fbpx
Wikipedia

Udo Zimmermann (* 6. Oktober 1943 in Dresden; † 22. Oktober 2021 ebenda) war ein deutscher Komponist, Dirigent und Intendant.

Zimmermann wurde 1943 in Dresden geboren. Von 1954 bis 1962 war er Mitglied im Dresdner Kreuzchor unter Rudolf Mauersberger, welcher erste Kompositionen betreute und mit dem Chor aufführte. Zu dieser Zeit festigte sich sein ästhetischer „Blick nach innen, auch unabhängig von christlicher Sinnsuche“. Nach dem Abitur studierte er an der Dresdner Musikhochschule bei Johannes Paul Thilman Komposition, außerdem Dirigieren (bei Rudolf Neuhaus) und Gesang. Er wurde 1968 Meisterschüler bei Günter Kochan an der Deutschen Akademie der Künste Berlin und arbeitete zwei Jahre als Assistent des Musiktheaterregisseurs Walter Felsenstein. 1970 wurde er Dramaturg für zeitgenössisches Musiktheater an der Staatsoper Dresden, wo er bis 1985 wirkte. Ab 1976 war er Dozent und ab 1979 Professor für Komposition an der Dresdner Musikhochschule; zu seinen Schülern gehörten Annette Schlünz, Caspar René Hirschfeld, Friedhelm Hans Hartmann und Jan Trieder.

1974 gründete Zimmermann das Dresdner „Studio Neue Musik“, aus dem 1986 in Dresden-Loschwitz das Dresdner Zentrum für zeitgenössische Musik hervorging, das sich als Forschungszentrum und Ausrichter von Konzerten und Festivals (Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik) einen internationalen Ruf in der Szene der Neuen Musik erworben hat. 2004 überführte er es in das Europäische Zentrum der Künste Hellerau, das er bis 2008 als Intendant leitete.

1985 bis 1990 leitete Zimmermann die Werkstatt für zeitgenössisches Musiktheater an der Oper Bonn. Von 1990 bis 2001 war er Intendant der Oper Leipzig; auch hier galt sein Engagement besonders dem Musiktheater des 20. Jahrhunderts, zahlreiche Uraufführungen u. a. von Karlheinz Stockhausen, Dieter Schnebel und Jörg Herchet fanden in dieser Zeit statt, das Opernhaus wurde mehrfach ausgezeichnet. Die Hälfte seiner Neuproduktionen waren moderne Stücke und Uraufführungen, die mit namhaften Persönlichkeiten des Regietheaters – so zum Beispiel Ruth Berghaus, Peter Konwitschny, George Tabori – zum Erfolg beitrugen.

1997 bis 2011 hatte er die künstlerische Leitung der Reihe musica viva des Bayerischen Rundfunks inne und brachte hier in den 14 Jahren seines Wirkens 175 Werke zur Uraufführung. Von 2001 bis 2003 war er Generalintendant der Deutschen Oper Berlin. Von 2004 bis 2008 entwickelte er als Gründungsintendant des Europäischen Zentrums der Künste Hellerau u. a. in Zusammenarbeit mit dem Choreografen William Forsythe das historische Festspielhaus Hellerau zu einem wichtigen Standort für die zeitgenössischen Künste.

1993 und 1995 war Zimmermann Composer in Residence bei den Salzburger Festspielen. Als Dirigent gastierte er ab 1979 u. a. bei den Berliner Philharmonikern, Wiener Symphonikern, beim Gewandhausorchester, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, NDR Sinfonieorchester, Tonhalle-Orchester Zürich und bei der Staatskapelle Dresden. Zudem wurde er an den Opernhäusern Wien, Hamburg, München und Bonn tätig.

1983 wurde er zum Ordentlichen Mitglied der Akademie der Künste der DDR berufen. Von 1985 bis 1989 war er Vorstandsmitglied des Verbandes der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR. Zimmermann war Mitglied der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg, deren Sektion Musik er von 2003 bis 2008 als Direktor vorstand, der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, der Freien Akademie der Künste zu Leipzig (Präsident von 1992 bis 1997), der Sächsischen Akademie der Künste (Präsident von 2008 bis 2011), der Freien Akademie der Künste Hamburg und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Von 1996 bis 2001 war er Präsident des Sächsischen Kultursenats. 2008 wurde er zum Officier des Ordre des Arts et des Lettres ernannt.

