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Betrachtet wird im Folgenden die Verteilung der Anzahl der Arztkontakte von Patienten unter den Versicherten der Gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland im Jahr 2007.

  • 25 % gehen 1 bis 4 Mal im Jahr zum Arzt.
  • 25 % gehen 5 bis 10 Mal im Jahr zum Arzt.
  • 25 % gehen 11 bis 22 Mal im Jahr zum Arzt.
  • Die 25 %, die mehr als 22 Mal im Jahr beim Arzt sind, sind im Mittel 40 Mal pro Jahr beim Arzt und sorgen für 60 % aller Arztbesuche.

Die Anzahl der Arztkontakte ist stark vom Gesundheitszustand abhängig. Deshalb gehen ältere Menschen deutlich häufiger zum Arzt als jüngere. Frauen im Alter zwischen 20 und 34 Jahren gehen etwa doppelt so häufig zum Arzt wie Männer gleichen Alters. Ab Alter 75 gehen Männer häufiger zum Arzt als Frauen. 50 % der Arztbesuche werden von nur 16 % der Versicherten gemacht. Da die Statistik aus Abrechnungsdaten erstellt wurde, sind Personen, die während eines Jahres nie einen Arzt aufsuchten, nicht berücksichtigt.

Der Durchschnitt der Anzahl der ambulanten Arztbesuche pro Jahr liegt in Deutschland unterschiedlichen Berichten und Analysen zufolge bei 16, 16,3, 17,1, oder 18,1. Da die Zahl der Arztbesuche vom Gesundheitszustand der Patienten abhängt, und dieser vom Alter der Patienten, hängt die Entwicklung der durchschnittlichen Zahl der Arztkontakte von der demografischen Entwicklung ab. Bei Vergleichen zwischen unterschiedlichen Jahren oder Ländern muss dies berücksichtigt werden.

International sind die Zahlen in Deutschland hoch. Nur in Japan, der Slowakei, Tschechien und Ungarn sind sie auf vergleichbarem Niveau.

Die Krankenkassen vertreten die Auffassung, dass durch die Ablösung der Krankenscheine durch die Krankenversicherungskarte dieses Patientenverhalten erleichtert wurde. Eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK hat dies im Jahr 1999 widerlegt. Die wesentlichen Ergebnisse dieser Studie waren:

  1. Nur von einem kleinen Anteil der Versicherten wurden in einem Quartal mehrere Ärzte gleicher Fachrichtung aufgesucht; ein Missbrauch war die Ausnahme.
  2. Die wichtigsten Gründe der Patienten für einen Arztwechsel waren Unzufriedenheit mit dem bisherigen Arzt oder das Einholen einer Zweitmeinung.
  3. Nur ein sehr kleiner Teil von Versicherten besuchte mehrere Ärzte, um sich mehrfach Medikamente verordnen zu lassen.

Daten aus den 1990er Jahren ergaben, dass sich die Zahl der Arztbesuche durch die Versicherten nicht deutlich erhöht hat, es gab lediglich eine Verschiebung zu Gunsten der Fachärzte, die häufiger ohne vorheriges Konsultieren des Hausarztes aufgesucht wurden.

Das Zentralinstitut für kassenärztliche Versorgung der KBV befragte 1995 Ärzte in drei Kassenärztlichen Vereinigungen. Davon berichteten lediglich 7 Prozent von einzelnen Missbrauchsfällen. Das Deutsche Ärzteblatt sprach daraufhin von einer bundesweiten „Betrugsquote“ von 0,014 % (dpa vom 8. November 1995).

Hausärzte werden in Deutschland mit jährlich knapp sieben Kontakten am häufigsten aufgesucht. Ähnlich hohe Arztkontaktraten gibt es sonst nur in Japan oder Tschechien.

