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Éva Marton, geborene Éva Heinrich (* 18. Juni 1943 in Budapest) ist eine ungarische Opernsängerin (zunächst lyrischer Sopran, später zunehmend dramatischer Sopran).

Inhaltsverzeichnis

Éva Marton, geb. Heinrich, studierte Gesang bei Endre Rösler und Jenö Sipos an der Franz-Liszt-Musikakademie ihrer Heimatstadt und debütierte als Kate Pinkerton in Madama Butterfly beim Sommerfestival auf der Margareteninsel. Ihr offizielles Operndebüt fand 1968 an der Ungarischen Staatsoper statt, als Königin Schemacha in Der goldene Hahn, einer Rolle für hohen Koloratursopran. Später erntete sie an der Oper von Budapest, an die sie trotz ihrer Weltkarriere immer wieder zurückkehrte, großen Beifall als Königin von Babylon in der Oper Semirâma von Ottorino Respighi.

Von 1972 bis 1977 war Éva Marton festes Ensemblemitglied an der Oper von Frankfurt, vertraglich ferner mit der Wiener Staatsoper verbunden. Die international berühmte Sopranistin brillierte an allen großen Opernbühnen dieser Welt, in Paris, London, München, Stuttgart, Berlin, Hamburg, Mailand, Zürich, New York, Chicago, San Francisco, Buenos Aires etc. Dabei konnte sie ebenso im lyrischen (Wolfgang Amadeus Mozart, Umberto Giordano, Amilcare Ponchielli, Giacomo Puccini) wie im dramatischen Repertoire (Richard Wagner, Richard Strauss) große Erfolge verbuchen. Éva Marton ist eine vielseitige Sängerin mit voluminöser Stimme. Ihr Repertoire reicht vom Belcanto bis ins Hochdramatische: „So setzte sie sich mit ihrer Stimme, gleich in welcher Partie, auch stets mühelos gegen jedes Orchester durch und füllte die größten Opernhäuser bis zur letzten Reihe“ (Herrmann/Hollaender 1997, S. 73). Dabei gehören zu ihren zentralen Rollen vor allem die Titelrollen in Tosca, Turandot und Elektra.

Bei den Bayreuther Festspielen trat sie 1977–1978 als Venus und Elisabeth in der Tannhäuser-Inszenierung von Götz Friedrich auf. 1986 erregte Éva Marton an der Metropolitan Opera New York großes Aufsehen. Während der Aufführung der Oper Tosca erlitt sie eine Kieferverletzung, setzte aber trotzdem die Vorstellung fort.

Éva Marton, die mit allen international berühmten Dirigenten zusammenarbeitete und mit den großen Gesangskollegen und -kolleginnen ihrer Zeit auf der Bühne stand, kann ferner eine weltweite Karriere als Konzertsängerin verbuchen. Umfangreiche CD- und DVD-Veröffentlichungen dokumentieren das Schaffen dieser Ausnahmekünstlerin.

Seit 2005 ist Éva Marton Leiterin der Gesangsfakultät der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest und dort seit 2006 Professorin für Gesang. Sie ist mit dem Chirurgen Zoltán Marton verheiratet.

In der Spielzeit 2007/2008 sang sie an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf und Duisburg die Küsterin in Jenůfa.

Personendaten
NAME Marton, Éva
ALTERNATIVNAMEN Heinrich, Éva (Geburtsname)
KURZBESCHREIBUNG ungarische Opernsängerin (zunächst lyrischer Sopran, später zunehmend dramatischer Sopran)
GEBURTSDATUM 18. Juni 1943
GEBURTSORT Budapest