Ab 2009 war Zimmermann mit Saskia Leistner verheiratet. Seiner ersten Ehe (1967–1970) mit Kristina Mann entstammt die Schauspielerin Claudia Michelsen; seiner zweiten Ehe (1970–2007) mit Elżbieta Holtorp entstammen zwei Söhne. Er lebte in Dresden und starb im Oktober 2021.

Zimmermanns Hauptaugenmerk galt dem Musiktheater, er schrieb mehrere Opern, von denen die Weiße Rose (1986) über die Geschwister Scholl internationalen Erfolg hatte; mit fast 200 Produktionen seit ihrer Uraufführung ist sie eine der meistgespielten zeitgenössischen Opern. Die Ästhetik der Stille übernimmt hier den Ausdruck des Abstrakten und fordert die Bewusstwerdung und Rückbesinnung des Individuums auf sich selbst, gegen das Verschweigen der NS-Zeit und als Appell für eine weltoffene Gesellschaft der Zukunft. Weitere Werke dieser Gattung sind u. a. Levins Mühle (nach dem Roman von Johannes Bobrowski), Der Schuhu und die fliegende Prinzessin (nach einem Märchen von Peter Hacks) und Die wundersame Schustersfrau (nach Federico García Lorca).

Er schrieb außerdem Kammermusik sowie Vokal- und Orchesterwerke. Stilistisch rechnet man ihn zur Neuen Musik; seine musikalische Ausdrucksbreite war vielfältig und orientierte sich an einer jeweiligen plastischen Umsetzung der kompositorischen Aufgabe. Nach einer zwölfjährigen Schaffenspause aufgrund seiner umfangreichen Aufgaben als Intendant war er erst ab 2009 wieder kompositorisch aktiv, u. a. mit zwei Solokonzerten für den Cellisten Jan Vogler (2009) und die Geigerin Elena Denisova (2013).

Vokalmusik

  • Sonetti amorosi (1966)
  • Ein Zeuge der Liebe die besiegt den Tod. Gesänge für Sopran und Kammerorchester nach Tadeusz Ròzewicz (1972)
  • Psalm der Nacht, für sechzehnstimmigen Frauenchor, Männerstimmen, Schlagwerk und Orgel (1976)
  • Hymne an die Sonne (1977)
  • Pax questuosa (Der klagende Friede) für Soli, drei Chöre und Orchester (1982)
  • Gib Licht meinen Augen oder ich entschlafe des Todes (1986)
  • Ich bin eine rufende Stimme, für Soli, drei Chöre, Kinderchor und Orchester (1996/1997)

Bühnenwerke (Opern)

Instrumentalmusik

  • Dramatische Impressionen (1963)
  • L’Homme (1970)
  • Sieh, meine Augen (1970)
  • Mutazoni per orchestra (1973)
  • Sinfonia come un grande Lamento (1977)
  • Songerie pour orchestre de chambre (1982)
  • Canticum marianum. Musik für 12 Violoncelli (1984)
  • Mein Gott, wer trommelt denn da? Reflexionen für Orchester (1986)
  • Nouveaux Divertissements d’après Rameau pour cor et orchestre de chambre (1988)
  • Dans la marche (1994)
  • Lieder von einer Insel. Konzert für Violoncello und Orchester. Für Jan Vogler (2009)
  • Brahms-Fanfare (2010)
  • Konzert für Violine und Orchester. Für Elena Denisova (2013)

