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Das Unternehmen Nordwind war im Zweiten Weltkrieg die letzte Offensive deutscher Streitkräfte an der Westfront, in deren Rahmen vom 31. Dezember 1944 bis zum 25. Januar 1945 Kampfhandlungen im Elsass und in Lothringen stattfanden. Obwohl das Unternehmen zu politischen Spannungen zwischen den USA und Frankreich führte, die als Straßburger Kontroverse bezeichnet werden, gehört es zu den weniger bekannten und teilweise sogar falsch dargestellten Großoperationen des Zweiten Weltkrieges; in der öffentlichen Wahrnehmung dominieren die gleichzeitigen Kämpfe in den Ardennen, im Hürtgenwald sowie an der Ostfront an Weichsel und Oder.

Unternehmen Nordwind
Teil von: Westfront, Zweiter Weltkrieg
Datum 31. Dezember 1944 bis 25. Januar 1945
Ort Elsass, Lothringen
Ausgang taktischer Rückzug der Alliierten
Konfliktparteien

Vereinigte Staaten 48 Vereinigte Staaten
Frankreich 1944 Frankreich

Deutsches Reich NS Deutsches Reich

Befehlshaber

6. US-Heeresgruppe:

Generalleutnant Jacob L. Devers,

7. US-Armee:

Generalleutnant Alexander Patch,

1. Französische Armee:

General Jean de Lattre de Tassigny

Heeresgruppe G:

Generaloberst Johannes Blaskowitz,

1. Armee:

General der Infanterie Hans von Obstfelder,

Heeresgruppe Oberrhein:

Heinrich Himmler,

19. Armee:

General der Infanterie Siegfried Rasp

Truppenstärke
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Verluste

Vereinigte Staaten 48 Vereinigte Staaten 3.000 Gefallene, 9.000 Verwundete, 17.000 sonstige Ausfälle

Frankreich 1944 Frankreich mindestens 1.000 Gefallene, 1.000 sonstige Ausfälle

23.000 (Gefallene, Verwundete, sonstige Ausfälle)

Zeitweilig als Alternative zur Ardennenoffensive oder auch zu ihrer Unterstützung geplant, wurde das Unternehmen begonnen, als die dortigen Angriffe längst zum Stehen gekommen waren. Während deutsche Truppen die Ardennen bereits weitgehend wieder geräumt hatten und die sowjetischen Truppen vor der Einnahme Warschaus und kurz vor ihren ersten Erfolgen in Ostpreußen standen, erreichten die Kämpfe im Elsass mit dem Einsatz weiterer deutscher Divisionen ihren Höhepunkt. Ein wesentlicher Teil der Kampfhandlungen fand vom 8. bis zum 20. Januar 1945 im Raum zwischen Hagenau und Weißenburg statt, wenngleich Kämpfe am Vogesenkamm und um einen neugebildeten Brückenkopf am Oberrhein die Ereignisse deutlich stärker bestimmten. Die Schlacht endete nach dem Rückzug der amerikanischen Truppen auf die Moder-Linie nahe Hagenau und ihrem Abwehrerfolg gegen die letzten deutschen Angriffe am 25. Januar.

Im Gegensatz zur vor allem durch Treibstoffmangel behinderten Ardennenoffensive gelten unzureichende Artillerieunterstützung, ungenügende Aufklärung und vor allem Personalmangel sowie hartnäckiger alliierter Widerstand als entscheidende Gründe für das Scheitern von Nordwind. Die in diesem Frontabschnitt eingesetzten, durch die vorangegangenen Rückzugskämpfe geschwächten Verbände wurden nur unzureichend personell aufgefrischt – ein Manko, das erst verspätet durch den Einsatz von Reserven kompensiert wurde. Die operative Führung wurde zusätzlich dadurch erschwert, dass der Operationsraum nicht allein im Bereich der Heeresgruppe G lag, sondern zwischen ihr und der neu gebildeten Heeresgruppe Oberrhein unter dem Kommando von Heinrich Himmler (Reichsführer SS) aufgeteilt war.

Inhaltsverzeichnis

Am 12. November 1944 trat die 6. US-Heeresgruppe, bestehend aus der 7. US-Armee und der französischen 1. Armee, im Zusammenwirken mit der 3. US-Armee zur Offensive beiderseits der Vogesen an. Die alliierten Armeen durchbrachen die Zaberner Steige und die burgundische Pforte und erreichten den Oberrhein am 19. November bei Mülhausen und am 23. November bei Straßburg. Auf ausdrücklichen Befehl Dwight D. Eisenhowers überschritten die alliierten Verbände den Rhein nicht, sondern drehten nach Norden ein. Anfang bis Mitte Dezember hatten sie die deutsche 1. Armee weitestgehend aus dem Unterelsass nach Norden zurückgedrängt und Teile der 19. Armee im Brückenkopf Elsass umfasst. Letztere wurde am 2. Dezember 1944 aus der Heeresgruppe G herausgenommen und in die neu gebildete Heeresgruppe Oberrhein überführt, deren Oberbefehl Heinrich Himmler am 10. Dezember erhielt und die direkt dem Führerhauptquartier unterstand. Ende Dezember 1944 kam nach Anfangserfolgen die deutsche Ardennenoffensive zum Stehen (siehe Belagerung von Bastogne). Um Kräfte für einen amerikanischen Gegenangriff in den Ardennen freizumachen, übernahm die 7. US-Armee große Teile des Frontabschnittes der 3. US-Armee im Unterelsass und in Lothringen, der damit zum schwächsten Abschnitt der amerikanischen Front wurde. Andererseits standen dem Oberbefehlshaber West noch mehrere, ab Mitte Januar 1945 einsetzbare Divisionen als Reserve zur Verfügung.

Nachdem die Ardennenoffensive eine Verschiebung größerer Verbände der 3. US-Armee nach Norden notwendig gemacht hatte, fasste der Stab des Oberbefehlshabers West unter Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt den Entschluss, die damit entstandene Schwächung des Gegners im Elsass auszunutzen. Durch die Räumung der amerikanischen Brückenköpfe an der Saar zuversichtlich gestimmt, befahl Rundstedt dem Oberkommando der Heeresgruppe G am 21. Dezember 1944, örtliche Vorstöße einzuleiten und Vorkehrungen für einen Angriff zur Rückeroberung der Zaberner Steige zu treffen.

Für diesen Angriff wurden drei Optionen mit aufgelisteten Vor- und Nachteilen entwickelt:

westlich der Vogesen entlang des Vogesenkammes ostwärtig der Vogesen

+ gut ausgebautes Straßen- und Wegenetz

+ Schutz der rechten Flanke durch die Saar

− hohe Wahrscheinlichkeit alliierter Luftangriffe wegen des offenen Geländes

− erhebliche Umgliederung der Kräfte erforderlich

+ Schutz durch hügeliges und bewaldetes Gelände

+ Befestigungsanlagen der Maginot-Linie noch in deutscher Hand

− schwach ausgebautes Straßen- und Wegenetz

− panzerhemmendes Gelände

+ gut ausgebautes Straßen- und Wegenetz

− Befestigungsanlagen der Maginot-Linie in amerikanischer Hand

− gute Verteidigungsmöglichkeiten im Heiligen Forst

− Minenfelder

Nach der Billigung des Vorstoßes entlang des Vogesenkammes durch von Rundstedt und Generaloberst Johannes Blaskowitz (Oberbefehlshaber der Heeresgruppe G) befahl Hitler, den westlichen Vorstoß unterstützend zu dem Hauptstoß mit mindestens zwei Panzer- und drei Infanterie-Divisionen durchzuführen. Er hatte angesichts der Witterungsbedingungen in den Vogesen (es war ein sehr kalter Winter) Zweifel an der Durchhaltefähigkeit der Truppe. Rundstedt änderte seine Befehle in diesem Sinne noch am 22. Dezember ab.

Generaloberst Johannes Blaskowitz, Oberbefehlshaber der Heeresgruppe G (1944)

Tatsächlich musste nur diese Feinplanung vorgenommen werden, denn bereits im Oktober 1944 hatte der Wehrmachtführungsstab Studien für eine Gegenoffensive im Elsass entwickelt. Eine solche Offensive war am 17. und 25. November als Angriff in die Flanke der möglicherweise über den Rhein stoßenden alliierten Kräfte erwogen worden und letztlich zugunsten des Angriffs in den Ardennen verworfen worden. Nun konnte man auf diese Studien zurückgreifen. In einer Besprechung mit Blaskowitz wurden am 24. Dezember die Ziele der Operation festgelegt. Mit der Zaberner Steige zwischen Pfalzburg und Zabern sollten die Verbindungslinien der im nördlichen Elsass stehenden alliierten Kräfte abgeschnitten und Letztere zerschlagen werden. Anschließend sollte durch einen Vorstoß nach Süden die Verbindung zur 19. Armee hergestellt werden. Zu diesem Zweck wurden im Bereich der 1. Armee unter General der Infanterie Hans von Obstfelder zwei Stoßgruppierungen gebildet. Die erste – bestehend aus dem XIII. SS-Armeekorps (zwei Volksgrenadier- und eine SS-Panzergrenadier-Division) – sollte östlich der Blies die alliierten Linien bei Rohrbach durchbrechen und dann gemeinsam mit der zweiten Gruppe in Richtung Pfalzburg antreten. Die zweite Gruppe – bestehend aus dem LXXXX. Armeekorps (zwei Volksgrenadier-Divisionen) und LXXXIX. Armeekorps (drei Infanterie- bzw. Volksgrenadier-Divisionen) – sollte aus dem Raum östlich von Bitsch in mehreren Stoßkeilen angreifen und danach mit der ersten Gruppe zusammenwirken. Je nach Entwicklung der Lage sollte die Offensive dann entweder östlich oder westlich der Vogesen in Richtung der Linie Pfalzburg–Zabern erfolgen.

Um einen Durchbruch ausnutzen zu können, wurden die 25. Panzergrenadier-Division sowie die 21. Panzer-Division in der Armee-Reserve gehalten. In der offiziellen Sprachregelung vom 25. Dezember 1944 wurde der Operation der Deckname „Unternehmen Nordwind“ zugewiesen.

Skizze des ursprünglichen Operationsentwurfes

In die Planungen war am 23. Dezember 1944 auch die südliche Heeresgruppe Oberrhein einbezogen worden, die unter dem Oberbefehl des Reichsführers SS Heinrich Himmler stand. Sie wurde gebeten, durch Stoßtruppunternehmen und die Bildung von Brückenköpfen über den Rhein nördlich und südlich von Straßburg die gegnerischen Kräfte dort zu binden. Zeitweilig wurde auch erwogen, mit Teilen der 19. Armee auf Molsheim westlich von Straßburg vorzustoßen, wodurch auch die zweite, kleinere Verbindungslinie der Alliierten im Unterelsass gekappt worden wäre. Nachdem Hitler am 27. Dezember 1944 den Beginn der Offensive auf den 31. Dezember um 23 Uhr festgelegt hatte, erhielt die Heeresgruppe ihre endgültigen Aufträge. Sie sollte erst angreifen, wenn die Verbände der 1. Armee die Ostausgänge der Vogesen zwischen Ingweiler und Zabern in Besitz genommen hätten. Ihre Divisionen hatten die Aufgabe, die gegnerische Front nördlich von Straßburg zu durchbrechen und sich im Raum HagenauBrumath mit der 1. Armee zu vereinigen. Die Ausführung dieser zunächst nebensächlichen Operationen oblag der 19. Armee unter General der Infanterie Siegfried Rasp. Diese plante neben kleineren Vorstößen in Bataillonsstärke aus dem Brückenkopf Elsass vor allem den Angriff der 553. Volksgrenadier-Division bei Gambsheim über den Rhein.

Nach dem Abschluss der Zerschlagung der alliierten Kräfte im Unterelsass war als Folgeoperation das Unternehmen Zahnarzt vorgesehen, ein Vorstoß in die Flanke der 3. US-Armee.

