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Als organisationstheoretisches Leitbild für die öffentliche Verwaltung fungiert die Bürokratietheorie nach Max Weber. Die Ergebnisse der öffentlichen Verwaltung werden als Verwaltungsleistung bezeichnet. Die öffentliche Verwaltung als interdisziplinäres Untersuchungsobjekt ist der Gegenstand der Verwaltungswissenschaft.

Die öffentliche Verwaltung weist bestimmte Charakteristika auf und lässt sich nach Ernst Forsthoff eher beschreiben als definieren.

So ist das Handeln der Verwaltung an Gesetz und Recht gebunden (Art. 20 Abs. 3 GG). Nach dem Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung darf die Verwaltung nicht ohne gesetzliche Ermächtigung (Vorbehalt des Gesetzes) und nicht im Widerspruch zu bestehenden gesetzlichen Regelungen (Vorrang des Gesetzes) handeln. Das schließt auch eine bestimmte Zuständigkeitsverteilung ein.

Handlungsträger der Verwaltung sind die Behörden, die hierarchisch strukturiert sind. Die Ausführungskontrolle (Dienst-, Rechts- und Fachaufsicht) obliegt der jeweils höheren Behörde bzw. der Verwaltungsspitze. Oberste Behörden sind auf Bundes- und Landesebene die Ministerien, die Verwaltungsspitze der jeweilige Minister. Die Verwaltungsspitze ist im System der Gewaltenteilung gegenüber einem gewählten Gremium (Parlament) rechenschaftspflichtig, beispielsweise der Bürgermeister als Hauptverwaltungsbeamter der Stadtverwaltung gegenüber dem Gemeinderat.

Die öffentliche Verwaltung befasst sich mit der Verwaltung des Staates. Der Verwaltungsbegriff unterscheidet die Verwaltung im organisatorischen Sinn, die Verwaltung im materiellen Sinn und die Verwaltung im formellen Sinn.

Verwaltung im organisatorischen Sinn

Die Verwaltung im organisatorischen Sinn meint den Verwaltungsapparat, d. h. die Organisation der Verwaltung in Verwaltungsträger, Verwaltungsorgane und alle sonstigen Verwaltungseinrichtungen.

Verwaltung im materiellen Sinn

Verwaltung im materiellen Sinn ist die Staatstätigkeit, die materiell die Wahrnehmung von Verwaltungsangelegenheiten zum Gegenstand hat, unabhängig von dem handelnden Verwaltungsträger oder Organ. Bisherige Definitionsversuche grenzen den Begriff nicht vollständig ab oder sind zwar differenziert, aber sehr abstrakt.

Danach ist öffentliche Verwaltung im materiellen Sinne etwa „die mannigfaltige, konditional oder nur zweckbestimmte, also insofern fremdbestimmte, nur teilplanende, selbstbeteiligt entscheidend ausführende und gestaltende Wahrnehmung der Angelegenheiten von Gemeinwesen und ihrer Mitglieder als solcher durch die dafür bestellten Sachwalter des Gemeinwesens“ oder „als den Organen der vollziehenden Gewalt und bestimmten diesen zuzurechnenden Rechtssubjekten übertragene eigenverantwortliche ständige Erledigung der Aufgaben des Gemeinwesens durch konkrete Maßnahmen in rechtlicher Bindung nach (mehr oder weniger spezifiziert) vorgegebener Zwecksetzung.“

Verwaltung im formellen Sinn

Verwaltung im formellen Sinn meint alle ausgeübten Tätigkeiten der Verwaltungsbehörden unabhängig davon, ob sie materiell verwaltender Art sind wie den Erlass eines Verwaltungsakts oder einer Rechtsverordnung.

Das Verwaltungsrecht umfasst alle Rechtsnormen, die sich auf den Aufbau, die Aufgaben und die Befugnisse der Verwaltung beziehen und die Legitimation für ihre Tätigkeit darstellen.

Das allgemeine Verwaltungsrecht regelt Verfahren und Rechtsinstitute, die einheitlich für die gesamte Verwaltung gelten. Das besondere Verwaltungsrecht umfasst die Rechtsgrundlagen für die einzelnen Teilbereiche der Verwaltung, wie das Beamtenrecht, das Polizeirecht oder das Gewerberecht.

Im Gegensatz zu diesen Rechtsnormen mit Außenwirkung entfalten Verwaltungsvorschriften (Erlasse, Runderlasse, Dienstanweisungen) grundsätzlich keine Wirkung gegenüber dem Bürger. Als sog. Innenrecht regeln sie allein interne Vorgänge innerhalb eines Verwaltungsträgers wie die Zusammenarbeit verschiedener Organe. Ausnahmen können sich aus der Selbstbindung der Verwaltung ergeben.

Siehe auch: Verwaltungsrecht (Deutschland)

Ausgehend von der historisch ältesten Aufgabe, das jeweilige Territorium nach außen und innen zu schützen und seine finanzielle Basis zu sichern, zählt die Eingriffsverwaltung (Ordnungs- und Steuerverwaltung) zum klassischen Handlungsfeld der öffentlichen Verwaltung. Im 19. Jahrhundert kamen die Lenkungsverwaltung zur Förderung des wirtschaftlichen Wohlstands durch Handel und Industrie und schließlich die Leistungsverwaltung eines modernen Wohlfahrtsstaates hinzu, der die soziale Sicherheit der Bürger durch Unterstützung Einzelner (z. B. Sozialhilfe) und die Bereitstellung öffentlicher Einrichtungen der Daseinsvorsorge gewährleistet.

Die Bedarfsverwaltung dient der Beschaffung von Personal und Sachmitteln für die Verwaltungstätigkeit.

In jüngster Zeit wird auch von der öffentlichen Verwaltung eine „nachhaltige“ Aufgabenerfüllung erwartet.