Film- und Rundfunkmusik

  • Ein April hat 30 Tage (1978)
  • Der Morgen (1980) DEFA, Regie: Konrad Weiß
  • So spricht das Leben (1981)
  • Die Generale (1986)
  • Schatten (1987) DEFA, Regie: Konrad Weiß
  • Frank Geißler (Hrsg.): Man sieht, was man hört. Udo Zimmermann über Musik und Theater. Reclam, Leipzig 2003, ISBN 3-379-00810-9.
  1. Michael Ernst: Weltbürger aus Dresden. In: FAZ. 22. Oktober 2021; abgerufen am 24. Oktober 2021.
  2. Udo Zimmermann im Alter von 78 Jahren gestorben. In: Spiegel Online. 22. Oktober 2021, abgerufen am 22. Oktober 2021.
  3. Biographische Daten von Udo Zimmermann in: Wer ist Wer – Das deutsche Who’s Who 2010/2011. 50. Ausgabe, Schmidt-Römhild, Verlagsgruppe Beleke, Lübeck 2010, ISBN 978-3-7950-2050-7.
  4. Udo Zimmermann im Gespräch mit Attila Kornel, 9. Februar 2015, zitiert nach: Attila Kornel: „Tief unter uns nur Schweigen.“ – Die Ästhetik der Stille in Udo Zimmermanns Kammeroper „Weiße Rose“. In: DIE TONKUNST, Magazin für klassische Musik und Musikwissenschaft. Jg. 11, Nr. 3, Juli 2017, S. 368–377.
  5. Reinhard J. Brembeck: Udo Zimmermann ist tot. Abgerufen am 26. Oktober 2021.
  6. Udo Zimmermann nach Abschlusskonzert der musica viva ausgezeichnet. nmz-Online, 13. Juli 2011.
  7. Attila Kornel: „'Tief unter uns nur Schweigen.'– Die Ästhetik der Stille in Udo Zimmermanns Kammeroper 'Weiße Rose'“, in: DIE TONKUNST, Magazin für klassische Musik und Musikwissenschaft, Jg. 11, Nr. 3, Juli 2017, S. 368–377.

Peter Dorn, Gerhard Rosenfeld, Ruth Zechlin (1968) | Siegfried Matthus, Wolfgang Strauß (1969) | Gerhard Rosenfeld (1970) | Jürgen Elsner, Inge Lammel (1971) | Gerhard Tittel, Peter Wicke, Udo Zimmermann (1972) | Friedrich Goldmann, Rainer Kunad, Hans-Joachim Schulze, Udo Zimmermann (1973) | keine Verleihung (1974) | Frank-Volker Eichhorn, Winfried Höntsch, Friedrich Schenker (1975) | Willy Focke (1976) | Manfred Schubert, Manfred Weiss (1977) | Paul-Heinz Dittrich, Thomas Böttger (1978) | Manfred Grabs, Peter Herrmann, Bert Poulheim (1979) | Wilfried Krätzschmar, Günter Neubert, H. Johannes Wallmann (1980) | Thomas Ehricht, Bernd Franke, Heinz Weitzendorf (1981) | Gerd Domhardt, Thomas Hertel (1982) | Rainer Böhm, Reiner Dennewitz, Hans-Peter Jannoch (1983) | Ralf Hoyer, Burkhard Meier, Reinhard Pfundt, Kurt Dietmar Richter (1984) | Günter Mayer (1985) | Gottfried Glöckner, Fritz Hennenberg, Reinhard Pfundt (1986) | Walter Thomas Heyn, Helmut Zapf (1987) | Reinhard Wolschina, Olav Kröger (1988) | Johannes Schlecht, Steffen Schleiermacher, Frank Schneider (1989) | Christian Münch, Helmut Oehring, Annette Schlünz (1990) | Klaus Martin Kopitz, David Citron, Hans Tutschku (1991)

Intendanten der Oper Leipzig

Städtische Theater Leipzig:Heinrich Laube (ab 1869) |Friedrich Haase (ab 1870) |August Förster (ab 1878) |Max Staegemann (ab 1882) |Robert Volkner (ab 1906) |Max Martersteig (ab 1912) |Guido Barthol (ab 1918) |Hans Schüler (ab 1933) |Max Burghardt (ab 1950) |Johannes Arpe (ab 1954) |Karl Kayser (ab 1958)
Oper Leipzig:Udo Zimmermann (ab 1990) |Henri Maier (ab 2001) |Alexander von Maravić (ab 2007) |Ulf Schirmer (seit 2011)

Personendaten
NAME Zimmermann, Udo
KURZBESCHREIBUNG deutscher Komponist, Regisseur, Dirigent und Intendant
GEBURTSDATUM 6. Oktober 1943
GEBURTSORT Dresden
STERBEDATUM 22. Oktober 2021
STERBEORT Dresden

