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Das Ästig-Leinblatt (Thesium ramosumHayne), auch Ästiges Leinblatt genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Sandelholzgewächse (Santalaceae).

Ästig-Leinblatt

Ästig-Leinblatt (Thesium ramosum)

Systematik
Ordnung: Sandelholzartige (Santalales)
Familie: Sandelholzgewächse (Santalaceae)
Tribus: Thesieae
Untertribus: Thesiinae
Gattung: Leinblatt (Thesium)
Art: Ästig-Leinblatt
Wissenschaftlicher Name
Thesium ramosum
Hayne

Inhaltsverzeichnis

Blüte mit 5 Perigon- und 3 Hochblättern
Früchte mit oben eingerolltem Periogon und Elaiosom am unteren Ende

Vegetative Merkmale

Das Ästig-Leinblatt ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 15 bis 25 Zentimeter erreicht. Die linealischen bis linealisch-lanzettlichen, einfachen, ungeteilten und ganzrandigen Laubblätter sind wechselständig angeordnet und weisen einen und in selteneren Fällen drei Blattadern auf.

Generative Merkmale

Die Blühzeit des Ästig-Leinblatts reicht in Mitteleuropa von Mai bis August. Der Blütenstand ist eine Traube. Der 5 bis 15 Millimeter lange Blütenstiel besitzt an seinem oberen Ende, direkt unterhalb der Blüte, drei Hochblätter: ein Deckblatt, dessen Stiel mit dem Blütenstiel rekauleszent verwachsen ist, und seitlich zwei deutlich kürzere Vorblätter. Die freie Spreite des Deckblatts ist ungefähr so lang wie der Blüten- bzw. Deckblattstiel.

Die zwittrigen Blüten weisen ein verwachsenblättriges, radiärsymmetrisches Perigon mit einem Durchmesser von 3 bis 4 Millimeter auf, das fünf, manchmal nur vier, innen weiß und außen grün gefärbte Zipfel aufweist. Zur Fruchtzeit rollen sich die Perigonzipfel bis auf den Grund ein. Die Blüte weist vier bis fünf Staubblätter und einen unterständigen Fruchtknoten mit einem Griffel auf. Die längsnervigen Früchte sind ungefähr 1,25 bis 5 Millimeter lang. Das eingerollte Perigon weist ungefähr ein Viertel der Fruchtlänge auf.

Beim Ästig-Leinblatt handelt es sich um einen Hemikryptophyten. Die Art ist ein Halbschmarotzer: die Wurzeln des Leinblatts zapfen mittels Saugnäpfen (Haustorien) die Wurzeln von Wirtspflanzen an und entziehen diesen Nährstoffe.

Das Ästig-Leinblatt tritt in Europa in Ostmittel- und Osteuropa auf. Im deutschsprachigen Raum ist die Art nur in Österreich indigen.

In Österreich tritt das Ästig-Leinblatt in der Pannonischen Florenprovinz zerstreut bis selten, sonst sehr selten auf Trockenrasen und Brachäckern in der collinen Höhenstufe auf. Die Vorkommen beschränken sich auf die Bundesländer Wien, Niederösterreich, das Burgenland und Oberösterreich (letzteres nur unbeständig). Die Art gilt als gefährdet.

Die gültige Erstveröffentlichung erfolgte 1800 unter dem Namen Thesium ramosum durch Friedrich Gottlob Hayne in J. Bot. (Schrader) 1, S. 30. Ein Synonym für Thesium ramosum Hayne ist Thesium arvense Horv. nom. illeg.

