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Černá v Pošumaví (deutsch Schwarzbach) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt sieben Kilometer südöstlich von Horní Planá im Böhmerwald und gehört zum Okres Český Krumlov. Die Katasterfläche beträgt 5039 ha.

Černá v Pošumaví
Basisdaten
Staat: Tschechien Tschechien
Region: Jihočeský kraj
Bezirk: Český Krumlov
Fläche: 5047 ha
Geographische Lage: 48° 44′ N,14° 7′ O48.73815166666714.111225728Koordinaten:48° 44′ 17″ N,14° 6′ 40″ O
Höhe: 728 m n.m.
Einwohner: 824 (1. Jan. 2021)
Postleitzahl: 382 22 – 382 26
Kfz-Kennzeichen: C
Verkehr
Straße: Český KrumlovHorní Planá
Bahnanschluss: České Budějovice–Černý Kříž
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 6
Verwaltung
Bürgermeister: Irena Pekárková (Stand: 2018)
Adresse: Černá v Pošumaví 46
382 23 Černá v Pošumaví
Gemeindenummer: 545457
Website: www.cernavposumavi.cz
Lage von Černá v Pošumaví im Bezirk Český Krumlov
Černá v Pošumaví (Schwarzbach) bei Nacht
Černá v Pošumaví (Schwarzbach) bei Nacht

Inhaltsverzeichnis

Der Ort befindet sich in728 m n.m. beiderseits des Černý potok (Schwarzbach) am östlichen Ufer des Lipno-Stausees am Eingang in die Olšina-Bucht. Nordwestlich führt die Brücke der Staatsstraße 39 von Hořice na Šumavě nach Horní Planá über die Bucht, an deren gegenüberliegenden Ufer sich die Bahnstation Černá v Pošumaví der Strecke Český KrumlovVolary befindet. Černá v Pošumaví ist Ausgangspunkt der Staatsstraße 163, die südlich in Richtung Frymburk nad Vltavou führt. Bei Dolní Vltavice besteht in den Sommermonaten eine Fährverbindung zur Wüstung Kyselov an das westliche Ufer des Stausees.

Nachbarorte sind Mokrá im Nordosten, Muckov im Osten, Plánička im Südosten, Bližná im Südwesten sowie Hůrka und Žlábek im Nordwesten.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Černá v Pošumaví besteht aus den Ortsteilen

  • Bližná (Eggetschlag)48.72224722222214.095161944444766,
  • Černá v Pošumaví48.73815166666714.111225728
  • Dolní Vltavice (Unterwuldau, ab 1918: Untermoldau)48.69705916666714.076071111111726,
  • Mokrá (Mugrau)48.75867944444414.132306666667804,
  • Muckov (Mutzgern)48.73745514.152488611111792 und
  • Plánička (Planles)48.72298514.133791111111785.

Zu Černá v Pošumaví gehören außerdem die Hüttenkolonien

  • Jestřábí (Habichau H. [H. wohl für Haus oder Hof])48.72747333333314.085971111111731,
  • Radslav (Rathschlag)48.71630055555614.075881944444758

sowie die Weiler, Einschichten und Feriensiedlungen

  • Bednáře (Emmern)48.73833722222214.163680833333795,
  • Hostínova Lhota (Hossenschlag)48.743962514.160323055556815
    (250 m südöstlich des Siedlungsplatzes, westlich eines836 m n.m. hohen Berges liegt das/der Hauer H. [H. wohl für Haus oder Hof]48.74242611111114.163055277778801),
  • Jámy (Kohlgruben)48.72914194444414.1487525770,
  • Lesní Domky (auch: Plánička hájenka oder Plánička – Lesní Domky) (Waldhäuser)48.71639861111114.130070555556757,
  • Rybáře (Fischbäckern)48.72853222222214.162538055556780,
  • Slavkovice (Schlackern)48.73956083333314.133248055556760,
  • U Baštýře48.75336277777814.120439444444745 und
  • Ořechovka48.771252514.112913611111997.