Vertikale Staatsstruktur Deutschlands

Entsprechend der föderalen Verwaltungsgliederung in Deutschland sind die Träger der öffentlichen Verwaltung der Bund, die Länder und die Gemeinden.

Wird die Verwaltung durch eigene Behörden des Bundes oder der Länder ausgeübt, spricht man von unmittelbarer Staatsverwaltung. Hierzu werden auch Regiebetriebe und Eigenbetriebe gezählt. Werden dagegen selbständige Rechtsträger (Körperschaften, Anstalten oder Stiftungen des öffentlichen Rechts) sowie beliehene (bewidmete) Unternehmer tätig, beispielsweise ein Schornsteinfegermeister, der TÜV oder die DEKRA, spricht man von mittelbarer Staatsverwaltung.

Insgesamt sind im deutschen öffentlichen Dienst etwa 4,2 Millionen Beamte und Arbeitnehmer beschäftigt.

Bundesverwaltung

Träger der öffentlichen Verwaltung in Deutschland

Die unmittelbare Bundesverwaltung ist mit der Durchführung aller Angelegenheiten betraut, die nach dem Grundgesetz unter die Zuständigkeit des Bundes fallen (Art. 87 bisArt. 89 GG). Sie verfügt über insgesamt 316.500 Mitarbeiter. Nachfolgend einige Bundesbehörden und deren Anzahl an Mitarbeitern:

Hinzu kommen 186.600 Soldaten, die nicht als Mitglieder der Verwaltung erfasst werden, aber dem Verteidigungsministerium unterstehen, und knapp 80.000 THW-Angehörige, die dem Bundesministerium des Innern unterstehen.

Daneben gibt es noch die mittelbare Bundesverwaltung. Hierzu gehören die Bediensteten bei Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts unter Bundesaufsicht und die Bediensteten der Bundesbank.

Die bundeseigene Verwaltung hat seit 1990 einen erheblichen Anteil ihrer Bediensteten abgegeben. Zunächst überführte die Postreform sämtliche Beschäftigten der Postbehörden in die privatrechtlichen Einheiten von Post, Telekom und Postbank, mit der Bahnreform ist die ehemalige Behörde des Bundesverkehrsministeriums ebenfalls in private Strukturen überführt worden (mit Ausnahme des Bundeseisenbahnvermögens). Darüber hinaus wurde auch die Deutsche Flugsicherung privatisiert.

Landesverwaltungen

Hauptartikel: Landesverwaltung

Da die Länder mit dem weitaus größten Teil der Verwaltungsaufgaben in Deutschland betraut sind (Art. 30 GG), sind die Landesbehörden und die angeschlossenen Betriebe von der Personalstärke her der herausragende Teil der öffentlichen Verwaltung. In den 16 deutschen Landesverwaltungen arbeiten 2,3 Millionen Menschen, im Einzelnen:

  • in der Finanzverwaltung der Länder (153.300)
  • in den Hochschulen (237.900)
  • in Schulen und der vorschulischen Bildung (817.400)
  • im Rechtsschutz und der Gerichtsverwaltung (189.700)
  • in der Polizei (273.600, davon 228.000 Vollzugsbeamte)
  • in den sonstigen Verwaltungen (601.100).

Für die Hochschulen sind nur die öffentlich Beschäftigten angegeben. Insgesamt arbeiten an Hochschulen 488.700 Beschäftigte und in den ihnen angeschlossenen Kliniken nochmals 189.200 Mitarbeiter.

Kommunalverwaltungen

Die Gemeinden in Deutschland verwalten im eigenen Wirkungskreis alle Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft. Dieses Selbstverwaltungsrecht ist ihnen im Grundgesetz garantiert (Art. 28 Abs. 2 GG). Außerdem erfüllen sie im übertragenen Wirkungskreis ihnen gesetzlich zugewiesene staatliche Aufgaben.

Die kommunale Aufgabenstruktur unterscheidet:

  • freiwillige Aufgaben wie Bäder, Busse, Theater usw.
  • Pflichtaufgaben ohne Weisung: Schulen und Kindergärten, Strom, Gas, Wasser, Müllabfuhr usw.
  • Pflichtaufgaben nach Weisung: Sozialhilfe, Wohngeld, Feuerwehr, Zivilschutz, Gemeindewahlen usw.
  • staatliche Auftragsangelegenheiten: Volkszählung, Wehrpflichtigenerfassung, Landtags- und Bundestagswahlen.

Die Gemeinden eines Gebietes sind zu Landkreisen (in einigen Ländern Kreise genannt) zusammengeschlossen, um übergeordnete Aufgaben (insbesondere Pflichtaufgaben) effektiver bewältigen zu können. Ab einer bestimmten Einwohnerzahl, die je nach Bundesland unterschiedlich ist, sind Städte kreisfrei. Neben Kreisen existieren für Spezialaufgaben weitere kommunale Verbände, wie etwa in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen die Landschaftsverbände. Die Kontrollgremien dieser Körperschaften besetzen Kommunalvertreter, finanziert werden sie über Umlagen aus den Kommunalhaushalten.

Zusammengefasst beschäftigen die Kommunalverwaltungen 1,57 Millionen Mitarbeiter aufgeteilt auf die Bereiche:

  • allgemeine Verwaltung (249.000)
  • öffentliche Sicherheit und Ordnung (115.000)
  • Schulen (128.000)
  • Wissenschaft, Forschung und Kultur (86.000)
  • soziale Sicherung (281.000)
  • Gesundheit, Sport und Erholung (84.000)
  • Bau- und Wohnungswesen, Verkehr (138.000)
  • öffentliche Einrichtungen, Wirtschaftsförderung (155.000)
  • Krankenhäuser (278.000)
  • sonstige (58.000).

