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Die Union, AG für Bergbau, Eisen- und Stahl-Industrie (Dortmunder Union) war ein vertikal integrierter Montankonzern mit Sitz in Dortmund.

Verwaltungsgebäude Union der Dortmunder Union, bis Ende 2007 Versorgungsamt
Eisenbahnschiene, 1880 von der Dortmunder Union gewalzt
Hochbrücke Hochdonn, 1914–19 von der Union AG und Louis Eilers Stahlbau erbaut

Inhaltsverzeichnis

Die Dortmunder Union wurde 1872 auf Betreiben von Adolph von Hansemann (Bankier der Disconto-Gesellschaft) zusammen mit den Banken Sal. Oppenheim und M. A. Rothschild & Söhne gegründet. Sie entstand dabei aus dem Zusammenschluss

1880 erwarb die Union – wie viele andere Stahlkonzerne – eine Lizenz für das Thomas-Verfahren und erweiterte im Folgejahr mit einer Hochofenanlage mit drei Öfen ihre Kapazitäten für die Roheisenerzeugung in Dortmund. 1884/1885 wurde die Hochofenanlage der Henrichshütte modernisiert.

1886/1887 wurde auch die Zeche Brockhauser Tiefbau, die mit der Zeche Carl Friedrich Erbstollen markscheidet, erworben. Dorthin wurde dann die gemeinsame Förderung beider Betriebe verlagert. 1898/1899 wurde die Dortmunder Zeche Adolf von Hansemann der Union angegliedert und die Brückenbauwerkstatt in Dortmund erweitert.

Zur Union gehörten außerdem die Zeche Glückauf-Tiefbau und Eisenerzbergwerke u. a. im Sauerland an.

1910 wurde die Union von der Deutsch-Luxemburgischen Bergwerks- und Hütten-AG (Deutsch Lux, DL) übernommen, die insbesondere an den Industrieunternehmen des Konzerns interessiert war. Im Ersten Weltkrieg war die Union einer der bedeutendsten Kriegslieferanten mit großer Granatenfertigung.

1926 gingen die Unternehmen der Deutsch-Lux in der Vereinigte Stahlwerke AG auf. Der Vorstandsvorsitzende der DL, Albert Vögler, wurde dabei Vorstandsvorsitzender der Vereinigte Stahlwerke AG.

Während des Nationalsozialismus existierte auf dem Werksgelände der Dortmunder Union ein Außenlager des KZ Buchenwald. Hier waren zwischen 400 und 650 Mädchen und junge Frauen, vorwiegend Russinnen und Polinnen, interniert, die Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie verrichten mussten. 1945 wurden die Gefangenen nach Bergen-Belsen gebracht, einige werden in der Bittermark erschossen (siehe Endphaseverbrechen).

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1951 im Zuge der Entflechtung der Vereinigte Stahlwerke AG und der Neuordnung der deutschen Eisen- und Stahlindustrie die Dortmund-Hörder Hüttenunion AG gegründet; diese wurde 1966 von der Hoesch AG übernommen.

  • Wilfried Feldenkirchen: Die Eisen- und Stahlindustrie des Ruhrgebiets 1879–1914. Franz Steiner, Wiesbaden 1982. (insbesondere Zeittafel S. 345 f. und Belegschaftszahlen in Tabelle 104a)
Commons: Dortmunder Union – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. Ausschuß der Hinterbliebenen und Mitgefangenen der Opfer im Rombergpark (Hrsg.): Katyn im Rombergpark; o. O. o. J. (um 1951). Ulrich Sander: Mord im Rombergpark. Tatsachenbericht; Dortmund: Grafit, 1993. Lore Junge: Mit Stacheldraht gefesselt. Die Rombergparkmorde. Opfer und Täter; Bochum 1999