Auf Gemeindegebiet befinden sich zudem am Südwestufer des Lipnostausees nahe der österreichischen Grenze die Wüstungen

  • Kyselov (Sarau)48.68533416666714.067889166667731 und
  • Kozí Stráň (Geißleiten)48.69054583333314.031172777778746 etwa 400 m ostsüdöstlich des769 m n.m. hohen Berges Kozí stráň48.69253527777814.025970833333769.

Weitere aufgelassene Orte sind u. a. Kramolín (Gromling)48.73714777777814.175873333333780, Nová Lhota (Neustift)48.71016514.134935555556750, Hubenov (Hubene)48.74818472222214.144839722222810 und der Faschingův dvůr (Fasching Hof)48.75428444444414.152205555556833.

Grundsiedlungseinheiten sind Bližná, Černá v Pošumaví, Dolní Vltavice, Kyselov, Mokrá, Muckov und Plánička.

Der Bahnhof (tschechisch nádraží) „Černá v Pošumaví“ der Tschechischen Bahnen (ČD) befindet sich in der Ortschaft Hůrka (deutsch Stuben) der Gemeinde Horní Planá (deutsch Ober Plan), etwa 900 m südöstlich der Ortslage Stará Hůrka (d. h. „Alt“-Hůrka) und etwa 400 m westnordwestlich der früheren Graphitbergbaugrube.
f1 Karte mit allen Koordinaten des Abschnitts Gemeindegliederung:OSM.

Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Katastralbezirke Černá v Pošumaví und Kyselov.

Nachbargemeinden

Die erste schriftliche Erwähnung des Dorfes erfolgte mit 27. März 1268 unter der Bezeichnung Na tscherne rece (Na černé řece / Am schwarzen Bach) in einer lateinischen Schenkungsurkunde des Hirz von Klingenberg an das Kloster Goldenkron. Hirz stammte aus dem Rheinland und wird im Tschechischen als Hrz ze Zvíkova bezeichnet. Ab etwa 1250 war er Burggraf von Klingenberg (Zvíkov) und starb am 13. März 1275.

Der Ort war dem Wirtschaftshof des Klosters Goldenkron in Mugrau (Mokrá) unterstellt. Nach der Zerstörung des Klosters durch die Hussiten im Jahre 1420 eignete sich Ulrich II. von Rosenberg den Ort an und verleibte ihn der Herrschaft Krummau ein. Sitz der niederen Gerichtsbarkeit wurde Unterwuldau (Dolní Vltavice). Im Urbar 1445 steht Szwarczpach. In Folge kommt auch die Bezeichnung Czerna für den Ort vor; ab 1502 (bis 1945) jedoch nur noch Schwarzbach in verschiedensten Schreibweisen. Seit 1510 hatte Schwarzbach einen Richter und 1585 erhielt der Ort eine eigne niedere Gerichtsbarkeit. Im Ort entstand ein Schloss und 1568 errichtete Jakob Krčín von Jelčany daneben die Schlossbrauerei und die Mühle. Durch Schwarzbach führte eine alte Handelsstraße, die Krummau mit Aigen und Passau verband.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden bei Schwarzbach und Stuben (Hůrka) Graphitlager entdeckt. Die Einwohner gruben nach dem schwarzen Mineral, um es als Schmier- oder Schwärzungsmittel zu verwenden. 1767 wurde das Schwarzbacher Graphit in Prag bekannt und wenig später auch in Wien und dem benachbarten Bayern. Auf Grund des gestiegenen Interesses und erweiterter Verwendungsmöglichkeiten, nachdem Joseph Hardtmuth 1790 ein Verfahren zur Herstellung von Bleistiftminen aus Graphit entwickelt hatte, wurde 1811 das Mineral dem Bergregal unterstellt und Joseph Fürst von Schwarzenberg mutete die Graphitlager in seiner Herrschaft und begann im Jahr darauf mit dem bergmännischen Abbau. Abnehmer des Rohstoffes war Hardtmuth, dessen Unternehmen seinen Sitz von Wien nach Budweis verlegte und mit der Marke Koh-i-Noor Hardtmuth weltbekannt wurde. Auch im nahegelegenen Goldenkron wurden Bleistifte aus dem Graphit von Schwarzbach und Stuben gefertigt. Daneben exportierten die Graphitwerke das Mineral in viele Länder. 1841 lebten 341 Einwohner in Schwarzbach. Bis zur Ablösung der Patrimonialherrschaften blieb Schwarzbach der Herrschaft Krummau untertänig und wurde 1850 zur selbstständigen Gemeinde. Am Graphitbergwerk rechtsseitig des Olschbaches entstand die Bahnstation Schwarzbach-Stuben. Weitere Gruben befanden sich bei Eggetschlag (Bližná) und Mugrau (Mokrá). Um 1870 beschäftigte der Graphitbergbau in der Gegend etwa 1000 Bergarbeiter. Nach einem Preissturz wurden ab 1930 die Graphitförderung eingestellt und im Jahre 1942 die Schwarzenberger Bergwerksbetriebe aufgelöst. Nach der Verstaatlichung des Bergbaus im Jahre 1948 erfolgte die Wiederaufnahme der Grube „Václav“ in Bližná. Der Bergbau von Černá und Hůrka wurde nicht wieder aufgenommen. Durch den 1952 begonnenen Talsperrenbau an der Moldau wurde 1959 auch das Tal der Olšina (Olschbach) geflutet. Černá, dessen größtes Gewässer bis dahin der kleine Bach Černý potok (Schwarzbach) war, der nordwestlich des Dorfes in die Olšina mündete, wandelte sich seither in einen Erholungsort, an dem Campingplätze und Ferienunterkünfte entstanden.