Die öffentliche Verwaltung erfüllt ihre Aufgaben in der Regel in öffentlich-rechtlicher Rechtsform, d. h., sie handelt aufgrund von Rechtsvorschriften, die dem öffentlichen Recht zuzuordnen sind. Für die öffentlich-rechtliche Verwaltungstätigkeit der Behörden gilt das Verwaltungsverfahrensgesetz, für alle öffentlich-rechtlichen Streitigkeiten nichtverfassungsrechtlicher Art sind die Verwaltungsgerichte zuständig (§ 40 Abs. 1 VwGO). Öffentlich-rechtliche Geldforderungen und Verwaltungsakt sind im Wege der Verwaltungsvollstreckung durchsetzbar (§ 1,§ 6 des Verwaltungs-Vollstreckungsgesetzes).

Aufgaben der Leistungsverwaltung können jedoch auch in Privatrechtsform erfüllt werden (Verwaltungsprivatrecht). Auch bei der eigenen Bedarfsdeckung, den sog. fiskalischen Hilfsgeschäften wie der Beschaffung von Büromaterial handelt die Verwaltung nach Privatrecht (beispielsweise nach Kaufrecht des BGB).

Werden Aufgaben der öffentlichen Verwaltung auf natürliche oder juristische Personen des Privatrechts übertragen, spricht man von Beleihung.

Aufgaben der öffentlichen Verwaltung können auch von natürlichen oder juristischen Personen des Privatrechts wahrgenommen werden, ohne dass die Zuständigkeit der Verwaltung entfällt. In diesem Fall beauftragt die öffentliche Verwaltung den privaten Dritten als Verwaltungshelfer.

Die Abgrenzung von öffentlichem und privatem Recht beurteilt sich nach der modifizierten Subjektstheorie.

Systematische Darstellung:

Hauptartikel: Verwaltungsreform

Die Reform der öffentlichen Verwaltung beschäftigt die Verwaltung selbst und die Verwaltungswissenschaften sowie eine nicht unerhebliche Anzahl an Beratungsunternehmen – nicht zu vergessen die KGSt (Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement).

Reformziele sind sowohl die Steigerung der Effektivität und Bürgerfreundlichkeit als auch die Haushaltskonsolidierung. Durch den zum Teil enormen Personalabbau, welcher nur begrenzt durch Privatisierung oder die Anwendung moderner Bürokommunikationstechnologien aufgefangen werden kann, werden oftmals neben administrativen Prozessoptimierungen auch strukturelle Anpassungen in der Verwaltungsorganisation notwendig. Ob hierdurch der Personalabbau kompensiert werden kann, ist vom Einzelfall abhängig.

Aufgabenkritik

Grundsätzlich lassen sich funktionale Reformen der Aufgabenverteilung, Verwaltungsstrukturreformen wie die Durchsetzung der Einräumigkeit und Gebietsreformen unterscheiden.

Binnenreformen

Die strenge Hierarchie führt zu einer autoritären Struktur innerhalb der Verwaltung. Daher arbeiten Behörden oft stark arbeitsteilig und Entscheidungen folgen festen Dienstwegen. Die Steuerung der Verwaltung ist daher sehr formal und aufgrund ihrer politisch ausgerichteten Verwaltungsspitze nicht vom Wesen her auf ökonomische Ziele ausgerichtet. Das Fehlen ökonomischer Prinzipien ist auch daran erkennbar, dass das Finanzwesen kameralistisch organisiert ist: Oft werden Budgets politisch ausgehandelt. Jedenfalls im Bereich der Kommunalverwaltungen werden derzeit in fast allen Bundesländern die Haushalte auf die kaufmännische Buchführung (Neues kommunales Finanzmanagement) umgestellt.

Ein in der heutigen Zeit zunehmend als Problem betrachteter Faktor ist das behördliche Anreizsystem. Da jedermann Zugang zum öffentlichen Dienst haben soll und die Leistungen der Verwaltung keinen Markt haben, greift die Verwaltung auf Hilfsgrößen (Beurteilungen) zurück. Bei diesen Beurteilungen wird nicht immer klar, welche Leistungen erwartet werden und inwieweit Wohlverhalten belohnt wird. Mangels Leistungsdefinition fehlen leistungsbezogene Anreize insbesondere monetärer Art. Das interne Prestige wird stattdessen oft an Behörden-, Abteilungs- oder Budgetgröße gemessen. Das Beamtenrecht gibt die Anforderungen des Grundgesetzes an öffentlich Bedienstete wieder. Es gilt dem in Verwaltungsdingen Unerfahrenen als hinderlich für Verwaltungsinnovationen oder fachliche Initiativen. Hier sind durch die Einführung von Elementen des modernen Personalmanagements in der öffentlichen Verwaltung Änderungen auf dem Weg. Für Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst sind durch den neuen TVöD Leistungsanreize vorgesehen, diese sollen auch auf das Beamtenrecht übertragen werden.

Die Europäische Union strebt nicht nur eine Rechtsgemeinschaft an, etwa mit dem Konzept eines gemeinsamen Raums der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts, sondern entwickelt sich auch zunehmend zu einer Verwaltungsgemeinschaft. In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff des Europäischen Verwaltungsraums (engl. European Administrative Space) einerseits eine Harmonisierung der nationalen Verwaltungen durch die Entwicklung gemeinsamer Standards im Verwaltungsverfahren, im Rechtsschutz und der Verwaltungsorganisation, andererseits eine Verflechtung von nationalen Verwaltungen mit der EU-Administration sowie eine bi- oder multinationale Zusammenarbeit nationaler Verwaltungsräume, etwa in geographischen Grenzregionen. Ein weiterer Gegenstand sind die Handlungsformen der EU-Eigenverwaltung gegenüber den Unionsbürgern, einer mitgliedstaatlichen Behörde oder auch einem Mitgliedstaat selbst.