Grundlage für folgende Auswertungen waren Daten von 1,4 Millionen GEK-Versicherten in 8,3 Millionen Behandlungsfällen und mit 27 Millionen ICD-Diagnoseschlüsseln aus dem Jahr 2004. 91 % der Versicherten hatten mindestens einen Arztkontakt. Durchschnittlich gab es je Bürger 16,3 Arztkontakte. Für das Jahr 2008 weist die im Jahr 2010 vorgestellte GEK-Studie 18,1 Arztkontakte pro gesetzlich Versichertem auf. Darin nicht eingeschlossen sind Kontakte zum Zahnarzt, Betriebsarzt, Amtsarzt, Krankenhaus und zu anderen Behandlern wie Hebammen, Heilpraktikern, Physio- und Ergotherapeuten und zu Privatärzten.

Zwei Drittel der deutschen Bevölkerung gehen mindestens einmal jährlich zum Hausarzt, im Schnitt jeder Einwohner 6,6-mal pro Jahr. 10 % der Versicherten weisen eine hohe Kontaktrate bei ambulanten Leistungen auf. Auf sie entfallen gut ein Drittel aller Arztkontakte und 43 % der Behandlungskosten. 1 % der Versicherten verursacht ca. 13 % der Kosten.

Die meisten Patienten sind ihrem Arzt allerdings eher treu. 2004 gingen 66,3 % der Bevölkerung mindestens einmal zu einem Allgemeinarzt, von diesen suchten 74,5 % nur einen Arzt dieser Fachrichtung auf, 20,5 % zwei Ärzte, 4 % drei Ärzte und 1 % vier und mehr Ärzte. 25,7 % der Bevölkerung suchten einen Frauenarzt auf, von diesen 56,3 % nur einen Arzt dieser Fachrichtung, 36,3 % zwei Ärzte, 5,8 % drei Ärzte und 1,7 % vier oder mehr.

Deutsche Primär- (Haus-) Ärzte haben im Schnitt 243 Patienten pro Woche, in anderen in unten genannter Studie untersuchten Industrieländern sind es meist zwischen 102 und 154. Die Zeit pro Patientenkontakt lag international im Mittel zwischen elf und 19 Minuten, in Deutschland bei unter acht Minuten. Eine der Ursachen der verbreiteten Unzufriedenheit deutscher Hausärzte könnte in ihrer Belastung durch die höhere Zahl von kürzeren Patientenkontakten liegen.

Nur neun Prozent der deutschen Bevölkerung haben 2006 keinen einzigen niedergelassenen Arzt aufgesucht. Die Zahl der ambulant psychotherapeutisch Behandelten nahm seit dem Jahr 2000 um 61 % auf circa 730.000 Patienten 2006 zu. Die Zahlen basieren auf Auswertungen aller Behandlungs- und Diagnosedaten von Vertragsärzten für die knapp 1,6 Millionen Versicherten der Gmünder Ersatzkasse (GEK), die auf die deutsche Gesamtbevölkerung hochgerechnet wurden. Demnach dürften 2006 91 % der Bevölkerung Kontakt zu mindestens einem Kassenarzt oder -Psychotherapeuten gehabt haben. Darin enthalten sind keine Zahnarztbesuche. 48,5 % der Bevölkerung haben mindestens vier Ärzte oder Psychotherapeuten aufgesucht. Pro Kopf der Bevölkerung wurden im Schnitt 6,8 Behandlungsfälle (Quartalsabrechnungen) registriert sowie 17,1 Behandlerkontakte (also 2,3 Kontakte je Quartalsabrechnung). Das ist im internationalen Vergleich ein Spitzenwert. Verglichen mit dem Jahr 2004 sei die Zahl der Kontakte nach diesen Berechnungen um etwa fünf Prozent gestiegen.

Die Gründe für das Ärztehopping können höchst unterschiedlicher Natur sein. Eine Ursache ist fehlendes Vertrauen in den Hausarzt oder den behandelnden Arzt oder die Ärzteschaft insgesamt. Häufig dürfte das Ärztehopping krankheitsbedingt sein, so beispielsweise bei psychischen Erkrankungen, besonders bei somatoformen Störungen wie der hypochondrischen Störung. Ärztehopping tritt auch bei medikamentenabhängigen Menschen auf, die eine große Zahl von Ärzten aufsuchen, um sich die benötigten Medikamente verschreiben zu lassen, und bei unheilbar Erkrankten, die sich von der Konsultation möglichst vieler Ärzte doch noch eine Heilungschance versprechen. Eine Ursache für scheinbares Ärztehopping kann auch ein Missbrauch der Krankenversicherungskarte durch mehrere Personen sein.