Heute ist der Ort Černá v Pošumaví, der an der mit zehn Kilometern breitesten Stelle des Lipnostausees liegt, ein Wassersportzentrum des Sees.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Gesamt Männer Frauen Bližná Černá Dolní Vltavice Mokrá Muckov Plánička
1869 2.029 k. A. k. A. 261 378 540 433 202 215
1900 2.507 k. A. k. A. 359 529 692 511 203 213
1930 2.442 k. A. k. A. 364 533 670 451 194 230
1950 711 k. A. k. A. 91 268 68 138 75 71
1961 750 400 350 120 367 31 85 79 68
1970 845 431 414 124 486 39 63 92 41
1980 807 419 388 93 561 23 41 69 20
1990 796 413 383 100 582 18 26 55 15
  • Kirche der unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria - Černá v Pošumaví48.73782472222214.11085729, 1799–1800 anstelle eines hölzernen Vorgängerbaus aus dem Jahre 1787 errichtet und zwischen 1901 und 1904 im neoromanischen Stil umgestaltet und mit einem Turm versehen;
  • Statue des hl. Johannes Nepomuk;
  • Kapelle bei Dolní Vltavice;
  • Kapellchen Martersäule.

Große Teile des Gemeindegebietes von Černá v Pošumaví liegen heute im Biosphärenreservat Šumava und zeichnen sich durch eine sehr artenreiche Natur aus.