Angestoßen durch den Vertrag von Maastricht und die jüngste EU-Osterweiterung ist der Europäische Verwaltungsraum gegenwärtig weniger durch eine gemeinsame Politik, als vielmehr durch eine intensive wissenschaftliche Erforschung der einzelnen Entwicklungen und den Versuch, diese zu systematisieren und zu steuern gekennzeichnet.

In der Standard Industrial Classification der USA ist die öffentliche Verwaltung unter Buchstabe J nach den Dienstleistungen kategorisiert.

  • Klaus König, Heinrich Siedentopf (Hrsg.): Öffentliche Verwaltung in Deutschland. 2. Auflage. Nomos-Verlag, Baden-Baden 1998.
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  7. Hans J. Wolff, Otto Bachof, Rolf Stober, Winfried Kluth: Verwaltungsrecht Band 1. 13. Auflage. München 2016.
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  13. Klaus König (Hrsg.): Deutsche Verwaltung an der Wende zum 21. Jahrhundert. Baden-Baden: Nomos-Verlag
  14. Klaus König: Kritik öffentlicher Aufgaben Speyerer Forschungsberichte 72, 1988.
  15. Kerstin Magnussen: Personalentwicklung als Erfolgsfaktor. Große Herausforderung des Personalmanagements im öffentlichen Dienst (Memento vom 5. März 2016 im Internet Archive) Publicus, 2014/7.
  16. Ulrich Stelkens: Der Europäische Verwaltungsraum (Memento vom 5. März 2016 im Internet Archive) Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung, abgerufen am 4. März 2016.
  17. SIGMA-Projekt der OECD, Webseite abgerufen am 4. März 2016.
  18. vgl. beispielsweise Abschnitt III Europäische Verwaltungszusammenarbeit §§ 8a bis 8e Bayerisches Verwaltungsverfahrensgesetz (BayVwVfG) (Memento vom 5. März 2016 im Internet Archive) vom 23. Dezember 1976, zuletzt geändert durch Art. 9a Abs. 1 Bayerisches E-Government-Gesetz vom 22. Dezember 2015 ( GVBl. S. 458 )
  19. Ulrich Stelkens: Handlungsformen der EU-Eigenverwaltung beim direkten Vollzug des EU-Rechts (und im Europäischen Verwaltungsverbund) (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung, abgerufen am 4. März 2016
  20. Eckhard Schröter: Europäischer Verwaltungsraum und Reform des öffentlichen Sektors. In: Handbuch zur Verwaltungsreform. Wiesbaden 2005, ISBN 978-3-8100-4082-4, S. 510–518.
  21. Wolfgang Kahl: Der Europäische Verwaltungsverbund: Strukturen – Typen – Phänomene. Der Staat, Vol. 50, Nr. 3 (2011), S. 353–387.
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Offentliche Verwaltung Oberbegriff fur die Verwaltungen die Aufgaben des Staates einschliesslich Einrichtungen des offentlichen Rechtes wahrnehmen Sprache Beobachten Bearbeiten Weitergeleitet von Offentliche Tragerschaft Dieser Artikel befasst sich mit der organisierten offentlichen Verwaltung Zur Fachzeitschrift siehe Die Offentliche Verwaltung Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar Hilf mit die Situation in anderen Staaten zu schildern Die offentliche Verwaltung auch Administrative genannt ist nach Otto Mayer die Tatigkeit des Staates oder eines anderen Tragers offentlicher Verwaltung die weder Gesetzgebung Legislative oder Rechtsprechung Judikative ist noch politische Regierungstatigkeiten Gubernative ausubt 1 Die offentliche Verwaltung ist danach derjenige Teil der Exekutive der offentliche Aufgaben wahrnimmt Sie ist der administrative Teil der vollziehenden Gewalt Inhaltsverzeichnis 1 Allgemeines 2 Merkmale 3 Begriff der offentlichen Verwaltung 3 1 Verwaltung im organisatorischen Sinn 3 2 Verwaltung im materiellen Sinn 3 3 Verwaltung im formellen Sinn 4 Rechtsgrundlagen 5 Aufgaben 6 Trager und Personal 6 1 Bundesverwaltung 6 2 Landesverwaltungen 6 3 Kommunalverwaltungen 7 Formen des Verwaltungshandelns 8 Reformbestrebungen 8 1 Aufgabenkritik 8 2 Binnenreformen 9 Europaischer Verwaltungsraum 10 Vereinigte Staaten von Amerika 11 Siehe auch 12 Literatur 13 Weblinks 14 EinzelnachweiseAllgemeines BearbeitenAls organisationstheoretisches Leitbild fur die offentliche Verwaltung fungiert die Burokratietheorie nach Max Weber Die Ergebnisse der offentlichen Verwaltung werden als Verwaltungsleistung bezeichnet Die offentliche Verwaltung als interdisziplinares Untersuchungsobjekt ist der Gegenstand der Verwaltungswissenschaft 2 Merkmale BearbeitenDie offentliche Verwaltung weist bestimmte Charakteristika auf 3 und lasst sich nach Ernst Forsthoff eher beschreiben als definieren So ist das Handeln der Verwaltung an Gesetz und Recht gebunden Art 20 Abs 3 GG Nach dem Grundsatz der Gesetzmassigkeit der Verwaltung 4 darf die Verwaltung nicht ohne gesetzliche Ermachtigung Vorbehalt des Gesetzes und nicht im Widerspruch zu bestehenden gesetzlichen Regelungen Vorrang des Gesetzes handeln Das schliesst auch eine bestimmte Zustandigkeitsverteilung ein Handlungstrager der Verwaltung sind die Behorden die hierarchisch strukturiert sind Die Ausfuhrungskontrolle Dienst Rechts und Fachaufsicht obliegt der jeweils hoheren Behorde bzw