Nicht zu unterschätzen ist die organisatorische Qualität einer Arztpraxis: Oft kommt es nach einem Arzt-Patienten-Kontakt zu Rückfragen der Patienten z. B. bezüglich der Medikamenteneinnahme oder des weiteren Vorgehens. Teilweise vermeiden einzelne Fachärzte (z. B. nach Röntgenaufnahmen oder einer Magen-/Darmspiegelung) die Besprechung des Befundes und verweisen auf den überweisenden Kollegen.

Aufgrund der Fallzahlbegrenzung und Budgetierungen der Vergütung pro Patient schließen viele Praxen mehrere Wochen im Jahr. Patienten haben keine andere Wahl, als in dieser Zeit eine Vertretung aufzusuchen.

Die Regeln der Abrechnung für gesetzlich versicherte Patienten fördern mehrfache Kontakte im Quartal durch Zuschläge bei einem zweiten Kontakt (Chronikerregelung).

Für die privaten Krankenversicherungen, bei denen Privatpatienten versichert sind, führt Ärztehopping zu Mehrausgaben, denn ärztliche Leistungen und Untersuchungen werden dabei mehrfach durchgeführt und müssen auch entsprechend vergütet werden. Für gesetzliche Krankenkassen erhöht sich durch Ärztehopping die Gesamtvergütung, die an Vertragsärzte (früher: Kassenärzte) gezahlt wird, nicht, denn sie ist budgetiert. Ärztehopping führt dort aber zu einem Verfall des Punktwertes der Leistungen, mit anderen Worten: Der Vertragsarzt erhält weniger Honorar pro Leistung. Außerdem schlägt sich Ärztehopping durch die höhere Anzahl an Rezepten, die die einzelnen Ärzte ausstellen, auf die Arzneimittelkosten nieder. Aber auch hier greifen Begrenzungsmaßnahmen, denn auch Arzneikosten sind für gesetzlich versicherte Patienten budgetiert.

Für den Patienten ist Ärztehopping nicht ungefährlich, denn es kann beispielsweise bei verschiedener Medikation zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen, die wiederum behandelt werden müssen und erneut zu unnötigen Kosten führen. Bei psychischen Grunderkrankungen kann Ärztehopping zur Chronifizierung des Syndroms beitragen und somatische Fehlbehandlung provozieren.

Andererseits kann ein Patient durch Arztwechsel einen kompetenteren Arzt finden, der seine Krankheit besser behandelt oder heilt. Dadurch kann auch die Krankenkasse Kosten sparen.

Sanktionen im Sinne von Strafen oder Leistungsbegrenzungen gegen das Ärztehopping gibt es grundsätzlich nicht. Die Einführung der Praxisgebühr konnte als ein Versuch des Gesetzgebers gesehen werden, unnötige Arztbesuche einzuschränken. Ärzte und Krankenkassen können in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit versuchen, die Gründe für das Ärztehopping zu analysieren und beratend auf ihre Versicherten und Patienten einzuwirken und Alternativen aufzuzeigen. Um solche Maßnahmen ergreifen zu können, muss das Arzthopping jedoch bekannt sein. Anhaltspunkte für die Krankenkassen können beispielsweise Arzneimitteldaten und Abrechnungen der kassenärztlichen Vereinigungen sein, problematisch ist jedoch, dass den Kassen diese Daten oft erst mit erheblichen zeitlichen Verzögerungen zur Verfügung stehen und so ein rechtzeitiges Eingreifen erschwert wird.

Fachärzte verlangen zunehmend eine Überweisung vom Hausarzt, auch wenn dies der erste Arztbesuch im Quartal ist. Dadurch wird der direkte Zugang zum Facharzt für Kassenpatienten erschwert, da immer erst eine Vorstellung beim Hausarzt erfolgt. Durch entsprechende Ausbildung und Schulung von Ärzten kann die Sensibilisierung für eine frühzeitige Diagnose und Überweisung somatoformer Störungsbilder zum Psychotherapeuten gefördert werden.