Hitler verband mit dem „Unternehmen Nordwind“ nicht nur die Aussicht auf einen weiteren Teilerfolg an der Westfront, sondern auch die Vorstellung, auf diese Weise die festgefahrene Ardennenoffensive wieder ins Rollen zu bringen. Diese Ansichten legte er am 28. Dezember 1944 in einer Ansprache vor den beteiligten Befehlshabern und Kommandeuren dar:

„Ich bin mit den Maßnahmen völlig einverstanden, die getroffen worden sind. Ich hoffe, dass es uns gelingen wird, besonders den rechten Flügel [im Raum Bitsch] schnell vorwärtszubringen, um die Eingänge nach Zabern zu öffnen, dann sofort in die Rheinebene hineinzustoßen und die amerikanischen Divisionen zu liquidieren. Die Vernichtung dieser amerikanischen Divisionen muss das Ziel sein. […] Schon die bloße Vorstellung, dass es überhaupt wieder offensiv vorgeht, hat auf das deutsche Volk eine beglückende Wirkung ausgeübt. Und wenn diese Offensive weitergeführt wird, wenn die ersten wirklich großen Erfolge sich zeigen […] können sie überzeugt sein, dass das deutsche Volk alle Opfer bringen wird, die überhaupt menschenmöglich sind. […] Ich möchte daher anschließend an Sie nur den Appell richten, dass Sie mit Ihrem ganzen Feuer, mit Ihrer ganzen Energie und mit Ihrer ganzen Tatkraft hinter diese Operation treten. Das ist mit eine entscheidende Operation. Ihr Gelingen wird absolut automatisch das Gelingen der zweiten [in den Ardennen] mit sich bringen. […] Wir werden das Schicksal dann doch meistern.“

Adolf Hitler (28. Dezember 1944)

Neben den am Oberrhein in den Bunkern des Westwalls eingesetzten Einheiten des Volkssturms und örtlichen Polizeikräften standen auf deutscher Seite auf dem Papier zahlreiche Divisionen, die jedoch in Teilen nur Regimentsstärke hatten und zum Teil unerfahren waren.

1. Armee

Einteilung in zwei Sturmgruppen, XIII. SS-Armeekorps als Sturmgruppe 1 für den Angriff westlich der Vogesen, LXXXX. Armeekorps und LXXXIX. Armeekorps als Sturmgruppe 2 für den Angriff auf dem Vogesenkamm.

XIII. SS-Armeekorps LXXXX. Armeekorps LXXXIX. Armeekorps weitere Verbände der 1. Armee

19. Armee

LXIV. Armeekorps LXIII. Armeekorps XIV. SS-Armeekorps Armeereserve
  • 553. Volksgrenadier-Division
  • Pionier-Bataillon Nr. 405 (wurde ab 25. Januar zugeführt)
  • 10. SS-Panzer-Division (wurde ab 15. Januar zugeführt)

Noch während die 3. US-Armee zur Abwehr der deutschen Ardennenoffensive umgliederte, wurden dem SHAEF (Supreme Headquarters, Allied Expeditionary Force) die Herausforderungen bewusst, die auf die 6. US-Heeresgruppe mit ihrem nunmehr überdehnten Frontabschnitt zukamen. In einer Folgediskussion am 26. Dezember 1944 teilte der kurz zuvor zum General of the Army beförderte Dwight D. Eisenhower dem Befehlshaber der 6. US-Heeresgruppe Jacob L. Devers mit, dass er zwecks Verkürzung der Front der 6. US-Heeresgruppe deren Rücknahme vom Oberrhein an den Vogesenkamm wünsche. Da weder diese Äußerung noch das nachfolgende Drängen des SHAEF einen förmlichen Befehlscharakter hatten und Devers nach dem Ardennen-Fiasko des alliierten militärischen Nachrichtenwesens Zweifel an der Lagebeurteilung von SHAEF hatte, sah er einen Rückzug nicht als dringlich an. Er ließ ihn nur planen, statt ihn durchzuführen. Nach seiner Einschätzung, die auch von dem Befehlshaber der 7. US-Armee Alexander Patch geteilt wurde, war ein deutscher Angriff an der Saar am wahrscheinlichsten, zumal die mittlerweile in den Ardennen eingesetzte Panzer-Lehr-Division im Dezember 1944 hier einen Störangriff durchgeführt hatte. Als weitere, wegen des Geländes aber weniger wahrscheinliche Möglichkeit wurde ein Angriff entlang des Vogesenkammes angesehen, während ein deutscher Angriff in der Oberrheinebene wegen der von den Amerikanern hier gehaltenen Abschnitte der Maginotlinie als abwegig angesehen wurde.

Aus genannten Gründen plante Patch vier Auffangstellungen aus, auf die nacheinander ausgewichen werden konnte:

  1. Stellungssystem der Maginot-Linie
  2. Bitsch–Niederbronn–Moder
  3. Bitsch–Ingweiler–Straßburg
  4. Ostausläufer der Vogesen.

Die Alliierten verfügten auf dem Papier über weniger Divisionen als die Deutschen, hatten dafür aber eine bessere Personal- und Materiallage. Erfahrungs- und Ausbildungsstand unterschied sich von Division zu Division erheblich; einige Verbände kämpften seit dem Italienfeldzug, während andere gerade neu aufgestellt worden und erst im November 1944 eingeführt waren. Letzteres traf insbesondere auf die französischen Verbände zu, von denen viele sich aus der Résistance rekrutierten. Einzelne amerikanische Divisionen befanden sich gerade erst in der Aufstellungsphase; die Infanterieregimenter waren bereits eingetroffen, während die Artillerieanteile sowie die Logistik noch zugeführt werden sollten.

7. US-Armee

XV. US-Korps VI. US-Korps XXI. US-Korps (SHAEF-Reserve)

1. Französische Armee

I. Französisches Korps II. Französisches Korps
  • 1. Motorisierte Infanteriedivision
  • 3. Algerische Infanteriedivision
  • Brigade indépendante Alsace-Lorraine
  • 1. Französische Panzerdivision
  • 2. Marokkanische Infanteriedivision
  • 4. Marokkanische Gebirgsdivision
  • 5. Panzerdivision
  • 9. Kolonial-Infanterie Division
  • 10. Infanteriedivision

Angriff am Vogesenkamm, 1. bis 6. Januar

Am 5. Januar 1945 von einem US-Jagdpanzer bei Rimlingen abgeschossener Jagdtiger der Schweren Panzerjäger-Abteilung 653, die der 17. SS-Panzergrenadier-Division unterstellt war. Der Treffer brachte die Munition des Panzers zur Detonation.

Die Offensive, die von den Alliierten wegen schlechten Wetters nur ansatzweise aufgeklärt wurde, begann ohne Artillerievorbereitung – als Überraschungsangriff – in den letzten Abendstunden des 31. Dezembers 1944.

Der Angriff der Sturmgruppe 1 stieß auf die tiefgestaffelte Verteidigung der 44. und der 100. US-Infanteriedivision und blieb mit Ausnahme eines drei Kilometer tiefen Einbruches im Raum BliesbrückenRimlingen liegen. Nachdem deutsche Angriffsspitzen am 3. Januar Großrederchingen genommen hatten und zeitweilig bis zur Ortschaft Achen durchgebrochen waren, kam dieser Angriff am 5. Januar endgültig zum Stehen.

Der Angriff der Sturmgruppe 2 war deutlich erfolgreicher. Der bergige und bewaldete Geländeabschnitt in den Vogesen wurde lediglich von der 'Task Force Hudelson' gehalten, die den angreifenden deutschen Kräften wenig entgegenzusetzen hatte. Nachteilig auf deutscher Seite wirkte sich dort aber die unterbliebene Aufklärung aus, wodurch die angreifenden Verbände orientierungslos waren. Die 361. Volksgrenadier-Division, die vor wenigen Wochen dort noch in Rückzugskämpfe verwickelt gewesen war, gewann dank ihrer Kenntnisse des Geländes am meisten Raum. Innerhalb der nächsten vier Tage kam die Sturmgruppe 2 immerhin 16 Kilometer voran.

Die Lageentwicklung bewog Blaskowitz und Obstfelder dazu, die Anfangserfolge der Sturmgruppe 2 zu nutzen und die gerade aus Norwegen herangeführte 6. SS-Gebirgs-Division „Nord“ dort einzusetzen. Dieser Verband, der deutlich den höchsten Einsatzwert aller deutschen Divisionen dieses Frontabschnittes aufwies, trat über die 257. und 361. Volksgrenadier-Divisionen auf Wingen und Wimmenau an. In den Morgenstunden des 4. Januar besetzten zwei Bataillone dieser Division Wingen und überrannten dabei einen amerikanischen Bataillonsgefechtsstand. Da ihnen jedoch mit ihrem Funklastwagen die Fernmeldeverbindungen abhandengekommen waren, konnten sie keine Verstärkungen anfordern. Amerikanische Gegenangriffe scheiterten zunächst, denn sie waren zunächst darauf ausgerichtet, lediglich eine Kompanie aus Wingen zu werfen. Da jedoch kein Unterstützungsangriff seitens der 19. Armee/Heeresgruppe Oberrhein erfolgte, konnten die Amerikaner Kräfte aus Frontabschnitten am Oberrhein abziehen und zu weiteren Gegenangriffen auf Wingen ansetzen. Als der amerikanische Druck übermächtig wurde, setzten sich die mittlerweile abgekämpften deutschen Bataillone in der Nacht vom 6. zum 7. Januar aus Wingen ab.

Straßburger Kontroverse

Die unklare Situation hinsichtlich des von Eisenhower angesonnenen Rückzugs hinter die Vogesen begann während des Angriffes auf Zabern politische Kreise zu ziehen. Noch am Nachmittag des 1. Januars rief der Chef des Stabes von SHAEF General Devers an und warf der 7. US-Armee Befehlsverweigerung vor, da sie nicht auf die Vogesen ausweiche. Devers gab hieraufhin an, dass die diesbezüglichen Vorbereitungen anliefen, wegen der Verhältnisse vor Ort aber Zeit benötigen würden. Noch am selben Tage teilte Devers Patch mit, dass seine Armee bis zum 5. Januar hinter die Vogesen ausweichen und die Oberrheinebene samt Straßburg aufgeben müsse. Patch begann unverzüglich mit der Umsetzung, indem er die im Zuge der Lauter eingesetzten Verbände nach Süden zurücknahm. Zeitgleich mit dem Befehl an Patch gab Devers diese Information über die französischen Verbindungsoffiziere an die französische Regierung weiter. Daraufhin protestierte de Gaulle in einem Brief an Devers. Hintergrund der französischen Haltung war vor allem die jüngere Geschichte des Elsass als Zankapfel zwischen Deutschland und Frankreich. Vor allem Straßburg, wo Claude Joseph Rouget de Lisle 1792 die Marseillaise komponiert hatte, besaß bei den Franzosen einen Stellenwert, der nur von der Hauptstadt Paris übertroffen wurde. Außerdem wurde befürchtet, dass eine erneute deutsche Besetzung Repressalien gegen diejenigen Teile der Bevölkerung nach sich ziehen würde, die nach der Einnahme durch die Alliierten am 23. November 1944 offen ihre Loyalität gegenüber Frankreich gezeigt hatten. Devers, der die Haltung Frankreichs teilte, entsandte daraufhin am 2. Januar seinen Chef des Stabes, Generalmajor Barr nach Paris zu Eisenhower, um klare Anweisungen zu erhalten. De Gaulle nahm auch Verbindung mit Roosevelt und Churchill auf und bestellte Eisenhower am 3. Januar zu einem Gespräch nach Paris, wo Churchill als Mediator fungierte. De Gaulle bezeichnete Eisenhowers Entscheidung als nationale Katastrophe, wohingegen Eisenhower an seiner Entscheidung zunächst festhielt und der französischen 1. Armee die Schuld gab, da sie bei der Zerschlagung des Brückenkopfes Elsass versagt habe. Hieraufhin drohte De Gaulle mit einem Ende der französischen Beteiligung bei SHAEF, während der ebenfalls anwesende General Alphonse Juin Andeutungen machte, Frankreich werde den Alliierten die Nutzung seines Eisenbahnnetzes verwehren. Eisenhower akzeptierte am Ende unter Churchills Lob die französischen Bedenken. Der ebenfalls anwesende Generalmajor Barr gab die Information sofort an Devers weiter, noch bevor die Entscheidung am 7. Januar in Form eines Communiques schriftlich fixiert wurde. Devers stoppte damit die Absetzbewegungen von der Lauter.