der Verwaltungsspitze Oberste Behorden sind auf Bundes und Landesebene die Ministerien die Verwaltungsspitze der jeweilige Minister Die Verwaltungsspitze ist im System der Gewaltenteilung gegenuber einem gewahlten Gremium Parlament rechenschaftspflichtig beispielsweise der Burgermeister als Hauptverwaltungsbeamter der Stadtverwaltung gegenuber dem Gemeinderat Begriff der offentlichen Verwaltung BearbeitenDie offentliche Verwaltung befasst sich mit der Verwaltung des Staates Der Verwaltungsbegriff unterscheidet die Verwaltung im organisatorischen Sinn die Verwaltung im materiellen Sinn und die Verwaltung im formellen Sinn 5 6 Verwaltung im organisatorischen Sinn Bearbeiten Die Verwaltung im organisatorischen Sinn meint den Verwaltungsapparat d h die Organisation der Verwaltung in Verwaltungstrager Verwaltungsorgane und alle sonstigen Verwaltungseinrichtungen 5 Verwaltung im materiellen Sinn Bearbeiten Verwaltung im materiellen Sinn ist die Staatstatigkeit die materiell die Wahrnehmung von Verwaltungsangelegenheiten zum Gegenstand hat unabhangig von dem handelnden Verwaltungstrager oder Organ Bisherige Definitionsversuche grenzen den Begriff nicht vollstandig ab oder sind zwar differenziert aber sehr abstrakt Danach ist offentliche Verwaltung im materiellen Sinne etwa die mannigfaltige konditional oder nur zweckbestimmte also insofern fremdbestimmte nur teilplanende selbstbeteiligt entscheidend ausfuhrende und gestaltende Wahrnehmung der Angelegenheiten von Gemeinwesen und ihrer Mitglieder als solcher durch die dafur bestellten Sachwalter des Gemeinwesens 7 oder als den Organen der vollziehenden Gewalt und bestimmten diesen zuzurechnenden Rechtssubjekten ubertragene eigenverantwortliche standige Erledigung der Aufgaben des Gemeinwesens durch konkrete Massnahmen in rechtlicher Bindung nach mehr oder weniger spezifiziert vorgegebener Zwecksetzung 8 Verwaltung im formellen Sinn Bearbeiten Verwaltung im formellen Sinn meint alle ausgeubten Tatigkeiten der Verwaltungsbehorden 5 unabhangig davon ob sie materiell verwaltender Art sind wie den Erlass eines Verwaltungsakts oder einer Rechtsverordnung Rechtsgrundlagen BearbeitenDas Verwaltungsrecht umfasst alle Rechtsnormen die sich auf den Aufbau die Aufgaben und die Befugnisse der Verwaltung beziehen und die Legitimation fur ihre Tatigkeit darstellen Das allgemeine Verwaltungsrecht regelt Verfahren und Rechtsinstitute die einheitlich fur die gesamte Verwaltung gelten Das besondere Verwaltungsrecht umfasst die Rechtsgrundlagen fur die einzelnen Teilbereiche der Verwaltung wie das Beamtenrecht das Polizeirecht oder das Gewerberecht Im Gegensatz zu diesen Rechtsnormen mit Aussenwirkung entfalten Verwaltungsvorschriften Erlasse Runderlasse Dienstanweisungen grundsatzlich keine Wirkung gegenuber dem Burger Als sog Innenrecht regeln sie allein interne Vorgange innerhalb eines Verwaltungstragers wie die Zusammenarbeit verschiedener Organe Ausnahmen konnen sich aus der Selbstbindung der Verwaltung ergeben Siehe auch Verwaltungsrecht Deutschland Aufgaben BearbeitenAusgehend von der historisch altesten Aufgabe das jeweilige Territorium nach aussen und innen zu schutzen und seine finanzielle Basis zu sichern zahlt die Eingriffsverwaltung Ordnungs und Steuerverwaltung zum klassischen Handlungsfeld der offentlichen Verwaltung Im 19 Jahrhundert kamen die Lenkungsverwaltung zur Forderung des wirtschaftlichen Wohlstands durch Handel und Industrie und schliesslich die Leistungsverwaltung eines modernen Wohlfahrtsstaates hinzu der die soziale Sicherheit der Burger durch Unterstutzung Einzelner z B Sozialhilfe und die Bereitstellung offentlicher Einrichtungen der Daseinsvorsorge gewahrleistet 9 Die Bedarfsverwaltung dient der Beschaffung von Personal und Sachmitteln fur die Verwaltungstatigkeit 5 In jungster Zeit wird auch von der offentlichen Verwaltung eine nachhaltige Aufgabenerfullung erwartet 10 Trager und Personal Bearbeiten Vertikale Staatsstruktur Deutschlands Entsprechend der foderalen Verwaltungsgliederung in Deutschland sind die Trager der offentlichen Verwaltung der Bund die Lander und die Gemeinden Wird die Verwaltung durch eigene Behorden des Bundes oder der Lander ausgeubt spricht man von unmittelbarer Staatsverwaltung Hierzu werden auch Regiebetriebe und Eigenbetriebe gezahlt Werden dagegen selbstandige Rechtstrager Korperschaften Anstalten oder Stiftungen des offentlichen Rechts sowie beliehene bewidmete Unternehmer tatig beispielsweise ein Schornsteinfegermeister der TUV oder die DEKRA spricht man von mittelbarer Staatsverwaltung Insgesamt sind im deutschen offentlichen Dienst etwa 4 2 Millionen Beamte und Arbeitnehmer beschaftigt 11 Bundesverwaltung Bearbeiten Trager der offentlichen Verwaltung in Deutschland Hauptartikel Bundesverwaltung Deutschland Die unmittelbare Bundesverwaltung ist mit der Durchfuhrung aller