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Arztehopping Sprache Beobachten Bearbeiten Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar Hilf mit die Situation in anderen Staaten zu schildern Arztehopping Scheinanglizismus aus engl hopping Hupfen im engl eigentlich doctor shopping ist ein Schlagwort das von den Krankenkassen eingefuhrt worden ist Sie bezeichnen damit die Inanspruchnahme von mehreren Arzten der gleichen Fachgruppe ohne Uberweisung durch einen Hausarzt was aus Sicht der Krankenkassen unnotig und unerwunscht ist Bei Psychotherapeuten nennt man es Therapeutenhopping Arztehopping liegt nach Ansicht der Kassen beispielsweise vor wenn sich ein Patient innerhalb eines Quartals bei mehreren Hausarzten oder Facharzten derselben Fachgruppe behandeln lasst ohne dass die beteiligten Arzte davon wissen Aus ihrer Sicht stellt Arzthopping einen Missbrauch der freien Arztwahl dar Holt sich ein Patient wegen einer Erkrankung lediglich die Meinung eines zweiten Arztes ein spricht man im Allgemeinen nicht von Arzthopping Inhaltsverzeichnis 1 Verteilung der Arztbesuche 2 Studien 3 Grunde 4 Folgen 5 Gegenmassnahmen 6 QuellenVerteilung der Arztbesuche BearbeitenBetrachtet wird im Folgenden die Verteilung der Anzahl der Arztkontakte von Patienten unter den Versicherten der Gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland im Jahr 2007 1 25 gehen 1 bis 4 Mal im Jahr zum Arzt 25 gehen 5 bis 10 Mal im Jahr zum Arzt 25 gehen 11 bis 22 Mal im Jahr zum Arzt Die 25 die mehr als 22 Mal im Jahr beim Arzt sind sind im Mittel 40 Mal pro Jahr beim Arzt und sorgen fur 60 aller Arztbesuche Die Anzahl der Arztkontakte ist stark vom Gesundheitszustand abhangig Deshalb gehen altere Menschen deutlich haufiger zum Arzt als jungere Frauen im Alter zwischen 20 und 34 Jahren gehen etwa doppelt so haufig zum Arzt wie Manner gleichen Alters Ab Alter 75 gehen Manner haufiger zum Arzt als Frauen 50 der Arztbesuche werden von nur 16 der Versicherten gemacht Da die Statistik aus Abrechnungsdaten erstellt wurde sind Personen die wahrend eines Jahres nie einen Arzt aufsuchten nicht berucksichtigt 2 Der Durchschnitt der Anzahl der ambulanten Arztbesuche pro Jahr liegt in Deutschland unterschiedlichen Berichten und Analysen zufolge bei 16 1 3 16 3 4 17 1 5 oder 18 1 6 Da die Zahl der Arztbesuche vom Gesundheitszustand der Patienten abhangt und dieser vom Alter der Patienten hangt die Entwicklung der durchschnittlichen Zahl der Arztkontakte von der demografischen Entwicklung ab Bei Vergleichen zwischen unterschiedlichen Jahren oder Landern muss dies berucksichtigt werden International sind die Zahlen in Deutschland hoch Nur in Japan der Slowakei Tschechien und Ungarn sind sie auf vergleichbarem Niveau 7 Studien BearbeitenDie Krankenkassen vertreten die Auffassung dass durch die Ablosung der Krankenscheine durch die Krankenversicherungskarte dieses Patientenverhalten erleichtert wurde Eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK hat dies im Jahr 1999 widerlegt Die wesentlichen Ergebnisse dieser Studie waren Nur von einem kleinen Anteil der Versicherten wurden in einem Quartal mehrere Arzte gleicher Fachrichtung aufgesucht ein Missbrauch war die Ausnahme Die wichtigsten Grunde der Patienten fur einen Arztwechsel waren Unzufriedenheit mit dem bisherigen Arzt oder das Einholen einer Zweitmeinung Nur ein sehr kleiner Teil von Versicherten besuchte mehrere Arzte um sich