Kämpfe in der Oberrheinebene

Lageentwicklung bei der 19. Armee: die durchgezogene rote Linie stellt den Frontverlauf am 31. Dezember 1944 dar, die rotpunktierte denjenigen am 12. Januar 1945

Nach der Räumung Wingens gab das OKW den Angriff im Zuge der Vogesen beziehungsweise westlich davon auf und verlagerte den Schwerpunkt. Die ursprüngliche Absicht der Heeresgruppe G, den Angriff nunmehr mit gepanzerten Kräften am Ostrand der Vogesen über das Zwischenziel Rothbach westlich Hagenau zu führen, wurde wegen der nachstehend beschriebenen Lageentwicklung im Frontabschnitt der 19. Armee aufgegeben, und zwar zugunsten eines Angriffes unmittelbar in der Oberrheinebene ostwärts von Hagenau.

Neuer Brückenkopf bei Gambsheim, 5. bis 10. Januar

Noch während des Angriffs der Sturmgruppe 2 auf Wingen gelang der der 19. Armee unterstellten 553. Volksgrenadier-Division, die von allen beteiligten deutschen Divisionen den niedrigsten Einsatzwert hatte, in der Nacht vom 4. auf den 5. Januar die Bildung eines Brückenkopfes am Zusammenfluss von Zorn und Moder bei Gambsheim. Da die amerikanischen Verbände – hier Task Force Linden – die Verteidigung dieses Frontabschnittes nur durch Spähtrupps sicherstellen konnten und da die Bevölkerung in dieser Region deutschfreundlich war, konnten die Soldaten der 553. Volksgrenadier-Division ungehindert in ihren Sturmbooten über den Rhein setzen, den Brückenkopf nach seiner Sicherung auf Herlisheim und Offendorf ausweiten und sich im Südwesten bis an den Ortsrand von Kilstedt vorschieben. Die Versorgung des Brückenkopfes wurde nachts durch Fährbetrieb sichergestellt, da eine Brücke Luftangriffen der alliierten Luftwaffe ausgesetzt gewesen wäre. Die Bedrohung aus diesem Brückenkopf wurde von den Alliierten als so gering eingeschätzt, dass sie die nächsten drei Tage keinen Versuch zu dessen Abriegelung unternahmen, wenngleich Patch dem Kommandeur des VI. US-Korps bereits am 6. Januar den Befehl zur Zerschlagung des Brückenkopfes gegeben hatte. Erst am 8. Januar setzte er Teile der 12. US-Panzerdivision auf den Brückenkopf an, und zwar Combat Command B (ein Manöverelement in Brigadestärke) gegen vermeintlich nur 500 bis 800 unorganisierte deutsche Infanteristen des Brückenkopfes. Tatsächlich befanden sich zu diesem Zeitpunkt bereits 3330 deutsche Soldaten – verstärkt durch Panzerabwehrkanonen – in gut ausgebauten Stellungen. Demgegenüber verringerte die schwache Infanteriekomponente der 12. US-Panzerdivision den Einsatzwert dieses Verbandes. Combat Command B trat am 8. Januar auf Herlisheim an. Zwar gelang es, mit Infanterie in Herlisheim einzudringen; da jedoch die amerikanischen Panzer von den deutschen Panzerabwehrkanonen in Schach gehalten werden konnten und zudem die Funkverbindung zu den Infanteristen abriss, räumten Letztere in den Morgenstunden des 10. Januar Herlisheim.

Unternehmen Sonnenwende, 8. bis 12. Januar

Die eigentliche Unterstützung der 19. Armee, Deckname Unternehmen Sonnenwende, bestand in einem Angriff ab 8. Januar 1945 durch die zwischen Rhein und Ill eingesetzte 198. Infanterie-Division, Teile der 269. Infanterie-Division und die Panzerbrigade 106 aus dem Brückenkopf Elsass auf Straßburg. Der betreffende Frontabschnitt war kurz zuvor von den Amerikanern an die 1. Französische Armee übergeben worden. Den deutschen Verbänden gelang es, sämtliche südöstlich der Ill eingesetzten französischen Kräfte zurückzuwerfen und so das Dreieck zwischen Ill und Rhein wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Hierbei wurden drei französische Kampfgruppen in Bataillonsstärke abgeschnitten und bis zum 13. Januar vernichtet. Gleichwohl gelang es den französischen Kräften, an der Ill im Zuge der Ortschaften Benfeld, Erstein und Kraft den deutschen Angriff am 12. Januar aufzufangen und zum Stehen zu bringen. Das eigentliche Ziel – die Einnahme Straßburgs – wurde nicht erreicht.

Kämpfe um Hatten-Rittershofen, 8. bis 20. Januar

Ein Panther der 25. Panzergrenadier-Division beim Durchqueren einer Panzersperre des Westwalls bei Weißenburg, 6. Januar 1945

Die in der nordöstlichen Ecke des Elsass eingesetzten amerikanischen Streitkräfte hatten in Umsetzung des Rückzugsbefehls von Eisenhower bereits in den ersten Januartagen den Raum an der Lauter geräumt und somit Reipertsweiler und Weißenburg aufgegeben. Nach der Intervention de Gaulles bezogen sie an der Maginot-Linie die erste der geplanten Auffangstellungen. Lediglich im Raum Hatten gelang es am 8. Januar den aus dem Bienwald heraus nachdrängenden, zur Kampfgruppe Feuchtinger verschmolzenen 21. Panzer-Division und 25. Panzergrenadier-Division, über die Maginot-Linie hinaus vorzustoßen. Auf Drängen Himmlers bestand die Absicht des OKW nunmehr darin, über Hatten auf Hagenau vorzustoßen und sich im Raum Bischweiler mit den aus dem Brückenkopf Gambsheim entgegenstoßenden Kräften zu treffen, so das VI. US-Korps im Raum Sufflenheim einzuschließen und es dann zu vernichten, oder zumindest die alliierten Kräfte hier frontal zu binden, damit die am Vogesenkamm stehende Sturmgruppe 2 und die im Brückenkopf Gambsheim stehenden Kräfte – verstärkt durch die ursprünglich für Unternehmen Zahnarzt vorgesehenen Reserven – auf Hagenau vorstoßen und somit das VI. US-Korps einschließen konnten.

In der Folge wechselten Teile dieses Ortes und des benachbarten Rittershofen in erbitterten Kämpfen immer wieder den Besitzer, wobei weder Amerikaner noch Deutsche die Oberhand gewinnen konnten, obwohl Letztere vom 11. bis zum 15. Januar Verstärkung durch die 7. Fallschirmjäger-Division erhielten. Auch die Zivilbevölkerung hatte hohe Verluste zu beklagen, da sie von den Amerikanern nicht evakuiert wurde. Zeitgleiche Versuche, den ursprünglichen Angriff der Sturmgruppe 2 auf Zabern wieder vorzutragen, scheiterten, wenngleich der 6. SS-Gebirgs-Division „Nord“ am 16. Januar die Einschließung und Zerschlagung einer amerikanischen Kampfgruppe gelang. Unterdessen gelang es der 7. Fallschirmjäger-Division, sich am linken Rheinufer den Weg bis zum Brückenkopf Gambsheim freizukämpfen und so eine Landverbindung herzustellen. Die 7. Fallschirmjäger-Division wurde Ende Januar aus dem Frontabschnitt herausgezogen.

Patt bei Herlisheim, 16. bis 21. Januar

Teile der 12. US-Panzerdivision auf dem Marsch von Bischweiler nach Drusenheim, Januar 1945

Da am 10. Januar der Versuch von Combat Command B, den Brückenkopf von Gambsheim einzudrücken, gescheitert war, setzte der Kommandeur des VI. US-Korps am 13. Januar die gesamte 12. US-Division dort ein, die am 16. Januar erneut antrat, Combat Command B erneut auf Herlisheim und Combat Command A auf Offendorf und den nahe gelegenen Steinwald. Auch diesmal gelang es dem Combat Command B, in Herlisheim einzudringen, doch die Geländegewinne gingen durch einen deutschen Gegenangriff wieder verloren. Von den Amerikanern unbemerkt setzte die 10. SS-Panzer-Division in der Nacht vom 15. zum 16. Januar mit Fähren über den Oberrhein und bezog in dem Brückenkopf einen Verfügungsraum. Der Divisionsgefechtsstand wurde nach Offendorf verlegt und begann mit der Planung eines Ausbruches aus dem Brückenkopf für den 17. Januar. Dieser Angriff lief planmäßig vor dem Morgengrauen an und mündete in einem unentschiedenen Begegnungsgefecht mit dem ebenfalls (erneut) angreifenden Combat Command A. Es zeigte sich, dass in dem von Ortschaften, der Zorn sowie von Bahndämmen und Entwässerungsgräben durchzogenen Gelände der Einsatzwert von Panzern gering war und sie leicht eine Beute von Panzerabwehrkanonen und Panzerfäusten wurden. Auch ein Versuch von Combat Command B, Herlisheim nördlich zu umgehen, schlug fehl. Am 18. Januar gelang es der zur 10. SS-Panzer-Division gehörenden 3./SS-Panzerabteilung 10, ein in Herlisheim eingedrungenes US-Panzerbataillon zu zerschlagen, hierbei zehn Sherman-Panzer zu erbeuten und ein ebenfalls dort eingesetztes US-Infanteriebataillon aufzureiben. Am 19. Januar gelang bei Drusenheim die Zerschlagung eines weiteren, der 79. US-Infanteriedivision angehörenden Bataillons.

Die 3. Französische Infanteriedivision wies vom 17. bis zum 21. Januar Angriffe der 10. SS-Panzer-Division auf Kilstedt blutig ab.

US-Rückzug hinter die Moder, 20. und 21. Januar

Durch den Rückzug hinter die Moder bezog das VI. US-Korps eine klassische Sehnenstellung, von der es die letzten deutschen Angriffe leicht abwehren konnte

Trotz der Abwehrerfolge der Franzosen bei Kilstedt bestand die Gefahr, dass die 10. SS-Panzer-Division weiter nördlich aus dem Brückenkopf ausbrechen würde, wo sie gerade drei amerikanische Bataillone zerschlagen beziehungsweise aufgerieben hatte. Mit einem Vorstoß aus dem Raum Drusenheim nach Westen im Zuge des nördlichen Moderufers hätte sie die amerikanische Front bei Hatten und Rittershofen aus den Angeln heben können. Die Gefahr eines erneuten Angriffs der Sturmgruppe 2 sowie der kräftezehrende Kampf um Hatten und Rittershofen vervollständigte ein Lagebild, wonach der Frontbogen des VI. US-Korps langsam unhaltbar wurde. Zwar wurden durch die Beseitigung des deutschen Frontvorsprunges in den Ardennen die 101. US-Fallschirmjägerdivision und die 28. US-Infanteriedivision frei und in den Elsass verlegt, doch verzögerten schlechte Witterungsbedingungen das Eintreffen dieser Verstärkungen. Es gelang Patch, Devers Einverständnis für einen Rückzug zu erwirken, mit dem das Korps am Südufer von Rotbach, Moder und Zorn im Zuge einer deutlich verkürzten Frontlinie die zweite Auffangstellung beziehen konnte.

Die Absetzbewegung begann in der Nacht vom 20. auf den 21. Januar und wurde durch schlechtes Wetter begünstigt; deutsche Truppen bemerkten den Rückzug erst, als er bereits erfolgt war. Sie drängten am 22. Januar nach und erweiterten die Landverbindung zum Brückenkopf Gambsheim.