Commons: Černá v Pošumaví – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. http://www.uir.cz/obec/545457/Cerna-v-Posumavi
  2. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2021 (PDF; 349 kB)
  3. http://www.uir.cz/casti-obce-obec/545457/Obec-Cerna-v-Posumavi
  4. Černá v Pošumaví. In: infoservis.ckrumlov.info. Město Český Krumlov (Stadtverwaltung Krummau); abgerufen am 1. Januar 1900 (deutsch, XHTML).
  5. Kartenviewer masrozkvet.cz, mapy.cz und mapy.ckrumlov.cz, auch mit Flurkarte in masrozkvet.cz und Historischer Karte in masrozkvet.cz und mapy.cz, sowie beides kombiniert in masrozkvet.cz. Aufgerufen und empfangen am 17. Februar 2016.
  6. http://www.uir.cz/zsj-obec/545457/Obec-Cerna-v-Posumavi
  7. Horní Planá. In: infoservis.ckrumlov.info. Město Český Krumlov (Stadtverwaltung Krummau); abgerufen am 1. Januar 1900 (deutsch, XHTML).
  8. http://www.uir.cz/katastralni-uzemi-obec/545457/Obec-Cerna-v-Posumavi
  9. Historie trochu podrobněji auf cernavposumavi.cz.
  10. http://www.historie.hranet.cz/heraldika/pdf/cmh2-251-278.pdf, S. 274.
  11. https://www.hrad-zvikov.cz/cs/o-hradu/historie
  12. Heinrich Reininger: Majetky kláštera zlatokorunského, online auf kohoutikriz.org (tschechisch).
  13. Urbar 1445, derzeit im SOA Cesky Krumlov.
  14. Schwarzbach auf bwb-ooe.at.
  15. Geschichte des Bergbaus in der Stadt Český Krumlov. In: encyklopedie.ckrumlov.cz. Město Český Krumlov (Stadtverwaltung Krummau); abgerufen am 1. Januar 1900
Normdaten (Geografikum): GND:7625783-6(OGND, AKS) | VIAF:236155236