mehrfach Medikamente verordnen zu lassen 8 Daten aus den 1990er Jahren ergaben dass sich die Zahl der Arztbesuche durch die Versicherten nicht deutlich erhoht hat es gab lediglich eine Verschiebung zu Gunsten der Facharzte die haufiger ohne vorheriges Konsultieren des Hausarztes aufgesucht wurden 9 Das Zentralinstitut fur kassenarztliche Versorgung der KBV befragte 1995 Arzte in drei Kassenarztlichen Vereinigungen Davon berichteten lediglich 7 Prozent von einzelnen Missbrauchsfallen Das Deutsche Arzteblatt sprach daraufhin von einer bundesweiten Betrugsquote von 0 014 dpa vom 8 November 1995 10 Hausarzte werden in Deutschland mit jahrlich knapp sieben Kontakten am haufigsten aufgesucht 11 Ahnlich hohe Arztkontaktraten gibt es sonst nur in Japan oder Tschechien 12 Grundlage fur folgende Auswertungen waren Daten von 1 4 Millionen GEK Versicherten in 8 3 Millionen Behandlungsfallen und mit 27 Millionen ICD Diagnoseschlusseln aus dem Jahr 2004 91 der Versicherten hatten mindestens einen Arztkontakt Durchschnittlich gab es je Burger 16 3 Arztkontakte Fur das Jahr 2008 weist die im Jahr 2010 vorgestellte GEK Studie 18 1 Arztkontakte pro gesetzlich Versichertem auf 6 Darin nicht eingeschlossen sind Kontakte zum Zahnarzt Betriebsarzt Amtsarzt Krankenhaus und zu anderen Behandlern wie Hebammen Heilpraktikern Physio und Ergotherapeuten und zu Privatarzten Zwei Drittel der deutschen Bevolkerung gehen mindestens einmal jahrlich zum Hausarzt im Schnitt jeder Einwohner 6 6 mal pro Jahr 10 der Versicherten weisen eine hohe Kontaktrate bei ambulanten Leistungen auf Auf sie entfallen gut ein Drittel aller Arztkontakte und 43 der Behandlungskosten 1 der Versicherten verursacht ca 13 der Kosten Die meisten Patienten sind ihrem Arzt allerdings eher treu 2004 gingen 66 3 der Bevolkerung mindestens einmal zu einem Allgemeinarzt von diesen suchten 74 5 nur einen Arzt dieser Fachrichtung auf 20 5 zwei Arzte 4 drei Arzte und 1 vier und mehr Arzte 25 7 der Bevolkerung suchten einen Frauenarzt auf von diesen 56 3 nur einen Arzt dieser Fachrichtung 36 3 zwei Arzte 5 8 drei Arzte und 1 7 vier oder mehr 7 Deutsche Primar Haus Arzte haben im Schnitt 243 Patienten pro Woche in anderen in unten genannter Studie untersuchten Industrielandern sind es meist zwischen 102 und 154 Die Zeit pro Patientenkontakt lag international im Mittel zwischen elf und 19 Minuten in Deutschland bei unter acht Minuten Eine der Ursachen der verbreiteten Unzufriedenheit deutscher Hausarzte konnte in ihrer Belastung durch die hohere Zahl von kurzeren Patientenkontakten liegen 13 Nur neun Prozent der deutschen Bevolkerung haben 2006 keinen einzigen niedergelassenen Arzt aufgesucht Die Zahl der ambulant psychotherapeutisch Behandelten nahm seit dem Jahr 2000 um 61 auf circa 730 000 Patienten 2006 zu Die Zahlen basieren auf Auswertungen aller Behandlungs und Diagnosedaten von Vertragsarzten fur die knapp 1 6 Millionen Versicherten der Gmunder Ersatzkasse GEK die auf die deutsche Gesamtbevolkerung hochgerechnet wurden Demnach durften 2006 91 der Bevolkerung Kontakt zu mindestens einem Kassenarzt oder Psychotherapeuten gehabt haben Darin enthalten sind keine Zahnarztbesuche 48 5 der Bevolkerung haben mindestens vier Arzte oder Psychotherapeuten aufgesucht Pro Kopf der Bevolkerung wurden im Schnitt 6 8 Behandlungsfalle Quartalsabrechnungen registriert sowie 17 1 Behandlerkontakte also 2 3 Kontakte je Quartalsabrechnung