Angelegenheiten betraut die nach dem Grundgesetz unter die Zustandigkeit des Bundes fallen Art 87 bis Art 89 GG Sie verfugt uber insgesamt 316 500 Mitarbeiter Nachfolgend einige Bundesbehorden und deren Anzahl an Mitarbeitern Auswartiger Dienst 8 700 Bundesfinanzverwaltung 48 000 Bundeszollverwaltung 34 000 Bundesanstalt fur Finanzdienstleistungsaufsicht Bundeszentralamt fur Steuern Bundesamt fur zentrale Dienste und offene Vermogensfragen Zentrum fur Informationsverarbeitung und Informationstechnik Bundeswehrverwaltung 75 000 zukunftig 50 000 Bundespolizei 51 000 Bundeskriminalamt 5 500 Bundesanwaltschaft Wasserstrassen und Schifffahrtsverwaltung des Bundes 11 000 Kraftfahrt Bundesamt 1 000 Bundesamt fur Guterverkehr Eisenbahn Bundesamt Bundesamt fur Justiz Bundesamt fur Seeschifffahrt und Hydrographie Luftfahrt Bundesamt Deutscher Wetterdienst Bundesanstalt fur Strassenwesen Bundesanstalt fur Gewasserkunde Bundesanstalt fur Wasserbau Bundesanstalt fur Immobilienaufgaben 5 000 Bundesamt fur Bauwesen und Raumordnung Bundesverwaltungsamt 2 200 Bundestagsverwaltung Bundessortenamt Bundesratsverwaltung Bundesprasidialamt Hinzu kommen 186 600 Soldaten die nicht als Mitglieder der Verwaltung erfasst werden aber dem Verteidigungsministerium unterstehen und knapp 80 000 THW Angehorige die dem Bundesministerium des Innern unterstehen Daneben gibt es noch die mittelbare Bundesverwaltung Hierzu gehoren die Bediensteten bei Korperschaften Anstalten und Stiftungen des offentlichen Rechts unter Bundesaufsicht und die Bediensteten der Bundesbank Die bundeseigene Verwaltung hat seit 1990 einen erheblichen Anteil ihrer Bediensteten abgegeben Zunachst uberfuhrte die Postreform samtliche Beschaftigten der Postbehorden in die privatrechtlichen Einheiten von Post Telekom und Postbank mit der Bahnreform ist die ehemalige Behorde des Bundesverkehrsministeriums ebenfalls in private Strukturen uberfuhrt worden mit Ausnahme des Bundeseisenbahnvermogens Daruber hinaus wurde auch die Deutsche Flugsicherung privatisiert Landesverwaltungen Bearbeiten Hauptartikel Landesverwaltung Da die Lander mit dem weitaus grossten Teil der Verwaltungsaufgaben in Deutschland betraut sind Art 30 GG sind die Landesbehorden und die angeschlossenen Betriebe von der Personalstarke her der herausragende Teil der offentlichen Verwaltung In den 16 deutschen Landesverwaltungen arbeiten 2 3 Millionen Menschen im Einzelnen in der Finanzverwaltung der Lander 153 300 in den Hochschulen 237 900 in Schulen und der vorschulischen Bildung 817 400 im Rechtsschutz und der Gerichtsverwaltung 189 700 in der Polizei 273 600 davon 228 000 Vollzugsbeamte in den sonstigen Verwaltungen 601 100 Fur die Hochschulen sind nur die offentlich Beschaftigten angegeben Insgesamt arbeiten an Hochschulen 488 700 Beschaftigte und in den ihnen angeschlossenen Kliniken nochmals 189 200 Mitarbeiter Kommunalverwaltungen Bearbeiten Hauptartikel Kommunalverwaltung in Deutschland Die Gemeinden in Deutschland verwalten im eigenen Wirkungskreis alle Angelegenheiten der ortlichen Gemeinschaft Dieses Selbstverwaltungsrecht ist ihnen im Grundgesetz garantiert Art 28 Abs 2 GG Ausserdem erfullen sie im ubertragenen Wirkungskreis ihnen gesetzlich zugewiesene staatliche Aufgaben Die kommunale Aufgabenstruktur unterscheidet freiwillige Aufgaben wie Bader Busse Theater usw Pflichtaufgaben ohne Weisung Schulen und Kindergarten Strom Gas Wasser Mullabfuhr usw Pflichtaufgaben nach Weisung Sozialhilfe Wohngeld Feuerwehr Zivilschutz Gemeindewahlen usw staatliche Auftragsangelegenheiten Volkszahlung Wehrpflichtigenerfassung Landtags und Bundestagswahlen Die Gemeinden eines Gebietes sind zu Landkreisen in einigen Landern Kreise genannt zusammengeschlossen um ubergeordnete Aufgaben insbesondere Pflichtaufgaben effektiver bewaltigen zu konnen Ab einer bestimmten Einwohnerzahl die je nach Bundesland unterschiedlich ist sind Stadte kreisfrei Neben Kreisen existieren fur Spezialaufgaben weitere kommunale Verbande wie etwa in Nordrhein Westfalen und Niedersachsen die Landschaftsverbande Die Kontrollgremien dieser Korperschaften besetzen Kommunalvertreter finanziert werden sie uber Umlagen aus den Kommunalhaushalten Zusammengefasst beschaftigen die Kommunalverwaltungen 1 57 Millionen Mitarbeiter aufgeteilt auf die Bereiche allgemeine Verwaltung 249 000 offentliche Sicherheit und Ordnung 115 000 Schulen 128 000 Wissenschaft Forschung und Kultur 86 000 soziale Sicherung 281 000 Gesundheit Sport und Erholung 84 000 Bau und Wohnungswesen Verkehr 138 000 offentliche Einrichtungen Wirtschaftsforderung 155 000 Krankenhauser 278 000 sonstige 58 000 Formen des Verwaltungshandelns BearbeitenDie offentliche Verwaltung erfullt ihre Aufgaben in der Regel in offentlich rechtlicher Rechtsform d h sie handelt aufgrund von Rechtsvorschriften die dem offentlichen Recht zuzuordnen