Cerna v Posumavi Gemeinde in Tschechien Sprache Beobachten Bearbeiten Cerna v Posumavi deutsch Schwarzbach ist eine Gemeinde in Tschechien Sie liegt sieben Kilometer sudostlich von Horni Plana im Bohmerwald und gehort zum Okres Cesky Krumlov Die Katasterflache betragt 5039 ha Cerna v PosumaviBasisdatenStaat Tschechien TschechienRegion Jihocesky krajBezirk Cesky KrumlovFlache 5047 1 haGeographische Lage 48 44 N 14 7 O 48 738151666667 14 111225 728 Koordinaten 48 44 17 N 14 6 40 OHohe 728 m n m Einwohner 824 1 Jan 2021 2 Postleitzahl 382 22 382 26Kfz Kennzeichen CVerkehrStrasse Cesky Krumlov Horni PlanaBahnanschluss Ceske Budejovice Cerny KrizStrukturStatus GemeindeOrtsteile 6VerwaltungBurgermeister Irena Pekarkova Stand 2018 Adresse Cerna v Posumavi 46 382 23 Cerna v PosumaviGemeindenummer 545457Website www cernavposumavi czLage von Cerna v Posumavi im Bezirk Cesky KrumlovCerna v Posumavi Schwarzbach bei Nacht Cerna v Posumavi Schwarzbach bei Nacht Inhaltsverzeichnis 1 Geographie 1 1 Gemeindegliederung 1 2 Nachbargemeinden 2 Geschichte 2 1 Bevolkerungsentwicklung 3 Sehenswurdigkeiten 4 Natur 5 Weblinks 6 EinzelnachweiseGeographie BearbeitenDer Ort befindet sich in 728 m n m beiderseits des Cerny potok Schwarzbach am ostlichen Ufer des Lipno Stausees am Eingang in die Olsina Bucht Nordwestlich fuhrt die Brucke der Staatsstrasse 39 von Horice na Sumave nach Horni Plana uber die Bucht an deren gegenuberliegenden Ufer sich die Bahnstation Cerna v Posumavi der Strecke Cesky Krumlov Volary befindet Cerna v Posumavi ist Ausgangspunkt der Staatsstrasse 163 die sudlich in Richtung Frymburk nad Vltavou fuhrt Bei Dolni Vltavice besteht in den Sommermonaten eine Fahrverbindung zur Wustung Kyselov an das westliche Ufer des Stausees Nachbarorte sind Mokra im Nordosten Muckov im Osten Planicka im Sudosten Blizna im Sudwesten sowie Hurka und Zlabek im Nordwesten Gemeindegliederung Bearbeiten Die Gemeinde Cerna v Posumavi besteht aus den Ortsteilen 3 4 Blizna Eggetschlag 48 722247222222 14 095161944444 766 Cerna v Posumavi 48 738151666667 14 111225 728 Dolni Vltavice Unterwuldau ab 1918 Untermoldau 48 697059166667 14 076071111111 726 Mokra Mugrau 48 758679444444 14 132306666667 804 Muckov Mutzgern 48 737455 14 152488611111 792 und Planicka Planles 48 722985 14 133791111111 785 5 Zu Cerna v Posumavi gehoren ausserdem die Huttenkolonien 4 Jestrabi Habichau H H wohl fur Haus oder Hof 48 727473333333 14 085971111111 731 Radslav Rathschlag 48 716300555556 14 075881944444 758 sowie die Weiler Einschichten und Feriensiedlungen Bednare Emmern 48 738337222222 14 163680833333 795 Hostinova Lhota Hossenschlag 48 7439625 14 160323055556 815 250 m sudostlich des Siedlungsplatzes westlich eines 836 m n m hohen Berges liegt das der Hauer H H wohl fur Haus oder Hof 48 742426111111 14 163055277778 801 Jamy Kohlgruben 48 729141944444 14 1487525 770 Lesni Domky auch Planicka hajenka oder Planicka Lesni Domky Waldhauser 48 716398611111 14 130070555556 757 Rybare Fischbackern 48 728532222222 14 162538055556 780 Slavkovice Schlackern 48 739560833333 14 133248055556 760 U Bastyre 48 753362777778 14 120439444444 745 und Orechovka 48 7712525 14 112913611111 997 5 Auf Gemeindegebiet befinden sich zudem am Sudwestufer des Lipnostausees nahe der osterreichischen Grenze die Wustungen Kyselov Sarau 48 685334166667 14 067889166667 731 und Kozi Stran Geissleiten 48 690545833333 14 031172777778 746 etwa 400 m ostsudostlich des 769 m n m hohen Berges Kozi stran 48 692535277778 14 025970833333 769 5 Weitere aufgelassene Orte sind u a Kramolin Gromling 48 737147777778 14 175873333333 780 Nova Lhota Neustift 48 710165 14 134935555556 750 Hubenov Hubene 48 748184722222 14 144839722222 810 und der Faschinguv dvur Fasching Hof 48 754284444444 14 152205555556 833 5 