Das ist im internationalen Vergleich ein Spitzenwert Verglichen mit dem Jahr 2004 sei die Zahl der Kontakte nach diesen Berechnungen um etwa funf Prozent gestiegen 5 Grunde BearbeitenDie Grunde fur das Arztehopping konnen hochst unterschiedlicher Natur sein Eine Ursache ist fehlendes Vertrauen in den Hausarzt oder den behandelnden Arzt oder die Arzteschaft insgesamt Haufig durfte das Arztehopping krankheitsbedingt sein so beispielsweise bei psychischen Erkrankungen besonders bei somatoformen Storungen wie der hypochondrischen Storung 14 Arztehopping tritt auch bei medikamentenabhangigen Menschen auf die eine grosse Zahl von Arzten aufsuchen um sich die benotigten Medikamente verschreiben zu lassen und bei unheilbar Erkrankten die sich von der Konsultation moglichst vieler Arzte doch noch eine Heilungschance versprechen Eine Ursache fur scheinbares Arztehopping kann auch ein Missbrauch der Krankenversicherungskarte durch mehrere Personen sein 15 Nicht zu unterschatzen ist die organisatorische Qualitat einer Arztpraxis Oft kommt es nach einem Arzt Patienten Kontakt zu Ruckfragen der Patienten z B bezuglich der Medikamenteneinnahme oder des weiteren Vorgehens Teilweise vermeiden einzelne Facharzte z B nach Rontgenaufnahmen oder einer Magen Darmspiegelung die Besprechung des Befundes und verweisen auf den uberweisenden Kollegen Aufgrund der Fallzahlbegrenzung und Budgetierungen der Vergutung pro Patient schliessen viele Praxen mehrere Wochen im Jahr Patienten haben keine andere Wahl als in dieser Zeit eine Vertretung aufzusuchen 16 Die Regeln der Abrechnung fur gesetzlich versicherte Patienten fordern mehrfache Kontakte im Quartal durch Zuschlage bei einem zweiten Kontakt Chronikerregelung Folgen BearbeitenFur die privaten Krankenversicherungen bei denen Privatpatienten versichert sind fuhrt Arztehopping zu Mehrausgaben denn arztliche Leistungen und Untersuchungen werden dabei mehrfach durchgefuhrt und mussen auch entsprechend vergutet werden Fur gesetzliche Krankenkassen erhoht sich durch Arztehopping die Gesamtvergutung die an Vertragsarzte fruher Kassenarzte gezahlt wird nicht denn sie ist budgetiert Arztehopping fuhrt dort aber zu einem Verfall des Punktwertes der Leistungen mit anderen Worten Der Vertragsarzt erhalt weniger Honorar pro Leistung Ausserdem schlagt sich Arztehopping durch die hohere Anzahl an Rezepten die die einzelnen Arzte ausstellen auf die Arzneimittelkosten nieder Aber auch hier greifen Begrenzungsmassnahmen denn auch Arzneikosten sind fur gesetzlich versicherte Patienten budgetiert 16 17 Fur den Patienten ist Arztehopping nicht ungefahrlich denn es kann beispielsweise bei verschiedener Medikation zu unerwunschten Wechselwirkungen kommen die wiederum behandelt werden mussen und erneut zu unnotigen Kosten fuhren Bei psychischen Grunderkrankungen kann Arztehopping zur Chronifizierung des Syndroms beitragen und somatische Fehlbehandlung provozieren 18 Andererseits kann ein Patient durch Arztwechsel einen kompetenteren Arzt finden der seine Krankheit besser behandelt oder heilt Dadurch kann auch die Krankenkasse Kosten sparen Gegenmassnahmen BearbeitenSanktionen im Sinne von Strafen oder Leistungsbegrenzungen gegen das Arztehopping gibt es grundsatzlich nicht Die Einfuhrung der Praxisgebuhr konnte als ein Versuch des Gesetzgebers gesehen werden unnotige Arztbesuche einzuschranken Arzte und Krankenkassen konnen