Udo Zimmermann deutscher Komponist Regisseur Dirigent und Intendant Sprache Beobachten Bearbeiten Udo Zimmermann 6 Oktober 1943 in Dresden 22 Oktober 2021 ebenda 1 2 war ein deutscher Komponist Dirigent und Intendant 3 Udo Zimmermann 2006 Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Kompositorisches Schaffen 3 Auszeichnungen 4 Werke Auswahl 4 1 Vokalmusik 4 2 Buhnenwerke Opern 4 3 Instrumentalmusik 4 4 Film und Rundfunkmusik 5 Schriften 6 Literatur 7 Weblinks 8 EinzelnachweiseLeben BearbeitenZimmermann wurde 1943 in Dresden geboren Von 1954 bis 1962 war er Mitglied im Dresdner Kreuzchor unter Rudolf Mauersberger welcher erste Kompositionen betreute und mit dem Chor auffuhrte Zu dieser Zeit festigte sich sein asthetischer Blick nach innen auch unabhangig von christlicher Sinnsuche 4 Nach dem Abitur studierte er an der Dresdner Musikhochschule bei Johannes Paul Thilman Komposition ausserdem Dirigieren bei Rudolf Neuhaus und Gesang Er wurde 1968 Meisterschuler bei Gunter Kochan an der Deutschen Akademie der Kunste Berlin und arbeitete zwei Jahre als Assistent des Musiktheaterregisseurs Walter Felsenstein 1970 wurde er Dramaturg fur zeitgenossisches Musiktheater an der Staatsoper Dresden wo er bis 1985 wirkte Ab 1976 war er Dozent und ab 1979 Professor fur Komposition an der Dresdner Musikhochschule zu seinen Schulern gehorten Annette Schlunz Caspar Rene Hirschfeld Friedhelm Hans Hartmann und Jan Trieder 1974 grundete Zimmermann das Dresdner Studio Neue Musik aus dem 1986 in Dresden Loschwitz das Dresdner Zentrum fur zeitgenossische Musik hervorging das sich als Forschungszentrum und Ausrichter von Konzerten und Festivals Dresdner Tage der zeitgenossischen Musik einen internationalen Ruf in der Szene der Neuen Musik erworben hat 2004 uberfuhrte er es in das Europaische Zentrum der Kunste Hellerau das er bis 2008 als Intendant leitete 1985 bis 1990 leitete Zimmermann die Werkstatt fur zeitgenossisches Musiktheater an der Oper Bonn Von 1990 bis 2001 war er Intendant der Oper Leipzig auch hier galt sein Engagement besonders dem Musiktheater des 20 Jahrhunderts zahlreiche Urauffuhrungen u a von Karlheinz Stockhausen Dieter Schnebel und Jorg Herchet fanden in dieser Zeit statt das Opernhaus wurde mehrfach ausgezeichnet Die Halfte seiner Neuproduktionen waren moderne Stucke und Urauffuhrungen die mit namhaften Personlichkeiten des Regietheaters so zum Beispiel Ruth Berghaus Peter Konwitschny George Tabori zum Erfolg beitrugen 5 1997 bis 2011 hatte er die kunstlerische Leitung der Reihe musica viva des Bayerischen Rundfunks inne und brachte hier in den 14 Jahren seines Wirkens 175 Werke zur Urauffuhrung 6 Von 2001 bis 2003 war er Generalintendant der Deutschen Oper Berlin Von 2004 bis 2008 entwickelte er als Grundungsintendant des Europaischen Zentrums der Kunste Hellerau u a in Zusammenarbeit mit dem Choreografen William Forsythe das historische Festspielhaus Hellerau zu einem wichtigen Standort fur die zeitgenossischen Kunste 1993 und 1995 war Zimmermann Composer in Residence bei den Salzburger Festspielen Als Dirigent gastierte er ab 1979 u a bei den Berliner Philharmonikern Wiener Symphonikern beim Gewandhausorchester Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Rundfunk Sinfonieorchester Berlin NDR Sinfonieorchester Tonhalle Orchester Zurich und bei der