sind Fur die offentlich rechtliche Verwaltungstatigkeit der Behorden gilt das Verwaltungsverfahrensgesetz fur alle offentlich rechtlichen Streitigkeiten nichtverfassungsrechtlicher Art sind die Verwaltungsgerichte zustandig 40 Abs 1 VwGO Offentlich rechtliche Geldforderungen und Verwaltungsakt sind im Wege der Verwaltungsvollstreckung durchsetzbar 1 6 des Verwaltungs Vollstreckungsgesetzes Aufgaben der Leistungsverwaltung konnen jedoch auch in Privatrechtsform erfullt werden Verwaltungsprivatrecht Auch bei der eigenen Bedarfsdeckung den sog fiskalischen Hilfsgeschaften wie der Beschaffung von Buromaterial handelt die Verwaltung nach Privatrecht beispielsweise nach Kaufrecht des BGB Werden Aufgaben der offentlichen Verwaltung auf naturliche oder juristische Personen des Privatrechts ubertragen spricht man von Beleihung Aufgaben der offentlichen Verwaltung konnen auch von naturlichen oder juristischen Personen des Privatrechts wahrgenommen werden ohne dass die Zustandigkeit der Verwaltung entfallt In diesem Fall beauftragt die offentliche Verwaltung den privaten Dritten als Verwaltungshelfer Die Abgrenzung von offentlichem und privatem Recht beurteilt sich nach der modifizierten Subjektstheorie Handlungsformen der Verwaltung Systematische Darstellung 12 offentlich rechtliche Tatigkeit Rechtsakte im Aussenverhaltnis abstrakt generelle Rechtsverordnungen Satzungen konkrete einseitige Verwaltungsakte sonstige Willenserklarungen zweiseitige Verwaltungsvertrage im Innenverhaltnis abstrakt generelle Verwaltungsvorschriften konkrete Einzelweisung Realakte privatrechtliche Tatigkeit Verwaltungsprivatrecht fiskalische HilfsgeschafteReformbestrebungen Bearbeiten Hauptartikel Verwaltungsreform Die Reform der offentlichen Verwaltung beschaftigt die Verwaltung selbst und die Verwaltungswissenschaften sowie eine nicht unerhebliche Anzahl an Beratungsunternehmen nicht zu vergessen die KGSt Kommunale Gemeinschaftsstelle fur Verwaltungsmanagement 13 Reformziele sind sowohl die Steigerung der Effektivitat und Burgerfreundlichkeit als auch die Haushaltskonsolidierung Durch den zum Teil enormen Personalabbau welcher nur begrenzt durch Privatisierung oder die Anwendung moderner Burokommunikationstechnologien aufgefangen werden kann werden oftmals neben administrativen Prozessoptimierungen auch strukturelle Anpassungen in der Verwaltungsorganisation notwendig Ob hierdurch der Personalabbau kompensiert werden kann ist vom Einzelfall abhangig Aufgabenkritik Bearbeiten Grundsatzlich lassen sich funktionale Reformen der Aufgabenverteilung 14 Verwaltungsstrukturreformen wie die Durchsetzung der Einraumigkeit und Gebietsreformen unterscheiden Binnenreformen Bearbeiten Hauptartikel Offentliche Reformverwaltung Die strenge Hierarchie fuhrt zu einer autoritaren Struktur innerhalb der Verwaltung Daher arbeiten Behorden oft stark arbeitsteilig und Entscheidungen folgen festen Dienstwegen Die Steuerung der Verwaltung ist daher sehr formal und aufgrund ihrer politisch ausgerichteten Verwaltungsspitze nicht vom Wesen her auf okonomische Ziele ausgerichtet Das Fehlen okonomischer Prinzipien ist auch daran erkennbar dass das Finanzwesen kameralistisch organisiert ist Oft werden Budgets politisch ausgehandelt Jedenfalls im Bereich der Kommunalverwaltungen werden derzeit in fast allen Bundeslandern die Haushalte auf die kaufmannische Buchfuhrung Neues kommunales Finanzmanagement umgestellt Ein in der heutigen Zeit zunehmend als Problem betrachteter Faktor ist das behordliche Anreizsystem Da jedermann Zugang zum offentlichen Dienst haben soll und die Leistungen der Verwaltung keinen Markt haben greift die Verwaltung auf Hilfsgrossen Beurteilungen zuruck Bei diesen Beurteilungen wird nicht immer klar welche Leistungen erwartet werden und inwieweit Wohlverhalten belohnt wird Mangels Leistungsdefinition fehlen leistungsbezogene Anreize insbesondere monetarer Art Das interne Prestige wird stattdessen oft an Behorden Abteilungs oder Budgetgrosse gemessen Das Beamtenrecht gibt die Anforderungen des Grundgesetzes an offentlich Bedienstete wieder Es gilt dem in Verwaltungsdingen Unerfahrenen als hinderlich fur Verwaltungsinnovationen oder fachliche Initiativen Hier sind durch die Einfuhrung von Elementen des modernen Personalmanagements in der offentlichen Verwaltung Anderungen auf dem Weg 15 Fur Tarifbeschaftigte im offentlichen Dienst sind durch den neuen TVoD Leistungsanreize vorgesehen diese sollen auch auf das Beamtenrecht ubertragen werden Europaischer Verwaltungsraum BearbeitenDie Europaische Union strebt nicht nur eine Rechtsgemeinschaft an etwa mit dem Konzept eines gemeinsamen Raums der Freiheit der Sicherheit und des Rechts sondern entwickelt sich auch zunehmend zu einer Verwaltungsgemeinschaft 16 In diesem Zusammenhang bezeichnet der Begriff des Europaischen Verwaltungsraums engl European