Nachdrängen deutscher Kräfte bis zum 25. Januar

Minderjährige deutsche Soldaten werden bei Schillersdorf im Elsass gefangengenommen, Januar 1945

Der Rückzug der alliierten Kräfte führte zur Preisgabe von großen Abschnitten der Maginot-Linie. Deutsche Kräfte waren damit ihrem Operationsziel Zabern so nah wie während der Kämpfe um das Zwischenziel Wingen. Daher bestand unverändert die deutsche Absicht, auf Zabern vorzustoßen. Durch die Geländegewinne ermutigt, unternahmen deutsche Kräfte unmittelbar danach den vergeblichen Versuch, Hagenau und Bischweiler zu nehmen. In der Nacht vom 24. auf den 25. Januar traten Teile von drei deutschen Divisionen im Raum zwischen Neuburg und Schweighausen an, wurden jedoch nach Anfangserfolgen zurückgeschlagen. Ebenfalls am 25. Januar wurden Angriffe der 6. SS-Gebirgs-Division „Nord“ auf Bischholz und Schillersdorf abgewehrt. Zu diesem Zeitpunkt war angesichts des Zusammenbruchs der deutschen Front im Osten eine Fortsetzung der Angriffe nicht mehr möglich. Hitler befahl daher, die Offensive einzustellen. In der Folge wurden am 27. Januar die 21. Panzer-Division und die 25. Panzergrenadier-Division herausgezogen und an die Ostfront verlegt, die 10. SS-Panzer-Division folgte im Februar.

Nach dem Abschluss der Offensive hielten deutsche Kräfte wieder rund 40 Prozent des Elsass besetzt. Als taktische Erfolge konnten sie eine Verkürzung der Front und im Vergleich zu den Alliierten geringere Verluste verbuchen. Strategische Erfolge blieben ihnen jedoch versagt; eine Zerschlagung nennenswerter alliierter Kräfte gelang ihnen ebenso wenig wie die Einnahme Straßburgs.

Durch das Ausweichen hinter die Moder verschafften sich die alliierten Kräfte sogar die Handlungsfreiheit für einen Angriff auf den Brückenkopf Elsass, der zur Zerschlagung mehrerer deutscher Divisionen in den Vogesen und zur Beseitigung ebendieses Brückenkopfes am 9. Februar 1945 führte. In diesem Zeitraum wurden auch Teile des ehemaligen Gambsheimer Brückenkopfes zurückerobert, während das Gebiet zwischen Moder und den deutschen Ausgangsstellungen erst während Operation Undertone im März 1945 von deutschen Truppen geräumt wurde.

Strategisch gesehen band das Unternehmen Nordwind – ähnlich wie der Verbleib deutscher Verbände in den Ardennen – Kräfte, die angesichts des Zusammenbruches der Ostfront dort sehr viel dringender benötigt worden wären; Nordwind wurde erst zu einem Zeitpunkt abgebrochen, als die Rote Armee bereits die Hälfte von Ostpreußen überrannt (Ostpreußische Operation ab 13. Januar 1945) und Posen eingeschlossen hatte. Diese Lageentwicklung konnte durch die Verlegung der vormals im Elsass eingesetzten Divisionen nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Sämtliche taktische Erfolge hätten durch die Räumung des Brückenkopfes Elsass zu einem deutlich geringeren Preis erkauft werden können. Die erbitterten Kämpfe vermochten am Ausgang des Krieges nichts zu ändern. Sie erhielten jedoch auch nach dem Scheitern der Ardennenoffensive bei den Westalliierten den Eindruck aufrecht, das Dritte Reich sei noch nicht am Ende seiner Kräfte.

Die Straßburger Kontroverse war mitursächlich für den von de Gaulle 1966 vollzogenen teilweisen Bruch mit der NATO und nährte selbst in der Bundesrepublik Deutschland Zweifel am amerikanischen Beistand im Falle eines sowjetischen Angriffes.