Staatskapelle Dresden Zudem wurde er an den Opernhausern Wien Hamburg Munchen und Bonn tatig 1983 wurde er zum Ordentlichen Mitglied der Akademie der Kunste der DDR berufen Von 1985 bis 1989 war er Vorstandsmitglied des Verbandes der Komponisten und Musikwissenschaftler der DDR Zimmermann war Mitglied der Akademie der Kunste Berlin Brandenburg deren Sektion Musik er von 2003 bis 2008 als Direktor vorstand der Europaischen Akademie der Wissenschaften und Kunste der Freien Akademie der Kunste zu Leipzig Prasident von 1992 bis 1997 der Sachsischen Akademie der Kunste Prasident von 2008 bis 2011 der Freien Akademie der Kunste Hamburg und der Bayerischen Akademie der Schonen Kunste Von 1996 bis 2001 war er Prasident des Sachsischen Kultursenats 2008 wurde er zum Officier des Ordre des Arts et des Lettres ernannt Ab 2009 war Zimmermann mit Saskia Leistner verheiratet Seiner ersten Ehe 1967 1970 mit Kristina Mann entstammt die Schauspielerin Claudia Michelsen seiner zweiten Ehe 1970 2007 mit Elzbieta Holtorp entstammen zwei Sohne Er lebte in Dresden und starb im Oktober 2021 Kompositorisches Schaffen BearbeitenZimmermanns Hauptaugenmerk galt dem Musiktheater er schrieb mehrere Opern von denen die Weisse Rose 1986 uber die Geschwister Scholl internationalen Erfolg hatte mit fast 200 Produktionen seit ihrer Urauffuhrung ist sie eine der meistgespielten zeitgenossischen Opern Die Asthetik der Stille ubernimmt hier den Ausdruck des Abstrakten und fordert die Bewusstwerdung und Ruckbesinnung des Individuums auf sich selbst gegen das Verschweigen der NS Zeit und als Appell fur eine weltoffene Gesellschaft der Zukunft 7 Weitere Werke dieser Gattung sind u a Levins Muhle nach dem Roman von Johannes Bobrowski Der Schuhu und die fliegende Prinzessin nach einem Marchen von Peter Hacks und Die wundersame Schustersfrau nach Federico Garcia Lorca Er schrieb ausserdem Kammermusik sowie Vokal und Orchesterwerke Stilistisch rechnet man ihn zur Neuen Musik seine musikalische Ausdrucksbreite war vielfaltig und orientierte sich an einer jeweiligen plastischen Umsetzung der kompositorischen Aufgabe Nach einer zwolfjahrigen Schaffenspause aufgrund seiner umfangreichen Aufgaben als Intendant war er erst ab 2009 wieder kompositorisch aktiv u a mit zwei Solokonzerten fur den Cellisten Jan Vogler 2009 und die Geigerin Elena Denisova 2013 Auszeichnungen Bearbeiten1964 Kompositionspreis zum Treffen Junger Komponisten in Orvid Jugoslawien 1965 1966 und 1967 Mendelssohn Stipendium 1968 Karl Marx Preis fur Studenten 1971 Komponisten Tribune der UNESCO Paris 1972 und 1973 Hanns Eisler Preis des Rundfunks der DDR 1973 Martin Andersen Nexo Kunstpreis der Stadt Dresden 1975 Nationalpreis der DDR III Klasse fur Kunst und Literatur 1987 Nationalpreis der DDR II Klasse fur Kunst und Literatur 1992 Kritikerpreis Musik des Verbandes der Deutschen Kritiker 1993 Bundesverdienstkreuz 1 Klasse 2002 Sachsischer Verdienstorden 2008 Ernennung zum Officier des Ordre des Arts et des Lettres 2011 Goldene Medaille des Bayerischen RundfunksWerke Auswahl BearbeitenVokalmusik Bearbeiten Sonetti amorosi 1966 Ein Zeuge der Liebe die besiegt den Tod Gesange fur Sopran und Kammerorchester nach Tadeusz Rozewicz 1972 Psalm der Nacht fur sechzehnstimmigen Frauenchor Mannerstimmen Schlagwerk und Orgel 1976 Hymne an die Sonne 1977 Pax questuosa