Administrative Space einerseits eine Harmonisierung der nationalen Verwaltungen durch die Entwicklung gemeinsamer Standards im Verwaltungsverfahren im Rechtsschutz und der Verwaltungsorganisation 17 andererseits eine Verflechtung von nationalen Verwaltungen mit der EU Administration sowie eine bi oder multinationale Zusammenarbeit nationaler Verwaltungsraume 18 etwa in geographischen Grenzregionen Ein weiterer Gegenstand sind die Handlungsformen der EU Eigenverwaltung gegenuber den Unionsburgern einer mitgliedstaatlichen Behorde oder auch einem Mitgliedstaat selbst 19 Angestossen durch den Vertrag von Maastricht und die jungste EU Osterweiterung ist der Europaische Verwaltungsraum gegenwartig weniger durch eine gemeinsame Politik als vielmehr durch eine intensive wissenschaftliche Erforschung der einzelnen Entwicklungen und den Versuch diese zu systematisieren und zu steuern gekennzeichnet 20 21 Vereinigte Staaten von Amerika BearbeitenIn der Standard Industrial Classification der USA ist die offentliche Verwaltung unter Buchstabe J nach den Dienstleistungen kategorisiert Siehe auch BearbeitenBezirk DDR Land DDR Literatur BearbeitenKlaus Konig Heinrich Siedentopf Hrsg Offentliche Verwaltung in Deutschland 2 Auflage Nomos Verlag Baden Baden 1998 Thomas Ellwein Geschichte der offentlichen Verwaltung In Politische Wissenschaft Beitrage zur Analyse von Politik und Gesellschaft VS Verlag fur Sozialwissenschaften 1987 ISBN 978 3 531 11927 4 S 20 33 Weblinks BearbeitenStefan Brakensiek Verwaltungsgeschichte als Alltagsgeschichte Zum Finanzgebaren fruhneuzeitlicher Amtstrager im Spannungsfeld zwischen Stabsdisziplinierung und Mitunternehmerschaft 2010 Philip Kunig Deutsche Verwaltungsgeschichte von ihren Anfangen bis in die Neuzeit Eine aufschlussreiche Lekture Die Zeit 20 Marz 1987 Rezension von K G A Jeserich Hans Pohl Georg Christoph von Unruh Hrsg Deutsche Verwaltungsgeschichte 4 Bande Stuttgart 1983 ff Einzelnachweise Bearbeiten Otto Mayer Deutsches Verwaltungsrecht 1895 Digitalisat im Deutschen Textarchiv Jorg Bogumil Werner Jann Verwaltung und Verwaltungswissenschaft in Deutschland Einfuhrung in die Verwaltungswissenschaft Wiesbaden 2005 Iryna Spektor Die Offentliche Verwaltung Abgerufen am 2 Marz 2016 Hinnerk Wissmann Generalklauseln Verwaltungsbefugnisse zwischen Gesetzmassigkeit und offenen Normen Mohr Siebeck 2008 ISBN 978 3 16 149555 7 a b c d Hartmut Maurer Allgemeines Verwaltungsrecht 2014 Herbert Strunz Der Verwaltungsbegriff In Gestaltung offentlicher Verwaltungen Springer Verlag Berlin Heidelberg 1993 ISBN 978 3 642 52078 5 S 3 35 Hans J Wolff Otto Bachof Rolf Stober Winfried Kluth Verwaltungsrecht Band 1 13 Auflage Munchen 2016 Klaus Stern Das Staatsrecht der Bundesrepublik Deutschland Band II 1980 S 738 Klaus Konig Kritik offentlicher Aufgaben Speyerer Forschungsberichte 72 1988 Wayback Machine 19 Januar 2019 abgerufen am 7 September 2021 Statistisches Bundesamt Personalstandstatistik 2014 Personal des offentlichen Dienstes S 15 destatis de abgerufen am 3 Marz 2016 Mario Martini Die Handlungsinstrumente der offentlichen Verwaltung Knowledge Map 4 II 2008 PDF 91 kB Klaus Konig Hrsg Deutsche Verwaltung an der Wende zum 21 Jahrhundert Baden Baden Nomos Verlag Klaus Konig Kritik offentlicher Aufgaben Speyerer Forschungsberichte 72 1988 Kerstin Magnussen Personalentwicklung als Erfolgsfaktor Grosse Herausforderung des Personalmanagements im offentlichen Dienst Memento vom 5 Marz 2016 im Internet Archive Publicus 2014 7 Ulrich Stelkens Der Europaische Verwaltungsraum Memento vom 5 Marz 2016 im Internet Archive Deutsches Forschungsinstitut fur offentliche Verwaltung abgerufen am 4 Marz 2016 SIGMA Projekt der OECD Webseite abgerufen am 4 Marz 2016 vgl beispielsweise Abschnitt III Europaische Verwaltungszusammenarbeit 8a bis 8e Bayerisches Verwaltungsverfahrensgesetz BayVwVfG Memento vom 5 Marz 2016 imInternet Archive vom 23 Dezember 1976 zuletzt geandert durch Art 9a Abs 1 Bayerisches E Government Gesetz vom 22 Dezember 2015 GVBl S 458 Ulrich Stelkens Handlungsformen der EU Eigenverwaltung beim direkten Vollzug des EU Rechts und im Europaischen Verwaltungsverbund Memento vom 4 Marz 2016 im Internet Archive Deutsches Forschungsinstitut fur offentliche Verwaltung abgerufen am 4 Marz 2016 Eckhard Schroter Europaischer Verwaltungsraum und Reform des offentlichen Sektors In Handbuch zur Verwaltungsreform Wiesbaden 2005 ISBN 978 3 8100 4082 4 S 510 518 Wolfgang Kahl Der Europaische Verwaltungsverbund Strukturen Typen Phanomene Der Staat Vol 50 Nr 3 2011 S 353 387 Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten Normdaten Sachbegriff GND 4063317 2 OGND AKS Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Offentliche Verwaltung amp oldid 222284588, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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