  1. Eintrag bei The Euro+Med PlantBase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity
  2. Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3., verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9,S.387.
Commons: Ästig-Leinblatt (Thesium ramosum) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Astig Leinblatt Art der Gattung Leinblatt Thesium Sprache Beobachten Bearbeiten Das Astig Leinblatt Thesium ramosum Hayne 1 auch Astiges Leinblatt genannt ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Sandelholzgewachse Santalaceae Astig LeinblattAstig Leinblatt Thesium ramosum SystematikOrdnung Sandelholzartige Santalales Familie Sandelholzgewachse Santalaceae Tribus ThesieaeUntertribus ThesiinaeGattung Leinblatt Thesium Art Astig LeinblattWissenschaftlicher NameThesium ramosumHayne Inhaltsverzeichnis 1 Beschreibung 1 1 Vegetative Merkmale 1 2 Generative Merkmale 2 Okologie 3 Vorkommen und Gefahrdung 4 Taxonomie 5 Einzelnachweise 6 WeblinksBeschreibung Bearbeiten Blute mit 5 Perigon und 3 Hochblattern Fruchte mit oben eingerolltem Periogon und Elaiosom am unteren Ende Vegetative Merkmale Bearbeiten Das Astig Leinblatt ist eine ausdauernde krautige Pflanze die Wuchshohen von meist 15 bis 25 Zentimeter erreicht Die linealischen bis linealisch lanzettlichen einfachen ungeteilten und ganzrandigen Laubblatter sind wechselstandig angeordnet und weisen einen und in selteneren Fallen drei Blattadern auf 2 Generative Merkmale Bearbeiten Die Bluhzeit des Astig Leinblatts reicht in Mitteleuropa von Mai bis August Der Blutenstand ist eine Traube Der 5 bis 15 Millimeter lange Blutenstiel besitzt an seinem oberen Ende direkt unterhalb der Blute drei Hochblatter ein Deckblatt dessen Stiel mit dem Blutenstiel rekauleszent verwachsen ist und seitlich zwei deutlich kurzere Vorblatter Die freie Spreite des Deckblatts ist ungefahr so lang wie der Bluten bzw Deckblattstiel 2 Die zwittrigen Bluten weisen ein verwachsenblattriges radiarsymmetrisches Perigon mit einem Durchmesser von 3 bis 4 Millimeter auf das funf manchmal nur vier innen weiss und aussen grun gefarbte Zipfel aufweist Zur Fruchtzeit rollen sich die Perigonzipfel bis auf den Grund ein Die Blute weist vier bis funf Staubblatter und einen unterstandigen Fruchtknoten mit einem Griffel auf Die langsnervigen Fruchte sind ungefahr 1 25 bis 5 Millimeter lang Das eingerollte Perigon weist ungefahr ein Viertel der Fruchtlange auf 2 Okologie BearbeitenBeim Astig Leinblatt handelt es sich um einen Hemikryptophyten Die Art ist ein Halbschmarotzer die Wurzeln des Leinblatts zapfen mittels Saugnapfen Haustorien die Wurzeln von Wirtspflanzen an und entziehen diesen Nahrstoffe 2 Vorkommen und Gefahrdung BearbeitenDas Astig Leinblatt tritt in Europa in Ostmittel und Osteuropa auf Im deutschsprachigen Raum ist die Art nur in Osterreich indigen 1 2 In Osterreich tritt das Astig Leinblatt in der Pannonischen Florenprovinz zerstreut bis selten sonst sehr selten auf Trockenrasen und Brachackern in der collinen Hohenstufe auf Die Vorkommen beschranken sich auf die Bundeslander Wien Niederosterreich das Burgenland und Oberosterreich letzteres nur unbestandig Die Art gilt als gefahrdet 2 Taxonomie BearbeitenDie gultige Erstveroffentlichung erfolgte 1800 unter dem Namen Thesium ramosum durch Friedrich Gottlob Hayne in J Bot Schrader 1 S 30 Ein Synonym fur Thesium ramosum Hayne ist Thesium arvense Horv nom illeg 1 Einzelnachweise Bearbeiten a b c Eintrag bei The Euro Med PlantBase the information resource for Euro Mediterranean plant diversity a b c d e f Manfred A Fischer Karl Oswald Wolfgang Adler Exkursionsflora fur Osterreich Liechtenstein und Sudtirol 3 verbesserte Auflage Land Oberosterreich Biologiezentrum der Oberosterreichischen Landesmuseen Linz 2008 ISBN 978 3 85474 187 9 S 387 Weblinks Bearbeiten Commons Astig Leinblatt Thesium ramosum Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Astig Leinblatt amp oldid 219174409, wikipedia, wiki, deutsches, deutschland,

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