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  1. Smith, Clark: Riviera To The Rhine. S. 527.
  2. vgl. Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht. Bd. 8, S. 1014.
  3. Vgl. nur Ian Kershaw, wonach die Offensive am 3. Januar 1945 schon wieder zu Ende gewesen sei („…, it made littler headway and ground to a halt as early as 3 January.“): The End. London 2011, ISBN 978-0-14-101421-0, S. 165.
  4. hierzu Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 25.
  5. Bonn: When the odds were even. S. 103 ff.
  6. David Colley: Decision at Strasbourg. S. 134 ff.
  7. Bonn: When the odds were even. S. 147 ff.
  8. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 19.
  9. ausführlich Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht. S. 1349.
  10. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 26.
  11. Bonn: When the odds were even. S. 199.
  12. Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht. S. 1347.
  13. Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht. S. 443; Walter Warlimont: Im Hauptquartier der deutschen Wehrmacht 1939 bis 1945. Augsburg 1990, S. 522.
  14. Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht. S. 1349.
  15. Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht. S. 1347–1349.
  16. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 27.
  17. Zit. nach: Walter Warlimont: Im Hauptquartier der deutschen Wehrmacht 1939 bis 1945. Augsburg 1990, S. 522–524.
  18. So jedenfalls die ausdrücklich deutsche Bezeichnung bei Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 26; vgl. aber auch Bonn: When the odds were even. S. 199, 200, der von Main Attack und Supporting Attack spricht.
  19. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 28.
  20. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 29.
  21. Smith, Clark: Riviera To The Rhine. S. 495, 496.
  22. Smith, Clark: Riviera To The Rhine. S. 496.
  23. Ausführlich Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 37 ff.
  24. Ausführlich Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 40 ff.
  25. Bei Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 40 ff. nicht erwähnt, vgl. aber Mercadet Léon: La Brigade Alsace-Lorraine. S. 285.
  26. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 44.
  27. vgl. Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht. Bd. 8, S. 989.
  28. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 46.
  29. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 47 f.
  30. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 52.
  31. Whiting: The Other Battle of the Bulge. S. 46, der fälschlicherweise Alphonse Daudet als Komponisten angibt.
  32. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 53.
  33. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 59, 69.
  34. deutliche Worte bei Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 57.
  35. Whiting: The Other Battle of the Bulge. S. 81.
  36. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 65.
  37. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 69.
  38. vgl. Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht. Bd. 8, S. 1006–1014.
  39. vgl. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 59.
  40. ohne explizite Benennung der Ortschaften Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 59, 69.
  41. Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht. Bd. 8, S. 1351.
  42. ausführlich Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 59–65.
  43. Whiting: The Other Battle of the Bulge. S. 128 f.
  44. Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht. Bd. 8, S. 1019.
  45. The Ardennes-Alsace campaign US Army brochure, S. 49
  46. Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht. Bd. 8, S. 1021, 1027.
  47. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 72.
  48. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 72, Whiting: The Other Battle of the Bulge. S. 133, vgl. aber Smith, Clark: Riviera To The Rhine. S. 523, wonach lediglich Teile der 10. SS-Panzer-Division mit Fähren transportiert wurden, und sich die Masse dieser Division im Zusammenwirken mit zwei Sturmgeschützbrigaden, der 7. Fallschirmjäger-Division und einem weiteren Bataillon aus dem Raum Lauterburg entlang des Rheins den Weg zum Brückenkopf freikämpfte. Diese Darstellung ist insofern zweifelhaft, weil die Division hierdurch auseinandergerissen und damit nicht führbar wäre. Außerdem hätte die Division so eine offene rechte Flanke gehabt, in die die Amerikaner hätten hineinstoßen können. Hinzu kommt, dass die angreifende Division mit der Sauer und der Moder gleich zwei Gewässer hätte überqueren müssen.
  49. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 72 f.
  50. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 73.
  51. Whiting: The Other Battle of the Bulge. S. 138.
  52. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 74.
  53. Vgl. Whiting: The Other Battle of the Bulge. S. 138; vgl. aber auch die etwas unbefriedigende Erklärung bei Zaloga, S. 74, wonach der Rückzug trotz Zufuhr von in den Ardennen nicht mehr benötigten Kräften nur deshalb durchgeführt wurde, weil der kräftezehrende Kampf um die beiden Ortschaften nicht weiter fortgesetzt werden sollte.
  54. Vgl. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 74.
  55. Vgl. Whiting: The Other Battle of the Bulge. S. 139.
  56. Vgl. Whiting: The Other Battle of the Bulge. S. 144–148.
  57. Vgl. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 78 f., der hier schreibt, die Landverbindung sei hergestellt worden. Dies widerspricht jedoch seinem Kartenmaterial, ausweislich dessen eine schmale Landverbindung bereits am 6. Januar bestand, bzw. zwischen diesem Datum und dem US-Rückzug hergestellt wurde.
  58. vgl. Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht. Bd. 8, S. 1356.
  59. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 76.
  60. Whiting: The Other Battle of the Bulge. S. 152, 153.
  61. Whiting: The Other Battle of the Bulge. S. 153 f.
  62. Whiting: The Other Battle of the Bulge. S. 155.
  63. Vgl. Zaloga: Operation Nordwind 1945. S. 85.
  64. Zaloga: Operation Nordwind 1945, der dies an mehreren Stellen nur andeutet.
  65. Vgl. Keegan: Der Zweite Weltkrieg. S. 653.
  66. zur Lageentwicklung in Ostpreußen am 25. Januar vgl. statt vieler nur Dieckert & General der Infanterie a. D. Horst Großmann: Der Kampf um Ostpreußen. Motorbuch, 10. Auflage 1994, ISBN 3-87943-436-0 (s. dort beigefügte Karte).
  67. Whiting: The Other Battle of the Bulge. S. 48.
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Unternehmen Nordwind Schlacht des Zweiten Weltkriegs Sprache Beobachten Bearbeiten Das Unternehmen Nordwind war im Zweiten Weltkrieg die letzte Offensive deutscher Streitkrafte an der Westfront in deren Rahmen vom 31 Dezember 1944 bis zum 25 Januar 1945 Kampfhandlungen im Elsass und in Lothringen stattfanden Obwohl das Unternehmen zu politischen Spannungen zwischen den USA und Frankreich fuhrte die als Strassburger Kontroverse bezeichnet werden gehort es zu den weniger bekannten und teilweise sogar falsch dargestellten 3 Grossoperationen des Zweiten Weltkrieges in der offentlichen Wahrnehmung dominieren die gleichzeitigen Kampfe in den Ardennen im Hurtgenwald sowie an der Ostfront an Weichsel und Oder Unternehmen Nordwind Teil von Westfront Zweiter Weltkrieg Datum 31 Dezember 1944 bis 25 Januar 1945Ort Elsass LothringenAusgang taktischer Ruckzug der AlliiertenKonfliktparteienVereinigte Staaten 48 Vereinigte Staaten Frankreich 1944 Frankreich Deutsches Reich NS Deutsches ReichBefehlshaber6 US Heeresgruppe Generalleutnant Jacob L Devers 7 US Armee Generalleutnant Alexander Patch 1 Franzosische Armee General Jean de Lattre de Tassigny Heeresgruppe G Generaloberst Johannes Blaskowitz 1 Armee General der Infanterie Hans von Obstfelder Heeresgruppe Oberrhein Heinrich Himmler 19 Armee General der Infanterie Siegfried RaspTruppenstarke VerlusteVereinigte Staaten 48 Vereinigte Staaten 3 000 Gefallene 9 000 Verwundete 17 000 sonstige Ausfalle 1 Frankreich 1944 Frankreich mindestens 1 000 Gefallene 1 000 sonstige Ausfalle 2 23 000 Gefallene Verwundete sonstige Ausfalle 1 Zeitweilig als Alternative zur Ardennenoffensive oder auch zu ihrer Unterstutzung geplant 4 wurde das Unternehmen begonnen als die dortigen Angriffe langst zum Stehen gekommen waren Wahrend deutsche Truppen die Ardennen bereits weitgehend wieder geraumt hatten und die sowjetischen Truppen vor der Einnahme Warschaus und kurz vor ihren ersten Erfolgen in Ostpreussen standen erreichten die Kampfe im Elsass mit dem Einsatz weiterer deutscher Divisionen ihren Hohepunkt Ein wesentlicher Teil der Kampfhandlungen fand vom 8 bis zum 20 Januar 1945 im Raum zwischen Hagenau und Weissenburg statt wenngleich Kampfe am Vogesenkamm und um einen neugebildeten Bruckenkopf am Oberrhein die Ereignisse deutlich starker bestimmten Die Schlacht endete nach dem Ruckzug der amerikanischen Truppen auf die Moder Linie nahe Hagenau und ihrem Abwehrerfolg gegen die letzten deutschen Angriffe am 25 Januar Im Gegensatz zur vor allem durch Treibstoffmangel behinderten Ardennenoffensive gelten unzureichende Artillerieunterstutzung ungenugende Aufklarung und vor allem Personalmangel sowie hartnackiger alliierter Widerstand als entscheidende Grunde fur das Scheitern von Nordwind Die in diesem Frontabschnitt eingesetzten durch die vorangegangenen Ruckzugskampfe geschwachten Verbande wurden nur unzureichend personell aufgefrischt ein Manko das erst verspatet durch den Einsatz von Reserven kompensiert wurde Die operative Fuhrung wurde zusatzlich dadurch erschwert dass der Operationsraum nicht allein im Bereich der Heeresgruppe G lag sondern zwischen ihr und der neu gebildeten Heeresgruppe Oberrhein unter dem Kommando von Heinrich Himmler Reichsfuhrer SS aufgeteilt war 1 Inhaltsverzeichnis 1 Ausgangslage 2 Deutsche Planungen 3 Hitlers Absicht 4 Deutsche Krafte 4 1 1 Armee 4 2 19 Armee 5 Alliierte Plane 6 Alliierte Krafte 6 1 7 US Armee 6 2 1 Franzosische Armee 7 Verlauf 7 1 Angriff am Vogesenkamm 1 bis 6 Januar 7 2 Strassburger Kontroverse 7 3 Kampfe in der Oberrheinebene 7 3 1 Neuer Bruckenkopf bei Gambsheim 5 bis 10 Januar 7 3 2 Unternehmen Sonnenwende 8 bis 12 Januar 7 3 3 Kampfe um Hatten Rittershofen 8 bis 20 Januar 7 3 4 Patt bei Herlisheim 16 bis 21 Januar 7 3 5 US Ruckzug hinter die Moder 20 und 21 Januar 7 3 6 Nachdrangen deutscher Krafte bis zum 25 Januar 8 Folgen 9 Literatur 10 Weblinks 11 EinzelnachweiseAusgangslage Bearbeiten Hauptartikel Deutsche Westfront 1944 1945 und Kampfe um Elsass und Lothringen 1944 Am 12 November 1944 trat die 6 US Heeresgruppe bestehend aus der 7 US Armee und der franzosischen 1 Armee im Zusammenwirken mit der 3 US Armee zur Offensive beiderseits der Vogesen an Die alliierten Armeen durchbrachen die Zaberner Steige und die burgundische Pforte und erreichten den Oberrhein am 19 November bei Mulhausen und am 23 November bei Strassburg 5 Auf ausdrucklichen Befehl Dwight D Eisenhowers uberschritten die alliierten Verbande den Rhein nicht sondern drehten nach Norden ein 6 Anfang bis Mitte Dezember hatten sie die deutsche 1 Armee weitestgehend aus dem Unterelsass nach Norden zuruckgedrangt und Teile der 19 Armee im Bruckenkopf Elsass umfasst 7 Letztere wurde am 2 Dezember 1944 aus der Heeresgruppe G herausgenommen und in die neu gebildete Heeresgruppe Oberrhein uberfuhrt deren Oberbefehl Heinrich Himmler am 10 Dezember erhielt und die direkt dem Fuhrerhauptquartier unterstand 8 Ende Dezember 1944 kam nach Anfangserfolgen die deutsche Ardennenoffensive zum Stehen siehe Belagerung von Bastogne Um Krafte fur einen amerikanischen Gegenangriff in den Ardennen freizumachen ubernahm die 7 US Armee grosse Teile des Frontabschnittes der 3 US Armee im Unterelsass und in Lothringen der damit zum schwachsten Abschnitt der amerikanischen Front wurde Andererseits standen dem Oberbefehlshaber West noch mehrere ab Mitte Januar 1945 einsetzbare Divisionen als Reserve zur Verfugung 9 Deutsche Planungen BearbeitenNachdem die Ardennenoffensive eine Verschiebung grosserer Verbande der 3 US Armee nach Norden notwendig gemacht hatte fasste der Stab des Oberbefehlshabers West unter Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt den Entschluss die damit entstandene Schwachung des Gegners im Elsass