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Eine Vierfachbindung ist eine seltene Form der chemischen Bindung zwischen zwei Atomen, die über Elektronenpaare vermittelt wird (Elektronenpaarbindung). Zwischen den Atomen gewährleisten vier Paare von Bindungselektronen den Zusammenhalt des darauf aufbauenden Moleküls. Eine Vierfachbindung hat somit eine besonders hohe Elektronendichte und ist ein Zentrum negativer Ladung.

Octachloridodirhenat(III)-Ion

Inhaltsverzeichnis

Ein bekanntes Beispiel für die Vierfachbindung ist die Gruppe der Octahalodirhenat-Komplexionen Re2X82−. Neben dem bekanntesten davon, dem Octachloridodirhenat(III)-Ion (Re2Cl82−), zuerst als Vierfachbindung beschrieben 1964 von Frank Albert Cotton, sind derzeit auch Brom-, Iod- und – sehr selten – Fluor-Komplexe bekannt.

Re-Re-Vierfachbindung

Eine weitere Verbindung mit Vierfachbindung ist das tiefrote Dichrom(II)-tetraacetat-dihydrat Cr2(CH3COO)4(OH2)2, welches für eine Chrom(II)-verbindung relativ stabil ist. Sie wurde zuerst von Eugène-Melchior Péligot 1844 synthetisiert, ihr Charakter als Vierfachbindung aber erst viel später entdeckt.

Chrom(II)-acetat

In einer Computermodellierung konnte gezeigt werden, dass die Verbindung C(Fe)(CO)3 über eine Vierfachbindung verfügen sollte.

  • Wolfgang A. Herrmann, Fritz E. Kühn: Organorhenium Oxides. In: Accounts of chemical research.Band30,Nr.4, 1997,S.169–180, doi:10.1021/ar9601398 (englisch).
  • F. A. Cotton, R. A. Walton: Multiple Bonds Between Metal Atoms, Oxford University Press 1993.
  1. F. A. Cotton, C. B. Harris: The Crystal and Molecular Structure of Dipotassium Octachlorodirhenate(III) Dihydrate, K2[Re2Cl8]·2H2O. Inorg. Chem., Band 4, 1965, S. 330–333.
  2. Sowjetische Wissenschaftler fanden 1963 bereits kristallographische Hinweise auf eine Vierfachbindung in diesem Molekül, beschrieben aber die Struktur falsch. V. G. Kuznetsov, P. A. Koz'min, The structure of (pyH)HReCl4, Zhurnal Strukturnoi Khimii 1963, 4, 55–62.
  3. Gerd Blumenthal, Dietmar Linke, Siegfried Vieth: Chemie: Grundwissen für Ingenieure. 1. Auflage, Vieweg +Teubner, 2006, ISBN 978-3-519-03551-0, S. 327.
  4. Kalita, Rohman et al: Transition metal carbon quadruple bond: viability through single electron transmutation. In: Physical Chemistry Chemical Physics PCCP. 24. September 2020, doi:10.1039/D0CP03436C (englisch, rsc.org).

Vierfachbindung Form der chemischen Bindung zwischen zwei Atomen Sprache Beobachten Bearbeiten Weitergeleitet von D Bindung Eine Vierfachbindung ist eine seltene Form der chemischen Bindung zwischen zwei Atomen die uber Elektronenpaare vermittelt wird Elektronenpaarbindung Zwischen den Atomen gewahrleisten vier Paare von Bindungselektronen den Zusammenhalt des darauf aufbauenden Molekuls Eine Vierfachbindung hat somit eine besonders hohe Elektronendichte und ist ein Zentrum negativer Ladung Octachloridodirhenat III Ion Inhaltsverzeichnis 1 Beispiele 2 Siehe auch 3 Literatur 4 EinzelnachweiseBeispiele BearbeitenEin bekanntes Beispiel fur die Vierfachbindung ist die Gruppe der Octahalodirhenat Komplexionen Re2X82 Neben dem bekanntesten davon dem Octachloridodirhenat III Ion Re2Cl82 zuerst als Vierfachbindung beschrieben 1964 von Frank Albert Cotton 1 2 sind derzeit auch Brom Iod und sehr selten Fluor Komplexe bekannt Re Re Vierfachbindung Eine weitere Verbindung mit Vierfachbindung ist das tiefrote Dichrom II tetraacetat dihydrat Cr2 CH3COO 4 OH2 2 welches fur eine Chrom II verbindung relativ stabil ist 3 Sie wurde zuerst von Eugene Melchior Peligot 1844 synthetisiert ihr Charakter als Vierfachbindung aber erst viel spater entdeckt Chrom II acetat In einer Computermodellierung konnte gezeigt werden dass die Verbindung C Fe CO 3 uber eine Vierfachbindung verfugen sollte 4 Siehe auch BearbeitenDoppelbindungsregel Konjugation Chemie Literatur BearbeitenWolfgang A Herrmann Fritz E Kuhn Organorhenium Oxides In Accounts of chemical research Band 30 Nr 4 1997 S 169 180 doi 10 1021 ar9601398 englisch F A Cotton R A Walton Multiple Bonds Between Metal Atoms Oxford University Press 1993 Einzelnachweise Bearbeiten F A Cotton C B Harris The Crystal and Molecular Structure of Dipotassium Octachlorodirhenate III Dihydrate K2 Re2Cl8 2H2O Inorg Chem Band 4 1965 S 330 333 Sowjetische Wissenschaftler fanden 1963 bereits kristallographische Hinweise auf eine Vierfachbindung in diesem Molekul beschrieben aber die Struktur falsch V G Kuznetsov P A Koz min The structure of pyH HReCl4 Zhurnal Strukturnoi Khimii 1963 4 55 62 Gerd Blumenthal Dietmar Linke Siegfried Vieth Chemie Grundwissen fur Ingenieure 1 Auflage Vieweg Teubner 2006 ISBN 978 3 519 03551 0 S 327 Kalita Rohman et al Transition metal carbon quadruple bond viability through single electron transmutation In Physical Chemistry Chemical Physics PCCP 24 September 2020 doi 10 1039 D0CP03436C englisch rsc org Mehrfachbindungen Einfachbindung Doppelbindung Dreifachbindung Vierfachbindung Funffachbindung Sechsfachbindung Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Vierfachbindung amp oldid 207169401, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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