Absatzwirtschaft, insbesondere die Kundenauftragsverwaltung, große Teile der Materialwirtschaft, insbesondere aber die Kernfunktionen Verwaltung der Konstruktions- und Produktionsdaten, Bedarfsermittlung, Fertigungs- und Kapazitätsplanung und Werkstattsteuerung.

Anfänglich (vor 1970) bestand PPS nur aus der Materialplanung (MRP). Nach 1970 wurde es ergänzt um die Termin- und Kapazitätsplanung. In Deutschland wurde beispielsweise auf Initiative des VDMA aufgrund der steigenden Nachfrage nach EDV-gestützten Methoden zur Termin- und Kapazitätsplanung Anfang der 70er Jahre Termikon als erstes deutschsprachiges Termin- und Kapazitätsplanungssystem entwickelt. Die MRP-II-Begeisterung begann ca. 1980. MRP II ist im Kern Material-, Termin- und Kapazitätsplanung, aber ergänzt um vorgelagerte Planungsstufen und erweitert um die Berücksichtigung weiterer Ressourcen, z. B. um das benötigte Kapital, so wie es im Ansatz bereits in COPICS von IBM 1970 konzipiert wurde.

Logistik und Supply-Chain-Management

Supply-Chain-Management baut auf der Logistik auf, die ihr Augenmerk auf die Materialflüsse von und zu Lieferanten und Kunden richtet. Die Grenzen des Unternehmens werden überschritten durch die Integration der Kunden und Zulieferer in die Produktionsplanung und -steuerung. Die Wertschöpfung wird zum zusammengehörigen Prozess, der beim Rohstofflieferanten beginnt und beim Kunden endet.

Enterprise-Resource-Planning

Enterprise-Resource-Planning-Systeme als Marketingbegriff umfassen je nach Anbieter alle Softwareanwendungen, die der jeweilige Hersteller anzubieten hat, das reicht von der Materialwirtschaft über die Fertigung, Finanz- und Rechnungswesen, Personalwirtschaft, Dienstleistung und Verkauf bis zu Forschung und Entwicklung.

Technische Anwendungen

Zu den technischen Anwendungen gehören die mit den Buchstaben „CA“ (für „Computer Aided“) beginnenden Softwaresysteme, die in den technischen Bereichen der Unternehmen eingesetzt werden. Man spricht deshalb auch von „C-Techniken“ oder von „CAx-Softwaresystemen“. In dem Begriff CAE (Computer Aided Engineering) sind diese „C-Techniken“ für Ingenieure zusammengefasst.

Diese eher ingenieurtechnisch orientierten Anwendungen stehen nicht isoliert im Betriebsgeschehen, sondern sind gleichzeitig Empfänger und Lieferant von Informationen der betriebswirtschaftlichen Anwendungen im Unternehmen.

CAFM – Rechnergestützte Infrastrukturverwaltung

CAFM- (Computer Aided Facility Management-) Systeme verwendet man für die Planung, Verwaltung und Bewirtschaftung von Gebäuden, Anlagen und Einrichtungen (Facilities).

CAD – Rechnergestützte Konstruktion

CAD- (Computer Aided Design-) Systeme verwendet man für Konzeption, Entwurf und Detaillierung (in Form einer technischen Zeichnung) von Produkten. CAD benötigt Daten aus PPS-Systemen, darunter Kundenaufträge, Arbeitspläne, Material- und Stücklistendaten, Informationen über Betriebsmittel. Sie liefert Daten an PPS-Systeme, z. B. Stücklisten, Informationen für die Kalkulation, Technische Dokumentationen und selbstverständlich Zeichnungen.

CAP – Rechnergestützte Arbeitsplanung

CAP (Computer Aided Planning) umfasst Arbeitsplanung für konventionelle Bearbeitung und für NC-Maschinen. Unter Umständen empfängt sie Daten direkt aus CAD-Systemen. Ergebnis der Arbeitsplanung ist der Arbeitsplan, der für die Produktionsplanung und die Fertigung bestimmt ist.