auszunutzen Durch die Raumung der amerikanischen Bruckenkopfe an der Saar zuversichtlich gestimmt befahl Rundstedt dem Oberkommando der Heeresgruppe G am 21 Dezember 1944 ortliche Vorstosse einzuleiten und Vorkehrungen fur einen Angriff zur Ruckeroberung der Zaberner Steige zu treffen Fur diesen Angriff wurden drei Optionen mit aufgelisteten Vor und Nachteilen entwickelt 10 westlich der Vogesen entlang des Vogesenkammes ostwartig der Vogesen gut ausgebautes Strassen und Wegenetz Schutz der rechten Flanke durch die Saar hohe Wahrscheinlichkeit alliierter Luftangriffe wegen des offenen Gelandes erhebliche Umgliederung der Krafte erforderlich Schutz durch hugeliges und bewaldetes Gelande Befestigungsanlagen der Maginot Linie noch in deutscher Hand schwach ausgebautes Strassen und Wegenetz panzerhemmendes Gelande gut ausgebautes Strassen und Wegenetz Befestigungsanlagen der Maginot Linie in amerikanischer Hand gute Verteidigungsmoglichkeiten im Heiligen Forst Minenfelder Nach der Billigung des Vorstosses entlang des Vogesenkammes durch von Rundstedt und Generaloberst Johannes Blaskowitz Oberbefehlshaber der Heeresgruppe G befahl Hitler den westlichen Vorstoss unterstutzend zu dem Hauptstoss mit mindestens zwei Panzer und drei Infanterie Divisionen durchzufuhren Er hatte angesichts der Witterungsbedingungen in den Vogesen es war ein sehr kalter Winter Zweifel an der Durchhaltefahigkeit der Truppe 11 Rundstedt anderte seine Befehle in diesem Sinne noch am 22 Dezember ab 12 Generaloberst Johannes Blaskowitz Oberbefehlshaber der Heeresgruppe G 1944 Tatsachlich musste nur diese Feinplanung vorgenommen werden denn bereits im Oktober 1944 hatte der Wehrmachtfuhrungsstab Studien fur eine Gegenoffensive im Elsass entwickelt Eine solche Offensive war am 17 und 25 November als Angriff in die Flanke der moglicherweise uber den Rhein stossenden alliierten Krafte erwogen worden und letztlich zugunsten des Angriffs in den Ardennen verworfen worden Nun konnte man auf diese Studien zuruckgreifen 13 In einer Besprechung mit Blaskowitz wurden am 24 Dezember die Ziele der Operation festgelegt Mit der Zaberner Steige zwischen Pfalzburg und Zabern sollten die Verbindungslinien der im nordlichen Elsass stehenden alliierten Krafte abgeschnitten und Letztere zerschlagen werden Anschliessend sollte durch einen Vorstoss nach Suden die Verbindung zur 19 Armee hergestellt werden Zu diesem Zweck wurden im Bereich der 1 Armee unter General der Infanterie Hans von Obstfelder zwei Stossgruppierungen gebildet Die erste bestehend aus dem XIII SS Armeekorps zwei Volksgrenadier und eine SS Panzergrenadier Division sollte ostlich der Blies die alliierten Linien bei Rohrbach durchbrechen und dann gemeinsam mit der zweiten Gruppe in Richtung Pfalzburg antreten Die zweite Gruppe bestehend aus dem LXXXX Armeekorps zwei Volksgrenadier Divisionen und LXXXIX Armeekorps drei Infanterie bzw Volksgrenadier Divisionen sollte aus dem Raum ostlich von Bitsch in mehreren Stosskeilen angreifen und danach mit der ersten Gruppe zusammenwirken Je nach Entwicklung der Lage sollte die Offensive dann entweder ostlich oder westlich der Vogesen in Richtung der Linie Pfalzburg Zabern erfolgen Um einen Durchbruch ausnutzen zu konnen wurden die 25 Panzergrenadier Division sowie die 21 Panzer Division in der Armee Reserve gehalten In der offiziellen Sprachregelung vom 25 Dezember 1944 wurde der Operation der Deckname Unternehmen Nordwind zugewiesen 12 Skizze des ursprunglichen Operationsentwurfes In die Planungen war am 23 Dezember 1944 auch die sudliche Heeresgruppe Oberrhein einbezogen worden die unter dem Oberbefehl des Reichsfuhrers SS Heinrich Himmler stand Sie wurde gebeten durch Stosstruppunternehmen und die Bildung von Bruckenkopfen uber den Rhein nordlich und sudlich von Strassburg die gegnerischen Krafte dort zu binden Zeitweilig wurde auch erwogen mit Teilen der 19 Armee auf Molsheim westlich von Strassburg vorzustossen 14 wodurch auch die zweite kleinere Verbindungslinie der Alliierten im Unterelsass gekappt worden ware Nachdem Hitler am 27 Dezember 1944 den Beginn der Offensive auf den 31 Dezember um 23 Uhr festgelegt hatte erhielt die Heeresgruppe ihre endgultigen Auftrage Sie sollte erst angreifen wenn die Verbande der 1 Armee die Ostausgange der Vogesen zwischen Ingweiler und Zabern in Besitz genommen hatten Ihre Divisionen hatten die Aufgabe die gegnerische Front nordlich von Strassburg zu durchbrechen und sich im Raum Hagenau Brumath mit der 1 Armee zu vereinigen Die Ausfuhrung dieser zunachst nebensachlichen Operationen oblag der 19 Armee unter General der Infanterie Siegfried Rasp Diese plante neben kleineren Vorstossen in Bataillonsstarke aus dem Bruckenkopf Elsass vor allem den Angriff der 553 Volksgrenadier Division bei Gambsheim uber den Rhein 15 Nach dem Abschluss der Zerschlagung der alliierten Krafte im Unterelsass war als Folgeoperation das Unternehmen Zahnarzt vorgesehen ein Vorstoss in die Flanke der 3 US Armee 16 Hitlers Absicht BearbeitenHitler verband mit dem Unternehmen Nordwind nicht nur die Aussicht auf einen weiteren Teilerfolg an der Westfront sondern auch die Vorstellung auf diese Weise die festgefahrene Ardennenoffensive wieder ins Rollen zu bringen Diese Ansichten legte er am 28 Dezember 1944 in einer Ansprache vor den beteiligten Befehlshabern und Kommandeuren dar Ich bin mit den Massnahmen vollig einverstanden die getroffen worden sind Ich hoffe dass es uns gelingen wird besonders den rechten Flugel im Raum Bitsch schnell vorwartszubringen um die Eingange nach Zabern zu offnen dann sofort in die Rheinebene hineinzustossen und die amerikanischen Divisionen zu liquidieren Die Vernichtung dieser amerikanischen Divisionen muss das Ziel sein Schon die blosse Vorstellung dass es uberhaupt wieder offensiv vorgeht hat auf das deutsche Volk eine begluckende Wirkung ausgeubt Und wenn diese Offensive weitergefuhrt wird wenn die ersten wirklich grossen Erfolge sich zeigen konnen sie uberzeugt sein dass das deutsche Volk alle Opfer bringen wird die uberhaupt menschenmoglich sind Ich mochte daher anschliessend an Sie nur den Appell richten dass Sie mit Ihrem ganzen Feuer mit Ihrer ganzen Energie und mit Ihrer ganzen Tatkraft hinter diese Operation treten Das ist mit eine entscheidende Operation Ihr Gelingen wird absolut automatisch das Gelingen der zweiten in den Ardennen mit sich bringen Wir werden das Schicksal dann doch meistern Adolf Hitler 28 Dezember 1944 17 Deutsche Krafte BearbeitenNeben den am Oberrhein in den Bunkern des Westwalls eingesetzten Einheiten des Volkssturms und ortlichen Polizeikraften standen auf deutscher Seite auf dem Papier zahlreiche Divisionen die jedoch in Teilen nur Regimentsstarke hatten und zum Teil unerfahren waren 1 Armee Bearbeiten Einteilung in zwei Sturmgruppen 18 XIII SS Armeekorps als Sturmgruppe 1 fur den Angriff westlich der Vogesen LXXXX Armeekorps und LXXXIX Armeekorps als Sturmgruppe 2 fur den Angriff auf dem Vogesenkamm XIII SS Armeekorps LXXXX Armeekorps LXXXIX Armeekorps weitere Verbande der 1 Armee19 Volksgrenadier Division 36 Volksgrenadier Division 17 SS Panzergrenadier Division 559 Volksgrenadier Division 257 Volksgrenadier Division 361 Volksgrenadier Division 245 Infanterie Division 256 Volksgrenadier Division 25 Panzergrenadier Division 21 Panzer Division 6 SS Gebirgs Division Nord wurde aus Norwegen unmittelbar nach Angriffsbeginn zugefuhrt 7 Fallschirmjager Division wurde am 15 Januar zugefuhrt 11 Panzer Division seit dem 16 Januar im Orscholzer Riegel eingesetzt 47 Volksgrenadier Division wurde am 20 Januar zugefuhrt 19 Armee Bearbeiten LXIV Armeekorps LXIII Armeekorps XIV SS Armeekorps Armeereserve16 Volksgrenadier Division 189 Infanterie Division 198 Infanterie Division 708 Volksgrenadier Division Panzerbrigade 106 159 Infanterie Division 259 Infanterie Division 338 Infanterie Division 716 Infanterie Division 553 Volksgrenadier Division Pionier Bataillon Nr 405 wurde ab 25 Januar zugefuhrt 10 SS Panzer Division wurde ab 15 Januar zugefuhrt 269 Infanterie Division wurde ab 15 Januar nach Osten verlegt Alliierte Plane BearbeitenNoch wahrend die 3 US Armee zur Abwehr der deutschen Ardennenoffensive umgliederte wurden dem SHAEF Supreme Headquarters Allied Expeditionary Force die Herausforderungen bewusst die auf die 6 US Heeresgruppe mit ihrem nunmehr uberdehnten Frontabschnitt zukamen In einer Folgediskussion am 26 Dezember 1944 teilte der kurz zuvor zum General of the Army beforderte Dwight D Eisenhower dem Befehlshaber der 6 US Heeresgruppe Jacob L Devers mit dass er zwecks Verkurzung der Front der 6 US Heeresgruppe deren Rucknahme vom Oberrhein an den Vogesenkamm wunsche 19 Da weder diese Ausserung noch das nachfolgende Drangen des SHAEF einen formlichen Befehlscharakter hatten und Devers nach dem Ardennen Fiasko des alliierten militarischen Nachrichtenwesens Zweifel an der Lagebeurteilung von SHAEF hatte sah er einen Ruckzug nicht als dringlich an Er liess ihn nur planen statt ihn durchzufuhren 20 Nach seiner Einschatzung die auch von dem Befehlshaber der 7 US Armee Alexander Patch geteilt wurde war ein deutscher Angriff an der Saar am wahrscheinlichsten 21 zumal die mittlerweile in den Ardennen eingesetzte Panzer Lehr Division im Dezember 1944 hier einen Storangriff durchgefuhrt hatte Als weitere wegen des Gelandes aber weniger wahrscheinliche Moglichkeit wurde ein Angriff entlang des Vogesenkammes angesehen wahrend ein deutscher Angriff in der Oberrheinebene wegen der von den Amerikanern hier gehaltenen Abschnitte der Maginotlinie als abwegig angesehen wurde 20 Aus genannten Grunden plante Patch vier Auffangstellungen aus auf die nacheinander ausgewichen werden konnte 22 Stellungssystem der Maginot Linie Bitsch Niederbronn Moder Bitsch Ingweiler Strassburg Ostauslaufer der Vogesen Alliierte Krafte BearbeitenDie Alliierten verfugten auf dem Papier uber weniger Divisionen als die Deutschen hatten dafur aber eine bessere Personal und Materiallage Erfahrungs und Ausbildungsstand unterschied sich von Division zu Division erheblich einige Verbande kampften seit dem Italienfeldzug wahrend andere gerade neu aufgestellt worden und erst im November 1944 eingefuhrt waren 23 Letzteres traf insbesondere auf die franzosischen Verbande zu von denen viele sich aus der Resistance rekrutierten Einzelne amerikanische Divisionen befanden sich gerade erst in der Aufstellungsphase die Infanterieregimenter waren bereits eingetroffen wahrend die Artillerieanteile sowie die Logistik noch zugefuhrt werden sollten 24 7 US Armee Bearbeiten XV US Korps VI US Korps XXI US Korps SHAEF Reserve 103rd Infantry Division 44th Infantry Division 100th Infantry Division Kampfgruppe Harris Kampfgruppe Hudelson 45th Infantry Division Kampfgruppe Herren 70th Infantry Division Kampfgruppe Linden 42nd Infantry Division 79th Infantry Division 12th Armored Division 14th Armored Division 36th Infantry Division 2e division blindee spater I franzosisches Korps 1 Franzosische Armee Bearbeiten I Franzosisches Korps II Franzosisches Korps1 Motorisierte Infanteriedivision 3 Algerische Infanteriedivision Brigade independante Alsace Lorraine 25 1 Franzosische Panzerdivision 2 Marokkanische Infanteriedivision 4 Marokkanische Gebirgsdivision 5 Panzerdivision 9 Kolonial Infanterie Division 10 InfanteriedivisionVerlauf BearbeitenAngriff am Vogesenkamm 1 bis 6 Januar Bearbeiten Am 5 Januar 1945 von einem US Jagdpanzer bei Rimlingen abgeschossener Jagdtiger der Schweren Panzerjager Abteilung 653 die der 17 SS Panzergrenadier Division unterstellt war Der Treffer brachte die Munition des Panzers zur Detonation 26 Die Offensive die von den Alliierten wegen schlechten Wetters nur ansatzweise aufgeklart wurde 20 begann ohne Artillerievorbereitung als Uberraschungsangriff in den letzten Abendstunden des 31 Dezembers 1944 Der Angriff der Sturmgruppe 1 stiess auf die tiefgestaffelte Verteidigung der 44 und der 100 US Infanteriedivision und blieb mit Ausnahme eines drei Kilometer tiefen Einbruches im Raum Bliesbrucken Rimlingen liegen Nachdem deutsche Angriffsspitzen am 3 Januar Grossrederchingen genommen hatten und zeitweilig bis zur Ortschaft Achen durchgebrochen waren 27 kam dieser Angriff am 5 Januar endgultig zum Stehen 26 Der Angriff der Sturmgruppe 2 war deutlich erfolgreicher Der bergige und bewaldete Gelandeabschnitt