Der klagende Friede fur Soli drei Chore und Orchester 1982 Gib Licht meinen Augen oder ich entschlafe des Todes 1986 Ich bin eine rufende Stimme fur Soli drei Chore Kinderchor und Orchester 1996 1997 Buhnenwerke Opern Bearbeiten Weisse Rose 1967 1968 Oper in acht Bildern Libretto von seinem Bruder Ingo Zimmermann Die zweite Entscheidung 1970 Oper in sieben Bildern und drei Interludien Libretto Ingo Zimmermann Levins Muhle 1972 Oper in neun Bildern frei nach dem gleichnamigen Roman von Johannes Bobrowski Libretto von Ingo Zimmermann UA 27 Marz 1973 Staatsoper Dresden Der Schuhu und die fliegende Prinzessin 1976 Marchenoper nach Peter Hacks Der Schuhu und die fliegende Prinzessin in drei Abteilungen Libretto von Udo Zimmermann und Eberhard Schmidt UA 30 Dezember 1976 Dresden die Erstauffuhrung in der BRD war am Staatstheater Darmstadt EA 13 Mai 1977 Die wundersame Schustersfrau 1982 Oper in zwei Akten nach Federico Garcia Lorca UA 25 April 1982 Schlosstheater Schwetzingen Weisse Rose 1986 Kammeroper Szenen fur zwei Sanger und 15 Instrumentalisten nach Texten von Wolfgang Willaschek UA 27 Februar 1986 Opera Stabile Hamburg Instrumentalmusik Bearbeiten Dramatische Impressionen 1963 L Homme 1970 Sieh meine Augen 1970 Mutazoni per orchestra 1973 Sinfonia come un grande Lamento 1977 Songerie pour orchestre de chambre 1982 Canticum marianum Musik fur 12 Violoncelli 1984 Mein Gott wer trommelt denn da Reflexionen fur Orchester 1986 Nouveaux Divertissements d apres Rameau pour cor et orchestre de chambre 1988 Dans la marche 1994 Lieder von einer Insel Konzert fur Violoncello und Orchester Fur Jan Vogler 2009 Brahms Fanfare 2010 Konzert fur Violine und Orchester Fur Elena Denisova 2013 Film und Rundfunkmusik Bearbeiten Ein April hat 30 Tage 1978 Der Morgen 1980 DEFA Regie Konrad Weiss So spricht das Leben 1981 Die Generale 1986 Schatten 1987 DEFA Regie Konrad WeissSchriften BearbeitenFrank Geissler Hrsg Man sieht was man hort Udo Zimmermann uber Musik und Theater Reclam Leipzig 2003 ISBN 3 379 00810 9 Literatur BearbeitenBernd Rainer Barth Zimmermann Udo In Wer war wer in der DDR 5 Ausgabe Band 2 Ch Links Berlin 2010 ISBN 978 3 86153 561 4 Zimmermann Prof Udo In Wilfried W Bruchhauser Komponisten der Gegenwart im Deutschen Komponisten Interessenverband Ein Handbuch 4 Auflage Deutscher Komponisten Interessenverband Berlin 1995 ISBN 3 555 61410 X S 1452 Fritz Hennenberg Udo Zimmermann Bouvier Verlag Bonn 1992 ISBN 3 416 02384 6 Eckart Kroplin Operntheater in der DDR Zwischen neuer Asthetik und politischen Dogmen Henschel 2020 ISBN 978 3 89487 817 7 Udo Zimmermann In Sigrid Neef mit Hermann Neef Deutsche Oper im 20 Jahrhundert DDR 1949 1989 Lang Berlin 1992 S 532ff ISBN 3 86032 011 4 Felicitas Nicolai Udo Zimmermann In Komponisten der Gegenwart KDG Edition Text amp Kritik Munchen 1996 ISBN 978 3 86916 164 8 Weblinks BearbeitenWerke von und uber Udo Zimmermann im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Udo Zimmermann in der Internet Movie Database englisch Udo Zimmermann bei filmportal de Werkeverzeichnis von Udo Zimmermann auf Klassika info Biographie und Werke von Udo Zimmermann im Verlag Breitkopf amp Hartel Udo Zimmermann KDG Komponisten der Gegenwart im Munzinger Archiv Artikelanfang frei abrufbar Udo Zimmermann bei der Akademie der Kunste Berlin Udo Zimmermann bei