CAM – Rechnergestützte Fertigung

CAM (Computer Aided Manufacturing) ist ein sehr weiter Begriff, entsprechend gibt es Software für unterschiedlichste Aufgaben der Automatisierung und Flexibilisierung der Fertigung. DNC (Distributed Numerical Control) zur Steuerung von Werkzeugmaschinen, Handhabungssystemen und Robotern. Zu CAM zählen auch automatisierte Lager- und Transportsysteme.

CAQ – Rechnergestützte Qualitätssicherung

CAQ (computer-aided quality assurance) beginnt bei der rechnergestützten Planung der Prüfungsvorgänge. Sie begleitet den Materialfluss von der Prüfung im Wareneingang über die Fertigung bis zur Prüfung des fertigen Erzeugnisses. Technische Hilfsmittel sind automatisierte Einrichtungen wie Analyseinstrumente, Zähler und Sensoren.

Weitere „C-Techniken“

Sie sind hier nur erwähnt, um die Fülle der unterschiedlichen Aufgabenstellungen für Unternehmenssoftware im technischen Bereich anzudeuten: CAR Computer Aided Robotics – rechnerunterstützter Robotereinsatz, CAI Computer Aided Inspection – rechnerunterstützte Instandhaltung, CAT Computer Aided Testing – rechnerunterstütztes Testen, EDM Engineering Data Management – Produktdatenmanagement, CASE Computer-aided software engineering – rechnergestützte Softwareentwicklung.

Informations- und Managementsysteme

Zu diesen Systemen zählen u. a. Management-Informationssysteme (MIS) und Simulationssysteme. Management-Informationssysteme greifen auf Datenbanken der einzelnen operativen System zu oder sie finden die benötigten Daten durch Data-Mining in Datensammlungen, die aus verschiedenen Quellen gespeist werden, meist aus einem Data-Warehouse.

Übergreifende Unterstützung der betrieblichen Abläufe

Um Workflow-Management-Systeme, Contentmanagement, Dokumentenmanagement, elektronische Archivierung, Informationslebenszyklusmanagement etc. hat sich inzwischen eine eigene „Wissenschaft“ entwickelt, siehe dazu Enterprise-Content-Management.

Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbanken auf Personalcomputern, Präsentationsprogramme und E-Mail-Programme spielen heute eine wesentliche Rolle in Unternehmen jeder Größenordnung. Groupware unterstützt die Zusammenarbeit in Gruppen. Zudem ist häufig Projektmanagementsoftware zur Planung und Steuerung großer Projekte im Einsatz.

Hauptartikel: Softwarebeschaffung

Grundsätzlich müssen bei der Auswahl von Unternehmenssoftware viele Entscheidungen sehr sorgfältig abgewogen werden. Im Extremfall kann der Erfolg des Unternehmens gefährdet werden, etwa wenn Mitarbeiter nicht mehr schnell genug auf die benötigten Daten zugreifen können. Grob lässt sich die Auswahlstrategie in drei Bereiche unterteilen, welche alle Vor- und Nachteile haben.

Standardsoftware

Hauptartikel: Standardsoftware

Eine Standardsoftware wird eingekauft und ggf. an die Bedürfnisse des Kunden angepasst.

Individualsoftware

Hauptartikel: Individualsoftware

Die Software wird individuell nach den Anforderungen des Kunden erstellt.

Best of Breed

Die Best-of-Breed-Strategie schließlich setzt auf den Einsatz von mehreren Branchenlösungen für verschiedene Teilbereiche und den Einsatz eines Systemintegrators, um diese Teile zu verbinden. Ursprung des Namens ist die Idee, dass für jeden Bereich die jeweils "beste" Lösung ausgewählt werden soll, was mit einer übergreifenden Lösung oft nicht erreicht werden kann.

Der Einsatz von heterogenen Systemen ist jedoch in der Praxis auch mit Nachteilen verbunden:

  • Wartungskosten der einzelnen Systeme
  • systemspezifisches Fachwissen zur Betreuung der Anwender
  • Administrationsaufwand der Server-Farm
  • Kosten (bis zu 80 % des IT-Budgets)
  • Schnittstellenproblematik
Hauptartikel: Outsourcing

Häufig wird der Betrieb der Unternehmenssoftware outgesourct: Man beauftragt ein Unternehmen, sich um die gesamte Abwicklung zu kümmern, sprich Hardware zu betreiben, Operations durchzuführen, Software auszuwählen, beschaffen, einführen, warten und anpassen. Die Leistungen des beauftragten Unternehmens werden durch SLAs festgelegt.