in den Vogesen wurde lediglich von der Task Force Hudelson gehalten die den angreifenden deutschen Kraften wenig entgegenzusetzen hatte Nachteilig auf deutscher Seite wirkte sich dort aber die unterbliebene Aufklarung aus wodurch die angreifenden Verbande orientierungslos waren Die 361 Volksgrenadier Division die vor wenigen Wochen dort noch in Ruckzugskampfe verwickelt gewesen war gewann dank ihrer Kenntnisse des Gelandes am meisten Raum Innerhalb der nachsten vier Tage kam die Sturmgruppe 2 immerhin 16 Kilometer voran 28 Die Lageentwicklung bewog Blaskowitz und Obstfelder dazu die Anfangserfolge der Sturmgruppe 2 zu nutzen und die gerade aus Norwegen herangefuhrte 6 SS Gebirgs Division Nord dort einzusetzen Dieser Verband der deutlich den hochsten Einsatzwert aller deutschen Divisionen dieses Frontabschnittes aufwies trat uber die 257 und 361 Volksgrenadier Divisionen auf Wingen und Wimmenau an In den Morgenstunden des 4 Januar besetzten zwei Bataillone dieser Division Wingen und uberrannten dabei einen amerikanischen Bataillonsgefechtsstand Da ihnen jedoch mit ihrem Funklastwagen die Fernmeldeverbindungen abhandengekommen waren konnten sie keine Verstarkungen anfordern Amerikanische Gegenangriffe scheiterten zunachst denn sie waren zunachst darauf ausgerichtet lediglich eine Kompanie aus Wingen zu werfen Da jedoch kein Unterstutzungsangriff seitens der 19 Armee Heeresgruppe Oberrhein erfolgte 1 konnten die Amerikaner Krafte aus Frontabschnitten am Oberrhein abziehen und zu weiteren Gegenangriffen auf Wingen ansetzen Als der amerikanische Druck ubermachtig wurde setzten sich die mittlerweile abgekampften deutschen Bataillone in der Nacht vom 6 zum 7 Januar aus Wingen ab 29 Strassburger Kontroverse Bearbeiten Die unklare Situation hinsichtlich des von Eisenhower angesonnenen Ruckzugs hinter die Vogesen begann wahrend des Angriffes auf Zabern politische Kreise zu ziehen Noch am Nachmittag des 1 Januars rief der Chef des Stabes von SHAEF General Devers an und warf der 7 US Armee Befehlsverweigerung vor da sie nicht auf die Vogesen ausweiche 30 Devers gab hieraufhin an dass die diesbezuglichen Vorbereitungen anliefen wegen der Verhaltnisse vor Ort aber Zeit benotigen wurden Noch am selben Tage teilte Devers Patch mit dass seine Armee bis zum 5 Januar hinter die Vogesen ausweichen und die Oberrheinebene samt Strassburg aufgeben musse Patch begann unverzuglich mit der Umsetzung indem er die im Zuge der Lauter eingesetzten Verbande nach Suden zurucknahm Zeitgleich mit dem Befehl an Patch gab Devers diese Information uber die franzosischen Verbindungsoffiziere an die franzosische Regierung weiter Daraufhin protestierte de Gaulle in einem Brief an Devers Hintergrund der franzosischen Haltung war vor allem die jungere Geschichte des Elsass als Zankapfel zwischen Deutschland und Frankreich Vor allem Strassburg wo Claude Joseph Rouget de Lisle 1792 die Marseillaise komponiert hatte besass bei den Franzosen einen Stellenwert der nur von der Hauptstadt Paris ubertroffen wurde 31 Ausserdem wurde befurchtet dass eine erneute deutsche Besetzung Repressalien gegen diejenigen Teile der Bevolkerung nach sich ziehen wurde die nach der Einnahme durch die Alliierten am 23 November 1944 offen ihre Loyalitat gegenuber Frankreich gezeigt hatten 30 Devers der die Haltung Frankreichs teilte entsandte daraufhin am 2 Januar seinen Chef des Stabes Generalmajor Barr nach Paris zu Eisenhower um klare Anweisungen zu erhalten De Gaulle nahm auch Verbindung mit Roosevelt und Churchill auf und bestellte Eisenhower am 3 Januar zu einem Gesprach nach Paris wo Churchill als Mediator fungierte 32 De Gaulle bezeichnete Eisenhowers Entscheidung als nationale Katastrophe wohingegen Eisenhower an seiner Entscheidung zunachst festhielt und der franzosischen 1 Armee die Schuld gab da sie bei der Zerschlagung des Bruckenkopfes Elsass versagt habe 32 Hieraufhin drohte De Gaulle mit einem Ende der franzosischen Beteiligung bei SHAEF wahrend der ebenfalls anwesende General Alphonse Juin Andeutungen machte Frankreich werde den Alliierten die Nutzung seines Eisenbahnnetzes verwehren Eisenhower akzeptierte am Ende unter Churchills Lob die franzosischen Bedenken Der ebenfalls anwesende Generalmajor Barr gab die Information sofort an Devers weiter noch bevor die Entscheidung am 7 Januar in Form eines Communiques schriftlich fixiert wurde 32 Devers stoppte damit die Absetzbewegungen von der Lauter Kampfe in der Oberrheinebene Bearbeiten Lageentwicklung bei der 19 Armee die durchgezogene rote Linie stellt den Frontverlauf am 31 Dezember 1944 dar die rotpunktierte denjenigen am 12 Januar 1945 Nach der Raumung Wingens gab das OKW den Angriff im Zuge der Vogesen beziehungsweise westlich davon auf und verlagerte den Schwerpunkt Die ursprungliche Absicht der Heeresgruppe G den Angriff nunmehr mit gepanzerten Kraften am Ostrand der Vogesen uber das Zwischenziel Rothbach westlich Hagenau zu fuhren wurde wegen der nachstehend beschriebenen Lageentwicklung im Frontabschnitt der 19 Armee aufgegeben und zwar zugunsten eines Angriffes unmittelbar in der Oberrheinebene ostwarts von Hagenau 33 Neuer Bruckenkopf bei Gambsheim 5 bis 10 Januar Bearbeiten Noch wahrend des Angriffs der Sturmgruppe 2 auf Wingen gelang der der 19 Armee unterstellten 553 Volksgrenadier Division die von allen beteiligten deutschen Divisionen den niedrigsten Einsatzwert hatte 34 in der Nacht vom 4 auf den 5 Januar die Bildung eines Bruckenkopfes am Zusammenfluss von Zorn und Moder bei Gambsheim Da die amerikanischen Verbande hier Task Force Linden die Verteidigung dieses Frontabschnittes nur durch Spahtrupps sicherstellen konnten und da die Bevolkerung in dieser Region deutschfreundlich war 35 konnten die Soldaten der 553 Volksgrenadier Division ungehindert in ihren Sturmbooten uber den Rhein setzen den Bruckenkopf nach seiner Sicherung auf Herlisheim und Offendorf ausweiten und sich im Sudwesten bis an den Ortsrand von Kilstedt vorschieben Die Versorgung des Bruckenkopfes wurde nachts durch Fahrbetrieb sichergestellt da eine Brucke Luftangriffen der alliierten Luftwaffe ausgesetzt gewesen ware 33 Die Bedrohung aus diesem Bruckenkopf wurde von den Alliierten als so gering eingeschatzt dass sie die nachsten drei Tage keinen Versuch zu dessen Abriegelung unternahmen 33 wenngleich Patch dem Kommandeur des VI US Korps bereits am 6 Januar den Befehl zur Zerschlagung des Bruckenkopfes gegeben hatte 36 Erst am 8 Januar setzte er Teile der 12 US Panzerdivision auf den Bruckenkopf an und zwar Combat Command B ein Manoverelement in Brigadestarke gegen vermeintlich nur 500 bis 800 unorganisierte deutsche Infanteristen des Bruckenkopfes Tatsachlich befanden sich zu diesem Zeitpunkt bereits 3330 deutsche Soldaten verstarkt durch Panzerabwehrkanonen in gut ausgebauten Stellungen Demgegenuber verringerte die schwache Infanteriekomponente der 12 US Panzerdivision den Einsatzwert dieses Verbandes Combat Command B trat am 8 Januar auf Herlisheim an Zwar gelang es mit Infanterie in Herlisheim einzudringen da jedoch die amerikanischen Panzer von den deutschen Panzerabwehrkanonen in Schach gehalten werden konnten und zudem die Funkverbindung zu den Infanteristen abriss raumten Letztere in den Morgenstunden des 10 Januar Herlisheim 37 Unternehmen Sonnenwende 8 bis 12 Januar Bearbeiten Die eigentliche Unterstutzung der 19 Armee Deckname Unternehmen Sonnenwende bestand in einem Angriff ab 8 Januar 1945 durch die zwischen Rhein und Ill eingesetzte 198 Infanterie Division Teile der 269 Infanterie Division und die Panzerbrigade 106 aus dem Bruckenkopf Elsass auf Strassburg Der betreffende Frontabschnitt war kurz zuvor von den Amerikanern an die 1 Franzosische Armee ubergeben worden Den deutschen Verbanden gelang es samtliche sudostlich der Ill eingesetzten franzosischen Krafte zuruckzuwerfen und so das Dreieck zwischen Ill und Rhein wieder unter ihre Kontrolle zu bringen 37 Hierbei wurden drei franzosische Kampfgruppen in Bataillonsstarke abgeschnitten und bis zum 13 Januar vernichtet 38 Gleichwohl gelang es den franzosischen Kraften an der Ill im Zuge der Ortschaften Benfeld Erstein und Kraft den deutschen Angriff am 12 Januar aufzufangen und zum Stehen zu bringen Das eigentliche Ziel die Einnahme Strassburgs wurde nicht erreicht 37 Kampfe um Hatten Rittershofen 8 bis 20 Januar Bearbeiten Ein Panther der 25 Panzergrenadier Division beim Durchqueren einer Panzersperre des Westwalls bei Weissenburg 6 Januar 1945 Die in der nordostlichen Ecke des Elsass eingesetzten amerikanischen Streitkrafte hatten in Umsetzung des Ruckzugsbefehls von Eisenhower bereits in den ersten Januartagen den Raum an der Lauter geraumt und somit Reipertsweiler und Weissenburg aufgegeben Nach der Intervention de Gaulles bezogen sie an der Maginot Linie die erste der geplanten Auffangstellungen Lediglich im Raum Hatten gelang es am 8 Januar den aus dem Bienwald heraus nachdrangenden zur Kampfgruppe Feuchtinger verschmolzenen 21 Panzer Division und 25 Panzergrenadier Division uber die Maginot Linie hinaus vorzustossen 39 Auf Drangen Himmlers bestand die Absicht des OKW nunmehr darin uber Hatten auf Hagenau vorzustossen und sich im Raum Bischweiler mit den aus dem Bruckenkopf Gambsheim entgegenstossenden Kraften zu treffen so das VI US Korps im Raum Sufflenheim einzuschliessen und es dann zu vernichten 40 oder zumindest die alliierten Krafte hier frontal zu binden damit die am Vogesenkamm stehende Sturmgruppe 2 und die im Bruckenkopf Gambsheim stehenden Krafte verstarkt durch die ursprunglich fur Unternehmen Zahnarzt vorgesehenen Reserven auf Hagenau vorstossen und somit das VI US Korps einschliessen konnten 41 In der Folge wechselten Teile dieses Ortes und des benachbarten Rittershofen in erbitterten Kampfen immer wieder den Besitzer wobei weder Amerikaner noch Deutsche die Oberhand gewinnen konnten obwohl Letztere vom 11 bis zum 15 Januar Verstarkung durch die 7 Fallschirmjager Division erhielten 42 Auch die Zivilbevolkerung hatte hohe Verluste zu beklagen da sie von den Amerikanern nicht evakuiert wurde Zeitgleiche Versuche den ursprunglichen Angriff der Sturmgruppe 2 auf Zabern wieder vorzutragen scheiterten 43 wenngleich der 6 SS Gebirgs Division Nord am 16 Januar die Einschliessung 44 und Zerschlagung einer amerikanischen Kampfgruppe gelang 45 Unterdessen gelang es der 7 Fallschirmjager Division sich am linken Rheinufer den Weg bis zum Bruckenkopf Gambsheim freizukampfen und so eine Landverbindung herzustellen 46 Die 7 Fallschirmjager Division wurde Ende Januar aus dem Frontabschnitt herausgezogen Patt bei Herlisheim 16 bis 21 Januar Bearbeiten Teile der 12 US Panzerdivision auf dem Marsch von Bischweiler nach Drusenheim Januar 1945 Da am 10 Januar der Versuch von Combat Command B den Bruckenkopf von Gambsheim einzudrucken gescheitert war setzte der Kommandeur des VI US Korps am 13 Januar die gesamte 12 US Division dort ein die am 16 Januar erneut antrat Combat Command B erneut auf Herlisheim und Combat Command A auf Offendorf und den nahe gelegenen Steinwald 47 Auch diesmal gelang es dem Combat Command B in Herlisheim einzudringen doch die Gelandegewinne gingen durch einen deutschen Gegenangriff wieder verloren Von den Amerikanern unbemerkt setzte die 10 SS Panzer Division in der Nacht vom 15 zum 16 Januar mit Fahren uber den Oberrhein und bezog in dem Bruckenkopf einen Verfugungsraum 48 Der Divisionsgefechtsstand wurde nach Offendorf verlegt und begann mit der Planung eines Ausbruches aus dem Bruckenkopf fur den 17 Januar Dieser Angriff lief planmassig vor dem Morgengrauen an und mundete in einem unentschiedenen Begegnungsgefecht mit dem ebenfalls erneut angreifenden Combat Command A 47 Es zeigte sich dass in dem von Ortschaften der Zorn sowie von Bahndammen und Entwasserungsgraben durchzogenen Gelande der Einsatzwert von Panzern gering war und sie leicht eine Beute von Panzerabwehrkanonen und Panzerfausten wurden 49 Auch ein Versuch von Combat Command B Herlisheim nordlich zu umgehen schlug fehl Am 18 Januar gelang es der zur 10 SS Panzer Division gehorenden 3 SS Panzerabteilung 10 ein in Herlisheim eingedrungenes US Panzerbataillon zu zerschlagen hierbei zehn Sherman Panzer zu erbeuten und ein ebenfalls dort eingesetztes US Infanteriebataillon aufzureiben 50 Am 19 Januar gelang bei Drusenheim die Zerschlagung eines weiteren