in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit versuchen die Grunde fur das Arztehopping zu analysieren und beratend auf ihre Versicherten und Patienten einzuwirken und Alternativen aufzuzeigen Um solche Massnahmen ergreifen zu konnen muss das Arzthopping jedoch bekannt sein Anhaltspunkte fur die Krankenkassen konnen beispielsweise Arzneimitteldaten und Abrechnungen der kassenarztlichen Vereinigungen sein problematisch ist jedoch dass den Kassen diese Daten oft erst mit erheblichen zeitlichen Verzogerungen zur Verfugung stehen und so ein rechtzeitiges Eingreifen erschwert wird Facharzte verlangen zunehmend eine Uberweisung vom Hausarzt auch wenn dies der erste Arztbesuch im Quartal ist Dadurch wird der direkte Zugang zum Facharzt fur Kassenpatienten erschwert da immer erst eine Vorstellung beim Hausarzt erfolgt 19 Durch entsprechende Ausbildung und Schulung von Arzten kann die Sensibilisierung fur eine fruhzeitige Diagnose und Uberweisung somatoformer Storungsbilder zum Psychotherapeuten gefordert werden Quellen Bearbeiten a b B Riens M Erhart S Mangiapane Arztkontakte im Jahr 2007 Hintergrunde und Analysen PDF 444 kB 15 Februar 2012 abgerufen am 12 April 2013 S Mangiapane B Riens J Augustin Populationsbildung auf Grundlage von Abrechnungsdaten der vertragsarztlichen Versorgung PDF 1 056 kB 30 August 2011 abgerufen am 4 April 2016 Techniker Krankenkasse zitiert nach Technik auf Pump medbiz 01 07 S 20 f Beilage der Financial Times Deutschland 16 Arztbesuche pro Jahr In Arzte Zeitung 10 11 November 2006 S 1 a b Zitiert nach Ein Jahr ohne Arzt fur 90 der Bevolkerung nicht vorstellbar Topwert 17 Arztkontakte pro Burger In Medical Tribune 42 Jg Nr 49 7 Dezember 2007 S 17 a b GEK Versicherte im Jahr 2010 zitiert nach 18 mal im Jahr zum Arzt SZ 20 Januar 2010 S 15 a b Zitiert nach Medical Tribune Nr 47 24 November 2006 S 27 WIdO Studie Krankenversichertenkarte fuhrt nicht zum Doktor Hopping Memento vom 30 September 2007 im Internet Archive 9 Juli 1999 B Braun u a Das Marchen von der Kostenexplosion Populare Irrtumer zur Gesundheitspolitik PDF 612 kB 1995 S 81 B Braun u a Das Marchen von der Kostenexplosion PDF 612 kB 1995 S 83 Bei Arztbesuchen sind die Deutschen Weltmeister In Arztliche Praxis 21 November 2006 S 18 MMW Fortschr Med 148 Jg Nr 46 2006 S 3 Deutsche gehen besonders oft zum Arzt Klaus Koch Ulrich Gehrmann Peter T Sawicki Primararztliche Versorgung in Deutschland im internationalen Vergleich Ergebnisse einer strukturvalidierten Arztebefragung German Primary Care in International Comparison Results of a Survey of Doctors In Deutsches Arzteblatt 104 Ausgabe 38 21 September 2007 S A 2584 S3 Leitlinie Somatoforme Storung PDF AWMF archivierte Fassung 20 April 2015 abgerufen am 24 September 2019 Matthias Leschke Nachdenken uber einen neuen Patientensport Arztehopping abgerufen am 24 September 2019 a b Doctor Hopping bei flexikon doccheck com abgerufen am 14 Mai 2017 Raimund Schmid Jeder funfte alte Patient geistert durchs System bei aerztezeitung de abgerufen am 14 Mai 2017 W Rief W Hiller Somatisierungsstorung und Hypochondrie Hogrefe Gottingen 1998 ISBN 3 8017 1059 9 Basil Wegener Ohne Hurden zum Arzt Neue Ansatze gegen Arztehopping gesucht bei krankenkassen de abgerufen am 14 Mai 2017 Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Arztehopping amp oldid 214391235, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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