der Sachsischen Akademie der Kunste Udo Zimmermann im Archiv Zeitgenossischer Komponisten der Sachsischen Landesbibliothek Staats und Universitatsbibliothek DresdenEinzelnachweise Bearbeiten Michael Ernst Weltburger aus Dresden In FAZ 22 Oktober 2021 abgerufen am 24 Oktober 2021 Udo Zimmermann im Alter von 78 Jahren gestorben In Spiegel Online 22 Oktober 2021 abgerufen am 22 Oktober 2021 Biographische Daten von Udo Zimmermann in Wer ist Wer Das deutsche Who s Who 2010 2011 50 Ausgabe Schmidt Romhild Verlagsgruppe Beleke Lubeck 2010 ISBN 978 3 7950 2050 7 Udo Zimmermann im Gesprach mit Attila Kornel 9 Februar 2015 zitiert nach Attila Kornel Tief unter uns nur Schweigen Die Asthetik der Stille in Udo Zimmermanns Kammeroper Weisse Rose In DIE TONKUNST Magazin fur klassische Musik und Musikwissenschaft Jg 11 Nr 3 Juli 2017 S 368 377 Reinhard J Brembeck Udo Zimmermann ist tot Abgerufen am 26 Oktober 2021 Udo Zimmermann nach Abschlusskonzert der musica viva ausgezeichnet nmz Online 13 Juli 2011 Attila Kornel Tief unter uns nur Schweigen Die Asthetik der Stille in Udo Zimmermanns Kammeroper Weisse Rose in DIE TONKUNST Magazin fur klassische Musik und Musikwissenschaft Jg 11 Nr 3 Juli 2017 S 368 377 Hanns Eisler Preistrager Peter Dorn Gerhard Rosenfeld Ruth Zechlin 1968 Siegfried Matthus Wolfgang Strauss 1969 Gerhard Rosenfeld 1970 Jurgen Elsner Inge Lammel 1971 Gerhard Tittel Peter Wicke Udo Zimmermann 1972 Friedrich Goldmann Rainer Kunad Hans Joachim Schulze Udo Zimmermann 1973 keine Verleihung 1974 Frank Volker Eichhorn Winfried Hontsch Friedrich Schenker 1975 Willy Focke 1976 Manfred Schubert Manfred Weiss 1977 Paul Heinz Dittrich Thomas Bottger 1978 Manfred Grabs Peter Herrmann Bert Poulheim 1979 Wilfried Kratzschmar Gunter Neubert H Johannes Wallmann 1980 Thomas Ehricht Bernd Franke Heinz Weitzendorf 1981 Gerd Domhardt Thomas Hertel 1982 Rainer Bohm Reiner Dennewitz Hans Peter Jannoch 1983 Ralf Hoyer Burkhard Meier Reinhard Pfundt Kurt Dietmar Richter 1984 Gunter Mayer 1985 Gottfried Glockner Fritz Hennenberg Reinhard Pfundt 1986 Walter Thomas Heyn Helmut Zapf 1987 Reinhard Wolschina Olav Kroger 1988 Johannes Schlecht Steffen Schleiermacher Frank Schneider 1989 Christian Munch Helmut Oehring Annette Schlunz 1990 Klaus Martin Kopitz David Citron Hans Tutschku 1991 Intendanten der Oper Leipzig Stadtische Theater Leipzig Heinrich Laube ab 1869 Friedrich Haase ab 1870 August Forster ab 1878 Max Staegemann ab 1882 Robert Volkner ab 1906 Max Martersteig ab 1912 Guido Barthol ab 1918 Hans Schuler ab 1933 Max Burghardt ab 1950 Johannes Arpe ab 1954 Karl Kayser ab 1958 Oper Leipzig Udo Zimmermann ab 1990 Henri Maier ab 2001 Alexander von Maravic ab 2007 Ulf Schirmer seit 2011 Normdaten Person GND 118772953 OGND AKS LCCN n81072969 VIAF 14889910 Wikipedia Personensuche PersonendatenNAME Zimmermann UdoKURZBESCHREIBUNG deutscher Komponist Regisseur Dirigent und IntendantGEBURTSDATUM 6 Oktober 1943GEBURTSORT DresdenSTERBEDATUM 22 Oktober 2021STERBEORT Dresden Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Udo Zimmermann amp oldid 219225788, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

buch

, bücher, bibliothek,

artikel

, lesen, herunterladen, kostenlos, kostenloser herunterladen, MP3, Video, MP4, 3GP, JPG, JPEG, GIF, PNG, Bild, Musik, Lied, Film, Buch, Spiel, Spiele