  • Joachim Berlak: Methodik zur strukturierten Auswahl von Auftragsabwicklungssystemen. Utz-Verlag, München 2003, ISBN 3-8316-0258-1.
  1. SAP NetWeaver, Loren Heilig (Autor), Steffen Karch, Galileo Press, S. 35.
  2. SAP NetWeaver, Loren Heilig (Autor), Steffen Karch, Galileo Press, S. 40.

Unternehmenssoftware Software zur Erreichung der Ziele eines Unternehmens Sprache Beobachten Bearbeiten Unternehmenssoftware ist ein aus dem Englischen ubernommener insbesondere fur Marketingzwecke verwendeter Begriff Enterprise Application Software Enterprise Software selten auch Business Software mit wechselnder unscharfer Bedeutung Allgemein ist Unternehmenssoftware jede Art von Anwendungssoftware die in Unternehmen oder anderen Organisationen im Einsatz ist Das Gegenteil von Unternehmenssoftware ist Software fur den Privatbereich Eine scharfe Trennung ist nicht moglich weil z B die Buroanwendungen und Datenbanken sowohl privat als auch geschaftlich genutzt werden Im engeren Sinne dient die Unternehmenssoftware dem Unternehmen zur Erreichung seiner Ziele in Abgrenzung zur Anwendungssoftware allgemein die zum Beispiel in der Form von Buroanwendungen Textverarbeitung und Tabellenkalkulation auch als Arbeitsmittel einzelner Personen oder kleinen Teams dient Dabei werden hauftig unterschiedliche grosse Standardsoftware Pakete ERP CXM CRM u a fur die Nutzung im Unternehmen kombiniert Integration und angepasst Customization Hierbei entsteht ein unternehmensindivduelles Enterprise System oder eine Unternehmenssoftwarearchitektur Die Balance aus unternehmenskritischer Anpassung und Verwendung von Standardsoftware ermoglicht Unternehmen den notwendigen Mix aus Wettbewerbsvorteilen und Skalierbarkeit von immer komplexerer Software Was traditionell stark als Investition in Anlagevermogen angesehen wurde hat seit dem Jahrtausendwechsel durch SaaS PaaS und Cloud Dienste zunehmend den Charakter von Outsourcing bekommen Inhaltsverzeichnis 1 Arten von Unternehmenssoftware 1 1 Betriebswirtschaftliche Anwendungen 1 1 1 Materialwirtschaft 1 1 2 Personalwirtschaft 1 1 3 Finanz und Betriebswirtschaft 1 1 4 Absatzwirtschaft 1 1 5 Produktionsplanung und steuerung 1 1 6 Logistik und Supply Chain Management 1 1 7 Enterprise Resource Planning 1 2 Technische Anwendungen 1 2 1 CAFM Rechnergestutzte Infrastrukturverwaltung 1 2 2 CAD Rechnergestutzte Konstruktion 1 2 3 CAP Rechnergestutzte Arbeitsplanung 1 2 4 CAM Rechnergestutzte Fertigung 1 2 5 CAQ Rechnergestutzte Qualitatssicherung 1 2 6 Weitere C Techniken 1 3 Informations und Managementsysteme 1 4 Ubergreifende Unterstutzung der betrieblichen Ablaufe 2 Softwareauswahl 2 1 Standardsoftware 2 2 Individualsoftware 2 3 Best of Breed 3 Outsourcing 4 Literatur 5 QuellenArten von Unternehmenssoftware BearbeitenBetriebswirtschaftliche Anwendungen Bearbeiten Die folgende Unterteilung zeigt nur die Schwerpunkte nicht eine scharfe Abgrenzung weil die Sachgebiete ineinander ubergreifen und es in unterschiedlichen Softwarepaketen eine mehr oder weniger starke Integration und Uberlappung gibt Materialwirtschaft Bearbeiten Materialwirtschaftssysteme im Handel auch Warenwirtschaftssysteme genannt werden eingesetzt fur verbrauchsgesteuerte Disposition Einkauf bzw Beschaffung allgemein Materialbestandsfuhrung der Lagerzu und Abgange und Inventur Rechnungsprufung und Lagerverwaltung In Produktionsbetrieben ist sie Bestandteil der Produktionsplanungs und steuerungssysteme PPS Materialmengen haben einen