der 79 US Infanteriedivision angehorenden Bataillons 51 Die 3 Franzosische Infanteriedivision wies vom 17 bis zum 21 Januar Angriffe der 10 SS Panzer Division auf Kilstedt blutig ab 52 US Ruckzug hinter die Moder 20 und 21 Januar Bearbeiten Durch den Ruckzug hinter die Moder bezog das VI US Korps eine klassische Sehnenstellung von der es die letzten deutschen Angriffe leicht abwehren konnte Trotz der Abwehrerfolge der Franzosen bei Kilstedt bestand die Gefahr dass die 10 SS Panzer Division weiter nordlich aus dem Bruckenkopf ausbrechen wurde wo sie gerade drei amerikanische Bataillone zerschlagen beziehungsweise aufgerieben hatte Mit einem Vorstoss aus dem Raum Drusenheim nach Westen im Zuge des nordlichen Moderufers hatte sie die amerikanische Front bei Hatten und Rittershofen aus den Angeln heben konnen Die Gefahr eines erneuten Angriffs der Sturmgruppe 2 sowie der kraftezehrende Kampf um Hatten und Rittershofen vervollstandigte ein Lagebild wonach der Frontbogen des VI US Korps langsam unhaltbar wurde 53 Zwar wurden durch die Beseitigung des deutschen Frontvorsprunges in den Ardennen die 101 US Fallschirmjagerdivision und die 28 US Infanteriedivision frei und in den Elsass verlegt 54 doch verzogerten schlechte Witterungsbedingungen das Eintreffen dieser Verstarkungen Es gelang Patch Devers Einverstandnis fur einen Ruckzug zu erwirken mit dem das Korps am Sudufer von Rotbach Moder und Zorn im Zuge einer deutlich verkurzten Frontlinie die zweite Auffangstellung beziehen konnte 55 Die Absetzbewegung begann in der Nacht vom 20 auf den 21 Januar und wurde durch schlechtes Wetter begunstigt deutsche Truppen bemerkten den Ruckzug erst als er bereits erfolgt war 56 Sie drangten am 22 Januar nach und erweiterten die Landverbindung zum Bruckenkopf Gambsheim 57 Nachdrangen deutscher Krafte bis zum 25 Januar Bearbeiten Minderjahrige deutsche Soldaten werden bei Schillersdorf im Elsass gefangengenommen Januar 1945 Der Ruckzug der alliierten Krafte fuhrte zur Preisgabe von grossen Abschnitten der Maginot Linie Deutsche Krafte waren damit ihrem Operationsziel Zabern so nah wie wahrend der Kampfe um das Zwischenziel Wingen Daher bestand unverandert die deutsche Absicht auf Zabern vorzustossen 58 Durch die Gelandegewinne ermutigt unternahmen deutsche Krafte unmittelbar danach den vergeblichen Versuch Hagenau und Bischweiler zu nehmen 59 In der Nacht vom 24 auf den 25 Januar traten Teile von drei deutschen Divisionen im Raum zwischen Neuburg und Schweighausen an wurden jedoch nach Anfangserfolgen zuruckgeschlagen 60 Ebenfalls am 25 Januar wurden Angriffe der 6 SS Gebirgs Division Nord auf Bischholz und Schillersdorf abgewehrt 61 Zu diesem Zeitpunkt war angesichts des Zusammenbruchs der deutschen Front im Osten eine Fortsetzung der Angriffe nicht mehr moglich Hitler befahl daher die Offensive einzustellen 62 In der Folge wurden am 27 Januar die 21 Panzer Division und die 25 Panzergrenadier Division herausgezogen und an die Ostfront verlegt 59 die 10 SS Panzer Division folgte im Februar 52 Folgen BearbeitenNach dem Abschluss der Offensive hielten deutsche Krafte wieder rund 40 Prozent des Elsass besetzt Als taktische Erfolge konnten sie eine Verkurzung der Front und im Vergleich zu den Alliierten geringere Verluste verbuchen Strategische Erfolge blieben ihnen jedoch versagt eine Zerschlagung nennenswerter alliierter Krafte gelang ihnen ebenso wenig wie die Einnahme Strassburgs Durch das Ausweichen hinter die Moder verschafften sich die alliierten Krafte sogar die Handlungsfreiheit 63 fur einen Angriff auf den Bruckenkopf Elsass der zur Zerschlagung mehrerer deutscher Divisionen in den Vogesen und zur Beseitigung ebendieses Bruckenkopfes am 9 Februar 1945 fuhrte In diesem Zeitraum wurden auch Teile des ehemaligen Gambsheimer Bruckenkopfes zuruckerobert 64 wahrend das Gebiet zwischen Moder und den deutschen Ausgangsstellungen erst wahrend Operation Undertone im Marz 1945 von deutschen Truppen geraumt wurde Strategisch gesehen band das Unternehmen Nordwind ahnlich wie der Verbleib deutscher Verbande in den Ardennen Krafte die angesichts des Zusammenbruches der Ostfront dort sehr viel dringender benotigt worden waren 65 Nordwind wurde erst zu einem Zeitpunkt abgebrochen als die Rote Armee bereits die Halfte von Ostpreussen uberrannt Ostpreussische Operation ab 13 Januar 1945 66 und Posen eingeschlossen hatte Diese Lageentwicklung konnte durch die Verlegung der vormals im Elsass eingesetzten Divisionen nicht mehr ruckgangig gemacht werden Samtliche taktische Erfolge hatten durch die Raumung des Bruckenkopfes Elsass zu einem deutlich geringeren Preis erkauft werden konnen Die erbitterten Kampfe vermochten am Ausgang des Krieges nichts zu andern Sie erhielten jedoch auch nach dem Scheitern der Ardennenoffensive bei den Westalliierten den Eindruck aufrecht das Dritte Reich sei noch nicht am Ende seiner Krafte Die Strassburger Kontroverse war mitursachlich fur den von de Gaulle 1966 vollzogenen teilweisen Bruch mit der NATO und nahrte selbst in der Bundesrepublik Deutschland Zweifel am amerikanischen Beistand im Falle eines sowjetischen Angriffes 67 Literatur BearbeitenRichard Engler The Final Crisis Combat in Northern Alsace January 1945 Aberjona Press 1999 ISBN 978 0 9666389 1 2 Robert Ross Smith Jeffrey J Clarke Riviera To The Rhine The official US Army History of the Seventh US Army Diane Pub Co 1993 ISBN 978 0 7567 6486 9 Keith Bonn When the Odds Were Even The Vosges Mountains Campaign October 1944 January 1945 Presidio Press 2006 ISBN 978 0 345 47611 1 Steven Zaloga Operation Nordwind 1945 Hitler s last offensive in the West Osprey Publishing 2010 ISBN 978 1 84603 683 5 Charles Whiting The Other Battle of the Bulge Operation Northwind History Press Spellmount 2001 ISBN 978 1 86227 399 3 John Keegan Der Zweite Weltkrieg Rowohlt Berlin 2004 ISBN 978 3 87134 511 1 David Colley Decision at Strasbourg Ike s Strategic Mistake to Halt the Sixth Army Group at the Rhine in 1944 US Naval Inst Pr 2008 ISBN 978 1 59114 133 4 Percy E Schramm Hrsg Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht Bd 4 Bonn 2002 ISBN 3 88199 073 9 Mercadet Leon La Brigade Alsace Lorraine Grasset Paris 1984 ISBN 978 2 246 30811 9 Weblinks Bearbeiten Commons Grossunterstandsmuseum in Hatten Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Website Grossunterstandsmuseum in Hatten Battle History of the 44th I D Nordwind amp the US 44th Division 14th Armored Division Combat History The Ardennes Alsace campaign US Army brochure The NORDWIND Offensive January 1945 auf der Website der 100 US Infanteriedivision enthalt eine Liste deutscher Primarquellen bezuglich der Operation Smith Clarke Riviera To The Rhine The official US Army History of the Seventh US Army Einzelnachweise Bearbeiten a b c d Smith Clark Riviera To The Rhine S 527 vgl Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht Bd 8 S 1014 Vgl nur Ian Kershaw wonach die Offensive am 3 Januar 1945 schon wieder zu Ende gewesen sei it made littler headway and ground to a halt as early as 3 January The End London 2011 ISBN 978 0 14 101421 0 S 165 hierzu Zaloga Operation Nordwind 1945 S 25 Bonn When the odds were even S 103 ff David Colley Decision at Strasbourg S 134 ff Bonn When the odds were even S 147 ff Zaloga Operation Nordwind 1945 S 19 ausfuhrlich Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht S 1349 Zaloga Operation Nordwind 1945 S 26 Bonn When the odds were even S 199 a b Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht S 1347 Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht S 443 Walter Warlimont Im Hauptquartier der deutschen Wehrmacht 1939 bis 1945 Augsburg 1990 S 522 Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht S 1349 Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht S 1347 1349 Zaloga Operation Nordwind 1945 S 27 Zit nach Walter Warlimont Im Hauptquartier der deutschen Wehrmacht 1939 bis 1945 Augsburg 1990 S 522 524 So jedenfalls die ausdrucklich deutsche Bezeichnung bei Zaloga Operation Nordwind 1945 S 26 vgl aber auch Bonn When the odds were even S 199 200 der von Main Attack und Supporting Attack spricht Zaloga Operation Nordwind 1945 S 28 a b c Zaloga Operation Nordwind 1945 S 29 Smith Clark Riviera To The Rhine S 495 496 Smith Clark Riviera To The Rhine S 496 Ausfuhrlich Zaloga Operation Nordwind 1945 S 37 ff Ausfuhrlich Zaloga Operation Nordwind 1945 S 40 ff Bei Zaloga Operation Nordwind 1945 S 40 ff nicht erwahnt vgl aber Mercadet Leon La Brigade Alsace Lorraine S 285 a b Zaloga Operation Nordwind 1945 S 44 vgl Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht Bd 8 S 989 Zaloga Operation Nordwind 1945 S 46 Zaloga Operation Nordwind 1945 S 47 f a b Zaloga Operation Nordwind 1945 S 52 Whiting The Other Battle of the Bulge S 46 der falschlicherweise Alphonse Daudet als Komponisten angibt a b c Zaloga Operation Nordwind 1945 S 53 a b c Zaloga Operation Nordwind 1945 S 59 69 deutliche Worte bei Zaloga Operation Nordwind 1945 S 57 Whiting The Other Battle of the Bulge S 81 Zaloga Operation Nordwind 1945 S 65 a b c Zaloga Operation Nordwind 1945 S 69 vgl Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht Bd 8 S 1006 1014 vgl Zaloga Operation Nordwind 1945 S 59 ohne explizite Benennung der Ortschaften Zaloga Operation Nordwind 1945 S 59 69 Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht Bd 8 S 1351 ausfuhrlich Zaloga Operation Nordwind 1945 S 59 65 Whiting The Other Battle of the Bulge S 128 f Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht Bd 8 S 1019 The Ardennes Alsace campaign US Army brochure S 49 Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht Bd 8 S 1021 1027 a b Zaloga Operation Nordwind 1945 S 72 Zaloga Operation Nordwind 1945 S 72 Whiting The Other Battle of the Bulge S 133 vgl aber Smith Clark Riviera To The Rhine S 523 wonach lediglich Teile der 10 SS Panzer Division mit Fahren transportiert wurden und sich die Masse dieser Division im Zusammenwirken mit zwei Sturmgeschutzbrigaden der 7 Fallschirmjager Division und einem weiteren Bataillon aus dem Raum Lauterburg entlang des Rheins den Weg zum Bruckenkopf freikampfte Diese Darstellung ist insofern zweifelhaft weil die Division hierdurch auseinandergerissen und damit nicht fuhrbar ware Ausserdem hatte die Division so eine offene rechte Flanke gehabt in die die Amerikaner hatten hineinstossen konnen Hinzu kommt dass die angreifende Division mit der Sauer und der Moder gleich zwei Gewasser hatte uberqueren mussen Zaloga Operation Nordwind 1945 S 72 f Zaloga Operation Nordwind 1945 S 73 Whiting The Other Battle of the Bulge S 138 a b Zaloga Operation Nordwind 1945 S 74 Vgl Whiting The Other Battle of the Bulge S 138 vgl aber auch die etwas unbefriedigende Erklarung bei Zaloga S 74 wonach der Ruckzug trotz Zufuhr von in den Ardennen nicht mehr benotigten Kraften nur deshalb durchgefuhrt wurde weil der kraftezehrende Kampf um die beiden Ortschaften nicht weiter fortgesetzt werden sollte Vgl Zaloga Operation Nordwind 1945 S 74 Vgl Whiting The Other Battle of the Bulge S 139 Vgl Whiting The Other Battle of the Bulge S 144 148 Vgl Zaloga Operation Nordwind 1945 S 78 f der hier schreibt die Landverbindung sei hergestellt worden Dies widerspricht jedoch seinem Kartenmaterial ausweislich dessen eine schmale Landverbindung bereits am 6 Januar bestand bzw zwischen diesem Datum und dem US Ruckzug hergestellt wurde vgl Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht Bd 8 S 1356 a b Zaloga Operation Nordwind 1945 S 76 Whiting The Other Battle of the Bulge S 152 153 Whiting The Other Battle of the Bulge S 153 f Whiting The Other Battle of the Bulge S 155 Vgl Zaloga Operation Nordwind 1945 S 85 Zaloga Operation Nordwind 1945 der dies an mehreren Stellen nur andeutet Vgl Keegan Der Zweite Weltkrieg S 653 zur Lageentwicklung in Ostpreussen am 25 Januar vgl statt vieler nur Dieckert amp General der Infanterie a D Horst Grossmann Der Kampf um Ostpreussen Motorbuch 10 Auflage 1994 ISBN 3 87943 436 0 s dort beigefugte Karte Whiting The Other Battle of the Bulge S 48 Normdaten Sachbegriff GND 4319312 2 OGND AKS Dieser Artikel wurde am 8 Mai 2011 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Unternehmen Nordwind amp oldid 220843813, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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