Eva Marton ungarische Opernsangerin Sprache Beobachten Bearbeiten Eva Marton geborene Eva Heinrich 18 Juni 1943 in Budapest ist eine ungarische Opernsangerin zunachst lyrischer Sopran spater zunehmend dramatischer Sopran Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Auszeichnungen 3 Diskografie Auswahl 4 Literatur 5 WeblinksLeben BearbeitenEva Marton geb Heinrich studierte Gesang bei Endre Rosler und Jeno Sipos an der Franz Liszt Musikakademie ihrer Heimatstadt und debutierte als Kate Pinkerton in Madama Butterfly beim Sommerfestival auf der Margareteninsel Ihr offizielles Operndebut fand 1968 an der Ungarischen Staatsoper statt als Konigin Schemacha in Der goldene Hahn einer Rolle fur hohen Koloratursopran Spater erntete sie an der Oper von Budapest an die sie trotz ihrer Weltkarriere immer wieder zuruckkehrte grossen Beifall als Konigin von Babylon in der Oper Semirama von Ottorino Respighi Von 1972 bis 1977 war Eva Marton festes Ensemblemitglied an der Oper von Frankfurt vertraglich ferner mit der Wiener Staatsoper verbunden Die international beruhmte Sopranistin brillierte an allen grossen Opernbuhnen dieser Welt in Paris London Munchen Stuttgart Berlin Hamburg Mailand Zurich New York Chicago San Francisco Buenos Aires etc Dabei konnte sie ebenso im lyrischen Wolfgang Amadeus Mozart Umberto Giordano Amilcare Ponchielli Giacomo Puccini wie im dramatischen Repertoire Richard Wagner Richard Strauss grosse Erfolge verbuchen Eva Marton ist eine vielseitige Sangerin mit voluminoser Stimme Ihr Repertoire reicht vom Belcanto bis ins Hochdramatische So setzte sie sich mit ihrer Stimme gleich in welcher Partie auch stets muhelos gegen jedes Orchester durch und fullte die grossten Opernhauser bis zur letzten Reihe Herrmann Hollaender 1997 S 73 Dabei gehoren zu ihren zentralen Rollen vor allem die Titelrollen in Tosca Turandot und Elektra Bei den Bayreuther Festspielen trat sie 1977 1978 als Venus und Elisabeth in der Tannhauser Inszenierung von Gotz Friedrich auf 1986 erregte Eva Marton an der Metropolitan Opera New York grosses Aufsehen Wahrend der Auffuhrung der Oper Tosca erlitt sie eine Kieferverletzung setzte aber trotzdem die Vorstellung fort Eva Marton die mit allen international beruhmten Dirigenten zusammenarbeitete und mit den grossen Gesangskollegen und kolleginnen ihrer Zeit auf der Buhne stand kann ferner eine weltweite Karriere als Konzertsangerin verbuchen Umfangreiche CD und DVD Veroffentlichungen dokumentieren das Schaffen dieser Ausnahmekunstlerin Seit 2005 ist Eva Marton Leiterin der Gesangsfakultat der Franz Liszt Musikakademie in Budapest und dort seit 2006 Professorin fur Gesang Sie ist mit dem Chirurgen Zoltan Marton verheiratet In der Spielzeit 2007 2008 sang sie an der Deutschen Oper am Rhein in Dusseldorf und Duisburg die Kusterin in Jenufa Auszeichnungen Bearbeiten1980 Sangerin des Jahres Verleihung der Silbernen Rose in Mailand 1987 Verleihung des Berufstitels Osterreichische Kammersangerin 1991 Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper 1997 Kossuth Preis in Ungarn 2003 Komtur mit Stern des Verdienstordens der Republik UngarnDiskografie Auswahl BearbeitenPuccini Tosca 1976 Puccini Manon Lescaut 1978 Richard Strauss Elektra 1980 Leitung Wolfgang Sawallisch Beethoven Fidelio 1983 Puccini Turandot 1983 Giordano Andrea Chenier 1986 Giordano Fedora 1986 Boito Mefistofele 1988 Wagner Die Walkure 1988 Brunnhilde Leitung Bernard Haitink Wagner Siegfried 1990 Brunnhilde Leitung Bernard Haitink Catalani La Wally 1990 Respighi Semirama 1990 Richard Strauss Salome 1990 Wagner Gotterdammerung 1991 Brunnhilde Leitung Bernard Haitink Mascagni Cavalleria rusticana 1996 Albeniz Merlin 2004Literatur BearbeitenKarl Josef Kutsch Leo Riemens Grosses Sangerlexikon Erster Band A L Francke Stuttgart u a 1987 ISBN 3 317 01638 8 Sp 1877 Walter Herrmann Adrian Hollaender Legenden und Stars der Oper Von Gigli uber Callas bis Domingo und Netrebko Leykam Graz 2007 ISBN 978 3 7011 7571 0 S 73 Autoren geben 1939 als Geburtsjahr der Kunstlerin an Weblinks BearbeitenWerke von und uber Eva Marton im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Homepage englisch ungarisch Kurzbiografie und Repertoire auf esdf opera de Eva Marton 1983 Turandot In questa reggia auf YouTubeNormdaten Person GND 124068936 OGND AKS LCCN n85097073 VIAF 27252526 Wikipedia Personensuche PersonendatenNAME Marton EvaALTERNATIVNAMEN Heinrich Eva Geburtsname KURZBESCHREIBUNG ungarische Opernsangerin zunachst lyrischer Sopran spater zunehmend dramatischer Sopran GEBURTSDATUM 18 Juni 1943GEBURTSORT Budapest Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Eva Marton amp oldid 201243886, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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