Materialwert entsprechend werden in der Regel Menge und Wert parallel behandelt Uber die Preise ist die Materialwirtschaft verzahnt mit der Betriebswirtschaft uber die Werte mit der Finanzwirtschaft Eine Teilfunktion der Materialwirtschaft decken System fur die Beschaffung von Gutern und Dienstleistungen uber das Internet ab Sie heissen neudeutsch E Procurement oder Elektronische Beschaffung Die Materialwirtschaft ist Bestandteil von PPS Systemen ERP und Logistiksystemen Teilfunktionen der Materialwirtschaft decken Einkaufssysteme Lagerverwaltungs und Kommissioniersysteme ab Personalwirtschaft Bearbeiten Die Themen die Systeme fur die Personalwirtschaft abdecken sind die Aufgaben der Personalverwaltung die Personalzeiterfassung und auswertung die Lohn und Gehaltsabrechnung Bearbeitung von steuer sozial oder arbeitsrechtlichen Aufgaben Reisekostenabrechnung Personalplanung und Personalentwicklung Auskunftsmoglichkeiten aus den Personaldaten bieten sog Personalinformationssysteme Personalwirtschaft ist auch unter dem gleichbedeutenden Begriff Human Resource Management HR bekannt Finanz und Betriebswirtschaft Bearbeiten Das Rechnungswesen mit Finanzbuchhaltung und Betriebsbuchhaltung waren sehr fruhe Beispiele von Computeranwendungen mit denen Tabelliermaschinen und Buchungsautomaten in den 1960er und 1970er Jahren abgelost wurden Heute gehoren zu diesem Anwendungskreis unter dem Sammelbegriff Controlling Finanzbuchhaltung Bilanz und GuV Kreditoren Debitoren Anlagenbuchhaltung Erlos und Kostenartenrechnung Gemeinkostenrechnung Kostentrager und Ergebnisrechnung Absatzwirtschaft Bearbeiten Zur Absatzwirtschaft zahlen Vertrieb und Marketing Vertriebssoftware unterstutzt den Verkauf bei der Erfassung der Auftrage der Preisfindung und Rabattierung Nach Prufung der buchmassigen Verfugbarkeit der bestellten Artikel und Prufung der Kreditwurdigkeit des Kunden erfolgt die Lieferung der Versand und die Fakturierung Speziell in diesem Bereich gibt es vielerlei Sonderformen die zu vielerlei branchenspezifischen Losungen fuhrten unterschiedliche Vertriebswege unterschiedliche Produkte Kaugummi vs Werkzeugmaschine usw Als Instrument fur Vertrieb und Marketing dient Customer Relationship Management Software fur die Pflege der Kundenbeziehungen Dazu gehoren z B Verwaltung der Kundenkontakte Kampagnenverwaltung Verkaufschancensteuerung Vertriebsprozesssteuerung Auftragsmanagement Serienbriefe und E Mails Produktionsplanung und steuerung Bearbeiten Zu Softwarepaketen fur die Produktionsplanung und steuerung gehoren Teile der Absatzwirtschaft insbesondere die Kundenauftragsverwaltung grosse Teile der Materialwirtschaft insbesondere aber die Kernfunktionen Verwaltung der Konstruktions und Produktionsdaten Bedarfsermittlung Fertigungs und Kapazitatsplanung und Werkstattsteuerung Anfanglich vor 1970 bestand PPS nur aus der Materialplanung MRP Nach 1970 wurde es erganzt um die Termin und Kapazitatsplanung In Deutschland wurde beispielsweise auf Initiative des VDMA aufgrund der steigenden Nachfrage nach EDV gestutzten Methoden zur Termin und Kapazitatsplanung Anfang der 70er Jahre Termikon als erstes deutschsprachiges Termin und Kapazitatsplanungssystem entwickelt Die MRP II Begeisterung begann ca 1980 MRP II ist im Kern Material Termin und Kapazitatsplanung aber erganzt um vorgelagerte Planungsstufen und erweitert um die Berucksichtigung weiterer Ressourcen z B um das benotigte Kapital so wie es im Ansatz bereits in COPICS von