51.5140177.432913Koordinaten:51° 30′ 50,5″ N,7° 25′ 58,5″ O

Union AG fur Bergbau Eisen und Stahl Industrie ehemaliger Montankonzern mit Sitz in Dortmund Sprache Beobachten Bearbeiten Die Union AG fur Bergbau Eisen und Stahl Industrie Dortmunder Union war ein vertikal integrierter Montankonzern mit Sitz in Dortmund Verwaltungsgebaude Union der Dortmunder Union bis Ende 2007 Versorgungsamt Eisenbahnschiene 1880 von der Dortmunder Union gewalzt Hochbrucke Hochdonn 1914 19 von der Union AG und Louis Eilers Stahlbau erbaut Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 2 Literatur 3 Weblinks 4 EinzelnachweiseGeschichte BearbeitenDie Dortmunder Union wurde 1872 auf Betreiben von Adolph von Hansemann Bankier der Disconto Gesellschaft zusammen mit den Banken Sal Oppenheim und M A Rothschild amp Sohne gegrundet Sie entstand dabei aus dem Zusammenschluss der Hattinger Henrichshutte AG mit der Zeche Carl Friedrich Erbstollen des Bergwerks und Hutten Aktienvereins Neuschottland in Essen Horst sowie der Dortmunder Hutte 1880 erwarb die Union wie viele andere Stahlkonzerne eine Lizenz fur das Thomas Verfahren und erweiterte im Folgejahr mit einer Hochofenanlage mit drei Ofen ihre Kapazitaten fur die Roheisenerzeugung in Dortmund 1884 1885 wurde die Hochofenanlage der Henrichshutte modernisiert 1886 1887 wurde auch die Zeche Brockhauser Tiefbau die mit der Zeche Carl Friedrich Erbstollen markscheidet erworben Dorthin wurde dann die gemeinsame Forderung beider Betriebe verlagert 1898 1899 wurde die Dortmunder Zeche Adolf von Hansemann der Union angegliedert und die Bruckenbauwerkstatt in Dortmund erweitert Zur Union gehorten ausserdem die Zeche Gluckauf Tiefbau und Eisenerzbergwerke u a im Sauerland an 1910 wurde die Union von der Deutsch Luxemburgischen Bergwerks und Hutten AG Deutsch Lux DL ubernommen die insbesondere an den Industrieunternehmen des Konzerns interessiert war Im Ersten Weltkrieg war die Union einer der bedeutendsten Kriegslieferanten mit grosser Granatenfertigung 1926 gingen die Unternehmen der Deutsch Lux in der Vereinigte Stahlwerke AG auf Der Vorstandsvorsitzende der DL Albert Vogler wurde dabei Vorstandsvorsitzender der Vereinigte Stahlwerke AG Wahrend des Nationalsozialismus existierte auf dem Werksgelande der Dortmunder Union ein Aussenlager des KZ Buchenwald Hier waren zwischen 400 und 650 Madchen und junge Frauen vorwiegend Russinnen und Polinnen interniert die Zwangsarbeit in der Rustungsindustrie verrichten mussten 1945 wurden die Gefangenen nach Bergen Belsen gebracht einige werden in der Bittermark erschossen siehe Endphaseverbrechen 1 Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1951 im Zuge der Entflechtung der Vereinigte Stahlwerke AG und der Neuordnung der deutschen Eisen und Stahlindustrie die Dortmund Horder Huttenunion AG gegrundet diese wurde 1966 von der Hoesch AG ubernommen Literatur BearbeitenWilfried Feldenkirchen Die Eisen und Stahlindustrie des Ruhrgebiets 1879 1914 Franz Steiner Wiesbaden 1982 insbesondere Zeittafel S 345 f und Belegschaftszahlen in Tabelle 104a Weblinks Bearbeiten Commons Dortmunder Union Sammlung von Bildern Videos und AudiodateienEinzelnachweise Bearbeiten Ausschuss der Hinterbliebenen und Mitgefangenen der Opfer im Rombergpark Hrsg Katyn im Rombergpark o O o J um 1951 Ulrich Sander Mord im Rombergpark Tatsachenbericht Dortmund Grafit 1993 Lore Junge Mit Stacheldraht gefesselt Die Rombergparkmorde Opfer und Tater Bochum 1999 51 514017 7 432913 Koordinaten 51 30 50 5 N 7 25 58 5 O Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Union AG fur Bergbau Eisen und Stahl Industrie amp oldid 200545769, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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