Grundsiedlungseinheiten sind Blizna Cerna v Posumavi Dolni Vltavice Kyselov Mokra Muckov und Planicka 6 Der Bahnhof tschechisch nadrazi Cerna v Posumavi der Tschechischen Bahnen CD 4 befindet sich in der Ortschaft Hurka deutsch Stuben der Gemeinde Horni Plana 7 deutsch Ober Plan etwa 900 m sudostlich der Ortslage Stara Hurka d h Alt Hurka und etwa 400 m westnordwestlich der fruheren Graphitbergbaugrube 5 f1 Karte mit allen Koordinaten des Abschnitts Gemeindegliederung OSM Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Katastralbezirke Cerna v Posumavi und Kyselov 8 Nachbargemeinden Bearbeiten Polna na Sumave Horice na SumaveHorni Plana Aigen Schlagl Frymburk nad Vltavou SvetlikGeschichte BearbeitenDie erste schriftliche Erwahnung des Dorfes erfolgte mit 27 Marz 1268 unter der Bezeichnung Na tscherne rece Na cerne rece Am schwarzen Bach in einer lateinischen Schenkungsurkunde des Hirz von Klingenberg an das Kloster Goldenkron 4 Hirz stammte aus dem Rheinland 9 und wird im Tschechischen als Hrz ze Zvikova 10 bezeichnet Ab etwa 1250 war er Burggraf von Klingenberg Zvikov 11 und starb am 13 Marz 1275 9 12 Der Ort war dem Wirtschaftshof des Klosters Goldenkron in Mugrau Mokra unterstellt Nach der Zerstorung des Klosters durch die Hussiten im Jahre 1420 eignete sich Ulrich II von Rosenberg den Ort an und verleibte ihn der Herrschaft Krummau ein 4 Sitz der niederen Gerichtsbarkeit wurde Unterwuldau Dolni Vltavice Im Urbar 1445 steht Szwarczpach 13 In Folge kommt auch die Bezeichnung Czerna fur den Ort vor ab 1502 bis 1945 jedoch nur noch Schwarzbach in verschiedensten Schreibweisen 14 Seit 1510 hatte Schwarzbach einen Richter und 1585 erhielt der Ort eine eigne niedere Gerichtsbarkeit Im Ort entstand ein Schloss und 1568 errichtete Jakob Krcin von Jelcany daneben die Schlossbrauerei und die Muhle 4 Durch Schwarzbach fuhrte eine alte Handelsstrasse die Krummau mit Aigen und Passau verband In der zweiten Halfte des 18 Jahrhunderts wurden bei Schwarzbach und Stuben Hurka Graphitlager entdeckt Die Einwohner gruben nach dem schwarzen Mineral um es als Schmier oder Schwarzungsmittel zu verwenden 1767 wurde das Schwarzbacher Graphit in Prag bekannt und wenig spater auch in Wien und dem benachbarten Bayern 4 15 Auf Grund des gestiegenen Interesses und erweiterter Verwendungsmoglichkeiten nachdem Joseph Hardtmuth 1790 ein Verfahren zur Herstellung von Bleistiftminen aus Graphit entwickelt hatte wurde 1811 das Mineral dem Bergregal unterstellt und Joseph Furst von Schwarzenberg mutete die Graphitlager in seiner Herrschaft und begann im Jahr darauf mit dem bergmannischen Abbau Abnehmer des Rohstoffes war Hardtmuth dessen Unternehmen seinen Sitz von Wien nach Budweis verlegte und mit der Marke Koh i Noor Hardtmuth weltbekannt wurde Auch im nahegelegenen Goldenkron wurden Bleistifte aus dem Graphit von Schwarzbach und Stuben gefertigt Daneben exportierten die Graphitwerke das Mineral in viele Lander 1841 lebten 341 Einwohner in Schwarzbach Bis zur Ablosung der Patrimonialherrschaften blieb Schwarzbach der Herrschaft Krummau untertanig und wurde 1850 zur selbststandigen Gemeinde Am Graphitbergwerk rechtsseitig des Olschbaches entstand die Bahnstation Schwarzbach Stuben Weitere Gruben befanden sich bei Eggetschlag Blizna und Mugrau Mokra Um 1870 beschaftigte der Graphitbergbau in der Gegend etwa 1000 Bergarbeiter Nach einem Preissturz wurden ab 1930 die Graphitforderung eingestellt und im Jahre 1942 die Schwarzenberger Bergwerksbetriebe aufgelost Nach der Verstaatlichung des Bergbaus im Jahre 1948 erfolgte die Wiederaufnahme der Grube Vaclav in Blizna Der Bergbau von Cerna und Hurka wurde nicht wieder aufgenommen Durch den 1952 begonnenen Talsperrenbau an der Moldau wurde 1959 auch das Tal der Olsina Olschbach geflutet Cerna dessen grosstes Gewasser