IBM 1970 konzipiert wurde Logistik und Supply Chain Management Bearbeiten Supply Chain Management baut auf der Logistik auf die ihr Augenmerk auf die Materialflusse von und zu Lieferanten und Kunden richtet Die Grenzen des Unternehmens werden uberschritten durch die Integration der Kunden und Zulieferer in die Produktionsplanung und steuerung Die Wertschopfung wird zum zusammengehorigen Prozess der beim Rohstofflieferanten beginnt und beim Kunden endet Enterprise Resource Planning Bearbeiten Enterprise Resource Planning Systeme als Marketingbegriff umfassen je nach Anbieter alle Softwareanwendungen die der jeweilige Hersteller anzubieten hat das reicht von der Materialwirtschaft uber die Fertigung Finanz und Rechnungswesen Personalwirtschaft Dienstleistung und Verkauf bis zu Forschung und Entwicklung Technische Anwendungen Bearbeiten Zu den technischen Anwendungen gehoren die mit den Buchstaben CA fur Computer Aided beginnenden Softwaresysteme die in den technischen Bereichen der Unternehmen eingesetzt werden Man spricht deshalb auch von C Techniken oder von CAx Softwaresystemen In dem Begriff CAE Computer Aided Engineering sind diese C Techniken fur Ingenieure zusammengefasst Diese eher ingenieurtechnisch orientierten Anwendungen stehen nicht isoliert im Betriebsgeschehen sondern sind gleichzeitig Empfanger und Lieferant von Informationen der betriebswirtschaftlichen Anwendungen im Unternehmen CAFM Rechnergestutzte Infrastrukturverwaltung Bearbeiten CAFM Computer Aided Facility Management Systeme verwendet man fur die Planung Verwaltung und Bewirtschaftung von Gebauden Anlagen und Einrichtungen Facilities CAD Rechnergestutzte Konstruktion Bearbeiten CAD Computer Aided Design Systeme verwendet man fur Konzeption Entwurf und Detaillierung in Form einer technischen Zeichnung von Produkten CAD benotigt Daten aus PPS Systemen darunter Kundenauftrage Arbeitsplane Material und Stucklistendaten Informationen uber Betriebsmittel Sie liefert Daten an PPS Systeme z B Stucklisten Informationen fur die Kalkulation Technische Dokumentationen und selbstverstandlich Zeichnungen CAP Rechnergestutzte Arbeitsplanung Bearbeiten CAP Computer Aided Planning umfasst Arbeitsplanung fur konventionelle Bearbeitung und fur NC Maschinen Unter Umstanden empfangt sie Daten direkt aus CAD Systemen Ergebnis der Arbeitsplanung ist der Arbeitsplan der fur die Produktionsplanung und die Fertigung bestimmt ist CAM Rechnergestutzte Fertigung Bearbeiten CAM Computer Aided Manufacturing ist ein sehr weiter Begriff entsprechend gibt es Software fur unterschiedlichste Aufgaben der Automatisierung und Flexibilisierung der Fertigung DNC Distributed Numerical Control zur Steuerung von Werkzeugmaschinen Handhabungssystemen und Robotern Zu CAM zahlen auch automatisierte Lager und Transportsysteme CAQ Rechnergestutzte Qualitatssicherung Bearbeiten CAQ computer aided quality assurance beginnt bei der rechnergestutzten Planung der Prufungsvorgange Sie begleitet den Materialfluss von der Prufung im Wareneingang uber die Fertigung bis zur Prufung des fertigen Erzeugnisses Technische Hilfsmittel sind automatisierte Einrichtungen wie Analyseinstrumente Zahler und Sensoren Weitere C Techniken Bearbeiten Sie sind hier nur erwahnt um die Fulle der unterschiedlichen Aufgabenstellungen fur Unternehmenssoftware im technischen Bereich anzudeuten CAR Computer Aided Robotics rechnerunterstutzter Robotereinsatz CAI Computer Aided Inspection rechnerunterstutzte Instandhaltung CAT Computer Aided Testing rechnerunterstutztes Testen EDM Engineering Data Management Produktdatenmanagement CASE Computer aided software engineering rechnergestutzte Softwareentwicklung Informations und Managementsysteme Bearbeiten Zu diesen Systemen zahlen u a Management Informationssysteme MIS und Simulationssysteme Management Informationssysteme greifen auf Datenbanken der einzelnen operativen System zu oder sie finden die benotigten Daten durch Data Mining in Datensammlungen die aus verschiedenen Quellen gespeist werden meist aus einem Data Warehouse Ubergreifende Unterstutzung der betrieblichen Ablaufe Bearbeiten Um Workflow Management Systeme Contentmanagement Dokumentenmanagement elektronische Archivierung Informationslebenszyklusmanagement etc hat sich inzwischen eine eigene Wissenschaft entwickelt siehe dazu Enterprise Content Management Textverarbeitung Tabellenkalkulation Datenbanken auf Personalcomputern Prasentationsprogramme und E Mail Programme spielen heute eine wesentliche Rolle in Unternehmen jeder Grossenordnung Groupware unterstutzt die Zusammenarbeit in Gruppen Zudem ist haufig Projektmanagementsoftware zur Planung und Steuerung grosser Projekte im Einsatz Softwareauswahl Bearbeiten Hauptartikel Softwarebeschaffung Grundsatzlich mussen bei der Auswahl von Unternehmenssoftware viele Entscheidungen sehr sorgfaltig abgewogen werden Im Extremfall kann der Erfolg des Unternehmens gefahrdet werden etwa wenn Mitarbeiter nicht mehr schnell genug auf die benotigten Daten zugreifen konnen Grob lasst sich die Auswahlstrategie in drei Bereiche unterteilen welche alle Vor und Nachteile haben Standardsoftware Bearbeiten Hauptartikel Standardsoftware Eine Standardsoftware wird eingekauft und ggf an die Bedurfnisse des Kunden angepasst Individualsoftware Bearbeiten Hauptartikel Individualsoftware Die Software wird individuell nach den Anforderungen des Kunden erstellt Best of Breed Bearbeiten Die Best of Breed Strategie schliesslich setzt auf den Einsatz von mehreren Branchenlosungen fur verschiedene Teilbereiche und den Einsatz eines Systemintegrators um diese Teile zu verbinden Ursprung des Namens ist die Idee dass fur jeden Bereich die jeweils beste Losung ausgewahlt werden soll was mit einer ubergreifenden Losung oft nicht erreicht werden kann Der Einsatz von heterogenen Systemen ist jedoch in der Praxis auch mit Nachteilen verbunden 1 Wartungskosten der einzelnen Systeme systemspezifisches Fachwissen zur Betreuung der Anwender Administrationsaufwand der Server Farm Kosten bis zu 80 des IT Budgets 2 SchnittstellenproblematikOutsourcing Bearbeiten Hauptartikel Outsourcing Haufig wird der Betrieb der Unternehmenssoftware outgesourct Man beauftragt ein Unternehmen sich um die gesamte Abwicklung zu kummern sprich Hardware zu betreiben Operations durchzufuhren Software auszuwahlen beschaffen einfuhren warten und anpassen Die Leistungen des beauftragten Unternehmens werden durch SLAs festgelegt Literatur BearbeitenJoachim Berlak Methodik zur strukturierten Auswahl von Auftragsabwicklungssystemen Utz Verlag Munchen 2003 ISBN 3 8316 0258 1 Quellen Bearbeiten SAP NetWeaver Loren Heilig Autor Steffen Karch Galileo Press S 35 SAP NetWeaver Loren Heilig Autor Steffen Karch Galileo Press S 40 Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Unternehmenssoftware amp oldid 221356946, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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