bis dahin der kleine Bach Cerny potok Schwarzbach war der nordwestlich des Dorfes in die Olsina mundete wandelte sich seither in einen Erholungsort an dem Campingplatze und Ferienunterkunfte entstanden Heute ist der Ort Cerna v Posumavi der an der mit zehn Kilometern breitesten Stelle des Lipnostausees liegt ein Wassersportzentrum des Sees Bevolkerungsentwicklung Bearbeiten Jahr Gesamt Manner Frauen Blizna Cerna Dolni Vltavice Mokra Muckov Planicka1869 2 029 k A k A 261 378 540 433 202 2151900 2 507 k A k A 359 529 692 511 203 2131930 2 442 k A k A 364 533 670 451 194 2301950 711 k A k A 91 268 68 138 75 711961 750 400 350 120 367 31 85 79 681970 845 431 414 124 486 39 63 92 411980 807 419 388 93 561 23 41 69 201990 796 413 383 100 582 18 26 55 15Sehenswurdigkeiten BearbeitenKirche der unbefleckten Empfangnis der Jungfrau Maria Cerna v Posumavi 48 737824722222 14 11085 729 1799 1800 anstelle eines holzernen Vorgangerbaus aus dem Jahre 1787 errichtet und zwischen 1901 und 1904 im neoromanischen Stil umgestaltet und mit einem Turm versehen Statue des hl Johannes Nepomuk Kapelle bei Dolni Vltavice Kapellchen Martersaule Natur BearbeitenGrosse Teile des Gemeindegebietes von Cerna v Posumavi liegen heute im Biospharenreservat Sumava und zeichnen sich durch eine sehr artenreiche Natur aus Weblinks Bearbeiten Commons Cerna v Posumavi Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Website der Gemeinde auf cernavposumavi cz Historische Informationen uber die Gemeinde auf bwb ooe at Cerna v Posumavi In infoservis ckrumlov info Mesto Cesky Krumlov Stadtverwaltung Krummau abgerufen am 1 Januar 1900 Einzelnachweise Bearbeiten http www uir cz obec 545457 Cerna v Posumavi Cesky statisticky urad Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1 Januar 2021 PDF 349 kB http www uir cz casti obce obec 545457 Obec Cerna v Posumavi a b c d e f g Cerna v Posumavi In infoservis ckrumlov info Mesto Cesky Krumlov Stadtverwaltung Krummau abgerufen am 1 Januar 1900 deutsch XHTML a b c d e Kartenviewer masrozkvet cz mapy cz und mapy ckrumlov cz auch mit Flurkarte in masrozkvet cz und Historischer Karte in masrozkvet cz und mapy cz sowie beides kombiniert in masrozkvet cz Aufgerufen und empfangen am 17 Februar 2016 http www uir cz zsj obec 545457 Obec Cerna v Posumavi Horni Plana In infoservis ckrumlov info Mesto Cesky Krumlov Stadtverwaltung Krummau abgerufen am 1 Januar 1900 deutsch XHTML http www uir cz katastralni uzemi obec 545457 Obec Cerna v Posumavi a b Historie trochu podrobneji auf cernavposumavi cz http www historie hranet cz heraldika pdf cmh2 251 278 pdf S 274 https www hrad zvikov cz cs o hradu historie Heinrich Reininger Majetky klastera zlatokorunskeho online auf kohoutikriz org tschechisch Urbar 1445 derzeit im SOA Cesky Krumlov Schwarzbach auf bwb ooe at Geschichte des Bergbaus in der Stadt Cesky Krumlov In encyklopedie ckrumlov cz Mesto Cesky Krumlov Stadtverwaltung Krummau abgerufen am 1 Januar 1900 Stadte und Gemeinden im Okres Cesky Krumlov Bezirk Krumau Benesov nad Cernou Besednice Bohdalovice Boletice TrUbPl Brloh Bujanov Cerna v Posumavi Cesky Krumlov Dolni Dvoriste Dolni Trebonin Frymburk Holubov Horni Dvoriste Horni Plana Horice na Sumave Chlumec Chvalsiny Kajov Kaplice Kremze Lipno nad Vltavou Loucovice Malonty Malsin Mirkovice Mojne Netrebice Nova Ves Omlenice Pohorska Ves Polna na Sumave Predni Vyton Pridoli Prisecna Rozmberk nad Vltavou Rozmital na Sumave Sobenov Srnin Stritez Svetlik Velesin Vetrni Vezovata Plane Vyssi Brod Zlata Koruna Zubcice Zvikov Normdaten Geografikum GND 7625783 6 OGND AKS VIAF 236155236 Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Cerna v Posumavi amp oldid 210513095, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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